[0001] Die Erfindung betrifft eine Betätigungshandhabe gemäß dem Oberbegriff von Anspruch
1.
[0002] Betätigungshandhaben für Fenster oder Türen weisen üblicherweise einen Handgriff
auf, der sich um eine vorgegebene Achse drehen lässt und über einen Mitnehmer eine
Betätigungseinrichtung in dem Fenster bzw. der Tür antreibt. Der Handgriff ist dabei
an einem mit dem Fensterrahmen bzw. dem Türblatt verschraubbaren Anschlagkörper drehbar
und axialfest gelagert. Je nach Einbausituation kann es erforderlich sein, einen Mitnehmer
aus einer Reihe von Mitnehmern mit unterschiedlichen Längen auszuwählen, um eine Kopplung
mit der Betätigungseinrichtung zu erreichen.
[0003] Es sind beispielsweise aus
EP 2 107 187 B1 längenvariable Mitnehmer bekannt, die federnd gelagert und durch zwei miteinander
gekoppelte Buchsen geführt sind, wobei eine der Buchsen drehfest mit dem Handgriff
verbunden ist. Die dort vorgeschlagene Lösung ist durch die Anzahl der Bauteile recht
komplex und folglich aufwändig zu fertigen.
[0004] Die Aufgabe der Erfindung liegt folglich darin, eine Betätigungshandhabe mit einem
längenvariablen Mitnehmer vorzuschlagen, die einfach und kostengünstig zu fertigen
ist und dennoch leicht zu montieren und zu handhaben ist.
[0005] Hauptmerkmale der Erfindung sind im kennzeichnenden Teil von Anspruch 1 angegeben.
Ausgestaltungen sind Gegenstand der Ansprüche 2 bis 11.
[0006] Es wird eine Betätigungshandhabe für ein Fenster oder eine Tür vorgeschlagen, aufweisend
einen Handgriff, der mit einem Griffhals drehbar um eine Drehachse eines Anschlagköpers
gelagert ist und einen länglichen Mitnehmer zum Eingehen einer Wirkverbindung mit
einem Betätigungselement des Fensters oder der Tür aufweist, der drehfest mit dem
Handgriff koppelbar ist, wobei der Griffhals mit einer Buchse zum Festlegen des Handgriffs
an dem Anschlagkörper verbindbar ist. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die Betätigungshandhabe
eine Vertiefung aufweist; dass der Mitnehmer längsverschieblich in die Vertiefung
einbringbar ist; dass eine Druckfeder in der Vertiefung angeordnet ist und eine aus
der Vertiefung gerichtete Druckkraft auf den Mitnehmer ausübt; und dass der Mitnehmer
mindestens ein erstes Anschlagelement aufweist, das mit mindestens einem zweiten Anschlagelement
in oder an der Vertiefung korrespondiert, sodass eine aus der Vertiefung heraus gerichtete
Bewegung des Mitnehmers durch die Anschlagelemente begrenzt ist.
[0007] Der Aufbau der Betätigungshandhabe ähnelt daher dem Aufbau konventioneller Betätigungshandhaben.
Ein Handgriff, der von einem Benutzer zum Öffnen oder Schließen einer Tür oder eines
Fensters gegriffen wird, ist um eine Drehachse herum drehbar vorgesehen. Zum Übertragen
eines von dem Benutzer ausgeübten Drehmoments in ein Betätigungselement des Fensters
bzw. der Tür ist ein Mitnehmer vorgesehen, der drehfest mit dem Handgriff koppelbar
ist. Der Mitnehmer ist dabei bevorzugt ein längliches Element, das üblicherweise als
Vierkant ausgeführt ist. Dieser ragt später in das Betätigungselement des Fensters
bzw. der Tür hinein und ist mit diesem ebenfalls drehfest koppelbar.
