[0001] Die Erfindung betrifft einen Raffstore aufweisend Lamellen und eine Unterschiene,
die mittels wenigstens eines Zugmittels hängend mit einer Antriebsvorrichtung verbunden
ist.
[0002] Die Erfindung betrifft außerdem ein Verfahren zum Modifizieren eines Raffstores,
das eine Unterschiene aufweist, die mittels wenigstens eines Zugmittels hängend mit
einer Antriebsvorrichtung verbunden ist.
[0003] Ein Raffstore ist eine außen vor einem Fenster oder einer Tür eines Gebäudes anzubringende
Sonnenschutzvorrichtung mit horizontal ausgerichteten, zueinander parallelen Lamellen,
die zumeist von flexiblen Leitern gehalten werden, die im ausgefahrenen Zustand des
Raffstores den Abstand der Lamellen gewährleisten und das Einstellen des Lamellenwinkels
ermöglichen. Am unteren Ende befindet sich zumeist eine Unterschiene, die zumeist
mittels zweier Zugmittel hängend mit einer Antriebsvorrichtung verbunden ist. Durch
Einziehen der Zugmittel in die Antriebsvorrichtung, beispielsweise durch Aufwickeln
auf eine Wickelwelle der Antriebsvorrichtung, wird die Unterschiene nach oben gezogen,
wobei sich die Lamellen zu einem Stapel aufeinander legen. Zumeist sind die Lamellen
seitlich in Linearführungen geführt. Raffstores werden auf Maß passgenau für die jeweilige
Fenstersituation bzw. Türsituation hergestellt.
[0004] Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Möglichkeit anzugeben, die Herstellung
eines für die jeweilige Anwendungssituation passenden Raffstores zu vereinfachen.
[0005] Die Aufgabe wird durch einen Raffstore gelöst, der dadurch gekennzeichnet ist, dass
die maximale Ausgabelänge des Zugmittels von der Antriebsvorrichtung bis zur Unterschiene
und/oder der maximale Abstand zwischen der Unterschiene und der Antriebsvorrichtung
in der Vertikalebene des Zugmittels mittels einer Kopplungsvorrichtung einstellbar
ist, die das Zugmittel mit der Unterschiene verbindet.
[0006] In verfahrensmäßiger Hinsicht wird die Aufgabe durch ein Verfahren gelöst, das dadurch
gekennzeichnet ist, dass die maximale Ausgabelänge des Zugmittels von der Antriebsvorrichtung
bis zur Unterschiene und/oder der maximale Abstand zwischen der Unterschiene und der
Antriebsvorrichtung in der Vertikalebene des Zugmittels mittels einer Kopplungsvorrichtung
eingestellt wird, die das Zugmittel mit der Unterschiene verbindet.
[0007] Die Erfindung ermöglicht es insbesondere, einen bereits hergestellten und funktionsfähigen
Raffstore auf einfache Weise umzurüsten, um diesen dann an die jeweilige Situation
am Einbauort, insbesondere an die Höhe der jeweiligen Gebäudeöffnung, beispielsweise
eine Fensterhöhe oder eine Türhöhe, nachträglich individuell anpassen zu können.
[0008] Ein erfindungsgemäßer Raffstore kann nach einem eigenständigen Erfindungsgedanken
insbesondere dadurch hergestellt werden, dass in einen Raffstore, insbesondere einen
von vielen Raffstores, die einheitlich gleich oder zumindest in gleicher Größe vorproduziert
werden, für jedes Zugmittel eine erfindungsgemäße Kopplungsvorrichtung zum einstellbaren
Verbinden des Zugmittels mit der Unterschiene eingebaut wird. Dies ermöglicht es,
den Raffstore an die Höhe der jeweiligen Gebäudeöffnung, insbesondere die Fensterhöhe
bzw. Türhöhe, anpassen zu können. Der Einbau der erfindungsgemäßen Kopplungsvorrichtung
kann insbesondere auch in einen bereits vorhandenen und funktionsfähigen Raffstore
nachträglich erfolgen. Dies kann beispielsweise dadurch geschehen, dass eine bereits
vorhandene Verbindung des Zugmittels mit der Unterschiene entfernt und stattdessen
eine erfindungsgemäße Kopplungsvorrichtung eingefügt wird.
[0009] Bei einer ganz besonders vorteilhaften Ausführung weist die Unterschiene einen Hohlraum
auf, in dem die Kopplungsvorrichtung angeordnet ist. Beispielsweise kann der Hohlraum
zwischen einem Basisteil und einem Deckelteil der Unterscheine angeordnet sein. Eine
solche Ausführung hat den besonderen Vorteil, dass die Kopplungsvorrichtung bzw. die
mehreren Kopplungsvorrichtungen vor Verschmutzung, Beschädigung und Manipulation geschützt
untergebracht ist bzw. sind. Da die Einstellung der maximalen Ausgabelänge des Zugmittels
von der Antriebsvorrichtung bis zur Unterschiene und/oder der maximale Abstand zwischen
der Unterschiene und der Antriebsvorrichtung in der Vertikalebene des Zugmittels in
aller Regel nur selten, nämlich bei der Installation des Raffstores, vorgenommen wird,
ist es nicht von Nachteil, wenn die Kopplungsvorrichtung nicht unmittelbar erreichbar
ist, sondern beispielsweise erst nach dem Entfernen eines Deckelteils der Unterschiene.
[0010] Bei einer besonderen Ausführung weist die Unterschiene ein senkrecht zu seiner Längserstreckungsrichtung
gewölbtes Basisteil und ein senkrecht zu seiner Längserstreckungsrichtung gewölbtes
Deckelteil auf, zwischen denen der Hohlraum ausgebildet ist. Insbesondere kann das
Deckelteil die gleiche Form aufweisen und/oder aus dem gleichen Material hergestellt
sein, wie die Lamellen des Raffstores, was die Herstellung und vereinfacht.
[0011] Bei einer besonders vorteilhaften Ausführung ist das Deckelteil rastend und/oder
reibschlüssig, insbesondere zerstörungsfrei wieder lösbar, an dem Basisteil festlegbar
und/oder festgelegt. Vorzugsweise ist das Deckelteil ohne zusätzliche Befestigungsmittel,
wie beispielsweise Schrauben, an dem Basisteil festlegbar und/oder festgelegt. Insbesondere
kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass das Deckelteil ausschließlich rastend und/oder
reibschlüssig an dem Basisteil festlegbar und/oder festgelegt ist. Auf diese Weise
ist es vorteilhaft vermieden, weitere Befestigungsmittel zum Befestigen des Deckelteils
vorsehen zu müssen. Insbesondere kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass die entlang
der Längserstreckungsrichtung verlaufenden Seitenkanten des Deckelteils die entlang
der Längserstreckungsrichtung verlaufenden Seitenkanten des Basisteils, insbesondere
einrastend und/oder klemmend, übergreifen, wenn das Deckelteil an dem Basisteil festgelegt
ist.
[0012] Vorzugsweise weist die Unterschiene, beispielsweise in dem Deckelteil, eine Öffnung
auf, durch die hindurch das Zugmittel zu der Kopplungsvorrichtung verläuft. Vorzugsweise
entspricht die Form der Öffnung der Querschnittsform des Zugmittels.
[0013] Bei einer besonders vorteilhaften Ausführung ist die Unterschiene mittels der Kopplungsvorrichtung,
insbesondere stufenlos, an unterschiedlichen Stellen des Zugmittels festlegbar. Dies
ermöglicht es, auf einfache Weise die maximale Ausgabelänge des Zugmittels von der
Antriebsvorrichtung bis zur Unterschiene und/oder den maximalen Abstand zwischen der
Unterschiene und der Antriebsvorrichtung in der Vertikalebene des Zugmittels einzustellen.
[0014] Dies kann beispielsweise dadurch realisiert sein, dass das Zugmittel frei durchziehbar
durch die an der Unterschiene festgelegte Kopplungsvorrichtung hindurch geführt ist,
so dass die Unterschiene durch ein Ziehen des hindurch geführten freien Endes des
Zugmittels nach oben angehoben und durch ein Absenken des freien Endes des Zugmittels
nach unten abgelassen werden kann. Sobald die einzustellende maximale Ausgabelänge
und/oder der einzustellende maximalen Abstand erreicht ist, kann die Kopplungsvorrichtung
in die Festlegeeinstellung umgeschaltet werden, wodurch die freie Durchziehbarkeit
aufgehoben und das Zugmittel relativ zu der Kopplungsvorrichtung festgelegt wird.
Das Festlegen des Zugmittels ermöglicht es, dass die Unterschiene frei mit der gewünschten
maximalen Ausgabelänge und/oder dem gewünschten maximalen Abstand zur Antriebsvorrichtung
an dem Zugmittel hängen kann.
[0015] Insbesondere kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass das Zugmittel mittels der Kopplungsvorrichtung
reib und/oder formschlüssig festgelegt ist oder festlegbar ist. Beispielsweise kann
die Kopplungsvorrichtung derart ausgeführt sein, dass das Zugmittel innerhalb der
Kopplungsvorrichtung eingeklemmt werden kann, um die vorgenommene Einstellung festzulegen.
Es kann alternativ oder zusätzlich auch vorgesehen sein, dass das Zugmittel innerhalb
der Kopplungsvorrichtung durch eine Formschlussverbindung, beispielsweise durch einen
in das Zugmittel eingreifenden, insbesondere spitzen, Dorn oder durch mehrere in das
Zugmittel eingreifende, insbesondere spitze, Dorne, arretiert kann, um die vorgenommene
Einstellung beizubehalten und das Zugmittel festzulegen.
[0016] Bei einer besonders einfach bedienbaren Ausführung ist die Kopplungsvorrichtung selbsthemmend
ausgebildet und/oder angeordnet. Beispielsweise kann die Kopplungsvorrichtung einen
Freilauf beinhalten, der ein Durchziehen des Zugmittels ausschließlich in einer Richtung
erlaubt, während das Durchziehen in der anderen Richtung blockiert wird. Hierbei kann
jedoch vorgesehen sein, dass die Blockierung durch einen Eingriff des Benutzers manuell
wieder gelöst werden kann. Beispielsweise kann der Freilauf einen federbelasteten,
schräggestellten und drehbar gelagerten Dorn aufweisen, der durch die Federbelastung
an dem Zugmittel anliegt. Die Ausrichtung des Dorns ist hierbei derart gewählt, dass
er bei einem Ziehen an dem Zugmittel in einer Richtung in das, beispielsweise als
textiles Band ausgebildete, Zugmittel eingreift und bei einem Ziehen an dem Zugmittel
in der anderen Richtung an dem Zugmittel entlang gleitet.
[0017] Insbesondere kann die Kopplungsvorrichtung auch derart ausgebildet sein, dass ein
Teil der Unterschiene zum Herstellen einer Klemm- und/oder Formschlussverbindung verwendet
wird. Beispielsweise kann die Kopplungsvorrichtung derart ausgebildet sein, dass eine
Festlegung durch Umschalten der Kopplungsvorrichtung in eine Festlegeeinstellung herbeiführbar
ist, bei der das Zugmittel zwischen einem Teil der Kopplungsvorrichtung und einem
Teil der Unterschiene eingeklemmt wird und/oder bei der ein Teil der Unterschiene,
beispielsweise wenigstens ein Dorn, in das Zugmittel eingreift.
