[0001] Die Erfindung betrifft ein Therapiegerät zur äußeren Behandlung des menschlichen
und tierischen Körpers, insbesondere zum Behandeln der Faszien.
[0002] Insbesondere zur Selbstmassage sind sogenannte Faszienrollen und Faszienbälle bekannt,
die zumeist aus Hartschaum bestehen. Dabei wird mit Hilfe des eigenen Körpergewichts
und der Hartschaumrolle Druck auf Verhärtungen in der Skelettmuskulatur ausgeübt mit
dem Ziel, Muskelverspannungen zu lösen und die Durchblutung zu steigern. Allerdings
sind Faszienrollen und Faszienbälle nur in begrenzten Umfang einsetzbar. Darüber hinaus
sind diese Geräte sehr klobig und daher nur umständlich transportierbar.
[0003] Aus
DE 10 2016 006 115 A1 ist eine Vorrichtung zur Faszien- und/oder Triggerpunktbehandlung bekannt, die einen
zumindest teilweise zylindrischen Grundkörper aufweist, bei dem wenigstens eine Erhebung
in Teilbereichen der Mantelfläche vorhanden ist. Eine Stirnseite ragt an einem Ende
radial über die Mantelfläche des Grundkörpers hinaus. Am anderen Ende ist die Stirnseite
zumindest teilweise kugelförmig ausgebildet, wobei die Erhebung im mittleren Bereich
der Mantelfläche angeordnet ist und die Erhebung zumindest einen Teilbereich der Mantelfläche
überdeckt.
[0004] Aus
DE 20 2015 004 038 U1 ist Massagegerät zum Lösen verklebter Faszienstrukturen, insbesondere bei Pferden,
mit einem Rollkörper aus Holz, der rotationssymmetrisch um eine Drehachse ausgebildet
ist und eine Axialbohrung im Bereich seiner Drehachse aufweist, mit einem Achskörper,
der gegenüber dem Rollkörper drehbar in der Axialbohrung aufgenommen ist und dessen
Enden in beidseitiger Verlängerung der Drehachse aus dem Rollkörper herausragen, und
mit Handgriffen, in denen die Enden des Achskörpers aufgenommen sind, bekannt. Der
Rollkörper weist eine bombierte Gestalt und umlaufende Rillen im Wechsel mit ringförmig
umlaufenden Erhebungen auf. Auch dieses Massagegerät ist nur in begrenzten Umfang
einsetzbar.
[0005] Aus
DE 20 2019 105 810 U1 ist ein Faszienmassagegerät bekannt, dessen Formgebung einer Keule nachempfundenen
ist.
[0006] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Therapiegerät anzugeben,
das besonders flexibel und effektiv, insbesondere an unterschiedlichen Körperstellen,
einsetzbar ist.
[0007] Die Aufgabe wird durch ein Therapiegerät gelöst, das dadurch gekennzeichnet ist,
dass das Therapiegerät wenigstens drei fest miteinander verbundene Schenkel aufweist,
die in einer gemeinsamen Ebene angeordnet sind, wobei jeweils an einer Therapieecke
jedes Ende eines Schenkels mit genau einem Ende eines anderen Schenkels verbunden
ist.
[0008] Das erfindungsgemäße Therapiegerät hat den ganz besonderen Vorteil, dass es sehr
flexibel an unterschiedlichen Körperstellen des menschlichen und tierischen Körpers
insbesondere zur Faszienbehandlung, zur Behandlung von Verspannungen, zur Behandlung
von Verklebungen und/oder zur Durchblutungsförderung einsetzbar ist. Insbesondere
ist es möglich, Hunde, Katzen, Pferde oder andere Haustiere zu behandeln. Das erfindungsgemäße
Therapiegerät kann sowohl zur Selbstbehandlung als auch von einem Therapeuten eingesetzt
werden.
[0009] Das Therapiegerät bietet den ganz besonderen Vorteil, dass ganz unterschiedlich geformte
Abschnitte des Therapiegerätes zur Verfügung stehen, aus denen der Benutzer auswählen
kann, um individuell auf die jeweiligen Beschwerden eingehen zu können. Darüber hinaus
ist es vorteilhaft möglich, das Therapiegerät derart auszubilden, dass es individuell
an die vorzunehmende Behandlung angepasst werden kann.
[0010] Vorzugsweise weist wenigstens eine der Therapieecken, insbesondere jede Therapieecke,
ein nach außen gerichtetes Therapieelement auf. Besonders vorteilhaft ist hierbei
eine Ausführung bei der sich die Therapieelemente hinsichtlich Form und/oder Größe
und/oder Oberflächenbeschaffenheit und/oder Härte und/oder Funktionalität voneinander
unterscheiden. Es kann jeweils die Therapieecke ausgewählt und verwendet werden, die
für die vorzunehmende Behandlung am besten angepasst ist.
[0011] Beispielsweise kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass das Therapieelement als eine
abgerundete Ecke oder Kante der Therapieecke ausgebildet ist. Besonders vielseitig
einsetzbar ist eine Ausführung, bei der die abgerundete Ecke oder Kante einen Krümmungsradius
im Bereich von 2 mm bis 20 mm, insbesondere im Bereich von 4 mm bis 10 mm, aufweist.
[0012] Bei einer besonders vorteilhaften Ausführung weist das Therapieelement eine Kugel
und/oder ein Kugelsegment und/oder einen Kegel und/oder eine konvexe Vorwölbung und/oder
eine Rolle und/oder ein Kreiszylindersegment auf. Insbesondere kann vorteilhaft vorgesehen
sein, dass das Therapieelement eine Kugel und/oder ein Kugelsegment und/oder einen
Kegel und/oder eine konvexe Vorwölbung und/oder eine Rolle und/oder ein Kreiszylindersegment
mit einem Krümmungsradius im Bereich von 2 mm bis 20 mm, insbesondere im Bereich von
4 mm bis 10 mm, aufweist.
