[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Herstellung von Vliesstoffen aus Endlosfilamenten,
wobei eine Spinneinrichtung zum Erspinnen der Filamente und eine Kühleinrichtung zum
Kühlen der Filamente vorhanden ist, wobei weiterhin ein Ablagesiebband vorgesehen
ist, auf dem die Filamente in einem Ablagebereich zu einer Vliesbahn ablegbar sind,
wobei das Ablagesiebband in einem Umlenkungsbereich durch zumindest eine Nasenwalze
aus seiner Transportrichtung ablenkbar ist und wobei zumindest eine dem Ablagesiebband
in Förderrichtung der Vliesbahn nachgeschaltete Folgevorrichtung für die Vliesbahn
vorhanden ist. Die Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zum Transport und zur
Behandlung einer Vliesbahn aus Endlosfilamenten. - Endlosfilamente unterscheiden sich
aufgrund ihrer praktisch endlosen Länge von Stapelfasern, die deutlich geringere Längen
von beispielsweise 10 mm bis 60 mm aufweisen.
[0002] Vorrichtungen und Verfahren der eingangs genannten Art sind in unterschiedlichen
Ausführungsformen aus der Praxis grundsätzlich bekannt. Bei derartigen Vorrichtungen
werden die Filamente mittels einer Spinneinrichtung ersponnen, anschließend in einer
Kühleinrichtung gekühlt und schließlich auf einem Ablagesiebband zur Vliesbahn abgelegt.
Das Ablagesiebband der aus der Praxis bekannten Vorrichtungen ist in der Regel als
endlos umlaufendes Ablagesiebband ausgebildet, das in einem Umlenkungsbereich durch
eine Nasenwalze aus seiner Transportrichtung abgelenkt wird. Die Vliesbahn wird in
diesem am Ende des Ablagesiebbandes angeordneten Umlenkungsbereich von dem Ablagesiebband
bzw. von der Nasenwalze an eine Folgevorrichtung übergeben und dazu in dem Umlenkungsbereich
von dem Ablagesiebband abgelöst. Bei den aus der Praxis bekannten Vorrichtungen und
Verfahren hat sich aber gezeigt, dass das Ablösen der Vliesbahn von dem Ablagesiebband
eine relativ hohe Kraft erfordert und insoweit nicht immer einfach und funktionssicher
möglich ist. Hinzu kommt, dass in der Regel eine ausreichend gute Haftung der Vliesbahn
an dem Ablagesiebband zumindest im Ablagebereich wünschenswert ist, sodass gleichsam
ein Zielkonflikt zwischen einem guten Ablöseverhalten und einer ausreichenden Haftung
auf dem Ablagesiebband besteht. Darüber hinaus kann es insbesondere im Umlenkungsbereich
aufgrund der starken Umlenkung des Ablagesiebbandes zu einer Verklemmung bzw. Einklemmung
der Endlosfilamente in dem Ablagesiebband kommen. In der Folge ist für das Ablösen
der Vliesbahn von dem Ablagesiebband ein hoher Kraftaufwand erforderlich und es kann
zu Beschädigungen der Vliesbahn durch Herausreißen von Filamenten kommen. Zudem können
in unerwünschter Weise Filamentreste auf dem Ablagesiebband verbleiben, die beim Ablösevorgang
aus der Vliesbahn herausgerissen werden. - Insoweit besteht Verbesserungsbedarf.
[0003] Der Erfindung liegt demgegenüber das technische Problem zugrunde, eine Vorrichtung
der eingangs genannten Art anzugeben, mit der die Vliesbahn einfach und funktionssicher
von dem Ablagesiebband abgelöst werden kann, mit der insbesondere eine Beschädigung
der Vliesbahn beim Ablösevorgang vermieden werden kann und wobei der Kraftaufwand
für das Ablösen der Vliesbahn von dem Ablagesiebband reduziert werden kann. Der Erfindung
liegt darüber hinaus das technische Problem zugrunde, ein entsprechendes Verfahren
zum Transport und zur Behandlung einer Vliesbahn anzugeben.
[0004] Zur Lösung dieses technischen Problems lehrt die Erfindung eine Vorrichtung zur Herstellung
von Vliesstoffen aus Endlosfilamenten, wobei eine Spinneinrichtung zum Erspinnen der
Filamente und eine Kühleinrichtung zum Kühlen der Filamente vorhanden ist, wobei weiterhin
ein Ablagesiebband vorgesehen ist, auf dem die Filamente in einem Ablagebereich zu
einer Vliesbahn ablegbar sind, wobei das Ablagesiebband in einem Umlenkungsbereich
durch zumindest eine Nasenwalze aus seiner Transportrichtung ablenkbar ist, wobei
zumindest eine dem Ablagesiebband in Förderrichtung der Vliesbahn nachgeschaltete
Folgevorrichtung für die Vliesbahn vorhanden ist, wobei die Vliesbahn vor dem Umlenkungsbereich
von dem Ablagesiebband ablösbar und anschließend an die Folgevorrichtung übergebbar
ist. Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass zur Ablösung
der Vliesbahn von dem Ablagesiebband zumindest eine Abhebewalze vorgesehen ist, wobei
die Abhebewalze oberhalb des Ablagesiebbandes angeordnet ist bzw. angeordnet werden
kann, wobei die Vliesbahn mittels der zumindest einen Abhebewalze in einem Ablösebereich
von dem Ablagesiebband ablösbar ist, der mit einem Abstand A zu der Nasenwalze angeordnet
ist.
[0005] Die erfindungsgemäße Spinneinrichtung ist im Rahmen der Erfindung insbesondere als
Spinnerette ausgebildet. Transportrichtung des Ablagesiebbandes meint im Rahmen der
Erfindung insbesondere die Richtung, in die sich das Ablagesiebband bzw. das endlos
umlaufende Ablagesiebband zur Förderung der Vliesbahn bewegt. Förderrichtung der Vliesbahn
meint insbesondere die Transportrichtung des Ablagesiebbandes. Umlenkungsbereich meint
im Rahmen der Erfindung insbesondere den Bereich am Ende des Ablagesiebbandes, in
dem das Ablagesiebband durch die Nasenwalze aus seiner Transportrichtung abgelenkt
wird und somit seine Transportrichtung verlässt. Ablösebereich bzw. Ablösebereich
der Vliesbahn meint im Rahmen der Erfindung insbesondere den Bereich, in dem die Vliesbahn
von dem Ablagesiebband abgelöst wird. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform handelt
es sich bei dem Ablösebereich um eine Ablöslinie, die sich insbesondere quer, bevorzugt
senkrecht zu der Transportrichtung des Ablagesiebbandes erstreckt. Der Ablösebereich
bzw. die Ablöselinie ist vorzugsweise in Transportrichtung des Ablagesiebbandes vor
dem Umlenkungsbereich und/oder vor der Nasenwalze angeordnet. Der Abstand A wird insbesondere
zwischen einer Projektion der Drehachse der Nasenwalze auf das Ablagesiebband und
dem Ablösebereich bzw. der Ablöselinie gemessen, wobei die Projektion der Drehachse
senkrecht zu der Längserstreckung des Ablagesiebbandes im Bereich des Abstandes A
erfolgt. Längserstreckung des Ablagesiebbandes meint im Rahmen der Erfindung die Erstreckung
in Transportrichtung. Ablagebereich meint zweckmäßigerweise denjenigen Bereich des
Ablagesiebbandes, in dem die ersponnenen Filamente zur Vliesbahn abgelegt werden.
Hier und nachfolgend wird insbesondere auf die Betriebsposition bzw. den Betriebszustand
der Vorrichtung Bezug genommen, soweit nichts anderes angegeben ist.
[0006] Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung handelt es sich bei der erfindungsgemäßen
Vorrichtung um eine Spunbond-Vorrichtung, wobei eine Verstreckeinrichtung zum Verstrecken
der Filamente vorgesehen ist. Eine andere Ausführungsform der Erfindung ist dadurch
gekennzeichnet, dass die erfindungsgemäße Vorrichtung eine Meltblown-Vorrichtung ist.
[0007] Wenn die erfindungsgemäße Vorrichtung gemäß bevorzugter Ausführungsform als Spunbond-Vorrichtung
ausgebildet ist, werden mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung Spunbond-Vliese bzw.
Vliesbahnen hergestellt. Dabei werden Monokomponentenfilamente und/oder Mehrkomponentenfilamente
bzw. Bikomponentenfilamente als Endlosfilamente erzeugt. Bei den Mehrkomponentenfilamenten
bzw. Bikomponentenfilamenten kann es sich beispielsweise um Endlosfilamente mit Kern-Mantel-Konfiguration
oder um Endlosfilamente mit Seite-an-Seite-Konfiguration handeln. Die Mehrkomponentenfilamente
bzw. Bikomponentenfilamente können eine Kräuselneigung aufweisen. Gemäß einer bevorzugten
Ausführungsform der Erfindung bestehen die mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung bzw.
mit dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten Endlosfilamente aus zumindest einem
thermoplastischen Kunststoff, insbesondere aus zumindest einem Polyolefin, vorzugsweise
aus Polypropylen und/oder Polyethylen. Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
ist der zumindest eine thermoplastische Kunststoff ein Polyester bzw. Copolyester,
insbesondere Polyethylenterephthalat und/oder ein Polyethylenterephthalat-Copolymer.
[0008] Erfindungsgemäß ist eine Kühleinrichtung zum Kühlen der Filamente vorgesehen. Die
Kühleinrichtung weist empfohlenermaßen eine Kühlkammer auf, durch die die Endlosfilamente
zur Kühlung geführt werden. Es ist bevorzugt, dass an zwei gegenüberliegenden Seiten
der Kühlkammer Luftzufuhrkabinen für die Zufuhr der Kühlluft angeordnet sind. Gemäß
einer bevorzugten Ausführungsform sind an zwei gegenüberliegenden Seiten der Kühlkammer
übereinander angeordnete Luftzufuhrkabinen vorhanden, insbesondere zwei übereinander
angeordnete Luftzufuhrkabinen, aus denen bevorzugt Luft unterschiedlicher Temperatur
in die Kühlkammer eingeführt wird. Es hat sich bewährt, dass zwischen der Spinneinrichtung
und der Kühleinrichtung eine Monomer-Absaugungseinrichtung vorgesehen ist, mit der
störende Gase, die beim Spinnprozess auftreten aus der Vorrichtung bzw. der Spunbond-Vorrichtung
entfernt werden können. Bei den störenden Gasen kann es sich etwa um Monomere, Oligomere
und dergleichen Substanzen handeln.
