[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft allgemein Leuchten, die mit einer Vielzahl von
Strahlern ein Leuchtfeld erzeugen, das in seiner Feldbreite und/oder seiner Fokussierung
und ggf. auch in seiner Farbtemperatur einstellbar ist. Solche Leuchten werden beispielsweise
als Operationsleuchten eingesetzt. Die Erfindung betrifft ferner auch die einzelnen
Strahler einer solchen Leuchte, wobei ein solcher Strahler eine matrixartige Lichtquellenanordnung,
ein Optikelement zum Formen des von der Lichtquellenanordnung abgegebenen Lichts zu
einem Strahlenbündel sowie eine Einstellvorrichtung zum Einstellen der Aufweitung
und/oder der Fokussierung des Strahlenbündels besitzen kann.
[0002] Leuchten wie beispielsweise Operationsleuchten umfassen oft ein Feld von Strahlern,
die jeweils ein Strahlenbündel abgeben und zusammen ein Leuchtfeld erzeugen, das nach
Art einer Lichtsäule ein bestimmtes Zielgebiet wie beispielsweise eine Wunde eines
auf einem Operationstisch befindlichen Patienten ausleuchtet. Typischerweise werden
von solchen Operationsleuchten oder ähnlichen Leuchten sehr kleine Felder mit sehr
hohen Beleuchtungsstärken in der Größenordnung von 1 bis 2 mal der Beleuchtungsstärke
der Sonne ausgeleuchtet, wobei beispielsweise Felder der Größe von 10 bis 40 cm oder
15 bis 30 cm in einer Entfernung von etwa 1 m ausgeleuchtet werden.
[0003] Um im Zielgebiet optimale Ausleuchtverhältnisse zu erzielen, ist es hilfreich, wenn
das Leuchtfeld in seiner Breite bzw. seinem Durchmesser verstellt werden kann oder
die Fokussierung verändert werden kann, um in einem bestimmten Abstand von der Leuchte
eine bestimmte Feldbreite zu haben. Zusätzlich zur Verstellbarkeit der Feldbreite
und der Fokussierung kann auch die Lichtfarbe bzw. Farbtemperatur im Leuchtfeld verändert
werden, um die gewünschte Ausleuchtung zu erzielen bzw. die Ausleuchtung an verschiedene
Randbedingungen anpassen zu können.
[0004] Solche Leuchten sind aus der Praxis bekannt, wobei beispielsweise unter der ProduktbezeichnungmarLED
X
® der Firma KLS Martin oder auch unter der Produktbezeichnung TruLight 5000
® von der Firma Trumpf Medical eine Operationsleuchte bekannt ist, die hinsichtlich
der im Leuchtfeld erzeugten Farbtemperatur umschaltbar ist und deren Leuchtfeld hinsichtlich
des Durchmessers stufenweise angepasst werden kann. Die in einem teller- bzw. plattenförmigen
Leuchtenkorpus zusammengefassten Strahler umfassen dabei jeweils LEDs als Lichtquellen,
deren abgegebenes Licht mittels Optikelementen zu Strahlenbündeln geformt werden,
die zusammen das Leuchtfeld der Leuchte erzeugen.
[0005] Um die Breite bzw. den Durchmesser des Leuchtfelds stufenweise zu verstellen, umfassen
solche Leuchten regelmäßig zweierlei oder mehrerlei Strahlergruppen, die je nach gewünschtem
Leuchtfelddurchmesser alternativ ein- und ausgeschaltet oder kombinatorisch zugeschaltet
werden. Die einzelnen Strahler selbst haben dabei eine feste Aufweitung bzw. einen
festen Zoom-Faktor. Zum Erzeugen einer schmäleren Lichtsäule werden die engstrahlenden
Strahler eingeschaltet, während zum Erzeugen einer breiteren Lichtsäule die breiter
strahlenden oder defokussierten Strahler eingeschaltet oder ggf. auch zugeschaltet
werden. Dabei können auch mehr als zwei Gruppen von Strahlern vorgesehen sein, um
die Feldbreite mehr als zweistufig verstellen zu können, wobei die Strahler im digitalen
Sinne ein- und ausgeschaltet oder alternativ auch auf unterschiedliche Helligkeiten
gedimmt werden können, sodass beispielsweise eine breite Linse auf 10% der maximalen
Helligkeit und eine enge Linse auf 90% der maximalen Helligkeit gefahren werden kann,
um eine schmale Lichtsäule zu erzielen.
[0006] Diese Umschaltbarkeit zwischen verschiedenen Strahlergruppen bzw. deren Dimmbarkeit
auf unterschiedliche Helligkeitsstufen führt jedoch dazu, dass in der Leuchte immer
schwarze bzw. nicht oder kaum leuchtende Abschnitte vorhanden sind, nämlich immer
dort, wo ein entsprechender Strahler gerade ausgeschaltet ist, weil das von ihm erzeugte
Strahlenbündel hinsichtlich der Aufweitung nicht passt. Dies hat verschiedene Nachteile.
Beispielsweise treten Multischatten auf, wenn beispielsweise eine Hand eines Operateurs
in die Lichtsäule greift. Zudem wird eine große Zahl an Strahlern bzw. Komponenten
benötigt, die sich sozusagen verdoppelt oder verdreifacht, wenn die Feldbreite zweistufig
oder dreistufig einstellbar sein soll.
[0007] Alternativ wurde auch bereits vorgeschlagen, das Leuchtfeld durch eine mechanische
Verstellung der Strahler-Optiken auf die gewünschte Breite bzw. den gewünschten Durchmesser
einzustellen. Dabei kann durch Verkippen der einzelnen Strahler bzw. Optikelemente
insgesamt eine breitere oder schmälere Überlagerung bzw. ein breiteres oder schmäleres
Leuchtfeld erzeugt werden. Der Vorteil dieser mechanisch verstellbaren Lösung ist
ein an sich immer gleichmäßig bzw. vollständig leuchtender Leuchtenkorpus, da es nicht
notwendig ist, einzelne Strahler abzuschalten, um die Breite des Leuchtfelds zu verändern.
Andererseits ist die Mechanik zur Verstellung der Optikelemente aufwendig und meist
auch teuer.
[0008] Weiterhin wurde auch bereits vorgeschlagen, das Strahlenbündel solcher Strahler elektronisch
zu zoomen, indem einzelne LEDs eines LED-Clusters individuell angesteuert werden,
um durch geschicktes Zu- und Abschalten einzelner Lichtquellen oder Lichtquellengruppen
der am Strahler vorgesehenen matrixartigen Lichtquellenanordnung die Aufweitung bzw.
Fokussierung des vom Strahler abgegebenen Strahlenbündels zu verstellen, vgl. beispielsweise
DE 10 2018 106 223 A1 und
DE 10 2017 213 488 A1.
[0009] Aus der Schrift
WO 2019/137909 A1 ist eine LED-Leuchte bekannt, bei der eine Gruppe von LED-Elementen einer Linse zugeordnet
sind, die das Licht aus den LEDs einsammelt und zu einem Strahlenbündel formt, wobei
die LED-Elemente von einer Steuervorrichtung individuell angesteuert werden können,
um wahlweise ein engeres Strahlenbündel oder ein breiteres Strahlenbündel zu generieren.
[0010] Durch das individuelle Ansteuern der einzelnen Lichtquellen kann sozusagen die Lichtquelle
gegenüber der Hauptachse des Optikelements verstellt werden, wodurch sich das vom
Optikelement abgegebene Strahlenbündel unterschiedlich formt. Festzuhalten bleibt
hier aber, dass es dabei nicht um eine abbildende Optik beispielsweise im Sinne eines
Beamers oder eines Diaprojektors geht, sondern um das helle Ausleuchten eines bestimmten
Zielgebiets mit sehr hohen Beleuchtungsstärken in möglichst gleichmäßiger Weise. Wie
eingangs erwähnt, soll beispielsweise eine Wunde eines auf einem Operationstisch befindlichen
Patienten schattenfrei und sehr hell ausgeleuchtet werden und dabei das Strahlenbündel
an die Größe und Position des Zielgebiets angepasst werden.
[0011] Bei solchen bekannten Strahlern mit elektronischer Zoomfunktion wird bislang im Wesentlichen
die Größe des Leuchtfelds im Zielgebiet und auch dessen Konturierung im Sinne von
kreisförmig auf oval und umgekehrt verstellt, indem verschiedene LED-Pixel bzw. verschiedene
Untergruppen der matrixartigen Lichtquellenanordnung ein- und ausgeschaltet bzw. herunter-
und heraufgedimmt werden.
[0012] Trotzdem ist es bislang bei solchen Strahlern mit elektronischer Zoomfunktion schwierig,
das im Zielgebiet erzeugte Leuchtfeld tatsächlich auf den gewünschten Bereich des
Zielgebiets bzw. der Zielebene zu richten. Bislang wird dies vorrangig dadurch gelöst,
dass die Strahler quer zur Hauptstrahlrichtung des Strahlenbündels hin- und hergeschoben
werden, was beispielsweise durch eine verschiebbare oder gelenkige Aufhängung der
Operationsleuchten ermöglicht wird, oder es werden verstellbare Operationstische eingesetzt,
um den Patienten mit seinem Wundbereich exakt in den Strahlenkegel fahren zu können.
