[0001] Die Erfindung betrifft eine Photolumineszenz-Sensorvorrichtung zum Verifizieren eines
Sicherheitsmerkmals eines Objekts in einem Messbereich der Sensorvorrichtung. Die
Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zum Kalibrieren einer derartigen Photolumineszenz-Sensorvorrichtung.
[0002] Bei dem Objekt kann es sich um ein Sicherheitsobjekt, insbesondere Sicherheitsdokument
handeln, zum Beispiel eine behördlich ausgestellte Urkunde, eine Chipkarte oder Transponderkarte,
ein Personalausweis, eine andere Identitätskarte oder ein Reisepass, um nur einige
Beispiele zu nennen. Alternativ oder zusätzlich kann es sich bei dem Objekt um ein
Wertobjekt, insbesondere ein Wertdokument handeln, wie zum Beispiel eine Banknote
oder eine Aktie. Das Objekt kann zum Beispiel aus Papier gefertigt sein. Zumindest
ein Photolumineszenz-Stoff kann z. B. in das Material des Objekts integriert sein
und/oder auf das Material aufgebracht, zum Beispiel aufgedruckt, sein. Dabei können
insbesondere Pigmente aus zumindest einem solchen Stoff oder mit zumindest einem solchen
Stoff verwendet werden.
[0003] Der Stoff oder die Stoffe werden mit elektromagnetischer Strahlung geeigneter, auf
die Anregungsenergie abgestimmter Wellenlänge bestrahlt, so dass Atome oder Moleküle
des jeweiligen Stoffs auf ein höheres Energieniveau angeregt werden. Beim Zurückfallen
auf ein niedrigeres Energieniveau wird für den Stoff charakteristische elektromagnetische
Strahlung abgestrahlt, anhand der die Echtheit des Objekts feststellbar ist und somit
das Objekt verifiziert werden kann.
[0004] Aus der
EP 1 241 242 A2 sind Anti-Stokes-Leuchtstoffe für die Anwendung in Sicherheitsdokumenten bekannt.
Solche Anti-Stokes-Leuchtstoffe gehören zu der Gruppe der Photolumineszenzstoffe,
welche über eine Anregung mit elektromagnetischer Strahlung zum Aussenden von elektromagnetischer
Lumineszenzstrahlung angeregt werden können. Anti-Stokes-Leuchtstoffe absorbieren
elektromagnetische Strahlung einer Wellenlänge, welche als Anregungswellenlänge bezeichnet
wird, und emittieren zumindest einen Teil der Lumineszenzstrahlung bei zumindest einer
Anti-Stokes-Wellenlänge, die kürzer als die Anregungswellenlänge ist.
[0005] Die
EP 1 241 242 A2 gibt an, dass für eine automatische Detektion des Anti-Stokes-Leuchtstoffs die Anklingzeiten
und/oder Abklingzeiten des zeitlichen Verlaufs der Anti-Stokes-Lumineszenzstrahlung
ausgewertet werden können. Die Anklingzeiten und/oder Abklingzeiten sind charakteristisch
für die verschiedenen Anti-Stokes-Leuchtstoffe. Ferner ist bekannt, dass die Anklingzeiten
von Anti-Stokes-Leuchtstoffen im Vergleich zu vielen anderen Lumineszenzstoffen relativ
lang sind und bis zu einige 100 µs betragen können.
[0006] Es ist somit möglich, insbesondere Anti-Stokes-Leuchtstoffe in Sicherheitsmerkmale
zu integrieren und eine Anti-Stokes-Lumineszenz und gegebenenfalls deren spezielle
Charakteristik als Sicherheitsmerkmal zu nutzen. Die Erfindung ist aber nicht auf
die Verwendung von Anti-Stokes-Leuchtstoffen in Sicherheitsmerkmalen beschränkt. Vielmehr
kann es sich bei dem Photolumineszenz-Stoff oder bei einem der Photolumineszenz-Stoffe
des Sicherheitsmerkmals um einen Stokes-Leuchtstoff handeln, der eine Verschiebung
der emittierten elektromagnetischen Strahlung gegenüber der anregenden elektromagnetischen
Strahlung zu größeren Wellenlängen bewirkt. Insgesamt kann die anregende elektromagnetische
Strahlung daher in einem ersten Wellenlängenbereich liegen und die emittierte elektromagnetische
Strahlung, die auch als Lumineszenzstrahlung bezeichnet werden kann, in einem zweiten
Wellenlängenbereich liegen, der sich von dem ersten Wellenlängenbereich unterscheidet.
Ein solcher Unterschied macht es insbesondere möglich, die Lumineszenzstrahlung von
reflektierten Strahlungsanteilen der anregenden elektromagnetischen Strahlung zu unterscheiden.
Die Wellenlängenbereiche sind auch dann unterschiedlich, wenn sie einander überlappen
und/oder die Maxima der spektralen Intensitäten der Strahlung bei unterschiedlichen
Wellenlängen liegen. Unterschiedliche Wellenlängenbereichen setzen nicht zwingend
voraus, dass die Wellenlängenbereiche aneinander angrenzen oder gar einen Wellenlängenabstand
zueinander aufweisen. Ein solcher Wellenlängenabstand kann aber insbesondere dann
erzielt werden, wenn die anregende elektromagnetische Strahlung von einem Laser, zum
Beispiel einer Laserdiode erzeugt wird.
[0007] Bei einer einfachen Form der Verifikation wird lediglich geprüft, ob eine Anti-Stokes-Lumineszenz
und/oder eine Stokes-Lumineszenz erfassbar ist/sind. In einer weiter entwickelten
Ausführungsform werden beispielsweise die Anklingzeit und/oder Abklingzeit ermittelt
und/oder berücksichtigt und wird anhand einer Auswertung geprüft, ob in dem geprüften
Sicherheitsdokument die für ein echtes Sicherheitsdokument korrekten Lumineszenzstoffe
enthalten sind.
[0008] Messsignale von Photolumineszenz-Sensorvorrichtungen können außer von der elektromagnetischen
Strahlung, die das Objekt abstrahlt, auch von Strahlung aus der Umgebung der Sensorvorrichtung
erzeugt werden. Ferner kann das Objekt Strahlung zurück reflektieren, die von der
Sensorvorrichtung auf das Objekt eingestrahlt wurde, um den angeregten Energiezustand
zu erzielen.
[0009] Es ist daher sinnvoll, die von der Umgebung stammende Strahlung separat, ohne gleichzeitige
Messung eines Objekts zu messen und später die eigentlichen Messsignale aus der Vermessung
eines Objekts zu korrigieren.
[0010] Bezüglich der Reflexion der anregenden Strahlung der Sensorvorrichtung zurück zu
oder in Richtung der Sensorvorrichtung kann eine Messung eines Vergleichs-Objekts
mit denselben Reflexionseigenschaften in dem Wellenlängenbereich der anregenden Strahlung
wie bei dem zu verifizierenden Objekt durchgeführt werden, so dass ein erwartetes
Signal zur Verfügung steht, unter dessen Berücksichtigung später Objekte verifiziert
werden können.
[0011] Alternativ oder zusätzlich ist es möglich, da die anregende Strahlung in einem anderen
Wellenlängenbereich liegt als die Lumineszenz-Strahlung des erwarteten Objekts, die
anregende Strahlung möglichst vollständig auszufiltern bzw. zu unterdrücken, bevor
die Strahlung auf die Empfangseinrichtung der Sensorvorrichtung auftrifft, von der
das Messsignal erzeugt wird. Mit dieser Unterdrückung der anregenden Strahlung ist
jedoch entsprechender Aufwand verbunden, da Wellenlängen der anregenden Strahlung
und der Lumineszenz-Strahlung oft nahe beieinander liegen und entsprechende Filter
Schwankungen bei ihrer Fertigung unterliegen, die zu teilweise sehr unterschiedlichen
Filtereigenschaften führen. Die Unterdrückung ist insbesondere dann besonders wichtig,
wenn verschiedene photolumineszierende Stoffe mit Lumineszenzstrahlung in verschiedenen
aber ähnlichen Wellenlängenbereichen unterschieden werden sollen.
[0012] DE 10 2017 211 104 B3 beschreibt ein Verfahren zum Verifizieren eines elektrolumineszierenden Sicherheitsmerkmals
in einem Wert- und/oder Sicherheitsdokument. Das elektrolumineszierenden Sicherheitsmerkmal
wird mittels eines elektrischen Anregungssignals angeregt. Eine von dem Sicherheitsmerkmal
emittierte Strahlung wird erfasst und ein Ausgangssignal wird erzeugt. Bei einer Kalibrierungsmessung
wird ein Referenzsicherheitsmerkmal mittels eines bekannten Eingangssignals angeregt.
Das Ausgangssignal wird mit einer in der Kalibrierung bestimmten charakteristischen
Funktion transformiert.
[0013] Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Photolumineszenz-Sensorvorrichtung
zum Verifizieren eines Sicherheitsmerkmals eines Objekts und/oder ein Verfahren zum
Kalibrieren einer derartigen Photolumineszenz-Sensorvorrichtung anzugeben, die/das
es bei geringem Aufwand ermöglicht/ermöglichen, Objekte zuverlässig zu verifizieren.
[0014] Es wird vorgeschlagen, die zur Anregung der Photolumineszenz dienende elektromagnetische
Strahlung sowohl dann zu erzeugen, wenn sich ein zu verifizierendes Objekt in einem
Messbereich der Photolumineszenz-Sensorvorrichtung befindet, als auch dann, wenn sich
kein zu verifizierendes Objekt in dem Messbereich der Sensorvorrichtung befindet.
In beiden Betriebsarten, die als Kalibrierungsbetrieb und als Messbetrieb bezeichnet
werden können, wird von einer Empfangseinrichtung der Sensorvorrichtung ein Teil der
erzeugten elektromagnetischen Strahlung in zumindest einem Teilbereich des (ersten)
Wellenlängenbereichs der erzeugten elektromagnetischen Strahlung empfangen. In dem
Kalibrierbetrieb wird die so empfangene elektromagnetische Strahlung ausgewertet und
es wird ein entsprechendes Kalibrierungsergebnis erzeugt. In dem Messbetrieb wird
außerdem elektromagnetische Strahlung in dem (zweiten) Wellenlängenbereich der Lumineszenzstrahlung
empfangen, wenn sich in dem Messbereich ein photolumineszierender Stoff befindet.
Bei der Auswertung der Lumineszenzstrahlung im Messbetrieb zum Zwecke der Verifizierung
eines Objekts wird das Kalibrierungsergebnis berücksichtigt.
[0015] Während des Kalibrierungsbetriebes kann sich im (örtlichen) Messbereich kein Objekt
befinden oder es kann sich im Messbereich ein Objekt (wie z.B. ein Objektträger zum
Tragen eines zu verifizierenden Objekts) befinden. In beiden Fällen, die auch miteinander
kombiniert werden können, d.h. in einem Teil des Messbereichs befindet sich ein Objekt,
wird es bevorzugt, dass von dem Objekt keine Strahlung ausgeht (insbesondere reflektiert
wird), die in dem ersten Wellenlängenbereich der anregenden Strahlung liegt. Vollständig
kann dieser Zustand nicht erreicht werden, da jedes Objekt und jede Umgebung in dem
ersten Wellenlängenbereich Strahlung mit geringer Strahlungsintensität in Richtung
der Empfangseinrichtung der Photolumineszenz-Sensorvorrichtung strahlen können. Der
Zustand sollte aber in möglichst guter Annäherung erreicht werden, d.h. die von dem
Messbereich ausgehende und/oder reflektierte Strahlung in dem ersten Wellenlängenbereich
sollte möglichst klein gegenüber der nicht von dem Messbereich ausgehenden, aber von
der Empfangseinrichtung empfangenen Strahlung in dem ersten Wellenlängenbereich sein.
Optional kann die von dem Messbereich ausgehende und/oder reflektierte Strahlung gemessen
werden, zum Beispiel indem bei der separaten Messung zeitweise verhindert wird, dass
diese Strahlung vom Sensor detektiert wird. Zum Beispiel kann zwischen dem Messbereich
und der Empfangseinrichtung ein absorbierendes Material eingebracht werden. Realisiert
werden kann dies zum Beispiel, indem ein Fenster der Sensorvorrichtung abgedeckt wird.
[0016] Es ist erfindungsgemäß dass die von der Strahlungserzeugungseinrichtung erzeugte
elektromagnetische Strahlung in dem ersten Wellenlängenbereich, die bei Vorhandensein
eines photolumineszierenden Stoffes diesen anregen kann, absichtlich teilweise die
Empfangseinrichtung erreicht, ohne zuvor den Messbereich erreicht zu haben. Im Allgemeinen
kann es sich bei diesem Teil der von der Empfangseinrichtung erzeugten elektromagnetischen
Strahlung um Strahlung handeln, die innerhalb der Sensorvorrichtung verbleibt, ohne
diese zu verlassen, und/oder um Strahlung, die auf ihrem Weg zu dem Messbereich reflektiert
und/oder abgelenkt wird, sodass sie den Messbereich nicht erreicht. In konkreter Ausgestaltung
befindet sich zwischen der Sensorvorrichtung und dem Messbereich kein festes oder
flüssiges Material, d.h. die zum Beispiel durch ein Austrittsfenster aus der Sensorvorrichtung
austretende Strahlung in dem ersten Wellenlängenbereich erreicht den Messbereich ohne
erhebliche Schwächung durch Reflexion oder Streuung. Insbesondere Luft führt lediglich
zu einer sehr geringen Reflexion oder Streuung. Die absichtlich teilweise die Empfangseinrichtung
erreichende Strahlung in dem ersten Wellenlängenbereich besteht somit insbesondere
aus Strahlung, die innerhalb der Sensorvorrichtung verbleibt, ohne diese zu verlassen.
Wenn die Sensorvorrichtung ein Fenster aufweist, durch das hindurch die erzeugte Strahlung
in den Messbereich eingestrahlt wird, dann gehört zu der innerhalb der Sensorvorrichtung
verbleibenden Strahlung auch Strahlung, die an dem Fenster zurück reflektiert wird
und daher nicht aus der Sensorvorrichtung austritt.
[0017] Der Kalibrierungsbetrieb kann einmal oder wiederholt stattfinden, insbesondere wenn
erkannt wurde, dass sich im Messbereich kein photolumineszierender Stoff befindet.
Die Erkennung kann durch einen Nutzer und/oder automatisch erfolgen. Insbesondere
kann der Kalibrierungsbetrieb jeweils einmal oder mehrfach zwischen zwei Phasen des
Messbetriebes stattfinden, d.h. in den Phasen des Messbetriebes befindet sich jeweils
ein zu verifizierendes Objekt in dem Messbereich. Insbesondere kann sich der Kalibrierbetrieb
daher nur darin vom Messbetrieb unterscheiden, dass das von der Empfangseinrichtung
erzeugte Empfangssignal, welches der empfangenen Strahlung entspricht, im Kalibrierungsbetrieb
zu einem Kalibrierungsergebnis führt und im Messbetrieb zu einer Verifizierung oder
Nicht-Verifizierung eines Objekts im Messbereich, unter Berücksichtigung des Kalibrierungsergebnisses
oder eines von mehreren Kalibrierungsergebnissen. Insbesondere kann in verschiedenen
Phasen des Kalibrierungsbetriebes jeweils ein Kalibrierungsergebnis erhalten werden
und kann z.B. das jüngste Kalibrierungsergebnis oder ein aus mehreren Phasen des Kalibrierungsbetriebes
abgeleitetes Kalibrierungsergebnis im Messbetrieb bei der Auswertung berücksichtigt
werden.
[0018] Insbesondere können wiederholt zu verifizierende Objekte durch den Messbereich der
Sensorvorrichtung hindurch bewegt werden. Wenn sich in einem Zeitintervall kein zu
verifizierendes Objekt in dem Messbereich befindet, kann der Kalibrierungsbetrieb
durchgeführt werden. Dies ermöglicht es insbesondere, in jedem Messbetrieb ein Kalibrierungsergebnis
zu berücksichtigen, das zumindest auch aus dem unmittelbar vorangegangenen Kalibrierungsbetrieb
erhalten wurde.
[0019] Der Empfang und die Auswertung von Strahlung in dem ersten Wellenlängenbereich der
anregenden Strahlung sowohl im Kalibrierungsbetrieb als auch im Messbetrieb haben
den Vorteil, dass der Einfluss der Strahlung in dem ersten Wellenlängenbereich erfasst
wird und bei der Auswertung im Messbetrieb berücksichtigt wird. Wenn Mittel (zum Beispiel
ein Filter) zur Reduzierung der Strahlungsintensität der Strahlung im ersten Wellenlängenbereich
vorhanden sind, die die von der Empfangseinrichtung empfangene Strahlung beeinflussen,
und/oder wenn die Empfangseinrichtung aus anderen Gründen (z.B. der Strahlungsempfindlichkeit
der Empfangssensorik) ausgestaltet ist, weniger empfindlich auf Strahlung im ersten
Wellenlängenbereich anzusprechen als auf Strahlung im zweiten Wellenlängenbereich,
dann kann bzw. können die Eigenschaften der Mittel und/oder der Empfangseinrichtung
z.B. fertigungsbedingt je nach Exemplar unterschiedlich ausfallen. Ohne hohen Aufwand
für die Überprüfung der Eigenschaften der Mittel und/oder der Empfangseinrichtung
kann die Strahlung im ersten Wellenlängenbereich daher je nach Exemplar der Sensorvorrichtung
unterschiedlichen Einfluss auf das Empfangssignal der Empfangseinrichtung haben. Bei
der zuvor beschriebenen Lösung kann aber für jede konkret vorliegende Sensorvorrichtung
das Kalibrierungsergebnis ermittelt werden und so der Einfluss der Strahlung im ersten
Wellenlängenbereich auf das Empfangssignal der Empfangseinrichtung berücksichtigt
werden.
