[0001] Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung zum Betätigen eines elektromagnetischen
Triebsystems zum Schalten eines mechanischen Systems nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1 und ein Verfahren zum Betätigen eines elektromagnetischen Triebsystems zum Schalten
eines mechanischen Systems mit einer Schaltungsanordnung.
[0002] Eine derartige Schaltungsanordnung umfasst eine Steuerspannungsquelle zur Erzeugung
einer Steuerspannung, eine Ansteuerstufe zur Ansteuerung des elektromagnetischen Triebsystems
zum Schalten des mechanischen Systems während eines Schaltvorgangs und eine Steuerschaltung
zum Steuern der Ansteuerschaltung.
[0003] Elektromagnetische Triebsysteme werden in der Elektrotechnik zur Kraftbeaufschlagung
beweglicher mechanischer Bauteile eingesetzt. Elektromagnetische Triebsysteme sind
beispielsweise Zug-, Hub- oder Schubmagnete, aber auch andere auf elektromagnetischer
Basis arbeitende Bauteile. Anwendung finden elektromagnetische Triebsysteme beispielsweise
in elektromechanischen Vorrichtungen wie Schützen, Schutzschaltern, Relais und Magnetventilen.
[0004] Ein elektromagnetisches Triebsystem weist üblicherweise ein magnetisches System in
Form einer Spule auf, die durch eine Steuerspannungsquelle erregt wird. Ein durch
die Erregung der Spule induziertes Magnetfeld wirkt auf ein mechanisches System, z.B.
einen Anker oder ein Hebelsystem, und beschleunigt dieses. Durch die Beschleunigung
des mechanischen Systems wird die mechanische Wirkung des Triebsystems erreicht. Die
mechanische Wirkung kann beispielsweise in dem Schließen eines Schalters oder dem
Schließen eines Ventils bestehen.
[0005] Kraftverlauf und Schließgeschwindigkeit des mechanischen Systems sind von der Höhe
der angelegten Spannung, der Temperatur sowie von den konstruktiven Gegebenheiten
des Triebsystems abhängig. Eine direkte Beaufschlagung des Triebsystems mit der zur
Verfügung stehenden Steuerspannung hat somit in der Regel den Nachteil, dass die eingespeiste
Steuerspannung nicht dem erforderlichen Kraftverlauf des mechanischen Systems angepasst
ist.
[0006] Zur Anpassung der Steuerspannung an die erforderliche Weg-Zeit-Charakeristik des
Kraftverlaufs werden üblicherweise Vorschaltgeräte eingesetzt, die die Energieversorgung
des Triebsystems so steuern, dass bei Betätigung des Triebsystems die Weg-Zeit-Charakteristik
des Kraftverlaufs den Erfordernissen des mechanischen Systems entspricht.
[0007] Ein Vorschaltgerät taktet das Triebsystem direkt über einen oder mehrere elektronische
Schalter. Nachteilig ist hierbei, dass die Steuerspannung so nur reduziert werden
kann. Es gibt jedoch Einsatzfälle, beispielsweise Unterspannungssituationen, in denen
eine Erhöhung der Steuerspannung erforderlich ist. Die direkte Taktung durch das Vorschaltgerät
erzeugt ein Störspannungsspektrum, das sich negativ auf andere elektronische Bauteile
auswirken kann. Die getaktete Betriebsweise führt zu einer Beaufschlagung mit steilen
Spannungspulsen. Die Wicklungen elektromagnetischer Triebsysteme sind jedoch regelmäßig
nur für den Gleichspannungsbetrieb oder einen niederfrequenten Wechselspannungsbetrieb
ausgelegt, so dass es die getaktete Betriebsweise Schäden am Triebsystem verursachen
kann.
[0008] In der
WO 2017/093552 ist beispielsweise eine Schaltungsanordnung zur Betätigung eines elektromagnetischen
Triebsystems und ein Verfahren zum Betrieb derselben offenbart, wobei das Triebsystem
mit Gleichspannung mit einem zeitlichen Speiseverlauf gespeist wird. Die Schaltungsanordnung
weist eine getaktete transformatorische Wandlerstufe und eine Steuerschaltung auf,
wobei die Steuerschaltung die für den spezifischen Betrieb des elektromagnetischen
Triebsystems erforderliche Speisecharakteristik im gesamten Eingangsspannungs- und
Temperaturbereich ohne gepulste Beaufschlagung des Triebsystems bereitstellt.
[0009] Nachteilig hierbei ist, dass der eingespeiste Steuerstrom auf einer Zeitsteuerung
basiert.
[0010] Werden derartige Triebsysteme an elektrischen Spannungsquellen mit einem weiten Spannungsbereich
betrieben, ergeben sich aus der zeitlichen Steuerung regelmäßig unnötige Wärmebelastungen
der Triebsysteme. Dies führt zu einer thermisch bedingten Degradation der Isolierstoffe
und somit zu einer reduzierten Lebensdauer des Triebsystems. Die Taktung der möglichen
Einschaltungen wird darüber hinaus nachteilig begrenzt.
[0011] Besondere Anforderungen bestehen beispielsweise für elektromagnetische Triebsysteme,
beispielsweise Zugmagnete, von Batterieschutzschaltern, insbesondere in Batteriemanagementsystemen
von Schienenfahrzeugen wie sie in
DE 10 2018 109 594 offenbart und die oftmals für den Kurzzeitbetrieb ausgelegt sind. Diese müssen über
einen weiten Spannungsbereich und einen weiten Temperaturbereich, insbesondere auch
bei tiefen Temperaturen, einen sicheren Anzug gewährleisten. Im Gegensatz zu Schützen
besteht bei Schutzschaltern dieser Art ein zeitlich stark ansteigender Kraftbedarf.
[0012] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Schaltungsanordnung und ein Verfahren
zum Betrieb elektromagnetischer Triebsysteme zur Verfügung zu stellen, die einen sicheren,
mechanisch schonenden und energieoptimierten Betrieb des elektromagnetischen Triebsystems
im gesamten Eingangsspannungs- und Temperaturbereich ermöglichen, ohne dass eine wesentliche
Störaussendung verursacht wird. Insbesondere soll die sichere Auslösung solcher Triebsysteme
gewährleistet sein, die einen zeitlich stark ansteigenden Kraftverlauf aufweisen und
für eine Tieftemperaturanwendung vorgesehen sind.
[0013] Diese Aufgabe wird durch einen Gegenstand mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
[0014] Demnach ist die Steuerschaltung ausgebildet, einen eine Temperatur ϑ
c des elektromagnetischen Triebsystems und/oder eine Umgebungstemperatur ϑ
a anzeigenden ersten Kennwert und einen die Steuerspannung U
B anzeigenden zweiten Kennwert zu erfassen und zumindest einen Ansteuerparameter zur
Ansteuerung des elektromagnetischen Triebsystems anhand des ersten Kennwerts und des
zweiten Kennwerts zu setzen.
[0015] Die Ansteuerung erfolgt somit spezifisch in Abhängigkeit vom ersten und zweiten Kennwert.
Der Ansteuerparameter wird in Abhängigkeit von dem eine Temperatur ϑ
c des elektromagnetischen Triebsystems und/oder eine Umgebungstemperatur ϑ
a anzeigenden ersten Kennwerts und dem die Steuerspannung U
B anzeigenden zweiten Kennwert bestimmt. Insbesondere wird der Absteuerparameter in
Abhängigkeit von ersten und zweiten Kennwert so gewählt, dass eine sichere Auslösung,
insbesondere ein sicherer Anzug, des elektromagnetischen Triebsystems gewährleistet
ist.
