[0001] Die Erfindung betrifft eine Nassläuferpumpe zur Förderung einer Flüssigkeit mit einem
mit der Flüssigkeit gefüllten Rotorraum, in dem ein Rotor drehbar angeordnet ist und
der durch ein Spaltrohr von einem Stator flüssigkeitsdicht getrennt ist.
[0002] Nassläuferpumpen sind allgemein bekannt. Sie werden häufig in Heizung-und Kühlungsanwendungen
eingesetzt, um ein Wärmeträgermedium, beispielsweise Wasser oder ein Wasser/Glykol-Gemisch
in einem Kreislauf zu fördern. Des Weiteren werden Nassläuferpumpen auch in Trinkwasseranwendungen
eingesetzt. Dadurch, dass das geförderte Medium den Rotorraum flutet, sind die zur
Lagerung der Pumpenwelle verwendeten Gleitlager stets geschmiert und je nach Temperatur
des geförderten Mediums wird zusätzlich eine Kühlung des Stators bewirkt.
[0003] Bereits bei der Inbetriebnahme der Nassläuferpumpe ist Luft im Rotorraum, die von
der Förderflüssigkeit verdrängt werden muss. Es ist bekannt, die Luft aus dem Rotorraum
durch eine manuelle Entlüftung mittels einer Entlüftungsschraube entweichen zu lassen.
Hierdurch füllt sich dann der Rotorraum mit Förderflüssigkeit. Dies ist allerdings
nur dann möglich, wenn in der Pumpe ein entsprechender Überdruck gegenüber der Atmosphäre
herrscht, d.h. die Pumpe in ihrer Betriebsposition montiert ist.
[0004] Um eine automatische Entlüftung und außerdem eine Verbesserung der Kühlwirkung des
Medium zu erreichen, sind Nassläuferpumpen so konstruiert, dass eine kontinuierliche
Durchströmung des Rotorraumes vorliegt. Hierzu besteht einerseits an dem dem Pumpenlaufrad
zugewandten Axialende des Rotorraumes eine Strömungsverbindung zur Pumpenkammer, sei
es in Gestalt einer Nut, eines Kanals oder allein aufgrund des notwendigen Gleitlagerspalts,
durch welchen ebenfalls das Fördermedium in den Rotorraum eindringt. Um die Durchströmung
zu erreichen, ist die Pumpenwelle als Hohlwelle ausgebildet und beiderends offen,
d.h. einerseits zum Saugmund des Laufrades und andererseits an dem dem Laufrad gegenüberliegenden
Axialende des Rotorraums. Dies bewirkt, infolge des am Saugmund des Laufrades erzeugten
Unterdrucks eine Druckdifferenz zwischen Saugseite der Pumpe und Rotorraum, wodurch
die im Rotorraum befindliche Flüssigkeit an dem dem Laufrad gegenüberliegenden Ende
der Pumpenwelle angesaugt bzw. aus dem Rotorraum herausgesaugt wird und durch die
Hohlwelle und einen darin befindlichen Filter zum Saugmund strömt. Über die zuvor
genannte Strömungsverbindung fließt dann Flüssigkeit aus der Pumpenkammer in den Rotorraum
nach. Da die geförderte Flüssigkeit regelmäßig auch in kleinsten Blasen verteilte
Luft enthält, gelangt auch diese Luft in den Rotorraum, in dem aufgrund des rotierenden
Rotors ein Flüssigkeit/-Luft-Gemisch existiert. Die Luft wird deshalb nur teilweise
über die Hohlwelle aus dem Rotorraum herausbefördert.
[0005] Das Problem der geringen oder gar fehlenden Entlüftung ist besonders kritisch bei
Nassläuferpumpen, die mit einer vertikal stehenden Pumpenwelle montiert sind und betrieben
werden, d.h. bei denen das Laufrad unterhalb des die Pumpenwelle antreibenden Elektromotors
angeordnet ist. Denn in diesem Fall sammelt sich zunehmend die Luft am oberen Axialende,
da sie nicht abgesaugt wird. Die Folge ist, dass das obenliegende Gleitlager, im Fachjargon
B-seitiges Gleitlager genannt, nicht mehr geschmiert wird, so dass die Nassläuferpumpe
Schaden nehmen kann.
[0006] Es ist deshalb Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Nassläuferpumpe mit einer
verbesserten Entlüftung des Rotorraums bereitzustellen.
[0007] Diese Aufgabe wird durch die Nassläuferpumpe mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen angegeben und werden nachfolgend
erläutert.
[0008] Erfindungsgemäß wird eine Nassläuferpumpe zur Förderung einer Flüssigkeit mit einem
mit der Flüssigkeit gefüllten Rotorraum, in dem ein Rotor drehbar angeordnet ist und
der durch ein Spaltrohr von einem Stator flüssigkeitsdicht getrennt ist, vorgeschlagen,
bei der zwischen dem Rotorraum und der Atmosphäre außerhalb der Nassläuferpumpe eine
semipermeable Membran angeordnet ist, die ausgebildet ist, Luft durchzulassen und
die Flüssigkeit zurückzuhalten. Somit kann eingetragene Luft im Rotorraum jederzeit
automatisch und zuverlässig wieder aus ihm entweichen. Bedingt ist dies durch den
im Rotorraum gegenüber der Atmosphäre bestehenden Überdruck. Die semipermeable Membran
ist dauerhaft aktiv, so dass die Entlüftung jederzeit stattfindet und keine manuelle
Betätigung erfordert, wie z.B. eine Entlüftungsschraube. Die Integration der semipermeablen
Membran in die Nassläuferpumpe ist konstruktiv vergleichsweise einfach zu erreichen
und hat wirtschaftliche Vorteile, da durch sie auf eine Hohlwelle als Pumpenwelle
verzichtet werden kann und somit auch der vergleichsweise teure Filter innerhalb der
Hohlwelle entfällt.
