[0001] Die Erfindung betrifft ein dreh-, kipp- und/oder verschiebbares Gebäudeöffnungs-Schließelement
wie beispielsweise ein Fenster, eine Tür und/oder ein Fassadenelement.
[0002] Aus dem Stand der Technik sind Fenster, Türen und/oder Fassadenelemente bekannt,
deren Schiebe- und/oder Flügelelement mittels eines motorischen Antriebs verfahrbar
ist, um dieses automatisch zu öffnen oder zu schließen.
[0003] So offenbart beispielsweise die Druckschrift
EP 1 836 367 B1 ein Dreh-/ Kippfenster mit einem Blendrahmen und einem relativ zum Blendrahmen um
eine horizontale Drehachse kippbaren sowie um eine vertikale Drehachse drehbaren Flügel
mit einem Flügelrahmen. Das Dreh-/ Kippfenster weist zudem eine elektromotorische
Antriebsvorrichtung zum Öffnen des Flügels in seine Kippstellung und zum Schließen
des Flügels aus der Kippstellung auf.
[0004] Die Druckschrift
EP 1 700 284 B1 offenbart ein Fenster, bei dem eine Handhabe zum Verstellen des Flügels in unterschiedliche
Betriebsstellungen über elektrische Leitungen oder eine Funkstrecke mit einer elektromechanischen
Antriebsvorrichtung zum Öffnen und Schließen des Flügels in eine und aus einer Kippstellung
verbunden ist, um eine Verriegelung des Fensters zu erfassen und zu überwachen.
[0005] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein automatisch dreh-, kipp- und/oder
verschiebbares Gebäudeöffnungs-Schließelement wie beispielsweise ein Fenster, eine
Tür und/oder ein Fassadenelement zu schaffen, das eine schallgedämmte, qualitativ
hochwertige Lüftung komfortabel ermöglicht.
[0006] Die Erfindung erreicht dieses Ziel durch den Gegenstand der unabhängigen Ansprüche
1 und 22. Vorteilhafte Ausführungsformen sind den abhängigen Ansprüchen entnehmbar.
[0007] Nach Anspruch 1 wird ein Gebäudeöffnungs-Schließelement geschaffen. Ein Gebäudeöffnungs-Schließelement
ist beispielsweise ein Fenster, ein Öffnungselement eines Fassadenelements oder eine
Tür. Das Gebäudeöffnungs-Schließelement weist zumindest folgende Merkmale auf:
einen aus mehreren Rahmenprofilen zusammengesetzten Blendrahmen, einen aus mehreren
Rahmenprofilen zusammengesetzten Flügel- und/oder Schieberahmen, der relativ zu dem
Blendrahmen beweglich ist, wobei zwischen den Rahmenprofilen des Blendrahmens und
den Rahmenprofilen des Flügel- und/oder Schieberahmens zumindest teilweise ein umlaufender
Rahmenfalzraum ausgebildet ist, wenigstens einen in wenigstens einem der Rahmenprofile
des Blendrahmens oder in wenigstens einem der Rahmenprofile des Flügel- und/oder Schieberahmens
ausgebildeten Lüftungskanal, der eine erste Lüftungskanalöffnung und eine zweite Lüftungskanalöffnung
aufweist, wobei der Flügel- und/oder Schieberahmen und der Blendrahmen dazu ausgebildet
sind, in der Schließstellung wenigstens eine der Lüftungskanalöffnungen zu verschließen,
und in der Lüftungsstellung beide Lüftungskanalöffnungen des wenigstens einen Lüftungskanals
freizugeben, eine elektromotorische Antriebsvorrichtung zum reversiblen Verstellen
des Flügel- und/oder Schieberahmens von der Schließstellung in die Lüftungsstellung
und eine im oder am Gebäudeöffnungs-Schließelement vorgesehene Steuerungsvorrichtung
und/oder eine extern dazu vorgesehene Steuerung, die dazu eingerichtet ist, die elektromotorische
Antriebsvorrichtung in Abhängigkeit von der Stellung des Flügel- und/oder Schieberahmens
anzusteuern.
[0008] Das Gebäudeöffnungs-Schließelement zeichnet sich dabei dadurch aus, dass die Steuerungsvorrichtung
und/oder die externe Steuerung zudem dazu eingerichtet ist, die elektromotorische
Antriebsvorrichtung in Abhängigkeit von einer oder mehreren erfassten Umgebungsbedingungen
anzusteuern.
[0009] Dazu kann die Steuerungsvorrichtung an dem jeweiligen Element auch von einer übergeordneten
Steuerung und/oder einem Bedienelement außerhalb des Elementes entsprechend angesteuert
werden bzw. ansteuerbar sein. Die Steuerungsvorrichtung in dem jeweiligen Element
kann dann auch auf ein "Minimum" beschränkt werden und beispielsweise nur dazu ausgelegt
sein, in Abhängigkeit von Steuerbefehlen, die von der übergeordneten Steuerung eingehen
bzw. empfangen werden, den Motor anzusteuern, beispielsweise zum Verfahren bzw. Bewegen
eines Flügels ein- und auszuschalten.
[0010] Die Erfassung der Umgebungsbedingungen und das Ansteuern der elektromotorischen Antriebsvorrichtung
des Gebäudeöffnungs-Schließelementes in Abhängigkeit von diesen ermöglicht eine Reaktion,
insbesondere eine schnelle Reaktion, auf Änderungen der Umgebungsbedingungen. Da die
Schließstellung sich von der Lüftungsstellung darin unterscheidet, dass in der Lüftungsstellung
beide Lüftungskanalöffnungen geöffnet sind, so dass das Gebäudeöffnungs-Schließelement
eine Belüftung des Gebäudeinnenraums zulässt, während in der Schließstellung wenigstens
eine der beiden Lüftungskanalöffnungen geschlossen ist, und das Gebäudeöffnungs-Schließelement
daher keine Belüftung zulässt, ermöglicht das Gebäudeöffnungs-Schließelement einen
automatischen und daher für den Bediener sehr komfortablen Wechsel zwischen der Belüftung
und keiner Belüftung des Gebäudeinnenraums. Da der Bediener selbst nicht unbedingt
oder gar nicht eingreifen muss, ist ein solcher Wechsel auch bei seiner Abwesenheit
möglich.
[0011] Es ist dann nach einer Variante zweckmäßig, wenn das Gebäudeöffnungs-Schließelement
direkt einen Umgebungssensor zum Erfassen von Umgebungsbedingungen aufweist. Dieser
wird dann mit der Steuerungsvorrichtung verbunden - entweder direkt oder ggf. auch
über eine übergeordnete Steuerung - z.B. eine Hauptsteuerung einer Wohneinheit oder
des Gebäudes - so dass die Umweltbedingung(en) erfasst werden können.
[0012] Dazu kann vorgesehen sein, dass der Umgebungssensor an dem Blendrahmen oder dem Flügelrahmen
angeordnet ist. Er kann beispielsweise in dem Rahmenfalzraum an dem Blendrahmen oder
dem Flügel oder dem Schieberahmen angeordnet sein, beispielsweise im geschlossenen
Zustand verdeckt angeordnet sein. Er kann beispielsweise aber auch im Einbauzustand
in einer Gebäudeöffnung außen an dem Blendrahmen angeordnet sein, wo besonders gut
Umweltbedingungen wie Außentemperatur und/oder ein momentaner Schallpegel und/oder
weitere Bedingungen wie Wind oder Regen oder dgl. erfassbar sind.
[0013] Alternativ oder optional kann auch vorgesehen sein, dass die Steuerungsvorrichtung
direkt oder indirekt mit einem extern außerhalb des Gebäudeöffnungs-Schließelements
angeordneten Umgebungssensor in Verbindung steht. So können die Umweltbedingungen
an anderer Stelle erfasst werden und dennoch zur Steuerung des "schallisolierten Lüftungsfensters"
verwendet werden. Der Umgebungssensor kann auch zunächst Daten an anderem Ort erfassen,
beispielsweise als Sensor einer Wetterstation oder eine sonstigen Messtation und dann
können diese Daten direkt oder z.B. über vorhergehende Verarbeitung und ein Abrufen
z.B. über eine Internetverbindung oder dgl. zur Steuerung genutzt werden, wenn sie
von der Steuerungsvorrichtung zuführbar sind.
[0014] Dazu oder auch aus anderen Gründen kann vorgesehen sein, dass die Steuerungsvorrichtung
direkt oder indirekt mit einer extern außerhalb des Gebäudeöffnungs-Schließelements
angeordneten, übergeordneten Steuerungssystem bzw. einer Hauptsteuerung in Verbindung
steht. Dieses kann einen Hauptsteuerungsrechner, insbesondere einen Server aufweisen,
der auch mehrere Öffnungs-Schließelemente oder auch andere Einrichtungen wenigstens
eines Gebäudes oder wenigstens einer Wohneinheit ansteuern kann. Dabei kann der Server
dann auch wiederum selbst eingabefähig sein und von einem Eingabegerät wie einem Handy
mit einer App oder dgl. Eingabebefehle annehmen bzw. selbst ansteuerbar sein.
[0015] Dabei kann eine Steuerungsroutine in der Steuerungssoftware an diesem Server oder
jeweils in der Steuerungsvorrichtung am Öffnungs-Schließelement vorgesehen sein, die
das jeweilige Öffnungs-Schließelement angesteuert wird und wie gewünscht geöffnet
oder geschlossen wird, beispielsweise in Abhängigkeit von Umweltbedingungen, die an
anderem benachbarten Ort oder an einem anderen Öffnungs-Schließelement mit einem Umweltsensor
oder in sonstiger Weise erfasst werden.