[0009] Zweckmäßigerweise ist der Kühleinrichtung in Filamentströmungsrichtung eine Verstreckeinrichtung
zum Verstrecken der Filamente nachgeschaltet. Nach besonders empfohlener Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist das Aggregat aus der Kühleinrichtung und der
Verstreckeinrichtung als geschlossenes Aggregat ausgebildet, bei dem außer der Zufuhr
der Kühlluft in der Kühleinrichtung keine weitere Luftzufuhr in das geschlossene Aggregat
stattfindet.
[0010] Es ist bevorzugt, dass zwischen der Verstreckeinrichtung und dem Ablagesiebband zumindest
ein Diffusor angeordnet ist. Die aus der Verstreckeinrichtung austretenden Endlosfilamente
werden durch den Diffusor hindurchgeführt und dann auf dem Ablagesiebband abgelegt,
insbesondere in dem Ablagebereich des Ablagesiebbandes abgelegt. Gemäß einer Ausführungsform
der Erfindung sind zwei hintereinander geschaltete Diffusoren vorgesehen. Das Ablagesiebband
bzw. das endlos umlaufende Ablagesiebband ist im Übrigen zweckmäßigerweise luftdurchlässig
ausgebildet, sodass eine Absaugung von Prozessluft von unten durch das Ablagesiebband
erfolgen kann. Zweckmäßigerweise wird zumindest im Ablagebereich des Ablagesiebbandes
Prozessluft mittels zumindest einer Absaugungseinrichtung, insbesondere von unten,
durch das Ablagesiebband gesaugt.
[0011] Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die
zumindest eine Abhebewalze derart zu der Nasenwalze angeordnet ist bzw. angeordnet
werden kann, dass der Ablösebereich in Transportrichtung des Ablagesiebbandes vor
dem Umlenkungsbereich liegt. Es empfiehlt sich, dass die zumindest eine Abhebewalze
in Transportrichtung des Ablagesiebbandes vor oder hinter der Nasenwalze angeordnet
ist bzw. angeordnet werden kann. Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass die Vliesbahn
über die Oberseite der zumindest einen Abhebewalze geführt werden kann bzw. geführt
wird. Es empfiehlt sich, dass die zumindest eine Abhebewalze als nicht-besaugte Abhebewalze
ausgeführt ist.
[0012] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung
ist der Abstand A kleiner als der Abstand C zwischen der Nasenwalze und einer Umlenkungswalze.
Umlenkungswalze meint in diesem Zusammenhang insbesondere eine zusätzlich zu der Nasenwalze
zum Transport des Ablagesiebbandes eingerichtete Walze, die in Transportrichtung des
Ablagesiebbandes vor der Nasenwalze angeordnet ist. Die Umlenkungswalze ist insbesondere
zwischen dem Ablagebereich und dem Umlenkungsbereich vorgesehen. An der Umlenkungswalze
kann das Ablagesiebband gemäß einer Ausführungsform ohne Ablenkung aus seiner Transportrichtung
entlang geführt werden. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform wird das Ablagesiebband
durch die Umlenkungswalze aus seiner Transportrichtung abgelenkt, wie unten stehend
noch näher erläutert wird. Es ist bevorzugt, dass die zumindest eine Nasenwalze in
Transportrichtung des Ablagesiebbandes bzw. in Förderrichtung der Vliesbahn hinter
dem Ablagebereich und hinter dem Aggregat aus Spinneinrichtung und Kühleinrichtung
angeordnet ist. Zweckmäßigerweise ist die zumindest eine Umlenkungswalze in Transportrichtung
des Ablagesiebbandes bzw. in Förderrichtung der Vliesbahn ebenfalls hinter dem Ablagebereich
bzw. hinter dem Aggregat aus Spinneinrichtung und Kühleinrichtung, aber vor der Nasenwalze,
angeordnet. Abstand C zwischen der Nasenwalze und der Umlenkungswalze meint im Rahmen
der Erfindung insbesondere den Abstand der Drehachsen der Nasenwalze und der Umlenkungswalze,
der zweckmäßigerweise zwischen den Projektionen der Drehachsen auf das Ablagesiebband
gemessen wird, wobei die Projektionen der Drehachsen senkrecht zu der Längserstreckung
des Ablagesiebbandes im Bereich des Abstandes C erfolgen. Zweckmäßigerweise stellt
der Bereich zwischen der Umlenkungswalze und der Nasenwalze einen Übergabetisch dar,
dessen Länge insbesondere durch den Abstand C definiert ist. Der Übergabetisch hat
zweckmäßigerweise im Wesentlichen die Funktion, die Vliesbahn von dem Ablagesiebband
an die Folgevorrichtung zu übergeben.
[0013] Es ist bevorzugt, dass der Abstand A maximal 50 %, vorzugsweise maximal 25 %, bevorzugt
maximal 10 %, besonders bevorzugt maximal 5 %, ganz besonders bevorzugt maximal 2,5
%, beispielsweise 1 % von dem Abstand C beträgt. Gemäß einer weiteren bevorzugten
Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung beträgt der Abstand A zumindest
25 % des Durchmessers n der Nasenwalze, vorzugsweise zumindest 50 %, bevorzugt zumindest
75 %, besonders bevorzugt zumindest 100 % und ganz besonders bevorzugt zumindest 125
% des Durchmessers n der Nasenwalze. Weiter bevorzugt beträgt der Abstand A zwischen
10 % und 500 %, besonders bevorzugt zwischen 25 % und 400 %, ganz besonders bevorzugt
zwischen 50 % und 350 % des Durchmessers n der Nasenwalze.
[0014] Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass die zumindest eine Abhebewalze in Bezug auf
das Ablagesiebband höhenverstellbar ist und dazu vorzugsweise in vertikaler Richtung
verfahrbar ist. Empfohlenermaßen kann die zumindest eine Abhebewalze durch ihre Höhenverstellbarkeit
bzw. vertikale Verfahrbarkeit von einer Grundposition in verschiedene Abhebepositionen
und zurück verfahren werden. In der Grundposition der zumindest einen Abhebewalze
können beispielsweise Reinigungsarbeiten an der Vorrichtung vorgenommen werden oder
es kann eine Einfädelung der Vliesbahn erfolgen. Dann befindet sich die Vorrichtung
nicht in ihrem Betriebszustand bzw. in ihrer Betriebsposition. In der Abhebeposition
ist die zumindest eine Abhebewalze zweckmäßigerweise derart zu der Nasenwalze angeordnet,
dass sich im Betriebszustand der Vorrichtung der Abstand A zwischen dem Ablösebereich
bzw. der Ablöselinie der Vliesbahn und der Nasenwalze ergibt.
[0015] Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die
zumindest eine Abhebewalze als rotierende Abhebewalze, insbesondere als antreibbare
rotierende Abhebewalze, ausgebildet ist. Grundsätzlich liegt es auch im Rahmen der
Erfindung, dass die zumindest eine Abhebewalze als einfaches Rundprofil ausgebildet
ist, das nicht rotierend und nicht antreibbar ausgebildet ist. Ein solches Rundprofil
weist anstelle einer Drehachse eine Längsachse auf. Bevorzugt ist die zumindest eine
Abhebewalze aber als rotierende Abhebewalze ausgebildet.
[0016] Eine weitere bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist dadurch
gekennzeichnet, dass die zumindest eine Abhebewalze in einem Abstand D zu dem Ablagesiebband
angeordnet ist bzw. angeordnet werden kann, wobei dieser Abstand D zweckmäßigerweise
größer als 50 % des Durchmessers d der Abhebewalze ist und bevorzugt mindestens 55
%, besonders bevorzugt mindestens 60 % des Durchmessers d der Abhebewalze beträgt.
Abstand D meint im Rahmen der Erfindung insbesondere den Abstand der Drehachse der
zumindest einen Abhebewalze zu dem Ablagesiebband, wobei dieser Abstand D zweckmäßigerweise
senkrecht zu der Längserstreckung des Ablagesiebbandes im Bereich der zumindest einen
Abhebewalze bzw. zu der imaginären Verlängerung dieser Längserstreckung gemessen wird.
[0017] Es empfiehlt sich, dass der Durchmesser d der zumindest einen Abhebewalze 10 bis
500 mm, vorzugsweise 25 bis 400 mm, bevorzugt 50 bis 300 mm, besonders bevorzugt 100
bis 250 mm beträgt. Zweckmäßigerweise ist der Durchmesser d der zumindest einen Abhebewalze
kleiner als das 8-fache des Durchmessers n der Nasenwalze.
[0018] Eine Ausführungsform, der im Rahmen der Erfindung ganz besondere Bedeutung zukommt
ist dadurch gekennzeichnet, dass zumindest zwei, insbesondere zwei Abhebewalzen vorgesehen
sind, wobei eine zweite Abhebewalze vorzugsweise in Transportrichtung des Ablagesiebbandes
vor der Nasenwalze angeordnet ist bzw. angeordnet werden kann und wobei eine erste
bzw. die erste Abhebewalze bevorzugt in Transportrichtung des Ablagesiebbandes zwischen
der zweiten Abhebewalze und der Nasenwalze oder hinter der Nasenwalze angeordnet ist
bzw. angeordnet werden kann.
[0019] Es ist bevorzugt, dass die zumindest zwei, insbesondere die zwei Abhebewalzen als
rotierende Abhebewalzen ausgebildet sind. Gemäß einer Ausführungsform sind die zumindest
zwei, insbesondere die zwei Abhebewalzen als antreibbare rotierende Abhebewalzen ausgebildet.
Es liegt weiterhin im Rahmen der Erfindung, dass die erste Abhebewalze und die zweite
Abhebewalze den gleichen Durchmesser d bzw. im Wesentlichen den gleichen Durchmesser
d aufweisen. Es ist aber auch möglich, dass die erste und die zweite Abhebewalze einen
unterschiedlichen Durchmesser d
1 und d
2 aufweisen. Zweckmäßigerweise betragen die Durchmesser d
1 und d
2 dann jeweils zwischen 10 und 500 mm, vorzugsweise zwischen 25 und 400 mm, bevorzugt
zwischen 50 und 300 mm, besonders bevorzugt zwischen 100 und 250 mm. Vorzugsweise
beträgt der Drehachsenabstand m der beiden Abhebewalzen zumindest 105 %, bevorzugt
zumindest 110 %, besonders bevorzugt zumindest 115 % des Durchmessers d der Abhebewalzen.
