[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Stopfmaschine zum Unterstopfen von Schwellen
eines Gleises, mit auf Schienenfahrwerken verfahrbaren, in Maschinenlängsrichtung
hintereinander angeordneten und aneinander gekoppelten Arbeitsmaschinenteilen, einem
Versorgungsteil mit einem Maschinenrahmen und einem Arbeitsteil mit einem, zumindest
ein höhenverstellbares Stopfaggregat, sowie ein Gleishebe-Richt-Aggregat aufweisenden
Maschinenrahmen, wobei sowohl der Versorgungsteil als auch der Arbeitsteil selbstfahrend
sind, wobei der Versorgungsteil im Stopfbetrieb kontinuierlich und der Arbeitsteil
diskontinuierlich verfahrbar ist, wozu Versorgungsteil und Arbeitsteil miteinander
über flexible Versorgungsleitungen, insbesondere für Hydraulik, Pneumatik und Elektrik,
verbunden sind und Fahrantriebe von Versorgungsteil und Arbeitsteil entsprechend ansteuerbar
sind.
[0002] Eine derartige Stopfmaschine offenbart die
DE 2818405 A1. Durch eine Steuervorrichtung ist es möglich, das Steuer- und Kontrollfahrzeug unabhängig
von der Vorwärtsbewegung des Arbeitsfahrzeuges, insbesondere auch ständig und kontinuierlich,
mit annähernd gleichbleibender Geschwindigkeit entlang des Gleises zu verfahren, sodass
die im Steuer- und Kontrollfahrzeug angeordneten Vorrichtungen zur Überwachung, Bedienung
und Steuerung der Vorrichtungen und Werkzeuge sowie die Bedienungsperson durch die
gegebenenfalls schrittweise Vorwärtsbewegung des Arbeitsfahrzeuges und die auf die
Maschine ausgeübten Schläge, Beanspruchungen u.dgl. durch die Werkzeuge bzw. Vorrichtungen
nicht beeinflusst wird. Der Antriebsschlupf kann ein exaktes Positionieren des Arbeitsteiles
erschweren.
[0003] Eine weitere im Arbeitseinsatz kontinuierlich verfahrbare Stopfmaschine ist beispielsweise
durch
US 6 705 232 bekannt. Der Vorteil der kontinuierlich arbeitenden Stopfmaschinen besteht darin,
dass die gesamte Maschine mit ihrer großen Masse nicht bei jeder zu unterstopfender
Schwelle gestoppt und anschließend wieder beschleunigt werden muss. Dadurch erhöht
sich die Arbeitsgeschwindigkeit der Maschine gegenüber zyklisch arbeitenden Maschinen
und außerdem werden die auf den Maschinisten wirkenden Beschleunigungen verringert.
Die zyklische Vorfahrt von Schwellenbereich zu Schwellenbereich beschränkt sich bei
den bisher bekannten kontinuierlichen Maschinenausführungen auf den die Arbeitsaggregate
tragenden, unter der Stopfmaschine angeordneten, Satelliten, der relativ zum Hauptrahmen
der Maschine längsverschiebbar ausgebildet ist. Eine solche Maschine ist auch aus
der
AT401943B und der
DE 3409849 A1 bekannt.
[0004] Bekannt ist es auch Anhänger für Stopfmaschinen vorzusehen, auf denen Zusatzaggregate
wie dynamische Stabilisieraggregate, Schotterpflug, Schotterkehranlagen, Steilförderband
und Silo mit Einschottervorrichtungen etc. aufgebaut sind. Manchmal wird auf Anhängern
ein Energie liefernder Dieselmotor aufgebaut, wenn die Hauptmaschine zu schwer ist.
[0005] Werden bestimmte von den Bahndirektionen festgelegte Komfortgrenzwerte oder Sicherheitsgrenzwerte
einer geometrischen Gleislage überschritten, dann werden Gleisstopfarbeiten geplant
und zeitgerecht durchgeführt. Zur Behebung und Berichtigung dieser geometrischen Gleisfehler
kommen Gleisbaumaschinen zum Einsatz.
