[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Verbindungsvorrichtung zum nebeneinander
Verbinden von mindestens zwei Schwimmkörpern, insbesondere von mindestens zwei Stand-Up-Paddle-Boards.
[0002] Stand-Up-Paddling (SUP), auch Stehpaddeln genannt, ist eine Wassersportart, bei der
ein Sportler aufrecht auf einem schwimmfähigen Board, dem sogenannten Stand-Up-Paddle-Board
steht und mit einem Stechpaddel paddelt. Für den Freizeitsport werden Stand-Up-Paddle-Boards
als Wassersportgerät immer beliebter. Bisher werden die Stand-Up-Paddle-Boards überwiegend
von einer Person auf dem Wasser genutzt. Bei großvolumigen Stand-Up-Paddle-Boards
kann das Volumen eines Boards ausreichen, um mehrere Personen zu tragen. Je mehr Gewicht
ein Stand-Up-Paddle-Board tragen muss und insbesondere je mehr Personen sich gleichzeitig
auf dem Stand-Up-Paddle-Board bewegen, desto instabiler liegt das Board auf dem Wasser.
Im Stand der Technik sind daher beispielsweise auch Stand-Up-Paddle-Boards zu finden,
welche ein großes Volumen und eine verhältnismäßig breite Aufliegefläche bereitstellen,
um diesem Nachteil entgegen zu wirken.
[0003] Ferner gibt es bereits Lösungen, mit denen einzelne Stand-Up-Paddle-Boards beispielsweise
mittels Sitz und einem Doppelpaddel auch als Kajak genutzt werden können. Dem Stand
der Technik ist gemein, dass in der Regel ein einzelnes Stand-Up-Paddle-Board zu Wassersportzwecken
verwendet wird, wobei die meisten Anwendungsvarianten lediglich für eine Person bestimmungsgemäß
möglich sind.
[0004] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Verbindungsvorrichtung bereitzustellen,
die neue Anwendungsvarianten im Wassersport ermöglicht.
[0005] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe jeweils durch die Gegenstände der unabhängigen
Ansprüche gelöst.
[0006] Gemäß einem ersten Aspekt der Erfindung ist eine Verbindungsvorrichtung zum nebeneinander
Verbinden von mindestens zwei Schwimmkörpern, insbesondere von mindestens zwei Stand-Up-Paddle-Boards,
vorgesehen. Die Verbindungsvorrichtung enthält ein Gestänge, welches zumindest eine
Stange aufweist, und eine Mehrzahl von Befestigungsmitteln, welche an der zumindest
einen Stange des Gestänges angeordnet sind. Zusätzlich sind von der Mehrzahl der Befestigungsmittel
zumindest manche der Mehrzahl von Befestigungsmitteln axial entlang der Achse der
zumindest einen Stange des Gestänges an die jeweilige Geometrie der mindestens zwei
Schwimmkörper angepasst derart verschiebbar vorgesehen, dass jeder Schwimmkörper zwischen
mindestens zwei Befestigungsmitteln an der zumindest einen Stange des Gestänges lagestabil
verklemmbar ist.
[0007] Eine der vorliegenden Erfindung zugrunde liegende Idee besteht darin, eine modular
aufgebaute Verbindungsmöglichkeit zu liefern, um mehrere Schwimmkörper so miteinander
zu verbinden, dass daraus ein neuartiges Wassersportgerät entsteht. Dabei spielt auch
eine kompakte und einfache Handhabung der vorliegenden Erfindung im nicht-montierten
Zustand eine Rolle, damit die Verbindungsvorrichtung leicht zu transportieren beziehungsweise
platzsparend zu verstauen ist.
[0008] Das Gestänge kann dementsprechend vorzugsweise aus Leichtmetallen, insbesondere aus
Aluminium, aus Kunststoffen oder aus Kombinationen daraus sowie aus Legierungen beziehungsweise
Verbundwerkstoffen der genannten Werkstoffe hergestellt sein. Die Materialauswahl
für das Gestänge ist jedoch nicht darauf beschränkt und kann auch Metalle oder Holz
aufweisen. Darüber hinaus ist die zumindest eine Stange des Gestänges nicht auf einen
bestimmten Querschnitt beschränkt, sondern der Querschnitt der zumindest einen Stange
kann rund, vieleckig, oval oder als Mischform daraus sowie beliebig als Vollprofil,
Hohlprofil oder halboffenes Profil ausgebildet sein. Beispielsweise kann die zumindest
eine Stange des Gestänges als MiniTec-Profil, als Bosch-Profil oder als vergleichbares
Profil ausgebildet sein.
[0009] Ferner kann die zumindest eine Stange abschnittsweise verschiedene Querschnitte aufweisen,
um in vorbestimmten Abschnitten einen spezifischen Querschnitt aufzuweisen, welcher
nur mit auf diesen spezifischen Querschnitt ausgelegten Befestigungsmitteln oder sonstigen
Bauteilen kompatibel ist. Auf diese Weise kann die Montage von der Mehrzahl von Befestigungsmitteln
oder sonstigen Bauteilen an der zumindest einen Stange des Gestänges erleichtert werden
und insbesondere falsche Montageanordnungen vermindert werden. Hierzu kann die zumindest
eine Stange auch bildliche und/oder textuelle Maßangaben aufweisen, welche ferner
beispielsweise den symmetrischen Aufbau der Verbindungsvorrichtung unterstützen.
[0010] Die zumindest eine Stange des Gestänges erstreckt sich bevorzugt im Wesentlichen
in ihrer Längsachse beziehungsweise der Achse der zumindest einen Stange, wobei im
Wesentlichen bedeutet, dass auch geringfügige Krümmungen zulässig sind, die bis zu
einem Krümmungsradius von minimal etwa 50 m definiert sind.
[0011] Die zumindest manche der Mehrzahl von Befestigungsmitteln sind axial entlang der
Achse der zumindest eine Stange verschiebbar, indem die zumindest manche der Mehrzahl
von Befestigungsmitteln in Abhängigkeit des Stangenprofils entweder abschnittsweise
die zumindest eine Stange umgeben oder in das Stangenprofil beispielsweise unter Ausnutzung
von Hinterschneidungen eingreifen. Dabei können die Mehrzahl der Befestigungsmittel
ferner dazu ausgebildet sein, entsprechend des Stangenprofils an der zumindest einen
Stange arretierbar zu sein, sodass bei Bedarf die zumindest manche der Mehrzahl von
Befestigungsmitteln axial fixiert sind.
[0012] Lagestabil im Sinne der vorliegenden Erfindung bedeutet, dass die mindestens zwei
Schwimmkörper auch unter Einwirkung von Kräften und/oder Momenten ihre Lage zueinander,
insbesondere ihren Abstand zueinander sowie ihre Ausrichtung zueinander, und in Bezug
auf die Verbindungsvorrichtung im Wesentlichen beibehalten und lediglich geringfügige
elastische Verformungen beziehungsweise Abweichungen auftreten können.
[0013] Vorteilhafte Ausführungsformen und Weiterbildungen ergeben sich aus den auf die unabhängigen
Ansprüche rückbezogenen Unteransprüchen sowie aus der Beschreibung unter Bezugnahme
auf die Figuren.
[0014] Gemäß einer Ausführungsform der Verbindungsvorrichtung sind an einigen der Mehrzahl
von Befestigungsmitteln Halteklammern zum form- und/oder kraftschlüssigen Umklammern
des jeweiligen Schwimmkörpers vorgesehen. Somit können die jeweiligen Schwimmkörper
einfacher in der Verbindungsvorrichtung verklemmt werden, wobei zusätzlich eine größere
Vielfalt an Geometrien der Schwimmkörper verklemmt werden kann.
[0015] Gemäß einer Weiterbildung der Verbindungsvorrichtung sind die Halteklammern im Wesentlichen
gebogen und/oder schräg ausgebildet und um eine Querachse der zumindest einen Stange
des Gestänges schwenkbar. Auf diese Weise können die Halteklammern besser an die Kontur
der Schwimmkörper angepasst sein und folglich die Lagestabilität der mindestens zwei
Schwimmkörper in dem verklemmten Zustand mit der Verbindungsvorrichtung optimiert
werden.