[0013] Bei einer ganz besonders vorteilhaften Ausführung weist das Therapieelement eine
rotierbar gelagerte Kugel oder eine rotierbar gelagerte Rolle auf. Eine solche Ausführung
hat den besonderen Vorteil, dass die Rolle bzw. die Kugel auf dem zu behandelnden
Körperteil abrollen kann. Insoweit kann diese Ausführung insbesondere eingesetzt werden,
um einen Druck ausüben zu können ohne eine Reibung zwischen dem Therapieelement und
der Oberfläche des zu behandelnden Körperteils, insbesondere der Haut der zu behandelnden
Person, zu verursachen.
[0014] Ein Therapieelement kann beispielsweise pyramidenförmig oder in Form eines Prismas,
insbesondere eines Dreiecksprismas, ausgebildet sein. Es ist, insbesondere bei einem
solchen Therapieelement, von Vorteil, wenn das Therapieelement abgerundete Ecken und
abgerundete Kanten aufweist. Allerdings sind scharfe Kanten oder Ecken nicht grundsätzlich
ausgeschlossen.
[0015] Bei einer ganz besonders vorteilhaften Ausführung ist zumindest ein Therapieelement
des Therapiegerätes wenigstens teilweise ringförmig ausgebildet. Insbesondere kann
das Therapieelement wenigstens teilweise eine Doughnutform aufweisen. Der Außendurchmesser
kann vorteilhaft im Bereich von 3 cm bis 6 cm liegen. Eine solche Ausführung eignet
sich besonders gut zur Behandlung der Faszien in Bereichen, in denen die Haut des
Patienten sehr dünn ist. Die Differenz zwischen dem Außendurchmesser und dem Innendurchmesser
kann vorteilhaft im Bereich von 0,5 cm bis 3 cm liegen. Auf diese Weise wird eine
ausreichende Stabilität erreicht, während dennoch die Möglichkeit besteht, mit einem
oder mehreren Fingern hindurch greifen zu können, falls dies für die jeweilige Behandlung
vorteilhaft ist.
[0016] Das Therapieelement kann vorteilhaft einen nach außen hervorstehenden, insbesondere
gekrümmten und/oder nasenförmigen, Vorsprung aufweisen. Vorzugsweise läuft der Vorsprung
an seinem freien Ende spitz zu. Eine solche Ausführung eignet sich beispielsweise
besonders gut zur Behandlung der oberflächlichen Faszien im Bereich der Finger und
der Fingergelenke. Insbesondere können Bereich behandelt werden, die mit einem Faszienball
oder eine Faszienrolle nicht erreichbar sind. Vorzugsweise weist der Vorsprung keine
scharfen Kanten auf.
[0017] Bei einer besonderen Ausführung ist zumindest ein Therapieelement des Therapiegerätes
wenigstens teilweise ringförmig ausgebildet, wobei sich von dem Außenumfang ein, insbesondere
gekrümmter und/oder nasenförmiger, Vorsprung nach außen erstreckt. Insbesondere kann
vorteilhaft vorgesehen sein, dass sich der Vorsprung zunächst in Tangentialrichtung
von dem ringförmigen Teil des Therapieelements weg erstreckt und dann bis zu ihrem
freien Ende einem (insbesondere zu dem ringförmigen Teil des Therapieelements hin
gerichteten) gekrümmten Verlauf folgt. Vorzugsweise weist der Vorsprung keine scharfen
Kanten auf.
[0018] Ein Therapieelement kann aus einem harten Material, beispielsweise aus Holz, Hartkunststoff,
Hartschaum oder Metall ausgebildet sein oder ein Hartmaterial aufweisen. Es ist alternativ
auch möglich, dass das Therapieelement aus einem Weichmaterial, insbesondere aus Silikon
oder Gummi, hergestellt ist oder dass das Therapieelement ein Weichmaterial, insbesondere
aus Silikon oder Gummi, aufweist. Hinsichtlich der Materialauswahl gibt es keine grundsätzlichen
Beschränkungen.
[0019] Bei einer ganz besonders vorteilhaften Ausführung ist wenigstens ein Therapieelement,
insbesondere werkzeugfrei, abnehmbar innerhalb der Therapieecke festgelegt oder festlegbar.
Eine solche Ausführung hat den ganz besonderen Vorteil, dass ein Therapieelement gegen
ein anderes Therapieelement ausgetauscht werden kann. Insbesondere kann das Therapieelement
gegen ein anderes Therapieelement ausgetauscht werden, das eine andere Form und/oder
eine andere Größe und/oder eine andere Härte und/oder eine andere Oberflächenbeschaffenheit
und/oder eine andere Funktionalität aufweist. Es ist auf diese Weise auch ermöglicht,
ein verschlissenes Therapieelement gegen ein gleiches Therapieelement auszutauschen.
[0020] Insbesondere kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass wenigstens eine Therapieecke,
insbesondere jede Therapieecke, ein Befestigungselement aufweist, das dazu ausgebildet
ist, mit einem Gegenbefestigungselement eines Therapieelements zusammen zu wirken.
Hierbei kann vorteilhaft beispielsweise vorgesehen sein, dass das Befestigungselement
und das Gegenbefestigungselement zur Ausbildung einer Formschlussverbindung und/oder
einer Klemmverbindung, insbesondere einer Schwalbenschwanzverbindung, ausgebildet
sind. Eine solche Ausführung ermöglicht es, das Therapieelement durch einen Steckvorgang
festzulegen. Insbesondere kann die Formschlussverbindung auch eine Rastverbindung
umfassen.
[0021] Bei einer ganz besonders vorteilhaften Ausführung weisen mehrere, insbesondere alle,
Therapieecken gleiche Befestigungselemente auf, von denen jede dazu ausgebildet ist,
mit einem Gegenbefestigungselement eines Therapieelements zusammen zu wirken. Insbesondere
hierbei kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass mehrere Therapieelemente, insbesondere
alle Therapieelemente, jeweils ein Gegenbefestigungselement aufweisen, wobei die Gegenbefestigungselemente
gleich ausgebildet sind. Auf diese Weise ist es ermöglicht, jedes der Therapieelemente
innerhalb jeder der Therapieecken festlegen zu können und die Therapieelemente beliebig
gegeneinander austauschen zu können.