[0008] Der Anschlagkörper ist ein Bauteil oder eine Bauteilgruppe, die den Handgriff lagert
und direkt mit dem Fensterrahmen bzw. dem Türblatt verbunden wird. Die Position des
Mitnehmers wird dadurch festgelegt. Es kann sich zur Befestigung des Anschlagkörpers
empfehlen, zwei oder mehr Bohrungen in dem Anschlagkörper vorzusehen, die mit einer
Abdeckung abgedeckt werden können und das Festschrauben des Anschlagkörpers ermöglichen.
Bevorzugt weisen die Bohrungen jeweils eine Bohrungsachse auf, die parallel zu der
Drehachse des Handgriffs verläuft.
[0009] Die Besonderheit an der erfindungsgemäßen Ausführung der Betätigungshandhabe liegt
darin, dass der Mitnehmer längsverschieblich in einer Vertiefung angeordnet ist, in
der weiterhin eine Druckfeder positioniert ist. Die Druckfeder, die sich in einem
Grund der Vertiefung oder einem darin angeordneten Absatz abstützt, ist dazu ausgebildet,
eine nach außen gerichtete Drucckraft auf den Mitnehmer auszuüben. Wirkt dieser Druckkraft
keine mindestens identische Gegenkraft entgegen, wird der Mitnehmer bis zur Einnahme
einer Ruheposition der Druckfeder folglich aus der Vertiefung heraus gedrängt. Damit
wird ein längenvariabler Mitnehmer realisiert, der unterschiedlich weit aus der Vertiefung
bzw. dem Anschlagkörper herausragen kann. Der Mitnehmer muss daher nicht zwangsläufig
passend zu einer jeweiligen Anwendung ausgewählt und eingesetzt werden, sondern die
Betätigungshandhabe erlaubt eine Variabilität in der Länge. Der Einbau der Betätigungshandhabe
kann dadurch schneller erfolgen und erlaubt eine geringere Teilevielfalt. Der Mitnehmer
passt sich automatisch an die Einbausituation an.
[0010] Um eine nach außen gerichtete Bewegung des Mitnehmers zu begrenzen, sind die ersten
und zweiten Anschlagelemente vorgesehen. Es ist denkbar, dass der Mitnehmer beispielsweise
an einer Mantelfläche einen Vorsprung oder Ähnliches aufweist, der mit einem komplementär
gestalteten Vorsprung in oder an der Vertiefung korrespondiert. Die Anschlagelemente
sind dabei so angeordnet, dass der Mitnehmer nur bis zu einer bestimmten Position
aus der Vertiefung herausgeschoben werden kann und dort die beiden Anschlagelemente
in einen Kontakt geraten, sodass die weiter nach außen gerichtete Bewegung gesperrt
wird. Wird jedoch eine in die Vertiefung hinein gerichtete Kraft auf den Mitnehmer
ausgeübt, die die Druckkraft der Druckfeder übersteigt, kann der Mitnehmer wieder
in die Vertiefung hineingedrängt werden. Seine nach außen wirksame Länge verkürzt
sich damit.
[0011] Die Federkonstante der Druckfeder sowie ihre Länge im entspannten Zustand sowie die
Ausführung der Vertiefung können so aufeinander abgestimmt werden, dass eine gewünschte
Längenvariabilität mit einer Mindestlänge und einer maximalen Länge erreicht wird.
Zudem sollte die Federkonstante nicht zu groß sein, sodass die Montage des Anschlagkörpers
bei etwas eingedrücktem Mitnehmer nicht erschwert wird. Es ist denkbar, dass eine
Längenvariabilität in einem beispielhaften Bereich von 5-20 mm hierdurch gewährleistet
werden kann.
[0012] In einer vorteilhaften Ausführungsform ist vorgesehen, dass der Anschlagkörper eine
Ausnehmung aufweist, die von dem Griffhals durchragt wird, wobei die Buchse zum Einschließen
der Ausnehmung mit dem aus der Ausnehmung ragenden Ende des Griffhalses verbunden
ist. Der Anschlagkörper wird folglich von dem Handgriff und der Buchse eingeschlossen.