[0016] Gemäß einer weiteren Ausführungsform weisen mindestens zwei der Mehrzahl von Befestigungsmitteln
einen die mindestens zwei der Mehrzahl von Befestigungsmitteln verbindenden Überbrückungsbalken
zum form- und kraftschlüssigen Umschließen des jeweiligen Schwimmkörpers auf. Auf
diese Weise kann der jeweilige Schwimmkörper besonders lagestabil in der Verbindungsvorrichtung
verklemmt werden, da mindestens zwei der Mehrzahl von Befestigungsmitteln miteinander
gekoppelt sind und somit die Last auf die mindestens zwei der Mehrzahl von Befestigungsmitteln
durch die Verklemmung zusätzlich über den Überbrückungsbalken abgestützt werden kann.
[0017] Gemäß einer Weiterbildung ist der Überbrückungsbalken mit den mindestens zwei der
Mehrzahl von Befestigungsmitteln derart gekoppelt, dass das Gestänge in Zusammenspiel
mit den mindestens zwei der Mehrzahl von Befestigungsmitteln sowie dem Überbrückungsbalken
einen der mindestens zwei Schwimmkörper in einer Achse umschließt. Somit kann eine
höhere Klemmwirkung über eine größere Kontaktfläche zwischen den Befestigungsmitteln,
dem Überbrückungsbalken, dem Gestänge und den Schwimmkörpern erzielt werden. Darüber
hinaus wird das Risiko eines Herausrutschens des Schwimmkörpers aus der Verklemmung
durch das komplette Umschließen des Schwimmkörpers in einer Achse verringert.
[0018] Gemäß einer weiteren Ausführungsform weisen die Mehrzahl von Befestigungsmitteln
im Kontaktbereich zu den mindestens zwei Schwimmkörpern Materialien zum mechanischen
Schutz der mindestens zwei Schwimmkörper vor Beschädigungen, vorzugsweise Schaumstoff,
Kunststoff oder Textilien, auf, sind zumindest abschnittsweise gebogen beziehungsweise
rund, das heißt kantenfrei ausgebildet und/oder nehmen Einlageelemente zum mechanischen
Schutz der mindestens zwei Schwimmkörper vor Beschädigungen, vorzugsweise aus Schaumstoff,
Kunststoff oder Textilien, auf. Somit kann die Abnutzung beziehungsweise die Beschädigung
der mindestens zwei Schwimmkörper gemindert werden, was den Wert der mindestens zwei
Schwimmkörper nicht verringert oder die Schwimmkörper vor der Zerstörung bewahrt.
[0019] Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist die zumindest eine Stange des Gestänges
zumindest abschnittsweise, insbesondere im Bereich der Enden der zumindest einen Stange
des Gestänges oder im Bereich der Enden und der Mitte der zumindest einen Stange des
Gestänges, ein Außengewinde auf. Auf diese Weise kann die Anwendung für einen Benutzer
erleichtert werden, da Gewindeverbindungen allgemein bekannt und verhältnismäßig leicht
und sicher handzuhaben sind.
[0020] Gemäß einer Weiterbildung weisen einige der Mehrzahl von Befestigungsmitteln einen
Klemmkonus und eine Überwurfmutter auf, wobei die Überwurfmutter ein zu dem Außengewinde
der zumindest einen Stange des Gestänges komplementäres konisches Innengewinde derart
aufweist, dass der Klemmkonus mittels der Überwurfmutter zwischen sich und der zumindest
einen Stange des Gestänges einklemmbar ist, um diese Befestigungsmittel relativ zu
der zumindest einen Stange des Gestänges axial zu fixieren. Somit können die einigen
der Mehrzahl von Befestigungsmitteln mit geringem Materialaufwand und stufenlos relativ
zu der zumindest einen Stange in dem Abschnitt des Außengewindes axial fixiert werden.
Dabei kann der Klemmkonus sowie die Überwurfmutter reversibel verwendbar sein und
ohne weitere Hilfsmittel an der zumindest einen Stange fixiert beziehungsweise von
der zumindest einen Stange gelöst werden.
[0021] Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist die zumindest eine Stange des Gestänges
zumindest abschnittsweise, insbesondere im Bereich der Enden der zumindest einen Stange
des Gestänges oder im Bereich der Enden und der Mitte der zumindest einen Stange des
Gestänges, eine Verzahnung auf. Auf diese Weise kann die Verzahnung jeweils in eine
vorbestimmte Richtung der Achse der zumindest einen Stange mit asymmetrischen Zahnflanken
ausgebildet sein, sodass die Verzahnung in der vorbestimmten Richtung eine steilere
Zahnflanke aufweist und somit tragfähiger ist als entgegen der vorbestimmten Richtung.
[0022] Gemäß einer Weiterbildung weisen einige der Mehrzahl von Befestigungsmitteln zumindest
einen Eingriffszahn zum axialen Fixieren der Befestigungsmittel an der zumindest einen
Stange des Gestänges auf, wobei der zumindest eine Eingriffszahn an einem mittels
einer Rückstellfeder schwenkbar gelagerten Hebel in Eingriff mit der Verzahnung der
zumindest einen Stange des Gestänges lagerbar ist. Somit können die einigen der Mehrzahl
von Befestigungsmitteln mit geringem Kraftaufwand und einer rein translatorischen
Bewegung dieser Befestigungsmittel relativ zu der zumindest einen Stange in dem Abschnitt
der Verzahnung axial fixiert werden.
[0023] Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist das Gestänge mehrere Stangen, insbesondere
2 bis 12 Stangen, und besonders bevorzugt zwei, drei, vier, sechs, acht oder zwölf
Stangen, auf. Auf diese Weise kann die Lagestabilität der mindestens zwei Schwimmkörper
in Bezug auf die Verbindungsvorrichtung mit zunehmender Anzahl an Stangen erhöht werden.
[0024] Gemäß einer Weiterbildung sind die mehreren Stangen, insbesondere die zwei, drei,
vier, sechs, acht oder zwölf Stangen des Gestänges, jeweils über eine Steckverbindung,
wie beispielsweise eine Federknopf-Klammer, einen Bajonettverschluss oder ähnliches,
über eine Klemmverbindung oder über eine Schraubverbindung, wie beispielsweise eine
Quetschverschraubung oder ähnliches, zum Variieren ihrer Längserstreckung angepasst
an die Geometrien der mindestens zwei Schwimmkörper miteinander verbunden. Somit können
die mindestens zwei Schwimmkörper jeweils zunächst unabhängig voneinander in die mehreren
Stangen des Gestänges verklemmt werden bevor anschließend die mehreren Stangen, welche
jeweils einen der mindestens zwei Schwimmkörper klemmen, miteinander verbunden werden
können. Dies kann beispielsweise den Montagevorgang an Land vereinfachen, wodurch
die mindestens zwei Schwimmkörper leichter handzuhaben und insbesondere zu Wasser
zu tragen sind.
[0025] Gemäß einer weiteren Weiterbildung sind zwei der mehreren Stangen, insbesondere die
zwei, drei, vier, sechs, acht oder zwölf Stangen des Gestänges, sich im Wesentlichen
parallel zueinander erstrecken und abschnittsweise von einer Schlaufe eines der mindestens
zwei Schwimmkörper umschlossen sind, wobei die zwei sich im Wesentlichen parallel
zueinander erstreckenden Stangen zum Spannen der Schlaufe geeignet weit voneinander
beabstandet montierbar. Somit können die mindestens zwei Schwimmkörper in ihrem Abstand
zu der mindestens einen Stange des Gestänges festgelegt werden. Dadurch kann das Risiko
eines Herausrutschens des Schwimmkörpers aus der Verklemmung verringert werden.
[0026] Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist die zumindest eine Stange des Gestänges
eine Verspanneinrichtung zum Spannen einer Schlaufe eines der mindestens zwei Schwimmkörper
auf. Somit können die mindestens zwei Schwimmkörper in ihrem Abstand zu der mindestens
einen Stange des Gestänges festgelegt werden. Dadurch kann das Risiko eines Herausrutschens
des Schwimmkörpers aus der Verklemmung verringert werden.
[0027] Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist die Verbindungsvorrichtung ferner mindestens
ein Verbindungselement auf, das dazu ausgebildet ist, eine Anbaukomponente, wie beispielsweise
eine Bodenplatte, einen Sitz, einen Tisch, eine Leiter, ein Steuerruder, einen Außenbordmotor
oder ähnliches, an dem Gestänge zur modularen Erweiterung der Verbindungsvorrichtung
lösbar zu befestigen. Somit ist es möglich, verschiedenartige Anbaukomponenten durch
einheitlich ausgebildete Verbindungselemente aneinander und/oder an dem Gestänge zu
befestigen.
