[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben eines Gargeräts und
ein entsprechendes Gargerät mit einem Garraum zur Aufnahme eines Garguts, einer Behandlungseinrichtung
zur Behandlung des Garguts und einer Steuereinrichtung zur Steuerung der Behandlungseinrichtung
in Abhängigkeit eines Behandlungsprogramms, wobei ein Garzustand des Garguts ermittelt
wird und die Behandlungseinrichtung in Abhängigkeit des ermittelten Garzustands des
Garguts gesteuert oder eine Meldung angezeigt wird.
[0002] Zur Erzielung eines optimalen Garergebnisses ist es wünschenswert, für den Garvorgang
bzw. das jeweilige Behandlungsprogramm bestimmte Eigenschaften des Garguts zu berücksichtigen.
So ermöglicht beispielsweise die automatische Berücksichtigung des Garzustands des
Garguts eine präzise Anpassung der Behandlung während des Garvorgangs. Auf diese Weise
kann insbesondere ein Fertigzeitpunkt des Garguts erkannt und dadurch ein unzureichendes
Garen oder ein Übergaren vermieden werden. Zusätzlich können dem Benutzer durch eine
Meldung wichtige Informationen zum Garvorgang mitgeteilt werden, die durch den Garzustand
erlangt werden.
[0003] Eine Möglichkeit, den Garzustand automatisch zu erkennen, ist die Verwendung eines
Speisenthermometers zur Messung einer Kerntemperatur des Garguts. Diese in der Regel
als Einstichthermometer ausgebildeten Sensoren eignen sich jedoch nur für bestimmte
Gargüter, die etwa eine geeignete Form aufweisen. Insbesondere für dünne Backgüter
- wie z.B. Pizzen - sind Speisenthermometer nicht geeignet, um den Garzustand prozesssicher
festzustellen.
[0004] Eine andere Möglichkeit ist die Auswertung eines mittels einer Bildaufnahmeeinrichtung
aufgenommenen Bildes des Garguts. Auf diese Weise kann beispielsweise der Bräunungsgrad
des Garguts bestimmt und daraus der Garzustand abgeleitet werden. Ein Beispiel für
ein solches Verfahren zeigt die
EP 2 444 735 A2. Hierbei wird durch Vergleich eines RGB-Farbwerts des aufgenommenen Bildes mit einem
Referenzwert entschieden, ob das Gargut fertig gegart ist. Eine derartige Methode
setzt jedoch die Verwendung komplexer Bildauswertungsalgorithmen voraus, die kostenaufwendig
zu implementieren sind. Ferner unterliegt das äußere Erscheinungsbild eines Garguts
natürlichen Schwankungen und kann zudem auch bei nur leichten Rezeptabwandlungen stark
variieren, was die Bildauswertung negativ beeinflussen kann.
[0005] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zum Betreiben
eines Gargeräts und ein entsprechendes Gargerät zur Verfügung zu stellen, welche eine
verbesserte Ermittlung des Garzustands ermöglicht und insbesondere auch für flache
Backgüter geeignet ist.
[0006] Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und
durch ein Gargerät mit den Merkmalen des Anspruchs 11. Bevorzugte Merkmale sind Gegenstand
der Unteransprüche. Weitere Vorteile und Merkmale sind der allgemeinen Beschreibung
sowie den Ausführungsbeispielen zu entnehmen.
[0007] Das vorliegende Verfahren dient zum Betreiben eines Gargeräts, das einen Garraum
zur Aufnahme eines Garguts, eine Behandlungseinrichtung zur Behandlung des Garguts
und eine Steuereinrichtung zur Steuerung der Behandlungseinrichtung in Abhängigkeit
eines Behandlungsprogramms aufweist, wobei ein Garzustand des Garguts ermittelt wird
und die Behandlungseinrichtung in Abhängigkeit des ermittelten Garzustands des Garguts
gesteuert oder eine Meldung angezeigt wird. Das Verfahren zeichnet sich dadurch aus,
dass während eines Garvorgangs in einem Messschritt Hochfrequenzwellen mit einer Mehrzahl
unterscheidbarerer Frequenzen in den Garraum ausgesendet und wieder empfangen werden.
In einem anschließenden Auswerteschritt werden im Garraum angeregte Resonanzen anhand
einer Auswertung eines frequenzabhängigen Verlaufs eines Hochfrequenzparameters wie
beispielsweise Streuparameter, Reflexion, Transmission, Absorbtionsgrad oder Impedanz
erkannt und charakterisiert. Dabei wird durch Wiederholen des Messschrittes und des
Auswerteschrittes über eine gewisse Zeitspanne ein zeitlicher Verlauf zumindest eines
charakteristischen Parameters zumindest einer charakterisierten Resonanz aufgezeichnet.