[0018] Bei einer vorteilhaften Ausführung kann die Kopplungsvorrichtung wahlweise, insbesondere
werkzeugfrei und/oder zerstörungsfrei, zwischen einer Freigabeeinstellung, in der
die maximale Ausgabelänge und/oder der maximale Abstand zwischen der Unterschiene
und der Antriebsvorrichtung einstellbar ist, und einer Festlegeeinstellung, in der
die maximale Ausgabelänge und/oder der maximale Abstand zwischen der Unterschiene
und der Antriebsvorrichtung fixiert ist, umgeschaltet werden. Die Kopplungsvorrichtung
kann beispielsweise derart ausgebildet sein, dass das Umschalten durch Betätigen eines
Schaltelements, beispielsweise durch das Umlegen eines Hebels oder durch das Einschieben
eines Klemmelements oder das Drehen eines Nockens, vorgenommen werden kann.
[0019] Bei einer ganz besonders vorteilhaften Ausführung ist die Kopplungsvorrichtung derart
ausgebildet, dass sich eine eingestellte Relativstellung des Zugmittels relativ zu
der Kopplungsvorrichtung und/oder relativ zu der Unterschiene durch den Umschaltvorgang
von der Freigabeeinstellung in die Festlegeeinstellung nicht verändert. Hierfür kann
die Kopplungsvorrichtung derart ausgebildet sein, dass bei dem Umschaltvorgang keine
Kräfte auf das das Zugmittel ausgeübt werden, die eine Verschiebung des Zugmittels
relativ zu der Kopplungsvorrichtung bewirken. Vorzugsweise ist die Kopplungsvorrichtung
derart ausgebildet, dass keine unsymmetrischen Verschiebekräfte auf das Zugmittel
ausgeübt werden.
[0020] Insbesondere kann die Kopplungsvorrichtung vorteilhaft derart ausgebildet sein, dass
beim Umschaltvorgang in Bezug auf die Verschieberichtung, vorzugsweise ausschließlich,
symmetrisch entgegengesetzte Kräfte auf das Zugmittel ausgeübt werden, so dass sich
diese gegenseitig aufheben und eine ungewollte Verschiebung des Zugmittels relativ
zur Kopplungsvorrichtung und/oder relativ zur Unterschiene vermieden ist.
[0021] Wie bereits erwähnt kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass das Zugmittel durch die
Kopplungsvorrichtung hindurch verläuft und/oder dass das Zugmittel wenigstens in die
Kopplungsvorrichtung hinein verläuft. Bei einer besonderen Ausführung ist wenigstens
ein Teil des Zugmittels in der Freigabeeinstellung durch die Kopplungsvorrichtung
hindurch bewegbar, um die Einstellung der maximalen Ausgabelänge des Zugmittels von
der Antriebsvorrichtung bis zur Unterschiene und/oder des maximalen Abstandes zwischen
der Unterschiene und der Antriebsvorrichtung vornehmen zu können. Es kann auch vorgesehen
sein, dass das Zugmittel lediglich in die Kopplungsvorrichtung hinein verläuft und
das nicht tragende Ende des Zugmittels in der Kopplungsvorrichtung angeordnet bleibt.
Beispielsweise kann die Kopplungsvorrichtung einen, insbesondere selbsthemmenden,
Aufwickelmechanismus für das freie Ende des Zugmittels aufweisen. Mit einem solchen
Aufwickelmechanismus kann eine besonders präzise Einstellung der maximalen Ausgabelänge
des Zugmittels von der Antriebsvorrichtung bis zur Unterschiene und/oder des maximalen
Abstandes zwischen der Unterschiene und der Antriebsvorrichtung vorgenommen werden.
Wenn die Unterschiene bei dem Einstellvorgang angehoben werden soll, wird ein Teil
des Zugmittels aufgewickelt. Wenn die Unterschiene bei dem Einstellvorgang abgesenkt
werden soll, wird das Zugmittel abgewickelt.
[0022] Bei einer ganz besonders vorteilhaften Ausführung kann das Zugmittel in der Freigabeeinstellung
gegen einen, insbesondere einstellbaren, Widerstand durch die Kopplungsvorrichtung
hindurch bewegt werden und/oder in die Kopplungsvorrichtung hinein bewegt werden.
Der Widerstand kann insbesondere derart gewählt sein, dass er gerade so ausreicht
die Unterschiene zu halten. Eine solche Ausführung hat den ganz besonderen Vorteil,
dass bis zum Erreichen der endgültigen Einstellung fortlaufend die jeweils gerade
vorgenommene Einstellung überprüft (und erforderlichenfalls korrigiert) werden kann,
ohne dass jeweils die Gefahr der versehentlichen Zerstörung der gerade vorgenommene
Einstellung besteht. Beispielsweise kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass ein Schaltelement,
mittels dem zwischen der Freigabeeinstellung und der Festlegeeinstellung umgeschaltet
werden kann, in eine Zwischenstellung überführt werden kann, in der beispielsweise
eine geringere Klemmkraft auf das Zugmittel ausgeübt wird, als in der Festlegeeinstellung.
[0023] Vorzugsweise ist der erfindungsgemäße Raffstore derart ausgebildet, dass die maximale
Ausgabelänge und/oder der maximale Abstand zwischen der Unterschiene und der Antriebsvorrichtung
werkzeugfrei eingestellt werden kann. Insbesondere kann vorteilhaft vorgesehen sein,
dass die Kopplungsvorrichtung werkzeugfrei bedienbar ist. Eine solche Ausführung ist
einfach und unkompliziert bedienbar. Insbesondere ist der Einstellvorgang in ganz
besonders vorteilhafter Weise vereinfacht, weil der Benutzer kein zusätzliches Werkzeug
balancieren und handhaben muss, während er gleichzeitig die noch nicht festgelegte
Unterschiene in der eingestellten Position halten muss.
[0024] Vorzugsweise ist der erfindungsgemäße Raffstore derart ausgebildet, dass die maximale
Ausgabelänge und/oder der maximale Abstand zwischen der Unterschiene und der Antriebsvorrichtung
zerstörungsfrei eingestellt werden kann. Insbesondere kann vorteilhaft vorgesehen
sein, dass die Kopplungsvorrichtung zerstörungsfrei bedienbar ist. Insbesondere sind
vorzugsweise keine Rastelemente zum Festlegen des Zugmittels vorhanden, die nur durch
ein Zerstören gelöst werden können. Auf diese Weise wird vorteilhaft erreicht, dass
eine vorgenommene Einstellung wieder korrigiert werden kann, ohne Teile des Raffstores,
insbesondere Teile der Unterschiene oder Teile der Kopplungsvorrichtung oder die gesamte
Kopplungsvorrichtung, zerstören und austauschen zu müssen.
[0025] Vorzugsweise ist der Raffstore derart ausgebildet, dass die maximale Ausgabelänge
des Zugmittels von der Antriebsvorrichtung bis zur Unterschiene und/oder der maximale
Abstand zwischen der Unterschiene und der Antriebsvorrichtung in der Vertikalebene
des Zugmittels verändert werden kann, ohne einen Knoten, insbesondere einen Knoten
in dem Zugmittel, öffnen zu müssen. Alternativ oder zusätzlich kann vorteilhaft vorgesehen
sein, dass das Zugmittel mittels der Kopplungsvorrichtung knotenfrei an der Unterschiene
festgelegt ist oder festlegbar ist. Alternativ oder zusätzlich kann vorteilhaft vorgesehen
sein, dass das Zugmittel mittels der Kopplungsvorrichtung ohne Stoffschlussverbindung
an der Unterschiene festgelegt ist oder festlegbar ist.
[0026] Wie bereits erwähnt kann die Kopplungsvorrichtung vorteilhaft derart ausgebildet
sein, dass das Zugmittel in der Festlegeeinstellung durch Reibschluss und/oder durch
Formschluss innerhalb der Kopplungsvorrichtung festgelegt ist. Besonders sicher bedienbar
und zuverlässig ist eine Ausführung, bei der die Festlegeeinstellung durch einen Rastvorgang,
insbesondere werkzeugfrei und/oder zerstörungsfrei wieder lösbar, arretierbar ist.
Auf diese Weise kann sichergestellt werden, dass eine einmal vorgenommene Einstellung
erhalten bleibt und sich nicht ungewollt verändert. Beispielsweise kann vorteilhaft
vorgesehen sein, dass ein Schaltelements beim Erreichen der Festlegeeinstellung einrastet.
Vorzugsweise ist die Kopplungsvorrichtung derart ausgebildet, dass das Schaltelement
werkzeugfrei und/oder zerstörungsfrei wieder aus der eingerasteten Stellung entfernt
und in die Freigabeeinstellung überführt werden kann.
[0027] Die Kopplungsvorrichtung kann einen Durchgangskanal aufweisen, durch den hindurch
das Zugmittel verläuft. Hierbei kann vorgesehen sein, dass das Zugmittel in der Freigabeeinstellung
frei oder gegen einen, insbesondere einstellbaren, Widerstand durch den Durchgangskanal
hindurch bewegbar ist, während es in der Festlegeeinstellung, beispielsweise durch
ein Verengen des Durchgangskanals, festgelegt ist. Der Durchgangskanal kann in einem
Querschnitt umlaufend geschlossen oder auch einseitig offen ausgebildet sein. Vorzugsweise
ist der Durchgangskanal derart ausgebildet, dass das Zugmittel bei einem Einstellvorgang
seitlich geführt bleibt.
[0028] Die Kopplungsvorrichtung kann vorteilhaft wenigstens zwei relativ zueinander bewegliche
Kopplungsvorrichtungselemente aufweisen. Insbesondere kann vorteilhaft vorgesehen
sein, dass das Zugmittel zwischen den Kopplungsvorrichtungselementen einklemmbar ist,
um die vorgenommene Einstellung der maximalen Ausgabelänge des Zugmittels von der
Antriebsvorrichtung bis zur Unterschiene und/oder des maximalen Abstandes zwischen
der Unterschiene und der Antriebsvorrichtung beizubehalten und das Zugmittel festzulegen.
[0029] Alternativ oder zusätzlich kann vorgesehen sein, dass wenigstens eines der Kopplungsvorrichtungselemente
dazu ausgebildet ist, in das Zugmittel einzugreifen, um dieses relativ zu der Unterschiene
festzulegen. Beispielsweise kann das Kopplungsvorrichtungselement einen, insbesondere
spitzen, Dorn aufweisen, der in der Festlegeeinstellung in das, beispielsweise als
Band ausgebildete, Zugmittel eingreift.
[0030] Zum Einklemmen des Zugmittels kann eines der Kopplungsvorrichtungselemente als ein,
insbesondere beweglich gelagertes, Keilelement ausgebildet sein. Das Keilelement kann
beispielsweise derart beweglich gelagert sein, dass die Durchlassbreite eines Durchgangskanals
für das Zugmittel durch eine Bewegung des Keilelements verringert werden kann, um
eine Klemmkraft auf das Zugmittel ausüben zu können.
[0031] Alternativ oder zusätzlich ist es beispielsweise auch möglich, dass eines der Kopplungsvorrichtungselemente
als ein, insbesondere exzentrisch, drehbar gelagertes Klemm- und/oder Formschlussbauteil,
insbesondere als drehbar gelagerter Nocken, ausgebildet ist. Das Klemm- und/oder Formschlussbauteil
kann derart, insbesondere exzentrisch, drehbar gelagert sein und/oder eine derartige,
insbesondere von der Kreisform abweichende, Querschnittform aufweisen, dass die Durchlassbreite
eines Durchgangskanals für das Zugmittel durch eine Drehbewegung des Klemm- und/oder
Formschlussbauteils verringert werden kann, um eine Klemmkraft auf das Zugmittel ausüben
zu können und/oder um in das Zugmittel, beispielsweise mit einem Dorn, eingreifen
zu können. Insbesondere können auch zwei Klemm- und/oder Formschlussbauteile vorhanden
sein, die spiegelsymmetrisch angeordnet sind. Die Klemm- und/oder Formschlussbauteile
können vorteilhaft derart angeordnet sein, dass beim Umschaltvorgang in Bezug auf
die Verschieberichtung des Zugmittels, vorzugsweise ausschließlich, symmetrisch entgegengesetzte
Kräfte auf das Zugmittel ausgeübt werden, so dass sich diese gegenseitig aufheben.