Die Buchse wird hierfür mit dem Griffhals verbunden, wenn dieser durch die Ausnehmung
des Anschlagkörpers gesteckt ist. Die Buchse kann hierfür axial in, an oder auf den
Griffhals gesteckt und mit diesem verbunden werden. Es ist bevorzugt vorgesehen, dass
sich die Buchse mit dem Griffhals mitdreht und folglich drehfest mit diesem verbunden
ist. Die Ausnehmung des Anschlagkörpers kann als eine Durchgangsbohrung ausgeführt
sein.
[0013] Es kann weiterhin vorgesehen sein, dass die Vertiefung zumindest teilweise in dem
Griffhals angeordnet ist und dass mindestens ein zweites Anschlagelement an der Buchse
angeordnet ist und in die Vertiefung ragt. Der Mitnehmer wird folglich in den Griffhals
gesteckt und geht direkt mit diesem eine drehfeste, verschiebliche Verbindung ein.
Hierfür ist sinnvoll, den Mitnehmer und die Vertiefung mit komplementär zueinander
gestalteten Querschnitten auszustatten, wobei diese nicht ausschließlich kreisrund
sein sollten, um die Drehmomentübertragung zu gewährleisten. Das Drehmoment wird demnach
direkt durch den Griffhals in den Mitnehmer eingeleitet und nicht durch die Buchse.
Letztere dient demnach zur axialen Sicherung des Handgriffs an dem Anschlagkörper
sowie zur Begrenzung der axialen Bewegung des Mitnehmers durch das mindestens eine
zweite Anschlagelement. Nicht nur die Herstellung des Handgriffs kann dadurch vereinfacht
werden, sondern auch der Zusammenbau der Betätigungshandhabe.
[0014] Weiterhin könnte in einer vorteilhaften Ausführungsform vorgesehen sein, dass der
Griffhals zum Durchführen des mindestens einen zweiten Anschlagelements jeweils einen
sich in axialer Richtung erstreckenden randseitigen Ausschnitt aufweist. Die Buchse
könnte den Griffhals umfangsseitig umgeben oder umschließen, sodass das mindestens
eine zweite Anschlagelement radial von außen durch eine Umfangsfläche des Griffhalses
in die Vertiefung hineinragt. Hierfür ist es sinnvoll, den Griffhals lokal zu unterbrechen.
Zur Montage der Buchse ist es weiterhin sinnvoll, dass sich der Ausschnitt bis zu
einem stirnseitigen Ende des Griffhalses erstreckt, sodass bei der Montage der Betätigungshandhabe
das zweite Anschlagelement von dem stirnseitigen Ende ausgehend in axialer Richtung
entlang des Griffhalses bis zur Montageposition der Buchse verschiebbar ist.
[0015] In einer weiter vorteilhaften Ausführungsform ist vorgesehen, dass das mindestens
eine erste Anschlagelement als eine Flächenkerbe auf einer Umfangsfläche des Mitnehmers
ausgeführt ist. Die Flächenkerbe, oder auch Oberflächenkerbe, könnte neben einer lokalen
Vertiefung auch einen Vorsprung umfassen, der bei einer Einkerbung der Oberfläche
des Mitnehmers durch Ausstülpung von Material entsteht. Hierbei ist anzumerken, dass
bei einer solchen Ausführungsform der Mitnehmer bevorzugt aus einem metallischen Material
ausgebildet ist, das sich an einer Oberfläche einkerben lässt. Die Flächenkerbe könnte
derart ausgebildet sein, dass insgesamt ein von der Oberfläche abstehender Vorsprung
ausgebildet ist, der wie ein Widerhaken geformt ist. Dieser Widerhaken sollte dabei
so ausgerichtet sein, dass sich der Mitnehmer ohne weiteres in die vorangehend genannte
Vertiefung einstecken lässt und dort beim Einstecken das mindestens eine zweite Anschlagelement
radial nach außen drängt. Nach dem Einstecken sollte sich dann auf einer zu dem zweiten
Anschlagelement gerichteten Seite eine Kante befinden, die mit dem betreffenden zweiten
Anschlagelement in Kontakt gerät und dadurch das Herausziehen des Mitnehmers verhindert.