[0006] Stopfaggregate fixieren die Lage eines Gleises während einer Instandhaltungsmaßnahme.
Dies geschieht über Stopfwerkzeuge, so genannte Stopfpickel, die in den Schotter neben
den Schwellen eintauchen und über eine lineare Schließbewegung die durch eine Verdichtschwingung
überlagert wird, den Schotter unter der Schwelle verdichten. Das Gleis wird dabei
von einer Hebe-Richt-Einrichtung in eine vorgegebene Sollposition gehoben und gerichtet
und in dieser während der Stopfung gehalten. Über Messwagen und Steuereinrichtungen
wird die Lage des Gleises während der Stopfung gemessen und durch Vergleich mit Sollwerten
eines Gleislagecomputers auf Soll gehalten.
[0007] Es gibt Stopfmaschinen die auf das Stopfen von Weichen spezialisiert sind, mit teilbaren,
quer zur Maschinenlängsrichtung hinsichtlich ihrer Arbeitslage einstellbaren Stopfaggregaten
- so genannte Splitheadaggregate, mit Zusatzhebeeinrichtungen für den abzweigenden
Strang, mit schwenkbaren Verdichtpickeln, mit einer Verdrehbarkeit der Stopfaggregate
um eine Hochachse in der Maschinenquermitte u. dgl. und es gibt Stopfmaschinen die
vorzugsweise für das Streckenstopfen gebaut sind. Zudem gibt es Einschwellen- und
Mehrschwellenstopfmaschinen. Mehrschwellenstopfmaschinen stopfen in einem Arbeitszyklus
mehrere Schwellen auf einmal.
[0008] Bekannte Satellitenrahmen (
US 6 705 232) laufen mittels eines Fahrwerks auf den Schienen, welche mit Bremsen und einem auf
die Räder wirkenden Antrieb ausgestattet ist. Der Nachteil der bekannten Ausführungen
ist, dass der Arbeitssatellit in einer Hauptmaschine geführt wird. Je größer der Satellit
ist, wie bei Mehrschwellenstopfmaschinen, umso größer und schwerer ist auch die den
Arbeitssatelliten einhausende Hauptmaschine.
[0009] Ein Nachteil dieser Bauart ist, dass die Sehnenteilung der Arbeitssehnen, welche
die Gleis-Istgeometrie abtasten und die zwischen einem vorderen, einem mittleren und
einem hinteren am Gleis verfahrbaren Messwagen gespannt sind, während des Arbeitens
veränderlich ist. Das heißt der vordere und hintere Messwagen, zwischen denen die
Messsehne gespannt ist, sind mit dem äußeren kontinuierlich fahrenden Hauptmaschinenrahmen
verbunden, während der Messwagen, der die Sensoren zur Abtastung der Gleisgeometrie
in Bezug auf die Sehnen trägt, sich auf dem Satelliten befindet, dessen Lage sich
bezüglich des Hauptmaschinenrahmens zyklisch ändert.
[0010] Da die äußeren Messwagen kontinuierlich fahren und der mittlere Messwagen mit dem
Satelliten während der Stopfung stehen bleibt, ändert sich während der Stopfung das
Sehnenteilungsverhältnis. Dadurch ändern sich während des Arbeitens die Regelparameter,
welche das Gleis auf Nullposition halten müssen und die das Hebe-Richt-Aggregat ansteuern,
ständig. Dies führt zu Ungenauigkeiten und schlechteren Ergebnissen der Stopfarbeiten
hinsichtlich der zu erzeugenden Soll-Gleisgeometrie.
[0011] Durch die Veränderung der Sehnenverhältnisse ändert sich das Gleisgeometriefehler-Verkleinerungsverhältnis,
wenn die Maschine im Ausgleichsmodus arbeitet. Das Fehlerverkleinerungsverhältnis
hängt vom Verhältnis des langen Sehnenabschnitts zum kurzen Sehnenabschnitt ab. Je
größer dieses Verhältnis ist umso mehr werden Gleisfehler verringert. Bei den herkömmlichen
kontinuierlichen Stopfmaschinen ändert sich dieses Verhältnis während des Stopfvorganges
nachteilig - das Verhältnis wird nämlich mit zunehmender Dauer des Stopfvorganges
kleiner.
