[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Leuchte, welche dazu ausgebildet ist, die
während eines Betriebs der Leuchte durch die Leuchtenkomponenten abgegebene Wärme
effizient abzuführen. Insbesondere betrifft die vorliegende Erfindung eine so genannte
Highbay-Leuchte.
[0002] Unter Highbay-Leuchten werden Leuchten verstanden, die beispielsweise zur Beleuchtung
von größeren Hallen oder Industriekomplexen verwendet werden. In diesem Anwendungsfall
sind die Leuchten üblicherweise in einem verhältnismäßig großen Abstand zum Boden
angeordnet, weshalb eine Anforderung dahingehend besteht, dass die Leuchte Licht mit
hoher Intensität erzeugt, welches dann auf den darunterliegenden Bereich, beispielsweise
einer Halle, abgestrahlt wird. Dementsprechend kommen bei derartigen Leuchten verhältnismäßig
leistungsstarke Leuchtmittel zum Einsatz, die dann in geeigneter Weise gelagert werden
müssen, wobei darauf zu achten ist, dass einerseits die während des Betriebs der Leuchtmittel
auftretende Wärme in geeigneter Weise abgeleitet wird und andererseits die Leuchtmittel
vor äußeren Einflüssen, insbesondere vor Feuchtigkeit und/oder Staub geschützt sind.
[0003] Eine Leuchte der oben beschriebenen Art ist beispielsweise aus der
WO 2014/086770 A1 der Anmelderin bekannt. Die hier beschriebene Leuchte wird im Wesentlichen durch
einen Aluminiumdruckgusskörper gebildet, der großflächige Kühlrippenstrukturen und
Kühlkanäle zur Abfuhr der hohen Wärmeentwicklung während des Betriebs der Leuchtmittel
aufweist. Mittig zwischen zwei länglichen LED-Anordnungen sind Betriebsmittel positioniert,
wobei die Gestaltung des Druckgusskörpers derart ist, dass auch ein mittig angeordnetes
Gehäuse, in dem die Betriebsmittel aufgenommen sind, von Luft umströmt werden kann,
um eine ausreichende Wärmeabfuhr zu ermöglichen. Durch die Verwendung entsprechender
Kühlluftöffnungen wird auch weitestgehend eine thermische Entkopplung zwischen dem
Gehäuse für die Betriebsmittel und den Bereichen des Leuchtenkörpers, in denen die
Leuchtmittel angeordnet sind, erzielt.
[0004] Eine Weiterentwicklung dieser Leuchte ist in der
WO 2020/228996 A1 beschrieben. In diesem Fall kommt ein wannenförmiges Leuchtengehäuse zum Einsatz,
welches durch ein einstückiges und entsprechend verformtes Blechteil gebildet ist,
wobei der Gehäuseboden Bereiche zur Aufnahme von Leuchtenkomponenten, also beispielsweise
der LED-Leuchtmittel sowie eines zugehörigen Betriebsgeräts aufweist. Mit Hilfe einer
entsprechenden Abdeckung, die an dem Gehäuse befestigt wird, werden die Aufnahmebereiche
jeweils allumseitig geschlossen, um die entsprechenden Komponenten effizient vor äußeren
Einflüssen zu schützen. Die Gestaltung des Leuchtengehäuses sowie der Abdeckung ist
auch in diesem Fall derart, dass diejenigen Bereiche der Leuchte, die während des
Betriebs einer hohen thermischen Belastung unterliegen, von Kühlluft umströmt werden,
um die entstehende Wärme effizient abführen zu können.
[0005] Die aus dem Stand der Technik bekannten Leuchten haben sich vielfach bewährt und
zeichnen sich durch ihre exzellente Lichtabgabe und gleichzeitig hohe Betriebssicherheit
aus, was insbesondere auf die optimierte Gestaltung des jeweiligen Leuchtengehäuses
zurückzuführen ist. Allerdings ist in beiden Fällen der Aufwand zur Realisierung des
Leuchtengehäuses verhältnismäßig hoch. In einem Fall ist die Verwendung eines oder
mehrerer Aluminiumdruckgusskörper erforderlich, im anderen Fall kommt zwar ein einteiliges
Gehäuse, welches aus einem Blech gebildet wurde, zum Einsatz. Auch in diesem Fall
ist allerdings eine verhältnismäßig aufwändige Bearbeitung des Blechteils erforderlich.
[0006] Der vorliegenden Erfindung liegt deshalb die Aufgabenstellung zugrunde, eine Möglichkeit
anzugeben, eine hinsichtlich ihrer lichttechnischen Eigenschaften vergleichbare Leuchte
zur Verfügung zu stellen, bei der allerdings der Aufwand zur Herstellung und zur Montage
reduziert ist und trotz allem ein effizientes Abführen der während des Betriebs entstehenden
Wärme ermöglicht wird.
[0007] Die Aufgabe wird durch eine Leuchte, welche die Merkmale der unabhängigen Ansprüche
aufweist, gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen
Ansprüche.
[0008] Gemäß einer ersten alternativen Lösung entsprechend der vorliegenden Erfindung ist
vorgesehen, das Leuchtengehäuse wiederum in Form eines einteiligen Bauteils zu realisieren,
welches vorzugsweise als Blechteil ausgeführt ist. Im Vergleich zu der verhältnismäßig
komplexen Form des Blechteils, wie es in der oben erwähnten
WO 2020/228997 A1 beschrieben ist, ist nunmehr allerdings vorgesehen, dass das entsprechende Blechteil
nur minimal umgeformt werden muss. So wird im Vergleich zu der aus dem Stand der Technik
bekannten Lösung insbesondere auf ein Verformen im Rahmen eines Tiefziehverfahrens
verzichtet, wobei dann der Gehäuseboden des Leuchtengehäuses auf seiner dem Leuchteninnenraum
zugewandten Seite vollständig plan ausgeführt ist. Trotz allem werden Bereiche zur
geschützten Aufnahme elektrischer und/oder elektronischer Leuchtenkomponenten geschaffen,
indem ringartige Dichtungen auf dem Gehäuseboden angeordnet werden, welche die jeweiligen
Bereiche umschließen und mit an dem Leuchtengehäuse befestigten Abdeckungen in geeigneter
Weise zusammenwirken. Auf diese Weise wird mit einem geringen Aufwand eine Leuchte
geschaffen, deren Leuchtengehäuse alle im Stand der Technik bekannten Funktionen erfüllt,
trotz allem jedoch deutlich einfacher hergestellt werden kann.
[0009] Gemäß diesem ersten erfindungsgemäßen Aspekt wird also eine Leuchte vorgeschlagen,
die aufweist:
- ein Leuchtengehäuse, welches aus einem einteiligen wannenförmigen Leuchtengehäuse
besteht, das einen Gehäuseboden und eine den Gehäuseboden seitlich umlaufende Gehäusewand,
welche mit dem Gehäuseboden einen Leuchtenraum begrenzt, aufweist,
wobei der Gehäuseboden auf seiner dem Leuchtenraum zugewandten Seite plan ausgeführt
ist und auf dem Gehäuseboden zumindest zwei ringartige Dichtungen angeordnet sind,
welche jeweils einen Bereich zur flächigen Aufnahme elektrischer und/oder elektronischer
Leuchtenkomponenten umschließen;
- elektrische und/oder elektronische Leuchtenkomponenten, die auf den Bereichen zur
flächigen Aufnahme des Leuchtengehäuses angeordnet sind; sowie
- an dem Leuchtengehäuse befestigte Abdeckungen, welche sich jeweils über die Bereiche
zur Aufnahme spannen, um einen jeweils geschlossenen Raum zu bilden, in dem elektrische
und/oder elektronische Leuchtenkomponenten angeordnet sind.