[0016] Durch die individuelle, der vorliegenden Temperatur und Steuerspannung angepassten
Wahl des Ansteuerparameters, wird ein energieoptimierter Betrieb des elektromagnetischen
Triebsystems ermöglicht. Insbesondere für Triebsysteme, die auch bei tiefen Temperaturen
zum Einsatz kommen und mit Steuerspannungsquellen mit einem weiten Spannungsbereich
betrieben werden, lässt sich somit der Energiebedarf reduzieren und die mögliche Einschalthäufigkeit
erhöhen. Unnötige Wärmebelastungen des Triebsystems werden durch die angepasste Einschaltdauer
vermieden, wodurch sich die Lebensdauer des Triebsystems und seiner Komponenten erhöht.
[0017] Das elektromagnetische Triebsystem ist beispielsweise ein Elektromagnet mit einem
Anker als mechanisches System. Das elektromagnetische Triebsystem ist insbesondere
ein Zugmagnet. In einer Ausgestaltung ist das elektromagnetischen Triebsystem, insbesondere
der Zugmagnet, in einem Schutzschalter, beispielsweise einem Schutzschalter eines
Batteriemanagementsystems, insbesondere eines Schienenfahrzeugs, angeordnet.
[0018] Die Temperatur ϑ
c des elektromagnetischen Triebsystems ist beispielsweise die Temperatur des magnetischen
Systems des elektromagnetischen Triebsystems, insbesondere die in den Wicklungen einer
Spule des magnetischen Systems vorliegende Temperatur.
[0019] Die Umgebungstemperatur ϑ
a ist beispielsweise die Temperatur in einer Umgebung des elektromagnetischen Triebsystems,
insbesondere des magnetischen Systems des Triebsystems. Beispielsweise ist die Umgebungstemperatur
ϑ
a die in einer dem elektromagnetischen Triebsystems, insbesondere dem magnetischen
Systems des Triebsystems, vor- oder nachgesschalteten elektrischen Komponente auftretende
Temperatur.
[0020] Die Steuerspannung U
B ist in einer Ausgestaltung die von einer Batterie, insbesondere einer Batterie eines
Schienenfahrzeugs, zur Verfügung gestellte Betriebsspannung.
[0021] Insbesondere weist die Steuerschatung eine Spannungserfassungsschaltung zur Erfassung
des die Steuerspannung U
B anzeigenden zweiten Kennwerts auf. Die Spannungserfassungschaltung weist bevorzugt
ein Eingangsfilter auf.
[0022] In einer Ausgestaltung ist die Ansteuerstufe ausgebildet, das Triebsystem durch Anlegen
der Steuerspannung U
B zum Schalten des mechanischen Systems zu bestromen. Insbesondere erfolgt eine Beaufschlagung
des magnetischen Systems der elektromagnetischen Triebsystems mit der Steuerspannung
U
B. Die Ansteuerstufe ist beispielsweise mit der Steuerspannungsquelle zur Erzeugung
der Steuerspannung U
B, insbesondere der Batterie eines Schienenfahrzeugs, verbunden.
[0023] Gemäß einer Ausgestaltung ist die Steuerschaltung ausgebildet, als Ansteuerparameter
eine Einschaltdauer Δt
n zur Ansteuerung des elektromagnetischen Triebsystems zu setzen. Die Einschaltdauer
Δt
n ist die Zeitspanne, während der die Beaufschlagung des elektromagnetischen Triebsystems,
insbesondere des magnetischen Systems des Triebsystems, mit einer Spannung, insbesondere
der Steuerspannung U
B, erfolgt.
[0024] Die Einschaltdauer Δt
n wird gemäß dieser Ausgestaltung in Abhängigkeit vom ersten und zweiten Kennwert,
somit insbesondere in Abhängigkeit von der Temperatur ϑ
c des elektromagnetischen Triebsystems und/oder der Umgebungstemperatur ϑ
a und der Steuerspannung U
B gewählt. Während bei einer Zeitsteuerung für die Beaufschlagung des Triebsystems
die maximale Zeitdauer gewählt werden muss, die notwendig ist, um eine sichere Auslösung,
beispielsweise einen sicheren Anzug, des Triebsystems im gesamten Temperatur- und
Steuerspannungsbereich zu gewährleisten, ermöglicht die Schaltungsanordnung gemäß
einer Ausgestaltung eine Anpassung der Einschaltdauer Δt
n an den Energiebedarf des Triebsystems bei gegebener, erfasster Temperatur ϑ
c bzw. ϑ
a und Steuerspannung U
B. Die so bestimmte Einschaltdauer Δt
n ist immer kürzer oder gleich der maximalen Zeitdauer, die für eine Zeitsteuerung
verwendet werden muss. Die Einschaltdauer Δt
n ist beispielsweise die minimale Zeitdauer, die notwendig ist, um eine sichere Auslösung,
insbesondere einen sicheren Anzug, des Triebsystems zu gewährleisten. In einer Ausgestaltung
umfasst die Einschaltdauer Δt
n ein Sicherheitsintervall ts.
[0025] Gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung weist die Steuerschaltung eine Verknüpfungsschaltung
auf, wobei die Verknüpfungsschaltung den Ansteuerparameter anhand eines Kennlinienfelds
in Abhängigkeit von dem ersten Kennwert und dem zweiten Kennwert setzt. Insbesondere
wird der Ansteuerparameter in Abhängigkeit vom ersten und zweiten Kennwert so gewählt,
dass die sichere Auslösung, insbesonder der sichere Anzug, des elektromagnetischen
Triebsystems gewährleistet ist. Das Kennlinienfeld weist insbesondere eine Charakteristik
auf, die den Zeitpunkt der Auslösung, insbesondere des sicheren Anzugs, des Triebsystems
kennzeichnet.
[0026] Das Kennlinienfeld beschreibt beispielsweise den zeitlichen Verlauf der Spannung
U
ZM am elektromagnetischen Triebsystem in Abhängigkeit von der Temperatur ϑ
c des elektromagnetischen Triebsystems oder der Umgebungstemperatur ϑ
a einerseits und der Steuerspannung U
B andererseits. Als Kennlinienfeld kann auch der zeitliche Verlauf des Stroms I
ZM am elektromagnetischen Triebsystem in Abhängigkeit von der Temperatur ϑ
c des elektromagnetischen Triebsystems oder der Umgebungstemperatur ϑ
a einerseits und der Steuerspannung U
B andererseits verwendet werden.
[0027] Durch Beaufschlagung des elektromagnetischen Triebsystems mit einer Steuerspannung
entsteht am elektrischen Triebsystem eine Spannung U
ZM und ein Strom I
ZM. Der zeitliche Verlauf der Spannung U
ZM am bzw. des Stroms I
ZM im elektromagnetischen Triebsystem ist von der Temperatur ϑ
c des elektromagnetischen Triebsystems bzw. der Umgebungstemperatur ϑ
a und der angelegten Steuerspannung U
B abhängig. Die Spannung U
ZM am bzw. der Strom I
ZM im elektromagnetischen Triebsystem in Abhängigkeit von Zeit, Temperatur ϑ
c bzw. ϑ
a und Steuerspannung U
B definiert ein dreidimensionales Kennlinienfeld. Für eine bestimmte, erfasste Temperatur
ϑ
c bzw. ϑ
a und eine bestimmte, erfasste Steuerspannung U
B ist die Spannung U
ZM am bzw. der Strom I
ZM im elektromagnetischen Triebsystem eine Funktion der Zeit.
[0028] Das elektromagnetische Triebsystem löst aus, wenn die Anzugkraft des elektromagnetischen
Triebsystems erreicht wird. Der der Anzugkraft entsprechende Wert der Spannung U
ZM am Triebsystem bzw. der der Anzugskraft entsprechende Wert des Stroms I
ZM ist der Anzugswert. In einer Ausgestaltung ist die Einschaltdauer Δt
n der dem Anzugswert auf einer durch die erfasste Temperatur und die erfasste Steuerspannung
definierten Kennlinie zugeordnete Zeitwert.
[0029] In einer Ausgestaltung der Erfindung gibt die Verknüpfungsschaltung ein Spannungsäquivalent
der Einschaltdauer Δt
n aus. Gemäß einer Ausgestaltung weist die Steuerschaltung eine Sollwertaufbereitungsstufe
zur Erzeugung einer angepassten Spannung U
tSoll zur Weiterleitung an die Ansteuerstufe auf, wobei der Sollwertaufbereitungsstufe
das in der Verknüpfungsschaltung erzeugte Spannungsäquivalent zugeleitet wird.
[0030] In einer Ausgestaltung der Erfindung ist eine Temperaturerfassungsschaltung mit der
Verknüpfungsschaltung verbunden und weist einen Temperatursensor zum Messen des eine
Temperatur ϑ
c des elektromagnetischen Triebsystems und/oder eine Umgebungstemperatur ϑ
a anzeigenden ersten Kennwerts auf. Der Temperatursensor ermöglicht die Bestimmung
des die Temperatur ϑ
c des elektromagnetischen Triebsystems und/oder eine Umgebungstemperatur ϑ
a kennzeichnenden ersten Kennwerts. Der Temperatursensor ist mit dem elektromagnetischen
Triebsystem verbunden und weist beispielsweise einen Heißleiter, insbesondere einen
NTC-Widerstand (negative temperature coefficient thermistor, NTC), auf. Somit ist
eine direkte Erfassung des die Temperatur ϑ
c des elektromagnetischen Triebsystems und/oder eine Umgebungstemperatur ϑ
a anzeigenden ersten Kennwerts durch den Widerstand des Heißleiters, insbesondere des
NTC-Widerstands, möglich.
[0031] Gemäß einer alternativen Ausgestaltung ist eine Temperaturerfassungsschaltung in
der Verknüpfungsschaltung angeordnet, wobei die Temperaturerfassungsschaltung eine
Schaltung zur Berechnung des eine Temperatur ϑ
c des elektromagnetischen Triebsystems und/oder eine Umgebungstemperatur ϑ
a anzeigenden ersten Kennwerts anhand eines elektrischen Widerstands des elektromagnetischen
Triebsystems aufweist.
[0032] Somit kann auf einen Temperatursensor verzichtet werden. Dies minimiert etwaige Störsignale
oder sonstige mit dem Temperatursensor verbundene Fehlerquellen sowie zeitliche Verzögerungen.
Der die Temperatur ϑ
c des elektromagnetischen Triebsystems und/oder eine Umgebungstemperatur ϑ
a anzeigende erste Kennwert wird durch die Verknüpfungsschaltung direkt bestimmmt.
[0033] Beispielsweise erfolgt die Berechnung unter Berücksichtigung des spezifischen Widerstands
des Materials des magnetischen Systems des Triebsystems, insbesondere des Materials
der Wicklungen des magnetischen Systems. Insbesondere erfolgt die Berechnung des ersten
Kennwerts unter Berücksichtigung des spezifischen Widerstands von Kupfer.
[0034] Gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung weist die Temperaturerfassungsschaltung einen
Riemannintegrator zur Integration der Spannung U
ZM am elektromagnetischen Triebsystem und des Stroms I
ZM im elektromagnetischen Triebsystem auf. Der Riemannintegrator weist in einer Ausgestaltung
einen Analogschalter in Zweifachausführung auf, dem der im elektromagnetischen Triebsystem
anliegende Strom und die am elektromagnetischen Triebsystem anliegende Spannung zugeführt
werden. Der Analogschalter ist mit einer monostabilen Kippstufe verbunden. Die monostabile
Kippstufe gibt das Integrationsintervall vor. Weiterhin weist der Riemannintegrator
beispielsweise einen als Divisor betriebenen Operationsverstärker und eine nachgeschaltete
Multiplikatorstufe zur Bildung des Quotienten aus Spannung und Strom auf.
[0035] Gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung weist die Sollwertaufbereitungsstufe eine
Abtast-Halte-Schaltung auf. Die Sollwertaufbereitung weist beispielsweise weiter einen
Negator auf. Der Negator verbindet die monostabile Kippstufe des Riemannintegrators
mit dem Steuereingang der Abtast-Halte-Schaltung. Der Abtast-Halte-Schaltung ist in
einer Ausgestaltung ein Spannungsteiler nachgeschaltet. Der Spannungsteiler leitet
ein Spannungsäquivalent der Einschaltdauer der Ansteuerstufe zu.
[0036] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung weist die Ansteuerstufe eine Pulsweitenmodulationsschaltung
(PWM-Schaltung) mit einer monostabiler Kippstufe auf, wobei ein Steuereingang der
monostabilen Kippstufe mit der Steuerschaltung verbunden ist und ein Ausgang der monostabilen
Kippstufe mit der Pulsweitenmodulationsschaltung verbunden ist. Die monostabile Kippstufe
stellt somit eine Einschaltzeitbegrenzung dar. Die Pulsdauer der PWM-Schaltung wird
mittels der monostabilen Kippstufe durch die von der Steuerschaltung ausgegebenen
Spannung bestimmt und entspricht der Einschaltdauer Δt
n.
[0037] Gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung weist die Schaltungsanordnung eine Leistungsstufe
auf und die Ansteuerstufe eine Treiberschaltung zur Ansteuerung der Leistungsstufe
auf.
[0038] Gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung sind die Steuerschaltung und die Pulsweitenmodulationsschaltung
als Microcontrollerschaltung ausgeführt. Dies ermöglicht eine kompakte Umsetzung sowie
einen schnellen und kompakten Einbau der Schaltungsanordnung mit geringem Verdrahtungsaufwand.
Insbesondere sind die Schaltungsteile Spannungserfassungsschaltung, Riemannintegrator,
Abtast-Halte-Schaltung und PWM-Schaltung mit monostabiler Kippstufe als Microcontrollerschaltung
ausgeführt.
[0039] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung sind die Steuerschaltung, die Pulsweitenmodulationsschaltung
und die Treiberschaltung zur Ansteuerung der Leistungsstufe in einer anwendungsspezifischen
integrierten Schaltung (application-specific integrated circuit, ASIC) oder in einem
Hybridschaltkreis angeordnet. Insbesondere sind die Schaltungsteile Spannungserfassungsschaltung,
Riemannintegrator, Abtast-Halte-Schaltung, PWM-Schaltung mit monostabiler Kippstufe
und die Treiberschlatung der Leistungsstufe in einer ASIC oder in einem Hybridschaltkreis
vereint.
[0040] Gemäß einer Ausgestaltung weist die Leistungsstufe einen Ausgangsgleichrichter, insbesondere
mit Glättung, auf. Somit wird das elektromagnetische Triebsystem mit Gleichspannung
beaufschlagt. Die Leistungsstufe weist in einer Ausgestaltung einen Leistungstransistor
und einen Übertrager auf.
[0041] Gegenstand der Erfindung ist ferner ein Verfahren zum Betätigen eines elektromagnetischen
Triebsystems zum Schalten eines mechanischen Systems mit einer Schaltungsanordnung
nach einem der Ansprüche 1 bis 14.
[0042] Bei einem solchen Verfahren zum Betätigen eines elektromagnetischen Triebsystems
zum Schalten eines mechanischen Systems mit einer Schaltungsanordnung nach der vorangehend
beschriebenen Art wird durch die Steuerschaltung ein eine Temperatur ϑ
c des elektromagnetischen Triebsystems und/oder eine Umgebungstemperatur ϑ
a anzeigender erster Kennwert und ein die Steuerspannung U
B anzeigender zweiter Kennwert erfasst und durch die Steuerschaltung zumindest ein
Ansteuerparameter zur Ansteuerung des elektromagnetischen Triebsystems anhand des
ersten Kennwerts und des zweiten Kennwert gesetzt.
[0043] Das erfindungsgemäße Verfahren setzt die Vorteile der Schaltungsanordnung auf Verfahrensebene
um. Insbesondere wird ein Verfahren zur Verfügung gestellt, mit dem ein elektromagnetisches
Triebsystem energieoptimiert betrieben wird.
[0044] Gemäß einer Ausgestaltung wird das Triebsystem durch Anlegen der Steuerspannung U
B zum Schalten des mechanischen Systems durch die Ansteuerstufe bestromt.
[0045] Gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung wird durch die Steuerschaltung als Ansteuerparameter
eine Einschaltdauer Δt
n zur Ansteuerung des elektromagnetischen Triebsystems gesetzt.
[0046] Dabei wird die Einschaltdauer Δt
n insbesondere so gewählt, dass eine Auslösung des Triebsystems, insbesondere der Anzugswert,
innerhalb der Einschaltdauer Δt
n erreicht wird. Der Anzugswert ist abhängig von der Temperatur des Triebsystems ϑ
c bzw. der Umgebungstemperatur ϑ
a und der Steuerspannung U
B. Die Einschaltdauer Δt
n wird bevorzugt minimal gewählt. Dies ermöglicht einen energieoptimierten Betrieb.
Bevorzugt weist die Einschaltdauer Δt
n ein Sicherheitsintervall ts auf. Das Sicherheitsintervall ts stellt eine zuverlässige
Auslösung des Triebsystems innerhalb der Mess- und Schaltungstoleranzen sicher.
[0047] Gemäß einer Ausgestaltung wird die Einschaltdauer Δt
n unter Berücksichtigung eines Endlagenkriteriums mittels des dreidimensionalen Kennlinienfeld
der Spannung U
ZM am oder des Stroms I
ZM im elektromagnetischen Triebsystem als Funktion der Steuerspannung U
B, der Temperatur ϑ
c des elektromagnetischen Triebsystems oder der Umgebungstemperatur ϑ
a und der Zeit bestimmt.
[0048] Bevorzugt ist der Anzugswert durch ein Endlagenkriterium des zeitlichen Verlaufs
der Spannung U
ZM am oder des Stroms I
ZM im Triebsystem bei einer bestimmten, erfassten Temperatur ϑ
c des Triebsystems bzw. einer bestimmten, erfassten Umgebungstemperatur ϑ
a des Triebsystems und einer bestimmten, erfassten Steuerspannung U
B definiert. Bevorzugt ist der Anzugswert durch eine Spannungsspitze des zeitlichen
Verlaufs der Spannung U
ZM am Triebsystem definiert. Der Anzugswert kann auch durch einen Stromeinbruch des
zeitlichen Verlaufs des Stroms I
ZM im Triebsystem definiert werden.
[0049] Der der Erfindung zugrunde liegende Gedanke soll nachfolgend anhand der in den Figuren
dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert werden. Es zeigen:
- Fig. 1
- ein Kennlinienfeld der Spannung UZM am elektromagnetischen Triebsystem bei festgehaltener Steuerspannung UB als Funktion der Zeit t für verschiedene Werte der Umgebungstemperatur ϑa;
- Fig. 2
- ein Kennlinienfeld der Spannung UZM am und des Stroms IZM im elektromagnetischen Triebsystem bei festgehaltener Umgebungstemperatur ϑa als Funktion der Zeit t für verschiedene Werte der Steuerspannung UB;
- Fig. 3
- ein Prinzipalschaltbild der Schaltungsanordnung gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung;
- Fig. 4
- ein Prinzipalschaltbild der Schaltungsanordnung gemäß einer weiteren Ausgestaltung
der Erfindung; und
- Fig. 5
- eine schematische Darstellung der Bestimmung des Widerstands RZM des elektromagnetischen Triebsystems.
[0050] Fig. 1 zeigt das Kennlinienfeld der Spannung U
ZM am elektromagnetischen Triebsystem 41 bei festgehaltener Steuerspannung U
B als Funktion der Zeit t. Die Spannung U
ZM des elektromagnetischen Triebsystems 41 hängt von der Steuerspannung U
B, der Temperatur ϑ
c des elektromagnetischen Triebsystems 41 bzw. der Umgebungstemperatur ϑ
a des elektromagnetischen Triebsystems 41 und der seit dem Einschaltmoment to verstrichenen
Zeitdauer ab. Im folgenden ist der Nullpunkt als Einschaltmoment gewählt: to=0. Dieses
dreidimensionale Kennlinienfeld ist zur Veranschaulichung als zwei-dimensionales Kennlinienfeld
für eine festgehaltene Steuerspannung U
B in
Fig. 1 und als zweidimensionales Kennlinienfeld für eine festgehaltene Umgebungstemperatur
ϑ
a des elektromagnetischen Triebsystems in
Fig. 2 dargestellt.
[0051] Das elektromagnetischen Triebsystem 41 weist ein Magnetsystem, insbesondere eine
Spule mit Kern, und ein mechanisches System 6, insbesondere einen Anker, auf. Im dargestellten
Ausführungsbeispiel ist das elektromagnetische Triebsystem 41 ein Zugmagnet 41. Der
Zugmagnet 41 wird mit einer Steuerspannung U
B beaufschlagt. Dabei ist to der Zeitpunkt des Einschaltens der Steuerspannung U
B. Die Beaufschlagung mit der Steuerspannung U
B führt zu einem Anstieg der Spannung U
ZM am Zugmagneten 41. Die magnetische Kraft auf den Anker nimmt zu. Beim Endanschlag
des Ankers des Zugmagneten 41 kommt es zu einer Spannungsspitze Z.
[0052] Im vorliegenden Diagramm ist der Verlauf der Spannung U
ZM am Zugmagneten 41 für drei verschiedene Umgebungstemperaturwerte gezeigt: die maximale
Umgebungstemperatur damax, die Nenntemperatur ϑ
aNenn und die minimale Umgebungstemperatur ϑ
amin. Der Endanschlag des Ankers muss über den gesamten Funktionstemperaturbereich von
ϑ
a=ϑ
amin bis ϑ
a=ϑ
amax gewährleistet sein.
[0053] Der zeitliche Verlauf der Spannung U
ZM weist im Zeitpunkt des Anschlags T
Anschl ein Maximum auf. Die Anschlagszeit T
Anschl ist bei festgehaltener Steuerspannung U
B eine Funktion der Umgebungstemperatur ϑ
a. Je niedriger die Umgebungstemperatur ϑ
a, desto größer die Anschlagszeit T
Anschl : es wird mehr Zeit benötigt, um dem Zugmagneten 41 die zur Auslösung notwendige
Energie zuzuführen. Ursache hierfür sind die veränderten magnetischen Eigenschaften
des Zugmagneten 41 und die erhöhte Gleitreibung des Ankers des Zugmagneten 41 bei
geringerer Temperatur ϑ
a.
[0054] Das Ende des Anschlagvorgangs t
n ist mit dem Abfallen der Flanke der Spannungsspitze Z erreicht. Dabei bezeichnet
t
1 das Ende des Anschlagvorgangs bei maximaler Umgebungstemperatur damax, t
2 das Ende des Anschlagvorgangs bei Nenntemperatur ϑ
aNenn und t
3 das Ende des Anschlagsvorgangs bei minimaler Umgebungstemperatur ϑ
amin. Dabei ist das Zeitintervall von Einschaltmoment to bis Ende des Anschlagvorgangs
t
1 kleiner als das Zeitintervall von Einschaltmoment to bis Ende des Anschlagvorgangs
t
2, das wiederum kleiner als das Zeitintervall von Einschaltmoment to bis Ende des Anschlagvorgangs
t
3 ist. Je niedriger die Umgebungstemperatur ϑ
a desto größer die Zeitdauer t
n bis zum Ende des Anschlagvorgangs.
[0055] Das Ende des Anschlagvorgangs und das damit einhergehende Abfallen der Flanke der
Spannungsspitze Z stellen ein Endlagenkriterium für das Erreichen der Endlage des
Zugmagneten 41 dar. Die Einschaltdauer Δt
n wird durch das Endlagenkriterium bestimmt. Bevorzugt wird eine Sicherheitsintervall
ts zum Zeitpunkt t
n des Endes des Anschlagvorgangs addiert. Das resultierende Zeitintervall t
n+t
s ist die Einschaltdauer Δt
n= t
n+t
s. Die Einschaltdauer Δt ist die Zeitdauer, die der Zugmagnet 41 mit der Steuerspannung
U
B bei der Umgebungstemperatur ϑ
a beaufschlagt werden muss, damit das Erreichen der Endlage sichergestellt ist.
[0056] Wäre die Umgebungstemperatur ϑ
a nicht bekannt, müsste die Beaufschlagung mit der Steuerspannung U
B mindestens für die Zeitdauer t
3+t
s erfolgen, um das Erreichen der Endlage über den gesamten Temperaturbereich zwischen
minimaler und maximaler Umgebungstemperatur ϑ
amin bis ϑ
amax zu gewährleisten. Durch die Bestimmung der Einschaltdauer Δt
n in Abhängigkeit sowohl von der Steuerspannung U
B als auch der Umgebungstemperatur ϑ
a wird die Beaufschlagungszeit verringert.
[0057] Dies ermöglicht einen energieoptimierten Betrieb des Triebsystems 41 auch für Tieftemperaturanwendungen,
wie beispielsweise Batterieschutzschalter von Schienenfahrzeugen, deren erforderlicher
Funktionstemperaturbereich zwischen -60°C und 85°C liegt.
[0058] Fig. 2 zeigt das Kennlinienfeld der Spannung U
ZM und des Stroms I
ZM des elektromagnetischen Triebsystems 41 bei festgehaltener Umgebungstemperatur ϑ
a als Funktion der Zeit t in Abhängigkeit von der Steuerspannung U
B.
[0059] Der zeitliche Verlauf der Spannung U
ZM am Triebsystem 41 ist für drei verschiedene Steuerspannungen U
B dargestellt: die maximale Steuerspannung U
Bmax, die Nennspannung U
BNenn und die minimale Steuerspannung U
Bmin. Das sichere Erreichen der Endlage muss über den gesamten Steuerspannungsbereich
von U
B=U
Bmin bis U
B=U
Bmax gewährleistet sein.
[0060] Je größer die Steuerspannung U
B, desto schneller wird die Endlage erreicht. Die Endlage ist durch eine Spannungsspitze
Z gekennzeichnet. Die Einschaltdauer Δt
n ergibt sich aus der Zeit t
n, zu der die Flanke der Spannungsspitze Z abgefallen ist, zuzüglich eines Sicherheitsintervalls
ts.
[0061] Wäre der Wert der Steuerspannung U
B nicht bekannt, müsste als Zeitdauer der Beaufschlagung des Zugmagneten 41 die längste
Zeitdauer gewählt werden, d.h. die Zeitdauer t
3+t
s, die für eine Beaufschlagung mit der minimalen Steuerspannung U
Bmin zum Erreichen der Endlage notwendig ist.
[0062] Die Bestimmung der Einschaltdauer Δt
n in Abhängigkeit von der Umgebungstemperatur ϑ
a und der Steuerspannung U
B ermöglicht eine Verringerung der Dauer der Beaufschlagung des Triebsystems 41. Dies
ermöglicht einen energieoptimierten Betrieb des Triebsystems 41, insbesondere für
Steuerspannungsquellen mit einem weiten Spannungsbereich, wie beispielsweise für Batterieschutzschalter
von Schienenfahrzeugen, bei denen der sichere Anzug in einem weiten Spannungsbereich
von 65V bis 150V gewährleistet sein muss, wobei die Nennsteuerspannung der Batterie
110V beträgt.
[0063] In
Fig. 3 ist ein Prinzipalschaltbild einer Schaltungsanordnung zum Betrieb eines elektromagnetischen
Triebsystems 41 gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung dargestellt.
[0064] Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist das elektromagnetische Triebsystem 41 ein
Zugmagnet eines Batterieschutzschalters, bevorzugt eines Batteriemanagementsystems
in einem Schienenfahrzeug, beispielsweise ein Batterieschutzschalter des Typs BMR-437-01-V-S0-07-110-200A.
[0065] Das elektromagnetische Triebsystem 41 weist ein thermisch abhängiges Anzugverhalten
auf. Das Anzugverhalten ist in
Fig. 1 und
Fig. 2 qualitativ dargestellt. Das Anzugverhalten ist von der Umgebungstemperatur ϑ
a des elektromagnetischen Triebsystems 41, der Steuerspannung U
B und der Beaufschlagungsdauer abhängig. Anstelle der Umgebungstemperatur ϑ
a des elektromagnetischen Triebsystems 41 kann auch die Temperatur ϑ
c des elektromagnetischen Triebsystems 41 als Referenzwert verwandt werden.
[0066] Für einen Batterieschutzschalter, insbesondere eines Batteriemanagementsystems eines
Schienenfahrzeugs, muss der sichere Anzug des elektromagnetischen Triebsystems 41,
insbesondere des Zugmagneten, in einem weiten Spannungsbereich U
B von U
Bmin=65V bis U
Bmax=150V sichergestellt sein. Die Nennbatteriespannung U
BNenn beträgt im dargestellten Ausführungsbeispiel U
BNenn=110V. Der erforderliche Funktionstemperaturbereich beträgt -60°C bis 85°C. Das heisst,
der sichere Anzug muss im gesamten Intervall von ϑ
amin=-60°C bis ϑ
amax=85°C gewährleistet sein.
[0067] Ein einfaches elektromagnetisches Triebsystem 41 ohne Vorschaltgerät kann einen sicheren
Anzug in einem solch weiten Steuerspannungsbereich U
B nicht gewährleisten. Auch ist der sichere Anzug bei tiefen Temperaturen ϑ
a ohne Vorschaltgerät nicht gewährleistet. Bei tiefen Temperaturen ϑ
a verändert sich das Magnetsystem des elektromagnetischen Triebsystems 41, so dass
längere Beaufschlagungszeiten notwendig werden, um den sicheren Anzug zu gewährleisten.
Beispielsweise verändern sich die magnetischen Eigenschaften und die Gleiteigenschaften
des Ankers. Dem Magnetsystem muss bei tieferen Temperaturen ϑ
a mehr Energie zugeführt werden, um den Anzug auszulösen.
[0068] Zur Gewährleistung des sicheren Anzugs auch bei tiefen Temperaturen ϑ
a und bei einem weiten Steuerspannungsbereich U
B ist eine Schaltungsanordnung vorgesehen. Diese Schaltungsanordnung stellt sicher,
dass sowohl bei tiefen Temperaturen ϑ
a,
Fig. 1, als auch bei niedriger Steuerspannung U
B,
Fig. 2, der Anzug gewährleistet ist, d.h. genügend Zeit zur Verfügung steht, um die notwendige
Energie zuzuführen.
[0069] Die Schaltungsanordnung weist deshalb eine Steuerschaltung 1 auf, die der Ansteuerstufe
2 zumindest einen Ansteuerparameter zur Ansteuerung des elektromagnetischen Triebsystems
41 anhand des ersten Kennwerts und des zweiten Kennwert setzt. Der erste Kennwert
zeigt eine Temperatur ϑ
c des elektromagnetischen Triebsystems 41 und/oder eine Umgebungstemperatur ϑ
a an. Der zweite Kennwert zeigt die Steuerspannung U
B an. Insbesondere umfasst der zumindest eine Ansteuerparameter die Einschaltdauer
Δt
n. Die Steuerschaltung 1 und die Ansteuerstufe 2 werden mittels einer Stromversorgung
5 mit einer Steuerstromversorgungsspannung Us, vorliegend mit Us=15VDC, gespeist.
Die Stromversorgung 5 ist durch einen schnellen Aufbau der Steuerstromversorgungsspannung
Us gekennzeichnet.
[0070] Die Schaltungsanordnung weist eine Temperaturfassungsschaltung zur Erfassung des
die Temperatur ϑ
c des elektromagnetischen Triebsystems 41 und/oder die Umgebungstemperatur ϑ
a anzeigenden ersten Kennwerts auf. Im dargestellten Ausführungsbeispiel umfasst die
Temperaturerfassungsschaltung einen Temperatursensor 42, bevorzugt einen Heissleiter
oder NTC-Widerstand. Der Temperatursensor 42 ist mit dem elektromagnetischen Triebsystem
41, insbesondere der Spule des Zugmagneten 41, thermisch gekoppelt.
[0071] Des weiteren weist die Steuerschaltung 1 eine Spannungserfassungsschaltung 11 zur
Erfassung des die Steuerspannung U
B anzeigenden zweiten Kennwerts auf. Die Spannungserfassungsschaltung 11 erfasst beispielsweise
die eingehende Steuerspannung U
B über ein Eingangsfilter.
[0072] Die Schaltungsanordnung weist ferner eine Verknüpfungsschaltung 12 zur Verknüpfung
des ersten Kennwertes und des zweiten Kennwertes auf, wobei die Verknüpfungsschaltung
12 den Ansteuerparameter, insbesondere die Einschaltdauer Δt
n, anhand eines Kennlinienfelds in Abhängigkeit von dem ersten Kennwert und dem zweiten
Kennwert setzt. Die Verknüpfungsschaltung 12 weist einen ersten und einen zweiten
Eingang auf, wobei der erste Eingang mit einem Ausgang der Spannungserfassungschaltung
11 verbunden ist und wobei der zweite Eingang mit einem Ausgang der Temperaturerfassungsschaltung,
insbesondere dem Temperatursensor 42, verbunden ist.
[0073] Die Verknüpfungsschaltung 12 bestimmt die Einschaltdauer Δt
n unter Berücksichtigung des Kennlinienfelds des zeitlichen Verlaufs der Spannung U
ZM am elektromagnetischen Triebsystem 41 in Abhängigkeit von der Temperatur ϑ
c des elektromagnetischen Triebsystems oder der Umgebungstemperatur ϑ
a einerseits und der Steuerspannung U
B andererseits. Die Verknüpfungsschaltung 12 weist einen Ausgang zur Ausgabe eines
Spannungsäquivalents der so bestimmten Einschaltdauer Δt
n auf.
[0074] Die Steuerschaltung 1 weist außerdem eine Sollwertaufbereitung 13 zur Erzeugung einer
angepassten Spannung U
tsoll auf. Ein Eingang der Sollwertaufbereitung 13 ist mit der Verknüpfungsschaltung 12
verbunden. Die Sollwertaufbereitung 13 erzeugt die angepasste Spannung U
tsoll aus dem von der Verknüpfungsschaltung 12 empfangenen Spannungsäquivalent der Einschaltdauer
Δt
n.
[0075] Die Steuerschaltung 1 ist mit der Ansteuerstufe 2 verbunden und stellt dieser den
Ansteuerparameter, d.h. insbesondere die unter Berücksichtigung des die Temperatur
ϑ
a des elektromagnetischen Triebsystems 41 und/oder die Umgebungstemperatur ϑ
c anzeigenden ersten Kennwerts und des die Steuerspannung U
B anzeigenden zweiten Kennwerts bestimmte Einschaltdauer Δt
n, bereit.
[0076] Die Steuerschaltung 1 leitet der Ansteuerstufe 2 die in der Sollwertaufbereitung
13 erzeugte angepasste Spannung U
tsoll zu.
[0077] Dargestellt ist eine Ansteuerstufe 2 mit PWM-Schaltung 21 und einer Treiberschaltung
22 für eine nachgeschaltete Leistungsstufe 3. Die PWM-Schaltung 21 weist eine monostabile
Kippstufe 211 auf, mittels derer die in der Sollwertaufbereitung 13 erzeugte angepasste
Spannung U
tsoll in ein Einschaltintervall tsoii der PWM-Schaltung 21 umgewandelt wird. Die Impulse
der PWM-Schaltung werden über die Treiberschaltung 22 der Leistungsstufe 3 zugeleitet,
so dass das elektromagnetische Triebsystem 41 beaufschlagt wird.
[0078] Die Leistungsstufe 3 weist einen Ausgangsgleichrichter 33 mit Glättung auf, so dass
die Beaufschlagung des elektromagnetischen Triebsystems 41 mit Gleichspannung erfolgt.
Im dargestellten Ausführungsbeispiel weist die Leistungsstufe 3 einen Leistungstransistor
31 und einen Übertrager 32 auf.
[0079] Durch die Speisung des elektromagnetischen Triebsystems 41 mit einer Gleichspannung
wird die Störaussendung, insbesondere bei längeren Verbindungsleitungen zwischen der
Schaltungsanordnung und dem elektromagnetischen Triebsystems 41, verringert.
[0080] Die Schaltungsanordnung ist ferner mit einer Stromregelung ausgestattet. Über den
Shuntwiderstand R
sh wird der Hauptstrom im Leistungskreis 3 erfasst und der Spannungserfassungsschaltung
11 zugeführt.
[0081] Somit wird eine Schaltungsanordnung zum Betrieb eines elektromagnetischen Triebsystems
41, insbesondere eines Zugmagneten 41 eines Batterieschutzschalters, zur Verfügung
gestellt, die einen energieoptimierten Betrieb ermöglicht.
[0082] In
Fig. 4 ist ein Prinzipalschaltbild einer Schaltungsanordnung zum Betrieb eines elektromagnetischen
Triebsystems 41, insbesondere eines Zugmagneten 41 eines Batterieschutzschalters,
gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung dargestellt.
[0083] Gemäß der dargestellten Ausgestaltung ist eine Temperaturerfassungsschaltung in der
Verknüpfungsschaltung 12 angeordnet, insbesondere erfolgen Verknüpfung und Temperaturerfassung
in einer Schaltung. Die Temperaturerfassungsschaltung bestimmt den die Temperatur
ϑ
c des elektromagnetischen Triebsystems 41 und/oder die Umgebungstemperatur ϑ
a des elektromagnetischen Triebsystems 41 anzeigenden ersten Kennwert mittels eines
analogen Berechnungsverfahrens und verknüpft diesen mit dem mittels der Spannungserfassungsschaltung
11 erfassten die Steuerspannung U
B anzeigenden zweiten Kennwert.
[0084] In der dargestellten Ausführungsform werden die Spannung U
ZM am elektromagnetischen Triebsystem 4 und der Strom I
ZM im elektromagnetischen Triebsystem 41 über die Erfassungsschaltung 11 erfasst. Die
Erfassungsschaltung 11 weist ein Eingangsfilter für U
B und die am Shuntwiderstand R
sh abfallende Spannung U
Rsh auf. Bevorzugt ist das Eingangsfilter auf 500Hz eingestellt. Die Erfassungsschaltung
11 weist eine Einheit 111 zur Potentialtrennung, insbesondere einen Optokoppler z.B.
des Typs CNY17-4, auf, dem die Spannung UzM zugeführt wird. Die Filterung von UzM
und I
ZM bzw. URSH erfolgt beispielsweise mit einem Filter des Typs LMC 6482.
[0085] Die Ausgangssignale der Erfassungschaltung 11, insbesondere des Eingangsfilters,
werden der Verknüpfungsschaltung 12 zugeführt. Die Verknüpfungsschaltung 12 weist
in der dargestellten Ausführungsform einen Riemannintegrator auf. Im Riemannintegrator
werden die Spannung U
ZM am Zugmagneten 41 und der Strom I
ZM im Zugmagneten 41 für ein Integrationsintervall t
R gemessen und eine äquivalente Spannung durch Quotientenbildung aus U
ZM und I
ZM bzw. U
RSh gebildet. Das Integrationsintervall t
R wird durch einen Analogschalter 121 in Zweifachausführung, der durch eine monostabile
Kippstufe 122 angesteuert wird, definiert. In der dargestellten Ausführungsform ist
der Analogschalter 121 beispielsweise vom Typ MAX 320 MJA und die monostabile Kippstufe
vom Typ NE 555 FE. Das Stromsignal I
ZM bzw. U
RSh wird über einen Widerstand R
1, beispielsweise R
1=10kΩ, einem Operationsverstärker 123 für die Division zugeführt. Der Operationsverstärker
123 ist beispielsweise vom Typ AD 711. In der Multiplikatorstufe 124 wird das Produkt
aus Spannungssignal U
ZM und inversem Strom 1/I
ZM, d.h. der Quotient aus Spannung U
ZM und Strom I
ZM gebildet.
[0086] Das Integrationsintervall t
R ist dabei sehr viel kleiner gewählt als die minimale Einschaltdauer Δt
min=t
min+t
s. Hierdurch wird sichergestellt, dass die minimale Einschaltdauer Δt
min=t
min+t
s durch die Erzeugung des Spannungsäquivalents bzw. der angepassten Spannung U
tsoll zur Ansteuerung der Ansteuerstufe 2, insbesondere der PWM-Schaltung 21, nicht beeinflusst
wird.
[0087] Der Quotient wird der Sollwertaufbereitung 13 zugeleitet. Die Sollwertaufbereitung
13 weist einen Abtast-Halte-Schaltkreis 132 auf. Der Abtast-Halte-Schaltkreis 132
wird über die monostabile Kippstufe 122 als Zeitgeber geschaltet. Dazu wird das Ausgangssignal
der monostabilen Kippstufe 122 einem Negator 131 zugeleitet, der mit dem Steuereingang
des Abtast-Halte-Schaltkreises 132 verbunden ist. Das Ausgangssignal des Abtast-Halte-Schaltkreises
132 wird durch einen Spannungsteiler mit Widerständen R
3, R
4 mit dem In2 verknüpft.
[0088] Für kleine t
R, d.h. kurz nach dem Einschaltmoment to=0, steigen sowohl Spannung U
ZM als auch Strom I
ZM am Zugmagneten 41 exponentiell an, siehe
Fig. 5. Aufgrund des exponentiellen Charakters der Spannungs- bzw. Stromkennlinie U
ZM, I
ZM im Kleinsignalbereich kann das Riemannintegral mit dem Logarithmus von 2, In2≈0,693,
verknüpft werden. Die Spule des Zugmagneten 41 ist aus einer Kupferleitung gewickelt.
Der Widerstand des Zugmagneten R
ZM lässt sich somit unter Berücksichtigung des spezifischen Widerstands von Kupfer,
gegeben für die entsprechende Temperatur, bestimmen zu: R
ZM=[U
ZM/I
ZM]·In2.
[0089] Die Ausgangsspannung des Abtast-Halte-Schaltkreises 132 liegt, je nach errechnetem
Wert, zwischen 0 und 10VDC, so dass durch das Spannungsteilerverhältnis R
3/R
4 die ausgegebene angepasste Spannung U
tsoll quasi normiert hergeleitet wird.
[0090] Die so erzeugte angepasste Spannung U
tsoll gelangt auf den Eingang 211 zur Zeitsteuerung der PWM-Schaltung 21. Mit der Vorsteuerung
durch U
B, welche über den Eingang 212 an die PWM-Schaltung 21 gelangt, bestimmt die angepasste
Spannung U
tsoll die Einschaltdauer Δt
n entsprechend der in
Fig. 1 bzw.
Fig. 2 dargestellten Kennlinienfelder.
[0091] Die Impulse der PWM-Schaltung 21 werden über die Treiberschaltung 22 der Leistungsstufe
3 zugeleitet, so dass der Zugmagnet 41 beaufschlagt wird.
[0092] Die Steuerschaltung 1 sowie die Ansteuerstufe 2 werden durch die Stromversorgung
5 mit 15VDC gespeist. Die Stromversorgung 5 ist durch einen schnellen Aufbau der Versorgungsspannung
Us im Einschaltmoment to gekennzeichnet.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0093]
- 1
- Steuerschaltung
- 11
- Spannungserfassungsschaltung zur Erfassung des die Steuerspannung UB anzeigenden zweiten Kennwerts
- 111
- Potentialtrennung mit Optokoppler
- 112
- Eingangsfilter
- 12
- Verknüpfungsschaltung zur Verknüpfung Steuerspannung UB und Temperatur ϑa,ϑc
- 121
- Analogschalter in Zweifachausführung
- 122
- monostabile Kippstufe (Monoflop)
- 123
- Operationsverstärkerstufe für Division
- 124
- Multiplikatorstufe
- 13
- Sollwertaufbereitung
- 131
- Negator
- 132
- Abstast-und-Halte-Schaltkreis
- 2
- Ansteuerstufe
- 21
- Pulsweitenmodulations-Schaltung mit monostabiler Kippstufe
- 211
- Eingang für Einschaltdauer Δt
- 212
- Eingang für Vorsteuerung durch Steuerspannung UB
- 213
- Eingang für Stromregelung
- 22
- Treiberschaltung für Leistungsstufe
- 3
- Leistungsstufe
- 31
- Leistungstransistor
- 32
- Übertrager T1
- 33
- Ausgangsgleichrichtung mit Glättung
- 41
- elektromagnetisches Triebsystem
- 42
- Temperatursensor
- 5
- Steuerstromversorgung
- 6
- mechanisches System
- Us
- Steuerstromversorgungsspannung
- UB
- Steuerspannung, Batteriespannung
- UZM
- Spannung am elektromagnetischen Triebsystem
- IZM
- Strom im elektromagnetischen Triebsystem
- Rsh
- Shuntwiderstand (0,1Ω), induktivitätsarm
- R1
- Widerstand (10kΩ)
- R2
- Widerstand (10kΩ)
- R3
- Widerstand (3,61kΩ)
- R4
- Widerstand (6,39kΩ)
- MB
- Minuspotential des Hauptstroms
- t
- Zeit
- to
- Einschaltzeitpunkt
- tR
- Integrationsintervall
- tn
- Zeitpunkt des Erreichens der Endlage
- ts
- Sicherheitsintervall
- Δtn
- Einschaltdauer
- A
- Endlage in Abhängigkeit von der Temperatur ϑa bei festgehaltener Steuerspannung UB
- B
- Endlage in Abhängigkeit von der Steuerspannung UB bei festgehaltener Temperatur ϑa
- Z
- Spannungsspitze im Anschlagszeitpunkt/Zeitpunkt des Erreichens der Endlage
- ϑa
- Umgebungstemperatur, insbesondere des elektromagnetischen Triebsystems
- ϑc
- Temperatur des elektromagnetischen Triebsystems
1. Schaltungsanordnung zum Betätigen eines elektromagnetischen Triebsystems (41) zum
Schalten eines mechanischen Systems (6), mit
einer Steuerspannungsquelle zur Erzeugung einer Steuerspannung (UB),
einer Ansteuerstufe (2) zur Ansteuerung des elektromagnetischen Triebsystems (41)
zum Schalten des mechanischen Systems (6) während eines Schaltvorgangs und
einer Steuerschaltung (1) zum Steuern der Ansteuerschaltung (2),
dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerschaltung (1) ausgebildet ist, einen eine Temperatur (ϑc) des elektromagnetischen Triebsystems (41) und/oder eine Umgebungstemperatur (ϑa) anzeigenden ersten Kennwert und einen die Steuerspannung (UB) anzeigenden zweiten Kennwert zu erfassen und zumindest einen Ansteuerparameter zur
Ansteuerung des elektromagnetischen Triebsystems (41) anhand des ersten Kennwerts
und des zweiten Kennwerts zu setzen.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ansteuerstufe (2) ausgebildet ist, das Triebsystem (41) durch Anlegen der Steuerspannung
(UB) zum Schalten des mechanischen Systems (6) zu bestromen.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerschaltung (1) ausgebildet ist, als Ansteuerparameter eine Einschaltdauer
(Δtn) zur Ansteuerung des elektromagnetischen Triebsystems (41) zu setzen.
4. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerschaltung (1) eine Verknüpfungsschaltung (12) aufweist, wobei die Verknüpfungsschaltung
(12) den Ansteuerparameter anhand eines Kennlinienfelds in Abhängigkeit von dem ersten
Kennwert und dem zweiten Kennwert setzt.
5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Verknüpfungsschaltung (12) ein Spannungsäquivalent der Einschaltdauer (Δtn) ausgibt.
6. Schaltungsanordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerschaltung (1) eine Sollwertaufbereitungsstufe (13) zur Erzeugung einer
angepassten Spannung (UtSoll) zur Weiterleitung an die Ansteuerstufe (2) aufweist, wobei der Sollwertaufbereitungsstufe
(13) das in der Verknüpfungsschaltung (12) erzeugte Spannungsäquivalent zugeleitet
wird.
7. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine Temperaturerfassungsschaltung mit der Verknüpfungsschaltung (12) verbunden ist
und einen Temperatursensor (42) zum Messen des eine Temperatur (ϑc) des elektromagnetischen Triebsystems (41) und/oder eine Umgebungstemperatur (ϑa) anzeigenden ersten Kennwerts aufweist.
8. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine Temperaturerfassungsschaltung in der Verknüpfungsschaltung (12) angeordnet ist,
wobei die Temperaturerfassungsschaltung eine Schaltung zur Berechnung zur Berechnung
des eine Temperatur ϑc des elektromagnetischen Triebsystems (41) und/oder eine Umgebungstemperatur ϑa anzeigenden ersten Kennwerts anhand eines elektrischen Widerstands (RZM) des elektromagnetischen Triebsystems (41) aufweist.
9. Schaltungsanordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Temperaturerfassungsschaltung einen Riemannintegrator zur Integration der Spannung
(UZM) am elektromagnetischen Triebsystem (41) und des Stroms (IZM) im elektromagnetischen Triebsystem (41) aufweist.
10. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 8 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Sollwertaufbereitungsstufe (13) eine Abtast-Halte-Schaltung (132) aufweist.
11. Schaltungsanordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ansteuerstufe (2) eine Pulsweitenmodulationsschaltung (21) mit einer monostabiler
Kippstufe aufweist, wobei ein Steuereingang (211) der monostabilen Kippstufe mit der
Steuerschaltung (1) verbunden ist und ein Ausgang der monostabilen Kippstufe mit der
Pulsweitenmodulationsschaltung verbunden ist.
12. Schaltungsanordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltungsanordnung eine Leistungsstufe (3) aufweist und die Ansteuerstufe (2)
eine Treiberschaltung (22) zur Ansteuerung der Leistungsstufe (3) aufweist.
13. Schaltungsanordnung nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerschaltung (1) und die Pulsweitenmodulationsschaltung (21) als Microcontrollerschaltung
ausgeführt sind.
14. Schaltungsanordnung nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerschaltung (1), die Pulsweitenmodulationsschaltung (21) und die Treiberschaltung
(22) zur Ansteuerung der Leistungsstufe (3) in einer anwendungsspezifischen integrierten
Schaltung (application-specific integrated circuit, ASIC) oder in einem Hybridschaltkreis
angeordnet sind.
15. Verfahren zum Betätigen eines elektromagnetischen Triebsystems (41) zum Schalten eines
mechanischen Systems (6) mit einer Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1
bis 14,
dadurch gekennzeichnet, dass
durch die Steuerschaltung ein eine Temperatur (ϑc) des elektromagnetischen Triebsystems (41) und/oder eine Umgebungstemperatur (ϑa) anzeigender erster Kennwert und ein die Steuerspannung (UB) anzeigender zweiter Kennwert erfasst werden und durch die Steuerschaltung zumindest
ein Ansteuerparameter zur Ansteuerung des elektromagnetischen Triebsystems (41) anhand
des ersten Kennwerts und des zweiten Kennwert gesetzt wird.