[0012] Nachteilig ist auch der Mehraufwand an Material und Gewicht, wegen der Größe des
äußeren kontinuierlich fahrenden vorderen Maschinenteiles.
[0013] Insgesamt sind dadurch die gesamte notwendige Masse und die Antriebsleistung der
Maschine groß.
[0014] Aus
EP 1387003B1 ist bekannt, dass der Fahrantrieb des Satelliten mit Hilfe eines Beschleunigungszylinders
unterstützt werden kann. Damit wird zwar die Anfahrverzögerung des Antriebs der Fahrwerke
zum Teil kompensiert, aber so ein Beschleunigungszylinder trägt zur Präzision der
Positionierung des Satelliten nichts bei. Er weist auch keinen Anteil an der Bremswirkung
des Satelliten auf.
[0015] Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, die oben angeführten Nachteile zu
vermeiden und eine Stopfmaschine der eingangs geschilderten Art zu schaffen, mit der
bessere Ergebnisse hinsichtlich der zu erzeugenden Soll-Gleisgeometrie erreicht werden
können.
[0016] Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, dass der Arbeitsteil mit dem Versorgungsteil
zur Unterstützung des diskontinuierlichen Fahrantriebes des Arbeitsteils über mindestens
einen hydraulischen Antriebs-/Bremszylinder verbunden ist, der mit einem Positionsgeber
zur Erkennung der jeweiligen Kolbenlage im Zylinder ausgestattet ist.
[0017] Um die Geschwindigkeit und Präzision des zyklisch arbeitenden Arbeitsteils zu unterstützen,
ist es vorgesehen, dass der Arbeitsteil mit dem Versorgungsteil zur Unterstützung
des diskontinuierlichen Fahrantriebes des Arbeitsteils über mindestens einen hydraulischen
Antriebs-/Bremszylinder verbunden ist. Die hydraulischen Zylinder können mit einem
Positionsgeber ausgestattet sein, der die jeweilige Kolbenlage im Zylinder an eine
Maschinensteuerung übergibt. Dieser Hydrauliktrieb kann sowohl zum Beschleunigen des
Arbeitsteils als auch zum Bremsen beim Ausführen der zyklischen Vorfahrt verwendet
werden. Der Verlauf der Anfahrrampe und der Bremsrampe kann über Proportionalregelventile
und entsprechende Regelelektronik exakt vorgegeben werden. Für den Fall der Überstellfahrt
mit gekuppeltem Versorgungs- und Arbeitsteil wird der Hydraulikzylinder vorzugsweise
drucklos und damit schwimmend geschaltet.
[0018] Der hydraulische Antriebs-/Bremszylinder ist zusätzlich zu den Fahrantrieben von
Versorgungs- und Arbeitsteil vorgesehen. Sowohl der Versorgungsteil als auch der Arbeitsteil
sind selbstfahrend, wobei der Versorgungsteil im Stopfbetrieb kontinuierlich und der
Arbeitsteil diskontinuierlich verfahrbar ist. Um eben die Präzision der gegenseitigen
Positionierung von Versorgungs- und Arbeitsteil zueinander bzw. des Arbeitsteiles
an einer Arbeitsposition zu verbessern ist die Stopfmaschine zusätzlich zu den Fahrantrieben
mit mindestens einem hydraulischen Antriebs-/Bremszylinder ausgestattet, der insbesondere
Beschleunigungs- und Bremskräfte überträgt, und damit kürzere Zykluszeiten erlaubt,
welche durch einen Antriebsschlupf des zyklisch fahrenden Arbeitsteils nach unten
hin beschränkt sind. Dadurch, dass der hydraulischen Antriebs-/Bremszylinder mit einem
Positionsgeber zur Erkennung der jeweiligen Kolbenlage im Zylinder ausgestattet ist,
ist stets eine genaue Positionierung des Arbeitsteiles bezüglich des Versorgungsteils
bzw. an einer Arbeitsposition mit einer entsprechenden Regeleinrichtung möglich.
