[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Errichtung eines Aufzugs, insbesondere eines
Güteraufzugs, auf einer Baustelle, vorzugsweise in einer Werkshalle, wobei der Aufzug
aus mehreren übereinander angeordneten Komponenten aufgebaut wird.
[0002] Verfahren zur Errichtung eines Aufzugs sowie Aufzüge der eingangs genannten Art sind
aus der Praxis bekannt und existieren in unterschiedlichen Ausführungsformen. Dabei
ist es beispielsweise bekannt, Aufzüge Etage für Etage und somit auch eine Komponente
nach der anderen übereinander zu errichten. Beginnend mit der untersten Etage oder
Komponente, die auf einen Untergrund positioniert wird, werden die nachfolgenden Etagen
oder Komponenten sukzessive übereinander errichtet, bis die oberste Etage oder Komponente
üblicherweise den Abschluss des Aufzugs bildet. Dabei können die Etagen oder Komponenten
mithilfe von entsprechend hoch aufzubauenden Gerüsten manuell montiert werden. Alternativ
oder zusätzlich hierzu können geeignete Krane eingesetzt werden, die einzelne Komponenten
übereinander setzen. Je nach gewünschter Höhe des Aufzugs sind entsprechend große
und leistungsfähige Krane zu verwenden, die Komponenten auf die gewünschte Höhe heben
können.
[0003] Des Weiteren ist aus dem Stand der Technik gemäß der
DE 2 157 669 A ein Verfahren zum Montieren eines Bauwerks in Form eines Krans bekannt, wonach Bein-Schüsse
unter Stiel-Teile mittels aufwendiger Führungen gesetzt werden.
JP H05 201648 A offenbart ein Verfahren zur Errichtung eines Aufzugs auf einer Baustelle, wobei der
Aufzug aus mehreren übereinander angeordneten Komponenten aufgebaut wird. Das Verfahren
umfasst die folgenden Schritte:- Bereitstellen eines Untergrunds für den Aufzug;-
Positionieren einer Hebeeinrichtung auf der Baustelle;- Anheben einer oberen Komponente
des Aufzugs mittels der Hebeeinrichtung, wobei die Hebeeinrichtung mehrere einzelne
Heber aufweist;- Positionieren einer unterhalb der oberen Komponente anzuordnenden
unteren Komponente unter die angehobene obere Komponente;- und Absenken der oberen
Komponente mittels der Hebeeinrichtung auf die untere Komponente.
[0004] Die bekannten Verfahren sind aufgrund zu verwendender Gerüste und/oder großer Krane
und/oder aufwendiger Führungen sehr materialintensiv. Darüber hinaus ist eine manuelle
Montage der einzelnen Etagen oder Komponenten übereinander üblicherweise sehr zeitaufwendig,
da letztendlich jede einzelne Komponente bei ihrer Montage auf einer unteren Komponente
aus ihren einzelnen Bestandteilen zusammengesetzt werden muss. Sowohl der große Materialaufwand
als auch die viele Zeit, die für die manuelle Montage verwendet werden muss, sind
sehr kostenintensiv und verursachen beispielsweise bei einer Nachrüstung eines Aufzugs
auf einer Baustelle oder in einer Werkshalle häufig lange Zeiten des Stillstands anderer
Bautätigkeiten oder üblicher Werkstätigkeiten, die häufig aus Sicherheitsgründen für
Monteure des Aufzugs oder für weitere auf einer Baustelle oder in einer Werkshalle
tätige Personen erforderlich sind.
[0005] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der eingangs
genannten Art anzugeben, wonach eine schnelle und sichere Errichtung eines Aufzugs
mit konstruktiv einfachen und kostengünstigen Mitteln ermöglicht ist.
[0006] Erfindungsgemäß wird die voranstehende Aufgabe durch ein Verfahren mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 gelöst.
[0007] Danach weist das Verfahren gemäß Anspruch 1 die folgenden Schritte auf:
- Bereitstellen eines Untergrunds für den Aufzug;
- Positionieren einer Hebeeinrichtung auf dem Untergrund;
- Anheben einer oberen Komponente des Aufzugs mittels der Hebeeinrichtung; wobei die
Hebeeinrichtung mehrere einzelne Heber aufweist, die auf dem Untergrund positioniert
werden;
- Positionieren einer unterhalb der oberen Komponente anzuordnenden unteren Komponente
unter die angehobene obere Komponente;
- Absenken der oberen Komponente mittels der Hebeeinrichtung auf die untere Komponente;
und
- Entfernen der Hebeeinrichtung von dem Untergrund, wobei ein Anheben und/oder Absenken
der Komponente oder der Komponenten mittels der Heber mittels einer Synchronisiereinrichtung
synchronisiert wird, wobei dabei jeder Heber einzeln ansteuerbar ist.
[0008] In erfindungsgemäßer Weise ist erkannt worden, dass durch eine geschickte Abfolge
von Verfahrensschritten mit einer Abkehr von bisherigen Errichtungsverfahren die voranstehende
Aufgabe auf überraschend einfache Weise gelöst wird. Dabei wird zunächst ein Untergrund
für den Aufzug bereitgestellt. Dann wird eine Hebeeinrichtung auf dem Untergrund positioniert
und es erfolgt ein Anheben einer oberen Komponente des Aufzugs mittels der Hebeeinrichtung.