[0010] Gemäß einer zweiten alternativen Lösung entsprechend der vorliegenden Erfindung ist
vorgesehen, dass das Leuchtengehäuse aus zumindest zwei wannenförmigen Leuchtenteilgehäusen
gebildet wird, die jeweils einen Gehäuseboden und eine den Gehäuseboden seitlich umlaufende
Gehäusewand aufweisen. Der Gehäuseboden eines jeden Leuchtenteilgehäuses bildet hierbei
einen flächigen Bereich zur Aufnahme elektrischer und/oder elektronischer Leuchtenkomponenten,
wobei dann die wannenförmigen Leuchtenteilgehäuse mit jeweils einer Gehäusewand direkt
oder indirekt über zumindest ein Verbindungselement miteinander verbunden sind. Dadurch,
dass das Gehäuse durch mehrere Leuchtenteilgehäuse gebildet wird, die dann in entsprechender
Weise zusammengefügt werden, kann der Aufwand zur Herstellung der Leuchte insgesamt
ebenfalls reduziert werden, da die Leuchtenteilgehäuse, welche vorzugsweise aus Blech
gefertigt sind, im Vergleich zu den aus dem Stand der Technik bekannten Lösungen verhältnismäßig
einfach hergestellt werden können. Trotz allem kann das insgesamt erzielte Leuchtengehäuse
wiederum alle Funktionen erfüllen, wie dies auch bei den Leuchten im Stand der Technik
vorgesehen ist.
[0011] Gemäß diesem zweiten erfindungsgemäßen Aspekt wird also eine Leuchte vorgeschlagen,
welche aufweist:
- ein Leuchtengehäuse, welches aus mindestens zwei wannenförmigen Leuchtenteilgehäusen
besteht, die jeweils einen Gehäuseboden und eine den Gehäuseboden seitlich umlaufende
Gehäusewand aufweisen,
wobei der Gehäuseboden eines jeden Leuchtenteilgehäuses einen flächigen Bereich zur
Aufnahme elektrischer und/oder elektronischer Leuchtenkomponenten bildet und wobei
die wannenförmigen Leuchtenteilgehäuse mit jeweils einer Gehäusewand direkt oder indirekt
über zumindest ein Verbindungselement miteinander verbunden sind;
- elektrische und/oder elektronische Leuchtenkomponenten, die auf den Bereichen zur
Aufnahme angeordnet sind;
- an dem Leuchtengehäuse befestigte Abdeckungen, welche sich jeweils über die Bereiche
zur Aufnahme elektrischer und/oder elektronischer Leuchtenkomponenten spannen, um
einen jeweils geschlossenen Raum zu bilden, in dem elektrische und/oder elektronische
Leuchtenkomponenten angeordnet sind.
[0012] Dabei kann auch bei dieser Variante vorgesehen sein, dass der Gehäuseboden eines
jeden Leuchtenteilgehäuses eine ringartige Dichtung aufweist, welche jeweils den zugehörigen
Bereich zur Aufnahme elektrischer und/oder elektronischer Leuchtenkomponenten umschließt.
[0013] Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung, wobei hierunter beide erfindungsgemäße
Varianten zu verstehen sind, sind dabei die Abdeckungen derart ausgeführt, dass sie
in einem an dem Gehäuse montierten Zustand umlaufend geschlossen an der jeweiligen
Dichtung anliegen. Insbesondere weisen die Abdeckungen also umlaufende Stege auf,
die hinsichtlich ihrer Form den jeweiligen Dichtungen entsprechend und mit ihren Endbereichen
im montierten Zustand die Dichtungen berühren bzw. in die Dichtungen eintauchen. Das
Eindringen von Staub und/oder Feuchtigkeit in die entsprechenden Aufnahmeräume für
die elektrischen und/oder elektronischen Leuchtenkomponenten wird hierdurch vermieden.
[0014] Vorzugsweise ist hierbei vorgesehen, dass die Leuchte ein rahmenartiges Halteelement
aufweist, welches derart mit dem Leuchtengehäuse verbunden ist, dass es die Abdeckungen
jeweils in Anlage an die zugehörige Dichtung drückt. Letztendlich ist also dieses
Halteelement dafür verantwortlich, das Leuchtengehäuse - unabhängig davon, ob es gemäß
der ersten erfindungsgemäßen Variante oder der zweiten erfindungsgemäßen Variante
ausgeführt ist - zur Vorderseite hin bzw. in Lichtabstrahlrichtung hin abzuschließen,
um den Innenraum, in dem die elektrischen und/oder elektronischen Leuchtenkomponenten
angeordnet sind, sicher zu umschließen. Dabei bestehen verschiedene Möglichkeiten,
eine Abdeckung mit Hilfe des rahmenartigen Halteelements in geeigneter Weise an dem
Leuchtengehäuse zu halten.
[0015] Gemäß einer ersten Variante kann beispielsweise vorgesehen sein, dass zumindest eine
Abdeckung durch ein separates Bauteil gebildet ist, wobei das Halteelement Stütz-
oder Auflagebereiche aufweist, über die das Halteelement die Abdeckung in Anlage an
die Dichtung drückt. In diesem Fall ist also die Abdeckung durch ein separates Bauteil
gebildet, welches in geeigneter Weise in das Halteelement eingelegt wird und dann
mit dessen Hilfe an dem Leuchtengehäuse befestigt wird.
[0016] Alternativ zu dieser ersten Variante wäre allerdings auch denkbar, dass die Abdeckung
durch ein separates Bauteil gebildet ist, welches an dem an dem Leuchtengehäuse befestigten
Halteelement befestigbar, insbesondere mit diesem verschraubbar ist. Bei dieser Variante
ist also die Abdeckung derart ausgeführt, dass sie separat von dem Haltelement von
der Leuchte vollständig entfernt bzw. an dieser befestigt werden kann. Dies kann dann
beispielsweise dazu dienen, einen bestimmten Aufnahmebereich separat von anderen Aufnahmebereichen
der Leuchte zu öffnen, um die darin befindlichen elektrischen und/oder elektronischen
Komponenten zu warten oder gegebenenfalls auszutauschen. Eine derartige Abdeckung
bietet sich beispielsweise insbesondere für den Aufnahmebereich an, der zur Lagerung
eines Betriebsgeräts oder anderer Stromversorgungsmittel genutzt wird.
[0017] Eine dritte Variante schließlich könnte darin bestehen, dass zumindest eine Abdeckung
integraler Bestandteil des Haltelements ist. Diese Ausgestaltung wäre insbesondere
dann von Vorteil, wenn nicht gewünscht ist, dass der entsprechende Aufnahmebereich
in einfacher Weise durch den Endverbraucher geöffnet wird. Hierzu wäre dann ein vollständiges
Entfernen des rahmenartigen Haltelements erforderlich, sodass hier also ein Zugang
zu dem entsprechenden Aufnahmebereich nur mit einem erhöhten Aufwand oder gar nicht
erzielt werden kann. Dieser Vorteil ergibt sich im Übrigen auch bei der ersten Variante,
bei der die Abdeckung in das Haltelement entsprechend eingelegt wird.
[0018] Zumindest eine der genutzten Abdeckungen weist hierbei vorzugsweise eine Optik zum
Beeinflussen des Lichts von Leuchtmitteln auf. Wiederum kann diese Optik integraler
Bestandteil der entsprechenden Abdeckung, die dann selbstverständlich aus einem lichtdurchlässigen
Material gebildet ist, sein oder durch ein separates Bauteil gebildet werden, welches
in die Abdeckung eingelegt wird.
[0019] Da die Leuchte gemäß der vorliegenden Erfindung mehrere Bereiche aufweist, in denen
elektrische und/oder elektronische Leuchtenkomponenten angeordnet sind, wäre es von
Vorteil, wenn diese Bereiche zumindest teilweise thermisch voneinander entkoppelt
sind, um ein Übertragen der Wärme von einem Bereich auf den anderen Bereich möglichst
zu unterdrücken. Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist
deshalb vorgesehen, dass das Gehäuse vorzugsweise längliche Durchgangsöffnungen aufweist,
welche sich zwischen zwei benachbarten Bereichen zur Aufnahme elektrischer und/oder
elektronischer Leuchtenkomponenten erstrecken.
[0020] Im Falle der ersten erfindungsgemäßen Variante können dabei die Öffnungen in einfacher
Weise in das Blechteil, welches das Gehäuse bildet, eingestanzt werden. Im Falle der
zweiten erfindungsgemäßen Variante können die Durchgangsöffnungen beispielsweise in
einem die beiden Leuchtenteilgehäuse verbindenden Verbindungselement ausgebildet sein.
Alternativ hierzu kann selbstverständlich auch vorgesehen sein, dass die Durchgangsöffnungen
in dem Leuchtengehäuse selbst ausgebildet sind.
