(19)
(11) EP 4 009 345 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
08.06.2022  Patentblatt  2022/23

(21) Anmeldenummer: 21210988.8

(22) Anmeldetag:  29.11.2021
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
H01H 47/02(2006.01)
H01H 47/32(2006.01)
(52) Gemeinsame Patentklassifikation (CPC) :
H01H 2047/025; H01H 47/325; H01H 47/02
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA ME
Benannte Validierungsstaaten:
KH MA MD TN

(30) Priorität: 01.12.2020 DE 102020131819

(71) Anmelder: PTC Rail Services GmbH
83607 Holzkirchen (DE)

(72) Erfinder:
  • Laske, Olaf
    12559 Berlin (DE)
  • Thron, Burkhard
    15712 Zernsdorf (DE)

(74) Vertreter: Maikowski & Ninnemann Patentanwälte Partnerschaft mbB 
Postfach 15 09 20
10671 Berlin
10671 Berlin (DE)

   


(54) SCHALTUNGSANORDNUNG UND VERFAHREN ZUM ENERGIEOPTIMIERTEN BETRIEB ELEKTROMAGNETISCHER TRIEBSYSTEME


(57) Eine Schaltungsanordnung zum Betätigen eines elektromagnetischen Triebsystems zum Schalten eines mechanischen Systems umfasst eine Steuerspannungsquelle zur Erzeugung einer Steuerspannung, eine Ansteuerstufe zur Ansteuerung des elektromagnetischen Triebsystems zum Schalten des mechanischen Systems während eines Schaltvorgangs und einer Steuerschaltung zum Steuern der Ansteuerschaltung, wobei die Steuerschaltung ausgebildet ist, einen eine Temperatur des elektromagnetischen Triebsystems und/oder eine Umgebungstemperatur anzeigenden ersten Kennwert und einen die Steuerspannung anzeigenden zweiten Kennwert zu erfassen und zumindest einen Ansteuerparameter zur Ansteuerung des elektromagnetischen Triebsystems anhand des ersten Kennwerts und des zweiten Kennwert zu setzen. Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zum Betätigen eines elektromagnetischen Triebsystems zum Schalten eines mechanischen Systems.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung zum Betätigen eines elektromagnetischen Triebsystems zum Schalten eines mechanischen Systems nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 und ein Verfahren zum Betätigen eines elektromagnetischen Triebsystems zum Schalten eines mechanischen Systems mit einer Schaltungsanordnung.

[0002] Eine derartige Schaltungsanordnung umfasst eine Steuerspannungsquelle zur Erzeugung einer Steuerspannung, eine Ansteuerstufe zur Ansteuerung des elektromagnetischen Triebsystems zum Schalten des mechanischen Systems während eines Schaltvorgangs und eine Steuerschaltung zum Steuern der Ansteuerschaltung.

[0003] Elektromagnetische Triebsysteme werden in der Elektrotechnik zur Kraftbeaufschlagung beweglicher mechanischer Bauteile eingesetzt. Elektromagnetische Triebsysteme sind beispielsweise Zug-, Hub- oder Schubmagnete, aber auch andere auf elektromagnetischer Basis arbeitende Bauteile. Anwendung finden elektromagnetische Triebsysteme beispielsweise in elektromechanischen Vorrichtungen wie Schützen, Schutzschaltern, Relais und Magnetventilen.

[0004] Ein elektromagnetisches Triebsystem weist üblicherweise ein magnetisches System in Form einer Spule auf, die durch eine Steuerspannungsquelle erregt wird. Ein durch die Erregung der Spule induziertes Magnetfeld wirkt auf ein mechanisches System, z.B. einen Anker oder ein Hebelsystem, und beschleunigt dieses. Durch die Beschleunigung des mechanischen Systems wird die mechanische Wirkung des Triebsystems erreicht. Die mechanische Wirkung kann beispielsweise in dem Schließen eines Schalters oder dem Schließen eines Ventils bestehen.

[0005] Kraftverlauf und Schließgeschwindigkeit des mechanischen Systems sind von der Höhe der angelegten Spannung, der Temperatur sowie von den konstruktiven Gegebenheiten des Triebsystems abhängig. Eine direkte Beaufschlagung des Triebsystems mit der zur Verfügung stehenden Steuerspannung hat somit in der Regel den Nachteil, dass die eingespeiste Steuerspannung nicht dem erforderlichen Kraftverlauf des mechanischen Systems angepasst ist.

[0006] Zur Anpassung der Steuerspannung an die erforderliche Weg-Zeit-Charakeristik des Kraftverlaufs werden üblicherweise Vorschaltgeräte eingesetzt, die die Energieversorgung des Triebsystems so steuern, dass bei Betätigung des Triebsystems die Weg-Zeit-Charakteristik des Kraftverlaufs den Erfordernissen des mechanischen Systems entspricht.

[0007] Ein Vorschaltgerät taktet das Triebsystem direkt über einen oder mehrere elektronische Schalter. Nachteilig ist hierbei, dass die Steuerspannung so nur reduziert werden kann. Es gibt jedoch Einsatzfälle, beispielsweise Unterspannungssituationen, in denen eine Erhöhung der Steuerspannung erforderlich ist. Die direkte Taktung durch das Vorschaltgerät erzeugt ein Störspannungsspektrum, das sich negativ auf andere elektronische Bauteile auswirken kann. Die getaktete Betriebsweise führt zu einer Beaufschlagung mit steilen Spannungspulsen. Die Wicklungen elektromagnetischer Triebsysteme sind jedoch regelmäßig nur für den Gleichspannungsbetrieb oder einen niederfrequenten Wechselspannungsbetrieb ausgelegt, so dass es die getaktete Betriebsweise Schäden am Triebsystem verursachen kann.

[0008] In der WO 2017/093552 ist beispielsweise eine Schaltungsanordnung zur Betätigung eines elektromagnetischen Triebsystems und ein Verfahren zum Betrieb derselben offenbart, wobei das Triebsystem mit Gleichspannung mit einem zeitlichen Speiseverlauf gespeist wird. Die Schaltungsanordnung weist eine getaktete transformatorische Wandlerstufe und eine Steuerschaltung auf, wobei die Steuerschaltung die für den spezifischen Betrieb des elektromagnetischen Triebsystems erforderliche Speisecharakteristik im gesamten Eingangsspannungs- und Temperaturbereich ohne gepulste Beaufschlagung des Triebsystems bereitstellt.

[0009] Nachteilig hierbei ist, dass der eingespeiste Steuerstrom auf einer Zeitsteuerung basiert.

[0010] Werden derartige Triebsysteme an elektrischen Spannungsquellen mit einem weiten Spannungsbereich betrieben, ergeben sich aus der zeitlichen Steuerung regelmäßig unnötige Wärmebelastungen der Triebsysteme. Dies führt zu einer thermisch bedingten Degradation der Isolierstoffe und somit zu einer reduzierten Lebensdauer des Triebsystems. Die Taktung der möglichen Einschaltungen wird darüber hinaus nachteilig begrenzt.

[0011] Besondere Anforderungen bestehen beispielsweise für elektromagnetische Triebsysteme, beispielsweise Zugmagnete, von Batterieschutzschaltern, insbesondere in Batteriemanagementsystemen von Schienenfahrzeugen wie sie in DE 10 2018 109 594 offenbart und die oftmals für den Kurzzeitbetrieb ausgelegt sind. Diese müssen über einen weiten Spannungsbereich und einen weiten Temperaturbereich, insbesondere auch bei tiefen Temperaturen, einen sicheren Anzug gewährleisten. Im Gegensatz zu Schützen besteht bei Schutzschaltern dieser Art ein zeitlich stark ansteigender Kraftbedarf.