[0020] Bevorzugt ist die Sensorvorrichtung so ausgestaltet, dass die Strahlung im ersten
Wellenlängenbereich, die nicht vom Messbereich ausgeht oder reflektiert wird, einen
geringeren Einfluss auf das von der Empfangseinrichtung erzeugte Empfangssignal hat
als Lumineszenzstrahlung im zweiten Wellenlängenbereich, wenn sich ein Sicherheitsmerkmal
mit erwarteten Photolumineszenz-Eigenschaften im Messbereich der Sensorvorrichtung
befindet. Wenn z.B. ein Sensorelement der Empfangseinrichtung, wie beispielsweise
eine Photozelle, ein nicht spektral aufgelöstes Signal erzeugt, das aber von Strahlung
in einem ausgedehnten Wellenlängenbereich verursacht werden kann, dann ist die spektrale
Empfindlichkeit der Empfangseinrichtung einschließlich etwaiger Mittel wie Filter,
die die auf die Empfangseinrichtung einfallende Strahlung beeinflussen, vorzugsweise
mindestens um einen Faktor 10 und insbesondere mindestens um einen Faktor 100 kleiner
im ersten Wellenlängenbereich als im zweiten Wellenlängenbereich. Dies bezieht sich
insbesondere auf die jeweils maximale Empfindlichkeit in dem ersten und dem zweiten
Wellenlängenbereich, denn die Empfindlichkeit kann auch in den einzelnen Wellenlängenbereichen
von der Wellenlänge abhängen.
[0021] Die Erfindung ist jedoch nicht auf Empfangseinrichtungen beschränkt, deren Sensorelement
oder Sensorelemente nicht wellenlängenaufgelöste Signale liefern. Vielmehr kann die
Empfangseinrichtung z.B. mittels einer Mehrzahl spektral unterschiedlich empfindlicher
Sensorelemente ein wellenlängenaufgelöstes Signal erzeugen, wenn Strahlung auf die
Empfangseinrichtung einfällt. Allerdings ermöglicht es die Erfindung, auch dann in
präziser Weise und bei geringem Aufwand Sicherheitsmerkmale mit photolumineszierenden
Stoffen zu verifizieren, wenn die Empfangssignale der Empfangseinrichtung nicht spektral
aufgelöst sind.
[0022] Insbesondere kann die auf die Empfangseinrichtung einfallende elektromagnetische
Strahlung vorher eine Filtereinrichtung passieren, welche die elektromagnetische Strahlung,
die auf die Filtereinrichtung einfällt, filtert. Durch die Filterung kann die spektrale
Strahlungsflussdichte-Verteilung der auf die Empfangseinrichtung einfallenden elektromagnetischen
Strahlung einen geringeren Anteil in dem ersten Wellenlängenbereich haben als die
spektrale Strahlungsflussdichte-Verteilung der auf die Filtereinrichtung einfallenden
elektromagnetischen Strahlung. Die Anteile können insbesondere durch Integration der
spektralen Strahlungsflussdichte-Verteilung über die verschiedenen Wellenlängenbereiche
ermittelt werden, insbesondere über den ersten Wellenlängenbereich und außerhalb des
ersten Wellenlängenbereichs zum Beispiel im zweiten Wellenlängenbereich. Die Sensorvorrichtung
kann eine entsprechend angeordnete Filtereinrichtung aufweisen. Auf diese Weise kann
der Einfluss der Strahlung in dem ersten Wellenlängenbereich reduziert werden, was
insbesondere zu einem höheren Signal-Störverhältnis führt.
[0023] Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass wie bereits angedeutet wiederholt ein Kalibrierungsergebnis
in jeweils einer Phase des Kalibrierungsbetriebes erhalten werden kann und somit ein
aktuelles Kalibrierungsergebnis erhalten werden kann. Dem liegt der Gedanke zugrunde,
dass der Einfluss der Strahlung im ersten Wellenlängenbereich von zumindest einem
Einflussfaktor abhängen kann, wie z.B. der Temperatur der Sensorvorrichtung und/oder
Umgebung der Sensorvorrichtung, dem Luftdruck innerhalb oder außerhalb der Sensorvorrichtung
und/oder dem Alter oder Abnutzungsgrad der Sensorvorrichtung.
[0024] Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, dass es jedenfalls möglich ist,
zumindest ein Empfangssignal der Empfangseinrichtung so auszuwerten, dass daraus erhaltene
Information über die anregende elektromagnetische Strahlung im Messbetrieb berücksichtigt
wird. Dies ist insbesondere dann möglich, wenn das Empfangssignal der Empfangseinrichtung
eine zeitabhängige Größe ist und somit den zeitlichen Verlauf der auf die Empfangseinrichtung
einfallenden Strahlung wiedergibt. Bei einer Lumineszenz ist es nämlich häufig so,
dass die Lumineszenzstrahlung erst erhebliche Zeit nach dem Auftreffen der anregenden
Strahlung auf den photolumineszierenden Stoff mit erheblicher Intensität erzeugt wird.
Im Messbetrieb wird das Empfangssignal daher zunächst überwiegend oder sogar fast
ausschließlich der anregenden Strahlung entsprechen. Erst wenn die Intensität der
Lumineszenzstrahlung im weiteren Verlauf der Messung angestiegen ist, bestimmt die
Lumineszenzstrahlung das Empfangssignal überwiegend. Z.B. bei einem nicht spektral
auflösenden Sensorelement bedeutet dies überwiegend, dass die Höhe des Sensorwertes
bzw. Messwertes überwiegend von der jeweiligen Strahlung verursacht wird.
[0025] Wenn wie erwähnt ein zeitlicher Verlauf des Empfangssignals bei der Auswertung berücksichtigt
wird, kann dies z.B. dadurch geschehen, dass aus dem Verlauf auf das Vorhandensein
von anregender Strahlung geschlossen wird. Anhand des zeitlichen Verlaufs, der überwiegend
von der anregenden Strahlung beeinflusst wird, kann auch auf einen Beginn eines Zeitintervalls
oder auf ein Zeitintervall eines späteren zeitlichen Verlaufs geschlossen werden,
zu dem oder in dem das Empfangssignal überwiegend von der Lumineszenzstrahlung beeinflusst
wird. Ferner kann der zeitliche Verlauf des Empfangssignals über ein Zeitintervall
hinweg betrachtet werden und unter Berücksichtigung eines für das Sicherheitsmerkmal
erwarteten zeitlichen Verlaufs ausgewertet werden, ob das zu verifizierende Objekt
echt oder gefälscht ist. Diese Möglichkeiten der Berücksichtigung des auf die anregende
Strahlung zurückgehenden Beitrags zu dem Empfangssignal bestehen insbesondere dann,
wenn die von der Strahlungserzeugungseinrichtung der Sensorvorrichtung erzeugte elektromagnetische
Strahlung, die während des Messbetriebes die anregende Strahlung ist, einen hinsichtlich
der Strahlungsflussdichte nicht konstanten zeitlichen Verlauf hat. Insbesondere kann
die Strahlungsflussdichte wiederholt null sein, ansteigen und wieder auf null abfallen.
Dabei kann der zeitliche Verlauf zwischen dem Ansteigen der Strahlungsflussdichte
von dem Wert null und dem Wiederabfallen auf den Wert null unterschiedlich ausgestaltet
sein. Vorzugsweise ist dieser zeitliche Verlauf jedoch während des Betriebes einer
bestimmten Sensorvorrichtung wiederholt der gleiche Verlauf. Letzteres ermöglicht
es, insbesondere während des Kalibrierungsbetriebes und während des Messbetriebes
bei gleichen zeitlichen Verläufen der Strahlungsflussdichte der erzeugten Strahlung
über jeweils ein Zeitintervall hinweg entsprechende Empfangssignale aufzunehmen. Gemäß
einer Ausführungsform kann der zeitliche Verlauf derart sein, dass die Strahlungsflussdichte
ausgehend von dem Wert null stetig bis auf ein Maximum ansteigt und dann stetig wieder
auf null abfällt. Es sind jedoch auch komplexere zeitliche Verläufe z.B. mit zwei
oder mehr als zwei Maxima der Strahlungsflussdichte zwischen dem ersten Anstieg der
Strahlungsflussdichte und dem letzten Abfall innerhalb des Zeitintervalls möglich.
[0026] Insbesondere kann die elektromagnetische Strahlung daher jeweils in dem Messbetrieb
und in dem Kalibrierungsbetrieb derart von der Strahlungserzeugungseinrichtung erzeugt
werden, dass die Strahlungsflussdichte der von der Strahlungserzeugungseinrichtung
erzeugten elektromagnetischen Strahlung zumindest jeweils in einem Zeitintervall den
gleichen nicht konstanten zeitlichen Verlauf aufweist, Insbesondere kann die Strahlungsflussdichte
der von der Strahlungserzeugungseinrichtung erzeugten elektromagnetischen Strahlung
sowohl in dem Messbetrieb als auch in dem Kalibrierungsbetrieb wiederholt den gleichen
nicht konstanten zeitlichen Verlauf aufweisen. Die Steuereinrichtung kann ausgestaltet
sein, die Strahlungserzeugungseinrichtung derart zu steuern, dass die Strahlungsflussdichte
den in einem der beiden vorangegangenen Sätze beschriebenen Verlauf aufweist.
[0027] Eine insbesondere in gleicher Weise wiederholte zeitliche Veränderung der Strahlungsflussdichte
hat gemäß einer konkreten Ausgestaltung den Vorteil, dass das Kalibrierungsergebnis
zuverlässig gewonnen werden kann. Z.B. kann ein Beginn eines Zeitintervalls, in dem
eine Auswertung des Empfangssignals stattfinden soll, an einem zeitlichen Anstieg
des Empfangssignals und/oder dem Erreichen eines Signalwertes vorgegebener Höhe erkannt
werden. Der Signalwert ist nicht nur bei dieser Ausgestaltung z.B. eine elektrische
Spannung einer Photozelle oder eines daraus abgeleiteten, z.B. verstärkten Signals.
Sollte sich nach dem Ansteigen oder auch dem Abfallen eines Signalwertes des Empfangssignals
herausstellen, dass das Empfangssignal auch aufgrund einer Lumineszenzstrahlung erzeugt
wurde, kann entschieden werden, dass kein Kalibrierungsergebnis durch Auswertung des
Empfangssignals erzeugt wird bzw. dass ein Messbetrieb stattfindet. Allgemeiner ausgedrückt
ermöglicht es die zeitliche Veränderung der Strahlungsflussdichte der erzeugten Strahlung
bei der Auswertung des Empfangssignals zu ermitteln, ob das Empfangssignal in einem
Zeitintervall ausschließlich von der erzeugten Strahlung und möglicherweise von nicht
erwünschter Störstrahlung z.B. aus der Umgebung der Sensorvorrichtung erzeugt wurde,
oder ob das Empfangssignal in dem betrachteten Zeitintervall in erkennbarer Weise
auch von Lumineszenzstrahlung erzeugt wurde. Anhand von zumindest einem zeitlich ansteigenden
Verlauf und/oder einem zeitlich abfallenden Verlauf eines Signalwertes des Empfangssignals
kann auch der Beginn bzw. das Ende eines Zeitintervalls ermittelt werden, über das
hinweg eine Auswertung im Kalibrierungsbetrieb zum Zweck der Bestimmung eines Kalibrierungsergebnisses
und/oder im Messbetrieb zur Verifizierung eines Sicherheitsmerkmals stattfinden soll.
[0028] Insbesondere wird vorgeschlagen: Eine Photolumineszenz-Sensorvorrichtung zum Verifizieren
eines Sicherheitsmerkmals eines Objekts in einem Messbereich der Sensorvorrichtung
nach Anspruch 1, wobei die Sensorvorrichtung aufweist:
- eine Strahlungserzeugungseinrichtung, die ausgestaltet ist, elektromagnetische Strahlung
in einem ersten Wellenlängenbereich zu erzeugen, wobei die elektromagnetische Strahlung
geeignet ist, einen photolumineszierenden Stoff als Sicherheitsmerkmal oder als Teil
eines Sicherheitsmerkmals des Objekts in einen angeregten Energiezustand zu bringen,
- eine Empfangseinrichtung, die ausgestaltet ist, in einem Messbetrieb von dem photolumineszierenden
Stoff emittierte elektromagnetische Strahlung in einem zweiten Wellenlängenbereich,
der sich von dem ersten Wellenlängenbereich unterscheidet, zu empfangen und ein entsprechendes
Empfangssignal zu erzeugen,
- eine Auswertungseinrichtung, die ausgestaltet ist, das Empfangssignal auszuwerten,
- eine Steuereinrichtung, die ausgestaltet ist, die Strahlungserzeugungseinrichtung
in dem Messbetrieb und in einem Kalibrierungsbetrieb derart zu steuern, dass die von
der Strahlungserzeugungseinrichtung erzeugte elektromagnetische Strahlung in zumindest
einem Zeitintervall einen zeitlichen Verlauf der Strahlungsflussdichte aufweist, welcher
in dem Zeitintervall nicht konstant ist,
wobei die Sensorvorrichtung derart ausgestaltet ist, dass die Empfangseinrichtung
in dem Kalibrierungsbetrieb, in dem sich kein Sicherheitsmerkmal in dem Messbereich
der Sensorvorrichtung befindet, und in dem Messbetrieb einen Teil der von der Strahlungserzeugungseinrichtung
erzeugten elektromagnetischen Strahlung zu empfängt, der die Empfangseinrichtung erreicht,
ohne zuvor den Messbereich erreicht zu haben, und ein entsprechendes Kalibrierungssignal
zu erzeugen, wobei die von der Strahlungserzeugungseinrichtung erzeugte elektromagnetische
Strahlung sowohl in dem Messbetrieb als auch in dem Kalibrierungsbetrieb derart von
zumindest einer optischen Einrichtung der Sensorvorrichtung von der Strahlungsquelle
kommend teilweise umgelenkt wird, dass der Teil der von der Strahlungserzeugungseinrichtung
erzeugten elektromagnetischen Strahlung entsteht, den die Empfangseinrichtung empfängt
und entsprechend dem die Empfangseinrichtung in dem Kalibrierungsbetrieb das Kalibrierungssignal
erzeugt, und
wobei die Auswertungseinrichtung ausgestaltet ist, das in dem Kalibrierungsbetrieb
erzeugte Kalibrierungssignal auszuwerten, ein entsprechendes Kalibrierungsergebnis
zu erzeugen und das Kalibrierungsergebnis bei der Auswertung des Empfangssignals aus
dem Messbetrieb zu verwenden.
[0029] Ferner wird vorgeschlagen: Ein Verfahren nach Anspruch 8 zum Kalibrieren einer Photolumineszenz-Sensorvorrichtung,
die geeignet ist ein Sicherheitsmerkmals eines Objekts zu verifizieren, aufweisend:
- Erzeugen von elektromagnetischer Strahlung in einem ersten Wellenlängenbereich mittels
einer Strahlungserzeugungseinrichtung in einem Kalibrierungsbetrieb, wobei die elektromagnetische
Strahlung in einem Messbetrieb dazu dient, einen photolumineszierenden Stoff als Sicherheitsmerkmal
oder als Teil eines Sicherheitsmerkmals des Objekts in einen angeregten Energiezustand
zu bringen,
- Empfangen von elektromagnetischer Strahlung und Erzeugen eines entsprechenden Kalibrierungssignals
in dem Kalibrierungsbetrieb mittels einer Empfangseinrichtung, die ausgestaltet ist,
in dem Messbetrieb von dem photolumineszierenden Stoff emittierte elektromagnetische
Strahlung in einem zweiten Wellenlängenbereich, der sich von dem ersten Wellenlängenbereich
unterscheidet, zu empfangen, wobei in einem in dem Messbetrieb verwendeten Messbereich
während des Kalibrierungsbetriebes kein Sicherheitsmerkmal vorhanden ist,
- Auswerten des erzeugten Kalibrierungssignals und Erzeugen eines entsprechenden Kalibrierungsergebnisses,
- Erzeugen von elektromagnetischer Strahlung in einem ersten Wellenlängenbereich mittels
einer Strahlungserzeugungseinrichtung in dem Messbetrieb, während in dem Messbereich
ein zu verifizierendes Objekt vorhanden ist,
- Empfangen von elektromagnetischer Strahlung und Erzeugen eines entsprechenden Empfangssignals
in dem Messbetrieb mittels der Empfangseinrichtung,
wobei die elektromagnetische Strahlung in dem ersten Wellenlängenbereich in dem Messbetrieb
und in dem Kalibrierungsbetrieb jeweils derart von der Strahlungserzeugungseinrichtung
erzeugt wird, dass die erzeugte elektromagnetische Strahlung in zumindest einem Zeitintervall
einen zeitlichen Verlauf der Strahlungsflussdichte aufweist, welcher in dem Zeitintervall
nicht konstant ist, wobei die von der Strahlungserzeugungseinrichtung erzeugte elektromagnetische
Strahlung sowohl in dem Messbetrieb als auch in dem Kalibrierungsbetrieb derart von
zumindest einer optischen Einrichtung von der Strahlungsquelle kommend teilweise umgelenkt
wird, dass ein Teil der von der Strahlungserzeugungseinrichtung erzeugten elektromagnetischen
Strahlung entsteht, den die Empfangseinrichtung empfängt, ohne dass der Teil zuvor
den Messbereich erreicht hat, und entsprechend dem die Empfangseinrichtung in dem
Kalibrierungsbetrieb das Kalibrierungssignal erzeugt, und
wobei das Kalibrierungsergebnis bei der Auswertung des Empfangssignals aus dem Messbetrieb
verwendet wird.
[0030] Bei der Strahlungserzeugungseinrichtung kann es sich um jede geeignete Einrichtung
zur Erzeugung elektromagnetischer Strahlung in einem Wellenlängenbereich handeln,
der zur Anregung der Photolumineszenz geeignet ist. Z.B. handelt es sich um einen
Laser, z.B. eine Laserdiode oder eine Anordnung von Laserdioden, oder um eine Leuchtdiode
oder Anordnung von Leuchtdioden. Insbesondere kann die Strahlungserzeugungseinrichtung
zumindest ein Filter aufweisen, welches erzeugte Strahlung in zumindest einem Wellenlängenbereich
schwächt. Dadurch kann das Spektrum der erzeugten Strahlung verändert werden, bevor
die Strahlung aus der Strahlungserzeugungseinrichtung austritt. Die erzeugte und aus
der Strahlungserzeugungseinrichtung austretende Strahlung kann auf beliebige Weise
zu einem Anteil auf den Messbereich der Sensorvorrichtung eingestrahlt werden und
zu einem anderen Anteil auf die Empfangseinrichtung eingestrahlt werden, ohne zuvor
den Messbereich erreicht zu haben. Dabei können die beiden genannten Anteile unmittelbar
nach der Erzeugung und/oder an einer beliebigen anderen Stelle des Strahlungsweges
bis zum Messbereich in unterschiedliche Richtungen verlaufen. Z.B. kann sich die erzeugte
Strahlung innerhalb eines Raumwinkels in unterschiedlichen Richtungen ausbreiten.
