[0001] Die Erfindung betrifft ein System der im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 genannten
Art.
[0002] Derartige Systeme umfassen ein Gargerät mit einem Gehäuse, einem in dem Gehäuse angeordneten
Garraum und eine Heizvorrichtung zur Beheizung des Garraums in einem Beheizungsmodus
des Systems sowie eine Kühlvorrichtung zur Kühlung des Garraums und/oder einer Gargeräteelektronik
des Gargeräts und/oder eines aus dem Garraum ausgeleiteten Wrasens in einem Kühlungsmodus
des Systems.
[0003] Der Erfindung stellt sich somit das Problem, ein System, umfassend ein Gargerät und
eine Kühlvorrichtung zur Kühlung des Gargeräts, zu verbessern.
[0004] Erfindungsgemäß wird dieses Problem durch ein System mit den Merkmalen des Patentanspruchs
1 gelöst, das dadurch gekennzeichnet ist, dass die Kühlvorrichtung einen in dem Gehäuse
angeordneten Wärmetauscher des Gargeräts und eine von dem Gargerät separate Kältemaschine
aufweist, wobei die Kältemaschine auf der einen Seite und der Wärmetauscher auf der
anderen Seite mittels Kältemittelleitungen derart strömungsleitend miteinander verbunden
sind, dass die Kältemaschine, der Wärmetauscher und die Kältemittelleitungen in dem
Kühlungsmodus des Systems einen gemeinsamen Kältemittelkreislauf zur Zirkulierung
eines Kältemittels ausbilden. Das Gargerät des erfindungsgemäßen Systems kann dabei
als ein Backofen, ein Mikrowellengerät, ein Dampfgarer oder ein Kombinationsgerät
mit einer Mehrzahl von voneinander verschiedenen Beheizungsarten ausgebildet sein.
Ferner kann das Gargerät des erfindungsgemäßen Systems als ein Haushaltsgerät oder
ein gewerbliches Gerät, also ein Gargerät für den professionellen Einsatz, ausgebildet
sein. Die Kühlvorrichtung des erfindungsgemäßen Systems ist nach Art, Funktionsweise,
Material, Dimensionierung und Anordnung in weiten geeigneten Grenzen frei wählbar.
Dies gilt insbesondere für die Ausbildung der Kältemaschine der Kühlvorrichtung. Vorteilhafte
Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den nachfolgenden
Unteransprüchen.
[0005] Der mit der Erfindung erreichbare Vorteil besteht insbesondere darin, dass ein System,
umfassend ein Gargerät und eine Kühlvorrichtung zur Kühlung des Gargeräts, verbessert
ist. Aufgrund der erfindungsgemäßen Ausbildung des Systems ist die konstruktive und
fertigungstechnische Gestaltung des Gargeräts des erfindungsgemäßen Systems, trotz
der für den Kühlungsmodus des Systems erforderlichen Kühlvorrichtung, wesentlich vereinfacht.
Dies ist insbesondere im Hinblick auf den Platzbedarf der Kühlvorrichtung bei dem
erfindungsgemäßen System vorteilhaft. Entsprechend sind auch Systeme mit einem herkömmlichen
Gargerät, beispielsweise einem Gargerät der Oberklasse, bei dem der in dem Gehäuse
des Gargeräts zur Verfügung stehende Bauraum bereits sehr beschränkt ist, mit einer
leistungsfähigen Kühlvorrichtung zum Betrieb des damit ausgestatteten Systems in dessen
Kühlungsmodus zur Kühlung des Garraums des Gargeräts und/oder einer Gargeräteelektronik
des Gargeräts und/oder eines aus dem Garraum ausgeleiteten Wrasens ausstattbar.
[0006] Das erfindungsgemäße System ist nach Art, Funktionsweise, Material, Dimensionierung
und Anordnung in weiten geeigneten Grenzen frei wählbar.
[0007] Eine besonders vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Systems sieht vor,
dass die Kältemaschine als ein Bestandteil eines Kühlgeräts ausgebildet ist. Auf diese
Weise ist es beispielsweise nicht erforderlich, für das erfindungsgemäße System extra
eine spezielle Kältemaschine vorzusehen. Stattdessen kann auf eine sowieso vorhandene
Kältemaschine, beispielsweise eines benachbart zu dem Gargerät angeordneten Kühlgeräts,
zur Bildung des erfindungsgemäßen Systems zurückgegriffen werden. Entsprechend ist
das erfindungsgemäße System mit geringeren Kosten und mit weniger Bauraumbedarf realisierbar.
