[0001] Die Erfindung betrifft eine Werkstückspannanordnung, mit der sich zu bearbeitende
Werkstücke spannen und dadurch für den Bearbeitungsvorgang fixieren lassen.
[0002] Entsprechende Werkstückspannanordnungen, wie sie z. B. aus
DE 200 19 581 U1 bekannt sind, verfügen über Spanneinrichtungen wie Spannzangen oder Vertikalspanner,
mit denen sich das Werkstück festklemmen lässt. Das festgeklemmte Werkstück kann dann
einer Bearbeitung zugeführt werden, ohne dass es verrutscht. Nicht immer sind entsprechende
Werkstücke von ihren Abmessungen her allein händisch zu manipulieren. Dies liegt daran,
dass große oder sehr lange Werkstücke von einer einzigen Person selten so festgehalten
werden können, dass sie gleichzeitig in den Aufnahmebereich von mehreren voneinander
teilweise Meter beabstandeten Spanneinrichtungen verbracht werden können. Folglich
werden üblicherweise Hubschienen eingesetzt, die in der Höhe manipulierbar sind, um
ein Werkstück auf diese aufzulegen und auf das Niveau der Spanneinrichtung zu verfahren.
Auf diesem Niveau kann dann das Werkstück in den Erfassungsbereich der Spanneinrichtungen
geschoben werden, indem es parallel zu den Hubschienen bewegt wird und dabei auf den
Hubschienen entlang gleitet. Während der Bearbeitung können die Hubschienen abgesenkt
werden, sodass sie etwaige Bearbeitungsaggregate nicht behindern. Üblicherweise sind
die genannten Spanneinrichtungen wie auch die Hubschienen selbst auf einem Untergestell
angeordnet. Zumeist findet sich eine Mehrzahl Hubschienen parallel zueinander und
auch eine Mehrzahl Spanneinrichtungen, je nach Größe und Format des zu bearbeitenden
Werkstücks.
[0003] Allerdings hat die beschriebene Vorrichtung auch Nachteile, da sie im Grunde nur
dafür geeignet ist, leisten- oder balkenförmige Werkstücke zu bearbeiten. Diese müssen
nach Beendigung des Arbeitsganges aus den Spanneinrichtungen gelöst und dann von den
Hubschienen senkrecht zu deren Verlauf abgezogen oder aus der gesamten Vorrichtung
herausgehoben werden. Das ist umständlich und nachteilig, da das Entfernen des Werkstücks
von den Hubschienen gerade bei der Automatisierung von Arbeitsgängen in zeitlicher
Hinsicht eine kritische Größe sein kann.
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, die Werkstückspannanordnung dahingehend
weiterzuentwickeln, dass sie bezüglich der geschilderten Nachteile Abhilfe schafft.
[0005] Gelöst wird diese Aufgabe durch eine Werkstückspannanordnung mit den Merkmalen des
Anspruchs 1 sowie ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 5. Vorteilhafte Ausführungsformen
finden sich in den jeweiligen Unteransprüchen.
[0006] Die erfindungsgemäße Werkstückspannanordnung zum Aufspannen von Werkstücken weist
eine Lageranordnung auf, auf der wenigstens eine Spanneinrichtung, insbesondere Vertikalspanner,
angeordnet ist. Die Spanneinrichtung weist ihrerseits ein erstes, insbesondere oberes,
Klemmelement und ein zweites, insbesondere unteres, Klemmelement auf. Das zweite Klemmelement
umfasst dabei eine eine Auflageebene definierende Werkstückauflagefläche, wobei die
Klemmelemente einander gegenüberliegen und relativ zueinander verschoben werden können,
um ein Werkstück einzuklemmen. Ferner verfügt die erfindungsgemäße Werkstückspannanordnung
über wenigstens eine Hubschiene, bevorzugt eine Mehrzahl parallel angeordneter Hubschienen,
wobei die wenigstens eine Hubschiene relativ zur Auflageebene parallel zur Vertikalrichtung
angehoben und abgesenkt werden kann und einen Werkstückauflageabschnitt mit einer
Werkstückauflage aufweist. Erfindungsgemäß ist die wenigstens eine Hubschiene, bevorzugt
wenigstens eine Mehrzahl aller vorhandenen Hubschienen, wenigstens in drei Hubeinstellungen
fixierbar, nämlich
- i) einer ersten Hubeinstellung, in der sich die Werkstückauflage des Werkstückauflageabschnitts
in oder unterhalb der Auflageebene befindet,
- ii) einer zweiten Hubeinstellung, in der sich die Werkstückauflage des Werkstückauflageabschnitts
in der Auflageebene oder zwischen Auflageebene (E) und erstem Klemmelement befindet,
und
- iii) einer dritten, von der ersten oder zweiten Hubeinstellung verschiedenen Hubeinstellung.
