[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Verbinder zur mechanischen Verbindung von
Rahmenprofilen mit Pfosten-, Kämpfer- oder Sprossenprofilen im Fenster- und Türenbau,
der eine Verbindungsplatte, die Rahmenbohrungen zur Befestigung der Verbindungsplatte
an dem Rahmenprofil aufweist, und mindestens ein Eindringenelement zum Eindringen
in eine Hohlkammer des Rahmenprofils umfasst. Darüber hinaus bezieht sich die vorliegende
Erfindung auf eine Verbindung, die den erfindungsgemäßen Verbinder umfasst.
[0002] Ein gattungsgemäßer Verbinder ist aus der
DE 10 2013 223 968 B4 bekannt. Der darin offenbarte Verbinder wird zum Herstellen einer stumpfen Verbindung
zwischen einem Pfostenprofil und einem Rahmenprofil eines Fensters oder einer Tür
verwendet und weist einen Stützkörper auf, der in seiner Längsrichtung in das stirnseitig
offene Pfostenprofil eingeführt und im Pfostenprofil fixiert wird. Zum Verbinden von
Pfosten- und Rahmenprofil wird der Verbinder an dem Rahmenprofil fixiert und der Pfosten
durch Aufschieben auf den Stützkörper in den Rahmen eingebracht. Dazu ist es notwendig,
dass der aus den Rahmenprofilen gebildete Rahmen auseinandergedrückt wird, was insbesondere
bei kleinen Fenstergrößen aufwendig ist und Spreizhilfsmittel zum Aufspreizen des
Rahmens erfordert.
[0003] Dementsprechend liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Verbinder
zur mechanischen Verbindung von Rahmenprofilen mit Pfosten-, Kämpfer- oder Sprossenprofilen
im Fenster- und Türenbau zur Verfügung zu stellen, der die genannten Probleme von
Verbindern des Standes der Technik überwindet, der kostengünstig hergestellt werden
kann, einfach einzubauen ist und beim Einbau insbesondere bei kleinen Fenstergrößen
nicht die Verwendung eines Speizhilfsmittels erfordert. Darüber hinaus liegt die vorliegende
Erfindung Bereitstellung einer Verbindung zwischen einem Rahmenprofile und einem Pfosten-,
Kämpfer- oder Sprossenprofil, die einen derartigen Verbinder umfasst.
[0004] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch einen Verbinder mit den Merkmalen des Anspruches
1 sowie durch eine Verbindung mit den Merkmalen des Anspruchs 9 gelöst. Bevorzugte
Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Verbinders bzw. der erfindungsgemäßen Verbindung
sind in den abhängigen Ansprüchen beschrieben.
[0005] Es hat sich überraschenderweise gezeigt, dass auf ein Aufspreizen des Rahmens unter
Verwendung eines Spreizhilfsmittels verzichtet werden kann, wenn das Eindringelement,
das in der erfindungsgemäßen Verbindung in eine Hohlkammer des Rahmenprofils eindringt,
mindestens ein Überführungselement umfasst, durch das das Überführen des Pfosten-,
Kämpfer- oder Sprossenprofils über das Einbringelement signifikant erleichtert ist.
Das abgelängte Stück des Pfosten-, Kämpfer- oder Sprossenprofils lässt sich dann mithilfe
des Überführungselements leicht über den erfindungsgemäßen Verbinder bewegen, sodass
es eines Aufspreizens des Rahmens, in den der Pfosten, der Kämpfer oder die Sprosse
eingesetzt werden soll, nicht mehr bedarf. Dies vereinfacht die Herstellung eines
Fensters, dass eine erfindungsgemäße Verbindung umfasst, ganz erheblich.
[0006] Die vorliegende Erfindung bezieht sich damit auf einen Verbinder zur mechanischen
Verbindung eines Rahmenprofils mit einem Pfosten-, Kämpfer- oder Sprossenprofil im
Fenster- und Türenbau, wobei der Verbinder eine Verbindungsplatte, die Rahmenbohrungen
zur Befestigung der Verbindungsplatte an dem Rahmenprofil aufweist, und mindestens
ein Einbringelement zum Einbringen in eine Hohlkammer des Rahmenprofils umfasst, wobei
sich der Verbinder erfindungsgemäß dadurch auszeichnet, dass das Einbringelement mindestens
ein Überführungselement zum erleichterten Überführen des Pfosten-, Kämpfer- oder Sprossenprofils
über das Einbringelement umfasst. Darüber hinaus bezieht sich die vorliegende Erfindung
auf eine Verbindung zwischen einem Rahmenprofil und einem Pfosten-, Kämpfer- oder
Sprossenprofil, wobei die Verbindung ein Rahmenprofil, ein Pfosten-, Kämpfer- oder
Sprossenprofil und einen erfindungsgemäßen Verbinder umfasst.