[0022] Bei einer vorteilhaften Ausführung gibt es mehrere unterschiedliche Therapieelemente
(insbesondere in einer Anzahl, die größer ist, als die Anzahl der Therapieecken),
die je nach Bedarf und Anwendungsfall befestigt werden können. Eine solche Ausführung
ist besonders vielseitig einsetzbar.
[0023] Das erfindungsgemäße Therapiegerät hat den weiteren Vorteil, dass es an wenigstens
einem der Schenkel, vorzugsweise an jedem der Schenkel, oder an einer der Therapieecken
sicher gehalten werden kann. Hierfür sind die Schenkel und/oder die Therapieecken
derart ausgebildet, dass sie, insbesondere von einer normal großen erwachsenen Person,
mit einer Hand umgriffen werden können.
[0024] Bei einer ganz besonders vorteilhaften Ausführung ist zwischen den Schenkeln ein
Durchbruch ausgebildet, durch den hindurch die Finger einer Hand geführt werden können,
um einen Schenkel oder eine Therapieecke umgreifen zu können. Beispielsweise kann
ein Schenkel umgriffen werden, um mit der dem umgriffenen Schenkel gegenüberliegende
Therapieecke eine eigene Körperregion oder eine Körperregion eines Patienten zu behandeln.
Beispielsweise kann eine Therapieecke umgriffen werden, um mit dem der umgriffenen
Therapieecke gegenüberliegenden Therapiekante eigene Körperregion oder eine Körperregion
eines Patienten zu behandeln.
[0025] Es ist jedoch auch möglich, dass zusätzlich ein Griffelement vorhanden ist, beispielsweise
um eine größere Auswahl an Haltemöglichkeiten zur Verfügung zu stellen und/oder um
das Therapiegerät bei einer Behandlung mit zwei Händen halten zu können. Insbesondere
kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass das Griffelement an wenigstens einem der Schenkel
festgelegt ist oder festlegbar ist. Alternativ oder zusätzlich kann vorteilhaft vorgesehen
sein, dass das Griffelement an wenigstens einem der Befestigungselemente festgelegt
ist oder festlegbar ist, an der ansonsten ein Therapieelement festgelegt werden kann.
Vorzugsweise ist das Griffelement, beispielsweise durch eine Steckverbindung, werkzeugfrei
festlegbar. Darüber hinaus kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass das Griffelement
zerstörungsfrei und/oder werkzeugfrei wieder abgenommen werden kann. Es ist alternativ
auch möglich, dass zum Ankoppeln des Griffelements eine separate Ankoppelvorrichtung
vorhanden ist. Die Ankoppelvorrichtung kann eine Formschlussverbindung und/oder eine
Klemmverbindung, beispielsweise eine Schwalbenschwanzverbindung, beinhalten.
[0026] Das Griffelement kann beispielsweise als Henkelgriff ausgebildet sein. Es sind jedoch
auch andere Griffformen möglich.
[0027] Bei einer ganz besonders vorteilhaften Ausführung weist wenigstens ein Schenkel zwischen
seinen Enden eine, insbesondere nach außen gerichtete, Therapiekante auf. Die Therapiekante
kann insbesondere dazu verwendet werden, die Blutzirkulation anzuregen, indem diese
Therapiekante über ein Körperteil gestrichen wird und hierbei ein Anpressdruck ausgeübt
wird. Besonders wirksam ist eine Ausführung, bei der die Therapiekante geriffelt oder
kammförmig ausgebildet ist. Alternativ oder zusätzlich kann vorteilhaft vorgesehen
sein, dass die Therapiekante, insbesondere äquidistant zueinander angeordnete, Vertiefungen
aufweist.
[0028] Bei einer besonders vorteilhaften Ausführung weist wenigstens ein Schenkel in einer
Ebene senkrecht zu seiner Längserstreckungsrichtung eine von der Kreisform abweichende
Außenkontur auf. Dies hat den ganz besonderen Vorteil, dass der Schenkel besonders
sicher umgriffen und gehalten werden kann, wobei die Gefahr verringert ist, dass sich
der Schenkel in der geschlossenen Hand ungewollt dreht. Beispielsweise kann der Schenkel
in einer Ebene senkrecht zu seiner Längserstreckungsrichtung eine rechteckige Außenkontur
aufweisen. Insbesondere kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass alle Schenkel jeweils
in einer Ebene senkrecht zu ihrer Längserstreckungsrichtung eine von der Kreisform
abweichende Außenkontur aufweisen. Dies hat den ganz besonderen Vorteil, dass jeder
der Schenkel besonders sicher umgriffen und gehalten werden kann.
[0029] Bei einer besonders vorteilhaften Ausführung sind alle Schenkel gleich ausgebildet.
Dies hat den besonderen Vorteil, dass das Therapiegerät unabhängig davon, welches
Therapieelement zum Einsatz gebracht werden soll, stets gleich an einem der Schenkel
gegriffen werden kann. Zumindest kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass mehrere Schenkel
gleich lang sind oder dass alle Schenkel gleich lang sind.
[0030] Besonders handlich und besonders gut einsetzbar ist eine Ausführung, bei der die
Schenkel eine Länge im Bereich von 7 cm bis 18 cm, insbesondere im Bereich von 10
cm bis 15 cm aufweisen. Ein Schenkel kann vorteilhaft einem Umfang im Bereich von
4 cm bis 15 cm, insbesondere im Bereich von 6 cm bis 10 cm aufweisen. Bei einer solchen
Ausführung lässt sich der Schenkel leicht umgreifen und sicher festhalten. Der Durchmesser
eines Schenkels kann vorteilhaft im Bereich von 0,5 cm bis 4 cm, insbesondere im Bereich
von 2 cm bis 3 cm, liegen. Insbesondere kann ein Schenkel eine im Querschnitt rechteckige
Form aufweisen. Die Kantenlänge des Rechtecks kann vorteilhaft im Bereich von 0,5
cm bis 4 cm, insbesondere im Bereich von 2 cm bis 3 cm, liegen. Die Ecken der im Querschnitt
rechteckigen Form können abgerundet sein, damit der Schenkel sich ergonomisch anschmiegen
kann, wenn er umgriffen wird. Bei einer solchen Ausführung lässt sich der Schenkel
besonders sicher festhalten.