[0007] Erfindungsgemäß lässt sich die wenigstens eine Hubschiene auf wenigstens drei Positionen,
sogenannte Hubeinstellungen, einstellen. Einstellen bedeutet insbesondere, dass die
wenigstens eine Hubschiene in den drei Hubeinstellungen auch fixierbar ist, sodass
sie nicht ungewollt verschoben wird. Diese drei Hubeinstellungen haben nicht nur den
Vorteil, dass die entsprechende Hubschiene beim Aufspannen des Werkstücks unterstützt
und das Werkstück auf ein Niveau bringt, auf welchem es einfach in horizontaler Weise
zwischen die Klemmelemente geschoben werden kann, wobei in einer weiteren Einstellung
die Werkstückauflage der Hubschiene unterhalb der Spanneinrichtung angeordnet ist,
sodass sie bei der Bearbeitung des in der Spanneinrichtung aufgespannten Werkstücks
nicht im Wege steht. Zudem verfügt die erfindungsgemäße Werkstückspannanordnung über
wenigstens eine dritte Hubeinstellung, die von der ersten und der zweiten Hubeinstellung
verschieden ist und bei der die Werkstückauflage zumindest das obere Niveau der Spanneinrichtung
erreicht bzw. nach oben darüber hinausragt. Diese Einstellung kann unter anderem dazu
verwendet werden, dass fertig bearbeitete Werkstück nach Entnahme aus der Spanneinrichtung
nach oben zu fahren und dann über die wenigstens eine Spanneinrichtung hinweg zu verschieben.
Die verwendeten Spanneinrichtungen stören in diesem Fall nicht den Weitertransport
des Werkstücks.
[0008] Nach einer vorteilhaften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist daher vorgesehen,
dass sich in der dritten Hubeinstellung die Werkstückauflage des Werkstückauflageabschnitts
der wenigstens einen Spanneinrichtung auf der Höhe der Oberseite oder oberhalb der
Oberseite des ersten Klemmelements befindet. Alternativ oder ergänzend kann diese
dritte Hubeinstellung auch noch für etwas anderes genutzt werden: Es ist theoretisch
natürlich denkbar, dass unterschiedliche Spanneinrichtungen an der erfindungsgemäßen
Werkstückspannanordnung eingesetzt werden. Diese Spanneinrichtungen können auch auswechselbar
sein. So kann es beispielsweise erforderlich werden, eine der Bauhöhe nach in Vertikalrichtung
kleinere Spanneinrichtung durch eine in Vertikalrichtung höhere Spanneinrichtung zu
ersetzen. Da solche Spanneinrichtungen durchaus leicht auswechselbare Gegenstände
sein können, die Hubschienen allerdings nicht, kann daher alternativ oder ergänzend
vorgesehen sein, dass die Werkstückspannanordnung eine weitere oder alternative Spanneinrichtung
umfasst, wobei sich in der dritten Hubeinstellung die Werkstückauflage des Werkstückauflageabschnitts
der Hubschiene in der Auflageebene oder zwischen Auflageebene und erstem Klemmelement
dieser weiteren alternativen Spanneinrichtung befindet.
[0009] Die dritte Hubeinstellung kann also sowohl dafür eingesetzt werden, das Werkstück
über die Spanneinrichtungen hinweg auf den Hubschienen verschieben zu können, andererseits
aber auch, um eine höhere Aufspannposition für eine alternative Spanneinrichtung bereitzustellen.
[0010] Die Hubschiene kann an der Lageranordnung, auf der auch die Spanneinrichtung gelagert
ist, gelagert sein. Es ist allerdings genauso denkbar, dass die Hubschiene an einer
davon separierten Lageranordnung angeordnet ist.
[0011] Die Vertikalverstellung der wenigstens einen Hubschiene kann grundsätzlich auf unterschiedliche
Weise erfolgen. Praktischerweise bietet sich die Verwendung von Linearantrieben an,
um die Hubschiene zu verstellen. In einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen,
dass die Hubschiene über einen Teleskopmechanismus zwischen den Hubeinstellungen verstellbar
ist.
