[0001] Die Erfindung umfasst ein Verfahren zur Regelung einer Luftmenge und einer Brennstoffmenge
zur Erreichung eines vorgegebenen Luft-Brennstoff-Verhältnisses, nach dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 1.
[0002] Weiterhin umfasst die Erfindung ein Heizgerät entsprechend dem Oberbegriff des Anspruchs
11.
[0003] Unterschiedliche Verfahren zur Regelung eines Heizgeräts sind bereits aus dem Stand
der Technik bekannt. So wird beispielsweise in der
DE 10 2019 101 190 A1 ein Verfahren zur Regelung eines Gasgemisches, gebildet aus einem Gas und einem Brenngas,
bei einem brenngasbetriebenen Heizgerät offenbart. Das Gasgemisch wird erzeugt, indem
über ein erstes Stellglied eine Gasmenge und über ein zweites Stellglied eine Brenngasmenge
bereitgestellt und gemischt werden, wobei ein mikrothermischer Gasgemischsensor, ein
mikrothermischer Brenngassensor und ein mikrothermischer Gassensor verwendet werden,
um die stofflichen Eigenschaften des Gasgemisches, des Brenngases und des Gases zu
erfassen und als Regelgrößen zu verwenden.
[0004] Weiterhin ist aus der
DE 10 2015 117 406 A1 eine Regeleinrichtung für Gasbrenner zur Anpassung eines dem Gasbrenner zugeführten,
aus einem Gasstrom und einem Luftstrom gebildeten, Gas-Luft-Gemisches bekannt, wobei
ein Sensor in einem Überbrückungsabschnitt zwischen einer Luftleitung und einer Gasleitung
angeordnet ist und einerseits mit dem Luftstrom und andererseits mit dem Gasstrom
in unmittelbarer Wirkverbindung steht, wobei der Überbrückungsabschnitt strömungstechnisch
geschlossen ist, so dass der Gasstrom und der Luftstrom im Überbrückungsabschnitt
getrennt sind.
[0005] Problematisch ist bei derartigen Verfahren die begrenzte Messgenauigkeit der Konzentrationssensoren
welche insbesondere mikrothermisch arbeiten und die Konzentration eines Stoffes in
einem Stoffgemisch messen. Beispiele für derartige Konzentrationssensoren wären mikrothermische
Gasgemischsensoren.
[0006] Alternative Möglichkeiten sehen die Verschaltung mehrerer Massendurchflussregler
vor, deren Einsatz in der Regel mit einem sehr hohen Kostenaufwand verbunden ist.
[0007] Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Verfahren, mit dem eine präzise und kostengünstige
Regelung eines Heizgeräts ermöglicht wird, sowie ein Heizgerät zur Durchführung des
Verfahrens, vorzuschlagen.
[0008] Diese Aufgabe wird ausgehend von den Merkmalen des Oberbegriffs des Patentanspruchs
1 durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. In den Unteransprüchen
sind vorteilhafte und zweckmäßige Weiterbildungen angegeben.
[0009] Die Erfindung sieht ein Verfahren zur Regelung einer Brennstoff-Luftmenge vor für
Heizgeräte zur Anpassung eines dem Heizgerät zugeführten, aus einer Luftmenge und
einer Brennstoffmenge gebildeten, Luft-Brennstoff-Gemisches, mit einem Regelventil,
das in einem Brennstoff-Hauptstrom angeordnet ist, wobei der Brennstoff-Hauptstrom
in einem Luft-Hauptstrom mündet, mit einem elektronischen Steuergerät zur Steuerung
des Regelventils und mit einem Sensor, der mit dem Steuergerät verbunden ist und dem
Steuergerät Signale liefert, wobei der Sensor in einem Bypass zwischen dem Luft-Hauptstrom
und dem Brennstoff-Hauptstrom angeordnet ist und einerseits mit einem Luft-Nebenstrom
und andererseits mit einem Brennstoff-Nebenstrom in unmittelbarer Wirkverbindung steht,
kennzeichnet sich dadurch, dass der Brennstoff-Nebenstrom und der Luft-Nebenstrom
in dem Bypass in einer Bypass-Mischkammer zu einem Bypass-Gemisch gemischt und dem
Sensor zugeführt werden. Von Vorteil ist hierbei, dass das Bypass-Gemisch als Referenz
für einen übergeordneten Prozess des Heizgeräts unabhängig von den Hauptströmen in
der Bypass-Mischkammer ausgewertet werden kann.