Das Kühlgerät kann dabei als eine, beispielsweise unterhalb des Gargeräts angeordnete,
Kühlschublade ausgebildet sein. Bei dem Kühlgerät kann es sich jedoch auch um einen
Kühlschrank, eine Kühltruhe, einen Gefrierschrank, eine Gefriertruhe oder ein Kombinationskühlgerät
mit einer Kühlfunktion und einer Gefrierfunktion handeln.
[0008] Grundsätzlich ist die Kältemaschine nach Art, Funktionsweise, Material, Dimensionierung
und Anzahl in weiten geeigneten Grenzen frei wählbar.
[0009] Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Systems sieht vor,
dass die Kältemaschine als eine Kompressorkältemaschine mit einem Kompressor, also
einem Verdichter, ausgebildet ist. Kompressorkältemaschinen sind sehr leistungsstark,
so dass in dem Kühlungsmodus des erfindungsgemäßen Systems eine hohe Kühlleistung
realisierbar ist. Kompressorkältemaschinen sind Kältemaschinen, die auf dem physikalischen
Effekt der Verdampfungswärme beim Wechsel des Aggregatzustandes von flüssig zu gasförmig
beruhen. In der Kompressorkältemaschine wird ein Kältemittel in einem geschlossenen
Kreislauf geführt, wobei das Kältemittel nacheinander die vorgenannten Aggregatzustandsänderungen
durchläuft. Das gasförmige Kältemittel wird erstens durch den Kompressor, also den
Verdichter komprimiert, zweitens in einem Verflüssiger der Kältemaschine unter Wärmeabgabe
kondensiert, drittens wird das so verflüssigte Kältemittel mittels einer Drossel der
Kältemaschine, üblicherweise ein Kapillarrohr, entspannt und viertens unter Wärmeaufnahme
in einem Verdampfer der Kältemaschine verdampft. Die beschriebenen Schritte wiederholen
sich, so dass sich ein entsprechender Kreislauf des in dem Kältemittelkreislauf der
Kältemaschine geführten Kältemittels ergibt. Die für den vorgenannten Kreislauf erforderliche
Energie wird der Kältemaschine mittels des Kompressors von außen zugeführt.
[0010] Eine andere vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Systems sieht vor, dass
der Wärmetauscher des Gargeräts in dem Kühlungsmodus des Systems mit einer in einem
ersten Kühlluftkreislauf des Gargeräts geführten und den Garraum durchströmenden Kühlluft
derart wärmeübertragend verbunden ist, dass die in dem ersten Kühlluftkreislauf geführte
Kühlluft mittels des in dem Wärmetauscher geführten Kältemittels kühlbar ist. Hierdurch
ist es beispielsweise möglich, ein Gargut bereits längere Zeit vor einem Garvorgang
in dem Garraum des Gargeräts zu platzieren. Das Gargut kann dann bis zum Start des
vorgenannten Garvorgangs in dem Garraum gekühlt werden. Der Garvorgang kann beispielsweise
mittels einer App oder dergleichen von einem externen Gerät, wie einem Smartphone,
manuell oder mittels einer Zeitschaltung an dem Gargerät automatisch gestartet werden.
[0011] Eine zu der vorgenannten Weiterbildung alternative oder zusätzliche vorteilhafte
Weiterbildung des erfindungsgemäßen Systems sieht vor, dass der Wärmetauscher des
Gargeräts in dem Kühlungsmodus des Systems mit einer in einem zweiten Kühlluftkreislauf
des Gargeräts geführten und die Gargeräteelektronik und/oder einen mit der Gargeräteelektronik
wärmeleitend verbundenen Kühlkörper zur Kühlung der Gargeräteelektronik überströmenden
Kühlluft derart wärmeübertragend verbunden ist, dass die in dem zweiten Kühlluftkreislauf
geführte Kühlluft mittels des in dem Wärmetauscher geführten Kältemittels kühlbar
ist. Auf diese Weise ist eine leistungsfähige Kühlung der Gargeräteelektronik des
Gargeräts auf konstruktiv und fertigungstechnisch besonders einfache Art ermöglicht.