[0007] Das Einbringelement kann alternativ auch als Stützkörper bezeichnet werden.
[0008] In Bezug auf den erfindungsgemäßen Verbinder kann es sich als vorteilhaft erweisen,
wenn das Überführungselement als schiefe Ebene oder Einführungsschräge ausgebildet
ist. Eine derartige Ausgestaltung des Überführungselements als schiefe Ebene oder
Einführungsschräge am erfindungsgemäßen Verbinder lässt sich besonders leicht realisieren.
Darüber hinaus wird der erfindungsgemäße Zweck, nämlich das hilfsmittelfreie Einbringen
eines Pfostens, eines Kämpfers oder einer Sprosse in einen Rahmen, besonders stark
erleichtert.
[0009] Es kann auch von Nutzen sein, wenn der Verbinder mindestens ein Anlageelement zur
Anlage an einer Wand des Pfosten-, Kämpfer- oder Sprossenprofils umfasst. Ein derartiges
Anlageelement an dem in den Rahmen einzusetzenden Profil erhöht die Stabilität erfindungsgemäßen
Verbindung. Insbesondere kann es dazu dienen, mittels Spannelementen, insbesondere
Spannschrauben, den erfindungsgemäßen Verbinder mit dem Pfosten-, Kämpfer- oder Sprossenprofil
zu verspannen. Vorzugsweise umfasst der erfindungsgemäße Verbinder zwei derartige
Anlageelemente, die vorzugsweise an einander gegenüberliegenden Seiten des Pfosten-,
Kämpfer- oder Sprossenprofils anliegend. In diesem Zusammenhang kann es besonders
bevorzugt sein, wenn mindestens ein Anlageelement um eine Achse beweglich ausgebildet
ist. Dadurch kann sich das Anlageelement beim Aufsetzen des Stücks des Pfosten-, Kämpfer-
oder Sprossenprofils aufrichten und nach dem aufrichten an dem Pfosten-, Kämpfer-
oder Sprossenprofil anliegen. Dies vereinfacht die Herstellung einer erfindungsgemäßen
Verbindung weiter beträchtlich. In besonders bevorzugten Ausführungsformen weisen
alle Anlageelemente des erfindungsgemäßen Verbinders eine entsprechende Beweglichkeit
um eine Achse auf.
[0010] Zusätzlich oder alternativ dazu kann es von Vorteil sein, wenn die Verbindungsplatte
und/oder das Eindringenelement zusätzlich mindestens eine Verspannbohrung aufweist,
in die eine Spannschraube zur Verspannung der Verbindungsplatte mit dem Rahmenprofil
einschraubbar ist. Dies gewährleistet eine besonders stabile Verbindung des erfindungsgemäßen
Verbinders zum Rahmenprofil.
[0011] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist der erfindungsgemäße
Verbinder ein Bauteil aus Aluminium, Edelstahl, einer Aluminium-Druckgusslegierung,
einer Zink-Druckgusslegierung, einer Aluminium-Zink-Druckgusslegierung, Acrylnitril-Styrol-Acrylester
(ASA), Polyamid (PA), Polyoxymethylen (POM) oder faserverstärkten Polymeren, insbesondere
glasfaserverstärkten Polymeren, sowie Gemischen der vorgenannten Materialien. Dabei
können insbesondere verschiedene Abschnitte oder Bereiche des erfindungsgemäßen Verbinders
aus unterschiedlichen Materialien hergestellt sein. Die genannten Materialien haben
sich als besonders geeignet erwiesen, wobei sich insbesondere um ein Bauteil aus eine
Aluminium-Zink-Druckgusslegierung als besonders widerstandsfähig erwiesen hat. Insbesondere
ist die Verbindungsplatte des erfindungsgemäßen Verbinders aus Metall, vorzugsweise
aus Zink oder einer Zink-Druckgusslegierung ausgebildet.