Wenn die beiden Abhebewalzen einen unterschiedlichen Durchmesser d
1 bzw. d
2 aufweisen, beziehen sich diese Angaben auf den Durchmesser der Abhebewalze mit dem
größeren Durchmesser. Der Drehachsenabstand m wird zweckmäßigerweise zwischen den
Projektionen der Drehachsen der Abhebewalzen auf das Ablagesiebband gemessen, wobei
die Projektionen der Drehachsen senkrecht zu der Längserstreckung des Ablagesiebbandes
im Bereich der Abhebewalzen erfolgt. Es ist bevorzugt, dass der Drehachsenabstand
m der beiden Abhebewalzen weniger als 300 %, bevorzugt weniger als 250 %, besonders
bevorzugt weniger als 200 % des Durchmessers d der Abhebewalzen beträgt. Wenn die
Abhebewalzen einen unterschiedlichen Durchmesser aufweisen, beziehen sich diese Angaben
auf den Durchmesser der Abhebewalze mit dem größeren Durchmesser.
[0020] Es ist bevorzugt, dass die beiden Abhebewalzen jeweils in einem Abstand D bzw. D
1 und D
2 zu dem Ablagesiebband angeordnet sind bzw. angeordnet werden können und wobei dieser
Abstand D
1 und/oder D
2 vorzugsweise größer als 50 % des jeweiligen Durchmessers d
1 bzw. d
2 der Abhebewalze ist, besonders bevorzugt mindestens 55 % und ganz besonders bevorzugt
mindestens 60 % des jeweiligen Durchmessers d
1 bzw. d
2 der Abhebewalze beträgt.
[0021] Gemäß einer Ausführungsvariante der Erfindung sind die zumindest zwei, insbesondere
die zwei Abhebewalzen in Bezug auf das Ablagesiebband mit dem gleichen Abstand D bzw.
im Wesentlichen mit dem gleichen Abstand D angeordnet. Dann ist der Abstand zwischen
der jeweiligen Drehachse der Abhebewalze und dem Ablagesiebband gleich bzw. im Wesentlichen
gleich. Es liegt aber auch im Rahmen der Erfindung, dass die Abhebewalzen in einem
unterschiedlichen Abstand D
1 und D
2 zu dem Ablagesiebband angeordnet sind, wobei dann vorzugsweise der Abstand D
1 der ersten Abhebewalze zu dem Ablagesiebband größer ist als der Abstand D
2 der zweiten Abhebewalze zu dem Ablagesiebband. Es liegt bezüglich der Durchmesser
d
1 und d
2 der zwei Abhebewalzen und der Abstände D
1 und D
2 dieser Abhebewalzen im Rahmen der Erfindung, dass diese die Gleichung: D
1 + d
1 > D
2 - d
2 erfüllen. Es ist somit bevorzugt, dass die Summe aus D
1 und d
1 größer als die Differenz aus D
2 und d
2 ist.
[0022] Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass die Vliesbahn über die Oberseite der zumindest
einen Abhebewalze führbar ist. Wenn gemäß bevorzugter Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vorrichtung zumindest zwei Abhebewalzen, insbesondere zwei Abhebewalzen vorgesehen
sind, ist die Vliesbahn zweckmäßigerweise über die Unterseite der zweiten Abhebewalze
und über die Oberseite der ersten Abhebewalze führbar. Es ist in diesem Zusammenhang
bevorzugt, dass die zweite Abhebewalze in Transportrichtung des Ablagesiebbandes vor
der ersten Abhebewalze angeordnet ist. Wenn die Vliesbahn gemäß bevorzugter Ausführungsform
über die Unterseite der zweiten Abhebewalze und über die Oberseite der ersten Abhebewalze
führbar ist, ist die erste Abhebewalze insbesondere für die Ablösung der Vliesbahn
von dem Ablagesiebband verantwortlich und die zweite Abhebewalze ist dann empfohlenermaßen
für das Niederhalten der Vliesbahn nahe des Ablagesiebbandes verantwortlich. Dieser
Ausführungsform liegt die Erkenntnis zugrunde, dass durch die zweite Abhebewalze,
die die Vliesbahn niederhält, der Ablösebereich nahe der zweiten Abhebewalze und insbesondere
im Bereich der zweiten Abhebewalze angeordnet ist bzw. angeordnet werden kann. Auf
diese Weise kann der Abstand A von der Nasenwalze weiter begrenzt werden, sodass er
insbesondere maximal 25 %, vorzugsweise maximal 10 %, bevorzugt maximal 5 %, besonders
bevorzugt maximal 2,5 % von dem Abstand C, ganz besonders bevorzugt maximal 1 %, beispielsweise
0,1 % von dem Abstand C beträgt. Der Verwendung von zwei Abhebewalzen, wobei eine
erste Abhebewalze für den Ablösevorgang und eine zweite Abhebewalze zum Niederhalten
vorgesehen ist, liegt weiterhin die Erkenntnis zugrunde, dass der Ablösebereich bzw.
die Ablöselinie durch die zweite Abhebewalze sehr funktionssicher definiert werden
kann. Hierbei hat insbesondere der Abstand D
2 der zweiten Abhebewalze von dem Ablagesiebband einen maßgeblichen Einfluss auf den
Abstand A des Ablösebereiches bzw. der Ablöselinie von der Nasenwalze. Insbesondere
beeinflusst das Verhältnis des Abstandes D
1 der ersten Abhebewalze zu dem Ablagesiebband zu dem Abstand D
2 der zweiten Abhebewalze zu dem Ablagesiebband (D
1/D
2) vorzugsweise die Lage des Ablösebereiches bzw. der Ablöselinie derart, dass bei
größerem Umschlingungswinkel der Vliesbahn um die zweite Abhebewalze der Ablösebereich
bzw. die Ablöselinie umso näher zu einem Schnittpunkt einer senkrecht zum Ablagesiebband
verlaufenden Geraden, die durch den Mittelpunkt der zweiten Abhebewalze verläuft,
angeordnet ist. Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass sich der Ablösebereich bzw.
der Ablöselinie im Bereich der zweiten Abhebewalze und insbesondere unterhalb der
zweiten Abhebewalze befindet.
[0023] Wenn gemäß bevorzugter Ausführungsform der Erfindung zumindest zwei Abhebewalzen,
insbesondere zwei Abhebewalzen vorgesehen sind, liegt es im Rahmen der Erfindung,
dass beide Abhebewalzen in Bezug auf das Ablagesiebband höhenverstellbar sind und
dazu vorzugsweise in vertikaler Richtung verfahrbar sind. Es ist möglich, dass beide
Abhebewalzen von einer Grundposition in eine Abhebeposition bzw. in verschiedene Abhebepositionen
und zurück verfahrbar sind. In der Grundposition ist empfohlenermaßen eine Reinigung
der erfindungsgemäßen Vorrichtung und/oder eine Einfädelung der Vliesbahn möglich.
Wenn sich die Vorrichtung im Betriebszustand befindet, sind die Abhebewalzen zweckmäßigerweise
in ihren Abhebepositionen angeordnet. Grundsätzlich kann die Vorrichtung auch mit
den Abhebewalzen in der Grundposition betrieben werden, wenn eine Ablösung der Vliesbahn
mittels der Abhebewalzen nicht erforderlich ist. Es empfiehlt sich, dass die erste
Abhebewalze in ihrer Grundposition unterhalb des Ablagesiebbandes angeordnet ist und/oder
dass die zweite Abhebewalze in ihrer Grundposition oberhalb des Ablagesiebbandes angeordnet
ist. Grundsätzlich können in ihrer Grundposition aber auch beide Abhebewalzen oberhalb
oder unterhalb des Ablagesiebbandes angeordnet sein.
[0024] Es liegt grundsätzlich im Rahmen der Erfindung, dass das Ablagesiebband bzw. der
Übergabetisch im Betriebszustand der Vorrichtung parallel bzw. im Wesentlichen parallel
zum Vorrichtungsuntergrund bzw. zum Erdboden angeordnet ist. Nach besonders bevorzugter
Ausführungsform der Erfindung ist die Nasenwalze in vertikaler Richtung verfahrbar
bzw. absenkbar. Empfohlenermaßen ist die Nasenwalze in vertikaler Richtung derart
verfahrbar bzw. absenkbar, dass das Ablagesiebband zumindest zwischen der Umlenkungswalze
und der Nasenwalze in Transportrichtung zum Vorrichtungsuntergrund hin orientiert
ist und vorzugsweise ein Gefälle von größer als 0° bis 20°, insbesondere von 3° bis
20°, bevorzugt von 4° bis 18°, besonders bevorzugt von 5° bis 16° aufweist. Wenn das
Ablagesiebband ein Gefälle in Richtung des Vorrichtungsuntergrundes aufweist, wird
das Ablagesiebband zweckmäßigerweise durch die Umlenkungswalze aus seiner - zuvor
insbesondere parallel zum Vorrichtungsuntergrund verlaufenden - Transportrichtung
abgelenkt. Mit der Verfahrbarkeit der Nasenwalze in vertikaler Richtung ist insbesondere
eine Verfahrbarkeit der Nasenwalze in Richtung des Vorrichtungsuntergrundes und zurück
gemeint.
[0025] Eine weitere bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist dadurch
gekennzeichnet, dass die Nasenwalze in horizontaler Richtung verfahrbar bzw. teleskopierbar
ist. Horizontale Richtung meint in diesem Zusammenhang insbesondere in Richtung parallel
zum Vorrichtungsuntergrund. Durch die horizontale Verfahrbarkeit bzw. Teleskopierbarkeit
der Nasenwalze kann die Nasenwalze somit beispielsweise näher an die Folgevorrichtung
herangefahren werden. Weiterhin wird der Abstand C zwischen der Nasenwalze und der
Umlenkungswalze zweckmäßigerweise beim Verfahren bzw. Teleskopieren vergrößert und
beim Zurückfahren der Nasenwalze verkleinert. Gemäß besonders bevorzugter Ausführungsform
ist die Nasenwalze in horizontaler Richtung verfahrbar bzw. teleskopierbar und in
vertikaler Richtung verfahrbar bzw. absenkbar. Dieser Ausführungsform liegt die Erkenntnis
zugrunde, dass verschiedenste Positionen der Nasenwalze eingestellt werden können.