[0009] Vorzugsweise ist die Membran an einem Axialende des Rotorraumes angeordnet ist. Dies
ist konstruktiv vorteilhaft, weil die hermetische Trennung zwischen Rotor und Stator,
insbesondere das Spaltrohr durch die Entlüftung nicht beeinträchtigt wird. Es wird
auch keine andere Funktionalität weiterer Bauteile beeinträchtigt wie z.B. die Lagerung,
Schmierung, oder die Zirkulation im Rotorraum etc. Auch im Hinblick auf die Statik
ist die Anordnung der Membran an einem Axialende des Rotorraumes von Vorteil, weil
die zur Entlüftung erforderlichen Öffnungen keine kraftübertragenden Komponenten durchsetzen.
[0010] Von besonderen Vorteil ist es, wenn die Membran an demjenigen Axialende des Rotorraumes
angeordnet ist, das dem Pumpenlaufrad gegenüberliegt, d.h. an der sogenannten B-Seite
der Nassläuferpumpe. Hierdurch wird erreicht, dass die erfindungsgemäße Entlüftung
auch bei Nassläuferpumpen mit vertikaler Pumpenwelle zuverlässig funktioniert, d.h.
bei solchen Nassläuferpumpen, die im bestimmungsgemäßen Betrieb derart angeordnet
sind und betrieben werden, dass ihre Pumpenwelle senkrecht steht, d.h. das Laufrad
unterhalb dem Elektromotor liegt. Ein weiterer Vorteil dieser B-seitigen Anordnung
der Membran besteht darin, dass die Strecke zwischen Rotorraum und Atmosphäre gering,
insbesondere minimal ist.
[0011] Nachfolgend werden verschiedene Möglichkeiten für die Integration der semipermeablen
Membran in die Nassläuferpumpe dargestellt.
[0012] Der Rotorraum ist am Axialende durch einen Verschlusskörper geschlossen. In einer
ersten Ausführungsvariante ist der Verschlusskörper einstückig mit dem Spaltrohr und
verschließt dieses am genannten Axialende, so dass das Spaltrohr genau betrachtet
ein Spalttopf und der Verschlusskörper dessen Boden ist. Diese Ausführungsvariante
ist vorteilhaft, wenn Spaltrohr und Verschlusskörper aus demselben Material hergestellt
werden können. Spaltrohr und Verschlusskörper bilden dann ein Teil und sind in einem
geneinsamen Herstellungsschritt erzeugt. An dem Verschlusskörper bzw. Spalttopfboden
kann innenseitig eine vorspringende Lageraufnahme angeformt sein, um ein Gleitlager
zur Lagerung der Pumpenwelle aufzunehmen. Spaltrohr und Verschlussköper können hierbei
z.B. gemeinsam aus Kunststoff hergestellt sein. Alternativ kann der Boden eine topfartige
Vertiefung aufweisen, in der ein Gleitlager oder eine Gleitlageraufnahme einliegt.
In dieser Ausgestaltung können Spaltrohr und Verschlussköper z.B. gemeinsam aus Metall,
beispielsweise durch Tiefziehen eines Blechs hergestellt sein.
[0013] In einer zweiten Ausführungsvariante kann der Verschlusskörper vom Spaltrohr unabhängig
sein, d.h. ein hierzu separates Teil bilden. Somit können unterschiedlichen Materialien
für das Spaltrohr einerseits und den Verschlusskörper andererseits verwendet werden.
Beispielsweise kann der Verschlusskörper aus Messing und das Spaltrohr aus einem Kunststoff,
insbesondere einem gewickelten kohlefaserverstärkten Kunststoff (CFK) sein. Der Verschlusskörper
kann ein Lagerträger zur Aufnahme eines die Pumpenwelle lagernden Gleitlagers sein.
[0014] Sowohl in der ersten als auch in der zweiten Ausführungsvariante kann eine zentrale
Öffnung in dem Verschlusskörper ausgebildet sein, vorzugsweise koaxial zur Pumpenwelle.
Somit liegt die Öffnung axial hinter der Pumpenwelle zwischen Gleitlager und Rotorkammerwand,
wo sich vor allem bei vertikaler Pumpenwelle stets Luft ansammelt. In einer Anordnung
der Nassläuferpumpe mit vertikaler Pumpenwelle ist dies außerdem der höchste Punkt.
Durch die Öffnung kann Flüssigkeit Luft aus dem Rotorraum austreten.
[0015] In beiden genannten Ausführungsvarianten kann die semipermeable Membran unterschiedlich
im oder am Verschlusskörper angeordnet sein. Hierbei ist auch zu berücksichtigen,
dass die Membran eine grundsätzlich beliebige Form aufweisen kann. Vorzugsweise ist
die Membran in Gestalt einer Scheibe, insbesondere einer Kreisscheibe ausgeführt.
Alternativ kann sie die Gestalt eines Rings, insbesondere eines Hohlzylinderabschnitts
mit vorzugsweise kreisrundem Querschnitt aufweisen.
[0016] Beispielsweise kann eine scheibenförmige semipermeable Membran innerhalb des Rotorraumes
an dem Verschlusskörper anliegen und die Öffnung abdecken. Das Anliegen kann direkt
oder indirekt, beispielsweise über einen Dichtungsring erfolgen. Ein innenseitig in
den Verschlusskörper eingesetztes, z.B. ringförmiges Fixierelement kann die Membran
gegen die Öffnung drücken.
[0017] In einer bevorzugten Ausführungsform liegt die semipermeable Membran außerhalb des
Rotorraumes an dem Verschlusskörper an und deckt die Öffnung entweder ab oder umgibt
sie. Zum Abdecken kann sinnvollerweise eine scheibenförmige Membran, zum Umgeben eine
ringförmige Membran verwendet werden. Die Anordnung außerhalb des Rotorraumes vereinfacht
die Zugänglichkeit der Membran, da für einen Austausch der Membran die nasslaufende
Baugruppe der Pumpe nicht demontiert werden muss. Dieses Anliegen kann hier ebenfalls
direkt oder indirekt erfolgen, beispielsweise über einen Dichtungsring.
