[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Abdeckung eines Spalts zwischen
einem Türblatt und einer Türzarge gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Aus dem Stand der Technik sind solche Vorrichtungen bekannt. Sie können ein Rollo
umfassen, das beim Öffnen des Türblatts einen Spalt an der Nebenschließkante der Tür
abdeckt, sodass das Eindringen von menschlichen Fingern, insbesondere von Kindern,
in den Spalt erschwert wird. Es handelt sich somit um einen Klemmschutz, da sich der
Spalt an der Nebenschließkante während des Öffnungs- und Schließvorgangs des Türblatts
in seiner Breite verändert.
[0003] Aus
DE 37 16 654 A1 ist eine Vorrichtung bekannt, bei der ein Bahnmaterial beim Öffnen des Türblatts
den Spalt verdeckt. Im geschlossenen Zustand des Türblatts ist das Bahnmaterial größtenteils
in einem Gehäuse aufgewickelt. Das Gehäuse ist dabei an der Türzarge befestigt.
[0004] Demgegenüber liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, den Fingerschutz
an der Nebenschließkante weiter zu verbessern.
[0005] Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung gemäß Anspruch 1 und durch eine Tür gemäß
Anspruch 14 gelöst. Ausführungsformen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen
angegeben.
[0006] Die Vorrichtung umfasst ein Abdeckungsmittel und ein Stabilisierungsmittel. Das Abdeckungsmittel
umfasst ein aufwickelbares Bahnmaterial mit einem ersten Ende und einem zweiten Ende.
Das erste Ende ist dabei dem zweiten Ende gegenüber angeordnet. Das aufwickelbare
Bahnmaterial kann insbesondere flexibel sein. Beispielsweise kann das Bahnmaterial
aus einem Textil bestehen. Unter dem Begriff "aufwickelbar" wird dabei im Rahmen dieser
Beschreibung insbesondere verstanden, dass das Bahnmaterial ohne plastische Verformungen
durch eine von einem Menschen durchgeführte Schließbewegung des Türblatts auf einer
an der Türzarge befestigten Rolle aufgewickelt werden kann.
[0007] Das Abdeckungsmittel ist dazu ausgebildet, mit dem ersten Ende am Türblatt und mit
dem zweiten Ende an der Türzarge befestigt zu werden, sodass das Bahnmaterial einen
Spalt zwischen dem Türblatt und der Türzarge abdeckt. Hierbei handelt es sich vorzugsweise
um einen Spalt an dem Ende des Türblatts, das mit einem Türband an der Türzarge befestigt
ist. Dieser Spalt kann auch als Spalt an der Nebenschließkante bezeichnet werden.
Das erste Ende und das zweite Ende können beispielsweise im an der Türzarge und am
Türblatt befestigten Zustand das Bahnmaterial in einer horizontalen Richtung begrenzen.
[0008] Eine Längsachse des Spalts verläuft dabei parallel zu einer Längsachse des Türblatts.
Unter der Längsachse wird dabei im Rahmen dieser Beschreibung insbesondere jeweils
die geometrische Achse verstanden, die jeweils die längste Ausdehnung im Vergleich
mit anderen geometrischen Achsen des jeweiligen Bereichs oder Bauteils aufweist. Dies
gilt insbesondere auch analog für andere Bauteile und Bereiche.
[0009] Das Stabilisierungsmittel ist am Abdeckungsmittel in einem Stabilisierungsbereich
angeordnet. Das Stabilisierungsmittel vergrößert eine mechanische Stabilität der Vorrichtung
im Stabilisierungsbereich. Dies kann insbesondere bedeuten, dass die Vorrichtung im
Stabilisierungsbereich aufgrund des dort angeordneten Stabilisierungsmittels eine
höhere mechanische Stabilität aufweist als außerhalb des Stabilisierungsbereichs.
Es kann auch bedeuten, dass die Vorrichtung im Stabilisierungsbereich eine höhere
mechanische Stabilität aufweist als dies ohne Stabilisierungsmittel der Fall wäre.