[0019] Der Arbeitsteil und der Versorgungsteil sind unabhängig voneinander je mit einem
eigenen Fahrantrieb auf einem Gleis verfahrbar. Der Arbeitsteil trägt mindestens ein
Stopfaggregat das gesenkt und gehoben werden kann sowie ein Gleishebe-Richtaggregat,
eine Arbeitskabine und vorne eine Fahrkabine. Der Versorgungsteil der Maschine trägt
die schweren Komponenten, insbesondere den Dieselmotor, die Dieseltanks, Hydrauliktank,
Verteilgetriebe und eventuell integrierte andere Arbeitseinheiten, die im kontinuierlichen
Mode betrieben werden können wie z.B. dynamische Stabilisieraggregate, Schotterpflüge,
Schotterkehranlage, Steilförderband und Silo etc. und eine Fahrkabine hinten.
[0020] Bei einer erfindungsgemäßen Stopfmaschine kann ein großer Teil der Masse eines bei
bekannten kontinuierlich arbeitenden Maschinen sonst notwendigen, den Satelliten umgebenden
äußeren Maschinenrahmens, entfallen, wodurch eine große Menge an Gewicht eingespart
werden kann. Mit dem Arbeitsteil zugeordneten Messwagen sind auch stets konstante
Abstände zwischen den Messwagen realisierbar, womit Präzision und Genauigkeit der
Berichtigung der Gleisgeometrie zunehmen. Während des Stopfens bleibt das Fehlerverkleinerungsverhältnis
nämlich konstant und groß. Dadurch wird eine bessere Fehlerberichtigung durch die
Maschine erreicht. Insgesamt wird die Gesamtmasse einer derartigen Maschine gegenüber
dem Stand der Technik verringert, was wiederum geringere Herstell- und Betriebskosten
und einen kleineren ökologischen Fußabdruck bewirkt.
[0021] Es empfiehlt sich zur Messung des Abstands zwischen Arbeitsteil und Versorgungsteil
einen Abstandssensor vorzusehen. Über den Abstandssensor, der den Abstand zwischen
Versorgungs- und Arbeitsteil misst, können die kontinuierliche Vorfahrgeschwindigkeit
und zyklische Vorfahrgeschwindigkeiten automatisch aufeinander abgestimmt geregelt
werden. Dies erlaubt ebenfalls die Vermeidung von Kollisionen zwischen Versorgungs-
und Arbeitsteil.
[0022] Zudem kann der mindestens eine hydraulische Antriebs-/Bremszylinder zur Unterstützung
des diskontinuierlichen Fahrantriebes des Arbeitsteils in
[0023] Abhängigkeit des Abstands zwischen Arbeitsteil und Versorgungsteil und der absoluten
Positionsdaten, insbesondere GPS-Daten der Stopfmaschine, angesteuert sein.
[0024] Schwere Maschinenkomponenten, nämlich Antriebsmotor, Treibstofftank, Hydrauliktank
und Verteilgetriebe sind vorzugsweise auf dem Versorgungsteil vorgesehen.
[0025] Insbesondere kann der Arbeitsteil mit mittels Sehnen verbundenen Messwagen, einem
vorderen, einem mittleren und einem hinteren Messwagen, ausgestattet sein, wobei die
Sehnen ein fixes Sehnenteilungsverhältnis zwischen den Messwagen (16,11,17) und konstante
Sehnenlängen aufweisen.
[0026] Je zumindest eines der Laufwerke von Arbeitsteil und Versorgungsteil ist insbesondere
mit einem Fahrantrieb ausgestattet. Falls erforderlich können auch zwei oder mehrere
Laufwerke mit einem Fahrantrieb ausgestattet sein, falls dies wegen auftretender Brems-
bzw. Beschleunigungskräfte nötig ist.