[0012] Die oben beschriebene Werkstückspannanordnung ist bevorzugt Teil einer Holzbearbeitungsvorrichtung,
welche ein Maschinenbett und eine darauf gelagerte, oben beschriebene Werkstückspannanordnung
sowie eine Bearbeitungseinrichtung zum Bearbeiten eines von der Werkstückspannanordnung
gehaltenen Werkstücks aufweist.
[0013] Bevorzugt ist dabei vorgesehen, dass die Werkstückspannanordnung eine Mehrzahl in
einer zur Vertikalrichtung senkrechten ersten Richtung hintereinander angeordnete
Hubschienen umfasst. Dies ermöglicht das sichere Auflegen von Werkstücken, da platten-,
balken- oder kantholzförmige lange Werkstücke sicher aufgespannt und der Holzbearbeitungsvorrichtung
nach der Bearbeitung wieder entnommen werden können.
[0014] In einer bevorzugten Ausführungsform sind die Hubschienen parallel zueinander angeordnet
und ihre jeweiligen Hauptlängserstreckungsrichtungen verlaufen in einer/der zur Vertikalrichtung
senkrechten zweiten Richtung.
[0015] Jeder Hubschiene kann eine parallel zur jeweiligen Hubschiene verlaufende Lageranordnung
zugeordnet sein, wobei die Lageranordnung, bei der es sich bevorzugt um eine Saugtraverse
handelt, eine Mehrzahl von einander, insbesondere in der zweiten Richtung, beabstandete
Spanneinrichtungen, bevorzugt Vertikalspanner, aufweisen kann. In dieser Ausführungsform
aber auch grundsätzlich bei jeder Art von Werkstückspannanordnung kann eine solche
Lageranordnung in Gestalt einer Saugtraverse vorgesehen sein und dabei gleichzeitig
die Lagerung für die zugehörige Hubschiene bereitstellen. Bevorzugt ist also je eine
Hubschiene unmittelbar an einer entsprechenden Saugtraverse, auf der dann auch die
Spanneinrichtungen angeordnet sind, in Vertikalrichtung verschieblich gelagert.
[0016] Zur Verwendung der oben beschriebenen Werkstückspannanordnung oder Holzbearbeitungsvorrichtung
betrifft die Erfindung insbesondere ein Verfahren zum Bearbeiten von Werkstücken,
welches folgende Schritte aufweist:
- a. Bereitstellen eines Werkstücks,
- b. Auflegen des Werkstücks auf die Werkstückauflagefläche der wenigstens einen Hubschiene,
- c. Einstellen der wenigstens einen Hubschiene auf die zweite Hubeinstellung,
- d. Überführen des Werkstücks auf die Auflageebene der wenigstens einen Spanneinrichtung,
- e. Einspannen des Werkstücks zwischen den Klemmelementen der wenigstens einen Spanneinrichtung.
[0017] Dabei kann insbesondere vorgesehen sein, dass die wenigstens eine Hubschiene nach
dem Einspannen des Werkstücks auf die erste Hubeinstellung verstellt wird. Nach dem
Verstellen der wenigstens einen Hubschiene auf die erste Hubeinstellung kann das Werkstück
bearbeitet werden. Auf die geschilderte Weise wird die Hubschiene aus dem Arbeitsbereich
herausgefahren, der zum Bearbeiten des Werkstücks erforderlich ist. Dieser Arbeitsbereich
kann der Bewegungsbereich von entsprechenden Bearbeitungsaggregaten wie Bohrern, Sägen
und dergleichen sein. Generell handelt es sich bei den hier in Rede stehenden Werkstücken
vorrangig um solche aus Holz oder Holzersatzstoffen, z. B. Kanthölzer oder plattenförmiger
Werkstücke. Folglich erfolgt die bevorzugte Verwendung der erfindungsgemäßen Werkstückspannanordnung
in einer Holzverarbeitungsmaschine. Natürlich sind Werkstücke aus anderen Materialien
ebenso denkbar. Ebenso ist denkbar, die erfindungsgemäße Werkstückspannanordnung in
einer anderen Maschine einzusetzen, in der kein Holz verarbeitet wird.
[0018] Ferner betrifft die Erfindung auch ein Verfahren zum Entnehmen von Werkstücken aus
der oben beschriebenen Werkstückspannanordnung. Dieses Verfahren kann insbesondere
zeitlich nach Beendigung des oben beschriebenen Verfahrens durchgeführt werden und
weist folgende Schritte auf:
f. Einstellen der wenigstens einen Hubschiene in die zweite Hubeinstellung,
g. Entnehmen des Werkstücks aus der wenigstens einen Spanneinrichtung durch Verschieben
des Werkstücks und/ oder der Spanneinrichtung von der Auflageebene auf den Werkstück
auflageabschnitt der wenigstens einen Hubschiene,
h. anschließendes Verstellen der wenigstens einen Hubschiene auf die dritte Hubeinstellung.