[0010] Durch die höhere mechanische Stabilität im Stabilisierungsbereich wird eine Verformung
der Vorrichtung über einen erlaubten Verformungsgrad hinaus im Stabilisierungsbereich
erschwert. Hierdurch wird auch die Gefahr verringert, dass ein menschlicher Finger
durch Verformung des Abdeckungsmittels in den Spalt an der Nebenschließkante der Tür
eingeführt wird.
[0011] Nach einer Ausführungsform der Erfindung kann die mechanische Stabilität im Stabilisierungsbereich
gegenüber einer Krafteinwirkung auf eine erste Oberfläche der Vorrichtung um ein Vielfaches
mehr vergrößert sein als die mechanische Stabilität gegenüber einer Krafteinwirkung
auf eine zweite Oberfläche der Vorrichtung. Dabei ist zu beachten, dass im Rahmen
dieser Beschreibung die Kraft immer direkt auf die jeweilige Oberfläche ausgeübt wird.
Ein die Kraft ausübendes Objekt ist also bei der Kraftauswirkung jeweils in direktem
Kontakt mit der jeweiligen Oberfläche. Die erste Oberfläche kann dabei im am Türblatt
und an der Türzarge befestigten Zustand des Abdeckungsmittels von der Türzarge und
dem Türblatt weg gerichtet sein. Die zweite Oberfläche kann im am Türblatt und an
der Türzarge befestigten Zustand des Abdeckungsmittels zur Türzarge und/oder zum Türblatt
hin gerichtet sein. Die erste Oberfläche und die zweite Oberfläche können sich dabei
beispielsweise jeweils zwischen dem ersten Ende und dem zweiten Ende erstrecken. Als
Maß für die mechanische Stabilität kann dabei beispielsweise eine Verformung des Bahnmaterials
in Abhängigkeit von einer ausgeübten Kraft verwendet werden.
[0012] Diese Ausführungsform ist besonders vorteilhaft, da auf diese Weise eine besonders
einfache Aufwickelbarkeit des Bahnmaterials sichergestellt sein kann, während trotzdem
die Gefahr von in den Spalt eingeführten Fingern verringert wird. Ein Finger müsste
nämlich das Abdeckungsmittel im Stabilisierungsbereich verformen, indem er eine Kraft
auf die erste Oberfläche ausübt, um in den Spalt zu gelangen.
[0013] Nach einer Ausführungsform der Erfindung kann das Stabilisierungsmittel einen Teil
der ersten Oberfläche bilden.
[0014] Nach einer Ausführungsform der Erfindung kann das Stabilisierungsmittel über mehr
als 90% der Breite des Bahnmaterials angeordnet sein. Die Breite des Bahnmaterials
erstreckt sich dabei im an der Türzarge und dem Türblatt befestigten Zustand des Abdeckungsmittels
in einer vertikalen Richtung. So wird ein in vertikaler Richtung relativ großer Stabilisierungsbereich
erreicht.
[0015] Nach einer Ausführungsform der Erfindung kann das Stabilisierungsmittel mehrere Stabilisierungselemente
umfassen.
[0016] Nach einer Ausführungsform der Erfindung können die Stabilisierungselemente stabförmig
ausgebildet sein. Hierunter wird im Rahmen dieser Beschreibung insbesondere verstanden,
dass die Stabilisierungselemente eine Länge aufweisen, die mehr als das fünffache,
insbesondere mehr als das zehnfache, ihrer Breite und ihrer Dicke beträgt. Unter der
Länge wird dabei insbesondere die im am Türblatt und an der Türzarge befestigten Zustand
des Abdeckungsmittels vertikal verlaufende Richtung verstanden. Die Länge kann insbesondere
die größte Dimension der Stabilisierungselemente sein. Die Längsachsen der Stabilisierungselemente
können sich jeweils parallel zur Längsachse des Türblatts erstrecken.
