[0001] Die Erfindung betrifft eine Heckfräse für eine Pistenraupe, wobei die Heckfräse eine
Tragstruktur aufweist sowie einen an der Tragstruktur gehaltenen, zu einer Schneepiste
offenen Fräskasten und eine angetriebene Arbeitswellenanordnung, die im Fräskasten
drehbar gelagert ist. Die Erfindung betrifft zudem eine Pistenraupe mit einer derartigen
Heckfräse.
[0002] Derzeit ist eine Vielzahl von unterschiedlichen Heckfräsen für Pistenraupen bekannt.
Beispielsweise offenbart die
DE 10 2013 204 723 A1 eine Fräswelle für eine Heckfräse mit einer Pistenraupe zur Schneeflächengestaltung
mit einer Vielzahl von über einen Außenmantel der Fräswelle verteilten Fräszähnen,
die jeweils einen Zahnkopf sowie zwei Stützstege umfassen, mittels derer jeder Zahnkopf
auf dem Außenmantel abgestützt ist, wobei die Stützstege jedes Fräszahnes in Umfangsrichtung
der Fräswelle zueinander beabstandet auf dem Außenmantel befestigt sind. Darüber hinaus
offenbart die
DE 10 2009 060 481 B4 eine Heckfräse für eine Pistenraupe zur Schneepistengestaltung und -pflege mit einer
angetriebenen Arbeitswellenanordnung, die in einem zu dem Boden hin offenen Bearbeitungsgehäuse
drehbar gelagert ist.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Heckfräse für eine Pistenraupe der eingangs genannten
Art zu schaffen, die ein stabiles Betriebsverhalten bei gleichzeitig geringen Ausfällen
aufweist.
[0004] Diese Aufgabe wird durch eine Heckfräse für eine Pistenraupe gemäß des Anspruchs
1 gelöst. Die Heckfräse für eine Pistenraupe zur Schneepistengestaltung und -pflege
weist eine Tragstruktur sowie einen an der Tragstruktur gehaltenen, zu einer Schneepiste
offenen Fräskasten und eine angetriebene Arbeitswellenanordnung, die im Fräskasten
drehbar gelagert ist, auf. Ferner weist die Heckfräse zumindest eine Verstelleinheit,
welche am Fräskasten angeordnet ist, und eine Seitenfinishereinheit auf. Darüber hinaus
ist die Verstelleinheit dazu eingerichtet, eine Lage der Seitenfinishereinheit relativ
zum Fräskasten während einer Fahrt der Pistenraupe einzustellen. Die Heckfräse weist
demzufolge auf gegenüberliegenden Seiten jeweils eine verstellbare Seitenfinishereinheit
auf.
[0005] Ein Vorteil dieser Ausführungsform kann sein, dass mithilfe der Verstelleinheit die
Seitenfinishereinheit vom Fräskasten bzw. von der Tragstruktur mechanisch entkoppelt
wird, sodass gewährleistet werden kann, dass die Seitenfinishereinheit stets auf der
Schneepiste aufliegt. Somit kann eine passive Konturführung durch die Finisher der
Seitenfinishereinheit erreicht werden. Ferner kann die Entkopplung der Seitenfinishereinheit
zum Fräskasten dazu genutzt werden, dass bei einer Veränderung der Frästiefe der Heckfräse
die Seitenfinishereinheit nach wie vor optimal auf der Schneepiste aufliegt. Darüber
hinaus kann der Vorteil erreicht werden, dass bei einer Bergauf- oder Bergabfahrt
der Pistenraupe durch die Verstelleinheit gewährleistet werden kann, dass die Seitenfinishereinheiten
stets möglichst plan auf der Schneepiste aufliegen. Dabei kann es sich bei einer Heckfräse
für eine Pistenraupe insbesondere um ein Anbauteil handeln, welches mittels einer
Heckträgeranordnung an einem Heckgeräteträger der Pistenraupe, einer Pritsche der
Pistenraupe und/oder einem entsprechenden Anbau der Pistenraupe angebaut werden kann.
Darüber hinaus verfügt die Heckfräse über eine Tragstruktur. Bei der Tragstruktur
kann es sich beispielsweise um einen Querträger oder Ähnliches handeln, welcher mit
einer Anschlusseinheit versehen ist, welche dazu eingerichtet ist, an einer Pistenraupe
festgelegt zu werden. Bei der Tragstruktur kann es sich beispielsweise um einen Rohrkörper
oder einen T-Träger oder Ähnliches handeln. Ferner umfasst die Heckfräse einen Fräskasten,
welcher an der Tragstruktur festgelegt ist. Dabei weist der Fräskasten zumindest eine
Öffnung auf, welche in Richtung der Schneepiste liegt. In dem Fräskasten ist eine
angetriebene Arbeitswellenanordnung drehbar gelagert. Bei der Arbeitswellenanordnung
kann es sich beispielsweise um eine Fräse, welche aus einer oder mehreren Wellen besteht,
handeln. Ein Antrieb der Arbeitswellenanordnung kann mit einem insbesondere hydraulischen
Antriebssystem der Pistenraupe gekoppelt sein. Vorzugsweise verfügt die Heckfräse
über eine separate Antriebseinheit, welche die angetriebene Arbeitswellenanordnung
rotieren lässt. Ferner verfügt die Heckfräse über eine Verstelleinheit, welche am
Fräskasten angeordnet ist. Dabei kann die Verstelleinheit insbesondere mit einer lösbaren
und/oder nicht lösbaren Verbindung mit dem Fräskasten verbunden sein. Die Verstelleinheit
kann direkt an dem Fräskasten montiert sein oder indirekt über eine Befestigung an
der Tragstruktur dem Fräskasten zugeordnet sein. Darüber hinaus verfügt die Heckfräse
über eine Seitenfinishereinheit. Bei der Seitenfinishereinheit kann es sich um eine
einzelne Funktionskomponente oder um eine Mehrzahl von Funktionskomponenten handeln,
welche dazu eingerichtet sind, einen ebenen Übergang zu bereits präparierten Abschnitten
der Pisten herzustellen, eine Auflagefläche auf der Piste und damit eine vertikale
Führung für die Fräse auszubilden, oder einen seitlichen Schneeauslauf beispielsweise
durch die Ketten der Pistenraupe oder durch die Fräse selbst zu verhindern. Ferner
kann die Seitenfinishereinheit mittels einer lösbaren und/oder nicht lösbaren Verbindung
an der Verstelleinheit festgelegt bzw. angeordnet sein. Dabei ist die Verstelleinheit
dazu eingerichtet, eine Lage der Seitenfinishereinheit relativ zum Fräskasten, relativ
zur Tragstruktur und/oder relativ zur Pistenraupe während einer Fahrt der Pistenraupe
zu orientieren und/oder zu positionieren. Somit führt die Verstelleinheit die Seitenfinishereinheit
insbesondere unabhängig von einer Lage des Fräskastens bzw. der Heckfräse derart,
dass die Seitenfinishereinheit stets plan oder parallel zu der Schneepiste angeordnet
ist bzw. aufliegt.