[0027] Für Überstellfahrten werden die beiden Maschinen insbesondere miteinander gekuppelt.
Arbeitsteil und Versorgungsteil können dazu mit einer automatischen zentralen Schnellkupplung
kuppelbar sein. Alternativ können Arbeitsteil und Versorgungsteil auch mit einer bei
Eisenbahnen üblichen Standard-Zug-Druck-Vorrichtung mit Puffern versehen sein.
[0028] Günstige Konstruktionsverhältnisse ergeben sich, wenn Arbeitsteil und Versorgungsteil
zusammen auf genau vier Schienenfahrwerken verfahrbar sind.
[0029] In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt. Es zeigen
- Fig. 1
- eine Seitenansicht einer kontinuierlichen Stopfmaschine gemäß dem Stand der Technik,
- Fig. 2
- eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Stopfmaschine in Überstellfahrtstellung
und
- Fig. 3
- eine Seitenansicht der Stopfmaschine aus Fig. 2 in Arbeitsstellung.
[0030] Die Stopfmaschine A+B zum Unterstopfen von Schwellen 2 eines Gleises 1 umfasst auf
Schienenfahrwerken 6 verfahrbare, in Maschinenlängsrichtung hintereinander angeordnete
und aneinander gekoppelte Arbeitsmaschinenteile, einen Versorgungsteil A mit einem
Maschinenrahmen 23 und einen Arbeitsteil B mit einem, zumindest ein höhenverstellbares
Stopfaggregat 10, sowie einen, ein Gleishebe-Richt-Aggregat 12 aufweisenden Maschinenrahmen
(20).
[0031] Sowohl der Versorgungsteil A als auch der Arbeitsteil B sind selbstfahrend, wobei
der Versorgungsteil A im Stopfbetrieb kontinuierlich und der Arbeitsteil B diskontinuierlich
verfahrbar ist, wozu Versorgungsteil A und Arbeitsteil B miteinander über flexible
Versorgungsleitungen 8, insbesondere für Hydraulik, Pneumatik und Elektrik, verbunden
sind und Fahrantriebe von Versorgungsteil A und Arbeitsteil B entsprechend ansteuerbar
sind.
[0032] Der Arbeitsteil B ist mit dem Versorgungsteil A zur Unterstützung des diskontinuierlichen
Fahrantriebes des Arbeitsteils B über mindestens einen hydraulischen Antriebs-/Bremszylinder
7, 24 verbunden. Zur Messung des Abstands zwischen Arbeitsteil B und Versorgungsteil
A ist ein Abstandssensor 23 vorgesehen. Schwere Maschinenkomponenten, nämlich Antriebsmotor
22, Treibstofftank 19, Hydrauliktank 21, Verteilgetriebe 18 sind auf dem Versorgungsteil
A vorgesehen. Der Arbeitsteil B ist mit mittels Sehnen verbundenen Messwagen 16,11,17
ausgestattet, die ein fixes Sehnenteilungsverhältnis zwischen den Messwagen 16,11,17
und konstante Sehnenlängen aufweisen. Je zumindest eines der Laufwerke 6 von Arbeitsteil
B und Versorgungsteil A ist mit einem Fahrantrieb 31 ausgestattet. Arbeitsteil B und
Versorgungsteil A sind mit einer automatischen zentralen Schnellkupplung 9 koppelbar.
[0033] Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung einer kontinuierlichen Stopfmaschine gemäß
dem Stand der Technik mit einem vorderen, einen Arbeitssatelliten C aufnehmenden Maschinenteil
und mit einem als Anhänger ausgebildeten hinteren Maschinenteil. Innerhalb des Hauptrahmens
25 des vorderen Maschinenteils ruht der längsverschiebbare Arbeitssatellit C auf dem
Fahrwerk 28. Der Arbeitssatellit C wird durch Längsführungen 30 im Hauptrahmen 25
geführt. Der Satellitenrahmen 20 trägt die Stopfaggregate 10, den mittleren Messwagen
11, die Hebe-Richteinrichtung 12 mit den Richtzylindern 13 und den Hebezylindern 14.