[0017] Nach einer Ausführungsform der Erfindung können die Stabilisierungselemente jeweils
zumindest eine Abstützfläche aufweisen. Zwei benachbarte der Stabilisierungselemente
können bei einer Krafteinwirkung von der ersten Seite auf die benachbarten Stabilisierungselemente
sich an den Abstützflächen aneinander abstützen. Hierunter wird im Rahmen dieser Beschreibung
insbesondere verstanden, dass eine auf eines der benachbarten Stabilisierungselemente
wirkende Kraft an das andere Stabilisierungselement abgeleitet wird, wenn die Abstützflächen
miteinander in Kontakt stehen.
[0018] Nach einer Ausführungsform der Erfindung kann das Abdeckungsmittel bei einer Krafteinwirkung
auf der ersten Oberfläche zunächst eingedrückt werden, bis die Abstützflächen der
benachbarten Stabilisierungselemente miteinander in Kontakt kommen. Das Abdeckungsmittel
kann dann nicht weiter eindrückbar sein durch eine Krafteinwirkung auf die erste Oberfläche,
wenn die Abstützflächen miteinander in Kontakt stehen und das Abdeckungsmittel an
der Türzarge und dem Türblatt befestigt ist. Dies kann insbesondere bedeuten, dass
ein weiteres Eindrücken des Abdeckungsmittels durch die Krafteinwirkung auf die erste
Oberfläche nur mit einer Beschädigung der Stabilisierungselemente möglich ist. Beispielsweise
können die Stabilisierungselemente eine Breite aufweisen, die breiter als der Spalt
ist. In diesem Fall können die mit den Abstützflächen aneinander anliegenden Stabilisierungselemente
durch die auf die erste Oberfläche wirkende Kraft nicht in den Spalt gedrückt werden.
[0019] Es ist beispielsweise möglich, dass die Abstützflächen der benachbarten Stabilisierungselemente
nicht in Kontakt miteinander kommen, wenn eine Kraft auf die zweite Oberfläche ausgeübt
wird. Dies kann insbesondere die Aufwickelbarkeit des Abdeckungsmittels verbessern.
[0020] Nach einer Ausführungsform der Erfindung können die Abstützflächen der benachbarten
Stabilisierungselemente im an der Türzarge und am Türblatt befestigten Zustand des
Abdeckungsmittels aneinander anliegen, wenn sich das Türblatt in einem geschlossenen
Zustand befindet. Unter dem geschlossenen Zustand des Türblatts wird dabei im Rahmen
dieser Beschreibung insbesondere verstanden, dass das Türblatt eine durch die Türzarge
definierte Öffnung verschließt. In einem geöffneten Zustand kann das Türblatt diese
Öffnung freigeben. Im geöffneten Zustand können die benachbarten
Stabilisierungselemente beispielsweise frei von einem Kontakt miteinander sein.
[0021] Nach einer Ausführungsform der Erfindung kann eines der benachbarten Stabilisierungselemente
im geschlossenen Zustand des Türblatts am Türblatt anliegen. Ein anderes der benachbarten
Stabilisierungselement kann im geschlossenen Zustand des Türblatts an der Türzarge
anliegen. Hierunter wird im Rahmen dieser Beschreibung insbesondere verstanden, dass
zwischen dem jeweiligen Stabilisierungselement und der Türzarge bzw. dem Türblatt
das Abdeckungsmittel angeordnet sein kann. Dabei ist es jedoch insbesondere möglich,
dass eine dem Abdeckungsmittel zugewandte Seite des jeweiligen Stabilisierungselements
parallel zur Türzarge bzw. zum Türblatt angeordnet ist.
[0022] Nach einer Ausführungsform der Erfindung können die Stabilisierungselemente starr
ausgebildet. Dies kann insbesondere bedeuten, dass sie nicht oder nur unwesentlich
ohne Beschädigung verformbar sind. Dabei wird eine plastische Verformung ebenfalls
als Beschädigung angesehen. Die Starrheit kann insbesondere die mechanische Stabilität
im Stabilisierungsbereich erhöhen.
[0023] Nach einer Ausführungsform der Erfindung kann die Vorrichtung ein Aufwickelgehäuse
umfassen, in dem das Abdeckungsmittel zumindest teilweise aufwickelbar ist. Das Aufwickelgehäuse
und das Abdeckungsmittel können dazu ausgebildet sein, dass das Abdeckungsmittel im
Aufwickelgehäuse aufgewickelt wird, wenn im an der Türzarge und am Türblatt befestigten
Zustand des Abdeckungsmittels das Türblatt von einem geöffneten in einen geschlossenen
Zustand verschwenkt wird. Dabei kann das Abdeckungsmittel insbesondere über das Aufwickelgehäuse,
beispielsweise mit dem zweiten Ende, an der Türzarge befestigt sein. Das Stabilisierungsmittel
kann gemeinsam mit dem Abdeckungsmittel teilweise aufwickelbar sein. Es ist aber auch
möglich, dass der Stabilisierungsbereich nicht mit aufgewickelt wird.
[0024] Nach einer Ausführungsform der Erfindung kann der Stabilisierungsbereich begrenzt
sein auf die maximale Breite des Spalts. Unter der Breite wird dabei im Rahmen dieser
Beschreibung insbesondere die Dimension des Spalts in horizontaler Richtung zwischen
der Türzarge und dem Türblatt verstanden. Da sich die Breite des Spalts während einer
Schwenkbewegung des Türblatts verändert, ist es vorteilhaft zumindest die maximale
Breite mit dem Stabilisierungsbereich abzudecken. Auf eine noch breitere Abdeckung
kann jedoch verzichtet werden, um beispielsweise die Aufwickelbarkeit zu verbessern,
da hier keine erhöhte mechanische Stabilität benötigt wird.
[0025] Die Tür gemäß Anspruch 14 umfasst eine Vorrichtung nach einer Ausführungsform der
Erfindung, ein Türblatt und eine Türzarge. Das Abdeckungsmittel ist dabei mit dem
ersten Ende am Türblatt und mit dem zweiten Ende an der Türzarge befestigt.
[0026] Weitere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden deutlich anhand der
nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf die
beiliegenden Abbildungen. Dabei werden für gleiche oder ähnliche Bauteile und für
Bauteile mit gleichen oder ähnlichen Funktionen dieselben Bezugszeichen verwendet.
Darin zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Schnittansicht einer Vorrichtung nach einer Ausführungsform der
Erfindung;
- Fig. 2
- eine schematische Schnittansicht der Vorrichtung aus Fig. 1 in einem teilweise auf
einem Aufwickelmittel aufgewickelten Zustand;
- Fig. 3
- eine schematische Schnittansicht der Vorrichtung aus Fig. 1 in einem durch eine auf
eine zweite Oberfläche der Vorrichtung ausgeübten verformten Zustand
- Fig. 4
- eine schematische Schnittansicht einer Vorrichtung nach einer Ausführungsform der
Erfindung mit zweiteiligen Stabilisierungselementen;
- Fig. 5
- eine schematische Schnittansicht der Vorrichtung aus Fig. 4 in einem teilweise auf
einem Aufwickelmittel aufgewickelten Zustand;
- Fig. 6
- eine schematische Schnittansicht einer Vorrichtung nach einer Ausführungsform der
Erfindung mit einem Stabilisierungsmittel in einer Unterbrechung eines Bahnmaterials;
- Fig. 7
- eine schematische Schnittansicht der Vorrichtung aus Fig. 6 in einem teilweise auf
einem Aufwickelmittel aufgewickelten Zustand;
- Fig. 8
- eine schematische Schnittansicht einer Vorrichtung nach einer Ausführungsform der
Erfindung mit zwei benachbarten Stabilisierungselementen, deren Abstützflächen erst
nach einer Krafteinwirkung miteinander in Kontakt kommen;
- Fig. 9
- eine schematische Schnittansicht der Vorrichtung aus Fig. 8 mit miteinander in Kontakt
stehenden Abstützflächen;
- Fig. 10
- eine schematische Schnittansicht der Vorrichtung aus Fig. 8 im an einer Türzarge und
einem Türblatt befestigten Zustand bei geschlossenem Türblatt;
- Fig. 11
- eine schematische Schnittansicht der Vorrichtung aus Fig. 10 bei geöffnetem Türblatt;
und
- Fig. 12
- eine schematische Schnittansicht der Vorrichtung aus Fig. 11 unter Krafteinwirkung
auf eine erste Oberfläche.
[0027] Die Vorrichtung 100 umfasst ein Abdeckungsmittel 101 und ein Stabilisierungsmittel
102. Das Abdeckungsmittel 101 umfasst ein flexibles Bahnmaterial aus einem Textil,
das beispielsweise auch als Rollo bezeichnet werden kann. Das Stabilisierungsmittel
102 umfasst mehrere Stabilisierungselemente 103. Die Stabilisierungselemente 103 sind
starr ausgebildet und erhöhen deshalb die mechanische Stabilität der Vorrichtung in
dem Stabilisierungsbereich, in dem sie angeordnet sind. Die Stabilisierungselemente
103 sind stabförmig ausgebildet und direkt nebeneinander angeordnet. Ihre Längsachsen
erstrecken sich parallel zueinander. Die Stabilisierungselemente 103 können beispielsweise
als Lamellen ausgebildet sein. Es ist außerdem möglich, dass die Stabilisierungselemente
103 auf dem Abdeckungsmittel 101 aufgeklebt sind.
[0028] Die Vorrichtung 100 umfasst ein erstes Ende 104 und ein zweites Ende 105. Mit dem
ersten Ende 104 kann die Vorrichtung 100 an einem Türblatt befestigt werden. Mit dem
zweiten Ende 105 kann die Vorrichtung 100 an einer Türzarge befestigt werden. Wenn
das Türblatt geöffnet wird, deckt die Vorrichtung 100 einen Spalt an der Nebenschließkante
des Türblatts zwischen dem Türblatt und der Türzarge ab, sodass das Einführen eines
menschlichen Fingers in diesen Spalt erschwert wird. Hierbei ist insbesondere das
Stabilisierungsmittel 102 vorteilhaft, da die mechanische Stabilität erhöht wird.
[0029] Das Abdeckmittel 101 und das Stabilisierungsmittel 102 sind zumindest teilweise auf
einem Aufwickelmittel 200 aufwickelbar, wie in Figur 2 gezeigt ist. Beispielsweise
können das Abdeckmittel 101 und das Stabilisierungsmittel 102 im geschlossenen Zustand
des Türblatts auf dem Aufwickelmittel 200 aufgewickelt sein, während das Abdeckmittel
101 und das Stabilisierungsmittel 102 vom Aufwickelmittel 200 abgewickelt werden,
wenn das Türblatt geöffnet wird. Zu diesem Zweck kann das Abdeckmittel beispielsweise
mit dem zweiten Ende 105 über das Aufwickelmittel 200 an der Türzarge befestigt sein.
[0030] Die Stabilisierungselemente 103 bilden eine erste Oberfläche. Wenn auf diese Oberfläche
eine Kraft ausgeübt wird, verformt sich die Vorrichtung nicht, da die Stabilisierungselemente
miteinander in Kontakt stehen, starr ausgebildet sind und so die Kraft ableiten. Daher
ist es vorteilhaft, wenn die erste Oberfläche im an der Türzarge und dem Türblatt
befestigten Zustand der Vorrichtung 100 vom Spalt an der Nebenschließkante des Türblatts
weg gerichtet ist. Ohne eine Beschädigung der Stabilisierungselemente 103 kann dann
beispielsweise ein menschlicher Finger nicht mehr frontal in den Spalt eingeführt
werden.
[0031] Wenn auf eine zweite Oberfläche der Vorrichtung 100 eine Kraft auf die Vorrichtung
100 ausgeübt wird, die durch das Abdeckungsmittel 101 in Form des Bahnmaterials gebildet
wird, wird die Vorrichtung 100 verformt, da die Stabilisierungselemente 103 auseinander
gebogen werden und sich nicht aneinander abstützen. In Figur 3 ist solch eine Verformung
der Vorrichtung 100 dargestellt, wenn eine Kraft F in der in der Figur durch einen
Pfeil verdeutlichten Richtung auf die zweite Oberfläche ausgeübt wird. Die zweite
Oberfläche ist im an der Türzarge und am Türblatt befestigten Zustand der Vorrichtung
100 jedoch in Richtung des Spalts gerichtet, sodass durch eine solche Verformung kein
oder ein sehr geringes Verletzungsrisiko besteht.
[0032] Die in den Figuren 4 und 5 dargestellte Ausführungsform umfasst - ähnlich wie die
Ausführungsform aus den Figuren 1 bis 3 - ein Abdeckungsmittel 101 in Form eines Bahnmaterials
mit einem ersten Ende 104 und einem zweiten Ende 105. Das Stabilisierungsmittel 401
ist jedoch anders ausgestaltet. Es umfasst stabförmige Stabilisierungselemente 402,
die von einem Bahnmaterial 401 ummantelt sind. Die Funktionsweise ähnelt der der Ausführungsform
aus den Figuren 1 bis 3. Die Ummantelung der Stabilisierungselemente 402 ist insbesondere
optisch vorteilhaft, wenn das Bahnmaterial 401 ähnlich oder identisch zum Bahnmaterial
101 ist.
[0033] Ein weiterer Unterschied zur Ausführungsform aus den Figuren 1 bis 3 ist, dass die
Stabilisierungselemente 401 lediglich in einem Teilbereich des Abdeckungsmittels 101
angeordnet sind. Der Stabilisierungsbereich ist also lediglich dieser Teilbereich.
Dies ist vorteilhaft für eine platzsparende und einfache Aufwicklung des Abdeckungsmittels
auf dem Aufwickelmittel 200.
[0034] Der Ausführungsform der Vorrichtung 600 in den Figuren 6 und 7 ist das Stabilisierungsmittel
601 in einer Unterbrechung des Abdeckungsmittels 101 angeordnet. Das Stabilisierungsmittel
601 besteht dabei aus einem einzigen Stabilisierungselement. Bei dieser Ausführungsform
ist die mechanische Stabilität der Vorrichtung 600 im Stabilisierungsbereich unabhängig
davon, ob die Kraft auf die erste Oberfläche oder auf die zweite Oberfläche ausgeübt
wird, erhöht. Auch bei dieser Ausführungsform ist das Stabilisierungsmittel 601 -
ähnlich wie bei der Ausführungsform aus den Figuren 4 und 5 - außerhalb eines Bereichs
der Vorrichtung 600 angeordnet, der aufgewickelt wird. Dies ist aufgrund der relativ
breiten Ausgestaltung des Stabilisierungsmittels 601 vorteilhaft.
[0035] Die in den Figuren 8 bis 12 dargestellte Vorrichtung 800 umfasst ein Abdeckungsmittel
101 und ein Stabilisierungsmittel mit zwei benachbarten Stabilisierungselementen 801.
Die Stabilisierungselemente 801 weisen jeweils eine Abstützfläche 802 auf. Im an der
Türzarge 1001 und am Türblatt 1000 befestigten Zustand des Abdeckungsmittels 101 sind
die Abstützflächen 802 nicht miteinander in Kontakt, wenn das Türblatt 1000 geschlossen
ist und keine Kraft auf die Vorrichtung 800 ausgeübt wird. Dieser Zustand ist in den
Figuren 8 und 11 dargestellt.
[0036] Wenn in diesem Zustand eine Kraft F auf die erste Oberfläche, die durch die Stabilisierungselemente
801 gebildet wird, ausgeübt wird, wird die Vorrichtung 800 verformt, sodass die Abstützflächen
802 vollflächig aneinander anliegen. Dieser Zustand ist in den Figuren 9 und 12 dargestellt.
In diesem Zustand kann die Vorrichtung nicht weiter in den Spalt zwischen dem Türblatt
1000 und der Türzarge 1001 an der Nebenschließkante des Türblatts 1000 eingeführt
werden als in Figur 12 dargestellt, ohne dass die Vorrichtung 800 beschädigt wird,
da die Stabilisierungselemente 801 aneinander über die Abstützflächen 802 abgestützt
sind und zusammen eine größere Ausdehnung in horizontaler Richtung aufweisen als der
Spalt. Die Stabilisierungselemente 801 lassen sich somit nur teilweise in den Spalt
einführen. So wird die Gefahr verringert, dass ein menschlicher Finger in den Spalt
eingeführt wird.
[0037] Im geschlossenen Zustand des Türblatts 1000, der in Figur 10 dargestellt ist, liegen
die Abstützflächen 802 der
Stabilisierungselemente 801 ebenfalls aneinander an. Da die Abstützflächen jeweils
ausgehend von der ersten Oberfläche in einem Winkel von weniger als 90°, vorzugsweise
weniger als 80°, beispielsweise 45°, angeordnet sind, liegen die Stabilisierungselemente
801 im geschlossenen Zustand des Türblatts 1000 lediglich durch das Abdeckungsmittel
101 von der Türzarge 1001 und dem Türblatt 1000 getrennt an der Türzarge 1001 und
am Türblatt 1000 an. Dabei liegt eines der Stabilisierungselemente 801 derart an der
Türzarge 1001 und ein anderes der Stabilisierungselemente 801 derart am Türblatt 1000
an. Die ist aus optischen Gründen besonders vorteilhaft.
[0038] Die Vorrichtung 800 ist ebenfalls auf einem Aufwickelmittel 200 aufwickelbar, wie
es in Bezug auf die anderen Vorrichtungen beschrieben wurde, da die Stabilisierungselemente
801 im geschlossenen Zustand des Türblatts 1000 nicht mit aufgewickelt werden.
1. Vorrichtung (100; 400; 600; 800) zur Abdeckung eines Spalts zwischen einem Türblatt
und einer Türzarge, umfassend ein Abdeckungsmittel (101) und ein Stabilisierungsmittel
(103; 401; 601; 801), wobei das Abdeckungsmittel (101) ein aufwickelbares Bahnmaterial
mit einem ersten Ende (104) und einem zweiten Ende (105) umfasst, wobei das erste
Ende (104) dem zweiten Ende (105) gegenüber angeordnet ist, wobei das Abdeckungsmittel
(101) dazu ausgebildet ist, mit dem ersten Ende (104) am Türblatt (1000) und mit dem
zweiten Ende (105) an der Türzarge (1001) befestigt zu werden, sodass das Bahnmaterial
einen Spalt zwischen dem Türblatt (1000) und der Türzarge (1001) abdeckt, wobei eine
Längsachse des Spalts parallel zu einer Längsachse des Türblatts (1000) verläuft,
wobei das Stabilisierungsmittel (103; 401; 601; 801) am Abdeckungsmittel (101) in
einem Stabilisierungsbereich angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Stabilisierungsmittel (103; 401; 601; 801) eine mechanische Stabilität der Vorrichtung
(100; 400; 600; 800) im Stabilisierungsbereich vergrößert.
2. Vorrichtung (100; 400; 600; 800) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mechanische Stabilität gegenüber einer Krafteinwirkung auf eine erste Oberfläche
der Vorrichtung (100; 400; 600; 800) um ein Vielfaches mehr vergrößert ist als die
mechanische Stabilität gegenüber einer Krafteinwirkung auf eine zweite Oberfläche
der Vorrichtung (100; 400; 600; 800), wobei die erste Oberfläche im am Türblatt (1000)
und an der Türzarge (1001) befestigten Zustand des Abdeckungsmittels (101) von der
Türzarge (1001) und dem Türblatt (1000) weg gerichtet ist, und wobei die zweite Oberfläche
im am Türblatt (1000) und an der Türzarge (1001) befestigten Zustand des Abdeckungsmittels
(101) zur Türzarge (1001) und/oder zum Türblatt (1000) hin gerichtet ist.
3. Vorrichtung (100; 400; 600; 800) nach dem vorherigen Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Stabilisierungsmittel (103; 401; 601; 801) einen Teil der ersten Oberfläche bildet.
4. Vorrichtung (100; 400; 600; 800) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Stabilisierungsmittel (103; 401; 601; 801) über mehr als 90% der Breite des Bahnmaterials
angeordnet ist, wobei sich die Breite des Bahnmaterials im an der Türzarge (1001)
und dem Türblatt (1000) befestigten Zustand des Abdeckungsmittels (101) in einer vertikalen
Richtung erstreckt.
5. Vorrichtung (100; 400; 600; 800) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Stabilisierungsmittel (103; 401; 601; 801) mehrere Stabilisierungselemente (103;
401; 601; 801) umfasst.
6. Vorrichtung (100; 400; 600; 800) nach dem vorherigen Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Stabilisierungselemente (103; 401; 601; 801) stabförmig ausgebildet sind, wobei
sich Längsachsen der Stabilisierungselemente (103; 401; 601; 801) jeweils parallel
zur Längsachse des Türblatts (1000) erstrecken.
7. Vorrichtung (800) nach einem der beiden vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stabilisierungselemente (801) jeweils zumindest eine Abstützfläche (802) aufweisen,
wobei zwei benachbarte der Stabilisierungselemente (801) bei einer Krafteinwirkung
von der ersten Seite auf die benachbarten Stabilisierungselemente (801) sich an den
Abstützflächen (802) aneinander abstützen.
8. Vorrichtung (800) nach dem vorherigen Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Abdeckungsmittel (101) bei einer Krafteinwirkung auf der ersten Oberfläche zunächst
eingedrückt wird, bis die Abstützflächen (802) der benachbarten Stabilisierungselemente
(801) miteinander in Kontakt kommen, wobei das Abdeckungsmittel (101) nicht durch
eine Krafteinwirkung auf der ersten Oberfläche weiter eindrückbar ist, wenn die Abstützflächen
(802) miteinander in Kontakt stehen und das Abdeckungsmittel an der Türzarge (1001)
und dem Türblatt (1000) befestigt ist.
9. Vorrichtung (800) nach einem der beiden vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstützflächen (802) der benachbarten Stabilisierungselemente (801) im an der
Türzarge (1001) und am Türblatt (1000) befestigten Zustand des Abdeckungsmittels (101)
aneinander anliegen, wenn sich das Türblatt (1000) in einem geschlossenen Zustand
befindet.
10. Vorrichtung (800) nach dem vorherigen Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass eines der benachbarten Stabilisierungselemente (801) im geschlossenen Zustand des
Türblatts (1000) am Türblatt (1000) anliegt und dass ein anderes der benachbarten
Stabilisierungselemente (801) im geschlossenen Zustand des Türblatts (1000) an der
Türzarge (1001) anliegt.
11. Vorrichtung (100; 400; 600; 800) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stabilisierungselemente (103; 401; 601; 801) starr ausgebildet sind.
12. Vorrichtung (100; 400; 600; 800) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (103; 401; 601; 801) ein Aufwickelgehäuse umfasst, in dem das Abdeckungsmittel
zumindest teilweise aufwickelbar ist, wobei das Aufwickelgehäuse und das Abdeckungsmittel
(101) dazu ausgebildet sind, dass das Abdeckungsmittel (101) im Aufwickelgehäuse aufgewickelt
wird, wenn im an der Türzarge (1001) und am Türblatt (1000) befestigten Zustand des
Abdeckungsmittels (101) das Türblatt (1000) von einem geöffneten in einen geschlossenen
Zustand verschwenkt wird.
13. Vorrichtung (100; 400; 600; 800) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Stabilisierungsbereich begrenzt ist auf die maximale Breite des Spalts.
14. Tür, umfassend eine Vorrichtung (100; 400; 600; 800) nach einem der vorherigen Ansprüche,
ein Türblatt (1000) und eine Türzarge (1001), wobei das Abdeckungsmittel (101) mit
dem ersten Ende (104) am Türblatt (1000) und mit dem zweiten Ende (105) an der Türzarge
(1001) befestigt ist.