Auf diese Weise wird vorteilhaft vermeiden, dass sich das Zugmittel durch den Festlegevorgang
relativ zu der Kopplungsvorrichtung verschiebt.
[0032] Insbesondere kann vorteilhaft auch vorgesehen sein, dass ein Klemmbauteil zwei elastisch
miteinander verbundene Kopplungsvorrichtungselemente aufweist, zwischen denen das
Zugmittel einklemmbar ist. Beispielsweise können die Kopplungsvorrichtungselemente
als Klemmarme ausgebildet sein, die scherenartig angeordnet und aufeinander zu geschwenkt
werden können, um das Zugmittel zwischen sich einzuklemmen. Einer besonderen Ausführung
wird das Klemmbauteil in eine Klemmbauteilaufnahme eingesteckt und hierdurch die Klemmarme
automatisch aufeinander zu geschwenkt, um das Zugmittel einzuklemmen. Ein solches
Klemmbauteil kann insbesondere einstückig, beispielsweise als Spritzgußteil, hergestellt
sein. Besonders sicher ist eine Ausführung, bei der das Klemmbauteil in der Klemmbauteilaufnahme
(vorzugsweise werkzeugfrei und/oder zerstörungsfrei wieder lösbar) einrastet.
[0033] Das Gehäuse der Kopplungsvorrichtung kann wenigstens eine Öffnung aufweisen, durch
die hindurch das Zugmittel verläuft. Insbesondere kann es beispielsweise eine Öffnung
geben, durch die hindurch das Zugmittel in die Klemmbauteilaufnahme und/oder aus der
Klemmbauteilaufnahme verläuft.
[0034] Bei einer ganz besonders vorteilhaften Ausführung gibt es eine Bolzenaufnahme für
einen Bolzen, um den herum das Zugmittel verlaufen kann. Bei einer ganz besonders
vorteilhaften Ausführung weist die Bolzenaufnahme zusätzlich zu einer Öffnung, durch
die der Bolzen eingesteckt werden kann, eine Bolzenaufnahmeöffnung auf, die es erlaubt,
eine zunächst größere Schlaufe des Zugmittels 4 (insbesondere eine Schlaufe des Zugmittels,
die auch größer sein kann, als die gesamte Kopplungsvorrichtung) derart zu bilden,
dass sie durch die Bolzenaufnahmeöffnung aus der Bolzenaufnahme ragt. Anschließend
kann der Bolzen in die Bolzenaufnahme eingesteckt werden und die ich laufe um den
bereits eingesteckten Bolzen zugezogen werden. Auf diese Weise ist vorteilhaft vermieden,
dass das Zugmittel umständlich innerhalb der (ohne die Bolzenaufnahmeöffnung engen)
Bolzenaufnahme um den Bolzen gefädelt werden muss oder der Bolzen umständlich in eine
innerhalb der Bolzenaufnahme ausgebildete winzige Schlaufe des Zugmittels fummeln
zu müssen. Insbesondere kann es eine Öffnung geben, durch die hindurch das Zugmittel
in die Bolzenaufnahme und/oder aus der Bolzenaufnahme verläuft.
[0035] Bei einer besonders vorteilhaften Ausführung gibt es eine Bolzenaufnahme und zusätzlich
eine von der Bolzenaufnahme separate Klemmbauteilaufnahme.
[0036] Bei einer vorteilhaften Ausführung kann das Zugmittel durch eine Festlegebewegung
der gesamten Kopplungsvorrichtung relativ zu der Unterschiene festgelegt werden. Die
Kopplungsvorrichtung kann, wie bereits erwähnt, auch derart ausgebildet sein, dass
das Zugmittel durch eine Festlegebewegung wenigstens eines Bauteils der Kopplungsvorrichtung,
beispielsweise eines Schaltelements, relativ zu der Unterschiene festlegbar ist. Entsprechend
kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass das Zugmittel durch eine Freigabebewegung der
Kopplungsvorrichtung oder wenigstens eines Bauteils der Kopplungsvorrichtung relativ
zu der Unterschiene für einen Einstellvorgang der maximalen Ausgabelänge und/oder
des maximalen Abstandes zwischen der Unterschiene und der Antriebsvorrichtung freigebbar
ist.
[0037] Vorzugsweise ist die Kopplungsvorrichtung derart ausgebildet, dass sie, vorzugsweise
formschlüssig, werkzeugfrei an der Unterschiene festgelegt werden kann.
[0038] Bei einer ganz besonders vorteilhaften besonderen Ausführung weist die Kopplungsvorrichtung
wenigstens ein Befestigungselement auf, das mit einem Gegenbefestigungselement der
Unterschiene zusammen wirkt, um die Kopplungsvorrichtung, insbesondere linear verschiebbar,
an der Unterschiene zu befestigen. Insbesondere kann vorteilhaft vorgesehen sein,
dass das Befestigungselement und das Gegenbefestigungselement durch eine, insbesondere
zerstörungsfrei wieder lösbare, Formschlussverbindung und/oder Kraftschlussverbindung
zusammen wirken.
[0039] Das Gegenbefestigungselement kann vorteilhaft als Leiste ausgebildet sein, die entlang
ihres freien Endes eine Abwinklung oder einen Haken aufweist. Das Befestigungselement
kann vorteilhaft wenigstens eine Aufnahme für die Abwinklung oder den Haken aufweist.
Insbesondere kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass das Gegenhaltelement in die Aufnahme
eingesteckt werden kann, um die Kopplungsvorrichtung, insbesondere linear verschiebbar,
an der Unterschiene zu befestigen.
[0040] Bei einer ganz besonders vorteilhaften Ausführung weist die Unterschiene zwei als
Leisten ausgebildete Gegenbefestigungselement auf, die entlang ihres freien Endes
entgegengesetzt ausgerichtete, insbesondere voneinander weg gerichtete, Abwinklungen
aufweisen. Bei dieser Ausführung weist das Befestigungselement vorzugsweise zwei Aufnahmen
zur Aufnahme der der Abwinklungen auf. Insbesondere kann vorteilhaft vorgesehen sein,
dass die Gegenbefestigungselemente in die Aufnahmen eingesteckt werden können, um
die Kopplungsvorrichtung, insbesondere linear verschiebbar, an der Unterschiene zu
befestigen.
[0041] Die Kopplungsvorrichtung kann vorteilhaft derart ausgebildet sein, dass sie, insbesondere
als Ganzes, unabhängig von dem Zugmittel, insbesondere unabhängige vom Vorhandensein
des Zugmittels, (beispielsweise, wie oben beschrieben, mit Hilfe eines Befestigungselements
und eines Gegenbefestigungselements) an der Unterschiene festlegbar ist. Dies ermöglicht
es beispielsweise, zunächst die Kopplungsvorrichtung (bzw. mehrere Kopplungsvorrichtungen)
an der Unterschiene festlegen zu können und anschließend die Unterschiene mit dem
Zugmittel (bzw. den Zugmitteln) zu verbinden. Allerdings ist die Kopplungsvorrichtung
vorzugsweise derart ausgebildet, dass es (alternativ oder zusätzlich) möglich ist,
zunächst das Zugmittel (vorzugsweise mit einer nachträglichen Einstellmöglichkeit
hinsichtlich der maximalen Ausgabelänge des Zugmittels von der Antriebsvorrichtung
bis zur Unterschiene und/oder hinsichtlich des maximalen Abstandes zwischen der Unterschiene
und der Antriebsvorrichtung in der Vertikalebene des Zugmittels) mit der Kopplungsvorrichtung
zu verbinden und anschließend die Kopplungsvorrichtung an der Unterschiene festzulegen.
[0042] In besonders vorteilhafter Weise kann die Kopplungsvorrichtung linear verschiebbar
an der Unterschiene befestigt sein oder festlegbar sein. Eine solche Ausführung hat
den ganz besonderen Vorteil, dass sich die Kopplungsvorrichtung in Horizontalrichtung
eigenständig ausrichten kann.
[0043] Das Zugmittel kann insbesondere als Band oder als Seil oder als Kette, insbesondere
als Kugelkette, ausgebildet sein. Grundsätzlich gibt es hinsichtlich der Art des Zugmittels
keine besonderen Beschränkungen.
[0044] Vorzugsweise weist der Raffstore zumindest zwei, insbesondere zueinander parallel
verlaufende und/oder gleich lange, Zugmittel auf, die die Unterschiene mit der Antriebsvorrichtung
verbinden. Hierbei kann vorteilhaft insbesondere vorgesehen sein, dass die maximale
Ausgabelänge jedes Zugmittels von der Antriebsvorrichtung bis zur Unterschiene und/oder
der maximale Abstand zwischen der Unterschiene und der Antriebsvorrichtung in der
Vertikalebene des Zugmittels mittels jeweils einer Kopplungsvorrichtung veränderbar
ist, die das Zugmittel mit der Unterschiene verbindet. Eine solche Ausführung ermöglicht
ein einfaches Einstellen derart, dass die Unterschiene letztlich exakt waagerecht
ausgerichtet ist.
[0045] Dies kann beispielsweise so geschehen, dass zunächst die maximale Ausgabelänge eines
ersten Zugmittels von der Antriebsvorrichtung bis zur Unterschiene und/oder der maximale
Abstand zwischen der Unterschiene und der Antriebsvorrichtung in der Vertikalebene
eines ersten Zugmittels mittels einer ersten Kopplungsvorrichtung eingestellt wird,
und dass danach, während die Unterschiene bereits an dem ersten Zugmittel mit der
korrekten Einstellung frei hängt, diejenige maximale Ausgabelänge eines zweiten Zugmittels
von der Antriebsvorrichtung bis zur Unterschiene und/oder derjenige maximale Abstand
zwischen der Unterschiene und der Antriebsvorrichtung in der Vertikalebene eines zweiten
Zugmittels mittels einer zweiten Kopplungsvorrichtung eingestellt wird, bei der die
Unterschiene eine waagerechte Ausrichtung aufweist.
[0046] Der erfindungsgemäße Raffstore kann vorteilhaft als Vorbauraffstore oder als Fassadenraffstore
oder als Aufsatzraffstore ausgebildet sein. Vorzugsweise ist der Raffstore zum Befestigen
an oder in einer Gebäudeaußenwand, insbesondere in einer Fenster- oder Türnische,
ausgebildet ist.
[0047] Die Antriebsvorrichtung des Raffstores weist vorzugsweise wenigstens einen elektrischen
Antriebsmotor auf, der eine Wickelwelle direkt oder indirekt antreibt. Dem Antriebsmotor
kann ein Getriebe triebtechnisch nachgeschaltet sein.
[0048] Nach dem Modifizieren kann als weiterer Verfahrensschritt das Einlernen einer Steuerungsvorrichtung,
die den Antriebsmotors steuert oder regelt, im Hinblick auf die neue maximale Ausgabelänge
des Zugmittels von der Antriebsvorrichtung bis zur Unterschiene und/oder den neuen
der maximalen Abstand zwischen der Unterschiene und der Antriebsvorrichtung erfolgen.