[0028] Gemäß einer Weiterbildung der Verbindungsvorrichtung ist das mindestens eine Verbindungselement
als Kipp-Exzenterhebel zum Auseinanderpressen konusförmiger Segmente in Durchgangsbohrungen
ausgebildet und das Gestänge weist Durchgangsbohrungen mit einem komplementären Bohrungsdurchmesser
auf. Auf diese Weise braucht es zum Befestigen der Anbaukomponente an dem Gestänge
nur von einer Seite her Zugang zu einer Verbindungsstelle, da der Kipp-Exzenterhebel
von derselben Befestigungsseite der Verbindungsstelle eingebracht und arretiert werden
kann. Somit kann die Anbaukomponente auch an schwer zu erreichenden Verbindungsstellen
befestigt werden.
[0029] Gemäß einer weiteren Weiterbildung der Verbindungsvorrichtung ist das mindestens
eine Verbindungselement als Clip zum Andrücken des Clips auf dem Gestänge ausgebildet,
um die Anbaukomponente mit dem Gestänge formund/oder kraftschlüssig zu koppeln, und/oder
als Steckbuchse zum Aufstecken des Gestänges ausgebildet, wobei das Gestänge eine
Federknopf-Klammer zum formschlüssigen Verbinden des Gestänges mit der Anbaukomponente
aufweist. Auf diese Weise kann die Anbaukomponente unabhängig von dem Querschnitt
der zumindest einen Stange an dem Gestänge befestigt werden, solange der Durchmesser
beziehungsweise die Kantenlänge des Querschnitts in einem Bereich liegt, welcher von
dem Clip umschlossen werden kann.
[0030] Gemäß einem zweiten Aspekt der Erfindung ist ein System mit zwei Schwimmkörpern (100),
insbesondere mit zwei Stand-Up-Paddle-Boards, besonders bevorzugt mit zwei aufblasbaren
Stand-Up-Paddle-Boards, und einer Verbindungsvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche vorgesehen.
[0031] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist ein Verbindungsverfahren zum nebeneinander
Verbinden von mindestens zwei Schwimmkörpern, insbesondere von zwei Stand-Up-Paddle-Boards,
vorgesehen. Das Verbindungsverfahren umfasst die Schritte
- a) Bereitstellen von mindestens zwei Schwimmkörpern und einer Verbindungsvorrichtung
mit:
einem Gestänge, welches zumindest eine Stange aufweist; und
einer Mehrzahl von Befestigungsmitteln, welche an der zumindest einen Stange des Gestänges
angeordnet sind und von denen zumindest manche der Mehrzahl von Befestigungsmitteln
axial entlang der Achse der zumindest einen Stange des Gestänges an die jeweilige
Geometrie der mindestens zwei Schwimmkörper angepasst derart verschiebbar vorgesehen
sind, dass jeder Schwimmkörper zwischen mindestens zwei Befestigungsmitteln an der
zumindest einen Stange des Gestänges lagestabil verklemmbar ist;
insbesondere einer erfindungsgemäßen Verbindungsvorrichtung;
- b) Anordnen der Mehrzahl von Befestigungsmitteln an der zumindest einen Stange des
Gestänges;
- c) Anpassen von zumindest manchen der Mehrzahl von Befestigungsmitteln an die jeweilige
Geometrie der mindestens zwei Schwimmkörper;
- d) Verklemmen eines ersten der mindestens zwei Schwimmkörper zwischen mindestens zwei
Befestigungsmitteln, insbesondere zwischen der Hälfte der Mehrzahl von Befestigungsmitteln,
an der zumindest einen Stange des Gestänges;
- e) Wiederholen der Schritte c) und d) für jeden weiteren der mindestens zwei Schwimmkörper.
[0032] Gemäß einer Ausführungsform des Verbindungsverfahrens umfasst das Verfahren ferner
den Schritt f) lösbares Verbinden von mindestens zwei der zumindest einen Stange des
Gestänges zum Variieren ihrer Längserstreckung angepasst an die Geometrien der mindestens
zwei Schwimmkörper durch eine Steckverbindung, wie beispielsweise eine Federknopf-Klammer,
einen Bajonettverschluss oder ähnliches, oder durch eine Schraubverbindung, wie beispielsweise
eine Quetschverschraubung oder ähnliches.
[0033] Die obigen Ausführungsformen und Weiterbildungen lassen sich, sofern sinnvoll, beliebig
miteinander kombinieren. Weitere mögliche Ausführungsformen, Weiterbildungen und Implementierungen
der Erfindung umfassen auch nicht explizit genannte Kombinationen von zuvor oder im
Folgenden bezüglich der Ausführungsbeispiele beschriebenen Merkmale der Erfindung.
Insbesondere wird dabei der Fachmann auch Einzelaspekte als Verbesserungen oder Ergänzungen
zu der jeweiligen Grundform der vorliegenden Erfindung hinzufügen.
[0034] Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen unter
Bezugnahme auf die beiliegenden Figuren der Zeichnungen näher erläutert. Von den Figuren
zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Ansicht einer Verbindungsvorrichtung gemäß einem Ausführungsbeispiel
der Erfindung;
- Fig. 2
- eine schematische Ansicht einer Verbindungsvorrichtung gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel
der Erfindung;
- Fig. 3
- eine schematische Ansicht einer Verbindungsvorrichtung gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel
der Erfindung;
- Fig. 4A, 4B, 4C, 4D
- schematische Vorderansichten einer jeweiligen Mehrzahl von Befestigungsmitteln in
Längsrichtung von Schwimmkörpern gemäß Ausführungsbeispielen der Erfindung;
- Fig. 5
- eine schematische Detailansicht eines Befestigungsmittels mit einem Eingriffszahn
gemäß dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 4D;
- Fig. 6A, 6B, 6C
- schematische Seitenansichten eines jeweiligen Gestänges mit mehreren Stangen, welche
über eine Steckverbindung (Fig. 6A), eine Schraubverbindung (Fig. 6B) oder eine Klemmverbindung
(Fig. 6C) miteinander verbindbar sind, gemäß Ausführungsbeispielen der Erfindung;
- Fig. 7A, 7B
- eine schematische Ansicht eines Verbindungselements gemäß einem Ausführungsbeispiel
der Erfindung, wobei sich das Verbindungselement in Fig. 7A in einem nicht-arretierten
Zustand und in Fig. 7B in einem arretierten Zustand befindet;
- Fig. 8A, 8B, 8C, 8D
- jeweils eine schematische Vorderansicht und eine schematische Seitenansicht eines
Verbindungselements gemäß weiteren Ausführungsbeispielen der Erfindung;
- Fig. 9
- eine schematische Draufsicht und eine schematische Seitenansicht einer Verbindungsvorrichtung
in der Verwendung als Tretboot mit einem Wasserrad gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel
der Erfindung;
- Fig. 10
- eine schematische Draufsicht und eine schematische Seitenansicht einer Verbindungsvorrichtung
in der Verwendung als Tretboot gemäß dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 9 mit weiteren
Anbaukomponenten;
- Fig. 11
- eine schematische Draufsicht und eine schematische Seitenansicht einer Verbindungsvorrichtung
in der Verwendung als Tretboot mit einer Schiffschraube gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel
der Erfindung;
- Fig. 12
- eine schematische Draufsicht und eine schematische Seitenansicht einer Verbindungsvorrichtung
in der Verwendung als Motorboot gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung;
- Fig. 13
- eine schematische Draufsicht und eine schematische Seitenansicht einer Verbindungsvorrichtung
in der Verwendung als Segelboot gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung.
[0035] In den Figuren der Zeichnung sind gleiche, funktionsgleiche und gleich wirkende Elemente,
Merkmale und Komponenten - sofern nichts Gegenteiliges ausgeführt ist - jeweils mit
denselben Bezugszeichen versehen.
[0036] Obwohl vorliegend spezifische Ausführungsformen und Weiterbildungen dargestellt und
beschrieben sind, wird der Fachmann bevorzugen, dass eine Vielzahl von alternativen
und/oder gleichartigen Ausführungen die dargestellten und beschriebenen spezifischen
Ausführungsbeispiele ersetzen können, ohne vom Umfang der vorliegenden Erfindung abzukehren.