[0021] Besonders bevorzugt ist dabei vorgesehen, dass auch das die Abdeckungen haltende
Halteelement Durchgangsöffnungen aufweist, welche mit den Durchgangsöffnungen des
Gehäuses fluchten. Hierdurch wird nicht nur die oben erwähnte thermische Entkopplung
zweier benachbarter Aufnahmebereiche erzielt, sondern es können auch Kühlkanäle zum
Hindurchströmen von Luft gebildet werden, durch die eine Wärmeableitung während des
Betriebs der Leuchte optimiert wird.
[0022] Wie auch im Stand der Technik wird üblicherweise vorgesehen sein, dass in zumindest
einem Aufnahmebereich Leuchtmittel angeordnet sind, während hingegen im anderen Aufnahmebereich
Betriebsmittel in Form beispielsweise eines Konverters vorgesehen sind, welche die
Leuchtmittel mit einer geeigneten Spannung versorgen. In diesem Fall ist dann gemäß
einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung vorgesehen, dass zwei benachbarte
Bereiche zur Aufnahme elektrischer und/oder elektronischer Leuchtenkomponenten durch
elektrische Leitungen miteinander verbunden sind. Dabei können beispielsweise die
elektrischen Leitungen an der Rückseite des Leuchtengehäuses entlanggeführt sein,
sodass diese die innerhalb des Gehäuses vorgesehenen Dichtungen nicht beeinträchtigen.
Besonders bevorzugt kann hierbei vorgesehen sein, dass die Leuchte ein kanalbildendes
Bauteil aufweist, welches einen sich zwischen zwei benachbarten Bereichen zur Aufnahme
elektrischer und/oder elektronischer Leuchtenkomponenten erstreckenden Kanal bildet,
durch den dann die elektrischen Leitungen verlaufen. Auch dieses Bauteil könnte an
der Rückseite des Leuchtengehäuses angeordnet sein oder in geeigneter Weise unterhalb
der ringartigen Dichtungen innerhalb des Gehäuses hindurchführen.
[0023] Das Gehäuse bzw. die Leuchtenteilgehäuse sind wie bereits erwähnt vorzugsweise jeweils
aus einem Blechteil gefertigt. Aufgrund der speziellen Gestaltung des Leuchtengehäuses
bzw. der Leuchtenteilgehäuse können allerdings die Bauteile mit einem verhältnismäßig
geringen Aufwand hergestellt werden, insbesondere kann auf einen Tiefziehprozess verzichtet
werden.
[0024] Nachfolgend soll die Erfindung anhand der beiliegenden Zeichnung näher erläutert
werden. Es zeigen:
- Figuren 1 und 2
- Ansichten einer Leuchte mit einem Leuchtengehäuse gemäß der ersten erfindungsgemäßen
Variante;
- Figur 3
- eine Einzelansicht des Leuchtengehäuses der Leuchte der Figuren 1 und 2;
- Figur 4
- das Leuchtengehäuse gemäß Figur 3 mit darin angeordneten Dichtungen;
- Figur 5
- das Leuchtengehäuse mit den darin angeordneten Leuchtmitteln und weiteren elektronischen
Komponenten;
- Figuren 6 und 7
- Ansichten eines rahmenartigen Halteelements zur Halterung der Abdeckungen;
- Figur 8
- eine Abdeckung für den Aufnahmebereich für das Betriebsgerät;
- Figur 9
- das rahmenartigen Halteelement mit der daran angeordneten Abdeckung für das Betriebsgerät;
- Figuren 10 bis 12
- Ansichten einer Abdeckung für die Leuchtmittel;
- Figur 13
- eine Schnittdarstellung der Leuchte und
- Figur 14
- ein Leuchtengehäuse gemäß der zweiten erfindungsgemäßen Variante.
[0025] Die nachfolgend näher erläuterte und in den Figuren mit dem Bezugszeichen 1 versehene
erfindungsgemäße Leuchte soll wie bereits erwähnt eine sogenannten High Bay-Leuchte
bilden, die als kompakte aber leistungsstarke Leuchte beispielsweise für den Einsatz
als Hallenleuchte geeignet ist. Ebenso wie bei den Leuchten, die in den oben erwähnten
älteren Anmeldungen
WO 2014/086770 A1 und
WO 2020/228993 A1 beschrieben sind, ist also auch bei der vorliegenden Leuchte 1 vorgesehen, diese
in einem verhältnismäßig großen Abstand zum Boden anzuordnen, wobei Licht mit hoher
Intensität erzeugt werden soll, welches dann auf einen darunterliegenden Bereich -
beispielsweise einer Halle - gestrahlt wird.
[0026] Die grundsätzliche Anordnung der für die Lichterzeugung verantwortlichen Komponenten
entspricht dementsprechend der Anordnung, wie sie insbesondere auch bei der Leuchte
der
WO 2020/228993 A1 vorgesehen ist. In einem mittleren Bereich 1 der Leuchte soll also zumindest ein
Betriebsgerät positioniert sein, wobei dann zu beiden Seiten dieses mittleren Bereichs
Leuchtmittel angeordnet sind, welche für die Lichterzeugung und Lichtabstrahlung verantwortlich
sind.
[0027] Die wesentlichen Komponenten der erfindungsgemäßen Leuchte 1 sind ein wannenförmiges
Leuchtengehäuse 10 sowie ein an dem Leuchtengehäuse 10 befestigtes Halteelement 50,
welches mit weiteren Abdeckungen 70, 80 Bereiche des Gehäuses 10 umschließt, in denen
elektrische oder elektronische Komponenten der Leuchte 1 angeordnet sind. Die Leuchte
1 ist hierbei in drei Bereiche unterteilt, einen mittig entlang einer Längsrichtung
verlaufenden zentralen Bereich, der der Aufnahme eines Betriebsgeräts dient, sowie
zwei zu beiden Seiten des zentralen Bereichs gebildeten Lichtabgabebereichen, in denen
die Leuchtmittel sowie die den Leuchtmitteln zugeordneten optischen Komponenten für
die Lichtabgabe angeordnet sind. Die Lichtabgabe erfolgt also bei der Ansicht gemäß
Figur 1 über zwei im Wesentlichen rechteckige seitliche Bereich der Leuchte 1, über
welche Licht mit hoher Intensität abgegeben wird.
[0028] Das einzeln in Figur 3 erkennbare Leuchtengehäuse 10 ist wannenförmig ausgeführt
mit einem im dargestellten Ausführungsbeispiel etwa quadratischem Gehäuseboden 11,
von dem ausgehend sich eine seitlich umlaufende Gehäusewand 12 nach unten bzw. in
Lichtabstrahlrichtung der Leuchte 1 erstreckt, wobei Gehäuseboden 11 und Gehäusewand
12 einen Leuchtenraum begrenzen. Das Gehäuse 10 besteht bei der ersten erfindungsgemäßen
Variante aus einem einstückigen Blechteil, welches entsprechend gestanzt und verformt
wurde, wobei bevorzugt die Seitenwände der umlaufenden Gehäusewand 12 lediglich durch
entsprechendes Umbiegen der Randbereiche des Blechteils realisiert und dann an den
Stoßstellen gegebenenfalls miteinander verbunden werden. Das in den Figuren dargestellte
Gehäuse 10 kann somit in besonders einfacher und kostengünstiger Weise hergestellt
werden, da insbesondere keine aufwändigen Umformungen erforderlich sind.
[0029] Primäre Aufgabe des plan ausgeführten Gehäusebodens 11 ist es, eine flächige Aufnahme
bzw. Lagerung der für die Lichterzeugung und Lichtabgabe verantwortlichen Komponenten
der Leuchte 1 zu ermöglichen. Insbesondere sollen an dem Gehäuseboden 11 an seiner
dem Innenraum des Gehäuses 10 zugewandten Seite drei im Wesentlichen flächige Bereiche
gebildet werden, ein zentraler flächiger Bereich 20 sowie zwei seitliche flächige
Bereiche 25.
[0030] Der zentrale Bereich 20 ist hierbei für die spätere Aufnahme eines in Figur 5 erkennbaren
Betriebsgeräts 120 beispielsweise in Form eines Konverters vorgesehen. Er ist hinsichtlich
seiner Breite im Wesentlichen an die Breite des Betriebsgeräts 120 angepasst und im
dargestellten Ausführungsbeispiel dementsprechend etwas schmäler bemessen als die
beiden seitlichen Aufnahmebereiche 25.