Bei einer ganz besonders vorteilhaften Ausführung erfolgt das Einlernen nach dem Modifizieren
automatisch.
[0049] Hierzu kann insbesondere vorgesehen sein, dass eine Steuerungsvorrichtung den Antriebsmotor
zum Ausfahren des Raffstores betreibt und beispielsweise an Hand eines Sensorsignals
oder an Hand einer Veränderung der elektrischen Leistungsanforderung des Antriebsmotors
erkennt, wann die maximale Ausgabelänge erreicht ist. Insbesondere kann die maximale
Ausgabelänge von der Steuerungsvorrichtung dadurch erkannt werden, dass sämtliche
nicht gekoppelten Lamellen von den Leitern getragen sind und nicht mehr auf der Unterschiene
aufliegen, wenn die maximale Ausgabelänge erreicht ist, so dass deren Gewicht nicht
mehr an den vom Antriebsmotor angetriebenen Zugmitteln hängt. Dieser Zustand kann
beispielsweise durch eine Veränderung der elektrischen Leistungsanforderung des Antriebsmotors,
insbesondere durch Messen der elektrischen Stromstärke, erfasst werden. Alternativ
oder zusätzlich kann wenigstens ein Sensor vorhanden sein, mittels dem erfassbar ist,
wann die maximale Auszugslänge erreicht ist. Beispielsweise kann es sich um einen
Sensor handeln, der die auf das Zugmittel bzw. die Zugmittel einwirkende Zugkraft
erfasst. Den oberen Endanschlag kann die Steuerungsvorrichtung ebenfalls beispielsweise
durch Überwachen der Veränderung der elektrischen Leistungsanforderung des Antriebsmotors
oder beispielsweise mittels eines Sensors automatisch erkennen.
[0050] Von besonderem Vorteil ist eine Kopplungsvorrichtung zum Verbinden eines Zugmittels
mit einer Unterschiene für einen erfindungsgemäßen Raffstore. Die Verwendung jeweils
einer derartigen Kopplungsvorrichtung zum Festlegen des Zugmittels ermöglicht es insbesondere,
bereits vorhandene Raffstores umzurüsten. Beispielsweise ist es auf diese Weise ermöglicht,
einen bereits an einem Gebäude verbauten Raffstore von dem Gebäude zu demontieren,
in erfindungsgemäßer Weise umzurüsten und hinsichtlich der Größe anzupassen, um den
Raffstore an einer anderen Gebäudeöffnung oder an einem anderen Gebäude wieder neu
zu installieren.
[0051] Im Hinblick auf das erfindungsgemäße Verfahren kann insbesondere vorteilhaft vorgesehen
sein, dass die Anzahl der Lamellen an die mittels der Kopplungsvorrichtung einzustellende
oder eingestellte maximale Ausgabelänge des Zugmittels und/oder an den einzustellenden
oder eingestellten maximalen Abstand zwischen der Unterschiene und der Antriebsvorrichtung
durch Hinzufügen weiterer Lamellen oder durch Entfernen von Lamellen angepasst wird.
Die Anpassung erfolgt vorzugsweise derart, dass bei Vollauszug (also bei maximaler
Ausgabelänge des Zugmittels von der Antriebsvorrichtung bis zur Unterschiene und/oder
bei maximalem Abstand zwischen der Unterschiene und der Antriebsvorrichtung) keine
Lamellen mehr aufeinander liegen.
[0052] Das erfindungsgemäße Verfahren kann vorteilhaft beinhalten, dass zunächst eine Antriebsvorrichtung
des Raffstores (vorzugsweise bei derart eingezogenen Zugmitteln, dass alle Lamellen
zu einem Block zueinander gezogen sind) an der Außenseite eines Gebäudes montiert
wird. Hierbei ist vorzugsweise auf eine exakt horizontale Ausrichtung zu achten, um
zu gewährleisten, dass die Lamellen des Raffstores später ebenfalls stets exakt waagerecht
ausgerichtet sind. Danach erfolgt vorzugsweise ein vollständiges Ausfahren der Zugmittel
bis zur maximalen Ausgabelänge und/oder bis zum maximalen Abstand zwischen der Unterschiene
und der Antriebsvorrichtung.
[0053] Insbesondere falls die Zugmittel jeweils noch nicht mit einer erfindungsgemäßen Kopplungsvorrichtung
mit der Unterschiene verbunden sind, kann, beispielsweise mit einer Schere, ein Durchtrennen
aller Zugmittel jeweils zwischen der Oberseite der Unterschiene, insbesondere einem
Deckel der Unterschiene, und der untersten der Lamellen erfolgen. Dies ermöglicht
es, falls erforderlich, die Unterschiene einfach öffnen und erfindungsgemäße Kopplungsvorrichtungen
installieren zu können.
[0054] Danach kann die einzustellende maximale Ausgabelänge und/oder des einzustellenden
maximalen Abstandes aller Zugmittel bestimmt werden. Es kann sich der weitere Schritt
des Entfernens der untersten Lamellen bzw. des Einfügens weiterer Lamellen im Bereich
zwischen der ursprünglichen maximalen Ausgabelänge und der einzustellenden maximalen
Ausgabelänge und/oder im Bereich zwischen dem ursprünglichen maximalen Abstand von
der Unterschiene zu der Antriebsvorrichtung und dem einzustellenden maximalen Abstand
von der Unterschiene zu der Antriebsvorrichtung anschließen. In dem Fall, dass eine
kürzere als die ursprüngliche Länge des Raffstores benötigt wird, werden Lamellen
entfernt.
[0055] Für den Fall, dass Lamellen entfernt wurden, werden danach die unteren Abschnitte
aller Leitern des Raffstores, die im ausgefahrenen Zustand des Raffstores den Abstand
benachbarter Lamellen zueinander gewährleisten und das Einstellen des Lamellenwinkels
ermöglichen, entsprechend der Anzahl der entfernten Lamellen gekürzt oder in der Unterschiene
angeordnet.
[0056] Danach kann der weitere Schritt des Verbindens des freien Endes des mit der Antriebsvorrichtung
verbundenen Zugmittels mittels der Kopplungsvorrichtung mit der Unterschiene erfolgen.
[0057] Wenn der Raffstore bereits Zugmittel aufweist, die mittels erfindungsgemäßen Kopplungsvorrichtungen
mit der Unterschiene verbunden sind, kann der Schritt des Durchtrennens der Zugmittel
entfallen. In diesem Fall kann nach einer Anpassung der Anzahl der Lamellen das Einstellen
die maximale Ausgabelänge des Zugmittels von der Antriebsvorrichtung bis zur Unterschiene
und/oder der maximale Abstand zwischen der Unterschiene und der Antriebsvorrichtung
in der Vertikalebene des Zugmittels mittels der Kopplungsvorrichtung(en) erfolgen.
[0058] Bei einer ganz besonders vorteilhaften Ausführung und nach einem eigenständigen Erfindungsgedanken
kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass eine Vielzahl von gleichen Raffstores, die
jeweils eine Unterschiene aufweisen, die mittels wenigstens eines Zugmittels hängend
mit einer Antriebsvorrichtung verbunden ist, vorproduziert werden und dass jeweils
danach das Einstellen der maximalen Ausgabelänge des Zugmittels von der Antriebsvorrichtung
bis zur Unterschiene und/oder des maximale Abstandes zwischen der Unterschiene und
der Antriebsvorrichtung in der Vertikalebene des Zugmittels erfolgt. Diese Vorgehensweise
ermöglicht eine kostengünstige Massenproduktion, bei der weitgehend Gleichteile verwendet
werden, wobei dennoch im Ergebnis vorteilhafter Weise individuell an die jeweilige
Montagesituation angepasste Raffstores zur Verfügung stehen. Dies ermöglicht es in
vorteilhafter Weise insbesondere auch für Kleinserien oder Einzelstücke die Vorteile
einer Massenproduktion zu nutzen.
[0059] Das erfindungsgemäße Verfahren kann insbesondere beinhalten, einen Raffstore um eine
Länge zu kürzen oder zu verlängern, die größer ist, als der Abstand benachbarter Lamellen
bei Vollauszug.
[0060] Besonders vorteilhaft ist ein Raffstore bzw. eine Kopplungsvorrichtung mit zumindest
einem der nachfolgenden Aspekte:
- 1. Raffstore aufweisend Lamellen und eine Unterschiene, die mittels wenigstens eines
Zugmittels hängend mit einer Antriebsvorrichtung verbunden ist, dadurch gekennzeichnet,
dass die maximale Ausgabelänge des Zugmittels von der Antriebsvorrichtung bis zur
Unterschiene und/oder der maximale Abstand zwischen der Unterschiene und der Antriebsvorrichtung
in der Vertikalebene des Zugmittels mittels einer Kopplungsvorrichtung einstellbar
ist, die das Zugmittel mit der Unterschiene verbindet.
- 2. Raffstore nach Aspekt 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Unterschiene einen Hohlraum
aufweist, in dem die Kopplungsvorrichtung angeordnet ist.
- 3. Raffstore nach Aspekt 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlraum zwischen einem
Basisteil und einem Deckelteil ausgebildet ist.
- 4. Raffstore nach Aspekt 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Basisteil und/oder das
Deckelteil gewölbt ausgebildet sind.
- 5. Raffstore nach Aspekt 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Deckelteil rastend
und/oder reibschlüssig, insbesondere zerstörungsfrei wieder lösbar, an dem Basisteil
festgelegt ist oder festlegbar ist.
- 6. Raffstore nach einem der Aspekte 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Unterschiene
eine Öffnung aufweist, durch die hindurch das Zugmittel zu der Kopplungsvorrichtung
verläuft.
- 7. Raffstore nach einem der Aspekte 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Unterschiene
mittels der Kopplungsvorrichtung, insbesondere stufenlos, an unterschiedlichen Stellen
des Zugmittels festlegbar ist.
- 8. Raffstore nach einem der Aspekte 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Zugmittel
mittels der Kopplungsvorrichtung reib und/oder formschlüssig festgelegt ist oder festlegbar
ist.
- 9. Raffstore nach einem der Aspekte 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Kopplungsvorrichtung,
insbesondere werkzeugfrei und/oder zerstörungsfrei, zwischen
- a. einer Freigabeeinstellung, in der die maximale Ausgabelänge und/oder der maximale
Abstand zwischen der Unterschiene und der Antriebsvorrichtung einstellbar ist, und
- b. einer Festlegeeinstellung, in der die maximale Ausgabelänge und/oder der maximale
Abstand zwischen der Unterschiene und der Antriebsvorrichtung festgelegt ist, umschaltbar
ist.
- 10. Raffstore nach Aspekt 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Kopplungsvorrichtung
derart ausgebildet ist, dass sich eine eingestellte Relativstellung des Zugmittels
relativ zu der Kopplungsvorrichtung und/oder relativ zu der Unterschiene durch den
Umschaltvorgang vom der Freigabeeinstellung in die Festlegeeinstellung nicht verändert.
- 11. Raffstore nach einem der Aspekte 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Zugmittel
durch die Kopplungsvorrichtung hindurch verläuft und/oder dass das Zugmittel in die
Kopplungsvorrichtung hinein verläuft.
- 12. Raffstore nach Aspekt 10 und 11, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Teil
des Zugmittels in der Freigabeeinstellung durch die Kopplungsvorrichtung hindurch
bewegbar ist und/oder dass ein Teil des Zugmittels in der Freigabeeinstellung in die
Kopplungsvorrichtung hinein oder hinaus bewegbar ist.