Diese Anmeldung soll allgemein alle Abwandlungen oder Änderungen der hierin beschriebenen
spezifischen Ausführungsbeispiele abdecken.
[0037] Die beiliegenden Figuren sollen ein weiteres Verständnis von Ausführungsformen der
Erfindung vermitteln und dienen im Zusammenhang mit der Beschreibung der Erklärung
von Prinzipien und Konzepten der Erfindung. Andere Ausführungsbeispiele und viele
der genannten Vorteile ergeben sich im Hinblick auf die Zeichnungen. Die Zeichnungen
sind lediglich als schematische Zeichnungen zu verstehen und die Elemente der Zeichnungen
sind nicht notwendigerweise maßstabsgetreu zueinander dargestellt. Richtungsangebende
Terminologie wie etwa "oben", "unten", "links", "rechts", "über", "unter", "horizontal",
"vertikal", "vorne", "hinten" und ähnliche Angaben werden lediglich zu erläuternden
Zwecken verwendet und dienen nicht der Beschränkung der Allgemeinheit auf spezifische
Ausgestaltungen wie in den Figuren gezeigt.
[0038] Fig. 1 zeigt eine schematische Ansicht einer Verbindungsvorrichtung 1 gemäß einem
Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung. Die Verbindungsvorrichtung 1 umfasst
in diesem Ausführungsbeispiel ein Gestänge 2 mit einer Stange 3 sowie vier Befestigungsmittel
4. Dabei verbindet die Verbindungsvorrichtung 1 zwei Schwimmkörper 100 nebeneinander,
wobei die zwei Schwimmkörper beispielhaft in Form von zwei Stand-Up-Paddle-Boards
100 dargestellt sind. Die zwei Stand-Up-Paddle-Boards 100 sind vorzugsweise in ihrem
mittleren Bereich beziehungsweise an ihren breitesten Stellen, das heißt in etwa auf
Höhe von Schlaufen 101 der Stand-Up-Paddle-Boards 100, von der Verbindungsvorrichtung
1 lagestabil geklemmt.
[0039] Die vier Befestigungsmittel 4 sind an der Stange 3 des Gestänges 2 angeordnet. Ferner
sind zumindest zwei der vier Befestigungsmittel 4 axial entlang der Achse 5 der Stange
3 des Gestänges 2 an die jeweilige Geometrie der zwei Stand-Up-Paddle-Boards 100 angepasst
derart verschiebbar vorgesehen, dass jedes Stand-Up-Paddle-Board 100 zwischen zwei
Befestigungsmitteln 4 an der Stange 3 des Gestänges 2 lagestabil verklemmbar ist.
Die axiale Verschiebbarkeit der Befestigungsmittel 4 ist anhand von Doppelpfeilen
in Fig. 1 illustriert. Alternativ können auch drei der vier oder alle vier Befestigungsmittel
4 axial verschiebbar vorgesehen sein.
[0040] Fig. 2 zeigt eine schematische Ansicht einer Verbindungsvorrichtung 1 gemäß einem
weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung.
[0041] Die Verbindungsvorrichtung 1 umfasst in dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 ein Gestänge
2 mit sechs Stangen 3 sowie zwölf Befestigungsmittel 4. Dabei verbindet die Verbindungsvorrichtung
1 zwei Schwimmkörper 100 nebeneinander, wobei die zwei Schwimmkörper beispielhaft
in Form von zwei Stand-Up-Paddle-Boards 100 dargestellt sind.
[0042] An jeder der sechs Stangen 3 des Gestänges 2 sind vorzugsweise zwei Befestigungsmittel
4 angeordnet. Zwei der sechs Stangen 3 des Gestänges 2 sind jeweils über eine Steckverbindung
zum Variieren ihrer Längserstreckung angepasst an die Geometrien der zwei Stand-Up-Paddle-Boards
100 miteinander verbunden. Die sechs Stangen 3 weisen entweder, wie in diesem Ausführungsbeispiel,
identische Längen auf oder können unterschiedliche Längen aufweisen.
[0043] Dabei können sich zwei Stangen 3 des Gestänges 2 an zumindest einem der Stand-Up-Paddle-Boards
100 im Wesentlichen parallel zueinander erstrecken und abschnittsweise von einer Schlaufe
101 eines der mindestens zwei Stand-Up-Paddle-Boards 100 umschlossen sein. In Fig.
2 sind die Stangen 3 des Gestänges 2 beispielhaft so angeordnet, dass jeweils zwei
Stangen 3 von den Schlaufen 101 der zwei Stand-Up-Paddle-Boards 100 umschlossen sind.
Des Weiteren sind die zwei sich im Wesentlichen parallel zueinander erstreckenden
Stangen 3 zum Spannen der Schlaufe 101 geeignet weit voneinander beabstandet im mittleren
Bereich der Stand-Up-Paddle-Boards 100 montiert. Die weiteren zwei der sechs Stangen
3 sind in einem vorderen Bereich der Stand-Up-Paddle-Boards 100 montiert.
[0044] Ferner sind zumindest sechs der zwölf Befestigungsmittel 4 axial entlang der Achse
5 der jeweiligen Stange 3 des Gestänges 2 an die jeweilige Geometrie der zwei Stand-Up-Paddle-Boards
100 angepasst derart verschiebbar vorgesehen, dass jedes Stand-Up-Paddle-Board 100
zwischen zwei Befestigungsmitteln 4 an der Stange 3 des Gestänges 2 lagestabil verklemmbar
ist. Die axiale Verschiebbarkeit der Befestigungsmittel 4 ist anhand von Doppelpfeilen
illustriert, wobei aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht jedes axial verschiebbare
Befestigungsmittel 4 einen Doppelpfeil zugeordnet bekommen hat. Alternativ können
auch mehr als sechs der zwölf Befestigungsmittel 4 axial verschiebbar vorgesehen sein.
[0045] Die zwölf Befestigungsmittel 4 können darüber hinaus Halteklammern 40 zum form- und/oder
kraftschlüssigen Umklammern des jeweiligen Stand-Up-Paddle-Boards 100 aufweisen. Dabei
können die Halteklammern 40 im Wesentlichen gebogen ausgebildet und um eine Querachse
der Stange 3 schwenkbar sein. Die Halteklammern 40 sind vorzugsweise derart gebogen,
dass ihre Form im Wesentlichen mit der Form des Stand-Up-Paddle-Boards 100 im jeweiligen
Kontaktbereich korrespondiert. Alternativ oder zusätzlich können die Halteklammern
40 im Wesentlichen schräg ausgebildet und um eine Querachse der Stange 3 schwenkbar
sein. Die Schwenkbarkeit der Halteklammern 40 ist anhand von bogenförmigen Doppelpfeilen
in Fig. 2 illustriert, wobei aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht jede schwenkbare
Halteklammer 40 einen bogenförmigen Doppelpfeil zugeordnet bekommen hat. Alternativ
können auch mehr als die eingezeichneten Halteklammern 40 um eine Querachse der Stange
3 schwenkbar vorgesehen sein.
[0046] Fig. 3 zeigt eine schematische Ansicht einer Verbindungsvorrichtung 1 gemäß einem
weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung.
[0047] Die Verbindungsvorrichtung 1 umfasst in dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 ein Gestänge
2 mit sechs Stangen 3 sowie acht Befestigungsmittel 4. Dabei verbindet die Verbindungsvorrichtung
1 zwei Schwimmkörper 100 nebeneinander, wobei die zwei Schwimmkörper beispielhaft
in Form von zwei Stand-Up-Paddle-Boards 100 dargestellt sind.
[0048] Drei der sechs Stangen 3 des Gestänges 2 sind jeweils über eine Schraubverbindung
zum Variieren ihrer Längserstreckung angepasst an die Geometrien der zwei Stand-Up-Paddle-Boards
100 miteinander verbunden. Die sechs Stangen 3 weisen gemäß dem vorliegenden Ausführungsbeispiel
unterschiedliche Längen auf, wobei die jeweils mittlere der drei miteinander verbundenen
Stangen 3 kürzer ausgebildet ist als die beiden äußeren der drei miteinander verbundenen
Stangen 3. Die beiden äußeren der drei miteinander verbundenen Stangen 3 sind dabei
insbesondere länger ausgebildet als die Stand-Up-Paddle-Boards 100 an ihrer breitesten
Stelle breit sind. Optional können die Stangen 3 identische Längen aufweisen, sofern
drei der Stangen 3 in Summe länger ausgebildet sind als die doppelte Breite der breitesten
Stelle des Stand-Up-Paddle-Boards 100.