[0018] Vorzugsweise weist der Verschlusskörper eine die Öffnung ringförmig umgebende Aufnahme
auf, in der die Membran formschlüssig einliegt. Die Aufnahme hält die Membran in radialer
Richtung in Position. In axialer Richtung kann die Membran je nach axialer Höhe ganz
in der Aufnahme einliegen oder aus der Aufnahme axial vorstehen. Vorzugsweise ist
die Aufnahme aus Sicht des Rotorraum entlang der Öffnung im Verschlusskörper in axialer
Richtung nach außen betrachtet durch einen radialen Rücksprung gebildet. Mit anderen
Worten ist die Öffnung auf der dem Rotorraum abgewandten Seite des Verschlusskörpers
in radialer Richtung größer, insbesondere mit einem größeren Durchmesser versehen,
als auf der dem Rotorraum zugewandten Seite. Geeigneterweise ist der Rücksprung bzw.
Übergang vom einen zum anderen Durchmesser stufenartig, so dass ein Dichtsitz in Gestalt
einer ringförmigen Innenecke geschaffen ist. So sorgt die Aufnahme insbesondere in
Verbindung mit einer Dichtung, die zwischen der Membran und dem Verschlusskörper in
der Aufnahme bzw. in dem besagten Dichtsitz angeordnet sein kann, für eine gute Dichtwirkung.
[0019] Gemäß einer weiteren Ausführungsvariante kann der Rotorraum am Axialende durch einen
Verschlusskörper geschlossen sein, der selbst die semipermeable Membran bildet. Der
Verschlusskörper kann auch in dieser Ausführungsvariante ein Lagerträger zur Aufnahme
eines die Pumpenwelle lagernden Gleitlagers sein. Mit anderen Worten ist dieser Lagerträger,
der das Spaltrohr verschließt, die Membran. Da der Verschlusskörper in Kontakt mit
der Flüssigkeit und der Luft im Rotorraum steht, bedarf es in dieser Ausführungsvariante
keiner Öffnung im Verschlusskörper.
[0020] Einen konstruktiv besonders einfachen und gleichzeitig robusten Aufbau erhält die
Nassläuferpumpe, wenn der Verschlusskörper an einer axialen Stirnwand eines den Stator
einhausenden Motorgehäuses der Nassläuferpumpe unmittelbar oder zumindest mittelbar
anliegt und in der Stirnwand eine Gehäuseöffnung ausgebildet ist, damit Luft aus dem
Rotorraum durch die Gehäuseöffnung zur Atmosphäre hin entweichen kann. Vorzugsweise
sind die Gehäuseöffnung und die Öffnung im Verschlusskörper aufeinander ausgerichtet,
insbesondere koaxial angeordnet.
[0021] Um die Zugänglichkeit der semipermeablen Membran zu vereinfachen, beispielsweise
für den Fall eines Wechsels der Membran, ist es voreilhaft, wenn die Aufnahme im Verschlusskörper
auf der dem Motorgehäuse zugewandten Seite liegt und die Abmessung(en), insbesondere
der Durchmesser, der Gehäuseöffnung im Motorgehäuse gleich oder größer als die Abmessung(en),
insbesondere der Durchmesser, der Aufnahme ist. Somit kann die Membran problemlos
von außerhalb des Motorgehäuses in die Aufnahme eingesetzt und entnommen werden, beispielsweise
um sie im Wartungsfall zu ersetzen. Es sei angemerkt, dass die Öffnung im Verschlusskörper
und die Gehäuseöffnung in der Stirnwand des Motorgehäuses nicht notwendigerweise rund
sein müssen. Runde, insbesondere kreisrunde Öffnungen sind jedoch einfacher herzustellen,
[0022] Um die Dichtheit zu gewährleisten kann ein Fixierelement in die Gehäuseöffnung eingesetzt,
insbesondere eingeschraubt sein, das die Membran dichtend gegen das Verschlusselement
drückt. Das Fixierelement kann aus einem Kopf und einem Schaft bestehen, wobei der
Kopf den Schaft radial überragt. Der Kopf liegt im eingesetzten Zustand des Fixierelements
außen am Motorgehäuse an und bildet somit eine Einschraubbegrenzung. Eine kopflose
Ausführung ist jedoch ebenfalls möglich. Vorzugsweise besitzt das Fixierelement in
der Art eines schraubbaren Blindstopfens einen maximalen Durchmesser, der 2-5 mal
größer ist, als seine axiale Gesamtlänge.
[0023] Ideal ist es, wenn die Membran zwischen zwei Dichtungsringen angeordnet ist, so dass
sowohl die Dichtheit zum Verschlusskörper als auch die Dichtheit zum Fixierelement
gewährleistet ist.
[0024] Wie bereits angesprochen, kann die Membran in einer Ausführungsvariante ein Ring
sein, insbesondere mit rechteckigem Querschnitt. Das bedeutet, dass die Membran einen
zylindrischen Raumbereich einschließt, der in axialer Richtung unverschlossen ist.
Ein Verschließen des zylindrischen Raumbereichs kann vorteilhafterweise durch das
genannte Fixierelement erfolgen, welches hierzu beispielsweise als eine massive Schraube
ausgebildet sein kann.
[0025] Der zylindrische Raumbereich ist mit der Flüssigkeit im Rotorraum gefüllt, da er
den Rotorraum erweitert. Luft aus dem Rotorraum kann dann durch die Membran in radialer
Richtung hindurchtreten. Damit die Luft auch zur Atmosphäre hin entweichen kann, können
die Aufnahme und die Gehäuseöffnung jeweils wenigstens eine radiale beispielsweise
nutartige Erweiterung aufweisen, die zueinander insbesondere fluchtend ausgerichtet
sind, um einen Kanal für entweichende Luft zu bilden, während das Fixierelement die
Gehäuseöffnung unter Freilassung der Erweiterung verschließt. Die Luft kann somit
am eingesetzten Fixierelement vorbeiströmen.