[0010] Um das erfindungsgemäße Verfahren durchzuführen, wird das Bypass-Gemisch in ein definiertes
Verhältnis zu dem Luft-Brennstoff-Gemisch gesetzt, wobei dieses Verhältnis nicht Eins
sein muss. Das Verhältnis von Brennstoff zu Luft im Bypass-Gemisch kann dadurch so
eingestellt werden, dass der Sensor stets in einem optimalen Arbeitsbereich arbeitet.
[0011] Weiterhin ist vorgesehen, dass ein Luft-Brennstoff-Verhältnis erzeugt wird, indem
über ein Regelventil eine Brennstoffmenge bereitgestellt wird, die mit einer Luftmenge
gemischt wird, und stromabwärts ein so erzeugtes Luft-Brennstoff-Gemisch mittels eines
Gebläses in einen Brenner eingelassen wird. Von Vorteil ist hierbei, dass ein definiertes
und nach gegebenen Anforderungen eingestelltes Luft-Brennstoffverhältnis gezielt in
den Brenner eingelassen und dort zur Wärmeerzeugung genutzt werden kann.
[0012] In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform ist vorgesehen, dass durch das Steuergerät
das erfasste Sensorsignal des Sensors mit labortechnisch gemessenen und in einer Wertetabelle
im Steuergerät hinterlegten Vergleichswerten verglichen und daraus eine Soll-Konzentration
an Brennstoff des Bypass-Gemisches bestimmt wird. Vorhandene Vergleichswerte können
eine verlässliche Bewertung der mittels des Sensors gemessenen Sensorsignale ermöglichen.
Das Hinterlegen der Vergleichswerte kann eine zügige Bewertung ermöglichen, was zu
einer schnellen Steuerung des Heizgeräts genutzt werden kann.
[0013] Weiterhin ist vorgesehen, dass die Soll-Konzentration an Brennstoff des Bypass-Gemisches
bei einem Sollwert des Sensorsignals vorliegt und dass das Steuergerät das erfasste
Sensorsignal mit dem Sollwert des Sensorsignals vergleicht und bei einer Abweichung
des erfassten Sensorsignals mit dem Sollwert des Sensorsignals das Regelventil und/oder
das Gebläse in Abhängigkeit von dem erfassten Sensorsignal ansteuert und dadurch das
Luft-Brennstoff-Gemisch durch Veränderung der Luftmenge und/oder Veränderung der Brennstoffmenge
anpasst, bis der Sollwert des Sensorsignals erreicht ist. Hierdurch kann ein sicherer
Betrieb des Heizgeräts im Bereich von im Voraus festgelegten Sollwerten ermöglicht
werden.
[0014] In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform ist vorgesehen, dass ein Quotient
aus Konzentration an Brennstoff im Bypass-Gemisch zu Konzentration an Brennstoff im
Luft-Brennstoff-Gemisch konstant gehalten und/oder gezielt verändert wird. Dies ermöglicht,
dass unabhängig von den sich im Betrieb ändernden Anforderungen an den Heizprozess
des Heizgeräts, ausgehend von den Sensorsignalen in der Bypass-Mischkammer, Rückschlüsse
auf den Luft-Hauptstrom und den Brennstoff-Hauptstrom gezogen werden können und diese
entsprechend konfiguriert werden können.