[0012] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Schaltungsanordnung und ein Verfahren zum Betrieb elektromagnetischer Triebsysteme zur Verfügung zu stellen, die einen sicheren, mechanisch schonenden und energieoptimierten Betrieb des elektromagnetischen Triebsystems im gesamten Eingangsspannungs- und Temperaturbereich ermöglichen, ohne dass eine wesentliche Störaussendung verursacht wird. Insbesondere soll die sichere Auslösung solcher Triebsysteme gewährleistet sein, die einen zeitlich stark ansteigenden Kraftverlauf aufweisen und für eine Tieftemperaturanwendung vorgesehen sind.

[0013] Diese Aufgabe wird durch einen Gegenstand mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.

[0014] Demnach ist die Steuerschaltung ausgebildet, einen eine Temperatur ϑc des elektromagnetischen Triebsystems und/oder eine Umgebungstemperatur ϑa anzeigenden ersten Kennwert und einen die Steuerspannung UB anzeigenden zweiten Kennwert zu erfassen und zumindest einen Ansteuerparameter zur Ansteuerung des elektromagnetischen Triebsystems anhand des ersten Kennwerts und des zweiten Kennwerts zu setzen.

[0015] Die Ansteuerung erfolgt somit spezifisch in Abhängigkeit vom ersten und zweiten Kennwert. Der Ansteuerparameter wird in Abhängigkeit von dem eine Temperatur ϑc des elektromagnetischen Triebsystems und/oder eine Umgebungstemperatur ϑa anzeigenden ersten Kennwerts und dem die Steuerspannung UB anzeigenden zweiten Kennwert bestimmt. Insbesondere wird der Absteuerparameter in Abhängigkeit von ersten und zweiten Kennwert so gewählt, dass eine sichere Auslösung, insbesondere ein sicherer Anzug, des elektromagnetischen Triebsystems gewährleistet ist.

[0016] Durch die individuelle, der vorliegenden Temperatur und Steuerspannung angepassten Wahl des Ansteuerparameters, wird ein energieoptimierter Betrieb des elektromagnetischen Triebsystems ermöglicht. Insbesondere für Triebsysteme, die auch bei tiefen Temperaturen zum Einsatz kommen und mit Steuerspannungsquellen mit einem weiten Spannungsbereich betrieben werden, lässt sich somit der Energiebedarf reduzieren und die mögliche Einschalthäufigkeit erhöhen. Unnötige Wärmebelastungen des Triebsystems werden durch die angepasste Einschaltdauer vermieden, wodurch sich die Lebensdauer des Triebsystems und seiner Komponenten erhöht.

[0017] Das elektromagnetische Triebsystem ist beispielsweise ein Elektromagnet mit einem Anker als mechanisches System. Das elektromagnetische Triebsystem ist insbesondere ein Zugmagnet. In einer Ausgestaltung ist das elektromagnetischen Triebsystem, insbesondere der Zugmagnet, in einem Schutzschalter, beispielsweise einem Schutzschalter eines Batteriemanagementsystems, insbesondere eines Schienenfahrzeugs, angeordnet.

[0018] Die Temperatur ϑc des elektromagnetischen Triebsystems ist beispielsweise die Temperatur des magnetischen Systems des elektromagnetischen Triebsystems, insbesondere die in den Wicklungen einer Spule des magnetischen Systems vorliegende Temperatur.

[0019] Die Umgebungstemperatur ϑa ist beispielsweise die Temperatur in einer Umgebung des elektromagnetischen Triebsystems, insbesondere des magnetischen Systems des Triebsystems. Beispielsweise ist die Umgebungstemperatur ϑa die in einer dem elektromagnetischen Triebsystems, insbesondere dem magnetischen Systems des Triebsystems, vor- oder nachgesschalteten elektrischen Komponente auftretende Temperatur.

[0020] Die Steuerspannung UB ist in einer Ausgestaltung die von einer Batterie, insbesondere einer Batterie eines Schienenfahrzeugs, zur Verfügung gestellte Betriebsspannung.

[0021] Insbesondere weist die Steuerschatung eine Spannungserfassungsschaltung zur Erfassung des die Steuerspannung UB anzeigenden zweiten Kennwerts auf. Die Spannungserfassungschaltung weist bevorzugt ein Eingangsfilter auf.

[0022] In einer Ausgestaltung ist die Ansteuerstufe ausgebildet, das Triebsystem durch Anlegen der Steuerspannung UB zum Schalten des mechanischen Systems zu bestromen. Insbesondere erfolgt eine Beaufschlagung des magnetischen Systems der elektromagnetischen Triebsystems mit der Steuerspannung UB. Die Ansteuerstufe ist beispielsweise mit der Steuerspannungsquelle zur Erzeugung der Steuerspannung UB, insbesondere der Batterie eines Schienenfahrzeugs, verbunden.

[0023] Gemäß einer Ausgestaltung ist die Steuerschaltung ausgebildet, als Ansteuerparameter eine Einschaltdauer Δtn zur Ansteuerung des elektromagnetischen Triebsystems zu setzen. Die Einschaltdauer Δtn ist die Zeitspanne, während der die Beaufschlagung des elektromagnetischen Triebsystems, insbesondere des magnetischen Systems des Triebsystems, mit einer Spannung, insbesondere der Steuerspannung UB, erfolgt.

[0024] Die Einschaltdauer Δtn wird gemäß dieser Ausgestaltung in Abhängigkeit vom ersten und zweiten Kennwert, somit insbesondere in Abhängigkeit von der Temperatur ϑc des elektromagnetischen Triebsystems und/oder der Umgebungstemperatur ϑa und der Steuerspannung UB gewählt. Während bei einer Zeitsteuerung für die Beaufschlagung des Triebsystems die maximale Zeitdauer gewählt werden muss, die notwendig ist, um eine sichere Auslösung, beispielsweise einen sicheren Anzug, des Triebsystems im gesamten Temperatur- und Steuerspannungsbereich zu gewährleisten, ermöglicht die Schaltungsanordnung gemäß einer Ausgestaltung eine Anpassung der Einschaltdauer Δtn an den Energiebedarf des Triebsystems bei gegebener, erfasster Temperatur ϑc bzw. ϑa und Steuerspannung UB. Die so bestimmte Einschaltdauer Δtn ist immer kürzer oder gleich der maximalen Zeitdauer, die für eine Zeitsteuerung verwendet werden muss. Die Einschaltdauer Δtn ist beispielsweise die minimale Zeitdauer, die notwendig ist, um eine sichere Auslösung, insbesondere einen sicheren Anzug, des Triebsystems zu gewährleisten. In einer Ausgestaltung umfasst die Einschaltdauer Δtn ein Sicherheitsintervall ts.

[0025] Gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung weist die Steuerschaltung eine Verknüpfungsschaltung auf, wobei die Verknüpfungsschaltung den Ansteuerparameter anhand eines Kennlinienfelds in Abhängigkeit von dem ersten Kennwert und dem zweiten Kennwert setzt. Insbesondere wird der Ansteuerparameter in Abhängigkeit vom ersten und zweiten Kennwert so gewählt, dass die sichere Auslösung, insbesonder der sichere Anzug, des elektromagnetischen Triebsystems gewährleistet ist. Das Kennlinienfeld weist insbesondere eine Charakteristik auf, die den Zeitpunkt der Auslösung, insbesondere des sicheren Anzugs, des Triebsystems kennzeichnet.