[0006] In Ausgestaltung der Erfindung weist die Verstelleinheit zumindest einen Aktuator
auf, welcher dazu eingerichtet ist, eine vorbestimmte Kraft auf die Seitenfinishereinheit
auszubilden, sodass die Seitenfinishereinheit einer Pistenkontur folgt.
[0007] Ein Vorteil dieser Ausführungsform kann sein, dass mithilfe des Aktuators gezielt
eine Kraft auf die Seitenfinishereinheit eingestellt werden kann, sodass ein Anpressdruck
und somit auch ein Rutsch- oder Reibungswiderstand gezielt eingestellt werden kann.
Die vorbestimmte Kraft kann dabei während der Fahrt mittels des Aktuators angepasst
werden, sodass die vorbestimmte Kraft an die Fahrsituation oder die Schneepiste angepasst
werden kann. Dies kann beispielsweise mittels eines hydraulischen Aktuators erfolgen.
Ferner kann die vorbestimmte Kraft einen fixen Wert, wie beispielsweise eine Federkonstante,
aufweisen. Dabei kann der Aktuator über einen ersten Aufhängepunkt verfügen, welcher
an der Verstelleinheit und/oder an dem Fräskasten angeordnet ist, und über einen zweiten
Aufhängepunkt verfügen, welcher an der Seitenfinishereinheit und/oder der Verstelleinheit
befestigt ist. Dabei kann der Aktuator die vorbestimmte Kraft zwischen dem Fräskasten
und der Verstelleinheit ausbilden, und/oder zwischen der Verstelleinheit und dem Seitenfinisher,
sodass in beiden Möglichkeiten der Aktuator die vorbestimmte Kraft auf den Seitenfinisher
entweder direkt oder indirekt über die Verstelleinheit ausbilden kann.
[0008] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung weist die Verstelleinheit einen Umlenker
auf, welcher an dem Fräskasten und der Verstelleinheit festgelegt ist, wobei der Aktuator
mit dem Umlenker und dem Fräskasten verbunden ist, sodass der Aktuator mittels des
Umlenkers die vorbestimmte Kraft auf die Seitenfinishereinheit ausbildet.
[0009] Ein Vorteil dieser Ausführungsform kann sein, dass mittels des Umlenkers der Aktuator
eine geringere Kraft ausbilden muss, da durch die Hebelwirkung, welche durch den Umlenker
entsteht, nicht die gleiche Kraft benötigt wird wie ohne Umlenker, was zu einem geringeren
Verschleiß und somit zu einer höheren Lebensdauer führen kann. Ferner kann dabei ein
breiterer Korridor an Kräften eingestellt werden, da der Aktuator mittels des Umlenkers
feiner eingestellt werden kann. Bei dem Umlenker kann es sich beispielsweise um einen
Querträger oder Ähnliches handeln, welcher einen ersten Umlenkpunkt aufweist, der
am Fräskasten befestigt ist. Ferner kann der Umlenker einen zweiten Umlenkpunkt aufweisen,
welcher an der Verstelleinheit festgelegt ist. Darüber hinaus kann der Umlenker einen
dritten Feststellpunkt aufweisen, an welchem der Aktuator festgelegt ist. Dabei ist
der Aktuator am Umlenker und an dem Fräskasten festgelegt oder mit diesem verbunden.
Mittels der Verbindung zwischen dem Aktuator mit dem Umlenker sowie dem Fräskasten
kann der Aktuator die vorbestimmte Kraft auf den Seitenfinisher ausbilden. Alternativ
oder ergänzend ist der Seitenfinisher fest mit der Verstelleinheit verbunden und mithilfe
des Umlenkers kann eine Kraft auf die Verstelleinheit ausgebildet werden, sodass ebenfalls
mithilfe des Umlenkers die vorbestimmte Kraft auf die Seitenfinishereinheit ausgebildet
werden kann.
[0010] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist der Aktuator ein mechanischer, hydraulischer,
elektrischer und/oder pneumatischer Aktuator. Ein Vorteil dieser Ausführungsform ist,
dass abhängig von einer Heckfräsenkonfiguration, wie beispielsweise einer einwelligen
und zweiwelligen Konfiguration, ein Aktuator an die entsprechende Konfiguration angepasst
werden kann, sodass in Abhängigkeit der Gesamtbreite der Heckfräse der Aktuator ausgewählt
wird. Ferner kann der Aktuator derart beschrieben werden, dass durch eine mechanische,
hydraulische, elektrische, pneumatische und/oder eine Kombination der vorgenannten
Prinzipien eine vorbestimmte Kraft ausgebildet werden kann. Dabei ist der Begriff
"Aktuator" breit zu verstehen.