[0031] Das Therapiegerät kann vorteilhaft wenigstens ein Fixierelement zum Fixieren des
Therapiegeräts an einem fremden Gegenstand, insbesondere an einer Wand, einem Boden
oder einem Möbelstück, aufweisen. Dies ermöglicht es, das Therapiegerät vorübergehend
extern festzulegen und es dadurch zur Anwendung zu bringen, dass man sich dagegen
lehnt, darauf legt und/oder relativ zu dem fixierten Therapiegerät bewegt. Vorzugsweise
ist das Fixierelement derart ausgebildet, dass das Therapiegerät zerstörungsfrei und/oder
werkzeugfrei wieder lösbar an einem fremden Gegenstand, insbesondere an einer Wand
einem Boden oder einem Möbelstück, fixiert werden kann. Beispielsweise kann das Fixierelement
einen Saugnapf aufweisen oder als Saugnapf ausgebildet sein.
[0032] Das Fixierelement kann beispielsweise an einem der Schenkel befestigt sein oder befestigbar
sein. Es ist insbesondere möglich, dass das Fixierelement an wenigstens einem Therapieelement
befestigt ist oder befestigbar ist. Alternativ oder zusätzlich ist es auch möglich,
dass das Fixierelement ein Gegenbefestigungselement aufweist, so dass es an einem
Befestigungselement einer Therapieecke, an dem ansonsten ein Therapieelement festlegbar
wäre, insbesondere werkzeugfrei, festgelegt werden kann. Vorzugsweise ist das Fixierelement
hierbei derart festlegbar, dass es zerstörungsfrei und/oder werkzeugfrei wieder gelöst
werden kann.
[0033] Ganz besonders effektiv und vielseitig einsetzbar ist ein erfindungsgemäßes Therapiegerät,
das genau drei Schenkel, insbesondere genau drei gleich lange Schenkel, aufweist.
Ein solches Therapiegerät kann im Wesentlichen die Form eines senkrechten Dreieckszylinders
mit einem zentralen Durchbruch, der ebenfalls die Form eines senkrechten Dreieckszylinders
hat, aufweisen. Vorzugsweise sind die Längen der Schenkel bei einer solchen Ausführung
so bemessen, dass jeweils einer der Schenkel mit der Hand umgriffen und als Griff
verwendet werden kann. Die diesem Schenkel jeweils gegenüberliegende Spitze des im
Wesentlichen dreieckigen Therapiegerätes kann dann zur Behandlung, beispielsweise
zur Behandlung der Faszien eingesetzt werden. Außerdem kann ein solches Therapiegerät
sehr sicher an einer Therapieecke gehalten werden, um mit einer Therapiekante des
gegenüberliegenden Schenkels den zu behandelnden Körperbereich auszustreichen.
[0034] Bei einer besonderen Ausführung weist das Therapiegerät genau vier Schenkel auf.
Insbesondere kann hierbei vorteilhaft vorgesehen sein, dass der Winkel zwischen unmittelbar
in Verbindung stehenden Schenkeln von 90 Grad (rechter Winkel) verscheiden ist und/oder
dass zumindest zwei einander gegenüberliegende Schenkel ungleich lang ausgebildet
sind. Allerdings ist ein Therapiegerät mit genau drei Schenkeln bevorzugt, weil die
Schenkel das bei einem Therapiegerät mit genau drei Schenkeln, insbesondere auf Grund
der spitzeren Winkel, die Therapiearbeit nicht behindern und ein Behandeln von tieferliegenden
Körperstrukturen leichter möglich ist.
[0035] Ganz besonders vorteilhaft kann das Therapiegerät wenigstens einen geraden Schenkel,
insbesondere ausschließlich gerade Schenkel, aufweisen. Es hat sich gezeigt, dass
eine solche Ausführung besonders sicher gehandhabt werden kann und gleichzeitig in
einfacher Weise sehr robust ausgebildet werden kann.
[0036] Bei einer besonders stabilen Ausführung sind die Schenkel gemeinsam einstückig, beispielsweise
als Spritzgussteil und/oder als Gussteil, hergestellt.
[0037] Das gesamte Therapiegerät kann samt seinen Therapieelementen einstückig, beispielsweise
als Spritzgussteil und/oder als Gussteil, hergestellt sein. Eine solche Ausführung
kann auf einfache Weise eine besonders hohe Stabilität aufweisen. Es ist jedoch auch
möglich, das gesamte Therapiegerät aus mehreren Teilen derart zusammenzusetzen, dass
keine Teile mehr zerstörungsfrei abgenommen werden können. Vorzugsweise weisen die
Therapieelemente eines solchen einstückig hergestellten Therapiegerätes unterschiedliche
Form und/oder Größe und/oder Oberflächenbeschaffenheit und/oder Härte und/oder Funktionalität
auf. Besonders vielseitig ist, wie oben bereits beschrieben, jedoch ein Therapiegerät
mit auswechselbaren Therapieelementen.
[0038] Die Schenkel können insbesondere aus einem Hartmaterial, insbesondere aus Holz, Metall,
Hartkunststoff, hergestellt sein. Vorzugsweise sind die Schenkel steif ausgebildet,
um eine für die jeweilige Behandlung ausreichende Kraft auf die zu behandelnden Körperstellen
übertragen zu können. Es ist jedoch auch möglich, dass die Schenkel federnd ausgebildet
sind, um die auf die zu behandelnden Körperstellen ausübbare Kraft zu begrenzen.
[0039] Vorzugsweise weist das Therapiegerät ein Gewicht im Bereich von 50 Gramm bis 300
Gramm, insbesondere im Bereich von 50 Gramm bis 150 Gramm, auf. Ein solches Gewicht
vermittelt dem Benutzer, dass das Therapiegerät eine große Stabilität aufweist, ohne
dass die Benutzbarkeit hierdurch eingeschränkt wird oder das Gewicht als störend empfunden
wird.