[0026] Das Kennlinienfeld beschreibt beispielsweise den zeitlichen Verlauf der Spannung UZM am elektromagnetischen Triebsystem in Abhängigkeit von der Temperatur ϑc des elektromagnetischen Triebsystems oder der Umgebungstemperatur ϑa einerseits und der Steuerspannung UB andererseits. Als Kennlinienfeld kann auch der zeitliche Verlauf des Stroms IZM am elektromagnetischen Triebsystem in Abhängigkeit von der Temperatur ϑc des elektromagnetischen Triebsystems oder der Umgebungstemperatur ϑa einerseits und der Steuerspannung UB andererseits verwendet werden.

[0027] Durch Beaufschlagung des elektromagnetischen Triebsystems mit einer Steuerspannung entsteht am elektrischen Triebsystem eine Spannung UZM und ein Strom IZM. Der zeitliche Verlauf der Spannung UZM am bzw. des Stroms IZM im elektromagnetischen Triebsystem ist von der Temperatur ϑc des elektromagnetischen Triebsystems bzw. der Umgebungstemperatur ϑa und der angelegten Steuerspannung UB abhängig. Die Spannung UZM am bzw. der Strom IZM im elektromagnetischen Triebsystem in Abhängigkeit von Zeit, Temperatur ϑc bzw. ϑa und Steuerspannung UB definiert ein dreidimensionales Kennlinienfeld. Für eine bestimmte, erfasste Temperatur ϑc bzw. ϑa und eine bestimmte, erfasste Steuerspannung UB ist die Spannung UZM am bzw. der Strom IZM im elektromagnetischen Triebsystem eine Funktion der Zeit.

[0028] Das elektromagnetische Triebsystem löst aus, wenn die Anzugkraft des elektromagnetischen Triebsystems erreicht wird. Der der Anzugkraft entsprechende Wert der Spannung UZM am Triebsystem bzw. der der Anzugskraft entsprechende Wert des Stroms IZM ist der Anzugswert. In einer Ausgestaltung ist die Einschaltdauer Δtn der dem Anzugswert auf einer durch die erfasste Temperatur und die erfasste Steuerspannung definierten Kennlinie zugeordnete Zeitwert.

[0029] In einer Ausgestaltung der Erfindung gibt die Verknüpfungsschaltung ein Spannungsäquivalent der Einschaltdauer Δtn aus. Gemäß einer Ausgestaltung weist die Steuerschaltung eine Sollwertaufbereitungsstufe zur Erzeugung einer angepassten Spannung UtSoll zur Weiterleitung an die Ansteuerstufe auf, wobei der Sollwertaufbereitungsstufe das in der Verknüpfungsschaltung erzeugte Spannungsäquivalent zugeleitet wird.

[0030] In einer Ausgestaltung der Erfindung ist eine Temperaturerfassungsschaltung mit der Verknüpfungsschaltung verbunden und weist einen Temperatursensor zum Messen des eine Temperatur ϑc des elektromagnetischen Triebsystems und/oder eine Umgebungstemperatur ϑa anzeigenden ersten Kennwerts auf. Der Temperatursensor ermöglicht die Bestimmung des die Temperatur ϑc des elektromagnetischen Triebsystems und/oder eine Umgebungstemperatur ϑa kennzeichnenden ersten Kennwerts. Der Temperatursensor ist mit dem elektromagnetischen Triebsystem verbunden und weist beispielsweise einen Heißleiter, insbesondere einen NTC-Widerstand (negative temperature coefficient thermistor, NTC), auf. Somit ist eine direkte Erfassung des die Temperatur ϑc des elektromagnetischen Triebsystems und/oder eine Umgebungstemperatur ϑa anzeigenden ersten Kennwerts durch den Widerstand des Heißleiters, insbesondere des NTC-Widerstands, möglich.

[0031] Gemäß einer alternativen Ausgestaltung ist eine Temperaturerfassungsschaltung in der Verknüpfungsschaltung angeordnet, wobei die Temperaturerfassungsschaltung eine Schaltung zur Berechnung des eine Temperatur ϑc des elektromagnetischen Triebsystems und/oder eine Umgebungstemperatur ϑa anzeigenden ersten Kennwerts anhand eines elektrischen Widerstands des elektromagnetischen Triebsystems aufweist.

[0032] Somit kann auf einen Temperatursensor verzichtet werden. Dies minimiert etwaige Störsignale oder sonstige mit dem Temperatursensor verbundene Fehlerquellen sowie zeitliche Verzögerungen. Der die Temperatur ϑc des elektromagnetischen Triebsystems und/oder eine Umgebungstemperatur ϑa anzeigende erste Kennwert wird durch die Verknüpfungsschaltung direkt bestimmmt.

[0033] Beispielsweise erfolgt die Berechnung unter Berücksichtigung des spezifischen Widerstands des Materials des magnetischen Systems des Triebsystems, insbesondere des Materials der Wicklungen des magnetischen Systems. Insbesondere erfolgt die Berechnung des ersten Kennwerts unter Berücksichtigung des spezifischen Widerstands von Kupfer.

[0034] Gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung weist die Temperaturerfassungsschaltung einen Riemannintegrator zur Integration der Spannung UZM am elektromagnetischen Triebsystem und des Stroms IZM im elektromagnetischen Triebsystem auf. Der Riemannintegrator weist in einer Ausgestaltung einen Analogschalter in Zweifachausführung auf, dem der im elektromagnetischen Triebsystem anliegende Strom und die am elektromagnetischen Triebsystem anliegende Spannung zugeführt werden. Der Analogschalter ist mit einer monostabilen Kippstufe verbunden. Die monostabile Kippstufe gibt das Integrationsintervall vor. Weiterhin weist der Riemannintegrator beispielsweise einen als Divisor betriebenen Operationsverstärker und eine nachgeschaltete Multiplikatorstufe zur Bildung des Quotienten aus Spannung und Strom auf.

[0035] Gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung weist die Sollwertaufbereitungsstufe eine Abtast-Halte-Schaltung auf. Die Sollwertaufbereitung weist beispielsweise weiter einen Negator auf. Der Negator verbindet die monostabile Kippstufe des Riemannintegrators mit dem Steuereingang der Abtast-Halte-Schaltung. Der Abtast-Halte-Schaltung ist in einer Ausgestaltung ein Spannungsteiler nachgeschaltet. Der Spannungsteiler leitet ein Spannungsäquivalent der Einschaltdauer der Ansteuerstufe zu.

[0036] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung weist die Ansteuerstufe eine Pulsweitenmodulationsschaltung (PWM-Schaltung) mit einer monostabiler Kippstufe auf, wobei ein Steuereingang der monostabilen Kippstufe mit der Steuerschaltung verbunden ist und ein Ausgang der monostabilen Kippstufe mit der Pulsweitenmodulationsschaltung verbunden ist. Die monostabile Kippstufe stellt somit eine Einschaltzeitbegrenzung dar. Die Pulsdauer der PWM-Schaltung wird mittels der monostabilen Kippstufe durch die von der Steuerschaltung ausgegebenen Spannung bestimmt und entspricht der Einschaltdauer Δtn.