Beispielsweise kann ein zum Vorrichtungsuntergrund hin orientiertes Ablagesiebband
realisiert werden und zugleich kann die Nasenwalze nah an die Folgevorrichtung herangefahren
werden. Wenn die Nasenwalze bereits in vertikaler Richtung verfahren bzw. abgesenkt
ist, meint horizontale Verfahrbarkeit bzw. Teleskopierbarkeit im Übrigen zweckmäßigerweise
auch die Verfahrbarkeit bzw. Teleskopierbarkeit der Nasenwalze in Transportrichtung
des Ablagesiebbandes, also entsprechend dem eingestellten Gefälle des Ablagesiebbandes
bzw. des Übergabetisches zwischen der Umlenkungswalze und der Nasenwalze.
[0026] Wenn gemäß besonders bevorzugter Ausführungsform der Erfindung die Nasenwalze in
horizontaler Richtung verfahrbar bzw. teleskopierbar und in vertikaler Richtung absenkbar
bzw. verfahrbar ist und zusätzlich die Abhebewalze bzw. die Abhebewalzen in vertikaler
Richtung verfahrbar sind, können verschiedene Positionen der Nasenwalze eingestellt
werden und die Abhebewalzen können in ihren Abhebepositionen derart angeordnet werden,
dass die vorstehend beschriebenen Abstände der Walzen untereinander und des Ablösebereiches
A von der Nasenwalze realisiert werden. Diese Abstände und Positionen beziehen sich
somit auf den Betriebszustand der Vorrichtung.
[0027] Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass der Abstand A des Ablösebereiches von der
Nasenwalze (auch) durch die vertikale Verfahrbarkeit und/oder die horizontale Verfahrbarkeit
bzw. Teleskopierbarkeit der Nasenwalze einstellbar ist.
[0028] Gemäß einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist die Nasenwalze
lediglich in horizontaler Richtung verfahrbar bzw. teleskopierbar und nicht in vertikaler
Richtung verfahrbar bzw. absenkbar. In dieser Ausführungsform ist das Ablagesiebband
parallel bzw. im Wesentlichen parallel zum Vorrichtungsuntergrund bzw. zum Erdboden
angeordnet und die Nasenwalze ist in horizontaler Richtung verfahrbar bzw. teleskopierbar.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist die Nasenwalze
weder in vertikaler Richtung verfahrbar bzw. absenkbar, noch in horizontaler Richtung
verfahrbar bzw. teleskopierbar, sodass gleichsam ein starres Ablagesiebband vorliegt,
das parallel bzw. im Wesentlichen parallel zum Vorrichtungsuntergrund bzw. zum Erdboden
angeordnet ist. Im Rahmen dieser vorstehend beschriebenen Ausführungsformen ist es
möglich, dass die Vorrichtung keine Umlenkungswalze aufweist. Gemäß einer bevorzugten
Ausführungsform der Erfindung ist der Abstand A zwischen dem Ablösebereich bzw. der
Ablöselinie und der Nasenwalze kleiner als der Abstand E zwischen der Nasenwalze und
dem Ablagebereich des Ablagesiebbandes. Der Abstand E wird im Rahmen der Erfindung
insbesondere zwischen einer Projektion der Drehachse der Nasenwalze auf das Ablagesiebband
und dem Ablagebereich, insbesondere der Mitte des Ablagebereiches, gemessen, wobei
die Projektion der Drehachse der Nasenwalze senkrecht zu der Längserstreckung des
Ablagesiebbandes im Bereich des Abstandes E erfolgt. Es ist bevorzugt, dass der Abstand
A maximal 50 %, vorzugsweise maximal 25 %, bevorzugt maximal 10 %, besonders bevorzugt
maximal 5 %, ganz besonders bevorzugt maximal 2,5 %, beispielsweise 1 % von dem Abstand
E beträgt. Der Abstand E bezieht sich zweckmäßigerweise auf einen Zustand der Vorrichtung,
in dem das Ablagesiebband parallel bzw. im Wesentlichen parallel zum Vorrichtungsuntergrund
bzw. zum Erdboden angeordnet ist und insbesondere auf eine Ausführungsform, bei der
die Vorrichtung keine Umlenkungswalze aufweist und/oder bei der die Nasenwalze nicht
in vertikaler Richtung verfahrbar bzw. absenkbar ist und/oder nicht in horizontaler
Richtung verfahrbar bzw. teleskopierbar ist.
[0029] Eine Ausführungsform, der im Rahmen der Erfindung ganz besondere Bedeutung zukommt
ist dadurch gekennzeichnet, dass die Folgevorrichtung eine Verfestigungsvorrichtung,
insbesondere ein Heißluftbondierer, beispielsweise ein Ofen, und/oder ein Kalander
ist und/oder dass die Folgevorrichtung ein Wickler ist. Es ist möglich, dass die Vorrichtung
zumindest zwei Folgevorrichtungen, beispielsweise eine Verfestigungsvorrichtung, insbesondere
einen Kalander und einen Wickler aufweist. Zweckmäßigerweise ist in Förderrichtung
der Vliesbahn dann zunächst die Verfestigungsvorrichtung bzw. der Kalander angeordnet
und hinter der Verfestigungsvorrichtung bzw. dem Kalander ist der Wickler vorgesehen.
Die Verfestigungsvorrichtung bzw. der Kalander dient insbesondere zur Verfestigung
bzw. Endverfestigung der Vliesbahn. Zweckmäßigerweise wird die Vliesbahn nach dem
Ablösevorgang im Ablösebereich an die Verfestigungsvorrichtung bzw. den Kalander übergeben.
[0030] Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass die Verfestigungsvorrichtung bzw. der Kalander
zumindest eine Kalanderwalze, insbesondere zumindest ein Kalanderwalzenpaar aufweist,
wobei zumindest eine Kalanderwalze vorzugsweise in vertikaler Richtung verfahrbar
ist. Die Vliesbahn wird insbesondere durch den Spalt bzw. Nip zwischen den zumindest
zwei - bevorzugt übereinander angeordneten - Kalanderwalzen des zumindest einen Kalanderwalzenpaares
geführt. Dabei kann die Vliesbahn entweder derart geführt werden, dass sie keine der
Kalanderwalzen berührt, da der Kalander bzw. das zumindest eine Kalanderwalzenpaar
offen ist oder derart geführt werden, dass sie lediglich eine der Kalanderwalzen berührt,
um etwa die Eigenschaften der entsprechenden Seite der Vliesbahn zu beeinflussen oder
derart geführt werden, dass sie beide Kalanderwalzen berührt, da der Kalander bzw.
das zumindest eine Kalanderwalzenpaar geschlossen ist. Es liegt weiterhin im Rahmen
der Erfindung, dass die Vliesbahn beim Durchführen zwischen den beiden Kalanderwalzen
- insbesondere durch Thermobondieren - verfestigt wird. Besonders bevorzugt sind für
die Verfestigungsvorrichtung bzw. für den Kalander zumindest drei Kalanderwalzen vorgesehen,
wobei vorzugsweise zumindest eine Kalanderwalze in vertikaler Richtung verfahrbar
ist und wobei die zumindest drei Kalanderwalzen besonders bevorzugt übereinander angeordnet
sind. Durch diese Anordnung ergeben sich jeweils zwei Kalanderwalzenpaare aus der
obersten Kalanderwalze und der mittleren Kalanderwalze und aus der untersten Kalanderwalze
und der mittleren Kalanderwalze. Die Vliesbahn wird zur Verfestigung bzw. Endverfestigung
zweckmäßigerweise durch einen der sich ergebenden Spalte geführt. Es liegt in diesem
Zusammenhang im Rahmen der Erfindung, dass die Position der Nasenwalze und/oder der
Abhebewalzen in Abhängigkeit von dem Betriebsmodus des Kalanders einstellbar ist bzw.
eingestellt wird. Die Verfestigungsvorrichtung bzw. der Kalander weist empfohlenermaßen
zumindest einen Verfestigungsbereich auf, in dem die Vliesbahn verfestigt bzw. endverfestigt
wird. Verfestigungsbereich meint in diesem Zusammenhang den Bereich, in dem die Vliesbahn
durch die Wechselwirkung bzw. den Kontakt zu zumindest einer Kalanderwalze verfestigt
bzw. endverfestigt oder anderweitig behandelt wird. Es empfiehlt sich, dass der Verfestigungsbereich
der Verfestigungsvorrichtung bzw. des Kalanders oberhalb der Nasenwalze und/oder oberhalb
des Ablagesiebbandes angeordnet ist. Die Anordnung des Verfestigungsbereiches bezieht
sich dabei auf die Betriebsposition bzw. den Betriebszustand der Vorrichtung.
[0031] Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass der Kalander ein Verfestigungskalander und/oder
ein Beschichtungskalander und/oder ein Kalibrierkalander und/oder ein Laminierkalander
und/oder ein Aktivierungskalander ist.
[0032] Es empfiehlt sich, dass das Ablösen der Vliesbahn von dem Ablagesiebband nach einer
Vorverfestigung der Vliesbahn erfolgt. Die Vliesbahn wird somit empfohlenermaßen vor
der Ablösung von dem Ablagesiebband vorverfestigt. Dazu weist die Vorrichtung zweckmäßigerweise
eine Vorverfestigungsvorrichtung auf, die bevorzugt in Transportrichtung des Ablagesiebbandes
vor dem Ablösebereich angeordnet ist. Es ist möglich, dass das Ablösen der Vliesbahn
von dem Ablagesiebband vor einer Endverfestigung der Vliesbahn erfolgt. Grundsätzlich
ist es aber auch möglich, dass die Vorrichtung derart eingerichtet ist, dass die Endverfestigung
der Vliesbahn vor dem Ablösen der Vliesbahn von dem Ablagesiebband erfolgt. Eine solche
Ausführungsform, bei der die Endverfestigung der Vliesbahn vor dem Ablösen der Vliesbahn
von dem Ablagesiebband erfolgt, ist besonders bevorzugt, wenn die Vliesbahn im Anschluss
unmittelbar einem Beschichtungskalander und/oder einem Kalibrierkalander und/oder
einem Laminierkalander und/oder einem Aktivierungskalander und/oder einem Heißluftbondierer,
beispielsweise einem Ofen, zugeführt wird.