[0040] Von ganz besonderem Vorteil ist ein Therapiesystem, das wenigstens zwei erfindungsgemäße
Therapiegeräte aufweist, die, insbesondere zerstörungsfrei und/oder werkzeugfrei wieder
lösbar, miteinander verkoppelt sind oder verkoppelbar sind. Insbesondere können die
Therapiegeräte unbeweglich miteinander verkoppelt sein oder verkoppelbar sein. Beispielsweise
ist es möglich, zwei der Therapiegeräte mechanisch derart miteinander zu verbinden,
dass sie sich jeweils entlang eines Schenkels berühren und dort, vorzugsweise werkzeugfrei
und/oder zerstörungsfrei wieder lösbar, miteinander verbunden werden können. Alternativ
oder zusätzlich ist es auch möglich, die Therapiegeräte unter Verwendung der oben
bereits erwähnten Befestigungselemente miteinander zu verbinden.
[0041] Das erfindungsgemäße Therapiegerät kann in ganz unterschiedlicher und vielseitiger
Weise eingesetzt werden. Beispielsweise ist es möglich, mit dem Therapiegerät innerhalb
der Kniekehle zu arbeiten, wobei das Therapiegerät zwischen Unterschenkel und Oberschenkel
derart angewendet wird, dass die Ebene, in der sich die, vorzugsweise drei, Schenkel
befinden, parallel zu der Ebene angeordnet ist, in der sich Ober- und Unterschenkel
bewegen. Ein Therapieelement des Gerätes ist hierbei von hinten in Richtung der Kniekehle
ausgerichtet. Durch ein Beugen des Beines kann eine Massagewirkung und eine Wirkung
auf die Faszien erzielt werden.
[0042] Das Gerät kann insbesondere auch gezielt als Massagegerät zur Faszienmassage eingesetzt
werden, wobei einer der Schenkel mit der Hand umgriffen wird und das an der gegenüberliegenden
Therapieecke angeordnete Therapieelement mit den zu behandelnden Körperteilen in Kontakt
gebracht wird.
[0043] Zur Förderung der Durchblutung, beispielsweise des Unterarmes, kann das Gerät an
einer Therapieecke gegriffen werden, um mit einer Therapiekante des gegenüberliegenden
Schenkels den zu behandelnden Körperbereich auszustreichen.
[0044] Es kann ein Ständer vorhanden sein, in dem das erfindungsgemäße Therapiegerät, insbesondere
aufrecht stehend, abgestellt werden kann. Der Ständer kann vorteilhaft eine Tetraederform
oder eine Pyramidenform aufweisen und eine Aufnahme, beispielsweise einen Schlitz,
aufweisen, in den wenigstens ein Teil des Therapiegerätes, insbesondere klemmend und/oder
formschlüssig, eingeführt werden kann. Insbesondere kann vorteilhaft vorgesehen sein,
dass eine der Aufnahme gegenüberliegende Fläche des Ständers als Standfläche fungiert,
um den Ständer auf einer Ablagefläche aufzustellen.
[0045] Der Ständer kann vorteilhaft einstückig, insbesondere als Spritzgussteil, und/oder
als Vollkörper hergestellt sein.
[0046] Nach einem eigenständigen Erfindungsgedanken ist der Ständer selbst als ein Therapiegerät
ausgebildet, das, insbesondere abgerundete, Therapieecken, insbesondere Therapieecken
mit werkzeugfrei und/oder zerstörungsfrei abnehmbaren Therapieelementen, und/oder
Therapiekanten, insbesondere Therapiekanten, die geriffelt ist oder äquidistant zueinander
angeordnete Vertiefungen hat, aufweist.
[0047] Nach einem weiteren eigenständigen Erfindungsgedanken ist ein anderes Therapiegerät
besonders vorteilhaft, das eine Tetraederform oder eine Pyramidenform aufweist, und
das, insbesondere abgerundete, Therapieecken, insbesondere Therapieecken mit werkzeugfrei
und/oder zerstörungsfrei abnehmbaren Therapieelementen, und/oder wenigstens eine Therapiekante,
insbesondere eine Therapiekante, die geriffelt ist oder äquidistant zueinander angeordnete
Vertiefungen hat, aufweist. Das andere Therapiegerät kann vorteilhaft einstückig,
insbesondere als Spritzgussteil, und/oder als Vollkörper, hergestellt sein.
[0048] In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielhaft und schematisch dargestellt
und wird anhand der Figuren nachfolgend beschrieben, wobei gleiche oder gleich wirkende
Elemente auch in unterschiedlichen Ausführungsbeispielen zumeist mit denselben Bezugszeichen
versehen sind. Dabei zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht eines ersten Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen
Therapiegerätes,
- Fig. 2
- eine Detailansicht des ersten Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Therapiegerätes,
- Fig. 3
- eine Frontalansicht des ersten Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Therapiegerätes,
- Fig. 4
- eine Seitenansicht des ersten Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Therapiegerätes,
- Fig. 5
- eine weitere Seitenansicht des ersten Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen
Therapiegerätes,
- Fig. 6
- eine perspektivische Ansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen
Therapiegerätes,
- Fig. 7
- eine Frontalansicht des dritten Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Therapiegerätes,
- Fig. 8
- eine Frontalansicht des vierten Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Therapiegerätes,
- Fig. 9
- eine Frontalansicht des fünften Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Therapiegerätes,
das ein Griffelement aufweist,
- Fig. 10
- eine Frontalansicht eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Therapiesystems,
- Fig. 11
- ein sechstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Therapiegerätes,
- Fig. 12
- das Therapieelement des sechsten Ausführungsbeispiels in einer perspektivischen Ansicht,
- Fig. 13
- das Therapieelement des sechsten Ausführungsbeispiels in einer Seitenansicht,
- Fig. 14
- ein Ausführungsbeispiel eines Ständers für ein erfindungsgemäßes Therapiegerät in
einer perspektivischen Ansicht,
- Fig. 15
- das Ausführungsbeispiel eines Ständers zusammen mit einem erfindungsgemäßen Therapiegerät
in einer Seitenansicht, und
- Fig. 16
- ein anders Therapiegerät nach einem eigenständigen Erfindungsgedanken einer perspektivischen
Ansicht.
[0049] Die Figuren 1, 3, 4 und 5 zeigen unterschiedliche Ansichten eines ersten Ausführungsbeispiels
eines erfindungsgemäßen Therapiegerätes 1 zur äußeren Behandlung des menschlichen
und tierischen Körpers. Das Therapiegerät 1 weist drei fest miteinander verbundene
Schenkel 2 auf, die in einer gemeinsamen Ebene angeordnet sind. Jeweils an einer Therapieecke
3 ist genau ein Ende eines Schenkels 2 mit genau einem Ende eines anderen Schenkels
2 verbunden. Jede der Therapieecken 3 weist ein nach außen gerichtetes Therapieelement
4 auf. Die Therapieelemente 4 können im Bedarfsfall abgenommen und gegen andere Therapieelemente
4 ausgetauscht werden.
[0050] Zwei der Schenkel 2 weisen jeweils zwischen ihren Enden eine nach außen gerichtete
Therapiekante 8 auf. Die Therapiekante 8 kann insbesondere dazu verwendet werden,
die Blutzirkulation anzuregen, indem die Therapiekante 8 über ein Körperteil gestrichen
wird und hierbei eine Anpresskraft ausgeübt wird. Die Therapiekante 8 ist kammförmig
ausgebildet und weist äquidistant zueinander angeordnete Vertiefungen 9 auf.
[0051] Zwischen den Schenkeln 2 gibt es einen Durchbruch 5. Hierdurch ist es möglich, wahlweise
jeden der Schenkel 2 oder jede Therapieecke 3 mit einer Hand zu umgreifen, um das
Therapiegerät 1 sicher halten zu können.
[0052] Jede Therapieecke 3 weist ein Befestigungselement 6 auf, das dazu ausgebildet ist,
mit einem Gegenbefestigungselement 7 eines Therapieelements 4 zusammen zu wirken.
[0053] Figur 2 zeigt in einer Detailansicht eine Therapieecke 3 samt ihres Befestigungselements
6 sowie ein demontiertes Therapieelement 4 samt seinem Gegenbefestigungselement 7.
Das Befestigungselement 6 und das Gegenbefestigungselement 7 sind zur Ausbildung einer
Formschlussverbindung und/oder Klemmverbindung, nämlich einer Schwalbenschwanzverbindung,
ausgebildet. Diese Ausführung ermöglicht es, das Therapieelement 4 durch einen Steckvorgang
festzulegen.
[0054] Figur 6 zeigt eine perspektivische Ansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels eines
erfindungsgemäßen Therapiegerätes 1 zur äußeren Behandlung des menschlichen oder tierischen
Körpers. Das Therapiegerät 1 unterscheidet sich von dem Therapiegerät 1 gemäß dem
ersten Ausführungsbeispiel durch die Therapieelemente 4.
[0055] Außerdem weist das Therapiegerät 1 zwei Fixierelemente 10 zum Fixieren des Therapiegeräts
1 an einem fremden Gegenstand, insbesondere an einer Wand, einem Boden oder einem
Möbelstück, auf. Dies ermöglicht es, das Therapiegerät 1 vorübergehend extern festzulegen
und es dadurch zur Anwendung zu bringen, dass man sich dagegen lehnt, darauf legt
und/oder relativ zu dem fixierten Therapiegerät 1 bewegt. Jedes Fixierelement 10 ist
als Saugnapf 15 ausgebildet und an jeweils einem der Therapieelemente 4 befestigt.
[0056] Fig. 7 zeigt eine Frontalansicht des dritten Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen
Therapiegerätes, das ein abnehmbares Therapieelement 4 mit einer rotierbar gelagerten
Kugel 11 aufweist.
[0057] Fig. 8 zeigt eine Frontalansicht des vierten Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen
Therapiegerätes, das vier fest miteinander verbundene Schenkel 2 aufweist. Die Schenkel
2 sind in einer gemeinsamen Ebene angeordnet. Jeweils an einer Therapieecke 3 ist
genau ein Ende eines Schenkels 2 mit genau einem Ende eines anderen Schenkels 2 verbunden.
Jede der vier Therapieecken 3 weist ein nach außen gerichtetes Therapieelement 4 auf.
[0058] Fig. 9 zeigt eine Frontalansicht des fünften Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen
Therapiegerätes, das ein Griffelement 14 aufweist. Das Griffelement 14 weist Gegenbefestigungselemente
7 auf mittels denen es an zwei der Befestigungselemente 6 festgelegt, an denen ansonsten
(wenn das Griffelement 14 nicht benötigt wird) jeweils ein Therapieelement 4 festgelegt
werden kann.
[0059] Fig. 10 zeigt eine Frontalansicht eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen
Therapiesystems 12, das zwei erfindungsgemäße Therapiegeräte 1 aufweist, die, insbesondere
zerstörungsfrei und/oder werkzeugfrei wieder lösbar, unbeweglich miteinander verbunden
sind. Zum Herstellen der Verbindung dienen zwei Kopplungsbauteile 13, von denen jedes
zwei Gegenbefestigungselemente 7 aufweist, die mit den Befestigungselementen 6 jeweils
zweier Therapieecken 3 zusammen wirken, an denen ansonsten (wenn die Kopplung der
Therapiegeräte 1 nicht benötigt wird) jeweils ein Therapieelement 4 festgelegt werden
kann.
[0060] Figur 11 zeigt eine perspektivische Ansicht eines sechsten Ausführungsbeispiels eines
erfindungsgemäßen Therapiegerätes 1 zur äußeren Behandlung des menschlichen oder tierischen
Körpers. Das Therapiegerät 1 unterscheidet sich von dem Therapiegerät 1 gemäß dem
ersten Ausführungsbeispiel und dem zweiten Ausführungsbeispiel durch wenigstens ein
Therapieelement 4, das in den Figuren 12 und 13 einzeln in einer perspektivischen
Darstellung und in einer Seitenansicht dargestellt ist. Jede Therapieecke 3 weist
ein Befestigungselement 6 auf, das dazu ausgebildet ist, mit einem Gegenbefestigungselement
7 eines Therapieelements 4 zusammen zu wirken. An zwei Therapieecken 3 ist noch kein
Therapieelement 4 angekoppelt. An diese freien Therapieecken 3 können noch Therapieelemente
4 angekoppelt werden.
[0061] Das an der dritten Therapieecke 3 angekoppelte Therapieelement 4 ist in einem Teilabschnitt
16 ringförmig ausgebildet. Eine solche Ausführung eignet sich besonders gut zur Behandlung
der Faszien in Bereichen, in denen die Haut des Patienten sehr dünn ist. Das Therapieelement
4 weist einen nach außen hervorstehenden, gekrümmten Vorsprung 17 auf, der an seinem
freien Ende spitz zuläuft. Eine solche Ausführung eignet sich beispielsweise zur Behandlung
der oberflächlichen Faszien im Bereich der Finger und der Fingergelenke. Der Vorsprung
17 erstreckt sich zunächst in Tangentialrichtung von dem ringförmigen Teil 16 des
Therapieelements 4 weg und folgt dann bis zu seinem freien Ende einem zu dem ringförmigen
Teil 16 des Therapieelements 4 hin gerichteten gekrümmten Verlauf.
[0062] Fig. 14 zeigt schematisch ein Ausführungsbeispiel eines Ständers 18 für ein erfindungsgemäßes
Therapiegerät 1 in einer perspektivischen Ansicht. Der Ständer 18 weist eine Pyramidenform
auf. Außerdem weist der Ständer 18 eine nach oben gerichtete Aufnahme 19, nämlich
einen Schlitz, auf, in den wenigstens ein Teil eines erfindungsgemäßen Therapiegerätes
1, insbesondere klemmend und/oder formschlüssig, eingeführt werden kann. Eine der
Aufnahme gegenüberliegende Fläche des Ständers als Standfläche 20 fungiert, um den
Ständer 18 auf einer Ablagefläche aufstellen zu können, wie dies in Figur 15 in einer
Seitenansicht dargestellt ist.
[0063] Der Ständer 18 ermöglicht es, das Therapiegerät 1 aufrecht zu halten, so dass es
einsatzbereit einfach und schnell gegriffen werden kann.
[0064] Fig. 16 zeigt ein anders Therapiegerät 21 nach einem eigenständigen Erfindungsgedanken
einer perspektivischen Ansicht. Das andere Therapiegerät 21 weist eine Tetraederform
oder eine Pyramidenform auf. Das andere Therapiegerät 21 weist außerdem abgerundete
Therapiespitzen 22 und Therapiekanten 23, nämlich Therapiekanten, die geriffelt ist
und äquidistant zueinander angeordnete Vertiefungen haben, auf.
Bezugszeichenliste:
[0065]
- 1
- Therapiegerät
- 2
- Schenkel
- 3
- Therapieecke
- 4
- Therapieelement
- 5
- Durchbruch
- 6
- Befestigungselement
- 7
- Gegenbefestigungselement
- 8
- Therapiekante
- 9
- Vertiefung
- 10
- Fixierelement
- 11
- Kugel
- 12
- Therapiesystem
- 13
- Kopplungsbauteil
- 14
- Griffelement
- 15
- Saugnapf
- 16
- ringförmiger Teil 16 des Therapieelements 4
- 17
- Vorsprung
- 18
- Ständer
- 19
- Aufnahme für ein Therapiegerät 1
- 20
- Standfläche
- 21
- anderes Therapiegerät
- 22
- Terapiespitzen
- 23
- Therapiekanten
1. Therapiegerät (1) zur äußeren Behandlung des menschlichen und tierischen Körpers,
insbesondere zum Behandeln der Faszien, dadurch gekennzeichnet, dass das Therapiegerät (1) wenigstens drei fest miteinander verbundene Schenkel (2) aufweist,
die in einer gemeinsamen Ebene angeordnet sind, wobei jeweils an einer Therapieecke
(3) genau ein Ende eines Schenkels (2) mit genau einem Ende eines anderen Schenkels
(2) verbunden ist.
2. Therapiegerät (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Therapieecke (3), insbesondere jede Therapieecke (3), ein nach außen
gerichtetes Therapieelement (4) aufweist.
3. Therapiegerät (1) nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass das Therapieelement (4) wenigstens eines der nachfolgenden Merkmale aufweist:
a. das Therapieelement (4) ist als eine abgerundete Ecke oder Kante der Therapieecke
(3) ausgebildet,
b. das Therapieelement (4) ist als eine abgerundete Ecke oder Kante, die einen Krümmungsradius
im Bereich von 2 mm bis 20 mm, insbesondere im Bereich von 4 mm bis 10 mm, aufweist,
der Therapieecke (3) ausgebildet,
c. das Therapieelement (4) weist eine Kugel (11) und/oder ein Kugelsegment und/oder
einen Kegel und/oder eine konvexe Vorwölbung und/oder eine Rolle und/oder ein Kreiszylindersegment
auf,
d. das Therapieelement (4) weist eine Kugel (11) und/oder ein Kugelsegment und/oder
einen Kegel und/oder eine konvexe Vorwölbung und/oder eine Rolle und/oder ein Kreiszylindersegment
mit einem Krümmungsradius im Bereich von 2 mm bis 20 mm, insbesondere im Bereich von
4 mm bis 10 mm, auf,
e. das Therapieelement (4) weist eine rotierbar gelagerte Kugel (11) oder eine rotierbar
gelagerte Rolle auf,
f. das Therapieelement (4) ist pyramidenförmig oder in Form eines Prismas, insbesondere
eines Dreiecksprismas, ausgebildet,
g. das Therapieelement (4) ist wenigstens teilweise ringförmig ausgebildet,
h. das Therapieelement (4) weist einen nach außen hervorstehenden, insbesondere gekrümmten
und/oder nasenförmigen, Vorsprung auf,
i. das Therapieelement (4) ist aus einem Weichmaterial, insbesondere aus Silikon oder
Gummi, hergestellt,
j. das Therapieelement (4) weist ein Weichmaterial, insbesondere aus Silikon oder
Gummi, auf.
4. Therapiegerät (1) nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
a. das Therapieelement (4), insbesondere werkzeugfrei, abnehmbar innerhalb der Therapieecke
(3) festgelegt ist oder festlegbar ist, und/oder dass
b. wenigstens eine Therapieecke (3), insbesondere jede Therapieecke (3), ein Befestigungselement
(6) aufweist, das dazu ausgebildet ist, mit einem Gegenbefestigungselement (7) eines
Therapieelements (4) zusammen zu wirken, und/oder dass
c. das Befestigungselement (6) und das Gegenbefestigungselement (7) zur Ausbildung
einer Formschlussverbindung, insbesondere einer Schwalbenschwanzverbindung, ausgebildet
sind.
5. Therapiegerät (1) nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
a. mehrere, insbesondere alle, Therapieecken (3) gleiche Befestigungselemente (6)
aufweisen, von denen jede dazu ausgebildet ist, mit einem Gegenbefestigungselement
(7) eines Therapieelements (4) zusammen zu wirken, und/oder dass
b. mehrere Therapieelemente (4), insbesondere alle Therapieelemente (4), jeweils ein
Gegenbefestigungselement (7) aufweisen, wobei die Gegenbefestigungselemente (7) gleich
ausgebildet sind.
6. Therapiegerät (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein, insbesondere als Henkelgriff ausgebildetes, Griffelement (14) vorhanden ist,
das an wenigstens einem der Schenkel (2) und/oder an einem Befestigungselement (6)
einer Therapieecke (3) festgelegt ist oder festlegbar ist.
7. Therapiegerät (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
a. wenigstens ein Schenkel (2) zwischen seinen Enden eine, insbesondere nach außen
gerichtete, Therapiekante (8) aufweist, oder dass
b. wenigstens ein Schenkel (2) zwischen seinen Enden eine, insbesondere nach außen
gerichtete, Therapiekante (8) aufweist, die geriffelt oder kammförmig ausgebildet
ist, oder dass
c. wenigstens ein Schenkel (2) zwischen seinen Enden eine, insbesondere nach außen
gerichtete, Therapiekante (8) aufweist, die, insbesondere äquidistant zueinander angeordnete,
Vertiefungen (9) aufweist.
8. Therapiegerät (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
a. wenigstens ein Schenkel (2) in einer Ebene senkrecht zu seiner Längserstreckungsrichtung
eine von der Kreisform abweichende Außenkontur aufweist oder dass alle Schenkel (2)
jeweils in einer Ebene senkrecht zu ihrer Längserstreckungsrichtung eine von der Kreisform
abweichende Außenkontur aufweisen, oder dass
b. wenigstens ein Schenkel (2) in einer Ebene senkrecht zu seiner Längserstreckungsrichtung
eine rechteckige Außenkontur aufweist oder dass alle Schenkel (2) jeweils in einer
Ebene senkrecht zu ihrer Längserstreckungsrichtung eine rechteckige Außenkontur aufweisen.
9. Therapiegerät (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
a. alle Schenkel (2) gleich ausgebildet sind, und/oder dass
b. mehrere Schenkel (2) gleich lang sind oder dass alle Schenkel (2) gleich lang sind,
und/oder dass
c. die Schenkel (2) eine Länge im Bereich von 7 cm bis 18 cm, insbesondere im Bereich
von 10 cm bis 15 cm aufweisen, und/oder dass
d. wenigstens ein Schenkel (2) mit einer Hand, insbesondere mit vier Fingern einer
Hand, umgreifbar ist oder dass jeder der Schenkel (2) mit einer Hand umgreifbar ist,
und/oder dass
e. zwischen den Schenkeln ein Durchbruch (5) ausgebildet ist.
10. Therapiegerät (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
a. das Therapiegerät (1) wenigstens ein Fixierelement (10) zum, insbesondere zerstörungsfrei
und/oder werkzeugfrei wieder lösbaren, Fixieren des Therapiegeräts (1) an einem fremden
Gegenstand, insbesondere an einer Wand einem Boden oder einem Möbelstück, aufweist,
oder dass
b. das Therapiegerät (1) wenigstens ein Fixierelement (10) zum, insbesondere zerstörungsfrei
und/oder werkzeugfrei wieder lösbaren, Fixieren des Therapiegeräts (1) an einem fremden
Gegenstand, insbesondere an einer Wand einem Boden oder einem Möbelstück, aufweist,
wobei das Fixierelement (10) einen Saugnapf (15) aufweist oder als Saugnapf (15) ausgebildet
ist.
11. Therapiegerät (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Therapiegerät (1) genau drei Schenkel (2) aufweist oder dass das Therapiegerät
(1) eine von vier Schenkeln verschiedene Anzahl von Schenkeln aufweist.
12. Therapiegerät (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Therapiegerät (1) im Wesentlichen die Form eines senkrechten Zylinders, insbesondere
Dreieckszylinders, mit einem zentralen Durchbruch (5), der ebenfalls die Form eines
senkrechten Zylinders, insbesondere Dreieckszylinders, hat, aufweist.
13. Therapiegerät (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, dass
a. wenigstens die Schenkel (2) gemeinsam einstückig hergestellt sind oder dass das
Therapiegerät (1) einstückig hergestellt ist, und/oder dass
b. das Therapiegerät (1) oder wenigstens die Schenkel (2) aus einem Hartmaterial,
insbesondere aus Holz, Metall, Hartkunststoff, hergestellt sind, und/oder dass
c. das Therapiegerät (1) ein Gewicht im Bereich von 50 Gramm bis 300 Gramm, vorzugsweise
im Bereich von 50 Gramm bis 150 Gramm, aufweist.
14. Therapiesystem (12) beinhaltend wenigstens zwei Therapiegeräte (1) nach einem der
Ansprüche 1 bis 13, die, insbesondere zerstörungsfrei und/oder werkzeugfrei wieder
lösbar, miteinander verkoppelt sind oder verkoppelbar sind.
15. Verwendung eines Therapiegeräts (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 13 oder eines Therapiesystems
(12) nach Anspruch 14 zur Anwendung in der Medizin, Physiotherapie, Kosmetik und/oder
im Sport.