[0037] Gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung weist die Schaltungsanordnung eine Leistungsstufe auf und die Ansteuerstufe eine Treiberschaltung zur Ansteuerung der Leistungsstufe auf.

[0038] Gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung sind die Steuerschaltung und die Pulsweitenmodulationsschaltung als Microcontrollerschaltung ausgeführt. Dies ermöglicht eine kompakte Umsetzung sowie einen schnellen und kompakten Einbau der Schaltungsanordnung mit geringem Verdrahtungsaufwand. Insbesondere sind die Schaltungsteile Spannungserfassungsschaltung, Riemannintegrator, Abtast-Halte-Schaltung und PWM-Schaltung mit monostabiler Kippstufe als Microcontrollerschaltung ausgeführt.

[0039] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung sind die Steuerschaltung, die Pulsweitenmodulationsschaltung und die Treiberschaltung zur Ansteuerung der Leistungsstufe in einer anwendungsspezifischen integrierten Schaltung (application-specific integrated circuit, ASIC) oder in einem Hybridschaltkreis angeordnet. Insbesondere sind die Schaltungsteile Spannungserfassungsschaltung, Riemannintegrator, Abtast-Halte-Schaltung, PWM-Schaltung mit monostabiler Kippstufe und die Treiberschlatung der Leistungsstufe in einer ASIC oder in einem Hybridschaltkreis vereint.

[0040] Gemäß einer Ausgestaltung weist die Leistungsstufe einen Ausgangsgleichrichter, insbesondere mit Glättung, auf. Somit wird das elektromagnetische Triebsystem mit Gleichspannung beaufschlagt. Die Leistungsstufe weist in einer Ausgestaltung einen Leistungstransistor und einen Übertrager auf.

[0041] Gegenstand der Erfindung ist ferner ein Verfahren zum Betätigen eines elektromagnetischen Triebsystems zum Schalten eines mechanischen Systems mit einer Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 14.

[0042] Bei einem solchen Verfahren zum Betätigen eines elektromagnetischen Triebsystems zum Schalten eines mechanischen Systems mit einer Schaltungsanordnung nach der vorangehend beschriebenen Art wird durch die Steuerschaltung ein eine Temperatur ϑc des elektromagnetischen Triebsystems und/oder eine Umgebungstemperatur ϑa anzeigender erster Kennwert und ein die Steuerspannung UB anzeigender zweiter Kennwert erfasst und durch die Steuerschaltung zumindest ein Ansteuerparameter zur Ansteuerung des elektromagnetischen Triebsystems anhand des ersten Kennwerts und des zweiten Kennwert gesetzt.

[0043] Das erfindungsgemäße Verfahren setzt die Vorteile der Schaltungsanordnung auf Verfahrensebene um. Insbesondere wird ein Verfahren zur Verfügung gestellt, mit dem ein elektromagnetisches Triebsystem energieoptimiert betrieben wird.

[0044] Gemäß einer Ausgestaltung wird das Triebsystem durch Anlegen der Steuerspannung UB zum Schalten des mechanischen Systems durch die Ansteuerstufe bestromt.

[0045] Gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung wird durch die Steuerschaltung als Ansteuerparameter eine Einschaltdauer Δtn zur Ansteuerung des elektromagnetischen Triebsystems gesetzt.

[0046] Dabei wird die Einschaltdauer Δtn insbesondere so gewählt, dass eine Auslösung des Triebsystems, insbesondere der Anzugswert, innerhalb der Einschaltdauer Δtn erreicht wird. Der Anzugswert ist abhängig von der Temperatur des Triebsystems ϑc bzw. der Umgebungstemperatur ϑa und der Steuerspannung UB. Die Einschaltdauer Δtn wird bevorzugt minimal gewählt. Dies ermöglicht einen energieoptimierten Betrieb. Bevorzugt weist die Einschaltdauer Δtn ein Sicherheitsintervall ts auf. Das Sicherheitsintervall ts stellt eine zuverlässige Auslösung des Triebsystems innerhalb der Mess- und Schaltungstoleranzen sicher.

[0047] Gemäß einer Ausgestaltung wird die Einschaltdauer Δtn unter Berücksichtigung eines Endlagenkriteriums mittels des dreidimensionalen Kennlinienfeld der Spannung UZM am oder des Stroms IZM im elektromagnetischen Triebsystem als Funktion der Steuerspannung UB, der Temperatur ϑc des elektromagnetischen Triebsystems oder der Umgebungstemperatur ϑa und der Zeit bestimmt.

[0048] Bevorzugt ist der Anzugswert durch ein Endlagenkriterium des zeitlichen Verlaufs der Spannung UZM am oder des Stroms IZM im Triebsystem bei einer bestimmten, erfassten Temperatur ϑc des Triebsystems bzw. einer bestimmten, erfassten Umgebungstemperatur ϑa des Triebsystems und einer bestimmten, erfassten Steuerspannung UB definiert. Bevorzugt ist der Anzugswert durch eine Spannungsspitze des zeitlichen Verlaufs der Spannung UZM am Triebsystem definiert. Der Anzugswert kann auch durch einen Stromeinbruch des zeitlichen Verlaufs des Stroms IZM im Triebsystem definiert werden.

[0049] Der der Erfindung zugrunde liegende Gedanke soll nachfolgend anhand der in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert werden. Es zeigen:
Fig. 1
ein Kennlinienfeld der Spannung UZM am elektromagnetischen Triebsystem bei festgehaltener Steuerspannung UB als Funktion der Zeit t für verschiedene Werte der Umgebungstemperatur ϑa;
Fig. 2
ein Kennlinienfeld der Spannung UZM am und des Stroms IZM im elektromagnetischen Triebsystem bei festgehaltener Umgebungstemperatur ϑa als Funktion der Zeit t für verschiedene Werte der Steuerspannung UB;
Fig. 3
ein Prinzipalschaltbild der Schaltungsanordnung gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung;
Fig. 4
ein Prinzipalschaltbild der Schaltungsanordnung gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung; und
Fig. 5
eine schematische Darstellung der Bestimmung des Widerstands RZM des elektromagnetischen Triebsystems.


[0050] Fig. 1 zeigt das Kennlinienfeld der Spannung UZM am elektromagnetischen Triebsystem 41 bei festgehaltener Steuerspannung UB als Funktion der Zeit t. Die Spannung UZM des elektromagnetischen Triebsystems 41 hängt von der Steuerspannung UB, der Temperatur ϑc des elektromagnetischen Triebsystems 41 bzw. der Umgebungstemperatur ϑa des elektromagnetischen Triebsystems 41 und der seit dem Einschaltmoment to verstrichenen Zeitdauer ab. Im folgenden ist der Nullpunkt als Einschaltmoment gewählt: to=0. Dieses dreidimensionale Kennlinienfeld ist zur Veranschaulichung als zwei-dimensionales Kennlinienfeld für eine festgehaltene Steuerspannung UB in Fig. 1 und als zweidimensionales Kennlinienfeld für eine festgehaltene Umgebungstemperatur ϑa des elektromagnetischen Triebsystems in Fig. 2 dargestellt.

[0051] Das elektromagnetischen Triebsystem 41 weist ein Magnetsystem, insbesondere eine Spule mit Kern, und ein mechanisches System 6, insbesondere einen Anker, auf. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist das elektromagnetische Triebsystem 41 ein Zugmagnet 41. Der Zugmagnet 41 wird mit einer Steuerspannung UB beaufschlagt. Dabei ist to der Zeitpunkt des Einschaltens der Steuerspannung UB. Die Beaufschlagung mit der Steuerspannung UB führt zu einem Anstieg der Spannung UZM am Zugmagneten 41. Die magnetische Kraft auf den Anker nimmt zu. Beim Endanschlag des Ankers des Zugmagneten 41 kommt es zu einer Spannungsspitze Z.