[0019] Dabei kann insbesondere vorgesehen sein, dass nach Schritt h. das Werkstück auf der
wenigstens einen Hubschiene verschoben wird. Auf diese Weise lässt sich das Werkstück
bequem entnehmen, ohne dass etwaige Spanneinrichtungen den Weitertransport des Werkstücks
stören können. Dabei kann das Werkstück insbesondere auf den vorhandenen Hubschienen,
deren Niveau in der dritten Hubeinstellung oberhalb der Spanneinrichtungen liegt,
verschoben werden.
[0020] Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Figuren 1 bis 5 näher erläutert.
Figur 1 zeigt eine seitliche Ansicht auf eine Werkstückspannanordnung nach der vorliegenden
Erfindung in der ersten Hubstellung.
Figur 2 zeigt die in Figur 1 dargestellte Werkstückspannanordnung in der zweiten Hubeinstellung.
Figur 3 zeigt die in den Figuren 1 und 2 dargestellte Werkstückspannanordnung in der
dritten Hubeinstellung.
Figur 4 zeigt eine schematische Draufsicht auf eine erfindungsgemäße Holzbearbeitungsvorrichtung
mit einer erfindungsgemäßen Werkstückspannanordnung.
Figur 5 zeigt eine schematische Seitenansicht der in Figur 4 dargestellten Holzbearbeitungsvorrichtung.
[0021] Die erfindungsgemäße Werkstückspannanordnung weist eine Lageranordnung 2 auf, auf
der wenigstens eine Spanneinrichtung 1 angeordnet ist. Diese Spanneinrichtung 1 kann
beispielsweise, wie im gezeigten Beispiel, ein Vertikalspanner sein. Die Spanneinrichtung
1 weist ein oberes Klemmelement 1a und ein unteres Klemmelement 1b auf, die einander
gegenüberliegende Klemmflächen aufweisen, zwischen denen sich ein Werkstück 4 einklemmen
lässt. Die Klemmfläche des unteren Klemmelements 1b definiert eine Auflageebene E
des Werkstücks 4. Die beiden Klemmelemente lassen sich zum Spannen bzw. zum Lösen
der Aufspaltung in Vertikalrichtung Z relativ zueinander bewegen. Bevorzugt geschieht
dies entweder durch den Einsatz eines Vakuums oder den Einsatz von Druckluft, beides
kann über die Lageranordnung in die Spanneinrichtung 1 zur Betätigung derselben eingebracht
werden. Ferner weist die Werkstückspannanordnung wenigstens eine Hubschiene 3 auf,
welche zumindest eine Werkstückauflage 3a umfasst, auf der ein Werkstück 4 aufgelegt
und angehoben werden kann. In der in Figur 1 dargestellten ersten Hubeinstellung befindet
sich die Werkstückauflage 3a unterhalb der Auflageebene E. Das Werkstück 4 befindet
sich hier aufgespannt in der Spanneinrichtung 1. Die Hubschiene ist bevorzugt an der
Lageranordnung 2 angebracht, kann aber auch separat hiervon gelagert sein. Wie in
dem abgebildeten Ausführungsbeispiel gezeigt, kann die Hubschiene 3 beispielsweise
einen Teleskopauszug mit einer Mehrzahl von Teleskopelementen 3b, 3c, 3d aufweisen.
Genauso ist es natürlich möglich, die Hubschiene 3 auf andere Weise in Vertikalrichtung
Z zu verstellen.
[0022] In der in Figur 2 dargestellten Situation ist die Hubschiene 3 mit der Werkstückauflage
3a und dem darauf liegenden Werkstück 4 bis auf das Niveau der Auflageebene E hochgefahren.
In dieser Situation kann ein aufgespanntes Werkstück 4 aus der Spanneinrichtung 1
entnommen oder in die Spanneinrichtung 1 eingebracht werden. Dies geschieht am einfachsten
durch Verschieben in horizontaler Richtung X.