Beides ist jedoch relativ aufwändig, da Operationsleuchten regelmäßig aus nicht nur
einem Strahler bestehen, sondern ein größeres Strahlerfeld umfassen und insofern eine
massive und raumgreifende Einheit bilden, die nur schwierig zu verkippen und verschieben
ist.
[0013] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte Leuchte
der genannten Art sowie einen verbesserten Strahler für eine solche Leuchte zu schaffen,
die Nachteile des Standes der Technik vermeiden und letzteren in vorteilhafter Weise
weiterbilden. Insbesondere soll eine hinsichtlich Ausrichtung des im Zielgebiet erzeugten
Leuchtfelds einfache Verstellbarkeit erreicht werden, ohne dies durch lichttechnische
Beeinträchtigungen wie Multi- oder Farbschatten zu erkaufen oder hierfür teure, empfindliche
Verstellmimiken und hohe Bauteilzahlen zu benötigen.
[0014] Erfindungsgemäß wird die genannte Aufgabe durch Strahler gemäß Anspruch 1 sowie eine
Leuchte mit einer Mehrzahl solcher Strahler gemäß Anspruch 13 gelöst. Bevorzugte Ausgestaltungen
der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0015] Es wird also vorgeschlagen, die Hauptabstrahlrichtung bzw. die Ausrichtung des erzeugten
Strahlenbündels auf Ebene der Strahler einzustellen, um zumindest nicht zwingend unterschiedliche
Gruppen von Strahlern zu benötigen, um das Leuchtfeld hinsichtlich seiner Position
im Zielgebiet verstellen zu können. Dabei wird vorgeschlagen, die Hauptabstrahlrichtung
des vom Strahler abgegebenen Strahlenbündels durch geschicktes Zu- und Abschalten
einzelner Lichtquellen oder Lichtquellengruppen der an einem Strahler vorgesehenen
matrixartigen Lichtquellenanordnung zu verkippen, um zumindest nicht zwingend eine
mechanische Zoom-Optik bzw. mechanische Verstellbarkeit der Optikelemente zu benötigen.
[0016] Erfindungsgemäß wird das Optikelement in Form einer Linse zum Formen des von der
Lichtquellenmatrix her empfangenen Lichts dazu ausgebildet, das gesamte empfangene
Licht beim Formen zum Strahlenbündel gleich oft zu reflektieren, wobei die Anzahl
der Reflexionsvorgänge R eines jeden empfangenen Lichtstrahls an dem Optikelement
der Beziehung 0 < R ≤ n genügt und n eine natürliche Zahl ≤ 10 ist, wobei die Einstellvorrichtung
einen Betriebsmodus zum Verstellen der Abstrahlrichtung und/oder Hauptachse des Strahlenbündels
aufweist, in dem zum Verkippen der Abstrahlrichtung und/oder Hauptachse des Strahlenbündels
verschiedene Untergruppen der Lichtquellen angesteuert werden, die verschieden stark
asymmetrisch zur optischen Hauptachse des Optikelements versetzt angeordnet sind.
[0017] Diesem Ansatz zur Leuchtfeldverstellung liegt die Überlegung zugrunde, dass sich
das von einem Optikelement abgestrahlte Strahlenbündel verlagert, je nachdem, von
woher das Licht, das das Optikelement dann umformt, auf das Optikelement trifft. Je
nachdem, welche Position eine Lichtquelle relativ zur optischen Hauptachse des Optikelements
einnimmt, strahlt das Optikelement das von der Lichtquelle empfangene Licht in unterschiedliche
Richtungen bzw. mit unterschiedlichen Hauptachsen und ggf. auch unterschiedlichen
Aufweitungen ab.
[0018] Wird nun durch geschicktes Zu- und Abschalten bzw. Hoch- und Abdimmen verschieden
stark asymmetrisch angeordneter Lichtquellen oder Lichtquellengruppen Licht auf das
Optikelement gegeben, das verschieden stark von dessen optischer Hauptachse quer versetzt
ist, gibt das Optikelement ein verschieden ausgerichtetes bzw. verkipptes Strahlenbündel
ab.
[0019] Eine solche elektronische Einstellung der Aufweitung und/oder Fokussierung des Strahlenbündels
auf Ebene des Strahlers selbst erlaubt es nicht nur, auf teure und aufwendige mechanische
Verstellvorrichtungen zu verzichten, sondern vermeidet darüber hinaus auch lichttechnisch
ungewünschte Nachteile wie Multischatten, wie sie bei Leuchtenfeldern mit zweierlei
Strahlertypen für die Leuchtfeldverstellung eintreten, oder Farbschatten, wie sie
bei Leuchtfeldern mit zweierlei verschiedenfarbigen Strahlergruppen eintreten. Gleichzeitig
kann die benötigte Teilezahl drastisch reduziert werden.
[0020] Dabei gestattet es die gleichgroße Anzahl an Reflexionsvorgängen am Optikelement,
die Hauptabstrahlrichtung des erzeugten Strahlenbündels sauber zu verkippen, ohne
die bei bisherigen Strahlern mit elektronischem Zoom auftretenden Gegeneffekte zu
haben. Bei bisherigen Strahlern mit elektronischem Zoom wird an dem Strahlenbündel
formenden Optikelement regelmäßig ein Teil der Lichtstrahlen unreflektiert abgegeben,
während ein anderer Teil der Lichtstrahlen einmal reflektiert wird. Betrachtet man
bspw. einen herkömmlichen Reflektor, der das Licht einer am Reflektorboden angeordneten
LED-Matrix einfängt, werden die von der LED-Matrix seitlich abgehenden Lichtstrahlen
an der Reflektorwandung reflektiert und somit einmal reflektiert ins vom Reflektor
abgehende Strahlenbündel geworfen, während der zentrale Teil des von der LED_Matrix
abgegeben Lichts unreflektiert durch das Zentrum des Reflektors hindurch in das insgesamt
abgehende Strahlenbündel gelangt. Das gesamte vom Optikelement empfangene Licht meint
insofern das gesamte auf das Optikelement treffende und/oder durch das Optikelement
hindurchgehende Licht, das stromab des Optikelements das geformte Strahlenbündel des
Strahlers bildet.
[0021] Durch diese unterschiedliche Zahl der Reflexionsvorgänge, die auch bei herkömlichen
Linsen mit Totalreflexion auftreten können, kommt es beim Abstrahlen des Strahlenbündels
zu Kompensationsvorgängen und es wird zumindest ein Teil der Richtungsänderung, die
durch Ein- und Ausschalten unterschiedlich weit von der Hauptachse beabstandeter Lichtquellen
erzielt wird, wieder zunichte gemacht, da Lichtstrahlen, die beispielsweise gar nicht
reflektiert worden sind, in die entgegengesetzte Richtung abgelenkt werden als beispielsweise
einmal reflektierte Lichtstrahlen, wenn das LED-Pixelmuster zur Hauptachse des Optikelements
verschoben wird. Solche Kompensationseffekte bezüglich des Verkippens der Lichtstrahlenrichtung
kann durch die genannte Ausbildung des Optikelements vermieden werden, welches alle
von der Lichtquellenanordnung empfangenen Lichtstrahlen gleich oft reflektiert.
[0022] Je nach Ausbildung des Optikelements kann die für alle Lichtstrahlen gleich große
Zahl der Reflexionsvorgänge unterschiedlich sein. Beispielsweise kann eine mit Totalreflexion
arbeitende Linse dazu ausgebildet sein, alle empfangenen Lichtstrahlen zweimal durch
Totalreflexion oder ggf. durch Reflexion bei Vorsehen einer reflektierenden Beschichtung
umzulenken, wobei beim Eintreten und Austreten aus der Linse die Lichtstrahlen jeweils
noch zwei weitere Male durch Brechung umgelenkt werden können, sodass jeder Lichtstrahl
insgesamt viermal umgelenkt wird, zweimal durch Reflexion und zweimal durch Brechung.
[0023] In Weiterbildung der Erfindung kann die matrixartige Lichtquellenanordnung zumindest
eine Lichtquelle oder -gruppe umfassen, die bezüglich der optischen Hauptachse des
das Strahlenbündel abstrahlenden Optikelements symmetrisch und/oder koaxial angeordnet
ist, und zumindest eine weitere Lichtquelle oder -gruppe, die bezüglich der genannten
optischen Hauptachse des Optikelements asymmetrisch bzw. quer versetzt dazu angeordnet
ist, wobei die genannten symmetrisch angeordneten und asymmetrisch angeordneten Lichtquellen
bzw. -gruppen individuell ansteuerbar sind, sodass je nach Betriebsmodus der Ansteuervorrichtung
zur Einstellung der Aufweitung und/oder Fokussierung des Strahlenbündels einmal nur
eine der beiden Lichtquellen bzw. -gruppen und ein anderes Mal beide Lichtquellen
bzw. -gruppen strahlen, sodass sich die vom Optikelement hieraus geformten Lichtbündel
ergänzen oder eben nicht ergänzen, um insgesamt ein unterschiedlich stark aufgeweitetes
oder unterschiedlich fokussiertes Strahlenbündel zu erzeugen.