[0052] Im vorliegenden Diagramm ist der Verlauf der Spannung UZM am Zugmagneten 41 für drei verschiedene Umgebungstemperaturwerte gezeigt: die maximale Umgebungstemperatur damax, die Nenntemperatur ϑaNenn und die minimale Umgebungstemperatur ϑamin. Der Endanschlag des Ankers muss über den gesamten Funktionstemperaturbereich von ϑaamin bis ϑaamax gewährleistet sein.

[0053] Der zeitliche Verlauf der Spannung UZM weist im Zeitpunkt des Anschlags TAnschl ein Maximum auf. Die Anschlagszeit TAnschl ist bei festgehaltener Steuerspannung UB eine Funktion der Umgebungstemperatur ϑa. Je niedriger die Umgebungstemperatur ϑa, desto größer die Anschlagszeit TAnschl : es wird mehr Zeit benötigt, um dem Zugmagneten 41 die zur Auslösung notwendige Energie zuzuführen. Ursache hierfür sind die veränderten magnetischen Eigenschaften des Zugmagneten 41 und die erhöhte Gleitreibung des Ankers des Zugmagneten 41 bei geringerer Temperatur ϑa.

[0054] Das Ende des Anschlagvorgangs tn ist mit dem Abfallen der Flanke der Spannungsspitze Z erreicht. Dabei bezeichnet t1 das Ende des Anschlagvorgangs bei maximaler Umgebungstemperatur damax, t2 das Ende des Anschlagvorgangs bei Nenntemperatur ϑaNenn und t3 das Ende des Anschlagsvorgangs bei minimaler Umgebungstemperatur ϑamin. Dabei ist das Zeitintervall von Einschaltmoment to bis Ende des Anschlagvorgangs t1 kleiner als das Zeitintervall von Einschaltmoment to bis Ende des Anschlagvorgangs t2, das wiederum kleiner als das Zeitintervall von Einschaltmoment to bis Ende des Anschlagvorgangs t3 ist. Je niedriger die Umgebungstemperatur ϑa desto größer die Zeitdauer tn bis zum Ende des Anschlagvorgangs.

[0055] Das Ende des Anschlagvorgangs und das damit einhergehende Abfallen der Flanke der Spannungsspitze Z stellen ein Endlagenkriterium für das Erreichen der Endlage des Zugmagneten 41 dar. Die Einschaltdauer Δtn wird durch das Endlagenkriterium bestimmt. Bevorzugt wird eine Sicherheitsintervall ts zum Zeitpunkt tn des Endes des Anschlagvorgangs addiert. Das resultierende Zeitintervall tn+ts ist die Einschaltdauer Δtn= tn+ts. Die Einschaltdauer Δt ist die Zeitdauer, die der Zugmagnet 41 mit der Steuerspannung UB bei der Umgebungstemperatur ϑa beaufschlagt werden muss, damit das Erreichen der Endlage sichergestellt ist.

[0056] Wäre die Umgebungstemperatur ϑa nicht bekannt, müsste die Beaufschlagung mit der Steuerspannung UB mindestens für die Zeitdauer t3+ts erfolgen, um das Erreichen der Endlage über den gesamten Temperaturbereich zwischen minimaler und maximaler Umgebungstemperatur ϑamin bis ϑamax zu gewährleisten. Durch die Bestimmung der Einschaltdauer Δtn in Abhängigkeit sowohl von der Steuerspannung UB als auch der Umgebungstemperatur ϑa wird die Beaufschlagungszeit verringert.

[0057] Dies ermöglicht einen energieoptimierten Betrieb des Triebsystems 41 auch für Tieftemperaturanwendungen, wie beispielsweise Batterieschutzschalter von Schienenfahrzeugen, deren erforderlicher Funktionstemperaturbereich zwischen -60°C und 85°C liegt.

[0058] Fig. 2 zeigt das Kennlinienfeld der Spannung UZM und des Stroms IZM des elektromagnetischen Triebsystems 41 bei festgehaltener Umgebungstemperatur ϑa als Funktion der Zeit t in Abhängigkeit von der Steuerspannung UB.

[0059] Der zeitliche Verlauf der Spannung UZM am Triebsystem 41 ist für drei verschiedene Steuerspannungen UB dargestellt: die maximale Steuerspannung UBmax, die Nennspannung UBNenn und die minimale Steuerspannung UBmin. Das sichere Erreichen der Endlage muss über den gesamten Steuerspannungsbereich von UB=UBmin bis UB=UBmax gewährleistet sein.

[0060] Je größer die Steuerspannung UB, desto schneller wird die Endlage erreicht. Die Endlage ist durch eine Spannungsspitze Z gekennzeichnet. Die Einschaltdauer Δtn ergibt sich aus der Zeit tn, zu der die Flanke der Spannungsspitze Z abgefallen ist, zuzüglich eines Sicherheitsintervalls ts.

[0061] Wäre der Wert der Steuerspannung UB nicht bekannt, müsste als Zeitdauer der Beaufschlagung des Zugmagneten 41 die längste Zeitdauer gewählt werden, d.h. die Zeitdauer t3+ts, die für eine Beaufschlagung mit der minimalen Steuerspannung UBmin zum Erreichen der Endlage notwendig ist.

[0062] Die Bestimmung der Einschaltdauer Δtn in Abhängigkeit von der Umgebungstemperatur ϑa und der Steuerspannung UB ermöglicht eine Verringerung der Dauer der Beaufschlagung des Triebsystems 41. Dies ermöglicht einen energieoptimierten Betrieb des Triebsystems 41, insbesondere für Steuerspannungsquellen mit einem weiten Spannungsbereich, wie beispielsweise für Batterieschutzschalter von Schienenfahrzeugen, bei denen der sichere Anzug in einem weiten Spannungsbereich von 65V bis 150V gewährleistet sein muss, wobei die Nennsteuerspannung der Batterie 110V beträgt.

[0063] In Fig. 3 ist ein Prinzipalschaltbild einer Schaltungsanordnung zum Betrieb eines elektromagnetischen Triebsystems 41 gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung dargestellt.

[0064] Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist das elektromagnetische Triebsystem 41 ein Zugmagnet eines Batterieschutzschalters, bevorzugt eines Batteriemanagementsystems in einem Schienenfahrzeug, beispielsweise ein Batterieschutzschalter des Typs BMR-437-01-V-S0-07-110-200A.

[0065] Das elektromagnetische Triebsystem 41 weist ein thermisch abhängiges Anzugverhalten auf. Das Anzugverhalten ist in Fig. 1 und Fig. 2 qualitativ dargestellt. Das Anzugverhalten ist von der Umgebungstemperatur ϑa des elektromagnetischen Triebsystems 41, der Steuerspannung UB und der Beaufschlagungsdauer abhängig. Anstelle der Umgebungstemperatur ϑa des elektromagnetischen Triebsystems 41 kann auch die Temperatur ϑc des elektromagnetischen Triebsystems 41 als Referenzwert verwandt werden.