Diese obere Komponente kann bereits vor dem Positionieren der Hebeeinrichtung auf
dem Untergrund auf dem Untergrund angeordnet werden. In diesem Fall ist darauf zu
achten, dass die Hebeeinrichtung noch in geeigneter Weise relativ zu der oberen Komponente
positioniert werden kann, um ein sicheres Anheben der oberen Komponente zu ermöglichen.
Gegebenenfalls muss die Hebeeinrichtung in diesem Fall mit einem zusätzlichen Hebemittel
über ein gegebenenfalls vorhandenes Rahmenelement oder Gestängeelement der oberen
Komponente gehoben und anschließend auf den Untergrund abgesetzt werden.
[0009] Nach dem Anheben der oberen Komponente wird eine unterhalb der oberen Komponente
anzuordnende untere Komponente unter die angehobene obere Komponente positioniert.
Mit diesem Positionieren der unteren Komponente ist erforderlichenfalls ein geeigneter
Justierschritt der unteren Komponente relativ zur oberen Komponente verbunden, sodass
ein nachfolgendes Absenken der oberen Komponente mittels der Hebeeinrichtung auf die
untere Komponente passgenau in der gewünschten relativen Positionierung und Orientierung
der oberen Komponente zur unteren Komponente erfolgen kann. Nun können die obere Komponente
und die untere Komponente mit geeigneten Kopplungsmitteln relativ zueinander fixiert
werden. Anschließend erfolgt ein Entfernen der Hebeeinrichtung von dem Untergrund,
sodass ein Aufbau des Aufzugs mit zwei übereinander angeordneten Komponenten realisiert
ist.
[0010] An dieser Stelle darf festgehalten werden, dass der Begriff "Komponente" in diesem
Dokument und in Bezug auf die vorliegende Lehre im weitesten Sinne zu verstehen ist.
Beispielsweise kann eine Komponente eine Etage eines Aufzugs bilden. Alternativ hierzu
kann eine Komponente ein Bauteil, beispielsweise ein Rahmenteil oder ein Gestänge,
einer Etage sein, sodass mehrere derartige Bauteile übereinander angeordnet werden
und dadurch eine Etage bilden. Eine derartige Konstruktion einer Etage aus mehreren
übereinander angeordneten Komponenten ermöglicht den Einsatz einer relativ kleinen
und handlichen Hebeeinrichtung, die keine sehr große Hubhöhe ermöglichen muss, mit
jedoch dem Nachteil mehrerer erforderlicher Schritte des Anordnens der mehreren Komponenten
übereinander, um eine vollständige Etage zu errichten, sodass mehr Zeit zum Errichten
einer Etage benötigt wird als in einem Fall, in dem eine Komponente eine vollständige
Etage bildet.
[0011] Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren sind für die Errichtung oder Montage des Aufzugs
aufzubauende Gerüste oder große Krane nicht mehr erforderlich. Des Weiteren ist eine
zeitaufwendige manuelle Montage der einzelnen Komponenten bei der Errichtung des Aufzugs
nicht mehr erforderlich, da die Komponenten in Zeit sparender Weise vormontiert und
lediglich angehoben und davor in geeigneter Weise auf dem Untergrund positioniert
werden müssen. Darüber hinaus muss Montagepersonal für die Errichtung des Aufzugs
nicht mehr in risikoreicher Weise auf gegebenenfalls hohe Gerüste steigen, was die
Sicherheit der Errichtung des Aufzugs signifikant erhöht. Damit entfällt die aufwendige
Schulung der Monteure für Arbeiten in der Höhe sowie die jährlich zu prüfende umfangreiche
Ausrüstung wie beispielsweise persönliche Schutzausrichtung gegen Absturz, Anschlagmittel
und Höhenrettungsgerätschaften. Die Verwendung einer lediglich im Bereich des Untergrunds
und im unteren Bereich des Aufzugs wirkenden Hebeeinrichtung vereinfacht die Errichtung
des Aufzugs im Vergleich zu gegebenenfalls sehr großen und nur mit viel Aufwand handhabbaren
Kranen mit entsprechendem Raumbedarf weiter. Im Ergebnis sind mit dem erfindungsgemäßen
Verfahren erhebliche Kosteneinsparungen möglich.
[0012] Folglich sind mit dem erfindungsgemäßen Verfahren ein Verfahren und ein Aufzug bereitgestellt,
wonach eine schnelle und sichere Errichtung eines Aufzugs mit konstruktiv einfachen
und kostengünstigen Mitteln ermöglicht ist.