- 13. Raffstore nach Aspekt 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Zugmittel in der Freigabeeinstellung
gegen einen, insbesondere einstellbaren, Widerstand durch die Kopplungsvorrichtung
hindurch bewegbar ist und/oder dass das Zugmittel in der Freigabeeinstellung gegen
einen, insbesondere einstellbaren, Widerstand in die Kopplungsvorrichtung hinein bewegbar
ist.
- 14. Raffstore nach einem der Aspekte 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die maximale
Ausgabelänge und/oder der maximale Abstand zwischen der Unterschiene und der Antriebsvorrichtung
werkzeugfrei und/oder zerstörungsfrei einstellbar ist.
- 15. Raffstore nach einem der Aspekte 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Kopplungsvorrichtung
werkzeugfrei und/oder zerstörungsfrei bedienbar ist.
- 16. Raffstore nach einem der Aspekte 9 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Zugmittel
in der Festlegeeinstellung durch Reibschluss und/oder durch Formschluss innerhalb
der Kopplungsvorrichtung festgelegt ist.
- 17. Raffstore nach einem der Aspekte 9 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Festlegeeinstellung
durch einen Rastvorgang, insbesondere werkzeugfrei und/oder zerstörungsfrei wieder
lösbar, arretierbar ist.
- 18. Raffstore nach einem der Aspekte 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Kopplungsvorrichtung
wenigstens zwei relativ zueinander bewegliche Kopplungsvorrichtungselemente aufweist.
- 19. Raffstore nach Aspekt 18, dadurch gekennzeichnet, dass das Zugmittel zwischen
den Kopplungsvorrichtungselementen einklemmbar ist.
- 20. Raffstore nach Aspekt 18 oder 19, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eines
der Kopplungsvorrichtungselemente dazu ausgebildet ist, in das Zugmittel einzugreifen,
um dieses relativ zu der Unterschiene festzulegen.
- 21. Raffstore nach einem der Aspekte 18 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass eines
der Kopplungsvorrichtungselemente als ein, insbesondere beweglich gelagertes, Keilelement
ausgebildet ist.
- 22. Raffstore nach einem der Aspekte 18 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass eines
der Kopplungsvorrichtungselemente als ein, insbesondere exzentrisch, drehbar gelagertes
Klemm- und/oder Formschlussbauteil, insbesondere als drehbar gelagerter Nocken, ausgebildet
ist.
- 23. Raffstore nach einem der Aspekte 1 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass
- a. das Zugmittel durch eine Festlegebewegung der Kopplungsvorrichtung oder wenigstens
eines Bauteils der Kopplungsvorrichtung relativ zu der Unterschiene festlegbar ist
und/oder dass
- b. das Zugmittel durch eine Freigabebewegung der Kopplungsvorrichtung oder wenigstens
eines Bauteils der Kopplungsvorrichtung relativ zu der Unterschiene für einen Einstellvorgang
der maximalen Ausgabelänge und/oder des maximalen Abstandes zwischen der Unterschiene
und der Antriebsvorrichtung freigebbar ist.
- 24. Raffstore nach einem der Aspekte 1 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass die Kopplungsvorrichtung
einen, insbesondere selbsthemmenden, Aufwickelmechanismus für das freie Ende des Zugmittels
aufweist.
- 25. Raffstore nach einem der Aspekte 1 bis 24, dadurch gekennzeichnet, dass die Kopplungsvorrichtung
wenigstens ein Befestigungselement aufweist, das mit einem Gegenbefestigungselement
der Unterschiene zusammen wirkt.
- 26. Raffstore nach Aspekt 25, dadurch gekennzeichnet, dass das Gegenbefestigungselement
als Leiste ausgebildet ist, die entlang ihres freien Endes eine Abwinklung oder einen
Haken aufweist.
- 27. Raffstore nach Aspekt 26, dadurch gekennzeichnet, dass zwei als Leisten ausgebildete
Gegenbefestigungselemente vorhanden sind, die entlang ihres freien Endes entgegengesetzt
ausgerichtete, insbesondere voneinander weg gerichtete, Abwinklungen aufweisen.
- 28. Raffstore nach einem der Aspekte 25 bis 27, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungselement
wenigstens eine Aufnahme für die Abwinklung oder den Haken aufweist.
- 29. Raffstore nach einem der Aspekte 1 bis 28, dadurch gekennzeichnet, dass die Kopplungsvorrichtung
linear verschiebbar an der Unterschiene festgelegt ist.
- 30. Raffstore nach einem der Aspekte 1 bis 29, dadurch gekennzeichnet, dass das Zugmittel
als Band oder als Seil oder als Kette ausgebildet ist.
- 31. Raffstore nach einem der Aspekte 1 bis 30, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest
zwei, insbesondere zueinander parallel verlaufende und/oder gleich lange, Zugmittel
vorhanden sind, die die Unterschiene mit der Antriebsvorrichtung verbinden.
- 32. Raffstore nach Aspekt 31, dadurch gekennzeichnet, dass die maximale Ausgabelänge
jedes Zugmittels von der Antriebsvorrichtung bis zur Unterschiene und/oder der maximale
Abstand zwischen der Unterschiene und der Antriebsvorrichtung in der Vertikalebene
des Zugmittels mittels jeweils einer Kopplungsvorrichtung veränderbar ist, die das
Zugmittel mit der Unterschiene verbindet.
- 33. Raffstore nach einem der Aspekte 1 bis 32, dadurch gekennzeichnet, dass der Raffstore
als Vorbauraffstore oder als Fassadenraffstore oder als Aufsatzraffstore ausgebildet
ist und/oder dass der Raffstore zum Befestigen an oder in einer Gebäudeaußenwand,
ausgebildet ist.
- 34. Raffstore nach einem der Aspekte 1 bis 33, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsvorrichtung
wenigstens einen elektrischen Antriebsmotor aufweist, der eine Wickelwelle antreibt.
- 35. Kopplungsvorrichtung zum Verbinden eines Zugmittels mit einer Unterschiene für
einen Raffstore nach einem der Aspekte 1 bis 34.
- 36. Kopplungsvorrichtung nach Aspekt 35, dadurch gekennzeichnet, dass die Kopplungsvorrichtung
einen Durchgangskanal und/oder einen Eingang für ein Zugmittel aufweist.
- 37. Kopplungsvorrichtung nach Aspekt 35 oder 36, dadurch gekennzeichnet, dass
- a. die Kopplungsvorrichtung dazu ausgebildet ist, ein Zugmittel reib und/oder formschlüssig
festzulegen, und/oder dass
- b. ein Zugmittel durch Reibschluss und/oder durch Formschluss innerhalb der Kopplungsvorrichtung
festlegbar ist.
- 38. Kopplungsvorrichtung nach einem der Aspekte 35 bis 37, dadurch gekennzeichnet,
dass die Kopplungsvorrichtung, insbesondere werkzeugfrei und/oder zerstörungsfrei,
zwischen
- a. einer Freigabeeinstellung, in der ein durch die Kopplungsvorrichtung verlaufendes
Zugmittel nicht festgelegt ist, oder
- b. einer Festlegeeinstellung, in der ein durch die Kopplungsvorrichtung verlaufendes
Zugmittel festgelegt ist,
umschaltbar ist.
- 39. Kopplungsvorrichtung nach Aspekt 38, dadurch gekennzeichnet, dass die Kopplungsvorrichtung
derart ausgebildet ist, dass sich eine eingestellte Relativstellung eines Zugmittels
relativ zu der Kopplungsvorrichtung und/oder relativ zu einer mit der Kopplungsvorrichtung
verbundenen Unterschiene durch den Umschaltvorgang vom der Freigabeeinstellung in
die Festlegeeinstellung nicht verändert.
- 40. Kopplungsvorrichtung nach Aspekt 38 oder 39, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens
ein Teil eines Zugmittels in der Freigabeeinstellung durch einen Durchgangskanal der
Kopplungsvorrichtung hindurch bewegbar ist und/oder dass ein Teil eines Zugmittels
in der Freigabeeinstellung in die Kopplungsvorrichtung hinein oder hinaus bewegbar
ist.
- 41. Kopplungsvorrichtung nach Aspekt 40, dadurch gekennzeichnet, dass das Zugmittel
in der Freigabeeinstellung gegen einen, insbesondere einstellbaren, Widerstand durch
die Kopplungsvorrichtung hindurch bewegbar ist und/oder in die Kopplungsvorrichtung
hinein oder hinaus bewegbar ist.
- 42. Kopplungsvorrichtung nach einem der Aspekte 35 bis 41, dadurch gekennzeichnet,
dass die Kopplungsvorrichtung werkzeugfrei und/oder zerstörungsfrei bedienbar ist.
- 43. Kopplungsvorrichtung nach einem der Aspekte 38 bis 42, dadurch gekennzeichnet,
dass die Festlegeeinstellung durch einen Rastvorgang, insbesondere werkzeugfrei und/oder
zerstörungsfrei wieder lösbar, arretierbar ist.
- 44. Kopplungsvorrichtung nach einem der Aspekte 35 bis 43, dadurch gekennzeichnet,
dass die Kopplungsvorrichtung wenigstens zwei relativ zueinander bewegliche Kopplungsvorrichtungselemente
aufweist.
- 45. Kopplungsvorrichtung nach Aspekt 44, dadurch gekennzeichnet, dass ein Zugmittel
zwischen den Kopplungsvorrichtungselementen einklemmbar ist.
- 46. Kopplungsvorrichtung nach Aspekt 44 oder 45, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens
eines der Kopplungsvorrichtungselemente dazu ausgebildet ist, in ein Zugmittel einzugreifen,
um dieses festzulegen.
- 47. Kopplungsvorrichtung nach einem der Aspekte 44 bis 46, dadurch gekennzeichnet,
dass eines der Kopplungsvorrichtungselemente als ein, insbesondere beweglich gelagertes,
Keilelement ausgebildet ist.
- 48. Kopplungsvorrichtung nach einem der Aspekte 44 bis 47, dadurch gekennzeichnet,
dass eines der Kopplungsvorrichtungselemente als ein, insbesondere exzentrisch, drehbar
gelagertes Klemm- und/oder Formschlussbauteil, insbesondere als drehbar gelagerter
Nocken, ausgebildet ist.
- 49. Kopplungsvorrichtung nach einem der Aspekte 35 bis 48, dadurch gekennzeichnet,
dass die Kopplungsvorrichtung dazu ausgebildet ist, dass
- a. ein Zugmittel durch eine Festlegebewegung der Kopplungsvorrichtung oder wenigstens
eines Bauteils der Kopplungsvorrichtung relativ zu einer Unterschiene festlegbar ist
und/oder dass
- b. ein Zugmittel durch eine Freigabebewegung der Kopplungsvorrichtung oder wenigstens
eines Bauteils der Kopplungsvorrichtung relativ zu einer Unterschiene für einen Einstellvorgang
freigebbar ist.
- 50. Kopplungsvorrichtung nach einem der Aspekte 35 bis 49, dadurch gekennzeichnet,
dass die Kopplungsvorrichtung einen, insbesondere selbsthemmenden, Aufwickelmechanismus
für das freie Ende des Zugmittels aufweist.
- 51. Kopplungsvorrichtung nach einem der Aspekte 35 bis 50, dadurch gekennzeichnet,
dass die Kopplungsvorrichtung wenigstens ein Befestigungselement aufweist, das dazu
ausgebildet ist mit einem Gegenbefestigungselement einer Unterschiene zusammen zu
wirken, um das die Kopplungsvorrichtung, insbesondere linear verschiebbar, an der
Unterschiene zu befestigen.