[0049] Darüber hinaus können jeweils zwei der acht Befestigungsmittel 4 einen die zwei Befestigungsmittel
4 verbindenden Überbrückungsbalken 44 zum form- und kraftschlüssigen Umschließen des
jeweiligen Stand-Up-Paddle-Boards 100 aufweisen. Die Überbrückungsbalken 44 sind beispielsweise
an Unterseiten der Befestigungsmittel 4 über eine Schraub- oder Klemmverbindung befestigt.
Alternativ können die Überbrückungsbalken 44 in ihrer Längserstreckung variabel ausgebildet
sein, um an die Geometrie des Stand-Up-Paddle-Boards 100 anpassbar zu sein.
[0050] Ferner weisen in Fig. 3 zwei der sechs Stangen 3 des Gestänges 2 eine Verspanneinrichtung
6 zum Spannen einer Schlaufe 101 des jeweiligen Stand-Up-Paddle-Boards 100 auf.
[0051] Fig. 4A, 4B, 4C und 4D zeigen schematische Vorderansichten einer jeweiligen Mehrzahl
von Befestigungsmitteln 4 in Längsrichtung von Schwimmkörpern 100 gemäß Ausführungsbeispielen
der Erfindung.
[0052] In Fig. 4A weist die Stange 3 des Gestänges 2 gemäß einem Ausführungsbeispiel der
Mehrzahl von Befestigungsmitteln 4 zumindest abschnittsweise ein Außengewinde aufweist.
Das Außengewinde kann auch nur im Bereich der Enden der Stange 3 des Gestänges 2 vorgesehen
sein, wenn die Befestigungsmittel 4 in der Mitte der Stange 3 nicht axial verschiebbar
sind. Optional kann das Außengewinde im Bereich der Enden und der Mitte der Stange
3 des Gestänges 2 vorgesehen sein, sodass alle Befestigungsmittel 4 entlang der Stange
3 axial verschiebbar sind.
[0053] In dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 4A weisen die Befestigungsmittel 4 beispielhaft
einen Klemmkonus 42 und eine Überwurfmutter 43 beziehungsweise ein Klemmfitting auf.
Dabei kann die Überwurfmutter 43 ein zu dem Außengewinde der Stange 3 des Gestänges
2 komplementäres konisches Innengewinde derart aufweisen, dass der Klemmkonus 42 mittels
der Überwurfmutter 43 zwischen sich und der Stange 3 des Gestänges 2 einklemmbar ist,
um die Befestigungsmittel 4 relativ zu der Stange 3 des Gestänges 2 axial zu fixieren.
Die Überwurfmutter 43 weist auf einer Seite eine größere konzentrische Öffnung mit
Innengewinde und auf der gegenüberliegenden Seite eine etwas kleinere konzentrische
Öffnung auf, welche ungefähr dem Durchmesser der Stange 3 entspricht. Von der kleineren
Öffnung ausgehend weitet sich der Innendurchmesser des Innengewindes konisch bis zum
Durchmesser der größeren Öffnung auf. Der Klemmkonus 42 ist ferner dazu ausgebildet,
sich zwischen der Stange 3 und der Überwurfmutter 43 einklemmen zu lassen, wenn sich
beim Anziehen der Überwurfmutter 43 deren konisches Innengewinde auf den Klemmkonus
42 schiebt und den Klemmkonus 42 einquetscht. Dazu ist der Klemmkonus 42 vorzugsweise
aus einem weichen Material, insbesondere aus Silikon, Kunststoff, Kautschuk oder einem
vergleichbaren Material, hergestellt.
[0054] In Fig. 4B nehmen die Befestigungsmittel 4 im Kontaktbereich zu den zwei abgebildeten
Schwimmkörpern 100 Einlageelemente 41 zum mechanischen Schutz der zwei Schwimmkörper
100 vor Beschädigungen auf. Die Einlageelemente 41 sind vorzugsweise aus Schaumstoff,
Kunststoff oder Textilien hergestellt. Darüber hinaus sind die Einlageelemente 41
insbesondere im Wesentlichen an die Geometrie der Schwimmkörper 100 angepasst, wobei
in jedem Befestigungsmittel 4 ein oder mehrere Einlageelemente 41 aufgenommen werden
können. Alternativ weisen die Befestigungsmittel 4 im Kontaktbereich zu den zwei abgebildeten
Schwimmkörpern 100 Materialien zum mechanischen Schutz der mindestens zwei Schwimmkörper
100 vor Beschädigungen, vorzugsweise Schaumstoff, Kunststoff oder Textilien, auf.
[0055] Fig. 4C verdeutlicht die Befestigungsmittel 4 in Kombination mit dem Überbrückungsbalken
44 aus Fig. 3. Dabei wird in Fig. 4C insbesondere veranschaulicht, dass der Überbrückungsbalken
44 derart mit den mindestens zwei der Mehrzahl von Befestigungsmitteln 4 gekoppelt
sein kann, dass das Gestänge 2 in Zusammenspiel mit den Befestigungsmitteln 4 sowie
dem Überbrückungsbalken 44 den Schwimmkörper 100 in einer Achse umschließt.
[0056] In dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 4D weist die Stange 3 des Gestänges 2 zumindest
abschnittsweise, eine Verzahnung auf. Die Verzahnung kann auch nur im Bereich der
Enden der Stange 3 des Gestänges 2 vorgesehen sein, wenn die Befestigungsmittel 4
in der Mitte der Stange 3 nicht axial verschiebbar sind. Optional kann die Verzahnung
im Bereich der Enden und der Mitte der Stange 3 des Gestänges 2 vorgesehen sein, sodass
alle Befestigungsmittel 4 entlang der Stange 3 axial verschiebbar sind. Zum Verschieben
beziehungsweise Lösen der Befestigungsmittel 4 relativ zu der Stange 3 kann die Mehrzahl
von Befestigungsmitteln 4 einen Hebel 46 aufweisen.
[0057] Fig. 5 zeigt eine schematische Detailansicht eines Befestigungsmittels 4 mit einem
Eingriffszahn 45 gemäß dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 4D.
[0058] In Ergänzung zu den Merkmalen des Ausführungsbeispiels nach Fig. 4D können die Befestigungsmittel
4, wie in Fig. 5 dargestellt, einen Eingriffszahn 45 zum axialen Fixieren der Befestigungsmittel
4 an der Stange 3 des Gestänges 2 aufweisen. Optional können die Befestigungsmittel
4 auch mehrere Eingriffszähne 45 aufweisen. Dabei ist der Eingriffszahn 45 vorzugsweise
an dem Hebel 46 in Eingriff mit der Verzahnung der Stange 3 des Gestänges 2 lagerbar.
Ferner kann der Hebel 46 mittels einer Rückstellfeder schwenkbar an dem Befestigungsmittel
4 gelagert sein.
[0059] Fig. 6A, 6B und 6C zeigen schematische Seitenansichten eines jeweiligen Gestänges
2 mit mehreren Stangen 3, welche über eine Steckverbindung (Fig. 6A), eine Schraubverbindung
(Fig. 6B) oder eine Klemmverbindung (Fig. 6C) miteinander verbindbar sind, gemäß Ausführungsbeispielen
der Erfindung.
[0060] In Fig. 6A ist die Steckverbindung insbesondere als Federknopf-Klammer 61 illustriert.
Dabei weist eine erste der zu verbindenden Stangen 3 ein Hohlprofil zumindest in einem
Endbereich der ersten Stange 3 und eine Bohrung im Mantel der ersten Stange 3 in diesem
Endbereich auf. Eine zweite der zu verbindenden Stangen 3 weist zu Innenabmessungen
des Hohlprofils komplementäre Außenabmessungen in einem Endbereich der zweiten Stange
3 und einen Federknopf 64 auf. Die Bohrung und der Federknopf 64 sind vorzugsweise
in ihren Abmessungen sowie Positionen im Verhältnis zu den jeweiligen Stangen 3 aufeinander
abgestimmt, sodass der Federknopf 64 beim Ineinanderschieben der ersten und der zweiten
Stange 3 in der Bohrung verrastet. Somit können die Stangen 3 des Gestänges 2 mittels
der Federknopf-Klammer 61 exakt positioniert und auch schnell wieder gelöst werden.