[0024] In Weiterbildung der Erfindung kann die matrixartige Lichtquellenanordnung auch drei
oder mehr Lichtquellen bzw. -gruppen aufweisen, die individuell ansteuerbar und verschieden
stark querversetzt bzw. unterschiedlich asymmetrisch zur optischen Hauptachse des
Optikelements angeordnet sind, sodass durch verschiedene Kombination der genannten
Lichtquellen bzw. Lichtquellengruppen verschieden starke Aufweitungen bzw. verschiedene
Fokussierungen des insgesamt erzeugten Strahlenbündels erreicht werden können.
[0025] Insbesondere kann die genannte Ansteuervorrichtung zum individuellen und/oder gruppenweisen
Ansteuern der Lichtquellen dazu ausgebildet sein, zum Verbreitern des Strahlenbündels
und/oder zum Heranholen der Fokusebene des Strahlenbündels kaskadenartig immer weiter
querversetzte und/oder immer stärker asymmetrisch angeordnete Lichtquellen bzw. -gruppen
zuzuschalten, sodass das von allen jeweils leuchtenden Lichtquellen zusammen erzeugte
Lichtbündel, das auf das Optikelement gegeben und von diesem zum Strahlenbündel umgeformt
wird, immer stärker asymmetrisch zur optischen Hauptachse des Optikelements bzw. immer
stärker davon querversetzt positioniert ist. Durch das kaskadenartige Zuschalten immer
stärker asymmetrisch positionierter Lichtquellen bzw. -gruppen nimmt der Querversatz
des von den Lichtquellen insgesamt erzeugten Lichtbündels gegenüber der optischen
Hauptachse des Optikelements immer stärker zu, sodass vom Optikelement ein immer breiteres
bzw. immer stärker verkipptes Strahlenbündel erzeugt wird.
[0026] Die matrixartige Lichtquellenanordnung kann dabei insgesamt asymmetrisch zur optischen
Hauptachse des Optikelements angeordnet sein, wobei vorteilhafterweise ein Teil der
Lichtquellenanordnung, das heißt eine Lichtquelle oder eine Lichtquellengruppe symmetrisch
und/oder koaxial zur optischen Hauptachse des Optikelements angeordnet sein kann.
Mit anderen Worten kann die optische Hauptachse des Optikelements durch die matrixartige
Lichtquellenanordnung gehen, vorteilhafterweise jedoch nicht mittig, sondern durch
einen zur Lichtquellenanordnungsmitte versetzten Abschnitt. Hierdurch kann eine effiziente
Ausnutzung der Lichtquellenanordnung erzielt werden bzw. mit einer minimalen Anzahl
an Lichtquellen eine maximale Verstellung der Aufweitung bzw. Fokussierung oder der
Verkippung des Strahlenbündels erreicht werden.
[0027] Grundsätzlich wäre es aber auch möglich, die matrixartige Lichtquellenanordnung insgesamt
symmetrisch zur optischen Hauptachse des Optikelements anzuordnen und durch symmetrische
Ansteuerung der Lichtquellen bzw. Lichtquellengruppen die gewünschte Verstellung der
Aufweitung des Strahlenbündels vorzunehmen. Dabei kann die Aufweitung des Strahlenbündels
durch Zu- und Abschalten bzw. Hoch- und Abdimmen von verschieden weit von der Hauptachse
beabstandeten Lichtquellen bzw. -untergruppen, die auf verschiedenen Seiten der Hauptachse
des Optikelements, zur genannten Hauptachse symmetrisch angeordnet sind, gesteuert
werden. Beispielsweise kann ein verhältnismäßig schmales Strahlenbündel dadurch erzeugt
werden, dass nur eine im Bereich der Hauptachse angeordnete Lichtquelle oder Lichtquellengruppe
strahlt, während von der Hauptachse weiter beabstandete Lichtquellen ausgeschaltet
bzw. heruntergedimmt sind. Um das Lichtbündel aufzuweiten, können diese weiteren Lichtquellen
bzw. -gruppen, die weiter von der Hauptachse beabstandet angeordnet sind und beispielsweise
rechts und links von der zentralen Lichtquellengruppe positioniert sein können, zugeschaltet
bzw. hochgedimmt werden, sodass sich das abgestrahlte Lichtbündel verbreitert.
[0028] Bei einer solchen symmetrischen Zuschaltung können in Weiterbildung der Erfindung
auch unterschiedliche Querschnittskonturen des Strahlenbündels erzeugt werden, wobei
insbesondere ein kreisförmiges Strahlenbündel zu einem elliptischen oder ovalen Strahlenbündel
oder umgekehrt verändert werden kann. Hierzu kann beispielsweise ein Zuschalten bzw.
Hochdimmen von Lichtquellen erfolgen, die entlang einer Achse senkrecht zur Hauptachse
des Optikelements auf gegenüberliegenden Seiten der besagten Hauptachse angeordnet
sind, ausgeführt werden, während in einer dazu senkrechten Richtung keine weiteren
Lichtquellen hochgedimmt bzw. zugeschaltet werden. Je nach Beschaffenheit der Optik
kann nicht nur eine Verstellung zwischen kreisförmigen und elliptischen bzw. ovalen
Querschnittskonturen der Lichtsäule erfolgen, sondern beispielsweise auch eine Umstellung
von näherungsweise quadratischen zu näherungsweise rechteckigen Querschnittskonturen
der Lichtsäule vorgesehen werden.
[0029] Eine solche Verstellung bzw. Veränderung der Querschnittskontur der Lichtsäule kann
insbesondere auch auf Ebene der gesamten Leuchte erfolgen. Besitzt die Leuchte beispielsweise
ein matrixartiges Feld von Strahlern, können beispielsweise die entlang einer Achse
der matrixartigen Anordnung positionierten Strahler in ihrer Ansteuerung verändert
werden, während die dazu in Querrichtung aufgereihten Strahler keine Veränderung in
der Ansteuerung erfahren. Werden beispielsweise die Strahler entlang einer Hauptachse
des Strahlerfelds durch Hochdimmen bzw. Zuschalten der Lichtquellen bzw. -gruppen
dieser Strahler in ihren Strahlenbündeln verbreitert oder gegenüber der Hauptachse
der Optik verkippt, und zwar insbesondere die vom Zentrum weiter beabstandeten Strahler,
während in einer Querrichtung keine Veränderung der Ansteuerung erfolgt, kann ein
Strecken bzw. umgekehrt auch ein Stauchen des Querschnitts der von den Strahlern gemeinsam
erzeugten Lichtsäule bzw. eine Verkippung des Strahlenbündels gegenüber der Hauptachse
der Optik erfolgen.
[0030] In Weiterbildung der Erfindung kann die Lichtquellenanordnung insgesamt rechteckig
konturiert sein, wobei die Lichtquellenanordnung vorteilhafterweise in Richtung der
längeren Hauptachse des Rechtecks außermittig versetzt zur optischen Hauptachse des
Optikelements angeordnet sein kann. Das von den Lichtquellen definierte Lichtquellenfeld
kann eine Hüllkontur definieren, die in der genannten Weise rechteckig ist oder zumindest
näherungsweise ein Rechteck bildet.
[0031] Grundsätzlich ist es aber auch möglich, ein quadratisch konturiertes oder ein mehreckiges,
beispielsweise sechseckiges oder auch rundes, beispielsweise kreisrundes oder ovales
Lichtquellenfeld bzw. matrixartiges Lichtquellenmuster vorzusehen. Unabhängig von
der konkreten geometrischen Form der Hüllkontur um die matrixartige Lichtquellenanordnung
herum kann die Lichtquellenanordnung insgesamt asymmetrisch oder auch symmetrisch
zur optischen Hauptachse positioniert sein. Wie gesagt kann die Aufweitung des Strahlenbündels
bzw. dessen Fokussierung oder dessen Verkippung durch unterschiedlich stark asymmetrische
oder symmetrische Ansteuerung der Lichtquellen bzw. Lichtquellengruppen der Lichtquellenanordnung
vorgenommen werden.
[0032] Um in einem zu beleuchtenden Zielgebiet eine bestimmte Leuchtfeldbreite bzw. einen
bestimmten Leuchtfelddurchmesser zu haben, kann die Fokussierung des Strahlenbündels
vorteilhafterweise automatisiert eingestellt oder angepasst werden. Insbesondere kann
eine Abstandserfassung vorgesehen sein, die den Abstand des zu beleuchtenden Zielgebiets
von dem Optikelement erfasst, wobei die genannte Ansteuervorrichtung die Lichtquellenanordnung
in Abhängigkeit des erfassten Abstands mehr oder weniger asymmetrisch ansteuert, um
in dem Zielgebiet das gewünschte Leuchtfeld zu erzeugen.