[0011] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung weist die Heckfräse eine zweite Verstelleinheit,
welche gegenüberliegend zur Verstelleinheit am Fräskasten angeordnet ist, und eine
zweite Seitenfinishereinheit, welche an der zweiten Verstelleinheit angeordnet ist,
auf, wobei die Verstelleinheit und die zweite Verstelleinheit die jeweilige Lage der
Seitenfinishereinheiten unabhängig voneinander einstellen.
[0012] Ein Vorteil diese Ausführungsform kann sein, dass mittels der voneinander unabhängigen
Seitenfinishereinheiten die Fahrdynamik einer Pistenraupe, an welcher die Heckfräse
befestigt ist, verbessert werden kann, da durch die individuelle Einstellbarkeit der
Lage der Seitenfinishereinheiten ein Verkanten bei einem unebenen Untergrund der Pistenraupe
verhindert werden kann. Dabei kann die Verstelleinheit auf einer Seite des Fräskastens
angeordnet sein und eine zweite Verstelleinheit kann gegenüberliegend zur ersten Verstelleinheit
am Fräskasten angeordnet sein. Dabei sind die Verstelleinheiten insbesondere gegenüberliegend
orthogonal zur Fahrtrichtung der Pistenraupe angeordnet. Die zweite Verstelleinheit
kann mittels einer lösbaren oder nicht lösbaren Verbindung am Fräskasten angeordnet
sein. Auch die zweite Seitenfinishereinheit kann mittels einer lösbaren oder nicht
lösbaren Verbindung an der zweiten Verstelleinheit festgelegt sein. Alternativ und/oder
ergänzend kann auch die Bewegung bzw. Lage der beiden Verstelleinheiten mittels eines
entsprechenden Aktuators synchronisiert werden.
[0013] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist die Heckfräse dazu eingerichtet, eine
Frästiefe der angetriebenen Arbeitswellenanordnung einzustellen, wobei die Verstelleinheit
dazu eingerichtet ist, die Lage der Seitenfinishereinheit relativ zum Fräskasten in
Abhängigkeit der Frästiefe der angetriebenen Arbeitswellenanordnung einzustellen.
[0014] Ein Vorteil dieser Ausführungsform kann sein, dass bei einer Veränderung der Frästiefe
die Seitenfinishereinheiten nicht von dem Fräskasten gelöst und mit einem neuen Winkel
an dem Fräskasten angebracht werden müssen, da mittels der Verstelleinheit eine Veränderung
der Frästiefe auch während der Fahrt dynamisch und/oder flexibel verändert werden
kann. Dabei kann die Verstelleinheit dazu eingerichtet sein, die Lage der Seitenfinishereinheit
relativ zum Fräskasten und/oder relativ zur Pistenraupe in Abhängigkeit der Frästiefe
der angetriebenen Arbeitswellenanordnung und/oder der Heckfräse einzustellen, zu positionieren
und/oder festzulegen. Ferner kann dabei ein Aktuator eine in Abhängigkeit der Frästiefe
vorbestimmte Kraft auf die Seitenfinishereinheit ausbilden, sodass die Kraft basierend
auf der Frästiefe der Arbeitswellenanordnung angepasst werden kann.
[0015] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung weist die Seitenfinishereinheit zumindest
ein Seitenfinisherelement und/oder ein Zwischenfinisherelement auf.
[0016] Ein Vorteil dieser Ausführungsform kann sein, dass mithilfe des Seitenfinisherelements
und/oder des Zwischenfinisherelements die Seitenfinishereinheit an eine Konfiguration
der Heckfräse und/oder der Pistenraupe angepasst werden kann, um eine Qualitätssteigerung
der Schneepistengestaltung und/oder -pflege zu erreichen. Dabei kann das Zwischenfinisherelement
direkt an der Verstelleinheit und/oder dem Fräskasten angeordnet sein. Ferner kann
an der Verstelleinheit das Seitenfinisherelement fest und/oder drehbar bzw. schwenkbar
angeordnet sein. Das Seitenfinisherelement kann insbesondere, wenn es drehbar bzw.
schwenkbar an der Verstelleinheit angeordnet ist, zwischen einer Parkposition und/oder
einer Betriebsposition aus- und eingeklappt werden. Alternativ und/oder ergänzend
kann ein Anstellwinkel zwischen der Rotationsachse der Arbeitswellenanordnung und/oder
der Seitenfläche des Fräskastens und der Haupterstreckungsrichtung des Seitenfinisherelements
insbesondere mittels eines Seitenaktuators eingestellt werden.
[0017] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung weist die Heckfräse einen Seitenaktuator
auf, welcher mit dem Fräskasten und dem Seitenfinisherelement verbunden ist, sodass
ein Anstellwinkel des Seitenfinisherelements zum Fräskasten mittels des Seitenaktuators
einstellbar ist.
[0018] Ein Vorteil dieser Ausführungsform kann sein, dass mithilfe des Seitenaktuators das
Seitenfinisherelement in einen Betriebs- und einen Ruhezustand verlagert werden kann,
sodass beispielsweise die Heckfräse beim Einlagern oder Ähnlichem weniger Platz benötigt.