Innerhalb eines ersten Teilbereichs des Raumwinkels kann sich der Anteil der erzeugten
Strahlung ausbreiten, der den Messbereich erreicht, und innerhalb eines anderen Teilbereichs
des Raumwinkels kann sich der Anteil der erzeugten Strahlung ausbreiten, der die Empfangseinrichtung
erreicht, ohne zuvor den Messbereich erreicht zu haben. Alternativ oder zusätzlich
ist es möglich, die erzeugte elektromagnetische Strahlung in zwei Anteile aufzuteilen,
die bis zu dem Ort der Teilung auf demselben Strahlungsweg verlaufen sind und/oder
sich in denselben Raumwinkelbereich ausgebreitet haben. Die Teilung bedeutet eine
Aufteilung der Intensität bzw. Strahlungsflussdichte der Strahlung auf die beiden
Anteile, die sich ab dem Ort der Teilung auf verschiedenen Strahlungswegen und/oder
in verschiedenen Raumwinkelbereichen ausbreiten. Eine Teilung kann auch mehrfach erfolgen,
sodass die auf dem Strahlungsweg zum Messbereich verlaufende erzeugte Strahlung mehrfach
in ihrer Intensität geschwächt wird. Insbesondere kann zur Teilung eine optische Einrichtung
der Sensorvorrichtung, wie z.B. ein Spiegel oder eine Linse, genutzt werden.
[0031] Gemäß den auf die Sensorvorrichtung und das Verfahren gerichteten Ansprüchen wird
die von der Strahlungserzeugungseinrichtung erzeugte elektromagnetische Strahlung
sowohl in dem Messbetrieb als auch in dem Kalibrierungsbetrieb derart von zumindest
einer optischen Einrichtung der Sensorvorrichtung von der Strahlungsquelle kommend
teilweise umgelenkt, werden, dass der Teil der von der Strahlungserzeugungseinrichtung
erzeugten elektromagnetischen Strahlung entsteht, den die Empfangseinrichtung in dem
Kalibrierungsbetrieb empfängt und entsprechend dem die Empfangseinrichtung das Kalibrierungssignal
erzeugt.
[0032] Insbesondere kann die optische Einrichtung oder eine der optischen Einrichtungen
ein teilweise durchlässiger Reflektor sein, der einen bezüglich der Strahlungsflussdichte
größeren Anteil der von der Strahlungserzeugungseinrichtung erzeugten elektromagnetischen
Strahlung in eine erste Richtung passieren lässt oder reflektiert, in der elektromagnetische
Strahlung verläuft, die den Messbereich der Sensorvorrichtung erreicht, und einen
bezüglich der Strahlungsflussdichte kleineren Anteil der erzeugten elektromagnetischen
Strahlung in eine andere, zweite Richtung reflektiert oder passieren lässt, in der
elektromagnetische Strahlung die Empfangseinrichtung erreicht, ohne aus der Sensorvorrichtung
auszutreten. Insbesondere kann der Anteil, der von dem Reflektor in die erste Richtung
passieren gelassen wird oder reflektiert wird, mehr als 70 %, zum Beispiel mehr als
80 Prozent und vorzugsweise mehr als 85 Prozent der auf den Reflektor auftreffenden
Strahlungsflussdichte betragen.
[0033] Dadurch kann insbesondere erreicht werden, dass der größere Anteil der erzeugten
Strahlung den Messbereich erreicht.
[0034] Gemäß einer Ausgestaltung ist die optische Einrichtung oder eine der optischen Einrichtungen
ein Austrittsfenster, durch das hindurch ein Anteil der erzeugten elektromagnetischen
Strahlung in den Messbereich der Sensorvorrichtung eingestrahlt wird, wobei im Messbetrieb
und im Kalibrierungsbetrieb jeweils ein Anteil der erzeugten elektromagnetischen Strahlung
von dem Austrittsfenster reflektiert wird und zumindest teilweise die Empfangseinrichtung
erreicht.
[0035] Bei der Empfangseinrichtung kann es sich um jede Einrichtung handeln, die zum Empfang
von elektromagnetischer Strahlung in sowohl dem ersten als auch dem zweiten Wellenlängenbereich
geeignet ist, d. h. das Empfangssignal kann auch durch Strahlung in dem ersten Wellenlängenbereich
erzeugt werden. Wenn der erste Wellenlängenbereich und der zweite Wellenlängenbereich
einander nicht überlappen, ist die Empfangseinrichtung auch in dem separaten ersten
Wellenlängenbereich empfindlich für Strahlung. Wenn der erste Wellenlängenbereich
und der zweite Wellenlängenbereich einander überlappen, ist die Empfangseinrichtung
in einem Teilbereich des Überlappungsbereich, in dem gesamten Überlappungsbereich
und/oder zumindest in einem Teilbereich des ersten Wellenlängenbereichs, der nicht
in dem Überlappungsbereich liegt, empfindlich für Strahlung.
[0036] Insbesondere kann die Empfangseinrichtung eine Photozelle oder eine Anordnung von
Photozellen aufweisen. Allgemeiner formuliert kann die Empfangseinrichtung ein oder
mehrere Sensorelemente aufweisen, wobei jedes Sensorelement ausgestaltet ist, beim
Auftreffen von elektromagnetischer Strahlung in einem spektralen Empfindlichkeitsbereich
des Sensorelements ein insbesondere der Intensität oder der spektralen Intensität
der auftreffenden Strahlung entsprechendes Sensorsignal zu erzeugen. Im Fall einer
Mehrzahl von Sensorelementen können diese insgesamt ein ortsaufgelöstes Sensorsignal
erzeugen.
[0037] Insbesondere ist es möglich und wird bevorzugt, dass das Sensorelement und insbesondere
jedes der Sensorelemente mit einem Signalverstärker gekoppelt ist, sodass das Sensorsignal
von dem Signalverstärker verstärkt wird.
[0038] Das Sensorsignal, oder im Fall zumindest eines Signalverstärkers das verstärkte Sensorsignal,
bilden das Empfangssignal der Empfangseinrichtung, welches auch als Messsignal bezeichnet
werden kann. Im Fall mehrerer Empfangssignale, die auf den Sensorsignalen einer ortsauflösend
messenden Anordnung von Sensorelementen beruht, kann auch das Empfangssignal ein ortsaufgelöstes
Empfangssignal sein. Ein ortsaufgelöstes Empfangssignal ermöglicht es insbesondere,
das zu verifizierende Objekt unter Berücksichtigung der ortsabhängigen Information
auszuwerten.
[0039] Im Fall eines ortsaufgelösten Empfangssignals wird es bevorzugt, nicht nur im Messbetrieb,
sondern auch im Kalibrierungsbetrieb ein ortsaufgelöstes Empfangssignal zu erzeugen,
wobei vorzugsweise die Sensorsignale aller Sensorelemente im Kalibrierungsbetrieb
vollständig oder überwiegend der von der Strahlungserzeugungseinrichtung erzeugten
Strahlung in dem ersten Wellenlängenbereich entsprechen, die, ohne den Messbereich
zu erreichen, auf die Empfangseinrichtung eingestrahlt wurde. Somit steht aus dem
Kalibrierungsbetrieb ein Kalibrierungsergebnis zur Verfügung, das wie auch bei einem
nicht ortsaufgelösten Empfangssignal der auf die Empfangseinrichtung einfallenden
erzeugten Strahlung in dem ersten Wellenlängenbereich entspricht. Das Kalibrierungsergebnis
kann daher im ortsaufgelösten Fall und auch im nicht ortsaufgelösten Fall zur Korrektur
im Messbetrieb verwendet werden und/oder enthält Informationen über das im Messbetrieb
bei Vorhandensein eines erwarteten Sicherheitsmerkmals zu erwartende Messsignal.
[0040] Bei der Auswertungseinrichtung handelt es sich um eine Einrichtung, die im Kalibrierungsbetrieb
aus dem Empfangssignal, welches oben als Kalibrierungssignal bezeichnet wurde, ein
Kalibrierungsergebnis zu erzeugen. Ferner ist die Auswertungseinrichtung ausgestaltet,
das Kalibrierungsergebnis bei der Auswertung des Empfangssignals aus dem Messbetrieb
zu verwenden. Dabei kann die Auswertungseinrichtung separate Einheiten aufweisen,
wobei zum Beispiel eine Einheit das Kalibrierungssignal auswertet und das Kalibrierungsergebnis
erzeugt und eine andere Einheit, der das Kalibrierungsergebnis zur Verfügung gestellt
wird, im Messbetrieb das Empfangssignal unter Verwendung des Kalibrierungsergebnisses
auswertet. Die beiden Einheiten sind zum Beispiel direkt über eine Signalverbindung
und/oder indirekt zum Beispiel über einen Speicher zur Speicherung des Kalibrierungsergebnisses
miteinander verbunden, damit die andere Einheit das Kalibrierungsergebnis erhalten
kann. Bevorzugt wird jedoch, dass dieselbe Einheit der Auswertungseinrichtung sowohl
im Kalibrierungsbetrieb das Kalibrierungsergebnis erzeugt als auch im Messbetrieb
bei der Auswertung des Empfangssignals das Kalibrierungsergebnis verwendet.
[0041] Insbesondere kann die Auswertungseinrichtung ausgestaltet sein, in dem Messbetrieb
- aus dem Empfangssignal unter Berücksichtigung des Kalibrierungsergebnisses ein korrigiertes
Empfangssignal zu bilden oder
- unter Berücksichtigung des Kalibrierungsergebnisses ein erwartetes Empfangssignal
zu bilden und mit dem aus empfangener elektromagnetischer Strahlung erzeugten Empfangssignal
oder einem daraus erzeugten Signal zu vergleichen.
[0042] In beiden Fällen kann zum Beispiel die Matched-Filter (im Deutschen auch als Optimalfilter
bezeichnet) Technologie Anwendung finden, um zu prüfen, ob sich aus dem Empfangssignal
oder dem korrigierten Empfangssignal ergibt, dass es sich um ein erwartetes zu verifizieren
das Objekt handelt.
[0043] Zur Bildung eines erwarteten Empfangssignals kann insbesondere ein lumineszierendes
Referenzobjekt mit der Sensorvorrichtung oder einer anderen Sensorvorrichtung gemessen
werden, d. h. es wird ein Messsignal aufgenommen, das zu dem zumindest einen lumineszierenden
Stoff des Referenzobjekts beiträgt. Auch dieses Messsignal des Referenzobjekts kann
von Strahlung in dem ersten Wellenlängenbereich der anregenden Strahlung mitverursacht
sein. Bevorzugt wird, dass auch in Zusammenhang mit der Messung dieses Referenzobjekts
ein Kalibrierungsbetrieb durchgeführt wird, ein entsprechendes Kalibrierungssignal
erzeugt wird und dieses Kalibrierungssignal bei der Auswertung des Messsignals des
Referenzobjekts verwendet wird. Bei diesem Kalibrierungsbetrieb kann es sich um einen
anderen Kalibrierungsbetrieb handeln als bei der Verifizierung eines zu verifizierenden
Objekts. Dadurch können die unterschiedlichen Bedingungen und optional unterschiedlichen
Eigenschaften verschiedener Sensorvorrichtungen berücksichtigt werden. Zum Beispiel
wird eine erste Sensorvorrichtung für die Messung des Referenzobjekts und eine zweite
Sensorvorrichtung für die Verifizierung eines zu verifizierenden Objekts verwendet.
Diese beiden Sensorverrichtungen weisen im Allgemeinen unterschiedliche Eigenschaften
bezüglich des Einflusses der jeweils von ihr erzeugten Strahlung in dem ersten Wellenlängenbereich
auf, die sich auf das Messsignal auswirkt, ohne den Messbereich erreicht zu haben.
Auch ist es möglich, dass die von der jeweiligen Sensorvorrichtung erzeugte Strahlung
in verschiedenen ersten Wellenlängenbereichen erzeugt wird.
[0044] Es ist jedoch nicht zwingend erforderlich, dass ein Referenzobjekt vermessen wird.
Vielmehr kann alternativ oder zusätzlich zum Beispiel berechnet werden, welches Messsignal
für ein zu verifizierendes Objekt erwartet wird.
[0045] Die Auswertungseinrichtung kann die Auswertung analog und/oder digital ausführen.
Insbesondere wenn das Empfangssignal als analoges Signal vorliegt, kann die Auswertungseinrichtung
das analoge Signal empfangen, in ein digitales Signal umwandeln und dann das digitale
Signal auswerten. Bei einem Eingangssignal, das Informationen über den zeitlichen
Verlauf der von der Empfangseinrichtung empfangenen Strahlung enthält und das daher
auch als zeitaufgelöstes Empfangssignal bezeichnet werden kann, kann es sich bei dem
digitalen Empfangssignal um einen Datenstrom handeln, wenn die Empfangssignalinformationen
fortlaufend eingehen, oder um einen Datensatz handeln, wenn das zeitaufgelöste Empfangssignal
für zumindest einen Zeitraum oder ein Zeitintervall als digitale Datenmenge vorliegt.
[0046] Vorzugsweise liegt das Kalibrierungssignal (d.h. das Empfangssignal im Kalibrierungsbetrieb)
als zeitaufgelöstes analoges Signal vor, wird digitalisiert und bildet einen Datensatz,
der den zeitlichen Verlauf des Kalibrierungssignals über ein Zeitinterfall hinweg
beschreibt und insbesondere den zeitlichen Verlauf der Intensität bzw. von der Empfangseinrichtung
empfangenen Strahlungsflussdichte der empfangenen Strahlung beschreibt. Dabei kann
das Zeitintervall insbesondere ein Zeitintervall sein, in dem entsprechend dem zeitlichen
Verlauf der erzeugten elektromagnetischen Strahlung ein Anstieg des Messwertes bzw.
Sensorwertes (z.B. eine elektrische Spannung) von null oder von einem Offset- und/oder
Hintergrundstrahlungswert stattfindet und der Verlauf wieder auf den Wert null oder
auf den Offsetwert und/oder Hintergrundstrahlungswert abnimmt. Die Hintergrundstrahlung
ist diejenige Strahlung, die von der Empfangseinrichtung bzw. dem Sensorelement auch
dann empfangen wird, wenn die Photolumineszenz-Sensorvorrichtung keine Strahlung erzeugt.
Die Hintergrundstrahlung oder auch Umgebungsstrahlung kann zeitlich schwanken. Typisch
ist, dass sie entsprechend weißem Rauschen schwankt. Der Offsetwert entspricht einem
etwaigen Wert der Empfangseinrichtung oder des jeweiligen Sensorelements, der insbesondere
ungleich null ist und erzeugt wird, wenn keinerlei Strahlung auf die Empfangseinrichtung
einfällt. Daher kann der oben erwähnte Anstieg des Empfangssignals auch von einem
Wert ausgehen, der eine Summe aus dem Wert der Hintergrundstrahlung und dem Offset
ist.
[0047] Wie oben erwähnt, wird die Erzeugung von elektromagnetischer Strahlung in dem ersten
Wellenlängenbereich durch die Strahlungserzeugungseinrichtung derart gesteuert, dass
die erzeugte Strahlung in zumindest einem Zeitintervall einen zeitlichen Verlauf der
Strahlungsflussdichte aufweist, welcher in dem Zeitintervall nicht konstant ist. Die
Photolumineszenz-Sensorvorrichtung weist hierzu eine entsprechend ausgestaltete Steuereinrichtung
auf. Z.B. im Fall einer Leuchtdiode oder einer Mehrzahl von Leuchtdioden zur Erzeugung
der Strahlung kann die Steuereinrichtung ausgestaltet sein, den zeitlichen Verlauf
der elektrischen Leistung zu steuern, die die Strahlungserzeugungseinrichtung zumindest
teilweise in Strahlungsenergie umwandelt. Insbesondere kann die Photolumineszenz-Sensorvorrichtung
bzw. kann das Verfahren so ausgestaltet sein, dass die im Kalibrierungsbetrieb von
der Empfangseinrichtung in dem ersten Wellenlängenbereich empfangene Strahlung teilweise
auf demselben Strahlungsweg verläuft, auf dem im Messbetrieb Lumineszenzstrahlung
innerhalb der Sensorvorrichtung verläuft. Außerdem kann die Strahlung in dem ersten
Wellenlängenbereich teilweise oder vollständig auf einem anderen Weg verlaufen als
die Lumineszenzstrahlung im Messbetrieb von ihrem Eintritt in die Sensorvorrichtung
bis zum Auftreffen auf die Empfangseinrichtung. Insgesamt ist es somit möglich, den
Einfluss der Strahlung in dem ersten Wellenlängenbereich auf das Empfangssignal im
Messbetrieb zu berücksichtigen, wobei jegliche vorhandene Einrichtungen der Photolumineszenz-Sensorvorrichtung,
die an der teilweisen Übertragung der erzeugten Strahlung von der Strahlungserzeugungseinrichtung
zu der Empfangseinrichtung beteiligt sind, mit berücksichtigt werden.
[0048] Gemäß einer Ausgestaltung der Sensorvorrichtung weist diese ein Austrittsfenster
(zum Beispiel die oben als Austrittsfenster erwähnte optische Einrichtung) auf, durch
das hindurch die erzeugte Strahlung in dem ersten Wellenlängenbereich in Richtung
des Messbereichs abgestrahlt wird. An dem Austrittsfenster wird ein Teil der erzeugten
Strahlung so reflektiert, dass sie auf demselben Strahlungsweg die Empfangseinrichtung
erreicht, auf dem im Messbetrieb die Lumineszenzstrahlung verläuft und auch die Empfangseinrichtung
erreicht und von dieser detektiert wird. Daher sind die Strahlungserzeugungseinrichtung,
das Austrittsfenster, die Empfangseinrichtung und optional weitere den Strahlungsweg
der Strahlung in den ersten Wellenlängenbereich und der Lumineszenzstrahlung beeinflussende
Einrichtung der Sensorvorrichtung derart angeordnet, dass die genannten Strahlungswege
vom Austrittsfenster zu der Empfangseinrichtung zumindest teilweise gleich sind.