Die Gestaltung der Anschlagelemente könnte bevorzugt so ausgebildet sein, dass eine
Kraft von mindestens, bevorzugt jedoch mehr als 100 N erforderlich ist, um den Mitnehmer
wieder zu lösen.
[0016] Besonders vorteilhaft ist dabei, wenn das mindestens eine zweite Anschlagelement
als mindestens eine elastische Rastnase ausgebildet ist, die in die Vertiefung hineinragt.
Die Buchse mit der daran angeordneten elastischen Rastnase kann einteilig als Spritzgussbauteil
hergestellt sein. Durch Realisierung des zweiten Anschlagelements als Rastnase kann
der Mitnehmer einfach montiert werden, indem er durch Einstecken in die vorangehend
genannte Vertiefung nach Durchlaufen der Rastnase einrastet. Weiterhin wird dem unbeabsichtigten
Lösen des Mitnehmers aus der montierten Betätigungshandhabe entgegengewirkt.
[0017] Weiterhin ist es dabei besonders günstig, wenn das mindestens eine zweite Anschlagelement
dazu ausgebildet ist, beim Einstecken des Mitnehmers in die Vertiefung durch das erste
Anschlagelement radial nach außen gedrängt zu werden und hinter dem ersten Anschlagelement
radial nach innen zurückzufedern. Die Rastnase kann aufgrund der elastischen und insbesondere
federelastischen Eigenschaften folglich vor Einstecken des Mitnehmers deutlich in
die Vertiefung hineinragen. Dies erlaubt nach dem Einstecken des Mitnehmers einen
kontinuierlichen Flächen- oder Linienkontakt mit dem Mitnehmer. Dadurch wird ein Kontakt
mit dem mindestens einen ersten Anschlagelement gewährleistet, wenn sich dieses an
der jeweiligen Rastnase befindet.
[0018] Es ist vorteilhaft, wenn das mindestens eine zweite Anschlagelement zumindest zwei
Rastnasen aufweist, die an umfangsseitig voneinander beabstandeten Positionen in die
Vertiefung ragen. Der Mitnehmer könnte ebenso zwei erste Anschlagelemente aufweisen,
die jeweils mit einem zweiten Anschlagelement interagieren. Allerdings könnte durch
Verwendung zweier zweiter oder mehr Anschlagelemente die Montage des Mitnehmers vereinfacht
werden, da dieser vor dem Einstecken nicht in eine passende Position gedreht werden
muss, sondern in mindestens zwei und bevorzugt in allen Drehpositionen die umfangsseitige
Ausrichtung eines ersten Anschlagelements mit der eines zweiten Anschlagelements korrespondiert.
Es könnte vorteilhaft sein, wenn der Mitnehmer an zwei benachbarten Flächen und/oder
an einander gegenüberliegenden Flächen jeweils ein erstes Anschlagelement aufweist.
[0019] Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn die Buchse einen Halsabschnitt und einen den Halsabschnitt
umgebenden ersten Absatz aufweist, wobei der Halsabschnitt in die Ausnehmung ragt
und der erste Absatz auf einer von dem Handgriff abgewandten Seite randseitig der
Ausnehmung auf dem Anschlagkörper aufliegt. Der Halsabschnitt kann mit dem Griffhals
verbunden werden. Das Aufliegen des ersten Absatzes führt zur axialen Fixierung der
Buchse. Weist der Griffhals einen den Griffhals begrenzenden zweiten Absatz auf, kann
der Anschlagkörper zwischen dem ersten Absatz und dem zweiten Absatz eingeschlossen
werden.