[0026] Wie ebenfalls bereits angesprochen, kann die Membran in einer anderen Ausführungsvariante
eine Scheibe sein, insbesondere eine Kreisscheibe. Das bedeutet, dass die Membran
die Öffnung im Verschlusskörper verschließt. Luft aus dem Rotorraum kann dann durch
die Membran in axialer Richtung hindurchtreten. Damit die Luft auch zur Atmosphäre
hin entweichen kann, kann das Fixierelement einen Hohlraum aufweisen, der sich einerends
zur Membran, anderenends zur Atmosphäre hin öffnet. Die Luft kann somit durch das
eingesetzte Fixierelement hindurchströmen. Beispielsweise kann das Fixierelement eine
Hohlschraube bilden.
[0027] In der weiteren zuvor genannten Ausführungsvariante, bei der der Verschlusskörper
die Membran bildet, ist die Verwendung eines Fixierelements nicht erforderlich. Vielmehr
kann sich die Gehäuseöffnung freibleibend bis zum Verschlusskörper erstrecken. Dieser
kann beispielsweise formschlüssig an oder in der Stirnwand des Motorgehäuses gehalten
sein.
[0028] Es kann vorgesehen sein, dass sich das Fixierelement axial bis in den Verschlusskörper
hineinerstreckt. In der Ausgestaltung des Fixierelements als Schraube kann es in den
Verschlussköper geschraubt sein oder auf sonstige Weise einen Formschluss mit diesem
eingehen.
[0029] Wie zuvor erläutert, kann der Verschlusskörper eine Aufnahme für die Membran und
gegebenenfalls einen zwischenliegenden Dichtungsring aufweisen. Eine ebensolche Aufnahme
kann alternativ oder zusätzlich am Fixierelement ausgebildet sein, genauer gesagt
an dem dem Verschlusskörper zugewandten axialen Ende des Fixierelements. Somit kann
die Membran in dem Fixierelement zumindest teilweise aufgenommen sein.
[0030] Bei den zuvor beschriebenen Ausführungsvarianten ist die Membran unabhängig vom Verschlusskörper,
dem Motorgehäuse und dem Fixierelement und zwischen dem Verschlusskörper und dem Fixierelement
eingeklemmt. Es ist jedoch ebenfalls denkbar, die Membran in den Verschlussköper oder
das Fixierelement zu integrieren, so dass es baulich eine Einheit mit diesem bildet.
[0031] In diesem Sinne kann in einer bevorzugten Ausführungsvariante ein Fixierelement in
die Gehäuseöffnung form- und/ oder kraftschlüssig eingesetzt, insbesondere eingeschraubt
sein, in dem die Membran integriert ist, wobei das Fixierelement dann die zentrale
Öffnung des Verschlusskörpers dichtend verschließt. Dieses Fixierelement kann analog
zu der vorherigen Ausführung mit einem Hohlraum ausgebildet sein, der sich durch die
gesamte axiale Länge erstreckt und von einer scheibenförmigen semipermeablen Membran
unterbrochen ist. Alternativ kann dieses Fixierelement einen Hohlraum aufweisen, der
sich nur über einen Teil der axialen Länge erstreckt, so dass das Fixierelement topfartig
mit einem Boden ausgebildet ist, wobei in dem Hohlraum eine ringförmige semipermeable
Membran einliegt und auf deren axialer Höhe wenigstens eine Luftaustrittsöffnung in
der Wandung des Fixierelements ausgebildet ist. Das Fixierelement bildet somit mitsamt
der semipermeablen Membran eine Baueinheit, was einen Wechsel der Membran besonders
einfach gestaltet, da die Membran gleichzeitig mit dem Fixerelement entnommen und
eingesetzt wird.
[0032] Die semipermeable Membran kann aus einem Kunststoffmaterial hergestellt sein, wie
es üblicherweise für Osmose-Anwendungen verwendet wird. kann die Membran als semipermeable
Folie hergestellt sein. Sie hält somit hohen Flüssigkeitsdrücken stand, ist aber durchlässig
für gasförmige Medien. Der Membranwerkstoff kann beispielsweise Polytetrafluorethylen
(PTFE) oder Polypropylen (PP) sein.
[0033] Die erfindungsgemäße Nassläuferpumpe ist bevorzugt und bestimmungsgemäß dazu vorgesehen,
in einer Anordnung montiert und betrieben zu werden, bei der ihre Pumpenwelle vertikal
steht. Insoweit betrifft die Erfindung auch eine Verwendung einer erfindungsgemäßen
Nassläuferpumpe mit vertikaler Pumpenwelle.
[0034] Weitere Merkmale, Vorteile und Eigenschaften der Erfindung werden nachfolgend anhand
von Ausführungsbeispielen und der beigefügten Figuren erläutert. In den Figuren bezeichnen
Bezugszeichen stets dieselben oder äquivalente Komponenten, Bereiche, Richtungs- oder
Ortsangaben.
[0035] Es sei darauf hingewiesen, dass im Rahmen der vorliegenden Beschreibung die Begriffe
"aufweisen", "umfassen" oder "beinhalten" keinesfalls das Vorhandensein weiterer Merkmale
ausschließen. Ferner schließt die Verwendung des unbestimmten Artikels bei einem Gegenstand
nicht dessen Plural aus.
[0036] Es zeigen:
- Fig. 1:
- eine Nassläuferpumpe nach dem Stand der Technik;
- Fig. 1a:
- eine vergrößerte Darstellung einer Modifikation innerhalb des in Fig. 1 eingekreisten
Bereichs nach einer ersten Ausführungsvariante der Erfindung, die eine radiale Selbstentlüftung
mit einer ringförmigen semipermeablen Membran verwendet;
- Fig. 1b:
- eine vergrößerte Darstellung einer Modifikation innerhalb des in Fig. 1 eingekreisten
Bereichs nach einer zweiten Ausführungsvariante der Erfindung, die eine axiale Selbstentlüftung
mit einer scheibenförmigen semipermeablen Membran verwendet;
- Fig. 1c:
- eine vergrößerte Darstellung einer Modifikation innerhalb des in Fig. 1 eingekreisten
Bereichs nach einer dritten Ausführungsvariante der Erfindung, bei der die semipermeable
Membran in ein Fixierelement integriert ist.