[0033] Beispielsweise kann die Leuchte einen Abstandssensor besitzen, um die Zielgebietsfläche
wie beispielsweise die Höhe eines OP-Tischs zu erfassen. Die Ansteuervorrichtung steuert
dann die Lichtquellenanordnung in Abhängigkeit des erfassten Abstands so an, dass
das Leuchtfeld im Zielgebiet die gewünschte Breite bzw. den gewünschten Durchmesser
bzw. die gewünschte (beispielsweise kreisrunde, elliptische oder ovale) Querschnittskonturierung
hat bzw. die Fokusebene der erzeugten Lichtsäule im Zielgebiet liegt. Die Abstands-Erfassungsvorrichtung
kann dabei zyklisch oder kontinuierlich arbeiten, um beispielsweise bei einer Höhenverstellung
des OP-Tischs oder einer durch andere Umstände bedingten Abstandsveränderung zwischen
Zielgebiet und Strahler ein automatisches Nachjustieren der Fokusebene vornehmen zu
können, indem die Ansteuervorrichtung die Lichtquellenanordnung stärker oder weniger
stark asymmetrisch ansteuert.
[0034] Um in dem vom Strahler abgegebenen Strahlenbündel lichttechnisch unerwünschte Effekte
wie Farbränder, Farbschatten oder auf im Strahlenbündel liegenden Objekten wie beispielsweise
einer Operateurshand auftretende Farbflecken zu vermeiden, kann in vorteilhafter Weiterbildung
der Erfindung zwischen der matrixartigen Lichtquellenanordnung und dem das Strahlenbündel
formenden Optikelement eine Mischoptik vorgesehen sein, die das von den Lichtquellen
der Lichtquellenanordnung abgegebene Licht durchmischt, bevor das Licht auf das genannte
Optikelement trifft. Eine solche dem Optikelement vorgeschaltete Mischoptik kann insbesondere
von Vorteil sein, wenn die Lichtquellenanordnung verschieden farbige Lichtquellen
umfasst.
[0035] Die genannte Mischoptik kann dabei grundsätzlich verschieden ausgebildet sein, wobei
vorteilhafterweise ein segmentierter Mischstab vorgesehen sein, dessen Segmente jeweils
einer individuell zuschaltbaren Lichtquelle bzw. -gruppe der matrixartigen Lichtquellenanordnung
zugeordnet sein können. Insbesondere kann als Mischoptik ein Mischstabbündel Verwendung
finden, dessen einzelnen Mischstabelemente umfangsseitig aneinandergrenzen.
[0036] Die genannte Mischoptik kann dabei vorteilhafterweise insgesamt bezüglich der optischen
Hauptachse des Optikelements asymmetrisch bzw. querversetzt angeordnet sein. Insbesondere
kann die Mischoptik koaxial bzw. symmetrisch zur matrixartigen Lichtquellenanordnung
angeordnet sein. Ist die Lichtquellenanordnung insgesamt asymmetrisch zur optischen
Hauptachse des Optikelements angeordnet, kann auch die Mischoptik in entsprechender
Weise asymmetrisch bzw. querversetzt angeordnet sein.
[0037] Die Verwendung einer solchen Mischoptik, insbesondere eines segmentierten Mischstabs
zum Mischen unterschiedlich farbigen Lichts kann, ggf. auch in Verbindung mit einem
Optikelement, das verschiedene Lichtstrahlen verschieden oft reflektiert, in günstiger
Weise dazu verwendet werden, um das vom Optikelement geformte Strahlenbündel hinsichtlich
seiner Abstrahlrichtung und/oder Hauptabstrahlrichtung zu verkippen, indem zur Hauptachse
der Mischoptik verschieden stark asymmetrisch angeordnete und/oder von der genannten
Hauptachse verschieden weit beabstandete Lichtquellen einzeln oder gruppenweise ein-
und ausgeschaltet bzw. herabgedimmt oder hochgedimmt werden. Dabei kann gleichzeitig
zum Verkippen der Hauptabstrahlrichtung die Lichtfarbe in gewünschter Farbe eingestellt
werden, indem beispielsweise einem einzelnen Stabsegment zugeordnete Lichtquellen
unterschiedlicher Farbe ein- und ausgeschaltet bzw. hoch- bzw. heruntergedimmt werden.
[0038] Die Erfindung wird nachfolgend anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele und zugehörigen
Zeichnungen näher erläutert. In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1:
- eine Draufsicht auf das Strahlerfeld einer Leuchte nach einer vorteilhaften Ausführung
der Erfindung, wobei eine Vielzahl an Strahler in einem insgesamt hexagonalen Strahlerfeld
angeordnet sind,
- Fig. 2:
- eine Schnittansicht eines der Strahler der Leuchte aus Fig. 1, wobei die matrixartige
Lichtquellenanordnung und deren asymmetrische Anordnung bezüglich der optischen Hauptachse
des Optikelements des Strahlers gezeigt ist,
- Fig. 3:
- das von dem Strahler aus Fig. 2 erzeugte Strahlenbündel, wenn nur dessen symmetrisch
angeordnete Lichtquellengruppe 0 leuchtet,
- Fig. 4:
- eine schematische Darstellung des Strahlenbündels ähnlich Fig. 3, wenn zusätzlich
zur symmetrisch angeordneten Lichtquellengruppe 0 auch die asymmetrisch angeordnete
Lichtquellengruppe 1 eingeschaltet ist, wobei durch die strichlierte Linie in Fig.
4 auch die Verbreiterung des Strahlenbündels durch symmetrische Zuschaltung dargestellt
ist,
- Fig. 5:
- eine schematische Darstellung des Strahlenbündels ähnlich den Figuren 3 und 4, wenn
die Lichtquellengruppen 0, 1 und 2 eingeschaltet sind,
- Fig. 6:
- eine Darstellung der durch verschiedene Lichtquellengruppen erzeugbaren Strahlenbündelanteile
und deren kombinatorische Erzeugung zur Verstellung der Fokusebene und/oder Verkippung
der Haupstrahlrichtung des Strahlers aus Fig. 2, wobei die Teilansicht a die Einzelanteile
des Strahlenbündels zeigt, die Teilansicht b die durch verschiedenes Zuschalten erzeugbare
Leuchtfeldbreite in einer mittleren Fokusebene, die Teilansicht c die durch verschiedenes
Zuschalten erzeugbare Leuchtfeldbreite in einer nahen Fokusebene und die Teilansicht
d die durch verschiedenes Zuschalten erzeugbare Leuchtfeldbreite in einer weit entfernten
Fokusebene, wobei die in den verschiedenen Teilansichten der Fig. 6 dargestellten
Felder mit gegenüberliegenden Strahlern in der Leuchte erzeugt werden können oder
auch durch symmetrische Zuschaltung weiter beabstandeter Lichtquellen ergänzt werden
können,
- Fig. 7:
- einen Schnitt durch das Optikelement des Strahlers aus Fig. 2, der den Strahlengang
durch das Optikelement zeigt, wobei das genannte Optikelement in Form einer scheibenförmigen
Linse ausgebildet ist, die nur zweifach reflektiertes Licht austreten lässt,
- Fig. 8:
- einen Schnitt durch eine als Optikelement dienende, alternativ konturierte Linse.
[0039] Wie Fig. 1 zeigt, kann die Leuchte 1 ein Feld von Strahlern 2 umfassen, die zumindest
näherungsweise in einer Ebene oder entlang einer harmonisch konturierten Fläche angeordnet
sein können. Beispielsweise können die genannten Strahler 2 an einem Teller oder plattenförmigen
Leuchtenkorpus 3 angeordnet sein, der in einem Gehäuse aufgenommen oder ein Teil eines
Gehäuses bilden kann. Beispielsweise kann die Leuchte 1 als Operationsleuchte ausgebildet
sein, die an einem Tragarm positionsverstellbar gelagert sein kann, um die Leuchte
1 passgenau in eine Position über dem zu beleuchtenden Zielgebiet positionieren zu
können. Grundsätzlich sind aber auch andere Anwendungen oder Aufhängungs- und Montagemöglichkeiten
möglich.
[0040] Die Strahler 2 können vorteilhafterweise nebeneinander angeordnet und/oder gleichmäßig
verteilt vorgesehen sein, wobei beispielsweise mehr als fünf oder mehr als zehn oder
mehr als zwanzig Strahler 2 zu der Leuchte 1 zusammengefasst sein können.
[0041] Die Strahler 2 können dabei im Wesentlichen identisch zueinander ausgebildet sein.
Unabhängig hiervon können die Strahler 2 im Betrieb alle leuchten bzw. strahlen, und
zwar vorzugsweise unabhängig davon, welchen Durchmesser oder welche Breite das von
den Strahlern 2 gemeinsam erzeugte Leuchtfeld haben soll bzw. unabhängig davon, wie
die Aufweitung und/oder Fokussierung der von den Strahlern 2 gemeinsam erzeugten Lichtsäule
eingestellt wird.
[0042] Wie Fig. 2 zeigt, kann jeder der Strahler 2 eine matrixartige Lichtquellenanordnung
4 umfassen, die beispielsweise in Form eines LED-Clusters ausgebildet sein kann. Vorteilhafterweise
umfasst die Lichtquellenanordnung 4 eine Vielzahl an individuell und/oder gruppenweise
ansteuerbaren, vorzugsweise punktförmigen Lichtquellen, die in einem Feld gleichmäßig
verteilt angeordnet, beispielsweise auf einer Versorgungsplatine angeordnet sein können.