[0023] Schließlich ist die erfindungsgemäße Werkstückspannanordnung auch dazu ausgelegt,
die Hubschiene 3 in wenigstens eine von den ersten beiden Hubeinstellungen verschiedene
dritte Hubeinstellung zu verbringen. Diese ist in Figur 3 dargestellt. Wie man erkennt,
liegt die Werkstückauflage 3a mit ihrer Werkstückauflagefläche in Vertikalrichtung
Z oberhalb der Oberseite der Spanneinrichtung 1. Diese dritte Hubeinstellung hat gleich
mehrere Vorteile. Zum einen kann das Werkstück 4 nun in horizontaler Richtung X auf
der Hubschiene 3 auch über die Spanneinrichtung 1 hinweg verschoben werden. Somit
wird in dieser Einstellung die Weiterverarbeitung bzw. der Weitertransport des Werkstücks
4 nicht behindert. Auch ist es möglich, diese dritte Hubeinstellung, oder möglicherweise
noch weitere andere Hubeinstellungen dazu zu nutzen, Spanneinrichtungen unterschiedlicher
vertikaler Höhe einzusetzen oder einzuwechseln. So kann es aus verarbeitungstechnischer
Sicht erforderlich werden, dass die Spanneinrichtung nicht die in Figur 3 dargestellte
Höhe in Richtung Z aufweist, sondern beispielsweise 10 cm höher ist. Mit der dritten
Hubeinstellung kann dann auch eine solche Spanneinrichtung angefahren werden, indem
die Werkstückauflage 3a wieder auf die entsprechende Auflageebene E verbracht wird.
[0024] Die in den Figuren 4 und 5 dargestellte Holzbearbeitungsvorrichtung 5 weist ein Maschinenbett
7 auf, auf welchem die Werkstückspannanordnung gelagert ist. Gegenüber dem Maschinenbett
7 beweglich, zumindest parallel zur ersten Richtung X (Pfeil P2), ist eine Bearbeitungseinrichtung
6, an der unterschiedliche Bearbeitungsaggregate gelagert sind. Im dargestellten Beispiel
finden sich eine Mehrzahl von Lageranordnungen 2, die bevorzugt als Saugtraversen
ausgebildet sind, welche ihrerseits auf dem Maschinenbett 7 gelagert sind. An jeder
Lageranordnung 2 ist eine Hubschiene 3 in Vertikalrichtung Z in der oben beschriebenen
Weise höhenverstellbar angebracht. Die einzelnen Lageranordnungen 2 lassen sich bevorzugt
parallel zur ersten Richtung X (vgl. Pfeil P1) verschieben und so auf das aufzuspannende
Werkstück (hier nicht gezeigt) anpassen. Zudem sind auch in einer Richtung Y, die
bevorzugt senkrecht zur Richtung X und senkrecht zur Vertikalrichtung Z verläuft,
voneinander beabstandet angeordnete Spanneinrichtungen 1 zu erkennen, die der jeweiligen
Lageranordnung 2 angeordnet bzw. gelagert sind.
1. Werkstückspannanordnung zum Aufspannen von Werkstücken (4), aufweisend
eine Lageranordnung (2), auf der wenigstens eine Spanneinrichtung (1), insbesondere
Vertikalspanner, angeordnet ist, wobei die Spanneinrichtung (1) ein erstes, insbesondere
oberes, Klemmelement (1a) und ein zweites, insbesondere unteres, Klemmelement (1b)
aufweist, wobei das zweite Klemmelement (1b) eine eine Auflageebene (E) definierende
Werkstückauflagefläche aufweist, wobei die Klemmelemente (1a, 1b) einander gegenüberliegen
und relativ zueinander verschoben werden können, um ein Werkstück (4) einzuklemmen,
wenigstens eine Hubschiene (3), die relativ zur Auflageebene (E) parallel zur Vertikalrichtung
(Z) angehoben und abgesenkt werden kann und einen Werkstückauflageabschnitt (3a) mit
einer Werkstückauflage aufweist,
wobei die Hubschiene (3) wenigstens in drei Hubeinstellungen fixierbar ist, nämlich
i) einer ersten Hubeinstellung, in der sich die Werkstückauflage des Werkstückauflageabschnitts
(3a) in oder unterhalb der Auflageebene (E) befindet,
ii) einer zweiten Hubeinstellung, in der sich die Werkstückauflage des Werkstückauflageabschnitts
(3a) in der Auflageebene (E) oder zwischen Auflageebene (E) und erstem Klemmelement
(1a) befindet, und
iii) einer dritten, von der ersten oder zweiten Hubeinstellung verschiedenen Hubeinstellung.
2. Werkstückspannanordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass sich in der dritten Hubeinstellung die Werkstückauflage des Werkstückauflageabschnitts
(3a) der wenigstens einen Spanneinrichtung (1) auf der Höhe der Oberseite oder oberhalb
der Oberseite des ersten Klemmelements (1a) befindet und/oder die Werkstückspannanordnung
eine weitere oder alternative Spanneinrichtung (1) umfasst, wobei sich in der dritten
Hubeinstellung die Werkstückauflage des Werkstückauflageabschnitts (3a) der Hubschiene
in der Auflageebene (E) oder zwischen Auflageebene (E) und ersten Klemmelement (1a)
dieser weiteren alternativen Spanneinrichtung (1) befindet.
3. Werkstückspannanordnung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Hubschiene (3) an der Lageranordnung (2) gelagert ist.
4. Werkstückspannanordnung nach einem der vorigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Hubschiene (3) über einen Teleskopmechanismus (3a, 3b, 3c, 3d) zwischen den Hubeinstellungen
verstellbar ist.
5. Holzbearbeitungsvorrichtung (5), aufweisend ein Maschinenbett (7) und eine darauf
gelagerte Werkstückspannanordnung nach einem der vorigen Ansprüche sowie eine Bearbeitungseinrichtung
(6) zum Bearbeiten eines von der Werkstückspannanordnung gehaltenen Werkstücks (4)
.
6. Holzbearbeitungsvorrichtung (5) nach Anspruch 5,
dadurch kennzeichnet,
dass die Werkstückspannanordnung eine Mehrzahl in einer zur Vertikalrichtung (Z) senkrechten
ersten Richtung (X) hintereinander angeordnete Hubschienen (3) umfasst.
7. Holzbearbeitungsvorrichtung (5) nach Anspruch 6,
dadurch kennzeichnet,
dass die Hubschienen (3) parallel zueinander angeordnet und ihre jeweiligen Hauptlängserstreckungsrichtungen
in einer zur Vertikalrichtung (Z) senkrechten zweiten Richtung (Y) verlaufen.
8. Holzbearbeitungsvorrichtung (5) nach Anspruch 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass jeder Hubschiene (3) eine parallel zur jeweiligen Hubschiene (3) verlaufende Lageranordnung
(2) zugeordnet ist, wobei die Lageranordnung (2) eine Mehrzahl voneinander, insbesondere
in der zweiten Richtung (Y), beabstandete Spanneinrichtungen aufweist.
9. Verfahren zum Bearbeiten von Werkstücken unter Verwendung einer Werkstückspannanordnung(en)
nach einem der Ansprüche 1 bis 4 oder einer Holzbearbeitungsvorrichtung nach einem
der Ansprüche 6 bis 8, aufweisend folgende Schritte:
a. Bereitstellen eines Werkstücks (4),
b. Auflegen des Werkstücks auf die Werkstückauflagefläche der wenigstens einen Hubschiene
(3),
c. Einstellen der wenigstens einen Hubschiene (3) auf die zweite Hubeinstellung,
d. Überführen des Werkstücks (4) auf die Auflageebene (E) der wenigstens einen Spanneinrichtung
(1),
e. Einspannen des Werkstücks (3) zwischen den Klemmelementen (1a, 1b) der wenigstens
einen Spanneinrichtung (1).
10. Verfahren nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass die wenigstens eine Hubschiene (3) nach dem Einspannen des Werkstücks (4) auf die
erste Hubeinstellung verstellt wird.
11. Verfahren nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Werkstück nach dem Verstellen der wenigstens einen Hubschiene (3) auf die erste
Hubeinstellung bearbeitet wird.
12. Verfahren zum Entnehmen von Werkstücken aus einer Werkstückspannanordnung nach einem
der Ansprüche 1 bis 4, insbesondere zeitlich nach Beendigung eines Verfahrens nach
einem der Ansprüche 9 bis 11, aufweisend folgende Schritte:
f. Einstellen der wenigstens einen Hubschiene (3) in die zweite Hubeinstellung,
g. Entnehmen des Werkstücks (4) aus der wenigstens einen Spanneinrichtung (1) durch
Verschieben des Werkstücks (4) und/oder der Spanneinrichtung (1) von der Auflageebene
(E) auf den Werkstückauflageabschnitt (3a) der wenigstens einen Hubschiene (3),
h. anschließendes Verstellen der wenigstens einen Hubschiene (3) auf die dritte Hubeinstellung.
13. Verfahren nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass nach Schritt h. das Werkstück (4) auf der wenigstens einen Hubschiene (3) verschoben
wird.