[0012] Eine zu den beiden letztgenannten Weiterbildungen alternative oder zusätzliche Weiterbildung
des erfindungsgemäßen Systems sieht vor, dass der Wärmetauscher des Gargeräts in dem
Kühlungsmodus des Systems mit mittels eines Wrasenkanals des Gargeräts aus dem Garraum
ausgeleiteten Wrasen derart wärmeübertragend verbunden ist, dass der in dem Wrasenkanal
geführte Wrasen mittels des in dem Wärmetauscher geführten Kältemittels kühlbar ist.
Hierdurch ist eine erforderliche Kühlung des aus dem Garraum des Gargeräts ausgeleiteten
Wrasens, analog zu den letztgenannten beiden Weiterbildungen des erfindungsgemäßen
Systems, auf konstruktiv und fertigungstechnisch einfache Art und Weise realisierbar.
[0013] Eine vorteilhafte Weiterbildung der vorgenannten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Systems sieht vor, dass die Kühlvorrichtung derart ausgebildet ist, dass der aus dem
Garraum ausgeleitete und mittels der Kühlvorrichtung abgekühlte Wrasen vor dem Verlassen
des Gargeräts mit Kühlluft aus dem ersten und/oder zweiten Kühlluftkreislauf und/oder
aus einer freien Umgebung mischbar ist. Auf diese Weise ist der aus dem Garraum des
Gargeräts ausgeleitete Wrasen nicht nur mittels der Kühlvorrichtung in gewünschter
Weise abkühlbar, sondern mittels der Kühlvorrichtung auch dahingehend trockenbar,
dass der aus dem Gargerät ausgeleitete Wrasen beispielsweise nicht in ungewünschter
Weise an einer Möbelumgebung des Gargeräts auskondensiert.
[0014] Eine vorteilhafte Weiterbildung der letztgenannten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Systems sieht vor, dass das Gargerät als ein Einbaugerät ausgebildet ist und die Kühlvorrichtung
derart ausgebildet ist, dass zum einen die erfolgte Abkühlung des Wrasens und zum
anderen die erfolgte Vermischung des Wrasens mit der Kühlluft verhindern, dass der
in eine Einbauumgebung des Gargeräts abgegebene Wrasen eine Temperaturobergrenze dieser
Einbauumgebung überschreitet und in dem Wrasen enthaltene Flüssigkeit in dieser Einbauumgebung
auskondensiert. Hierdurch ist die spezielle Situation eines als in eine Einbauumgebung,
beispielsweise eine Küchenmöbelumgebung, eingebauten Gargeräts berücksichtigt, in
der der aus dem Gargerät ausgeleitete Wrasen aufgrund der schlechten Durchlüftung
besonders kritisch ist.
[0015] Eine vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Systems gemäß Patentanspruch
8 sieht vor, dass das Gargerät auch in dem Beheizungsmodus und/oder dem Kühlungsmodus
des Systems hinter einer Möbelfront der Einbauumgebung oder einer Möbeltür der Einbauumgebung
verdeckt angeordnet ist. Auf der einen Seite ist dadurch eine besonders ästhetische
Ausbildung der Einbauumgebung ermöglicht. Auf der anderen Seite ist dem dabei auftretenden
Problem, nämlich einer ungenügenden Durchlüftung eines mit aus dem Gargerät austretenden
Wrasen beaufschlagten Raums hinter der Möbelfront oder der Möbeltür, mittels dieser
Weiterbildung des erfindungsgemäßen Systems wirksam abgeholfen.
[0016] Eine vorteilhafte Weiterbildung der beiden letztgenannten Ausführungsformen des erfindungsgemäßen
Systems, rückbezogen auf Patentanspruch 2, sieht vor, dass das Kühlgerät ebenfalls
als ein Einbaugerät ausgebildet ist, wobei das Kühlgerät in unmittelbarer Nachbarschaft
zu dem Gargerät in der Einbauumgebung angeordnet ist. Auf diese Weise ist das erfindungsgemäße
System zum einen auf besonders vorteilhafte Art umgesetzt. Zum anderen ist die Ästhetik
der das erfindungsgemäße System aufweisenden Einbauumgebung weiter verbessert.
[0017] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung rein schematisch dargestellt
und wird nachfolgend näher beschrieben. Es zeigt die einzige Figur
- Figur 1
- ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Systems in einer geschnittenen Seitenansicht.