[0049] Oben erwähnt wurde auch bereits eine Ausgestaltung mit einem teilweise durchlässigen
Reflektor. Dabei kann der Reflektor, wie oben ebenfalls bereits erwähnt, einen größeren
Anteil der erzeugten elektromagnetischen Strahlung reflektieren, und zwar insbesondere
in eine erste Richtung, in der die reflektierte Strahlung den Messbereich erreicht.
Ein kleinerer Anteil der erzeugten Strahlung kann von dem Reflektor durchgelassen
werden und optional nach zumindest einer weiteren Reflexion an einer Einrichtung der
Sensorvorrichtung die Empfangseinrichtung erreichen und von dieser detektiert werden,
d.h. durch das Empfangssignal erfasst werden. Bei dieser Ausgestaltung sind die Strahlungserzeugungseinrichtung,
der Reflektor, optional die zumindest eine weitere reflektierende Einrichtung und
die Empfangseinrichtung entsprechend angeordnet.
[0050] Insbesondere kann der Anteil der erzeugten elektromagnetischen Strahlung, die nicht
den Messbereich erreicht und auf die Empfangseinrichtung auftrifft und von dieser
detektiert wird, wie erwähnt teilweise auf demselben Strahlungsweg verlaufen wie die
in die Sensorvorrichtung eintretende Lumineszenzstrahlung im Messbetrieb und teilweise
auf anderem Strahlungsweg die Empfangseinrichtung erreichen. Wenn hier von jeweils
einem Strahlungsweg die Rede ist, können darunter jeweils mehrere Strahlungswege zu
verstehen sein, für die dies zutrifft. Insbesondere wird sich die Lumineszenzstrahlung
im Allgemeinen auf verschiedenen Strahlungswegen, z.B. innerhalb eines bestimmten
Raumwinkelbereichs, ausgehend von einem Eintrittsfenster ausbreiten und die Empfangseinrichtung
erreichen. Zumindest auf einem Teil dieser Strahlungswege kann sich auch die vom Austrittsfenster
reflektierte erzeugte Strahlung verlaufen. Insbesondere kann derjenige Teil der erzeugten
Strahlung im ersten Wellenlängenbereich, der auf demselben Strahlungsweg wie Lumineszenzstrahlung
verläuft, bezüglich seines Beitrags zum Kalibrierungssignal und insbesondere bezüglich
seiner Strahlungsleistung in der gleichen Größenordnung liegen wie der Teil der erzeugten
Strahlung in dem ersten Wellenlängenbereich, der auf zumindest teilweise einem anderen
Strahlungsweg als die Lumineszenzstrahlung vom Eintritt in die Sensorvorrichtung zur
Empfangseinrichtung verläuft. Konkreter ausgedrückt, verläuft dieser Teil nicht vollständig
auf einem Strahlungsweg, den die Lumineszenzstrahlung im Messbetrieb vom Eintritt
in die Sensorvorrichtung bis zur Empfangseinrichtung nimmt. Die beiden genannten Teile
der erzeugten Strahlung im ersten Wellenlängenbereich tragen insbesondere in derselben
Größenordnung zum Kalibrierungssignal und daher auch zum Empfangssignal im Messbetrieb
bei. Unter "der gleichen Größenordnung" wird verstanden, dass keiner der beiden Teile
um mehr als einen Faktor 10 größer ist als der andere Teil. Insbesondere können die
beiden Teile gleich groß sein. Dies hängt jedoch davon ab, welche Eigenschaften die
an der Übertragung der erzeugten Strahlung von der Strahlungserzeugungseinrichtung
zur Empfangseinrichtung beteiligten Einrichtungen der Sensorvorrichtung bei einem
konkreten Exemplar der Sensorvorrichtung haben.
[0051] Fertigungstoleranzen der beteiligten Einrichtungen können dazu führen, dass konkrete
Exemplare unterschiedlich große Teile der Strahlung im ersten Wellenlängenbereich
bewirken. In all diesen Fällen ermöglicht es das Kalibrierungsergebnis unter der Annahme
gleicher Verhältnisse im Kalibrierungsbetrieb wie im Messbetrieb, den Einfluss der
erzeugten Strahlung auf das Sensorsignal im Messbetrieb zu berücksichtigen. Auch bei
verschiedenen Verhältnissen im Kalibrierungsbetrieb und im Messbetrieb kann das Kalibrierungsergebnis
aus dem Kalibrierungsbetrieb im Messbetrieb berücksichtigt werden. Insbesondere können
die Verhältnisse, wie z.B. die oben genannten Temperaturen und Drücke, sowie Alter
und/oder Abnutzungsgrad mitberücksichtigt werden. Z.B. kann das Kalibrierungsergebnis
wiederholt bei unterschiedlichen Verhältnissen ermittelt werden und können die Verhältnisse
ebenfalls erfasst werden, wenn es sich um messbare Größen wie Temperatur und Druck
handelt. Daraus kann ein für die jeweiligen Verhältnisse des Messbetriebes gültiges
Kalibrierungsergebnis ermittelt werden, z.B. aus einer Vielzahl von gespeicherten
Kalibrierungsergebnissen, zu denen ebenfalls die Werte der zugehörigen Verhältnisse
gespeichert sind. Bezüglich des Alters oder Abnutzungsgrades kann der Kalibrierungsbetrieb
wiederholt durchgeführt werden. Wenn sich insbesondere bei ansonsten gleichen Verhältnissen
wie Temperatur und/oder Druck das Kalibrierungsergebnis ändert, können auch andere
Kalibrierungsergebnisse, die früher für dieselben messbaren Verhältnisse ermittelt
wurden, entsprechend dem fortgeschrittenen Alter oder Abnutzungsgrad der Vorrichtung
angepasst werden.
[0052] Bei den zuvor beschriebenen Ausgestaltungen der Photolumineszenz-Sensorvorrichtung
bzw. des Verfahrens werden die optischen Eigenschaften der beteiligten Einrichtungen
der Sensorvorrichtung durch das Kalibrierungsergebnis berücksichtigt.
[0053] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nun unter Bezugnahme auf die beigefügte
Zeichnung beschrieben. Die einzelnen Figuren der Zeichnung zeigen:
- Fig. 1
- schematisch eine Anordnung mit einem Optik-Modul einer Sensorvorrichtung und einer
Transporteinrichtung, von der ein zu verifizierendes Objekt an dem Optik-Modul vorbei
transportiert werden kann,
- Fig. 2
- schematisch eine Ansicht des in Fig. 1 dargestellten Optik-Moduls und zwar bezogen
auf Fig. 1 von oben,
- Fig. 3
- schematisch eine Ansicht des in Fig. 1 dargestellten Optik-Moduls und zwar bezogen
auf Fig. 1 von links,
- Fig. 4
- schematisch eine Anordnung wie in Fig. 1, wobei zusätzlich eine Strahlungserzeugungseinrichtung
und eine Empfangseinrichtung dargestellt sind und wobei schematisch Strahlungswege
von Strahlung bei der Erzeugung eines Messsignals dargestellt sind,
- Fig. 5
- die Anordnung aus Fig. 4, wobei jedoch Strahlungswege von Strahlung schematisch dargestellt
sind, die von der Strahlungserzeugungseinrichtung erzeugt wird und die die Sensorvorrichtung
nicht verlässt,
- Fig. 6
- ein Flussdiagramm zur Erläuterung eines Ausführungsbeispiels eines Verfahrens zum
Kalibrieren einer Photolumineszenz-Sensorvorrichtung,
- Fig. 7
- ein Intensitäts-Zeitdiagramm zur schematischen Darstellung einer zeitlichen Folge
von Anregungssignalen und
- Fig. 8
- ein Intensitäts-Zeitdiagramm zur schematischen Darstellung einer zeitlichen Folge
von Empfangssignalen.
[0054] Die in Fig. 1 dargestellte Anordnung weist ein Optik-Modul 18 auf, das Teil einer
in Fig. 1 nicht vollständig dargestellten Photolumineszenz-Sensorvorrichtung ist.
Ferner zeigt Fig. 1 ein zu verifizierendes Objekt 22 mit einem Sicherheitsmerkmal
23. In dem Ausführungsbeispiel ist das Sicherheitsmerkmal 23 auf einer Oberfläche
des Objekts 22 angeordnet. Das Sicherheitsmerkmal kann jedoch alternativ oder zusätzlich
in das Objekt 22 integriert sein. Das Sicherheitsmerkmal 23 weist zumindest einen
Stoff auf, der bei Anregung durch geeignete Strahlung Lumineszenzstrahlung abstrahlt.
Dabei weist die Lumineszenzstrahlung eine andere Wellenlänge auf als die anregende
Strahlung. Es ist häufig so, dass die Lumineszenzstrahlung im Wesentlichen monochromatische
Strahlung ist, während die anregende Strahlung in einem Wellenlängenbereich liegen
kann und pro Photon jeweils die Mindest-Anregungsenergie aufweist, die zur Anregung
des lumineszierenden Stoffs benötigt wird.
[0055] In dem speziellen in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel befindet sich das Objekt
22 an einem Objektträger 21. Ein solcher Objektträger 21 kann jedoch in einem anderen
Ausführungsbeispiel entfallen. Ferner ist in Fig. 1 schematisch eine Transporteinrichtung
24 dargestellt, die das Objekt 22 an einem Austrittsfenster 11 des Optik-Moduls 18
vorbei transportiert, während das Objekt 22 von der Sensorvorrichtung gemessen wird.
Auch eine derartige Transporteinrichtung kann entfallen. Z.B. kann das Objekt untersucht
werden, während es sich relativ zu der Sensorvorrichtung nicht bewegt. Vorher und/oder
nachher kann ein Kalibrierungsbetrieb stattfinden, in dem sich kein lumineszierender
Stoff im Messbereich der Sensorvorrichtung befindet. In dem in Fig. 1 dargestellten
Ausführungsbeispiel befindet sich der Messbereich der Sensorvorrichtung dort, wo sich
das Objekt 22 und auch das Sicherheitsmerkmal 23 befinden. Der Messbereich kann als
ein räumlicher Bereich aufgefasst werden, der sich von dem Austrittsfenster 11 aus
gesehen in einem Raumwinkel unterhalb des Austrittsfensters 11 befindet. Wenn hier
von unterhalb, oberhalb, rechts und links die Rede ist, bezieht sich dies auf die
Darstellung in Fig. 1. In der Praxis können Objekt und Sensorvorrichtung anders relativ
zueinander angeordnet sein.
[0056] Das Optik-Modul 18 weist ein Gehäuse 7 mit einem Gehäuseinnenraum 10 auf, der es
elektromagnetischer Strahlung erlaubt, durch den Gehäuseinnenraum 10 hindurchzutreten.
Das Optik-Modul 18 weist eine Mehrzahl von Eintrittsöffnungen 12 auf. Wie Fig. 3 zeigt,
besitzt das Optik-Modul 18 in diesem speziellen Ausführungsbeispiel insgesamt zehn
in einer Reihe nebeneinander angeordneter Eintrittsöffnungen 12. Insbesondere kann
jeder dieser Eintrittsöffnungen 12 eine Strahlungsquelle 13 zugeordnet sein, wie sie
in Fig. 4 und Fig. 5 als Bestandteil einer Strahlungserzeugungseinrichtung 17 dargestellt
ist. Bei Betrieb der Strahlungsquelle 13, die z.B. eine Leuchtdiode ist oder eine
Mehrzahl von Leuchtdioden aufweist, tritt wie schematisch durch einen Pfeil in Fig.
4 dargestellt ist, von der Strahlungsquelle 13 erzeugte Strahlung durch die Eintrittsöffnung
12 in den Gehäuseinnenraum 10 ein.
[0057] Das besondere in Fig. 1 dargestellte Ausführungsbeispiel eines Optik-Moduls 18 weist
an der Eintrittsöffnung 12 eine Eintritts-Optik 5 auf, bei der es sich z.B. um eine
optische Linse oder Anordnung von Linsen handeln kann, um die eintretende elektromagnetische
Strahlung zu fokussieren und/oder zu zerstreuen. Alternativ oder zusätzlich zu der
Eintritts-Optik 5 kann sich an der Eintrittsöffnung 12 ein Filter (nicht dargestellt)
befinden, der die in den Gehäuseinnenraum 10 eintretende Strahlung filtert. Z.B. kann
auf diese Weise ein Strahlungsanteil, der nahe bei der Wellenlänge der Lumineszenzstrahlung
liegt, geschwächt und somit ausgefiltert werden.
[0058] In dem Gehäuseinnenraum 10 befindet sich ein teilweise durchlässiger Reflektor 3,
der auch als teilweise durchlässiger Spiegel bezeichnet werden kann. Er ist in dem
Ausführungsbeispiel unter einem Winkel von 45° zu der Hauptachse der Eintrittsöffnung
12 angeordnet. An seiner in Fig. 1 nach unten weisenden Oberfläche wird daher beim
Betrieb die durch die Eintrittsöffnung 12 in den Gehäuseinnenraum 10 eintretende Strahlung
mit einem Anteil an der Gesamt-Intensität der Strahlung nach unten durch das Austrittsfenster
11, welches sich im Gehäuse 7 unten befindet, in den Messbereich abgelenkt. Auf den
Anteil dieser Strahlung, der vom Reflektor 3 nicht nach unten reflektiert wird, wird
noch anhand von Fig. 5 eingegangen.
[0059] Der Gehäuseinnenraum 10 weist eine Aussparung 2 auf, die sich in der Darstellung
der Fig. 1 von dem Reflektor 3 nach oben erstreckt und an einer Empfangs-Optik 6 endet.
Dabei kann es sich wiederum um eine Linse oder Linsenanordnung handeln, die zu einer
Fokussierung und/oder Zerstreuung der auf die Empfangs-Optik 6 auftreffenden Strahlung
führt. Wie Fig. 5 schematisch darstellt, tritt die durch die Aussparung 2 verlaufende
Strahlung aus dem Optik-Modul 18 nach oben aus und trifft auf zumindest ein Sensorelement
15 der Empfangseinrichtung 19, die sich oberhalb des Optik-Moduls 18 befindet.
[0060] In der Aussparung 2 befindet sich eine Filter-Anordnung mit einem ersten Filter 4a
und einem zweiten Filter 4b. Dies erlaubt es, das Spektrum der durch die Aussparung
2 verlaufenden Strahlung zu verändern. Insbesondere kann durch die Filter-Anordnung
4 der spektrale Anteil der von der Strahlungserzeugungseinrichtung 17 erzeugten Strahlung
in dem ersten Wellenlängenbereich vermindert, d.h. geschwächt werden. Optional kann
die Filter-Anordnung als Bandpass-Filter ausgestaltet sein, die überwiegend Strahlung
in dem zweiten Wellenlängenbereich der Lumineszenzstrahlung passieren lässt. Wie oben
beschrieben ist es jedoch von Vorteil, auch einen Anteil der von der Strahlungserzeugungseinrichtung
17 erzeugten Strahlung passieren zu lassen.
[0061] Durch einen Pfeil mit dem Buchstaben B ist angedeutet, in welche Bewegungsrichtung
sich der von der Transporteinrichtung 24 bewegte Objektträger 21 mit dem Objekt 22
bewegen kann, wenn wie in Fig. 3 dargestellt das Optik-Modul 18 eine Reihe von nebeneinander
angeordneten Eintrittsöffnungen 12 aufweist. In der Darstellung der Fig. 1 liegt die
Reihe der Eintrittsöffnungen 12 hintereinander in einer Richtung, die sich senkrecht
zur Figurenebene der Fig. 1 erstreckt. Dementsprechend ist in diesem Ausführungsbeispiel
das Austrittsfenster 11 so groß in der zur Figurenebene der Fig. 1 senkrechten Richtung
ausgeführt, dass der überwiegende Anteil der durch die Mehrzahl von Eintrittsöffnungen
12 eintretenden Strahlung nach Reflexion an dem Reflektor 3 nach unten austreten kann.
Die Länge des Austrittsfensters 11 in der Transportrichtung (der horizontalen Richtung
in Fig. 1) ist in dem Ausführungsbeispiel erheblich kürzer. Der Messbereich weist
daher bezogen auf Fig. 1 eine kleine Länge in Transportrichtung bei sehr viel größerer
Breite in der Richtung senkrecht zur Figurenebene auf.
[0062] Bei diesem Ausführungsbeispiel weist die Empfangseinrichtung 19 eine Mehrzahl von
Sensorelementen 15 auf, wobei jedes Sensorelement 15 einer Sensoröffnung 16 zugeordnet
ist, d.h. die durch die Sensoröffnung 16 aus dem Gehäuse 7 austretende Messstrahlung
empfängt und detektiert. Dabei liegt die Mehrzahl von Sensoröffnungen 16 in einer
Reihe hintereinander entlang der Senkrechten zur Figurenebene der Fig. 1.
[0063] Wie bei dem Ausführungsbeispiel dargestellt, unterscheidet sich die Anzahl der Eintrittsöffnungen
12 von der Anzahl der Sensoröffnungen 16. Jedoch ist die Länge der Reihe von Eintrittsöffnungen
12 etwa gleich der Länge der Reihe der Sensoröffnungen 16, wobei "Länge" in diesem
Fall in der Richtung senkrecht zur Figurenebene der Fig. 1 zu messen ist. Aufgrund
der unterschiedlichen Anzahl von Eintrittsöffnungen 12 und Sensoröffnungen 16 erfasst
jedes Sensorelement 15 Strahlung, die von einer Mehrzahl der Strahlungsquellen 13
erzeugt wurde bzw. durch Anregung mittels der Strahlung mehrerer Strahlungsquellen
13 aufgrund von Lumineszenz erzeugt wurde.
[0064] Die Eintrittsöffnungen 12 und die Sensoröffnungen 16 in den Figuren 2 und 3 sind
kreisförmig dargestellt. Insbesondere kann der Gehäuseinnenraum 10 daher im Bereich
dieser Öffnungen zylindrisch sein. Die Erfindung ist jedoch nicht auf diese Form beschränkt.