Alternativ kann die Steckverbindung auch als Bajonettverschluss oder ähnliches ausgebildet
sein.
[0061] Fig. 6B zeigt beispielhaft eine Schraubverbindung, die als Quetschverschraubung 63
ausgebildet ist. Dabei weist eine erste der zu verbindenden Stangen 3 vorzugsweise
einen Klemmkonus 42 in ihrem Endbereich auf. Eine zweite der zu verbindenden Stangen
3 weist vorzugsweise eine Überwurfmutter 43 in ihrem Endbereich auf. Ferner sind der
Klemmkonus 42 und die Überwurfmutter 43 beispielsweise fest mit der jeweiligen Stange
3 verbunden, damit die erste und die zweite Stange 3 im verbundenen Zustand keine
Relativbewegungen zueinander möglich sind. Zur weiteren Erläuterung der Quetschverschraubung
64 wird auf die Beschreibung bezüglich des Ausführungsbeispiels nach Fig. 4A verwiesen.
Darüber hinaus sind auch ähnliche Schraubverbindungen möglich, mittels welcher die
Längserstreckung der Stangen 3 des Gestänges 2 variabel an die Geometrien der Schwimmkörper
100 anpassbar sind.
[0062] Optional können eine erste und eine zweite Stange 3 auch über eine Klemmverbindung
62 miteinander verbunden sein, wie dies Fig. 6C veranschaulicht. Besonders bevorzugt
ist die Klemmverbindung 62 als Teleskopstange ausgebildet, wobei sich die erste und
die zweite Stange 3 in bekannter Weise durch Verdrehen der Stangen 3 relativ zueinander
oder durch Schließen eines Bügels an der ersten oder der zweiten Stange 3 die erste
Stange 3 in Bezug zu der zweiten Stange 3 fixiert ist.
[0063] Fig. 7A und 7B zeigen eine schematische Ansicht eines Verbindungselements 7 gemäß
einem Ausführungsbeispiel der Erfindung, wobei sich das Verbindungselement 7 in Fig.
7A in einem nicht-arretierten Zustand und in Fig. 7B in einem arretierten Zustand
befindet.
[0064] Das mindestens eine Verbindungselement 7 kann dazu ausgebildet sein, eine Anbaukomponente
8, wie beispielsweise eine Bodenplatte, einen Sitz, einen Tisch, eine Leiter, ein
Steuerruder, einen Außenbordmotor oder ähnliches, an dem Gestänge 2 zur modularen
Erweiterung der Verbindungsvorrichtung 1 lösbar zu befestigen. Dabei ist das mindestens
eine Verbindungselement 7 vorzugsweise als Kipp-Exzenterhebel 7 ausgebildet. Der Kipp-Exzenterhebel
7 weist beispielsweise einen Konus 72 auf, welcher über einen zylinderförmigen Stiel
an einem Hebelelement 71 des Kipp-Exzenterhebels 7 angebunden ist und sich von einem
proximalen Ende hin zu einem distalen Ende im Querschnitt aufweitet. Ferner weist
der Kipp-Exzenterhebel 7 im Wesentlichen konusförmige beziehungsweise im Wesentlichen
kreisförmig angeordnete Segmente 73 um den Stiel und den Konus 72 herum auf, wobei
die Segmente 73 schwenkbar gelagert sind.
[0065] Um die Anbaukomponente 8 an dem Gestänge 2 befestigen zu können, kann die Anbaukomponente
8 insbesondere Durchgangsbohrungen oder Aussparungen aufweisen. Demgemäß kann auch
das Gestänge 2 insbesondere Durchgangsbohrungen mit einem komplementären Bohrungsdurchmesser
aufweisen. Wie Fig. 7A verdeutlicht sind die Anbaukomponente 8 und das Gestänge 2
derart relativ zueinander angeordnet, dass die jeweiligen Durchgangsbohrungen übereinander
liegen und der Kipp-Exzenterhebel 7 von zumindest einer Seite in die Durchgangsbohrungen
einführbar ist.
[0066] In dem arretierten Zustand presst der Konus 72 die Segmente 73 durch Verschieben
des Konus 72 mittels Umlegen des Hebelelements 71 auseinander, sodass der Kipp-Exzenterhebel
7, insbesondere kraftschlüssig, in den Durchgangsbohrungen arretiert ist, wie in Fig.
7B dargestellt ist.
[0067] Fig. 8A, 8B, 8C und 8D zeigen jeweils eine schematische Vorderansicht und eine schematische
Seitenansicht eines Verbindungselements 7 gemäß weiteren Ausführungsbeispielen der
Erfindung.
[0068] In den Fig. 8A und 8B ist das Verbindungselement 7 beispielhaft als Clip 7 ausgebildet.
Der Clip 7 kann auf das Gestänge 2 andrückbar sein, wobei der Clip 7 insbesondere
aus einem weichen Material, insbesondere aus Silikon, Kunststoff, Kautschuk oder vergleichbarem
Material, hergestellt ist. Das Verbindungselement 7 kann ferner dazu ausgebildet sein,
eine Anbaukomponente 8, wie beispielsweise eine Bodenplatte, einen Sitz, einen Tisch,
eine Leiter, ein Steuerruder, einen Außenbordmotor oder ähnliches, an dem Gestänge
2 zur modularen Erweiterung der Verbindungsvorrichtung 1 lösbar zu befestigen. Wahlweise
kann die Anbaukomponente 8 einen oder mehrere Clip 7 aufweisen, um die Anbaukomponente
8 mit dem Gestänge 2 form- und/oder kraftschlüssig zu koppeln.
[0069] Fig. 8B zeigt insbesondere einen Clip 7 mit einem Verschlussmechanismus 74. Der Verschlussmechanismus
74 ist vorzugsweise schwenkbar an dem Clip 7 gelagert. Durch Schwenken des Verschlussmechanismus
74 kann ein in dem Clip 7 vorgesehener Riegel eine Unterbrechung des Clips 7 in Umfangsrichtung
des Gestänges 2 schließen, sodass das Gestänge 2 nun komplett von dem Clip 7 und dem
Riegel umschlossen ist.
[0070] Alternativ oder zusätzlich kann das Verbindungselement 7, wie in Fig. 8C abgebildet,
beispielsweise als Steckbuchse 7 zum Aufstecken des Gestänges 2 ausgebildet sein.
Dabei weist das Gestänge 2 vorzugsweise eine Federknopf-Klammer gemäß dem Ausführungsbeispiel
nach Fig. 6A auf. Die Steckbuchse 7 kann in der Anbaukomponente 8 integriert oder
an dieser montierbar sein. Das Gestänge 2 ist ausgebildet, in die Steckbuchse 7 steckbar
zu sein und somit die Anbaukomponente 8 mit dem Gestänge 2 formschlüssig zu verbinden.
Insbesondere sind mehrere Stangen 3 von verschiedenen Seiten in die Steckbuchse 7
steckbar.
[0071] Darüber hinaus kann das Verbindungselement 7 auch einen Klemmkonus 42 und eine Überwurfmutter
43 ähnlich dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 4A aufweisen. Dabei weist der Klemmkonus
42 in dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 8D ferner einen Positionierstift 47 auf. Anhand
des Positionierstifts 47, welcher in eine Aussparung eines Clips 7 oder der Anbaukomponente
8 einführbar ist, ist der Klemmkonus 42 in Bezug zu dem Clip 7 oder der Anbaukomponente
8 beziehungsweise dem Gestänge 2 radial fixierbar.
[0072] Fig. 9 bis 13 zeigen verschiedene Verwendungen einer Verbindungsvorrichtung 1 in
Kombination mit zwei Stand-Up-Paddle-Boards 100 für ein oder mehrere Personen, wobei
beispielhafte Anbaukomponenten 8 dargestellt sind.
[0073] Fig. 9 zeigt eine schematische Draufsicht und eine schematische Seitenansicht einer
Verbindungsvorrichtung 1 in der Verwendung als Tretboot mit einem Wasserrad 87 gemäß
einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung.
