Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft eine Aufnahmevorrichtung für Kabel mit jeweils zumindest einem
ersten Kabelende, insbesondere eine Aufnahmevorrichtung für in eine definierte Form
gelegte, beispielsweise zu Coils gewickelte oder U- bzw. ringförmig gelegte, Kabel
mit zwei Kabelenden.
Stand der Technik
[0002] Die vorliegende Erfindung wird in Verbindung mit der Handhabung von elektrischen
Kabeln beschrieben, es versteht sich, dass auch die Handhabung von optischen Kabeln
und elektrooptischen Kabeln (sog. Hybridkabeln) eingeschlossen ist.
[0003] In der Produktion moderner elektronischer Systeme wie z.B. Fahrzeugbordnetzen wird
üblicherweise eine Vielzahl von elektrischen Kabeln eingesetzt. Diese Kabel gilt es
in der Produktionsanlage effizient handzuhaben, insbesondere in einer Aufnahmevorrichtung
zwischen einzelnen Produktionsstationen zu transportieren und an diesen in der Aufnahmevorrichtung
als Kabel-Magazin für eine automatisierte Entnahme bzw. Aufnahme zwischenzulagern.
[0004] Zum Transport und Lagern von Kabeln in Produktionsanlagen werden als Aufnahmevorrichtungen
üblicherweise Wagen oder Ständer mit entsprechenden Kragarmen genutzt, auf welche
die Kabel von Hand aufgelegt bzw. von welchen die Kabel von Hand entnommen werden.
Auf den Wagen bzw. auf den Ständer werden die von Hand entnommenen Kabel von einer
ersten Produktionsstation der Produktionsanlage zu einer zweiten Produktionsstation
der Produktionsanlage bewegt und an der zweiten Produktionsstation der Produktionsanlage
entnommen.
[0005] Werden Kabel auf solche Kragarme aufgelegt, befinden sich deren Enden in einer undefinierten
Lage. Eine automatische Entnahme der Kabel von dem jeweiligen Ständer ist damit nicht
bzw. nur mit sehr hohem technischem Aufwand möglich.
[0006] Für eine für die Kabelverarbeitung vorgesehene Produktionsstation ist bekannt, dass
die Produktionsstation mehrere Teilstationen umfasst, bei denen jeweils eine schrittweise
Bearbeitung des Kabels durchgeführt wird. Es ist weiter bekannt, eine Fördervorrichtung
vorzusehen, um die zu bearbeitenden Kabel von einer ersten Teilstation der Produktionsstation
zu einer zweiten Teilstation der gleichen Produktionsstation zu bewegen; dabei bilden
die Fördervorrichtung sowie die Teilstationen eine feste Einheit innerhalb der Produktionsstation.
[0007] Als Aufnahmevorrichtung bzw. als Kabelmagazin zum Zwischenlagern von Kabeln bzw.
zum Transportieren von Kabeln zwischen zwei Produktionsstationen ist eine Fördervorrichtung
nicht geeignet, da die Fördervorrichtung ein fester Bestandteil der jeweiligen Produktionsstation
ist und der Abstand, mit dem benachbarte Kabel innerhalb einer Fördervorrichtung aufgenommen
sind, im Wesentlichen dem Abstand der Teilstationen der jeweiligen Produktionsstation
entspricht.
[0008] US 2768425 A beschreibt eine in eine definierte Produktionsstation angeordnete Fördervorrichtung
für die Förderung von Kabeln zwischen Teilstationen der Produktionsstation, wobei
die Fördervorrichtung eine umlaufend angetriebene Kette umfasst, und wobei zwischen
benachbarten Kettengliedern eine federvorgespannte, mechanisch betätigbare Greifereinrichtung
vorgesehen ist.
[0009] US 3029494 A beschreibt ebenfalls eine Produktionsstation für die Bearbeitung von Kabeln mit einer
in der Produktionsstation angeordneten, in die Produktionsstation baulich integrierte
Fördervorrichtung, wobei die Fördervorrichtung zwei angetriebene endlose Ketten aufweist,
mittels derer die Kabel zwischen den Teilstationen der Produktionsstation gefördert
werden können.
[0010] US 3795962 A beschreibt eine in eine Produktionsstation baulich integrierte Fördervorrichtung
zum Transport von Kabeln zwischen Teilstationen der Produktionsstation, wobei die
Fördervorrichtung zwei gegenüberliegende angetriebene endlose Bänder aufweist, auf
die die zu bearbeitenden Kabel aufgelegt werden, um zwischen den Teilstationen transportiert
zu werden.
[0011] US 4858311 A beschreibt eine Fördervorrichtung zum Transportieren von Kabeln zwischen Teilstationen
einer Produktionsstation, wobei die Fördervorrichtung einen angetriebenen Zahnriemen
als Förderband aufweist, und wobei abgetrennte Aufnahmeabschnitte an der Außenseite
des Förderbandes vorgesehen sind. In jeden der Aufnahmeabschnitte kann ein Kabel aufgenommen
werden.
[0012] DE 2014146 A beschreibt eine Fördervorrichtung zum Transportieren von Kabeln zwischen Teilstationen
einer Produktionsstation, wobei die Fördervorrichtung eine angetriebene geschlossene
Förderkette mit Kettengliedern aufweist, und wobei zwischen Kettengliedern die Kabel
gehalten werden.
[0013] DE 2702188 A1 beschreibt eine Fördervorrichtung zum Transportieren von Kabeln zwischen Teilstationen
einer Produktionsstation, wobei die Fördervorrichtung als Transportvorrichtung Kabelwagen
umfasst, die paternosterartig geführt sind; dabei ist je ein Kabel in einem jeden
der Kabelwagen aufgenommen.
[0014] DE 3015846 A1 beschreibt eine Fördervorrichtung zum Transportieren von Kabeln zwischen Teilstationen
einer Produktionsstation, wobei die Fördervorrichtung eine geschlossene Kette aufweist,
die von zwei Kettenrädern angetrieben ist, wobei an der Kette Greifer angeordnet sind,
mit denen die zu fördernden Kabel gegriffen werden können.
[0015] Die in den vorstehend zitierten Druckschriften beschriebenen Fördervorrichtungen
sind nur zur Förderung von Kabeln innerhalb einer bestimmten Produktionsstation geeignet,
um die Kabel von einer ersten Teilstation zu einer zweiten Teilstation der Produktionsstation
zu bewegen. Die Fördervorrichtungen sind jedoch nicht geeignet, um die bearbeiteten
Kabel der Produktionsstation zu entnehmen und die entnommenen Kabel außerhalb der
Produktionsstation zwischenzuspeichern bzw. zu einer anderen Produktionsstation zu
transportieren.
[0016] DE 10 2016 116 453 A1 beschreibt eine Aufnahmevorrichtung für Kabel, um die Kabel nach Art eines Kabelmagazin
zwischenzuspeichern bzw. von einer Produktionsstation zu einer anderen Produktionsstation
zu transportieren. Die Aufnahmevorrichtung umfasst ein Transportgestell für eine Mehrzahl
von Kabelbehältern, wobei jedes Kabel in einem flach aufgewickelten Zustand in einem
der Kabelbehälter aufgenommen ist, und wobei die Kabelbehälter senkrecht hängend an
dem Transportgestell aufgenommen sind. Das Transportgestell weist Rollen auf, mittels
derer die Kabelbehälter von einer Produktionsstation zu einer anderen Produktionsstation
transportiert werden können.
[0017] US 2014/0263814 A1 beschreibt eine Aufnahmevorrichtung für Kabel, wobei das jeweilige Kabel horizontal
in einem flachen Abstützelement aufgenommen ist, so dass die Enden des Kabels in einer
definierten Stellung auf dem flachen Abstützelement fixiert werden können. Die Abstützelemente
sind jeweils federvorgespannt in einem Gestell übereinander gestapelt angeordnet.
[0018] US 5544273 A beschreibt eine Aufnahmevorrichtung für Kabel, wobei die Kabel horizontal in Fächern
aufgenommen sind, und wobei die Fächer innerhalb eines Gestells vertikal gestapelt
werden.
Beschreibung der Erfindung
[0019] Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die Handhabung von Kabeln zu
vereinfachen.
[0020] Die Aufgabe wird durch die Gegenstände der unabhängigen Ansprüche gelöst. Vorteilhafte
Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen, der Beschreibung
und den begleitenden Figuren angegeben. Insbesondere können die unabhängigen Ansprüche
einer Anspruchskategorie auch analog zu den abhängigen Ansprüchen einer anderen Anspruchskategorie
weitergebildet sein.
[0021] Die vorliegende Erfindung offenbart:
Eine Aufnahmevorrichtung für eine Anzahl, also eines oder mehrere, von Kabeln mit
zumindest einem ersten Kabelende, aufweisend: ein erstes Aufnahmeelement, welches
zwischen einem ersten Endpunkt und einem zweiten Endpunkt bewegliche Aufnahmekammern
aufweist, und ausgebildet ist, die ersten Kabelenden zwischen dem ersten Endpunkt
und dem zweiten Endpunkt nacheinander in den beweglichen Aufnahmekammern aufzunehmen
und in diesen zu fixieren, wobei das erste Aufnahmeelement ausgebildet ist, bei einer
Bewegung der Aufnahmekammern in Richtung des zweiten Endpunkts jeweils in einem ersten
Aufnahmebereich die ersten Kabelenden nacheinander in entsprechende der Aufnahmekammern
aufzunehmen und bei einer Bewegung der Aufnahmekammern in Richtung des ersten Endpunkts
in dem ersten Aufnahmebereich die aufgenommenen ersten Kabelenden nacheinander aus
den jeweiligen Aufnahmekammern freizugeben, wobei das erste Aufnahmeelement eine erste
parallel zur Längsachse länglich ausgebildete Führungseinheit aufweist, wobei ein
Trägerriemen umlaufend an der ersten Führungseinheit angeordnet ist und die Aufnahmekammern
in Umlaufrichtung außenliegend an dem Trägerriemen angeordnet sind. Weiter ist der
Trägerriemen als Riemen mit einem verzahnten Riemenrücken, also einer verzahnten Außenseite
bzw. einem verzahnten Rücken, ausgebildet. Die Aufnahmekammern sind jeweils zwischen
zwei der Zähne des verzahnten Riemenrückens angeordnet, insbesondere ist die Aufnahmekammer
durch den Zwischenraum zwischen zwei der Zähne gebildet.
[0022] Das vorgenannte Fixieren des Kabels in der jeweiligen Aufnahmekammer kann ein einfaches
Klemmen des Kabels zwischen den insbesondere gegenüberliegenden Wandungen der jeweiligen
Aufnahmekammer sein, so dass das Kabel innerhalb der Wandung der Aufnahmekammer eingeklemmt
und damit fixiert ist. Insbesondere kann der Kabelmantel des Kabels unter leichter
elastischer Verformung zwischen den Wandungen der Aufnahmekammer verliersicher aufgenommen
sein, so dass das Kabel ohne weitere Fixiermittel in der Aufnahmekammer gehalten werden
kann.
[0023] Weiter ist der Trägerriemen als Riemen mit einem verzahnten Riemenrücken ausgebildet,
also mit einer verzahnten Außenseite bzw. einem verzahnten Rücken. Die Aufnahmekammern
sind jeweils zwischen zwei der Zähne des verzahnten Riemenrückens angeordnet und insbesondere
durch den Zwischenraum zwischen zwei der Zähne gebildet.
[0024] Die vorliegende Erfindung basiert auf der Erkenntnis, dass die Schwierigkeit in der
Handhabung von Kabeln hauptsächlich in der Handhabung der Enden des jeweiligen Kabels
liegt. Insbesondere wird eine automatisierte Verarbeitung von Kabeln erschwert, wenn
die Positionen der Kabelenden des jeweiligen Kabels nicht bekannt sind, da die Kabel
nur schwer automatisiert gegriffen werden können.
[0025] Die vorliegende Erfindung trägt dieser Erkenntnis Rechnung und stellt die Aufnahmevorrichtung
bereit, welche eine automatisierte Verarbeitung von Kabeln ermöglicht.