[0061] In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielhaft und schematisch dargestellt
und wird anhand der Figuren nachfolgend beschrieben, wobei gleiche oder gleich wirkende
Elemente auch in unterschiedlichen Ausführungsbeispielen zumeist mit denselben Bezugszeichen
versehen sind. Dabei zeigen:
- Fig. 1
- ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen, ausgefahrenen Raffstores in einer
Seitenansicht,
- Fig. 2
- das Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen, eingefahrenen Raffstores,
- Fig. 3
- das Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen, ausgefahrenen Raffstores in einer Draufsicht,
- Fig. 4 bis 7
- unterschiedliche Schritte zum Modifizieren des Raffstores,
- Fig. 8
- eine Querschnittsdarstellung der Unterschiene und der Kopplungsvorrichtung,
- Fig. 9
- eine Detaildarstellung eines als Keilelement ausgebildeten Kopplungsvorrichtungselements
der Kopplungsvorrichtung,
- Fig. 10
- eine weitere Detaildarstellung des als Keilelement ausgebildeten Kopplungsvorrichtungselements
der Kopplungsvorrichtung,
- Fig. 11
- eine perspektivische Darstellung des Basisteils der Unterschiene und der Kopplungsvorrichtung,
- Fig. 12
- eine Querschnittsdarstellung eines anderen Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen
Kopplungsvorrichtung,
- Fig. 13
- eine Querschnittsdarstellung eines weiteren Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen
Kopplungsvorrichtung in der Freigabeeinstellung,
- Fig. 14
- eine Querschnittsdarstellung des weiteren Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen
Kopplungsvorrichtung in der Festlegeeinstellung,
- Fig. 15
- in einer Explosionsdarstellung einen Teilabschnitt des unteren Endes eines weiteren
Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Raffstores,
- Fig. 16
- die Kopplungsvorrichtung des weiteren Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen,
Raffstores,
- Fig. 17
- das untere Ende des weiteren Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Raffstores
in einer Querschnittsdarstellung,
- Fig. 18
- die Kopplungsvorrichtung des weiteren Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Raffstores in einer perspektivischen Darstellung,
- Fig. 19
- die Kopplungsvorrichtung des weiteren Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Raffstores in einer weiteren perspektivischen Darstellung,
- Fig. 20
- ein Kopplungsvorrichtungsgehäuse der Kopplungsvorrichtung des weiteren Ausführungsbeispiel
eines erfindungsgemäßen Raffstores,
- Fig. 21
- ein Keilelement der Kopplungsvorrichtung des weiteren Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Raffstores.
[0062] Figur 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen, vollständig ausgefahrenen
Raffstores mit zwei Kopplungsvorrichtungen 12 (von denen in Figur 1 nur ein zu sehen
ist) in einer Seitenansicht. Der Raffstore weist eine Antriebvorrichtung 1 mit einem
(in dieser Figur nicht dargestellten) Antriebsmotor 2 auf, der eine Wickelwelle 3
zum Aufwickeln eines Zugmittels 4 antreibt. Die Antriebsvorrichtung weist darüber
hinaus ein Antriebsvorrichtungsgehäuse 5 auf. Der Antriebsmotor 2 kann als Getriebemotor
ausgebildet sein.
[0063] Der Raffstore weist mehrere Lamellen 6 auf. Die Lamellen 6 weisen jeweils Öffnungen
7 auf, durch die das Zugmittel 4 zu einer Unterschiene 8 verläuft. Die Lamellen 6
sind von zwei flexiblen, aus Seilen gebildeten Leitern 9 gehalten, die im dargestellten
ausgefahrenen Zustand des Raffstores den Abstand der Lamellen 6 gewährleisten und
das Einstellen des Lamellenwinkels ermöglichen. Die Leitern 9 weisen jeweils zwei
vertikal verlaufende Halteseile 10 sowie zwischen den Halteseilen 10 quer verlaufende
Querseile 11 auf. Auf den Querseilen 11 liegen die Lamellen 6 auf.
[0064] In der Unterschiene sind zwei Kopplungsvorrichtungen 12 (von denen in Figur 1 nur
eine zu sehen ist) angeordnet, die jeweils eines der Zugmittel 4 mit der Unterschiene
8 verbinden. Die maximale Ausgabelänge 13 des Zugmittels 4 von der Antriebsvorrichtung
1 bis zur Unterschiene 8 und der maximale Abstand 14 zwischen der Unterschiene 8 und
der Antriebsvorrichtung 1 in der Vertikalebene des Zugmittels 4 kann mittels der Kopplungsvorrichtung
12, insbesondere stufenlos, eingestellt werden, was weiter unten an Hand der Figuren
4 bis 7 beispielhaft erläutert wird.
[0065] Die Unterschiene 8 weist ein Basisteil 15 auf, das mit einem Deckelteil 16 verschließbar
ist. Das Deckelteil 16 weist eine Öffnung 7 für das Zugmittel 4 auf.
[0066] Figur 2 zeigt den Raffstore im eingefahrenen Zustand, wobei die Halteseile 10 und
die Querseile 11 der Leitern 9 der besseren Übersichtlichkeit halber nicht dargestellt
sind. Das Einfahren des Raffstores erfolgt dadurch, dass die Zugmittel 4 durch Aufwickeln
auf die Wickelwellen 3 eingezogen werden, bis sämtliche Lamellen 6 unmittelbar übereinander
liegen innerhalb des Antriebsvorrichtungsgehäuses 5 angeordnet sind.
[0067] Figur 3 zeigt den Raffstore schematisch frontal mit einem Einblick in das Antriebsvorrichtungsgehäuse
5 der Antriebsvorrichtung 1. Die Leitern 9 und die Verstellmechanik zum Einstellen
des Lamellenwickels sind in dieser Figur der besseren Übersichtlichkeit halber nicht
eingezeichnet. In Figur 3 ist zu erkennen, dass der Antriebsmotor 2 zwei Wickelwellen
3 antreibt, auf die die Zugmittel, die insbesondere als Zugbänder ausgebildet sein
können, aufwickelbar sind. Die Lamellen 6 sind endseitig abwechselnd links und rechts
in Führungsschienen 17 seitlich geführt.
[0068] In den Figuren 4 bis 7 ist beispielhaft dargestellt, wie der Raffstore modifiziert
werden kann. In einem ersten Schritt, der in Figur 4 dargestellt ist, wird das Deckelteil
16 von der Unterschiene 8 entfernt, so dass die Kopplungsvorrichtung 12 zugänglich
wird. In einem nächsten Schritt wird die unterste Lamelle 6 (falls erforderlich mehrere
untere Lamellen 6) entfernt und die Leitern 9 entsprechend gekürzt, was in Figur 5
dargestellt ist.
[0069] Anschließend wird die Kopplungsvorrichtung 12 von der Festlegeeinstellung in eine
Freigabeeinstellung überführt, in der die maximale Ausgabelänge und der maximale Abstand
zwischen der Unterschiene 8 und der Antriebsvorrichtung 1 einstellbar ist. In der
Freigabestellung kann das Zugmittel 4 durch die Kopplungsvorrichtung 12 hindurchgezogen
werden, so dass sich die Kopplungsvorrichtung 12 samt dem daran festgelegten Basisteil
15 nach oben bewegen. Sobald die einzustellende maximale Ausgabelänge und/oder der
einzustellende maximale Abstand zwischen der Unterschiene 8 und der Antriebsvorrichtung
1 erreicht ist, wird die Kopplungsvorrichtung 12 wieder von der Freigabeeinstellung
zurück in die Festlegeeinstellung umgeschaltet. Anschließend kann dieselbe Prozedur
in Bezug auf das andere Zugmittel 4 und die andere Kopplungsvorrichtung 12 vorgenommen
werden.
[0070] Nach dem Einstellen der neuen maximalen Ausgabelänge und/oder des maximalen Abstands
zwischen der Unterschiene 8 und der Antriebsvorrichtung 1 werden die freien Enden
der Halteseile 10 der Leitern 9 in das Basisteil 15 gelegt, was in Figur 6 dargestellt
ist. Anschließend wird das Basisteil 15 wieder mit dem Deckelteil 16 verschlossen,
was in Figur 7 zu sehen ist.
[0071] Figur 8 zeigt eine Querschnittsdarstellung der Unterschiene 8 und der Kopplungsvorrichtung
12. An dem Basisteil 15 sind zwei als Leisten ausgebildete Gegenbefestigungselemente
18 angeordnet, die entlang ihres freien Endes jeweils eine Abwinklung 19 aufweisen.
Die Abwinklungen 19 sind einander entgegengesetzt ausgerichtet. Die Kopplungsvorrichtung
12 weist Befestigungselemente 20 mit Aufnahmen 21 für die Abwinklungen 19 der Gegenbefestigungselemente
18 auf. Die Kopplungsvorrichtung 12 kann linear entlang den als Leisten ausgebildeten
Gegenbefestigungselementen 18 (senkrecht zur Zeichenebene) relativ zu dem Basisteil
15 bewegt werden.
[0072] Innerhalb der Kopplungsvorrichtung 12 ist ein Bolzen 43 angeordnet, um den herum
das Zugmittel 4 gelegt ist. Das Zugmittel 4 verläuft durch eine Öffnung 22 in die
Kopplungsvorrichtung 12 hinein. Das freie Ende des Zugmittels 4 verläuft durch die
Öffnung 22 aus der Kopplungsvorrichtung 12 hinaus. Zwischen dem Bolzen 43 und einem
Gehäuse 23 der Kopplungsvorrichtung 12, welches die Öffnung 22 aufweist, ist ein als
Keilelement 24 ausgebildetes Kopplungsvorrichtungselement 25 angeordnet, welches parallel
zur Längserstreckungsrichtung des Bolzens 43 (senkrecht zur Zeichenebene) verschoben
werden kann, um das Zugmittel 4 zwischen dem Bolzen 43 und dem Kopplungsvorrichtungsgehäuse
23 - je nach Schieberichtung - entweder freigeben oder einklemmen zu können.
[0073] Figur 9 zeigt das Keilelement 24 schematisch in einer Detaildarstellung. Das Keilelement
24 weist einen Schlitz 26 für das Zugmittel 4 auf. Darüber hinaus weist das Keilelement
24 eine Einbuchtung 27 für den Bolzen 43 auf. Die Schenkel des Keilelements 24 sind
keilförmig ausgebildet, was insbesondere in Figur 10 zu erkennen ist.
[0074] Figur 11 zeigt in einer perspektivischen Darstellung das Basisteil 15 der Unterschiene
8 sowie schematisch die Kopplungsvorrichtung 12 samt dem Keilelement 24. Die Kopplungsvorrichtung
12 kann in Richtung der Längserstreckung des Basisteils 15 aufgeschoben und auf diese
Weise an dem Basisteil 15, linear verschiebbar, befestigt werden. Insbesondere kann
vorteilhaft vorgesehen sein, dass zunächst das Zugmittel 4 durch die Öffnung 22 gefädelt
und anschließend um den Bolzen 43 gelegt und das freie Ende wieder durch die Öffnung
22 hinaus gefädelt wird und dass anschließend das Keilelement 24 eingefügt wird, bevor
die Kopplungsvorrichtung 12 durch Aufschieben mit dem Basisteil 15 verbunden wird.
Die zweite (in dieser Figur nicht dargestellt) Kopplungsvorrichtung 12 kann in analoger
Weise von der anderen Seite des Basisteils 15 aufgeschoben werden.