- Fig. 2:
- eine vierte Ausführungsvariante, bei der ein Lagerträger die Membran bildet.
[0037] Figur 1 zeigt eine Nassläuferpumpe 1 nach dem Stand der Technik mit einem nasslaufenden
Elektromotor, wobei hier das Pumpengehäuse aus Gründen der Übersichtlichkeit weggelassen
ist. Die Nassläuferpumpe 1 weist ein Motorgehäuse 2 auf, in dem ein Stator 4 einliegt,
welcher durch ein Spaltrohr 5 von einem Rotorraum 14 hermetisch getrennt ist, der
von der geförderten Flüssigkeit durchströmt ist. In dem Rotorraum 14 ist ein permanentmagnetischer
Rotor angeordnet, der in der Flüssigkeit "nass" dreht. Der Rotor 3 ist drehfest mit
einer Pumpenwelle 6 verbunden, die an einem Ende aus dem Stator 4 herausragt und dort
ein Laufrad 8 trägt. Die Pumpenwelle 6 ist als Hohlwelle mit einem Hohlraum 7 ausgebildeten
und beiderends offen. Sie ist sowohl am laufradseitigen Ende, d.h. der sogenannten
A-Seite, als auch an dem diesem gegenüberliegenden Ende, d.h. der sogenannten B-Seite,
durch ein Gleitlager 10 drehbar gelagert. B-seitig ist das Gleitlager 10 in einem
Lagerträger 9 aufgenommen, welches das dem Laufrad 8 gegenüberliegende Axialende des
Spaltrohres 5 mittels O-Ring 27 dichtend verschließt. Der Lagerträger 9 bildet insoweit
einen Verschlusskörper. Das Spaltrohr 5 ist hier doppellagig aus einem Innen- und
einem Außenrohr gebildet.
[0038] Der Lagerträger 9 ist formschlüssig in dem Motorgehäuse 2 aufgenommen, genauer gesagt
dort eingegossen. Seine Form ist im Wesentlichen topfförmig mit einem zylindrischen
Ring, innerhalb dem das Gleitlager 10 gehalten ist, und einer Rückwand 22. Die Rückwand
22 liegt an einer Stirnwand 13 des Motorgehäuses 2 an. Der Lagerträger 9 besteht aus
Messing, wohingegen das Motorgehäuse aus Aluminiumdruckguss hergestellt ist, weshalb
aus Korrosionsgründen die Flüssigkeit nicht an das Motorgehäuse 2 gelangen darf. Der
Lagerträger 9 weist radial nach innen offene, umfänglich verteilte und sich axial
erstreckende Längsnuten 11 auf, die den mittleren Rotorraum 14 mit einem Raumbereich
12 axial zwischen dem Gleitlager 10 und der Rückwand 22 verbinden.
[0039] Im Betrieb der Nassläuferpumpe 1 erzeugt das Laufrad 8 an seinem Saugmund einen Unterdruck,
wodurch Flüssigkeit vom Raumbereich 12 durch den Hohlraum 7 zum Saugmund gesaugt wird.
Dabei passiert die Flüssigkeit einen Filter 26, der am laufradseitigen Ende der Hohlwelle
6 in den Hohlraum 7 eingebracht ist. Somit herrscht auch im Raumbereich 12 ein Unterdruck,
weshalb Flüssigkeit vom mittleren Rotorraum 14 durch die Nuten 11 in den Raumbereich
12 strömt. Gleichzeitig strömt Flüssigkeit aus der Pumpenkammer über den Lagerspalt
des laufradseitigen Gleitlagers in den Rotorraum 14 nach, so dass die Flüssigkeit
insgesamt durch den Rotorraum 14 zirkuliert. Dies schmiert die Lager 10, kühlt den
Stator 4 und fördert in den Rotorraum 14 eingebrachte Luft wieder aus ihm heraus.
Problematisch ist dieses Konzept bezüglich der Luft allerdings bei einer vertikalen
Pumpenwelle 6, d.h. wenn die Anordnung der Nassläuferpumpe 1 derart ist, dass die
Welle senkrecht steht und das Laufrad 8 unterhalb dem Elektromotor 3, 4 liegt. Die
Luft würde sich dann in dem Raumbereich 12 sammeln und nicht herausgesaugt werden.
[0040] Um diesen Nachteil zu überwinden, ist erfindungsgemäß der Lagerträger 9 modifiziert,
indem zwischen dem Rotorraum 14 und der Atmosphäre außerhalb der Nassläuferpumpe 1
eine semipermeable Membran 17a, 17b, 17c angeordnet ist, die ausgebildet ist, Luft
durchzulassen und die Flüssigkeit zurückzuhalten.
[0041] Fig. 1a zeigt einen Ausschnitt einer erste Ausführungsvariante einer solchen Nassläuferpumpe
1 mit semipermeabler Membran 17a, wobei der Ausschnitt die Umgebung des B-seitigen
Lagerträgers 9. Die Membran 17a ist also an demjenigen Axialende des Rotorraumes 14
angeordnet, das dem Pumpenlaufrad 8 gegenüberliegt. Somit wird weder die hermetische
Trennung zwischen Rotor 3 und Stator 4, mithin das Spaltrohr 4, noch eine Funktionalität
eines anderen Bauteils durch die Entlüftung des Rotorraumes 14 mittels der Membran
17a beeinträchtigt.