[0026] Dazu sieht die Aufnahmevorrichtung ein erstes Aufnahmeelement vor. Das erste Aufnahmeelement
ist entlang einer Längsachse länglich ausgebildet und weist bewegliche Aufnahmekammern
auf, die zwischen einem ersten Endpunkt und einem zweiten Endpunkt beweglich ausgebildet
sind. Die Aufnahmekammern dienen der Aufnahme und Fixierung der Kabelenden. Dazu können
die Kabelenden in einem Aufnahmebereich in die Aufnahmekammern eingelegt und in diesen
fixiert werden. In dem Aufnahmebereich können die Kabelenden bei Bedarf auch aus den
Aufnahmekammern entnommen werden. Die Aufnahmekammern können z.B. lochartig ausgebildet
sein und die Kabelenden können frontal in die Aufnahmekammern eingeschoben werden.
Alternativ können die Aufnahmekammern auf eine Seite ihrer Längsachse hin geöffnet
sein und die Kabelenden können seitlich in die Aufnahmekammern eingelegt werden. Es
versteht sich, dass die Aufnahmekammern die Kabelenden z.B. durch Einklemmen oder
mit einem entsprechenden Rückhalteelement, z.B. eine Klemmfeder, fixieren können.
[0027] Die länglich ausgebildete Führungseinheit kann z.B. eine länglich ausgebildete Strebe
aufweisen, an deren Enden jeweils Führungselemente, z.B. Rollen, für den Trägerriemen
bereitgestellt sind. Eine solche Strebe kann z.B. als eine entsprechende Profilstrebe,
z.B. ein sog. Strangpressprofil, oder dergleichen ausgebildet sein. Solche Profilstreben
sind in unterschiedlichen Größen verfügbar und weisen üblicherweise Nuten auf, in
welchen mit sog. Hammermuttern, Nutensteinen und dergleichen sehr einfach weitere
Elemente befestigt werden können.
[0028] Es ist eine Vielzahl von Profilsystemen verfügbar. Werden die unterschiedlichen Elemente
der Aufnahmevorrichtung wo möglich aus Elementen solcher Profilsysteme gefertigt,
kann die Aufnahmevorrichtung sehr einfach und effizient aufgebaut werden. Insbesondere
können z.B. Anbauteile, wie Rollen, Antriebe und dergleichen, sehr einfach an solchen
Profilen befestigt werden.
[0029] Wird der Trägerriemen umlaufend an der Führungseinheit angeordnet, muss für eine
Bewegung der Aufnahmekammern entlang der länglich ausgebildeten Führungseinheit lediglich
der umlaufende Trägerriemen angetrieben werden.
[0030] Um Kabel in der Aufnahmevorrichtung aufzunehmen, können die Kabel nacheinander bzw.
aufeinanderliegend in die Aufnahmevorrichtung eingelegt werden. In einer Ausführungsform
können die Kabel lediglich an ihren Kabelenden fixiert sein und aufgehängt an den
Kabelenden in der Aufnahmevorrichtung gehalten werden.
[0031] Es versteht sich, dass die sich längs erstreckend ausgebildeten Kabel in eine definierte,
gegenüber der Längserstreckung platzsparende Form gelegt sein. Die Kabel können insbesondere
zu Ringen gewickelt sein; derartige, in mehreren Windungen gelegte Kabel können auch
als Coil bzw. als gecoilte Kabel bezeichnet werden. Solche Kabel weisen üblicherweise
zwei Kabelenden auf. Es versteht sich, dass die Kabel auch nur in einer Windung gelegt,
also ringförmig gelegt sein können. Es versteht sich ebenfalls, dass die Kabel auch
in eine andere definierte, platzsparende Form, beispielsweise U-förmig gelegt, sein
können.
[0032] Es versteht sich, dass unabhängig von der Anordnung des Kabels als Coil, als Ring
mit nur einer ggf. nicht vollständigen Windung oder in einer U-förmigen Ausbildung
die zwei Kabelenden eines solchen Kabelendes z.B. in zwei aufeinanderfolgenden Aufnahmekammern
des Aufnahmeelements aufgenommen werden können.
[0033] Die Kabel können auch nur ein einziges Kabelende aufweisen, welches in der Aufnahmevorrichtung
aufgenommen werden soll. Beispielsweise kann bei solchen Kabeln das andere Kabelende
bereits mit einem Stecker oder einem Gerät verbunden sein. Ein solcher Stecker bzw.
ein solches Gerät kann z.B. einfach an dem jeweiligen Kabelende hängen. Alternativ
kann ein Kabelende, an welchem sich z.B. ein Stecker befindet derart in die Aufnahmekammer
gelegt werden, dass der Stecker auf der anderen Seite der Aufnahmekammer liegt.
[0034] Die Längsachse kann z.B. als vertikale Achse ausgebildet sein. Der erste Endpunkt
kann dabei der obere Endpunkt auf der vertikalen Achse sein. Der zweite Endpunkt ist
folglich der untere Endpunkt auf der vertikalen Achse. Es versteht sich, dass andere
Orientierungen der Längsachse ebenfalls möglich sind.
[0035] Werden mehrere Kabel in die Aufnahmevorrichtung eingelegt, können die Kabelenden
der Kabel an exakt definierten Positionen fixiert werden bzw. können im Aufnahmebereich
an der entsprechenden Position automatisiert entnommen werden.
[0036] Die Aufnahmevorrichtung ermöglicht es, Kabel mit definierten Positionen und insbesondere
mit definierten Positionen ihrer Kabelenden aufzunehmen und zu lagern.
[0037] Weitere Ausführungsformen und Weiterbildungen ergeben sich aus den Unteransprüchen
sowie aus der Beschreibung unter Bezugnahme auf die Figuren.
[0038] In einer Ausführungsform kann die Aufnahmevorrichtung ein zweites Aufnahmeelement
aufweisen, welches zwischen dem ersten Endpunkt und dem zweiten Endpunkt bewegliche
Aufnahmekammern aufweist, und ausgebildet ist, zweite Kabelenden der Kabel zwischen
dem ersten Endpunkt und dem zweiten Endpunkt nacheinander in den beweglichen Aufnahmekammern
aufzunehmen und in diesen zu fixieren, wobei das zweite Aufnahmeelement ausgebildet
sein kann, bei einer Bewegung der Aufnahmekammern in Richtung des zweiten Endpunkts
jeweils in einem zweiten Aufnahmebereich die zweiten Kabelenden nacheinander in entsprechende
der Aufnahmekammern aufzunehmen und bei einer Bewegung der Aufnahmekammern in Richtung
des zweiten Endpunkts in dem zweiten Aufnahmebereich die aufgenommenen zweiten Kabelenden
nacheinander aus den entsprechenden Aufnahmekammern freizugeben, wobei das zweite
Aufnahmeelement eine erste parallel zur Längsachse länglich ausgebildete Führungseinheit
aufweist, wobei ein Trägerriemen umlaufend an der ersten Führungseinheit angeordnet
ist und die Aufnahmekammern in Umlaufrichtung außenliegend an dem Trägerriemen angeordnet
sind.
[0039] Das zweite Aufnahmeelement entspricht folglich im Wesentlichen dem ersten Aufnahmeelement.
Mit dem zweiten Aufnahmeelement können z.B. die zweiten Kabelenden der Kabel an einer
anderen Position aufgenommen werden, als die ersten Kabelenden. Dazu kann das zweite
Aufnahmeelement z.B. neben dem ersten Aufnahmeelement angeordnet sein. Andere geeignete
Positionen für das zweite Aufnahmeelement sind ebenfalls möglich.
[0040] Es versteht sich, dass das zweite Aufnahmeelement entsprechend dem ersten Aufnahmeelement
ausgebildet sein kann und umgekehrt. Die Beschreibungen zu einem der Aufnahmeelemente
können folglich analog auf das andere Aufnahmeelement angewendet werden.
[0041] In einer weiteren Ausführungsform kann die Aufnahmevorrichtung ein Ablageelement
aufweisen, welches eine Ablagefläche aufweist und ausgebildet sein kann, die Kabel
auf der Ablagefläche aufzunehmen, und welches auf einer in einem vorgegebenen Winkel
zur Ablagefläche stehenden Bewegungsachse zwischen dem ersten Endpunkt und dem zweiten
Endpunkt beweglich ausgebildet sein kann, wobei die Bewegungsachse des Ablageelements
parallel zur Längsachse des ersten Aufnahmeelements angeordnet ist und das Ablageelement
ausgebildet ist, einer Bewegung der Aufnahmekammern zu folgen.
[0042] Das Ablageelement ist wie die Aufnahmekammern beweglich ausgebildet. Die Bewegung
des Ablageelements erfolgt zwischen einem ersten Endpunkt und einem zweiten Endpunkt
entlang einer Bewegungsachse. Die Bewegungsachse liegt dabei parallel zur Längsachse
des ersten Aufnahmeelements. Die nutzbare Höhe der Aufnahmevorrichtung als Kabel-Magazin
wird folglich durch den Abstand zwischen dem ersten Endpunkt und dem zweiten Endpunkt
vorgegeben.
[0043] Die beweglichen Aufnahmekammern bewegen sich zumindest in einem Abschnitt des ersten
Aufnahmeelements parallel zu dessen Längsachse und damit parallel zur Bewegungsrichtung
des Ablageelements. Das Ablageelement kann insbesondere derart dimensioniert sein,
dass sich die Aufnahmekammern zumindest im Bereich zwischen dem ersten Endpunkt und
dem zweiten Endpunkt parallel zur Bewegungsrichtung des Ablageelements synchron bewegen.
Bei einer Bewegung des Ablageelements zwischen dem ersten Endpunkt und dem zweiten
Endpunkt folgen die Aufnahmekammern dem Ablageelement folglich in gleichbleibendem
Abstand.
[0044] Beim Auflegen eines Kabels kann das Ablageelement entlang der Bewegungsachse in Richtung
des zweiten Endpunkts bewegt werden. Insbesondere kann das Ablageelement um die Dicke
des Kabels bzw. Coils in Richtung des zweiten Endpunkts bewegt werden. Das auf der
Auflagefläche liegende Kabel wird damit ebenfalls in Richtung des zweiten Endpunkts
bewegt und gibt Raum für ein weiteres Kabel frei, welches auf das soeben eingelegte
Kabel gelegt werden kann. Es versteht sich, dass zwischen zwei Kabeln bei Bedarf ein
Trennelement, z.B. eine Platte gelegt werden kann. Eine solche Platte kann insbesondere
weitere Rückhalteelemente, z.B. für einen Stecker aufweisen, der mit einem Kabelende
des Kabels gekoppelt ist.
[0045] Zu Beginn der Befüllung der Aufnahmevorrichtung steht das Ablageelement üblicherweise
am ersten Endpunkt. Wird nun ein Kabel auf die Ablagefläche gelegt, kann ein Kabelende
des Kabels in dem Aufnahmebereich in eine entsprechende Aufnahmekammer gelegt werden.
Die Aufnahmekammern können länglich ausgebildet sein und deren Längsachse kann in
der für die Kabelenden gewünschten Lagerichtung liegen.
[0046] Verfährt das Ablageelement in Richtung des zweiten Endpunkts, also z.B. nach unten,
bewegt sich das Kabel auf der Ablagefläche ebenfalls nach unten. Die Aufnahmekammern
bewegen sich in dem Bereich zwischen erstem Endpunkt und zweitem Endpunkt synchron
zu dem Ablageelement. Daher folgt die Aufnahmekammer, in welcher das Kabelende liegt,
dem Ablageelement bei seiner Bewegung.
[0047] Werden mehrere Kabel auf das Ablageelement gelegt, ergibt sich ein kompakter Stapel.
Durch die gestapelte Anordnung der Kabel ergibt sich eine sehr hohe Packungsdichte.
[0048] In noch einer Ausführungsform können die Aufnahmekammern mindestens eines der Aufnahmeelemente
jeweils eine in Umlaufrichtung nach außen orientierte Aufnahmeöffnung aufweisen. Das
entsprechende Aufnahmeelement kann ferner eine zweite parallel zur Längsachse länglich
ausgebildete Führungseinheit aufweisen, wobei ein Abdeckriemen umlaufend an der zweiten
Führungseinheit angeordnet ist. Die erste Führungseinheit und die zweite Führungseinheit
sind in dieser Ausführungsform derart angeordnet, dass die Außenseite des Abdeckriemens
zumindest teilweise in einem parallel zur Längsachse liegenden Abschnitt die Aufnahmeöffnungen
der Aufnahmekammern des Trägerriemens abdeckt.
[0049] Das Aufnahmeelement kann folglich zwei Riemen aufweisen, welche in dem linearen Bereich
des Aufnahmeelements bzw. der Führungseinheiten mit ihren Außenseiten zueinander zeigen.
In diesem Bereich deckt der Abdeckriemen die Aufnahmekammern ab. Im Bereich der Umkehr
des Riemens, also an den Enden der Führungseinheiten, löst sich dagegen die Rückseite
des Abdeckriemens von den Aufnahmekammern und geben den Zugang zu den Aufnahmekammern
frei. Der Aufnahmeraum zum Einlegen der Kabelenden in die Aufnahmekammern kann folglich
in diesem Bereich, z.B. am oberen Ende der Führungseinheiten vorgesehen sein.
[0050] Es versteht sich, dass bei nur einer Führungseinheit für den Trägerriemen im linearen
Bereich der Führungseinheit z.B. auch ein starres Abdeckelement, z.B. eine Strebe
oder ein Blech vorgesehen sein kann, an welchem die Außenseite des Trägerriemens anliegt.
Im linearen Bereich der Führungseinheit werden Aufnahmekammern mit den darin liegenden
Kabelenden folglich durch das Abdeckelement verschlossen. Bei einer Bewegung des Trägerriemens
können die Aufnahmekammern bzw. deren Öffnungen an diesem Abdeckelement entlanggleiten.
[0051] Der Trägerriemen kann als ein sog. Zahnflachriemen oder Zahnriemen mit doppelter
Verzahnung ausgebildet sein. Ein solcher Zahnriemen weist sowohl auf der Innenseite
als auch auf der Außenseite eine Verzahnung auf. Alternativ kann der Riemen nach innen
auch als ein Keilriemen ausgebildet sein.
[0052] Durch Verwendung eines Riemens, der zumindest auf der Außenseite eine Verzahnung
aufweist, werden die Aufnahmekammern durch den Trägerriemen implizit bereitgestellt.
Es müssen folglich keine separaten Aufnahmekammern an einem Riemen bereitgestellt
werden.
[0053] Die Länge der Aufnahmekammern entspricht dabei der Breite des Trägerriemens und die
Kabelenden können längs in die einzelnen Aufnahmekammern eingelegt werden. Es versteht
sich, dass die Größe des Trägerriemens und die Dimensionierung der Verzahnung an die
zu verarbeitenden Kabel angepasst werden kann. Insbesondere wird die Verzahnung derart
dimensioniert werden, dass die Zwischenräume zwischen den einzelnen Zähnen geeignet
sind, den äußeren Umfang bzw. Leitungsdurchmesser der zu verarbeitenden Kabel aufzunehmen.
Das Material der Riemen kann so ausgelegt werden, dass sich eine Flexibilität ergibt,
welche die Aufnahme von Kabeln mit unterschiedlichen Leitungsdurchmessern, zumindest
einem entsprechenden Bereich, ermöglicht.
[0054] Die Teilung der Zähne kann z.B. 10 mm betragen. Dies bedeutet, dass der Abstand zwischen
Beginn einer Aufnahmekammer und dem Beginn der folgenden Aufnahmekammer 10 mm beträgt.
Auf 10 Zentimeter können folglich 10 Kabelenden aufgenommen werden. Dadurch ergibt
sich eine hohe Packungsdichte. Es versteht sich, dass auch andere Teilungen von weniger
als 10 mm, z.B. 5 mm, oder mehr als 10 mm, z.B. 20 mm oder 30 mm, gewählt werden können,
um die Aufnahmekammern an die zu verarbeitenden Kabel anzupassen.
[0055] In einer Ausführungsform kann der Abdeckriemen als Riemen mit einem verzahnten Riemenrücken
oder als Riemen mit unstrukturiertem Rücken, also einer unstrukturierten Außenseite,
ausgebildet sein.
[0056] Der Abdeckriemen bildet für die Zwischenräume zwischen den Zähnen des Trägerriemens
die Abdeckung und verschließt damit die Aufnahmekammern in dem Bereich, in welchem
er auf der Außenseite des Trägerriemens aufliegt.
[0057] In einer Ausführungsform kann mindestens eine der Führungseinheiten jeweils an einem
ersten Ende eine Umlenkrolle aufweisen. An einem entlang der Längserstreckungsrichtung
der jeweiligen Führungseinheit dem ersten Ende gegenüberliegenden Ende kann die Führungseinheit
eine Antriebsrolle aufweisen. Die Umlenkrolle und die Antriebsrolle können ausgebildet
sind, den Trägerriemen oder den Abdeckriemen aufzunehmen, wobei die Antriebsrolle
jeweils über einen externen Antrieb angetrieben werden kann.
[0058] Zumindest im Bereich der Umlenkung und den Seiten der Führungseinheiten, welche von
dem jeweils anderen Führungselement wegzeigen, liegt der Abdeckriemen nicht auf dem
Trägerriemen auf. Die Aufnahmekammern sind in diesem Bereich folglich nicht verschlossen.
[0059] Im Bereich der Umlenkung laufen der Trägerriemen und der Abdeckriemen keil-artig
zusammen bzw. auseinander. Einerseits kann ein Kabelende, welches nicht exakt in der
jeweiligen Aufnahmekammer positioniert wurde, hier in die Kammer definiert eingelegt
bzw. aus der Kammer definiert entnommen werden, insbesondere dann, wenn das Einlegen
bzw. Entnehmen synchronisiert mit der Bewegung des Trägerriemens und des Abdeckriemens
abläuft, andererseits kann ein Kabelende hier an einer exakt bekannten Position entnommen
werden. Dieser Bereich eignet sich daher insbesondere als der Aufnahmebereich zum
Einlegen und Entnehmen der Kabelenden in einer automatisierten Vorrichtung, wenn das
Einlagen und das Entnehmen der Kabelenden mit der Bewegung, insbesondere der Geschwindigkeit
des Trägerriemens und des Abdeckriemens abgestimmt ist.
[0060] In noch einer Ausführungsform kann die Aufnahmevorrichtung ein Anpresselement für
mindestens eine der Führungseinheiten aufweisen, welches ausgebildet ist, in zumindest
einem Abschnitt der länglich ausgebildeten Führungseinheit den jeweiligen Riemen,
also den Trägerriemen oder den Abdeckriemen, in Richtung seiner Außenseite zu pressen.
[0061] Das Anpresselement kann z.B. Federn oder dergleichen aufweisen, welche ein lineares
Element, z.B. eine Schiene, auf die Innenseite des Riemens und in Richtung der Außenseite
des Riemens drücken.
[0062] Ist ein Abdeckriemen vorgesehen, kann für den Abdeckriemen ebenfalls ein Anpresselement
vorgesehen sein, welches diesen in dem Bereich, in welchem der Abdeckriemen die Aufnahmekammern
abdeckt, an den Trägerriemen presst.
[0063] In noch einer Ausführungsform kann die Aufnahmevorrichtung eine Antriebseinheit aufweisen,
welche ausgebildet ist, mindestens eines der Aufnahmeelemente und das Ablageelement,
insbesondere synchron, anzutreiben. Die Antriebseinheit kann z.B. einen Elektromotor,
insbesondere einen Schrittmotor, aufweisen. Die Verwendung eines Schrittmotors vereinfacht
die Ansteuerung der Aufnahmevorrichtung, da das Zählen der durch den Schrittmotor
ausgeführten Schritte in der Motorsteuerung es ermöglicht, die aktuelle Position des
Ablageelements und der Aufnahmeelemente zu berechnen. Wird kein Schrittmotor eingesetzt,
kann eine entsprechende Positionserfassung für das Ablageelement und die Aufnahmeelemente
vorgesehen sein. In jedem Fall können an den Endanschlägen in der ersten Endposition
und der zweiten Endposition entsprechende Schalter vorgesehen sein, um ein Erreichen
der jeweiligen Endposition zu detektieren.
[0064] Die Aufnahmeelemente können derart ausgebildet sein, dass die Aufnahmekammern über
die Antriebseinheit bewegt werden können. Dazu können entsprechende Rollen bzw. Räder,
z.B. Zahnriemenscheiben, über wellen und Zahnräder, also eine Art Getriebe, mit der
Antriebseinheit gekoppelt werden.
[0065] Es versteht sich, dass für das Ablageelement z.B. eine entsprechende Schiene oder
dergleichen vorgesehen sein kann, in welcher das Ablageelement beweglich gelagert
sein kann. Eine solche Schiene liegt parallel zur Bewegungsachse und kann z.B. über
einen Riemen und/oder eine Gewindestande, z.B. eine Trapezgewindestange oder eine
Kugelumlaufspindelstange, mit der Antriebseinheit gekoppelt sein. Es versteht sich,
dass die Übersetzung solcher Gewindestangen bzw. der Antriebe der Aufnahmeelemente
derart aufeinander abgestimmt sein können, dass eine synchrone Bewegung der Aufnahmeelemente
und des Ablageelements erfolgt.
[0066] In einer weiteren Ausführungsform kann die Antriebseinheit dazu ausgebildet sein,
die erste Führungseinheit und die zweite Führungseinheit mindestens eines der Aufnahmeelemente
derart anzutreiben, dass sich die Außenseite des Abdeckriemens synchron mit den durch
die Außenseite abgedeckten Aufnahmeöffnungen bewegt.
[0067] Bei Nutzung eines Trägerriemens und eines Abdeckriemens, können die entsprechenden
Riemenscheiben jeweils gegensinnig mit der gleichen Geschwindigkeit angetrieben werden.
Der Trägerriemen und der Abdeckriemen laufen bei einem solchen Antrieb in dem Bereich,
in welchem der Abdeckriemen den Trägerriemen abdeckt, gleichsinnig und mit gleicher
Geschwindigkeit.
[0068] In noch einer weiteren Ausführungsform kann die Antriebseinheit dazu ausgebildet
sein, die erste Führungseinheit und die zweite Führungseinheit des ersten Aufnahmeelements
und des zweiten Aufnahmeelements derart anzutreiben, dass sich die Riemen, also der
Antriebsriemen und der Abdeckriemen, des ersten Aufnahmeelements synchron mit den
Riemen des zweiten Aufnahmeelements bewegen.
[0069] Werden zwei Aufnahmeelemente in der Aufnahmevorrichtung vorgesehen, sollen die zwei
Kabelenden eines Kabels jeweils nicht nacheinander in der gleichen Aufnahmevorrichtung,
sondern an unterschiedlichen Positionen aufgenommen werden. Werden nun die Riemen
der zwei Aufnahmevorrichtungen synchron angetrieben, ist sichergestellt, dass im Betrieb
der Aufnahmevorrichtung die relative Position der zwei Kabelenden zueinander unverändert
bleibt.
[0070] In einer Ausführungsform kann das Ablageelement mit mindestens einer der Aufnahmekammern
mindestens eines der Aufnahmeelemente mechanisch gekoppelt sein. Ist das Ablageelement
mit einer oder mehreren der Aufnahmekammern mechanisch gekoppelt, folgt das Ablageelement
jeder Bewegung der Aufnahmekammern automatisch. Eine separate Ansteuerung oder ein
separater Antrieb für das Ablageelement ist folglich nicht nötig.
[0071] In noch einer Ausführungsform kann das Ablageelement mindestens ein Koppelelement
aufweisen, welches eine erste Koppelfläche aufweist, welche mechanisch mit der Ablagefläche
gekoppelt ist, und welches eine zweite Koppelfläche aufweist, welche orthogonal zur
ersten Koppelfläche angeordnet ist und mit mindestens einer der Aufnahmekammern mindestens
eines der Aufnahmeelemente mechanisch gekoppelt ist.
[0072] Das Koppelelement kann z.B. als Winkel, insbesondere als 90° Winkel, oder als ein
Würfel mit zwei im 90° Winkel zueinander liegenden Flächen oder als abgekanteter Teil
der Ablagefläche ausgebildet sein. Eine der Flächen des Winkels bzw. Würfels kann
mit dem Ablageelement bzw. der Ablagefläche des Ablageelements gekoppelt sein. Die
zweite Fläche des Winkels bzw. Würfels bzw. der abgekantete Teil der Ablagefläche
kann mit einer Aufnahmekammer bzw. mit dem entsprechenden Riemen gekoppelt sein. Es
versteht sich, dass die zweite Seite des Winkels bzw. Würfels bei Verwendung eines
Trägerriemens und eines Abdeckriemens mit beiden Riemen gekoppelt sein kann. Ferner
können bei Verwendung zweier Aufnahmeelemente zwei Koppelelemente, eines für jedes
Aufnahmeelement, vorgesehen sein.
[0073] In einer weiteren Ausführungsform kann die Aufnahmevorrichtung ein Zentrierelement,
auch Zentrierdorn genannt, aufweisen. Die Ablagefläche kann ferner eine Öffnung aufweisen.
Das Zentrierelement kann in dieser Ausführungsform parallel zur Bewegungsachse des
Ablageelements angeordnet sein und durch die Öffnung der Ablagefläche ragen.
[0074] Das Zentrierelement kann z.B. in Form eines Rundstabs oder einer Profilstrebe oder
dergleichen ausgebildet sein, welches parallel zur Bewegungsachse des Ablageelements
angeordnet ist. Bei seiner Bewegung gleitet das Ablageelement bzw. die Ablagefläche
an einem solchen Rundstab oder einer solchen Profilstrebe entlang.
[0075] Bei den in der definierten Form gelegten Kabeln, insbesondere den U- oder ringförmig
gelegten Kabeln bzw. bei gewickelten Kabeln, also sog. Coils, liegt das Zentrierelement
in dem Innenraum des in die definierte Form gelegten Kabels. Durch das Zentrierelement
wird folglich sichergestellt, dass ein entsprechendes Kabel nicht von der Ablagefläche
rutscht.
[0076] In noch einer Ausführungsform kann das Zentrierelement ein Ausmittelungselement aufweisen,
welches ausgebildet ist, das in die definierte Form gelegte Kabel auf dem Zentrierelement
auszumitteln. Das Ausmittelungselement kann z.B. Bürsten oder dergleichen aufweisen,
welche sich von dem Zentrierelement ausgehend radial erstrecken. Beispielsweise können
vier jeweils in einem 90° Winkel zueinander angeordnete Bürsten über die Länge des
Zentrierelements vorgesehen sein.
[0077] Mit Hilfe des Ausmittelungselements können insbesondere übereinander gestapelte,
in die definierte Form gelegte, insbesondere U-förmig oder ringförmig gelegte oder
gewickelte Kabel stabilisiert werden. Auch bei einer Vielzahl von übereinander gestapelten
Kabeln können diese folglich sicher gelagert und transportiert werden.
[0078] In einer Ausführungsform weist die Aufnahmevorrichtung nur ein erstes Aufnahmeelement
auf. Dieses ist in einer solchen Ausführungsform in Längserstreckungsrichtung derart
horizontal angeordnet, dass die Längsachsen der Aufnahmekammern vertikal angeordnet
sind und damit die aufgenommenen Kabelenden vertikal in den Aufnahmekammern liegen.
In solch einer Ausführungsform können die in die definierte Form gelegte, beispielsweise
ring- oder U-förmig gelegten oder zu dem Ring gewickelte Kabel (Coil) über die Führungseinheit
geschoben werden und auf dieser abgelegt werden. Die Kabelenden können dabei von unten
nach oben zeigend, also mit nach oben zeigendem Ende, in die Aufnahmekammern eingelegt
werden. Ein zusätzlicher Halter für die Kabel ist nicht erforderlich; in die definierte
Form gelegten Kabel hängen aufgrund der Schwerkraft nach unten formstabil durch. Die
definierte Form, in die das Kabel gelegt ist, ist insbesondere auch derart gewählt,
dass das Kabel unter Einwirkung der Schwerkraft die definierte Form behält sowie leicht
stapelbar ist. Für die definierte Form, in die das Kabel gelegt ist, ist insbesondere
vorgesehen, dass das Kabel in einer Ebene, also flach und damit senkrecht zu der Ebene
platzsparend stapelbar ist.
[0079] In einer weiteren Ausführungsform mit nur einem Aufnahmeelement kann das erste Aufnahmeelement
ausgebildet sein, ein erstes Kabelende eines entsprechenden Kabels in einer ersten
der Aufnahmekammern aufzunehmen und ein zweites Kabelende des entsprechenden Kabels
in einer zweiten der Aufnahmekammern aufzunehmen. Diese zweite Aufnahmekammer ist
dabei in Förderrichtung zur ersten der Aufnahmekammern derart beabstandet, dass das
Kabel zwischen der ersten Aufnahmekammer und der zweiten Aufnahmekammer liegt. Insbesondere
kann die zweite, in Förderrichtung hintere Aufnahmekammer zu der ersten, in Förderrichtung
vorderen Aufnahmekammer benachbart sein, so dass das Coil zwischen je zwei in Förderrichtung
aufeinanderfolgenden Aufnahmekammern angeordnet ist. Wie oben erläutert, kann das
Kabel auf der Führungseinheit abgestützt sein bzw. aufliegen und wird über die Kabelenden
auf dieser gezogen bzw. mit der Bewegung der Aufnahmekammern mitbewegt.
[0080] In noch einer Ausführungsform kann das erste Aufnahmeelement ein Stützelement für
die aufgenommenen Kabel aufweisen. Das Stützelement kann zumindest zwischen dem ersten
Endpunkt und dem zweiten Endpunkt länglich ausgebildet sein und in vertikaler Richtung
in einem vorgegebenen Abstand über dem ersten Aufnahmeelement parallel zur ersten
Führungseinheit angeordnet sein. Die aufgenommenen Kabel liegen mit einem solchen
Stützelement nicht auf der Führungseinheit auf. Vielmehr liegen aufgenommene Kabel
auf dem Stützelement auf. Das Stützelement kann z.B. als eine Schiene ausgebildet
sein, auf welcher die aufgenommenen Kabel entlanggleiten können. Alternativ kann das
Stützelement einen angetriebenen Stützriemen aufweisen, welcher synchron zur Bewegung
der Aufnahmekammern angetrieben wird und die aufgenommen Kabel somit aktiv mit den
Kabelenden mitbewegt.
Kurze Figurenbeschreibung
[0081] Nachfolgend werden vorteilhafte Ausführungsbeispiele der Erfindung unter Bezugnahme
auf die begleitenden Figuren erläutert. Es zeigen:
Figur 1 eine schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels einer Aufnahmevorrichtung
gemäß der vorliegenden Erfindung;
Figur 2 eine schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels einer Aufnahmevorrichtung
gemäß der vorliegenden Erfindung;
Figur 3 eine abschnittsweise Darstellung eines Ausführungsbeispiels einer Aufnahmevorrichtung
gemäß der vorliegenden Erfindung;
Figur 4 zeigt eine vergrößerte Darstellung eines Aufnahmebereichs bei dem Ausführungsbeispiel
der Aufnahmevorrichtung der Figur 3;
Figur 5 eine abschnittsweise Darstellung eines weiteren Ausführungsbeispiels einer
Aufnahmevorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung;
Figur 6 eine abschnittsweise Darstellung eines weiteren Ausführungsbeispiels einer
Aufnahmevorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung;
Figur 7 eine Darstellung eines weiteren Ausführungsbeispiels einer Aufnahmevorrichtung
gemäß der vorliegenden Erfindung;
Figur 8 eine weitere Darstellung des weiteren Ausführungsbeispiels der Aufnahmevorrichtung
der Figur 7;
Figur 9 eine weitere Darstellung des weiteren Ausführungsbeispiels der Aufnahmevorrichtung
der Figur 7.
Figur 10 eine Vorderansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels einer Aufnahmevorrichtung
gemäß der vorliegenden Erfindung;
Figur 11 eine abschnittsweise Draufsicht des Ausführungsbeispiels der Aufnahmevorrichtung
der Figur 10;
Figur 12 eine abschnittsweise perspektivische Ansicht des Ausführungsbeispiels der
Aufnahmevorrichtung der Figur 10; und
Figur 13 eine Vorderansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels einer Aufnahmevorrichtung
gemäß der vorliegenden Erfindung.
[0082] Die Figuren sind lediglich schematische Darstellungen und dienen nur der Erläuterung
der Erfindung. Gleiche oder gleichwirkende Elemente sind durchgängig mit den gleichen
Bezugszeichen versehen.
Detaillierte Beschreibung
[0083] Figur 1 zeigt eine schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels einer Aufnahmevorrichtung
1. Die Aufnahmevorrichtung 1 dient der Aufnahme eines Kabelendes 91 eines Kabels 90.
[0084] Die Aufnahmevorrichtung 1 weist ein sich entlang einer Längsachse 3 länglich erstreckend
ausgebildetes erstes Aufnahmeelement 8 auf. Die Längsachse 3 des Aufnahmeelements
8 liegt bei diesem Ausführungsbeispiel horizontal. Das erste Aufnahmeelement 8 weist
eine Vielzahl von Aufnahmekammern 10 auf, welche in einem vorgegebenen Abstand zueinander
angeordnet sind und entlang der Längsachse 3 des ersten Aufnahmeelements 8 zwischen
einem ersten Endpunkt 4 und einem zweiten Endpunkt 5 beweglich sind. Der Übersichtlichkeit
halber ist lediglich eine der Aufnahmekammern 10 mit einem Bezugszeichen versehen.
[0085] Eine erste Aufnahmekammer 10 ist auf der Höhe des ersten Endpunkts 4 an dem Aufnahmeelement
8 angeordnet und hängt unter dem Aufnahmeelement 8. Die weiteren Aufnahmekammern 10
sind entgegen dem Uhrzeigersinn in umlaufendender Richtung an dem Aufnahmeelement
8 angeordnet. Bewegen sich die Aufnahmekammern 10 nun in Richtung des zweiten Endpunkts
5, werden die einzelnen Aufnahmekammern 10 im Uhrzeigersinn geführt. Zumindest in
dem linearen Bereich zwischen dem ersten Endpunkt 4 und dem zweiten Endpunkt 5 liegen
die Aufnahmekammern 10 folglich auf einer Linie.
[0086] Bei einer Bewegung der Aufnahmekammern 10 in Richtung des zweiten Endpunkts 5 können
die Aufnahmekammern 10 jeweils in einem ersten Aufnahmebereich 9 ein Kabelende 91
des Kabels 90 aufnehmen. Bei einer Bewegung der Aufnahmekammern 10 in Richtung des
ersten Endpunkts 4 kann die jeweils in dem ersten Aufnahmebereich 9 liegende Aufnahmekammer
10 das aufgenommene Kabelende 91 freigeben.
[0087] Werden mehrere Kabel 91 in die Aufnahmevorrichtung 1 eingelegt, hängen die Kabel
91 nebeneinander unter dem ersten Aufnahmeelement 8. Es versteht sich, dass ein zweites
Kabelende eines Kabels 90 z.B. in diejenige Aufnahmekammer 10 gelegt werden kann,
welche auf die Aufnahmekammer 10 folgt, in welcher das erste Kabelende 91 liegt.
[0088] Bei der Aufnahmevorrichtung kann ferner ein arm-artiges Halteelement vorgesehen sein,
welches unterhalb des Aufnahmeelements 8 derart angeordnet sein kann, dass gecoilte
Kabel 91 auf dieses arm-artige Halteelement aufgelegt werden können.
[0089] Mit der Aufnahmevorrichtung 1 wird es möglich, z.B. in einer Produktion, Kabel 90
nach einem Produktionsschritt mit einer sehr hohen Packungsdichte und definierten
Positionen der Kabelenden 91 automatisiert einzulagern. Für einen folgenden Produktionsschritt
können die Kabel 90 automatisiert entnommen werden. Es versteht sich, dass die Aufnahmevorrichtung
1 zum Transport geeignet ist. Die Kabel 90 können folglich zwischen zwei Produktionsschritten
mit der Aufnahmevorrichtung 1 transportiert werden, ohne dass die Kabel 90 oder die
Kabelenden 91 durcheinandergeraten könnten.
[0090] Bei der Aufnahmevorrichtung 1 ist die Längsachse 3 horizontal angeordnet. Es versteht
sich, dass die Längsachse 3 auch in einer anderen Richtung, z.B. schräg, oder vertikal
orientiert sein kann.
[0091] Figur 2 zeigt eine schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels einer Aufnahmevorrichtung
100.
[0092] Die Aufnahmevorrichtung 100 weist ein Ablageelement 101 mit einer Ablagefläche 102
auf. Beispielhaft ist auf der Ablagefläche 102 ein zu einem sog. Coil gewickeltes
Kabel 190 dargestellt. Abweichend von dem dargestellten, zu einem Coil mit mehreren
Windungen innerhalb einer Ebene gewickelten Kabel 190 kann das Kabel auch annähernd
ringförmig gelegt sein (mit einer einzigen, sich ggf. nicht vollständig schließenden
Windung innerhalb einer Ebene) oder U-förmig gelegt sein. Das Kabel 190 ist jedenfalls
in eine definierte Form gelegt, die gegenüber einem sich längs erstreckenden Kabel
platzsparend ist, so dass das in die definierte Form gelegte Kabel 190 einen geringeren
Durchmesser als die Länge des Kabels aufweist. Für die definierte Form ist beispielsweise
auch vorgesehen, dass das Kabel 190 innerhalb einer Ebene, senkrecht zu der mehrere
Kabel platzsparend stapelbar sind, gelegt ist. Das Ablageelement 101 ist beweglich
ausgebildet und kann entlang einer Bewegungsachse 103 zwischen einem ersten Endpunkt
104 und einem zweiten Endpunkt 105 bewegt werden. Bei der dargestellten Aufnahmevorrichtung
100 steht die Ablagefläche 102 orthogonal auf der Bewegungsachse 103.
[0093] Parallel zur Bewegungsachse 103 versetzt weist die Aufnahmevorrichtung 100 ein parallel
zur Bewegungsachse 103 sich länglich erstreckend ausgebildetes erstes Aufnahmeelement
108 auf, welches sich an das Ablageelement 101 anschließt. Das erste Aufnahmeelement
108 weist eine Vielzahl von Aufnahmekammern 110 auf, welche in einem vorgegebenen
Abstand zueinander angeordnet sind und entlang der Längsachse des ersten Aufnahmeelements
108 einer Bewegung des Ablageelements 101 folgen. Der Übersichtlichkeit halber ist
lediglich eine der Aufnahmekammern 110 mit einem Bezugszeichen versehen.
[0094] Eine erste Aufnahmekammer 110 ist auf der Höhe des Ablageelements 101 an dem Aufnahmeelement
108 auf der dem Ablageelement 101 zugewandten Seite angeordnet. Die weiteren Aufnahmekammern
110 sind entgegen dem Uhrzeigersinn in umlaufendender Richtung an dem Aufnahmeelement
108 angeordnet. Folgen die Aufnahmekammern 110 nun einer Bewegung des Aufnahmeelements
108 in Richtung des zweiten Endpunkts 105, werden die einzelnen Aufnahmekammern 110
im Uhrzeigersinn dem Aufnahmeelement 108 synchron nachgezogen. Zumindest in dem linearen
Bereich zwischen dem ersten Endpunkt 104 und dem zweiten Endpunkt 105 bleibt folglich
der Abstand zwischen einer jeweiligen Aufnahmekammer 110 und der Aufnahmefläche 102
konstant.
[0095] Bei einer Bewegung des Ablageelements 101 in Richtung des zweiten Endpunkts 105 können
die Aufnahmekammern 110 jeweils in einem ersten Aufnahmebereich 109 ein Kabelende
191 des Kabels 190 aufnehmen. Bei einer Bewegung des Ablageelements 101 in Richtung
des ersten Endpunkts 104 kann die jeweils in dem ersten Aufnahmebereich 109 liegende
Aufnahmekammer 110 das aufgenommene Kabelende 191 freigeben.
[0096] Bewegt sich das Ablageelement 101 in Richtung des zweiten Endpunkts 105 können mehrere
Kabel 191 übereinander auf die Ablagefläche 102 gelegt werden und deren Kabelenden
191 jeweils in einer der Aufnahmekammern 110 aufgenommen und fixiert werden. Es versteht
sich, dass ein zweites Kabelende eines Kabels 190 z.B. in diejenige Aufnahmekammer
110 gelegt werden kann, welche auf die Aufnahmekammer 110 folgt, in welcher das erste
Kabelende 191 liegt.
[0097] Mit der Aufnahmevorrichtung 100 wird es möglich, z.B. in einer Produktion, Kabel
190 nach einem Produktionsschritt mit einer sehr hohen Packungsdichte und definierten
Positionen der Kabelenden 191 automatisiert einzulagern. Für einen folgenden Produktionsschritt
können die Kabel 190 automatisiert entnommen werden. Es versteht sich, dass die Aufnahmevorrichtung
100 zum Transport geeignet ist. Die Kabel 190 können folglich zwischen zwei Produktionsschritten
mit der Aufnahmevorrichtung 100 transportiert werden, ohne dass die Kabel 190 oder
die Kabelenden 191 durcheinandergeraten könnten.
[0098] Bei der Aufnahmevorrichtung 100 ist die Bewegungsachse 103 vertikal angeordnet. Es
versteht sich, dass die Bewegungsachse 103 und damit auch die Längsachse des Aufnahmeelements
108 in einer anderen Richtung, z.B. schräg, orientiert sein können.
[0099] Figur 3 zeigt eine abschnittsweise Darstellung eines Ausführungsbeispiels einer Aufnahmevorrichtung
200. Die Aufnahmevorrichtung 200 ist in einer Ansicht auf zwei nebeneinander liegende
Aufnahmeelemente 208, 213 gezeigt. Das Ablageelement ist in dieser Darstellung durch
die Aufnahmeelemente 208, 213 verdeckt. Die Ablagefläche erstreckt sich hinter den
Aufnahmeelementen 208, 213 in die Bildebene hinein.
[0100] Die Aufnahmeelemente 208, 213 sind derart nebeneinander angeordnet, dass deren Längsachsen
vertikal nebeneinander bzw. parallel zueinander liegen und die Längsachsen der Aufnahmekammern
210, 214 aus der Bildebene heraus zeigen.
[0101] Jedes der Aufnahmeelemente 208, 213 weist zwei länglich ausgebildete Führungseinheiten
215, 216; 217, 218 auf. Die Führungseinheiten 215, 216; 217, 218 weisen jeweils eine
Umlenkrolle 219, 220, 221, 222 auf, die an dem oberen Ende der jeweiligen Führungseinheit
215, 216; 217, 218 auf einer Profilstrebe 224, 225, 226 angeordnet ist. Die Verbindung
zwischen Profilstreben 224, 225, 226 und Umlenkrollen 219, 220, 221, 222 wird jeweils
durch ein im Wesentlichen länglich ausgebildetes Blech 227, 228, 229, 230 hergestellt.
Die Bleche 227, 228, 229, 230 sind mit der jeweiligen Profilstrebe 224, 225, 226 verschraubt
und nehmen über dem Ende der jeweiligen Profilstrebe 224, 225, 226 die Achse der jeweiligen
Umlenkrolle 219, 220, 221, 222 auf. Die Achsen der Umlenkrollen 219, 220, 221, 222
sind dabei orthogonal zu den Längsachsen der Profilstreben 224, 225, 226 angeordnet
und zeigen in die Bildebene hinein, liegen also parallel zu den Längsachsen der Aufnahmekammern
210, 214.
[0102] Es versteht sich, dass auf der dem ersten Blech 227, 228, 229, 230 gegenüberliegenden
Seite der Profilstreben 224, 225, 226 jeweils ein weiteres Blech bzw. eine Aufnahme
für die Achsen der Umlenkrollen 219, 220, 221, 222 vorgesehen sein kann. In der Darstellung
der Figur 3 nicht zu sehen sind die Antriebsrollen, welche an den Enden der Profilstreben
224, 225, 226 angeordnet sind, welche den Umlenkrollen 219, 220, 221, 222 gegenüberliegen.
[0103] Umlaufend um die Profilstreben 224, 225, 226 und gelagert durch die Umlenkrollen
219, 220, 221, 222 und die Antriebsrollen läuft jeweils ein Riemen 231, 232, 233,
234. Die Führungseinheit 215 weist einen Trägerriemen 231 mit einer doppelten Verzahnung,
also einer Verzahnung auf der Innenseite und der Außenseite, auf. Die Führungseinheit
216 weist einen Abdeckriemen 232 mit einer glatten Außenseite auf. Die Führungseinheit
217 wiederum weist einen Trägerriemen 233 mit einer doppelten Verzahnung auf und die
Führungseinheit 218 weist einen Abdeckriemen 234 mit einer glatten Außenseite auf.
[0104] Die Riemen 231, 232 des ersten Aufnahmeelements 208 und die zwei Riemen 233, 234
des zweiten Aufnahmeelements 213 bilden gemeinsam jeweils eine funktionale Einheit,
welche die Aufnahmekammern 210, 214 und deren Abdeckung bereitstellt und gleichzeitig
eine Bewegung der Aufnahmekammern 210, 214 ermöglicht.
[0105] Die Aufnahmekammern 210, 214 werden bei den Aufnahmeelementen 208, 213 durch die
Ausnehmungen zwischen jeweils zwei Zähnen der Trägerriemen 231, 233 gebildet. Dies
bedeutet, dass die Aufnahmeelemente 208, 213 zumindest im Bereich der Umlenkrollen
219, 220, 221, 222 nach außen offen sind. Werden die Trägerriemen 231, 233 mit dem
jeweiligen Abdeckriemen 232, 234 synchron in Richtung des zweiten Endpunkts bzw. nach
unten bewegt, also derart, dass deren aufeinanderliegende Außenseiten in die gleiche
Richtung bewegt werden, wandern die einzelnen Aufnahmekammern 210, 214 um die jeweilige
Umlenkrolle 219, 220.
[0106] Ausgehend von der Ebene, welche die Achsen der Umlenkrollen 219, 220, 221, 222 schneidet
in Richtung des zweiten Endpunkts, verschließt die Außenseite des jeweiligen Abdeckriemens
232, 234 die Aufnahmekammern 210, 214. In der Darstellung der Figur 3 sind erste Leitungsenden
291 und zweite Leitungsenden 292 dargestellt, welche in den Aufnahmekammern 210, 214
liegen. Bei einer Bewegung in die entgegengesetzte Richtung, also in Richtung des
ersten Endpunkts bzw. nach oben werden die Kabelenden 291, 292 nacheinander freigegeben
und können entnommen werden.
[0107] Hinter den Aufnahmeelementen 208, 213 ist ein Zentrierelement 235 dargestellt. Diese
dient dazu, die Kabel auf der Ablagefläche zu sichern. Wird ein solches Coil über
das Zentrierelement 235 gelegt, ragt das Zentrierelement 235 durch die Öffnung des
Coils hindurch und verhindert damit ein seitliches Abrutschen des jeweiligen Coils
von der Ablagefläche.
[0108] Figur 4 zeigt eine vergrößerte Darstellung eines Aufnahmebereichs 209 zwischen den
Führungseinheiten 215 und 216 bei dem Ausführungsbeispiel der Aufnahmevorrichtung
200 der Figur 3.
[0109] Der Trägerriemen 231 wird bei einer Bewegung des Ablageelements zum zweiten Endpunkt
hin im Uhrzeigersinn über die Umlenkrolle 219 geführt. Der Abdeckriemen 232 wird gleichzeitig
entgegen dem Uhrzeigersinn über die Umlenkrolle 220 geführt. Ab demjenigen Punkt,
an welchem eine Linie durch die zwei Achsen der Umlenkrollen 219, 220 die Riemen 231,
232 schneidet, in Richtung des zweiten Endpunkts bedeckt die Außenseite des Abdeckriemens
232 die Aufnahmekammern 210 auf der Außenseite des Trägerriemens 231. Die Kabelenden
291 können folglich oberhalb dieser Line eingelegt bzw. entnommen werden. Insbesondere
ist es möglich, das Einlegen bzw. das Entnehmen der Kabelenden 291 zu automatisieren
mit einer Taktung, die die synchrone Bewegung des Trägerriemens 231 und des Abdeckriemens
232 abgestimmt ist.
[0110] Figur 5 zeigt eine abschnittsweise Darstellung eines weiteren Ausführungsbeispiels
einer Aufnahmevorrichtung 300. Die Aufnahmevorrichtung 300 basiert auf der Aufnahmevorrichtung
100 in dem Sinne, dass das in Figur 3 dargestellte Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Aufnahmevorrichtung 100 ergänzend weitergebildet wurde. Die Aufnahmevorrichtung 300
weist ebenfalls zwei Aufnahmeelemente 308, 313 auf. Jedes der Aufnahmeelemente 308,
313 weist jeweils zwei Führungseinheiten 315, 316; 317, 318 auf. Die Führungseinheiten
315, 316; 317, 318 weisen jeweils eine im Wesentlichen länglich ausgebildete Profilstrebe
323, 324; 325, 326 auf, an deren oberem Ende jeweils eine Umlenkrolle 319, 320, 321,
322 angeordnet ist. Nicht dargestellt sind die Antriebsrollen am unteren Ende der
Profilstreben 323, 324; 325, 326. Die Bleche der Figur 3 sind zum besseren Verständnis
in Figur 5 nicht dargestellt. Hinter den Aufnahmeelementen 308, 313 ist ein Zentrierelement
335 dargestellt.
[0111] Bei der Aufnahmevorrichtung 300 weist jedes der Führungselemente 315, 316, 317, 318
ein Anpresselement 340, 341, 342, 343 auf. Die Anpresselemente 340, 341, 342, 343
sind zumindest in einem Abschnitt des linearen Bereichs der Führungselemente 315,
316, 317, 318 als längliche Elemente ausgebildet, die orthogonal zur Längsachse der
Führungselemente 315, 316, 317, 318 jeweils durch eine Feder 344, 345, 346, 347 in
Richtung des jeweiligen Riemens 331, 332, 333, 334 gespannt werden.
[0112] Das Anpresselement 340 ist an dem Führungselement 315 auf der dem Führungselement
316 zugewandten Seite angeordnet. Das Anpresselement 341 ist an dem Führungselement
316 auf der dem Führungselement 315 zugewandten Seite angeordnet. Die Anpresselemente
340, 341 pressen also den Trägerriemen 331 und den Abdeckriemen 332 zusammen.
[0113] Das Anpresselement 342 ist an dem Führungselement 317 auf der dem Führungselement
318 zugewandten Seite angeordnet. Das Anpresselement 343 ist an dem Führungselement
318 auf der dem Führungselement 317 zugewandten Seite angeordnet. Die Anpresselemente
342, 343 pressen also den Trägerriemen 333 und den Abdeckriemen 334 zusammen.
[0114] Durch die Anpresselemente 340, 341, 342, 343 wird sichergestellt, dass die jeweiligen
Aufnahmekammern 310, 314 auf der gesamten Länge der Aufnahmeelemente 308, 313 sicher
verschlossen sind und die Kabelenden nicht aus den Aufnahmekammern 310, 314 fallen
können. Hierzu werden der Trägerriemen 331 und der Abdeckriemen 332 über die gesamte
Länge der Aufnahmeelemente 308, 313 durch die Anpresselemente 340, 341; 342, 343 sicher
aneinandergedrückt.
[0115] Figur 6 zeigt eine abschnittsweise perspektivische Darstellung eines weiteren Ausführungsbeispiels
einer Aufnahmevorrichtung 400. Die Aufnahmevorrichtung 400 basiert auf der Aufnahmevorrichtung
100 in dem Sinne, dass das in Figur 3 dargestellte Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Aufnahmevorrichtung 100 ergänzend weitergebildet wurde. Die Aufnahmevorrichtung 400
weist ebenfalls zwei Aufnahmeelemente mit jeweils zwei Führungseinheiten auf, welche
der Übersichtlichkeit halber nicht separat bezeichnet sind. Die Führungseinheiten
weisen jeweils eine im Wesentlichen länglich ausgebildete Profilstrebe 423, 424; 425,
426 auf, an deren unterem Ende die Antriebseinheit 450 angeordnet ist. Die Aufnahmevorrichtung
400 ist mit einem in der zweiten Endposition befindlichen Ablageelement 401 dargestellt.
Das Ablageelement 401 ist also vollständig nach unten verfahren. Insbesondere zeigt
Figur 6 das untere Ende der Aufnahmeelemente, also das am zweiten Endpunkt liegende
Ende, mit einer Antriebseinheit 450.
[0116] In der Darstellung der Figur 6 sind die Profilstreben 423, 424; 425, 426 in der Ebene
der Ablagefläche geschnitten, so dass die Ablagefläche und Teile der Anbindung des
Ablageelements 402 sichtbar sind.
[0117] Die Ablagefläche 402 des Ablageelementes 401 weist parallel zu den Profilstreben
423, 424; 425, 426 eine Kante auf und ist an dieser um 90° nach unten gebogen. Die
Ablagefläche kann z.B. ein Blech aufweisen, insbesondere ein in einem 90° abgekantetes
Blech. Über den nach unten zeigenden Teil der Ablagefläche kann das Ablageelement
402 mit zumindest einem Teil der Riemen 431, 432, 433, 434 gekoppelt werden.
[0118] Die Kopplung zwischen Ablageelement 402 und Riemen 431, 432, 433, 434 erfolgt durch
Stäbe oder Stifte, welche in Aufnahmekammern der Riemen 431, 433 eingelegt werden.
An einem Ende sind die Stäbe mit dem nach unten abgekanteten Teil der Ablagefläche
402 gekoppelt. An ihrem anderen Ende werden die Stäbe durch die Stützelemente 451,
452 aufgenommen. Bei einer Bewegung der Riemen 431, 432, 433, 434 bzw. Aufnahmekammern
wird das Ablageelement 401 folglich synchron mit diesen mitbewegt.
[0119] Als Führung für das Ablageelement 401 sind zwei Linearführungen vorgesehen. Die Linearführungen
weisen jeweils eine Führungsschiene 453, 454 und einen entsprechenden Schlitten 455,
456 auf. Die Führungsschiene 451 ist zwischen der Profilstrebe 424 und dem Ablageelement
401 an der Profilstrebe 424 angeordnet. Die Führungsschiene 452 ist zwischen Profilstrebe
425 und dem Ablageelement 401 an der Profilstrebe 425 angeordnet. Die Führungsschlitten
455, 456 sind jeweils mit dem Ablageelement 401 gekoppelt.
[0120] Figur 7 zeigt eine Darstellung eines weiteren Ausführungsbeispiels einer Aufnahmevorrichtung
500. Die Aufnahmevorrichtung 500 basiert auf der Aufnahmevorrichtung 100 in dem Sinne,
dass das in Figur 7 dargestellte Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Aufnahmevorrichtung
100 ergänzend weitergebildet wurde. Die Aufnahmevorrichtung 500 weist ebenfalls zwei
Aufnahmeelemente mit jeweils zwei Führungseinheiten auf, welche der Übersichtlichkeit
halber nicht separat bezeichnet sind. Am unteren Ende der Führungseinheiten ist eine
Antriebseinheit 550 angeordnet. Auf der dem Ablageelement 501 gegenüberliegenden Seite
der
[0121] Aufnahmeelemente ist ein Halter vorgesehen, welcher die Profilstreben der Führungseinheiten
miteinander koppelt, um diesen mechanische Stabilität zu verleihen.
[0122] Bei der Aufnahmevorrichtung 500 steht das Ablageelement 501 an der ersten Endposition
und es ist ein Kabel 590 auf dem Ablageelement 501 aufgelegt. Die Kabelenden 591,
592 des Kabels 590 sind in den entsprechenden Aufnahmekammern eingelegt und fixiert.
In der Mitte der Ablagefläche des Ablageelementes 501 ist das Zentrierelement 535
angeordnet.
[0123] Figur 8 zeigt eine weitere Darstellung der Aufnahmevorrichtung 500. Bei der Darstellung
der Figur 8 befindet sich das Ablageelement 501 in der zweiten Endposition und eine
Vielzahl von Kabeln 590 liegen über dem Zentrierelement 535 gestapelt aufeinander.
[0124] In der Darstellung der Figur 8 wird deutlich, wie mit Hilfe der Aufnahmevorrichtung
eine sehr hohe Packungsdichte für die Lagerung von Kabeln erreicht wird. Gleichzeitig
sind die Kabelenden in definierten Positionen abgelegt und können folglich automatisiert
gegriffen werden, hierzu ist ein Querprofilteil 555 vorgesehen, das fest an den Profilstreben
423 bis 426 (Fig. 5) angeordnet ist und die Profilstreben 423 bis 426 miteinander
verbindet, so dass der Aufbau insgesamt stabilisiert wird. Das Querprofilteil 555
weist in Draufsicht U-förmige Ausnehmungen auf, durch die die Kabelenden geführt werden
können, ohne an das Querprofilteil 555 anzustoßen.
[0125] Figur 9 zeigt eine vergrößerte Darstellung der Aufnahmevorrichtung 500 in einer Ansicht
von unten, insbesondere des unteren Bereichs, in welchem die Antriebseinheit 550 angeordnet
ist.
[0126] Die Antriebseinheit 550 weist zwei Wangen 558, 559 auf, welche parallel zueinander
angeordnet sind und die Führungseinheiten 518 antriebsseitig, also an ihrem unteren
Ende, aufnehmen. Der Übersichtlichkeit halber ist lediglich eine der Führungseinheiten
mit Antriebsrolle 564 und Abdeckriemen 534 mit Bezugszeichen versehen. Die Erläuterungen
zu der einen abschnittsweise dargestellten Führungseinheit gelten folglich analog
für die anderen Führungseinheiten.
[0127] Die Führungseinheit weist an ihrem antriebsseitigen Ende eine Antriebsrolle 564 auf,
welche den Riemen 534 aufnimmt. Die Antriebsrolle 564 ist mit einem Zahnrad 560 auf
einer gemeinsamen Welle angeordnet, so dass sich die jeweilige Antriebsrolle 564 bei
einer Drehung des entsprechenden Zahnrads 560 ebenfalls dreht. Jede der Antriebsrollen
der weiteren Führungseinheiten ist ebenfalls mit einem entsprechenden Zahnrad 561,
562, 563 auf einer Welle angeordnet.
[0128] Das Zahnrad 560 greift in das Zahnrad 561 ein, welches in das Zahnrad 562 eingreift,
welches wiederum in das Zahnrad 563 eingreift. Die Zahnräder 560, 561, 562, 563 drehen
sich folglich alle gleichzeitig und jeweils gegensinnig zu dem direkt benachbarten
Zahnrad 560, 561, 562, 563. Eine synchrone und gegenläufige Bewegung der Riemen aller
Führungseinheiten wird so sichergestellt.
[0129] Bei der Aufnahmevorrichtung 500 reicht die Achse des Zahnrads 561 durch die Wange
558 und dient als Welle 565 zur Kopplung mit einem Motor 566. Der Motor 566 wird über
einen Motorhalter 567 an der Wange 558 fixiert. Die Achse des Motors 566 ist über
eine Wellenkupplung 568 mit der Welle 565 gekoppelt.
[0130] Es versteht sich, dass dieses Ausführungsbeispiel, insbesondere die Antriebseinheit
550, lediglich beispielhafter Natur ist und der Antrieb auch auf andere Art und Weise
ausgebildet sein kann.
[0131] Figur 10 zeigt eine Vorderansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels einer Aufnahmevorrichtung
600. Die Aufnahmevorrichtung 600 weist lediglich ein erstes Aufnahmeelement auf, welches
in Figur 10 nicht separat bezeichnet ist. Das erste Aufnahmeelement weist zwei Führungseinheiten
auf. Die erste Führungseinheit weist einen Trägerriemen 615 auf, an dessen Außenseite
sich die Aufnahmekammern befinden, wie oben bereits erläutert. Die zweite Führungseinheit
weist einen Abdeckriemen 616 mit einer glatten Außenseite auf, welcher dazu dient,
die Aufnahmekammern zu verschließen. Die zwei Führungseinheiten sind bei der Aufnahmevorrichtung
600 derart angeordnet, dass die Außenseiten der Riemen und folglich auch die Aufnahmekammern
vertikal stehen.
[0132] Werden Kabelenden 691, 692 eines Kabels in die Aufnahmekammern eingelegt, führen
diese z.B. von unten nach oben durch die Aufnahmekammern und stehen mit ihren Enden
nach oben über die Aufnahmekammern hinaus.
[0133] In Figur 10 wird ein gecoiltes Kabel 690 in der Aufnahmevorrichtung 600 gehalten.
Die Kabelenden 691, 692 liegen von unten nach oben zeigend in den Aufnahmekammern
und das Kabel 690 liegt auf den äußeren Oberkanten des Trägerriemens 615 der bildlich
nicht dargestellten ersten Führungseinheit und des Abdeckriemens 616 der bildlich
nicht weiter dargestellten zweiten Führungseinheit auf.
[0134] Bei einer Bewegung der Aufnahmekammern werden folglich die Kabelenden 691, 692 und
das Kabel 690 mitgezogen. Das Kabel 690 gleitet folglich auf den äußeren Oberkanten
des Trägerriemens 615 und des Abdeckriemens 616.
[0135] Die Aufnahmevorrichtung 600 kann insbesondere ausgebildet sein, in dem ersten Aufnahmeelement
ein erstes Kabelende 691 des Kabels 690 in einer ersten der Aufnahmekammern aufzunehmen.
Das zweite Kabelende 692 des Kabels 690 kann in einer zweiten Aufnahmekammer aufgenommen
werden, welches in Förderrichtung zur ersten der Aufnahmekammern beabstandet ist.
Der Abstand zwischen den zwei Aufnahmekammern kann dabei mindestens der Breite des
in die definierte Form gelegten, insbesondere des dargestellten gewickelten Kabels
690 entsprechen. Das Kabel 690 kann zwischen der ersten Aufnahmekammer und der zweiten
Aufnahmekammer angeordnet sein. Diese Anordnung wird in der Draufsicht der Figur 11
im Detail gezeigt.
[0136] Die Enden 691, 692 des Kabels 690 ragen in der Darstellung der Figur 10 über den
äußeren Umfang des Kabels 690 hinaus, welches auf den äußeren Oberkanten des Trägerriemens
615 der ersten Führungseinheit und des Abdeckriemens 616 der zweiten Führungseinheit
aufliegt. Die Länge der Enden 691, 692 kann in anderen Ausführungsbeispielen kürzer
oder länger gewählt werden. Ragen die Enden 691, 692 über das Kabel hinaus, können
diese leicht von außen gegriffen werden.
[0137] Figur 11 zeigt eine abschnittsweise Draufsicht des Ausführungsbeispiels der Aufnahmevorrichtung
600 der Figur 10. Die Figur 11 zeigt die Aufnahmevorrichtung 600 mit einer Vielzahl
von aufgenommenen Kabeln, wobei der Übersichtlichkeit halber lediglich das zuletzt
aufgenommene Kabel 690 mit Bezugszeichen versehen ist.
[0138] Das erste Kabelende 691 des Kabels 690 liegt in einer ersten Aufnahmekammer 610.
Das zweite Kabelende 692 des Kabels 690 liegt in einer zweiten Aufnahmekammer 614.
Die zweite Aufnahmekammer 614 ist derart von der ersten Aufnahmekammer 610 beabstandet,
dass die Enden 691, 692 das Kabel 690 einfassen und das Kabel 690 zwischen dem ersten
Ende 691 und dem zweiten Ende 692 liegt. Es versteht sich, dass der Abstand zwischen
der ersten Aufnahmekammer 610 und der zweiten Aufnahmekammer 614 an die Dicke des
jeweiligen Kabels 690 angepasst werden kann. Der Abstand kann folglich größer oder
kleiner sein, als in Figur 11 dargestellt. Der Abstand wird eingestellt, indem beim
Einlegen des zweiten Endes 692 ein entsprechender Vorschub der Führungseinheiten abgewartet
wird.
[0139] Figur 12 zeigt eine abschnittsweise perspektivische Ansicht des Ausführungsbeispiels
der Aufnahmevorrichtung der Figur 10. In der Darstellung der Figur 12 ist deutlich
zu erkennen, dass die Enden 691, 692 des Kabels 690 über den äußeren Umfang des zu
einem mehrfach innerhalb einer Ebene gewundenen Ring gewickelten Kabels 690 hinausstehen.
[0140] Ein automatisiertes Einsetzen bzw. Greifen der Enden 691, 692 an einer vorgegebenen
Position ist somit möglich. Ferner dienen die Enden 691, 692 als Führung für das Kabel
690 und schieben dieses beim Einlegen und Entnehmen von Kabeln in die entsprechende
Richtung.
[0141] Figur 13 zeigt eine Vorderansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels einer Aufnahmevorrichtung
700. Die Aufnahmevorrichtung 700 basiert auf der Aufnahmevorrichtung 600 in dem Sinne,
dass das in Figur 10 dargestellte Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Aufnahmevorrichtung
600 ergänzend weitergebildet wurde. Die Aufnahmevorrichtung 700 weist lediglich ein
erstes Aufnahmeelement auf, welches in Figur 13 nicht separat bezeichnet ist. Das
erste Aufnahmeelement weist zwei Führungseinheiten auf. Die bildlich nicht weiter
dargestellte erste Führungseinheit weist einen Trägerriemen 715 auf, auf dessen Außenseite
sich die Aufnahmekammern befinden, wie oben bereits erläutert. Die bildlich nicht
weiter dargestellte zweite Führungseinheit weist einen Abdeckriemen 716 mit einer
glatten Außenseite auf, welcher dazu dient, die Aufnahmekammern zu verschließen. Die
zwei Führungseinheiten sind bei der Aufnahmevorrichtung 700 derart angeordnet, dass
die Außenseiten der Riemen und folglich auch die Aufnahmekammern vertikal stehen.
[0142] Bei der Aufnahmevorrichtung 700 liegt der innere Umfang des in die definierte Form
gelegten, insbesondere des dargestellten zu einem Ring gewickelten Kabels 790 nicht
auf den äußeren Oberkanten der Riemen auf. Die Aufnahmevorrichtung 700 weist ein Stützelement
mit zwei Stützschienen 770, 771 auf, welche vertikal über der ersten Führungseinheit
und der zweiten Führungseinheit angeordnet sind. Es versteht sich, dass die gezeigte
horizontale Anordnung der Stützschienen 770, 771 lediglich beispielhaft ist. Die Stützschienen
770, 771 können in anderen Ausführungsbeispielen in horizontaler Richtung beliebig
derart angeordnet werden, dass der innere Umfang des Kabels 790 nicht auf Elementen
der Führungseinheiten aufliegt bzw. diese berührt.
[0143] Die Stützschienen 770, 771 können z.B. aus Kunststoff oder Metall ausgebildete Vierkantstäbe
oder Rundstäbe sein. Es versteht sich, dass andere Profile, wie z.B. L- oder C- Profile
ebenfalls möglich sind.
[0144] In einem weiteren Ausführungsbeispiel können die Stützschienen 770, 771 durch angetriebene
Elemente, z.B. Gurte oder Riemen, ersetzt werden. Das Kabel 790 wird in solchen Ausführungsbeispielen
durch das angetriebene Element gefördert bzw. bewegt und nicht durch die Kabelenden
790, 791 geschoben. Es versteht sich, dass solche angetriebene Elemente synchron zu
dem Trägerriemen 715 der ersten Führungseinheit bzw. dem Abdeckriemen 716 zweiten
Führungseinheit bewegt werden können.
[0145] Da es sich bei den vorhergehend detailliert beschriebenen Vorrichtungen um Ausführungsbeispiele
handelt, können sie in üblicher Weise vom Fachmann in einem weiten Umfang modifiziert
werden, ohne den Bereich der Erfindung zu verlassen. Insbesondere sind die mechanischen
Anordnungen und die Größenverhältnisse der einzelnen Elemente zueinander lediglich
beispielhaft.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0146]
- 1, 100, 200, 300, 400, 500, 600, 700
- Aufnahmevorrichtung
- 101, 401, 501
- Ablageelement
- 102,402
- Ablagefläche
- 3
- Längsachse
- 103
- Bewegungsachse
- 4, 104
- erster Endpunkt
- 5, 105
- zweiter Endpunkt
- 8, 108, 208, 213, 308, 313
- Aufnahmeelement
- 9, 109, 209
- Aufnahmebereich
- 10, 110, 210, 214, 310, 314, 610, 614
- Aufnahmekammer
- 215, 216, 217, 218, 315, 316, 317, 318
- Führungseinheit
- 219, 220, 221, 222, 319, 320, 321, 322
- Umlenkrolle
- 224, 225, 226, 323, 324, 325, 326
- Profilstrebe
- 423, 424, 425, 426
- Profilstrebe
- 227, 228, 229, 230
- Blech
- 231, 233, 331, 333, 431, 433, 615, 715
- Trägerriemen
- 232, 234, 332, 334, 432, 434, 534, 616, 716
- Abdeckriemen
- 235, 335, 435, 535
- Zentrierelement
- 340, 341, 342, 343
- Anpresselement
- 344, 345, 346, 347
- Feder
- 450, 550
- Antriebseinheit
- 451, 452
- Stützelement
- 453, 454
- Führungsschiene
- 455, 456
- Schlitten
- 555
- Querprofilteil
- 558, 559
- Wange
- 560, 561, 562, 563
- Zahnrad
- 564
- Antriebsrolle
- 565
- Welle
- 566
- Motor
- 567
- Motorhalter
- 568
- Wellenkupplung
- 770, 771
- Stützschiene
- 90, 190, 590, 690, 790
- Kabel
- 91, 191, 291, 292, 391, 591, 592
- Kabelende
- 691, 692, 791, 792
- Kabelende
1. Aufnahmevorrichtung (100, 200, 300, 400, 500, 600, 700) für eine Anzahl von Kabeln
(190, 590, 690, 790) mit zumindest einem ersten Kabelende (191, 291, 292, 391, 591,
592, 691, 692, 791, 792), aufweisend:
ein erstes Aufnahmeelement (108, 208, 213, 308, 313), welches zwischen einem ersten
Endpunkt und einem zweiten Endpunkt bewegliche Aufnahmekammern (110, 210, 214, 310,
314, 610, 614) aufweist, und ausgebildet ist, die ersten Kabelenden (191, 291, 292,
391, 591, 592, 691, 692, 791, 792) zwischen dem ersten Endpunkt und dem zweiten Endpunkt
nacheinander in den beweglichen Aufnahmekammern (110, 210, 214, 310, 314, 610, 614)
aufzunehmen und in diesen zu fixieren,
wobei das erste Aufnahmeelement (108, 208, 213, 308, 313) ausgebildet ist, bei einer
Bewegung der Aufnahmekammern (110, 210, 214, 310, 314, 610, 614) in Richtung des zweiten
Endpunkts (105) jeweils in einem ersten Aufnahmebereich (109, 209) die ersten Kabelenden
(191, 291, 292, 391, 591, 592, 691, 692, 791, 792) nacheinander in entsprechende der
Aufnahmekammern (110, 210, 214, 310, 314, 610, 614) aufzunehmen und bei einer Bewegung
der Aufnahmekammern (110, 210, 214, 310, 314, 610, 614) in Richtung des ersten Endpunkts
(104) in dem ersten Aufnahmebereich (109, 209) die aufgenommenen ersten Kabelenden
(191, 291, 292, 391, 591, 592, 691, 692, 791, 792) nacheinander aus den jeweiligen
Aufnahmekammern (110, 210, 214, 310, 314, 610, 614) freizugeben,
wobei das erste Aufnahmeelement (108, 208, 213, 308, 313) eine erste parallel zur
Längsachse länglich ausgebildete Führungseinheit (215, 217, 315, 317) aufweist, wobei
ein Trägerriemen (231, 233, 331, 333, 431, 433) umlaufend an der ersten Führungseinheit
(215, 217, 315, 317) angeordnet ist und die Aufnahmekammern (110, 210, 214, 310, 314,
610, 614) in Umlaufrichtung außenliegend an dem Trägerriemen (231, 233, 331, 333,
431, 433) angeordnet sind, und
wobei der Trägerriemen (231, 233, 331, 333, 431, 433) als Riemen mit einem verzahnten
Riemenrücken ausgebildet ist und die Aufnahmekammern (110, 210, 214, 310, 314, 610,
614) jeweils zwischen zwei der Zähne des verzahnten Riemenrückens angeordnet sind.
2. Aufnahmevorrichtung (100, 200, 300, 400, 500, 600, 700) gemäß dem vorhergehenden Anspruch
1, aufweisend ein zweites Aufnahmeelement (108, 208, 213, 308, 313), welches zwischen
dem ersten Endpunkt und dem zweiten Endpunkt bewegliche Aufnahmekammern (110, 210,
214, 310, 314, 610, 614) aufweist, und ausgebildet ist, zweite Kabelenden (191, 291,
292, 391, 591, 592, 691, 692, 791, 792) der Kabel (190, 590, 690, 790) zwischen dem
ersten Endpunkt und dem zweiten Endpunkt nacheinander in den beweglichen Aufnahmekammern
(110, 210, 214, 310, 314, 610, 614) aufzunehmen und in diesen zu fixieren,
wobei das zweite Aufnahmeelement (108, 208, 213, 308, 313) ausgebildet ist, bei einer
Bewegung der Aufnahmekammern (110, 210, 214, 310, 314, 610, 614) in Richtung des zweiten
Endpunkts (105) jeweils in einem zweiten Aufnahmebereich die zweiten Kabelenden (191,
291, 292, 391, 591, 592, 691, 692, 791, 792) nacheinander in entsprechende der Aufnahmekammern
(110, 210, 214, 310, 314, 610, 614) aufzunehmen und bei einer Bewegung der Aufnahmekammern
(110, 210, 214, 310, 314, 610, 614) in Richtung des zweiten Endpunkts (104) in dem
zweiten Aufnahmebereich (109, 209) die aufgenommenen zweiten Kabelenden (191, 291,
292, 391, 591, 592, 691, 692, 791, 792) nacheinander aus den entsprechenden Aufnahmekammern
(110, 210, 214, 310, 314, 610, 614) freizugeben,
wobei das zweite Aufnahmeelement (108, 208, 213, 308, 313) eine erste parallel zur
Längsachse länglich ausgebildete Führungseinheit (215, 217, 315, 317) aufweist, wobei
ein Trägerriemen (231, 233, 331, 333, 431, 433, 615) umlaufend an der ersten Führungseinheit
(215, 217, 315, 317) angeordnet ist und die Aufnahmekammern (110, 210, 214, 310, 314,
610, 614) in Umlaufrichtung außenliegend an dem Trägerriemen (231, 233, 331, 333,
431, 433, 615) angeordnet sind.
3. Aufnahmevorrichtung (100, 200, 300, 400, 500, 600, 700) gemäß einem der vorhergehenden
Ansprüche 1 oder 2, aufweisend:
ein Ablageelement (101, 401, 501), welches eine Ablagefläche (102, 402) aufweist und
ausgebildet ist, die Kabel (190, 590, 690, 790) auf der Ablagefläche (102, 402) aufzunehmen,
und welches auf einer in einem vorgegebenen Winkel zur Ablagefläche (102, 402) stehenden
Bewegungsachse (103) zwischen dem ersten Endpunkt (104) und dem zweiten Endpunkt (105)
beweglich ausgebildet ist,
wobei die Bewegungsachse (103) des Ablageelements (101, 401, 501) parallel zur Längsachse
des ersten Aufnahmeelements (108, 208, 213, 308, 313) angeordnet ist und das Ablageelement
(101, 401, 501) ausgebildet ist, einer Bewegung der Aufnahmekammern (110, 210, 214,
310, 314, 610, 614) zu folgen.
4. Aufnahmevorrichtung (100, 200, 300, 400, 500, 600, 700) gemäß einem der vorhergehenden
Ansprüche, wobei die Aufnahmekammern (110, 210, 214, 310, 314, 610, 614) jeweils eine
in Umlaufrichtung nach außen orientierte Aufnahmeöffnung aufweisen, und
wobei mindestens eines der Aufnahmeelemente (108, 208, 213, 308, 313) eine zweite
parallel zur Längsachse länglich ausgebildete Führungseinheit (216, 218, 316, 318)
aufweist, wobei ein Abdeckriemen (232, 234, 332, 334, 432, 434, 534, 616) umlaufend
an der zweiten Führungseinheit (216, 218, 316, 318) angeordnet ist,
wobei die erste Führungseinheit (215, 217, 315, 317) und die zweite Führungseinheit
(216, 218, 316, 318) derart angeordnet sind, dass die Außenseite des Abdeckriemens
(232, 234, 332, 334, 432, 434, 534, 616) zumindest teilweise in einem parallel zur
Längsachse liegenden Abschnitt die Aufnahmeöffnungen des Trägerriemens (231, 233,
331, 333, 431, 433, 615) abdeckt.
5. Aufnahmevorrichtung (100, 200, 300, 400, 500, 600, 700) gemäß dem vorhergehenden Anspruch,
wobei der Abdeckriemen (232, 234, 332, 334, 432, 434, 534, 616) als Riemen mit einem
verzahnten Riemenrücken oder als Riemen mit unstrukturiertem Rücken ausgebildet ist.
6. Aufnahmevorrichtung (100, 200, 300, 400, 500, 600, 700) gemäß einem der vorherigen
Ansprüche, aufweisend ein Anpresselement (340, 341, 342, 343) für mindestens eine
der Führungseinheiten (215, 216, 217, 218, 315, 316, 317, 318), welches ausgebildet
ist, in zumindest einem Abschnitt der länglich ausgebildeten Führungseinheit (215,
216, 217, 218, 315, 316, 317, 318) den jeweiligen Riemen in Richtung seiner Außenseite
zu pressen.
7. Aufnahmevorrichtung (100, 200, 300, 400, 500, 600, 700) gemäß einem der vorherigen
Ansprüche, wobei mindestens eine der Führungseinheiten (215, 216, 217, 218, 315, 316,
317, 318) jeweils an einem ersten Ende eine Umlenkrolle (219, 220, 221, 222, 319,
320, 321, 322) aufweist und an einem entlang der Längserstreckungsrichtung der jeweiligen
Führungseinheit (215, 216, 217, 218, 315, 316, 317, 318) dem ersten Ende gegenüberliegenden
Ende eine Antriebsrolle (564) aufweist, wobei die Umlenkrolle (219, 220, 221, 222,
319, 320, 321, 322) und die Antriebsrolle (564) ausgebildet sind, den Trägerriemen
(231, 233, 331, 333, 431, 433, 615, 715) oder den Abdeckriemen (232, 234, 332, 334,
432, 434, 534, 616, 716) aufzunehmen, wobei die Antriebsrolle (564) jeweils über einen
externen Antrieb antreibbar ist.
8. Aufnahmevorrichtung (100, 200, 300, 400, 500, 600, 700) gemäß dem vorhergehenden Anspruch,
wobei die Aufnahmebereiche (109, 209) jeweils zwischen den Umlenkrollen (219, 220,
221, 222, 319, 320, 321, 322) der entsprechenden ersten Führungseinheit (215, 217,
315, 317) und der entsprechenden zweiten Führungseinheit (216, 218, 316, 318) angeordnet
sind.
9. Aufnahmevorrichtung (100, 200, 300, 400, 500, 600, 700) gemäß einem der vorhergehenden
Ansprüche 1 bis 8, aufweisend eine Antriebseinheit (450, 550), welche ausgebildet
ist, mindestens eines der Aufnahmeelemente (108, 208, 213, 308, 313) anzutreiben,
und insbesondere bei einer Ausführungsform der Aufnahmevorrichtung (100, 200, 300,
400, 500, 600, 700) gemäß Anspruch 3 das Ablageelement (101, 401, 501), insbesondere
synchron zu den Aufnahmeelementen (108, 208, 213, 308, 313), anzutreiben.
10. Aufnahmevorrichtung (100, 200, 300, 400, 500, 600, 700) gemäß den vorhergehenden Ansprüchen
4 und 9, wobei die Antriebseinheit (450, 550) dazu ausgebildet ist, die erste Führungseinheit
(215, 217, 315, 317) und die zweite Führungseinheit (216, 218, 316, 318) mindestens
eines der Aufnahmeelemente (108, 208, 213, 308, 313) derart anzutreiben, dass die
sich die Außenseite des Abdeckriemens (232, 234, 332, 334, 432, 434, 534, 616, 716)
synchron mit den durch die Außenseite abgedeckten Aufnahmeöffnungen bewegt.
11. Aufnahmevorrichtung (100, 200, 300, 400, 500, 600, 700) gemäß Ansprüchen 2 und 4 und
einem der Ansprüche 9 und 10, wobei die Antriebseinheit (450, 550) dazu ausgebildet
ist, die erste Führungseinheit (215, 217, 315, 317) und die zweite Führungseinheit
(216, 218, 316, 318) des ersten Aufnahmeelements (108, 208, 213, 308, 313) und des
zweiten Aufnahmeelements (108, 208, 213, 308, 313) derart anzutreiben, dass sich die
Riemen des ersten Aufnahmeelements (108, 208, 213, 308, 313) synchron mit den Riemen
des zweiten Aufnahmeelements (108, 208, 213, 308, 313) bewegen.
12. Aufnahmevorrichtung (100, 200, 300, 400, 500, 600, 700) gemäß einem der vorhergehenden
Ansprüche 3 bis 11, wobei das Ablageelement (101, 401, 501) mit mindestens einer der
Aufnahmekammern (110, 210, 214, 310, 314, 610, 614) mindestens eines der Aufnahmeelemente
(108, 208, 213, 308, 313) mechanisch gekoppelt ist.
13. Aufnahmevorrichtung (100, 200, 300, 400, 500, 600, 700) gemäß dem vorhergehenden Anspruch,
wobei das Ablageelement (101, 401, 501) mindestens ein Koppelelement aufweist, welches
eine erste Koppelfläche aufweist, welche mechanisch mit der Ablagefläche (102, 402)
gekoppelt ist, und welches eine zweite Koppelfläche aufweist, welche in einem vorgegebenen
Winkel, insbesondere orthogonal, zur ersten Koppelfläche angeordnet ist und mit mindestens
einer der Aufnahmekammern (110, 210, 214, 310, 314, 610, 614) mindestens eines der
Aufnahmeelemente (108, 208, 213, 308, 313) mechanisch gekoppelt ist.
14. Aufnahmevorrichtung (100, 200, 300, 400, 500, 600, 700) gemäß einem der vorhergehenden
Ansprüche 3 bis 13, aufweisend ein Zentrierelement (235, 335, 435, 535), welches ausgebildet
ist, die Kabel auf der Ablagefläche (102, 402) zu zentrieren, insbesondere wobei die
Ablagefläche (102, 402) eine Öffnung aufweist und das Zentrierelement (235, 335, 435,
535) parallel zur Bewegungsachse (103) des Ablageelements (101, 401, 501) angeordnet
ist und durch die Öffnung der Ablagefläche (102, 402) ragt.
15. Aufnahmevorrichtung (100, 200, 300, 400, 500, 600, 700) gemäß dem vorhergehenden Anspruch
14, wobei das Zentrierelement (235, 335, 435, 535) ein Ausmittelungselement aufweist,
welches ausgebildet ist, Kabel (190, 590, 690, 790) auf dem Zentrierelement (235,
335, 435, 535) auszumitteln.
16. Aufnahmevorrichtung (100, 200, 300, 400, 500, 600, 700) gemäß Anspruch 1 und einem
der vorhergehenden Ansprüche 4 - 10, wobei das erste Aufnahmeelement (108, 208, 213,
308, 313) in Längserstreckungsrichtung derart horizontal angeordnet ist, dass aufgenommene
Kabelenden (191, 291, 292, 391, 591, 592, 691, 692, 791, 792) vertikal in den Aufnahmekammern
(110, 210, 214, 310, 314, 610, 614) liegen.
17. Aufnahmevorrichtung (100, 200, 300, 400, 500, 600, 700) gemäß dem vorhergehenden Anspruch
16, wobei das erste Aufnahmeelement (108, 208, 213, 308, 313) ausgebildet ist, ein
erstes Kabelende (191, 291, 292, 391, 591, 592, 691, 692, 791, 792) eines entsprechenden,
in eine definierte Form gelegten Kabels (190, 590, 690, 790) in einer ersten der Aufnahmekammern
(110, 210, 214, 310, 314, 610, 614) aufzunehmen, und ein zweites Kabelende (191, 291,
292, 391, 591, 592, 691, 692, 791, 792) des entsprechenden in die definierte Form
gelegten Kabels (190, 590, 690, 790) in einer zweiten der Aufnahmekammern (110, 210,
214, 310, 314, 610, 614), welche in Förderrichtung zur ersten der Aufnahmekammern
(110, 210, 214, 310, 314, 610, 614) beabstandet ist, aufzunehmen, wobei das Kabel
(190, 590, 690, 790) zwischen der ersten der Aufnahmekammern (110, 210, 214, 310,
314, 610, 614) und der zweiten der Aufnahmekammern (110, 210, 214, 310, 314, 610,
614) angeordnet ist.
18. Aufnahmevorrichtung (100, 200, 300, 400, 500, 600, 700) gemäß einem der vorhergehenden
Ansprüchen 16 und 17, wobei das erste Aufnahmeelement ein Stützelement (770, 771)
aufweist, welches zumindest zwischen dem ersten Endpunkt und dem zweiten Endpunkt
länglich ausgebildet ist und in vertikaler Richtung in einem vorgegebenen Abstand
über dem ersten Aufnahmeelement (108, 208, 213, 308, 313) parallel zur ersten Führungseinheit
(215, 217, 315, 317) angeordnet ist.
19. Aufnahmevorrichtung (100; 200; 300; 400; 500; 600; 700) nach Anspruch 18, wobei das
jeweilige Stützelement (770, 771) einen angetriebenen Stützriemen aufweist, welcher
synchron zur Bewegung der Aufnahmekammern angetrieben ist.