[0033] Es liegt fernerhin im Rahmen der Erfindung, dass die zumindest eine Abhebewalze und/oder
die zweite Abhebewalze einen Abstand U von der Nasenwalze aufweist, der zumindest
50 % des Durchmessers der jeweiligen Abhebewalze beträgt. Der Abstand U wird zweckmäßigerweise
zwischen den Projektionen der Drehachsen der Abhebewalze und der Nasenwalze auf das
Ablagesiebband gemessen, wobei die Projektionen der Drehachsen senkrecht zur Längserstreckung
des Ablagesiebbandes bzw. zu der imaginären Verlängerung dieser Längserstreckung im
Bereich des Abstandes U erfolgen. Wenn gemäß bevorzugter Ausführungsform zumindest
zwei, insbesondere zwei Abhebewalzen vorgesehen sind, weisen bevorzugt beide Abhebewalzen
einen Abstand U
1 und U
2 von der Nasenwalze auf, der zumindest 50 % des Durchmessers der jeweiligen Abhebewalze
beträgt.
[0034] Zur Lösung des technischen Problems lehrt die Erfindung weiterhin ein Verfahren zum
Transport und zur Behandlung einer Vliesbahn aus Endlosfilamenten, insbesondere mit
einer vorstehend beschriebenen Vorrichtung, wobei die Vliesbahn über ein in einem
Umlenkungsbereich durch eine Nasenwalze aus seiner Transportrichtung ablenkbares Ablagesiebband
geführt wird, wobei die Vliesbahn an eine nachgeschaltete Folgevorrichtung übergeben
wird, wobei die Vliesbahn vor dem Umlenkungsbereich von dem Ablagesiebband abgelöst
wird. Das erfindungsgemäße Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass die Vliesbahn
zur Ablösung von dem Ablagesiebband über zumindest eine Abhebewalze geführt wird,
die oberhalb des Ablagesiebbandes angeordnet ist, wobei die Vliesbahn mittels der
zumindest einen Abhebewalze in einem Ablösebereich von dem Ablagesiebband abgelöst
wird, der mit einem Abstand A zu der Nasenwalze angeordnet ist und wobei die Vliesbahn
anschließend der Folgevorrichtung zugeführt wird.
[0035] Gemäß bevorzugter Ausführungsform wird die Vliesbahn in der Folgevorrichtung bzw.
in den Folgevorrichtungen anschließend gewickelt und/oder beschichtet und/oder kalibriert
und/oder aktiviert und/oder verfestigt.
[0036] Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung
ein funktionssicheres und einfaches Ablösen der Vliesbahn von dem Ablagesiebband möglich
ist und dass insbesondere der Kraftaufwand für das Ablösen der Vliesbahn im Vergleich
zu bekannten Maßnahmen reduziert werden kann. Dies wird durch die Ablösung der Vliesbahn
mittels zumindest einer Abhebewalze in einem Ablösebereich, der in Transportrichtung
des Ablagesiebbandes vor dem Umlenkungsbereich angeordnet ist, erreicht. Das Ablösen
der Vliesbahn kann durch die erfindungsgemäßen Maßnahmen insbesondere ohne Beschädigung
der Vliesbahn beispielsweise durch Herausreißen von Filamenten erfolgen, sodass auch
keine unerwünschten Filamentreste an dem Ablagesiebband verbleiben. Zu betonen ist
weiterhin, dass die erfindungsgemäßen Maßnahmen relativ einfach und ohne nennenswerten
Aufwand bzw. Kostenaufwand realisiert werden können. Wenn gemäß bevorzugter Ausführungsform
der Erfindung zumindest zwei, insbesondere zwei Abhebewalzen vorgesehen sind, lässt
sich der Ablösebereich bzw. die Ablöselinie und somit der Abstand A von der Nasenwalze
sehr präzise einstellen. Durch die bevorzugte vertikale Verfahrbarkeit der Abhebewalze
bzw. der Abhebewalzen und/oder durch die horizontale Verfahrbarkeit bzw. Teleskopierbarkeit
der Nasenwalze und/oder die vertikale Verfahrbarkeit der Nasenwalze können verschiedene
Betriebszustände der Vorrichtung eingestellt werden und insbesondere kann der Abstand
der Nasenwalze zu einer Folgevorrichtung, beispielsweise zu einem Kalander, eingestellt
und/oder ein Gefälle des Ablagesiebbandes realisiert werden, wobei nichtsdestoweniger
die Abhebewalze bzw. die Abhebewalzen so zu dem Ablagesiebband angeordnet werden können,
dass das Ablösen der Vliesbahn in einem Ablösebereich bzw. an einer Ablöselinie vor
dem Umlenkungsbereich erfolgt bzw. erfolgen kann. Die erfindungsgemäße Vorrichtung
bzw. das erfindungsgemäße Verfahren ist somit sehr flexibel einsetzbar, wobei in den
verschiedenen Betriebspositionen jeweils ein einfaches und funktionssicheres Ablösen
der Vliesbahn von dem Ablagesiebband möglich ist, für das ein verhältnismäßig geringer
Kraftaufwand erforderlich ist und das insbesondere ohne Beschädigungen der Vliesbahn
erfolgen kann.
[0037] Nachfolgend wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung näher erläutert. Es zeigen in schematischer Darstellung:
- Fig. 1
- einen Vertikalschnitt durch eine erfindungsgemäße Vorrichtung mit zwei Abhebewalzen
in ihrem Grundzustand,
- Fig. 2
- die Vorrichtung nach Fig. 1 in einem ersten Betriebszustand bzw. in einer ersten Betriebsposition,
- Fig. 3
- die Vorrichtung nach Fig. 1 in einem zweiten Betriebszustand bzw. in einer zweiten
Betriebsposition,
- Fig. 4
- eine vergrößerte Darstellung der Nasenwalze und der Abhebewalzen der Vorrichtung im
Zustand gemäß Fig. 2.
[0038] Die Figuren zeigen eine Vorrichtung zur Herstellung von Vliesstoffen aus Endlosfilamenten,
wobei eine als Spinnerette ausgebildete Spinneinrichtung 1 zum Erspinnen der Filamente
und eine Kühleinrichtung 2 zum Kühlen der Filamente vorhanden ist. Weiterhin ist ein
Ablagesiebband 3 vorgesehen, auf dem die Filamente in einem Ablagebereich 4 zur Vliesbahn
5 ablegbar sind. Zweckmäßigerweise und im Ausführungsbeispiel gemäß den Figuren handelt
es sich bei der Vorrichtung um eine Spunbond-Vorrichtung, wobei eine Verstreckeinrichtung
17 zum Verstrecken der Filamente vorgesehen ist. Bei den Endlosfilamenten kann es
sich zweckmäßigerweise um Monokomponentenfilamente aus zumindest einem thermoplastischen
Kunststoff handeln. Die Kühleinrichtung 2 weist empfohlenermaßen und im Ausführungsbeispiel
eine Kühlkammer 18 auf, durch die die Endlosfilamente zur Kühlung geführt werden.
Bevorzugt und im Ausführungsbeispiel sind an zwei gegenüberliegenden Seiten der Kühlkammer
18 zwei übereinander angeordnete Luftzufuhrkabinen 19, 20 angeordnet, aus denen bevorzugt
Luft unterschiedlicher Temperatur in die Kühlkammer 18 eingeführt wird. Weiterhin
bevorzugt und im Ausführungsbeispiel ist zwischen der Spinneinrichtung 1 und der Kühleinrichtung
2 eine Monomer-Absaugungseinrichtung 21 vorgesehen, mit der störende Gase, die beim
Spinnprozess auftreten aus der Vorrichtung bzw. der Spunbond-Vorrichtung entfernt
werden können. Bei den störenden Gasen kann es sich etwa um Monomere, Oligomere und
dergleichen Substanzen handeln.
[0039] Zweckmäßigerweise und im Ausführungsbeispiel ist der Kühleinrichtung 2 in Filamentströmungsrichtung
FS die Verstreckeinrichtung 17 zum Verstrecken der Filamente nachgeschaltet. Gemäß
sehr empfohlener Ausführungsform und im Ausführungsbeispiel ist das Aggregat aus der
Kühleinrichtung 2 und der Verstreckeinrichtung 17 als geschlossenes Aggregat ausgebildet,
bei dem außer der Zufuhr der Kühlluft in der Kühleinrichtung 2 keine weitere Luftzufuhr
in das geschlossene Aggregat stattfindet.
[0040] Im Rahmen der Erfindung und im Ausführungsbeispiel ist zwischen der Verstreckeinrichtung
17 und dem Ablagesiebband 3 ein Diffusor 23 angeordnet, durch den die Endlosfilamente
geführt werden. Gemäß einer empfohlenen Ausführungsform und im Ausführungsbeispiel
sind zwischen der Verstreckeinrichtung 17 und dem Diffusor 23 Sekundärluft-Eintrittsspalte
24 für die Einführung von Sekundärluft in den Diffusor 23 vorgesehen. Nach dem Durchlaufen
des Diffusors 23 werden die Endlosfilamente auf dem Ablagesiebband 3 in dem Ablagebereich
4 zur Vliesbahn 5 abgelegt und dann zweckmäßigerweise mit dem Ablagesiebband 3 in
Transportrichtung T des Ablagesiebbandes 3 abtransportiert. Empfohlenermaßen und im
Ausführungsbeispiel ist unter dem Ablagesiebband 3 eine Absaugungseinrichtung 22 zum
Absaugen von Luft bzw. Prozessluft durch das Ablagesiebband 3 vorgesehen.
[0041] Erfindungsgemäß ist das Ablagesiebband 3 in einem Umlenkungsbereich 6 durch zumindest
eine Nasenwalze 7 aus seiner Transportrichtung T ablenkbar. Die Vliesbahn 5 ist im
Betriebszustand der Vorrichtung (Figuren 2 bis 4) vor dem Umlenkungsbereich 6 von
dem Ablagesiebband 3 ablösbar und anschließend an zumindest eine Folgevorrichtung
8 übergebbar. Im Ausführungsbeispiel sind zwei Folgevorrichtungen 8, ein Kalander
16 und ein Wickler 26 vorgesehen.
