[0001] Die Erfindung betrifft eine Montagekonsole für einen Türbetätiger.
[0002] Türbetätiger werden dazu verwendet, Türen zu schließen und/oder zu öffnen. Als Türbetätiger
werden insbesondere Türschließer und Türantriebe bezeichnet. Beim Türschließer wird
im Regelfall durch die manuelle Öffnungsbewegung ein Federspeicher geladen. Die dabei
gespeicherte Energie wird zum Schließen der Tür genutzt. Beim Türantrieb kann beispielsweise
mittels Elektromechanik oder Hydraulik die Tür selbstständig geöffnet und/oder geschlossen
werden. Türbetätiger werden üblicherweise auf dem Türblatt oder der Zarge bzw. Wand
befestigt. Für die Befestigung der Türbetätiger werden meist Montageplatten verwendet.
Die Montageplatte wird an ihrer Montagefläche, also der Tür, Zarge oder Wand, befestigt.
Der Türbetätiger wiederum wird an der Montageplatte befestigt.
[0003] Insbesondere bei Brandschutztüren ist zu beachten, dass in den Türbetätigern oftmals
brennbare Fluide, insbesondere Hydrauliköle, zur Anwendung kommen. Durch geeignete
Maßnahmen ist möglichst zu vermeiden, dass sich das Fluid im Türbetätiger im Brandfall
zu stark erhitzt und gegebenenfalls nach Austritt aus dem Türbetätiger entzündet.
[0004] Es ist die Aufgabe vorliegender Erfindung, eine Montagekonsole für einen Türbetätiger
anzugeben, die eine betriebssichere Befestigung des Türbetätigers und gleichzeitig
sicherheitsrelevante Anforderungen, insbesondere für den Brandfall, erfüllt.
[0005] Die Lösung der Aufgabe erfolgt durch die Merkmale des unabhängigen Anspruchs. Die
abhängigen Ansprüche haben vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung zum Gegenstand.
[0006] Die Erfindung beschreibt eine Montagekonsole, die anstatt einer herkömmlichen Montageplatte
zur Befestigung des Türbetätigers verwendet wird. Die Montagekonsole weist zumindest
ein erstes Montageelement und ein zweites Montageelement auf. Die Montageelemente
sind über zumindest eine Verbindungsanordnung miteinander verbunden. Bei entsprechender
thermischer Belastung löst sich diese Verbindungsanordnung, so dass sich die beiden
Montageelemente voneinander trennen. Dadurch löst sich der Türbetätiger von der Montagefläche,
also von der Tür, Zarge oder Wand. Dabei wird insbesondere davon ausgegangen, dass
sich der Türbetätiger an der brandabgewandten Seite der Tür befindet. Durch das Ablösen
des Türbetätigers von seiner Montagefläche wird vermieden, dass sich der Türbetätiger
zu stark erhitzt, wodurch ein Austritt des Fluids aus dem Türbetätiger und eine Entzündung
des Fluids vermieden wird.
[0007] An der Montagekonsole ist zur Beschreibung von Richtungen eine Montageachse definiert.
Die Montageachse steht beispielsweise parallel zu den Schrauben, die zum Anschrauben
der Montagekonsole an der Montagefläche verwendet werden. Gemäß alternativer Definition
steht die Montageachse senkrecht zur Abtriebsachse des Türbetätigers. Senkrecht zur
Montageachse sind eine Längsachse und eine Hochachse definiert; die Längsachse erstreckt
sich bei üblicher Einbaulage horizontal.
[0008] Die beiden Montageelemente sind vorzugsweise Platten bzw. plattenförmige Elemente,
die zur Bildung der Montagekonsole aneinander oder insbesondere ineinander angeordnet
sind. Es ist insbesondere vorgesehen, dass das zumindest eine erste Montageelement
mit seiner Rückseite an der Montagefläche befestigt, insbesondere angeschraubt, wird.
Diese Montagefläche ist durch eine Tür, Zarge oder Wand gebildet. Dementsprechend
wird das zweite Montageelement mit dem Türbetätiger verbunden. Das zweite Montageelement
weist insbesondere eine Vorderfläche auf, an die der Türbetätiger befestigt, insbesondere
angeschraubt, wird. Vorzugsweise ist das zweite Montageelement ein eigenständiges
Bauteil, an dem der Türbetätiger befestigt wird. Alternativ kann das zweite Montageelement
allerdings auch integraler Bestandteil des Türbetätigers sein.
[0009] Ferner ist auch die umgekehrte Ausgestaltung möglich, wonach das zumindest eine erste
Montageelement zur Aufnahme des Türbetätigers ausgebildet ist und das zweite Montageelement
an der Montagefläche befestigt wird.
[0010] Die Montagekonsole umfasst zumindest eine Verbindungsanordnung. Insbesondere sind
eine, zwei, drei, vier, fünf oder mehr solcher Verbindungsanordnungen vorgesehen.
[0011] Die Verbindungsanordnung hält in ihrer Halteposition die beiden Montageelemente zusammen.
Insbesondere erfolgt dies durch einen Formschluss in der Verbindungsanordnung. Die
Verbindungsanordnung ist in eine Freigabeposition bewegbar. In dieser Freigabeposition
hält die Verbindungsanordnung die beiden Montageelemente nicht mehr zusammen; insbesondere
wird die durch die Verbindungsanordnung verwirklichte formschlüssige Verbindung zwischen
den beiden Montageelementen gelöst.
[0012] Ferner umfasst die Montagekonsole zumindest eine Formgedächtnisanordnung. Diese Formgedächtnisanordnung
wiederum umfasst mindestens ein Formgedächtniselement (z.B. Draht), das aus Formgedächtnismaterial
gefertigt ist. Bei diesem Formgedächtnismaterial handelt es sich insbesondere um ein
Formgedächtnismetall bzw. eine Formgedächtnislegierung. Das Formgedächtnismaterial
ist insbesondere ein spezielles Metall, das in zwei unterschiedlichen Kristallstrukturen
(z. B. Austenit und Martensit) existieren kann. Die Formgedächtnisanordnung ist in
der Montagekonsole so angeordnet und ausgebildet, dass sie bei thermischer Aktivierung
die Verbindungsanordnung in die Freigabeposition bewegt. Die Formgedächtnisanordnung
wird also in der Montagekonsole als Aktuator bzw. Antrieb zum Bewegen der Verbindunganordnung
verwendet. Dabei muss nicht die vollständige Verbindungsanordnung bewegt werden, sondern
es kann ausreichen, wenn ein Teil der Verbindungsanordnung derart bewegt wird, um
die Verbindung zwischen den beiden Montageelementen zu lösen.
[0013] Das thermische Aktivieren erfolgt insbesondere in einem Temperaturbereich von 90°C
bis 200°C. Insbesondere ist die Formgedächtnisanordnung dabei so ausgebildet, dass
bei entsprechender Temperatur, die zur Vermeidung eines Austritts und des Fluids aus
dem Türbetätiger und einer darauffolgenden Entzündung des Fluids angemessen ist, die
Aktivierung erfolgt. Insbesondere handelt es sich bei dem thermischen Aktivieren um
ein Erwärmen des Formgedächtniselementes, so dass die Umwandlung des martensitischen
Gefüges in das austenitische Gefüge stattfindet.
[0014] Das Formgedächtniselement ist vorzugsweise als Draht, Stange oder Feder ausgebildet.
Bei der Feder handelt es sich insbesondere um eine Spiralfeder. Das Formgedächtniselement
verändert sich bei thermischer Aktivierung in seiner Länge; insbesondere verkürzt
es sich. Dadurch kann durch thermische Aktivierung des Formgedächtniselementes eine
Kraft, insbesondere eine Zugkraft, auf ein Element der Verbindungsanordnung ausgeübt
werden. So kann die Kraft, insbesondere Zugkraft, zum Lösen der Verbindungen der Verbindungsanordnung
genutzt werden.
[0015] In der Montagekonsole ist das Formgedächtniselement vorzugsweise zumindest teilweise
in einer Aufnahmenut und/oder einem vollumfänglich geschlossenen Kanal angeordnet.
Die Aufnahmenut bzw. der Kanal befindet sich insbesondere im ersten Montageelement.