[0016] Nach einer solchen Variante ist es beispielsweise nicht notwendig, an sämtlichen
Öffnungs-Schließelementen eines Gebäudes jeweils Umweltsensoren vorzusehen.
[0017] Es kann vielmehr genügen, nur an einem einzigen Öffnungs-Schließelement oder an einem
anderen Ort des jeweiligen Gebäudes einen oder mehrere der Umweltsensoren vorzusehen,
und deren Messwerte zu erfassen, um dann in Abhängigkeit zumindest von diese Messwerten
- z.B. in Abhängigkeit von der Umgebungstemperatur oder der Innenraumtemperatur -
die Öffnungs-Schließelemente anzusteuern.
[0018] Grenzwerte, bei denen ein Umschalten bzw. ein Bewegen des Öffnungs-Schließelementes
von einer Stellung in eine andre erfolgt, können vom Nutzer vorgebbar sein oder vorgespeichert
in einem Datenspeicher der Steuerungsvorrichtung oder an anderem Ort hinterlegt sein.
[0019] Dazu ist das ggf. vorgesehene übergeordnete Steuerungssystem oder die Steuerungsvorrichtung
dazu eingerichtet, die elektromotorische Antriebsvorrichtung in Abhängigkeit von einer
oder mehreren Umgebungsbedingungen anzusteuern. So kann der Umgebungssensor vorgesehen
sein zur Erfassung:
- a) des Schallpegels innenraumseitig und/oder außenraumseitig; und/oder
- b) einer die Lüftungskassette durchströmenden Luftmenge; und/oder
- c) eines Feinstaubanteils innerhalb der Lüftungskassette; und/oder
- d) der Beschaffenheit der die Lüftungskassette durchströmenden Luft, insbesondere
ihren Kohlendioxidanteil, Feinstaubanteil, Schadstoffanteil, enthaltene Allergene,
Luftfeuchtigkeit und/oder Lufttemperatur und/oder weitere Parameter; und/oder
- e) auf die Lüftungskassette einwirkenden Erschütterungen; und/oder
- f) Wetterbedingungen, insbesondere Temperatur innenraumseitig und/oder außenraumseitig,
Regen und/oder Wind.
[0020] Nach einer optionalen Weiterbildung kann ferner vorgesehen sein, dass ferner ein
Sensor, insbesondere ein Rahmensensor zum Erfassen der Stellung des Flügel- und/oder
Schieberahmens vorgesehen ist, dessen Signal die Steuerungsvorrichtung zusätzlich
verarbeiten kann.
[0021] Dabei kann ferner bevorzugt vorgesehen sein, dass der eine oder die mehreren Lüftungskanäle
jeweils in wenigstens einer Lüftungskassette oder mehreren Lüftungskassetten ausgebildet
ist/sind, die in den Blendrahmen oder den Flügel- und/oder Schieberahmen oder in das
jeweilige Blendrahmenprofil oder das jeweilige Flügelrahmenprofil eingesetzt ist/sind.
Durch die Ausbildung der Lüftungskanäle in wenigstens einer Lüftungskassette wird
das Ausbilden des Lüftungskanals deutlich vereinfacht, denn dieser muss nicht umständlich
direkt in den Hohlkammerprofilen ausgebildet werden. Es genügt vielmehr, dort eine
Aussparung vorzusehen oder auszubilden und die vormontierte Lüftungskassette dann
in die Aussparung einzusetzen, z.B. einzurasten oder einzuklemmen. Dies macht es einfach
und unkompliziert, einen Lüftungskanal in einem Lüftungs-Öffnungs-Schließelement auszubilden.
[0022] Die Lüftungskassette weist bevorzugt einen Einsatz oder mehrere nebeneinander und/oder
hintereinander angeordnete Einsätze auf. Dabei ist es bevorzugt, dass der Einsatz
oder die Einsätze Schallreduzierungsmittel und/oder Filtermittel umfassen. Als Schallreduzierungsmittel
können beispielsweise eine oder mehrere Umlenkungen und/oder Unterteilungen des Luftstroms
vorgesehen sein, und/oder eine akustische Absorberelementanordnung. Weiterhin kann
als Schallreduzierungsmittel auch ein aktives Schallelement vorgesehen sein. Filtermittel
sind bevorzugt beispielsweise ein Abgasfilter, Kohlendioxidfilter, Feinstaubfilter
und/oder Ozonfilter. Durch Nutzung mehrerer Einsätze mit verschiedenen Schallreduzierungsmitteln
und/oder Filtermitteln ist eine auf die Umgebungsbedingungen abgestimmte Anpassung
des Gebäudeöffnungs-Schließelements möglich, beispielsweise auf eine städtische Umgebung
durch Nutzung verschiedener Schadstofffilter, Feinstaubfilter und/oder Schallreduzierungsmittel.
[0023] Dabei kann der Umgebungssensor in der oder einer der Lüftungskassetten angeordnet
sein, wo er vorteilhaft und einfach untergebracht ist. Prinzipiell ist aber auch eine
andere Positionierung des Umgebungssensors möglich, beispielsweise an oder im Blendrahmen
oder an oder im Flügel- und/oder Schieberahmen wie weiter oben näher beispielhaft
erläutert.
[0024] Um auf eine Vielzahl von Umgebungsbedingungen reagieren zu können, können auch mehrere
Umgebungssensoren vorgesehen sein.
[0025] Die Steuerungsvorrichtung ist bevorzugt dazu eingerichtet, die elektromotorische
Antriebsvorrichtung anzusteuern, wenn ein erfasster Messwert der Umgebungsbedingungen
oder ein aus dem erfassten Messwert der Umgebungsbedingungen berechneten Umgebungswert
einen voreingestellten - z.B. vom Nutzer einstellbaren - Wert, insbesondere Grenzwert,
erreicht, überschreitet oder unterschreitet. Dabei wird der Flügel- und/oder Schieberahmen
bevorzugt von der Schließstellung in die Lüftungsstellung verstellt oder umgekehrt.
Die Steuerungsvorrichtung kann aber auch entsprechend von einer übergeordneten Hauptsteuerung,
beispielsweise einem Gebäudeserver zu Steuerung dieser und ggf. anderer weiter Steuerungsvorrichtungen
an weiteren Gebäudeöffnungs-Schließelementen oder dgl. an einem Gebäude oder mehreren
Gebäuden vorgesehen und ausgelegt sein.
[0026] Ein erhöhter Komfort wird erreicht, indem der Flügel- und/oder Schieberahmen zudem
in wenigstens eine weitere Lüftungszwischenstellung, die zwischen der Schließstellung
und der Lüftungsstellung angeordnet ist, verstellbar ist. Dabei ist es bevorzugt,
dass das Gebäudeöffnungs-Schließelement in der Schließstellung verschlossen, in der
Lüftungszwischenstellung teilgeöffnet, und in der Lüftungsstellung geöffnet ist. Bei
Anordnung von Schallreduzierungsmitteln in der oder den Lüftungskassetten kann in
der Schließstellung dadurch eine hohe Schalldämmung, und in der Lüftungszwischenstellung
immer noch eine geringe Schalldämmung erreichbar sein. Weiterhin kann in der Lüftungsstellung
keine Schalldämmung erfolgen, jedoch ein hoher Luftaustausch erreichbar sein.
[0027] Dabei ist es bevorzugt, dass die Verstellung des Flügel- und/oder Schieberahmens
direkt von der Schließstellung in die Lüftungszwischenstellung oder Lüftungsstellung,
oder wieder zurück erfolgt. Es kann aber auch eine andere Verstellung möglich sein,
bei der der Flügel- und/oder Schieberahmen in Abhängigkeit von seiner aktuellen Stellung
nicht in die nächste, sondern direkt in eine darauffolgende Stellung verstellt wird,
beispielsweise ausgehend von der Schließstellung direkt in die Lüftungsstellung, ohne
in der Lüftungszwischenstellung zu verbleiben.
[0028] Um die Steuerungsvorrichtung einzustellen, ist es bevorzugt, dass diese eine Ein-
und/oder Ausgabeschnittstelle zur Ein- und/oder Ausgabe, und/oder einen Datenspeicher
zur Speicherung von betriebsrelevanten Daten umfasst. Solche betriebsrelevanten Daten
können beispielsweise die zu erfassenden Umgebungsbedingungen, die erfassten Messwerte,
die berechneten Umgebungswerte, Daten externen Informationsquellen und/oder Grenzwerte
sein. Vorzugsweise werden solche betriebsrelevanten Daten im Datenspeicher hinterlegt,
um jederzeit abrufbar zu sein. Mit Hilfe der hinterlegten Daten kann die Steuerungsvorrichtung
selbst lernend eingerichtet sein, so dass beispielsweise nach häufigem Einschreiten
des Bedieners bei Überschreiten eines Lärmpegels die Steuerungsvorrichtung die elektromagnetische
Antriebsvorrichtung selbsttätig ansteuert.
[0029] Die Nutzung externen Informationsquellen und/oder Grenzwerte ermöglicht beispielsweise
ein Einstellen der Steuerungsvorrichtung anhand von Vorhersagen beispielsweise bezüglich
der Lärmentwicklung, Schadstoffbelastung, Wetteränderung und/oder Luftqualität. Als
externe Informationsquellen können dabei Messstationen, insbesondere Wetterstationen,
oder internetbasierte Daten genutzt werden.