Am Anhänger mit dem Maschinenrahmen 23 hinten befindet sich ein Zusatzdieseltank 26
und ein Hilfsstromaggregat 18 sowie ein Aufenthalts- und Werkstattraum 27. Die Maschine
arbeitet in Arbeitsrichtung W. Über das Messsystem mit dem Messwagen 16, 11, 17 wird
die Hebe-Richt-Einheit 12 gesteuert. Integriert in den vorderen Maschinenteil ist
ein Antriebsmotor 22, ein Hydrauliktank 21 und ein Dieseltank 19. Hinten befindet
sich die Arbeitskabine 4 und vorne die Fahrkabine 5. Der Anhänger ist über eine Zug-Druck-Vorrichtung
9, eine Standardkupplung, mit dem vorderen Maschinenteil gekuppelt. Vorderes Maschinenteil
und Anhänger ruhen auf Laufwerken 6 die auf Schienen 1 geführt sind. Am Anhänger ist
eine Fahrkabine 3 aufgebaut.
[0034] Fig. 2 zeigt im Unterschied dazu eine schematische erfindungsgemäße Ausführung einer
Stopfmaschine aus dem Versorgungsteil A und dem Arbeitsteil B in Überstellfahrtstellung.
Beide Maschinenteile sind über eine automatische Kupplung 9 verbunden. Für die Überstellfahrt
sind die Antriebs- und Bremszylinder 7 mit Anlenkpunkten 24 drucklos und schwimmend
geschaltet. Hydraulik-, Elektrik- und Pneumatik-Versorgung erfolgen über flexible
Leitungen 8. Der Anhänger A ruht auf zwei Laufwerken 6 die auf Schienen 1 geführt
sind. Der Maschinenrahmen des Versorgungsteils 23 trägt die hintere Fahrkabine 3,
das Hilfsstromaggregat 18, den Antriebsmotor 22, den Dieseltank 19 und den Hydrauliktank
21. Der Arbeitsteil B trägt über den Maschinenrahmen 20 die vordere Fahrkabine 5,
die hintere Arbeitskabine 4, die Stopfaggregate 10, die Messwagen 16,11, 17 und die
Hebe-Richt-Einrichtung 12 mit den Richtzylindern 13 und den Hebezylindern 14 und der
Längsverschiebeeinrichtung 15. Der diskontinuierlich arbeitende Arbeitsteil B ruht
auf zwei Laufwerken 6. Die Schienen 1 sind auf Schwellen 2 befestigt. Über einen Sensor
23 wird der Abstand zwischen kontinuierlich fahrendem Versorgungsteil A und Arbeitsteil
B gemessen. Eines der Laufwerke ist mit einem Antrieb 31 versehen. Die beiden Geschwindigkeits-Zeitdiagramme
v, t geben die Bewegungsabläufe beider Maschinenteile an. Während der Versorgungsteil
A im Stopfbetrieb kontinuierlich fährt, fährt der diskontinuierlich arbeitende Arbeitsteil
B zyklisch voraus, entfernt sich in Fahrtrichtung also vom Versorgungsteil A, bleibt
stehen, stopft und beschleunigt und fährt wieder voraus usw.
[0035] Fig. 3 zeigt eine schematische erfindungsgemäße Ausführung einer Stopfmaschine aus
dem Versorgungsteil A und dem Arbeitsteil B in Arbeitsstellung. Versorgungsteil A
fährt kontinuierlich während Arbeitsteil B diskontinuierlich fährt, wie die Geschwindigkeitszeitdiagramme
veranschaulichen. Das Anfahren und Bremsen des Satelliten wird durch einen Anfahr-
und Bremszylinder 7 unterstützt. Die automatische Kupplung 9 ist gelöst. Der Abstand
zwischen beiden Maschinenteilen wird durch einen Abstandssensor 23 gemessen. Dieser
Abstandssensor kann als Seilzugsensor, als optischer Sensor oder auch als Radarsensor
ausgeführt werden. Die flexible Verbindung 8 der Hydraulik-, Pneumatik- und Elektroversorgung
spannt und entspannt sich während des zyklischen Arbeitens des Arbeitsteils B. Der
Arbeitsteil der Maschine wird möglichst massearm (verkleinerte Front- und Arbeitskabine
4, 5, entfernte schwere Anbauteile 22, 21, 19, 18, Entfall des äußeren Maschinenrahmens
25) ausgeführt. Mindestens eines der Drehgestelle 6 auf dem der Arbeitsteil B ruht
wird mit einem Fahrantrieb 31 ausgestattet.