[0013] In besonders vorteilhafter Weise können mit dem erfindungsgemäßen Verfahren Aufzüge
mit auch deutlich mehr als zwei übereinander anzuordnenden Komponenten und daher mit
völlig unterschiedlichen Höhen errichtet werden. In diesem Fall kann nach dem Schritt
des Absenkens der oberen Komponente mittels der Hebeeinrichtung auf die untere Komponente
die untere Komponente gemeinsam mit der oberen Komponente mittels der Hebeeinrichtung
angehoben und anschließend eine weitere untere Komponente unter die gemeinsam angehobenen
Komponenten positioniert werden, worauf ein Absenken der gemeinsam angehobenen Komponenten
auf die weitere untere Komponente mittels der Hebeeinrichtung erfolgt. Anschließend
können die dann drei Komponenten mittels der Hebeeinrichtung angehoben und kann danach
eine weitere untere Komponente unter die angehobenen drei Komponenten positioniert
werden. Hierauf kann ein Absenken der drei angehobenen Komponenten auf die weitere
untere Komponente erfolgen, sodass dann ein Aufbau von vier Komponenten realisiert
ist. Insoweit können auf dieselbe Weise weitere untere Komponenten in den bereits
vorhandenen Aufbau des Aufzugs unten oder von unten eingebracht werden. Insoweit kann
in weiter vorteilhafter Weise die zuletzt aufgelistete Abfolge von Schritten mit einer
oder mehreren weiteren unteren Komponenten in analoger Weise sukzessiv erfolgen.
[0014] Dabei ist festzuhalten, dass die jeweiligen eingefügten unteren oder weiteren unteren
Komponenten nicht zwingend sämtlich einen identischen Aufbau haben müssen. Es ist
lediglich erforderlich, dass ein sicheres Anordnen der einzelnen Komponenten übereinander
ermöglicht ist, wobei die übereinander angeordneten Komponenten auf sichere Weise
in Verbindung miteinander bringbar und gegebenenfalls mittels Kopplungsmitteln miteinander
koppelbar oder fixierbar sein müssen.
[0015] Im Hinblick auf eine sichere Errichtung oder Montage des Aufzugs kann die Hebeeinrichtung
eine Regelung, vorzugsweise Frequenzregelung, zum sanften und/oder ruckfreien Anheben
und/oder Absenken der Komponente oder der Komponenten aufweisen. Mit einer derartigen
Regelung kann verhindert werden, dass der Aufzug sich während der Errichtung oder
Montage aufschaukelt und im schlimmsten Fall umfällt.
[0016] Weiterhin im Hinblick auf eine besonders sichere und einfache Errichtung eines Aufzugs
weist die Hebeeinrichtung mehrere einzelne Heber auf. Anstelle einer möglicherweise
nur mit großem Aufwand handhabbaren einzelnen Hebeeinrichtung kann die Aufgabe des
Anhebens und Absenkens von Komponenten auf mehrere einzelne Heber verteilt werden,
die gegebenenfalls kleiner und leichter handhabbar ausgebildet sein können als eine
einzelne Hebeeinrichtung. Mit mehreren einzelnen Hebern kann eine für ein sicheres
Anheben und Absenken von Komponenten besonders günstige relative Anordnung der einzelnen
Heber zueinander realisiert werden, wobei die Gewichtsverteilung und/oder Schwerpunktslage
der anzuhebenden und abzusenkenden Komponenten berücksichtigt werden kann. In schwereren
Bereichen der anzuhebenden Komponenten können beispielsweise mehr Heber als in leichteren
Bereichen positioniert werden. Im Hinblick auf eine besonders sicher steuerbare Bewegung
des Anhebens und Absenkens können beispielsweise vier Heber an unterschiedlichen Ecken
rechteckiger Komponenten angeordnet werden. In einfach gelagerten Situationen können
auch zwei geschickt positionierte Heber ausreichen.
[0017] In jedem Fall können die Hebeeinrichtung oder die Heber jeweils eine Kopplungsvorrichtung
zum Ankoppeln an einzelne Komponenten aufweisen. Hierdurch ist ein besonders sicheres
Anheben und/oder Absenken ermöglicht, wobei die Gefahr eines ungewollten Lösens oder
Wegrutschens einer Komponente oder schon mehrerer übereinander angeordneter Komponenten
von der Hebeeinrichtung oder einem Heber bei der Errichtung des Aufzugs reduziert
werden kann. Eine derartige Kopplungsvorrichtung kann in vorteilhafter Weise beispielsweise
gabelförmig ausgebildet sein oder eine Auflagefläche für eine Komponente aufweisen.
[0018] Weiterhin im Hinblick auf ein besonders sicheres Errichten eines Aufzugs wird ein
Anheben und/oder Absenken der Komponente oder der Komponenten mittels der Heber, mittels
einer Synchronisiereinrichtung synchronisiert. Hierdurch kann eine aufeinander abgestimmte
gleichmäßige und/oder gleichzeitige Hebe- und/oder Absenkbewegung der Heber oder von
Stempeln der Heber gewährleistet werden, um zu vermeiden, dass die Heber die Komponente
oder Komponenten unterschiedlich schnell oder in unterschiedlichem Umfang pro Zeiteinheit
anheben oder absenken. Ungewünschte Schieflagen der Komponente oder der bereits übereinander
angeordneten Komponenten und im schlimmsten Fall ein Umwerfen eines bereits realisierten
Aufbaus aus übereinander angeordneten Komponenten, der beispielsweise 20 m oder höher
sein kann, können hierdurch vermieden werden.