[0018] In der Fig. 1 ist ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Systems rein exemplarisch
dargestellt.
[0019] Das System 2 umfasst ein Gargerät 4 mit einem Gehäuse 6, einem in dem Gehäuse 6 angeordneten
Garraum 8 und eine als Strahlungsheizkörper ausgebildete Heizvorrichtung 10 zur Beheizung
des Garraums 8 in einem Beheizungsmodus des Systems 2 sowie eine Kühlvorrichtung 12
zur Kühlung des Garraums 8 in einem Kühlungsmodus des Systems 2. Das Gargerät 4 des
Systems 2 ist bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel als ein Haushaltsbackofen ausgebildet.
[0020] Die Kühlvorrichtung 12 weist einen in dem Gehäuse 6 angeordneten Wärmetauscher 14
des Gargeräts 4 und eine von dem Gargerät 4 separate Kältemaschine 16 auf, wobei die
Kältemaschine 16 auf der einen Seite und der Wärmetauscher 14 auf der anderen Seite
mittels Kältemittelleitungen 18, 20 derart strömungsleitend miteinander verbunden
sind, dass die Kältemaschine 16, der Wärmetauscher 14 und die Kältemittelleitungen
18, 20 in dem Kühlungsmodus des Systems 2 einen gemeinsamen Kältemittelkreislauf 22
zur Zirkulierung eines nicht dargestellten Kältemittels ausbilden.
[0021] Wie aus der Fig. 1 ersichtlich ist, ist die Kältemaschine 16 bei dem vorliegenden
Ausführungsbeispiel als ein Bestandteil eines als Kühlschrank ausgebildeten Kühlgeräts
24 ausgebildet. Die Kältemaschine 16 des Kühlgeräts 24 ist auf dem Fachmann bekannte
Weise als eine Kompressorkältemaschine mit einem Kompressor, also einem Verdichter,
ausgebildet.
[0022] Kompressorkältemaschinen sind sehr leistungsstark, so dass in dem oben genannten
Kühlungsmodus des erfindungsgemäßen Systems gemäß dem vorliegenden Ausführungsbeispiel
eine hohe Kühlleistung realisierbar ist. Kompressorkältemaschinen sind Kältemaschinen,
die auf dem physikalischen Effekt der Verdampfungswärme beim Wechsel des Aggregatzustandes
von flüssig zu gasförmig beruhen. In der als Kompressorkältemaschine ausgebildeten
Kältemaschine 16, dem Wärmetauscher 14 und den Kältemittelleitungen 18, 20 wird das
nicht dargestellte Kältemittel in dem geschlossenen Kältemittelkreislauf 22 geführt,
wobei das Kältemittel nacheinander die vorgenannten Aggregatzustandsänderungen durchläuft.
Das gasförmige Kältemittel wird erstens durch den nicht dargestellten Kompressor der
Kältemaschine 16, also den Verdichter, komprimiert, zweitens in einem nicht dargestellten
Verflüssiger der Kältemaschine 16 unter Wärmeabgabe kondensiert, drittens wird das
so verflüssigte Kältemittel mittels einer ebenfalls nicht dargestellten Drossel der
Kältemaschine 16, nämlich einem Kapillarrohr, entspannt und viertens unter Wärmeaufnahme
in einem nicht dargestellten Verdampfer der Kältemaschine 16 verdampft. Die beschriebenen
Schritte wiederholen sich, so dass sich eine entsprechende Zirkulation des in dem
Kältemittelkreislauf 22 geführten Kältemittels, nämlich des in der Kältemaschine 16,
dem Wärmetauscher 14 und den Kältemittelleitungen 18, 20 geführten Kältemittels, ergibt.
Die für den vorgenannten Kreislauf erforderliche Energie wird der Kältemaschine 16
auf dem Fachmann bekannte Weise mittels des Kompressors von außen zugeführt.