[0012] In bevorzugten Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Verbinders liegt die Höhe
des Eindringelements über der Verbindungsplatte im Bereich von 5 % bis 40 % der Breite
der Hohlkammer des Rahmenprofils in die das Eindringelement eindringt. Insbesondere
liegt die Höhe des Eindringelements über der Verbindungsplatte im Bereich von 10 %
bis 25 % der Breite der Hohlkammer des Rahmenprofils in die das Eindringelement eindringt.
Eine derart flache Bauform des Eindringelements vereinfacht die Montage einer erfindungsgemäßen
Verbindung weiter, weil das Überführen des in den Rahmen einzusetzenden Profilstücks
über das Eindringelement leicht erfolgen kann.
[0013] Es kann auch hilfreich sein, wenn die dem mindestens einem Überführungselement gegenüberliegende
Seite des Einbringelements zumindest abschnittsweise im Wesentlichen parallel zu einer
Wand der Hohlkammer des Rahmenprofils verläuft, in die das Einbringelement eingebracht
werden soll. Dadurch kann das Stück des Pfosten-, Kämpfer- oder Sprossenprofils nach
dem Überführen über das Einbringenelement des erfindungsgemäßen Verbinders das Einbringelement
hinterrasten. Dies trägt erheblich zur Stabilität der erfindungsgemäßen Verbindung
bei. Darüber hinaus ist eine solche erfindungsgemäße Verbindung auch vor dem Verspannen,
insbesondere dem Verschrauben, zunächst stabil.
[0014] Es kann sich des Weiteren als vorteilhaft erweisen, wenn das Einbringelement an der
dem Rahmenprofil zugewandten Seite mindestens eine von ihr wegragende Erhebung aufweist.
Dadurch kann erreicht werden, dass bei Erzeugung der Verbindung zwischen Verbinder
und Rahmenprofil die Erhebungen in das Rahmenprofil gedrückt werden und dadurch zusätzlich
zur Flächenverbindung zwischen Verbinder und Rahmenprofil eine formschlüssige Verbindung
erzielt wird. Dabei kann es von besonderem Vorteil sein, wenn die Erhebung kegelförmig
aus dem Einbringelement herausragt. Durch die Kegelform der Erhebung wird das Eindringen
der Erhebung in das Rahmenprofil gefördert. Diesbezüglich kann es sich als besonders
günstig erweisen, wenn der Werkstoff des Einbringelements der dem Rahmenprofil zugewandten
Seite, die die aus dem Einbringelement herausragenden Erhebungen aufweist, aus einem
härteren Werkstoff besteht als der Werkstoff des Rahmenprofils. Dadurch wird das Eindringen
der Erhebungen in das Rahmenprofil und damit der Formschluss zwischen Verbinder und
Rahmenprofil weiter gefördert.
[0015] Es kann hilfreich sein, wenn die Verbindungsplatte des erfindungsgemäßen Verbinders
an ihrer dem einbringen elementabgewandten Seite ein Dichtungselement umfasst. Dieses
Dichtungselement kann vorzugsweise als aufgeklebtes Dichtkissen, insbesondere aus
aus EPDM-Zellkautschuk oder PE, ausgebildet sein. Alternativ kann auch ein umspritztes
TPE zur Abdichtung eingesetzt werden.
[0016] In Bezug auf die erfindungsgemäße Verbindung kann es günstig sein, wenn das Pfosten-,
Kämpfer- oder Sprossenprofil an seiner vor dem Einsetzen des Pfosten-, Kämpfer- oder
Sprossenprofils in einen aus dem Rahmenprofil gebildeten Rahmen dem Verbinder zugewandten
Seite eine Einbringhilfe umfasst. Auch dies erleichtert die Herstellung der erfindungsgemäßen
Verbindung beträchtlich, weil das Pfosten-, Kämpfer- oder Sprossenprofil noch leichter
über das Einbringelement geführt werden kann. Dabei kann es sich als nützlich erweisen,
wenn die Einbringhilfe als Abflachung oder Abrundung einer Profilkante des Pfosten-,
Kämpfer- oder Sprossenprofils ausgebildet ist.