[0019] Weiterhin im Hinblick auf ein besonders sicheres Errichten eines Aufzugs kann eine
lotrechte Ausrichtung der Hebeeinrichtung oder der Heber mittels einer Sensorik oder
Sensoreinrichtung vorzugsweise automatisch überwacht werden. Bei einem besonders vorteilhaften
Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens kann die lotrechte Ausrichtung
automatisch oder manuell korrigiert werden. Sowohl durch diese Überwachung als auch
durch eine anschließende Korrektur der lotrechten Ausrichtung kann ein besonders hohes
Sicherheitsniveau für das Montagepersonal bereitgestellt werden. Das Risiko einer
umfallenden Hebeeinrichtung oder umfallender Heber kann auf diese Weise signifikant
minimiert werden.
[0020] Die Bezeichnung "Untergrund" ist im weitesten Sinne zu verstehen, sodass ein "Untergrund"
aus beliebigen unterschiedlichen Komponenten und/oder Bereichen zusammengesetzt sein
kann. Je nach Anwendungsfall und Ausgestaltung des zu errichtenden Aufzugs kann der
Untergrund beispielsweise eine Bodengrube oder eine Auffahrrampe aufweisen, in der
oder auf der der Aufzug errichtet werden kann.
[0021] Wie bereits weiter oben erwähnt, können die unteren Komponenten unterschiedliche
Ausgestaltungen aufweisen. In vorteilhafter Weise können jedoch insbesondere die unteren
Komponenten vorzugsweise H-förmige Rahmenteile aufweisen. Derartige Rahmenteile bieten
eine hohe Stabilität der Struktur des zu errichtenden Aufzugs und können auf einfache
und zeitsparende Weise vor dem Errichten des Aufzugs vormontiert werden.
[0022] Bei einer konkreten Ausführungsform eines Aufzugs kann eine oberste Komponente des
Aufzugs im Sinne einer Kopfkomponente oder Mastspitze ausgebildet sein, in der oder
an der beispielsweise ein Schaltschrank oder eine Steuereinrichtung montiert werden
kann. Die darunterliegenden unteren Komponenten können beispielsweise Türen des Aufzugs
für einzelne Etagen oder auch jede Etage aufweisen.
[0023] Ebenfalls bei einer konkreten Ausführungsform eines Aufzugs kann der Aufzug ein VRC,
Vertical Reciprocating Conveyor, sein. Derartige Aufzüge sind als Vertikalförderer
für unterschiedliche Güter bekannt.
[0024] Weiterhin im Hinblick auf eine besonders zeitsparende und flexible Errichtung eines
Aufzugs können mindestens eine Komponente, vorzugsweise sämtliche Komponenten, oder
Teile mindestens einer Komponente und/oder weitere Bauteile oder Baugruppen des Aufzugs,
vorzugsweise durch mehrere Personen und/oder Teams aus Personen, vor der Errichtung
des Aufzugs nach einem der Ansprüche 1 bis 9 vorgefertigt wird oder werden. Dies gewährleistet
eine besonders schnelle Errichtung eines Aufzugs mit möglichst kurzen, durch das Errichten
des Aufzugs verursachten Beeinträchtigungen von anderen Tätigkeiten auf einer Baustelle
oder in einer bereits bestehenden und aktiv genutzten Werkshalle. Dieses Vorfertigen
oder Vormontieren kann zumindest vor dem Schritt des Positionierens einer Hebeeinrichtung
auf dem Untergrund erfolgen, wobei hierbei der Fall berücksichtigt wird, dass die
Bereitstellung des Untergrunds für den Aufzug bauseits und damit gegebenenfalls zu
einem früheren Zeitpunkt erfolgt.
[0025] Es gibt nun verschiedene Möglichkeiten, die Lehre der vorliegenden Erfindung in vorteilhafter
Weise auszugestalten und weiterzubilden. Dazu ist einerseits auf die nachgeordneten
Ansprüche und andererseits auf die nachfolgende Erläuterung bevorzugter Ausführungsbeispiele
des erfindungsgemäßen Verfahrens sowie des erfindungsgemäßen Aufzugs anhand der Zeichnung
zu verweisen. In Verbindung mit der Erläuterung der bevorzugten Ausführungsbeispiele
anhand der Zeichnung werden auch im Allgemeinen bevorzugte Ausgestaltungen und Weiterbildungen
der Lehre erläutert. In der Zeichnung zeigen
- Fig. 1
- in einer Seitenansicht, schematisch eine Erläuterung des Prinzips eines Ausführungsbeispiels
des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Errichtung eines Aufzugs und
- Fig. 2
- in einer Draufsicht, schematisch, eine Anordnung aus zu errichtendem Aufzug und vier
Hebern in Verbindung mit der Erläuterung gemäß Fig. 1.
[0026] Fig. 1 zeigt in einer schematischen Seitenansicht eine Erläuterung des Prinzips eines
Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Errichtung eines Aufzugs
1 mittels einer Hebeeinrichtung 2 in einer Abfolge von fünf Darstellungen. Fig. 2
zeigt in einer schematischen Draufsicht die Anordnung aus zu errichtendem Aufzug 1
mit der Hebeeinrichtung 2, wobei in Zusammenschau der Fig. 1 und 2 erkennbar ist,
dass die Hebeeinrichtung 2 insgesamt vier einzelne Heber 3 aufweist.