[0023] In dem Kühlungsmodus des Systems 2, in dem der Garraum 8 des Gargeräts 4 mittels
der Kältevorrichtung 12 gekühlt wird, ist der Wärmetauscher 14 des Gargeräts 4 mit
einer in einem ersten Kühlluftkreislauf 26 des Gargeräts 4 geführten und den Garraum
8 in dem Kühlungsmodus des Systems 2 durchströmenden Kühlluft derart wärmeübertragend
verbunden, dass die in dem ersten Kühlluftkreislauf 26 geführte Kühlluft mittels des
in dem Wärmetauscher 14, also in dem in dem Wärmetauscher 14 angeordneten Abschnitt
des Kältemittelkreislaufs 22, geführten Kältemittels kühlbar ist. Die Kühlluft ist
in der Fig. 1 lediglich durch Strömungspfeile 28 symbolisiert. Zwecks Ausbildung des
ersten Kühlluftkreislaufs 26 ist der Wärmetauscher 14 der Kühlvorrichtung 12 mittels
zweier Kühlluftstutzen 30 auf dem Fachmann an sich bekannte Weise an den Garraum 8
strömungsleitend angeschlossen.
[0024] Nachfolgend ist die Funktionsweise des erfindungsgemäßen Systems gemäß dem vorliegenden
Ausführungsbeispiel anhand der Fig. 1 näher erläutert.
[0025] Aufgrund der Erfindung ist es beispielsweise möglich, ein nicht dargestelltes Gargut
bereits längere Zeit vor einem Garvorgang in dem Garraum 8 des Gargeräts 4 zu platzieren.
Das Gargut kann dann bis zum Start des vorgenannten Garvorgangs mittels der Kühlvorrichtung
12 in dem Garraum 8 gekühlt werden. Der Garvorgang kann beispielsweise mittels einer
App oder dergleichen von einem externen Gerät, wie einem nicht dargestellten Smartphone,
manuell oder mittels einer Zeitschaltung an dem Gargerät 4 automatisch gestartet werden.
[0026] Ein Betrieb des Gargeräts 4 in dem Beheizungsmodus des Systems 2, in dem der Garraum
8 des Gargeräts 4 beispielsweise mittels der als Strahlungsheizkörper ausgebildeten
Heizvorrichtung 10 in einem sogenannten Oberhitzebetrieb beheizt wird, entspricht
dem Stand der Technik und soll hier nicht weiter erläutert werden.
[0027] Die Kühlung des Garraums 8 mittels der Kühlvorrichtung 12 in dem Kühlungsmodus des
Systems 2, beispielsweise für den oben rein exemplarisch genannten Anwendungsfall,
erfolgt nun wie folgt:
In dem Kühlungsmodus des Systems 2 wird die Kühlvorrichtung 12 derart mittels einer
nicht dargestellten Gargeräteelektronik des Gargeräts 4 angesteuert, dass der Wärmetauscher
14 mittels des in dem Kältemittelkreislauf 22 zirkulierenden Kältemittels durchströmt
wird. Das in dem Kältemittelkreislauf 22 zirkulierende Kältemittel durchströmt dabei
mittels der Kältemittelleitungen 18, 20 den in dem Gargerät 4 angeordneten Wärmetauscher
14 und die in dem Kühlgerät 24 angeordnete Kältemaschine 16, und durchläuft dabei
die oben bereits erläuterten Aggregatzustände.
[0028] Gleichzeitig wird ein nicht dargestelltes Kühlluftgebläse des Gargeräts 4 zur Förderung
der Kühlluft 28 mittels der Gargeräteelektronik derart angesteuert, dass die Kühlluft
28, wie aus der Fig. 1 ersichtlich ist, mittels der Kühlluftstutzen 30 zwischen dem
Garraum 8 des Gargeräts 4 und dem Wärmetauscher 14 im Kreislauf, nämlich in dem ersten
Kühlluftkreislauf 26, geführt wird.
[0029] Hierbei gelangt die im ersten Kühlluftkreislauf 26 geführte Kühlluft 28 auf dem Fachmann
an sich bekannte Weise in dem Wärmetauscher 14 in Wärmeübertragungsverbindung mit
dem in dem Kältemittelkreislauf 22 geführten Kältemittel, so dass die in dem Kühlungsmodus
des Systems 2 durch den Garraum 8 des Gargeräts 4 zirkulierende Kühlluft 28 mit der
Zeit von beispielsweise Raumtemperatur auf beispielsweise 5°C oder dergleichen abgekühlt
wird. Das Gargut kann somit bis zum Start des vorgenannten Garvorgangs mittels der
Kühlvorrichtung 12 in dem Garraum 8 gekühlt werden.
[0030] Aufgrund der erfindungsgemäßen Ausbildung des Systems 2 ist die konstruktive und
fertigungstechnische Gestaltung des Gargeräts des erfindungsgemäßen Systems gemäß
dem vorliegenden Ausführungsbeispiel, trotz der für den Kühlungsmodus des Systems
2 erforderlichen Kühlvorrichtung 12, wesentlich vereinfacht. Dies ist insbesondere
im Hinblick auf den Platzbedarf der Kühlvorrichtung 12 bei dem System 2 vorteilhaft.
Entsprechend sind auch Systeme mit einem herkömmlichen Gargerät, beispielsweise einem
Gargerät der Oberklasse, bei dem der in dem Gehäuse des Gargeräts zur Verfügung stehende
Bauraum bereits sehr beschränkt ist, mit einer leistungsfähigen Kühlvorrichtung zum
Betrieb des damit ausgestatteten Systems in dessen Kühlungsmodus zur Kühlung des Garraums
des Gargeräts und/oder einer Gargeräteelektronik des Gargeräts und/oder eines aus
dem Garraum ausgeleiteten Wrasens erfindungsgemäß ausstattbar.
[0031] Alternativ oder zusätzlich zu den obigen Ausführungen kann das erfindungsgemäße System
in anderen Ausführungsformen der Erfindung auch wie folgt ausgebildet sein und funktionieren:
Beispielsweise ist es denkbar, dass in dem Kühlungsmodus des Systems 2 mittels der
Kühlvorrichtung 12 alternativ oder zusätzlich zu dem oben genannten ersten Kühlluftkreislauf
26 ein nicht dargestellter zweiter Kühlluftkreislauf zur Kühlung der oben genannten
Gargeräteelektronik des Gargeräts 4 kühlbar ist.
[0032] Entsprechend wäre der Wärmetauscher 14 des Gargeräts 4 bei dieser Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Systems 2 in dem Kühlungsmodus des Systems 2 mit einer in dem
zweiten Kühlluftkreislauf des Gargeräts 4 geführten und die nicht dargestellte Gargeräteelektronik
und/oder einen mit der Gargeräteelektronik wärmeleitend verbundenen, ebenfalls nicht
dargestellten Kühlkörper zur Kühlung der Gargeräteelektronik überströmenden, nicht
dargestellten Kühlluft derart wärmeübertragend verbunden, dass die in dem zweiten
Kühlluftkreislauf geführte Kühlluft mittels des in dem Wärmetauscher 14, also in dem
in dem Wärmetauscher 14 verlaufenden Abschnitt des Kältemittelkreislaufs 22, geführten
Kältemittels kühlbar ist.
[0033] Ferner ist es möglich, dass in dem Kühlungsmodus des Systems 2 mittels der Kühlvorrichtung
12 alternativ oder zusätzlich zu den beiden vorgenannten Ausführungsformen, nämlich
der Kühlung des ersten Kühlluftkreislaufs 26 und/oder des zweiten Kühlluftkreislaufs,
ein aus dem Garraum 8 des Gargeräts 4 ausgeleiteter, nicht dargestellter Wrasen kühlbar
ist.
[0034] Hierfür würde der Wärmetauscher 14 des Gargeräts 4 in dem Kühlungsmodus des Systems
2 mit dem mittels eines nicht dargestellten Wrasenkanals des Gargeräts 4 aus dem Garraum
8 ausgeleiteten Wrasen derart wärmeübertragend verbunden sein, dass der in dem Wrasenkanal
geführte Wrasen mittels des in dem Wärmetauscher 14, also in dem in dem Wärmetauscher
14 verlaufenden Abschnitt des Kältemittelkreislaufs 22, geführten Kältemittels kühlbar
ist.
[0035] Die letztgenannte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Systems ist beispielsweise
dann besonders vorteilhaft, wenn das Gargerät als ein Einbaugerät ausgebildet ist
und die Kühlvorrichtung derart ausgebildet ist, dass zum einen die erfolgte Abkühlung
des Wrasens und zum anderen die erfolgte Vermischung des Wrasens mit der Kühlluft
verhindern, dass der in eine Einbauumgebung des Gargeräts abgegebene Wrasen eine Temperaturobergrenze
dieser Einbauumgebung überschreitet und in dem Wrasen enthaltene Flüssigkeit in dieser
Einbauumgebung auskondensiert. Die Kühlvorrichtung gemäß dieser Ausführungsform des
erfindungsgemäßen Systems wäre somit derart ausgebildet, dass der aus dem Garraum
ausgeleitete und mittels der Kühlvorrichtung abgekühlte Wrasen vor dem Verlassen des
Gargeräts mit Kühlluft, beispielsweise aus dem ersten und/oder zweiten Kühlluftkreislauf,
und/oder aus einer freien Umgebung mischbar ist.
[0036] Das Vorgenannte gilt besonders für den Fall, dass das Gargerät des erfindungsgemäßen
Systems auch in dem Beheizungsmodus und/oder dem Kühlungsmodus des erfindungsgemäßen
Systems hinter einer Möbelfront der Einbauumgebung oder einer Möbeltür der Einbauumgebung
verdeckt angeordnet ist, da diese Einbausituationen hinsichtlich einer Ausleitung
des Wrasens aus dem Garraum des Gargeräts als besonders kritisch anzusehen sind.
[0037] Sofern das Gargerät des erfindungsgemäßen Systems als ein Einbaugerät ausgebildet
ist, ist es darüber hinaus von besonderem Vorteil, wenn bei einer als Bestandteil
eines Kühlgeräts ausgebildeten Kältemaschine das damit ausgestattete Kühlgerät, beispielsweise
der Kühlschrank aus dem erläuterten Ausführungsbeispiel, ebenfalls als ein Einbaugerät
ausgebildet ist. Dies ist insbesondere dann besonders vorteilhaft, wenn das Kühlgerät
in unmittelbarer Nachbarschaft zu dem Gargerät in der Einbauumgebung angeordnet ist.
[0038] Die Erfindung ist nicht auf das vorliegende Ausführungsbeispiel sowie den obigen
Ausführungen zu dazu alternativen oder zusätzlichen Ausbildungen des erfindungsgemäßen
Systems beschränkt.
[0039] Das erfindungsgemäße System ist in weiten geeigneten Grenzen frei wählbar, wobei
das Gargerät des erfindungsgemäßen Systems beispielsweise als ein Haushaltsgerät oder
ein gewerbliches Gerät, also ein Gargerät für den professionellen Einsatz, ausgebildet
sein kann. Die Kühlvorrichtung des erfindungsgemäßen Systems ist ebenfalls nach Art,
Funktionsweise, Material, Dimensionierung und Anordnung in weiten geeigneten Grenzen
frei wählbar. Dies gilt insbesondere für die Ausbildung der Kältemaschine der Kühlvorrichtung,
die nicht zwingend als ein Bestandteil eines Kühlgeräts ausgebildet sein muss. Sofern
die Kältemaschine als Bestandteil eines Kühlgeräts ausgebildet ist, kann das damit
ausgestattete Kühlgerät als eine, beispielsweise unterhalb des Gargeräts angeordnete,
Kühlschublade ausgebildet sein. Bei dem Kühlgerät kann es sich jedoch auch um einen
Kühlschrank, eine Kühltruhe, einen Gefrierschrank, eine Gefriertruhe oder ein Kombinationskühlgerät
mit einer Kühlfunktion und einer Gefrierfunktion handeln.
[0040] Wie aus den obigen Ausführungen bereits hervorgeht, kann der in dem Gargerät angeordnete
Wärmetauscher der Kühlvorrichtung in beliebigen für den jeweiligen Einzelfall geeigneten
Kombinationen zur Kühlung des Garraums und/oder einer Gargeräteelektronik des Gargeräts
und/oder eines aus dem Garraum ausgeleiteten Wrasens in einem Kühlungsmodus des Systems
ausgebildet sein. Entsprechend weist das Gargerät einen ersten Kühlluftkreislauf und/oder
einen zweiten Kühlluftkreislauf und/oder einen Wrasenkanal auf, mittels denen der
Wärmetauscher der Kühlvorrichtung auf der einen Seite in dem Kühlungsmodus des erfindungsgemäßen
Systems auf der anderen Seite mit der in dem ersten Kühlluftkreislauf geführten, den
Garraum durchströmenden Kühlluft und/oder mit der in dem zweiten Kühlluftkreislauf
geführten, die Gargeräteelektronik direkt oder indirekt kühlende Kühlluft und/oder
mit dem in dem Wrasenkanal geführten Wrasen wärmeübertragend in Verbindung steht.
1. System (2), umfassend ein Gargerät (4) mit einem Gehäuse (6), einem in dem Gehäuse
(6) angeordneten Garraum (8) und eine Heizvorrichtung (10) zur Beheizung des Garraums
(8) in einem Beheizungsmodus des Systems (2) sowie eine Kühlvorrichtung (12) zur Kühlung
des Garraums (8) und/oder einer Gargeräteelektronik des Gargeräts und/oder eines aus
dem Garraum ausgeleiteten Wrasens in einem Kühlungsmodus des Systems (2), dadurch gekennzeichnet, dass die Kühlvorrichtung (12) einen in dem Gehäuse (6) angeordneten Wärmetauscher (14)
des Gargeräts (4) und eine von dem Gargerät (4) separate Kältemaschine (16) aufweist,
wobei die Kältemaschine (16) auf der einen Seite und der Wärmetauscher (14) auf der
anderen Seite mittels Kältemittelleitungen (18, 20) derart strömungsleitend miteinander
verbunden sind, dass die Kältemaschine (16), der Wärmetauscher (14) und die Kältemittelleitungen
(18, 20) in dem Kühlungsmodus des Systems (2) einen gemeinsamen Kältemittelkreislauf
(22) zur Zirkulierung eines Kältemittels ausbilden.
2. System (2) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kältemaschine (16) als ein Bestandteil eines Kühlgeräts (24) ausgebildet ist.
3. System (2) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kältemaschine (16) als eine Kompressorkältemaschine mit einem Kompressor ausgebildet
ist.
4. System (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Wärmetauscher (14) des Gargeräts (4) in dem Kühlungsmodus des Systems (2) mit
einer in einem ersten Kühlluftkreislauf (26) des Gargeräts (4) geführten und den Garraum
(8) durchströmenden Kühlluft (28) derart wärmeübertragend verbunden ist, dass die
in dem ersten Kühlluftkreislauf (26) geführte Kühlluft (28) mittels des in dem Wärmetauscher
(14) geführten Kältemittels kühlbar ist.
5. System nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Wärmetauscher des Gargeräts in dem Kühlungsmodus des Systems mit einer in einem
zweiten Kühlluftkreislauf des Gargeräts geführten und die Gargeräteelektronik und/oder
einen mit der Gargeräteelektronik wärmeleitend verbundenen Kühlkörper zur Kühlung
der Gargeräteelektronik überströmenden Kühlluft derart wärmeübertragend verbunden
ist, dass die in dem zweiten Kühlluftkreislauf geführte Kühlluft mittels des in dem
Wärmetauscher geführten Kältemittels kühlbar ist.
6. System nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Wärmetauscher des Gargeräts in dem Kühlungsmodus des Systems mit mittels eines
Wrasenkanals des Gargeräts aus dem Garraum ausgeleiteten Wrasen derart wärmeübertragend
verbunden ist, dass der in dem Wrasenkanal geführte Wrasen mittels des in dem Wärmetauscher
geführten Kältemittels kühlbar ist.
7. System nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Kühlvorrichtung derart ausgebildet ist, dass der aus dem Garraum ausgeleitete
und mittels der Kühlvorrichtung abgekühlte Wrasen vor dem Verlassen des Gargeräts
mit Kühlluft aus dem ersten und/oder zweiten Kühlluftkreislauf und/oder aus einer
freien Umgebung mischbar ist.
8. System nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Gargerät als ein Einbaugerät ausgebildet ist und die Kühlvorrichtung derart ausgebildet
ist, dass zum einen die erfolgte Abkühlung des Wrasens und zum anderen die erfolgte
Vermischung des Wrasens mit der Kühlluft verhindern, dass der in eine Einbauumgebung
des Gargeräts abgegebene Wrasen eine Temperaturobergrenze dieser Einbauumgebung überschreitet
und in dem Wrasen enthaltene Flüssigkeit in dieser Einbauumgebung auskondensiert.
9. System nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Gargerät auch in dem Beheizungsmodus und/oder dem Kühlungsmodus des Systems hinter
einer Möbelfront der Einbauumgebung oder einer Möbeltür der Einbauumgebung verdeckt
angeordnet ist.
10. System nach Anspruch 8 oder 9, rückbezogen auf Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Kühlgerät ebenfalls als ein Einbaugerät ausgebildet ist, wobei das Kühlgerät
in unmittelbarer Nachbarschaft zu dem Gargerät in der Einbauumgebung angeordnet ist.