[0066] Für einen Batterieschutzschalter, insbesondere eines Batteriemanagementsystems eines Schienenfahrzeugs, muss der sichere Anzug des elektromagnetischen Triebsystems 41, insbesondere des Zugmagneten, in einem weiten Spannungsbereich UB von UBmin=65V bis UBmax=150V sichergestellt sein. Die Nennbatteriespannung UBNenn beträgt im dargestellten Ausführungsbeispiel UBNenn=110V. Der erforderliche Funktionstemperaturbereich beträgt -60°C bis 85°C. Das heisst, der sichere Anzug muss im gesamten Intervall von ϑamin=-60°C bis ϑamax=85°C gewährleistet sein.

[0067] Ein einfaches elektromagnetisches Triebsystem 41 ohne Vorschaltgerät kann einen sicheren Anzug in einem solch weiten Steuerspannungsbereich UB nicht gewährleisten. Auch ist der sichere Anzug bei tiefen Temperaturen ϑa ohne Vorschaltgerät nicht gewährleistet. Bei tiefen Temperaturen ϑa verändert sich das Magnetsystem des elektromagnetischen Triebsystems 41, so dass längere Beaufschlagungszeiten notwendig werden, um den sicheren Anzug zu gewährleisten. Beispielsweise verändern sich die magnetischen Eigenschaften und die Gleiteigenschaften des Ankers. Dem Magnetsystem muss bei tieferen Temperaturen ϑa mehr Energie zugeführt werden, um den Anzug auszulösen.

[0068] Zur Gewährleistung des sicheren Anzugs auch bei tiefen Temperaturen ϑa und bei einem weiten Steuerspannungsbereich UB ist eine Schaltungsanordnung vorgesehen. Diese Schaltungsanordnung stellt sicher, dass sowohl bei tiefen Temperaturen ϑa, Fig. 1, als auch bei niedriger Steuerspannung UB, Fig. 2, der Anzug gewährleistet ist, d.h. genügend Zeit zur Verfügung steht, um die notwendige Energie zuzuführen.

[0069] Die Schaltungsanordnung weist deshalb eine Steuerschaltung 1 auf, die der Ansteuerstufe 2 zumindest einen Ansteuerparameter zur Ansteuerung des elektromagnetischen Triebsystems 41 anhand des ersten Kennwerts und des zweiten Kennwert setzt. Der erste Kennwert zeigt eine Temperatur ϑc des elektromagnetischen Triebsystems 41 und/oder eine Umgebungstemperatur ϑa an. Der zweite Kennwert zeigt die Steuerspannung UB an. Insbesondere umfasst der zumindest eine Ansteuerparameter die Einschaltdauer Δtn. Die Steuerschaltung 1 und die Ansteuerstufe 2 werden mittels einer Stromversorgung 5 mit einer Steuerstromversorgungsspannung Us, vorliegend mit Us=15VDC, gespeist. Die Stromversorgung 5 ist durch einen schnellen Aufbau der Steuerstromversorgungsspannung Us gekennzeichnet.

[0070] Die Schaltungsanordnung weist eine Temperaturfassungsschaltung zur Erfassung des die Temperatur ϑc des elektromagnetischen Triebsystems 41 und/oder die Umgebungstemperatur ϑa anzeigenden ersten Kennwerts auf. Im dargestellten Ausführungsbeispiel umfasst die Temperaturerfassungsschaltung einen Temperatursensor 42, bevorzugt einen Heissleiter oder NTC-Widerstand. Der Temperatursensor 42 ist mit dem elektromagnetischen Triebsystem 41, insbesondere der Spule des Zugmagneten 41, thermisch gekoppelt.

[0071] Des weiteren weist die Steuerschaltung 1 eine Spannungserfassungsschaltung 11 zur Erfassung des die Steuerspannung UB anzeigenden zweiten Kennwerts auf. Die Spannungserfassungsschaltung 11 erfasst beispielsweise die eingehende Steuerspannung UB über ein Eingangsfilter.

[0072] Die Schaltungsanordnung weist ferner eine Verknüpfungsschaltung 12 zur Verknüpfung des ersten Kennwertes und des zweiten Kennwertes auf, wobei die Verknüpfungsschaltung 12 den Ansteuerparameter, insbesondere die Einschaltdauer Δtn, anhand eines Kennlinienfelds in Abhängigkeit von dem ersten Kennwert und dem zweiten Kennwert setzt. Die Verknüpfungsschaltung 12 weist einen ersten und einen zweiten Eingang auf, wobei der erste Eingang mit einem Ausgang der Spannungserfassungschaltung 11 verbunden ist und wobei der zweite Eingang mit einem Ausgang der Temperaturerfassungsschaltung, insbesondere dem Temperatursensor 42, verbunden ist.

[0073] Die Verknüpfungsschaltung 12 bestimmt die Einschaltdauer Δtn unter Berücksichtigung des Kennlinienfelds des zeitlichen Verlaufs der Spannung UZM am elektromagnetischen Triebsystem 41 in Abhängigkeit von der Temperatur ϑc des elektromagnetischen Triebsystems oder der Umgebungstemperatur ϑa einerseits und der Steuerspannung UB andererseits. Die Verknüpfungsschaltung 12 weist einen Ausgang zur Ausgabe eines Spannungsäquivalents der so bestimmten Einschaltdauer Δtn auf.

[0074] Die Steuerschaltung 1 weist außerdem eine Sollwertaufbereitung 13 zur Erzeugung einer angepassten Spannung Utsoll auf. Ein Eingang der Sollwertaufbereitung 13 ist mit der Verknüpfungsschaltung 12 verbunden. Die Sollwertaufbereitung 13 erzeugt die angepasste Spannung Utsoll aus dem von der Verknüpfungsschaltung 12 empfangenen Spannungsäquivalent der Einschaltdauer Δtn.

[0075] Die Steuerschaltung 1 ist mit der Ansteuerstufe 2 verbunden und stellt dieser den Ansteuerparameter, d.h. insbesondere die unter Berücksichtigung des die Temperatur ϑa des elektromagnetischen Triebsystems 41 und/oder die Umgebungstemperatur ϑc anzeigenden ersten Kennwerts und des die Steuerspannung UB anzeigenden zweiten Kennwerts bestimmte Einschaltdauer Δtn, bereit.

[0076] Die Steuerschaltung 1 leitet der Ansteuerstufe 2 die in der Sollwertaufbereitung 13 erzeugte angepasste Spannung Utsoll zu.

[0077] Dargestellt ist eine Ansteuerstufe 2 mit PWM-Schaltung 21 und einer Treiberschaltung 22 für eine nachgeschaltete Leistungsstufe 3. Die PWM-Schaltung 21 weist eine monostabile Kippstufe 211 auf, mittels derer die in der Sollwertaufbereitung 13 erzeugte angepasste Spannung Utsoll in ein Einschaltintervall tsoii der PWM-Schaltung 21 umgewandelt wird. Die Impulse der PWM-Schaltung werden über die Treiberschaltung 22 der Leistungsstufe 3 zugeleitet, so dass das elektromagnetische Triebsystem 41 beaufschlagt wird.

[0078] Die Leistungsstufe 3 weist einen Ausgangsgleichrichter 33 mit Glättung auf, so dass die Beaufschlagung des elektromagnetischen Triebsystems 41 mit Gleichspannung erfolgt. Im dargestellten Ausführungsbeispiel weist die Leistungsstufe 3 einen Leistungstransistor 31 und einen Übertrager 32 auf.