[0027] Das hier gezeigte Ausführungsbeispiel bezieht sich auf einen Aufzug 1, beispielsweise
einen Güteraufzug, der auf einer Baustelle, beispielsweise in einer Werkhalle errichtet
wird. Hierzu wird zunächst ein Untergrund bereitgestellt, der eine Bodengrube oder
einer Auffahrrampe sein oder aufweisen kann. Eine solche Bodengrube wird meist bauseits
bereitgestellt.
[0028] Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 sind in fünf Darstellungen Phasen der Errichtung
eines Aufzugs 1 gezeigt. In der ersten Darstellung ganz links in Fig. 1 ist bereits
eine Hebeeinrichtung 2 auf dem Untergrund positioniert, wobei zwei der vier Heber
3 der Hebeeinrichtung 2 in dieser Seitenansicht erkennbar sind. In dieser Phase sind
die Heber 3 bereits mit einer oberen Komponente 4 in Eingriff gebracht. Über der oberen
Komponente 4 ist bereits eine oberste Komponente 7 positioniert. Die Heber 3 weisen
jeweils eine Kopplungsvorrichtung 6 in Form einer Gabel auf. Die Kopplungsvorrichtung
6 kann auch anders ausgebildet sein, soweit nur ein sicherer Eingriff mit der Komponente
4 oder einer weiteren Komponente 5 oder 7 realisiert ist. Die Heber 3 sind seitlich
der oberen Komponente 4 angeordnet, wobei die Heber 3 gemäß Fig. 2 im Wesentlichen
an vier Ecken des Aufzugs 1 oder der oberen Komponente 4 angeordnet sind.
[0029] Gemäß der zweiten Darstellung in Fig. 1 hat bereits ein Anheben der oberen Komponente
4 - gemeinsam mit der obersten Komponente 7 - mittels der Heber 3 stattgefunden, wozu
die Kopplungsvorrichtungen 6 oder Gabeln der einzelnen Heber 3 gemeinsam nach oben
gefahren worden sind. Dabei sind die Komponenten 4 und 7 gemeinsam so hoch angehoben,
dass - wie in der dritten Darstellung der Fig. 1 gezeigt - eine untere Komponente
5 unter die angehobenen Komponenten 4 und 7 positioniert werden kann. Anschließend
wird gemäß der vierten Darstellung der Fig. 1 die obere Komponente 4 gemeinsam mit
der obersten Komponente 7 mittels der Heber 3 auf die untere Komponente 5 abgesenkt.
Anschließend werden die Kopplungsvorrichtungen 6 der Heber 3 gemäß der in Fig. 1 ganz
rechts gezeigten fünften Darstellung wieder nach unten gefahren. Damit wäre bereits
ein Aufzug 1 aus drei Komponenten 5, 4 und 7 errichtet und es könnten die Heber 3
von dem Untergrund entfernt werden.
[0030] Andernfalls können die Heber 3 an ihrem Standort belassen werden und es können die
Kopplungsvorrichtungen 6 mit der unteren Komponente 5 in Eingriff gebracht werden,
um den Gesamtaufbau aus den Komponenten 5, 4 und 7 - entsprechend der zweiten Darstellung
der Fig. 1 - anzuheben und - entsprechend der dritten Darstellung der Fig. 1 - eine
weitere untere Komponente 5 unter diesen Gesamtaufbau aus den Komponenten 5, 4 und
7 zu positionieren. Anschließend könnte dieser Gesamtaufbau - entsprechend der vierten
Darstellung der Fig. 1 - auf die weitere untere Komponente 5 abgesenkt und damit ein
neuer Gesamtaufbau aus zwei Komponenten 5 und jeweils einer Komponente 4 und 7, d.
h. aus insgesamt vier Komponenten, zu bilden. In entsprechender Weise kann eine gewünschte
Anzahl weiterer unterer Komponenten 5 in den Gesamtaufbau des Aufzugs 1 von unten
eingefügt werden, um einen Aufzug 1 in gewünschter Höhe und mit der gewünschten Anzahl
von Etagen zu errichten.
[0031] Die Hebeeinrichtung 2 oder die Heber 3 weisen im Hinblick auf ein möglichst ruckbegrenztes
oder ruckfreies Anheben und Absenken der jeweiligen Komponenten 5, 4 und/oder 7 eine
frequenzgeregelte Bewegungseinrichtung auf. Des Weiteren werden die Heber 3 mittels
einer Synchronisiereinrichtung synchron gefahren, um ein Schwanken oder gar Umfallen
des Aufzugs 1 oder des Gesamtaufbaus beim Anheben und/oder Absenken weitestgehend
zu verhindern oder zumindest auf ein unschädliches Maß zu reduzieren. Jeder Heber
3 ist dabei einzeln ansteuerbar, um eine möglichst hohe Flexibilität der Steuerung
und Regelung der Bewegung der Heber 3 zu ermöglichen.
[0032] Das Anheben und Absenken der Komponenten 5, 4 und/oder 7 erfolgt ohne eine weitere
mechanische Führung der jeweils angehobenen Komponenten 5, 4 und/oder 7. Insbesondere
erfolgt dabei keine Führung der Komponenten oder irgendwelcher Bauteile der Komponenten
in einer benachbarten Komponente oder in irgendeinem Bauteil einer benachbarten Komponente.
Es wird also "frei schwebend" angehoben und abgesenkt.