Aus dem zeitlichen Verlauf eines oder einer Kombination aus charakteristischen Parametern
wird der Garzustand des Garguts ermittelt.
[0008] Bei der vorliegenden Erfindung wird der Garraum als Hohlraumresonator verwendet,
in dem ein Teil der Hochfrequenzwellen durch Resonanz stehende Wellen mit mehreren
Resonanzmoden bildet. Hierbei werden zu verschiedenen Zeitpunkten Daten über die im
Garraum auftretenden Resonanzen erhoben und miteinander verglichen bzw. zueinander
in Relation gesetzt. Im jeweiligen Auswerteschritt werden die empfangenen Hochfrequenzwellen
mit den ausgesendeten Hochfrequenzwellen verglichen, wobei insbesondere ein frequenzabhängiger
Amplitudenverlauf und/oder ein frequenzabhängiger Phasenverlauf von mindestens einem
Hochfrequenzparameterausgewertet werden, anhand dessen im Garraum auftretende Resonanz
erkannt und charakterisiert werden. Das Verhalten zumindest einer charakterisierten
Resonanz wird über eine gewisse Zeitspanne verfolgt und der zeitliche Verlauf zumindest
eines charakteristischen Parameters der Resonanz aufgezeichnet. Aus dem zeitlichen
Verlauf des oder der charakteristischen Parameter werden Informationen über den Garzustand
abgeleitet.
[0009] Das erfindungsgemäße Verfahren bietet eine äußerst zuverlässige Ermittlung des Garzustands,
da es vom äußeren Erscheinungsbild des Garguts nicht oder nur in vernachlässigbarem
Maße beeinflusst wird. Die Erfassung des Garzustands erfolgt zudem berührungslos.
Es muss kein Speisenthermometer oder eine andere Messsonde in oder an dem Gargut positioniert
werden. Dies bietet eine komfortable Bestimmung des Garzustands, die sich darüber
hinaus auch für flache Gargüter oder Backgüter eignet.
[0010] Das zur Durchführung des Verfahrens benötigte Messsystem kann mittels kostengünstiger
Bauteile realisiert werden. Das Messsystem umfasst insbesondere zumindest eine Sendeeinrichtung,
mit der Hochfrequenzwellen mit einer Mehrzahl unterscheidbarerer Frequenzen in den
Garraum ausgesendet werden, und zumindest eine Empfangseinrichtung, mit der die reflektierten
und/oder transmittierten Hochfrequenzwellen empfangen werden. Sendeeinrichtung und
Empfangseinrichtung können dabei in einer gemeinsamen Sende- und Empfangseinrichtung
kombiniert sein. Beispielsweise können mithilfe einer Sende- und Empfangseinrichtung
mit einem Sende- und Empfangskanal die reflektierten Hochfrequenzwellen empfangen
werden. Sind Sendeeinrichtung und Empfangseinrichtung räumlich voneinander getrennt,
können die transmittierten Hochfrequenzwellen empfangen werden. Sind mehrere Empfangseinrichtungen
vorhanden, können neben den Reflexionen auch die Transmission zwischen den Empfängern
gemessen werden. Vorzugsweise decken die ausgesendeten Hochfrequenzwellen einen Frequenzbereich
von 30 MHz bis 3 GHz, bevorzugt von 100 MHz bis 2 GHz, besonders bevorzugt von 300
MHz bis 1,5 GHz ab.
[0011] Bevorzugt weist das Messsystem eine Auswerteeinrichtung auf, mit der im Garraum angeregte
Resonanzen durch Auswertung des frequenzabhängigen Verlaufs des Hochfrequenzparameters
erkannt und charakterisiert werden. Insbesondere ist die Auswerteeinrichtung Teil
der Steuereinrichtung oder die Steuereinrichtung dient gleichzeitig als Auswerteeinrichtung.
Alternativ kann die Auswerteeinrichtung als eigenständige Einheit mit einem Prozessor,
einem Speicher, Kommunikationsschnittstellen und/oder weiteren Komponenten zur elektronischen
Datenverarbeitung ausgebildet und mit der Steuereinrichtung des Gargerätes - drahtlos
oder drahtgebunden - datenübertragend verbunden sein.
[0012] Das Wiederholen des Messschritts und des Auswerteschritts kann periodisch oder in
unregelmäßig definierten Zeitabständen durchgeführt werden.