[0020] In einer vorteilhaften Ausführungsform ist der Griffhals in eine Öffnung der Buchse
gesteckt. Die Buchse umgibt damit den Griffhals umfangsseitig zumindest teilweise.
Die Vertiefung kann sich dadurch vollständig in dem Griffhals befinden. Die Buchse
und der Griffhals können in dieser Position miteinander verbunden werden.
[0021] Weiterhin könnte die Buchse mit dem Griffhals verschraubt, verklebt, verbördelt,
verlötet, verrastet oder verschweißt sein. Dadurch wird eine drehfeste Verbindung
zwischen der Buchse und dem Griffhals erreicht. Zur Verbesserung der Verbindung könnte
die Buchse eine nicht kreisrunde Bohrung aufweisen, sodass ein komplementär geformter
Griffhals bereits durch Einstecken und gegebenenfalls Verrasten eine drehfeste Verbindung
erreicht.
[0022] Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus dem Wortlaut
der Ansprüche sowie aus der folgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand
der Zeichnungen. Es zeigen:
- Fig. 1 bis 6
- unterschiedliche Darstellungen der Betätigungshandhabe.
[0023] Fig. 1 zeigt eine Betätigungshandhabe 2 für ein Fenster oder eine Tür in einer Schnittdarstellung.
Die Betätigungshandhabe 2 weist einen Handgriff 4 auf, der mit einem Griffhals 6 drehbar
um eine Drehachse 8 eines Anschlagkörpers 10 gelagert ist. Der Handgriff 4 weist eine
Vertiefung 12 auf, die sich entlang der Drehachse 8 erstreckt und eine Bodenfläche
14 als innere Begrenzung aufweist. Ein als Vierkant ausgeführter Mitnehmer 16 ist
längsverschieblich in der Vertiefung 14 angeordnet. Zwischen einem inneren, stirnseitigen
Ende 18 des Mitnehmers 16 und der Bodenfläche 14 ist eine Druckfeder 20 angeordnet.
Diese drängt im komprimierten Zustand den Mitnehmer 16 aus der Vertiefung 12 heraus,
sobald die durch die Druckfeder 20 ausgeübte Druckkraft nicht durch eine von außen
auf den Mitnehmer 16 wirkende Gegenkraft in Richtung der Bodenfläche 14 ausgeglichen
wird. Der Mitnehmer 16 ragt folglich um eine variable Strecke aus dem Anschlagkörper
10 heraus und kann durch eine in Richtung der Bodenfläche 14 wirkende Kraft in seiner
freien Länge reduziert werden. Er ist dafür vorgesehen, eine Wirkverbindung mit einem
Betätigungsmechanismus (hier nicht gezeigt) in einem Fenster oder einer Tür herzustellen
und bei Montage die notwendige freie Länge des Mitnehmers 16 automatisch anzupassen.
[0024] Der Griffhals 6 ist mit einer Buchse 22 verbunden. Hierzu weist die Buchse 22 eine
Öffnung 24 auf, in die der Griffhals 6 gesteckt ist. An einem äußeren, stirnseitigen
Ende 26 des Griffhalses 6 ist ein Kragen 28 angeordnet, der sich in radialer Richtung
nach außen erstreckt und auf einer Auflagefläche 30 der Buchse 22 aufliegt. Weiterhin
weist der Anschlagkörper 10 eine Ausnehmung 32 auf, durch die sich der Griffhals 6
und die Buchse 22 erstrecken.
[0025] Die Buchse 22 weist zudem einen Halsabschnitt 34 und einen den Halsabschnitt 34 umgebenden
ersten Absatz 36 auf, wobei der erste Absatz 36 auf einer von dem Handgriff 4 abgewandten
Seite randseitig der Ausnehmung 24 auf dem Anschlagkörper 10 aufliegt. Der Anschlagkörper
10 bzw. die Ausnehmung 32 des Anschlagkörpers 10 wird folglich von dem Handgriff 4
und der Buchse 22 eingeschlossen.