[0042] Zur Ablösung der Vliesbahn 5 von dem Ablagesiebband 3 sind bevorzugt und im Ausführungsbeispiel
gemäß den Figuren zwei Abhebewalzen 9, 14 vorhanden. Empfohlenermaßen und im Ausführungsbeispiel
sind die Abhebewalzen 9, 14 in Bezug auf das Ablagesiebband 3 höhenverstellbar ausgebildet
und vorzugsweise und im Ausführungsbeispiel in vertikaler Richtung verfahrbar. Dies
ist insbesondere in der Fig. 1 zu erkennen. Zweckmäßigerweise können die Abhebewalzen
9, 14 durch ihre Höhenverstellbarkeit bzw. vertikale Verfahrbarkeit von einer Grundposition
in verschiedene Abhebepositionen und zurück verfahren werden. In einer Grundposition
der Abhebewalzen 9, 14, die in der Fig. 1 dargestellt ist, ist eine Reinigung der
erfindungsgemäßen Vorrichtung und/oder eine Einfädelung der Vliesbahn möglich, sodass
sich die Vorrichtung noch nicht in ihrem Betriebszustand befindet. Zwei unterschiedliche
Abhebepositionen der Abhebewalzen 9, 14 sind in den Figuren 2 und 3 dargestellt. Diese
Figuren zeigen die Vorrichtung im Betriebszustand. In dem Betriebszustand bzw. in
der Abhebeposition der Abhebewalzen 9, 14 sind die Abhebewalzen 9, 14 zweckmäßigerweise
oberhalb des Ablagesiebbandes 3 angeordnet und die Vliesbahn 5 ist mittels der Abhebewalzen
9, 14 in einem Ablösebereich 10 bzw. an einer Ablöselinie von dem Ablagesiebband 3
ablösbar, der mit einem Abstand A zu der Nasenwalze 7 angeordnet ist und insbesondere
in Transportrichtung T vor der Nasenwalze 7 angeordnet ist. Abstand A zwischen der
Nasenwalze 7 und dem Ablösebereich 10 bzw. der Ablöselinie meint insbesondere den
Abstand zwischen der Drehachse der Nasenwalze 7 und dem Ablösebereich bzw. der Ablöselinie
10. Der Abstand A wird dabei zweckmäßigerweise zwischen einer Projektion der Drehachse
der Nasenwalze 7 auf das Ablagesiebband 3 und dem Ablösebereich 10 bzw. der Ablöselinie
gemessen, wobei die Projektion der Drehachse senkrecht zur Längserstreckung des Ablagesiebbandes
3 im Bereich des Abstandes A erfolgt (Figuren 2 bis 4).
[0043] Empfohlenermaßen und im Ausführungsbeispiel gemäß den Figuren ist im Betriebszustand
der Vorrichtung die erste Abhebewalze 9 in Transportrichtung T des Ablagesiebbandes
3 hinter der Nasenwalze 7 angeordnet (Fig. 2) oder vor der Nasenwalze 7 angeordnet
(Fig. 3). Die zweite Abhebewalze 14 ist vorzugsweise in Transportrichtung T des Ablagesiebbandes
3 vor der Nasenwalze 7 angeordnet.
[0044] Gemäß besonders bevorzugter Ausführungsform der Erfindung und im Ausführungsbeispiel
ist der Abstand A kleiner als der Abstand C zwischen der Nasenwalze 7 und einer Umlenkungswalze
15. Die Umlenkungswalze 15 ist zweckmäßigerweise eine zusätzlich zu der Nasenwalze
7 zum Transport des Ablagesiebbandes 3 eingerichtete Walze, die in Transportrichtung
T des Ablagesiebbandes 3 vor der Nasenwalze 7 angeordnet ist. Die Umlenkungswalze
15 ist empfohlenermaßen und im Ausführungsbeispiel zwischen dem Ablagebereich 4 und
dem Umlenkungsbereich 6 vorgesehen. An der Umlenkungswalze 15 kann das Ablagesiebband
3 entweder ohne Ablenkung aus seiner Transportrichtung entlang geführt werden (Fig.
1) oder durch die Umlenkungswalze 15 aus seiner Transportrichtung abgelenkt werden
(Figuren 2 und 3), wie untenstehend noch näher erläutert wird.
[0045] Abstand C zwischen der Nasenwalze 7 und der Umlenkungswalze 15 meint im Rahmen der
Erfindung insbesondere den Abstand der Drehachsen der Nasenwalze 7 und der Umlenkungswalze
15, der zweckmäßigerweise zwischen den Projektionen der Drehachsen auf das Ablagesiebband
3 gemessen wird, wobei die Projektionen der Drehachsen senkrecht zur Längserstreckung
des Ablagesiebbandes 3 im Bereich des Abstandes C erfolgen. Es empfiehlt sich, dass
der Abstand A maximal 30 %, bevorzugt maximal 20 % von dem Abstand C beträgt. Im Ausführungsbeispiel
gemäß der Fig. 2 mag der Abstand A etwa 5 % des Abstandes C betragen. Im Ausführungsbeispiel
gemäß der Fig. 3 mag der Abstand A etwa 15 % des Abstandes C betragen.
[0046] Empfohlenermaßen und im Ausführungsbeispiel sind die Abhebewalzen 9, 14 als rotierende
Abhebewalzen ausgebildet. Der Durchmesser d der Abhebewalzen 9, 14 beträgt bevorzugt
25 bis 400 mm, besonders bevorzugt 100 bis 250 mm. Im Rahmen der Erfindung und im
Ausführungsbeispiel weisen die erste Abhebewalze 9 und die zweite Abhebewalze 14 den
gleichen Durchmesser d bzw. im Wesentlichen den gleichen Durchmesser d auf. Besonders
bevorzugt und im Ausführungsbeispiel (insbesondere Fig. 4) beträgt der Drehachsenabstand
m der beiden Abhebewalzen 9, 14 im Betriebszustand der Vorrichtung zumindest 115 %
des Durchmessers d der Abhebewalzen 9, 14. Im Ausführungsbeispiel gemäß den Figuren
mag der Drehachsenabstand m der beiden Abhebewalzen 9, 14 etwa 130 % des Durchmessers
d der Abhebewalzen 9, 14 betragen. Drehachsenabstand m meint in diesem Zusammenhang
insbesondere den Abstand der Drehachsen der beiden Abhebewalzen 9, 14, wobei dieser
Drehachsenabstand m zweckmäßigerweise zwischen den Projektionen der Drehachsen der
Abhebewalzen 9, 14 auf das Ablagesiebband 3 gemessen wird, wobei die Projektionen
der Drehachsen senkrecht zu der Längserstreckung des Ablagesiebbandes 3 bzw. zu der
imaginären Verlängerung dieser Längserstreckung erfolgen.
[0047] Zweckmäßigerweise und im Ausführungsbeispiel sind die Abhebewalzen 9, 14 in Bezug
auf das Ablagesiebband 3 mit einem Abstand D angeordnet. Abstand D meint in diesem
Zusammenhang insbesondere den Abstand der Drehachse der jeweiligen Abhebewalze 9,
14 zu dem Ablagesiebband 3. Der Abstand D zu dem Ablagesiebband 3 wird dabei zweckmäßigerweise
senkrecht zu der Längserstreckung des Ablagesiebbandes 3 im Bereich der Abhebewalzen
9, 14 bzw. zu der imaginären Verlängerung dieser Längserstreckung gemessen bzw. bestimmt.
Im Ausführungsbeispiel gemäß den Figuren (insbesondere Fig. 3) ist der Abstand der
ersten Abhebewalze 9 von dem Ablagesiebband 3 mit D
1 und der Abstand der zweiten Abhebewalze 14 von dem Ablagesiebband 3 mit D
2 gekennzeichnet. Im Rahmen der Erfindung und im Ausführungsbeispiel ist der Abstand
D bzw. sind die Abstände D
1 und D
2 größer als 50 % des Durchmessers d der jeweiligen Abhebewalze 9, 14.
[0048] Weiterhin bevorzugt und im Ausführungsbeispiel (insbesondere Fig. 3) ist der Abstand
D
1 der ersten Abhebewalze 9 von dem Ablagesiebband 3 größer als der Abstand D
2 der zweiten Abhebewalze 14 von dem Ablagesiebband 3. Die Vliesbahn 5 ist zweckmäßigerweise
und im Ausführungsbeispiel im Betriebszustand der Vorrichtung über die Unterseite
der zweiten Abhebewalze 14 und über die Oberseite der ersten Abhebewalze 9 führbar.
Dies ist insbesondere in den Figuren 2 bis 4 dargestellt. Die erste Abhebewalze 9
ist vorzugsweise für die Ablösung der Vliesbahn 5 von dem Ablagesiebband 3 verantwortlich.
Die zweite Abhebewalze 14 ist empfohlenermaßen für das Niederhalten der Vliesbahn
5 nahe des Ablagesiebbandes 3 verantwortlich. Dadurch befindet sich der Ablösebereich
10 bzw. die Ablöselinie zweckmäßigerweise und im Ausführungsbeispiel nahe der zweiten
Abhebewalze 14 und insbesondere unterhalb der zweiten Abhebewalze 14.
[0049] Gemäß sehr bevorzugter Ausführungsform und im Ausführungsbeispiel ist die Nasenwalze
7 in vertikaler Richtung derart verfahrbar bzw. absenkbar, dass das Ablagesiebband
3 zwischen der Umlenkungswalze 15 und der Nasenwalze 7 in Transportrichtung T zum
Vorrichtungsuntergrund 11 hin orientiert ist. Zweckmäßigerweise und im Ausführungsbeispiel
weist das Ablagesiebband in diesem Bereich ein Gefälle von 3° bis 20° auf. Im Ausführungsbeispiel
gemäß der Fig. 2 mag das Ablagesiebband 3 ein Gefälle von etwa 7° und im Ausführungsbeispiel
gemäß der Fig. 3 ein Gefälle von etwa 15° aufweisen. Die Umlenkungswalze 15 lenkt
das Ablagesiebband 3 somit aus seiner - zuvor insbesondere parallel zum Vorrichtungsuntergrund
11 verlaufenden - Transportrichtung T ab (Figuren 2 und 3). Mit der Verfahrbarkeit
der Nasenwalze 7 in vertikaler Richtung ist in diesem Zusammenhang insbesondere die
Verfahrbarkeit in Richtung des Vorrichtungsuntergrundes 11 und zurück gemeint. Weiterhin
bevorzugt und im Ausführungsbeispiel ist die Nasenwalze 7 in horizontaler Richtung
verfahrbar bzw. teleskopierbar. Horizontale Richtung meint in diesem Zusammenhang
insbesondere in Richtung parallel zum Vorrichtungsuntergrund 11. Durch die horizontale
Verfahrbarkeit bzw. Teleskopierbarkeit der Nasenwalze 7 kann diese Nasenwalze 7 beispielsweise
näher an die Folgevorrichtung 8 bzw. den Kalander 16 herangefahren werden. Besonders
bevorzugt und im Ausführungsbeispiel ist die Nasenwalze 7 in horizontaler Richtung
verfahrbar bzw. teleskopierbar und in vertikaler Richtung verfahrbar bzw. absenkbar,
sodass verschiedenste Positionen der Nasenwalze eingestellt werden können. Wenn gemäß
bevorzugter Ausführungsform und im Ausführungsbeispiel die Nasenwalze 7 in horizontaler
Richtung verfahrbar bzw. teleskopierbar und in vertikaler Richtung absenkbar ist und
zusätzlich die Abhebewalzen 9, 14 in vertikaler Richtung verfahrbar sind, können verschiedene
Positionen der Nasenwalze 7 eingestellt werden und die Abhebewalzen 9, 14 können in
ihren Abhebepositionen derart angeordnet werden, dass insbesondere der Abstand A des
Ablösebereiches 10 von der Nasenwalze 7 im Betriebszustand der Vorrichtung realisiert
werden kann.