Vielmehr kann der Bereich der Eintrittsöffnung und/oder der Bereich der Sensoröffnung
in beliebiger Weise geformt sein. Insbesondere ist es auch denkbar, dass keine separaten
Eintrittsöffnungen und/oder Sensoröffnungen vorhanden sind, sondern dass es sich um
einen entlang der Reihe der Strahlungsquellen und/oder entlang der Reihe der Sensorelemente
ganz oder teilweise durchgehenden Öffnungsbereich handelt. Separate Öffnungen haben
aber den Vorteil, dass die von den einzelnen Strahlungsquellen erzeugten Strahlungsbündel
jedenfalls zumindest von einem Teil der anderen Strahlungsbündel unterschieden werden
können. Z.B. detektiert ein einzelnes Sensorelement lediglich Strahlungsbündel von
drei Strahlungsquellen bzw. der daraus resultierenden Lumineszenzstrahlung. Es findet
somit eine örtliche Auflösung bei der Erfassung der Strahlung durch die Sensorelemente
statt.
[0065] Ferner ist es möglich, dass nicht nur eine Reihe von Strahlungsquellen und/oder Sensorelementen
vorhanden ist, sondern eine Mehrzahl von Reihen, sodass eine zweidimensionale örtliche
Auflösung stattfindet.
[0066] Anders als bei der in den Figuren 1 bis 5 dargestellten Ausführungsform mit einem
Optik-Modul 18 und separater Strahlungserzeugungseinrichtung 17 sowie separater Empfangseinrichtung
19 kann die Sensorvorrichtung z.B. als eine in einem einzigen Gehäuse integrierte
Vorrichtung realisiert werden. Es ist auch möglich, dass entweder die Strahlungserzeugungseinrichtung
oder die Empfangseinrichtung als separates Modul ausgestaltet sind. Außerdem ist es
möglich, dass die Strahlungserzeugungseinrichtung und/oder die Empfangseinrichtung
nicht fest mit dem Optik-Modul verbunden sind, sondern z.B. in einem Abstand zueinander
angeordnet sind und keine Materialbrücke direkt zwischen den verschiedenen Modulen
vorhanden ist. Dies hat allerdings den Nachteil, dass sich der Strahlungsweg von der
Strahlungserzeugungseinrichtung zum Optik-Modul und der Strahlungsweg vom Optik-Modul
zu der Empfangseinrichtung ändern kann, beispielsweise durch mechanische Schwingungen,
durch von einem Nutzer verursachte Stöße oder aufgrund thermischer Ausdehnung oder
Kontraktion.
[0067] Bevorzugt wird daher, dass im Fall separater Module die Strahlungserzeugungseinrichtung,
die Empfangseinrichtung und da Optik-Modul fest miteinander verbunden sind. In der
in Fig. 1 bis Fig. 3 dargestellten Ausführungsform sind zum Zwecke einer stabilen
Verbindung der Module erste Ausrichtungsstifte 8 und zweite Ausrichtungsstifte 9 vorgesehen.
Die ersten Ausrichtungsstifte 8 erstrecken sich von dem Gehäuse 7 des Optik-Moduls
18 in der Darstellung der Fig. 1 nach oben. Dies ist auch aus Fig. 2 und Fig. 3 erkennbar.
Z.B. in der Ansicht der Fig. 3 erstrecken sich zwei der ersten Ausrichtungsstifte
8 nach oben. Aus Fig. 1 sind lediglich ein erster Ausrichtungsstift 8 und ein zweiter
Ausrichtungsstift 9 erkennbar. Dementsprechend (nicht dargestellt) weist die Strahlungserzeugungseinrichtung
17 Aussparungen zur Aufnahme der zweiten Ausrichtungsstifte 9 auf und weist die Empfangseinrichtung
19 entsprechende Aufnahmen zur Aufnahme der ersten Ausrichtungsstifte 8 auf. Fig.
4 und Fig. 5 zeigen schematisch einen montierten Zustand, in dem die Ausrichtungsstifte
8, 9 (nicht in Fig.4 und Fig. 5 dargestellt) in den entsprechenden Aufnahmen aufgenommen
sind. Der geringe Abstand zwischen der Strahlungserzeugungseinrichtung 17 und dem
Optik-Modul 18 und der geringe Abstand der Empfangseinrichtung 19 und dem Optik-Modul
18 in Fig. 4 und Fig. 5 sind lediglich dargestellt, um die verschiedenen Module als
separate Module erkennbar zu machen. Vorzugsweise liegen die Oberflächen der verschiedenen
Module paarweise aneinander an. Dies gilt auch für den links oben in Fig. 4 und Fig.
5 dargestellten Bereich, in dem die Strahlungserzeugungseinrichtung 17 und die Empfangseinrichtung
19 einander benachbart sind. Im montierten Zustand der Fig. 4 und Fig. 5 ist durch
die drei Module die vollständige Sensorvorrichtung 1 gebildet. Die drei Module können
in einem gemeinsamen Gehäuse der Vorrichtung aufgenommen sein.
[0068] Die Strahlungserzeugungseinrichtung 17 weist, wie in Fig. 4 dargestellt ist, eine
Steuereinrichtung 25 zum Steuern der Strahlungserzeugungseinrichtung auf. In dem Ausführungsbeispiel
ist die Steuereinrichtung 25 mit der Strahlungsquelle 13 verbunden. Z.B. stellt die
Steuereinrichtung 25 den zeitlichen Verlauf des elektrischen Stromes durch die als
Leuchtdiode ausgestaltete Strahlungsquelle 13 in der gewünschten Weise ein, sodass
die Strahlungsquelle 13 einen entsprechenden zeitlichen Intensitätsverlauf der abgestrahlten
elektromagnetischen Strahlung bewirkt.
[0069] Die Empfangseinrichtung 19 weist eine Auswertungseinrichtung 26 auf, die die von
den einzelnen Sensorelementen 15 erzeugten Messsignale empfängt, aufzeichnet und auswertet.
[0070] Dadurch, dass die Strahlungserzeugungseinrichtung 17 und die Empfangseinrichtung
19 als von dem Optik-Modul 18 separate Module bzw. Einrichtungen ausgestaltet sind,
kann die beim Betrieb der Steuereinrichtung 25 und der Auswertungseinrichtung 26 erzeugte
Wärme größtenteils nach außen abgeführt werden, ohne das Optik-Modul 18 wesentlich
zu erwärmen. Somit können die optischen Eigenschaften des Optik-Moduls weitestgehend
unabhängig von der Betriebstemperatur der Strahlungserzeugungseinrichtung 17 und der
Empfangseinrichtung 19 gehalten werden.
[0071] Anhand von Fig. 4 und Fig. 5 werden nun Ausführungsbeispiele des Betriebes der Sensorvorrichtung
1 beschrieben.
[0072] Fig. 4 zeigt für eine der Strahlungsquellen 13 der Strahlungserzeugungseinrichtung
17, schematisch angedeutet durch einen einzigen nach rechts weisenden Pfeil, dass
die von der Strahlungsquelle 13 erzeugte elektromagnetische Strahlung in dem ersten
Wellenlängenbereich in das Optik-Modul 18 eintritt und auf den Reflektor 3 auftrifft.
In der Praxis strahlt die Strahlungsquelle 13 ein divergierendes Strahlungsbündel
in das Optik-Modul 18 ein, welches optional durch die Eintritts-Optik 5 fokussiert
werden kann. Allerdings liegt der Fokuspunkt vorzugsweise nicht auf der Oberfläche
des Reflektors, sondern davor oder dahinter, sodass auf den Reflektor 3 ein örtlich
verteiltes Strahlungsbündel auftrifft. Z.B. kann es sich bei der Fläche an der Oberfläche
des Reflektors 3, die von der Strahlungsquelle 13 bestrahlt wird, um eine elliptische
Fläche handeln, die aus einem schrägen Schnitt durch den Strahlungskegel resultiert,
welcher aus der Kombination aus Strahlungsquelle 13 und Eintritts-Optik 5 resultiert.
[0073] Der überwiegende Teil der von der Strahlungsquelle 13 erzeugten und auf den Reflektor
3 auftreffenden Strahlung wird, wie durch einen nach unten weisenden Pfeil in Fig.
4 dargestellt ist, durch das Austrittsfenster hindurch aus dem Optik-Modul 18 heraus
in den Messbereich reflektiert. Wenn sich in dem Messbereich ein zu verifizierendes
Objekt 22 befindet, wird entweder lediglich Strahlung zurückreflektiert oder es wird
zusätzlich Lumineszenzstrahlung von dem Sicherheitsmerkmal 23 in Richtung des Optik-Moduls
18 abgestrahlt, d.h. emittiert. Der Verlauf der reflektierten Strahlung und optional
der Lumineszenzstrahlung ist durch einen langen von unten nach oben weisenden Pfeil
in Fig. 4 schematisch dargestellt. Die Strahlung tritt durch das Austrittsfenster
11 in das Optik-Modul 18 ein, tritt durch die Aussparung 2 hindurch und erreicht nach
dem Verlassen des Optik-Moduls 18 das zumindest eine Sensorelement 15 der Empfangseinrichtung
19. Dort wird die Strahlung detektiert und es wird ein entsprechendes Messsignal erzeugt.
Wie Fig. 1 zeigt, ist insbesondere eine Filter-Anordnung in der Aussparung 2 vorhanden,
sodass das Strahlungsspektrum, welches durch den Reflektor 3 hindurchtritt, von der
Filter-Anordnung oder von dem Filter verändert wird.
[0074] Im Ergebnis empfängt das zumindest eine Sensorelement 15 daher sowohl dann elektromagnetische
Strahlung aus dem Messbereich, wenn sich dort kein lumineszierender Stoff als Teil
eines Sicherheitsmerkmals 23 befindet, als auch dann, wenn sich dort ein solcher Stoff
befindet und Lumineszenzstrahlung abgestrahlt wird. Vorzugsweise ist die Intensität
der insgesamt auf das Sensorelement 15 auftreffenden Strahlung bei Anwesenheit eines
lumineszierenden Stoffs im Messbereich deutlich größer als in der Situation, wenn
im Messbereich lediglich Strahlung zum Optik-Modul zurückreflektiert wird, z.B. zumindest
um einen Faktor 10 größer. Allerdings hängt dies von den konkreten optischen Eigenschaften
des konkreten Exemplars der Sensorrichtung ab, die verwendet wird. Insbesondere können
die optischen Eigenschaften konkrete Exemplare der Eintritts-Optik 5, des Reflektors
3, der Filter-Anordnung z.B. mit dem ersten Filter 4a und dem zweiten Filter 4b sowie
der Empfangs-Optik 6 sich deutlich von anderen Exemplaren unterscheiden.
[0075] Da auch dann, wenn sich kein lumineszierender Stoff in dem Messbereich befindet,
nicht nur bei der in Fig. 1 bis Fig. 5 dargestellten Sensorvorrichtung die auf die
Empfangseinrichtung auftreffende Strahlung gemessen wird, kann die Auswertung von
Lumineszenzstrahlung eines Sicherheitsmerkmals verbessert werden. Denkbar ist es,
dass zu dieser Verbesserung ein Kalibrierungsbetrieb auch in der Weise stattfindet,
dass sich in dem Messbereich ein Strahlung reflektierendes Material befindet. Allerdings
können sich die Reflexionseigenschaften eines solchen Materials von den Reflexionseigenschaften
des Sicherheitsmerkmals unterscheiden. Bevorzugt wird daher ein Kalibrierungsbetrieb,
wenn sich in dem Messbereich kein in erheblicher Weise reflektierendes Material befindet.
Bei der Auswertung der Lumineszenzstrahlung wird dann berücksichtigt, dass zusätzlich
zu der Lumineszenzstrahlung auch noch reflektierte Strahlung aus dem Messbereich vorhanden
sein kann. Z.B. kann das Messsignal, das aus einer Lumineszenz-Anregung mit einem
zeitlichen Verlauf nicht konstanter Strahlungsintensität resultiert, bezüglich seiner
Amplitude normiert werden und/oder kann insbesondere auch der Effekt einer Verzögerung
der Emission der Lumineszenzstrahlung nach Anregung der Lumineszenz berücksichtigt
werden. Daher ist es vorteilhaft, wenn der zeitliche Signalverlauf des Messsignals
auch über das Zeitintervall des Auftreffens von Lumineszenz anregender Strahlung auf
das Sicherheitsmerkmal betrachtet wird. Es wird daher generell bevorzugt, dass nach
einem Auftreffen von Lumineszenz anregender Strahlung auf das Sicherheitsmerkmal ein
Zeitintervall beginnt, in dem keine Lumineszenz anregende Strahlung von der Sensorvorrichtung
in den Messbereich und somit auf das Sicherheitsmerkmal eingestrahlt wird. Auf ein
Ausführungsbeispiel wird noch anhand von Fig. 7 und Fig. 8 eingegangen.
[0076] In Fig. 5 ist schematisch dargestellt, dass von der Strahlungserzeugungseinrichtung
17 erzeugte Strahlung in dem ersten Wellenlängenbereich nicht nur in den Messbereich
eingestrahlt wird, sondern auch vorrichtungsintern reflektiert und abgelenkt wird
und so auf das zumindest eine Sensorelement 15 auftrifft. Auch wenn in Fig. 5 wie
auch in Fig. 4 ein Objekt 22 und ein Objektträger 21 dargestellt sind (die wie durch
zwei nach rechts weisende Pfeile relativ zur Sensorvorrichtung 1 bewegt werden können,
während das Objekt gemessen wird), tritt der nun anhand von Fig. 5 beschriebene Vorgang
auch dann auf, wenn sich im Messbereich kein Objekt oder Objektträger befindet.
[0077] Die von der Strahlungsquelle 13 erzeugte Strahlung in dem ersten Wellenlängenbereich
trifft wie auch anhand von Fig. 4 bereits beschrieben auf den Reflektor 3 und wird
zum größten Teil in Richtung Austrittsfenster 11 reflektiert. Ein Anteil der auf das
Austrittsfenster 11 auftreffenden Strahlung wird von dem Austrittsfenster 11 zurück
in Richtung des Reflektors 3 reflektiert und tritt wiederum zu einem Anteil durch
den Reflektor 3 hindurch, passiert die Aussparung 2 und trifft auf die Empfangseinrichtung
19, sodass sie von dem Sensorelement 15 detektiert wird. Ein anderer Anteil der von
der Strahlungsquelle 13 auf den Reflektor 3 eingestrahlten Strahlung tritt durch diesen
hindurch und wird dabei z.B. sowohl beim Eintreten in das Material des Reflektors
3 als auch beim Wiederaustreten aus dem Material des Reflektors 3 gebeugt, sodass
im Ergebnis der Strahlungsweg geringfügig parallel versetzt wird. Diese Strahlung
trifft auf die rechts in Fig. 5 dargestellte Oberfläche der Aussparung 2 und wird
in Richtung Reflektor zurückreflektiert. Abhängig von der Größe und Divergenz des
von der Strahlungsquelle 13 erzeugten Strahlungsbündels kann (nicht dargestellt) auch
Strahlung derart von der Strahlungsquelle 13 ausgehend auf den Reflektor 3 auftreffen
und durch diesen hindurchtreten, dass die hindurchgetretene Strahlung an dem Rand
der Aussparung 2 reflektiert wird, jedoch nicht nochmals auf den Reflektor 3 auftrifft.
Z.B. kann solche Strahlung mehrfach an gegenüberliegenden Oberflächen des Randes der
Aussparung 2 reflektiert werden und kann ein Anteil dieser Strahlung auf die Empfangseinrichtung
19 und somit auf das Sensorelement 15 auftreffen. Die in Fig. 5 durch einen von rechts
nach links verlaufenden Pfeil dargestellte, von dem Rand der Aussparung 2 reflektierte
Strahlung trifft jedoch auf den Reflektor 3 auf und wird zu einem Anteil von diesem
in Richtung des Sensorelements 15 reflektiert. Insgesamt können auf verschiedenen
Strahlungswegen Anteile der von der Strahlungsquelle 13 erzeugten Strahlung in dem
ersten Wellenlängenbereich die Sensorvorrichtung zwar nicht verlassen, jedoch auf
die Empfangseinrichtung 19 auftreffen und von dem zumindest einen Sensorelement 15
detektiert werden, sodass ein entsprechendes Messsignal entsteht bzw. ein entsprechender
Anteil des Messsignals verursacht wird. Insbesondere dann, wenn ein Kalibrierungsbetrieb
ohne Objekt in dem Messbereich der Sensorvorrichtung 1 unmittelbar vor oder nach einem
Messbetrieb durchgeführt wird, kann davon ausgegangen werden, dass die Betriebsverhältnisse
für den Betrieb der Sensorvorrichtung im Kalibrierungsbetrieb und im Messbetrieb gleich
sind. Das im Kalibrierungsbetrieb aufgenommene Messsignal, insbesondere die gemessene
Strahlungsintensität als Funktion der Zeit oder ein daraus durch Auswertung abgeleitetes
Signal, kann als Kalibrierungsergebnis zur Auswertung des Messsignals während des
Messbetriebes verwendet werden.
[0078] Anhand von Fig. 1 bis Fig. 5 wurde ein Ausführungsbeispiel einer Sensorvorrichtung
beschrieben, bei der ein Austrittsfenster vorhanden ist, durch das hindurch die von
der Sensorvorrichtung erzeugte Strahlung in den Messbereich der Sensorvorrichtung
austritt. Durch dasselbe Austrittsfenster tritt wieder Strahlung in die Sensorvorrichtung
ein und verursacht das Messsignal. Die Erfindung ist nicht auf ein solches Austrittsfenster
beschränkt. Grundsätzlich könnte auch kein Austrittsfenster vorhanden sein, auch wenn
in diesem Fall das Innere der Sensorvorrichtung und insbesondere des Optik-Moduls
nicht vor dem Eindringen von Schmutz geschützt wäre. Nicht vorhanden sein muss jedoch
ein Austrittsfenster, durch das hindurch die Strahlung in den Messbereich austritt
und durch das in die Sensorvorrichtung die Messstrahlung wieder eintritt. Z.B. können
ein Austrittsfenster und ein separates Eintrittsfenster vorhanden sein. Durch das
Austrittsfenster tritt die Strahlung aus der Sensorvorrichtung in den Messbereich
aus. Durch das separate Eintrittsfenster tritt die Messstrahlung in die Vorrichtung
ein. Dennoch kann es den Effekt geben, dass Strahlung an dem Austrittsfenster reflektiert
wird und das Messsignal mit verursacht. Ferner kann an anderen Einrichtungen der Sensorvorrichtung
eine Reflexion oder Ablenkung der von der Sensorvorrichtung erzeugten Messstrahlung
stattfinden, die ebenfalls zu dem Messsignal beiträgt.