Ein weiterer Vorteil kann sein, dass mithilfe des Seitenaktuators die Lage des Seitenfinisherelements
in Abhängigkeit der aktuellen Position der Heckfräse eingestellt werden kann, um somit
eine Qualitätssteigerung der Schneepiste zu erreichen. Dabei kann der Seitenaktuator
einen ersten Aufhängepunkt aufweisen, welcher an dem Fräskasten und/oder der Tragstruktur
angebracht ist. Ferner kann der Seitenaktuator über einen zweiten Aufhängepunkt verfügen,
welcher an der Seitenfinishereinheit und/oder an dem Seitenfinisherelement angeordnet
ist. Bei dem Seitenaktuator kann es sich um einen mechanischen, hydraulischen, elektrischen
und/oder pneumatischen Aktuator handeln.
[0019] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung weist die Verstelleinheit eine Halteplatte
auf, welche verlagerbar an dem Fräskasten angeordnet ist, wobei die Seitenfinishereinheit
an der Halteplatte befestigt ist.
[0020] Ein Vorteil dieser Ausführungsform kann sein, dass mithilfe der Halteplatte und deren
Verlagerung die Lage der Seitenfinishereinheit hinsichtlich der Qualität der Schneepistengestaltung
und -pflege optimiert werden kann. Dabei kann unter dem Begriff "verlagerbar" jede
Bewegung der Halteplatte in Relation zum Fräskasten verstanden werden, welche insbesondere
einer vordefinierten Bahn folgt. Dies wird insbesondere dadurch erreicht, dass mittels
der Halteplatte ein vordefinierter Korridor an Bewegungen zwischen der Verstelleinheit
und dem Fräskasten definiert wird. Dies kann beispielsweise dadurch erreicht werden,
dass mithilfe eines Langlochs oder einer anderen ähnlichen Ausnehmung die Parameter
der Verlagerung der Verstelleinheit vordefiniert sind. Bei der Halteplatte kann es
sich insbesondere um ein Blech oder einen Flächenkörper aus einem Metall, Metallverbund,
Aluminium und/oder Verbundwerkstoff handeln, welches bzw. welcher parallel zur Seitenfläche
des Fräskastens angeordnet werden kann.
[0021] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung weist die Halteplatte zumindest eine Ausnehmung
auf, welche dazu eingerichtet ist, die Halteplatte entlang einer vorbestimmten Bahn
zu führen.
[0022] Ein Vorteil diese Ausführungsform kann sein, dass mithilfe der vorbestimmten Bahn
der Ausnehmung Betriebsstörungen der Heckfräse und/oder der Pistenraupe vermieden
werden können und somit die Betriebszeit bzw. Betriebseffektivität gesteigert werden
kann. Dabei kann die Ausnehmung insbesondere ein Langloch oder eine ähnliche Kontur
sein, welche dazu geeignet ist, die Halteplatte in einer vordefinierten Bahn zur Verstelleinheit
zu führen. In einer beispielhaften Ausführungsform weist der Fräskasten einen Kulissenbolzen
an seiner Seitenfläche auf, wobei die Ausnehmung der Halteplatte der Verstelleinheit
auf dem Kulissenbolzen positioniert werden kann. Ferner kann mittels einer Mutter
oder Ähnlichem die Halteplatte auf dem Kulissenbolzen fixiert werden.
[0023] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung weist die Halteplatte eine zweite Ausnehmung
auf, welche dazu eingerichtet ist, die Halteplatte entlang einer zweiten vorbestimmten
Bahn zu führen, wobei die vorbestimmte Bahn und die zweite vorbestimmte Bahn parallel,
konzentrisch und/oder symmetrisch zueinander angeordnet sind.
[0024] Ein Vorteil dieser Ausführungsform kann sein, dass mithilfe der gezielten parallelen,
konzentrischen und/oder symmetrischen Anordnung der beiden Bahnen zueinander eine
Verkantung der Halteplatte zum Fräskasten vermieden werden kann und somit Störungen
im Betriebsablauf der Heckfräse vermieden werden können. Darüber hinaus können die
Verbindungselemente, welche die Halteplatte an dem Fräskasten festlegen, durch deren
Verdopplung Belastung und Verschleiß jedes Verbindungselementes reduzieren. Ferner
können die vorbestimmte Bahn und die zweite vorbestimmte Bahn parallel, konzentrisch
und/oder symmetrisch zueinander angeordnet, positioniert und/oder vorgesehen sein.
Somit kann eine Rotation bzw. Verschiebung der Halteplatte zum Fräskasten verbessert
werden, da durch die zweite vorbestimmte Bahn ein Freiheitsgrad in der Verschiebung
blockiert wird und somit die Halteplatte sich entlang nur noch einer Verschiebungsrichtung
zum Fräskasten bewegen kann.
[0025] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung weist die Verstelleinheit zumindest einen
Hebel auf, welcher an dem Fräskasten und der Halteplatte befestigt ist, sodass der
Hebel die Halteplatte relativ zum Fräskasten führt.
[0026] Ein Vorteil dieser Ausführungsform kann sein, dass mittels des Hebels eine Maximal-
bzw. Minimalstellung der Verschiebung zwischen der Halteplatte und dem Fräskasten
definiert werden kann. Ferner kann mittels des Hebels eine Kraft, welche auf die Halteplatte
wirkt, besser an den Fräskasten weitergeleitet werden und umgekehrt. Dabei kann der
Hebel einen ersten Aufhängepunkt aufweisen, welcher an dem Fräskasten befestigt ist.
Ferner kann der Hebel über einen zweiten Aufhängepunkt verfügen, welcher an der Halteplatte
der Verstelleinheit befestigt ist.
[0027] Ein weiterer Aspekt der Erfindung ist eine Pistenraupe, welche eine Heckfräse, wie
voranstehend und nachfolgend beschrieben, aufweist.
[0028] Ein Vorteil der Pistenraupe, welche eine Heckfräse, wie voranstehend und nachfolgend
beschrieben, aufweist, ist, dass mittels der Heckfräse und den verstellbaren Seitenfinishereinheiten
eine Fahrdynamik der Pistenraupe verbessert werden kann sowie die Qualität der Pistenpräparation
gesteigert werden kann.
[0029] Weitere Vorteile und Aspekte der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen und aus
der Beschreibung von Ausführungsbeispielen der Erfindung, die nachfolgend anhand der
Figuren erläutert sind. Dabei zeigen:
- Fig. 1
- zeigt eine Rückansicht einer bevorzugten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Heckfräse
für eine Pistenraupe,
- Fig. 2
- die Heckfräse gemäß Fig. 1 in einer Frontansicht,
- Fig. 3
- eine schematische Darstellung einer Heckfräse gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung,
- Fig. 4
- eine schematische Darstellung einer Heckfräse gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung,
- Fig. 5
- in vergrößerter perspektivischer Darstellung einen Teilbereich der Heckfräse nach
den Fig. 1 und 2,
- Fig. 6
- in einer Seitenansicht einen Teilbereich einer Heckfräse nach den Fig. 1, 2 und 5,
- Fig. 7
- die Heckfräse nach Fig. 6 in veränderter Funktionsstellung,
- Fig. 8
- die Heckfräse nach den Fig. 6 und 7 in einer weiteren Funktionsstellung,
- Fig. 9
- die Heckfräse nach fig. 8 in anderer Funktionsstellung,
- Fig. 10
- die Heckfräse nach Fig. 9 in anderer Funktionsstellung,
- Fig. 11
- die Heckfräse nach Fig. 10 in anderer Funktionsstellung,
- Fig. 12
- perspektivisch einen Teilbereich der Heckfräse ähnlich Fig. 5,
- Fig. 13
- eine Seitenansicht der Heckfräse gemäß Fig. 12,
- Fig. 14
- zeigt ein Flussdiagramm zur Illustration von Schritten gemäß eines Verfahrens zur
Montage einer Heckfräse,
- Fig. 15
- zeigt eine schematische Darstellung einer Pistenraupe gemäß einer weiteren bevorzugten
Ausführungsform der Erfindung.
[0030] Fig. 1 zeigt eine Heckfräse 1, insbesondere eine Heckansicht einer Heckfräse 1, welche
einen Fräskasten 2 aufweist. In dem Fräskasten 2 ist eine angetriebene Arbeitswellenanordnung
4 drehbar gelagert. An dem Fräskasten 2 ist eine Verstelleinheit 6 angeordnet. An
der Verstelleinheit 6 ist eine Seitenfinishereinheit 8 befestigt. Zudem ist an dem
Fräskasten 2 eine zweite Verstelleinheit 14 befestigt. Darüber hinaus ist an der zweiten
Verstelleinheit 14 eine zweite Seitenfinishereinheit 16 angeordnet. Ferner verfügt
die Heckfräse 1 über eine Tragstruktur 46, an welcher der Fräskasten 2 angeordnet
ist.
[0031] Ein Vorteil dieser Ausführungsform kann sein, dass mithilfe der Verstelleinheit 6
die Seitenfinishereinheit 8 vom Fräskasten 2 bzw. von der Tragstruktur 46 mechanisch
entkoppelt wird, sodass gewährleistet werden kann, dass die Seitenfinishereinheit
8 stets auf der Fahrbahn 54 aufliegt.
[0032] Fig. 2 zeigt eine Heckfräse 1 mit einer Tragstruktur 46. An der Tragstruktur 46 und/oder
dem Fräskasten 2 kann ein Spritzschutz 48 angeordnet sein. Ferner kann an der Tragstruktur
46 auch eine Vielzahl von Spritzschützen 48 angeordnet sein. Ferner können im Fräskasten
2 eine angetriebene Arbeitswellenanordnung 4 mit einer oder mehreren Arbeitswellen
angeordnet sein. Dabei kann die angetriebene Arbeitswellenanordnung 4 auch in verschiedene
Segmente unterteilt werden.
[0033] Fig. 3 zeigt eine schematische Darstellung der Heckfräse 1. Dabei weist die Heckfräse
1 einen Fräskasten 2 auf. In dem Fräskasten 2 ist die angetriebene Arbeitswellenanordnung
4 drehbar gelagert. An dem Fräskasten 2 ist eine Verstelleinheit 6 befestigt, an welcher
die Seitenfinishereinheit 8 angeordnet ist. Ferner weist die Heckfräse 1 eine zweite
Verstelleinheit 14 und eine zweite Seitenfinishereinheit 16 auf, welche miteinander
verbunden sind. Die zweite Verstelleinheit 14 kann in dem Fräskasten 2 angeordnet
sein.
[0034] Fig. 4 zeigt eine schematische Darstellung der Heckfräse 1. Die Heckfräse 1 weist
dabei einen Fräskasten 2 auf. Der Fräskasten 2 kann mittels eines Umlenkers 12 und
eines Aktuators 10 mit der Seitenfinishereinheit 8 verbunden sein. Somit bilden der
Umlenker 12 und der Aktuator 10 die Verstelleinheit 6 aus. Dabei kann der Umlenker
12 einen ersten Befestigungspunkt aufweisen, welcher an dem Fräskasten 2 festgelegt
ist. Ferner kann der Umlenker 12 einen zweiten Befestigungspunkt aufweisen, welcher
an der Seitenfinishereinheit 8 festgelegt ist. Darüber hinaus kann der Aktuator 10
über einen ersten Festlegungspunkt verfügen, welcher an dem Fräskasten 2 angeordnet
ist. Ferner kann der Aktuator 10 über einen zweiten Festlegungspunkt verfügen, welcher
an dem Umlenker 12 befestigt ist. Mit Hilfe des Umlenkers 12 und des Aktuators 10
kann eine vorbestimmte Kraft auf die Seitenfinishereinheit 8 ausgebildet werden.
[0035] Fig. 5 zeigt eine schematische Darstellung der Heckfräse 1. Die Heckfräse 1 weist
einen Fräskasten 2 auf. Die Verstelleinheit 6 verfügt über eine Halteplatte 26. Mittels
zumindest eines Verbindungselements 52 ist die Halteplatte 26 an dem Fräskasten 2
befestigt. Ferner weist die Verstelleinheit 6 einen Aktuator 10 auf, welcher mittels
eines Umlenkers 12 an der Halteplatte 26 und dem Fräskasten 2 und/oder der Tragstruktur
46 befestigt ist. Ferner ist an der Halteplatte 26 ein Seitenfinisherelement 20 drehbar
befestigt. Zudem ist an der Halteplatte 26 ein Zwischenfinisherelement 22 angeordnet.
[0036] Fig. 6 zeigt eine schematische Darstellung der Heckfräse 1. Die Heckfräse 1 verfügt
über eine Verstelleinheit 6, welche über eine Halteplatte 26 verfügt. An der Halteplatte
26 ist ein Seitenfinisherelement 20 drehbar bzw. schwenkbar angeordnet. Ferner verfügt
die Heckfräse 1 über einen Seitenaktuator 24, welcher zum einen an dem Seitenfinisherelement
20 angeordnet ist und auf der anderen Seite an dem Fräskasten 2 und/oder der Tragstruktur
46 befestigt ist. Somit kann ein Anstellwinkel 27 des Seitenfinisherelements 20 zur
Halteplatte 26 mittels des Seitenaktuators 24 verändert werden. Ferner verfügt die
Seitenfinishereinheit 8 über einen Zwischenfinisher 22, welcher an der Halteplatte
26 angeordnet ist. Dabei kann eine Aufstellkraft auf den Zwischenfinisher 22 und/oder
das Seitenfinisherelement 20 mittels des Aktuators 10 eingestellt werden. Diese Kraft
kann insbesondere derart eingestellt werden, dass das Zwischenfinisherelement 22 möglichst
plan auf der Fahrbahn 54 aufliegt.
[0037] Fig. 7 zeigt eine Heckfräse 1, welche durch eine Senke der Fahrbahn 54 bewegt wird.
Die Heckfräse 1 verfügt dabei über eine Verstelleinheit 6 sowie eine Seitenfinishereinheit
8. Die Verstelleinheit 6 verfügt über eine Halteplatte 26, welche im Wesentlichen
parallel zu einer Seitenfläche des Fräskastens 2 angeordnet ist. Ferner verfügt die
Verstelleinheit 6 über einen Aktuator 10, welcher mittels eines Umlenkers 12 eine
vorbestimmte Kraft auf die Seitenfinishereinheit 8 ausbildet. Dabei verfügt die Halteplatte
26 über eine Ausnehmung für den Umlenker 50, durch welche ein Aufhängepunkt des Umlenkers
12 durch die Halteplatte 26 geführt wird. Ferner durchfährt die Heckfräse 1 eine Senke
entlang der Fahrbahn 54. Dabei ist in Fig. 7 dargestellt, dass trotz der Senke der
Fahrbahn 54 das sowohl das Zwischenfinisherelement 22 als auch das Seitenfinisherelement
20 im Wesentlichen plan auf der Fahrbahn 54 aufliegt. Dies wird mittels der Verstelleinheit
6 erreicht, da diese die Seitenfinishereinheit 8 vom Fräskasten 2 mechanisch entkoppelt,
sodass die Seitenfinishereinheit 8 sich an eine Kontur der Fahrbahn 54 anpassen kann.
Ebenso wird die Lage des Seitenfinisherelements 20 an die Kontur der Fahrbahn 54 mittels
der Verstelleinheit 6 angepasst.
[0038] Fig. 8 zeigt eine schematische Darstellung der Heckfräse 1, welche entlang eines
Hügels der Fahrbahn 54 entlang fährt. Hierbei kann mittels der Verstelleinheit 6 eine
möglichst plane Lage der Seitenfinishereinheit 8 auf der Fahrbahn 54 erreicht werden.
Die Heckfräse 1 verfügt über eine Verstelleinheit 6 mit einer Halteplatte 26. Die
Halteplatte 26 verfügt über eine erste Ausnehmung 28 und eine zweite Ausnehmung 42.
Die erste Ausnehmung 28 bildet eine Bahn 30 aus, entlang welcher ein Verbindungselement
52 geführt werden kann. Ebenso bildet die zweite Ausnehmung 42 eine zweite Bahn 44
aus, indem ein Verbindungselement 52 entlang der Bahn 44 geführt werden kann. Ferner
können die erste Bahn 30 und die zweite Bahn 44 parallel, konzentrisch, wie in Figur
8 gezeigt, und/oder symmetrisch zueinander angeordnet sein, insbesondere derart, dass
eine Bewegung der Verstelleinheit 6 zum Fräskasten 2 entlang eines Freiheitsgrades
erfolgt. Darüber hinaus kann die Halteplatte 26 mittels eines Hebels 32 an dem Fräskasten
2 befestigt sein.
[0039] Fig. 9 zeigt eine schematische Darstellung der Heckfräse 1. Die Heckfräse 1 verfügt
über eine Verstelleinheit 6 sowie eine Seitenfinishereinheit 8. Die Seitenfinishereinheit
8 besteht aus einem Zwischenfinisherelement 22 und einem Seitenfinisherelement 20,
welche beide an der Verstelleinheit 6 befestigt sind. Ferner verfügt die Heckfräse
1 über einen Fräskasten 2, in welchem eine angetriebene Arbeitswellenanordnung 4 drehbar
gelagert ist. Bei der angetriebenen Arbeitswellenanordnung 4 handelt es sich insbesondere
um einen Fräskörper bzw. eine Fräse. Die angetriebene Arbeitswellenanordnung taucht
in die Ebene der Fahrbahn 54 ein, sodass eine Frästiefe 18 entsteht, in welcher die
angetriebene Arbeitswellenanordnung 4 in die Fahrbahn 54 eintaucht. Dabei kann die
Lage der Seitenfinishereinheit 8 mittels der Verstelleinheit 6 an die Frästiefe 18
angepasst werden. Dies wird insbesondere in den Figuren 10 und 11 detailliert erläutert.
[0040] Fig. 10 zeigt eine Heckfräse 1 mit einer Verstelleinheit 6 und einer Seitenfinishereinheit
8. Ferner taucht die angetriebene Arbeitswellenanordnung 4 in die Fahrbahn 54 ein,
sodass eine Frästiefe 18 entsteht. Die Frästiefe 18 ist im Vergleich zur Fig. 9 höher
gewählt. Trotz der erhöhten Frästiefe 18 liegen das Zwischenfinisherelement 22 sowie
das Seitenfinisherelement 20 optimal auf der Fahrbahn 54 auf, da mittels der Verstelleinheit
6 die Lage der Seitenfinishereinheit 8 gezielt eingestellt werden kann. Ferner kann
dabei mittels des Aktuators 10 ein Anpressdruck oder eine Aufstellkraft der Seitenfinishereinheit
8 gezielt eingestellt werden, unabhängig von einer Frästiefe 18.
[0041] Fig. 11 zeigt eine weitere schematische Darstellung der Heckfräse 1. Im Vergleich
zur Fig. 10 taucht die angetriebene Arbeitswellenanordnung 4 noch weiter in die Fahrbahn
54 ein, sodass eine erhöhte Frästiefe 18 dargestellt wird. Trotz der erhöhten Frästiefe
18 liegen das Zwischenfinisherelement 22 und das Seitenfinisherelement 20 der Seitenfinishereinheit
8 optimal auf der Fahrbahn 54 auf. Dies kann insbesondere mittels eines Aktuators
10 der Verstelleinheit 6 erreicht werden.
[0042] Fig. 12 zeigt eine schematische Darstellung der Heckfräse 1. Die Heckfräse 1 verfügt
über eine Verstelleinheit 6. Die Verstelleinheit 6 weist dabei einen Aktuator 10 sowie
einen Umlenker 12 auf, welche an einer Halteplatte 26 angeordnet sind. Die Halteplatte
26 weist eine erste Ausnehmung 28 und eine zweite Ausnehmung 42 auf, in welcher jeweils
Verbindungselemente 52 angeordnet sind, die zur Führung der Halteplatte 26 zum Fräskasten
2 dienen. Ferner können die Verbindungselemente 52 auch an einer Tragstruktur 46 angeordnet
sein. Zudem kann an der Tragstruktur 46 ein Spritzschutz 48 befestigt sein. Darüber
hinaus kann der Aktuator 10 sowie der Seitenaktuator 24 ebenfalls an der Tragstruktur
46 befestigt sein. Die Halteplatte 26 kann ferner mittels eines Hebels 32 an dem Fräskasten
2 und/oder der Tragstruktur 46 befestigt sein. Der Seitenaktuator 24 kann einen Anstellwinkel
27 zwischen dem Seitenfinisherelement 20 und der Halteplatte 26 bzw. dem Fräskasten
2 einstellen. Ferner kann ein Zwischenfinisherelement 22 an der Halteplatte 26 befestigt
sein. Mittels des Seitenaktuators 26 kann die Seitenfinishereinheit 8 zwischen einer
Betriebsposition und einer Ruheposition verlagert werden.
[0043] Fig. 13 zeigt eine schematische Darstellung der Heckfräse 1. Die Heckfräse 1 kann
über eine Tragstruktur 46 verfügen. Dabei kann die Verstelleinheit 6 an dem Fräskasten
2 und/oder an der Tragstruktur 46 befestigt sein. Die Verstelleinheit 6 kann dabei
über eine Halteplatte 26 verfügen, welche über eine erste Ausnehmung 28 und eine zweite
Ausnehmung 42 verfügt, welche dazu eingerichtet sind, die Halteplatte 26 entlang einer
vorbestimmten Bahn 30 zu führen. Ferner kann das Seitenfinisherelement 20 mittels
eines Seitenaktuators 26, welcher an der Tragstruktur 46 und/oder dem Fräskasten 2
befestigt ist, entlang eines Anstellwinkels 27 bewegt werden.
[0044] Fig. 14 zeigt ein Flussdiagramm zur Illustration von Schritten des Verfahrens 40
zur Herstellung einer Heckfräse 1, wie voranstehend und nachfolgend beschrieben. Dabei
kann das Verfahren 40 den Schritt Montieren S1 an der Seitenfinishereinheit 8 an einer
Verstelleinheit 6 umfassen. Ferner kann das Verfahren 40 den Schritt Befestigen S2
der Verstelleinheit 6 an einem Fräskasten 2 der Heckfräse 1 umfassen, sodass die Verstelleinheit
6 eine Lage der Seitenfinishereinheit 8 relativ zum Fräskasten 2 während einer Fahrt
einer Pistenraupe 34 einstellt.
[0045] Fig. 15 zeigt eine schematische Darstellung einer Pistenraupe 34. Die Pistenraupe
34 kann dabei über einen Heckgeräteträger 36 verfügen, an welchem die Heckfräse 1
mittels einer Befestigungseinheit 38 festgelegt werden kann.
[0046] Ferner ist darauf hinzuweisen, dass der Begriff der Einheit vorliegend ebenfalls
breit zu verstehen ist und sowohl eine einteilige Ausbildung als auch eine mehrteilige
Ausbildung der jeweiligen Einheiten umfasst ist, wobei die jeweiligen Teile einer
Einheit nicht an einer Position der Heckfräse vorgesehen sein müssen, sondern auch
verteilt an der Heckfräse vorgesehen werden können.
[0047] Ergänzend sei darauf hingewiesen, dass "umfassend" und "aufweisend" keine anderen
Elemente ausschließt und die unbestimmten Artikel "eine" oder "ein" keine Vielzahl
ausschließen. Ferner sei darauf hingewiesen, dass Merkmale, die mit Verweis auf eines
der obigen Ausführungsbeispiele beschrieben worden sind, auch in Kombination mit anderen
Merkmalen anderer oben beschriebener Ausführungsbeispiele verwendet werden können.
Bezugszeichen in den Ansprüchen sind nicht als Einschränkungen anzusehen.
1. Heckfräse (1) für eine Pistenraupe (34) zur Schneepistengestaltung und -pflege mit
einer Tragstruktur (46) sowie mit einem an der Tragstruktur gehaltenen, zu einer Schneepiste
offenen Fräskasten (2) und mit einer angetriebenen Arbeitswellenanordnung (4), die
im Fräskasten (2) drehbar gelagert ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Heckfräse (1) zumindest eine Verstelleinheit (6), welche am Fräskasten (2) angeordnet
ist, und eine Seitenfinishereinheit (8) aufweist, wobei die Verstelleinheit (6) dazu
eingerichtet ist, eine Lage der Seitenfinishereinheit (8) relativ zum Fräskasten (2)
während einer Fahrt der Pistenraupe (34) einzustellen.
2. Heckfräse gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstelleinheit (6) zumindest einen Aktuator (10) aufweist, welcher dazu eingerichtet
ist, eine vorbestimmte Kraft auf die Seitenfinishereinheit (8) auszubilden, sodass
die Seitenfinishereinheit (8) einer Pistenkontur folgt.
3. Heckfräse gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstelleinheit (6) einen Umlenker (12) aufweist, welcher an dem Fräskasten (2)
und der Verstelleinheit (6) festgelegt ist, wobei der Aktuator (10) mit dem Umlenker
(12) und dem Fräskasten (2) verbunden ist, sodass der Aktuator (10) mittels des Umlenkers
(12) die vorbestimmte Kraft auf die Seitenfinishereinheit (8) ausbildet.
4. Heckfräse gemäß einem der Ansprüche 2 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Aktuator (10) ein mechanischer, hydraulischer, elektrischer und/oder pneumatischer
Aktuator (10) ist.
5. Heckfräse gemäß einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Heckfräse (1) eine zweite Verstelleinheit (14), welche gegenüberliegend zur Verstelleinheit
(6) am Fräskasten (2) angeordnet ist, und eine zweite Seitenfinishereinheit (16),
welche an der zweiten Verstelleinheit (14) angeordnet ist, aufweist, wobei die Verstelleinheit
(6) und die zweite Verstelleinheit (14) die jeweilige Lage der Seitenfinishereinheiten
(8, 16) unabhängig voneinander einstellen.
6. Heckfräse gemäß einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Heckfräse (1) dazu eingerichtet ist, eine Frästiefe (18) der angetriebenen Arbeitswellenanordnung
(4) einzustellen, wobei die Verstelleinheit (6) dazu eingerichtet ist, die Lage der
Seitenfinishereinheit (8) relativ zum Fräskasten (2) in Abhängigkeit der Frästiefe
(18) der angetriebenen Arbeitswellenanordnung (4) einzustellen.
7. Heckfräse gemäß einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenfinishereinheit (8) zumindest ein Seitenfinisherelement (20) und/oder ein
Zwischenfinisherelement (22) aufweist.
8. Heckfräse gemäß Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Heckfräse (1) einen Seitenaktuator (24) aufweist, welcher mit dem Fräskasten
(2) und dem Seitenfinisherelement (20) verbunden ist, sodass ein Anstellwinkel (27)
des Seitenfinisherelements (20) zum Fräskasten (2) mittels des Seitenaktuators (24)
einstellbar ist.
9. Heckfräse gemäß einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstelleinheit (6) eine Halteplatte (26) aufweist, welche verlagerbar an dem
Fräskasten (2) angeordnet ist, wobei die Seitenfinishereinheit (8) an der Halteplatte
(26) befestigt ist.
10. Heckfräse gemäß Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteplatte (26) zumindest eine Ausnehmung (28) aufweist, welche dazu eingerichtet
ist, die Halteplatte (26) entlang einer vorbestimmten Bahn (30) zu führen.
11. Heckfräse gemäß einem der Ansprüche 9 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Heckplatte (26) eine zweite Ausnehmung (42) aufweist, welche dazu eingerichtet
ist, die Halteplatte (26) entlang einer zweiten vorbestimmten Bahn (44) zu führen,
wobei die vorbestimmte Bahn (30) und die zweite vorbestimmte Bahn (44) parallel, konzentrisch
und/oder symmetrisch zueinander angeordnet sind.
12. Heckfräse gemäß einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstelleinheit (6) zumindest einen Hebel (32) aufweist, welcher an dem Fräskasten
(2) und der Halteplatte (26) befestigt ist, sodass der Hebel (32) die Halteplatte
(26) relativ zum Fräskasten (2) führt.
13. Pistenraupe (34) aufweisend eine Heckfräse (1) gemäß einem der vorherigen Ansprüche.