[0050] Im Rahmen der Erfindung und im Ausführungsbeispiel ist eine Folgevorrichtung 8 als
Kalander 16 ausgestaltet. Im Ausführungsbeispiel gemäß der Fig. 1 ist zu erkennen,
dass eine weitere Folgevorrichtung 8 in Form eines Wicklers 26 vorgesehen sein kann,
wobei in Förderrichtung der Vliesbahn 5 dann zunächst der Kalander 16 und anschließend
der Wickler 26 angeordnet ist. Der Kalander 16 weist im Ausführungsbeispiel gemäß
den Figuren drei Kalanderwalzen 12.1, 12.2 und 12.3 auf, die in vertikaler Richtung
verfahrbar sind. Die Vliesbahn 5 wird insbesondere durch den Spalt bzw. Nip zwischen
zwei der Kalanderwalzen 12.1, 12.2, 12.3 geführt. Die drei Kalanderwalzen 12.1, 12.2,
12.3 sind zweckmäßigerweise und im Ausführungsbeispiel übereinander angeordnet. Dadurch
entstehen jeweils zwei Kalanderwalzenpaare aus der obersten Kalanderwalze 12.1 und
der mittleren Kalanderwalze 12.2 und aus der untersten Kalanderwalze 12.3 und der
mittleren Kalanderwalze 12.2. Die Vliesbahn 5 wird zur Verfestigung bzw. Endverfestigung
zweckmäßigerweise und im Ausführungsbeispiel durch einen sich zwischen den Kalanderwalzen
12.1, 12.2, 12.3 ergebenden Spalt bzw. Nip geführt. In einem Verfestigungsbereich
13 des Kalanders 16 kann die Vliesbahn 5 dann verfestigt bzw. endverfestigt werden.
Verfestigungsbereich 13 meint in diesem Zusammenhang den Bereich, in dem die Vliesbahn
5 durch die Einwirkung zumindest einer Kalanderwalze 12.1, 12.2, 12.3 verfestigt bzw.
endverfestigt werden kann. Im Rahmen der Erfindung und im Ausführungsbeispiel gemäß
den Figuren 2 bis 4 ist der Verfestigungsbereich 13 des Kalanders 16 im Betriebszustand
der Vorrichtung jeweils oberhalb der Nasenwalze 7 und oberhalb des Ablagesiebbandes
3 angeordnet.
[0051] Weiter bevorzugt und im Ausführungsbeispiel gemäß den Figuren erfolgt das Ablösen
der Vliesbahn 5 von dem Ablagesiebband 3 nach einer Vorverfestigung der Vliesbahn
5. Die Vliesbahn wird somit empfohlenermaßen und im Ausführungsbeispiel vor der Ablösung
von dem Ablagesiebband 3 mittels einer Vorverfestigungsvorrichtung 25 vorverfestigt.
Dies ist insbesondere in der Fig. 1 zu erkennen.
[0052] Es liegt fernerhin im Rahmen der Erfindung, dass die erste Abhebewalze 9 und/oder
die zweite Abhebewalze 14 einen Abstand U von der Nasenwalze 7 aufweist, der zumindest
50 % des Durchmessers der jeweiligen Abhebewalze 9, 14 beträgt. Abstand U meint in
diesem Zusammenhang insbesondere den Abstand der Drehachse der zumindest einen Abhebewalze
9, 14 von der Drehachse der Nasenwalze 7, wobei der Abstand U zweckmäßigerweise zwischen
den Projektionen der Drehachsen der Abhebewalze 9, 14 und der Nasenwalze 7 auf das
Ablagesiebband 3 gemessen wird, wobei die Projektionen der Drehachsen senkrecht zur
Längserstreckung des Ablagesiebbandes 3 bzw. zu der imaginären Verlängerung dieser
Längserstreckung im Bereich des Abstandes U erfolgen. Im Ausführungsbeispiel gemäß
den Figuren weisen beide Abhebewalzen 9, 14 jeweils einen Mittelpunktsabstand U
1 und U
2 von der Nasenwalze 7 auf, der zumindest 50 % des Durchmessers d der jeweiligen Abhebewalze
9, 14 beträgt (Fig. 4).
1. Vorrichtung zur Herstellung von Vliesstoffen aus Endlosfilamenten, wobei eine Spinneinrichtung
(1) zum Erspinnen der Filamente und eine Kühleinrichtung (2) zum Kühlen der Filamente
vorhanden ist, wobei weiterhin ein Ablagesiebband (3) vorgesehen ist, auf dem die
Filamente in einem Ablagebereich (4) zu einer Vliesbahn (5) ablegbar sind, wobei das
Ablagesiebband (3) in einem Umlenkungsbereich (6) durch zumindest eine Nasenwalze
(7) aus seiner Transportrichtung ablenkbar ist, wobei zumindest eine dem Ablagesiebband
(3) in Förderrichtung der Vliesbahn (5) nachgeschaltete Folgevorrichtung (8) für die
Vliesbahn (5) vorhanden ist, wobei die Vliesbahn (5) vor dem Umlenkungsbereich (6)
von dem Ablagesiebband (3) ablösbar und anschließend an die Folgevorrichtung (8) übergebbar
ist, dadurch gekennzeichnet, dass
zur Ablösung der Vliesbahn (5) von dem Ablagesiebband (3) zumindest eine Abhebewalze
(9) vorgesehen ist, wobei die Abhebewalze (9) oberhalb des Ablagesiebbandes (3) angeordnet
ist bzw. angeordnet werden kann, wobei die Vliesbahn (5) mittels der zumindest einen
Abhebewalze (9) in einem Ablösebereich (10) von dem Ablagesiebband (3) ablösbar ist,
der mit einem Abstand A zu der Nasenwalze (7) angeordnet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei die zumindest eine Abhebewalze (9) derart zu der
Nasenwalze (7) angeordnet ist bzw. angeordnet werden kann, dass der Ablösebereich
(10) in Transportrichtung des Ablagesiebbandes (3) vor dem Umlenkungsbereich (6) liegt,
wobei die zumindest eine Abhebewalze (9) bevorzugt in Transportrichtung des Ablagesiebbandes
(3) vor oder hinter der Nasenwalze (7) angeordnet ist bzw. angeordnet werden kann.
3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei der Abstand A kleiner ist als
der Abstand C zwischen der Nasenwalze (7) und einer Umlenkungswalze (15) und insbesondere
maximal 50 %, vorzugsweise maximal 25 %, bevorzugt maximal 10 %, besonders bevorzugt
maximal 5 %, ganz besonders bevorzugt maximal 2,5 %, beispielsweise 1 % von dem Abstand
C beträgt.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die zumindest eine Abhebewalze
(9) in Bezug auf das Ablagesiebband (3) höhenverstellbar ist und dazu vorzugsweise
in vertikaler Richtung verfahrbar ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die zumindest eine Abhebewalze
(9) als rotierende Abhebewalze (9), insbesondere als antreibbare rotierende Abhebewalze
(9), ausgebildet ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die zumindest eine Abhebewalze
(9) in einem Abstand D zu dem Ablagesiebband (3) angeordnet ist bzw. angeordnet werden
kann und wobei dieser Abstand D größer als 50 % des Durchmessers d der Abhebewalze
(9) ist und bevorzugt mindestens 55 %, besonders bevorzugt mindestens 60 % des Durchmessers
d der Abhebewalze (9) beträgt.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei der Durchmesser d der zumindest
einen Abhebewalze (9) 10 bis 500 mm, vorzugsweise 25 bis 400 mm, bevorzugt 50 bis
300 mm, besonders bevorzugt 100 bis 250 mm beträgt.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei zumindest zwei, insbesondere zwei
Abhebewalzen (9, 14) vorgesehen sind, wobei eine zweite Abhebewalze (14) vorzugsweise
in Transportrichtung des Ablagesiebbandes (3) vor der Nasenwalze (7) angeordnet ist
bzw. angeordnet werden kann und wobei eine erste Abhebewalze (9) bevorzugt in Transportrichtung
des Ablagesiebbandes (3) zwischen der zweiten Abhebewalze (14) und der Nasenwalze
(7) oder hinter der Nasenwalze (7) angeordnet ist bzw. angeordnet werden kann.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, wobei die erste Abhebewalze (9) und die zweite Abhebewalze
(14) den gleichen Durchmesser d bzw. im Wesentlichen den gleichen Durchmesser d aufweisen
und wobei vorzugsweise der Drehachsenabstand m der beiden Abhebewalzen (9, 14) zumindest
105 %, bevorzugt zumindest 110 %, besonders bevorzugt zumindest 115 % des Durchmessers
d der Abhebewalzen (9, 14) beträgt.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 oder 9, wobei die Vliesbahn (5) über die Unterseite
der zweiten Abhebewalze (14) und über die Oberseite der ersten Abhebewalze (9) führbar
ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei die Nasenwalze (7) in vertikaler
Richtung derart verfahrbar bzw. absenkbar ist, dass das Ablagesiebband (3) zumindest
zwischen der Umlenkungswalze (15) und der Nasenwalze (7) in Transportrichtung zu dem
Vorrichtungsuntergrund (11) hin orientiert ist und vorzugsweise ein Gefälle von 3°
bis 20°, bevorzugt von 4° bis 18°, besonders bevorzugt von 5° bis 16° aufweist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, wobei die Nasenwalze (7) in horizontaler
Richtung verfahrbar bzw. teleskopierbar ist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 oder 12, wobei der Abstand A des Ablösebereiches
(10) von der Nasenwalze (7) durch die vertikale Verfahrbarkeit und/oder die horizontale
Verfahrbarkeit bzw. Teleskopierbarkeit der Nasenwalze (7) einstellbar ist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, wobei die Folgevorrichtung (8) eine
Verfestigungsvorrichtung, insbesondere ein Heißluftbondierer, beispielsweise ein Ofen,
und/oder ein Kalander (16) ist und/oder wobei die Folgevorrichtung (8) ein Wickler
ist.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, wobei die Verfestigungsvorrichtung bzw. der Kalander
(16) zumindest eine Kalanderwalze (12), insbesondere zumindest ein Kalanderwalzenpaar
aufweist, wobei zumindest eine Kalanderwalze (12) vorzugsweise in vertikaler Richtung
verfahrbar ist.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, wobei das Ablösen der Vliesbahn (5)
von dem Ablagesiebband (3) nach einer Vorverfestigung der Vliesbahn (5) erfolgt.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, wobei die zumindest eine Abhebewalze
(9) und/oder die zweite Abhebewalze (14) einen Abstand U von der Nasenwalze (7) aufweist,
der zumindest 50 % des Durchmessers d der jeweiligen Abhebewalze (9, 14) beträgt.