[0026] Auf einer von der Buchse 22 abgewandten Seite weist der Handgriff 4 einen zweiten
Absatz 36 auf. An diese schließt sich in axialer Richtung ein Zwischenring 40 an,
der eine weitgehend flächige Abdeckung 42 auf den Anschlagkörper 10 drängt. Der Zwischenring
40 ist federelastisch und bevorzugt aus einem Kunststoff oder einem metallischen Material
hergestellt und kann in axialer Richtung, d.h. entlang der Drehachse 8, federn. Dadurch
kann die Abdeckung 42 axial bewegt werden und wird durch den Zwischenring 40 stets
auf den Anschlagkörper 40 gedrückt. Der Zwischenring 40 erlaubt daher das einfache
Anheben und Verdrehen der Abdeckung 42 um die Drehachse 8, um in dem Anschlagkörper
10 vorgesehene Schraublöcher 44 freizugeben. Ein Benutzer kann bei der Montage der
Betätigungshandhabe Schrauben in die Schraublöcher 44 einsetzen und nach dem Festziehen
der Schrauben in einem Fensterrahmen oder einem Türblatt die Abdeckung 42 wieder zurückrotieren,
um den Anschlagkörper 10 abzudecken.
[0027] Durch die längsverschiebliche Lagerung des Mitnehmers 16 können verschiedene Einbausituationen
berücksichtigt werden, ohne den Mitnehmer 16 austauschen zu müssen. Wie in Fig. 2
dargestellt, kann der Mitnehmer 16 zwischen einer ausgefahrenen Position (links) mit
einer Maximallänge und einer eingefahrenen Position (rechts) mit einer Mindestlänge
bewegt werden. Beide Positionen unterscheiden sich um eine Strecke d, die je nach
Ausführung der Betätigungshandhabe 2 beispielhaft zwischen 5 und 20 mm betragen könnte
und bevorzugt ungefähr 10 mm.
[0028] In den Figuren 3 und 4 wird dargestellt, wie ein übermäßiges Herausdrängen des Mitnehmers
16 verhindert werden kann. Dies erlaubt überdies eine Vormontage der Betätigungshandhabe
zur Auslieferung. Hierzu weist der Mitnehmer 16 ein erstes Anschlagelement 46 in Form
einer Flächenkerbe auf. Hierdurch ergibt sich ein sich in radialer Richtung erstreckender
Vorsprung. Die Buchse 22 weist eine federnde Rastnase 48 als zweites Anschlagelement
auf. Dieses ragt in die Vertiefung 12 und ist dazu ausgebildet, mit dem ersten Anschlagelement
46 in einen Kontakt zu geraten. Das erste Anschlagelement 46 und das zweite Anschlagelement
48 sind derart ausgebildet, dass der Mitnehmer 16 von außen in die Vertiefung 12 einsteckbar
ist, sodass das erste Anschlagelement 46 das zweite Anschlagelement 48 radial nach
außen drängt und nach Passieren des zweiten Anschlagelements 48 dieses wieder radial
nach innen zurückfedert und das Herausnehmen des Mitnehmer 16 verhindert.
[0029] In Fig. 3 wird das erste Anschlagelement 46 in einem Kontakt mit dem zweiten Anschlagelement
48 gezeigt. Dies entspricht der äußersten Position, wie in der Zeichnungsebene links
in Fig. 2 gezeigt. In Fig. 4 befindet sich der Mitnehmer 16 in seiner eingefahrenen
Position, bei der die Druckfeder 20 maximal komprimiert ist und sich der Mitnehmer
16 nicht weiter in die Vertiefung 12 erstrecken kann. Das erste Anschlagelement 46
wird in einer schematischen Detailansicht in Fig. 4 näher illustriert.