[0074] Die Verbindungsvorrichtung 1 weist bevorzugt vier Stangen 3 auf, wobei zwei der vier
Stangen 3 in einem mittleren Bereich der Stand-Up-Paddle-Boards 100 angeordnet sind
und die verbleibenden zwei der vier Stangen 3 jeweils in einem vorderen beziehungsweise
hinteren Bereich der Stand-Up-Paddle-Boards 100 angeordnet sind. Die Verbindungsvorrichtung
1 kann ferner beispielsweise Anbaukomponenten 8, wie zwei Bodenplatten 81, zwei Sitze
82, ein Steuerruder 85 und das Wasserrad 87 aufweisen. Die genannten Anbaukomponenten
8 sind an dem Gestänge 2, insbesondere mittels zumindest einem der in den Fig. 7A,
7B, 8A, 8B, 8C oder 8D vorgestellten Verbindungselemente 7, lösbar befestigt. Alternativ
oder zusätzlich sind die Anbaukomponenten 8 aneinander befestigt oder gegenseitig
abgestützt.
[0075] Die zwei Bodenplatten 81 können separat an den Stangen 3 des Gestänges 2 befestigt
sein. Optional können die zwei Bodenplatten 81 gelenkig miteinander verbunden sein.
Darüber hinaus können die zwei Bodenplatten 81 Aussparungen, Verstärkungen und/oder
eine aufgeraute Oberflächenbeschaffenheit aufweisen. Die zwei Sitze 82 können aus
einem oder mehreren Komponenten gebildet sein und wahlweise zusätzlich Polsterungen,
Armlehnen und/oder Rückenlehnen aufweisen. Ferner sind die Stand-Up-Paddle-Boards
100 gemäß dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 9 als aufblasbare Stand-Up-Paddle-Boards
100 ausgebildet.
[0076] Fig. 10 zeigt eine schematische Draufsicht und eine schematische Seitenansicht einer
Verbindungsvorrichtung 1 in der Verwendung als Tretboot gemäß dem Ausführungsbeispiel
nach Fig. 9 mit weiteren Anbaukomponenten 8.
[0077] Die Verbindungsvorrichtung 1 kann ferner weitere Anbaukomponenten 8, wie beispielsweise
einen Tisch 83, eine Leiter 84 und einen Sonnenschutz 89 aufweisen.
[0078] Fig. 11 zeigt eine schematische Draufsicht und eine schematische Seitenansicht einer
Verbindungsvorrichtung 1 in der Verwendung als Tretboot mit einer Schiffschraube 88
gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung.
[0079] Die Verbindungsvorrichtung 1 weist bevorzugt vier Stangen 3 auf, wobei zwei der vier
Stangen 3 in einem mittleren Bereich der Stand-Up-Paddle-Boards 100 angeordnet sind
und die verbleibenden zwei der vier Stangen 3 jeweils in einem vorderen beziehungsweise
hinteren Bereich der Stand-Up-Paddle-Boards 100 angeordnet sind. Die Verbindungsvorrichtung
1 kann ferner beispielsweise Anbaukomponenten 8, wie zwei Bodenplatten 81, zwei Sitze
82, ein Steuerruder 85 und die Schiffsschraube 88 aufweisen. Die genannten Anbaukomponenten
8 sind an dem Gestänge 2, insbesondere mittels zumindest einem der in den Fig. 7A,
7B, 8A, 8B, 8C oder 8D vorgestellten Verbindungselemente 7, lösbar befestigt. Alternativ
oder zusätzlich sind die Anbaukomponenten 8 aneinander befestigt oder gegenseitig
abgestützt.
[0080] Fig. 12 zeigt eine schematische Draufsicht und eine schematische Seitenansicht einer
Verbindungsvorrichtung 1 in der Verwendung als Motorboot gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel
der Erfindung.
[0081] Die Verbindungsvorrichtung 1 weist bevorzugt vier Stangen 3 auf, wobei zwei der vier
Stangen 3 in einem mittleren Bereich der Stand-Up-Paddle-Boards 100 angeordnet sind
und die verbleibenden zwei der vier Stangen 3 jeweils in einem vorderen beziehungsweise
hinteren Bereich der Stand-Up-Paddle-Boards 100 angeordnet sind. Die Verbindungsvorrichtung
1 kann ferner beispielsweise Anbaukomponenten 8, wie zwei Bodenplatten 81, zwei Sitze
82 und einen Außenbordmotor 86 aufweisen. Die genannten Anbaukomponenten 8 sind an
dem Gestänge 2, insbesondere mittels zumindest einem der in den Fig. 7A, 7B, 8A, 8B,
8C oder 8D vorgestellten Verbindungselemente 7, lösbar befestigt. Alternativ oder
zusätzlich sind die Anbaukomponenten 8 aneinander befestigt oder gegenseitig abgestützt.
[0082] Dabei ist der Außenbordmotor 87 schwenkbar an dem Gestänge 2 oder an einer der zwei
Bodenplatten 81 befestigt, sodass das Motorboot durch Schwenken des Außenbordmotors
87 steuerbar ist.
[0083] Fig. 13 zeigt eine schematische Draufsicht und eine schematische Seitenansicht einer
Verbindungsvorrichtung 1 in der Verwendung als Segelboot gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel
der Erfindung.
[0084] Die Verbindungsvorrichtung 1 weist bevorzugt vier Stangen 3 auf, wobei zwei der vier
Stangen 3 in einem mittleren Bereich der Stand-Up-Paddle-Boards 100 angeordnet sind
und die verbleibenden zwei der vier Stangen 3 jeweils in einem vorderen beziehungsweise
hinteren Bereich der Stand-Up-Paddle-Boards 100 angeordnet sind. Die Verbindungsvorrichtung
1 kann ferner beispielsweise Anbaukomponenten 8, wie zwei Bodenplatten 81, ein Steuerruder
85 und ein Segel 80 aufweisen. Die genannten Anbaukomponenten 8 sind an dem Gestänge
2, insbesondere mittels zumindest einem der in den Fig. 7A, 7B, 8A, 8B, 8C oder 8D
vorgestellten Verbindungselemente 7, lösbar befestigt. Alternativ oder zusätzlich
sind die Anbaukomponenten 8 aneinander befestigt oder gegenseitig abgestützt.
[0085] In der vorangegangenen detaillierten Beschreibung sind verschiedene Merkmale zur
Verbesserung der Stringenz der Darstellung in einem oder mehreren Beispielen zusammengefasst
worden. Es sollte dabei jedoch klar sein, dass die obige Beschreibung lediglich illustrativer,
keinesfalls jedoch beschränkender Natur ist. Sie dient der Abdeckung aller Alternativen,
Modifikationen und Äquivalente der verschiedenen Merkmale und Ausführungsbeispiele.
Viele andere Beispiele werden dem Fachmann aufgrund seiner fachlichen Kenntnisse in
Anbetracht der obigen Beschreibung sofort und unmittelbar klar sein.
[0086] Die Ausführungsbeispiele wurden ausgewählt und beschrieben, um die der Erfindung
zugrundeliegenden Prinzipien und ihre Anwendungsmöglichkeiten in der Praxis bestmöglich
darstellen zu können. Dadurch können Fachleute die Erfindung und ihre verschiedenen
Ausführungsbeispiele in Bezug auf den beabsichtigten Einsatzzweck optimal modifizieren
und nutzen. In den Ansprüchen sowie der Beschreibung werden die Begriffe "beinhaltend"
und "aufweisend" als neutralsprachliche Begrifflichkeiten für die entsprechenden Begriffe
"umfassend" verwendet. Weiterhin soll eine Verwendung der Begriffe "ein", "einer"
und "eine" eine Mehrzahl derartig beschriebener Merkmale und Komponenten nicht grundsätzlich
ausschließen.