[0075] Figur 12 zeigt eine Querschnittsdarstellung eines anderen Ausführungsbeispiels einer
erfindungsgemäßen Kopplungsvorrichtung 12. Diese Kopplungsvorrichtung 12 weist ein
Kopplungsvorrichtungsgehäuse 23 mit einer Öffnung 22 auf, durch die ein Zugmittel
4 in das Innere der Kopplungsvorrichtung 12 hinein und wieder aus der Kopplungsvorrichtung
12 hinaus gefädelt ist. Das durch die Kopplungsvorrichtung 12 verlaufende Zugmittel
4 ist innerhalb der Kopplungsvorrichtung 12 um einen Bolzen 43 gelegt.
[0076] Die Kopplungsvorrichtung 12 weist ein als Klemmkeil 28 ausgebildetes Kopplungsvorrichtungselement
25 auf. Der Klemmkeil 28 weist einen Schlitz 29 auf, durch den der zum Bolzen 43 laufende
Teil des Zugmittels 4 sowie der vom Bolzen 43 kommende Teil des Zugmittels 4 verlaufen.
Es sind nach innen gerichtete Anschläge 30 an dem Kopplungsvorrichtungsgehäuse 23
vorhanden. Der Klemmkeil 28 kann mittels einer Festlegebewegung 31 parallel zu der
Längserstreckungsrichtung des Bolzens 43 verschoben und so zwischen den Anschlägen
30 und dem Bolzen 43 eingeklemmt werden, wobei gleichzeitig das Zugmittel 4 zwischen
dem Bolzen 43 und dem Klemmkeil 28 eingeklemmt und somit die Festlegeeinstellung herbeigeführt
wird.
[0077] Durch ein Verschieben des Klemmkeils 28 in die entgegengesetzte Richtung kann die
Freigabeeinstellung herbeigeführt werden, die es ermöglicht, das Zugmittel relativ
zu der Kopplungsvorrichtung 12 zu verschieben und die maximale Ausgabelänge 13 des
Zugmittels 4 von der Antriebvorrichtung 1 zur Unterschiene 8 und/oder den maximalen
Abstand 14 zwischen der Unterschiene 8 und der Antriebsvorrichtung 1 in der Vertikalebene
des Zugmittels 4 einzustellen.
[0078] Die Kopplungsvorrichtung 12 weist ein Befestigungselement 20 mit einer Aufnahme 21
für die Abwinklung 19 eines ansonsten nicht dargestellten Gegenbefestigungselements
der Unterschiene 8 auf.
[0079] Figur 13 zeigt eine Querschnittsdarstellung eines weiteren Ausführungsbeispiels einer
erfindungsgemäßen Kopplungsvorrichtung 12 in einer Freigabeeinstellung. Die Kopplungsvorrichtung
12 weist ein Kopplungsvorrichtungsgehäuse 23 mit einer Öffnung 22 auf. Das Zugmittel
4 verläuft durch die Öffnung 22 in die Kopplungsvorrichtung 12 hinein und ist innerhalb
der Kopplungsvorrichtung 12 um einen drehbar gelagerten, im Querschnitt elliptischen
Nocken 32 gelegt. Das freie Ende des Zugmittels 4 verläuft durch die Öffnung 22 wieder
aus dem Kopplungsvorrichtungsgehäuse 23 hinaus.
[0080] An dem Basisteil 15 sind zwei als Leisten ausgebildete Gegenbefestigungselemente
18 angeordnet, die entlang ihres freien Endes jeweils eine Abwinklung 19 aufweisen.
Die Abwinklungen 19 sind einander entgegengesetzt ausgerichtet. Die Kopplungsvorrichtung
12 weist Befestigungselemente 20 mit Aufnahmen 21 für die Abwinklungen 19 der Gegenbefestigungselemente
18 auf. Die Kopplungsvorrichtung 12 kann linear entlang den als Leisten ausgebildeten
Gegenbefestigungselementen 18 (senkrecht zur Zeichenebene) relativ zu dem Basisteil
15 bewegt werden.
[0081] Die Kopplungsvorrichtung 12 kann durch Drehen des Nockens 32 um eine Drehachse 33,
die seiner Längsmittelachse entspricht (und senkrecht zur Zeichenebene verläuft) in
die Festlegeeinstellung überführt werden, was in Figur 14 dargestellt ist. In der
Festlegeeinstellung ist das Zugmittel 4 zwischen dem Kopplungsvorrichtungsgehäuse
23 und dem Nocken 32 eingeklemmt, während das Zugmittel 4 in der Freigabeeinstellung,
die in Figur 13 dargestellt ist, nicht zwischen dem Kopplungsvorrichtungsgehäuse 23
und dem Nocken 32 eingeklemmt ist.
[0082] Figur 15 zeigt in einer Explosionsdarstellung einen Teilabschnitt des unteren Endes
eines weiteren Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Raffstores. Der Raffstore
weist eine Unterschiene 8 mit einem Deckelteil 16 und einem Basisteil 15 auf. Das
Basisteil 15 ist mit dem Deckelteil 16 durch eine Rastverbindung verschließbar. Das
Deckelteil 16 weist eine Öffnung 7 für das Zugmittel 4 auf.
[0083] In der Unterschiene sind zwei Kopplungsvorrichtungen 12 (von denen in nur eine dargestellt
ist) angeordnet, die jeweils eines der Zugmittel 4 mit der Unterschiene 8 verbinden.
Die maximale Ausgabelänge 13 des Zugmittels 4 von der Antriebsvorrichtung 1 bis zur
Unterschiene 8 und der maximale Abstand 14 zwischen der Unterschiene 8 und der Antriebsvorrichtung
1 in der Vertikalebene des Zugmittels 4 kann mittels der Kopplungsvorrichtung 12,
insbesondere stufenlos, eingestellt werden.
[0084] An dem Basisteil 15 sind zwei als Leisten ausgebildete Gegenbefestigungselemente
18 angeordnet, die entlang ihres freien Endes jeweils eine Abwinklung 19 aufweisen.
Die Abwinklungen 19 sind einander entgegengesetzt ausgerichtet. Die Kopplungsvorrichtung
12 weist Befestigungselemente 20 mit Aufnahmen 21 für die Abwinklungen 19 der Gegenbefestigungselemente
18 auf. Die Kopplungsvorrichtung 12 kann, wenn sie mit dem Basisteil verbunden ist,
linear entlang den als Leisten ausgebildeten Gegenbefestigungselementen 18 relativ
zu dem Basisteil 15 bewegt werden.
[0085] Die Kopplungsvorrichtung 12 weist ein Gehäuse 23 auf, welches insbesondere in Figur
20 im Detail zu sehen ist. Das Gehäuse 23 weist zwei Öffnungen 22 für das Zugmittel
4 auf. Außerdem sind die Befestigungselemente 20 mit den Aufnahmen 21 für die Abwinklungen
19 der Gegenbefestigungselemente 18 in dem Gehäuse 23 ausgebildet.
[0086] Das Gehäuse 23 weist eine Klemmbauteilaufnahme 34 für ein Klemmbauteil 44 auf, der
insbesondere in Figur 21 im Detail dargestellt ist. Das Klemmbauteil 44 weist zwei
relativ zueinander bewegliche Kopplungsvorrichtungselemente 25, nämlich zwei Klemmarme
36, auf. Die Klemmarme 36 sind jeweils mittels eines elastischen Scharniers 37 mit
einem Griffabschnitt 38 verbunden. Das Klemmbauteil 44 ist einstückig, vorzugsweise
als Spritzgussteil, hergestellt. Es ist jedoch durchaus möglich, das Klemmbauteil
44 auf andere Weise, insbesondere auch aus mehreren separaten Bauteilen herzustellen.
Zwischen den Klemmarmen 36 befindet sich ein Schlitz 39, dessen Schlitzweite sich
zum Einklemmen des Zugmittels verringert, wenn das Klemmbauteil 44 die Klemmbauteilaufnahme
34 des Gehäuses 23 eingesteckt ist.
[0087] Die Klemmarme 36 weisen an ihren freien Enden jeweils eine Rastnase 40 auf, die eine
Rastkante 41 des Gehäuses 23 hintergreift, wenn das Klemmbauteil 44 in die Klemmbauteilaufnahme
34 des Gehäuses 23 eingesteckt ist.
[0088] Das Gehäuse 23 weist eine Bolzenaufnahme 35 für einen Bolzen 43 auf, um den herum
das Zugmittel 4 gelegt wird. Das Zugmittel 4 verläuft durch die Öffnungen 22 bis zu
dem Bolzen 43, um den es herum gelegt ist und freie Ende des Zugmittels 4 verläuft
durch die Öffnungen 22 zurück aus der Kopplungsvorrichtung 12 hinaus.
[0089] Insbesondere kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass zunächst das Zugmittel 4 durch
die Öffnungen 22 in das Gehäuse 23 hinein und wieder aus dem Gehäuse hinaus gefädelt
wird und zwar vorzugsweise derart, dass die sich ergebende Schlaufe zunächst aus dem
Gehäuse 23 ragt. Anschließend wird der Bolzen 43 in die Bolzenaufnahme 35 eingesteckt.
Die Bolzenaufnahme 35 weist (nach einem eigenständigen Erfindungsgedanken) eine nach
unten gerichtete Bolzenaufnahmeöffnung 42 auf, die es erlaubt, die Schlaufe des Zugmittels
4 zuzuziehen, bis das Zugmittel 4 den in die Bolzenaufnahme 35 eingesteckten Bolzen
43 umgreift und an dem Bolzen 34 anliegt. Auf diese Weise ist vorteilhaft vermieden,
dass das Zugmittel 4 umständlich innerhalb des Gehäuses 23 um den Bolzen 43 gefädelt
werden muss oder der Bolzen 43 umständlich in eine winzige Schlaufe des Zugmittels
4 innerhalb des Gehäuses 43 eingesteckt werden muss. Die Öffnungen 22 und die Bolzenaufnahmeöffnung
42 sind vorzugsweise in einer gemeinsamen Ebene angeordnet.
[0090] Im Ergebnis verläuft das Zugmittel 4 durch die Öffnungen 22 in das Gehäuse 23 hinein
und ist eng um den Bolzen 43 gelegt, wobei das freie Ende des Zugmittels 4 wieder
aus dem Gehäuse 23 hinaus verläuft.
[0091] Die maximale Ausgabelänge des Zugmittels 4 von der (in den Figuren 15 bis 21 nicht
dargestellten) Antriebsvorrichtung 1 bis zur Unterscheine 8 kann dadurch eingestellt
werden, dass ein Teil des Zugmittels 4 weiter durch die Kopplungsvorrichtung 12 gezogen
und das herausragende freie Ende des Zugmittels 4 verlängert wird, wenn die die maximale
Ausgabelänge 13 verkürzt werden soll, und dass ein Teil des Zugmittels 4 in entgegengesetzter
Richtung zurück durch die Kopplungsvorrichtung 12 gezogen und das herausragende freie
Ende des Zugmittels 4 verkürzt wird, wenn die die maximale Ausgabelänge 13 verlängert
werden soll.