[0031] Die beiden seitlichen Aufnahmebereiche 25 dienen der Lagerung jeweils einer oder
mehrerer LED-Platinen 130 (siehe ebenfalls Figur 5), durch die jeweils eine großflächige
Lichtquelle gebildet wird. Alle drei Aufnahmebereiche 20 und 25 sind hierbei aufgrund
der speziellen Gestaltung des Leuchtengehäuses 10 plan ausgeführt, um eine flächige
Auflage entweder des Betriebsgeräts 120 oder der LED-Platinen 130 zu ermöglichen.
Hierdurch wird eine effiziente Übertragung der Wärme während des Betriebs auf den
Gehäuseboden 11 ermöglicht, wodurch eine Ableitung der Wärme und damit eine Kühlung
der Leuchtenkomponenten 120, 130 verbessert wird.
[0032] Ein Befestigen des Betriebsgeräts 120 sowie der LED-Platinen 130 an dem Leuchtengehäuse
10 erfolgt bevorzugt mittels Schraubverbindungen, wobei hierfür dann in dem Gehäuse
10, insbesondere in dem Gehäuseboden 11 entsprechende Öffnungen bzw. Bohrungen vorgesehen
sein können. Bevorzugt sind die Befestigungen für die verschiedenen elektrischen bzw.
elektronischen Komponenten derart ausgeführt, dass die Leuchte 1 vor dem Eindringen
von Staub und/oder Feuchtigkeit geschützt ist. Eventuell genutzte Schraubverbindungen
sind also vorzugsweise abgedichtet ausgeführt, sodass die Leuchte 1 gegebenenfalls
entsprechende Anforderungen einer gewünschten sogenannten IP-Schutzklasse erfüllt.
[0033] Abgesehen von den erwähnten Öffnungen für evtl. Schraubverbindungen sind die Aufnahmebereiche
20 bzw. 25 zur Rückseite des Leuchtengehäuses 10 hin vorzugsweise geschlossen. Eine
Ausnahme hiervon bildet der zentrale Aufnahmebereich 20, der an einer Stirnseite zusätzlich
eine etwas größere Öffnung 26 aufweist, über welche das Hindurchführen eines Stromversorgungskabels
125 zur Stromversorgung des Betriebsgeräts 120 ermöglicht wird. In diesem Fall sind
dann an der Rückseite des Gehäuses 10 entsprechende Dichtmaßnahmen, zum Beispiel in
Form einer Tülle 140 oder dergleichen, vorgesehen, welche das abgedichtete Herausführen
des Stromversorgungskabels 125 ermöglichen, sodass alle drei Aufnahmebereiche 20 bzw.
25 im montierten Zustand der Leuchte 1 möglichst gut zur Rückseite hin abgedichtet
sind.
[0034] Analog zu den Leuchten aus dem Stand der Technik ist vorgesehen, dass das Betriebsgerät
120 und die LED-Leuchtmittel 130 nicht gemeinsam in einem einzigen dicht umschlossenen
Raum angeordnet sind, sondern dass stattdessen jeweils den flächigen Aufnahmebereichen
20 bzw. 25 entsprechende Aufnahmeräume gebildet werden, die jeweils für sich gedichtet
geschlossen sind und entweder den Konverter 120 oder die LED-Leuchtmittel 130 aufnehmen.
Die separate Anordnung dieser Leuchtenkomponenten 120, 130 in den drei getrennten
Räumen eröffnet hierbei die Möglichkeit, einerseits die Bereiche thermisch voneinander
zu entkoppeln und andererseits durch entsprechende Ausgestaltung der Abdeckungen 70,
80 gezielt einzelne Bereiche für Reparatur- oder Wartungsmaßnahmen zugängig zu gestalten,
während hingegen andere Bereiche dauerhaft verschlossen bleiben.
[0035] Ein weiterer Vorteil der Trennung besteht darin, dass das Leuchtengehäuse 10 derart
gestaltet werden kann, dass das Hindurchströmen von Kühlluft in Zwischenräumen zwischen
zwei benachbarten Aufnahmeräumen ermöglicht wird. Wie nämlich in den Figuren erkennbar
ist, sind zu beiden Seiten des mittleren Aufnahmebereichs 20 jeweils drei längliche
Durchgangsöffnungen 30 im Gehäuseboden 11 ausgebildet, mit deren Hilfe die zu einem
späteren Zeitpunkt noch näher beschriebenen Kühlluftkanäle gebildet werden. Diese
Durchgangsöffnungen 30, die selbstverständlich hinsichtlich ihrer Länge und gegebenenfalls
Form auch anderweitig ausgeführt sein könnten, bewirken neben dem Hindurchströmen
einer Kühlluft darüber hinaus auch eine Materialreduzierung im Bereich zwischen zwei
benachbarten Aufnahmebereichen 20, 25. Dies hat zur Folge, dass zwischen zwei benachbarten
Bereichen eine gewisse thermische Entkopplung vorliegt und dementsprechend die Gefahr
reduziert wird, dass beispielsweise die von den LED-Leuchtmitteln 130 erzeugte Wärme
auf den Bereich 20 mit dem Betriebsgerät 120 übertragen wird.
[0036] Das individuelle Abdichten der drei Aufnahmebereiche 20, 25 wird dadurch ermöglicht,
dass jeder Bereich 20, 25 umlaufend von einer eigenen ringartigen Dichtung 40 umgeben
ist, welche mit einer später noch näher beschriebenen Abdeckung zusammenwirkt. Im
erfindungsgemäßen Fall ist vorgesehen, dass die in Figur 4 erkennbaren Dichtungen
40 in einfacher Weise auf den planen Gehäuseboden 11 aufgebracht werden und hierdurch
die drei Aufnahmebereiche 20 bzw. 25 definieren. Die Dichtungen 40 können hierbei
in Form eines vorgefertigten Dichtungsrings auf den Boden 11 aufgebracht, beispielsweise
aufgeklebt werden oder in der gewünschten Konfiguration auf den Gehäuseboden 11 aufgespritzt
bzw. aufgeschäumt werden. Entscheidend hierbei ist, dass der Gehäuseboden 11 selbst
keine speziellen Strukturierungen oder anderweitige Komponenten aufweisen muss, um
die Dichtungen 40 in gewünschter Weise zu halten. Stattdessen können diese im Rahmen
eines einfachen Montageschritts derart aufgebracht werden, dass sich die in Figur
4 erkennbare Konfiguration ergibt. Auch dies trägt zu einer Vereinfachung der Herstellung
der Leuchte 1 insgesamt bei.
[0037] Anzumerken ist, dass trotz der umlaufenden Abdichtung der drei Aufnahmebereiche 20
bzw. 25 selbstverständlich eine elektrische Verbindung zwischen dem zentralen Aufnahmebereich
20 und den beiden seitlichen Bereichen 25 vorliegen muss, um zu gewährleisten, dass
das Betriebsgerät 120 die LED-Leuchtmittel 130 in geeigneter Weise mit Strom versorgen
kann.
[0038] Hierfür können beispielsweise zwei in den Gehäuseboden 11 eingestanzte, etwa rechteckige
Langlöcher 35 genutzt werden, die sich quer zur Längsrichtung der Aufnahmeräume 20,
25 zwischen den benachbarten Dichtungen 40 erstrecken. Diese Öffnungen 35 enden knapp
unterhalb der Dichtungen 30, sodass sie das Hindurchführen eines Kabels an der Unterseite
der jeweiligen Dichtung 40 ermöglichen, ohne dass deren Dichtwirkung wesentlich beeinträchtigt
wird.
[0039] Eine andere Möglichkeit, die in Figur 2 erkennbar ist, besteht darin, die Öffnungen
35 zur Anordnung jeweils eines kanalbildenden Bauteils 36 zu nutzen, welches an das
Gehäuse 10 von der Rückseite her angebracht, beispielsweise aufgeschnappt wird. Dieses
Bauteil 36 weist eine röhrenartige Konfiguration auf und bildet hierdurch einen Kanal,
der sich an der Rückseite des Gehäuses 10 von dem zentralen Aufnahmebereich 20 zu
einem benachbarten seitlichen Aufnahmebereich 25 erstreckt. Sind die Öffnungen 35
entsprechend lang bemessen, mündet hierbei der Endbereich des kanalbildenden Bauteils
36 in der Bodenfläche des zugehörigen Aufnahmebereichs 20, 25, sodass eine kanal-
bzw. röhrenartige Verbindung zwischen den Bereichen 20, 25 erzielt wird, die wiederum
das geschützte Verlegen einer entsprechenden elektrischen Verbindung ermöglicht.
[0040] Schließlich wäre es auch denkbar, auf die Öffnungen 35 vollständig zu verzichten
und stattdessen entsprechende Verbindungsleitungen an der Bodenfläche 11 des Leuchtengehäuses
zu verlegen, bevor die Dichtungen 40 aufgebracht werden. Weist die Dichtung 40 eine
entsprechende Flexibilität auf, so wird hierdurch die abgedichtete Verbindung zum
Gehäuseboden 11 nicht negativ beeinträchtigt. Gleichzeitig führt die möglicherweise
entstehende leichte Erhebung der Dichtung 40 im Bereich der darunterliegenden Leitung
auch nicht dazu, dass das nachfolgend näher beschriebene Zusammenwirkung mit den Abdeckungen
70 oder 80 negativ beeinträchtigt wird. Letztendlich bestehen mehrere Möglichkeiten,
Verbindungsleitungen in geeigneter Weise von dem zentralen Aufnahmebereich 20 in die
benachbarten Bereiche 25 zu führen, um die dort angeordneten Leuchtmittel 130 in geeigneter
Weise mit einer Betriebsspannung versorgen zu können.
[0041] Das endgültige Abdichten der Aufnahmebereiche 20, 25 für das Betriebsgerät 120 und
die LED-Leuchtmittel 130 erfolgt dann mithilfe der Abdeckungen 70, 80. Das Gehäuse
10 stellt zwar die drei Aufnahmebereiche 20 bzw. 25 sowie die umgebenden Dichtungen
40 bereit, allerdings ist es erforderlich, dass die Bereiche auch entsprechend zur
Vorderseite hin abgeschlossen werden, um die Leuchtenkomponenten 120, 130 vor äußeren
Einflüssen, insbesondere vor Staub und/oder Feuchtigkeit schützen zu können.
[0042] Verantwortlich für diese Aufgabe ist u.a. das bereits erwähnte, mit dem Bezugszeichen
50 versehene Halteelement, welches isoliert in den Figuren 6 und 7 dargestellt ist
und das in montiertem Zustand entsprechend den weiteren Ansichten zugehörige Abdeckungen
70 und 80 derart hält, dass diese mit den Aufnahmebereichen 20 und 25, genauer gesagt
mit den Dichtungen 40 der Aufnahmebereiche 20, 25 in geeigneter Weise zusammenwirken.
Das Halteelement 50 besteht hierbei aus einem umlaufenden, etwa der Form des Leuchtengehäuses
10 entsprechenden und damit im vorliegenden Fall quadratischen Rahmen 51, der zwei
parallel zu den Längsseiten verlaufende Verbindungsstege 52 aufweist. Diese Stege
52, welche im Bereich der Durchgangsöffnungen 30 des Gehäuses 10 und somit zu beiden
Seiten des mittleren Aufnahmebereichs 20 verlaufen, ermöglichen die Befestigung einer
in Figur 8 gezeigten kuppel- bzw. haubenartigen Abdeckung 80. Eine Befestigung der
Abdeckung 80 an dem Halteelement 50 erfolgt hierbei mithilfe mehrerer Schrauben, die
entsprechende Bohrungen 53 bzw. Schraubaufnahmen 83 in den Stegen 52 des Halteelements
50 sowie dem Abdeckelement 80 durchgreifen. Die Befestigung des Halteelements 50 an
dem Leuchtengehäuse 10 erfolgt ebenfalls mit Hilfe mehrerer Schrauben.
[0043] Die Befestigung der Abdeckung 80 an dem Halteelement 50 ist hierbei derart ausgeführt,
dass auch im bereits montierten Zustand des Halteelements 50 an dem Leuchtengehäuse
10 allein die Abdeckung für den mittleren Aufnahmebereich 20 geöffnet werden kann
und somit gegebenenfalls separat in diesem Bereich Wartungs- oder Reparaturarbeiten
vorgenommen werden können. Die nachfolgend noch näher beschriebene geschützte Anordnung
der Leuchtmittel 130 bleibt in diesem Fall dann beibehalten, sodass nicht die Gefahr
besteht, dass diese versehentlich beschädigt oder berührt werden.
[0044] Die Abdeckung 80 weist einen kuppel- oder haubenartigen Abdeckbereich 81 auf, der
von einem umlaufenden, flanschartigen Steg 82 umgeben ist, wobei die bereits erwähnten
Schraubaufnahmen 83 für die Schraubverbindung mit dem Halteelement 50 an den beiden
Längsseiten dieses Stegs 82 ausgebildet sind. Die beiden stirnseitigen Bereiche des
Stegs 82 werden in entsprechende Ausnehmungen 54 an der Unterseite des Halteelements
50 aufgenommen, die derart bemessen sind, dass im angeschraubten Zustand des Abdeckelements
80 der Steg 82 und die Unterseite des Halteelements 50 bündig in einer gemeinsamen
Ebene liegen, wie dies in Figur 9 erkennbar ist, welche das Halteelement 50 und das
Abdeckelement 80 im zusammengefügten Zustand zeigt. Ferner erstreckt sich von dem
Außenumfang des Abdeckbereichs 81 zur Rückseite hin (und damit senkrecht zum umlaufenden
Steg 82) ein ringartig geschlossener weiterer Steg 85, der eine umlaufend geschlossene
Dichtkante 86 bildet.
[0045] Die Form der Kante 86 ist derart gewählt, dass im montierten Zustand des Halteelements
50 an dem Leuchtengehäuse 10 und der daran befestigten Abdeckung 80 die Kante 86 die
Dichtung 40 berührt bzw. idealerweise in das flexible Material der Dichtung 40 eintaucht,
wie dies in Figur 13 angedeutet ist. Hierdurch wird gemeinsam durch das Gehäuse 10
und die Abdeckung 80 ein zentraler Aufnahmeraum A vollständig abgedichtet umschlossen,
sodass das darin angeordnete Betriebsgerät 120 sicher und zuverlässig vor äußeren
Einflüssen geschützt ist.
[0046] Die kuppel- bzw. haubenartige Abdeckung 81 kann hierbei im Vergleich zur Ebene der
Unterseite des Rahmens 51 leicht überstehen, sodass sie einen etwas vertieften Aufnahmeraum
A bildet. Die Höhe und auch die Breite der Abdeckung 81 kann hierbei je nach Bedarf
an die Abmessungen des Betriebsgeräts 120 sowie gegebenenfalls weiter elektrischer
oder elektronischer Betriebskomponenten zum Betreiben der Leuchte 1 angepasst werden.
[0047] Die Befestigung des Halteelements 50 an dem Gehäuse 10 erfolgt wie bereits erwähnt
über eine Vielzahl von Schraubverbindungen, wobei hierfür entsprechende Bohrungen
oder Öffnungen im Gehäuseboden 11 des Leuchtengehäuses 10 jeweils außerhalb der abzudichtenden
Bereiche 20 bzw. 25 liegen, sodass hierdurch die Abdichtung der Aufnahmebereiche 20,
25 nicht negativ beeinträchtigt wird.
[0048] Ein dem zuvor beschriebenen Zusammenwirken zwischen der Abdeckung 80 mit der Dichtung
40 entsprechendes Abdichten ist auch für die beiden Aufnahmebereiche 25 für die LED-Leuchtmittel
130 vorgesehen, wobei diese Funktion nun durch lichtdurchlässige Abdeckungen 70 erfüllt
wird. Diese Abdeckungen 70 sind im Bereich der zu beiden Seiten der haubenartigen
Abdeckung 80 gebildeten Öffnungen 56 des Rahmens 51, welche letztendlich die Lichtabstrahlöffnungen
des rahmenartigen Halteelements 50 bilden, aufgenommen und werden durch das Halteelement
50 derart gehalten und positioniert, dass sie wiederum mit den Dichtungen 40 zusammenwirken
können. In diesem Fall wird dann durch das Gehäuse 10 und die Abdeckung 70 ein Raum
B umschlossen, in dem die LED-Leuchtmittel 130 aufgenommen sind. Die Figuren 10 bis
12 zeigen hierbei eine denkbare Ausführungsform für die Abdeckung 70, die gleichzeitig
auch der Beeinflussung des von den LEDs emittierten Lichts dient.
[0049] Grundsätzlich ist vorgesehen, dass die Abdeckung 70 einen flächigen Lichtabgabebereich
71 aufweist, der umlaufend von einem U-förmigen Rand 72 umgeben ist, der einen zu
der Dichtung 40 hin auslaufenden Schenkel 73, einen quer dazu verlaufenden Verbindungsschenkel
und einen den Verbindungsschenkel mit dem Rest der Abdeckung 70 verbindenden Innenschenkel
aufweist, wobei die U-Form einerseits die Stabilität der Abdeckung 70 erhöht und andererseits
der äußere Schenkel 73 nach oben gerichtet ist und eine in einer Ebene umlaufende
Dichtkante 74 bildet. Die Funktion dieser Dichtkante 74 ist vergleichbar zur Kante
86 der Abdeckung 80. Das heißt, im montierten Zustand taucht die Kante 74 in die umlaufende
Dichtung 40 am Gehäuseboden 11 des Leuchtengehäuses 10 ein und umschließt hierdurch
vollständig den entsprechenden Aufnahmebereich 25 für die LED-Leuchtmittel 130. Auch
in diesem Fall wird somit ein vollständig dichtend umschlossener Raum erhalten, in
dem nunmehr die LED-Leuchtmittel 130 aufgenommen sind.
[0050] Die hierfür erforderliche Halterung bzw. Positionierung der Abdeckung 70 wird durch
das Halteelement 50 verwirklicht, welche die beiden Öffnungen 56 umgebend eine nach
innen ragende Auflagekante 57 bzw. einen Auflagesteg aufweist. Wie der Schnittdarstellung
gemäß Figur 13 entnommen werden kann, liegen die Abdeckungen 70 dann mit ihrer Unterkante
des U-förmigen Rands 72 schwimmend auf der Auflagekante 57 auf, wobei die Abmessungen
des Halteelements 50 derart gewählt sind, dass sichergestellt ist, dass die Abdeckung
70 tatsächlich dichtend mit der jeweiligen Dichtung 40 zusammenwirkt. Die Auflagekante
57 erstreckt sich hierbei in einer Ebene quer oder orthogonal zu einer Anpressrichtung
zum Drücken der Abdeckung 70 in Anlage an die Dichtung 40. Anstelle der dargestellten
umlaufend geschlossenen Auflagekante 57 könnten auch abschnittsweise ausgebildete
Stütz- bzw. Auflagebereiche vorgesehen sein, die dann verteilt, vorzugsweise gleichmäßig
verteilt am Umfang der Öffnungen 56 angeordnet sind.
[0051] Ein gewisses Spiel bei der Lagerung der Abdeckung 70 ist allerdings insofern gewünscht,
als leichte Querverschiebungen aufgrund unterschiedlicher Temperaturausdehnungskoeffizienten
in den Materialien der Leuchte 1 hierdurch aufgefangen werden können. Im dargestellten
Ausführungsbeispiel ist also die Abdeckung 70 nicht starr mit dem Halteelement 50
oder dem Leuchtengehäuse 10 verbunden. Stattdessen wird bei der Montage der Leuchte
1 lediglich die Abdeckung 70 in das Halteelement 50 entsprechend eingelegt und dieses
dann in der zuvor beschriebenen Weise mit dem Leuchtengehäuse 10 verschraubt.
[0052] Zur Beeinflussung des von den LED-Leuchtmitteln 130 abgegebenen Lichts weist die
Abdeckung 70 ferner geeignete optische Elemente auf. Es handelt sich hierbei um an
der der Lichtabstrahlfläche der Abdeckung 70 gegenüberliegenden Rückseite positionierte
TIR-Linsen 75, die in bekannter Weise das Licht, welches von einer LED emittiert wird,
bündeln und in gerichteter Weise zur Unterseite hin abgeben. Dabei ist idealerweise
vorgesehen, dass je LED oder LED-Cluster der Leuchtmittel 130 eine Linse 75 zum Einsatz
kommt, wobei dann die LED beziehungsweise das zugehörige LED-Cluster in eine an der
Oberseite der Linse 75 ausgebildete Ausnehmung eingreift. Diese Anordnung der Linse
75 bezüglich der zugehörigen LED sowie die Ausgestaltung der Linse 75 stellt sicher,
dass das von den LEDs in nahezu sämtliche Richtungen abgegebene Licht in gewünschter
Weise beeinflusst und für eine effiziente Lichtabgabe genutzt wird.
[0053] Bei dem in den Figuren 10 bis 12 dargestellten Ausführungsbeispiel ist vorgesehen,
dass die Linsen 75 einstückiger Bestandteil der Abdeckung 70 sind und an deren Rückseite
in entsprechender Weise integral ausgebildet sind. In diesem Fall besteht dann die
Abdeckung 70 vorzugsweise durchgängig aus dem gleichen lichtdurchlässigen Material,
wobei trotz allem auch denkbar wäre, diejenigen Bestandteile, durch die Licht hindurchtritt
bzw. die das Licht beeinflussen sollen, aus einem anderen Material zu bilden als den
Rest der Abdeckung 70. Alternativ hierzu wäre es allerdings auch denkbar, die Abdeckung
70 derart auszugestalten, dass die optischen Element in Form eines weiteren Bauteils
- beispielsweise einer Linsenplatte - bereitgestellt werden und dann in die topfartig
ausgebildete Abdeckung eingelegt werden. Hierdurch wird die Flexibilität hinsichtlich
der Möglichkeiten zur Beeinflussung der Lichtabgabe nochmals erhöht.
[0054] Selbstverständlich können bei der Realisierung der Abdeckungen 70 allerdings auch
zusätzliche Variationen vorgenommen werden. Diese betreffen z.B. die Ausgestaltung
der optischen Elemente zur Beeinflussung des Lichts, wobei beispielsweise alternativ
zu den dargestellten Linsen 75 auch andere lichtbrechende oder lichtstreuende Elemente
beziehungsweise Strukturen verwendet werden könnten. Zu denken wäre hierbei insbesondere
an geeignete Prismenstrukturen oder anderweitig ausgestaltete Linsen, die ggf. auch
an der Unterseite, also der Lichtabstrahlfläche der Abdeckung angeordnet sein könnten.
Ferner könnten ggf. zusätzlich Folien eingelegt werden, um die Lichtabgabe in gewünschter
Weise zu beeinflussen. Grundsätzlich kann die Optik optische Materialien wie Streupartikel
oder Konversionspartikel, optische Strukturen wie eine aufgeraute Oberfläche, und/oder
optische Elemente wie Linsen oder ein Linsen-Array aufweisen.
[0055] Schließlich wäre es auch denkbar, die Abdeckung 70 derart auszugestalten, dass sie
integraler Bestandteil des Halteelements 50 ist. Auch die Abdeckung 80 für das Betriebsgerät
120 könnte als integraler Bestandteil des Halteelements 50 ausgebildet sein.
[0056] In den bislang beschriebenen Fällen wurde davon ausgegangen, dass das Zusammenwirken
mit der Dichtung 40 dadurch erfolgt, dass die entsprechenden Ränder oder Kanten 74
bzw. 86 der verschiedenen Abdeckungen 70, 80 in die Dichtung 40 eindringen, allerdings
nicht mit dieser verbunden werden, so dass ein Entfernen des Halteelements 50 und
der Abdeckungen 70 bzw. 80 zu einem späteren Zeitpunkt wieder möglich ist. Allerdings
könnte auch vorgesehen sein, dass das Dichtmaterial 40 mit den entsprechenden Rändern
bzw. Kanten 74 oder 86 verklebt wird, wodurch die Dichtwirkung ggf. zusätzlich gesteigert
werden kann. In diesem Fall ist allerdings ein späteres Öffnen der Leuchte 1 z.B.
zu Wartungszwecken lediglich unter Zerstörung der Dichtung möglich.