[0079] Durch die Speisung des elektromagnetischen Triebsystems 41 mit einer Gleichspannung wird die Störaussendung, insbesondere bei längeren Verbindungsleitungen zwischen der Schaltungsanordnung und dem elektromagnetischen Triebsystems 41, verringert.

[0080] Die Schaltungsanordnung ist ferner mit einer Stromregelung ausgestattet. Über den Shuntwiderstand Rsh wird der Hauptstrom im Leistungskreis 3 erfasst und der Spannungserfassungsschaltung 11 zugeführt.

[0081] Somit wird eine Schaltungsanordnung zum Betrieb eines elektromagnetischen Triebsystems 41, insbesondere eines Zugmagneten 41 eines Batterieschutzschalters, zur Verfügung gestellt, die einen energieoptimierten Betrieb ermöglicht.

[0082] In Fig. 4 ist ein Prinzipalschaltbild einer Schaltungsanordnung zum Betrieb eines elektromagnetischen Triebsystems 41, insbesondere eines Zugmagneten 41 eines Batterieschutzschalters, gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung dargestellt.

[0083] Gemäß der dargestellten Ausgestaltung ist eine Temperaturerfassungsschaltung in der Verknüpfungsschaltung 12 angeordnet, insbesondere erfolgen Verknüpfung und Temperaturerfassung in einer Schaltung. Die Temperaturerfassungsschaltung bestimmt den die Temperatur ϑc des elektromagnetischen Triebsystems 41 und/oder die Umgebungstemperatur ϑa des elektromagnetischen Triebsystems 41 anzeigenden ersten Kennwert mittels eines analogen Berechnungsverfahrens und verknüpft diesen mit dem mittels der Spannungserfassungsschaltung 11 erfassten die Steuerspannung UB anzeigenden zweiten Kennwert.

[0084] In der dargestellten Ausführungsform werden die Spannung UZM am elektromagnetischen Triebsystem 4 und der Strom IZM im elektromagnetischen Triebsystem 41 über die Erfassungsschaltung 11 erfasst. Die Erfassungsschaltung 11 weist ein Eingangsfilter für UB und die am Shuntwiderstand Rsh abfallende Spannung URsh auf. Bevorzugt ist das Eingangsfilter auf 500Hz eingestellt. Die Erfassungsschaltung 11 weist eine Einheit 111 zur Potentialtrennung, insbesondere einen Optokoppler z.B. des Typs CNY17-4, auf, dem die Spannung UzM zugeführt wird. Die Filterung von UzM und IZM bzw. URSH erfolgt beispielsweise mit einem Filter des Typs LMC 6482.

[0085] Die Ausgangssignale der Erfassungschaltung 11, insbesondere des Eingangsfilters, werden der Verknüpfungsschaltung 12 zugeführt. Die Verknüpfungsschaltung 12 weist in der dargestellten Ausführungsform einen Riemannintegrator auf. Im Riemannintegrator werden die Spannung UZM am Zugmagneten 41 und der Strom IZM im Zugmagneten 41 für ein Integrationsintervall tR gemessen und eine äquivalente Spannung durch Quotientenbildung aus UZM und IZM bzw. URSh gebildet. Das Integrationsintervall tR wird durch einen Analogschalter 121 in Zweifachausführung, der durch eine monostabile Kippstufe 122 angesteuert wird, definiert. In der dargestellten Ausführungsform ist der Analogschalter 121 beispielsweise vom Typ MAX 320 MJA und die monostabile Kippstufe vom Typ NE 555 FE. Das Stromsignal IZM bzw. URSh wird über einen Widerstand R1, beispielsweise R1=10kΩ, einem Operationsverstärker 123 für die Division zugeführt. Der Operationsverstärker 123 ist beispielsweise vom Typ AD 711. In der Multiplikatorstufe 124 wird das Produkt aus Spannungssignal UZM und inversem Strom 1/IZM, d.h. der Quotient aus Spannung UZM und Strom IZM gebildet.

[0086] Das Integrationsintervall tR ist dabei sehr viel kleiner gewählt als die minimale Einschaltdauer Δtmin=tmin+ts. Hierdurch wird sichergestellt, dass die minimale Einschaltdauer Δtmin=tmin+ts durch die Erzeugung des Spannungsäquivalents bzw. der angepassten Spannung Utsoll zur Ansteuerung der Ansteuerstufe 2, insbesondere der PWM-Schaltung 21, nicht beeinflusst wird.

[0087] Der Quotient wird der Sollwertaufbereitung 13 zugeleitet. Die Sollwertaufbereitung 13 weist einen Abtast-Halte-Schaltkreis 132 auf. Der Abtast-Halte-Schaltkreis 132 wird über die monostabile Kippstufe 122 als Zeitgeber geschaltet. Dazu wird das Ausgangssignal der monostabilen Kippstufe 122 einem Negator 131 zugeleitet, der mit dem Steuereingang des Abtast-Halte-Schaltkreises 132 verbunden ist. Das Ausgangssignal des Abtast-Halte-Schaltkreises 132 wird durch einen Spannungsteiler mit Widerständen R3, R4 mit dem In2 verknüpft.

[0088] Für kleine tR, d.h. kurz nach dem Einschaltmoment to=0, steigen sowohl Spannung UZM als auch Strom IZM am Zugmagneten 41 exponentiell an, siehe Fig. 5. Aufgrund des exponentiellen Charakters der Spannungs- bzw. Stromkennlinie UZM, IZM im Kleinsignalbereich kann das Riemannintegral mit dem Logarithmus von 2, In2≈0,693, verknüpft werden. Die Spule des Zugmagneten 41 ist aus einer Kupferleitung gewickelt. Der Widerstand des Zugmagneten RZM lässt sich somit unter Berücksichtigung des spezifischen Widerstands von Kupfer, gegeben für die entsprechende Temperatur, bestimmen zu: RZM=[UZM/IZM]·In2.

[0089] Die Ausgangsspannung des Abtast-Halte-Schaltkreises 132 liegt, je nach errechnetem Wert, zwischen 0 und 10VDC, so dass durch das Spannungsteilerverhältnis R3/R4 die ausgegebene angepasste Spannung Utsoll quasi normiert hergeleitet wird.

[0090] Die so erzeugte angepasste Spannung Utsoll gelangt auf den Eingang 211 zur Zeitsteuerung der PWM-Schaltung 21. Mit der Vorsteuerung durch UB, welche über den Eingang 212 an die PWM-Schaltung 21 gelangt, bestimmt die angepasste Spannung Utsoll die Einschaltdauer Δtn entsprechend der in Fig. 1 bzw. Fig. 2 dargestellten Kennlinienfelder.

[0091] Die Impulse der PWM-Schaltung 21 werden über die Treiberschaltung 22 der Leistungsstufe 3 zugeleitet, so dass der Zugmagnet 41 beaufschlagt wird.

[0092] Die Steuerschaltung 1 sowie die Ansteuerstufe 2 werden durch die Stromversorgung 5 mit 15VDC gespeist. Die Stromversorgung 5 ist durch einen schnellen Aufbau der Versorgungsspannung Us im Einschaltmoment to gekennzeichnet.