[0030] In den Figuren 5 und 6 wird jeweils eine Explosionsdarstellung der Betätigungshandhabe
2 gezeigt. Während in Fig. 5 eine Seitenansicht dargestellt ist, zeigt Fig. 6 eine
etwas perspektivische und teilgeschnittene Darstellung. Hier ist unter anderem die
Vertiefung 12 in dem Handgriff 4 erkennbar. Zum Einbringen des zweiten Anschlagelements
48 in die Vertiefung 12 weist der Griffhals 6 einen korrespondierenden, randseitigen
Ausschnitt 50 auf, der sich bis zu dem stirnseitigen Ende 26 des Griffhalses 6 erstreckt.
Das zweite Anschlagelement 48 lässt sich in axialer Richtung in den Griffhals 6 einführen
und ragt dann radial durch eine Umfangsfläche des Griffhalses 6 in die Vertiefung
12.
[0031] Die Montage der Betätigungshandhabe 2 könnte das Bereitstellen des Handgriffs 4,
das Aufstecken des Zwischenrings 40 auf den Griffhals 6, das Auffädeln der Abdeckung
42 auf den Griffhals 6 mittels eines in der Abdeckung 42 angeordneten Lochs 52, das
Einstecken des Griffhalses 6 in die Ausnehmung 32 des Anschlagkörpers 10, das Einsetzen
der Druckfeder 20 in die Vertiefung 12 und das Einstecken des Mitnehmers 16 umfassen,
bis dieser mit dem ersten Anschlagelement 46 das zweite Anschlagelement 48 passiert,
sodass es einrastet. Die Buchse 22 kann vor oder nach dem Einsetzen des Mitnehmers
16 in die Ausnehmung 32 gesteckt werden, sodass sie zwischen dem Griffhals 6 und der
Ausnehmung 32 angeordnet ist. Zum Montieren der Betätigungshandhabe 2 wird die Abdeckung
42 etwas von dem Anschlagkörper 10 abgehoben und gedreht. Anschließend werden Schrauben
durch die Schrauböffnungen 44 in den Fensterrahmen bzw. das Türblatt geschraubt. Nach
dem Zurückdrehen der Abdeckung 42 ist die Betätigungshandhabe 2 befestigt. Durch die
längenvariable Gestaltung des Mitnehmers 16 können verschiedene Einbausituationen
berücksichtigt werden, ohne unterschiedliche Mitnehmer 16 vorhalten und einsetzen
zu müssen. Dessen Länge passt sich dann automatisch an. Die Erfindung ist nicht auf
eine der vorbeschriebenen Ausführungsformen beschränkt, sondern in vielfältiger Weise
abwandelbar.
[0032] Sämtliche aus den Ansprüchen, der Beschreibung und der Zeichnung hervorgehenden Merkmale
und Vorteile, einschließlich konstruktiver Einzelheiten, räumlicher Anordnungen und
Verfahrensschritten, können sowohl für sich als auch in den verschiedensten Kombinationen
erfindungswesentlich sein.