[0015] Weiterhin ist vorgesehen, dass durch geometrische Anpassung der Drosselelemente ein
gezielter Verlauf der Konzentration an Brennstoff im Luft-Brennstoff-Gemisch und/oder
Konzentration an Brennstoff im Bypass-Gemisch erzeugt wird. Bei einer Erhöhung und/oder
Erniedrigung der Brennstoffkonzentration kann sich am Sensor ein größerer Signalhub
bei einer Änderung der Brennstoffkonzentration im Gemisch-Hauptstrom ergeben, was
zu einer größeren Regelgenauigkeit führen kann. Hierdurch kann das Verhältnis der
Brennstoffkonzentration im Gemisch-Hauptstrom über einen hohen Modulationsbereich
konstant, oder vorhersehbar in eine gewünschte Richtung angepasst werden. Von Vorteil
ist hierbei, dass dies zu einer größeren Flexibilität beim Betrieb des Heizgeräts
genutzt werden kann.
[0016] In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform ist vorgesehen, dass der Luft-Hauptstrom
mit Umgebungsdruck in die Bypass-Mischkammer eintritt und der Brennstoff-Hauptstrom
mit einem Brennstoffdruck in die Bypass-Mischkammer eingeleitet wird. Hierdurch können
zusätzliche Pumpen zur Kompression und zur Bereitstellung eines Basisdrucks, der das
Einströmen des Brennstoffs in die Bypass-Mischkammer ermöglicht, eingespart werden.
[0017] Weiterhin ist vorgesehen, dass der Luft-Nebenstrom und der Brennstoff-Nebenstrom
im Vergleich zu dem Luft-Hauptstrom und dem Brennstoff-Hauptstrom möglichst klein
gehalten werden. Der Einfluss des Abzweigens von Luft-Nebenstroms und Brennstoff-Nebenstrom
auf den Luft-Hauptstrom, als auch auf den Brennstoff-Hauptstrom kann somit gering
gehalten werden, was zu einer geringeren Belastung der Sensoren durch Umwelteinflüsse,
wie beispielsweise Staub führen kann.
[0018] In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform ist vorgesehen, dass das Bypass-Gemisch
nach der Bypass-Mischkammer in den Luft-Hauptstrom und/oder in den Brennstoff-Hauptstrom
eingeleitet wird. Der sich im Bypass-Gemisch befindliche Brennstoff kann somit dem
regulären Prozess des Heizgeräts wieder zugeführt werden, was zu einem geringeren
Brennstoffverbrauch führen kann. Darüber hinaus kann dadurch ein sicherer Betrieb
des Heizgeräts ermöglicht werden, da alle brennbaren Gemische dem Brenner zugeführt
werden.
[0019] Weiterhin ist vorgesehen, dass der Luft-Nebenstrom und der Brennstoff-Nebenstrom
mit einem inhomogenen Geschwindigkeitsprofil in die Bypass-Mischkammer eingeleitet
werden. Die Hauptströme unterliegen inhärenten Druckschwankungen, deren Einflussname
auf das Verfahren hierdurch ausgeschlossen werden können.
[0020] Die Erfindung umfasst weiterhin ein Heizgerät ausgebildet zur Durchführung des Verfahrens
nach einem der vorgenannten Ansprüche. Ein solches Heizgerät kann den Einsatz einer
Brennstoff- und Luftmengenregelung ermöglichen, der sonst auf Grund von begrenzter
Messgenauigkeit von Konzentrationssensoren nicht möglich wäre.
[0021] Weiterhin ist vorgesehen, dass in dem Luft-Nebenstrom ein Drosselelement des Luft-Nebenstroms
angeordnet ist und in dem Brennstoff-Nebenstrom ein Drosselelement des Brennstoff-Nebenstroms
angeordnet ist. Durch die Drosselelemente wird eine Veränderung der statischen Drücke
von Luft-Nebenstrom und Brennstoff-Nebenstrom ermöglicht. Vorteilhaft ist hierbei,
dass somit einerseits der statische Druck, sowie die Partialdrücke von Luft und Brennstoff
innerhalb der Bypass-Mischkammer reguliert werden können. Diese Drücke können somit
unabhängig von etwaigen Druckschwankungen in den Hauptströmen gewählt werden.
[0022] In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform ist vorgesehen, dass in dem Luft-Hauptstrom
ein Drosselelement des Luft-Hauptstroms angeordnet ist und in dem Brennstoff-Hauptstrom
ein Drosselelement des Brennstoff-Hauptstroms angeordnet ist. Durch die Drosselelemente
wird eine Veränderung der statischen Drücke von Luft-Hauptstrom und Brennstoff-Hauptstrom
ermöglicht. Von Vorteil ist hierbei, dass dadurch der statische Druck, sowie der Partialdrücke
von Luft und Brennstoff innerhalb des Gemisch-Hauptstroms reguliert werden können.