[0017] Es kann auch hilfreich sein, wenn die Verbindung weiter Spannelemente, insbesondere
Schrauben, zur Verbindung des Rahmenprofils sowie des Pfosten-, Kämpfer- oder Sprossenprofils
mit dem Verbinder umfasst. Derartige Spannelemente dienen zur endgültigen Fixierung
der erfindungsgemäßen Verbindung.
[0018] Darüber hinaus kann es von Vorteil sein, wenn das mindestens eine Anlageelement des
erfindungsgemäßen Verbinders mindestens eine Erhöhung, umfasst, die jeweils in eine
entsprechende Ausnehmung, insbesondere eine Bohrung, des Pfosten-, Kämpfer- oder Sprossenprofil
eingreift. Auf diese Weise wird das Pfosten-, Kämpfer- oder Sprossenprofil bei der
Erzeugung der erfindungsgemäßen Verbindung leicht in seine richtige Position am Rahmenprofil
geführt. In besonders bevorzugten Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Verbindung
ist die Erhöhung in Form eines Doms ausgebildet. Die Erhöhung bzw. der Dom ist dabei
bevorzugt am großen Schenkel ausgebildet, wenn die Anlageflächen des erfindungsgemäßen
Verbinders um eine Achse beweglich ausgebildet sind.
[0019] Darüber hinaus gelten die in Bezug auf den erfindungsgemäßen Verbinder erläuterten
Merkmale und Vorteile auch für die erfindungsgemäße Verbindung entsprechend.
[0020] Bevorzugt handelt es sich bei dem Rahmenprofil um ein mehrere Hohlkammern umfassendes
Hohlkammerprofil, insbesondere um ein mehrere Hohlkammern umfassendes Kunststoff-Hohlprofilkammerprofil
und damit bei einem Fenster um ein Kunststofffenster und bei eine Tür um eine Kunststofftür.
[0021] Der erfindungsgemäße Verbinder, die erfindungsgemäße Verbindung sowie einzelne Teile
davon können auch zeilenweise oder schichtweise unter Verwendung eines zeilenaufbauenden
oder schichtaufbauenden Fertigungsverfahrens (z. B. 3D-Druck) hergestellt werden,
bevorzugt ist jedoch die Herstellung des erfindungsgemäßen Verbinders mittels Spritzguss
und der an der erfindungsgemäßen Verbindung weiter beteiligten Profile mittels Extrusion.
[0022] Im Folgenden soll die vorliegende Erfindung unter Bezugnahme auf die in den Figuren
dargestellten Ausführungsformen im Detail erläutert werden. Anhand der Figuren wird
die vorliegende Erfindung in Bezug auf eine erfindungsgemäße Pfostenverbindung eines
Fensters detailliert erläutert. Es versteht sich jedoch, dass die diesbezüglichen
Ausführungen auch in Bezug auf eine erfindungsgemäße Kämpfer- oder Sprossenverbindung
oder auf eine Tür entsprechend Anwendung finden. Dabei zeigen
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines Verbinders gemäß einer Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung;
Fig. 2 eine Querschnittsansicht einer erfindungsgemäßen Verbindung mit dem in Fig.
1 dargestellten erfindungsgemäßen Verbinders während ihrer Erzeugung;
Fig. 3 eine perspektivische Ansicht der in Fig. 2 dargestellten erfindungsgemäßen
Verbindung;
Fig. 4 eine perspektivische Ansicht eines Verbinders gemäß einer weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung; und
Fig. 5 eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Verbindung mit dem in
Fig. 4 dargestellten erfindungsgemäßen Verbinder.
[0023] In Fig. 1 ist ein Verbinder 1 gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
in einer perspektivischen Ansicht dargestellt. Darin umfasst der erfindungsgemäße
Verbinder 1 eine Verbindungsplatte 10, in die Rahmenbohrungen 12, 12', 12" zur Befestigung
der Verbindungsplatte 10 an einem Rahmenprofil 20 (Fig. 2) eingebracht sind. Mit dieser
Verbindungsplatte 10 einstückig verbunden ist ein Einbringelement 14. Das Einbringelement
14 soll in eine Hohlkammer, vorzugsweise in die Armierungskammer, eines Pfosten-,
Kämpfer- oder Sprossenprofils 30 (Fig. 3) eingeführt werden und so zur Stabilität
einer erfindungsgemäßen Verbindung 40 beitragen. Das Einbringelement 14 ist relativ
flach ausgebildet. So beträgt seine Höhe in der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform
lediglich etwa 20 % der Breite der Hohlkammer des Rahmenprofils 20, in die das Einbringelement
14 in der erfindungsgemäßen Verbindung 10 angeordnet ist. Dadurch lässt sich das Pfosten-,
Kämpfer- oder Sprossenprofil 30 bei der Erzeugung der erfindungsgemäßen Verbindung
10 leichter über das Einbringelement 14 bewegen und dadurch auf den erfindungsgemäßen
Verbinder 1 aufsetzen.
[0024] An einer Seite weist das Einbringelement 14 eine sich zur Außenseite des erfindungsgemäßen
Verbinder 1 hin abfallende schiefe Ebene auf. Diese schiefe Ebene dient dazu, das
Überführen des Pfosten-, Kämpfer- oder Sprossenprofils 30 über das Einbringelement
14 zu erleichtern. Für den erfindungsgemäßen Verbinder 1 fungiert die schiefe Ebene
also als Überführungselement 16 zum erleichterten Überführen des Pfosten-, Kämpfer-
oder Sprossenprofils 30 über das Einbringelement 14. An seiner Oberseite weist das
Einbringelement 14 eine Verspannbohrung 15 auf. Durch diese Verspannbohrung 15 kann
ein Spannelement, insbesondere eine Spannschraube, geführt werden, die zur Verspannung
des erfindungsgemäßen Verbinders 1 mit dem Rahmenprofil 20 dient. Die dem Überführungselement
16 gegenüberliegende Seite des Einbringelements 14 ist in der in Fig. 1 dargestellten
Ausführungsformen Wesentlichen orthogonal zur Verbindungsplatte ausgebildet.
[0025] Beabstandet von diesem Einbringelement 14 umfasst der erfindungsgemäße Verbinder
zwei laschenförmig ausgebildete Anlageelemente 18, 18'. Die Anlageelemente 18, 18'
liegen in der fertigen erfindungsgemäßen Verbindung 40 an zwei gegenüberliegenden
Außenwänden des Pfosten-, Kämpfer- oder Sprossenprofils 30 an. Auch die Anlageelemente
18, 18' weisen Bohrungen zur Durchführung von Spannelementen zur Festlegung des erfindungsgemäßen
Verbinders 1 an dem Pfosten-, Kämpfer- oder Sprossenprofil 30 auf. Die beiden Anlageelemente
18, 18' sind ebenfalls einstückig an die Verbindungsplatte 10 angeformt.
[0026] Der erfindungsgemäße Verbinder 1 ist in der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform
als Gussteil aus einer Aluminium-Zink-Druckgusslegierung hergestellt.
[0027] Zur Herstellung einer erfindungsgemäßen Verbindung 40 wird der erfindungsgemäße Verbinder
1 an der geeigneten Position auf das Rahmenprofil 20 aufgesetzt und mittels Spannelementen,
insbesondere mittels Schrauben, die durch die Rahmenbohrungen 12, 12', 12" geführt
sind, in dieser Position festgelegt. Um ein Verkippen des erfindungsgemäßen Verbinders
1 zu verhindern, ist die Verbindungsplatte 10 an ihrer dem Rahmenprofils 20 zugewandten
Unterseite der Geometrie des Falzes des Rahmenprofils 20 angepasst. Danach wird ein
Stück eines Pfostenprofils 30 in einen aus den Rahmenprofilen 20 gebildeten Rahmen
eingesetzt. Dazu wird zunächst ein Stück mit einer geeigneten Länge aus einer Stange
des Pfostenprofils 30 abgelängt. An einem Ende des Stückes des Pfostenprofils 30 wird
eine Ausfräsung 32 in das Pfostenprofil 30 eingebracht, sodass die Kontur des Pfostenprofils
30 an einen Überschlag 22 des Rahmenprofils 30 angepasst ist, was in Fig. 2 gut zu
erkennen ist, in der eine Querschnittsansicht einer erfindungsgemäßen Verbindung 40
mit dem in Fig. 1 dargestellten erfindungsgemäßen Verbinders 1 während ihrer Erzeugung
gezeigt ist. Darüber hinaus wird dem Pfostenprofil 30 an diesem Ende eine Einbringhilfe
34 zugefügt. In der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform ist dies durch Materialabtragung
vom Pfostenprofil 30 realisiert. Die Einbringhilfe 34 ist in der gezeigten Ausführungsform
als eine Abrundung einer Profilkante 36 des Pfostenprofils 30 ausgebildet. Alternativ
ist auch eine Abschrägung der Profilkante 36 denkbar. Durch die als Abrundung ausgebildete
Einbringhilfe 34 lässt sich das Ende des Pfostenprofils 30 leicht entlang des Einbringelements
14 des erfindungsgemäßen Verbinders 1 aufschieben. Ein Weiterschieben des Pfostenprofils
30 in Richtung des Überschlag 22 des Rahmenprofils 20 für dazu, dass der Überschlag
22 in der Ausfräsung 32 des Pfostenprofils 30 aufgenommen wird und das Einbringelement
14 in eine Hohlkammer des Postenprofils 30 aufgenommen wird. Da die dem Überführungselement
16 gegenüberliegende Seite des Einbringelements 14 parallel zur entsprechenden Wand
der Hohlkammer des Pfostenprofils 30 ausgebildet ist, hinterrastet das Pfostenprofil
30 das Einbringelement 14, sodass die erfindungsgemäße Verbindung 40 vorfixiert ist.
Dabei liegen die Anlageelemente 18, 18' des erfindungsgemäßen Verbinders 1 an einander
gegenüberliegenden Außenwänden des Pfostenprofils 30 an. Damit ist das Pfostenprofil
30 zwischen den Anlageelementen 18, 18' des erfindungsgemäßen Verbinders 1 angeordnet.
Abschließend wird die erfindungsgemäße Verbindung 10 durch Verschrauben der Verbindungsplatte
10 mit dem Rahmenprofil 20 sowie der Anlageelemente 18, 18' mit dem Pfostenprofil
30 endgültig fixiert. Die daraus resultierende erfindungsgemäße Verbindung 40 ist
in Fig. 3 in einer perspektivischen Darstellung gezeigt, wobei die zur endgültigen
Fixierung eingesetzten Schrauben nicht dargestellt sind.
[0028] Im Folgenden wird die vorliegende Erfindung unter Bezugnahme auf eine weitere Ausführungsform
erläutert, die in Fig. 4 und Fig. 5 dargestellt ist. Um Wiederholungen zu vermeiden,
wird hierin lediglich auf die Unterschiede zwischen den verschiedenen Ausführungsformen
eingegangen. Ansonsten gelten die Ausführungen in Bezug auf die Ausführungsform gemäß
Fig. 1 bis Fig. 3 entsprechend. Identische Bezugszeichen stehen für gleiche Elemente.
[0029] In Fig. 4 ist ein Verbinder 1 gemäß einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung in einer perspektivischen Ansicht dargestellt. Auch gemäß dieser Ausführungsform
umfasst der erfindungsgemäße Verbinder 1 die Verbindungsplatte 10, in die Rahmenbohrungen
12, 12', 12" zur Befestigung der Verbindungsplatte 10 an einem Rahmenprofil 20 (Fig.
5) eingebracht sind. Mit dieser Verbindungsplatte 10 ist wiederum ein Einbringelement
14 einstückig verbunden. Das Einbringelement 14 kann ebenfalls in eine Hohlkammer,
vorzugsweise in die Armierungskammer, eines Pfosten-, Kämpfer- oder Sprossenprofils
30 (Fig. 5) eingeführt werden und so zur Stabilität einer erfindungsgemäßen Verbindung
40 beitragen. Das Einbringelement 14 entspricht dem Einbringelement 14 des in Fig.
1 dargestellten Verbinders 1.
[0030] Im Gegensatz zu dem in Fig. 1 dargestellten Verbinder 1 sind die Anlageelemente 18,
18' des in Fig. 4 dargestellten Verbinders 1 nicht starr mit der Verbindungsplatte
10 verbunden. Gemäß der in Fig. 4 dargestellten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verbinders 1 sind ebenfalls zwei Anlageelemente 18, 18' vorhanden. Diese sind beabstandet
vom Einbringelement 14 angeordnet. Die Anlageelemente 18, 18' sind jeweils um eine
Achse drehbar mit der Verbindungsplatte 10 verbunden, wobei die Drehachsen der Anlageelemente
18, 18' jeweils in der Ebene der Verbindungsplatte 10 liegen. In der in Fig. 4 dargestellten
Ausführungsform verlaufen die Drehachsen im Wesentlichen parallel zu der Richtung,
in der das Pfostenprofil 30 bei der Erzeugung der erfindungsgemäßen Verbindung 40
in den aus den Rahmenprofilen 20 gebildeten Rahmen eingebracht wird.
[0031] Die Anlageelemente 18, 18' weisen eine im Wesentlichen L-förmige Geometrie mit jeweils
einem großen Schenkel 19 und einem im Wesentlichen senkrecht dazu angeordneten kleinen
Schenkel 19' auf. Die Verbindungsplatte 10 weist Aussparungen zur Aufnahme der kleinen
Schenkel 19' auf, wenn die Anlageelemente 18, 18' aufgerichtet werden (Fig. 5).
[0032] Der erfindungsgemäße Verbinder 1 ist auch in der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform
als Gussteil aus einer Aluminium-Zink-Druckgusslegierung hergestellt, wobei die ebenfalls
als Gussteil hergestellten Anlageelemente 18, 18' nachträglich drehbar mit der Verbindungsplatte
10 verbunden werden.
[0033] In alternativen Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung können die Anlageelemente
18, 18' mindestens eine Erhöhung, die jeweils als Dom ausgebildet sein kann, umfassen,
die jeweils in eine entsprechende Ausnehmung, insbesondere eine Bohrung, des Pfosten-,
Kämpfer- oder Sprossenprofil 30 eingreift. Dadurch wird das Pfosten-, Kämpfer- oder
Sprossenprofil 30 bei der Erzeugung der erfindungsgemäßen Verbindung 40 exakt in seine
richtige Position am Rahmenprofil geführt. Vorzugsweise umfasst der erfindungsgemäße
Verbinder 12 derartige Erhöhungen, die jeweils am großen Schenkel 19 der Anlageelemente
18, 18' angeordnet sind. Diese Erhöhungen greifen zwei Ausnehmungen ein, die jeweils
an einander gegenüberliegenden Profilwänden des Pfosten-, Kämpfer- oder Sprossenprofils
30 angeordnet sind.
[0034] Die Herstellung einer erfindungsgemäßen Verbindung 40 erfolgt entsprechend der in
Bezug auf die Ausführungsform gemäß den Fig. 1 bis Fig. 3 beschriebenen Vorgehensweise.
[0035] Wenn aber beim Einbringen des Pfostenprofils 30 in den aus den Rahmenprofilen 20
gebildeten Rahmen das Pfostenprofil 30 das Einbringelement 14 hinterrastet, drückt
gemäß der in Fig. 4 und Fig. 5 gezeigten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
das Pfostenprofil 30 auf die kleinen Schenkel 19' der Anlageelemente 18, 18'. Dadurch
richten sich die Anlageelemente 18, 18' auf, bis jeweils der große Schenkel 19 Anlageelemente
18, 18' an einer Außenwand des Pfostenprofils 30 anliegt. In dieser Position ist das
Postenprofil 30 in der erfindungsgemäßen Verbindung 40 vorfixiert. Die endgültige
Fixierung der erfindungsgemäßen Verbindung 40 mittels Schrauben kann nun leicht erfolgen.
Die daraus resultierende erfindungsgemäße Verbindung 40 ist in Fig. 5 in einer perspektivischen
Darstellung gezeigt, wobei die zur endgültigen Fixierung eingesetzten Schrauben nicht
dargestellt sind.
[0036] Die vorliegende Erfindung wurde exemplarisch unter Bezugnahme auf die in den Figuren
dargestellten Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung im Detail beschrieben.
Es versteht sich, dass die vorliegende Erfindung nicht auf die in den Figuren dargestellte
Ausführungsformen beschränkt ist, sondern sich der Umfang der vorliegenden Erfindung
aus den beigefügten Ansprüchen ergibt.
1. Verbinder (1) zur mechanischen Verbindung eines Rahmenprofils (20) mit einem Pfosten-,
Kämpfer- oder Sprossenprofil (30) im Fenster- und Türenbau, umfassend:
eine Verbindungsplatte (10), die Rahmenbohrungen (12) zur Befestigung der Verbindungsplatte
(10) an dem Rahmenprofil (20) aufweist; und
mindestens ein Einbringelement (14) zum Einbringen in eine Hohlkammer des Rahmenprofils
(20),
dadurch gekennzeichnet, dass
das Einbringelement (14) mindestens ein Überführungselement (16) zum erleichterten
Überführen des Pfosten- oder Sprossenprofil (30) über das Einbringelement (14) umfasst.
2. Verbinder (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Überführungselement (16) als schiefe Ebene oder Einführungsschräge ausgebildet
ist.
3. Verbinder (1) nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbinder (1) mindestens ein Anlageelement (18, 18') zur Anlage an einer Wand
des Pfosten- oder Sprossenprofils (30) umfasst.
4. Verbinder (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Anlageelement (18, 18') um eine Achse beweglich ausgebildet ist.
5. Verbinder (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsplatte (10) und/oder das Eindringelement (14) zusätzlich mindestens
eine Verspannbohrung (15) aufweist, in die eine Spannschraube zur Verspannung des
Verbinders (1) mit dem Rahmenprofil (20) einschraubbar ist.
6. Verbinder (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbinder ein Bauteil aus Aluminium, Edelstahl, einer Aluminium-Druckgusslegierung,
einer Zink-Druckgusslegierung, einer Aluminium-Zink-Druckgusslegierung, Acrylnitril-Styrol-Acrylester
(ASA), Polyamid (PA), Polyoxymethylen (POM) oder faserverstärkten Polymeren, insbesondere
glasfaserverstärkten Polymeren, sowie Gemischen der vorgenannten Materialien hergestellt
ist.
7. Verbinder (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Höhe des Einbringelements (14) über der Verbindungsplatte (10) im Bereich von
5 % bis 40 % der Breite der Hohlkammer des Rahmenprofils (20), in die das Eindringelement
(14) eindringt, liegt.
8. Verbinder (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die dem mindestens einem Überführungselement (16) gegenüberliegende Seite (17) des
Einbringelements (14) zumindest abschnittsweise im Wesentlichen parallel zu einer
Wand der Hohlkammer des Rahmenprofils (20) verläuft, in die das Einbringelement (14)
einbringbar ist.
9. Verbindung (40) zwischen einem Rahmenprofil (20) und einem Pfosten-, Kämpfer- oder
Sprossenprofil (30) eines Fensters oder einer Tür, umfassend:
- ein Rahmenprofil (20);
- ein Pfosten-, Kämpfer oder Sprossenprofil (30); und
- einen Verbinder nach einem der Ansprüche 1 bis 8.
10. Verbindung (40) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Pfosten-, Kämpfer- oder Sprossenprofil (30) an seiner vor dem Einsetzen des Pfosten-,
Kämpfer- oder Sprossenprofils (30) in einen aus dem Rahmenprofil (20) gebildeten Rahmen
dem Verbinder (10) zugewandten Seite eine Einbringhilfe (34) umfasst.
11. Verbindung (40) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Einbringhilfe (34) als Abflachung oder Abrundung einer Profilkante (36) des Pfosten-,
Kämpfer- oder Sprossenprofils (30) ausgebildet ist.
12. Verbindung (40) nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die dem mindestens einem Überführungselement (16) gegenüberliegende Seite (17) des
Einbringelements (14) zumindest abschnittsweise im Wesentlichen parallel zu einer
Wand der Hohlkammer des Rahmenprofils (20) verläuft, in die das Einbringelement (14)
eingebracht ist.
13. Verbindung (40) nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung (40) weiter Spannelemente zur Verbindung des Rahmenprofils (20) sowie
des Pfosten-, Kämpfer- oder Sprossenprofils (30) mit dem Verbinder (10) umfasst.
14. Verbindung (40) nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Anlageelement (18, 18) mindestens eine Erhöhung, vorzugsweise
mindestens einen Dom, umfasst, die jeweils in eine entsprechende Ausnehmung, insbesondere
eine Bohrung, des Pfosten-, Kämpfer- oder Sprossenprofils (30) eingreift.