Bezugszeichenliste
[0033]
- 2
- Betätigungshandhabe
- 4
- Handgriff
- 6
- Griffhals
- 8
- Drehachse
- 10
- Anschlagkörper
- 12
- Vertiefung
- 14
- Bodenfläche
- 16
- Mitnehmer
- 18
- innere Stirnseite
- 20
- Druckfeder
- 22
- Buchse
- 24
- Öffnung
- 26
- stirnseitiges Ende des Griffhalses
- 28
- Kragen
- 30
- Auflagefläche
- 32
- Ausnehmung des Anschlagkörpers
- 34
- Halsabschnitt
- 36
- erster Absatz
- 38
- zweiter Absatz
- 40
- Zwischenring
- 42
- Abdeckung
- 44
- Schraubloch
- 46
- erstes Anschlagelement
- 48
- zweites Anschlagelement / Rastnase
- 50
- Ausschnitt
- 52
- Loch
1. Betätigungshandhabe (2) für ein Fenster oder eine Tür, aufweisend einen Handgriff
(4), der mit einem Griffhals (6) drehbar um eine Drehachse (8) eines Anschlagköpers
(10) gelagert ist und einen länglichen Mitnehmer (16) zum Eingehen einer Wirkverbindung
mit einem Betätigungselement des Fensters oder der Tür aufweist, der drehfest mit
dem Handgriff (4) koppelbar ist, wobei der Griffhals (6) mit einer Buchse (22) zum
Festlegen des Handgriffs (4) an dem Anschlagkörper (10) verbindbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungshandhabe (2) eine Vertiefung (12) aufweist; dass der Mitnehmer (16)
längsverschieblich in die Vertiefung (12) einbringbar ist; dass eine Druckfeder (20)
in der Vertiefung (12) angeordnet ist und eine aus der Vertiefung (12) gerichtete
Druckkraft auf den Mitnehmer (16) ausübt; und dass der Mitnehmer (16) mindestens ein
erstes Anschlagelement (46) aufweist, das mit mindestens einem zweiten Anschlagelement
(48) in oder an der Vertiefung (12) korrespondiert, sodass eine aus der Vertiefung
(12) heraus gerichtete Bewegung des Mitnehmers (16) durch die Anschlagelemente (46,
48) begrenzt ist.
2. Betätigungshandhabe (2) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlagkörper (10) eine Ausnehmung (32) aufweist, die von dem Griffhals (6)
durchragt wird, wobei die Buchse (22) zum Einschließen der Ausnehmung (32) mit dem
aus der Ausnehmung (32) ragenden Ende (26) des Griffhalses (6) verbunden ist.
3. Betätigungshandhabe (2) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Vertiefung (12) zumindest teilweise in dem Griffhals (6) angeordnet ist und das
mindestens eine zweite Anschlagelement (48) an der Buchse (22) angeordnet ist und
in die Vertiefung (12) ragt.
4. Betätigungshandhabe (2) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Griffhals (6) zum Durchführen des mindestens einen zweiten Anschlagelements (48)
jeweils einen sich in axialer Richtung erstreckenden randseitigen Ausschnitt (50)
aufweist.
5. Betätigungshandhabe (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens ein erstes Anschlagelement (46) als eine Flächenkerbe auf einer Umfangsfläche
des Mitnehmers (16) ausgeführt ist.
6. Betätigungshandhabe (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens ein zweites Anschlagelement (48) als mindestens eine elastische Rastnase
ausgebildet ist, die in die Vertiefung (12) hineinragt.
7. Betätigungshandhabe (2) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine zweite Anschlagelement (48) dazu ausgebildet ist, beim Einstecken
des Mitnehmers (16) in die Vertiefung durch das erste Anschlagelement (46) radial
nach außen gedrängt zu werden und hinter dem ersten Anschlagelement (46) radial nach
innen zurückzufedern.
8. Betätigungshandhabe (2) nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine zweite Anschlagelement (48) zumindest zwei Rastnasen (48) aufweist,
die an umfangsseitig voneinander beabstandeten Positionen in die Vertiefung (12) ragen.
9. Betätigungshandhabe (2) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Buchse (22) einen Halsabschnitt (34) und einen den Halsabschnitt (34) umgebenden
ersten Absatz (36) aufweist, wobei der Halsabschnitt (34) in die Ausnehmung (12) ragt
und der erste Absatz (36) auf einer von dem Handgriff (4) abgewandten Seite randseitig
der Ausnehmung (32) auf dem Anschlagkörper (10) aufliegt.
10. Betätigungshandhabe (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Griffhals (6) in eine Öffnung (24) der Buchse (22) gesteckt ist.
11. Betätigungshandhabe (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Buchse (22) mit dem Griffhals (6) verschraubt, verklebt, verbördelt, verlötet,
verrastet oder verschweißt ist.