[0033] Zur Gewährleistung einer möglichst hohen Sicherheit bei der Errichtung des Aufzugs
1 erfolgt eine vorzugsweise automatische Überwachung, ob der in den unterschiedlichen
Phasen der Errichtung des Aufzugs 1 jeweils gebildete Gesamtaufbau oder fertig gestellte
Aufzug 1 lotrecht oder gerade steht. Dies kann beispielsweise mittels geeignet positionierter
Lichtschranken, einer elektrischen Wasserwaage oder einem elektrisch leitenden Pendel
erfolgen, dass mittig in einem Blechkreis hängt und bei einer Schräglage einen Kontakt
mit dem Blechkreis erfährt. Hierdurch kann frühzeitig vor einer zu starken Schräglage
ein Not-Halt ausgelöst werden. Hierdurch kann eine manuelle Korrektur der Ausrichtung
des Gesamtaufbaus oder Aufzugs 1 erzwungen und anschließend ein Anheben und/oder Absenken
fortgeführt werden.
[0034] Die Heber 3 können ein Fahrwerk mit geeigneten Rollen aufweisen, um ein einfaches
Verschieben der Heber 3 zu ermöglichen. Dabei kann das Fahrwerk mittels beispielsweise
eines Bedienhebels vor einem gewünschten Verschieben oder Verfahren der Heber 3 in
eine geeignete Position unter die Heber 3 gebracht werden. Bei ihrem bestimmungsgemäßen
Einsatz wäre das Fahrwerk dann nicht mehr unter den Hebern 3 und die Heber 3 könnten
sicher und stabil auf dem Untergrund positioniert sein. Alternativ hierzu könnten
die Heber 3 ein an einer Seite der Heber 3 angeordnetes Fahrwerk aufweisen, sodass
ein Bewegen oder Verfahren der Heber 3 nach einem Kippen der Heber 3 zu dem Fahrwerk
erfolgen könnte. Das Bewegen oder Verfahren der Heber 3 erfolgt dann in einem gekippten
Zustand der Heber 3.
[0035] Die verwendeten Heber 3 weisen eine speziell für den beschriebenen Anwendungsfall
des Errichtens eines Aufzugs 1 realisierte Konstruktion auf. Dabei werden spezielle
Motoren, Getriebe und Steuersysteme eingesetzt und es werden Gabellifte verwendet.
[0036] Die oberste Komponente 7 kann als sogenannte "Mastspitze" ausgebildet sein und ein
oder mehrere Wellen, Getriebe und/oder Motoren für die Bewegung eines Fahrkorbs des
Aufzugs 1 aufweisen.
[0037] Eine Errichtung mehrerer Aufzüge 1 auf einer Baustelle kann mit unterschiedlichen
Teams erfolgen, die jeweils unterschiedliche Aufgaben haben, beispielsweise kann ein
Team die oberste Komponente 7 ausbilden, kann ein weiteres Team die Seitenstrukturen
der Komponenten vormontieren und kann ein noch weiteres Team Verkabelungen an der
obersten Komponente 7 durchführen. Dabei können die Teams gleichzeitig an unterschiedlichen
zu errichtenden Aufzügen 1 arbeiten, was erheblich gesamte Montagezeit spart. Dabei
können so viele Arbeiten wie möglich am Boden ausgeführt werden, bevor das eigentliche
Errichten des Aufzugs 1 erfolgt.
[0038] Das zuvor erläuterte Ausführungsbeispiel basiert auf seitlich oder außerhalb der
Komponenten 5, 4 und/oder 7 angeordneten Hebern 3, wie dies in den Fig. 1 und 2 dargestellt
ist. Die Heber 3 stehen dabei üblicherweise außerhalb einer Bodengrube, falls eine
solche Bodengrube als Untergrund verwendet wird oder einen Teil des Untergrunds bildet.
Alternativ hierzu können die Heber 3 jedoch auch "innerhalb" der Komponenten 5, 4
und/oder 7 angeordnet werden, um den Aufzug 1 zu errichten. In diesem Fall können
die Heber 3 in einer Bodengrube stehen, falls eine solche Bodengrube als Untergrund
realisiert ist oder einen Teil des Untergrunds bildet, und können die Komponenten
5, 4 und/oder 7 - schon vor der Errichtung der obersten Komponente 7 oder nach einem
Anheben der bereits bereitgestellten Komponenten 5, 4 und/oder 7 - quasi um die Anordnung
von Hebern 3 montiert werden. Eine montierte oberste Komponente 7 kann dann mittels
der Heber 3 angehoben werden oder es können bereits angehobene Komponenten 5, 4 und/oder
7 auf die darunter montierte Komponente 4 oder 5 mittels der Heber 3 abgesenkt werden.
[0039] Hinsichtlich weiterer vorteilhafter Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Vorrichtung
wird zur Vermeidung von Wiederholungen auf den allgemeinen Teil der Beschreibung sowie
auf die beigefügten Ansprüche verwiesen.
[0040] Schließlich sei ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die voranstehend beschriebenen
Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Vorrichtung lediglich zur Erörterung der
beanspruchten Lehre dienen, diese jedoch nicht auf die Ausführungsbeispiele einschränken.
Bezugszeichenliste
[0041]
- 1
- Aufzug
- 2
- Hebeeinrichtung
- 3
- Heber
- 4
- obere Komponente
- 5
- untere Komponente
- 6
- Kopplungsvorrichtung
- 7
- oberste Komponente
1. Verfahren zur Errichtung eines Aufzugs (1), insbesondere eines Güteraufzugs, auf einer
Baustelle, vorzugsweise in einer Werkshalle, wobei der Aufzug (1) aus mehreren übereinander
angeordneten Komponenten (4, 5, 7) aufgebaut wird, umfassend die folgenden Schritte:
- Bereitstellen eines Untergrunds für den Aufzug (1);
- Positionieren einer Hebeeinrichtung (2) auf dem Untergrund;
- Anheben einer oberen Komponente (4) des Aufzugs (1) mittels der Hebeeinrichtung
(2), wobei die Hebeeinrichtung (2) mehrere einzelne Heber (3) aufweist, die auf dem
Untergrund positioniert werden;
- Positionieren einer unterhalb der oberen Komponente (4) anzuordnenden unteren Komponente
(5) unter die angehobene obere Komponente (4);
- Absenken der oberen Komponente (4) mittels der Hebeeinrichtung (2) auf die untere
Komponente (5); und
- Entfernen der Hebeeinrichtung (2) von dem Untergrund,
wobei ein Anheben und/oder Absenken der Komponente (4, 5, 7) oder der Komponenten
(4, 5, 7) mittels der Heber (3) mittels einer Synchronisiereinrichtung synchronisiert
wird, wobei dabei jeder Heber (3) einzeln ansteuerbar ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Schritt des Absenkens der oberen Komponente (4) mittels der Hebeeinrichtung
(2) auf die untere Komponente (5) die untere Komponente (5) gemeinsam mit der oberen
Komponente (4) mittels der Hebeeinrichtung (2) angehoben und anschließend eine weitere
untere Komponente (5) unter die gemeinsam angehobenen Komponenten (4, 5) positioniert
wird, worauf ein Absenken der gemeinsam angehobenen Komponenten (4, 5) auf die weitere
untere Komponente (5) mittels der Hebeeinrichtung (2) erfolgt,
wobei vorzugsweise diese zuletzt aufgelistete Abfolge von Schritten mit einer oder
mehreren weiteren unteren Komponenten (5) in analoger Weise sukzessiv erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Hebeeinrichtung (2) eine Regelung, vorzugsweise Frequenzregelung, zum sanften
und/oder ruckfreien Anheben und/oder Absenken der Komponente (4, 5, 7) oder der Komponenten
(4, 5, 7) aufweist.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Hebeeinrichtung (2) oder die Heber (3) jeweils eine Kopplungsvorrichtung (6)
zum Ankoppeln an einzelne Komponenten (4, 5, 7) aufweisen.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine lotrechte Ausrichtung der Hebeeinrichtung (2) oder der Heber (3) mittels einer
Sensorik oder Sensoreinrichtung vorzugsweise automatisch überwacht wird, wobei vorzugsweise
die lotrechte Ausrichtung automatisch oder manuell korrigiert wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Untergrund eine Bodengrube oder eine Auffahrrampe aufweist.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass insbesondere die unteren Komponenten (5) vorzugsweise H-förmige Rahmenteile aufweisen.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass eine oberste Komponente (7) des Aufzugs (1) im Sinne einer Kopfkomponente oder Mastspitze
ausgebildet ist und/oder dass der Aufzug (1) ein VRC, Vertical Reciprocating Conveyor,
ist.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Komponente (4, 5, 7), vorzugsweise sämtliche Komponenten (4, 5, 7),
oder Bestandteile mindestens einer Komponente (4, 5, 7) und/oder weitere Bauteile
oder Baugruppen des Aufzugs (1), vorzugsweise durch mehrere Personen und/oder Teams
aus Personen, vor der Errichtung des Aufzugs (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
zumindest vor dem Schritt des Positionierens einer Hebeeinrichtung (2) auf dem Untergrund,
vorgefertigt wird oder werden.
1. Method for constructing an elevator (1) - in particular, a freight elevator
- on a construction site, and preferably in a factory hall, wherein the elevator (1)
is built from several components (4, 5, 7) arranged one atop the other, the method
comprising the following steps:
- providing a base for the elevator (1);
- positioning a lifting device (2) on the base;
- raising an upper component (4) of the elevator (1) by means of the lifting device
(2), wherein the lifting device (2) has several individual lifters (3), which are
positioned on the base;
- positioning a lower component (5), which is to be arranged underneath the upper
component (4), under the raised upper component (4);
- lowering the upper component (4) onto the lower component (5) by means of the lifting
device (2); and
- removing the lifting device (2) from the base,
wherein a raising and/or lowering of the component (4, 5, 7) or of the components
(4, 5, 7) by means of the lifters (3) is synchronized by means of a synchronizing
device, whereby each lifter (3) can be controlled individually.
2. Method according to claim 1, characterized in that, after the step of lowering the upper component (4) onto the lower component (5)
by means of the lifting device (2), the lower component (5) is raised together with
the upper component (4) by means of the lifting device (2), and a further lower component
(5) is subsequently positioned under the jointly-raised components (4, 5), whereupon
the jointly-raised components (4, 5) are lowered onto the further lower component
(5) by means of the lifting device (2),
wherein this sequence of steps listed last preferably takes place successively with
one or more further lower components (5) in an analogous manner.
3. Method according to claim 1 or 2, characterized in that the lifting device (2) has a control - preferably a frequency control - for the smooth
and/or jerk-free raising and/or lowering of the component (4, 5, 7) or of the components
(4, 5, 7).
4. Method according to one of claims 1 through 3, characterized in that the lifting device (2) or the lifters (3) each have a coupling device (6) for coupling
to individual components (4, 5, 7).
5. Method according to one of claims 1 through 4, characterized in that a vertical orientation of the lifting device (2) or of the lifters (3) is preferably
automatically monitored by means of a sensor system or sensor device, wherein the
vertical orientation is preferably corrected automatically or manually.
6. Method according to one of the claims 1 through 5, characterized in that the base has a floor pit or a drive-on ramp.
7. Method according to one of claims 1 through 6, characterized in that the lower components (5), in particular, have preferably H-shaped frame parts.
8. Method according to one of claims 1 through 7, characterized in that an uppermost component (7) of the elevator (1) is designed in the sense of a head
component or mast top, and/or in that the elevator (1) is a vertical reciprocating conveyor (VRC).
9. Method according to one of claims 1 through 8, characterized in that at least one component (4, 5, 7), and preferably all components (4, 5, 7), or constituents
of at least one component (4, 5, 7), and/or further structural elements or assemblies
of the elevator (1) is or are prefabricated - preferably by several persons and/or
teams of persons - prior to the construction of the elevator (1) according to one
of claims 1 through 9, and at least prior to the step of positioning a lifting device
(2) on the base.
1. Procédé d'installation d'un ascenseur (1), plus particulièrement d'un monte-charge,
sur un chantier, de préférence dans un hall de production, dans lequel l'ascenseur
(1) est constitué de plusieurs composants (4, 5, 7) superposés, comprenant les étapes
suivantes :
- mise à disposition d'une base pour l'ascenseur (1) ;
- positionnement d'un dispositif de levage (2) sur la base ;
- levage d'un composant supérieur (4) de l'ascenseur (1) au moyen du dispositif de
levage (2), dans lequel le dispositif de levage (2) comprend plusieurs élévateurs
(3) qui sont positionnés sur la base ;
- positionnement d'un composant inférieur (5), qui doit être disposé en dessous du
composant supérieur (4), sous le composant supérieur (4) levé ;
- abaissement du composant supérieur (4) au moyen du dispositif de levage (2) vers
le composant inférieur (5) ; et
- retrait du dispositif de levage (2) de la base,
dans lequel un levage et/ou un abaissement du composant (4, 5, 7) ou des composants
(4, 5, 7) sont synchronisés au moyen des élévateurs (3) à l'aide d'un dispositif de
synchronisation, dans lequel chaque élévateur (3) peut être contrôlé individuellement.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que, après l'étape de l'abaissement du composant supérieur (4) au moyen du dispositif
de levage (2) vers le composant inférieur (5), le composant inférieur (5) est levé
conjointement avec le composant supérieur (4) au moyen du dispositif de levage (2)
puis un autre composant inférieur (5) est positionné sous les composants (4, 5) levés
conjointement, un abaissement des composants (4, 5) levés conjointement vers l'autre
composant inférieur (5) étant effectué à l'aide du dispositif de levage (2),
dans lequel, de préférence, cette dernière suite d'étapes est exécutée successivement
de manière analogue avec un ou plusieurs autres composants inférieurs (5).
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le dispositif de levage (2) comprend une régulation, de préférence une régulation
de fréquence, pour le levage et/ou l'abaissement doux et/ou sans à-coups du composant
(4, 5, 7) ou des composants (4, 5, 7).
4. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le dispositif de levage (2) ou les élévateurs (3) comprennent chacun un dispositif
de couplage (6) pour le couplage à différents composants (4, 5, 7).
5. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce qu'une orientation verticale du dispositif de levage (2) ou des élévateurs (3) est surveillée,
de préférence de manière automatique, au moyen d'un ensemble de capteurs ou d'un dispositif
à capteurs, dans lequel, de préférence, l'orientation verticale est corrigée de manière
automatique ou manuelle.
6. Procédé selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que la base comprend une fosse ou une rampe d'accès.
7. Procédé selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que plus particulièrement les composants inférieurs (5) comprennent de préférence des
parties de cadre en forme de H.
8. Procédé selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que le composant le plus haut (7) de l'ascenseur (1) est conçu comme un composant de
tête ou une pointe de mât et/ou en ce que l'ascenseur (1) est un VRC, Vertical Reciprocating Conveyor.
9. Procédé selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce qu'au moins un composant (4, 5, 7), de préférence tous les composants (4, 5, 7) ou des
parties d'au moins un composant (4, 5, 7) et/ou d'autres parties ou sous-ensembles
de l'ascenseur (1) est ou sont préfabriqués de préférence par plusieurs personnes
et/ou équipes de personnes, avant l'installation de l'ascenseur (1) selon l'une des
revendications 1 à 9, au moins avant l'étape de positionnement d'un dispositif de
levage (2) sur la base.