[0013] Das Steuern der Behandlungseinrichtung kann in Abhängigkeit des ermittelten Garzustands
des Garguts erfolgen oder es können dadurch Meldungen erscheinen. Der Zusammenhang
zwischen dem zeitlichen Verlauf des zumindest einen oder mehrerer charakteristischer
Parameter und dem Garzustand eines bestimmten Garguts kann beispielsweise empirisch
ermittelt und in dem Gargerät insbesondere werksseitig hinterlegt werden. Vorzugsweise
werden eine Art und/oder eine Zusammensetzung des zu garenden Garguts bestimmt und
bei dem Verfahren berücksichtigt. Beispielsweise können diese Informationen vom Benutzer
in das Gargerät eingegeben oder durch eine Rezeptauswahl als Automatikprogramm automatisch
ermittelt werden. Alternativ oder zusätzlich kann das Gargut insbesondere mittels
eines aufgenommenen Bildes automatisch erkannt und charakterisiert werden.
[0014] Insbesondere wird im Rahmen der vorliegenden Erfindung auch Auftaugut als Gargut
verstanden, welches z.B. durch moderates Erwärmen behandelt, d.h. aufgetaut, werden
kann.
[0015] Im Sinne dieser Erfindung kommen als Gargeräte Herde, Backöfen, Backofen-Kombigeräte
mit Dampfgar- und/oder Mikrowellenfunktion, Backöfen mit Hochfrequenztechnik sowie
Mikrowellenherde in Betracht. Hierbei ist es bevorzugt, dass der Garraum im Wesentlichen
Hochfrequenz-dicht ausgebildet ist, d.h., dass z.B. ein Sichtfenster des Gargeräts
zum Garraum hin durch ein Lochblech, ein Drahtgitter oder eine andere Begrenzung für
die Hochfrequenzwellen begrenzt ist.
[0016] Vorzugsweise umfasst die Behandlungseinrichtung zumindest eine thermische Heizquelle
zur thermischen Behandlung des Garguts und/oder zumindest einen Hochfrequenzerzeuger
zur dielektrischen Erwärmung des Garguts. Die Behandlungseinrichtung kann dabei eine
Unterhitze, eine Oberhitze, eine Grillbeheizung und/oder einen mit einem Ringheizkörper
ausgestatteten Umlüfter als thermische Heizquelle umfassen. Die Behandlungseinrichtung
kann zusätzlich einen Dampferzeuger umfassen.
[0017] Vorzugsweise ist der Hochfrequenzerzeuger dazu geeignet und ausgebildet, zumindest
als Sendeeinrichtung zum Aussenden von Hochfrequenzwellen mit einer Mehrzahl unterscheidbarerer
Frequenzen in den Garraum zu funktionieren. Bevorzugt ist der Hochfrequenzerzeuger
dazu geeignet und ausgebildet, auch als Empfangseinrichtung zum Empfangen der reflektierten
und/oder transmittierten Hochfrequenzwellen zu funktionieren.
[0018] Das Steuern der Behandlungseinrichtung kann unter anderem Folgendes umfassen: An-
bzw. Ausschalten der Behandlungseinrichtung, Einstellen der Betriebsart, Einstellen
der Garraumtemperatur, Einstellen der Heizleistung zumindest einer Heizquelle, Einstellen
der Leistung zumindest eines Hochfrequenzerzeugers, Einstellen der Drehzahl des zumindest
einen Umlüfters, Einstellen der Garraumfeuchte, Starten/Anhalten/Beenden einer Garraumdurchspülung,
Einstellen der Restdauer der Behandlung des Garguts, Starten/Anhalten/Beenden/Modifizieren
eines bestimmten Behandlungsprogramms oder eines Teils davon.
[0019] Vorzugsweise ist der zumindest eine oder mehrere charakteristische Parameter die
Frequenz der Resonanz (Resonanzfrequenz) und/oder die Frequenzbreite der Frequenz
der Resonanz, insbesondere die Halbwertbreite der Frequenz der Resonanz. Die Frequenz
einer Resonanz lässt sich in einfacher Weise, beispielsweise anhand der Minima eines
frequenzabhängigen Amplitudenverlaufs eines Hochfrequenzparameters erkennen. Auch
die Frequenzbreite lässt sich daraus ohne weiteres bestimmen. Es hat sich überraschenderweise
herausgestellt, dass insbesondere eine Verschiebung der Frequenz einer Resonanz über
die Zeit mit einer Veränderung des Garzustands des Garguts korreliert. Durch Auswertung
dieser Frequenzverschiebung kann daher der Garzustand mit einfachen technischen Mitteln
bestimmt werden.
[0020] In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung wird der Garzustand des Garguts
anhand einer im zeitlichen Verlauf des charakteristischen Parameters der Resonanz
auftretenden Verlaufscharakteristik, beispielsweise eines Extremwerts, ermittelt.