[0079] Anhand von Fig. 6 wird nun ein Ausführungsbeispiel eines Verfahrens zum Verifizieren
eines Sicherheitsmerkmals eines Objekts beschrieben.
[0080] In einem ersten Schritt S1 wird ein Kalibrierungsbetrieb der Sensorvorrichtung, z.B.
der in Fig. 1 bis Fig. 5 dargestellten Sensorvorrichtung oder einer anderen Sensorvorrichtung,
ausgeführt. In diesem Schritt wird z.B. die Aufzeichnung des zeitlichen Verlaufs des
Messsignals der Empfangseinrichtung bzw. im Fall mehrerer Sensorelemente von deren
Messsignalen begonnen. Ausgelöst werden kann dies optional z.B. dadurch, dass ein
bevorstehendes Eintreten eines zu verifizierenden Objekts in den Messbereich der Sensorvorrichtung
detektiert wird.
[0081] Im folgenden zweiten Schritt S2 wird von der Strahlungserzeugungseinrichtung der
Sensorvorrichtung elektromagnetische Strahlung in dem ersten Wellenlängenbereich erzeugt
und emittiert, wobei diese Strahlung dazu geeignet ist, einen lumineszierenden Stoff
im Messbereich der Sensorvorrichtung anzuregen, sodass dieser Lumineszenzstrahlung
emittiert.
[0082] Optional kann detektiert werden, ob sich in dem Messbereich der Sensorvorrichtung
ein Objekt befindet oder nicht. Vorzugsweise wird der Kalibrierungsbetrieb nur dann
durchgeführt und/oder fortgeführt, wenn sich in dem Messbereich kein Objekt befindet.
Ferner können die Schritte S1 und S2 z.B. gleichzeitig durchgeführt werden. Es ist
auch möglich, dass auf Schritt S1 verzichtet wird und permanent ohne Beendigung der
Strahlungserzeugung zwischen aufeinanderfolgenden Messbetrieben ein Kalibrierungsbetrieb
durchgeführt wird. Ferner ist es möglich, dass anders als in diesem Ausführungsbeispiel
beschrieben der Kalibrierungsbetrieb nach dem Messbetrieb durchgeführt wird.
[0083] Zurückkommend auf das konkrete Ausführungsbeispiel der Fig. 6 wird in dem auf Schritt
S2 folgenden Schritt S3 Strahlung von der Empfangseinrichtung empfangen und detektiert,
sodass ein Messsignal oder im Fall mehrerer Sensorelemente eine Mehrzahl von Messsignalen
erzeugt wird. Insbesondere wird das zumindest eine Messsignal als Messsignal des zeitlichen
Verlaufs der gemessenen Strahlungsintensität in dem Empfindlichkeitsbereich der Empfangseinrichtung
aufgezeichnet. Vorzugsweise findet die Messung und Aufzeichnung mit einer Abtastfrequenz
statt, die um zumindest einen Faktor 10 und vorzugsweise gemäß dem bekannten Abtasttheorem
größer ist als die Frequenz der Erzeugung des Anregungssignals durch die Strahlungserzeugungseinrichtung.
Bevorzugt wird insbesondere, dass die Abtastung mit einer so hohen Frequenz durchgeführt
wird, dass das Messsignal mit einem erwarteten Signal gemäß der Matched-Filter-Technologie
zuverlässig auswertbar ist. Die Schritte S2 und S3 betreffen den Beginn der Strahlungserzeugung
und den Beginn der Erzeugung der Messsignale und deren Erfassung. Während des Kalibrierungsbetriebes
wird fortlaufend Strahlung in dem ersten Wellenlängenbereich erzeugt und wird das
Messsignal als Funktion der Zeit fortlaufend erzeugt und aufgezeichnet.
[0084] Insbesondere nach beendeter Aufzeichnung des Messsignals wird im folgenden Schritt
S4 ein Kalibrierungssignal KS erzeugt, z.B. durch Identifizieren eines zeitlichen
Teilverlaufs des Messsignals. Das Kalibrierungssignal KS ist z.B. ein Signal in einem
zeitlichen Teilabschnitt des in Fig. 7 dargestellten Zeitraums. Es umfasst in diesem
Ausführungsbeispiel ein Ansteigen der Intensität der Strahlung, ein Wiederabfallen
der Intensität der Strahlung auf den Anfangswert und optional auch den Zeitraum ohne
Erzeugung von anregender elektromagnetischer Strahlung.
[0085] In dem folgenden Schritt S5 wird das Kalibrierungssignal KS aus Schritt S4 abgespeichert.
In dem darauf folgenden Schritt S6 wird der Kalibrierungsbetrieb beendet. Optional
kann in Schritt S5 oder in Schritt S6 aus einer Mehrzahl der Kalibrierungssignale
KS ein Kalibrierungsergebnis KER erzeugt werden, z.B. durch Mittelwertbildung der
Kalibrierungssignale. Insbesondere wird auf diese Weise ein zeitlicher Verlauf der
gemessenen Strahlungsintensität während des Kalibrierungsbetriebes erzeugt, der dem
wiederholten Anstieg und Abfall der gemessenen Strahlungsintensität im Durchschnitt
entspricht. Durch die Mittelwertbildung kann der Einfluss von zufälligen Störsignalen
reduziert werden. Z.B. kann das Kalibrierungsergebnis KER auf Basis einer Mindestanzahl
von Kalibrierungssignalen KS erzeugt werden. Das Kalibrierungsergebnis KER, das auch
einem einzigen Kalibrierungssignal entsprechen kann, auch wenn dies nicht bevorzugt
wird, wird später auszuführenden Schritten S12 und/oder S13 des Verfahrens zur Verfügung
gestellt.
[0086] In dem auf Schritt S6 folgenden Schritt S7 wird ein Objekt in den Messbereich der
Sensorvorrichtung eingebracht und/oder wird detektiert, dass ein Objekt in den Messbereich
eingetreten ist. In dem darauffolgenden Schritt S8 wird der Messbetrieb begonnen,
insbesondere durch Aufzeichnung entsprechender Messsignale.
[0087] Die Darstellung in Fig. 6 ist schematisch zu verstehen. Insbesondere kann z.B. fortlaufend
ohne Unterbrechung zwischen dem Kalibrierungsbetrieb und dem Messbetrieb der beschriebene
zeitliche Verlauf der anregenden elektromagnetischen Strahlung auftreten, sodass die
Intensität der Strahlung in dem ersten Wellenlängenbereich ansteigt und wieder abfällt
und danach in einem Ruhe-Zeitintervall keine Strahlung erzeugt wird. Wenn detektiert
wird, dass ein Objekt in den Messbereich eintritt oder eingetreten ist, kann die Aufzeichnung
des zeitlichen Verlaufs des Messsignals der Sensorvorrichtung ohne Unterbrechung fortgesetzt
werden, wobei jedoch die Detektion z. B. das späteste Ende des Kalibrierungsbetriebes
und/oder den Anfang des Messbetriebes bezeichnet. Die Detektion kann auch allein dadurch
stattfinden, dass aus dem fortlaufend aufgezeichneten Messsignal ermittelt wird, wann
sich dieses signifikant so verändert hat, dass vermutlich ein Objekt in den Messbereich
eingetreten ist. Hierzu kann ein erstes Matched-Filter angewendet werden. Wenn sich
aus der Anwendung des ersten Matched-Filter ergibt, dass in dem Kalibrierungsbetrieb
nicht auftretende Strahlung nun aus dem Messbereich in die Sensorvorrichtung eingetreten
sein muss, dann kann entschieden werden, dass nach diesem Zeitpunkt keine Kalibrierungssignale
mehr für die Ermittlung des Kalibrierungsergebnisses KER herangezogen werden. Alternativ
oder zusätzlich kann durch Anwendung eines zweiten Matched-Filters ab diesem Zeitpunkt
geprüft werden, ob ein für das zu verifizierende Sicherheitsmerkmal erwartetes Signal
in dem Messsignal enthalten ist.
[0088] Zurückkommend auf das Flussdiagramm in Fig. 6 wird in dem auf Schritt S8 folgenden
Schritt S9 (insbesondere fortgesetzt) elektromagnetische Strahlung in dem ersten Wellenlängenbereich
erzeugt und auf den Messbereich eingestrahlt. In dem folgenden Schritt S10 wird entsprechende
Strahlung aus dem Messbereich, bei der es sich um reflektierte Strahlung handeln kann
und insbesondere auch um Lumineszenzstrahlung handeln kann, empfangen und trägt zu
dem insbesondere fortlaufend aufgezeichneten Messsignal bei. In dem folgenden Schritt
S11 wird ein Empfangssignal ES erzeugt.
[0089] Ähnlich wie zuvor in Bezug auf die Erzeugung und Auswertung des Kalibrierungssignals
zur Ermittlung eines Kalibrierungsergebnisses beschrieben, kann fortlaufend elektromagnetische
Strahlung in dem ersten Wellenlängenbereich erzeugt werden, insbesondere periodisch
in der gleichen Weise, fortlaufend das Messsignal aufgezeichnet werden und kann z.B.
anschließend, nach dem Ende des Kalibrierungsbetriebes und des Messbetriebes eine
Auswertung der Messsignale stattfinden. Z.B. kann ein zeitlicher Verlauf des Messsignals
in einem Zeitintervall als Empfangssignal ES aufgefasst werden, wobei in diesem Zeitintervall
die Intensität der empfangenen und gemessenen Strahlung auf ein lokales Maximum ansteigt
und wieder abfällt. Das Zeitintervall des Messsignals kann z.B. dann beendet sein,
wenn die Intensität wieder ansteigt. Alternativ kann aber auch der wiederholte Verlauf
der Intensität des Messsignals mit mehreren Anstiegen auf ein lokales Maximum und
jeweils einem folgenden Abfall auf ein lokales Minimum als Messsignal aufgefasst werden.
Gut geeignet als Messsignal ist ein zeitlicher Verlauf, der sich wiederholt, wobei
die Höhe der lokalen Maxima und lokalen Minima gleich ist oder lediglich um einen
vorgegebenen Betrag voneinander abweicht. Dies bedeutet, dass die lokalen Maxima alle
innerhalb des entsprechenden vorgegebenen Intensitätsbereichs liegen und die lokalen
Minima ebenfalls innerhalb des vorgegebenen Intensitätsbereichs liegen. Dabei können
sich die Intensitätsbereiche für die Maxima und Minima auch unterscheiden, d.h. unterschiedlich
vorgegeben sein. Wenn diese Bedingung erfüllt ist, kann darauf geschlossen werden,
dass ein stationärer Zustand erreicht ist, d.h. die anregende elektromagnetische Strahlung
nicht mehr zu einer Steigerung der Intensität der Lumineszenzstrahlung gemittelt über
die Periodendauer führt.
[0090] Das so erhaltene Empfangssignal ES kann nun z.B. durch Anwendung des oben erwähnten
zweiten Matched-Filters ausgewertet werden. Dies erfolgt in dem Schritt S12, dem auch
das Kalibrierungsergebnis KER zur Verfügung steht. Das zweite Matched-Filter kann
somit unter Berücksichtigung des Kalibrierungsergebnisses KER ein für das Sicherheitsmerkmal
erwartetes Messsignal mit dem tatsächlichen Messsignal vergleichen. Dabei ist es grundsätzlich
möglich, das erwartete Messsignal so zu bilden, dass es den Beitrag der von der Sensorvorrichtung
erzeugten elektromagnetischen Strahlung, die den Messbereich nicht erreicht, enthält
oder nicht enthält. Dementsprechend wird aus dem gebildeten Messsignal entweder das
Kalibrierungssignal herausgerechnet, z.B. abgezogen, oder das Messsignal wird mit
dem erwarteten Signal verglichen, das auch unter Verwendung des Kalibrierungsergebnisses
KER erzeugt wurde. Z.B. kann zur Bildung des erwarteten Signals ein lediglich aufgrund
von Lumineszenzstrahlung erwartetes Signal zu dem Kalibrierungsergebnis KER hinzuaddiert
werden. Das lediglich für Lumineszenzstrahlung erwartete Signal kann berechnet werden
und/oder durch eine entsprechende Messung eines Referenzobjekts durch Messung und
Auswertung erhalten werden. Bei einer solchen Auswertung kann wiederum ein Kalibrierungsergebnis
berücksichtigt werden, das in entsprechender Weise wie bereits beschrieben erhalten
werden kann. Dadurch kann insbesondere berücksichtigt werden, dass bei der Messung
des Referenzobjektes andere Verhältnisse herrschen und z.B. auch eine andere Sensorvorrichtung
verwendet wird, als bei der Vermessung des zu verifizierenden Objekts.
[0091] In dem Schritt S12 kann z.B. das korrigierte Empfangssignal ESK gebildet werden und
ausgegeben werden. In einem Schritt S13, der bereits zuvor ausgeführt werden kann
und/oder gleichzeitig mit Schritt S12 und/oder danach, kann das erwartete Empfangssignal
ESE gebildet werden und ausgegeben werden. Obwohl in dem Flussdiagramm von Fig. 6
auch dargestellt ist, dass das Kalibrierungsergebnis KER sowohl Schritt S12 als auch
Schritt S13 zur Verfügung steht, muss dies nicht der Fall sein. Insbesondere kann
das erwartete Empfangssignal ESE lediglich auf der erwarteten Lumineszenzstrahlung
beruhen. Alternativ kann Schritt S12 das Kalibrierungsergebnis KER unberücksichtigt
lassen und lediglich das Empfangssignal oder z.B. ein daraus gebildetes mittleres
Empfangssignal als Signal zur Verifizierung des zu verifizierenden Objekts ausgeben.
[0092] In einem Schritt S14 findet die Verifizierung statt. Z.B. wird dort z. B. durch Anwendung
und vorzugsweise wiederholte Anwendung des zweiten Matched-Filters das Empfangssignal
ES oder das korrigierte Empfangssignal ESK mit dem erwarteten Empfangssignal ESE verglichen.
Es kann auch auf andere Weise verglichen werden, zum Beispiel durch Differenzbildung
des zeitlichen Verlaufs des erwarteten Signals mit dem Empfangssignal. Stimmt im Rahmen
insbesondere einer vorgegebenen Toleranz das erwartete Empfangssignal ESE mit dem
Empfangssignal ES oder dem korrigierten Empfangssignal ESK überein, wird entschieden,
dass das Objekt bzw. dessen Sicherheitsmerkmal den Erwartungen entspricht und daher
z.B. nicht das Ergebnis einer Fälschung oder Verfälschung ist.
[0093] Fig. 7 zeigt für ein Anregungssignal AS den zeitlichen Verlauf der Intensität I,
d.h. der Strahlungsflussdichte, über die Zeit t. Das Anregungssignal AS wird wiederholt,
und zwar periodisch so erzeugt, dass sich jeweils zwischen dem Abklingen der Intensität
I auf den Ausgangswert vor einem Anstieg der Intensität und dem erneuten Anstieg der
Intensität I ein Zeitintervall befindet, in dem die Sensorvorrichtung keine elektromagnetische
Strahlung in dem ersten Wellenlängenbereich erzeugt. Dabei kann bei Vorhandensein
einer Mehrzahl von Strahlungsquellen jede der Strahlungsquellen auf diese Weise wiederholt
ein Anregungssignal AS erzeugen und kann die Phasenlage der periodischen Signale der
verschiedenen Strahlungsquellen gleich sein, teilweise gleich sein oder wie bevorzugt
zumindest teilweise versetzt sein. Signale mit versetzter Phasenlage haben den Vorteil,
dass ihre Auswirkungen auf das Messsignal oder die Messsignale voneinander unterschieden
werden können. Auch kann so erreicht werden, dass eine Anregung von lumineszierenden
Stoffen in dem Messbereich so früh wie möglich beginnt. Erzeugt z.B. eine der mehreren
Strahlungsquellen beim Eintreten des Sicherheitsmerkmals in den Messbereich keine
Strahlung, dann kann der lumineszierende Stoff von einer benachbarten Strahlungsquelle
bereits in diesem Zeitraum angeregt werden.
[0094] Die wiederholte Erzeugung eines Anregungssignals AS wie in Fig. 7 gezeigt ermöglicht
es, insbesondere auch die Antwort eines Sicherheitsmerkmals mit zumindest einem lumineszierenden
Stoff auf einfache Weise und zuverlässig auszuwerten. Fig. 8 zeigt schematisch eine
solche Antwort. Dabei ist in Fig. 8 durch gestrichelte Linien der Verlauf der Anregungssignale
AS aus Fig. 7 dargestellt. Auch Fig. 8 ist eine Darstellung der Strahlungsintensität
I über die Zeit t. Bei dieser Intensität I handelt es sich jedoch z.B. um die über
den Erfassungsbereich des jeweiligen Sensorelements integrierte Strahlungsflussdichte.
Die Empfangssignale ES, die in Fig. 8 dargestellt sind, zeigen jeweils einen ansteigenden
Verlauf der Intensität I von einem Anfangswert bzw. einem lokalen Minimum der Intensität
I auf ein lokales Maximum und ein Wiederabfallen der Intensität I auf ein folgendes
lokales Minimum. Dabei nimmt das Niveau der Intensität I bei den aufeinanderfolgenden
Empfangssignalen ES zu. Der stationäre Zustand ist etwa bei dem vierten Empfangssignal
ES erreicht, da die lokalen Maxima und Minima des dritten und des vierten Empfangssignals
ES sich etwa auf demselben Intensitätsniveau befinden. Anzumerken ist, dass die Skalierungen
der Intensitätsachsen in Fig. 7 und Fig. 8 nicht miteinander übereinstimmen. Bei dem
Signal in Fig. 7 handelt es sich um das Signal der anregenden Strahlung, von der lediglich
ein Anteil zu dem Empfangssignal beiträgt. Außerdem handelt es sich wie erwähnt bei
der Intensität in Fig. 7 um die Strahlungsflussdichte und bei der Intensität in Fig.
8 um die über einen örtlichen Bereich integrierte Strahlungsflussdichte.