BEZUGSZEICHENLISTE



[0093] 
1
Steuerschaltung
11
Spannungserfassungsschaltung zur Erfassung des die Steuerspannung UB anzeigenden zweiten Kennwerts
111
Potentialtrennung mit Optokoppler
112
Eingangsfilter
12
Verknüpfungsschaltung zur Verknüpfung Steuerspannung UB und Temperatur ϑac
121
Analogschalter in Zweifachausführung
122
monostabile Kippstufe (Monoflop)
123
Operationsverstärkerstufe für Division
124
Multiplikatorstufe
13
Sollwertaufbereitung
131
Negator
132
Abstast-und-Halte-Schaltkreis
2
Ansteuerstufe
21
Pulsweitenmodulations-Schaltung mit monostabiler Kippstufe
211
Eingang für Einschaltdauer Δt
212
Eingang für Vorsteuerung durch Steuerspannung UB
213
Eingang für Stromregelung
22
Treiberschaltung für Leistungsstufe
3
Leistungsstufe
31
Leistungstransistor
32
Übertrager T1
33
Ausgangsgleichrichtung mit Glättung
41
elektromagnetisches Triebsystem
42
Temperatursensor
5
Steuerstromversorgung
6
mechanisches System
Us
Steuerstromversorgungsspannung
UB
Steuerspannung, Batteriespannung
UZM
Spannung am elektromagnetischen Triebsystem
IZM
Strom im elektromagnetischen Triebsystem
Rsh
Shuntwiderstand (0,1Ω), induktivitätsarm
R1
Widerstand (10kΩ)
R2
Widerstand (10kΩ)
R3
Widerstand (3,61kΩ)
R4
Widerstand (6,39kΩ)
MB
Minuspotential des Hauptstroms
t
Zeit
to
Einschaltzeitpunkt
tR
Integrationsintervall
tn
Zeitpunkt des Erreichens der Endlage
ts
Sicherheitsintervall
Δtn
Einschaltdauer
A
Endlage in Abhängigkeit von der Temperatur ϑa bei festgehaltener Steuerspannung UB
B
Endlage in Abhängigkeit von der Steuerspannung UB bei festgehaltener Temperatur ϑa
Z
Spannungsspitze im Anschlagszeitpunkt/Zeitpunkt des Erreichens der Endlage
ϑa
Umgebungstemperatur, insbesondere des elektromagnetischen Triebsystems
ϑc
Temperatur des elektromagnetischen Triebsystems



Ansprüche

1. Schaltungsanordnung zum Betätigen eines elektromagnetischen Triebsystems (41) zum Schalten eines mechanischen Systems (6), mit

einer Steuerspannungsquelle zur Erzeugung einer Steuerspannung (UB),

einer Ansteuerstufe (2) zur Ansteuerung des elektromagnetischen Triebsystems (41) zum Schalten des mechanischen Systems (6) während eines Schaltvorgangs und

einer Steuerschaltung (1) zum Steuern der Ansteuerschaltung (2),

dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerschaltung (1) ausgebildet ist, einen eine Temperatur (ϑc) des elektromagnetischen Triebsystems (41) und/oder eine Umgebungstemperatur (ϑa) anzeigenden ersten Kennwert und einen die Steuerspannung (UB) anzeigenden zweiten Kennwert zu erfassen und zumindest einen Ansteuerparameter zur Ansteuerung des elektromagnetischen Triebsystems (41) anhand des ersten Kennwerts und des zweiten Kennwerts zu setzen.


 
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ansteuerstufe (2) ausgebildet ist, das Triebsystem (41) durch Anlegen der Steuerspannung (UB) zum Schalten des mechanischen Systems (6) zu bestromen.
 
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerschaltung (1) ausgebildet ist, als Ansteuerparameter eine Einschaltdauer (Δtn) zur Ansteuerung des elektromagnetischen Triebsystems (41) zu setzen.
 
4. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerschaltung (1) eine Verknüpfungsschaltung (12) aufweist, wobei die Verknüpfungsschaltung (12) den Ansteuerparameter anhand eines Kennlinienfelds in Abhängigkeit von dem ersten Kennwert und dem zweiten Kennwert setzt.
 
5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Verknüpfungsschaltung (12) ein Spannungsäquivalent der Einschaltdauer (Δtn) ausgibt.
 
6. Schaltungsanordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerschaltung (1) eine Sollwertaufbereitungsstufe (13) zur Erzeugung einer angepassten Spannung (UtSoll) zur Weiterleitung an die Ansteuerstufe (2) aufweist, wobei der Sollwertaufbereitungsstufe (13) das in der Verknüpfungsschaltung (12) erzeugte Spannungsäquivalent zugeleitet wird.
 
7. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine Temperaturerfassungsschaltung mit der Verknüpfungsschaltung (12) verbunden ist und einen Temperatursensor (42) zum Messen des eine Temperatur (ϑc) des elektromagnetischen Triebsystems (41) und/oder eine Umgebungstemperatur (ϑa) anzeigenden ersten Kennwerts aufweist.
 
8. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine Temperaturerfassungsschaltung in der Verknüpfungsschaltung (12) angeordnet ist, wobei die Temperaturerfassungsschaltung eine Schaltung zur Berechnung zur Berechnung des eine Temperatur ϑc des elektromagnetischen Triebsystems (41) und/oder eine Umgebungstemperatur ϑa anzeigenden ersten Kennwerts anhand eines elektrischen Widerstands (RZM) des elektromagnetischen Triebsystems (41) aufweist.
 
9. Schaltungsanordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Temperaturerfassungsschaltung einen Riemannintegrator zur Integration der Spannung (UZM) am elektromagnetischen Triebsystem (41) und des Stroms (IZM) im elektromagnetischen Triebsystem (41) aufweist.
 
10. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 8 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Sollwertaufbereitungsstufe (13) eine Abtast-Halte-Schaltung (132) aufweist.
 
11. Schaltungsanordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ansteuerstufe (2) eine Pulsweitenmodulationsschaltung (21) mit einer monostabiler Kippstufe aufweist, wobei ein Steuereingang (211) der monostabilen Kippstufe mit der Steuerschaltung (1) verbunden ist und ein Ausgang der monostabilen Kippstufe mit der Pulsweitenmodulationsschaltung verbunden ist.
 
12. Schaltungsanordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltungsanordnung eine Leistungsstufe (3) aufweist und die Ansteuerstufe (2) eine Treiberschaltung (22) zur Ansteuerung der Leistungsstufe (3) aufweist.
 
13. Schaltungsanordnung nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerschaltung (1) und die Pulsweitenmodulationsschaltung (21) als Microcontrollerschaltung ausgeführt sind.
 
14. Schaltungsanordnung nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerschaltung (1), die Pulsweitenmodulationsschaltung (21) und die Treiberschaltung (22) zur Ansteuerung der Leistungsstufe (3) in einer anwendungsspezifischen integrierten Schaltung (application-specific integrated circuit, ASIC) oder in einem Hybridschaltkreis angeordnet sind.
 
15. Verfahren zum Betätigen eines elektromagnetischen Triebsystems (41) zum Schalten eines mechanischen Systems (6) mit einer Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, dass
durch die Steuerschaltung ein eine Temperatur (ϑc) des elektromagnetischen Triebsystems (41) und/oder eine Umgebungstemperatur (ϑa) anzeigender erster Kennwert und ein die Steuerspannung (UB) anzeigender zweiter Kennwert erfasst werden und durch die Steuerschaltung zumindest ein Ansteuerparameter zur Ansteuerung des elektromagnetischen Triebsystems (41) anhand des ersten Kennwerts und des zweiten Kennwert gesetzt wird.
 




Zeichnung



















Recherchenbericht









Recherchenbericht




Angeführte Verweise

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente