[0001] Die Erfindung betrifft eine Leuchte zur Beleuchtung von Zuchtanlagen sowie ein Verfahren
zur Beleuchtung von Zuchtanlagen.
[0002] Bekanntermaßen ist es für Zuchtanlagen vorteilhaft, eine Beleuchtung mit einer Abstrahlcharakteristik,
d. h. Verteilung der Intensität über die Wellenlänge, vorzusehen, die auf die in der
jeweiligen Zuchtanlage zu züchtenden Lebewesen besonders angepasst ist. Im Stand der
Technik hat sich herausgestellt, dass hierzu die Verwendung von Leuchten besonders
vorteilhaft ist, die eine Vielzahl an unterschiedlichen Lichtquellen, insbesondere
LEDs, aufweisen, die jeweils eine andere Abstrahlcharakteristik aufweisen, d. h. eine
andere Verteilung der von ihnen während ihres jeweiligen Betriebs ausgesandten Intensität,
dass heißt Lichtintensität, in Abhängigkeit von der Wellenlänge. Durch das Vorsehen
einer Vielzahl an solchen sich in ihrer Abstrahlcharakteristik unterscheidenden Lichtquellen
kann gezielt eine Leuchte mit einer Leuchtenabstrahlcharakteristik realisiert werden,
die den Bedürfnissen der zu züchtenden Lebewesen besonders nachkommt. Dabei ergibt
sich die Leuchtenabstrahlcharakteristik der Leuchte üblicherweise durch Überlagerung
der Abstrahlcharakteristiken einer Vielzahl unterschiedlicher Lichtquellen der Leuchte,
insbesondere sämtlicher Lichtquellen der Leuchte. In einem bestimmungsgemäßen Betriebszustand
der Leuchte, in dem die Leuchte zur Beleuchtung von Zuchtanlagen verwendet wird, emittieren
somit eine Vielzahl unterschiedlicher Lichtquellen der Leuchte, insbesondere sämtliche
Lichtquellen der Leuchte, jeweils Licht gemäß der jeweiligen Abstrahlcharakteristik
der jeweiligen Lichtquelle, wobei sich das von den unterschiedlichen Lichtquellen
emittierte Licht überlagert und Erzeugung eines Mischlichts, das dann die Leuchtenabstrahlcharakteristik
der Leuchte aufweist, mit der die Leuchte in ihrem bestimmungsgemäßen Betriebszustand
Licht abstrahlt zur Beleuchtung von Zuchtanlagen.
[0003] Zur Realisierung der gewünschten Beleuchtung von Zuchtanlagen werden bei herkömmlichen
Leuchten üblicherweise Lichtquellen eingesetzt, wie sie typischerweise zur Allgemeinbeleuchtung
verwendet werden und die eine Abstrahlcharakteristik aufweisen, die einem planckschen
Strahler mit einer Temperatur von 5000 bis 6000 Kelvin nahekommt. Solche Lichtquellen
werden üblicherweise ergänzt durch weitere Lichtquellen, die auf die jeweiligen zu
züchtenden Lebewesen ausgerichtet sind. Hierdurch kann eine Beleuchtung von Zuchtanlagen
realisiert werden, die sowohl den Arbeitsstätten-Richtlinien, wie beispielsweise in
der geltenden ASR A3.4 "Beleuchtung" vom April 2011, zuletzt geändert GMBI 2014 beschrieben,
gerecht wird als auch für Zuchtergebnisse besonders günstig ist. Allerdings geht mit
diesem typischen Aufbau eine Leuchte zur Beleuchtung von Zuchtanlagen ein hoher Energieverbrauch
einher, und es mangelt an einer gezielten Anpassung an die zu züchtenden Lebewesen,
was der Gesamteffizienz der Zucht zuwiderläuft. Dies trifft im Besonderen bei der
Zucht von Dichromaten als Lebewesen zu, wie beispielsweise Schweinen. Solche Dichromaten
sind, anders als beispielsweise Menschen, die als Dichromaten drei verschiedene Rezeptoren
aufweisen, die für drei unterschiedliche Wellenlängenbereiche sensitiv sind, Lebewesen,
die mit ihrem Auge über zwei in unterschiedlichen Wellenlängenbereichen sensitive
Rezeptoren Licht wahrnehmen. Entsprechend weisen Schweine sowie Dichromaten im Allgemeinen
eine Sehempfindlichkeitskurve auf, die die Empfindlichkeit des Auges in Abhängigkeit
von der Wellenlänge angibt, die zwei Maxima aufweist, wobei bei Schweinen das erste
Maximum im Bereich zwischen 550 und 590 nm liegt und das zweite Maximum im Bereich
zwischen 420 und 460 nm liegt. Bei herkömmlichen Leuchten zur Beleuchtung von Zuchtanlagen
zur Züchtung von Dichromaten wie Schweinen werden üblicherweise standardmäßige Weißlichtquellen
eingesetzt, um dem ersten Maximum der Sehempfindlichkeitskurve zu entsprechen, die
ergänzt werden durch weitere Lichtquellen, die im blauen Bereich liegen, damit sowohl
eine Beleuchtung gemäß ASR als auch eine Beleuchtung zur Stimulation der zu züchtenden
Dichromaten erzeugt werden kann. Herkömmliche Leuchten stellen somit eine Kompromisslösung
dar, die sowohl den Vorgaben gemäß ASR als auch den Bedürfnissen der zu züchtenden
Lebewesen nahekommt, dies jedoch zu Lasten eines hohen Energieverbrauchs und zu Lasten
einer mangelnden Optimierung auf die zu züchtenden Lebewesen.
[0004] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Leuchte zur Beleuchtung
von Zuchtanlagen und/oder ein Verfahren zur Beleuchtung von Zuchtanlagen bereitzustellen,
mit dem zumindest ein Nachteil herkömmlicher Leuchten beziehungsweise Verfahren zumindest
teilweise behoben werden kann.
[0005] Als eine Lösung der der vorliegenden Erfindung zugrunde liegenden Aufgabe schlägt
die Erfindung eine Leuchte mit den Merkmalen gemäß Anspruch 1 vor. Eine solche erfindungsgemäße
Leuchte umfasst eine Steuerung und mehrere an die Steuerung angeschlossene Lichtquellen.
Die Leuchte ist zur Beleuchtung von Zuchtanlagen mit einer Leuchtenabstrahlcharakteristik
ausgebildet, wobei sich die Leuchtenabstrahlcharakteristik durch eine Überlagerung
von Abstrahlcharakteristiken sämtlicher der vorliegend diskutierten Lichtquellen der
Leuchte ergibt. An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass jede Lichtquelle eine
jeweils ihr zugeordnete Abstrahlcharakteristik aufweist, die angibt, welche Lichtintensität
die Lichtquelle in Abhängigkeit von der Wellenlänge ausgibt, wenn sie mit ihrer Nennleistung
betrieben ist. Die Leuchtenabstrahlcharakteristik ist durch eine Überlagerung der
Abstrahlcharakteristiken der Lichtquellen festgelegt. Hierzu sind die Lichtquellen
entsprechend ausgerichtet, und hierzu kann die Leuchte insbesondere eine Optikeinrichtung
aufweisen, die den Lichtquellen nachgeschaltet ist und in der eine Vermischung der
Lichtstrahlen, die von den verschiedenen Lichtquellen ausgesandt werden, erfolgt.
Die Leuchtenabstrahlcharakteristik ist dabei eine Abstrahlcharakteristik der Leuchte,
mit der die Leuchte bei ihrem bestimmungsgemäßen Betrieb einen Raum ausleuchtet. Typischerweise
kann die Leuchtenabstrahlcharakteristik in einem hinreichenden Abstand von der Leuchte
aufgenommen werden, in dem von einer vollständigen Überlagerung der Abstrahlcharakteristik
der Lichtquellen der Leuchte ausgegangen werden kann, wobei dieser Abstand typischerweise
circa 5 Meter von der Leuchte beträgt. Bei der erfindungsgemäßen Leuchte sind verschiedene
Lichtquellen vorgesehen, die jeweils eine andere Abstrahlcharakteristik aufweisen.
So umfassen die Lichtquellen der Leuchte eine erste Gruppe an Lichtquellen, die eine
Abstrahlcharakteristik mit einem ersten Intensitätsmaximum aufweist, das an einer
ersten Wellenlängenposition zwischen 510 und 650 nm, insbesondere zwischen 510 und
560 nm, insbesondere zwischen 520 und 550 liegt, sowie eine zweite Gruppe an Lichtquellen,
die eine Abstrahlcharakteristik mit einem zweiten Intensitätsmaximum aufweist, das
an einer zweiten Wellenlängenposition zwischen 451 nm und 500 nm, insbesondere zwischen
460 nm und 490 nm, insbesondere zwischen 460 nm und 480 nm liegt, sowie eine dritte
Gruppe an Lichtquellen, die eine Abstrahlcharakteristik mit einem dritten Intensitätsmaximum
aufweist, das an einer dritten Wellenlängenposition zwischen 420 nm und 450 nm, insbesondere
zwischen 430 nm und 450 nm liegt, und eine vierte Gruppe an Lichtquellen, die eine
Abstrahlcharakteristik mit einem vierten Intensitätsmaximum aufweist, das an einer
vierten Wellenlängenposition zwischen 300 nm und 419 nm, insbesondere zwischen 360
nm und 410 nm liegt. Jede Gruppe an Lichtquellen weist dabei eine Abstrahlcharakteristik,
das heißt eine Verteilung der von ihr abgestrahlten Lichtintensität über die Wellenlänge,
wenn ihre Lichtquellen jeweils mit ihrer Nennleistung betrieben sind, auf. Bevorzugt
weisen sämtliche Lichtquellen einer jeden Gruppe im Wesentlichen dieselbe Abstrahlcharakteristik,
also eine Abstrahlcharakteristik mit einem Intensitätsmaximum in einem Wellenlängenbereich
von ± 10 nm, insbesondere ± 5 nm um die Wellenlängenposition der Abstrahlcharakteristik
der jeweiligen Gruppe auf. Die Wellenlängenposition des Intensitätsmaximums gibt an,
bei welcher Wellenlänge die Abstrahlcharakteristik das Intensitätsmaximum aufweist.
Das Intensitätsmaximum kann ein lokales oder absolutes Intensitätsmaximum der Abstrahlcharakteristik
sein. Bevorzugt ist zumindest das erste, zweite und dritte Intensitätsmaximum jeweils
das absolute Intensitätsmaximum, bevorzugt das einzige lokale Intensitätsmaximum der
ersten, zweiten bzw. dritten Gruppe an Lichtquellen. Bevorzugt weist die Abstrahlcharakteristik
der vierten Gruppe an Lichtquellen maximal drei, insbesondere maximal zwei lokale
Intensitätsmaxima auf, wobei zumindest eines, insbesondere sämtliche der Intensitätsmaxima
der Abstrahlcharakteristik der vierten Gruppe an Lichtquellen seine jeweilige Wellenlängenposition
in dem für die vierte Wellenlängenposition angegeben Bereich hat. Erfindungsgemäß
ist die Steuerung der Leuchte dazu ausgebildet, in einem bestimmungsgemäßen Betriebszustand
der Leuchte, in dem sie mit Strom versorgt ist und zur Beleuchtung von Zuchtanlagen
verwendet wird, die Lichtquellen dergestalt anzusteuern, dass das dritte Intensitätsmaximum
größer ist als das zweite Intensitätsmaximum und als das vierte Intensitätsmaximum,
d. h. dass der Intensitätswert des dritten Intensitätsmaximums an der dritten Wellenlängenposition
größer ist als der Intensitätswert des zweiten Intensitätsmaximums an der zweiten
Wellenlängenposition und als der Intensitätswert des vierten Intensitätsmaximums an
der vierten Wellenlängenposition. Der Intensitätswert gibt den Wert für die Intensität
an dem jeweiligen Intensitätsmaximum an, die Wellenlängenposition die Wellenlängenkoordinate
des jeweiligen Intensitätsmaximums. Bevorzugt sind die verschiedenen Gruppen an Lichtquellen
von der Steuerung voneinander unabhängig ansteuerbar.
[0006] Die erfindungsgemäße Leuchte bringt eine Vielzahl an Vorteilen mit sich. Die Erfinder
haben erkannt, dass durch das Vorsehen von verschiedenen Lichtquellengruppen, deren
Abstrahlcharakteristik jeweils ein Intensitätsmaximum an einer jeweils anderen Wellenlängenposition
aufweist, wobei die Wellenlängenpositionen wie vorstehend ausgeführt festgelegt sind
und darüber hinaus die Intensitätsverhältnisse der Intensitätsmaxima wie vorstehend
ausgeführt festgelegt sind, auf sehr energiesparende Weise eine möglichst optimale
Beleuchtung von Zuchtanlagen erzielt erden kann, insbesondere von Zuchtanlagen für
Dichromaten. Denn durch das Vorsehen der ersten Lichtquellengruppe kann eine Sehempfindlichkeit
in einem ersten Wellenlängenbereich angesprochen werden, wohingegen durch die zweite,
dritte und vierte Lichtquellengruppe aufgrund der Verteilung ihrer Intensitätsmaxima,
sowohl bezogen auf die Wellenlänge als auch bezogen auf ihren Intensitätswert, eine
Sehempfindlichkeit in einem zweiten Wellenlängenbereich angesprochen werden kann,
wobei aufgrund ihrer Verteilung das zweite, dritte und vierte Intensitätsmaximum eine
sinnvolle Nachbildung einer Sehempfindlichkeitskurve im zweiten Wellenlängenbereich
abbilden können. Die Erfinder haben erkannt, dass durch dieses spezielle Vorsehen
von verschiedenen Lichtquellengruppen auf besonders energieeffiziente Weise die Sehempfindlichkeit
von zu züchtenden Lebewesen angesprochen werden kann, da einzelne LEDs mit gezielt
ausgewählter Abstrahlcharakteristik verwendet werden, um eine Sehempfindlichkeitskurve
nachzubilden, anstatt, wie im Stand der Technik üblich, unterschiedliche, typischerweise
eingesetzte Lichtquellen zu kombinieren, deren ungezielte Überlagerung zu einer energieverschwendenden
Erzeugung von Licht führt, das von den zu züchtenden Lebewesen nicht oder kaum wahrgenommen
wird und somit für ein optimales Zuchtergebnis überflüssig ist.
[0007] Besonders bevorzugt ist in dem Betriebszustand das Intensitätsmaximum der ersten
Gruppe an Lichtquellen, d. h. der Intensitätswert der Abstrahlcharakteristik der ersten
Lichtquellengruppe an der ersten Wellenlängenposition größer als das Intensitätsmaximum
der dritten Gruppe an Lichtquellen, d. h. der Intensitätswert der Abstrahlcharakteristik
der dritten Lichtquellengruppe an der dritten Wellenlängenposition. Besonders bevorzugt
weist die Abstrahlcharakteristik der ersten Gruppe an Lichtquellen eine größere Halbwertsbreite,
wobei die Halbwertsbreite über die bekannte Definition "full width half maximum" definiert
ist, an ihrem Intensitätsmaximum auf als die Abstrahlcharakteristik einer jeden anderen
von zweiter, dritter und vierter Gruppe an Lichtquellen, wobei bevorzugt die Halbwertsbreite
der Abstrahlcharakteristik der ersten Gruppe an Lichtquellen mindestens das Doppelte,
insbesondere mindestens das Dreifache der Halbwertsbreite der Abstrahlcharakteristik
der zweiten und dritten Gruppe an Lichtquellen, insbesondere auch der vierten Gruppe
an Lichtquellen beträgt. Besonders bevorzugt weist die Abstrahlcharakteristik der
ersten Gruppe an Lichtquellen eine Halbwertsbreite von mindestens 60 nm, insbesondere
mindestens 90 nm auf, wohingegen die Abstrahlcharakteristik der zweiten und dritten
Gruppe an Lichtquellen und insbesondere der vierten Gruppe an Lichtquellen eine Halbwertsbreite
von maximal 50 nm aufweist. Durch das Vorsehen einer ersten Gruppe an Lichtquellen,
die in dem Betriebszustand eine Abstrahlcharakteristik mit einem entsprechend hohen
Intensitätsmaximum und insbesondere eine entsprechend großen Halbwertsbreite aufweist,
kann die erste Gruppe an Lichtquellen besonders vorteilhaft auch alleine zum Ansprechen
eines bestimmten Rezeptors von zu züchtenden Lebewesen geeignet sein, wohingegen zweite,
dritte und vierter Gruppe an Lichtquellen gemeinsam zum Ansprechen eines zweiten Rezeptors
und zum Nachbilden der Sehempfindlichkeit des zweiten Rezeptors ausgebildet sein können.
Besonders bevorzugt weist die Abstrahlcharakteristik der ersten Gruppe an Lichtquellen
auf Höhe des dritten Intensitätsmaximums, d. h. an dem Intensitätswert des Intensitätsmaximums
der dritten Gruppe an Lichtquellen, eine Breite von mindestens 30 nm, insbesondere
mindestens 50 nm auf. Die Erfinder haben erkannt, dass bei einer entsprechenden Ausgestaltung
der Leuchte die Lichtquellen der ersten Gruppe an Lichtquellen auf herkömmliche Weise
kostengünstig realisiert werden können, beispielsweise über phosphorfluoreszierende
LEDs, und dass darüber hinaus durch die Verteilung der Intensitätsmaxima auf besonders
energieeffiziente Weise ein besonders effektives Ansprechen der Sehempfindlichkeit
der zu züchtenden Lebewesen erreicht werden kann. In einer Ausführungsform liegt in
dem Betriebszustand das Verhältnis zwischen dem dritten und dem ersten Intensitätsmaximum,
d. h. zwischen dem jeweiligen Intensitätswert des jeweiligen Intensitätsmaximums,
zwischen 0,5 und 1. In einer Ausführungsform, die mit der vorgenannten bevorzugt kombinierbar
ist, liegt das Verhältnis zwischen dem zweiten und dem dritten Intensitätsmaximum
zwischen 0,5 und 1. In einer Ausführungsform, die mit zumindest einer, bevorzugt beiden
der vorgenannten Ausführunsgformen kombinierbar ist, liegt das Verhältnis zwischen
dem vierten und dem dritten Intensitätsmaximum zwischen 01, und 0,8, insbesondere
zwischen 0,2 und 0,8. Durch die entsprechenden Verhältnisse der Intensitätswerte der
jeweiligen Maxima, insbesondere wenn die jeweiligen Maxima absolute Intensitätsmaxima
der jeweiligen Abstrahlcharakteristik darstellen, kann eine besonders effiziente und
zielgerichtete Leuchtenabstrahlcharakteristik zur Beleuchtung von Zuchtanlagen bereitgestellt
sein.
[0008] In einer Ausführungsform ist die erste Wellenlängenposition von der zweiten Wellenlängenposition
um mindestens 50 nm, insbesondere zwischen 50 nm und 130 nm beabstandet. In einer
Ausführungsform, die mit der vorgenannten kombinierbar ist, ist die vierte Wellenlängenposition
von der dritten Wellenlängenposition um mindestens 30 nm, insbesondere zwischen 30
nm und 80 nm beabstandet. In einer Ausführungsform, die mit einer oder beiden der
vorgenannten kombinierbar ist, liegt die zweite Wellenlängenposition näher an der
dritten als an der ersten Wellenlängenposition. In einer Ausführungsform, die mit
zumindest einer der vorgenannten Ausführungsformen kombinierbar ist, ist die zweite
Wellenlängenposition von der dritten Wellenlängenposition um mindestens 10 nm, insbesondere
zwischen 10 nm und 40 nm beabstandet. Durch die entsprechende Beabstandung der Intensitätsmaxima,
insbesondere in Kombination mit den obengenannten vorteilhaften Verhältnissen der
Intensitätswerte der Intensitätsmaxima, kann mit einer möglichst geringen Anzahl an
unterschiedlichen Lichtquellen eine möglichst gute Nachbildung einer Sehempfindlichkeitskurve
von zu züchtenden Lebewesen erfolgen, was die besonders günstige Realisierung einer
Leuchte und die besonders effiziente Beleuchtung von Zuchtanlagen ermöglicht.
[0009] In einer Ausführungsform weist die vierte Gruppe an Lichtquellen eine erste und eine
zweite Untergruppe an Lichtquellen auf. Die erste Untergruppe an Lichtquellen weist
eine Abstrahlcharakteristik mit einem ersten Unterintensitätsmaximum an einer ersten
Unterwellenlängenposition zwischen 350 nm und 395 nm auf. Die zweite Untergruppe an
Lichtquellen weist eine Abstrahlcharakteristik mit einem zweiten Unterintensitätsmaximum
an einer zweiten Unterwellenlängenposition zwischen 396 nm und 420 nm auf. Die beiden
Unterintensitätsmaxima sind jeweils ein lokales Maximum der Abstrahlcharakteristik
der vierten Gruppe an Lichtquellen. Bevorzugt weist die Abstrahlcharakteristik der
vierten Gruppe an Lichtquellen ausschließlich das erste und zweite Unterintensitätsmaximum
als lokale Maxima auf. Bevorzugt ist die Unterwellenlängenposition von einem der Unterintensitätsmaxima
die vierte Wellenlängenposition, so dass die diesem Unterintensitätsmaximum zugeordnete
Unterlichtquellengruppe ein Unterintensitätsmaximum aufweist, dessen Wellenposition
identisch mit der vierten Wellenlängenposition des vierten Intensitätsmaximum ist.
Bevorzugt ist dieses Unterintensitätsmaximum mit dem vierten Intensitätsmaximum identisch
oder weicht um weniger als 20 % von dem vierten Intensitätsmaximum ab, wobei das vierte
Intensitätsmaximum gebildet sein kann durch den Intensitätswert des genannten Unterintensitätsmaximums
und einem an dieser Unterwellenlängenposition vorliegenden Intensitätswert der Abstrahlcharakteristik
der anderen Untergruppe an Lichtquellen. Besonders bevorzugt ist das erste Unterintensitätsmaximum
größer als das zweite Unterintensitätsmaximum. Durch das Vorsehen von Untergruppen
an Lichtquellen innerhalb der vierten Gruppe an Lichtquellen kann eine Leuchtenabstrahlcharakteristik
realisiert sein, die der Sehempfindlichkeit von zu züchtenden Lebewesen, insbesondere
von Dichromaten besonders entgegenkommt. Denn durch das Vorsehen von solchen Untergruppen
an Lichtquellen kann über die verschiedenen Unterintensitätsmaxima jeweils eine Annäherung
an die Sehempfindlichkeitskurve erfolgen, so dass die Leuchtenabstrahlcharakteristik
in ihrem Verlauf dem Verlauf der Sehempfindlichkeitskurve angenähert sein kann. Allgemein
wird bevorzugt die Leuchte zur Beleuchtung von Zuchtanlagen eingesetzt, in denen Dichromaten
gezüchtet werden, deren Sehempfindlichkeitskurve ein erstes lokale Maximum aufweist,
das an einer Wellenlängenposition liegt, die näher an der ersten Wellenposition ist
als an der zweiten, dritten und vierten Wellenlängenposition und bevorzugt um weniger
als 100 nm von der ersten Wellenlängenposition beabstandet ist, insbesondere 10 nm
bis 100 nm oberhalb der ersten Wellenlängenposition liegt, und die ein zweites lokales
Maximum aufweist, das an einer Wellenlängenposition liegt, die zwischen der zweiten
und vierten Wellenlängenposition liegt und insbesondere näher an der dritten Wellenlängenposition
als an der zweiten und vierten Wellenlängenposition liegt, insbesondere um weniger
als 30 nm, insbesondere weniger als 20 nm von der dritten Wellenlängenposition beabstandet
ist. Gerade bei einem solchen Ausführungsbeispiel ist das Vorsehen von Untergruppen
an Lichtquellen in der vierten Lichtquellengruppe besonders vorteilhaft, da dann hiermit
dem Verlauf dieser Sehempfindlichkeitskurve besonders gut entsprochen werden kann.
[0010] Allgemein bevorzugt weist die Leuchtenabstrahlcharakteristik an der ersten, zweiten,
dritten und vierten Wellenlängenposition jeweils ein lokales Maximum auf. Besonders
bevorzugt weist die Leuchtenabstrahlcharakteristik jeweils zwischen zwei benachbarten
Wellenlängenpositionen (d. h. erste, zweite, dritte und vierte Wellenlängenposition,
insbesondere erste, zweite und dritte Wellenlängenposition sowie erste und zweite
Unterwellenlängenposition) genau ein lokales Minimum auf. Besonders bevorzugt weist
die Leuchtenabstrahlcharakteristik als lokale Maxima ausschließlich das erste, zweite,
dritte und vierte Intensitätsmaximum und darüber hinaus höchstens zwei weitere lokale
Maxima, insbesondere nur höchstens ein weiteres lokales Maximum auf, wobei das bzw.
die weiteren lokalen Maxima durch eines der Unterintensitätsmaxima ausgebildet ist
bzw. sind.
[0011] In einer Ausführungsform ist die Leuchtenabstrahlcharakteristik einer Sehempfindlichkeitskurve
von Dichromaten nachgebildet, die ein erstes lokales Maximum an einer ersten Wellenlänge
und ein zweites lokales Maximum an einer zweiten Wellenlänge aufweist und genau ein
lokales Minimum zwischen den beiden lokalen Maxima aufweist. Besonders bevorzugt ist
die Leuchtenabstrahlcharakteristik der Sehempfindlichkeitskurve von Schweinen nachgebildet,
die hinlänglich bekannt ist. Die Leuchtenabstrahlcharakteristik ist der Sehempfindlichkeitskurve
von Dichromaten nachgebildet, indem die erste Wellenlängenposition eine größere Wellenlänge
als das lokale Minimum aufweist und die zweite, dritte und vierte Wellenlängenposition
eine kleinere Wellenlänge als das lokale Minimum aufweist, wobei die dritte Wellenlängenposition
näher an dem zweiten lokalen Maximum ist als die zweite und vierte Wellenlängenposition.
Bei dem Vergleich einer Wellenlängenposition mit dem jeweiligen lokalen Maximum bzw.
Minimum ist selbstverständlich abgestellt auf die Wellenlänge, an der sich das jeweilige
lokale Maximum bzw. Minimum befindet. Die Erfinder haben erkannt, dass durch das Vorsehen
einer Vielzahl an verschiedenen Gruppen an Lichtquellen und die gezielte Auswahl der
jeweiligen Lichtquellen der jeweiligen Gruppe an Lichtquellen zur Realisierung einer
jeweiligen Abstrahlcharakteristik der jeweiligen Gruppe an Lichtquellen mit einem
jeweiligen Intensitätsmaximum, wobei die Wellenlängenpositionen der Intensitätsmaxima
wie erläutert relativ zu den lokalen Maxima bzw. dem lokalen Minimum der Sehempfindlichkeitskurve
angeordnet sind, eine besonders energieeffiziente Nachbildung der Sehempfindlichkeitskurve
erreicht werden kann, mit der erzielt werden kann, dass möglichst viel von der für
den Betrieb der Lichtquellen zur Realisierung der gesamten Leuchtenabstrahlcharakteristik
der Leuchte verwendeten Energie tatsächlich auch von den Dichromaten als Licht wahrgenommen
und bevorzugt als angenehm empfunden wird. Besonders bevorzugt ist vorgesehen, das
Verhältnis zwischen dem ersten und dem zweiten lokalen Maximum, wobei selbstverständlich
abgestellt wird auf den Wert des Maximums, der die Sehempfindlichkeit angibt, zwischen
dem 0,3-Fachen und dem 3-Fachen des Verhältnisses zwischen dem ersten und dem zweiten
Intensitätsmaximum beträgt.