[0057] Eine weitere Funktion des Halteelements 50 mit der daran befestigten Abdeckung 80
besteht ferner darin, dass diese ein Hindurchströmen von Kühlluft durch die Durchgangsöffnungen
30 des Leuchtengehäuses 10 ermöglichen. Hierzu weisen das Halteelement 50 und die
Abdeckung 80 den Durchgangsöffnungen 30 des Gehäuses 10 entsprechende Öffnungen 58,
88 auf, wobei die Öffnungen 88 der Abdeckung 80 jeweils von umlaufenden Stegen 89
umschlossen sind. Diese Stege 89 sind im Wesentlichen quer zur Ebene der Öffnungen
orientiert, hierbei allerdings leicht geneigt ausgerichtet und fluchten an ihrer Oberseite
mit den Durchgangsöffnungen 30 des Leuchtengehäuses 10, so dass sich leicht nach unten
erweiternde Kühlluftkanäle gebildet werden, welche wie bereits erwähnt zu beiden Seiten
der Aufnahmebereiche 20, 25 für die LED-Leuchtmittel 130 sowie für das Betriebsgerät
120 ausgebildet sind und entsprechend den Pfeilen der Darstellung gemäß Figur 13 das
nach oben gerichtete Hindurchströmen von Luft ermöglichen..
[0058] Das Halteelement 50 ist vorzugsweise als einteiliges Kunststoffteil ausgeführt und
wird hierbei insbesondere im Rahmen eines Spritzgußverfahrens hergestellt. Abhängig
davon, ob die Abdeckungen 70 bzw. 80 integraler Bestandteil des Halteelements 50 sein
sollen, kann dann auch gegebenenfalls ein Zweikomponenten-Spritzgussverfahren zum
Einsatz kommen. Dabei ist vorzugsweise zumindest für die Abdeckung 80 die Verwendung
eines chemisch resistenten Materials vorgesehen, um die in dem Raum A angeordneten
Leuchtenkomponenten möglichst gut schützen zu können. Ferner wäre auch denkbar, das
Halteelement 50 mehrteilig zu gestalten, was jedoch zu einer Erhöhung der Bauteilezahl
führt und dementsprechend weniger bevorzugt ist.
[0059] Letztendlich wird also mit Hilfe der erfindungsgemäßen Lösung die Möglichkeit eröffnet,
eine Leuchte zu realisieren, die hinsichtlich ihrer lichttechnischen Eigenschaften
den aus dem Stand der Technik bekannten Leuchten gleicht und ebenfalls eine geschützte
Aufnahme der verschiedenen elektrischen bzw. elektronischen Komponenten ermöglicht.
Auch ein effizientes Abführen der während des Betriebs entstehenden Wärme ist gewährleistet.
Alle diese Eigenschaften werden unter anderem mit Hilfe des erfindungsgemäß ausgestalteten
Gehäuses erzielt, welches allerdings im Vergleich zu bislang bekannten Gehäusen in
deutlich einfacherer und kostengünstiger Weise hergestellt werden kann, da hier lediglich
ein entsprechend gestanztes und gebogenes Blechteil verwendet wird.
[0060] In vergleichbarer Weise wird das oben erwähnte, angestrebte Ziel auch mit Hilfe des
in Figur 14 dargestellten Leuchtengehäuses 210 erzielt, welches eine zweite erfindungsgemäße
Variante darstellt.
[0061] In diesem Fall ist das Leuchtengehäuse 210 insgesamt gesehen im Wesentlichen vergleichbar
zu demjenigen der Leuchte der
WO 2020/228993 A1, wobei wiederum eine wannenartige Konfiguration mit einem Gehäuseboden 211 und einer
seitlich umlaufenden Gehäusewand 212 vorgesehen ist und das Gehäuse 210 drei Aufnahmebereiche
20, 25 für die Aufnahme von Leuchtmitteln 130 und einem Betriebsgerät 130 zur Verfügung
stellt.
[0062] Entscheidender Unterschied sowohl gegenüber der Leuchte im Stand der Technik als
auch gegenüber dem Gehäuse 10 der Leuchte 1 der Figuren 1 bis 13 ist, dass nunmehr
das Leuchtengehäuse 210 modular ausgeführt ist. Im vorliegenden Fall ist insbesondere
vorgesehen, dass das Gehäuse 210 aus drei wannenförmigen Leuchtenteilgehäusen 210a,
210b und 210c gebildet ist, wobei jedes Leuchtenteilgehäuse 210a, 210b, 210c einem
der Aufnahmebereiche 20, 25 der Leuchte entspricht. Diese Teilgehäuse 210a, 210b und
210c werden nebeneinander angeordnet und wie nachfolgen beschrieben zusammengefügt,
sodass sich letztendlich wiederum das insgesamt im Wesentlichen quadratisch ausgeführte
Leuchtengehäuse 210 ergibt. Dieses weist dann wiederum die Eigenschaften des Gehäuses
10 der Figuren 1 bis 13 auf und ist dazu vorgesehen, mit dem oben beschriebenen Haltelement
50 und den Abdeckungen 70, 80 in analoger Weise zusammenzuwirken. D.h., auch in diesem
Fall werden die Aufnahmebereiche 20, 25 jeweils von einer ringartigen Dichtung 40
umschlossen, die von den Dichtkanten 74 und 86 der Abdeckungen 70 und 80 kontaktiert
werden, um entsprechend resultierende Aufnahmeräum A, B zu umschließen. Ferner sind
auch in dem Gehäuse 210 zwischen zwei benachbarten Aufnahmebereichen 20, 25 Öffnungen
30 vorgesehen, durch welche Kühlluftkanäle gebildet werden.
[0063] Die Verbindung zweier benachbarter Leuchtenteilgehäuse 210a, 210b und 210c erfolgt
hierbei im dargestellten Ausführungsbeispiel über Verbindungselemente 220, welche
durch U- oder O-förmige Winkelelemente gebildet sind, die sich jeweils zwischen zwei
Leuchtenteilgehäusen 210a, 210b und 210c erstrecken. Diese Verbindungselemente 220
können beispielsweise dann jeweils eine Befestigung des entsprechenden benachbarten
Leuchtenteilgehäuses 210a, 210b, 210c ermöglichen, zum Beispiel über entsprechende
Schraubverbindungen, die dann mit den zugewandten Seitenwänden des entsprechenden
Leuchtenteilgehäuses 210a, 210b, 210c zusammenwirken. Alternativ hierzu könnte auch
vorgesehen sein, die Leuchtenteilgehäuse 210a, 210b, 210c unmittelbar miteinander
zu verbinden.
[0064] Dabei ist in besonders vorteilhafter Weise vorgesehen, dass die wiederum vorhandenen
Durchgangsöffnungen 30, die ein Hindurchströmen der Kühlluft ermöglichen und andererseits
eine thermische Entkopplung der benachbarten Aufnahmebereiche 20, 25 ermöglichen,
in den Verbindungselementen 220 ausgebildet sind. Die jeweiligen Leuchtenteilgehäuse
210a, 210b, 210c sind somit sehr einfach ausgeführt mit einem geschlossenen Bodenbereich
sowie umlaufenden Seitenwänden. Anderweitig aufwändig herzustellende Strukturen sind
allerdings nicht erforderlich. Lediglich die Verbindungselemente 80 stellen eine gegebenenfalls
etwas komplexere Form dar, die mit einem gewissen Aufwand herzustellen ist. Die Leuchtenteilgehäuse
210a, 210b, 210c hingegen können wieder in sehr einfacher Weise durch einfache Blechteile
gebildet werden, wie dies auch bei dem Leuchtengehäuse der Figuren 1 bis 13 der Fall
ist. Letztendlich hat dies zur Folge, dass auch das Gehäuse 210 der in Figur 14 dargestellten
Variante kostengünstig und einfach realisiert werden kann, wobei die Leuchte trotz
allem wiederum sämtliche Funktionen der aus dem Stand der Technik bekannten Leuchten
erfüllt. Insbesondere ist auch das letztendlich realisierbare Leuchtengehäuse, wie
es in Figur 14 erkennbar ist, derart ausgeführt, dass es - wie bereits erwähnt - unmittelbar
mit dem in den Figuren 6 bis 12 dargestellten Halteelement 50 sowie den zugehörigen
Abdeckungen 70, 80 zusammenwirken kann. Diesbezüglich ist also nicht das Bereitstellen
entsprechend angepasster Komponenten erforderlich.
[0065] Die miteinander verbundenen Gehäusewände der Leuchtenteilgehäuse 210a, 210b, 210c
können Kabelöffnungen 215, bspw. Bohrungen, aufweisen, über die die miteinander verbundenen
Leuchtenteilgehäuse 210a, 210b, 210c elektrisch miteinander verbunden sein können,
beispielsweise wiederum über ein kanalbildendes Bauteil, welches an den Kabelöffnungen
215 angeordnet ist. Die Kabelöffnungen 215 können dabei abgedichtet ausgeführt sein.