[0042] Die Anordnung der Membran 17a an einem Axialende des Rotorraumes 14 hat ferner den
Vorteil, dass die zur Entlüftung erforderlichen Öffnungen keine kraftübertragenden
Komponenten durchsetzen. Außerdem kann die Nassläuferpumpe 1 für den bestimmungsgemäßen
Betrieb derart montiert werden, dass das Laufrad 8 unterhalb des Elektromotors 3,
4 liegt, d.h. die Pumpenwelle 6 senkrecht steht, weil in diesem Fall die semipermeable
Membran 17a am höchstgelegenen Punkt des Rotorraumes 14 liegt. Etwaige Luft wird dorthin
aufsteigen, kann dann durch die Membran 17a diffundieren und auf kurzem Wege zur Atmosphäre
hin entweichen.
[0043] In der Rückwand 22 des Lagerträgers 9 ist eine Öffnung 24 ausgebildet, die koaxial
zur Pumpenwelle 6 liegt. Ferner ist in der Stirnwand 13 des Motorgehäuses 2 eine Gehäuseöffnung
23 ausgebildet. Die beiden Öffnung 23, 24 fluchten und stellen den Sitz für die semipermeable
Membran 17a bereit. Hierzu weist der Lagerträger 9 eine die Öffnung 24 auf der der
Stirnwand 13 zugewandten Seite ringförmig umgebende Aufnahme 25 auf, in der die Membran
17a formschlüssig einliegt. Aus Sicht des Rotorraums 14 in axialer Richtung betrachtet,
ist die Aufnahme 25 durch einen radialen Rücksprung derart gebildet, dass die Öffnung
24 auf der dem Rotorraum 14 abgewandten Seite des Lagerträgers 9 in radialer Richtung
einen größeren Durchmesser aufweist, als auf der dem Rotorraum 14 zugewandten Seite
und der Übergang vom kleineren zum größeren Durchmesser stufenartig ist. Auf der dem
Rotorraum 14 zugewandten Seite der Öffnung 24 verbleibt somit ein Vorsprung 21, der
auf seiner dem Rotorraum 14 abgewandten Seite wiederum einen Dichtsitz in Gestalt
einer ringförmigen Innenecke bereitstellt.
[0044] An beiden axialen Stirnseiten der Membran 17a ist je ein Dichtring 18, 19 mit rechteckigem
Querschnitt angelegt, wobei ein erster Dichtring 18 dieser Dichtringe 18, 19 in dem
durch den Vorsprung 21 und die Aufnahme 25 gebildeten Dichtsitz angeordnet ist. Die
Membran 17a hat ebenfalls die Gestalt eines Rings mit rechteckigem Querschnitt. In
ihrer Gesamtheit betrachtet, ist die Membran 17a ein Hohlzylinderabschnitt mit kreisrundem
Querschnitt. Die Membran 17a schließt somit einen zentralen Hohlraum 16a ein, der
zum Rotorraum 14 hin offen ist. Luft kann somit aus diesem zentralen Hohlraum 16a
durch radiale Permeation durch die Membran 17a hindurch entweichen, siehe Pfeil A.
Da die Summe der axialen Breiten des ersten Dichtrings 18 und der Membran 17a größer
ist, als die axiale Breite des Rücksprungs, ragt die Membran 17a in dieser Ausführungsvariante
von der Rückwand 22 der Lagerträgers 9 etwas hervor und erstrecket sich in die Gehäuseöffnung
23 hinein. Ein zweiter Dichtring 19 liegt auf der dem Rotorraum 14 abgewandten Stirnseite
der Membran 17a an.
[0045] In die Gehäuseöffnung 23 der Stirnwand 13 des Motorgehäuses 2 ist ein Fixierelement
20a eingesetzt, genauer gesagt eingeschraubt. Die Gehäuseöffnung 23 stellt hierfür
ein Innengewinde bereit, wobei das Fixierelement 20a ein Außengewinde aufweist. Das
Fixierelement 20a hat im Wesentlichen die Form eines Blindstopfens, d.h. es besitzt
eine axiale Gesamtlänge, die erheblich weniger, insbesondere nur etwa 1/4 des maximalen
Durchmessers beträgt. Das Fixierelement 20a besteht aus einem Kopf und einem Schaft,
wobei der maximale Durchmesser beim Kopf vorliegt, mit dem sich das Fixierelement
20a außen am Motorgehäuse 2 abstützt und somit eine Einschraubbegrenzung bildet.
[0046] Das Fixierelement 20a ist massiv ausgebildet. Die Peripherie seiner dem Rotorraum
14 zugewandten Stirnseite liegt an dem zweiten Dichtring 19 an und presst diesen gegen
die Membran 17a, welche wiederum gegen den ersten Dichtring 18 und dieser gegen den
Vorsprung 21 drückt. Somit wird die Dichtheit der Öffnungen 23, 24 gewährleistet.
Der Dichtring 19 kann hier auch eine Dichtscheibe sein.
[0047] Damit die Luft auch zur Atmosphäre hin entweichen kann, weisen die Aufnahme 25 und
die Gehäuseöffnung 23 jeweils wenigstens eine radiale Erweiterung in Form einer Nut
15a, 15b auf, wobei die Nut 15a der Aufnahme 25 mit der Nut 15b der Gehäuseöffnung
fluchtet, um einen Kanal für entweichende Luft zu bilden, während das Fixierelement
20a die Gehäuseöffnung 23 unter Freilassung der Nut 15b verschließt. Die Luft kann
somit am eingesetzten Fixierelement 20a entlang des in Fig. 1 eingezeichneten Pfeils
A vorbeiströmen.
[0048] Insgesamt wird durch die erfindungsgemäße Anordnung einer semipermeablen Membran
17a eine konstruktiv einfache Realisierung einer automatischen Entlüftung des Rotortraumes
14 geschaffen. Durch die Gehäuseöffnung 23 in der Stirnwand 13 des Motorgehäuses 2
ist die Membran 17a für Wartungszwecke einfach zugänglich und kann leicht gewechselt
werden, da hierfür lediglich das Fixierelement 20a zu lösen ist.