[0092] Hierbei kann in ganz besonders vorteilhafter Weise ein Reibwiederstand erzeugt werden,
indem das Klemmbauteil 44 für den Einstellvorgang nur teilweise in die Klemmbauteilaufnahme
34 des Gehäuses 23 eingesteckt wird. Dadurch kann das Zugmittel 4 gegen einen (durch
Auswahl der Einstecktiefe des Klemmkeils 28 in die Klemmbauteilaufnahme 34) einstellbaren
Widerstand durch die Kopplungsvorrichtung 12 hindurch bewegt werden oder in die Kopplungsvorrichtung
hinein bewegt werden, wobei der Widerstand vorzugsweise derart gewählt wird, dass
er gerade ausreicht die Unterschiene 8 hängend an dem Zugmittel 4 zu halten. Dies
hat den ganz besonderen Vorteil, dass bis zum Erreichen der endgültigen Einstellung
fortlaufend die jeweils gerade vorgenommene Einstellung überprüft (und erforderlichenfalls
korrigiert) werden kann, ohne dass jeweils die Gefahr der versehentlichen Zerstörung
der gerade vorgenommene Einstellung besteht. Durch vollständiges Einstecken des Klemmkeils
28 in die Klemmbauteilaufnahme 34 kann in die Festlegeeinstellung umgeschaltet und
das Zugmittel zuverlässig dauerhaft relativ zu der Unterschiene 8 fixiert werden.
[0093] Die Kopplungsvorrichtung 12 ist derart ausgebildet, dass sich eine eingestellte Relativstellung
des Zugmittels relativ zu der Kopplungsvorrichtung 12 und relativ zu der Unterschiene
8 durch den Umschaltvorgang von der Freigabeeinstellung in die Festlegeeinstellung,
also durch das vollständige Einstecken des Klemmkeils 28 nicht verändert.
Bezugszeichenliste:
[0094]
- 1
- Antriebsvorrichtung
- 2
- Antriebsmotor
- 3
- Wickelwelle
- 4
- Zugmittel
- 5
- Antriebsvorrichtungsgehäuse
- 6
- Lamelle
- 7
- Öffnung
- 8
- Unterschiene
- 9
- Leiter
- 10
- Vertikale Halteseile
- 11
- Querseile
- 12
- Kopplungsvorrichtung
- 13
- Maximale Ausgabelänge des Zugmittels
- 14
- Maximaler Abstand zwischen der Unterschiene 8 und der Antriebsvorrichtung 1 in einer
Vertikalebene des Zugmittels 4
- 15
- Basisteil
- 16
- Deckelteil
- 17
- Führungsschiene
- 18
- Gegenbefestigungselement
- 19
- Abwinklung
- 20
- Befestigungselement
- 21
- Aufnahme
- 22
- Öffnung
- 23
- Kopplungsvorrichtungsgehäuse
- 24
- Keilelement
- 25
- Kopplungsvorrichtungselement
- 26
- Schlitz
- 27
- Einbuchtung
- 28
- Klemmkeil
- 29
- Schlitz
- 30
- Anschlag
- 31
- Festlegebewegung
- 32
- Nocken
- 33
- Drehachse
- 34
- Klemmbauteilaufnahme
- 35
- Bolzenaufnahme
- 36
- Klemmarm
- 37
- Elastisches Scharnier
- 38
- Griffabschnitt
- 39
- Schlitz
- 40
- Rastnase
- 41
- Rastkante
- 42
- Bolzenaufnahmeöffnung
- 43
- Bolzen
- 44
- Klemmbauteil
1. Raffstore aufweisend Lamellen und eine Unterschiene, die mittels wenigstens eines
Zugmittels hängend mit einer Antriebsvorrichtung verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass die maximale Ausgabelänge des Zugmittels von der Antriebsvorrichtung bis zur Unterschiene
und/oder der maximale Abstand zwischen der Unterschiene und der Antriebsvorrichtung
in der Vertikalebene des Zugmittels mittels einer Kopplungsvorrichtung einstellbar
ist, die das Zugmittel mit der Unterschiene verbindet.
2. Raffstore nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Kopplungsvorrichtung, insbesondere werkzeugfrei und/oder zerstörungsfrei, zwischen
a. einer Freigabeeinstellung, in der die maximale Ausgabelänge und/oder der maximale
Abstand zwischen der Unterschiene und der Antriebsvorrichtung einstellbar ist, und
b. einer Festlegeeinstellung, in der die maximale Ausgabelänge und/oder der maximale
Abstand zwischen der Unterschiene und der Antriebsvorrichtung festgelegt ist, umschaltbar
ist.
3. Raffstore nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kopplungsvorrichtung derart ausgebildet ist, dass sich eine eingestellte Relativstellung
des Zugmittels relativ zu der Kopplungsvorrichtung und/oder relativ zu der Unterschiene
durch den Umschaltvorgang vom der Freigabeeinstellung in die Festlegeeinstellung nicht
verändert.
4. Raffstore nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
a. das Zugmittel in der Freigabeeinstellung gegen einen, insbesondere einstellbaren,
Widerstand durch die Kopplungsvorrichtung hindurch bewegbar ist und/oder dass das
Zugmittel in der Freigabeeinstellung gegen einen, insbesondere einstellbaren, Widerstand
in die Kopplungsvorrichtung hinein bewegbar ist, und/oder dass
b. das Zugmittel in der Festlegeeinstellung durch Reibschluss und/oder durch Formschluss
innerhalb der Kopplungsvorrichtung festgelegt ist, und/oder dass
c. die Festlegeeinstellung durch einen Rastvorgang, insbesondere werkzeugfrei und/oder
zerstörungsfrei wieder lösbar, arretierbar ist.
5. Raffstore nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
a. die maximale Ausgabelänge und/oder der maximale Abstand zwischen der Unterschiene
und der Antriebsvorrichtung werkzeugfrei und/oder zerstörungsfrei einstellbar ist,
und/oder dass
b. die Kopplungsvorrichtung werkzeugfrei und/oder zerstörungsfrei bedienbar ist.
6. Raffstore nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
a. die Kopplungsvorrichtung wenigstens zwei relativ zueinander bewegliche Kopplungsvorrichtungselemente
aufweist, und/oder dass
b. die Kopplungsvorrichtung wenigstens zwei relativ zueinander bewegliche Kopplungsvorrichtungselemente
aufweist und das Zugmittel zwischen den Kopplungsvorrichtungselementen einklemmbar
ist und/oder dass
c. die Kopplungsvorrichtung wenigstens zwei relativ zueinander bewegliche Kopplungsvorrichtungselemente
aufweist und wenigstens eines der Kopplungsvorrichtungselemente dazu ausgebildet ist,
in das Zugmittel einzugreifen, um dieses relativ zu der Unterschiene festzulegen und/oder
dass
d. die Kopplungsvorrichtung wenigstens zwei relativ zueinander bewegliche Kopplungsvorrichtungselemente
aufweist und eines der Kopplungsvorrichtungselemente als ein, insbesondere beweglich
gelagertes, Keilelement ausgebildet ist und/oder dass
e. die Kopplungsvorrichtung wenigstens zwei relativ zueinander bewegliche Kopplungsvorrichtungselemente
aufweist und eines der Kopplungsvorrichtungselemente als ein, insbesondere exzentrisch,
drehbar gelagertes Klemm- und/oder Formschlussbauteil, insbesondere als drehbar gelagerter
Nocken, ausgebildet ist.
7. Raffstore nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Kopplungsvorrichtung eine Bolzenaufnahme für einen Bolzen, um den herum das Zugmittel
verlaufen kann, aufweist, wobei die Bolzenaufnahme zusätzlich zu einer Öffnung für
den Bolzen eine Bolzenaufnahmeöffnung aufweist, durch die eine Schlaufe des Zugmittels
aus der Bolzenaufnahme ragen kann.
8. Kopplungsvorrichtung zum Verbinden eines Zugmittels mit einer Unterschiene für einen
Raffstore nach einem der Ansprüche 1 bis 7.
9. Verfahren zum Modifizieren eines Raffstores, das eine Unterschiene aufweist, die mittels
wenigstens eines Zugmittels hängend mit einer Antriebsvorrichtung verbunden ist, insbesondere
eines Raffstores nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die maximale Ausgabelänge des Zugmittels von der Antriebsvorrichtung bis zur Unterschiene
und/oder der maximale Abstand zwischen der Unterschiene und der Antriebsvorrichtung
in der Vertikalebene des Zugmittels mittels einer Kopplungsvorrichtung, insbesondere
einer Kopplungsvorrichtung nach Anspruch 8, eingestellt wird, die das Zugmittel mit
der Unterschiene verbindet.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzahl der Lamellen an die mittels der Kopplungsvorrichtung einzustellende oder
eingestellte maximale Ausgabelänge des Zugmittels und/oder an den einzustellenden
oder eingestellten maximalen Abstand zwischen der Unterschiene und der Antriebsvorrichtung
durch Hinzufügen weiterer Lamellen oder durch Entfernen von Lamellen angepasst wird.
11. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10,
gekennzeichnet durch folgende Schritte:
a. Befestigen der Antriebsvorrichtung an der Außenseite eines Gebäudes,
b. Vollständiges Ausfahren bis zur maximalen Ausgabelänge und/oder bis zum maximalen
Abstand zwischen der Unterschiene und der Antriebsvorrichtung,
c. Bestimmen der einzustellenden maximalen Ausgabelänge und/oder des einzustellenden
maximalen Abstandes aller Zugmittel zur Antriebsvorrichtung,
d. Entfernen der untersten Lamellen bzw. Einfügen weiterer Lamellen im Bereich zwischen
der ursprünglichen maximalen Ausgabelänge und der einzustellenden maximalen Ausgabelänge
und/oder im Bereich zwischen dem ursprünglichen maximalen Abstand von der Unterschiene
zu der Antriebsvorrichtung und dem einzustellenden maximalen Abstand von der Unterschiene
zu der Antriebsvorrichtung.
12. Verfahren nach Anspruch 11, gekennzeichnet durch den weiteren Schritt des Durchtrennens des Zugmittels zwischen der Oberseite, insbesondere
einem Deckel, der Unterschiene und der untersten der Lamellen sowie den weiteren Schritt
des Verbindens des freien Endes des mit der Antriebsvorrichtung verbundenen Zugmittels
mittels der Kopplungsvorrichtung mit der Unterschiene.
13. Verfahren nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass die unteren Abschnitte aller Leitern des Raffstores, die im ausgefahrenen Zustand
des Raffstores den Abstand benachbarter Lamellen zueinander gewährleisten und das
Einstellen des Lamellenwinkels ermöglichen, entsprechend der Anzahl der entfernten
Lamellen gekürzt werden oder in der Unterschiene angeordnet werden.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass zunächst die maximale Ausgabelänge eines ersten Zugmittels von der Antriebsvorrichtung
bis zur Unterschiene und/oder der maximale Abstand zwischen der Unterschiene und der
Antriebsvorrichtung in der Vertikalebene eines ersten Zugmittels mittels einer ersten
Kopplungsvorrichtung, insbesondere einer Kopplungsvorrichtung nach Anspruch 8, eingestellt
wird, und dass danach diejenige maximale Ausgabelänge eines zweiten Zugmittels von
der Antriebsvorrichtung bis zur Unterschiene und/oder derjenige maximale Abstand zwischen
der Unterschiene und der Antriebsvorrichtung in der Vertikalebene eines zweiten Zugmittels
mittels einer zweiten Kopplungsvorrichtung, insbesondere einer Kopplungsvorrichtung
nach Anspruch 8, eingestellt wird, bei der die Unterschiene eine waagerechte Ausrichtung
aufweist.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass eine Vielzahl von gleichen Raffstores, die jeweils eine Unterschiene aufweisen, die
mittels wenigstens eines Zugmittels hängend mit einer Antriebsvorrichtung verbunden
ist, vorproduziert werden und dass jeweils danach das Einstellen der maximalen Ausgabelänge
des Zugmittels von der Antriebsvorrichtung bis zur Unterschiene und/oder des maximale
Abstandes zwischen der Unterschiene und der Antriebsvorrichtung in der Vertikalebene
des Zugmittels erfolgt.