[0012] In einer Ausführungsform weist die Leuchtenabstrahlcharakteristik in dem Betriebszustand
einen wellenlängenabhängigen Intensitätsverlauf auf, dessen Integral über die Wellenlänge
eine Gesamtintensität der Leuchtenabstrahlcharakteristik ist. Zumindest 60 %, insbesondere
mindestens 70 % der Gesamtintensität liegen im Bereich zwischen 500 nm und 650 nm,
mindestens 15 %, insbesondere mindestens 20 %, der gesamten Intensität liegen im Bereich
zwischen 350 nm und 499 nm, und zwischen 1 % und 10 % der Gesamtintensität liegen
über 650 nm. Der Anteil an der Gesamtintensität ergibt sich aus dem Integral über
den jeweils angegebenen Wellenlängenbereich, das geteilt wird durch die Gesamtintensität,
also des Integrals über den mit Bezug auf die Wellenlänge nicht beschränkten, gesamten
Intensitätsverlauf. Besonders bevorzugt liegen 2 % bis 15 % der Gesamtintensität zwischen
350 nm und 420 nm. Besonders bevorzugt liegen 10 % bis 30 % der Gesamtintensität zwischen
421 nm und 499 nm. Die Erfinder haben festgestellt, dass durch das Vorsehen von entsprechenden
Verhältnissen auf besonders effiziente Weise die Sehempfindlichkeit von Lebewesen,
insbesondere von Dichromaten, angesprochen werden kann. Dabei hat sich das Vorsehen
der genannten Verhältnisse in Kombination mit dem Vorsehen der Intensitätsmaxima bzw.
Unterintensitätsmaxima an den genannten Wellenlängenpositionen als besonders vorteilhaft
herausgestellt.
[0013] Als eine weitere Lösung der genannten, der Erfindung zugrundeliegenden Aufgabe, die
grundsätzlich von den zuvor beschriebenen Lösungen unabhängig, mit diesen jedoch vorteilhaft
kombinierbar ist, schlägt die Erfindung eine Leuchte vor, die eine erste Lichtquellenteilmenge
und eine zweite Lichtquellenteilmenge aufweist. Bevorzugt umfasst die erste Lichtquellenteilmenge
die erste, zweite, dritte und vierte Gruppe an Lichtquellen, bevorzugt bilden erste,
zweite, dritte und vierte Gruppe an Lichtquellen die erste Lichtquellenteilmenge.
Jede der Lichtquellenteilmengen weist eine Abstrahlcharakteristik mit einer mittleren
Wellenlänge auf. Die mittlere Wellenlänge ist somit eine mittlere Wellenlänge der
Abstrahlcharakteristik, die sich für jede Lichtquellenteilmenge aus der Überlagerung
und somit Mischung der Abstrahlcharakteristiken ihrer sämtlichen Lichtquellen ergibt.
Eine solche Abstrahlcharakteristik ist ein wellenlängenabhängiger Intensitätsverlauf.
Rein mathematisch wird die mittlere Wellenlänge einer solchen Abstrahlcharakteristik
ermittelt, indem der wellenlängenabhängige Intensitätsverlauf in eine Vielzahl unterschiedlicher
Wellenlängenpositionen aufgeteilt wird, wobei die Wellenlängenpositionen jeweils um
eine selbe Differenzwellenlänge, bevorzugt 1 nm oder weniger, voneinander beabstandet
sind, und eine Gesamtintensität berechnet wird, die sich aus der Summe der Intensitätswerte
an sämtlichen Wellenlängenpositionen ergibt, wobei anschließend für jede Wellenlängenposition
ein Produkt gebildet wird von der Wellenlängenposition mit dem Verhältnis ihres Intensitätswerts
zu der Gesamtintensität und diese Produkte aufsummiert werden. Selbstverständlich
kann eine solche mittlere Wellenlänge bevorzugt durch infinitesimale Aufteilung in
Wellenlängenpositionen und durch Integration des wellenlängenabhängigen Intensitätsverlaufs
und entsprechende Gewichtung der jeweiligen Wellenlängenposition wie erläutert erfolgen.
Bei der vorliegenden erfindungsgemäßen Lösung liegt die mittlere Wellenlänge der ersten
Lichtquellenteilmenge mindestens 70 nm, insbesondere zwischen 70 nm und 200 nm, insbesondere
zwischen 80 nm und 150 nm, insbesondere zwischen 100 nm und 130 nm unter der mittleren
Wellenlänge der zweiten Lichtquellenteilmenge. Die Steuerung ist dazu ausgebildet,
die Lichtquellen der Leuchte wahlweise in einem definierten Zuchtbetriebszustand oder
in einem definierten Inspektionsbetriebszustand anzusteuern. In einigen Ausführunsgformen
ist die Steuerung dazu ausgebildet, die Lichtquellen der Leuchte ausschließlich in
entweder dem Zuchtbetriebszustand oder dem Inspektionsbetriebszustand anzusteuern,
in anderen Ausführunsgformen kann die Steuerung noch zum Ansteuern der Lichtquellen
der Leuchte in weiteren Betriebszuständen ausgebildet sein. Jedenfalls sind Zuchtbetriebszustand
und Inspektionsbetriebszustand unterschiedliche Betriebszustände, die die Steuerung
nicht gleichzeitig gewährleisten kann. Besonders bevorzugt ist der Zuchtbetriebszustand
der mit Bezug auf die oben erläuterte erfindungsgemäße Lösung beschriebene Betriebszustand.
Allgemein sind bevorzugt die oben erläuterte erfindungsgemäße Lösung und die vorliegend
erläuterte erfindungsgemäße Lösung miteinander kombinierbar. In dem Zuchtbetriebszustand
steuert die Steuerung die Lichtquellen dergestalt an, dass weniger als 1 % einer Gesamtintensität
der Leuchtenabstrahlcharakteristik von der zweiten Lichtquellenteilmenge erzeugt ist,
insbesondere steuert in dem Zuchtbetriebszustand die Steuerung di Lichtquellen dergestalt
an, dass die Gesamtintensität der Leuchtenabstrahlcharakteristik ausschließlich von
der ersten Lichtquellenteilmenge erzeugt ist, so dass nur die Lichtquellen der ersten
Lichtquellenteilmenge in dem Zuchtbetriebszustand zur Abgabe von Licht angesteuert
sind. In dem Inspektionsbetriebszustand steuert die Steuerung die Lichtquellen dergestalt
an, dass mindestens 5 %, insbesondere mindestens 10 %, insbesondere zwischen 5 % und
50 %, insbesondere zwischen 10 % und 30 % der Gesamtintensität der Leuchtenabstrahlcharakteristik
von der zweiten Lichtquellenteilmenge erzeugt ist. Die Erfinder haben erkannt, dass
das Vorsehen von zwei unterschiedlichen Lichtquellenteilmengen, die bevorzugt von
der Steuerung unabhängig voneinander ansteuerbar sind, eine Leuchte für Zuchtanlagen
bereitgestellt werden kann, bei denen die erste Lichtquellenteilmenge gezielt auf
die Bedürfnisse der zu züchtenden Lebewesen abgestellt sein kann, wohingegen die zweite
Lichtquellenteilmenge gezielt so ausgestaltet sein kann, dass sie gemeinsam mit der
ersten Lichtquellenteilmenge eine arbeitsstättenrichtlinienkonforme Beleuchtung ermöglicht.
Somit kann besonders energieeffizient mit der ersten Lichtquellenteilmenge ein möglichst
optimales Zuchtergebnis erzielt werden, während dank des Vorsehens der zweiten Lichtquellenteilmenge
und des Vorsehens von einem zum Zuchtbetriebszustand unterschiedlichen Inspektionsbetriebszustand
eine Begehbarkeit der Zuchtanlage mit einer für einen Menschen angemessenen Beleuchtung
auf besonders einfache Weise gewährleistet sein kann.