18. Verfahren zum Transport und zur Behandlung einer Vliesbahn aus Endlosfilamenten, insbesondere
mit einer Vorrichtung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 17, wobei die Vliesbahn (5)
über ein in einem Umlenkungsbereich (6) durch eine Nasenwalze (7) aus seiner Transportrichtung
ablenkbares Ablagesiebband (3) geführt wird, wobei die Vliesbahn (5) an eine nachgeschaltete
Folgevorrichtung (8) übergeben wird, wobei die Vliesbahn (5) vor dem Umlenkungsbereich
(6) von dem Ablagesiebband (3) abgelöst wird, dadurch gekennzeichnet, dass
die Vliesbahn (5) zur Ablösung von dem Ablagesiebband (3) über zumindest eine Abhebewalze
(9) geführt wird, die oberhalb des Ablagesiebbandes (3) angeordnet ist, wobei die
Vliesbahn (5) mittels der zumindest einen Abhebewalze (9) in einem Ablösebereich (10)
von dem Ablagesiebband (3) abgelöst wird, der mit einem Abstand A zu der Nasenwalze
(7) angeordnet ist und wobei die Vliesbahn (5) anschließend der Folgevorrichtung (8)
zugeführt wird.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Vorrichtung zur Herstellung von Vliesstoffen aus Endlosfilamenten, wobei eine Spinneinrichtung
(1) zum Erspinnen der Filamente und eine Kühleinrichtung (2) zum Kühlen der Filamente
vorhanden ist, wobei weiterhin ein Ablagesiebband (3) vorgesehen ist, auf dem die
Filamente in einem Ablagebereich (4) zu einer Vliesbahn (5) ablegbar sind, wobei das
Ablagesiebband (3) in einem Umlenkungsbereich (6) durch zumindest eine Nasenwalze
(7) aus seiner Transportrichtung ablenkbar ist, wobei zumindest eine dem Ablagesiebband
(3) in Förderrichtung der Vliesbahn (5) nachgeschaltete Folgevorrichtung (8) für die
Vliesbahn (5) vorhanden ist, wobei die Vliesbahn (5) vor dem Umlenkungsbereich (6)
von dem Ablagesiebband (3) ablösbar und anschließend an die Folgevorrichtung (8) übergebbar
ist, wobei zur Ablösung der Vliesbahn (5) von dem Ablagesiebband (3) zumindest eine
Abhebewalze (9) vorgesehen ist, wobei die Abhebewalze (9) oberhalb des Ablagesiebbandes
(3) angeordnet ist bzw. angeordnet werden kann, wobei die Vliesbahn (5) mittels der
zumindest einen Abhebewalze (9) in einem Ablösebereich (10) von dem Ablagesiebband
(3) ablösbar ist, der mit einem Abstand A zu der Nasenwalze (7) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass
die zumindest eine Abhebewalze (9) in Bezug auf das Ablagesiebband (3) höhenverstellbar
ist und dazu vorzugsweise in vertikaler Richtung verfahrbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei die zumindest eine Abhebewalze (9) derart zu der
Nasenwalze (7) angeordnet ist bzw. angeordnet werden kann, dass der Ablösebereich
(10) in Transportrichtung des Ablagesiebbandes (3) vor dem Umlenkungsbereich (6) liegt,
wobei die zumindest eine Abhebewalze (9) bevorzugt in Transportrichtung des Ablagesiebbandes
(3) vor oder hinter der Nasenwalze (7) angeordnet ist bzw. angeordnet werden kann.
3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei der Abstand A kleiner ist als
der Abstand C zwischen der Nasenwalze (7) und einer Umlenkungswalze (15) und insbesondere
maximal 50 %, vorzugsweise maximal 25 %, bevorzugt maximal 10 %, besonders bevorzugt
maximal 5 %, ganz besonders bevorzugt maximal 2,5 %, beispielsweise 1 % von dem Abstand
C beträgt.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die zumindest eine Abhebewalze
(9) als rotierende Abhebewalze (9), insbesondere als antreibbare rotierende Abhebewalze
(9), ausgebildet ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die zumindest eine Abhebewalze
(9) in einem Abstand D zu dem Ablagesiebband (3) angeordnet ist bzw. angeordnet werden
kann und wobei dieser Abstand D größer als 50 % des Durchmessers d der Abhebewalze
(9) ist und bevorzugt mindestens 55 %, besonders bevorzugt mindestens 60 % des Durchmessers
d der Abhebewalze (9) beträgt.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei der Durchmesser d der zumindest
einen Abhebewalze (9) 10 bis 500 mm, vorzugsweise 25 bis 400 mm, bevorzugt 50 bis
300 mm, besonders bevorzugt 100 bis 250 mm beträgt.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei zumindest zwei, insbesondere zwei
Abhebewalzen (9, 14) vorgesehen sind, wobei eine zweite Abhebewalze (14) vorzugsweise
in Transportrichtung des Ablagesiebbandes (3) vor der Nasenwalze (7) angeordnet ist
bzw. angeordnet werden kann und wobei eine erste Abhebewalze (9) bevorzugt in Transportrichtung
des Ablagesiebbandes (3) zwischen der zweiten Abhebewalze (14) und der Nasenwalze
(7) oder hinter der Nasenwalze (7) angeordnet ist bzw. angeordnet werden kann.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, wobei die erste Abhebewalze (9) und die zweite Abhebewalze
(14) den gleichen Durchmesser d bzw. im Wesentlichen den gleichen Durchmesser d aufweisen
und wobei vorzugsweise der Drehachsenabstand m der beiden Abhebewalzen (9, 14) zumindest
105 %, bevorzugt zumindest 110 %, besonders bevorzugt zumindest 115 % des Durchmessers
d der Abhebewalzen (9, 14) beträgt.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 oder 8, wobei die Vliesbahn (5) über die Unterseite
der zweiten Abhebewalze (14) und über die Oberseite der ersten Abhebewalze (9) führbar
ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei die Nasenwalze (7) in vertikaler
Richtung derart verfahrbar bzw. absenkbar ist, dass das Ablagesiebband (3) zumindest
zwischen der Umlenkungswalze (15) und der Nasenwalze (7) in Transportrichtung zu dem
Vorrichtungsuntergrund (11) hin orientiert ist und vorzugsweise ein Gefälle von 3°
bis 20°, bevorzugt von 4° bis 18°, besonders bevorzugt von 5° bis 16° aufweist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei die Nasenwalze (7) in horizontaler
Richtung verfahrbar bzw. teleskopierbar ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 oder 11, wobei der Abstand A des Ablösebereiches
(10) von der Nasenwalze (7) durch die vertikale Verfahrbarkeit und/oder die horizontale
Verfahrbarkeit bzw. Teleskopierbarkeit der Nasenwalze (7) einstellbar ist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, wobei die Folgevorrichtung (8) eine
Verfestigungsvorrichtung, insbesondere ein Heißluftbondierer, beispielsweise ein Ofen,
und/oder ein Kalander (16) ist und/oder wobei die Folgevorrichtung (8) ein Wickler
ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, wobei die Verfestigungsvorrichtung bzw. der Kalander
(16) zumindest eine Kalanderwalze (12), insbesondere zumindest ein Kalanderwalzenpaar
aufweist, wobei zumindest eine Kalanderwalze (12) vorzugsweise in vertikaler Richtung
verfahrbar ist.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, wobei das Ablösen der Vliesbahn (5)
von dem Ablagesiebband (3) nach einer Vorverfestigung der Vliesbahn (5) erfolgt.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, wobei die zumindest eine Abhebewalze
(9) und/oder die zweite Abhebewalze (14) einen Abstand U von der Nasenwalze (7) aufweist,
der zumindest 50 % des Durchmessers d der jeweiligen Abhebewalze (9, 14) beträgt.
17. Verfahren zum Transport und zur Behandlung einer Vliesbahn aus Endlosfilamenten mit
einer Vorrichtung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 16, wobei die Vliesbahn (5) über
ein in einem Umlenkungsbereich (6) durch eine Nasenwalze (7) aus seiner Transportrichtung
ablenkbares Ablagesiebband (3) geführt wird, wobei die Vliesbahn (5) an eine nachgeschaltete
Folgevorrichtung (8) übergeben wird, wobei die Vliesbahn (5) vor dem Umlenkungsbereich
(6) von dem Ablagesiebband (3) abgelöst wird, dadurch gekennzeichnet, dass
die Vliesbahn (5) zur Ablösung von dem Ablagesiebband (3) über zumindest eine Abhebewalze
(9) geführt wird, die oberhalb des Ablagesiebbandes (3) angeordnet ist, wobei die
zumindest eine Abhebewalze (9) in Bezug auf das Ablagesiebband (3) höhenverstellbar
ist und dazu vorzugsweise in vertikaler Richtung verfahrbar ist, wobei die Vliesbahn
(5) mittels der zumindest einen Abhebewalze (9) in einem Ablösebereich (10) von dem
Ablagesiebband (3) abgelöst wird, der mit einem Abstand A zu der Nasenwalze (7) angeordnet
ist und wobei die Vliesbahn (5) anschließend der Folgevorrichtung (8) zugeführt wird.