Es hat sich überraschenderweise herausgestellt, dass das Auftreten einer derartigen
Verlaufscharakteristik mit dem Garzustand des Garguts, insbesondere mit einem bestimmten
Garzustand des Garguts korreliert. So hat sich gezeigt, dass beispielsweise bei bestimmten
Backgütern ein im zeitlichen Verlauf der Frequenz einer bestimmten Resonanz auftretendes
Minimum auf einen bestimmten Garzustand, z.B. einem Garfortschritt von 75 %, hindeutet.
Daher kann der Garzustand durch Auswertung zumindest einer Verlaufscharakteristik
besonders vorteilhaft bestimmt werden.
[0021] In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung wird der Verlauf des charakteristischen
Parameters mittels einer Fitfunktion modelliert. Die Fitfunktion wird zur Ermittlung
des Garzustands des Garguts verwendet. Auf diese Weise kann der zeitliche Verlauf
des charakteristischen Parameters besonders einfach ausgewertet werden, z.B. um auftretende
Verlaufscharakteristika zu erkennen oder um den Verlauf vor Ende des Garvorgangs in
die Zukunft zu extrapolieren. Bevorzugt wird der Garzustand des Garguts anhand zumindest
eines oder mehrerer Fitparameters der Fitfunktion ermittelt. Es hat sich überraschenderweise
herausgestellt, dass der zeitliche Verlauf des oder der charakteristischen Parameter
in bestimmten Fällen einem exponentiellen Prozess folgt, dessen Verhalten durch Auswerten
von Fitparametern einer den zeitlichen Verlauf modellierenden Fitfunktion charakterisiert
werden kann. Beispielsweise erfolgt beim Auftauen eines Auftauguts die Verschiebung
der Frequenz einer bestimmten Resonanz in der Form einer exponentiellen Abnahme. So
kann beispielsweise eine Halbwertszeit einer exponentiellen Fitfunktion als Kenngröße
für den Auftauzeitpunkt herangezogen werden.
[0022] Je nach verfolgtem Zweck kann es ausreichen, den zeitlichen Verlauf des charakteristischen
Parameters nur in einem bestimmten Zeitfenster des Garvorgangs zu überwachen. So kann
dieses Zeitfenster beispielsweise eine Anfangsphase des Garvorgangs, eine Endphase
des Garvorgangs, eine zwischen Anfangsphase und Endphase liegende Zwischenphase des
Garvorgangs oder in eine Kombination dieser Phasen umfassen. Es muss lediglich sichergestellt
werden, dass genügend Datenpunkte des zeitlichen Verlaufs des charakteristischen Parameters
aufgezeichnet werden, um den Garzustand des Garguts zweckgerecht zu bestimmen, z.B.
um die Daten mittels einer Fitfunktion mit vertretbarer Unsicherheit modellieren zu
können. Insbesondere umfasst die gewisse Zeitspanne, über die der zeitliche Verlauf
des zumindest einen oder mehrerer charakteristischer Parameter der zumindest einen
charakterisierten Resonanz aufgezeichnet wird, zumindest 20 % der Gesamtdauer des
Garvorgangs, bevorzugt zumindest 30 % der Gesamtdauer des Garvorgangs, besonders bevorzugt
zumindest 50 % der Gesamtdauer des Garvorgangs, insbesondere zumindest 90% der Gesamtdauer
des Garvorgangs.
[0023] In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung wird die zumindest eine
Resonanz, die zur Bestimmung des Garzustands des Garguts herangezogen wird, aus einer
Vielzahl von insbesondere im leeren Garraum erkannten und charakterisierten Resonanzen
anhand bestimmter Auswahlkriterien ausgewählt. Welche und wie viele Resonanzen in
einem Garraum auftreten, hängt von dessen jeweiliger konstruktiver Ausgestaltung und
insbesondere von dessen Abmessungen ab. Da unterschiedliche Resonanzen im Verlauf
des Garprozesses unterschiedlichen Veränderungen unterliegen können, kann es sein,
dass zwei Resonanzen, deren Frequenzen sehr nah beieinanderliegen, nicht präzise genug
über einen gewissen Zeitraum auseinandergehalten werden können. Durch eine Auswahl
zumindest einer geeigneten Resonanz aus den in einen bestimmten Garraum auftretenden
Resonanzen wird daher eine prozesssichere Bestimmung des Garzustands sichergestellt.
Vorzugsweise ist ein Auswahlkriterium, dass der Abstand der Frequenz der Resonanz
zur Frequenz benachbarter Resonanz möglichst groß ist. Eine derartige Auswahl kann
in einfacher Weise durch einen Optimierungsalgorithmus implementiert werden. Bevorzugt
ist ein weiteres Auswahlkriterium, dass die Frequenzbreite der Frequenz der Resonanz
möglichst gering ist und/oder dass der Betrag des Hochfrequenzparameters für die Frequenz
der Resonanz möglichst niedrig ist. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass eine
insbesondere über den gesamten Garvorgang gut erkennbare Resonanz ausgewählt wird.
Für ein bestimmtes Gargerät können geeignete Resonanzen beispielsweise empirisch ermittelt
und in dem Gargerät insbesondere werksseitig hinterlegt werden.
[0024] Vorzugsweise wird die zumindest eine Resonanz im leeren Garraum auftretenden Resonanzen
mit Frequenzen in einem Frequenzbereich von 300 MHz bis 1,5 GHz, bevorzugt in einem
Frequenzbereich von 400 MHz bis 900 MHz, besonders bevorzugt 500 MHz bis 800 MHz,
ausgewählt. Es hat sich überraschenderweise herausgestellt, dass in diesem Frequenzbereich
für eine Vielzahl von gängigen Garraumabmessungen sich geeignete zumindest eine geeignete
Resonanz auffindbar ist.
[0025] In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung wird der oder werden die
charakteristischen Parameter mit zumindest einer insbesondere empirisch ermittelten
Referenz, d.h. einem Referenzwert und/oder einer Referenzkurve, verglichen, der einem
bestimmten Garzustand des Garguts zugeordnet ist. Beispielsweise kann für eine bestimmte
Beladung des Garraums - insbesondere unter Berücksichtigung der Art des Garguts, der
Zusammensetzung des Garguts und/oder ggf. der verwendeten Gargutträger bzw. Gargutbehälter
- eine die Veränderung der Frequenz einer bestimmten Resonanz betreffende Referenzkurve
hinterlegt sein, aus der sich der Zusammenhang zwischen zeitlichem Verlauf der Frequenz
der Resonanz und dem Garzustand ergibt. Die Referenz ist insbesondere in Abhängigkeit
der Beladung des Garraums im Gargerät vorzugsweise werksseitig hinterlegt.
[0026] Das erfindungsgemäße Gargerät weist einen Garraum zur Aufnahme eines Garguts, eine
Behandlungseinrichtung zur Behandlung des Garguts und eine Steuereinrichtung zur Steuerung
der Behandlungseinrichtung in Abhängigkeit eines Behandlungsprogramms auf. Das Gargerät
ist dazu geeignet und ausgebildet, einen Garzustand des Garguts zu ermitteln und die
Behandlungseinrichtung in Abhängigkeit des ermittelten Garzustands des Garguts zu
steuern. Das Gargerät zeichnet sich dadurch aus, dass es dazu geeignet und ausgebildet
ist, das Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10 durchzuführen.
[0027] Mit dem erfindungsgemäßen Gargerät ist eine äußerst zuverlässige und berührungslose
Ermittlung des Garzustands möglich, die nicht oder nur in vernachlässigbarem Maße
vom äußeren Erscheinungsbild des Garguts abhängt und auch für flache Gargüter oder
Backgüter geeignet ist.
[0028] Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die vorstehend erläuterten Ausgestaltungen
der Erfindung jeweils für sich oder in einer beliebigen technisch sinnvollen Kombination
auch untereinander jeweils mit dem Gegenstand eines der unabhängigen Ansprüche kombinierbar
sind.
[0029] Abwandlungen und Ausgestaltungen der Erfindung sowie weitere Vorteile und Einzelheiten
der Erfindung lassen sich der nachfolgenden gegenständlichen Beschreibung und den
Zeichnungen entnehmen. In den schematischen Figuren zeigen:
- Fig. 1
- ein erfindungsgemäßes Gargerät;
- Fig. 2
- einen zeitlichen Verlauf einer Frequenz einer Resonanz in einer Ausführungsform der
Erfindung;
- Fig. 3
- einen zeitlichen Verlauf einer Frequenz einer Resonanz in einer weiteren Ausführungsform
der Erfindung; und
- Fig. 4
- einen frequenzabhängigen Amplitudenverlauf eines Streuparameters zur Erkennung von
Resonanzen.
[0030] Gleich oder ähnlich wirkende Teile sind - sofern dienlich - mit identischen Bezugsziffern
versehen.
[0031] Einzelne technische Merkmale der nachbeschriebenen Ausführungsbeispiele können auch
in Kombination mit vorbeschriebenen Ausführungsbeispielen sowie den Merkmalen der
unabhängigen Ansprüche und etwaiger weiterer Ansprüche zu erfindungsgemäßen Gegenständen
kombiniert werden.
[0032] Fig. 1 zeigt ein erfindungsgemäßes Gargerät 2 mit einem Garraum 4 zur Aufnahme eines
Garguts 6, das im vorliegenden Ausführungsbeispiel als flaches Backgut, z.B. als Pizza,
ausgebildet ist. Das Gargerät 2 weist eine Behandlungseinrichtung zur Behandlung des
Garguts 6 auf, die auf, die in dieser Ausführungsform einen Oberhitze-Heizkörper 8,
einen Unterhitze-Heizkörper 10 unterhalb des Garraumbodens, einen mit einer Ringheizung
ausgestatteten Umlüfter 12 sowie einen - hier nicht dargestellten - Dampferzeuger
umfasst. Eine Steuereinrichtung 14 dient unter anderem zur Steuerung der Behandlungseinrichtung
in Abhängigkeit eines Behandlungsprogramms und in Abhängigkeit eines ermittelten Garzustands
G des Garguts 6. Es können zusätzlich an der Steuereinrichtung Meldungen an den Nutzer
erfolgen, die Informationen zu dem Garvorgang, durch den Garzustand ermittelt, enthalten.
Zur Ermittlung des Garzustands G des Garguts 6 werden mittels einer Sende- und Empfangseinrichtung
16, die beispielsweise eine Antenne umfasst, während eines Garvorgangs in einem Messschritt
Hochfrequenzwellen mit einer Mehrzahl unterscheidbarerer Frequenzen f in den Garraum
4 ausgesendet und wieder empfangen. Damit die Hochfrequenzwellen innerhalb des Garraums
4 verbleiben, ist eine Garraumtür Hochfrequenz-dicht ausgebildet, d.h., dass ein Sichtfenster
18 der Garraumtür zum Garraum 4 hin durch ein Lochblech, ein Drahtgitter oder eine
andere Begrenzung für die Hochfrequenzwellen begrenzt ist. In einem an den Messschritt
anschließenden Auswerteschritt werden mittels einer Auswerteeinrichtung, die im vorliegenden
Fall von der Steuereinrichtung 14 ausgebildet wird, im Garraum 4 angeregte Resonanzen
32, 34, 36, 38 anhand einer Auswertung eines frequenzabhängigen Verlaufs 30 eines
Streuparameters s erkannt und charakterisiert (s. Fig. 4). Durch Wiederholen des Messschrittes
und des Auswerteschrittes über eine gewisse Zeitspanne wird ein zeitlicher Verlauf
40, 50 zumindest eines charakteristischen Parameters zumindest einer charakterisierten
Resonanz 32, 34, 36, 38 aufgezeichnet (s. Fig. 2 und Fig. 3), aus dem der Garzustand
G des Garguts 6 ermittelt wird.
[0033] Das Gargerät 2 kann auch als Teil der Behandlungseinrichtung zumindest einen Hochfrequenzerzeuger
zur dielektrischen Erwärmung des Garguts 6 umfassen, der insbesondere dazu ausgebildet
ist, als Sendeeinrichtung zum Aussenden von Hochfrequenzwellen mit einer Mehrzahl
unterscheidbarerer Frequenzen f in den Garraum 4 und/oder als Empfangseinrichtung
zum Empfangen der reflektierten und/oder transmittierten Hochfrequenzwellen zu funktionieren.
[0034] Fig. 2 zeigt einen zeitlichen Verlauf 40 einer Frequenz f einer Resonanz 32, 34,
36, 38 in einer Ausführungsform der Erfindung. Auf der Abszisse ist die vergangene
Zeit bezogen auf den Fortschritt des Garzustands G aufgetragen. Im vorliegenden Fall
wird als Gargut 6 ein flaches Backgut, z.B. eine Pizza Kuchen, verwendet. Anhand einer
im zeitlichen Verlauf 40 auftretenden Verlaufscharakteristik - hier in Form eines
Minimums 42 - kann der Garzustand G des Garguts 6 ermittelt werden. Für das vorliegende
Gargut 6 tritt das Minimum 42 auf, wenn ein Garzustand G einem Garfortschritt von
75 % entspricht. Unter Berücksichtigung der seit Beginn des Garvorgangs vergangenen
Zeit kann der Fertigzeitpunkt des Garguts 6 ermittelt werden.
[0035] Fig. 3 zeigt einen zeitlichen Verlauf 50 einer Frequenz f einer Resonanz 32, 34,
36, 38 in einer weiteren Ausführungsform der Erfindung. Auf der Abszisse ist erneut
die vergangene Zeit bezogen auf den Fortschritt des Garzustands G aufgetragen. Im
vorliegenden Fall wird als Gargut 6 ein Auftaugut, beispielsweise gefrorenes Hackfleisch,
verwendet, so dass der Garfortschritt einen Auftaufortschritt beschreibt. Der Verlauf
50 folgt einem exponentiellen Abfall, wobei die Frequenz f gegen Ende des Auftauvorgangs
asymptotisch gegen eine Zielfrequenz von ca. 415 MHz strebt. Bei dem vorliegenden
Auftaugut verändert sich die Frequenz f ab einem bestimmten Punkt 52, der einem Auftaufortschritt
von ca. 60 % entspricht, nur noch unwesentlich. Anhand dieser Information kann unter
Berücksichtigung der seit Beginn des Auftauvorgangs vergangenen Zeit der Auftauzeitpunkt
des Garguts 6 ermittelt werden.
[0036] Durch Modellierung des Verlaufs 50 mittels einer eine Exponentialfunktion umfassenden
Fitfunktion können Fitparameter ermittelt werden, die zur weitergehenden Charakterisierung
und insbesondere zur Vorhersage des Verhaltens der Frequenz f über die Zeit verwendet
werden können. Beispielsweise kann der Verlauf 50 über einen gewissen Zeitraum aufgezeichnet
werden, etwa bis ein Garzustand von 25 % erreicht ist. Aus den Messdaten kann der
zukünftige Verlauf prognostiziert und daraus der Auftauzeitpunkt bestimmt werden.
[0037] Fig. 4 zeigt als Ergebnis einer Messung im leeren Garraum einen frequenzabhängigen
Verlauf 30 (hier: Amplitudenverlauf) eines Hochfrequenzparameters (hier: Streuparameters
s) in stark vereinfachter Form. Bei realen Messungen treten in dem gezeigten Frequenzbereich
in der Regel noch eine Vielzahl weiterer Resonanzen auf. Anhand der im Verlauf 30
auftretenden Minima können die Frequenzen f der Resonanzen 32, 34, 36, 38 sowie die
jeweiligen Frequenzbreiten, insbesondere die Halbwertbreiten B, ermittelt werden.
[0038] Da sich die Resonanzen 32, 34, 36, 38 in unterschiedlichem Maße zur Bestimmung des
Garzustands G des Garguts 6 eignen wird bevorzugt anhand bestimmter Auswahlkriterien
eine geeignete Resonanz ausgewählt. Voraussetzung für die Wahl einer Resonanz ist,
dass sie sich durch die Veränderung des Garguts mit verändert. Die erste Resonanz
32 mit einer Frequenz f von ca. 500 MHz eignet sich besonders gut geeignet. Zum einen
weist die Resonanz 32 einen großen Frequenzabstand zur benachbarten zweiten Resonanz
34 auf. Zum anderen bildet die erste Resonanz 32 einen gut erkennbaren Negativ-Peak
aus bzw. weist einen besonders niedrigen Betrag des Streuparameters s auf. Dadurch
ist die erste Resonanz 32 auch bei einer im Verlauf des Garvorgangs auftretenden Verschiebung
der Frequenz f gut von den anderen Resonanzen 34, 36, 38 unterscheidbar und besitzt
darüber hinaus eine vorteilhaft große Signalstärke. Die zweite Resonanz 34 könnte
grundsätzlich auch verwendet werden, da sie einen vergleichbar vorteilhaften Frequenzabstand
zu den benachbarten Resonanzen 32, 36, 38 aufweist. Jedoch ist die Signalstärke wesentlich
kleiner als bei der ersten Resonanz 32, was ggf. zu einem schlechteren Signal-Rausch-Verhältnis
und somit zu ungenaueren Ergebnissen führt. Die dritte Resonanz 36 und die vierte
Resonanz 38 sind aufgrund der eng beieinanderliegenden Frequenz f schlecht voneinander
zu unterscheiden. Insbesondere wenn diese Resonanzen 36, 38 im Verlauf des Garprozesses
unterschiedlichen Veränderungen unterliegen, kann es sein, dass sie nicht präzise
genug über einen gewissen Zeitraum auseinandergehalten werden können.
1. Verfahren zum Betreiben eines Gargeräts (2) mit einem Garraum (4) zur Aufnahme eines
Garguts (6), einer Behandlungseinrichtung zur Behandlung des Garguts (6) und einer
Steuereinrichtung (14) zur Steuerung der Behandlungseinrichtung in Abhängigkeit eines
Behandlungsprogramms, wobei ein Garzustand (G) des Garguts (6) ermittelt wird und
die Behandlungseinrichtung in Abhängigkeit des ermittelten Garzustands (G) des Garguts
(6) gesteuert oder eine Meldung angezeigt wird, dadurch gekennzeichnet, dass während eines Garvorgangs in einem Messschritt Hochfrequenzwellen mit einer Mehrzahl
unterscheidbarerer Frequenzen (f) in den Garraum (4) ausgesendet und wieder empfangen
werden und in einem anschließenden Auswerteschritt im Garraum (4) angeregte Resonanzen
(32, 34, 36, 38) anhand einer Auswertung eines frequenzabhängigen Verlaufs (30) eines
Hochfrequenzparameters wie beispielsweise Streuparameter, Reflexion, Transmission,
Absorptionsgrad oder Impedanz erkannt und charakterisiert werden, wobei durch Wiederholen
des Messschrittes und des Auswerteschrittes über eine gewisse Zeitspanne ein zeitlicher
Verlauf (40, 50) zumindest eines charakteristischen Parameters zumindest einer charakterisierten
Resonanz (32, 34, 36, 38) aufgezeichnet wird und aus dem zeitlichen Verlauf (40, 50)
des charakteristischen Parameters oder aus dem zeitlichen Verlauf mehrerer charakteristischer
Parameter der Garzustand (G) des Garguts (6) ermittelt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein oder mehrere der charakteristische Parameter die Frequenz (f) einer oder mehrerer
Resonanzen (32, 34, 36, 38) (Resonanzfrequenz) und/oder die Frequenzbreite, insbesondere
die Halbwertsbreite (B), der Frequenz (f) der Resonanzen (32, 34, 36, 38) ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Garzustand (G) des Garguts (6) anhand einer im zeitlichen Verlauf (40, 50) des
charakteristischen Parameters der Resonanz (32, 34, 36, 38) auftretenden Verlaufscharakteristik,
insbesondere eines Extremwerts, ermittelt wird.
4. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Verlauf (40, 50) des charakteristischen Parameters mittels einer Fitfunktion
modelliert wird, die zur Ermittlung des Garzustands (G) des Garguts (6) verwendet
wird.
5. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Garzustand (G) des Garguts (6) anhand zumindest eines Fitparameters der Fitfunktion
ermittelt wird.
6. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das die gewisse Zeitspanne, über die der zeitliche Verlauf (40, 50) aufgezeichnet
wird, zumindest 20 % der Gesamtdauer des Garvorgangs, bevorzugt zumindest 30 % der
Gesamtdauer des Garvorgangs, besonders bevorzugt zumindest 50 % der Gesamtdauer des
Garvorgangs, insbesondere zumindest 90% der Gesamtdauer des Garvorgangs, umfasst.
7. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Resonanz (32, 34, 36, 38), die zur Bestimmung des Garzustands
(G) des Garguts (6) herangezogen wird, aus einer Vielzahl von insbesondere im leeren
Garraum (4) erkannten und charakterisierten Resonanzen (32, 34, 36, 38) anhand bestimmter
Auswahlkriterien ausgewählt wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das ein Auswahlkriterium insbesondere für die Verwendung einer Resonanz aus einer
Mehrzahl von Resonanzen ist, dass der Abstand der Frequenz (f) einer Resonanz zur
Frequenz benachbarter Resonanzen (32, 34, 36, 38) möglichst groß ist.
9. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zur Bestimmung des Garzustands (G) des Garguts (6) herangezogene, zumindest eine
Resonanz (32, 34, 36, 38) aus im leeren Garraum (4) auftretenden Resonanzen mit Frequenzen
(f) in einem Frequenzbereich von 300 MHz bis 1,5 GHz, bevorzugt in einem Frequenzbereich
von 400 MHz bis 900 MHz, besonders bevorzugt 500 MHz bis 800 MHz ausgewählt wird.
10. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der charakteristische Parameter mit zumindest einer insbesondere empirisch ermittelten
Referenz verglichen wird, der einem bestimmten Garzustand (G) des Garguts (6) zugeordnet
ist.
11. Gargerät (2) mit einem Garraum (4) zur Aufnahme eines Garguts (6), einer Behandlungseinrichtung
zur Behandlung des Garguts (6) und einer Steuereinrichtung (14) zur Steuerung der
Behandlungseinrichtung in Abhängigkeit eines Behandlungsprogramms, wobei das Gargerät
(2) dazu geeignet und ausgebildet ist, einen Garzustand (G) des Garguts (6) zu ermitteln
und die Behandlungseinrichtung in Abhängigkeit des ermittelten Garzustands (G) des
Garguts (6) zu steuern, dadurch gekennzeichnet, dass das Gargerät (2) dazu geeignet und ausgebildet ist, das Verfahren nach einem der
Ansprüche 1 bis 10 durchzuführen.