Durch diese Anordnung in der Aufnahmenut bzw. im Kanal ist eine geschützte Position
des relativ dünnen Formgedächtniselementes möglich, so dass beispielsweise während
der Montage der Montagekonsole der Draht nicht beschädigt wird. Vorzugsweise erstreckt
sich die Aufnahmenut oder der Kanal über zumindest 50% der Länge des Formgedächtniselementes.
Hierdurch wird ferner erreicht, dass der Wärmetransport von der Montagefläche zum
Formgedächtniselement besonders schnell erfolgt und somit die Montagekonsole möglichst
schnell auf eine gefährliche Temperaturerhöhung der Montagefläche reagieren kann.
[0016] Vorzugsweise umfasst das erste Montageelement eine Grundplatte, die insbesondere
zum Anliegen an der Montagefläche vorgesehen ist. Die Grundplatte wird insbesondere
über entsprechende Befestigungslöcher mit der Montagefläche verschraubt.
[0017] Das zweite Montageelement ist vorzugsweise als Platte ausgebildet. Insbesondere weist
diese Platte zumindest eine Aufnahmeaussparung auf. Die Aufnahmeaussparung ist insbesondere
von der Vorderseite bis zur Rückseite durchgehend. In der Aufnahmeaussparung wird
das erste Montageelement angeordnet. Insbesondere ist das zweite Montageelement rahmenförmig
und umgibt somit voll umfänglich die zumindest eine Aufnahmeaussparung.
[0018] In dem zweiten Montageelement können auch mehrere Aufnahmeaussparungen, jeweils zur
Anordnung eines ersten Montageelementes, vorgesehen sein.
[0019] Durch diese Ausgestaltung ist das zumindest eine erste Montageelement in dem plattenförmigen
zweiten Montageelement integriert und eine bauraumoptimierte Konstruktion ist gegeben.
[0020] Die Montagekonsole weist vorzugsweise eine Dicke von maximal 6 mm, insbesondere maximal
4 mm, auf. Durch diese relativ dünne Ausgestaltung ergibt sich ein Erscheinungsbild
wie bei einer normalen Montageplatte. Die Dicke wird insbesondere von der Rückseite
zur Vorderseite, also parallel zur Montageachse gemessen. Etwaige Positionierungsfortsätze
oder sonstige Elemente, auf die der Türbetätiger aufgesteckt wird, bleiben dabei unberücksichtigt.
[0021] In bevorzugter Ausführung ist vorgesehen, dass die Verbindungsanordnung zumindest
ein Riegelelement umfasst. Dieses Riegelelement ist am ersten Montageelement beweglich
angeordnet und kann aus seiner Halteposition in eine Freigabeposition bewegt werden.
Das erste Montageelement ist insbesondere das an der Montagefläche (Tür, Wand oder
Zarge) anzuschraubende Bauteil.
[0022] Im Grundzustand, also wenn die Formgedächtnisanordnung nicht thermisch aktiviert
ist, befindet sich das Riegelelement in seiner Halteposition und hält dabei das zweite
Montageelement. In der Freigabeposition gibt das Riegelelement das zweite Montageelement
frei, so dass sich die beiden Montageelemente voneinander lösen können. Dadurch löst
sich auch der Türbetätiger von der Montagefläche.
[0023] Die Bewegung des Riegelelementes in seine Freigabeposition erfolgt durch die Formgedächtnisanordnung,
die bei thermischer Aktivierung eine entsprechende Kraft auf das Riegelelement der
Verbindungsanordnung ausübt.
[0024] Die Verbindung zwischen der Formgedächtnisanordnung, insbesondere dem Formgedächtniselement,
und dem zumindest einen Riegel kann direkt oder indirekt erfolgen. Auch die formschlüssige
Verbindung zwischen Riegelelement und zweitem Montageelement kann direkt oder indirekt
erfolgen. Beispielsweise wird eine Variante vorgestellt, bei der zwischen dem Riegelelement
und dem zweiten Montageelement ein Schwenkriegel angeordnet ist, der vom Riegelelement
zunächst blockiert ist und in der Freigabeposition sich dann drehen kann, um so den
Formschluss zum zweiten Montageelement zu lösen.
[0025] Grundsätzlich ist die Formgedächtnisanordnung zum Bewegen des Riegelelements angeordnet
und ausgebildet. Das Riegelelement kann an dem ersten Montageelement, insbesondere
an der Grundplatte des ersten Montageelements, linear beweglich oder drehbeweglich
angeordnet sein. Dabei ist das Riegelelement entweder parallel zur Längsachse oder
parallel zur Hochachse und somit senkrecht zur Montageachse linear beweglich. Bei
der drehbeweglichen Anordnung ist insbesondere vorgesehen, dass die entsprechende
Riegeldrehachse parallel zur Montageachse steht.
[0026] Entsprechend diesen unterschiedlichen Anordnungen des Riegelelements ist die Formgedächtnisanordnung
insbesondere dazu angeordnet und ausgebildet, das Riegelelement zu ziehen, zu drehen
oder zu verformen. Das Verformen kann dabei mit einer ziehenden und/oder drehenden
Bewegung des Riegelelements einhergehen.
[0027] Bevorzugt ist vorgesehen, dass die Montagekonsole zumindest zwei gegenläufige Riegelelemente
aufweist. Die beiden Riegelelemente sind insbesondere derart gegenläufig, so dass
sie bei einer Bewegung aufeinander zu, insbesondere parallel zur Längsachse, in ihre
Freigabeposition bewegt werden. Die beiden Enden der zumindest einen Formgedächtnisanordnung
sind dabei vorzugsweise mit den beiden gegenläufigen Riegelelementen verbunden, so
dass sich bei thermischer Aktivierung die Formgedächtnisanordnung zusammenzieht und
dabei die beiden Riegelelemente gleichzeitig aufeinander zu in die Freigabeposition
bewegt.
[0028] Alternativ ist es auch möglich, die beiden gegenläufigen Riegelelemente mit jeweils
einer Formgedächtnisanordnung zu koppeln. Insbesondere ist dann ein Ende der Formgedächtnisanordnung
mit dem zugehörigen Riegelelement verbunden und das andere Ende der Formgedächtnisanordnung
ist mit dem ersten Montageelement, insbesondere der Grundplatte, verbunden. Bei thermischer
Aktivierung ziehen sich die Formgedächtnisanordnungen wiederum zusammen und ziehen
dadurch das zugehörige Riegelelement in die gewünschte Freigabeposition.
[0029] In einer dritten Variante sind zumindest zwei gleichläufige Riegelelemente vorgesehen,
wobei die beiden gleichläufigen Riegelelemente zusammen mit einer Formgedächtnisanordnung,
insbesondere einem Formgedächtniselement, kraftübertragend verbunden sind. Dadurch
können mit der einen Formgedächtnisanordnung bei thermischer Aktivierung beide Elemente
gleichzeitig bewegt werden. Dabei ist insbesondere vorgesehen, dass die Formgedächtnisanordnung
mit einem Ende am ersten Montageelement, insbesondere der Grundplatte, befestigt ist
und das andere Ende der Formgedächtnisanordnung mit einem der beiden Riegelelemente
verbunden ist. Über ein Element zur Kraftübertragung, beispielsweise eine Hülse, kann
eine Kraftübertragung auf das weitere Riegelelement erfolgen. Das Formgedächtniselement
verläuft dabei vorzugsweise durch die Hülse.
[0030] Bevorzugt ist vorgesehen, dass zumindest an einem Ende, vorzugsweise an beiden Enden,
des jeweiligen Formgedächtniselementes ein Endstück angeordnet ist. Dieses Endstück
ist insbesondere ein auf das Formgedächtniselement aufgecrimptes Element. Mit solchen
Endstücken lässt sich die Formgedächtnisanordnung, beispielsweise durch Einhängen
in eine entsprechende Aufnahmegabel, mit dem zugehörigen Riegelelement und/oder der
Grundplatte des ersten Montageelementes verbinden. Alternativ kann das Formgedächtniselement
durch Klemmung oder direkt durch Stoffschluss (z.B. Laserschweißpunkt) mit dem entsprechenden
Element der Vorrichtung verbunden sein.
[0031] Um die gleitende Bewegung zwischen Riegelelement und erstem bzw. zweitem Montageelement
zu verbessern, ist vorzugsweise zumindest ein Wälzkörper vorgesehen. Solch ein Wälzkörper
befindet sich zwischen dem Riegelelement und dem ersten Montageelement und/oder zwischen
Riegelelement und zweitem Montageelement.
[0032] Vorzugsweise handelt es sich bei dem Wälzkörper um eine Walze (beispielsweise einen
Stab) oder eine Kugel. Solche Wälzkörper können ohne aufwändige Befestigung in eines
der Montageelemente oder das Riegelelement eingelegt werden.
[0033] Wie erläutert, kann das Riegelelement linear beweglich am ersten Montageelement gelagert
sein. Insbesondere ist dabei vorgesehen, dass das Riegelelement zumindest eine Führung
aufweist. Diese Führung ist insbesondere ein Führungslangloch oder eine Führungsnut.
Vom ersten Montageelement ragt ein Führungsfortsatz in die Führung, um so die linear
bewegliche Führung des Riegelelementes gegenüber dem ersten Montageelement zu gewährleisten.
Der Führungsfortsatz kann ein integraler Bestandteil der Grundplatte des ersten Montageelements
oder beispielsweise eine in die Grundplatte eingesetzte Schraube sein.
[0034] Des Weiteren ist bevorzugt vorgesehen, dass zwischen dem Riegelelement und dem zweiten
Montageelement ein Schwenkriegel angeordnet ist. Der Schwenkriegel ist insbesondere
drehbeweglich am ersten Montageelement gelagert. Die Schwenkachse steht dabei vorzugsweise
senkrecht zur Montageachse; insbesondere parallel zur Längsachse oder parallel zur
Hochachse.
[0035] Der Schwenkriegel umfasst insbesondere zwei Schenkel, wobei die Schwenkriegeldrehachse
zwischen den beiden Schenkeln angeordnet ist. Der eine Schenkel des Schwenkriegels
liegt formschlüssig direkt oder indirekt am zweiten Montageelement an. Der andere
Schenkel liegt formschlüssig direkt oder indirekt am Riegelelement in seiner Halteposition
an. Solang das Riegelelement in seiner Halteposition ist, wird dabei der Schwenkriegel
an einer Drehung um seine Schwenkriegelachse gehindert und die formschlüssige Verbindung
zum zweiten Montageelement bleibt bestehen.
[0036] Zwischen dem Riegelelement und dem Schwenkriegel kann ein Querelement, insbesondere
in Form eines stabförmigen Wälzkörpers angeordnet sein. Bei Bewegung des Riegelelementes
in die Freigabeposition wird dieses Querelement unter dem Schenkel des Schwenkriegels
herausgezogen.
[0037] Des Weiteren ist, wie bereits erwähnt, vorgesehen, dass das Riegelelement drehbeweglich
am ersten Montageelement gelagert ist. Die Formgedächtnisanordnung kann dabei direkt
oder indirekt mit dem Riegelelement verbunden sein, um das Riegelelement um seine
Riegelelementdrehachse zu drehen.
[0038] Insbesondere ist eine Übertragungsstange vorgesehen, die von der Formgedächtnisanordnung
bei thermischer Aktivierung gezogen wird. Die Übertragungsstange ist vorzugsweise
linear beweglich parallel zur Längsachse angeordnet.
[0039] Die Übertragungsstange ist wiederum derart mit dem zumindest einen drehbaren Riegelelement
verbunden, so dass die Linearbewegung der Übertragungsstange in eine rotatorische
Bewegung des zumindest einen Riegelelementes umgewandelt wird.
[0040] Das Riegelelement in der drehbaren Ausführung ist in der Halteposition formschlüssig
mit dem zweiten Montageelement verbunden und so ausgebildet, dass es bei einer Drehung
um weniger als 360°, vorzugsweise weniger als 180°, gelöst wird. Insbesondere weist
das Riegelelement hierzu einen Nocken oder eine sonstige exzentrische Anordnung auf,
die sich senkrecht zur Riegeldrehachse erstreckt und die formschlüssige Verbindung
mit dem zweiten Montageelement eingeht.
[0041] Besonders bevorzugt weist das drehbare Riegelelement zumindest an einem Bereich des
Umfangs eine konische Fläche auf, die mit einer komplementären konischen Fläche des
zweiten Montageelements derart zusammenwirkt, dass bei einer Drehung in die Freigabeposition
das zweite Montageelement durch die beiden zusammenwirkenden konischen Flächen von
der Montagefläche weggedrückt wird; so dass sich der Türbetätiger von der Montagefläche
wegbewegt.
[0042] Des Weiteren ist bevorzugt vorgesehen, dass die Formgedächtnisanordnung dazu angeordnet
und ausgebildet ist, das zumindest eine Riegelelement zu verformen. Dabei wird das
Riegelelement insbesondere so verformt, dass die formschlüssige Verbindung zwischen
Riegelelement und zweitem Montageelement gelöst wird.
[0043] Insbesondere weist das verformbare Riegelelement eine U-Form oder V-Form mit zwei
zusammenlaufenden Schenkeln auf. Die Formgedächtnisanordnung zieht vorzugsweise mittig
zwischen diesen beiden Schenkeln an der Riegelanordnung, so dass sich zum Lösen der
Verbindung die beiden Schenkel aufeinander zu oder voneinander weg biegen.
[0044] In den Ausführungsformen mit linear beweglichem Riegelelement ist insbesondere vorgesehen,
dass zwischen Riegelelement und erstem Montageelement eine schiefe Ebene ausgebildet
ist und sich das Riegelelement bei seiner Bewegung in die Freigabeposition über diese
schiefe Ebene bewegt, wodurch sich das Riegelelement senkrecht zur Montagefläche bewegt
und so eine Druckkraft auf den Türbetätiger ausüben kann. Dabei kann das Riegelelement
entweder das zweite Montageelement oder unmittelbar den Türbetätiger wegdrücken. Dadurch
wird ein Ablösen des Türbetätigers unterstützt.
[0045] In alternativen Ausführungen ohne Riegelelement ist bevorzugt vorgesehen, dass die
Verbindungsanordnung zumindest eine Formschlussanordnung zwischen den beiden Montageelementen
umfasst. Diese Formschlussanordnung umfasst insbesondere unmittelbar mit dem ersten
und zweiten Montageelement verbundene oder integral ausgebildete Formschlusselemente,
die in der Halteposition formschlüssig ineinandergreifen. Durch Bewegen zumindest
einer der beiden Montageelemente mittels der Formgedächtnisanordnung können diese
Formschlusselemente der Formschlussanordnung relativ zueinander bewegt werden, wodurch
sich die Verbindung zwischen den Montageelementen löst.
[0046] Gemäß einer ersten Variante ist das zweite Montageelement bei thermischer Aktivierung
durch die Formgedächtnisanordnung relativ zum ersten Montageelement in die Freigabeposition
verschiebbar, wodurch sich die Formschlusselemente der Formschlussanordnung voneinander
lösen.
[0047] Gemäß einer zweiten Variante ist vorgesehen, dass die Formschlussanordnung zum Verformen
eines der beiden Montageelemente, insbesondere des ersten Montageelementes, angeordnet
und ausgebildet ist. Dabei ist das entsprechende Montageelement derart verformbar,
so dass sich die Formschlussanordnung zwischen den beiden Montageelementen löst.
[0048] Wenn die Verformung des ersten Montageelementes vorgesehen ist, so ist das erste
Montageelement vorzugsweise über Langlöcher mit der Montagefläche verschraubt, so
dass sich über diese Langlöcher das erste Montageelement relativ zu den Schrauben
bewegen kann.
[0049] Unabhängig von der Ausgestaltung der Verbindungsanordnung ist bevorzugt vorgesehen,
dass die Montagekonsole zumindest ein Ablöseelement umfasst. Bei dem Ablöseelement
handelt es sich um ein thermisch intumeszierendes Material; beispielsweise ein Quellpad
oder eine entsprechende Feder. Das Ablöseelement ist so angeordnet, dass es den Türbetätiger
von der Montagefläche wegdrückt. Das Ablöseelement kann dabei unmittelbar auf den
Türbetätiger oder auf das entsprechende Montageelement wirken.
[0050] Des Weiteren kann die Montagekonsole ein thermisch aktivierbares Blockierelement
aufweisen. Das Blockierelement ist beispielsweise aus thermisch intumeszierendem Material
gefertigt oder ist eine mit Fluid gefüllte Glasampulle, wie sie beispielsweise aus
Sprinkleranlagen bekannt ist. Ferner kann das Blockierelement auch ein sonstiges Material
sein, das bei entsprechender Temperatur schmilzt oder deformiert.
[0051] Das Blockierelement ist so angeordnet, dass es eine Bewegung der Verbindungsanordnung
in die Freigabeposition blockiert. Erst bei thermischer Aktivierung, bestenfalls bevor
die Formgedächtnisanordnung aktiviert, löst sich das Blockierelement und gibt dadurch
die Bewegung der Verbindungsanordnung frei.
[0052] Die Erfindung umfasst ferner eine Anordnung, umfassend die beschriebene Montagekonsole
und einen Türbetätiger. Der Türbetätiger ist dabei insbesondere an dem zweiten Montageelement
befestigt. Vorzugsweise ist die Montagekonsole an einer Montagefläche, insbesondere
Tür, Zarge oder Wand befestigt.
[0053] Die Erfindung wird nun anhand von Ausführungsbeispielen näher beschrieben. Dabei
zeigen:
- Fig. 1
- eine erfindungsgemäße Anordnung mit erfindungsgemäßer Montagekonsole gemäß allen Ausführungsbeispielen,
- Fig. 2
- die erfindungsgemäße Montagekonsole gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel,
- Fig. 3
- den in Fig. 2 gekennzeichneten Schnitt A-A,
- Fig. 4 bis 6
- unterschiedliche Details der erfindungsgemäßen Montagekonsole gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel,
- Fig. 7
- die erfindungsgemäße Montagekonsole gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel,
- Fig. 8
- den in Fig. 7 gekennzeichneten Schnitt B-B,
- Fig. 9
- ein Detail der erfindungsgemäßen Montagekonsole gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel,
- Fig. 10 und 11
- eine erste Variante der erfindungsgemäßen Montagekonsole gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel,
- Fig. 12
- eine zweite Variante der erfindungsgemäßen Montagekonsole gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel,
- Fig. 13
- die erfindungsgemäße Montagekonsole gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel,
- Fig. 14
- ein Detail zur Fig. 13,
- Fig. 15
- eine Variante der erfindungsgemäßen Montagekonsole gemäß dem dritten Ausführungsbeispiel,
- Fig. 16
- eine Vorderseite der erfindungsgemäßen Montagekonsole gemäß einem vierten Ausführungsbeispiel,
- Fig. 17
- eine Rückseite der erfindungsgemäßen Montagekonsole gemäß dem vierten Ausführungsbeispiel,
- Fig. 18
- Details der erfindungsgemäßen Montagekonsole gemäß dem vierten Ausführungsbeispiel,
- Fig. 19
- eine Variante der erfindungsgemäßen Montagekonsole gemäß dem vierten Ausführungsbeispiel,
- Fig. 20
- eine Vorderseite der erfindungsgemäßen Montagekonsole gemäß dem fünften Ausführungsbeispiel,
- Fig. 21
- ein Detail der erfindungsgemäßen Montagekonsole gemäß dem fünften Ausführungsbeispiel,
- Fig. 22
- den in Fig. 20 gekennzeichneten Schnitt E-E,
- Fig. 23
- eine erste Variante der erfindungsgemäßen Montagekonsole gemäß dem fünften Ausführungsbeispiel,
- Fig. 24
- eine zweite Variante der erfindungsgemäßen Montagekonsole gemäß dem fünften Ausführungsbeispiel,
- Fig. 25
- eine dritte Variante der erfindungsgemäßen Montagekonsole gemäß dem fünften Ausführungsbeispiel,
- Fig. 26
- die erfindungsgemäße Montagekonsole gemäß einem sechsten Ausführungsbeispiel in Halteposition,
- Fig. 27
- die erfindungsgemäße Montagekonsole gemäß dem sechsten Ausführungsbeispiel in Freigabeposition,
- Fig. 28
- ein Detail der erfindungsgemäßen Montagekonsole gemäß dem sechsten Ausführungsbeispiel,
- Fig. 29
- die erfindungsgemäße Montagekonsole gemäß einem siebten Ausführungsbeispiel,
- Fig. 30
- die erfindungsgemäße Montagekonsole gemäß einem achten Ausführungsbeispiel,
- Fig. 31
- ein Detail der erfindungsgemäßen Montagekonsole gemäß allen Ausführungsbeispielen,
und
- Fig. 32
- ein Detail der erfindungsgemäßen Montagekonsole gemäß allen Ausführungsbeispielen.
[0054] Im Folgenden wird eine Anordnung 100 sowie eine Montagekonsole 1 anhand der Figuren
im Detail beschrieben. Fig. 1 zeigt zu allen Ausführungsbeispielen rein schematisch
eine Montagefläche 101 der Anordnung 100. Diese Montagefläche 101 ist beispielsweise
durch eine Tür, Zarge oder Wand gebildet. Senkrecht zu der Montagefläche 101 ist eine
Montageachse 2 definiert. Senkrecht zur Montageachse 2 und horizontal ist eine Längsachse
10 definiert. Senkrecht zur Längsachse 10 und senkrecht zur Montageachse 2 ist eine
Hochachse 11 definiert. Die Längsachse 10 und die Hochachse 11 sind beispielsweise
in Fig. 2 dargestellt.
[0055] Auf die Montagekonsole 1 ist ein Türbetätiger 102 montiert. Der Türbetätiger 102,
hier ausgebildet als Türschließer, weist eine Abtriebsachse 103 auf. Die Abtriebsachse
103 steht senkrecht zur Montageachse 2 und parallel zur Hochachse 11.
[0056] In allen Ausführungsbeispielen weist die Montagekonsole ein erstes Montageelement
3 und ein zweites Montageelement 4 auf. Das erste Montageelement 3 ist in eine Aussparung
12 des plattenförmigen und rahmenförmigen zweiten Montageelementes 4 eingesetzt.
[0057] Dabei ist insbesondere vorgesehen, dass sich das erste Montageelement 3 in der Dicke,
also parallel zur Montageachse 2 betrachtet, nicht wesentlich weiter erstreckt als
das zweite Montageelement 4. Die gesamte Dicke 43 der Montagekonsole 1 ist somit durch
die Dicke des zweiten Montageelementes 4 bestimmt.
[0058] Die Montagekonsole 1 weist eine Rückseite 6 auf, die der Montagefläche 101 zuzuwenden
ist. Gegenüberliegend ist die Vorderseite 7 definiert, an der der Türbetätiger 102
aufgesetzt wird. Insbesondere wird der Türbetätiger 102 auf dieser Vorderseite 7 an
dem zweiten Montageelement 4 befestigt, insbesondere angeschraubt. Allerdings kann
das zweite Montageelement 4 auch integraler Bestandteil des Türbetätigers 102 sein
und somit die Rückseite des Türbetätigers 102 bilden.
[0059] Das erste Montageelement 3 weist in den Ausführungsbeispielen zumindest eine Grundplatte
8 auf. Die Grundplatte 8 erstreckt sich im Wesentlichen in der durch die Längsachse
10 und Hochachse 11 aufgespannten Ebene. In der Grundplatte 11 sind Befestigungslöcher
9 vorgesehen, um die Grundplatte 8 an der Montagefläche 110 zu befestigen. Insbesondere
sind diese Befestigungslöcher 9 an der Vorderseite 7 gesenkt, so dass die Schraubenköpfe
bündig eingesetzt werden können.
[0060] Die Ausführungsbeispiele weisen allesamt ein oder mehrere Formgedächtnisanordnungen
20 auf. Die jeweilige Formgedächtnisanordnung umfasst zumindest ein Formgedächtniselement
21, hier jeweils ausgebildet als Formgedächtnisdraht aus einer entsprechenden Formgedächtnismetalllegierung.
[0061] Das Formgedächtniselement 21 kann an einem oder beiden Enden Endstücke 22 aufweisen.
Diese Endstücke 22 sind insbesondere verdickte Bereiche, beispielsweise aufgecrimpte
Elemente auf dem Draht.
[0062] Die Montagekonsole 1 umfasst jeweils eine Verbindungsanordnung 5 zur formschlüssigen
Verbindung der beiden Montageelemente 3,4. Mittels der Formgedächtnisanordnungen 20
kann die Verbindungsanordnung 5 aus der Halteposition in die Freigabeposition bewegt
werden.
[0063] Im Folgenden werden Einzelheiten der unterschiedlichen Ausführungsbeispiele erläutert.
Gleiche bzw. funktional gleiche Bauteile sind dabei stets mit denselben Bezugszeichen
versehen. Soweit nicht anders erwähnt, wird stets auf alle Figuren des jeweiligen
Ausführungsbeispiels Bezug genommen.
[0064] Figuren 2 bis 6 zeigen das erste Ausführungsbeispiel: Die Verbindungsanordnung 5
umfasst hier zwei Riegelelemente 13. Die beiden Riegelelemente 13 sind aufeinander
zu gegenläufig aus der dargestellten Halteposition in ihre Freigabeposition bewegbar.
Für die Linearbeweglichkeit der beiden Riegelelemente parallel zur Längsachse 10 sind
Führungen 14 vorgesehen. Die Führungen 14 sind hier durch einseitig offene Langlöcher
in den Riegelelementen 13 gebildet.
[0065] In diese Führungen 14 ragt jeweils ein Führungsfortsatz 15, hier gebildet durch eine
Schraube, der von der Grundplatte 8 vorsteht. Gleichzeitig dienen diese Führungsfortsätze
15 mit ihren Köpfen dazu, die Riegelelemente 13 auf der Grundplatte 8 zu befestigen.
[0066] Wie insbesondere der Schnitt A-A in Fig. 3 zeigt, weist das zweite Montageelement
4 in der Aufnahmeaussparung 12 einen Absatz 17 auf. Mit diesem Absatz 17 geht das
zugehörige Riegelelement 13 eine formschlüssige Verbindung ein, so dass in der gezeigten
Halteposition sich das zweite Montageelement 4 nicht vom ersten Montageelement 3 lösen
kann. Durch Ziehen an den beiden Riegelelementen 13, im gezeigten Ausführungsbeispiel
1 durch aufeinander zubewegen der beiden Riegelelemente 13, löst sich die Verbindungsanordnung
5 und das zweite Montageelement 4 lässt sich von der Montagefläche 101 wegbewegen.
[0067] Zur Verbesserung der gleitenden Bewegung des jeweiligen Riegelelementes 13 sind Wälzkörper
16, hier in Form von Stangen, eingelegt. Der eine Wälzkörper 16 ist am Absatz 17 in
eine Nut des zweiten Montageelements 4 eingelegt. Ein weiterer Wälzkörper 16 ist in
das Riegelelement 13 eingelegt und steht mit der Vorderseite 7 der Grundplatte 8 in
wälzendem Kontakt.
[0068] Im ersten Ausführungsbeispiel sind zwei der Formgedächtnisanordnungen 20 vorgesehen.
Jede Formgedächtnisanordnung 20 weist ein Formgedächtniselement 21 auf. An beiden
Enden des jeweiligen Formgedächtniselementes 21 sind jeweils Endstücke 22 angeordnet.
[0069] In der Grundplatte 8 sind zwei parallele Aufnahmenuten 23 vorgesehen. Durch diese
Aufnahmenuten 23 verlaufen die Formgedächtniselemente 21. Die Aufnahmenuten 23 münden
beidseitig in Grundplattenaussparungen 25. In diesen Grundplattenaussparungen 25 finden
die Endstücke 22 Platz.
[0070] Wie die Zusammenschau aus den Figuren 4, 5 und 6 verdeutlicht, liegt das jeweilige
Formgedächtniselement 21 mit einem Endstück 22 in der Grundplattenaussparung 25 an
der Grundplatte 8 und mit dem gegenüberliegenden Endstück 22 am zugehörigen Riegelelement
13 an. Bei thermischer Aktivierung verkürzt sich die Länge des Formgedächtniselementes
21, wodurch das Riegelelement 13 gezogen wird.
[0071] Zur Verbindung zwischen Formgedächtniselement 21 bzw. Endstück 22 und Riegelelement
13 weist das jeweilige Riegelelement 13 eine Aufnahmegabel 24 auf, in die das Formgedächtniselement
21 einzulegen ist und an der das Endstück 22 anliegt.
[0072] Für eine platzsparende Bauweise ist die Grundplattenaussparung 25 so ausgebildet,
dass die Aufnahmegabel 24 des Riegelelements 13 in die Grundplattenaussparung 25 ragen
kann und sich in der Grundplattenaussparung 25 bewegen kann; dies verdeutlicht Fig.
5.
[0073] Figuren 7 bis 12 zeigen das zweite Ausführungsbeispiel in unterschiedlichen Varianten:
Das zweite Ausführungsbeispiel zeigt genauso wie das erste Ausführungsbeispiel gegenläufige
Riegelelemente 13, die mit Formgedächtnisanordnungen 20 aufeinander zu bewegt werden,
um so den Formschluss zum zweiten Montageelement 4 zu lösen.
[0074] Figuren 7, 8 und 9 zeigen eine Konstruktion des ersten Montageelementes 3, insbesondere
der Grundplatte 8 und der beiden Riegelelemente 13, aus gebogenen Blechen. Auch hier
sind, wie im ersten Ausführungsbeispiel, die Riegelelemente 13 über entsprechende
Führungsfortsätze 15 und Führungen 14 linear beweglich an der Grundplatte 8 geführt.
[0075] Am Absatz 17 in der Aufnahmeaussparung 12 befindet sich eine Brücke 30, die mit dem
zweiten Montageelement 4 verschraubt ist. Zwischen diese Brücke 30 und den Absatz
17 erstreckt sich das zugehörige Riegelelement 13 in der Halteposition.
[0076] Fig. 10 und das zugehörige Detail in Fig. 11 zeigen eine Variante des zweiten Ausführungsbeispiels.
Hier sind zwei gegenläufige Riegelelemente 13 vorgesehen. Die Riegelelemente sind
dabei mit Spielausgleichsfedern 31 in ihre Halteposition belastet, so dass eine spielfreie
Verbindung zwischen den beiden Montageelementen 3, 4 gegeben ist. Solch eine Spielausgleichsfeder
31 kann bei allen gezeigten Ausführungsbeispielen verwendet werden, insbesondere bei
den Ausführungsbeispielen mit zumindest einem Riegelelement 13. Des Weiteren kann
hier zwischen dem Riegelelement 13 und der zugehörigen Fläche am zweiten Montageelement
4 ein Konus vorgesehen sein, der eine spielfreie Position des Riegelelements 13 im
zweiten Montageelement 4 gewährleistet.
[0077] Fig. 12 zeigt eine weitere Variante zum zweiten Ausführungsbeispiel. Hier sind vier
Riegelelemente 13 vorgesehen, die jeweils durch die Endstücke 22 des Formgedächtniselements
21 gebildet sind.
[0078] Im Detail sind hier vier Formgedächtnisanordnungen 20 vorgesehen. Die vier Formgedächtniselemente
21 sind mit ihren mittig liegenden Endstücken 22 in der Mitte der Montagekonsole 1
mit der Grundplatte 8 verbunden. An den Außenseiten ragen, in entsprechenden Aufnahmenuten
23 oder Kanälen, die Endstücke 22 in der Halteposition gleichzeitig in das erste Montageelement
3 und das zweite Montageelement 4. Dadurch ist eine formschlüssige Verbindung zwischen
den beiden Montageelementen 3, 4 gegeben. Bei thermischer Aktivierung ziehen sich
die vier Formgedächtniselemente 21 zusammen, wodurch die außen liegenden Endstücke
22 aus dem zweiten Montageelement 4 herausgezogen werden.
[0079] Figuren 13 bis 15 zeigen das dritte Ausführungsbeispiel in unterschiedlichen Varianten:
Im dritten Ausführungsbeispiel sind die Riegelelemente 13 sowohl linear beweglich
als auch verformbar. Durch dieses Verformen der jeweiligen Riegelelemente 13 lösen
die Riegelelemente 13 sich vom zweiten Montageelement 4 und lösen somit die Verbindungsanordnung
5.
[0080] Des Weiteren verdeutlicht das dritte Ausführungsbeispiel, wie mit nur einer Formgedächtnisanordnung
20 und somit nur einem Formgedächtniselement 21 mehrere Riegelelemente 13 gleichgerichtet
und gleichzeitig bewegt werden können.
[0081] Fig. 13 zeigt zwei U-förmig ausgestaltete Riegelelemente 13; insbesondere als flache
Blechteile. Das jeweilige Riegelelement 13 weist zwei Schenkel auf, die mit ihren
Enden formschlüssig in das zweite Montageelement 4 greifen. In der gezeigten Darstellung
nach Fig. 13 können die Riegelelemente 13 mit der Formgedächtnisanordnung 20 bei thermischer
Aktivierung nach rechts gezogen werden, wodurch sich die Schenkel nach innen bewegen.
Dadurch kommt es zur Verformung der Riegelelemente 13. Um diese Bewegung der Schenkel
nach innen zu begünstigen sind hier die Führung 14 und die zugehörigen Führungsfortsätze
15 entsprechend angeordnet. Die Bewegung in die Freigabeposition und somit die Verformung
des Riegelelements 13 verdeutlicht die schematische Darstellung in Fig. 14.
[0082] Die Figuren 13 und 14 verdeutlichen, dass, unabhängig vom konkreten Ausführungsbeispiel,
ein Formgedächtniselement 21 beide Riegelelemente 13 bewegen kann. Bei der Darstellung
in Fig. 13 ist das Formgedächtniselement 21 mit dem rechten Endstück 22 an der Grundplatte
8 befestigt. Das Formgedächtniselement 21 erstreckt sich parallel zur Längsachse 10
durch das rechte Riegelelement 13 oder an dem rechten Riegelelement 13 vorbei bis
zum linken Riegelelement 13. Mit dem linken Endstück 22 ist das Formgedächtniselement
21 mit dem linken Riegelelement 13 verbunden und kann somit das linke Riegelelement
13 ziehen. Zur Kraftübertragung auf das rechte Riegelelement 13 ist eine Hülse 32
vorgesehen. Das drahtförmige Formgedächtniselement 21 durchläuft diese Hülse 32. Die
Hülse 32 steht an den beiden Riegelelementen 13 an und kann somit die Kraft vom linken
Riegelelement 13 auf das rechte Riegelelement 13 übertragen.
[0083] Fig. 15 verdeutlicht eine Variante, bei der die beiden Riegelelemente 13 nicht U-förmig
mit zwei Schenkeln ausgebildet sind, sondern wobei sich das Riegelelement 13 als verbiegbares
Teil, beispielsweise Blechteil, parallel zur Hochachse 13 erstreckt und dabei oben
und unten in das zweite Montageelement 4 ragt. Auch hier kann durch Ziehen mit nur
einem Formgedächtniselement 21 ein Verbiegen beider Riegelelemente 13 erreicht werden,
wodurch sich die Verbindungsanordnung 5 lösen lässt.
[0084] Figuren 16 bis 19 zeigen das vierte Ausführungsbeispiel in unterschiedlichen Varianten:
Fig. 16 zeigt die Vorderseite 7 der Montagekonsole 1. Fig. 17 zeigt die Rückseite
6 der Montagekonsole 1. Fig. 18 zeigt in schematischer Darstellung mit den Schnitten
C-C und D-D die Bewegung der Verbindungsanordnung 5 von der Halteposition in die Freigabeposition.
[0085] Im vierten Ausführungsbeispiel sind zwei gegenläufige, aufeinander zu bewegbare Riegelelemente
13 vorgesehen. Hier greifen die Riegelelemente 13 allerdings nicht direkt formschlüssig
in das zweite Montageelement 4 ein, sondern blockieren über ein Querelement 35 eine
Schwenkbewegung eines Schwenkriegels 33. Der Schwenkriegel 33 wiederum greift formschlüssig
auf den Absatz 17 in der Aufnahmeaussparung 12 des zweiten Montageelements 4.
[0086] Wie die Figuren 16 bis 18 verdeutlichen, sind beidseitig an der Grundplatte 8 die
zwei Schwenkriegel 33 angeordnet. Die Schwenkriegel 33 sind jeweils um eine Schwenkriegeldrehachse
34 drehbar. Die Schwenkriegeldrehachse 34 steht hier parallel zur Hochachse 11.
[0087] Die beiden Riegelelemente 13 sind, wie Fig. 17 verdeutlicht, durch zwei Formgedächtniselemente
21 aufeinander zu bewegbar. Die beiden Formgedächtniselemente 21 sind mit den mittig
liegenden Endstücken 22 an der Grundplatte 8 befestigt. Selbstverständlich könnten
auch hier die beiden Formgedächtniselemente 21 parallel aneinander vorbeilaufen, wie
dies beispielsweise im ersten Ausführungsbeispiel der Fall ist. Des Weiteren kann
auch hier nur ein Formgedächtniselement 21 die beiden Riegelelemente 13 aufeinander
zu bewegen.
[0088] Wie Fig. 18 verdeutlicht, kann mit dem Riegelelement 13 das Querelement 35, hier
ausgebildet als wälzende Stange, nach innen gezogen werden. Dadurch kann sich der
Schwenkriegel 33 um seine Schwenkriegeldrehachse 34 drehen, wodurch sich der Formschluss
zum zweiten Montageelement 4 löst.
[0089] Wie die dritte Darstellung in Fig. 18 verdeutlicht, läuft das Riegelelement 13 über
eine schiefe Ebene 36. Diese schiefe Ebene 36 bewirkt, dass das Riegelelement 13 bei
seiner Bewegung in die Freigabeposition parallel zur Montageachse 2 und dabei in Richtung
des Türbetätigers 102 bewegt wird. Somit wird durch die schiefe Ebene 36 und das sich
entsprechend bewegende Riegelelement 13 eine Kraft auf den Türbetätiger 102 ausgeübt,
um diesen von der Montagefläche 101 wegzudrücken.
[0090] Die Bewegung des Riegelelements 13 parallel zur Montageachse 2 über eine schiefe
Ebene 36 ist beispielhaft an diesem vierten Ausführungsbeispiel verdeutlicht, kann
jedoch auch bei den anderen Ausführungsbeispielen mit beweglichem Riegelelement zur
Anwendung kommen.
[0091] Fig. 19 verdeutlicht eine Variante des vierten Ausführungsbeispiels, bei der vier
Riegelelemente 13 verwendet werden, die parallel zur Hochachse 11 beweglich sind.
Ferner sind vier Schwenkriegel 33 verwendet, deren Schwenkriegeldrehachse 34 parallel
zur Längsachse 10 steht. Über eine gemeinsame Formgedächtnisanordnung 20 werden die
vier Riegelelemente 13 in die Freigabeposition bewegt und ziehen dabei wiederum die
Querelemente 35 unter den Schenkeln der Schwenkriegel 33 hervor.
[0092] Figuren 20 bis 25 zeigen unterschiedliche Varianten des fünften Ausführungsbeispiels.
Im fünften Ausführungsbeispiel sind die Riegelelemente 13 nicht linearbeweglich sondern
drehbeweglich. Die zugehörigen Riegeldrehachsen 38 stehen parallel zur Montageachse
2.
[0093] Fig. 20 zeigt die Vorderseite 7 der Montagekonsole 1. In Fig. 21 ist die Grundplatte
8 der Übersichtlichkeit halber ausgeblendet. Fig. 22 zeigt den in Fig. 20 gekennzeichneten
Schnitt E-E.
[0094] Wie insbesondere Fig. 21 verdeutlicht, ist hier eine Übertragungsstange 37 vorgesehen,
die sich parallel zur Längsachse 10 erstreckt und mit der Formgedächtnisanordnung
20 parallel zur Längsachse 10 bewegbar ist. Insbesondere ragt das Formgedächtniselement
21 durch die Übertragungsstange 37 und ist an einem Ende mit entsprechendem Endstück
22 mit der Übertragungsstange 37 verbunden. Das andere Endstück 22 ist insbesondere
mit der Grundplatte 8 verbunden.
[0095] Die Übertragungsstange 37 und die drehbaren Riegelelemente 13 sind derart miteinander
verbunden, um die lineare Bewegung der Übertragungsstange 37 in eine Drehbewegung
der Riegelelemente 13 zu überführen.
[0096] Der Schnitt in Fig. 22 verdeutlicht, dass das entsprechende Riegelelement 13, hier
an der Oberseite, einen konischen Nocken 39 aufweist, der in der Halteposition formschlüssig
mit dem zweiten Montageelement 4 verbunden ist. Durch Drehen des Riegelelements 13
um einige Grad löst sich diese formschlüssige Verbindung zum zweiten Montageelement
4.
[0097] Durch den konischen Nocken 39 und die dazu komplementäre konische Fläche am zweiten
Montageelement 4 ist eine spielfreie Verbindung der beiden Montageelemente 3, 4 möglich.
[0098] Fig. 23 zeigt eine Variante des fünften Ausführungsbeispiels, bei der zwei Riegelelemente
13 vorgesehen sind und jedes Riegelelement 13 sowohl an der Oberseite als auch an
seiner Unterseite formschlüssig in das zweite Montageelement 4 eingreift. Wiederum
erfolgt hier ein Drehen der beiden Riegelelemente 13 mit der Übertragungsstange 37,
die durch zumindest eine Formgedächtnisanordnung 20 linear bewegt wird.
[0099] Fig. 24 zeigt eine weitere Variante des fünften Ausführungsbeispiels, bei der genauso
wie in Fig. 23 über vier Punkte verriegelt wird. Das jeweilige Riegelelement 13 ist
hier durch einen drehbaren Riegel gebildet, der sich in der Halteposition entlang
der Hochachse 11 erstreckt. Das Riegelelement 13 ist dabei oben und unten formschlüssig
mit dem zweiten Montageelement 4 verbunden.
[0100] Zum Lösen der Verbindung sind zwei Formgedächtnisanordnungen 20 vorgesehen, um die
beiden Riegelelemente 13 zu drehen.
[0101] Fig. 24 verdeutlicht beispielhaft für alle Ausführungsbeispiele, dass in der Montagekonsole
1 zumindest ein Blockierelement 40 verwendet werden kann. Im konkret gezeigten Beispiel
ist das Blockierelement 40 eine fluidgefüllte Glasampulle, die bei entsprechender
thermischer Aktivierung zerstört wird. Mit dem Blockierelement 40 kann die Verbindungsanordnung
5, insbesondere das Riegelelement 13, in der Halteposition gehalten werden. Erst durch
thermisches Aktivieren des Blockierelementes 40 löst sich dessen Blockierung und die
Verbindungsanordnung 5 kann in die Freigabeposition bewegt werden.
[0102] Fig. 25 zeigt eine weitere Variante des fünften Ausführungsbeispiels. Hier ist gezeigt,
dass die Übertragungsstange 37 eine Zahnstange aufweisen kann. Die drehbaren Riegelelemente
13 sind entsprechend als Zahnräder ausgebildet, die mit der Zahnstange in Eingriff
stehen. Auch auf diese Weise ist eine Übertragung der linear beweglichen Übertragungsstange
37 in eine rotatorische Bewegung der Riegelelemente 13 möglich.
[0103] Figuren 26 bis 28 zeigen ein sechstes Ausführungsbeispiel der Montagekonsole 1: In
diesem sechsten Ausführungsbeispiel sind keine eigenständigen Riegelelemente 13 vorgesehen.
Vielmehr ist die Verbindungsanordnung 5 direkt durch entsprechende Formgebung der
beiden Montageelemente 3, 4 als eine Formschlussanordnung 41 ausgebildet. Wie Figuren
26 und 27 verdeutlichen, umfasst die Formschlussanordnung 41 zwischen der Grundplatte
8 und dem inneren Rand des zweiten Montageelements 4 eine Vielzahl an verzahnungsartigen
Formschlusselementen, die zur Bildung der Formschlussanordnung 41 ineinandergreifen.
[0104] Fig. 27 zeigt die Freigabeposition, bei der im Vergleich zur Fig. 26 das zweite Montageelement
4 nach links bewegt wurde. Diese Bewegung wird durch zwei Formgedächtnisanordnungen
20 ausgeführt. Die beiden Formgedächtnisanordnungen 20 sind mit ihren rechten Endstücken
22 am zweiten Montageelement 4 befestigt. Die linken Endstücke 22 sind mit dem ersten
Montageelement 3 verbunden. Dadurch kann bei Zusammenziehen der Formgedächtniselemente
21 das zweite Montageelement 4 bewegt werden; das erste Montageelement 3 ist fest
mit der Montagefläche 101 verschraubt.
[0105] Die Formschlussanordnung 41 ist so ausgebildet, dass sie sich durch die Relativbewegung
zwischen den beiden Montageelementen 3, 4 löst.
[0106] Auch in den Fig. 26 und 27 ist schematisch gezeigt, wie mit einem Blockierelement
40, ausgebildet beispielsweise als fluidgefüllte Glasampulle, die Bewegung bzw. das
Lösen der Verbindungsanordnung 5 blockiert werden kann.
[0107] Fig. 28 verdeutlicht, dass auch ohne Riegelelement 13 eine schiefe Ebene 36 verwendet
werden kann, um gleichzeitig mit dem Lösen der Verbindungsanordnung 5 eine Bewegung,
hier des zweiten Montageelements 4, parallel zur Montageachse 2 zu erzeugen, um ein
Ablösen des Türbetätigers 102 von der Montagefläche 101 zu begünstigen.
[0108] Fig. 29 zeigt ein siebtes Ausführungsbeispiel der Montagekonsole 1. Bei diesem siebten
Ausführungsbeispiel ist das erste Montageelement 3 gebogen ausgebildet und die Formgedächtnisanordnung
20 ist so angeordnet, um das erste Montageelement 3 zu verformen. Wie Fig. 29 verdeutlicht,
ist das Formgedächtniselement 21 mit beiden Endstücken 22 mit dem ersten Montageelement
3 verbunden. Verkürzt sich die Länge des Formgedächtniselementes 21 aufgrund thermischer
Aktivierung, so wird das erste Montageelement 3 zusammengezogen und deformiert sich
dabei. Die Befestigungslöcher 9 sind hier als Langlöcher ausgeführt, um die Deformation
zu ermöglichen. Zwischen den beiden Montageelementen 3, 4 ist die Formschlussanordnung
41 so ausgebildet, dass sich durch Deformation des ersten Montageelementes 3 die Formschlussanordnung
41 löst.
[0109] Fig. 30 zeigt ein achtes Ausführungsbeispiel der Montagekonsole 1, wobei hier nur
ein Ausschnitt gezeigt ist. Wiederum sind die beiden Montageelemente 3, 4 über die
Formschlussanordnung 41 miteinander verbunden. Zur Begünstigung einer Lösung dieser
Formschlussanordnung 41 ist an der Formschlussanordnung 41 zwischen den beiden Montageelementen
3, 4 ein Wälzkörper 16 eingelegt.
[0110] Im achten Ausführungsbeispiel wird die Deformation des ersten Montageelementes 3
zusätzlich oder alternativ zur Deformation mittels der Formgedächtnisanordnung 20
durch ein Quellpad 42 erreicht. Dieses Quellpad 42 wird zwischen erstem Montageelement
3 und Montagefläche 101 positioniert und ist aus thermisch intumeszierendem Material
gefertigt, das sich bei entsprechender Temperatur ausdehnt und so das erste Montageelement
3 verformt.
[0111] Figuren 31 und 32 zeigen Details, die in allen Ausführungsbeispielen verwirklicht
werden können. Gemäß diesen beiden Figuren wird ein Ablöseelement 43 verwendet, das
den Türbetätiger 102 und/oder das zweite Montageelement 4 derart beaufschlagt, um
den Türbetätiger 102 von der Montagefläche 101 weg zu bewegen.
[0112] Gemäß den Figuren 31, 32 ist das Ablöseelement 43 als Feder ausgebildet. Fig. 31
zeigt eine plattenförmige Feder, die zwischen Montagefläche 101 und Montagekonsole
1 eingelegt wird und dabei auf das zweite Montageelement 4 wirkt.
[0113] Fig. 32 zeigt, dass das Ablöseelement 43 als integrale Feder aus der Grundplatte
8 herausgebogen ist. Diese in die Grundplatte 8 integrierte Feder wirkt unmittelbar
auf den Türbetätiger 102.
[0114] Zusätzlich oder alternativ zu den gezeigten federnden Ablöseelementen 43 kann auch
ein thermisch intumeszierendes Material eingesetzt werden, das bei der thermischen
Aktivierung sich ausdehnt und dabei das zweite Montageelement 4 und/oder den Türbetätiger
102 wegdrückt.
Bezugszeichenliste
[0115]
- 1
- Montagekonsole
- 2
- Montageachse
- 3
- erstes Montageelement
- 4
- zweites Montageelement
- 5
- Verbindungsanordnung
- 6
- Rückseite
- 7
- Vorderseite
- 8
- Grundplatte
- 9
- Befestigungslöcher
- 10
- Längsachse
- 11
- Hochachse
- 12
- Aufnahmeaussparung
- 13
- Riegelelement
- 14
- Führung
- 15
- Führungsfortsatz
- 16
- Wälzkörper
- 17
- Absatz
- 20
- Formgedächtnisanordnung
- 21
- Formgedächtniselement
- 22
- Endstück
- 23
- Aufnahmenut
- 24
- Aufnahmegabel
- 25
- Grundplattenaussparung
- 30
- Brücke
- 31
- Spielausgleichsfeder
- 32
- Hülse
- 33
- Schwenkriegel
- 34
- Schwenkriegeldrehachse
- 35
- Querelement
- 36
- schiefe Ebene
- 37
- Übertragungsstange
- 38
- Riegeldrehachse
- 39
- konischer Nocken
- 40
- Blockierelement
- 41
- Formschlussanordnung
- 42
- Quellpad
- 43
- Ablöseelement
- 44
- Dicke
- 100
- Anordnung
- 101
- Montagefläche
- 102
- Türbetätiger
- 103
- Abtriebsachse
1. Montagekonsole (1) für einen Türbetätiger (102), umfassend
• zumindest ein erstes Montageelement (3) und ein zweites Montageelement (4), wobei
eines der beiden Montageelemente (3) zur Befestigung an einer Montagefläche (101),
insbesondere Tür, Zarge oder Wand, ausgebildet ist und das andere Montageelement (4)
zur Aufnahme des Türbetätigers (102) ausgebildet ist,
• zumindest eine Verbindungsanordnung (5) die in einer Halteposition die beiden Montageelemente
(3, 4) zusammenhält und in einer Freigabeposition die beiden Montageelemente (3, 4)
nicht zusammenhält,
• und zumindest eine Formgedächtnisanordnung (20) mit mindestens einem Formgedächtniselement
(21) aus Formgedächtnismaterial, wobei die Formgedächtnisanordnung (20) bei thermischer
Aktivierung die Verbindungsanordnung (5) in die Freigabeposition bewegt.
2. Montagekonsole nach Anspruch 1, wobei das Formgedächtniselement (21) ein Draht oder
eine Stange oder eine Feder ist, wobei sich das Formgedächtniselement bei thermischer
Aktivierung in seiner Länge verändert, insbesondere verkürzt.
3. Montagekonsole nach Anspruch 1 oder 2, wobei das Formgedächtniselement (21) zumindest
teilweise durch eine Aufnahmenut (23) und/oder einen umfänglich geschlossenen Kanal
verläuft, wobei die Aufnahmenut (23) und/oder der Kanal im ersten Montageelement (3)
ausgeformt ist.
4. Montagekonsole nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
• wobei die Verbindungsanordnung (5) zumindest ein am ersten Montageelement (3) beweglich
angeordnetes Riegelelement (13) umfasst, das aus seiner Halteposition in die Freigabeposition
bewegbar ist,
• und wobei die Formgedächtnisanordnung (20) bei thermischer Aktivierung das Riegelelement
(13) in die Freigabeposition bewegt.
5. Montagekonsole nach Anspruch 4, wobei zumindest zwei gegenläufige Riegelelemente (13)
angeordnet sind, wobei die beiden Enden der zumindest einen Formgedächtnisanordnung
mit den gegenläufigen Riegelelementen (13) verbunden sind, sodass die zumindest eine
Formgedächtnisanordnung (20) bei thermischer Aktivierung die beiden Riegelelemente
(13) gleichzeitig bewegt.
6. Montagekonsole nach Anspruch 4, wobei zumindest zwei Riegelelemente (13) angeordnet
sind, wobei pro Riegelelement (13) zumindest eine eigene Formgedächtnisanordnung (20)
vorgesehen ist, wobei ein Ende der Formgedächtnisanordnung (20) mit dem jeweiligen
Riegelelement (13) und das andere Ende der Formgedächtnisanordnung (20) mit dem ersten
Montageelement (3) verbunden ist.
7. Montagekonsole nach Anspruch 4, wobei zumindest zwei gleichläufige Riegelelemente
(13) angeordnet sind und zumindest eine Formgedächtnisanordnung (20) zur Kraftübertragung
auf beide Riegelelemente (13) angeordnet ist, sodass die zumindest eine Formgedächtnisanordnung
(20) bei thermischer Aktivierung die beiden Riegelelemente (13) gleichzeitig bewegt.
8. Montagekonsole nach einem der Ansprüche 4 bis 7, wobei zwischen Riegelelement (13)
und erstem Montageelement (3) und/oder zwischen Riegelelement (13) und zweitem Montageelement
(4) zumindest ein Wälzkörper (16) angeordnet, vorzugsweise lediglich eingelegt, ist.
9. Montagekonsole nach einem der Ansprüche 4 bis 8, wobei das Riegelelement (13) linearbeweglich
am ersten Montageelement (3) gelagert ist
10. Montagekonsole nach Anspruch 9, wobei das Riegelelement (13) zumindest eine Führung
(14), insbesondere Führungslangloch oder Führungsnut, aufweist, wobei in die Führung
(14) ein am ersten Montageelement (3) befestigter oder integral ausgebildeter Führungsfortsatz
(15), insbesondere Schraube, ragt.
11. Montagekonsole nach Anspruch 9 oder 10, wobei zwischen Riegelelement (13) und zweitem
Montageelement (4) ein Schwenkriegel (33) angeordnet ist.
12. Montagekonsole nach einem der Ansprüche 4 bis 8, wobei das Riegelelement (13) drehbeweglich
am ersten Montageelement (2) gelagert ist.
13. Montagekonsole nach einem der Ansprüche 4 bis 8, wobei die zumindest eine Formgedächtnisanordnung
(20) dazu angeordnet ist, das zumindest eine Riegelelement (13) zu verformen.
14. Montageelement nach einem der Ansprüche 4 bis 13, wobei das Riegelelement (13) bei
seiner Bewegung in die Freigabeposition über eine schiefe Ebene (36) bewegbar ist,
sodass sich das Riegelelement (13) zum Wegdrücken des Türbetätigers (102) von der
Montagefläche (101) wegbewegt.
15. Montagekonsole nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die Verbindungsanordnung (5)
zumindest eine Formschlussanordnung (41) zwischen den beiden Montageelementen (3,
4) umfasst, wobei die Formgedächtnisanordnung (20) bei thermischer Aktivierung zum
Lösen der Formschlussanordnung (41):
• das zweite Montageelement (4) relativ zum ersten Montageelement (3) in die Freigabeposition
verschiebt,
• oder eines der beiden Montageelemente (3, 4) in die Freigabeposition verformt.
16. Montagekonsole nach einem der vorhergehenden Ansprüche, umfassend ein Ablöseelement
(43), insbesondere mit thermisch intumeszierendem Material und/oder einer Feder, das
angeordnet ist, um den Türbetätiger (102) von der Montagefläche (101) wegzudrücken.
17. Montagekonsole nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das erste Montageelement
(3) eine Grundplatte (8) umfasst.
18. Montagekonsole nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das zweite Montageelement
(4) als Platte ausgebildet ist; vorzugsweise mit einer Aufnahmeaussparung (12) zur
Anordnung des ersten Montageelements (3) im zweiten Montageelement (4).
19. Montagekonsole nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Montagekonsole (1)
eine Dicke (44) von maximal 6 mm, vorzugsweise maximal 4 mm, aufweist.
20. Anordnung (100) umfassend eine Montagekonsole (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche
und einen Türbetätiger (102), der an der Montagekonsole (1) befestigt ist.