[0043] Beispielsweise kann die Lichtquellenanordnung 4 mehr als zwei oder mehr als vier
oder mehr als sechs oder wie im gezeigten Fall 8 oder mehr als zehn oder auch mehr
als fünfzehn oder mehr als zwanzig Lichtquellen umfassen, die vorzugsweise gleichmäßig
verteilt in mehreren reinen Spalten nebeneinander angeordnet sind. Die Lichtquellenanordnung
4 kann insgesamt eine rechteckige oder quadratische oder auch polygonzugartige oder
mehreckige, wie beispielsweise sechseckige, oder auch runde oder abgerundete wie ovale
oder elliptische Hüllkonturierung besitzen, wobei die genannte Hüllkonturierung die
Umrisskontur des Lichtquellenfelds meint.
[0044] Vorteilhafterweise sind die Lichtquellen der Lichtquellenanordnung 4 in einer gemeinsamen
Ebene verteilt angeordnet.
[0045] Der Strahler 2 weist ferner, wie Fig. 2 zeigt, ein Optikelement 5 auf, das in Form
einer Linse ist, um das von der Lichtquellenanordnung 4 her empfangene Licht zu einem
Strahlenbündel 6 zu formen, das von dem Optikelement 5 und damit von dem Strahler
2 abgegeben wird, um das jeweilige Zielgebiet auszuleuchten. Gemäß einer nicht beanspruchten
Ausführungsform kann das Optikelement in Form einer Mischform aus Linse und Reflektor
ausgebildet sein.
[0046] Insbesondere können die Strahler 2 der Leuchte 1 gemeinsam ein gemeinsames Zielgebiet
wie beispielsweise einen Operationstisch ausleuchten und hierzu eine Lichtsäule abgeben,
in der sich die Strahlenbündel 6 der Strahler 2 ergänzen und/oder überlagern.
[0047] Das genannte Optikelement 5 ist dabei derart ausgebildet, dass alle vom Optikelement
5 eingefangenen Lichtstrahlen gleich oft reflektiert werden, wobei die Zahl der Reflexionsvorgänge
R der Beziehung 0 < R ≤ n genügt, wobei n eine natürliche Zahl ist und ≤ 10 ist. Erfindungsweise
ist die Zahl der Reflexionsvorgänge R größer oder gleich 1 und vorteilhafterweise
kleiner als 8 oder kleiner als 5 oder kleiner als 3 sein.
[0048] Wie Fig. 2 zeigt, kann das Optikelement 5 beispielsweise in Form einer scheibenförmigen
oder flachen, tellerartigen Linse ausgebildet sein, die eine Lichteintrittsfläche
7 besitzt, die an einer Flachseite der Linse vorgesehen sein und konkav oder in Form
einer napfförmigen Ausnehmung konturiert sein kann.
[0049] An einer der Lichteintrittsfläche gegenüberliegenden Seite kann die Linse reflektieren
bzw. total reflektierend ausgebildet sein, so dass kein unreflektierter Lichtanteil
aus der Linse austreten kann. Wie der in Fig. 7 gezeigte Strahlengang 8 zeigt, kann
ein von der Lichtquellenanordnung 4 her kommender Strahl an der Lichteintrittsfläche
7 durch Brechung umgelenkt werden und dann an der gegenüberliegenden Flachseite der
Linse durch Totalreflexion zurückgeworfen werden, um auf die ringförmige Linsenfläche
geworfen zu werden, die die Lichteintrittsfläche 7 umgibt. An der genannten Ringfläche
9 kann der Strahlengang 8 erneut umgelenkt werden, beispielsweise durch eine reflektierende
Beschichtung, die auf der Linse aufgebracht sein kann, oder, je nach Linsenkonturierung,
durch Totalreflexion, um zur Lichtaustrittsfläche 10 gelenkt zu werden, die beispielsweise
ringförmig auf einer Flachseite der Linse vorgesehen sein kann. Dabei kann zumindest
eine der Oberflächen des Optikelements 5, an dem der Strahlengang 8 umgelenkt wird,
facettiert ausgebildet sein, insbesondere mit Mikrofacetten versehen sein, um eine
Vergleichmäßigung und durch Mischung des vom Optikelement 5 eingefangenen Lichts zu
erreichen. Insbesondere kann die ringförmige Umlenkfläche 9, die den internen Strahlengang
8 zur Lichtaustrittsfläche hin lenkt, mit einer solchen Facettierung ausgebildet sein,
vgl. Fig. 7. Insbesondere kann jeder Lichtstrahl 8 an der abstrahlseitigen Endfläche
der Linse und an der gegenüberliegenden Ringfläche 9 insgesamt zweimal reflektiert
werden.
[0050] Anstelle einer solchen in der Fig. 7 gezeigten scheibenförmigen Linse kann als Optikelement
5 aber auch eine anders konturierte Linse Verwendung finden, beispielsweise eine tropfenförmige
Linse, wie sie in Fig. 8 gezeigt ist. Eine solche Linse kann eine der Lichtquellenanordnung
4 zugewandte, beispielsweise leicht konkav konturierte Lichteintrittsfläche 7 umfassen
und eine der Lichteintrittsfläche 7 gegenüberliegende bzw. abgewandte Lichtaustrittsfläche
10 aufweisen, die deutlich stärker gekrümmt als die Lichteintrittsfläche sein kann
und/oder bauchig bzw. konvex gekrümmt sein kann.
[0051] Wie Fig. 2 zeigt, ist die matrixartige Lichtquellenanordnung 4 vorteilhafterweise
asymmetrisch bezüglich der optischen Hauptachse 11 des Optikelements 5 angeordnet.
Die genannte optische Hauptachse 11 des Optikelements 5 kann zwar durch das Lichtquellenfeld
bzw. die Lichtquellenanordnung 4 hindurchtreten, jedoch nicht durch das Zentrum der
Lichtquellenanordnung 4, sondern durch einen dazu exzentrisch versetzten Abschnitt.
Ist eine insgesamt etwa rechteckige Lichtquellenanordnung 4 vorgesehen, kann die Lichtquellenanordnung
4 in Richtung der längeren Hauptachse des Rechtecks versetzt angeordnet sein.
[0052] Insbesondere kann die Lichtquellenanordnung 4 relativ zur optischen Hauptachse 11
des Optikelements 5 derart positioniert sein, dass eine Lichtquelle bzw. -gruppe zur
optischen Hauptachse 11 symmetrisch positioniert ist und zumindest eine weitere Lichtquelle
oder -gruppe zur optischen Hauptachse 11 asymmetrisch bzw. querversetzt positioniert
ist. Vorteilhafterweise sind zumindest eine Lichtquelle oder -gruppe symmetrisch und
zumindest zwei weitere Lichtquellen oder -gruppen zur Hauptachse 11 exzentrisch versetzt
angeordnet, wobei die beiden genannten zumindest zwei weiteren Lichtquellen bzw. -gruppen
vorteilhafterweise unterschiedlich weit zur Hauptachse 11 querversetzt sind.
[0053] Beispielsweise kann eine Lichtquellenreihe 0 symmetrisch zur optischen Hauptachse
11, eine weitere Lichtquellenreihe 1 benachbart zur Lichtquellenreihe 0, aber versetzt
von der Hauptachse 11 angeordnet sein und eine weitere Lichtquellenreihe 2 benachbart
zur vorgenannten Lichtquellenreihe 1 und nochmals weiter querversetzt von der Hauptachse
11 angeordnet sein. Eine zusätzliche Lichtquellenreihe -1 kann wiederum benachbart
zur symmetrischen Lichtquellenreihe 0, jedoch zur gegenüberliegenden Seite hin querversetzt
angeordnet sein, vgl. Fig. 2.
[0054] Die symmetrisch und asymmetrisch bzw. unterschiedlich weit asymmetrisch angeordneten
Lichtquellen bzw. -gruppen der Lichtquellenanordnung 4 sind vorteilhafterweise individuell
bzw. gruppenweise von einer Ansteuervorrichtung 12 ansteuerbar, insbesondere ein-
und ausschaltbar und/oder dimmbar. Die genannte Ansteuervorrichtung 12 kann eine elektronische
Steuerung beispielsweise umfassend eine Prozessor-Steuerungsbaugruppe aufweisen und
Teil einer Einstellvorrichtung 13 sein bzw. mit einer solchen Einstellvorrichtung
13 verbunden sein, die zur variablen Einstellung der Aufweitung und/oder der Fokussierung
des Strahlenbündels 6 vorgesehen ist. Die genannte Einstellvorrichtung 13 kann dabei
Eingabemittel zum Eingeben bzw. Vorwählen einer gewünschten Aufweitung und/oder Fokussierung
aufweisen, beispielsweise in Form einer Einstelltaste, eines Einstelldrehknopfes oder
auch eines Touchscreens oder in Form anderer Eingabemittel. Alternativ oder zusätzlich
kann die Einstellvorrichtung 13 aber auch automatisch arbeitend ausgebildet sein bzw.
einen Automatikmodus aufweisen, um die Aufweitung und/oder Fokussierung des Strahlenbündels
6 automatisch in Form eines Betriebs- und/oder Umgebungsparameters einzustellen.
[0055] Beispielsweise kann die Leuchte 1 einen Abstandssensor 14 umfassen, der den Abstand
der Leuchte 1 und/oder eines Strahlers 2 vom zu beleuchtenden Zielgebiet besitzen,
wobei die Ansteuervorrichtung 12 die Lichtquellen der Lichtquellenanordnung 4 in Abhängigkeit
des erfassten Abstands ansteuert.
[0056] Wie ein Vergleich der Figuren 3 bis 5 zeigt, verbreitert oder verjüngt sich das Strahlenbündel
6 des Strahlers 2 je nachdem, welche Lichtquellen bzw. -gruppen angesteuert werden.
Wird beispielsweise nur die symmetrisch angeordnete Lichtquellenreihe 0 eingeschaltet,
vgl. Fig. 3, wird ein enges Strahlenbündel 6 erzeugt.
[0057] Wird zusätzlich zur symmetrischen Lichtquellenreihe 0 die dazu benachbarte, aber
zur Hauptachse 11 asymmetrische Lichtquellenreihe 1 eingeschaltet, wird ein breiteres
Strahlenbündel 6 erzeugt, da der von den asymmetrischen Lichtquellen her kommende
Strahlenbündelteil stärker abgelenkt vom Optikelement 5 abgestrahlt wird, vgl. Fig.
4.
[0058] Dabei zeigt die zusätzliche Linie L in Fig. 4 auch die Option, ein verbreitertes
Strahlenbündel durch symmetrisches Zuschalten von weiter entfernten Lichtquellen zu
erzeugen. Insbesondere verdeutlicht die zusätzliche Linie L den verbreiterten Strahlenbündelteil,
der erhalten wird, wenn die LED-Baugruppe -1 zugeschaltet bzw. hochgedimmt wird, sodass
dann in diesem Falle die Lichtquellengruppen -1, 0 und 1 mit vergleichbarer Intensität
strahlen. Die Verbreiterung des Strahlenbündels kann also nicht nur durch Ergänzung
bzw. Überlagerung asymmetrisch zugeschalteter bzw. hochgedimmter Lichtquellen erzeugt
werden, sondern auch durch Zuschalten bzw. Hochdimmen immer weiter von der Hauptachse
beabstandeter, bezüglich der Hauptachse aber symmetrisch angeordneter Lichtquellen
bzw. - gruppen.
[0059] Werden zusätzlich zu der symmetrisch angeordneten Lichtquellenreihe 0 die dazu benachbarte,
asymmetrisch angeordnete Lichtquellenreihe 1 und die wiederum dazu benachbarte, nochmals
weiter asymmetrisch angeordnete Lichtquellenreihe 2 betrieben, kann ein nochmals verbreitertes
bzw. stärker aufgeweitetes Strahlenbündel 6 erzeugt werden, vgl. Fig. 5.
[0060] Wie die Teilansichten von Fig. 6 vergleichend verdeutlichen, kann durch Zu- und Abschalten
mehr oder weniger stark asymmetrisch angeordneter Lichtquellen bzw. -gruppen auch
die Fokusebene des Strahlenbündels 6 verändert werden bzw. in verschiedenen Fokusebenen
verschiedene Breiten oder Durchmesser des Strahlenbündels 6 eingestellt, je nachdem,
welche der Lichtquellen der Lichtquellenanordnung 4 betrieben werden.
[0061] Fig. 6a zeigt die von den einzelnen Lichtquellen bzw. Lichtquellenreihen erzeugbaren
Strahlenbündelanteile, während die Teilansichten 6b, 6c und 6d die durch verschiedene
Kombination der Strahlenbündelanteile erzeugbaren Strahlenbündel 6 zeigen, wobei wiederum
die Teilansicht b die erzeugbaren Feldbreiten bzw. Bündeldurchmesser in einer Fokusebene
im Abstand von beispielsweise 1 m, die Teilansicht c die erzeugbaren Feldbreiten bzw.
Bündeldurchmesser in einer Fokusebene im Abstand von beispielsweise 0,7 m und die
Teilansicht d verschiedene Feldbreiten bzw. Bündeldurchmesser in einer Fokusebene
im Abstand von beispielsweise 1,5 m vom Optikelement 5 des Strahlers 2 zeigt.
[0062] Wie die Figur 8 zeigt, ergeben sich auch bei anders konturierten Linsen oder einem
Reflektor als Optikelement 5 entsprechende, in unterschiedliche tungen abgestrahlte
Strahlenbündelanteile 6.0 und 6.1, die bei Ergänzung verschieden stark aufgeweitete
Strahlenbündel 6 ergeben.
[0063] Wie Fig. 2 zeigt, ist zwischen der Lichtquellenanordnung 4 und dem Optikelement 5
vorteilhafterweise eine Mischoptik 15 vorgesehen, die vorteilhafterweise nach Art
eines länglichen Mischstabs ausgebildet sein kann, um das von der Lichtquellenanordnung
4 her kommende Licht zu durchmischen noch bevor es auf das Optikelement 5 trifft.
[0064] Insbesondere kann die genannte Mischoptik 5 in Form eines segmentierten Mischstabs
ausgebildet sein, dessen Stabsegmente ein Stabbündel bilden und umfangsseitig aneinander
flächig angrenzen.
[0065] Die einzelnen Mischstabsegmente 16 können dabei einer jeweiligen Lichtquelle oder
-gruppe zugeordnet sein, die individuell ansteuerbar bzw. zu- und wegschaltbar ist,
um das Licht der jeweiligen Lichtquelle bzw. -gruppe zu durchmischen.
[0066] Wie Fig. 2 zeigt, können die zuschaltbaren und/oder verschieden stark asymmetrisch
angeordneten Lichtquellengruppen Lichtquellen verschiedener Lichtfarbe umfassen, sodass
in der Mischoptik 15, insbesondere im jeweiligen Mischstabsegment 16 eine Durchmischung
des unterschiedlich farbigen Lichts erfolgt.
1. Strahler mit einer matrixartigen Lichtquellenanordnung (4), einem Optikelement (5)
in Form einer Linse zum Formen des von der Lichtquellenanordnung (4) her empfangenen
Lichts zu einem Strahlenbündel (6), sowie einer Einstellvorrichtung (13) zum Einstellen
der Aufweitung und/oder Fokussierung des Strahlenbündels (6), wobei die Einstellvorrichtung
(13) eine Ansteuervorrichtung (12) zum individuellen und/oder gruppenweisen Ansteuern
der Lichtquellen der Lichtquellenanordnung (4) umfasst, die zum Einstellen der Aufweitung
und/oder Fokussierung des Strahlenbündels (6) verschiedene Betriebsmodi aufweist,
in denen verschiedene Untergruppen der Lichtquellen angesteuert werden, dadurch gekennzeichnet, dass das Optikelement (5) dazu ausgebildet ist, das gesamte empfangene Licht beim Formen
zum Strahlenbündel (6) gleich oft zu reflektieren, wobei die Anzahl der Reflexionsvorgänge
(R) eines jeden empfangenen Lichtstrahls an dem Optikelement (5) der Beziehung 0 <
R ≤ n genügt und n eine natürliche Zahl ≤ 10 ist, und die Einstellvorrichtung (13)
einen Betriebsmodus zum Verstellen der Abstrahlrichtung und/oder Hauptachse des Strahlenbündels
(6) aufweist, in dem zum Verkippen der Abstrahlrichtung und/oder Hauptachse des Strahlenbündels
(6) verschiedene Untergruppen der Lichtquellen angesteuert werden, die verschieden
stark asymmetrisch zur optischen Hauptachse (11) des Optikelements (5) versetzt angeordnet
sind.
2. Strahler nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei die Anzahl der Reflexionsvorgänge
(R) eines jeden Lichtstrahls am Optikelement (5) der Beziehung 0 < R < 5 oder 0 <
R < 3 genügt.
3. Strahler nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei in einem ersten Betriebsmodus
der Ansteuervorrichtung (12) eine erste Lichtquelle oder - gruppe, die bezüglich der
optischen Hauptachse des Optikelements (5) symmetrisch angeordnet ist, leuchtet und
eine zweite Lichtquelle oder -gruppe, die bezüglich der optischen Hauptachse des Optikelements
(5) asymmetrisch und/oder exzentrisch versetzt angeordnet ist, abgeschaltet und/oder
im Vergleich zur ersten Lichtquelle oder -gruppe heruntergedimmt ist, und in einem
zweiten Betriebsmodus die genannte erste Lichtquelle oder -gruppe sowie zumindest
die genannte zweite Lichtquelle oder -gruppe mit vergleichbaren Intensitäten leuchten.
4. Strahler nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Ansteuervorrichtung (12)
dazu ausgebildet ist, zum Verkippen der Hauptstrahlachse des Strahlenbündels (6) kaskadenartig
immer weiter querversetzte Lichtquellen oder -untergruppen zuzuschalten, sodass die
Asymmetrie des von allen jeweils leuchtenden Lichtquellen erzeugte Lichtbündel, das
auf das Optikelement (5) trifft, bezüglich der optischen Hauptachse des Optikelements
(5) immer stärker wird.
5. Strahler nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Lichtquellenanordnung
(4) insgesamt asymmetrisch zur optischen Hauptachse (11) des Optikelements (5) angeordnet
ist.
6. Strahler nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei die Lichtquellenanordnung (4) insgesamt
rechteckig konturiert ist und in Richtung der längeren Hauptachse des Rechtecks außermittig
versetzt zu der optischen Hauptachse (11) des Optikelements (5) angeordnet ist.
7. Strahler nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Einstellvorrichtung (13)
einen weiteren Betriebsmodus zum Einstellen der Aufweitung des Strahlenbündels aufweist,
in dem verschiedene Untergruppen der Lichtquellen angesteuert werden, die symmetrisch
zur optischen Hauptachse (11) des Optikelements (5), unterschiedlich weit von der
optischen Hauptachse (11) des Optikelements (5) beabstandet angeordnet sind.
8. Strahler nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei die Ansteuervorrichtung (12) dazu
ausgebildet ist,
- zum Verbreitern des Strahlenbündels (6) kaskadenartig immer weiter von der Hauptachse
(11) des Optikelements (5) beabstandete Lichtquellen oder - untergruppen zuzuschalten,
und/oder
- zum Erzeugen eines im Querschnitt elliptischen oder ovalen oder länglich gestreckten
Strahlenbündels (6) entlang einer Achse senkrecht zur Hauptachse (11) des Optikelements
(5) zunehmend weiter von der Hauptachse (11) beabstandete Lichtquellen oder -untergruppen
zuzuschalten und/oder entlang einer zweiten Achse senkrecht zur optischen Hauptachse
(11) des Optikelements (5) weiter von der Hauptachse (11) des Optikelements (5) beabstandete
Lichtquellen oder -untergruppen abzuschalten und/oder herunterzudimmen.
9. Strahler nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei zwischen der Lichtquellenanordnung
(4) und dem Optikelement (5) eine Mischoptik (15) zum kompletten oder gruppenweisen
Mischen des von den Lichtquellen oder -gruppen der Lichtquellenanordnung (4) abgegebenen
Lichts vorgesehen ist, wobei die Mischoptik (15) einen segmentierten Mischstab umfasst,
dessen Segmente jeweils einer individuell zuschaltbaren Lichtquellengruppe zugeordnet
sind, die unterschiedlich farbige Lichtquellen aufweisen, deren unterschiedlich farbiges
Licht in den Mischstabsegmenten gemischt wird, wobei der segmentierte Mischstab zur
optischen Hauptachse des Optikelements (5) asymmetrisch versetzt angeordnet ist.
10. Strahler nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Optikelement (5) in Form
einer scheibenförmigen oder flachen, tellerartigen Linse ausgebildet ist, die gegenüber
einer Lichteintrittsfläche (7) einen reflektierenden und/oder total reflektierenden
Linsenabschnitt besitzt, von dem Lichtstrahlen zurück auf eine Ringfläche (9) um die
Lichteintrittsfläche (7) herum gelenkt werden, welche Ringfläche (9) dazu ausgebildet
ist, die Strahlen auf eine ringförmige Ringaustrittsfläche (10) auf einer gegenüberliegenden
Linsenseite zu lenken.
11. Strahler nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei die Ringfläche (9) mit einer Facettierung
versehen ist.
12. Strahler nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei das Optikelement (5) eine zumindest
näherungsweise runde, bauchig ausgeformte Linse aufweist, zu deren Hauptachse die
Lichtquellenanordnung (4) versetzt angeordnet ist.
13. Leuchte mit einer Vielzahl von Strahlern (2), von denen zumindest einer gemäß einem
der Ansprüche 1 bis 12 ausgebildet ist.
14. Leuchte nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei die Einstellvorrichtung (13) dazu
ausgebildet ist, auch bei unterschiedlichen Aufweitungen und/oder unterschiedlichen
Fokussierungen der von den Strahlern (1) gemeinsam abgegebenen Lichtsäule die gleiche
Anzahl, insbesondere alle Strahler (2) mit zumindest näherungsweise gleicher Intensität
leuchten zu lassen.
15. Verwendung eines gemäß einem der Ansprüche 1 bis 12 ausgebildeten Strahlers mit einer
matrixartigen Lichtquellenanordnung (4) und einem das von der Lichtquellenanordnung
(4) her empfangene Licht formenden Optikelement (5) in einer Leuchte zum Erzeugen
eines unterschiedlich aufgeweiteten und/oder fokussierten Strahlenbündels (6), wobei
asymmetrisch zur optischen Hauptachse (11) des Optikelements (5) angeordnete Lichtquellen
der matrixartigen Lichtquellenanordnung (4) zum Verkippen der Hauptabstrahlrichtung
des Strahlenbündels (6) einzeln und/oder untergruppenweise individuell angesteuert
werden.
1. Spotlight with a matrix-like light source arrangement (4), an optical element (5)
in the form of a lens for shaping the light received from the light source arrangement
(4) into a beam (6), and a setting device (13) for setting the divergence and/or focusing
of the beam (6), wherein the setting device (13) comprises a control device (12) for
individually and/or group-wise controlling the light sources of the light source arrangement
(4), which has different operating modes for setting the divergence and/or focusing
of the beam (6), in which different subgroups of the light sources are controlled,
characterized in that the optical element (5) is configured to reflect the entire received light the same
number of times when shaping it into the beam (6), wherein the number of reflection
processes (R) of each received light ray at the optical element (5) satisfies the
relation 0 < R ≤ n and n is a natural number ≤ 10, and the setting device (13) has
an operating mode for adjusting the emission direction and/or main axis of the beam
(6), in which, for tilting the emission direction and/or main axis of the beam (6),
different subgroups of the light sources are controlled, which are arranged offset
with different degrees of asymmetry to the optical main axis (11) of the optical element
(5).
2. Spotlight according to the preceding claim, wherein the number of reflection processes
(R) of each light ray at the optical element (5) satisfies the relation 0 < R < 5
or 0 < R < 3.
3. Spotlight according to one of the preceding claims, wherein in a first operating mode
of the control device (12), a first light source or group, which is arranged symmetrically
with respect to the optical main axis of the optical element (5), illuminates and
a second light source or group, which is arranged asymmetrically and/or eccentrically
offset with respect to the optical main axis of the optical element (5), is switched
off and/or dimmed down in comparison to the first light source or group, and in a
second operating mode said first light source or group and at least said second light
source or group illuminates with comparable intensities.
4. Spotlight according to one of the preceding claims, wherein the control device (12)
is configured to, for tilting the main beam axis of the beam (6), switch on in a cascaded
manner ever further transversely offset light sources or subgroups, such that the
asymmetry of the light bundle generated by all respectively illuminating light sources,
which impinges on the optical element (5), becomes ever greater with respect to the
optical main axis of the optical element (5).
5. Spotlight according to one of the preceding claims, wherein the light source arrangement
(4) is arranged as a whole asymmetrically to the optical main axis (11) of the optical
element (5).
6. Spotlight according to the preceding claim, wherein the light source arrangement (4)
is as a whole rectangularly contoured and is arranged offset off-center to the optical
main axis (11) of the optical element (5) in the direction of the longer main axis
of the rectangle.
7. Spotlight according to one of the preceding claims, wherein the setting device (13)
has a further operating mode for setting the divergence of the beam, in which different
subgroups of the light sources are controlled, which are arranged symmetrically to
the optical main axis (11) of the optical element (5), spaced at different distances
from the optical main axis (11) of the optical element (5).
8. Spotlight according to the preceding claim, wherein the control device (12) is configured
for
- widening the beam (6), switch on in a cascaded manner light sources or subgroups
spaced ever further from the main axis (11) of the optical element (5), and/or
- generating a beam (6) that is elliptical or oval or elongated in cross-section,
switch on light sources or subgroups increasingly further spaced from the main axis
(11) along an axis perpendicular to the main axis (11) of the optical element (5)
and/or switch off and/or dim down light sources or subgroups further spaced from the
main axis (11) of the optical element (5) along a second axis perpendicular to the
optical main axis (11) of the optical element (5).
9. Spotlight according to one of the preceding claims, wherein between the light source
arrangement (4) and the optical element (5) a mixing optic (15) is provided for completely
or group-wise mixing the light emitted by the light sources or groups of the light
source arrangement (4), wherein the mixing optic (15) comprises a segmented mixing
rod, the segments of which are each assigned to an individually switchable-on light
source group, which have differently colored light sources, the differently colored
light of which is mixed in the mixing rod segments, wherein the segmented mixing rod
is arranged asymmetrically offset to the optical main axis of the optical element
(5).