[0030] Weiterhin können Zeiträume, in denen explizit eine Belüftung vorgesehen oder gerade
nicht vorgesehen sein soll, konfigurierbar sein. Anhand solcher Zeiträume kann ein
Belüften oder Schließen des Gebäudeöffnungs-Schließelements erzielt werden, ohne dass
der Bediener anwesend ist.
[0031] Die Ein- und/oder Ausgabeschnittstelle kann dafür zur drahtbehafteten oder drahtlosen
Kommunikation mit einer Bedienereinheit ausgebildet. Für die drahtbehaftete Kommunikation
kommen herkömmliche Übertragungstechnologien wie beispielsweise serielle, parallele,
LAN, USB oder andere Technologien in Frage. Eine drahtlose Kommunikation ist beispielsweise
über Mobilfunk, WLAN, Lora Wan, NB-IOT, IRdA, Bluetooth oder weitere möglich.
[0032] Dabei kann die Bedienereinheit am Gebäudeöffnungs-Schließelement angeordnet sein,
insbesondere in das Gebäudeöffnungs-Schließelement integriert sein.
[0033] Es ist aber bevorzugt, dass die Bedienereinheit eine vom Gebäudeöffnungs-Schließelement
unabhängige Vorrichtung ist. Als solche ist sie bevorzugt vom Gebäudeöffnungs-Schließelement
entfernt angeordnet. Sie kann dabei eine eigenständige Steuerungseinheit und/oder
Benutzerschnittstelle aufweisen. In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Bedienereinheit
ein Personal Computer, ein Tablet- PC, ein Notebook, ein anwendungsspezifisch angepasstes
Terminal oder ein Smartphone. Besonders bevorzugt ist die Bedienereinheit zur Eingabe
von Steuerungsbefehlen für die Steuerungsvorrichtung eingerichtet. Dadurch ist die
elektromotorische Antriebsvorrichtung von der Bedienereinheit unmittelbar steuerbar.
[0034] Nach einer weiteren vorteilhaften Variante der Erfindung kann vorgesehen sein, dass
die elektromotorische Antriebsvorrichtung zum reversiblen Verstellen des Flügel- und/oder
Schieberahmens von der Schließstellung in die Lüftungsstellung ganz oder teilweise
verdeckt in dem Rahmenfalzraum untergebracht ist, was insbesondere optisch vorteilhaft,
ist. Zudem liegt sie dort im geschlossenen Zustand gut geschützt.
[0035] Erfindungsgemäß lässt sich nach einer weiteren Variante auch ein System mit mehreren
oder einer Vielzahl von erfindungsgemäßen Gebäudeöffnungs-Schließelementen realisieren,
das eine Hauptsteuerung mit einem Steuerungsrechner für mehrere dieser Gebäudeöffnungs-Schließelemente
aufweist, wobei die Hauptsteuerung dazu ausgelegt ist, die einzelnen Steuerungseinrichtungen
der einzelnen Gebäude-Öffnungs-Schließelemente in Abhängigkeit von den Umweltbedingungen
und/oder Steuereingaben ansteuern. Die übergeordnete Hauptsteuerung und die Steuerungseinrichtungen
können dann drahtgebunden oder drahtlos miteinander verbunden sein, beispielsweise
über Funkt oder eine andere drahtlose Verbindung.
[0036] Die Aufgabe wird weiterhin gelöst mit einem Verfahren zum Steuern einer Stellung
eines Flügel- und/oder Schieberahmens relativ zu einem Blendrahmen eines Gebäudeöffnungs-Schließelements
nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, bei dem wenigstens ein am Gebäudeöffnungs-Schließelements
oder extern dazu angeordneter Umgebungssensor eine oder mehrere Umgebungsbedingungen
erfasst und eine Steuerungsvorrichtung am Gebäudeöffnungs-Schließelements - oder eine
Steuerung, insbesondere eine Hauptsteuerung, extern dazu - den Flügel- und/oder Schieberahmen
in Abhängigkeit von seiner aktuellen Stellung relativ zum Blendrahmen verstellt, wenn
der erfasste Messwert oder ein anhand des erfassten Messwerts berechneter Umgebungswert
einen voreingestellten Grenzwert erreicht, überschreitet oder unterschreitet.
[0037] Das Verfahren ermöglicht eine schnelle Reaktion auf sich spontan ändernde Umgebungsbedingungen.
Dadurch kann das Gebäudeöffnungs-Schließelement in Reaktion auf die geänderten Umgebungsbedingungen
automatisch schnell teilgeöffnet, geöffnet, teilgeschlossen oder geschlossen werden.
[0038] Dabei wird der Grenzwert, anhand dessen das Verstellen des Flügel- und/oder Schieberahmens
relativ zum Blendrahmen erfolgt, bevorzugt voreingestellt, oder anhand einer Bedienereingabe
und/oder anhand einer externen Informationsquelle eingestellt oder berechnet. Zudem
kann ein lernfähiger Algorithmus vorgesehen sein, der einen Grenzwert beispielsweise
anhand eines manuellen Eingreifens durch den Bediener erfasst.
[0039] Nachfolgend wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezug auf die
Zeichnung näher beschrieben. Die Erfindung ist nicht auf diese Ausführungsbeispiele
beschränkt sondern kann auch in anderer Weise wortsinngemäß oder auch in anderer Weise
äquivalent realisiert werden. Es zeigen:
- Fig. 1
- in a) und b) je einen Schnitt durch einen beispielsweise im Einbauzustand oberen horizontal
verlaufenden Abschnitt eines ersten Gebäudeöffnungs-Schließelements, hier eines Fensters,
wobei das Fenster in a) in einer Geschlossen- bzw. Schließstellung und in b) in einer
Lüftungsstellung dargestellt ist;
- Fig. 2
- in a) und b) eine Seitenansicht und eine perspektivische Ansicht eines Blendrahmens
für ein weiteres als Lüftungsfenster ausgebildetes Gebäudeöffnungs-Schließelement;
- Fig. 3
- in a) eine perspektivische Ansicht einer ersten Lüftungskassette mit einem in diese
einsetzbaren Einsatz, und in b) einen Ausschnitt aus a), der im Wesentlichen den Einsatz
zeigt.
[0040] In der nachfolgenden Figurenbeschreibung werden verschiedene Ausführungsbeispiele
beschrieben. Die einzelnen Merkmale dieser Ausführungsbeispiele können vorteilhaft
in Kombination mit den jeweiligen weiteren Merkmalen der Ausführungsbeispiele verwendet
werden. Sie können aber auch mit anderen gezeigten oder nicht gezeigten Ausführungsbeispielen
kombiniert werden und eignen sich auch jeweils als vorteilhafte Ausgestaltungen der
in einzelnen oder mehreren der in den Haupt- und Unteransprüchen beschriebenen Gegenstände.
[0041] Fig. 1 zeigt einen Abschnitt eines Gebäudeöffnungs-Schließelements, welches hier
als Fenster ausgebildet ist. Die Erfindung ist aber nicht auf als Fenster ausgebildete
Gebäudeöffnungs-Schließelemente beschränkt, sondern umfasst auch Türen und Fassadenelemente.
[0042] Das Fenster weist einen umlaufenden Blendrahmen 1 auf. Dieser ist aus mehreren Blendrahmenprofilen
1' zu einer Rahmenform, insbesondere einer Rechteckform, zusammengesetzt.
[0043] An dem Blendrahmen 1 ist ein relativ zum Blendrahmen 1 beweglicher Flügel angeordnet.
Der Flügel weist vorzugsweise einen umfangsgeschlossenen Flügelrahmen 2 auf und ein
in den Flügelrahmen 2 eingesetztes und von diesem aufgenommenes Flächenelement 3 wie
eine Scheibe. Der Flügelrahmen 2 ist aus mehreren Flügelrahmenprofilen 2' zu einer
Rahmenform, insbesondere einer Rechteckform, zusammengesetzt.
[0044] Die Blendrahmenprofile 1' und/oder die Flügelrahmenprofile 2' können als Mehrkammerhohlprofile
ausgebildet sein.
[0045] Die Blendrahmenprofile können als Kunststoffprofile ausgebildet sein. Sie können
aber auch als sogenannte Verbundprofile ausgebildet sein. Dann bestehen sie in der
Regel aus einem oder mehreren Metallprofilen - hier auch synonym Metallschalen genannt
- und einem oder mehreren Isolierstegen. Bevorzugt ist eine Bauweise, bei der zwei
Metallprofileebenen über eine Isolierstegebene, die in der Regel aus Kunststoff besteht,
miteinander verbunden ist. Es sind aber auch andere, weitere Bauformen denkbar, so
insbesondere Bauformen mit einer Metallprofilebene und einer Isolierprofilebene aus
Kunststoff sowie Bauformen mit drei Metallprofilebenen und zwei Isolierprofilebenen.
[0046] Zwischen dem Blendrahmen 1 und dem Flügelrahmen 2 bzw. deren Rahmenprofilen 1', 2'
ist bei den jeweiligen Ausführungsbeispielen ein vorzugsweise umlaufender Rahmenfalzraum
F ausgebildet. Im Wesentlichen erstreckt sich dieser Rahmenfalzraum F zwischen dem
Außenumfang des Flügelrahmens 2 und dem Innenumfang des Blendrahmens 1.