[0023] Weiterhin ist vorgesehen, dass stromauf des Gebläses Unterdruck gegenüber der Umgebung
herrscht. Vorteilhaft ist hierbei, dass durch den dadurch herrschenden Druckgradienten
die Bestandteile des Gemisch-Hauptstroms stets in Richtung des Brenners geführt werden
und nicht anderweitig sich in dem System bewegen können.
[0024] In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform ist vorgesehen, dass das Drosselelement
des Luft-Hauptstroms als Drossel und/oder in Venturi-Geometrie ausgebildet ist und
das Drosselelement des Brennstoff-Hauptstroms als Hauptmengendrossel ausgebildet ist.
Hierdurch kann kostengünstig und wartungsarm der statische Druck stromabwärts der
Luft-Hauptdrossel gesenkt werden.
[0025] Weitere Einzelheiten der Erfindung werden unter Zuhilfenahme der Figur anhand von
einem schematisch dargestellten Ausführungsbeispiel beschrieben.
[0026] Figur 1 zeigt einen schematischen Aufbau eines erfindungsgemäßen Heizgeräts 18 mit
Bypass-Mischkammer 17. Der Luft-Hauptstrom 1 tritt mit Umgebungsdruck und der Brennstoff-Hauptstrom
2 mit Brennstoffdruck in die Bypass-Mischkammer 17 ein. In einer den Brennstoff-Hauptstrom
2 zuführenden Brennstoff-Hauptleitung 102 ist ein Regelventil 13 angeordnet. Ein Gebläse
14, sorgt für die Förderung von Luft und Brennstoff und ist in einer Luft-Hauptleitung
101 angeordnet.
[0027] Die Brennstoff-Hauptleitung 102 mündet in einer Einmündung 19 vor dem Gebläse 14
in die Luft-Hauptleitung 1. Stromauf des Gebläses 14 herrscht Unterdruck gegenüber
der Umgebung. In den beiden Hauptströmen, nämlich dem Luft-Hauptstrom 1 und dem Brennstoff-Hauptstrom
2, sind Drosselelemente 7, 8 zur Druckabsenkung angeordnet. Hierbei ist das erste
Drosselelement 8 zwischen dem Regelventil 13 und der Einmündung 19 angeordnet. Hierbei
ist das zweite Drosselelement 7 in der Luft-Hauptleitung 102 angeordnet. Das zweite
Drosselelement 7 kann beispielsweise als eine Drossel oder als eine Venturi-Düse ausgestaltet
sein.
[0028] Das erste Drosselelement 7 kann beispielsweise als Hauptmengendrossel ausgestaltet
sein. Die Drosselelemente 7, 8 verringern den statischen Druck des jeweiligen Mediums.
Stromauf der genannten Drosselelemente 7, 8 befindet sich jeweils ein Abgriff für
die Teilströme 4, 5.
Der Bypass umfasst das Drosselelement 9, durch welches der Luft-Nebenstrom 4 strömt,
sowie das Drosselelement 10, durch das der Brennstoff-Nebenstrom 5 strömt. Der Luft-Nebenstrom
4, sowie der Brennstoff-Nebenstrom 5 strömen jeweils in jeweils separaten und zu der
Bypass-Mischkammer führenden Leitungen (nicht bezeichnet). Weiterhin umfasst der Bypass
die Bypass-Mischkammer 17 mit dem sich darin bildenden und aus der Bypass-Mischkammer
17 ausströmenden Bypass-Gemischstroms 6, sowie des sich in der Bypass-Mischkammer
17 befindenden Sensors 12.