[0014] Besonders bevorzugt weist die Leuchte eine fünfte Gruppe an Lichtquellen auf, die
eine Abstrahlcharakteristik mit einem fünften Intensitätsmaximum aufweist, das an
einer fünften Wellenlängenposition zwischen 590 nm und 660 nm liegt, wobei die fünfte
Wellenlängenposition bei einer längeren Wellenlänge als die erste Wellenlängenposition
liegt. Bevorzugt umfasst die erste Lichtquellenteilmenge die erste, zweite, dritte
und vierte Gruppe an Lichtquellen. Bevorzugt umfasst die zweite Lichtquellenteilmenge
die fünfte Gruppe an Lichtquellen. Bevorzugt bilden erste, zweite, dritte und vierte
Gruppe an Lichtquellen die erste Lichtquellenteilmenge und die fünfte Gruppe an Lichtquellen
die zweite Lichtquellenteilmenge. Die Erfinder haben erkannt, dass durch das Vorsehen
einer fünften Gruppe an Lichtquellen, deren Abstrahlcharakteristik ihr fünftes Intensitätsmaximum
an einer entsprechend langwelligen Wellenlängenposition aufweist, energieeffizient
und durch das Vorsehen einer schmalbandigen Abstrahlcharakteristik der fünften Gruppe
an Lichtquellen eine arbeitsstättenrichtlinienkonforme Beleuchtung von Zuchtanlagen
erreicht werden kann, wenn in dem Inspektionsbetriebszustand die Lichtquellen der
fünften Gruppe zu den Lichtquellen von erster, zweiter, dritter und vierter Gruppe
zugeschaltet werden. Besonders bevorzugt weist die Abstrahlcharakteristik der fünften
Gruppe an Lichtquellen an ihrem fünften Intensitätsmaximum eine Halbwertsbreite von
weniger als 50 nm, insbesondere weniger als 30 nm auf. Hierdurch kann besonders effizient
durch Hinzuschalten der Lichtquellen der zweiten Lichtquellenteilmenge in Kombination
mit dem von den Lichtquellen der ersten Lichtquellenteilmenge ausgesandten Licht eine
arbeitsstättenrichtlinienkonforme Beleuchtung erzielt werden. Besonders bevorzugt
weist die Abstrahlcharakteristik der ersten Lichtquellenteilmenge mehrere lokale Maxima
auf, die jeweils an einer dem jeweiligen lokalen Maximum zugeordneten Wellenlängenposition
liegen, wobei eine Wellenlängendifferenz zwischen der Wellenlängenposition mit der
größten Wellenlänge und der Wellenlängenposition mit der kleinsten Wellenlänge mindestens
130 nm, insbesondere zwischen 130 nm und 200 nm beträgt, und wobei die Wellenlängenposition
mit der größten Wellenlänge um mindestens 50 nm, insbesondere mindestens 70 nm unterhalb
einer Wellenlängenposition desjenigen lokalen Maximums der Abstrahlcharakteristik
der zweiten Lichtquellenteilmenge liegt, dessen Wellenlängenposition der Wellenlängenposition
mit der größten Wellenlänge der ersten Lichtquellenteilmenge am nächsten liegt. Bevorzugt
sind die lokalen Maxima der ersten Lichtquellenteilmenge durch das erste, zweite,
dritte und vierte Intensitätsmaximum und zumindest ein weiteres Unterintensitätsmaximum
der Abstrahlcharakteristik der vierten Gruppe an Lichtquellen gebildet und ist das
einzige lokale Maximum der zweiten Lichtquellenteilmenge durch das fünfte Intensitätsmaximum
gebildet.
[0015] In einer Ausführungsform weist die Leuchte einen Präsenzerkennungssensor auf, wobei
die Steuerung dazu ausgebildet ist, bei Detektion einer Präsenz ausgehend von dem
Zuchtbetriebszustand in den Inspektionsbetriebszustand zu schalten. Der Präsenzerkennungssensor
kann beispielsweise ein automatisierter Präsenzerkennungssensor sein, beispielsweise
ein Infrarot- oder Kamerabild-basierter Präsenzerkennungssensor mit nachgeschalteter
Auswerteelektronik, wobei der Präsenzerkennungssensor als Präsenz eine Präsenz eines
Menschen erkennt. Der Präsenzerkennungssensor kann auch beispielsweise ein mechanischer
Präsenzerkennungssensor sein, der typischerweise nur von einem Menschen bedient werden
kann, wie beispielsweise ein Tastsensor, der durch einen Menschen berührt werden muss.
Hierzu kann der Tastsensor beispielsweise an entsprechender Position angebracht sein,
beispielsweise mit einem Abstand von mindestens 1,20 m über dem Boden und/oder hinter
einer für zu züchtende Lebewesen nicht passierbaren Absperrung. Durch Detektion der
Präsenz über den Präsenzerkennungssensor kann die Steuerung, während sie die Lichtquellen
der Leuchte im Zuchtbetriebszustand betreibt, automatisch in den Inspektionsbetriebszustand
schalten. Hiermit geht der besondere Vorteil einher, dass bei jedweder Detektion einer
Präsenz eines Menschen durch die Leuchte automatisiert in den Inspektionsbetriebszustand
geschaltet werden kann, was die Arbeitssicherheit erhöht und eine für einen Menschen
unangemessene Beleuchtung von Zuchtanlagen während der Präsenz von Menschen vermeidet.
Besonders bevorzugt unterscheidet sich der Inspektionsbetriebszustand von dem Zuchtbetriebszustand
dadurch, dass die zweite Lichtquellenteilmenge mit Energie versorgt ist zum Abstrahlen
von Licht. Bevorzugt ist in dem Zuchtbetriebszustand die zweite Lichtquellenteilmenge
nicht mit Energie versorgt oder zumindest mit weniger als 5 % der Energie versorgt,
mit der sie im Inspektionsbetriebszustand versorgt ist.
[0016] Besonders bevorzugt weist die Leuchte ein zentrales Bedienelement auf, das an einem
Steuereingang der Steuerung angeschlossen ist und über das die Leuchtenabstrahlcharakteristik
im Zuchtbetriebszustand und im Inspektionsbetriebszustand einstellbar ist und/oder
über das ein Ein- und Ausschalten der Leuchte durchführbar ist, wobei die Steuerung
dazu ausgebildet ist, unabhängig von dem Bedienelement über ein von dem Präsenzerkennungssensor
empfangenes Signal zwischen Zuchtbetriebszustand und Inspektionsbetriebszustand zu
wechseln. Bei dem Vorsehen eines solchen zentralen Bedienelements kann somit die Leuchte
über das zentrale Bedienelement und somit über den Steuereingang der Steuerung, an
dem das zentrale Bedienelement angeschlossen ist, gezielt eingestellt werden, beispielsweise
ein- und ausgeschaltet werden. Auch können hierdurch die Leuchtenabstrahlcharakteristiken
im Zuchtbetriebszustand und im Inspektionsbetriebszustand gezielt eingestellt werden.
Beispielsweise kann hierzu ein Bedienelement vorgesehen sein, an dem Regler betätigt
werden können, über die eine Form der Leuchtenabstrahlcharakteristik vorgegeben werden
kann. Bevorzugt sind im Allgemeinen die verschiedenen Gruppen an Lichtquellen und
insbesondere die verschiedenen Untergruppen an Lichtquellen unabhängig voneinander
ansteuerbar, so dass eine über das Bedienelement eingestellte, gewünschte Leuchtenabstrahlcharakteristik
möglichst gut realisierbar ist. Indem zum einen ein solches zentrales Bedienelement
vorgesehen ist und zum anderen die Steuerung dazu ausgebildet ist, unabhängig von
dem Bedienelement über ein von dem Präsenzerkennungssensor empfangenes Signal zwischen
Zuchtbetriebszustand und Inspektionsbetriebszustand zu wechseln, bietet die Leuchte
eine besonders hohe Sicherheit zur Gewährleistung einer arbeitsstättenrichtlinienkonformen
Beleuchtung von Zuchtanlagen, sobald die Präsenz eines Menschen erkannt wird. Denn
während über das Bedienelement gezielte Einstellungen der Leuchte vorgenommen werden
können, gewährleistet die Steuerung im Zusammenspiel mit dem Präsenzerkennungssensor
eine automatisierte Anpassung der Beleuchtung der Zuchtanlage in Abhängigkeit davon,
ob ein Mensch sich in der Zuchtanlage befindet.
[0017] Allgemein bevorzugt weist in dem Zuchtbetriebszustand die Leuchtenabstrahlcharakteristik
eine kurzwelligere Gesamtlichtfarbe auf als in dem Inspektionsbetriebszustand. Besonders
bevorzugt ist von dem Zuchtbetriebszustand und dem Inspektionsbetriebszustand nur
der Inspektionsbetriebszustand dergestalt vorgesehen, dass eine Beleuchtung eines
Raums gemäß Arbeitsstätten-Richtlinien gewährleistet ist. Nur in dem Inspektionsbetriebszustand,
nicht aber in dem Zuchtbetriebszustand weist die Leuchtenabstrahlcharakteristik somit
einen wellenlängenabhängigen Intensitätsverlauf auf, der arbeitsstättenrichtlinienkonform
ist. Die Erfinder haben erkannt, dass für eine Vielzahl an Zuchtlebewesen, insbesondere
auch für Schweine, ein kurzwelligeres Licht vorteilhafter ist als bei Menschen, so
dass ein automatisiertes Wechseln zwischen Betriebszuständen, in denen zum einen eine
kurzwellige Beleuchtung für die Zucht und zum anderen eine langwelligere Beleuchtung
zur Gewährleistung einer arbeitsstättenrichtlinienkonformen Beleuchtung ermöglicht
ist, besonders vorteilhaft ist.
[0018] In einer Ausführungsform sind die Lichtquellen der unterschiedlichen Lichtquellenteilmengen,
insbesondere der unterschiedlichen Lichtquellengruppen, insbesondere sämtlicher unterschiedlicher
Lichtquellengruppen, auf einer gemeinsamen Platine oder einem gemeinsamen Platinenhalter
angeordnet, wobei die Steuerung über Steuerleitungen, die an der gemeinsamen Platine
oder dem gemeinsamen Platinenhalter fixiert sind, sämtliche Gruppen von Lichtquellen
ansteuert. Durch das Vorsehen sämtlicher Lichtquellen auf einer selben Platine oder
zumindest einem selben Platinenhalter, an der die Steuerleitungen fixiert sind, kann
eine besonders kompakte Realisierung der Leuchte gewährleistet sein. Die Erfinder
haben erkannt, dass durch das kompakte Anordnen sämtlicher Lichtquellen, die jeweils
eine andere Abstrahlcharakteristik aufweisen und jeweils anderen Lichtquellenteilmengen
bzw. Gruppen bzw. Untergruppen zugeordnet sind, durch deren gezielte Ansteuerung auf
besonders vorteilhafte Weise ein Mischlicht erzeugt werden kann, das in den jeweiligen
Betriebszuständen dem den jeweiligen Betriebszuständen zugeordneten Zweck gerecht
wird.