[0049] Es sei angemerkt, dass an die axiale Stirnwand 13 des Motorgehäuses 2 eine nicht
dargestellte Pumpenelektronik angesetzt, insbesondere schraubbefestigt sein kann.
Diese liegt jedoch nicht gasdicht an der Stirnwand 13 an, sondern ist unter Bildung
eines Spalts von ihr beabstandet, so das auch dieser Spalt die Atmosphäre außerhalb
der Nassläuferpumpe 1 bildet. Das Fixierelement kann aus Metall oder Kunststoff bestehen.
[0050] Fig. 1b zeigt eine zweite Ausführungsvariante der Erfindung, wobei hier wieder eine
vergrößerte Darstellung einer Modifikation innerhalb des in Fig. 1 eingekreisten Bereichs
abgebildet ist. Diese zweite Ausführungsvariante unterscheidet sich von der ersten
Variante im Wesentlichen darin, dass sie eine axiale Selbstentlüftung mit einer scheibenförmigen
semipermeablen Membran 17b verwendet. Die Membran 17b hat hier die Gestalt einer Kreisscheibe,
die über den ersten Dichtring 18 an dem Vorsprung 2 anliegt und die Öffnung 24 im
Lagerträger 9 verschließt. Das Fixierelement 20b ist hier nicht massiv, sondern hohlzylindrisch
mit einem beidseits offenen Hohlraum 16b, so dass die axial durch die Membran 17b
diffundierende Luft auch axial durch das Fixierelement 20b entweichen kann, wie die
Pfeile B angeben. Auf die Nuten 15a, 15b kann somit verzichtet werden. Im Übrigen
ist die zweite Ausführungsvariante identisch zur ersten Ausführungsvariante, so dass
auf die vorstehenden Ausführungen verwiesen werden kann.
[0051] Fig. 1c zeigt eine dritte Ausführungsvariante der Erfindung, wobei hier wieder eine
vergrößerte Darstellung einer Modifikation innerhalb des in Fig. 1 eingekreisten Bereichs
abgebildet ist. Diese dritte Ausführungsvariante unterscheidet sich von der ersten
und zweiten Variante im Wesentlichen darin, dass die semipermeable Membran 17b in
das Fixierelement 20b integriert ist und somit mit diesem baulich eine Einheit bildet,
die in die Gehäuseöffnung 23 eingesetzt und leicht ausgewechselt werden kann. Die
Membran 17b hat wieder die Gestalt einer Scheibe, insbesondere einer Kreisscheibe.
Das Fixierelement 20b kann hier aus Kunststoff bestehen und die Membran 17b in diesen
Kunststoff im Spritzgussverfahren eingebettet sein. In dieser Ausführung wird nur
ein Dichtring 18 benötigt, den das Fixierelement 20b gegen das Verschlusselement bzw.
den Lagerträger 9 drückt. Dieser Dichtring 18 umgibt die Öffnung 24 in der Rückwand
22 des Lagerträgers 9 außenseitig, so dass die Öffnung 23 keine Aufnahme 25, d.h.
keinen Rücksprung bzw. keine Durchmesseränderung entlang ihre axialen Länge haben
muss. Im Übrigen ist auch die dritte Ausführungsvariante identisch zur ersten bzw.
zweiten Ausführungsvariante, so dass auf die vorstehenden Ausführungen verwiesen werden
kann.
[0052] Fig. 2 zeigt eine vierte Ausführungsvariante der Erfindung analog zu Figur 1. In
dieser Ausführungsvariante ist der Verschlusskörper bzw. der Lagerträger 9 selbst
eine semipermeable Membran 17c. Somit kann auf eine zusätzliche Öffnung in der Rückwand
22 des Lagerträgers 9 sowie auf Dichtungen, Aufnahmen, Kanäle und das Fixierelement
verzichtet werden. Der Lagerträger 9 liegt mit seiner Rückwand 22 an der zum Rotorraum
14 gerichteten Innenseite der Stirnwand 3 des Motorgehäuses 2 an, in welcher lediglich
die Gehäuseöffnung 23 ausgebildet ist. Diese liegt hier koaxial zur Motorachse 28,
jedoch ist dies nicht unbedingt erforderlich. Luft kann somit aus dem Raumbereich
12 durch den Lagerträger 9 diffundieren und durch die Gehäuseöffnung 23 zur Atmosphäre
hin entweichen.
[0053] Es sei darauf hingewiesen, dass die vorstehende Beschreibung lediglich beispielhaft
zum Zwecke der Veranschaulichung gegeben ist und den Schutzbereich der Erfindung keineswegs
einschränkt. Merkmale der Erfindung, die als "kann", "beispielhaft", "bevorzugt",
"optional", "ideal", "vorteilhaft", "gegebenenfalls" oder "geeignet" angegeben sind,
sind als rein fakultativ zu betrachten und schränken ebenfalls den Schutzbereich nicht
ein, welcher ausschließlich durch die Ansprüche festgelegt ist. Soweit in der vorstehenden
Beschreibung Elemente, Komponenten, Verfahrensschritte, Werte oder Informationen genannt
sind, die bekannte, naheliegende oder vorhersehbare Äquivalente besitzen, werden diese
Äquivalente von der Erfindung mit umfasst. Ebenso schließt die Erfindung jegliche
Änderungen, Abwandlungen oder Modifikationen von Ausführungsbeispielen ein, die den
Austausch, die Hinzunahme, die Änderung oder das Weglassen von Elementen, Komponenten,
Verfahrensschritte, Werten oder Informationen zum Gegenstand haben, solange der erfindungsgemäße
Grundgedanke erhalten bleibt, ungeachtet dessen, ob die Änderung, Abwandlung oder
Modifikationen zu einer Verbesserung oder Verschlechterung einer Ausführungsform führt.