[0066] Ein Vorteil der modularen Ausgestaltung des Gehäuses besteht auch darin, dass gegebenenfalls
auf verschiedene Leuchtenteilgehäuse zurückgegriffen werden kann. Soll beispielsweise
der zentrale Aufnahmebereich für das Betriebsgerät vergrößert werden, um hier gegebenenfalls
noch zusätzlich Notstromversorgungsmittel in Form von Akkumulatoren oder dergleichen
aufzunehmen, so könnte hierfür eine Variante des mittleren Leuchtenteilgehäuses genutzt
werden, die entsprechend größer bemessen ist. Die beiden seitlichen Leuchtenteilgehäuse
zur Aufnahme der Leuchtmittel hingegen könnten in unveränderter Form weiter genutzt
werden. Letztendlich könnte auf diesem Weg also ein Baukastensystem zur Verfügung
gestellt werden, aus dem in verschiedenster Weise gewählt werden kann, um letztendlich
eine gewünschte Leuchte zu realisieren. Trotz allem können alle verschiedenen Varianten
in einfacher und kostengünstiger Weise hergestellt werden.
[0067] Insgesamt wird also durch die erfindungsgemäßen Lösungen die Möglichkeit geschaffen,
eine Leuchte zu realisieren, welche wie gewünscht in der Lage ist, Licht mit hoher
Intensität zu erzeugen und abzugeben, wobei allerdings der hiermit verbundene Material-
und Montageaufwand im Vergleich zu bislang bekannten Lösungen weiter reduziert wird.
1. Leuchte (1) aufweisend:
• ein Leuchtengehäuse (210), welches aus mindestens zwei wannenförmigen Leuchtenteilgehäusen
(210a, 210b, 210b) besteht, die jeweils einen Gehäuseboden (211) und eine den Gehäuseboden
(211) seitlich umlaufende Gehäusewand (212) aufweisen,
wobei der Gehäuseboden eines jeden Leuchtenteilgehäuses (210a, 210b, 210b) einen flächigen
Bereich (20, 25) zur Aufnahme elektrischer und/oder elektronischer Leuchtenkomponenten
(120, 130) bildet und
wobei die wannenförmigen Leuchtenteilgehäuse (210a, 210b, 210b) mit jeweils einer
Gehäusewand (212) direkt oder indirekt über zumindest ein Verbindungselement (220)
miteinander verbunden sind;
• elektrische und/oder elektronische Leuchtenkomponenten (120, 130), die auf den Bereichen
(20, 25) zur Aufnahme elektrischer und/oder elektronischer Leuchtenkomponenten (120,
130) angeordnet sind; sowie
• an dem Leuchtengehäuse (210) befestigte Abdeckungen (70, 80), welche sich jeweils
über die Bereiche (20, 25) zur Aufnahme elektrischer und/oder elektronischer Leuchtenkomponenten
(120, 130) spannen, um einen jeweils geschlossenen Raum (A, B) zu bilden, in dem elektrische
und/oder elektronische Leuchtenkomponenten (120, 130) angeordnet sind.
2. Leuchte nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass auf dem Gehäuseboden eines jeden Leuchtenteilgehäuses (210a, 210b, 210b) eine ringartige
Dichtung (40) angeordnet ist, welche jeweils den zugehörigen Bereich (20, 25) zur
Aufnahme elektrischer und/oder elektronischer Leuchtenkomponenten (120, 130) umschließt.
3. Leuchte (1) aufweisend:
• ein Leuchtengehäuse (10), welches aus einem einteiligen wannenförmigen Bauteil besteht,
das einen Gehäuseboden (11) und eine den Gehäuseboden (11) seitlich umlaufende Gehäusewand
(12), welche mit dem Gehäuseboden (11) einen Leuchtenraum begrenzt, aufweist,
wobei der Gehäuseboden (11) auf seiner dem Leuchtenraum zugewandten Seite plan ausgeführt
ist und auf dem Gehäuseboden (11) zumindest zwei ringartige Dichtungen (40) angeordnet
sind, welche jeweils einen Bereich (20, 25) zur Aufnahme elektrischer und/oder elektronischer
Leuchtenkomponenten (120, 130) umschließen;
• elektrische und/oder elektronische Leuchtenkomponenten (120, 130), die auf den Bereichen
(20, 25) zur Aufnahme elektrischer und/oder elektronischer Leuchtenkomponenten (120,
130) angeordnet sind; sowie
• an dem Leuchtengehäuse (10) befestigte Abdeckungen (70, 80), welche sich jeweils
über die Bereiche (20, 25) zur Aufnahme elektrischer und/oder elektronischer Leuchtenkomponenten
(120, 130) spannen, um einen jeweils geschlossenen Raum (A, B) zu bilden, in dem elektrische
und/oder elektronische Leuchtenkomponenten (120, 130) angeordnet sind.
4. Leuchte nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Abdeckungen (70, 80) in einem an dem Gehäuse (10, 210) montierten Zustand umlaufend
geschlossen an der jeweiligen Dichtung (40) anliegen.
5. Leuchte nach einem der Ansprüche 2 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass diese ein rahmenartiges Halteelement (50) aufweist, welches derart mit dem Leuchtengehäuse
(10, 210) verbunden ist, dass es die Abdeckungen (70, 80) jeweils in Anlage an die
zugehörige Dichtung (40) drückt.
6. Leuchte nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest eine Abdeckung (70, 80) durch ein separates Bauteil gebildet ist, wobei
das Halteelement (50) Stütz- oder Auflagebereiche (57) aufweist, über die das Halteelement
(50) die Abdeckung (70, 80) in Anlage an die Dichtung (40) drückt.
7. Leuchte nach Anspruch 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest eine Abdeckung (70, 80) durch ein separates Bauteil gebildet ist, welches
an dem an dem Leuchtengehäuse (10, 210) befestigten Haltelement (50) befestigbar,
insbesondere mit diesem veschraubbar ist.
8. Leuchte nach einem der Ansprüche 5 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest eine Abdeckung (70, 80) integraler Bestandteil des Halteelements (50) ist.
9. Leuchte nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest eine Abdeckung (70, 80) eine Optik zum Beeinflussen des Lichts von Leuchtmitteln
(130) aufweist.
10. Leuchte nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Gehäuse (10, 210) vorzugsweise längliche Durchgangsöffnungen (30) aufweist, welche
sich zwischen zwei benachbarten Bereichen (20, 25) zur Aufnahme elektrischer und/oder
elektronischer Leuchtenkomponenten (120, 130) erstrecken.
11. Leuchte nach Anspruch 10 mit den Merkmalen des Anspruchs 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Durchgangsöffnungen (30) in einem zwei Leuchtenteilgehäuse (210a, 210b, 210c)
verbindenden Verbindungselement (220) ausgebildet sind.
12. Leuchte nach Anspruch 10 oder 11 mit den Merkmalen des Anspruchs 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Halteelement (50) Durchgangsöffnungen (58) aufweist, welche mit den Durchgangsöffnungen
(30) des Gehäuses (10, 210) fluchten.
13. Leuchte nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwei benachbarte Bereiche (20, 25) zur Aufnahme elektrischer und/oder elektronischer
Leuchtenkomponenten (120, 130) durch elektrische Leitungen miteinander verbunden sind.
14. Leuchte nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass die zwei benachbarte Bereiche (20, 25) verbindenden elektrischen Leitungen an der
Rückseite des Leuchtengehäuses (10, 210) entlang geführt sind.
15. Leuchte nach Anspruch 13 oder 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Leuchte (1) ein kanalbildendes Bauteil (36) aufweist, welches einen sich zwischen
zwei benachbarten Bereichen (20, 25) zur Aufnahme elektrischer und/oder elektronischer
Leuchtenkomponenten (120, 130) erstreckenden Kanal bildet, durch den die elektrischen
Leitungen verlaufen.
16. Leuchte nach einem der vorherigen Ansprüche.
dadurch gekennzeichnet,
dass das Gehäuse (10) bzw. die Leuchtenteilgehäuse (210a, 210b, 210c) jeweils aus einem
Blechteil gefertigt sind.