[0019] In einer Ausführungsform weist die Leuchte eine Optikeinrichtung auf, wobei sämtliche
Lichtquellen der Leuchte dergestalt zu der Optikeinrichtung angeordnet sind, dass
sie bei einer durch die Steuerung angesteuerten Energieversorgung Licht in die Optikeinrichtung
abgeben. Sobald sie somit von der Steuerung zum Abgeben von Licht angesteuert sind,
geben sie ihr Licht in die Optikeinrichtung ab. Die Optikeinrichtung ist dazu ausgebildet,
sowohl im Zuchtbetriebszustand als auch im Inspektionsbetriebszustand das von sämtlichen
Lichtquellen abgegebene Licht zu mischen und ein Mischlicht der Leuchte auszugeben,
mit dem die Leuchte Licht mit der Leuchtenabstrahlcharakteristik abstrahlt. Besonders
bevorzugt bildet die Optikeinrichtung eine geschlossene Außenseite der Leuchte aus,
die die Lichtabstrahlfläche der Leuchte definiert, über die die Leuchte in jeglichem
Betriebszustand sämtliches von ihr abgestrahltes Licht aussendet. Die Erfinder haben
erkannt, dass das Vorsehen einer solchen Optikeinrichtung und das entsprechende Anordnen
der Lichtquellen relativ zu der Optikeinrichtung besonders vorteilhaft ist, um eine
Durchmischung der Abstrahlcharakteristiken der unterschiedlichen Lichtquellen zuverlässig
zu gewährleisten, damit die Leuchte in ihrem jeweiligen Betriebszustand möglichst
homogen Licht mit ihrer Leuchtenabstrahlcharakteristik abstrahlt.
[0020] In einer Ausführungsform weist die Leuchte ein Leuchtengehäuse auf, in dem sämtliche
Lichtquellen der Leuchte angeordnet sind. Bevorzugt bildet das Leuchtengehäuse einen
ununterbrochenen Innenraum aus, in dem sämtliche Lichtquellen angeordnet sind. Bei
den sämtlichen Lichtquellen ist selbstverständlich auf die erläuterten Lichtquellen
abgestellt. Besonders bevorzugt sind die Optikeinrichtung und/oder die Steuerung in
das Leuchtengehäuse integriert. Beispielsweise kann die Steuerung im Innenraum des
Leuchtengehäuses angeordnet sein. Beispielsweise kann die Optikeinrichtung im Innenraum
des Leuchtengehäuses angeordnet sein und/oder einen Abschluss des Leuchtengehäuses
ausbilden. Bevorzugt bildet das Leuchtengehäuse einen Innenraum aus, der an einer
Seite durch die Optikeinrichtung verschlossen ist.
[0021] Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zum Beleuchten von Zuchtanlagen mit einer
Leuchtenabstrahlcharakteristik. Lichtquellen einer ersten Gruppe an Lichtquellen,
die eine Abstrahlcharakteristik mit einem ersten Intensitätsmaximum aufweist, das
an einer ersten Wellenlängenposition zwischen 510 nm und 650 nm liegt, sowie einer
zweiten Gruppe an Lichtquellen, die eine Abstrahlcharakteristik mit einem zweiten
Intensitätsmaximum aufweist, das an einer zweiten Wellenlängenposition zwischen 451
nm und 500 nm liegt, sowie einer dritten Gruppe an Lichtquellen, die eine Abstrahlcharakteristik
mit einem dritten Intensitätsmaximum aufweist, das an einer dritten Wellenlängenposition
zwischen 420 nm und 450 nm liegt, und einer vierten Gruppe an Lichtquellen, die eine
Abstrahlcharakteristik mit einem vierten Intensitätsmaximum aufweist, das an einer
vierten Wellenlängenposition zwischen 300 nm und 420 nm, insbesondere zwischen 360
nm und 410 nm liegt, werden dergestalt angesteuert, dass das dritte Intensitätsmaximum
größer ist als das zweite Intensitätsmaximum und als das vierte Intensitätsmaximum.
Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zum Beleuchten von Zuchtanlagen mit einer
Leuchtenabstrahlcharakteristik, wobei Lichtquellen einer ersten Lichtquellenteilmenge
und einer zweiten Lichtquellenteilmenge, die jeweils eine Abstrahlcharakteristik mit
einer mittleren Wellenlänge aufweisen, wobei die mittlere Wellenlänge der ersten Lichtquellenteilmenge
mindestens 70 nm unter der mittleren Wellenlänge der zweiten Lichtquellenteilmenge
liegt, angesteuert werden, indem ein definierter Zuchtbetriebszustand oder alternativ
ein definierter Inspektionsbetriebszustand gewählt wird, wobei in dem Zuchtbetriebszustand
die Lichtquellen dergestalt angesteuert werden, dass weniger als 1 % einer Gesamtintensität
der Leuchtenabstrahlcharakteristik von der zweiten Lichtquellenteilmenge erzeugt ist,
und in dem Inspektionsbetriebszustand die Lichtquellen dergestalt angesteuert werden,
dass mindestens 5 %, insbesondere mindestens 10 % der Gesamtintensität der Leuchtenabstrahlcharakteristik
von der zweiten Lichtquellenteilmenge erzeugt ist. Ausführunsgformen eines erfindungsgemäßen
Verfahrens können Merkmale aufweisen, die mit Bezug zu Ausführungsformen einer erfindungsgemäßen
Leuchte beschrieben sind. Ausführungsformen erfindungsgemäßer Verfahren und Leuchten
können Merkmale aufweisen, die im Zusammenhang mit gattungsgemäßen Leuchten und Verfahren
beschrieben sind.
[0022] Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf drei Figuren anhand von Ausführungsbeispielen
erläutert.
Es zeigen:
[0023]
- Figur 1:
- in einer schematischen Prinzipdarstellung die Leuchtenabstrahlcharakteristik einer
ersten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Leuchte;
- Figur 2:
- in einer schematischen Prinzipdarstellung die Leuchtenabstrahlcharakteristik einer
zweiten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Leuchte;
- Figur 3:
- in verschiedenen schematischen Prinzipdarstellungen Leuchtenabstrahlcharakteristiken
einer dritten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Leuchte in verschiedenen Betriebszuständen.
[0024] In Figur 1 ist in einer schematischen Prinzipdarstellung die Leuchtenabstrahlcharakteristik
einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Leuchte dargestellt. Die erfindungsgemäße
Leuchte weist eine erste, zweite, dritte und vierte Gruppe an Lichtquellen auf. Jede
der verschiedenen Gruppen an Lichtquellen weist jeweils eine ihr zugeordnete Abstrahlcharakteristik
auf. In Figur 1 ist die Leuchtenabstrahlcharakteristik 200, die sich aus der Überlagerung
sämtlicher Abstrahlcharakteristiken der verschiedenen Gruppen an Lichtquellen der
Leuchte ergibt, zusammen mit der Sehempfindlichkeitskurve 100 von Schweinen dargestellt.
Die Abstrahlcharakteristik der ersten Gruppe an Lichtquellen weist ein erstes Intensitätsmaximum
1 auf, die Abstrahlcharakteristik der zweiten Gruppe an Lichtquellen weist ein zweites
Intensitätsmaximum 2 auf, die der dritten Gruppe an Lichtquellen ein drittes Intensitätsmaximum
3 und die der vierten Gruppe an Lichtquellen ein viertes Intensitätsmaximum 4. Die
Sehempfindlichkeitskurve 100 weist genau zwei lokale Maxima 101, 102 auf, zwischen
denen sich genau ein lokales Minimum befindet. Aus Figur 1 ist zu erkennen, dass durch
das gezielte Vorsehen von Lichtquellengruppen, deren Abstrahlcharakteristik ein Intensitätsmaximum
an jeweils einer anderen Wellenlängenposition aufweist, die Sehempfindlichkeitskurve
100 durch die Leuchtenabstrahlcharakteristik 200 auf besonders effiziente Weise angenähert
werden kann. Denn während das erste Intensitätsmaximum 1 dem ersten lokalen Maximum
101 der Sehempfindlichkeitskurve 100 nahekommt, nähern sich das zweite, dritte und
vierte Intensitätsmaximum 2, 3, 4 dem Kurvenverlauf um das zweite lokale Maximum 102
der Sehempfindlichkeitskurve 100 an, so dass über diese Intensitätsmaxima 1, 2, 3,
4 der unter dem lokalen Minimum liegende Bereich der Sehempfindlichkeitskurve 100
angesprochen werden kann.