[0054] Obgleich die vorstehende Erfindungsbeschreibung eine Vielzahl körperlicher, unkörperlicher
oder verfahrensgegenständlicher Merkmale in Bezug zu einem oder mehreren konkreten
Ausführungsbeispiel(en) nennt, so können diese Merkmale auch isoliert von dem konkreten
Ausführungsbeispiel verwendet werden, jedenfalls soweit sie nicht das zwingende Vorhandensein
weiterer Merkmale erfordern. Umgekehrt können diese in Bezug zu einem oder mehreren
konkreten Ausführungsbeispiel(en) genannten Merkmale beliebig miteinander sowie mit
weiteren offenbarten oder nicht offenbarten Merkmalen von gezeigten oder nicht gezeigten
Ausführungsbeispielen kombiniert werden, jedenfalls soweit sich die Merkmale nicht
gegenseitig ausschließen oder zu technischen Unvereinbarkeiten führen.
Bezugszeichenliste
[0055]
- 1
- Nassläuferpumpe
- 2
- Motorgehäuse
- 3
- Rotor
- 4
- Stator
- 5
- Spaltrohr
- 6
- Welle
- 7
- Hohlraum
- 8
- Laufrad
- 9
- Verschlusskörper, Lagerträger
- 10
- Gleitlager
- 11
- Nut
- 12
- Raumbereich
- 13
- Stirnwand
- 14
- Rotorraum
- 15a
- Nut in Lagergehäuse
- 15b
- Nut in Motorgehäuse
- 16a
- Zentralraum
- 16b
- Hohlraum
- 17a
- ringförmige Membran
- 17b
- scheibenförmige Membran
- 17c
- Verschlusskörper als Membran
- 18
- erster Dichtring
- 19
- zweiter Dichtring
- 20a
- Fixierelement, massive Schraube
- 20b
- Fixierelement, Hohlschraube
- 21
- Vorsprung
- 22
- Rückwand
- 23
- Gehäuseöffnung
- 24
- Öffnung
- 25
- Aufnahme, radialer Rücksprung
- 26
- Filter
- 27
- O-Ring
- 28
- Motorachse
1. Nassläuferpumpe (1) zur Förderung einer Flüssigkeit mit einem mit der Flüssigkeit
gefüllten Rotorraum (14), in dem ein Rotor (3) drehbar angeordnet ist und der durch
ein Spaltrohr (5) von einem Stator (4) flüssigkeitsdicht getrennt ist, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Rotorraum (14) und der Atmosphäre außerhalb der Nassläuferpumpe (1)
eine semipermeable Membran (17a, 17b, 17c) angeordnet ist, die ausgebildet ist, Luft
durchzulassen und die Flüssigkeit zurückzuhalten.
2. Nassläuferpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Membran (17a, 17b, 17c) an einem Axialende des Rotorraumes (14) angeordnet ist,
insbesondere demjenigen Axialende, das dem Pumpenlaufrad (8) gegenüberliegt.
3. Nassläuferpumpe nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Rotorraum (14) am Axialende durch einen Verschlusskörper (9) geschlossen ist,
in dem eine koaxiale Öffnung (24) ausgebildet ist.
4. Nassläuferpumpe nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Verschlusskörper (9) eine die Öffnung (24) umgebende Aufnahme (25) aufweist,
in der die Membran (17a, 17b) formschlüssig einliegt.
5. Nassläuferpumpe nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Rotorraum (14) am Axialende durch einen Verschlusskörper (9) geschlossen ist,
der die Membran (17c) bildet.
6. Nassläuferpumpe nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschlusskörper (9) ein Lagerträger zur Aufnahme (25) eines die Pumpenwelle
(6) lagernden Gleitlagers (10) ist.
7. Nassläuferpumpe nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschlusskörper (9) an einer axialen Stirnwand (13) des Motorgehäuses (2) unmittelbar
oder mittelbar anliegt, in der eine Gehäuseöffnung (23) ausgebildet ist, damit Luft
aus dem Rotorraum (14) entweichen kann.
8. Nassläuferpumpe zumindest nach den Ansprüchen 4 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme (25) auf der dem Motorgehäuse (2) zugewandten Seite liegt und die Abmessung(en),
insbesondere der Durchmesser der Gehäuseöffnung (23) gleich oder größer als die Abmessung(en),
insbesondere der Durchmesser der Aufnahme (25) ist.
9. Nassläuferpumpe nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass ein Fixierelement (20a, 20b) in die Gehäuseöffnung (23) eingesetzt, insbesondere
eingeschraubt ist, das die Membran (17a, 17b) dichtend gegen den Verschlusskörper
(9) drückt.
10. Nassläuferpumpe nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Membran (17a, 17b) zwischen zwei Dichtungsringen (18, 19) angeordnet ist.
11. Nassläuferpumpe zumindest nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Membran (17a, 17b) ein Ring ist, und dass die Aufnahme (25) und die Gehäuseöffnung
(23) jeweils wenigstens eine radiale Erweiterung (15a, 15b) aufweisen, die zueinander
ausgerichtet sind, um einen Kanal für entweichende Luft zu bilden, während das Fixierelement
(20a, 20b) die Gehäuseöffnung unter Freilassung der Erweiterung (15a, 15b) verschließt.
12. Nassläuferpumpe zumindest nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Membran (17a, 17b) eine Scheibe ist und das Fixierelement (20b) einen Hohlraum
(16b) aufweist, der sich einerends zur Membran, anderenends zur Atmosphäre hin öffnet.
13. Nassläuferpumpe zumindest nach Ansprüchen 2 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass ein Fixierelement (20a, 20b) in die Gehäuseöffnung (23) eingesetzt, insbesondere
eingeschraubt ist, in dem die Membran (17a, 17b) zumindest teilweise aufgenommen oder
integriert ist, wobei das Fixierelement (20a, 20b) die zentrale Öffnung (24) des Verschlusskörpers
(9) dichtend verschließt.
14. Nassläuferpumpe zumindest nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie bestimmungsgemäß dazu vorgesehen ist, in einer Anordnung betrieben zu werden,
bei der ihre Pumpenwelle (6) vertikal steht.