1. Stopfmaschine (A, B) zum Unterstopfen von Schwellen (2) eines Gleises (1), mit auf
Schienenfahrwerken (6) verfahrbaren, in Maschinenlängsrichtung hintereinander angeordneten
und aneinander gekoppelten Arbeitsmaschinenteilen, einem Versorgungsteil (A) mit einem
Maschinenrahmen (23) und einem Arbeitsteil (B) mit einem, zumindest ein höhenverstellbares
Stopfaggregat (10), sowie ein Gleishebe-Richt-Aggregat (12) aufweisenden Maschinenrahmen
(20), wobei sowohl der Versorgungsteil (A) als auch der Arbeitsteil (B) selbstfahrend
sind, wobei der Versorgungsteil (A) im Stopfbetrieb kontinuierlich und der Arbeitsteil
(B) diskontinuierlich verfahrbar ist, wozu Versorgungsteil (A) und Arbeitsteil (B)
miteinander über flexible Versorgungsleitungen (8), insbesondere für Hydraulik, Pneumatik
und Elektrik, verbunden sind und Fahrantriebe von Versorgungsteil (A) und Arbeitsteil
(B) entsprechend ansteuerbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass der Arbeitsteil (B) mit dem Versorgungsteil (A) zur Unterstützung des diskontinuierlichen
Fahrantriebes des Arbeitsteils (B) über mindestens einen hydraulischen Antriebs-/Bremszylinder
(7, 24) verbunden ist, der mit einem Positionsgeber zur Erkennung der jeweiligen Kolbenlage
im Zylinder ausgestattet ist.
2. Stopfmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Messung des Abstands zwischen Arbeitsteil (B) und Versorgungsteil (A) ein Abstandssensor
(23) vorgesehen.
3. Stopfmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine hydraulische Antriebs-/Bremszylinder (7, 24) zur Unterstützung
des diskontinuierlichen Fahrantriebes des Arbeitsteils (B) in Abhängigkeit des Abstands
zwischen Arbeitsteil (B) und Versorgungsteil (A) und der absoluten Positionsdaten,
insbesondere GPS Daten der Stopfmaschine, angesteuert ist.
4. Stopfmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass schwere Maschinenkomponenten, nämlich Antriebsmotor (22), Treibstofftank (19), Hydrauliktank
(21), Verteilgetriebe (18) auf dem Versorgungsteil (A) vorgesehen sind.
5. Stopfmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Arbeitsteil (B) mit mittels Sehnen verbundenen Messwagen (16,11,17) ausgestattet
ist, die ein fixes Sehnenteilungsverhältnis zwischen den Messwagen (16,11,17) und
konstante Sehnenlängen aufweisen.
6. Stopfmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass je zumindest eines der Laufwerke (6) von Arbeitsteil (B) und Versorgungsteil (A)
mit einem Fahrantrieb (31) ausgestattet ist.
7. Stopfmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass Arbeitsteil (B) und Versorgungsteil (A) mit einer automatischen zentralen Schnellkupplung
(9) kuppelbar sind.
8. Stopfmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass Arbeitsteil (B) und Versorgungsteil (A) mit einer bei Eisenbahnen üblichen Standard-Zug-Druck-Vorrichtung
(9) versehen ist.
9. Stopfmaschine nach den Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass Arbeitsteil (B) und Versorgungsteil (A) zusammen auf genau vier Schienenfahrwerken
(6) verfahrbar sind.