[0025] In Figur 2 ist die Leuchtenabstrahlcharakteristik 200 einer weiteren Ausführungsform
einer erfindungsgemäßen Leuchte schematisch gemeinsam mit der Sehempfindlichkeitskurve
100 von Schweinen dargestellt. Die zweite Ausführungsform unterscheidet sich von der
ersten Ausführungsform zum einen dadurch, dass die vierte Gruppe an Lichtquellen eine
erste und eine zweite Untergruppe an Lichtquellen aufweist, deren Abstrahlcharakteristik
ein erstes Unterintensitätsmaximum 41 bzw. ein zweites Unterintensitätsmaximum 42
aufweist, zum anderen unterscheiden sich die Verhältnisse zwischen den verschiedenen
Intensitätsmaxima. Aus Figur 2 ist ersichtlich, dass durch die in Figur 2 gezeigte,
besonders vorteilhafte Ausführunsgform die Sehempfindlichkeitskurve 100 von Schweinen
noch gezielter mit der Leuchtenabstrahlcharakteristik 200 angesprochen werden kann.
[0026] In Figur 3 umfassend die Figuren 3a, 3b und 3c sind in verschiedenen schematischen
Prinzipdarstellungen verschiedene Betriebszustände einer weiteren Ausführunsgform
einer erfindungsgemäßen Leuchte dargestellt. In Figur 3a ist die Leuchtenabstrahlcharakteristik
200 im Zuchtbetriebszustand dargestellt, in Figur 3c die Leuchtenabstrahlcharakteristik
400 im Inspektionsbetriebszustand, in Figur 3b die Leuchtenabstrahlcharakteristik
300, wenn nur eine zweite Lichtquellenteilmenge der Leuchte betrieben wird. Die mittels
den Figuren 3a, 3b und 3c erläuterte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Leuchte
weist eine Steuerung auf, die automatisch zwischen dem Zuchtbetriebszustand gemäß
Figur 3a und dem Inspektionsbetriebszustand 3c unterscheiden kann. Hierzu schaltet
die Leuchte ausgehend von dem in Figur 3a erläuterten Zuchtbetriebszustand automatisch
in den Inspektionsbetriebszustand gemäß Figur 3c, sobald die Präsenz eines Menschen
über einen Präsenzerkennungssensor erfasst wurde. Sobald über einen vorher festgelegten
Zeitraum, bevorzugt von mindestens 15 Minuten, keine Präsenz eines Menschen mehr erfasst
wurde, schaltet die Leuchte automatisch von dem Inspektionsbetriebszustand zurück
in den Zuchtbetriebszustand. Aus Figur 3a ist zu erkennen, dass die beschriebene Ausführunsgform
einer erfindungsgemäßen Leuchte eine erste, zweite, dritte und vierte Gruppe an Lichtquellen
aufweist, wobei die vierte Gruppe an Lichtquellen eine erste und zweite Untergruppe
an Lichtquellen aufweist. Die jeweiligen Untergruppen der Lichtquellen weisen ein
jeweils zugeordnetes Unterintensitätsmaximum 41, 42 auf, von denen das zweite Unterintensitätsmaximum
42 das vierte Intensitätsmaximum 4 der vierten Gruppe an Lichtquellen bildet. Erste,
zweite und dritte Gruppe an Lichtquellen weisen jeweils eine Abstrahlcharakteristik
mit nur einem lokalen Maximum, nämlich ihrem jeweiligen Intensitätsmaximum 1, 2, 3
auf. Aus Figur 3a ist zu erkennen, dass die im Zuchtbetriebszustand realisierte Leuchtenabstrahlcharakteristik
200 zwar für Schweine mit der Sehempfindlichkeitskurve 100 günstig ist, nicht jedoch
für Menschen, da im langwelligen Wellenlängenbereich, für den der Mensch sensibel
ist, kaum Intensität abgestrahlt wird. Die in Figur 3 erläuterte Ausführunsgform einer
erfindungsgemäßen Leuchte weist jedoch neben einer ersten Lichtquellenteilmenge, die
durch die erste, zweite, dritte und vierte Gruppe an Lichtquellen gebildet ist, eine
zweite Lichtquellenteilmenge auf, die durch eine fünfte Gruppe an Lichtquellen gebildet
ist. Diese fünfte Gruppe an Lichtquellen und somit die zweite Lichtquellenteilmenge
weist eine Abstrahlcharakteristik 300 mit einem fünften Intensitätsmaximum 5 auf,
das wesentlich langwelliger ist als sämtliche Intensitätsmaxima 1, 2, 3, 4 der ersten
Lichtquellenteilmenge. Sobald die Präsenz eines Menschen erkannt wird, schaltet die
Steuerung der Leuchte ausgehend von dem in Figur 3a gezeigten Zuchtbetriebszustand
die Lichtquellen der zweiten Lichtquellenteilmenge zu, wodurch sich die Leuchtenabstrahlcharakteristik
400 im Inspektionsbetriebszustand ergibt, die in Figur 3c dargestellt ist, und die
arbeitsstättenrichtlinienkonform ist.
Bezugszeichenliste
[0027]
- 1
- erstes Intensitätsmaximum
- 2
- zweites Intensitätsmaximum
- 3
- drittes Intensitätsmaximum
- 4
- viertes Intensitätsmaximum
- 5
- fünftes Intensitätsmaximum
- 41
- erstes Unterintensitätsmaximum
- 42
- zweites Unterintensitätsmaximum
- 100
- Sehempfindlichkeitskurve
- 101
- erstes lokales Maximum
- 102
- zweites lokales Maximum
- 200
- Leuchtenabstrahlcharakteristik
- 300
- Leuchtenabstrahlcharakteristik einer zweiten Lichtquellenteilmenge
- 400
- Leuchtenabstrahlcharakteristik im Inspektionsbetriebszustand
1. Leuchte zur Beleuchtung von Zuchtanlagen mit einer Leuchtenabstrahlcharakteristik
(200), die Leuchte umfassend eine Steuerung und mehrere an die Steuerung angeschlossene
Lichtquellen, wobei die Leuchtenabstrahlcharakteristik (200) durch eine Überlagerung
von Abstrahlcharakteristiken der Lichtquellen festgelegt ist, wobei die Lichtquellen
eine erste Gruppe an Lichtquellen umfassen, die eine Abstrahlcharakteristik mit einem
ersten Intensitätsmaximum (1) aufweist, das an einer ersten Wellenlängenposition zwischen
510 nm und 650 nm liegt, sowie eine zweite Gruppe an Lichtquellen umfassen, die eine
Abstrahlcharakteristik mit einem zweiten Intensitätsmaximum (2) aufweist, das an einer
zweiten Wellenlängenposition zwischen 451 nm und 500 nm liegt, sowie eine dritte Gruppe
an Lichtquellen umfassen, die eine Abstrahlcharakteristik mit einem dritten Intensitätsmaximum
(3) aufweist, das an einer dritten Wellenlängenposition zwischen 420 nm und 450 nm
liegt, und eine vierte Gruppe an Lichtquellen umfassen, die eine Abstrahlcharakteristik
mit einem vierten Intensitätsmaximum (4) aufweist, das an einer vierten Wellenlängenposition
zwischen 300 nm und 419 nm, insbesondere zwischen 360 nm und 410 nm liegt,
dadurch gekennzeichnet, dass
in einem Betriebszustand der Leuchte die Steuerung die Lichtquellen dergestalt ansteuert,
dass das dritte Intensitätsmaximum (3) größer ist als das zweite Intensitätsmaximum
(2) und als das vierte Intensitätsmaximum (4) .
2. Leuchte nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
in dem Betriebszustand das erste Intensitätsmaximum (1) größer ist als das dritte
Intensitätsmaximum (3).
3. Leuchte nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
in dem Betriebszustand das Verhältnis zwischen dem dritten und dem ersten Intensitätsmaximum
(3, 1) zwischen 0,5 und 1 liegt, und/oder das Verhältnis zwischen dem zweiten und
dem dritten Intensitätsmaximum (2, 3) zwischen 0,5 und 1 liegt, und/oder das Verhältnis
zwischen dem vierten und dem dritten Intensitätsmaximum (4, 3) zwischen 0,1 und 0,8
liegt.
4. Leuchte nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die erste von der zweiten Wellenlängenposition um mindestens 50 nm, insbesondere zwischen
50 nm und 130 nm beabstandet ist, und/oder dass die vierte von der dritten Wellenlängenposition
um mindestens 30 nm, insbesondere zwischen 30 nm und 80 nm beabstandet ist, und/oder
dass die zweite Wellenlängenposition näher an der dritten als an der ersten Wellenlängenposition
liegt.
5. Leuchte nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die vierte Gruppe an Lichtquellen eine erste und eine zweite Untergruppe an Lichtquellen
aufweist, wobei die erste Untergruppe eine Abstrahlcharakteristik mit einem ersten
Unterintensitätsmaximum (41) an einer ersten Unterwellenlängenposition zwischen 350
nm und 395 nm aufweist und die zweite Untergruppe eine Abstrahlcharakteristik mit
einem zweiten Unterintensitätsmaximum (42) an einer zweiten Unterwellenlängenposition
zwischen 396 und 420 nm aufweist, wobei die Unterwellenlängenposition von einem der
Unterintensitätsmaxima (41, 42) die vierte Wellenlängenposition ist, wobei insbesondere
das erste Unterintensitätsmaximum (41) größer als das zweite Unterintensitätsmaximum
(42) ist.
6. Leuchte nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Leuchtenabstrahlcharakteristik (200) an der ersten, zweiten, dritten und vierten
Wellenlängenposition jeweils ein lokales Maximum (101, 102) aufweist und insbesondere
jeweils zwischen zwei benachbarten Wellenlängenpositionen genau ein lokales Minimum
aufweist.
7. Leuchte nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Leuchtenabstrahlcharakteristik (200) einer Sehempfindlichkeitskurve von Dichromaten,
die ein erstes lokales Maximum (101) an einer ersten Wellenlänge und ein zweites lokales
Maximum (102) an einer zweiten Wellenlänge aufweist und genau ein lokales Minimum
zwischen den beiden lokalen Maxima (101, 102) aufweist, insbesondere der Sehempfindlichkeitskurve
(100) von Schweinen, nachgebildet ist, indem die ersten Wellenlängenposition eine
größere Wellenlänge als das lokale Minimum aufweist und die zweite, dritte und vierte
Wellenlängenposition eine kleinere Wellenlänge als das lokale Minimum aufweisen, wobei
die dritte Wellenlängenposition näher an dem zweiten lokalen Maximum (102) ist als
die zweite und vierte Wellenlängenposition, wobei insbesondere das Verhältnis zwischen
dem ersten dem zweiten lokalen Maximum (101, 102) zwischen dem 0,3-Fachen und dem
3-Fachen des Verhältnisses zwischen dem ersten und dem zweiten Intensitätsmaximum
(1, 2) beträgt.
8. Leuchte nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
in dem Betriebszustand die Leuchtenabstrahlcharakteristik (200) einen wellenlängenabhängigen
Intensitätsverlauf aufweist, dessen Integral über die Wellenlänge eine Gesamtintensität
der Leuchtenabstrahlcharakteristik (200) ist, wobei zumindest 60 %, insbesondere mindestens
70 %, der Gesamtintensität im Bereich zwischen 500 nm und 650 nm liegt und mindestens
15 %, insbesondere mindestens 20 %, der Gesamtintensität im Bereich zwischen 350 nm
und 499 nm liegt und zwischen 1 % und 10 % über 650 nm liegt, wobei insbesondere 2
% bis 15 % der Gesamtintensität zwischen 350 nm und 420 nm liegt und 10 % bis 30 %
zwischen 421 nm und 499 nm liegt.
9. Leuchte, insbesondere nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Leuchte eine erste Lichtquellenteilmenge aufweist, sowie eine zweite Lichtquellenteilmenge
aufweist, wobei jede der Lichtquellenteilmengen eine Abstrahlcharakteristik mit einer
mittleren Wellenlänge aufweist, wobei die mittlere Wellenlänge der ersten Lichtquellenteilmenge
mindestens 70 nm unter der mittleren Wellenlänge der zweiten Lichtquellenteilmenge
liegt, wobei die Steuerung dazu ausgebildet ist, die Lichtquellen der Leuchte in einem
definierten Zuchtbetriebszustand und alternativ dazu in einem definierten Inspektionsbetriebszustand
anzusteuern, wobei in dem Zuchtbetriebszustand die Steuerung die Lichtquellen dergestalt
ansteuert, dass weniger als 1 % einer Gesamtintensität der Leuchtenabstrahlcharakteristik
(200) von der zweiten Lichtquellenteilmenge erzeugt ist, und wobei in dem Inspektionsbetriebszustand
die Steuerung die Lichtquellen dergestalt ansteuert, dass mindestens 5 %, insbesondere
mindestens 10 % der Gesamtintensität der Leuchtenabstrahlcharakteristik (400) von
der zweiten Lichtquellenteilmenge erzeugt ist.
10. Leuchte nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Leuchte eine fünfte Gruppe an Lichtquellen aufweist, die eine Abstrahlcharakteristik
mit einem fünften Intensitätsmaximum (5) aufweist, das an einer fünften Wellenlängenposition
zwischen 590 nm und 660 nm liegt, wobei die fünfte Wellenlängenposition bei einer
längeren Wellenlänge als die erste Wellenlängenposition liegt, wobei die erste Lichtquellenteilmenge
die erste, zweite, dritte und vierte Gruppe an Lichtquellen umfasst und die zweite
Lichtquellenteilmenge die fünfte Gruppe an Lichtquellen umfasst.
11. Leuchte nach einem der Ansprüche 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Leuchte einen Präsenzerkennungssensor aufweist, wobei die Steuerung dazu ausgebildet
ist, bei Detektion einer Präsenz ausgehend von dem Zuchtbetriebszustand in den Inspektionsbetriebszustand
zu schalten, wobei sich insbesondere der Inspektionsbetriebszustand von dem Zuchtbetriebszustand
dadurch unterscheidet, dass die zweite Lichtquellenteilmenge mit Energie versorgt
ist zum Abstrahlen von Licht, wobei insbesondere die Leuchte ein zentrales Bedienelement
aufweist, das an einem Steuereingang der Steuerung angeschlossen ist und über das
die Leuchtenabstrahlcharakteristik (400) im Zuchtbetriebszustand und im Inspektionsbetriebszustand
einstellbar ist und/oder über das ein Ein- und Ausschalten der Leuchte durchführbar
ist, wobei die Steuerung dazu ausgebildet ist, unabhängig von dem Bedienelement über
ein von dem Präsenzerkennungssensor empfangenes Signal zwischen Zuchtbetriebszustand
und Inspektionsbetriebszustand zu wechseln.
12. Leuchte nach einem der Ansprüche 9 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, dass
in dem Zuchtbetriebszustand die Leuchtenabstrahlcharakteristik (200, 400) eine kurzwelligere
Gesamtlichtfarbe aufweist als in dem Inspektionsbetriebszustand, wobei insbesondere
von dem Zuchtbetriebszustand und dem Inspektionsbetriebszustand nur der Inspektionsbetriebszustand
eine Beleuchtung eines Raums gemäß Arbeitsstätten-Richtlinie gewährleistet.
13. Leuchte nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Lichtquellen der unterschiedlichen Lichtquellengruppen auf einer gemeinsamen Platine
oder einem gemeinsamen Platinenhalter angeordnet sind, wobei die Steuerung über Steuerleitungen,
die an der gemeinsamen Platine oder dem gemeinsamen Platinenhalter fixiert sind, sämtliche
Gruppen von Lichtquellen ansteuert.
14. Leuchte nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Leuchte eine Optikeinrichtung umfasst, wobei sämtliche Lichtquellen dergestalt
zu der Optikeinrichtung angeordnet sind, dass sie bei durch die Steuerung angesteuerter
Energieversorgung Licht in die Optikeinrichtung abgeben, wobei die Optikeinrichtung
dazu ausgebildet ist, das von sämtlichen Lichtquellen abgegebene Licht zu mischen
und ein Mischlicht der Leuchte auszugeben, mit dem die Leuchte Licht mit der Leuchtenabstrahlcharakteristik
(200, 400) abstrahlt.
15. Leuchte nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Leuchte ein Leuchtengehäuse aufweist, in dem sämtliche Lichtquellen der Leuchte
und insbesondere die Optikeinrichtung und/oder insbesondere die Steuerung integriert
sind.
16. Verfahren zum Beleuchten von Zuchtanlagen mit einer Leuchtenabstrahlcharakteristik
(200, 400), wobei Lichtquellen einer ersten Gruppe an Lichtquellen, die eine Abstrahlcharakteristik
mit einem ersten Intensitätsmaximum (1) aufweist, das an einer ersten Wellenlängenposition
zwischen 510 nm und 650 nm liegt, sowie einer zweiten Gruppe an Lichtquellen, die
eine Abstrahlcharakteristik mit einem zweiten Intensitätsmaximum (2) aufweist, das
an einer zweiten Wellenlängenposition zwischen 451 nm und 500 nm liegt, sowie einer
dritten Gruppe an Lichtquellen, die eine Abstrahlcharakteristik mit einem dritten
Intensitätsmaximum (3) aufweist, das an einer dritten Wellenlängenposition zwischen
420 nm und 450 nm liegt, und einer vierten Gruppe an Lichtquellen, die eine Abstrahlcharakteristik
mit einem vierten Intensitätsmaximum (4) aufweist, das an einer vierten Wellenlängenposition
zwischen 300 nm und 420 nm, insbesondere zwischen 360 nm und 410 nm liegt, dergestalt
angesteuert werden, dass das dritte Intensitätsmaximum (3) größer ist als das zweite
Intensitätsmaximum (2) und als das vierte Intensitätsmaximum (4), und/oder wobei Lichtquellen
einer ersten Lichtquellenteilmenge und einer zweiten Lichtquellenteilmenge, die jeweils
eine Abstrahlcharakteristik mit einer mittleren Wellenlänge aufweisen, wobei die mittlere
Wellenlänge der ersten Lichtquellenteilmenge mindestens 700 nm unter der mittleren
Wellenlänge der zweiten Lichtquellenteilmenge liegt, angesteuert werden, indem ein
definierter Zuchtbetriebszustand oder ein definierter Inspektionsbetriebszustand gewählt
wird, wobei in dem Zuchtbetriebszustand die Lichtquellen dergestalt angesteuert werden,
dass weniger als 1 % einer Gesamtintensität der Leuchtenabstrahlcharakteristik (200)
von der zweiten Lichtquellenteilmenge erzeugt ist, und in dem Inspektionsbetriebszustand
die Lichtquellen dergestalt angesteuert werden, dass mindestens 5 %, insbesondere
mindestens 10 % der Gesamtintensität der Leuchtenabstrahlcharakteristik (400) von
der zweiten Lichtquellenteilmenge erzeugt ist.