[0047] Das Fenster dient dazu, eine Raumöffnung eines Gebäudes schließen und öffnen zu können
(hier nicht dargestellt), wobei ein Raum I (z.B. ein Umgebungsraum eines Gebäudes)
von einem Raum II (z.B. ein Innenraum des Gebäudes) getrennt wird.
[0048] Nachfolgend werden die Begriffe "Blendrahmenprofil 1'" und "Blendrahmen 1" sowie
"Flügelrahmenprofil 2'" und "Flügelrahmen 2" jeweils auch austauschbar insofern verwendet.
Denn die nachfolgend erörterten Mittel und Ausgestaltungen können jeweils vorzugsweise
umlaufend oder abschnittsweise an dem Blendrahmen 1 oder an dem Flügelrahmen 2 ausgebildet
sein. Sie können dabei nur je an einem der korrespondierenden Rahmenprofile des Flügelrahmens
2 und des Blendrahmens 1 ausgebildet sein (z.B. an den einer Gelenkachse gegenüberliegenden
Rahmenprofilen) oder aber an mehreren der korrespondierenden Rahmenprofile des Flügelrahmens
2 und des Blendrahmens 1 ausgebildet sein. An den senkrecht zu der Fig. 1b verlaufenden
Seiten des Fensterrahmens bilden sich in der Lüftungsstellung ebenfalls entsprechende
Spalte aus, die aber bei einem Schwenköffnen keine konstante Breite aufweisen. Dennoch
können ergänzend zur Verbesserung der Lüftungswirkung gerade auch an diesen Seiten
jeweils Lüftungskanäle 8 nach Art der Fig. 1a und 1b ebenfalls ausgebildet sein.
[0049] Der Flügelrahmen 2 kann - vorzugsweise zu einer Seite bzw. zu einem angrenzenden
Raum II hin - einen Anlagesteg 4 aufweisen, mit welchem er in geschlossener Stellung
an dem Blendrahmen 1 direkt oder über eine an dem Flügelrahmen 2 angebrachte Anschlagdichtung
5 anliegt. Analog kann - vorzugsweise zur anderen Seite bzw. zu dem anderen angrenzenden
Raum I hin - der Blendrahmen 1 einen Anlagesteg 6 aufweisen, in welchem er in geschlossener
Stellung an dem Blendrahmen 1 direkt oder über eine an dem Anlagesteg 6 angebrachte
Anschlagdichtung 7 anliegt. Derart werden jeweils ein Spalt SII und ein Spalt SI zwischen
dem Rahmenfalzraum F und dem Raum I bzw. II dicht verschlossen.
[0050] Dabei ist vorgesehen, dass wenigstens im Blendrahmen 1 oder im Flügelrahmen 2 - hier
im Blendrahmen 1 - ein Lüftungskanal 8 (gestrichelt ausgebildet) ausgebildet ist,
der eine erste Lüftungskanalöffnung 9 und eine zweite Lüftungskanalöffnung 10 aufweist.
Es ist vorzugsweise vorgesehen, dass sich bei Lüftungskanalöffnungen 9 und 10 in den
Rahmenfalzraum F münden. Der Lüftungskanal 8 kann eine U-Form aufweisen.
[0051] Nach Fig. 1 ist weiter vorgesehen, dass zumindest das oder die Hohlprofile des Blendrahmens
1 oder des Flügelrahmens 2, in welchen jeweils der Lüftungskanal 8 ausgebildet ist,
als Mehrkammerhohlprofile aus Kunststoff ausgebildet sind.
[0052] Diese Mehrkammerhohlprofile aus Kunststoff weisen vorzugsweise zwischen der Raumseite
I und dem Raum II drei oder mehr Hohlkammern H1, H2, .... auf. Nach dem Ausführungsbeispiel
der Fig.1 sind sieben Hohlkammern H1 bis H7 zwischen dem Raum I und dem Raum II ("von
Innen nach Außen") vorgesehen. Auch senkrecht zur Richtung I-II können insbesondere
im Bereich der Anlagestege weitere Hohlkammern ausgebildet sein. Diese Maßnahmen sorgen
jeweils und in Kombination für sehr gute Wärmedämmeigenschaften. Die Zwischenwände
zwischen den Hohlkammern im Inneren der Profile sind vorzugsweise dünner als die Außenwände
insbesondere zum Raum I und zum Raum II hin.
[0053] Es können noch eine oder mehrere weitere Hohlkammern H8, H9, H10, H11 vorgesehen
sein. Eine oder mehrere dieser weiteren Hohlkammern H8, H9 kann oder können vorteilhaft
in dem jeweiligen Anlagesteg 4 oder 6 vorgesehen sein. Diese Maßnahmen verbessern
jeweils oder gemeinsam nochmals den Schallschutz und die Wärmedämmung.
[0054] Es kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass sämtliche Hohlprofile des Blendrahmens
1 oder des Flügelrahmens 2 als Mehrkammerhohlprofile aus Kunststoff ausgebildet sind.
[0055] Als Material sind u.a. verschiedenste Kunststoffe geeignet. Besonders bevorzugt,
ist der Kunststoff ein PVC. Es kann zudem weiter vorgesehen sein, dass eines oder
mehrere der Mehrkammerhohlprofile aus Kunststoff des Blendrahmens 1 und/oder eines
oder mehrere der Mehrkammerhohlprofile aus Kunststoff des Flügelrahmens 2 wenigstens
eine Verstärkungsarmierung 11, 12 aufweist/aufweisen.
[0056] Die jeweilige Verstärkungsarmierung 11, 12 kann aus einem anderen Material als das
Mehrkammerhohlprofil aus Kunststoff bestehen, beispielsweise aus einem Metall, insbesondere
aus Stahl und als Metallprofil, beispielsweise als Metallleiste oder Metallplatte
oder dgl. ausgebildet sein. Sie kann aber auch als Verstärkungsarmierung aus einem
anderen Kunststoff, beispielsweise aus einem glasfaserverstärkten Kunststoff, ausgelegt
sein.
[0057] Die Mehrkammerprofile weisen sodann vorzugsweise zu einer ersten Raumseite I hin
eine durchgehende Kunststoffaußenwand auf und weisen bevorzugt zu einer zweiten Raumseite
II hin eine durchgehende Kunststoffaußenwand auf.
[0058] Es ist weiter bevorzugt, dass der Lüftungskanal 8 in einer Aussparung 13 ausgebildet
ist, insbesondere in einer Ausfräsung, die in dem Blendrahmen 1 oder dem Flügelrahmen
2 ausgehend vom Rahmenfalzraum ausgebildet ist.
[0059] Dabei kann weiter vorteilhaft vorgesehen sein, dass der Lüftungskanal 8 in einer
Lüftungskassette 14 ausgebildet ist, die in die Aussparung 13, insbesondere in die
Ausfräsung - in dem Blendrahmen 1 oder dem Flügelrahmen 2 eingesetzt ist. Es können
auch mehrere dieser Lüftungskassetten 14 je Rahmenprofil oder an mehreren Seiten des
Rahmens vorgesehen sein (nicht dargestellt). Der Lüftungskanal 8 kann derart einfach
in jeweils nur einem oder in mehreren der Profile des umlaufenden Blendrahmens 1 oder
des Flügelrahmens 2 ausgebildet sein.
[0060] Es kann bevorzugt vorgesehen sein, dass die jeweilige Lüftungskassette 14 ein rinnen-
oder wannenartiges Grundelement 15 aufweist. Es kann ferner vorgesehen sein, dass
die jeweilige Lüftungskassette 14 eine Abdeckung 16 aufweist.
[0061] Vorzugsweise liegt dabei die Abdeckung 16 zum Rahmen-Falzraum F hin ausgerichtet.
[0062] An dem Blendrahmenprofil ist vorzugsweise eine Mitteldichtung 18 ausgebildet, die
sich in den Rahmenfalzraum F erstreckt. Die Mitteldichtung 18 kann an der Lüftungskassette
14, insbesondere an der Abdeckung 16, befestigt sein. Es kann dazu vorgesehen sein,
dass an der Lüftungskassette 14, insbesondere an der Abdeckung 16, ein Befestigungsmittel,
insbesondere eine hinterschnittene Nut 17, für die Mitteldichtung 18 ausgebildet ist.
[0063] Die Mitteldichtung 18 kann eine Dichtungsbasis 20 mit einem Dichtungsfuß 21 aufweisen,
der in die Nut eingesetzt ist. Die Dichtung 18 kann ferner eine an der Dichtungsbasis
20 schwenkbar befestigten Dichtabschnitt 22 aufweisen. Dieser kann als eine einzige
Dichtlippe ausgebildet sein (Fig.1a und 1b) oder als Kombination aus zwei oder mehr
Dichtlippen. Der Dichtabschnitt 22 kann insbesondere eine Dichtlippe aufweisen, die
in sich gebogen ausgestaltet ist und/oder nochmals einen Gelenkabschnitt aufweist,
so dass sie in zwei relativ zueinander bewegliche und sich zu einer längeren Lippe
verbindende Lippenbereiche unterteilt ist.
[0064] Vorteilhaft ist insbesondere, wenn der Dichtabschnitt 22 relativ zur Dichtungsbasis
21 verschwenkbar ist und dass er so lang ist, dass er sich in Anlage zum Flügelrahmen
2 befinden kann. Dort liegt er vorzugweise mit einem Endabschnitt auf. Dieser Endabschnitt
kann bogenförmig sein.
[0065] Der Dichtabschnitt 22 kann als Endabschnitt einen Anlagegleitabschnitt 23 aufweisen,
der auf dem korrespondierenden Rahmenprofil, hier dem Flügelrahmenprofil, bei Relativbewegungen
zwischen dem Blendrahmen 1 und dem Flügelrahmen 2 aufliegen und gut gleiten kann.
Hierdurch ergibt sich eine harmonische, leichte Öffnungsbewegung, die durch die anliegende
Dichtfläche nicht nennenswert behindert wird.
[0066] Vorzugsweise ist der Anlagegleitabschnitt 23 an der Mitteldichtung dort vorgesehen,
wo auch ein Lüftungskanal 8 in dem jeweiligen Rahmenprofil vorgesehen ist. Dies kann
an einer Seite des Blendrahmens 1 oder Flügelrahmens 2 sein oder an mehreren Seiten,
vorzugsweise an drei Seiten. Handelt es sich um ein Kippfenster, wird vorzugsweise
an der Seite, an der die Kippachse liegt, kein Lüftungskanal ausgebildet. Hier kann
auf den Anlagegleitabschnitt 23 verzichtet werden.
[0067] Vorteilhaft ist insbesondere, dass der Dichtabschnitt 22 vorzugsweise so lang ist,
dass er über einen bei einem Öffnen der Flügels zunächst über einen gewissen Öffnungswinkel
hinweg in Anlage am Flügelrahmen 2 verbleibt oder jedenfalls in einer noch zu erläuternden
Lüftungsstellung am Flügelrahmen 2 in Anlage ist oder kommt, so dass er den Rahmenfalzraum
F in der Lüftungsstellung in zwei Bereiche unterteilt, zwischen denen einen Luftaustausch
im Wesentlichen nur über den Lüftungskanal 8 erfolgt.
[0068] Die Mitteldichtung 18 unterteilt damit den Rahmenfalzraum F in einen ersten und einen
zweiten Bereich FI, FII (entsprechend der Orientierung zu den Räumen I und II), zwischen
denen ein Luftaustausch nur noch über den im Blendrahmen 1 ausgebildeten Lüftungskanal
8 möglich ist.
[0069] Es kann alternativ bei einer Anordnung des Lüftungskanals 8 im Blendrahmen 1 vorgesehen
sein, dass die Mitteldichtung am Flügelrahmen 2 befestigt ist und sich bis zum Blendrahmen
1 erstreckt. Auch dann soll der Dichtabschnitt 22 vorzugsweise so lang sein, dass
er über einen bei einem Öffnen der Flügels zunächst über einen gewissen Öffnungswinkel
hinweg in Anlage dann am Blendrahmen 1 verbleibt oder jedenfalls in einer noch zu
erläuternden Lüftungsstellung am Blendrahmen 1 in Anlage ist oder kommt, so dass er
den Rahmenfalzraum F in der Lüftungsstellung in zwei Bereiche unterteilt, zwischen
denen einen Luftaustausch im Wesentlichen nur über den Lüftungskanal 8 erfolgt.
[0070] Anzumerken ist an dieser Stelle nochmals, dass die Anordnung auch "vollständig" umgekehrt
sein kann, wobei dann der Lüftungskanal im Flügelrahmen 2 liegt. Die Anordnung der
Mitteldichtung 18 kann dann vom Flügelrahmen 2 zum Blendrahmen 1 oder umgekehrt erfolgen.
[0071] In der Lüftungsstellung L der Fig. 1b wurde der Flügel relativ zum Blendrahmen 1
in eine Öffnungsstellung bewegt, insbesondere geschwenkt und/oder verschoben.
[0072] Diese Öffnungsstellung ist eine Lüftungsstellung. Sie kann - dies ist aber nicht
zwingend - der maximal erreichbaren Stellung beim Kippen oder Drehen oder dgl. entsprechen.
[0073] Die Spalte SI und SII sind in dieser Stellung geöffnet, da sich die Anschlagdichtungen
5 und 7 nicht mehr in Anlage zum Blendrahmen 1 bzw. Flügelrahmen 2 befinden. Die Mitteldichtung
18 befindet sich noch in Anlage am Flügelrahmen 2. Der Flügel liegt noch teilweise
innerhalb des vom Blendrahmen 2 definierten Umfangs. Da die Mitteldichtung 18 den
direkten Übergang zwischen den Räumen FI und FII absperrt, kann ein Luftaustausch
zwischen diesen Räumen FI und FII und damit auch ein Luftaustausch zwischen den Räumen
I und II nur durch den Lüftungskanal erfolgen. Dies sorgt für eine sehr vorteilhafte
Kombination aus einer Lüftungs- und einer Schalldämmwirkung.
[0074] Ist der Raum I beispielsweise der Umgebungsraum eines Gebäudes und der Raum II ein
Innenraum II des Gebäudes, kann derart Luft durch den Spalt SI, den Rahmenfalzraumabschnitt
FI, den Lüftungskanal 8, den Rahmenfalzraumabschnitt FII und den Spalt SII in den
Innenraum I strömen. Der Schall wird dabei insbesondere durch Richtungsumlenkung des
Lüftungskanales vorteilhaft gedämmt.
[0075] Es soll somit vorzugsweise innerhalb des Lüftungskanals die durchströmende Luft vorzugsweise
einmal oder mehrfach die Richtung ändern müssen. Dies wirkt sich vorteilhaft auf die
Schalldämmung aus.
[0076] Der Lüftungskanal 8 weist die erste Lüftungskanalöffnung 9 auf und die zweite Lüftungskanalöffnung
10. Diese beiden Lüftungskanalöffnungen 9, 10 können in der Lüftungskassette 14 ausgebildet
sein. Vorzugsweise sind die beiden Lüftungskanalöffnungen 9, 10 in der Abdeckung 16
ausgebildet.
[0077] Es kann weiter vorteilhaft vorgesehen sein, dass eine oder besonders bevorzugt beide
Lüftungskanalöffnungen 9, 10 zum Rahmenfalzraum F hin ausgerichtet sind.
[0078] Innerhalb der Lüftungskassette 14 kann wenigstens eine Wand 19 ausgebildet sein,
welche den Lüftungskassetteninnenraum in Abschnitte unterteilt. Diese Wand 19 kann
wenigstens einen Durchgang 19a aufweisen. In einem der Abschnitte liegt dann je eine
der Lüftungskanalöffnungen 9, 10.
[0079] Der Lüftungskanal 8 verläuft hier in bevorzugter Ausgestaltung innerhalb der Lüftungskassette
14 (oder auch ohne Lüftungskassette) etwa U-förmig. Er streckt sich von der ersten
Lüftungskanalöffnung 9 etwa parallel zum Flächenelement 3 in die Lüftungskassette
14 hinein, verläuft dann etwa senkrecht zum Flächenelement 3, erstreckt sich dort
durch den Durchgang 19a der Wand 19 und verläuft wieder etwa parallel zum Flächenelement
bis zur Lüftungskanalöffnung 10. Derart ändert sich mehrfach die Richtung durchströmender
Luft. Dies dämmt bzw. verhindert den Durchtritt des Schalls vom Raum I zum Raum II
und umgekehrt. Dennoch kann ein Luftstrom zum Lüften vom Raum I zum Raum II durchtreten.
[0080] Die Rahmenprofile, insbesondere die Außenwände zu den Räumen I und II sind nach dem
Ausführungsbeispiel der Fig. 1 aus einem Kunststoffmaterial, vorzugsweise PVC, gebildet.
Vorzugsweise bestehen sie ganz aus Kunststoff - ggf. bis auf innere Verstärkungsprofile
oder Verstärkungsarmierungen. Sie können einstückig ausgebildet sein, insbesondere,
soweit sie aus Kunststoff bestehen.
[0081] Die Außenwände der Hohlkammerprofile aus Kunststoff weisen vorzugsweise eine Stärke
von 2 - 4 mm auf, während die Stärke der Hohlkammern H1 - H7 bildenden Trennwände
1 - 2 mm betragen kann.
[0082] In einer bevorzugten Ausführung sind zur statischen Verstärkung optional weitere
Verstärkungsarmierungen 10, 11 aus Metall in den Hohlkammern angeordnet und unterteilen
diese weiter.
[0083] Besonders bevorzugt werden als Rahmenprofile 1', 2' solche mit eingelassenen Verstärkungsprofilen,
eingesetzt, die durch ein Coextrusionsverfahren gefertigt sind, wobei die Verstärkungsarmierungen
aus Aluminium oder faserverstärktem Kunststoff bestehen.
[0084] Es ist vorzugsweise vorgesehen, dass die Anschlagdichtungen (innen/außen) 5, 7 und
die Mitteldichtung 18 umlaufend ausgebildet sind, also an vier Seiten des Rahmens
verlaufen, während der Dichtabschnitt nicht an sämtlichen Seiten des Rahmens vorgesehen
ist.
[0085] Bei der erfindungsgemäßen Konstruktion verschließt der Anlagegleitabschnitt 23 bis
an den äußeren Profilrand des Flügelrahmens 2 den Rahmenfalzraum bzw. Spalt zwischen
Blend- und Flügelrahmen. Hierdurch wird im Vergleich zum Stand der Technik eine größere
Öffnungsweite ("W") erreicht. Je nach Profilbreite ("B" zwischen Raum I und Raum II)
werden bevorzugt 50 bis 80 mm erreicht. Ebenfalls ist die Geometrie der Gleitdichtung,
insbesondere die Länge der Dichtlippe, vorteilhaft. Insgesamt sind derart relativ
große Öffnungsweiten in der Lüftungsstellung realisierbar. Besonders bevorzugt ist
eine Weite von 55 bis 65 mm. Als Formel für eine maximale Öffnungsweite für eine schallgedämmte
Lüftung kann angenommen werden: Wmax. = B - 25 mm.
[0086] Eine deutlich größere Anzahl von Hohlkammern im Vergleich zu einer Aluminium-Verbundkonstruktion
wirkt sich mit Blick auf die Schalldämmung vorteilhaft aus. Durch den Einsatz der
Anlage-Gleitleiste 24 kann die Reibung der Gleitdichtung am Flügelrahmen auf ein Minimum
reduziert werden. D.h., Material und Oberflächenstruktur werden aufeinander angepasst.
Bevorzug weist die Gleitdichtung eine aufgeraute Oberflächenstruktur an der Gleitseite
auf. Die Anlage-Gleitleiste kennzeichnet sich bevorzug durch eine Gleitbeschichtung.
Der Oberflächenaufbau kann selbstverständlich auch anders herum ausgebildet sein.
[0087] Die Innenkammer H7 wird vorzugsweise nicht direkt als Lüftungskanal genutzt, da dies
aus schalldämmtechnischen Gründen nicht vorteilhaft ist. Vielmehr können sich zwischen
Lüftungskassettenwand und Außenseite zwei Kammern ausbilden, die besonders bevorzugt
durch eine Aluminiumwand voneinander getrennt sind.
[0088] Die nachfolgende Beschreibung betrifft insofern insbesondere bevorzugte Merkmale
und Varianten, die sich auf die Lüftungskassetten 14 beziehen oder auf den Aufbau
der Fenster, soweit dieser die Integration der Lüftungskassetten 14 in den Aufbau
der jeweiligen Lüftungsfenster betrifft. Die Merkmale der nachfolgend beschriebenen
Lüftungskassetten 14 können als vorteilhafte Optionen an dem in Fig. 1 ausgebildeten
Fenster realisiert werden oder an anders aufgebauten Fenstern. Diese Merkmale können
zudem einzeln und in Kombination vorteilhaft, d.h., sie können einzeln oder gemeinsam
auch einen Teil des Schutzumfanges bilden bzw. zu dessen Bildung genutzt werden.
[0089] So zeigt Fig. 2 in a) und b) eine Seitenansicht und eine perspektivische Ansicht
eines weiteren Lüftungsfensters, das zum Einbau einer (oder mehrerer) Lüftungskassetten
vorgesehen ist. Eine Lüftungskassette 14 ist in den Fig. 3 a) und b) gezeigt.
[0090] Die Lüftungskassette 14 weist ein rinnen- oder wannenartiges Grundelement 15 auf.
Dieses Grundelement 15 ist hier kastenartig ausgestaltet. Das Grundelement 15 kann
an einer Grundseite sowie an vier Seiten jeweils geschlossen ausgebildet sein und
an einer im Einbauzustand zum Falz gewandten Seite offen ausgebildet sein.
[0091] Es kann ferner vorgesehen sein, dass die jeweilige Lüftungskassette 14 - insbesondere
an dieser offenen Seite - eine Abdeckung 16 aufweist. In dieser Abdeckung 16 können
eine oder mehrere Durchbrüche 16a vorgesehen sein. Mit der Abdeckung 16 bildet das
Grundelement 14 einen hier rundum bis auf die Durchbrüche 16 geschlossenen Kasten.
Vorzugsweise sind wenigstens zwei der Durchbrüche 16a, 16b vorgesehen. Dann bildet
weiter vorzugsweise der erste Durchbruch 16a die erste Lüftungskanalöffnung 9 und
der andere, zweite Durchbruch 9b die zweite Lüftungskanalöffnung 10 aus.
[0092] Es können aber auch jeweils mehrere erste Durchbrüche 16a gemeinsam die erste Lüftungskanalöffnung
9 ausbilden und jeweils mehrere zweite Durchbrüche 9b die zweite Lüftungskanalöffnung
10 ausbilden. In diesem Fall können die ersten und jeweils die zweiten Lüftungskanalöffnungen
jeweils von ersten und zweiten Stegen 16c, 16d unterbrochen sein.
[0093] Sodann kann das Grundelement 15 einen teilweise oder vollständig umlaufenden Flansch
151 aufweisen. Die Abdeckung 16 weist vorzugsweise wenigstens einen Steg 161 oder
eine Abwinklung oder einen korrespondierenden Flansch auf, mit welchem die Abdeckung
16 in montierter Position auf dem Rand oder dem Flansch 151 des Grundelementes 15
aufliegt. Derart wird auf einfache Weise eine definierte Position der Abdeckung 16
auf dem Grundelement 15 geschaffen. Zudem kann der Flansch 151 des Grundelementes
15 als vorteilhafte Einschubbegrenzung beim Einschieben des Grundelementes 15 in die
Aussparung 13 des Rahmens - hier des Blendrahmens - dienen, so dass dieser bei der
Montage auf einfache Weise korrekt in die Aussparung 14 eingepasst ist (siehe Fig.
3).
[0094] Dabei kann der Innenraum der Lüftungskassette 14 an diese ersten und zweiten Durchbrüche
16a, b angepasst sein oder nicht. Im letztgenannten Fall ist der Innenraum der Lüftungskassette
nicht ausgefüllt sondern leer. Hierdurch wird eine gute Lüftungswirkung erzielt.
[0095] Es kann aber auch vorgesehen sein, dass - wie bereits zu Fig. 1a beispielhaft erläutert
- der Innenraum des Lüftungskassette 14 teilweise gefüllt ist. Derart kann insbesondere
der Schallschutz weiter optimiert werden. Zudem können optional Maßnahmen getroffen
werden, um den Luftstrom zu reinigen.
[0096] Es kann in die Lüftungskassette ein Einsatz 141 eingesetzt sein, mit dem diese Unterteilung
erreicht wird. Der Einsatz 141 ist insbesondere - aber nicht zwingend - als wechselbarer
Einsatz vorteilhaft. So kann der Einsatz ganz oder teilweise aus einem Filtermaterial
142 bestehen. An und in diesem setzen sich beim Durchströmen der Lüftungskassette
14 aus der durchströmenden Luft Partikel ab. Derart wird der Luftstrom beim Durchströmen
des Lüftungskassette 14 vorteilhaft filternd gereinigt.
[0097] Dabei kann der Lüftungskanal 8, soweit er sich innerhalb der Lüftungskassette 14
erstreckt, dort nur einen einzigen Kanal ausbilden oder er kann wiederum in mehrere
Unterkanäle 8a, 8b, 8c ... unterteilt sein. Derart kann die Filterwirkung erhöht werden
und es kann die Lüftungswirkung gut gesteuert werden. Zudem kann derart die Schalldämmung
vielfältig variiert, insbesondere je nach örtlicher Gegebenheit am Einbauort an die
äußeren Umgebung angepasst werden. So kann beispielsweise an einem Lüftungsfenster,
dass in eine Gebäudeöffnung einzubauen ist, die an einer viel befahrenen Straße liegt,
mehr Wert auf ein guten Schallschutz gelegt werden als an einem Fenster, dass zu einer
ruhigen Seite des Gebäudes orientiert ist.
[0098] Um den Schallschutz zu optimieren, kann vorgesehen sein, dass der Einsatz 141 nicht
nur aus einem einzigen Material - beispielsweise dem bereits erwähnten Filtermaterial
142 - besteht, sondern aus zwei oder mehr Materialien. Das weitere Material kann dann
derart ausgelegt werden, dass es insbesondere den Schallschutz weiter optimiert. So
kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass das Filtermaterial 141 an einer Seite mit einer
Folie beschichtet ist, beispielsweise mit einer sogenannten Schwerfolie. Vorzugsweise
liegt dabei die Abdeckung 16 zum Rahmen-Falzraum F ausgerichtet.
[0099] Es ist vorteilhaft, wenn die Abdeckung lösbar an der Lüftungskassette 14 befestigt
ist, insbesondere, wenn in die Lüftungskassette ein wechselbarer Einsatz 141 eingesetzt
ist. Sie kann auch mit dem Einsatz 141 eine bauliche Einheit bilden.
[0100] Es kann dann weiter optional vorteilhaft vorgesehen sein, dass die Abdeckung 16 derart
an der Lüftungskassette 14 befestigt ist, dass sie ganz oder nahezu werkzeuglos gelöst
und wieder befestigt werden kann. Dazu kann beispielsweise eine Art Schnellverschluss
mit einem Befestigungshebel vorgesehen sein, der drehbar ist und unter einer Kante
eines Vorsprungs des Grundelementes 15 oder dgl. verrastbar und/oder festklemmbar
ist. Derart kann das Wechseln des Einsatzes 141 einfach und schnell erfolgen. Denkbar
ist es aber auch, dass zum Wechseln des Einsatzes ein Werkzeug eingesetzt wird, beispielsweise
um eine Schraube zu lösen, welchen die Abdeckung an der Lüftungskassette 14 hält.
[0101] An der Abdeckung 16 kann ferner die Mitteldichtung 18 festgelegt sein. Insbesondere
weist sie dazu an ihrer zum Falz gewandten Seite die Nut 17 auf, in welcher der Dichtungsfuß
21 der entsprechenden (hier: Mittel-)Dichtung 18 verankert werden kann. Diese Nut
kann mit einer entsprechenden Nut im Falz des Blendrahmens fluchten. Derart wird diese
Nut des Blendrahmens an dieser Rahmenseite vorteilhaft nicht unterbrochen und die
korrespondierende Dichtung kann auch im Bereich der Lüftungskassette 14 sicher montiert
werden.
[0102] Besonders vorteilhaft an der Lüftungskassette 14 mit dem wechselbaren Einsatz 141
ist, dass der Einsatz 141 der Kassette 14 im Betrieb und somit vom Endverbraucher
selber leicht gewechselt werden kann. Dieser Einsatzwechsel ist vergleichbar einfach,
wie der Filterwechsel eines Staubsaugers. Insgesamt ist die Lüftungskassette 14 selber
auch leicht zu montieren. Die Lüftungskassette 14 kann vorzugsweise nicht sichtbar
im Falz positioniert sein, was insbesondere die Fig. 2a und b zeigen.
[0103] Dabei zeigt Fig. 2a auch, dass auf das hier obere Blendrahmenprofil 1 ein Zusatzprofil
110 aufgesetzt sein kann. Dieses Zusatzprofil 110 kann vorgesehen sein, um die Höhe
des Blendrahmens 1 zu erhöhen. Dies ist vorteilhaft, da derart entsprechend höhere
Lüftungskassetten 14 in den Blendrahmen 1 integriert werden können. Dann weisen sowohl
das Blendrahmenprofil 101 als auch das Zusatzprofil, das hier außen auf das in Einbaustellung
obere Blendrahmenprofil 101 aufgesetzt ist, die korrespondierenden Ausnehmungen 13
zum Einsetzen der jeweiligen Lüftungskassette auf.
[0104] Die Lüftungskassetten 4 werden bevorzug im Blendrahmen montiert und vorzugsweise
ausschließlich in einer Isolierstegzone, die aus Isolierstegen - also insbesondere
aus Stegen aus Kunststoff - gebildet wird.
[0105] Um den Bedienkomfort für einen Nutzer/Bediener des Fensters zu optimieren, weist
dieses eine elektromotorische Antriebsvorrichtung 30 auf, die am Flügel- und/oder
Schieberahmen angreift und dazu eingerichtet ist, diesen relativ zum Blendrahmen motorisch
zu verfahren. Die elektromotorische Antriebsvorrichtung 30 zeigt Fig. 2 nur schematisch
(Buchstabe M). Eine solche elektromotorische Antriebsvorrichtung 30ist bevorzugt in
das Blendrahmenprofil oder das Flügelrahmenprofil integriert oder an einem solchen
Profil vorgesehen und wirkt vorzugsweise über eines oder mehrere Getriebeelemente
wie eine schubsteife Kette oder eine Ausstellmechanik wie eine Ausstellschere oder
dgl. auf ein korrespondierendes Element wie den Flügel oder den Blendrahmen ein. Die
elektromotorischen Antriebsvorrichtung 30 kann insofern auch bevorzugt im Falzraum
derart angeordnet sein, das sie im geschlossenen Zustand nicht von außen sichtbar
ist.
[0106] Die elektromotorische Antriebsvorrichtung 30 ist dafür vorgesehen, den Flügel- und/oder
Schieberahmen 2 reversibel von der Schließstellung in die Lüftungsstellung zu verstellen.
Fig. 2 b) zeigt das Fenster der Fig. 2 a), wobei ein Kippen des Flügel- und/oder Schieberahmens
2 in eine Kipprichtung 37 um eine Kippachse 36 schematisch anhand gestrichelter Linien
dargestellt ist. Die Stellung des Flügel- und/oder Schieberahmens 2 kann mittels eines
(schematisch in Fig. 2 b)) dargestellten Rahmensensors 31 erfassbar sein. Dargestellt
ist dies hier nur anhand eines Flügelrahmens 2.
[0107] Das Fenster weist zudem eine Steuerungsvorrichtung 32 auf, die dazu eingerichtet
ist, die elektromotorische Antriebsvorrichtung 30 in Abhängigkeit von der mit dem
Rahmensensor 31 erfassten Stellung des Flügel- und/oder Schieberahmens 2 anzusteuern.
Dadurch kann der Flügel- und/oder Schieberahmen 2 automatisch von der Schließstellung
in die Lüftungsstellung und zurück verstellt werden. Zudem können Lüftungszwischenstellungen,
die eine Öffnung des Flügel- und/oder Schieberahmens 2 in Zwischenstellungen zwischen
der Schließstellung und der Lüftungsstellung vorsehen, vorgesehen sein, in die der
Flügel- und/oder Schieberahmen 2 automatisch mittels der elektromotorischen Antriebsvorrichtung
30 verstellt werden kann.
[0108] Der Bedienkomfort wird noch weiter erhöht, indem das Fenster zudem einen Umgebungssensor
33 zum Erfassen von Umgebungsbedingungen aufweist. Der Umgebungssensor 33 kann beispielsweise
in der Lüftungskassette 14 angeordnet sein(s. Fig. 3 a)). Mit dem einen oder ggf.
mehreren Umgebungssensor(en) können Umgebungsbedingungen wie beispielsweise ein Schallpegel
innenraumseitig und/oder außenraumseitig, die die Lüftungskassette 14 durchströmenden
Luftmenge, der Feinstaubanteil innerhalb der Lüftungskassette 14, die Beschaffenheit
der die Lüftungskassette 14 durchströmenden Luft, insbesondere ihr Kohlendioxidanteil,
Feinstaubanteil, Schadstoffanteil, enthaltene Allergene, Luftfeuchtigkeit, Lufttemperatur
und weitere, auf die Lüftungskassette 14 einwirkende Erschütterungen, und/oder Wetterbedingungen,
insbesondere Temperatur innenraumseitig und/oder außenraumseitig, Regen und/oder Wind
erfassbar sein. Die Steuerungsvorrichtung 32 ist dazu eingerichtet, die elektromotorische
Antriebsvorrichtung 30 in Abhängigkeit von den erfassten Umgebungsbedingungen anzusteuern.
[0109] Die Erfassung der Umgebungsbedingungen und das Ansteuern der elektromotorischen Antriebsvorrichtung
30 des Fensters in Abhängigkeit von diesen ermöglicht eine schnelle Reaktion auf spontane
Änderungen der Umgebungsbedingungen. Dadurch ermöglicht das Fenster einen automatischen
Wechsel zwischen der Belüftung und keiner Belüftung des Gebäudeinnenraums. Dabei muss
der Bediener selbst nicht eingreifen, so dass der Wechsel zwischen den Stellungen
des Fensters auch bei Abwesenheit des Bedieners möglich ist.
[0110] Um die Steuerungseinheit 32 konfigurieren zu können, weist diese eine Ein- und/oder
Ausgabeschnittstelle 34 auf, die eine drahtgebundene Kommunikation, beispielsweise
über ein LAN, und/oder eine drahtlose Kommunikation, beispielsweise über Mobilfunk
oder WLAN, mit einer Bedienereinheit 35 ermöglicht. Eine solche Bedienereinheit 35
kann ein Smartphone oder ein Tablet- PC sein. Die Einstellungen sind dann mittels
eines Computerprogrammprodukts wie beispielsweise einer App möglich.
Bezugszeichen
| Blendrahmen |
1 |
| Flügelrahmen |
2 |
| Flächenelement |
3 |
| Anlagesteg |
4 |
| Anschlagdichtung |
5 |
| Anlagesteg |
6 |
| Anschlagdichtung |
7 |
| Lüftungskanal |
8 |
| erste Lüftungskanalöffnung |
9 |
| zweite Lüftungskanalöffnung |
10 |
| Verstärkungsarmierung |
11,12 |
| Aussparung |
13 |
| Lüftungskassette |
14 |
| Grundelement |
15 |
| Abdeckung |
16 |
| Durchbrüche |
16a, 16b |
| Nut |
17 |
| Mitteldichtung |
18 |
| Wand |
19 |
| Durchgang |
19a |
| Dichtungsbasis |
20 |
| Dichtungsfuß |
21 |
| Dichtabschnitt |
22 |
| Anlagegleitabschnitt |
23 |
| Anlage-Gleitleiste |
24 |
| Dichtlippe |
25 |
| Gleitfläche |
26 |
| Befestigungsbereich |
27 |
| elektromotorische Antriebsvorrichtung |
30 |
| Rahmensensor |
31 |
| Steuerungsvorrichtung |
32 |
| Umgebungssensor |
33 |
| Ein- und/oder Ausgabeschnittstelle |
34 |
| Bedienereinheit |
35 |
| Horizontale Kippachse |
36 |
| Kipprichtung |
37 |
| Zusatzprofil |
110 |
| Einsatz |
141 |
| Filtermaterial |
141 |
| Schwerfolie |
142 |
| Flansch |
151 |
| Stege |
161 |
| Spalt |
X |
| Hohlkammern |
H1, H2, .... |
| Falzraum |
F |
| Falzraumabschnitt |
FI, FII |
| Spalt |
SI, SII |
| Öffnungsweite |
W |
1. Gebäudeöffnungs-Schließelement, insbesondere Fenster, Fassadenelement oder Tür, das
zumindest folgende Merkmale aufweist:
a) einen aus mehreren Rahmenprofilen (1') zusammengesetzten Blendrahmen (1),
b) einen aus mehreren Rahmenprofilen (2') zusammengesetzten Flügel- und/oder Schieberahmen
(2), der relativ zu dem Blendrahmen (1) beweglich ist,
c) wobei zwischen den Rahmenprofilen (1', 2') des Blendrahmens (1) und den Rahmenprofilen
(1', 2') des Flügel- und/oder Schieberahmens (2) zumindest teilweise ein umlaufender
Rahmenfalzraum (F) ausgebildet ist,
d) wenigstens einen in wenigstens einem der Rahmenprofile (1') des Blendrahmens (1)
oder in wenigstens einem der Rahmenprofile (2') des Flügel- und/oder Schieberahmens
(2) ausgebildeten Lüftungskanal (8), der eine erste Lüftungskanalöffnung (9) und eine
zweite Lüftungskanalöffnung (10) aufweist,
e) wobei der Flügel- und/oder Schieberahmen (2) und der Blendrahmen (1) dazu ausgebildet
sind, in der Schließstellung wenigstens eine der Lüftungskanalöffnungen (9, 10) zu
verschließen, und in der Lüftungsstellung beide Lüftungskanalöffnungen (9, 10) des
wenigstens einen Lüftungskanals (8) freizugeben,
f) eine elektromotorische Antriebsvorrichtung (30) zum reversiblen Verstellen des
Flügel- und/oder Schieberahmens (2) von der Schließstellung in die Lüftungsstellung,
g) eine im oder am Gebäudeöffnungs-Schließelement vorgesehene Steuerungsvorrichtung
(32) und/oder eine extern dazu vorgesehene Steuerung, die dazu eingerichtet ist, die
elektromotorische Antriebsvorrichtung (30) in Abhängigkeit von der Stellung des Flügel-
und/oder Schieberahmens (2) anzusteuern,
h) wobei die Steuerungsvorrichtung (32) und/oder die externe Steuerung zudem dazu
eingerichtet ist, die elektromotorische Antriebsvorrichtung (30) in Abhängigkeit von
einer oder mehreren erfassten Umgebungsbedingungen anzusteuern.
2. Gebäudeöffnungs-Schließelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es einen Umgebungssensor (33) zum Erfassen von Umgebungsbedingungen aufweist, wobei
der Umgebungssensor (33) vorzugsweise an dem Blendrahmen oder dem Flügelrahmen angeordnet
ist.
3. Gebäudeöffnungs-Schließelement nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Umgebungssensor (33) in dem Rahmenfalzraum an dem Blendrahmen oder dem Flügelrahmen
angeordnet ist, wobei der Umgebungssensor (33) vorzugsweise in eine Lüftungskassette
integriert ist.
4. Gebäudeöffnungs-Schließelement nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerungsvorrichtung (32) direkt oder indirekt mit einem extern außerhalb des
Gebäudeöffnungs-Schließelements angeordneten Umgebungssensor in Verbindung steht und/oder
dass die Steuerungsvorrichtung (32) direkt oder indirekt mit einer extern außerhalb
des Gebäudeöffnungs-Schließelements angeordneten, übergeordneten Hauptsteuerung in
Verbindung steht.
5. Gebäudeöffnungs-Schließelement nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Hauptsteuerung oder die Steuerungsvorrichtung (32) dazu eingerichtet ist, die
elektromotorische Antriebsvorrichtung (30) in Abhängigkeit von Signalen des Steuerungssystems
anzusteuern, das wiederum die Signale in Abhängigkeit von der einen oder den mehreren
Umgebungsbedingungen bestimmt und sendet.
6. Gebäudeöffnungs-Schließelement nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es einen insbesondere weiteren Sensor aufweist, insbesondere einen Rahmensensor (31),
der zumindest zum Erfassen der Stellung des Flügel- und/oder Schieberahmens (2) ausgelegt
ist.
7. Gebäudeöffnungs-Schließelement nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der eine oder die mehreren Lüftungskanäle (8) jeweils in wenigstens der Lüftungskassette
(14) oder mehreren Lüftungskassetten ausgebildet ist/sind, die in den Blendrahmen
(1) oder den Flügel- und/oder Schieberahmen (2) oder in das jeweilige Blendrahmenprofil
(1') oder das jeweilige Flügelrahmenprofil (2') eingesetzt ist/sind.
8. Gebäudeöffnungs-Schließelement nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Umgebungssensor (33) vorgesehen ist zur Erfassung
g) des Schallpegels innenraumseitig und/oder außenraumseitig; und/oder
h) einer die Lüftungskassette (14) durchströmenden Luftmenge; und/oder
i) eines Feinstaubanteils innerhalb der Lüftungskassette; und/oder
j) der Beschaffenheit der die Lüftungskassette (14) durchströmenden Luft, insbesondere
ihren Kohlendioxidanteil, Feinstaubanteil, Schadstoffanteil, enthaltene Allergene,
Luftfeuchtigkeit und/oder Lufttemperatur und/oder weitere Parameter; und/oder
k) auf die Lüftungskassette (14) einwirkende Erschütterungen; und/oder
l) Wetterbedingungen, insbesondere Temperatur innenraumseitig und/oder außenraumseitig,
Regen und/oder Wind.
9. Gebäudeöffnungs-Schließelement nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerungsvorrichtung (32) dazu eingerichtet ist, die elektromotorische Antriebsvorrichtung
(30) anzusteuern, wenn ein erfasster Messwert der Umgebungsbedingungen oder ein aus
dem erfassten Messwert der Umgebungsbedingungen berechneten Umgebungswert einen einstellbaren,
insbesondere einen voreingestellten, Grenzwert erreicht, überschreitet oder unterschreitet
und/oder dass die Steuerungsvorrichtung (32) dazu eingerichtet ist, die elektromotorische
Antriebsvorrichtung (30) so anzusteuern, dass der Flügel- und/oder Schieberahmen (2)
von der Schließstellung in die Lüftungsstellung verstellt wird oder umgekehrt.
10. Gebäudeöffnungs-Schließelement nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Flügel- und/oder Schieberahmen (2) in wenigstens eine weitere Lüftungszwischenstellung,
die zwischen der Schließstellung und der Lüftungsstellung angeordnet ist, einstellbar
ist, und dass die Verstellung des Flügel- und/oder Schieberahmens (2) von der Schließstellung
in die Lüftungszwischenstellung oder die Lüftungsstellung, oder zurück erfolgt.
11. Gebäudeöffnungs-Schließelement nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerungsvorrichtung (32) eine Ein- und/oder Ausgabeschnittstelle (34) zur Ein-
und/oder Ausgabe, und/oder einen Festwertspeicher zur Speicherung von betriebsrelevanten
Daten, insbesondere die zu erfassenden Umgebungsbedingungen, die erfassten Messwerte,
die berechneten Umgebungswerte, Daten externen Informationsquellen und/oder Grenzwerte,
umfasst.
12. Gebäudeöffnungs-Schließelement nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerungsvorrichtung (32) dazu eingerichtet ist, den voreingestellten Grenzwert
anhand von Daten externer Informationsquellen zu berechnen und/oder dass die Ein-
und/oder Ausgabeschnittstelle (34) zur drahtbehafteten oder drahtlosen Kommunikation
mit einer Bedienereinheit (35) ausgebildet ist und/oder dass die Bedienereinheit (35)
zur Ausgabe von Steuerungsbefehlen für die Steuerungsvorrichtung (32) eingerichtet
ist.
13. Gebäudeöffnungs-Schließelement nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bedienereinheit (35) am Gebäudeöffnungs-Schließelement oder von diesem entfernt
angeordnet ist.
14. Gebäudeöffnungs-Schließelement nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerungsvorrichtung (32) selbst lernend eingerichtet ist.
15. Gebäudeöffnungs-Schließelement nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Lüftungskassette (14) einen Einsatz (141) oder mehrere nebeneinander und/oder
hintereinander angeordnete Einsätze aufweist, der umfasst, oder die umfassen:
a) Schallreduzierungsmittel, insbesondere eine oder mehrere Umlenkungen und/oder Unterteilungen
des Luftstroms und/oder eine akustische Absorberelementanordnung, und/oder
b) Filtermittel, insbesondere einen Abgasfilter, Kohlendioxidfilter, Feinstaubfilter
und/oder Ozonfilter.
16. Verfahren zum Steuern einer Stellung eines Flügel- und/oder Schieberahmens (2) relativ
zu einem Blendrahmen (1) eines Gebäudeöffnungs-Schließelements nach einem oder mehreren
der vorstehenden Ansprüche, bei dem wenigstens ein am Gebäudeöffnungs-Schließelements
oder extern dazu angeordneter Umgebungssensor (33) Umgebungsbedingungen erfasst und
eine Steuerungsvorrichtung am Gebäudeöffnungs-Schließelements und/oder eine Hauptsteuerung
extern dazu den Flügel- und/oder Schieberahmen (2) in Abhängigkeit von seiner aktuellen
Stellung relativ zum Blendrahmen (1) verstellt, wenn der erfasste Messwert oder ein
anhand des erfassten Messwerts berechneter Umgebungswert einen voreingestellten Grenzwert
erreicht, überschreitet oder unterschreitet.
17. Verfahren nach Anspruch 16, bei dem der Grenzwert anhand einer manuellen Bedienereingabe
und/oder automatisch anhand einer externen Informationsquelle eingestellt oder berechnet
wird.