[0095] Aus den Empfangssignalen ES in Fig. 8 ist erkennbar, dass die anregende Strahlung
erst zeitverzögert zu einer Lumineszenz führt. Die Empfangssignale ES enthalten insbesondere
auch reflektierte anregende Strahlung. Mit dem Anstieg der Intensität eines Anregungssignals
(wie gestrichelt in Fig. 8 dargestellt) steigt daher auch die Intensität des Empfangssignals
ES an. Allein aufgrund der Reflexion würde das Empfangssignal aber entsprechend den
gestrichelt dargestellten Signalverläufen wieder abfallen. Aufgrund der Lumineszenz
findet in der Folge der Empfangssignale ES ansteigend zusätzlich eine Emission von
Lumineszenzstrahlung statt, bis ein stationärer Zustand erreicht ist, vorausgesetzt,
dass das Anregungssignal periodisch in gleicher Weise erzeugt und in den Messbereich
eingestrahlt wird. Bevorzugt wird, dass ein Matched-Filter wie oben beschrieben auf
ein Empfangssignal ES im stationären Zustand angewendet wird.
[0096] In dem in Fig. 8 dargestellten Fall fällt die Intensität I der Empfangssignale ES
zwischen zwei Anregungssignalen nicht auf den Wert null ab. Dies wird bevorzugt, um
den Signalverlauf zwischen zwei Anregungssignalen gut auswerten zu können, denn der
Effekt auf das Empfangssignal ES zwischen zwei Anregungssignalen beruht nicht auf
reflektierter Strahlung.
Bezugszeichenliste
[0097]
- 1
- Sensorvorrichtung
- 2
- Aussparung
- 3
- teilweise durchlässiger Reflektor
- 4a
- erster Filter
- 4b
- zweiter Filter
- 5
- Eintritts-Optik
- 6
- Empfangs-Optik
- 7
- Gehäuse
- 8
- erster Ausrichtungsstift
- 9
- zweiter Ausrichtungsstift
- 10
- Gehäuseinnenraum
- 11
- Austrittsfenster
- 12
- Eintrittsöffnung
- 13
- Strahlungsquelle
- 15
- Sensorelement
- 16
- Sensoröffnung
- 17
- Strahlungserzeugungseinrichtung
- 18
- Optik-Modul
- 19
- Empfangseinrichtung
- 21
- Objektträger
- 22
- Objekt
- 23
- Sicherheitsmerkmal
- 24
- Transporteinrichtung
- 25
- Steuereinrichtung
- 26
- Auswertungseinrichtung
- AS
- Anregungssignal
- B
- Bewegungsrichtung
- ES
- Empfangssignal
- ESE
- erwartetes Empfangssignal
- ESK
- korrigiertes Empfangssignal
- I
- Strahlungsintensität
- KER
- Kalibrierungsergebnis
- KS
- Kalibrierungssignal
- S1
- Schritt 1, Initiierung des Kalibrierungsbetriebs
- S2
- Schritt 2, Erzeugen von elektromagnetischer Strahlung in einem ersten Wellenlängenbereich
- S3
- Schritt 3, Empfangen von elektromagnetischer Strahlung
- S4
- Schritt 4, Erzeugen eines Kalibrierungssignals
- S5
- Schritt 5, Abspeichern des erzeugten Kalibrierungssignals
- S6
- Schritt 6, Abschließen des Kalibrierungsbetriebes
- S7
- Schritt 7, Einbringen eines Objekts in den Messbereich
- S8
- Schritt 8, Initiierung des Messbetriebes
- S9
- Schritt 9, Erzeugen von elektromagnetischer Strahlung in dem ersten Wellenlängenbereich
- S10
- Schritt 10, Empfangen von elektromagnetischer Strahlung
- S11
- Schritt 11, Erzeugen eines Empfangssignals
- S12
- Schritt 12, Bilden eines korrigierten Empfangssignals
- S13
- Schritt 13, Bilden eines erwarteten Empfangssignals
- S14
- Schritt 14, Vergleichen des erwarteten Empfangssignals und des korrigierten Empfangssignals
- t
- Zeit
1. Photolumineszenz-Sensorvorrichtung (1) zum Verifizieren eines Sicherheitsmerkmals
eines Objekts (22) in einem Messbereich der Sensorvorrichtung (1), wobei die Sensorvorrichtung
(1) aufweist:
- eine Strahlungserzeugungseinrichtung (17) mit einer Strahlungsquelle, die ausgestaltet
ist, elektromagnetische Strahlung in einem ersten Wellenlängenbereich zu erzeugen,
wobei die elektromagnetische Strahlung geeignet ist, einen photolumineszierenden Stoff
als Sicherheitsmerkmal oder als Teil eines Sicherheitsmerkmals (23) des Objekts (22)
in einen angeregten Energiezustand zu bringen,
- eine Empfangseinrichtung (19), die ausgestaltet ist, in einem Messbetrieb von dem
photolumineszierenden Stoff emittierte elektromagnetische Strahlung in einem zweiten
Wellenlängenbereich, der sich von dem ersten Wellenlängenbereich unterscheidet, zu
empfangen und ein entsprechendes Empfangssignal (ES) zu erzeugen,
- eine Auswertungseinrichtung (26), die ausgestaltet ist, das Empfangssignal (ES)
auszuwerten,
- eine Steuereinrichtung (25), die ausgestaltet ist, die Strahlungserzeugungseinrichtung
(17) in dem Messbetrieb und in einem Kalibrierungsbetrieb derart zu steuern, dass
die von der Strahlungserzeugungseinrichtung (17) erzeugte elektromagnetische Strahlung
in zumindest einem Zeitintervall einen zeitlichen Verlauf der Strahlungsflussdichte
aufweist, welcher in dem Zeitintervall nicht konstant ist,
wobei die Sensorvorrichtung (1) derart ausgestaltet ist, dass die Empfangseinrichtung
(19) in dem Kalibrierungsbetrieb, in dem sich kein Sicherheitsmerkmal in dem Messbereich
der Sensorvorrichtung (1) befindet, und in dem Messbetrieb einen Teil der von der
Strahlungserzeugungseinrichtung (17) erzeugten elektromagnetischen Strahlung empfängt,
der die Empfangseinrichtung (19) erreicht, ohne zuvor den Messbereich erreicht zu
haben, und ein entsprechendes Kalibrierungssignal zu erzeugen,
wobei die von der Strahlungserzeugungseinrichtung (17) erzeugte elektromagnetische
Strahlung sowohl in dem Messbetrieb als auch in dem Kalibrierungsbetrieb derart von
zumindest einer optischen Einrichtung der Sensorvorrichtung (1) von der Strahlungsquelle
kommend teilweise umgelenkt wird, dass der Teil der von der Strahlungserzeugungseinrichtung
(17) erzeugten elektromagnetischen Strahlung entsteht, den die Empfangseinrichtung
(19) empfängt und entsprechend dem die Empfangseinrichtung (19) in dem Kalibrierungsbetrieb
das Kalibrierungssignal erzeugt, und
wobei die Auswertungseinrichtung (26) ausgestaltet ist, das in dem Kalibrierungsbetrieb
erzeugte Kalibrierungssignal auszuwerten, ein entsprechendes Kalibrierungsergebnis
(KER) zu erzeugen und das Kalibrierungsergebnis (KER) bei der Auswertung des Empfangssignals
(ES) aus dem Messbetrieb zu verwenden.
2. Photolumineszenz-Sensorvorrichtung nach Anspruch 1, wobei die Steuereinrichtung (25)
ausgestaltet ist, die Strahlungserzeugungseinrichtung (17) jeweils in dem Messbetrieb
und in dem Kalibrierungsbetrieb derart zu steuern, dass die Strahlungsflussdichte
der von der Strahlungserzeugungseinrichtung (17) erzeugten elektromagnetischen Strahlung
zumindest jeweils in einem Zeitintervall den gleichen nicht konstanten zeitlichen
Verlauf aufweist.
3. Photolumineszenz-Sensorvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Steuereinrichtung
(25) ausgestaltet ist, die Strahlungserzeugungseinrichtung (17) sowohl in dem Messbetrieb
als auch in dem Kalibrierungsbetrieb derart zu steuern, dass die Strahlungsflussdichte
der von der Strahlungserzeugungseinrichtung (17) erzeugten elektromagnetischen Strahlung
wiederholt den gleichen nicht konstanten zeitlichen Verlauf aufweist.
4. Photolumineszenz-Sensorvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die optische
Einrichtung oder eine der optischen Einrichtungen ein teilweise durchlässiger Reflektor
ist, der einen bezüglich der Strahlungsflussdichte größeren Anteil der von der Strahlungserzeugungseinrichtung
(17) erzeugten elektromagnetischen Strahlung in eine erste Richtung passieren lässt
oder reflektiert, in der elektromagnetische Strahlung verläuft, die den Messbereich
der Sensorvorrichtung (1) erreicht, und einen bezüglich der Strahlungsflussdichte
kleineren Anteil der erzeugten elektromagnetischen Strahlung in eine andere, zweite
Richtung reflektiert oder passieren lässt, in der elektromagnetische Strahlung die
Empfangseinrichtung (19) erreicht, ohne aus der Sensorvorrichtung (1) auszutreten.
5. Photolumineszenz-Sensorvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die optische
Einrichtung oder eine der optischen Einrichtungen ein Austrittsfenster ist, durch
das hindurch ein Anteil der erzeugten elektromagnetischen Strahlung in den Messbereich
der Sensorvorrichtung (1) eingestrahlt wird, und wobei im Messbetrieb und im Kalibrierungsbetrieb
jeweils ein Anteil der erzeugten elektromagnetischen Strahlung von dem Austrittsfenster
reflektiert wird und zumindest teilweise die Empfangseinrichtung (19) erreicht.
6. Photolumineszenz-Sensorvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die auf
die Empfangseinrichtung (19) einfallende elektromagnetische Strahlung vorher eine
Filtereinrichtung (4a, 4b) passiert, welche die elektromagnetische Strahlung, die
auf die Filtereinrichtung (4a, 4b) einfällt, derart filtert, dass die spektrale Strahlungsflussdichte-Verteilung
der auf die Empfangseinrichtung (19) einfallenden elektromagnetischen Strahlung einen
geringeren Anteil in dem ersten Wellenlängenbereich hat als die spektrale Strahlungsflussdichte-Verteilung
der auf die Filtereinrichtung (4a, 4b) einfallenden elektromagnetischen Strahlung.
7. Photolumineszenz-Sensorvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei die Auswertungseinrichtung
(26) ausgestaltet ist, in dem Messbetrieb
- aus dem Empfangssignal (ES) unter Berücksichtigung des Kalibrierungsergebnisses
(KER) ein korrigiertes Empfangssignal (ES) zu bilden oder
- unter Berücksichtigung des Kalibrierungsergebnisses (KER) ein erwartetes Empfangssignal
(ES) zu bilden und mit dem aus empfangener elektromagnetischer Strahlung erzeugten
Empfangssignal (ES) oder einem daraus erzeugten Signal zu vergleichen.
8. Verfahren zum Kalibrieren einer Photolumineszenz-Sensorvorrichtung (1), die geeignet
ist ein Sicherheitsmerkmals eines Objekts (22) zu verifizieren, aufweisend:
- Erzeugen von elektromagnetischer Strahlung in einem ersten Wellenlängenbereich mittels
einer Strahlungserzeugungseinrichtung (17) in einem Kalibrierungsbetrieb, wobei die
elektromagnetische Strahlung in einem Messbetrieb dazu dient, einen photolumineszierenden
Stoff als Sicherheitsmerkmal oder als Teil eines Sicherheitsmerkmals (23) des Objekts
(22) in einen angeregten Energiezustand zu bringen,
- Empfangen von elektromagnetischer Strahlung und Erzeugen eines entsprechenden Kalibrierungssignals
in dem Kalibrierungsbetrieb mittels einer Empfangseinrichtung (19), die ausgestaltet
ist, in dem Messbetrieb von dem photolumineszierenden Stoff emittierte elektromagnetische
Strahlung in einem zweiten Wellenlängenbereich, der sich von dem ersten Wellenlängenbereich
unterscheidet, zu empfangen, wobei in einem in dem Messbetrieb verwendeten Messbereich
kein Sicherheitsmerkmal vorhanden ist,
- Auswerten des erzeugten Kalibrierungssignals und Erzeugen eines entsprechenden Kalibrierungsergebnisses
(KER),
- Erzeugen von elektromagnetischer Strahlung in einem ersten Wellenlängenbereich mittels
einer Strahlungserzeugungseinrichtung (17) in dem Messbetrieb, während in dem Messbereich
ein zu verifizierendes Objekt vorhanden ist,
- Empfangen von elektromagnetischer Strahlung und Erzeugen eines entsprechenden Empfangssignals
(ES) in dem Messbetrieb mittels der Empfangseinrichtung (19),
wobei die elektromagnetische Strahlung in dem ersten Wellenlängenbereich in dem Messbetrieb
und in dem Kalibrierungsbetrieb jeweils derart von der Strahlungserzeugungseinrichtung
(17) erzeugt wird, dass die erzeugte elektromagnetische Strahlung in zumindest einem
Zeitintervall einen zeitlichen Verlauf der Strahlungsflussdichte aufweist, welcher
in dem Zeitintervall nicht konstant ist,
wobei die von der Strahlungserzeugungseinrichtung (17) erzeugte elektromagnetische
Strahlung sowohl in dem Messbetrieb als auch in dem Kalibrierungsbetrieb derart von
zumindest einer optischen Einrichtung von der Strahlungsquelle kommend teilweise umgelenkt
wird, dass ein Teil der von der Strahlungserzeugungseinrichtung (17) erzeugten elektromagnetischen
Strahlung entsteht, den die Empfangseinrichtung (19) empfängt, ohne dass der Teil
zuvor den Messbereich erreicht hat, und entsprechend dem die Empfangseinrichtung (19)
in dem Kalibrierungsbetrieb das Kalibrierungssignal erzeugt, und
wobei das Kalibrierungsergebnis (KER) bei der Auswertung des Empfangssignals (ES)
aus dem Messbetrieb verwendet wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8, wobei die elektromagnetische Strahlung jeweils in dem Messbetrieb
und in dem Kalibrierungsbetrieb derart von der Strahlungserzeugungseinrichtung (17)
erzeugt wird, dass die Strahlungsflussdichte der von der Strahlungserzeugungseinrichtung
(17) erzeugten elektromagnetischen Strahlung zumindest jeweils in einem Zeitintervall
den gleichen nicht konstanten zeitlichen Verlauf aufweist.
10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, wobei die elektromagnetische Strahlung jeweils in
dem Messbetrieb und in dem Kalibrierungsbetrieb derart von der Strahlungserzeugungseinrichtung
(17) erzeugt wird, dass die Strahlungsflussdichte der von der Strahlungserzeugungseinrichtung
(17) erzeugten elektromagnetischen Strahlung zumindest jeweils in einem Zeitintervall
wiederholt den gleichen nicht konstanten zeitlichen Verlauf aufweist.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 10, wobei die optische Einrichtung oder eine
der optischen Einrichtungen ein teilweise durchlässiger Reflektor ist, der einen bezüglich
der Strahlungsflussdichte größeren Anteil der von der Strahlungserzeugungseinrichtung
(17) erzeugten elektromagnetischen Strahlung in eine erste Richtung passieren lässt
oder reflektiert, in der elektromagnetische Strahlung verläuft, die den Messbereich
der Sensorvorrichtung (1) erreicht, und einen bezüglich der Strahlungsflussdichte
kleineren Anteil der erzeugten elektromagnetischen Strahlung in eine andere, zweite
Richtung reflektiert oder passieren lässt, in der elektromagnetische Strahlung die
Empfangseinrichtung (19) erreicht, ohne aus der Sensorvorrichtung (1) auszutreten.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 11, wobei die optische Einrichtung oder eine
der optischen Einrichtungen ein Austrittsfenster ist, durch das hindurch ein Anteil
der erzeugten elektromagnetischen Strahlung in den Messbereich eingestrahlt wird,
und wobei im Messbetrieb und im Kalibrierungsbetrieb jeweils ein Anteil der erzeugten
elektromagnetischen Strahlung von dem Austrittsfenster reflektiert wird und zumindest
teilweise die Empfangseinrichtung (19) erreicht.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 12, wobei die auf die Empfangseinrichtung
(19) einfallende elektromagnetische Strahlung vor einem Auftreffen auf die Empfangseinrichtung
(19) derart gefiltert wird, dass die spektrale Strahlungsflussdichte-Verteilung der
auf die Empfangseinrichtung (19) einfallenden elektromagnetischen Strahlung einen
geringeren Anteil in dem ersten Wellenlängenbereich hat als die spektrale Strahlungsflussdichte-Verteilung
vor dem Filtern.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 13, wobei in dem Messbetrieb
- aus dem Empfangssignal (ES) unter Berücksichtigung des Kalibrierungsergebnisses
(KER) ein korrigiertes Empfangssignal (ES) gebildet wird oder
- unter Berücksichtigung des Kalibrierungsergebnisses (KER) ein erwartetes Empfangssignal
(ES) gebildet wird und mit dem aus empfangener elektromagnetischer Strahlung erzeugten
Empfangssignal (ES) oder einem daraus erzeugten Signal verglichen wird.
1. A photoluminescence sensor device (1) for verifying a security feature of an object
(22) in a measurement range of the sensor device (1), the sensor device (1) comprising:
- a radiation generating device (17) comprising a radiation source configured to generate
electromagnetic radiation in a first wavelength range, the electromagnetic radiation
being suitable for bringing a photoluminescent substance as security feature or as
part of a security feature (23) of the object (22) into an excited energy state,
- a receiving device (19) which is designed to receive electromagnetic radiation emitted
by the photoluminescent substance in a second wavelength range which differs from
the first wavelength range and to generate a corresponding receiving signal (ES) in
a measurement mode,
- an evaluation device (26) which is designed to evaluate the receiving signal (ES),
- a control device (25) which is designed to control the radiation generating device
(17) in the measurement mode and in a calibration mode in such a way that the electromagnetic
radiation generated by the radiation generating device (17) in at least one time interval
has a time characteristic of the radiation flux density which is not constant in the
time interval,
wherein the sensor device (1) is configured in such a way that the receiving device
(19) receives, in the calibration mode in which no security feature is located in
the measuring range of the sensor device (1), and in the measuring mode, a portion
of the electromagnetic radiation generated by the radiation generating device (17)
which reaches the receiving device (19) without having previously reached the measuring
range, and to generate a corresponding calibration signal,
wherein the electromagnetic radiation generated by the radiation generating device
(17) is partially deflected by at least one optical device of the sensor device (1)
coming from the radiation source, both in the measurement mode and in the calibration
mode, such that the part of the electromagnetic radiation generated by the radiation
generating device (17) is produced which is received by the receiving device (19)
and according to which the receiving device (19) generates the calibration signal
in the calibration mode, and
wherein the evaluation device (26) is configured to evaluate the calibration signal
generated in the calibration mode, to generate a corresponding calibration result
(KER) and to use the calibration result (KER) in the evaluation of the receiving signal
(ES) from the measurement operation.
2. The photoluminescence sensor device according to claim 1, wherein the control device.
(25) is configured to control the radiation generating device (17) in the measurement
mode and in the calibration mode, respectively, in such a way that the radiation flux
density of the electromagnetic radiation generated by the radiation generating device
(17) has the same non-constant time characteristic in at least one time interval,
respectively.
3. The photoluminescence sensor device according to claim 1 or 2, wherein the control
device (25) is configured to control the radiation generating device (17) both in
the measurement mode and in the calibration mode such that the radiation flux density
of the electromagnetic radiation generated by the radiation generating device (17)
repeatedly has the same non-constant time course.
4. The photoluminescence sensor device according to any one of claims 1 to 3, wherein
the optical device or one of the optical devices is a partially transmissive reflector
which allows a larger portion, with respect to the radiant flux density, of the electromagnetic
radiation generated by the radiation generating device (17) to pass or be reflected
in a first direction in which electromagnetic radiation propagates which reaches the
measuring range of the sensor device (1), and reflects or allows to pass a smaller
proportion of the generated electromagnetic radiation with respect to the radiation
flux density in another, second direction, in which electromagnetic radiation reaches
the receiving device (19) without escaping from the sensor device (1).
5. The photoluminescence sensor device according to any one of claims 1 to 4, wherein
the optical device or one of the optical device is an exit window through which a
portion of the generated electromagnetic radiation is radiated into the measuring
range of the sensor device (1), and wherein in the measuring mode and in the calibration
mode in each case a portion of the generated electromagnetic radiation is reflected
by the exit window and at least partially reaches the receiving device (19).
6. The photoluminescence sensor device according to any one of claims 1 to 5, wherein
the electromagnetic radiation incident on the receiving device (19) previously passes
through a filter device (4a, 4b) which filters the electromagnetic radiation incident
on the filter device (4a, 4b) such, that the spectral radiant flux density distribution
of the electromagnetic radiation incident on the receiving device (19) has a smaller
portion in the first wavelength range than the spectral radiant flux density distribution
of the electromagnetic radiation incident on the filter device (4a, 4b).
7. The photoluminescence sensor device according to any one of claims 1 to 6, wherein
the evaluation device (26) is configured, in the measurement mode,
- - to form a corrected receiving signal (ES) from the receiving signal (ES), taking
into account the calibration result (KER), or
- - to form an expected receiving signal (ES) taking into account the calibration
result (KER) and to compare it with the receiving signal (ES) generated from received
electromagnetic radiation or a signal generated therefrom.
8. A method for calibrating a photoluminescence sensor device (1) suitable for verifying
a security feature of an object (22), comprising:
- generating electromagnetic radiation in a first wavelength range by a radiation
generating device (17) in a calibration mode, the electromagnetic radiation serving
in a measurement mode to bring a photoluminescent substance as a security feature
or as part of a security feature (23) of the object (22) into an excited energy state,
- receiving electromagnetic radiation and generating a corresponding calibration signal
in said calibration mode by a receiving device (19) adapted to receive in said measurement
mode electromagnetic radiation emitted from said photoluminescent substance in a second
wavelength range different from said first wavelength range, wherein no safety feature
is present in a measuring range used in the measuring mode,
- evaluating the generated calibration signal and generating a corresponding calibration
result (KER),
- generating electromagnetic radiation in a first wavelength range by a radiation
generating device (17) in the measurement mode while an object to be verified is present
in the measurement range,
- receiving electromagnetic radiation and generating a corresponding receiving signal
(ES) in said measuring mode by said receiving device (19),
wherein the electromagnetic radiation in the first wavelength range in the measuring
mode and in the calibration mode is respectively generated by the radiation generating
device (17) such that the generated electromagnetic radiation in at least one time
interval has a time variation of the radiation flux density which is not constant
in the time interval,
wherein the electromagnetic radiation generated by the radiation generating device
(17) is partially deflected by at least one optical device coming from the radiation
source both in the measurement mode and in the calibration mode in such a way that
a part of the electromagnetic radiation generated by the radiation generating device
(17) is formed which the receiving device (19) receives without said part having previously
reached the measurement range and according to which the receiving device (19) generates
the calibration signal in the calibration mode, and
wherein the calibration result (KER) is used in the evaluation of the reception signal
(ES) from the measurement operation.
9. The method according to claim 8, wherein the electromagnetic radiation is generated
in each case in the measurement mode and in the calibration mode by the radiation
generating device (17) in such a way that the radiation flux density of the electromagnetic
radiation generated by the radiation generating device (17) has the same non-constant
time characteristic at least in each case in a time interval.
10. The method according to claim 8 or 9, wherein the electromagnetic radiation is generated
by the radiation generating device (17) in the measurement mode and in the calibration
mode, respectively, in such a way that the radiation flux density of the electromagnetic
radiation generated by the radiation generating device (17) repeatedly exhibits the
same non-constant temporal course at least in a time interval, respectively.
11. The method according to any one of claims 8 to 10, wherein the optical device or one
of the optical devices is a partially transmissive reflector which allows a larger
proportion, with respect to the radiant flux density, of the electromagnetic radiation
generated by the radiation generating device (17) to pass or is reflected in a first
direction in which electromagnetic radiation propagates that reaches the measuring
range of the sensor device (1), and reflects or allows to pass a smaller proportion,
with respect to the radiation flux density, of the generated electromagnetic radiation
in another, second direction, in which electromagnetic radiation reaches the receiving
device (19) without emerging from the sensor device (1).
12. The method according to any one of claims 8 to 11, wherein the optical device or one
of the optical devices is an exit window through which a portion of the generated
electromagnetic radiation is irradiated into the measuring range, and wherein in the
measuring mode and in the calibration mode in each case a portion of the generated
electromagnetic radiation is reflected by the exit window and at least partially reaches
the receiving device (19).
13. The method according to any one of claims 8 to 12, wherein the electromagnetic radiation
incident on the receiving device (19) is filtered before impinging on the receiving
device (19) such that the spectral radiant flux density distribution of the electromagnetic
radiation incident on the receiving device (19) has a smaller portion in the first
wavelength range than the spectral radiant flux density distribution before filtering.
14. The method according to any one of claims 8 to 13, wherein in the measuring mode
- a corrected receiving signal (ES) is formed from the receiving signal (ES), taking
into account from the calibration result (KER) or
- an expected receiving signal (ES) is formed taking into account the calibration
result (KER) and is compared with the receiving signal (ES) generated from received
electromagnetic radiation or a signal generated therefrom.
1. Dispositif capteur de photoluminescence (1) pour vérifier une caractéristique de sécurité
d'un objet (22) dans une zone de mesure du dispositif capteur (1), où le dispositif
capteur (1) présente :
- un dispositif de production de rayonnement (17) avec une source de rayonnement conçue
pour produire un rayonnement électromagnétique dans une première gamme de longueurs
d'onde, où le rayonnement électromagnétique convient pour exciter une substance photoluminescente
en tant que caractéristique de sécurité ou élément d'une caractéristique de sécurité
(23) de l'objet (22),
- un dispositif récepteur (19), conçu pour recevoir, dans un mode de mesure, un rayonnement
électromagnétique émis par la substance photoluminescente dans une seconde gamme de
longueurs d'onde distincte de la première gamme de longueurs d'onde, et pour générer
un signal de réception (ES) correspondant,
- un dispositif d'évaluation (26) conçu pour évaluer le signal de réception (ES),
- un dispositif de commande (25) conçu pour contrôler le dispositif de production
de rayonnement (17) dans un mode de mesure et dans un mode d'étalonnage, de façon
que le rayonnement électromagnétique produit par le dispositif de production de rayonnement
(17) dans au moins un intervalle de temps présente une évolution temporelle de densité
de flux de rayonnement qui n'est pas constante dans cet intervalle de temps,
dans lequel le dispositif capteur (1) est conçu de sorte que le dispositif récepteur
(19), dans le mode d'étalonnage où aucune caractéristique de sécurité ne se trouve
dans la zone de mesure du dispositif capteur (1), et dans le mode de mesure, reçoit
une partie du rayonnement électromagnétique produit par le dispositif de production
de rayonnement (17) qui atteint le dispositif récepteur (19) sans avoir préalablement
atteint le mode de mesure, et sans produire un signal d'étalonnage correspondant,
dans lequel le rayonnement électromagnétique produit par le dispositif de production
de rayonnement (17), aussi bien en mode de mesure qu'en mode d'étalonnage, est partiellement
dévié depuis la source de rayonnement par au moins un dispositif optique du dispositif
capteur (1), de sorte que se constitue la partie du rayonnement électromagnétique
produit par le dispositif de production de rayonnement (17) que reçoit le dispositif
récepteur (19) et, correspondant à cela, le dispositif récepteur (19), en mode d'étalonnage,
produit le signal d'étalonnage, et
dans lequel le dispositif d'évaluation (26) est conçu pour évaluer le signal d'étalonnage
produit en mode d'étalonnage, pour produire un résultat d'étalonnage correspondant
(KER) et pour utiliser le résultat d'étalonnage (KER) lors de l'évaluation du signal
de réception (ES) issu du mode de mesure.
2. Dispositif capteur de photoluminescence selon la revendication 1, dans lequel le dispositif
de commande (25) est conçu pour contrôler le dispositif de production de rayonnement
(17) respectivement en mode de mesure et en mode d'étalonnage de façon que la densité
de flux de rayonnement du rayonnement électromagnétique produit par le dispositif
de production de rayonnement (17) présente au moins dans un intervalle de temps respectif
la même évolution temporelle non constante.
3. Dispositif capteur de photoluminescence selon la revendication 1 ou 2, dans lequel
le dispositif de commande (25) est conçu pour contrôler le dispositif de production
de rayonnement (17) aussi bien en mode de mesure et en mode d'étalonnage de façon
que la densité de flux de rayonnement du rayonnement électromagnétique produit par
le dispositif de production de rayonnement (17) présente de façon répétée la même
évolution temporelle non constante.
4. Dispositif capteur de photoluminescence selon l'une des revendications 1 à 3, dans
lequel le dispositif optique ou l'un des dispositifs optiques est un réflecteur partiellement
transparent qui respectivement laisse passer ou réfléchit dans une première direction
une part majoritaire de la densité de flux de rayonnement du rayonnement électromagnétique
produit par le dispositif de production de rayonnement (17), première direction dans
laquelle passe le rayonnement électromagnétique qui atteint la zone de mesure du dispositif
capteur (1), et qui laisse passer ou réfléchit dans une seconde direction différente
une part proportionnellement minoritaire du rayonnement électromagnétique produit,
seconde direction dans laquelle le rayonnement électromagnétique atteint le dispositif
récepteur (19) sans sortir du dispositif capteur (1).
5. Dispositif capteur de photoluminescence selon l'une des revendications 1 à 4, dans
lequel le dispositif optique ou l'un des dispositifs optiques est une fenêtre de sortie
à travers laquelle pénètre une partie du rayonnement électromagnétique produit dans
la zone de mesure du dispositif capteur (1), et dans lequel, en mode de mesure et
en mode d'étalonnage, une part du rayonnement électromagnétique produit est respectivement
réfléchie par la fenêtre de sortie et atteint au moins partiellement le dispositif
récepteur (19).
6. Dispositif capteur de photoluminescence selon l'une des revendications 1 à 5, dans
lequel le rayonnement électromagnétique qui parvient au dispositif récepteur (19)
franchit préalablement un dispositif filtre (4a, 4b) qui filtre le rayonnement électromagnétique
qui parvient au dispositif filtre (4a, 4b) de sorte que la distribution de densité
de flux de rayonnement du rayonnement électromagnétique qui parvient au dispositif
récepteur (19) ait une plus faible partie dans la première gamme de longueurs d'onde
que la distribution spectrale de densité de flux de rayonnement du rayonnement électromagnétique
qui parvient au dispositif filtre (4a, 4b).
7. Dispositif capteur de photoluminescence selon l'une des revendications 1 à 6, dans
lequel le dispositif d'évaluation (26) est conçu, en mode de mesure,
- pour former un signal de réception corrigé (ES) à partir du signal de réception
(ES) en prenant en compte le résultat d'étalonnage (KER)
ou
- pour former un signal de réception attendu (ES) en prenant en compte le résultat
d'étalonnage (KER), et pour le comparer avec le signal de réception (ES) produit à
partir du rayonnement électromagnétique reçu ou avec un signal créé à partir de celui-ci.
8. Procédé d'étalonnage d'un dispositif capteur (1) adéquat pour vérifier une caractéristique
de sécurité d'un objet (22), présentant :
- La production de rayonnement électromagnétique dans une première gamme de longueurs
d'onde au moyen d'un dispositif de production de rayonnement (17) dans un mode d'étalonnage,
où le rayonnement électromagnétique sert, dans un mode de mesure, à exciter une substance
photoluminescente en tant que caractéristique de sécurité ou élément d'une caractéristique
de sécurité (23) de l'objet (22),
- La réception d'un rayonnement électromagnétique et la production d'un signal d'étalonnage
correspondant en mode d'étalonnage au moyen d'un dispositif récepteur (19) conçu pour
recevoir, en mode de mesure, un rayonnement électromagnétique émis par la substance
photoluminescente dans une seconde gamme de longueurs d'onde distincte dans la première
gamme de longueurs d'onde, où il n'y a aucune caractéristique de sécurité dans une
zone de mesure utilisée en mode de mesure,
- L'évaluation du signal d'étalonnage produit et la production d'un résultat d'étalonnage
correspondant (KER),
- La production de rayonnement électromagnétique dans une première gamme de longueurs
d'onde au moyen d'un dispositif de production de rayonnement (17) en mode de mesure
en présence d'un objet à vérifier dans la zone de mesure,
- La réception de rayonnement électromagnétique et la production d'un signal de réception
correspondant (ES) dans une zone de mesure au moyen du dispositif récepteur (19),
où le rayonnement électromagnétique est produit dans une première gamme de longueurs
d'onde en mode de mesure et en mode d'étalonnage par le dispositif de production de
rayonnement (17), de façon à ce que respectivement le rayonnement électromagnétique
produit présente dans au moins un intervalle de temps une évolution temporelle de
densité de flux de rayonnement qui n'est pas constante dans cet intervalle de temps,
où le rayonnement électromagnétique produit par le dispositif de production de rayonnement
(17), aussi bien en mode de mesure qu'en mode d'étalonnage, est partiellement dévié
depuis la source de rayonnement par au moins un dispositif optique, de sorte que se
constitue une partie du rayonnement électromagnétique produit par le dispositif de
production de rayonnement (17) que reçoit le dispositif récepteur (19) sans que cette
partie ait préalablement atteint la zone de mesure et, correspondant à cela, le dispositif
récepteur (19), en mode d'étalonnage, produit le signal d'étalonnage, et
où le résultat d'étalonnage (KER) est utilisé lors de l'évaluation du signal de réception
(ES) issu du mode de mesure.
9. Procédé selon la revendication 8, dans lequel le rayonnement électromagnétique est
produit respectivement en mode de mesure et en mode d'étalonnage par le dispositif
de production de rayonnement (17), de façon que la densité de flux de rayonnement
du rayonnement électromagnétique produit par le dispositif de production de rayonnement
(17) présente au moins dans un intervalle de temps respectif la même évolution temporelle
non constante.
10. Procédé selon la revendication 8 ou 9, dans lequel le rayonnement électromagnétique
est produit respectivement en mode de mesure et en mode d'étalonnage par le dispositif
de production de rayonnement (17), de façon que la densité de flux de rayonnement
du rayonnement électromagnétique produit par le dispositif de production de rayonnement
(17) présente au moins dans un intervalle de temps respectif de façon répétée la même
évolution temporelle non constante.
11. Procédé selon l'une des revendications 8 à 10, dans lequel le dispositif optique ou
l'un des dispositifs optiques est un réflecteur partiellement transparent qui respectivement
laisse passer ou réfléchit dans une première direction une part majoritaire de la
densité de flux de rayonnement du rayonnement électromagnétique produit par le dispositif
de production de rayonnement (17), première direction dans laquelle passe le rayonnement
électromagnétique qui atteint la zone de mesure du dispositif capteur (1), et qui
laisse passer ou réfléchit dans une seconde direction différente une part proportionnellement
minoritaire du rayonnement électromagnétique produit, seconde direction dans laquelle
le rayonnement électromagnétique atteint le dispositif récepteur (19) sans sortir
du dispositif capteur (1).
12. Procédé selon l'une des revendications 8 à 11, dans lequel le dispositif optique ou
l'un des dispositifs optiques est une fenêtre de sortie à travers laquelle pénètre
une partie du rayonnement électromagnétique produit dans la zone de mesure, et dans
lequel, en mode de mesure et en mode d'étalonnage, une part du rayonnement électromagnétique
produit est respectivement réfléchie par la fenêtre de sortie et atteint au moins
partiellement le dispositif récepteur (19).
13. Procédé selon l'une des revendications 8 à 12, dans lequel le rayonnement électromagnétique
qui parvient au dispositif récepteur (19) est filtrée avant d'atteindre le dispositif
récepteur (19), de sorte que la distribution spectrale de densité de flux de rayonnement
qui parvient au dispositif récepteur (19) ait une plus faible partie dans la première
gamme de longueurs d'onde que la distribution spectrale de densité de flux de rayonnement
du rayonnement en amont du filtre.
14. Procédé selon l'une des revendications 8 à 13, dans lequel, en mode de mesure,
- un signal de réception corrigé (ES) est formé à partir du signal de réception (ES)
en prenant en compte le résultat d'étalonnage (KER)
ou
- un signal de réception attendu (ES) est formé en prenant en compte le résultat d'étalonnage
(KER), et est comparé au signal de réception (ES) produit à partir du rayonnement
électromagnétique reçu ou avec un signal créé à partir de celui-ci.