10. Spotlight according to one of the preceding claims, wherein the optical element (5)
is configured in the form of a disc-shaped or flat, plate-like lens, which has, opposite
a light entry surface (7), a reflecting and/or totally reflecting lens section, from
which light rays are directed back onto an annular surface (9) around the light entry
surface (7), which annular surface (9) is configured to direct the rays onto an annular
ring exit surface (10) on an opposite lens side.
11. Spotlight according to the preceding claim, wherein the annular surface (9) is provided
with a faceting.
12. Spotlight according to one of claims 1 to 9, wherein the optical element (5) comprises
an at least approximately round, bulbously shaped lens, to the main axis of which
the light source arrangement (4) is arranged offset.
13. Luminaire with a plurality of spotlights (2), of which at least one is configured
according to one of claims 1 to 12.
14. Luminaire according to the preceding claim, wherein the setting device (13) is configured
to, even with different divergences and/or different focusings of the light column
jointly emitted by the spotlights (1), cause the same number, in particular all spotlights
(2), to illuminate with at least approximately the same intensity.
15. Use of a spotlight configured according to one of claims 1 to 12 with a matrix-like
light source arrangement (4) and an optical element (5) shaping the light received
from the light source arrangement (4), in a luminaire for generating a differently
diverged and/or focused beam (6), wherein light sources of the matrix-like light source
arrangement (4) arranged asymmetrically to the optical main axis (11) of the optical
element (5) are individually controlled singly and/or group-wise for tilting the main
emission direction of the beam (6).
1. Projecteur avec un agencement de sources lumineuses de type matriciel (4), un élément
optique (5) sous la forme d'une lentille pour former la lumière reçue de l'agencement
de sources lumineuses (4) en un faisceau (6), ainsi qu'un dispositif de réglage (13)
pour régler la divergence et/ou la focalisation du faisceau (6), dans lequel le dispositif
de réglage (13) comprend un dispositif de commande (12) pour commander individuellement
et/ou par groupes les sources lumineuses de l'agencement de sources lumineuses (4),
qui présente différents modes de fonctionnement pour régler la divergence et/ou la
focalisation du faisceau (6), dans lesquels différents sous-groupes des sources lumineuses
sont commandés, caractérisé en ce que l'élément optique (5) est configuré pour réfléchir la totalité de la lumière reçue
le même nombre de fois lors de la formation en faisceau (6), dans lequel le nombre
de processus de réflexion (R) de chaque rayon lumineux reçu au niveau de l'élément
optique (5) satisfait à la relation 0 < R ≤ n et n est un nombre naturel ≤ 10, et
le dispositif de réglage (13) présente un mode de fonctionnement pour l'ajustement
de la direction d'émission et/ou de l'axe principal du faisceau (6), dans lequel,
pour le basculement de la direction d'émission et/ou de l'axe principal du faisceau
(6), différents sous-groupes des sources lumineuses sont commandés, qui sont agencés
de manière décalée avec des degrés d'asymétrie différents par rapport à l'axe optique
principal (11) de l'élément optique (5).
2. Projecteur selon la revendication précédente, dans lequel le nombre de processus de
réflexion (R) de chaque rayon lumineux au niveau de l'élément optique (5) satisfait
à la relation 0 < R < 5 ou 0 < R < 3.
3. Projecteur selon l'une des revendications précédentes, dans lequel, dans un premier
mode de fonctionnement du dispositif de commande (12), une première source ou un premier
groupe de sources lumineuses, qui est agencé(e) symétriquement par rapport à l'axe
optique principal de l'élément optique (5), émet de la lumière et une deuxième source
ou un deuxième groupe de sources lumineuses, qui est agencé(e) de manière décalée
asymétriquement et/ou excentriquement par rapport à l'axe optique principal de l'élément
optique (5), est éteint(e) et/ou à intensité réduite par comparaison à la première
source ou au premier groupe de sources lumineuses, et dans un deuxième mode de fonctionnement,
ladite première source ou ledit premier groupe de sources lumineuses ainsi qu'au moins
ladite deuxième source ou ledit deuxième groupe de sources lumineuses émettent de
la lumière avec des intensités comparables.
4. Projecteur selon l'une des revendications précédentes, dans lequel le dispositif de
commande (12) est configuré pour, pour le basculement de l'axe de faisceau principal
du faisceau (6), activer en cascade des sources ou des sous-groupes de sources lumineuses
décalé(e)s transversalement de plus en plus loin, de sorte que l'asymétrie du faisceau
lumineux généré par toutes les sources lumineuses respectives émettant de la lumière,
qui frappe l'élément optique (5), devient de plus en plus forte par rapport à l'axe
optique principal de l'élément optique (5).
5. Projecteur selon l'une des revendications précédentes, dans lequel l'agencement de
sources lumineuses (4) est agencé dans son ensemble de manière asymétrique par rapport
à l'axe optique principal (11) de l'élément optique (5).
6. Projecteur selon la revendication précédente, dans lequel l'agencement de sources
lumineuses (4) présente dans son ensemble un contour rectangulaire et est agencé de
manière décalée et excentrée par rapport à l'axe optique principal (11) de l'élément
optique (5) dans la direction de l'axe principal le plus long du rectangle.
7. Projecteur selon l'une des revendications précédentes, dans lequel le dispositif de
réglage (13) présente un mode de fonctionnement supplémentaire pour régler la divergence
du faisceau, dans lequel différents sous-groupes des sources lumineuses sont commandés,
qui sont agencés symétriquement par rapport à l'axe optique principal (11) de l'élément
optique (5), espacés à des distances différentes de l'axe optique principal (11) de
l'élément optique (5).
8. Projecteur selon la revendication précédente, dans lequel le dispositif de commande
(12) est configuré pour
- élargir le faisceau (6), activer en cascade des sources ou des sous-groupes de sources
lumineuses espacé(e)s de plus en plus loin de l'axe principal (11) de l'élément optique
(5), et/ou
- générer un faisceau (6) qui est elliptique ou ovale ou allongé en section transversale,
activer des sources ou des sous-groupes de sources lumineuses espacé(e)s de plus en
plus loin de l'axe principal (11) le long d'un axe perpendiculaire à l'axe principal
(11) de l'élément optique (5) et/ou éteindre et/ou mettre à intensité réduite des
sources ou des sous-groupes de sources lumineuses espacé(e)s plus loin de l'axe principal
(11) de l'élément optique (5) le long d'un deuxième axe perpendiculaire à l'axe optique
principal (11) de l'élément optique (5).
9. Projecteur selon l'une des revendications précédentes, dans lequel, entre l'agencement
de sources lumineuses (4) et l'élément optique (5), une optique de mélange (15) est
prévue pour mélanger complètement ou par groupes la lumière émise par les sources
ou les groupes de sources de l'agencement de sources lumineuses (4), dans lequel l'optique
de mélange (15) comprend un barreau de mélange segmenté, dont les segments sont chacun
associés à un groupe de sources lumineuses activable individuellement, qui présentent
des sources lumineuses de couleurs différentes, dont la lumière de couleurs différentes
est mélangée dans les segments du barreau de mélange, dans lequel le barreau de mélange
segmenté est agencé de manière décalée asymétriquement par rapport à l'axe optique
principal de l'élément optique (5).
10. Projecteur selon l'une des revendications précédentes, dans lequel l'élément optique
(5) est configuré sous la forme d'une lentille en forme de disque ou plate, de type
assiette, qui possède, à l'opposé d'une surface d'entrée de la lumière (7), une section
de lentille réfléchissante et/ou à réflexion totale, à partir de laquelle des rayons
lumineux sont dirigés en retour sur une surface annulaire (9) autour de la surface
d'entrée de la lumière (7), laquelle surface annulaire (9) est configurée pour diriger
les rayons sur une surface de sortie annulaire (10) sur un côté opposé de la lentille.
11. Projecteur selon la revendication précédente, dans lequel la surface annulaire (9)
est pourvue d'un facettage.
12. Projecteur selon l'une des revendications 1 à 9, dans lequel l'élément optique (5)
comprend une lentille de forme bombée, au moins approximativement ronde, par rapport
à l'axe principal de laquelle l'agencement de sources lumineuses (4) est agencé de
manière décalée.
13. Luminaire avec une pluralité de projecteurs (2), dont au moins un est configuré selon
l'une des revendications 1 à 12.
14. Luminaire selon la revendication précédente, dans lequel le dispositif de réglage
(13) est configuré pour, même avec des divergences différentes et/ou des focalisations
différentes de la colonne de lumière émise en commun par les projecteurs (1), faire
en sorte que le même nombre, en particulier tous les projecteurs (2), émettent de
la lumière avec une intensité au moins approximativement égale.
15. Utilisation d'un projecteur configuré selon l'une des revendications 1 à 12 avec un
agencement de sources lumineuses de type matriciel (4) et un élément optique (5) formant
la lumière reçue de l'agencement de sources lumineuses (4), dans un luminaire pour
générer un faisceau (6) à divergence et/ou focalisation différente, dans laquelle
des sources lumineuses de l'agencement de sources lumineuses de type matriciel (4)
agencées de manière asymétrique par rapport à l'axe optique principal (11) de l'élément
optique (5) sont commandées individuellement et/ou par sous-groupes pour le basculement
de la direction d'émission principale du faisceau (6).