[0029] In der Bypass-Mischkammer 11 werden beide Teilströme, nämlich der Luft-Nebenstrom
4, sowie der Brennstoff-Nebenstrom 5, homogen miteinander vermischt. Sie bilden das
Bypass-Gemisch 11. Am Ausgang der Bypass-Mischkammer 17 ist der Sensor 12 angeordnet,
der die Konzentration im Bypass-Gemisch 11 misst. Beide Hauptströme 1 und 2 können
mit einem inhomogenen Geschwindigkeitsprofil in die Bypass-Mischkammer 17 eintreten.
[0030] Damit die Konzentration am Sensor 12 unabhängig von der Einströmrichtung der Hauptströme
1 und 2 ist, sollten die Teilströme 4 und 5 im Vergleich zu den Hauptströmen 1 und
2 möglichst klein sein. Das Bypass-Gemisch 11 wird nach der Bypass-Mischkammer 17
als Bypass-Gemischstrom 6 beispielsweise in den Brennstoff-Hauptstrom 2, alternativ
auch in den Luft-Hauptstrom 1, eingeleitet. Beide Hauptströme 1 und 2 bilden zusammen
den Gemisch-Hauptstrom 3. Stromab des Gebläses 14 treten die Hauptströme 1 und 2 als
homogen gemischter Gemisch-Hauptstrom 3 in den Brenner 15 ein.
[0031] Die Gemischregelung in dem Verbrennungsprozess des Heizgeräts erfolgt über den Sensor
12 und das Regelventil 13, sowie das Gebläse 14.
Bezugszeichenliste:
[0032]
- .1
- Luft-Hauptstrom
- 2
- Brennstoff-Hauptstrom
- 3
- Gemisch-Hauptstrom
- 4
- Luft-Nebenstrom
- 5
- Brennstoff-Nebenstrom
- 6
- Bypass-Gemischstrom
- 7
- Drosselelement des Luft-Hauptstroms
- 8
- Drosselelement des Brennstoff-Hauptstroms
- 9
- Drosselelement des Luft-Nebenstroms
- 10
- Drosselelement des Brennstoff-Nebenstroms
- 11
- Bypass-Gemisch
- 12
- Sensor
- 13
- Regelventil
- 14
- Gebläse
- 15
- Brenner
- 16
- Bypass
- 17
- Bypass-Mischkammer
- 18
- Heizgerät
- 19
- Einmündung
- 101
- Luft-Hauptleitung
- 102
- Brennstoff-Hauptleitung
1. Verfahren zur Regelung einer Brennstoff-Luftmenge für Heizgeräte (18) zur Anpassung
eines dem Heizgerät (18) zugeführten, aus einer Luftmenge und einer Brennstoffmenge
gebildeten, Luft-Brennstoff-Gemisches, mit
einem Regelventil (13), das in einem Brennstoff-Hauptstrom (2) des Heizgeräts (18)
angeordnet ist,
wobei der Brennstoff-Hauptstrom (2) in einem Luft-Hauptstrom (1) mündet,
mit einem elektronischen Steuergerät zur Steuerung des Regelventils (13) und
mit einem Sensor (12) der mit dem Steuergerät verbunden ist und dem Steuergerät Signale
liefert,
wobei der Sensor (12) in einem Bypass (16) zwischen dem Luft-Hauptstrom (1) und dem
Brennstoff-Hauptstrom (2) angeordnet ist und einerseits mit einem Luft-Nebenstrom
(4) und andererseits mit einem Brennstoff-Nebenstrom (5) in unmittelbarer Wirkverbindung
steht,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Brennstoff-Nebenstrom (5) und der Luft-Nebenstrom (4) in dem Bypass (16) in einer
Bypass-Mischkammer (17) zu einem Bypass-Gemisch (11) gemischt und dem Sensor (12)
zugeführt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Luft-Brennstoff-Verhältnis erzeugt wird, indem über ein Regelventil (13) eine
Brennstoffmenge bereitgestellt wird die mit einer Luftmenge gemischt wird und stromabwärts
das so erzeugte Luft-Brennstoff-Gemisch mittels eines Gebläses (14) in einen Brenner
(15) eingelassen wird.
3. Verfahren nach einem der vorausgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass durch das Steuergerät das erfasste Sensorsignal des Sensors (12) mit labortechnisch
gemessenen und in einer Wertetabelle im Steuergerät hinterlegten Vergleichswerten
verglichen und daraus eine Soll-Konzentration an Brennstoff des Bypass-Gemisches (11)
bestimmt wird.
4. Verfahren nach einem der vorausgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Soll-Konzentration an Brennstoff des Bypass-Gemisches (11) bei einem Sollwert
des Sensorsignals des Sensors (12) vorliegt und wobei das Steuergerät das erfasste
Sensorsignal des Sensors (12) mit dem Sollwert des Sensorsignals des Sensors (12)
vergleicht und bei einer Abweichung des erfassten Sensorsignals des Sensors (12) mit
dem Sollwert des Sensorsignals des Sensors (12) das Regelventil (13) und/oder das
Gebläse (14) in Abhängigkeit von dem erfassten Sensorsignal des Sensors (12) ansteuert
und dadurch das Luft-Brennstoff-Gemisch durch Veränderung der Luftmenge und/oder Veränderung
der Brennstoffmenge anpasst, bis der Sollwert des Sensorsignals des Sensors (12) erreicht
ist.
5. Verfahren nach einem der vorausgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Quotient aus einer Konzentration an Brennstoff im Bypass-Gemisch (11) zu einer
Konzentration an Brennstoff im Luft-Brennstoff-Gemisch konstant gehalten und/oder
gezielt verändert wird.
6. Verfahren nach einem der vorausgehenden Ansprüche, der vorausgehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass durch geometrische Anpassung der Drosselelemente (7, 8, 9, 10) ein gezielter Verlauf
der Konzentration an Brennstoff im Luft-Brennstoff-Gemisch und/oder Konzentration
an Brennstoff im Bypass-Gemisch (11) erzeugt wird.
7. Verfahren nach einem der vorausgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Luft-Hauptstrom (1) mit Umgebungsdruck in die Bypass-Mischkammer (17) eintritt
und der Brennstoff-Hauptstrom (2) mit einem Brennstoffdruck in die Bypass-Mischkammer
(17) eingeleitet wird.
8. Verfahren nach einem der vorausgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Luft-Nebenstrom (4) und der Brennstoff-Nebenstrom (5) im Vergleich zu dem Luft-Hauptstrom
(1) und dem Brennstoff-Hauptstrom (2) möglichst klein gehalten werden.
9. Verfahren nach einem der vorausgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Bypass-Gemisch (11) nach der Bypass-Mischkammer (17) in den Luft-Hauptstrom (1)
und/oder in den Brennstoff-Hauptstrom (2) eingeleitet wird.
10. Verfahren nach einem der vorausgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Luft-Nebenstrom (4) und der Brennstoff-Nebenstrom (5) mit einem inhomogenen Geschwindigkeitsprofil
in die Bypass-Mischkammer (17) eingeleitet werden.
11. Heizgerät, dadurch gekennzeichnet, dass es zur Durchführung des Verfahrens nach wenigstens einem der vorgenannten Ansprüche
ausgebildet ist.
12. Heizgerät (18) nach Anspruch 11 dadurch gekennzeichnet, dass in dem Luft-Nebenstrom (4) ein Drosselelement des Luft-Nebenstroms (9) ist und in
dem Brennstoff-Nebenstrom (5) ein Drosselelement des Brennstoff-Nebenstroms (10) platziert
ist.
13. Heizgerät (18) nach wenigstens einem der vorausgehenden Ansprüche 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Luft-Hauptstrom (1) ein Drosselelement des Luft-Hauptstroms (7) ist und in
dem Brennstoff-Hauptstrom (2) ein Drosselelement des Brennstoff-Hauptstroms (8) platziert
ist.
14. Heizgerät nach wenigstens einem der vorausgehenden Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass stromauf des Gebläses (14) Unterdruck gegenüber der Umgebung herrscht.
15. Heizgerät nach wenigstens einem der vorausgehenden Ansprüche 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Drosselelement des Luft-Hauptstroms (7) als Drossel und/oder als Venturi-Düse
ausgebildet ist und das Drosselelement des Brennstoff-Hauptstroms (8) als Hauptmengendrossel
ausgebildet ist.