Bezugszeichenliste
[0087]
- 1
- Verbindungsvorrichtung
- 2
- Gestänge
- 3
- Stange
- 4
- Befestigungsmittel
- 5
- Achse
- 6
- Verspanneinrichtung
- 7
- Verbindungselement
- 8
- Anbaukomponente
- 40
- Halteklammern
- 41
- Einlageelemente
- 42
- Klemmkonus
- 43
- Überwurfmutter
- 44
- Überbrückungsbalken
- 45
- Eingriffszahn
- 46
- Hebel
- 61
- Federknopf-Klammer
- 62
- Klemmverbindung
- 63
- Quetschverbindung
- 64
- Federknopf
- 71
- Hebelelement
- 72
- Konus
- 73
- Segmente
- 74
- Verschlussmechanismus
- 80
- Segel
- 81
- Bodenplatte
- 82
- Sitz
- 83
- Tisch
- 84
- Leiter
- 85
- Steuerruder
- 86
- Außenbordmotor
- 87
- Wasserrad
- 88
- Schiffsschraube
- 89
- Sonnenschutz
- 100
- Schwimmkörper
- 101
- Schlaufe
1. Verbindungsvorrichtung (1) zum nebeneinander Verbinden von mindestens zwei Schwimmkörpern
(100), insbesondere von mindestens zwei Stand-Up-Paddle-Boards, mit:
einem Gestänge (2), welches zumindest eine Stange (3) aufweist; und
einer Mehrzahl von Befestigungsmitteln (4), welche an der zumindest einen Stange (3)
des Gestänges (2) angeordnet sind und von denen zumindest manche der Mehrzahl von
Befestigungsmitteln (4) axial entlang der Achse (5) der zumindest einen Stange (3)
des Gestänges (2) an die jeweilige Geometrie der mindestens zwei Schwimmkörper (100)
angepasst derart verschiebbar vorgesehen sind, dass jeder Schwimmkörper (100) zwischen
mindestens zwei Befestigungsmitteln (4) an der zumindest einen Stange (3) des Gestänges
(2) lagestabil verklemmbar ist.
2. Vorrichtung (1) nach Anspruch 1, wobei an einigen der Mehrzahl von Befestigungsmitteln
(4) Halteklammern (40) zum form- und/oder kraftschlüssigen Umklammern des jeweiligen
Schwimmkörpers (100) vorgesehen sind.
3. Vorrichtung (1) nach Anspruch 2, wobei die Halteklammern (40) im Wesentlichen gebogen
und/oder schräg ausgebildet und um eine Querachse der zumindest einen Stange (3) des
Gestänges (2) schwenkbar sind.
4. Vorrichtung (1) nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei mindestens
zwei der Mehrzahl von Befestigungsmitteln (4) einen die mindestens zwei der Mehrzahl
von Befestigungsmitteln (4) verbindenden Überbrückungsbalken (44) zum form- und kraftschlüssigen
Umschließen des jeweiligen Schwimmkörpers (100) aufweisen.
5. Vorrichtung (1) nach Anspruch 4, wobei der Überbrückungsbalken (44) mit den mindestens
zwei der Mehrzahl von Befestigungsmitteln (4) derart gekoppelt ist, dass das Gestänge
(2) in Zusammenspiel mit den mindestens zwei der Mehrzahl von Befestigungsmitteln
(4) sowie dem Überbrückungsbalken (44) einen der mindestens zwei Schwimmkörper (100)
in einer Achse umschließt.
6. Vorrichtung (1) nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Mehrzahl
von Befestigungsmitteln (4) im Kontaktbereich zu den mindestens zwei Schwimmkörpern
(100) Materialien zum mechanischen Schutz der mindestens zwei Schwimmkörper (100)
vor Beschädigungen, vorzugsweise Schaumstoff, Kunststoff oder Textilien, aufweisen,
zumindest abschnittsweise gebogen ausgebildet sind und/oder Einlageelemente (41) zum
mechanischen Schutz der mindestens zwei Schwimmkörper (100) vor Beschädigungen, vorzugsweise
aus Schaumstoff, Kunststoff oder Textilien, aufnehmen.
7. Vorrichtung (1) nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die zumindest
eine Stange (3) des Gestänges (2) zumindest abschnittsweise, insbesondere im Bereich
der Enden der zumindest einen Stange (3) des Gestänges (2) oder im Bereich der Enden
und der Mitte der zumindest einen Stange (3) des Gestänges (2), ein Außengewinde aufweist.
8. Vorrichtung (1) nach Anspruch 7, wobei einige der Mehrzahl von Befestigungsmitteln
(4) einen Klemmkonus (42) und eine Überwurfmutter (43) aufweisen, wobei die Überwurfmutter
(43) ein zu dem Außengewinde der zumindest einen Stange (3) des Gestänges (2) komplementäres
konisches Innengewinde derart aufweist, dass der Klemmkonus (42) mittels der Überwurfmutter
(43) zwischen sich und der zumindest einen Stange (3) des Gestänges (2) einklemmbar
ist, um diese Befestigungsmittel (4) relativ zu der zumindest einen Stange (3) des
Gestänges (2) axial zu fixieren.
9. Vorrichtung (1) nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die zumindest
eine Stange (3) des Gestänges (2) zumindest abschnittsweise, insbesondere im Bereich
der Enden der zumindest einen Stange (3) des Gestänges (2) oder im Bereich der Enden
und der Mitte der zumindest einen Stange (3) des Gestänges (2), eine Verzahnung aufweist.
10. Vorrichtung (1) nach Anspruch 9, wobei einige der Mehrzahl von Befestigungsmitteln
(4) zumindest einen Eingriffszahn (45) zum axialen Fixieren der Befestigungsmittel
(4) an der zumindest einen Stange (3) des Gestänges (2) aufweisen, wobei der zumindest
eine Eingriffszahn (45) an einem mittels einer Rückstellfeder schwenkbar gelagerten
Hebel (46) in Eingriff mit der Verzahnung der zumindest einen Stange (3) des Gestänges
(2) lagerbar ist.
11. Vorrichtung (1) nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Gestänge
(2) mehrere Stangen (3), insbesondere 2 bis 12 Stangen (3), und besonders bevorzugt
zwei, drei, vier, sechs, acht oder zwölf Stangen (3), aufweist.
12. Vorrichtung (1) nach Anspruch 11, wobei die mehreren Stangen (3), insbesondere die
zwei, drei, vier, sechs, acht oder zwölf Stangen (3) des Gestänges (2), jeweils über
eine Steckverbindung, wie beispielsweise eine Federknopf-Klammer (61), einen Bajonettverschluss
oder ähnliches, über eine Klemmverbindung (62) oder über eine Schraubverbindung, wie
beispielsweise eine Quetschverschraubung (63) oder ähnliches, zum Variieren ihrer
Längserstreckung angepasst an die Geometrien der mindestens zwei Schwimmkörper (100)
miteinander verbunden sind.
13. Vorrichtung (1) nach Anspruch 11 oder 12, wobei zwei der mehreren Stangen (3), insbesondere
die zwei, drei, vier, sechs, acht oder zwölf Stangen (3) des Gestänges (2), sich im
Wesentlichen parallel zueinander erstrecken und abschnittsweise von einer Schlaufe
(101) eines der mindestens zwei Schwimmkörper (100) umschlossen sind, wobei die zwei
sich im Wesentlichen parallel zueinander erstreckenden Stangen (3) zum Spannen der
Schlaufe geeignet weit voneinander beabstandet montierbar sind.
14. Vorrichtung (1) nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die zumindest
eine Stange (3) des Gestänges (2) eine Verspanneinrichtung (6) zum Spannen einer Schlaufe
(101) eines der mindestens zwei Schwimmkörper (100) aufweist.
15. Vorrichtung (1) nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, ferner aufweisend
mindestens ein Verbindungselement (7), das dazu ausgebildet ist, eine Anbaukomponente
(8), wie beispielsweise eine Bodenplatte (81), einen Sitz (82), einen Tisch (83),
eine Leiter (84), ein Steuerruder (85), einen Außenbordmotor (86) oder ähnliches,
an dem Gestänge (2) zur modularen Erweiterung der Verbindungsvorrichtung (1) lösbar
zu befestigen.
16. Vorrichtung (1) nach Anspruch 15, wobei das mindestens eine Verbindungselement (7)
als Kipp-Exzenterhebel zum Auseinanderpressen konusförmiger Segmente (73) in Durchgangsbohrungen
ausgebildet ist und das Gestänge (2) Durchgangsbohrungen mit einem komplementären
Bohrungsdurchmesser aufweist.
17. Vorrichtung (1) nach Anspruch 15, wobei das mindestens eine Verbindungselement (7)
als Clip zum Andrücken des Clips auf dem Gestänge (2) ausgebildet ist, um die Anbaukomponente
(8) mit dem Gestänge (2) form- und/oder kraftschlüssig zu koppeln, und/oder als Steckbuchse
zum Aufstecken des Gestänges (2) ausgebildet ist, wobei das Gestänge (2) eine Federknopf-Klammer
zum formschlüssigen Verbinden des Gestänges (2) mit der Anbaukomponente (8) aufweist.
18. System mit zwei Schwimmkörpern (100), insbesondere mit zwei Stand-Up-Paddle-Boards,
und einer Verbindungsvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche.