[0001] Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Einbringen einer Öffnung in einen Teilbereich
einer Folienumhüllung eines, vorzugsweise auf einer Palette angeordneten, Gutstapels,
wobei die Folienumhüllung eine über den Gutstapel gezogene Folienhaube und gegebenenfalls
eine unterhalb des Gutstapels angeordnete Bodenblattfolie umfasst oder die Folienumhüllung
eine den Gutstapel zumindest teilweise umgebende Folienbanderole und gegebenenfalls
eine unterhalb des Gutstapels angeordnete Bodenblattfolie umfasst,
- a) wobei die Folienumhüllung unter Bildung einer um den Gutstapel horizontal umlaufenden
Schweißnaht mit einer unterhalb des Gutstapels befindlichen Bodenblattfolie verschweißt
ist und
- entweder
- die Öffnung in die Schweißnaht eingebracht wird
- oder aber
- die Öffnung in den den Gutstapel umgebenden Bereich der Bodenblattfolie, vorzugsweise
angrenzend zur Schweißnaht, eingebracht wird
oder
- b) wobei die Folienumhüllung einen um den Gutstapel horizontal umlaufenden, vorzugsweise
horizontal ausgerichteten, Kragenschrumpf aufweist und die Öffnung in den Kragenschrumpf
eingebracht wird
oder
- c) wobei die Folienumhüllung einen um den Gutstapel horizontal umlaufenden, vorzugsweise
horizontal ausgerichteten, Kragenstretch aufweist und die Öffnung in den Kragenstretch
eingebracht wird,
wobei die Einrichtung ein Durchstoßelement mit einem Durchstoßbereich und zumindest
einen Betätigungsarm umfasst, an dem das Durchstoßelement um eine Drehachse drehbar
befestigt ist.
[0002] Eine Folienbanderole ist oben und unten offen ausgebildet. Eine Folienhaube umschließt
einen Gutstapel an insgesamt fünf Seiten. Bei der Folienhaube kann es sich um eine
Schrumpf- oder um eine Stretchhaube aus Folie handeln. Sofern ein Gutstapel direkt
auf einer Palette abgestellt ist, umfasst die Folienhaube vorzugsweise für eine gute
Ladungssicherung mit ihrem unteren umlaufenden Rand einen Teilbereich der Palette.
Bei einer Schrumpfhaube wird der untere Randbereich unter Bildung eines sogenannten
Kragenschrumpfs erwärmt. Bei einer Stretchfolie wird die gestretchte Folienhaube derart
übergezogen, dass sich die Stretchfolie unter Bildung eines Kragenstretchs zumindest
im oberen Bereich an die Palette anlegt.
[0003] Sowohl im Bereich des Kragenstretchs als auch des Kragenschrumpfs liegen mehrere
Folienlagen übereinander. Daher sind diese Bereiche deutlich dicker und teilweise
auch fester als die restlichen Bereiche der Folienhaube. Der Kragenstretch und der
Kragenschrumpf liegen eng und stramm an der Außenseite des Oberbrettes der Palette
an.
[0004] Sofern ein Umhüllen eines Gutstapels an insgesamt sechs Seiten beabsichtigt ist,
wird auf eine Palette zunächst eine Bodenblattfolie aufgelegt und darauf der Gutstapel
platziert. Nach dem Überziehen der Folienhaube über den Gutstapel wird die Folienhaube
mit der Bodenblattfolie umlaufend unter Bildung einer Schweißnaht verschweißt. Im
Falle einer Schweißnaht erschweren beispielsweise eine starke Materialanhäufung, z.
B. in Form von Wülsten aus geschmolzenem und wiederverfestigtem Kunststoff, oder eine
dicke Bodenblattfolie im Verhältnis zur Folienhaube oder eine mit mehreren Folienhauben
verschweißte Bodenblattfolie das Defolieren.
[0005] Für ein späteres Entpacken, d. h. Defolieren, muss die Folienhaube an zumindest einer
Stellung vertikal aufgetrennt werden, damit anschließend die Folienhaube abgezogen
werden kann. Bei derartig verpackten Gutstapeln ist jedoch ein automatisiertes Defolieren
wegen der Schweißnaht oder des Kragenschrumpfs oder des Kragenstretchs erschwert.
So ist die Folienhaube in diesem Bereich stark an die Kontur der Palette fixiert,
so dass sie in diesem Bereich für bekannte Defolierverfahren nicht erreichbar ist.
In Abhängigkeit von der verwendeten Stärke der Folie beispielsweise für die Bodenblattfolie
und für die Folienhaube kann die beim Verschweißen erzeugte Schweißnaht bzw. die Folienwulst
aus verschweißtem Folienmaterial so stark und dick sein, dass mit den bisher bekannten
Vorrichtungen ein Trennen der Folienhaube mit der Schweißnaht bzw. der Folienwulst
von der Bodenblattfolie nicht sauber möglich ist.
[0006] Für ein Defolieren muss daher zunächst die Schweißnaht oder der Kragenschrumpf oder
der Kragenstretch mit einer Öffnung versehen werden, damit die Schweißnaht oder der
Kragenschrumpf oder der Kragenstretch an einer Stelle geöffnet ist. Hierzu wird eine
Einrichtung verwendet, die einen Betätigungsarm umfasst, an dem ein drehbar gelagertes
Durchstoßelement mit einem Durchstoßbereich befestigt ist. Das Durchstoßelement wird
durch eine Einführöffnung zwischen den Gutstapel und die Folienhaube eingeführt. Um
das Einführen zu erleichtern, wird die Folienhaube im betreffenden Seitenbereich zunächst
von dem Gutstapel weggezogen und in der weggezogenen Position gehalten. Nach Einführen
des Durchstoßelementes in den Zwischenraum wird das Durchstoßelement vertikal abwärts
verlagert.
[0007] Aus
US 5 727 747 ist eine Vorrichtung zum Entfernen einer Folienumhüllung von einer palettierten Ladung
bekannt. Mittels einer solchen bekannten Einrichtung kann zwar eine Öffnung eingebracht
werden. Jedoch befindet sich die eingebrachte Öffnung nicht im Bereich der Schweißnaht
oder des Kragenschrumpfs oder des Kragenstretchs, sondern vielmehr im Abstand zu der
Schweißnaht oder dem Kragenschrumpf oder dem Kragenstretch innerhalb der Seitenfläche
der Folienhaube. Damit verbleibt ein Teil der Folienhaube an der Palette. Damit eine
automatisierte Defolierung erfolgen kann, ist eine kosten- und zeitintensive manuelle
Nachbearbeitung erforderlich. Andernfalls können Probleme bei nachgeschalteten Vorgängen,
wie z. B. beim Transport, beim Depalettieren und beim Speichern, beispielsweise in
Hochregallagern, auftreten, sofern die verbleibenden Teile der Folienhaube nicht entfernt
werden.
[0008] Aufgabe der Erfindung ist es daher, die vorgenannten Nachteile zu vermeiden und eine
Einrichtung anzugeben, mittels der in eine Schweißnaht, in einen den Gutstapel umgebenden
Bereich einer Bodenblattfolie, in einen Kragenstretch oder in einen Kragenschrumpf
einer Folienumhüllung eine Öffnung eingebracht werden kann.
[0009] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass das Durchstoßelement einen ersten Teilbereich
und einen zweiten Teilbereich aufweist, wobei der erste Teilbereich drehbar an dem
Betätigungsarm gelagert ist und wobei der zweite Teilbereich den Durchstoßbereich
aufweist und wobei der zweite Teilbereich aus einer Ursprungsstellung gegen eine Rückstellkraft
gegenüber dem ersten Teilbereich in zumindest eine Richtung verschwenkbar ist. Die
Drehachse des Durchstoßelementes ist beim Betrieb der erfindungsgemäßen Einrichtung
orthogonal zu der betreffenden Seitenfläche des Gutstapels ausgerichtet, wo die Öffnung
eingebracht werden soll. Bei dem ersten Teilbereich des Durchstoßelementes kann es
sich auch um die Lagerung des Durchstoßelementes selbst handeln.
[0010] Die als Folienumhüllung ausgebildete Folienhaube oder die als Folienumhüllung ausgebildete,
den Gutstapel zumindest teilweise umgebende Folienbanderole reicht zumindest bis zur
Unterkante des Gutstapels. Die Folienumhüllung kann aber auch unterseitig gegenüber
der Unterseite des Gutstapels vorstehen. Eine solche Ausgestaltung bietet sich an,
wenn der Gutstapel auf einer Palette abgestellt ist und ein die Palette umfassender
Kragenschrumpf vorgesehen ist.
[0011] Der Kragenschrumpf bzw. der Kragenstretch können eng und stramm an der Außenseite
des Gutstapels oder der Palette anliegen. In einem solchen Fall sind der Kragenschrumpf
bzw. der Kragenstretch vertikal ausgerichtet. Es ist aber auch durchaus möglich, dass
der Kragenschrumpf oder der Kragenstretch einen Teilbereich der Palette, beispielsweise
den Randbereich der Oberbrettlage der Palette, untergreift. Dann ist der Kragenschrumpf
bzw. der Kragenstretch zumindest teilweise auch horizontal ausgerichtet.
[0012] Während der Abwärtsverlagerung im späteren Betrieb verbleibt der erste Teilbereich
in einer vertikalen Ebene, die durch die Abwärtsbewegung aufgespannt wird. Aufgrund
der verschwenkbaren Ausgestaltung des zweiten Teilbereichs kann der zweite Teilbereich
jedoch die Kontur einer von einem Gutstapel weggezogenen Folienumhüllung übernehmen,
d. h. der zweite Teilbereich fährt an der Innenseite der Folienumhüllung entlang und
wird durch die Folienumhüllung genau auf den gewünschten Bereich gelenkt, wo die Schweißnaht
oder der den Gutstapel umgebende Bereich einer Bodenblattfolie oder der Kragenschrumpf
oder der Kragenstretch durchstoßen werden soll.
[0013] Sofern beispielsweise als Folienumhüllung eine Folienhaube unter Bildung einer um
den Gutstapel horizontal umlaufenden Schweißnaht mit einer unterhalb des Gutstapels
befindlichen Bodenblattfolie verschweißt ist, kann durch die erfindungsgemäße Einrichtung
entweder die Schweißnaht zwischen der Bodenblattfolie und der Folienhaube durchstoßen
werden. Alternativ kann die Bodenblattfolie zwischen der Schweißnaht und der Ladung
(Gutstapel) bzw. der Palette durchgestoßen werden, so dass dadurch die Schweißnaht
bzw. der verschweißte Folienwulst so weit von der Ladung (Gutstapel) bzw. der Palette
weggezogen werden kann, dass es möglich ist, die Schweißnaht bzw. den verschweißten
Folienwulst in einem anschließenden Schritt beispielsweise mittels einer vertikalen
Trenneinrichtung aufzutrennen.
[0014] Der erste Teilbereich und der zweite Teilbereich können über ein Gelenk miteinander
verbunden sein.
[0015] Der erste Teilbereich und der zweite Teilbereich können über ein Federgelenk miteinander
verbunden sein.
[0016] Dabei kann das Durchstoßelement nach Art eines Schwertes ausgebildet sein.
[0017] In der Ursprungsstellung, d. h. im nicht verschwenkten Zustand, können der erste
Teilbereich und der zweite Teilbereich miteinander fluchten.
[0018] Dabei kann die Kante des freien Endes des zweiten Teilbereichs, d. h. die Kante des
dem ersten Teilbereich gegenüberliegenden Endes des zweiten Teilbereichs, zumindest
teilweise in der Richtung angeschrägt oder abgerundet ausgebildet sein, in der der
zweite Teilbereich gegen die Rückstellkraft verschwenkbar ist. Diese angeschrägte
oder abgerundete Ausbildung verhindert, dass bei der Abwärtsverlagerung das Durchstoßelement
die Folienumhüllung beschädigt, wenn das Durchstoßelement bei der Abwärtsverlagerung
mit der Innenseite der Folienumhüllung in Kontakt ist. Zudem verbessert die Abrundung
und die Abschrägung die Verfolgung der Kontur der Folienumhüllung. Bei einer angeschrägten
oder abgerundeten Kante ist eine Verschwenkung des zweiten Teilbereichs nur in Richtung
des Verlaufs der entsprechenden Kante möglich.
[0019] Dabei kann die Kante des freien Endes des zweiten Teilbereichs, d. h. die Kante des
dem ersten Teilbereich gegenüberliegenden Endes des zweiten Teilbereichs, und/oder
die mit der Innenseite einer Folienumhüllung zusammenwirkende Oberfläche des zweiten
Teilbereichs eine reibungsminimierende Beschichtung und/oder reibungsminimierende
Oberfläche aufweisen. Damit kann während der Abwärtsverlagerung die Folienhaube mit
ihrer Innenseite an dem Durchstoßelement anliegen, ohne dass die Folienhaube bei der
Abwärtsverlagerung beschädigt wird.
[0020] Das freie Ende des zweiten Teilbereichs, d. h. das dem ersten Teilbereich gegenüberliegende
Ende des zweiten Teilbereichs, kann in dem Durchstoßbereich eine gegenüber der Kante
vorstehende Nase aufweisen. Die Nase erstreckt sich in der Ebene des zweiten Teilbereichs.
Durch die Nase wird zunächst eine kleine Öffnung eingebracht, durch die dann anschließend
das Durchstoßelement mit seinem vollständigen Durchstoßbereich durchgeführt wird.
[0021] Der Betätigungsarm kann benachbart zu der Drehachse, um die das Durchstoßelement
drehbar gelagert ist, zumindest eine sich parallel zur Drehachse erstreckende und
orthogonal zum Betätigungsarm ausgerichtete Schneidklinge aufweisen, die derart an
dem Betätigungsarm angeordnet ist, dass die Schneidklinge nach Durchstoßen, vorzugsweise
bei der Abwärtsverlagerung, an der nach unten weisenden Seite des Betätigungsarms
angeordnet ist. Mittels der Schneidklinge kann eine an dem unteren Rand der Folienumhüllung
verbleibende Materialanhäufung durchtrennt werden.
[0022] Dabei kann die Schneidklinge durch zwei schräg zueinander ausgerichtete, zwischen
sich einen trichterförmigen Einführbereich bildende Schneidklingenteilbereiche gebildet
sein. Durch den trichterförmig zulaufenden Einführbereich wird der durchzutrennende
Rand bei der Verlagerung des Betätigungsarms entlang der schräg ausgerichteten Schneide
bewegt und auf diese Weise getrennt.
[0023] Die Erfindung betrifft auch ein System umfassend einen, vorzugsweise auf einer Palette
angeordneten, Gutstapel mit einer Folienumhüllung, wobei die Folienumhüllung eine
über den Gutstapel gezogene Folienhaube und gegebenenfalls eine unterhalb des Gutstapels
angeordnete Bodenblattfolie umfasst oder die Folienumhüllung eine den Gutstapel zumindest
teilweise umgebende Folienbanderole und gegebenenfalls eine unterhalb des Gutstapels
angeordnete Bodenblattfolie umfasst,
- a) wobei die Folienumhüllung unter Bildung einer um den Gutstapel horizontal umlaufenden
Schweißnaht mit einer unterhalb des Gutstapels befindlichen Bodenblattfolie verschweißt
ist und
- entweder
- die Öffnung in die Schweißnaht eingebracht wird
- oder aber
- die Öffnung in den den Gutstapel umgebenden Bereich der Bodenblattfolie, vorzugsweise
angrenzend zur Schweißnaht, eingebracht wird
oder
- b) wobei die Folienumhüllung einen um den Gutstapel horizontal umlaufenden, vorzugsweise
horizontal ausgerichteten, Kragenschrumpf aufweist und die Öffnung in den Kragenschrumpf
eingebracht wird
oder
- c) wobei die Folienumhüllung einen um den Gutstapel horizontal umlaufenden, vorzugsweise
horizontal ausgerichteten, Kragenstretch aufweist und die Öffnung in den Kragenstretch
eingebracht wird,
sowie zumindest eine Einrichtung, die ein Durchstoßelement mit einem Durchstoßbereich
und zumindest einen Betätigungsarm umfasst, an dem das Durchstoßelement um eine Drehachse
drehbar befestigt ist, wobei die Einrichtung nach einem der Ansprüche ausgebildet
ist und wobei mittels dieser Einrichtung eine Öffnung in die Schweißnaht oder in den
den Gutstapel umgebenden Bereich einer Bodenblattfolie oder in den Kragenschrumpf
oder in den Kragenstretch einbringbar ist.
[0024] Die Einrichtung ist beispielsweise benachbart zu einem Förderer angeordnet, auf dem
der zu entpackende Gutstapel herantransportiert wird. Vorteilhafterweise ist die Einrichtung
beispielsweise auf einem Schlitten angeordnet, der orthogonal zur Förderstrecke verfahrbar
ist. Auf diese Weise kann die Einrichtung an unterschiedliche Palettenformate angepasst
werden. Es bietet sich an, wenn der Betätigungsarm mehrere Gelenke aufweist. Damit
kann das Durchstoßelement an die gewünschte Stelle verfahren werden, um anschließend
die gewünschte Öffnung einzubringen.
[0025] Dabei kann das System ein Gestell und einen daran um eine vertikale Achse drehbar
gelagerten, um die Achse antreibbaren Tragarm für einen daran aufgehängten Wickeldorn
aufweisen, wobei an dem Tragarm ein in dessen Längsrichtung verschieblicher Führungsschlitten
angeordnet ist und an dem Führungsschlitten der Wickeldorn und ein sich parallel dazu
erstreckender Führungsmast aufgehängt sind, und am Führungsmast kann ein vertikal
verschieblicher Hubschlitten mit einer an eine Unterdruckeinrichtung anschließbaren
Saugeinrichtung zum bereichsweisen Abheben der Folienhaube vom Gutstapel und mit einer
Trenneinrichtung, die einen, vorzugsweise rechteckigen, Folienlappen aus der Folienhaube
trennt, geführt sein, und es kann eine weitere Trenneinrichtung für einen vertikalen
Trennschnitt vorgesehen sein. So können mittels der Trenneinrichtung in die Folienhaube
drei, ein U bildende Schnitte eingebracht werden. Auf diese Weise wird ein rechteckiger
Folienlappen aus der Folienhaube herausgetrennt. Bei der Trenneinrichtung kann es
sich beispielsweise um einen U-förmig ausgebildeten Heizdraht handeln.
[0026] Dabei kann die weitere Trenneinrichtung ein längs des Führungsmasts mit einem Antrieb
bewegbares Messer sein.
[0027] Alternativ kann die weitere Trenneinrichtung ein sich parallel zum Wickeldorn erstreckender
Heizdraht sein.
[0028] Dabei kann das System weiterhin zumindest einen Förderer zum An- und Abtransport
des Gutstapels aufweisen.
[0029] Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zum Einbringen einer Öffnung in einen Teilbereich
einer Folienumhüllung eines, vorzugsweise auf einer Palette angeordneten, Gutstapels,
wobei die Folienumhüllung eine über den Gutstapel gezogene Folienhaube und gegebenenfalls
eine unterhalb des Gutstapels angeordnete Bodenblattfolie umfasst oder die Folienumhüllung
eine den Gutstapel zumindest teilweise umgebende Folienbanderole und gegebenenfalls
eine unterhalb des Gutstapels angeordnete Bodenblattfolie umfasst,
- a) wobei die Folienumhüllung unter Bildung einer um den Gutstapel horizontal umlaufenden
Schweißnaht mit einer unterhalb des Gutstapels befindlichen Bodenblattfolie verschweißt
ist und
- entweder
- die Öffnung in die Schweißnaht eingebracht wird
- oder aber
- die Öffnung in den den Gutstapel umgebenden Bereich der Bodenblattfolie, vorzugsweise
angrenzend zur Schweißnaht, eingebracht wird
oder
- b) wobei die Folienumhüllung einen um den Gutstapel horizontal umlaufenden, vorzugsweise
horizontal ausgerichteten, Kragenschrumpf aufweist und die Öffnung in den Kragenschrumpf
eingebracht wird
oder
- c) wobei die Folienumhüllung einen um den Gutstapel horizontal umlaufenden, vorzugsweise
horizontal ausgerichteten, Kragenstretch aufweist und die Öffnung in den Kragenstretch
eingebracht wird,
[0030] mittels einer Einrichtung, die ein Durchstoßelement mit einem Durchstoßbereich und
zumindest einen Betätigungsarm umfasst, an dem das Durchstoßelement um eine Drehachse
drehbar gelagert ist, wobei die Folienhaube von dem Gutstapel weggezogen und in der
weggezogenen Position gehalten wird, wobei das Durchstoßelement durch eine Einführöffnung
zwischen den Gutstapel und die Folienumhüllung eingeführt wird und anschließend das
Durchstoßelement abwärts verlagert wird, so dass es mit seinem Durchstoßbereich eine
Öffnung einbringt.
[0031] Eine Folienbanderole ist oben und unten offen ausgebildet. Eine Folienhaube umschließt
einen Gutstapel an insgesamt fünf Seiten. Bei der Folienhaube kann es sich um eine
Schrumpf- oder um eine Stretchhaube aus Folie handeln. Sofern ein Gutstapel direkt
auf einer Palette abgestellt ist, umfasst die Folienhaube vorzugsweise für eine gute
Ladungssicherung mit ihrem unteren umlaufenden Rand einen Teilbereich der Palette.
Bei einer Schrumpfhaube wird der untere Randbereich unter Bildung eines sogenannten
Kragenschrumpfs erwärmt. Bei einer Stretchfolie wird die gestretchte Folienhaube derart
übergezogen, dass sich die Stretchfolie unter Bildung eines Kragenstretchs zumindest
im oberen Bereich an die Palette anlegt.
[0032] Sowohl im Bereich des Kragenstretchs als auch des Kragenschrumpfs liegen mehrere
Folienlagen übereinander. Daher sind diese Bereiche deutlich dicker und teilweise
auch fester als die restlichen Bereiche der Folienhaube. Der Kragenstretch und der
Kragenschrumpf liegen eng und stramm an der Außenseite des Oberbrettes der Palette
an.
[0033] Sofern ein Umhüllen eines Gutstapels an insgesamt sechs Seiten beabsichtigt ist,
wird auf eine Palette zunächst eine Bodenblattfolie aufgelegt und darauf der Gutstapel
platziert. Nach dem Überziehen der Folienhaube über den Gutstapel wird die Folienhaube
mit der Bodenblattfolie umlaufend unter Bildung einer Schweißnaht verschweißt. Im
Falle einer Schweißnaht erschweren beispielsweise eine starke Materialanhäufung, z.
B. in Form von Wülsten aus geschmolzenem und wiederverfestigtem Kunststoff, oder eine
dicke Bodenblattfolie im Verhältnis zur Folienhaube oder eine mit mehreren Folienhauben
verschweißte Bodenblattfolie das Defolieren.
[0034] Für ein späteres Entpacken, d. h. Defolieren, muss die Folienhaube an zumindest einer
Stellung vertikal aufgetrennt werden, damit anschließend die Folienhaube abgezogen
werden kann. Bei derartig verpackten Gutstapeln ist jedoch ein automatisiertes Defolieren
wegen der Schweißnaht oder des Kragenschrumpfs oder des Kragenstretchs erschwert.
So ist die Folienhaube in diesem Bereich stark an die Kontur der Palette fixiert,
so dass sie in diesem Bereich für bekannte Defolierverfahren nicht erreichbar ist.
In Abhängigkeit von der verwendeten Stärke der Folie beispielsweise für die Bodenblattfolie
und für die Folienhaube kann die beim Verschweißen erzeugte Schweißnaht bzw. die Folienwulst
aus verschweißtem Folienmaterial so stark und dick sein, dass mit den bisher bekannten
Verfahren ein Trennen der Folienhaube mit der Schweißnaht bzw. der Folienwulst von
der Bodenblattfolie nicht sauber möglich ist.
[0035] Für ein Defolieren muss daher zunächst die Schweißnaht oder der Kragenschrumpf oder
der Kragenstretch mit einer Öffnung versehen werden, damit die Schweißnaht oder der
Kragenschrumpf oder der Kragenstretch an einer Stelle geöffnet ist. Hierzu wird eine
Einrichtung verwendet, die einen Betätigungsarm umfasst, an dem ein drehbar gelagertes
Durchstoßelement mit einem Durchstoßbereich befestigt ist. Das Durchstoßelement wird
durch eine Einführöffnung zwischen den Gutstapel und die Folienhaube eingeführt. Um
das Einführen zu erleichtern, wird die Folienhaube im betreffenden Seitenbereich zunächst
von dem Gutstapel weggezogen und in der weggezogenen Position gehalten. Nach Einführen
des Durchstoßelementes in den Zwischenraum wird das Durchstoßelement vertikal abwärts
verlagert.
[0036] Mittels einer solchen bekannten Einrichtung kann zwar eine Öffnung eingebracht werden.
Jedoch befindet sich die eingebrachte Öffnung nicht im Bereich der Schweißnaht oder
des Kragenschrumpfs oder des Kragenstretchs, sondern vielmehr im Abstand zu der Schweißnaht
oder dem Kragenschrumpf oder dem Kragenstretch innerhalb der Seitenfläche der Folienhaube.
Damit verbleibt ein Teil der Folienhaube an der Palette. Damit eine automatisierte
Defolierung erfolgen kann, ist eine kosten- und zeitintensive manuelle Nachbearbeitung
erforderlich. Andernfalls können Probleme bei nachgeschalteten Vorgängen, wie z. B.
beim Transport, beim Depalettieren und beim Speichern, beispielsweise in Hochregallagern,
auftreten, sofern die verbleibenden Teile der Folienhaube nicht entfernt werden.
[0037] Aufgabe der Erfindung ist es daher, die vorgenannten Nachteile zu vermeiden und ein
Verfahren anzugeben, mittels dem in eine Schweißnaht, in einen den Gutstapel umgebenden
Bereich einer Bodenblattfolie, in einen Kragenstretch oder in einen Kragenschrumpf
einer Folienumhüllung eine Öffnung eingebracht werden kann.
[0038] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass das Durchstoßelement einen ersten Teilbereich
und einen zweiten Teilbereich aufweist, wobei der erste Teilbereich, vorzugsweise
drehbar, an dem Betätigungsarm befestigt ist und wobei der zweite Teilbereich den
Durchstoßbereich aufweist und wobei der zweite Teilbereich aus einer Ursprungsstellung
gegen eine Rückstellkraft gegenüber dem ersten Teilbereich verschwenkbar ist, und
der zweite Teilbereich durch das Entlangfahren an der Innenseite der Folienumhüllung
bei der Abwärtsverlagerung gegen die Rückstellkraft in Richtung des Gutstapels verschwenkt
wird und infolge der Umlenkung des zweiten Teilbereichs das Durchstoßelement mit seinem
Durchstoßbereich auf die durchzustoßende Schweißnaht oder den den Gutstapel umgebenden
durchzustoßenden Bereich einer Bodenblattfolie oder den durchzustoßenden Kragenschrumpf
oder den durchzustoßenden Kragenstretch trifft.
[0039] Die als Folienumhüllung ausgebildete Folienhaube oder die als Folienumhüllung ausgebildete,
den Gutstapel zumindest teilweise umgebende Folienbanderole reicht zumindest bis zur
Unterkante des Gutstapels. Die Folienumhüllung kann aber auch unterseitig gegenüber
der Unterseite des Gutstapels vorstehen. Eine solche Ausgestaltung bietet sich an,
wenn der Gutstapel auf einer Palette abgestellt ist und ein die Palette umfassender
Kragenschrumpf vorgesehen ist.
[0040] Der Kragenschrumpf bzw. der Kragenstretch können eng und stramm an der Außenseite
des Gutstapels oder einer Palette anliegen. In einem solchen Fall sind der Kragenschrumpf
bzw. der Kragenstretch vertikal ausgerichtet. Es ist aber auch durchaus möglich, dass
der Kragenschrumpf oder der Kragenstretch einen Teilbereich der Palette, beispielsweise
den Randbereich der Oberbrettlage der Palette, untergreift. Dann ist der Kragenschrumpf
bzw. der Kragenstretch zumindest teilweise auch horizontal ausgerichtet.
[0041] Bei dem Verfahren wird die Folienumhüllung im Bereich der Seite, wo eine Öffnung
eingebracht werden soll, zumindest bereichsweise von dem Gutstapel weggezogen und
in der weggezogenen Position gehalten. Die weggezogene Folienumhüllung nähert sich
zur Palette hin zunehmend wieder dem Gutstapel. Auf diese Weise entsteht ein Freiraum
zwischen dem Gutstapel und der Folienumhüllung. Über eine Einführöffnung wird das
Durchstoßelement in den Zwischenraum eingeführt und durch eine vertikale Bewegung
abwärts verlagert. Bei dieser Abwärtsverlagerung verbleibt der erste Teilbereich in
einer vertikalen Ebene, die durch die Abwärtsbewegung aufgespannt wird. Aufgrund der
verschwenkbaren Ausgestaltung des zweiten Teilbereichs fährt der zweite Teilbereich
nunmehr die Kontur der vom Gutstapel weggezogenen Folienumhüllung ab. Der zweite Teilbereich
fährt insoweit an der Innenseite der Folienumhüllung entlang. Damit führt die Folienumhüllung
den zweiten Teilbereich insoweit genau auf den gewünschten Bereich, d. h. die Schweißnaht,
den den Gutstapel umgebenden Bereich einer Bodenblattfolie, den Kragenschrumpf oder
den Kragenstretch, wo die Öffnung mittels Durchstoßen eingebracht werden soll. Damit
ist sichergestellt, dass nach dem späteren Entfernen der Folienumhüllung keine herunterhängenden
Restbestandteile der Folienumhüllung mehr an der Palette verbleiben.
[0042] Nach dem Durchstoßen der Schweißnaht oder des den Gutstapel umgebenden Bereichs einer
Bodenblattfolie oder des Kragenschrumpfs oder des Kragenstretchs kann zur Vergrößerung
der eingestoßenen Öffnung die Folienumhüllung im Bereich der eingestoßenen Öffnung
von dem Gutstapel weggezogen werden. Hierdurch wird eine Öffnung einer größeren Länge
herbeigeführt.
[0043] Die Folienumhüllung einschließlich einer eventuell noch mit dem unteren Rand der
Folienumhüllung verbundenen Schweißnaht oder einschließlich einer eventuell noch mit
dem unteren Rand der Folienumhüllung verbundenen Folienwulst aus verschweißtem Folienmaterial
kann durch eine Verlagerung des Durchstoßelementes von dem Gutstapel im Bereich der
eingestoßenen Öffnung von dem Gutstapel weggezogen werden.
[0044] Es bietet sich an, wenn nach dem Durchstoßen der Schweißnaht oder des den Gutstapel
umgebenden Bereichs einer Bodenblattfolie oder des Kragenschrumpfs oder des Kragenstretchs
die Einrichtung mittels einer geeigneten Schneidklinge bei einer weiteren Verlagerung,
vorzugsweise bei einer weiteren Abwärtsverlagerung, Reste einer eventuell verbleibenden
Materialanhäufung im unteren Rand der Folienumhüllung vertikal durchtrennt. Bei der
eventuell verbleibenden Materialanhäufung kann es sich beispielsweise um die noch
mit dem unteren Rand der Folienumhüllung verbundene Schweißnaht oder um die noch mit
dem unteren Rand der Folienumhüllung verbundene Folienwulst aus verschweißtem Folienmaterial
handeln.
[0045] Dabei kann in die Seite des Gutstapels, an der eine Öffnung eingebracht werden soll,
zunächst aus der Folienumhüllung zumindest ein, vorzugsweise rechteckiger, Folienlappen
unter Bildung einer Einführöffnung herausgetrennt werden, der Folienlappen an einem
Wickeldorn befestigt werden und die Folienumhüllung von dem Gutstapel weggezogen und
in der weggezogenen Position gehalten werden. Anschließend kann durch die so geschaffene
Einführöffnung das Durchstoßelement zwischen den Gutstapel und die Folienumhüllung
eingeführt werden. Zum Heraustrennen eines Folienlappens können in die Folienumhüllung
beispielsweise drei, ein U bildende Schnitte eingebracht werden. Auf diese Weise wird
ein rechteckiger Folienlappen aus der Folienumhüllung herausgetrennt.
[0046] Zum späteren Entfernen der Folienumhüllung kann die Folienumhüllung nach dem Durchstoßen
an der Seite des Gutstapels, in der die Öffnung eingebracht worden ist, vertikal aufgeschnitten
werden, der Wickeldorn um den Gutstapel herumgeführt und dabei die Folienumhüllung
auf den sich um seine Längsachse drehenden Wickeldorn aufgewickelt werden.
[0047] Die auf den Wickeldorn aufgewickelte Folienumhüllung kann nach vollständigem Aufwickeln
mittels zumindest einer Übernahmeeinrichtung von dem Wickeldorn abgezogen und einem
Entsorgungsbereich zugeführt werden. Dann steht der Wickeldorn für einen neuen Defolierprozess
zur Verfügung.
[0048] Im Folgenden werden in den Zeichnungen dargestellte Ausführungsbeispiele der Erfindung
erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1 a
- eine Seitenansicht auf einen Gutstapel mit einer übergezogenen Folienhaube mit einem
Kragenschrumpf, wobei in die Folienhaube mittels einer bekannten Einrichtung eine
Öffnung eingestoßen worden ist,
- Fig. 1 b
- den Gegenstand nach Fig. 1a, wobei die Einrichtung wieder in ihre Ausgangstellung
zurückbewegt worden ist,
- Fig. 2 a - f
- den Bewegungsablauf der erfindungsgemäßen Einrichtung,
- Fig. 3 a - c
- eine Draufsicht auf das Durchstoßelement der erfindungsgemäßen Einrichtung, eine erste
Seitenansicht in der Ursprungsstellung sowie eine zweite Seitenansicht im verschwenkten
Zustand,
- Fig. 4 a + b
- zwei Seitenansichten auf einen verpackten Gutstapel, wobei bereits zwei Folienlappen
herausgetrennt und die Folienlappen in Fig. 4a von einem Wickeldorn eingeklemmt sind,
- Fig. 5 a - c
- das Hochschwenken des Durchstoßelementes, wobei Skizze a) eine Seitenansicht auf die
Stirnseite des Gutstapels, Skizze b) eine Seitenansicht auf die Längsseite des Gutstapels
und Skizze c) eine Draufsicht darstellt,
- Fig. 6 a - c
- das Einführen des Durchstoßelementes in die Einführöffnung, wobei Skizze a) eine Seitenansicht
auf die Stirnseite des Gutstapels, Skizze b) eine Seitenansicht auf die Längsseite
des Gutstapels und Skizze c) eine Draufsicht darstellt,
- Fig. 7 a - c
- die Stellung des Durchstoßelementes kurz vor dem Durchstoßen, wobei Skizze a) eine
Seitenansicht auf die Stirnseite des Gutstapels, Skizze b) eine Seitenansicht auf
die Längsseite des Gutstapels und Skizze c) eine Draufsicht darstellt,
- Fig. 8
- das Detail "X" aus Fig. 7 a,
- Fig. 9 a - c
- die Stellung des Durchstoßelementes nach dem Durchstoßen, wobei Skizze a) eine Seitenansicht
auf die Stirnseite des Gutstapels, Skizze b) eine Seitenansicht auf die Längsseite
des Gutstapels und Skizze c) eine Draufsicht darstellt,
- Fig. 10 a +b
- das Detail "Y" aus Fig. 9 a sowie eine Draufsicht auf das Detail "Y" aus Fig. 9a ,
- Fig. 11 a - c
- zwei Draufsichten auf den Gutstapel, wobei das Durchstoßelement zur Vergrößerung der
Länge der Öffnung vom Gutstapel wegbewegt wird, sowie die Einrichtung in vergrößerter
Darstellung in der Draufsicht,
- Fig. 12 a - c
- die Stellung des Durchstoßelementes nach Bewegung in seine Ausgangsstellung, wobei
Skizze a) eine Seitenansicht auf die Stirnseite des Gutstapels, Skizze b) eine Seitenansicht
auf die Längsseite des Gutstapels und Skizze c) eine Draufsicht darstellt sowie
- Fig. 12 d
- eine Draufsicht auf einen Teilbereich der Einrichtung, wobei in dieser Stellung das
Durchstoßelement parallel zum Betätigungsarm ausgerichtet ist.
[0049] In allen Figuren werden für gleiche bzw. gleichartige Bauteile übereinstimmende Bezugszeichen
verwendet.
[0050] Die Fig. 1a und 1b zeigen einen Gutstapel 1, über den eine Folienhaube 2 als Folienumhüllung
übergezogen ist. Der Gutstapel 1 ist auf einer Palette 3 angeordnet. Der untere Rand
der Folienhaube 2 bildet einen horizontal ausgerichteten Kragenschrumpf 4, der beim
Schrumpfen des betreffenden Bereichs entsteht. Der Kragenschrumpf 4 liegt stramm und
eng an der Palette 3 an. Der Kragenschrumpf 4 untergreift den Randbereich der Oberbrettlage
der Palette 3. Bei einem Kragenschrumpf 4 handelt es sich um eine Materialansammlung
von geschweißtem Folienmaterial.
[0051] Seitlich neben dem Gutstapel 1 ist ein Wickeldorn 5 dargestellt. Wie den Figuren
zu entnehmen ist, sind auf einer Seite der Folienhaube 2 zwei Folienlappen 6 durch
jeweils drei Schnitte herausgeschnitten worden, die an dem Wickeldorn 5 befestigt
sind. Nach dem Befestigen der Folienlappen 6 wird die Folienhaube 2 durch den Wickeldorn
5 etwas vom Gutstapel 1 weggezogen.
[0052] Jeder der beiden an drei Seiten herausgeschnittenen Folienlappen 6 stellt eine Einführöffnung
dar. Durch die untere Einführöffnung wird ein Teil einer Einrichtung zum Einbringen
einer Öffnung eingebracht. Wie den Fig. 1a und 1b zu entnehmen ist, weist die Einrichtung
ein schwertartig ausgebildetes Durchstoßelement 7 auf, das um eine Drehachse 8 drehbar
an einem Betätigungsarm 9 der Einrichtung befestigt ist. Die Lagerung des Betätigungsarms
9 ist nicht näher dargestellt.
[0053] In Bereich des in den Fig. 1a und 1b abwärts weisenden Endes weist das Durchstoßelement
7 einen Durchstoßbereich 10 auf. Die Anordnung des Durchstoßbereichs 10 ist beispielsweise
in den Fig. 3a und 3b dargestellt, die das Durchstoßelement 7 in einer vergrößerten
Darstellung zeigen. Nach dem Einführen des Durchstoßelementes 7 in die Einführöffnung
wird das Durchstoßelement 7 abwärtsverlagert. Bei der Abwärtsverlagerung wird das
Durchstoßelement 7 im Abstand zu dem Gutstapel 1 geführt und trifft auf die gespannte
Folienhaube 2. In dem Kontaktbereich bringt das Durchstoßelement 7 eine Öffnung 11
ein.
[0054] Wie Fig. 1b zu entnehmen ist, wird jedoch die Öffnung 11 im Abstand zum Kragenschrumpf
4, der unmittelbar an der Palette 3 anliegt, eingebracht. Daher verbleibt ein Teil
der Folienhaube 1 an dem Kragenschrumpf 4. Dieser verbleibende Teil hängt nach dem
vollständigen Entpacken herunter und kann beispielsweise den Freiraum zwischen zwei
Kufen der Palette 3 verdecken.
[0055] Die Fig. 2a bis 2f und 3a bis 3c zeigen die erfindungsgemäße Einrichtung zum Einbringen
einer Öffnung 11 in eine horizontal ausgerichtete Schweißnaht zwischen einer Bodenblattfolie
und einer mit der Bodenblattfolie verschweißten und über einen Gutstapel gezogenen
Folienhaube oder zum Einbringen einer Öffnung in einen horizontal ausgerichteten Kragenschrumpf
4 oder in einen horizontal ausgerichteten Kragenstretch einer über einen auf einer
Palette 3 angeordneten Gutstapel 1 gezogenen Folienhaube 2. Ein Gutstapel 1, der mit
einer Folienhaube 2 überzogen ist und der auf einer Palette 3 abgestellt ist, ist
beispielsweise in Fig. 1a dargestellt.
[0056] Die Einrichtung umfasst ein Durchstoßelement 7 mit einem Durchstoßbereich 10 sowie
einen Betätigungsarm 9. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Betätigungsarm
9 zweiteilig ausgebildet, wobei die beiden Teile des Betätigungsarms 9 durch ein Drehgelenk
12 miteinander verbunden sind. Sofern die Einrichtung benachbart zu einem Förderer
angeordnet ist, auf dem die zu entpackenden Gutstapel 1 transportiert werden, kann
der Betätigungsarm 9 beispielsweise an der Konstruktion des Förderers montiert sein.
Zur weiteren Veränderung der Neigung des Betätigungsarms 9 ist eine Drehlagerung 13
vorgesehen. Zur Veränderung des Abstandes zwischen dem Durchstoßelement 7 und der
Palette 3 kann die Drehlagerung 13 beispielsweise auf einem Schlitten befestigt sein,
der orthogonal zur Längsseite des Gutstapels 1 ausgerichtet ist. Damit kann die Einrichtung
in Richtung des Pfeils 14, der in Fig. 11b eingezeichnet ist, näher an den Gutstapel
1 herangefahren oder von diesem weggefahren werden.
[0057] Das Durchstoßelement 7 weist einen ersten Teilbereich 15 und einen zweiten Teilbereich
16 auf, wobei der erste Teilbereich 15 drehbar um die Drehachse 8 an dem Betätigungsarm
9 gelagert ist und der zweite Teilbereich 16 den Durchstoßbereich 10 aufweist. In
dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind der erste Teilbereich 15 und der zweite
Teilbereich 16 über ein Federgelenk 17 verschwenkbar miteinander verbunden.
[0058] Der erste Teilbereich 15 weist einen seitlich vorstehenden Führungsstift 18 auf,
auf dem ein Übertragungselement 19 geführt ist, das mit dem zweiten Teilbereich 16
verschraubt ist. Auf den Führungsstift 18 ist ferner eine Feder 20 aufgesteckt und
mit einer Schraube 21 gesichert. Die Feder 20 drückt das Übertragungselement 19 gegen
den ersten Teilbereich 15.
[0059] In Fig. 3b ist die Einrichtung in der Ursprungsstellung dargestellt. In der Ursprungsstellung
fluchten der erste Teilbereich 15 und der zweite Teilbereich 16. Gegen die von der
Feder 20 erzeugte Rückstellkraft kann der zweite Teilbereich 16 aus dieser Ursprungsstellung
gegenüber dem ersten Teilbereich 15 in Richtung des Pfeils 22 verschwenkt werden.
Die verschwenkte Stellung des zweiten Teilbereichs 16 ist in Fig. 3c dargestellt.
[0060] Wie den Fig. 3a und 3b zu entnehmen ist, ist die Kante des zweiten Teilbereichs 16
im Bereich des freien Endes angeschrägt ausgebildet und zwar in die Richtung angeschrägt,
in die der zweite Teilbereich 16 gegen die Rückstellkraft verschwenkbar ist. Das freie
Ende des zweiten Teilbereichs 16 weist eine in etwa abgerundete Ausgestaltung auf.
Zusätzlich weist das freie Ende des zweiten Teilbereichs 16 in dem Durchstoßbereich
10 eine gegenüber der Kante vorstehende Nase 23 auf, die in dem dargestellten Ausführungsbeispiel
in etwa halbkreisförmig ausgebildet ist.
[0061] Wie beispielsweise Fig. 12d zu entnehmen ist, weist der Betätigungsarm 9 benachbart
zu der Drehachse 8, um die das Durchstoßelement 7 drehbar gelagert ist, eine sich
parallel zur Drehachse 8 erstreckende und orthogonal zum Betätigungsarm 9 ausgerichtete
Schneidklinge 24 auf, die derart an dem Betätigungsarm 9 angeordnet ist, dass die
Schneidklinge 24 während einer weiteren Abwärtsbewegung nach dem Durchstoßen unterseitig
an dem Betätigungsarm 9 angeordnet ist. Die Schneidklinge 24 wird durch zwei schräg
zueinander ausgerichtete, zwischen sich einen trichterförmigen Einführbereich bildende
Schneidklingenteilbereiche 25, 26 gebildet.
[0062] Das erfindungsgemäße Verfahren ist in den Fig. 4 bis 12 dargestellt, wobei die zum
Entpacken erforderlichen Vorrichtungen nur angedeutet sind. Wie beispielsweise Fig.
4a zu entnehmen ist, werden im Bereich einer Längsseite in die Folienhaube 2 mittels
einer nicht dargestellten Trenneinrichtung zwei U-förmige Schnitte eingebracht. Bei
der Trenneinrichtung kann es sich beispielsweise um einen U-förmig ausgebildeten Heizdraht
handeln. Im Bereich jedes U-förmigen Schnittes wird hierdurch ein rechteckiger Folienlappen
6 herausgetrennt. Beispielsweise mittels einer Saugeinrichtung werden die Folienlappen
6 angesaugt und an einem Wickeldorn 5 befestigt.
[0063] Die erfindungsgemäße Einrichtung befindet sich in Fig. 4 noch in ihrer Ausgangsstellung.
In der Ausgangsstellung befindet sich die Einrichtung in dem dargestellten Ausführungsbeispiel
unterhalb der Palettenebene.
[0064] In Fig. 5 ist das Durchstoßelement 7 bereits aufgerichtet worden. Wie in Fig. 6 dargestellt,
wird dann der Teil des Betätigungsarms 9 verschwenkt, an dem das Durchstoßelement
7 befestigt ist. Dadurch wird das Durchstoßelement 7 durch die Einführöffnung in den
Zwischenraum zwischen dem Gutstapel 1 und der Folienhaube 2 eingeführt.
[0065] Das Durchstoßelement 7 befindet sich dabei in einem horizontalen Abstand zu dem Gutstapel
1, so wie es beispielsweise in Fig. 7a dargestellt ist. Anschließend wird das Durchstoßelement
7 um die Drehachse 8 abwärts verschwenkt. Bei dieser Abwärtsverlagerung fährt das
Durchstoßelement 7 entlang der Innenseite der Folienhaube 2. Aufgrund der verschwenkbaren
Lagerung des zweiten Teilbereiches 16 an dem ersten Teilbereich 15 wird der zweite
Teilbereich 16 zunehmend in die in Fig. 8 dargestellte Position verschwenkt, während
der erste Teilbereich 15 ausschließlich vertikal abwärts verlagert wird. Infolgedessen
trifft das Durchstoßelement 7 mit seinem Durchstoßbereich 10 genau in den durchzustoßenden
Bereich, vorliegend den Kragenschrumpf 4.
[0066] In Fig. 9 hat das Durchstoßelement 7 in den Kragenschrumpf 4 bereits die gewünschte
Öffnung 11 eingebracht. Daher ragt das Durchstoßelement 7 teilweise unten aus der
Folienhaube 2 heraus. Fig. 10a zeigt das Detail "Y" aus Fig. 9a sowie Fig. 10b eine
Draufsicht auf das Detail "Y" aus Fig. 9a. Wie den Figuren zu entnehmen ist, ist die
Öffnung 11 bereits eingebracht worden. Das Durchstoßelement 7 ragt unterseitig hervor.
Da die Öffnung 11 eingebracht worden ist und damit die Folienhaube 2 in diesem Bereich
nicht mehr gespannt ist, hat die Feder 20 den zweiten Teilbereich 16 wieder in die
Ursprungsstellung zurückverschwenkt.
[0067] In Fig. 11b und 11c wird zur Vergrößerung der eingestoßenen Öffnung 11 der Betätigungsarm
9 nach außen geschwenkt und damit das Durchstoßelement 7 horizontal von dem Gutstapel
1 weg verlagert. Dadurch wird die Folienhaube 2 im Bereich der eingestoßenen Öffnung
11 von dem Gutstapel 1 weggezogen und damit die Öffnung 11 vergrößert.
[0068] In den Fig. 12a bis 12d ist die erfindungsgemäße Einrichtung wieder in ihre Ausgangsstellung,
so wie sie in Fig. 4 dargestellt ist, zurückverlagert worden. Mittels der in Fig.
12 erkennbaren Schneidklinge 24 kann nach dem Durchstoßen des Kragenschrumpfs 4 oder
eines Kragenstretchs die Einrichtung bei einer weiteren Abwärtsverlagerung Reste einer
eventuell verbleibenden Materialanhäufung im unteren Rand der Folienhaube 2 vertikal
durchtrennen.
[0069] Anschließend erfolgt die Defolierung. Hierzu wird die Folienhaube 2 nach dem Durchstoßen
an der Seite des Gutstapels 1, in der die Öffnung eingebracht worden ist, vertikal
aufgeschnitten. Der Wickeldorn 5 wird dann um den Gutstapel 1 herumgeführt. Dabei
wird die Folienhaube 2 auf den sich um seine Längsachse drehenden Wickeldorn 5 aufgewickelt.
1. Einrichtung zum Einbringen einer Öffnung (11) in einen Teilbereich einer Folienumhüllung
eines, vorzugsweise auf einer Palette angeordneten, Gutstapels (1), wobei die Folienumhüllung
eine über den Gutstapel (1) gezogene Folienhaube (2) und gegebenenfalls eine unterhalb
des Gutstapels (1) angeordnete Bodenblattfolie umfasst oder die Folienumhüllung eine
den Gutstapel (1) zumindest teilweise umgebende Folienbanderole und gegebenenfalls
eine unterhalb des Gutstapels (1) angeordnete Bodenblattfolie umfasst,
a) wobei die Folienumhüllung unter Bildung einer um den Gutstapel (1) horizontal umlaufenden
Schweißnaht mit einer unterhalb des Gutstapels (1) befindlichen Bodenblattfolie verschweißt
ist und
entweder die Öffnung (11) in die Schweißnaht eingebracht wird
oder aber die Öffnung (11) in den den Gutstapel umgebenden Bereich der Bodenblattfolie
eingebracht wird
oder
b) wobei die Folienumhüllung einen um den Gutstapel (1) horizontal umlaufenden, vorzugsweise
horizontal ausgerichteten, Kragenschrumpf (4) aufweist und die Öffnung (11) in den
Kragenschrumpf (4) eingebracht wird
oder
c) wobei die Folienumhüllung einen um den Gutstapel (1) horizontal umlaufenden, vorzugsweise
horizontal ausgerichteten, Kragenstretch aufweist und die Öffnung (11) in den Kragenstretch
eingebracht wird,
wobei die Einrichtung ein Durchstoßelement (7) mit einem Durchstoßbereich (10) und
zumindest einen Betätigungsarm (9) umfasst, an dem das Durchstoßelement (7) um eine
Drehachse (8) drehbar befestigt ist,
dadurch gekennzeichnet, dass das Durchstoßelement (7) einen ersten Teilbereich (15) und einen zweiten Teilbereich
(16) aufweist, wobei der erste Teilbereich (15) drehbar an dem Betätigungsarm (9)
gelagert ist und wobei der zweite Teilbereich (16) den Durchstoßbereich (10) aufweist
und wobei der zweite Teilbereich (16) aus einer Ursprungsstellung gegen eine Rückstellkraft
gegenüber dem ersten Teilbereich (15) in zumindest eine Richtung verschwenkbar ist.
2. Einrichtung nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Teilbereich (15) und der zweite Teilbereich (16) über ein Gelenk miteinander
verbunden sind.
3. Einrichtung nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Teilbereich (15) und der zweite Teilbereich (16) über ein Federgelenk (17)
miteinander verbunden sind.
4. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Durchstoßelement (7) nach Art eines Schwertes ausgebildet ist.
5. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in der Ursprungsstellung der erste Teilbereich (15) und der zweite Teilbereich (16)
miteinander fluchten.
6. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kante des freien Endes des zweiten Teilbereichs (16) zumindest teilweise in der
Richtung angeschrägt oder abgerundet ausgebildet, in der der zweite Teilbereich (16)
gegen die Rückstellkraft verschwenkbar ist.
7. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kante des freien Endes des zweiten Teilbereichs (16) und/oder die mit der Innenseite
einer Folienhaube (2) zusammenwirkende Oberfläche des zweiten Teilbereichs (16) eine
reibungsminimierende Beschichtung und/oder reibungsminimierende Oberfläche aufweist
(aufweisen).
8. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das freie Ende des zweiten Teilbereichs (16) in dem Durchstoßbereich (10) eine gegenüber
der Kante vorstehende Nase (23) aufweist.
9. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Betätigungsarm (9) benachbart zur Drehachse (8), um die das Durchstoßelement
(7) drehbar gelagert ist, zumindest eine sich parallel zur Drehachse (8) erstreckende
und orthogonal zum Betätigungsarm (9) ausgerichtete Schneidklinge (24) aufweist, die
derart an dem Betätigungsarm (9) angeordnet ist, dass die Schneidklinge (24) nach
Durchstoßen, vorzugsweise bei der Abwärtsverlagerung, an der nach unten weisenden
Seite des Betätigungsarms (9) angeordnet ist.
10. Einrichtung nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneidklinge (24) durch zwei schräg zueinander ausgerichtete, zwischen sich
einen trichterförmigen Einführbereich bildende Schneidklingenteilbereiche (25, 26)
gebildet ist.
11. System umfassend einen, vorzugsweise auf einer Palette angeordneten, Gutstapel (1)
mit einer Folienumhüllung, wobei die Folienumhüllung eine über den Gutstapel (1) gezogene
Folienhaube (2) und gegebenenfalls eine unterhalb des Gutstapels (1) angeordnete Bodenblattfolie
umfasst oder die Folienumhüllung eine den Gutstapel (1) zumindest teilweise umgebende
Folienbanderole und gegebenenfalls eine unterhalb des Gutstapels (1) angeordnete Bodenblattfolie
umfasst,
a) wobei die Folienumhüllung unter Bildung einer um den Gutstapel (1) horizontal umlaufenden
Schweißnaht mit einer unterhalb des Gutstapels (1) befindlichen Bodenblattfolie verschweißt
ist und
entweder die Öffnung (11) in die Schweißnaht eingebracht wird
oder aber die Öffnung (11) in den den Gutstapel umgebenden Bereich der Bodenblattfolie
eingebracht wird
oder
b) wobei die Folienumhüllung einen um den Gutstapel (1) horizontal umlaufenden, vorzugsweise
horizontal ausgerichteten, Kragenschrumpf (4) aufweist und die Öffnung (11) in den
Kragenschrumpf (4) eingebracht wird
oder
c) wobei die Folienumhüllung einen um den Gutstapel (1) horizontal umlaufenden, vorzugsweise
horizontal ausgerichteten, Kragenstretch aufweist und die Öffnung (11) in den Kragenstretch
eingebracht wird,
sowie zumindest eine Einrichtung, die ein Durchstoßelement (7) mit einem Durchstoßbereich
(10) und zumindest einen Betätigungsarm (9) umfasst, an dem das Durchstoßelement (7)
um eine Drehachse (8) drehbar befestigt ist,
dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche ausgebildet ist und dass
mittels dieser Einrichtung eine Öffnung (11) in die Schweißnaht oder in den den Gutstapel
(1) umgebenden Bereich einer Bodenblattfolie oder in den Kragenschrumpf (4) oder in
den Kragenstretch einbringbar ist.
12. System nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das System ein Gestell und ein daran um eine vertikale Achse drehbar gelagerter,
um die Achse antreibbarer Tragarm für einen daran aufgehängten Wickeldorn (5) aufweist,
wobei an dem Tragarm ein in dessen Längsrichtung verschieblicher Führungsschlitten
angeordnet ist und an dem Führungsschlitten der Wickeldorn (5) und ein sich parallel
dazu erstreckender Führungsmast aufgehängt sind, und dass am Führungsmast ein vertikal
verschieblicher Hubschlitten mit einer an eine Unterdruckeinrichtung anschließbaren
Saugeinrichtung zum bereichsweisen Abheben der Folienhaube (2) vom Gutstapel (1) und
mit einer Trenneinrichtung, die einen Folienlappen (6) aus der Folienhaube (2) trennt,
geführt ist, und dass eine weitere Trenneinrichtung für einen vertikalen Trennschnitt
vorgesehen ist.
13. System nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die weitere Trenneinrichtung ein längs des Führungsmasts mit einem Antrieb bewegbares
Messer ist.
14. System nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die weitere Trenneinrichtung ein sich parallel zum Wickeldorn erstreckender Heizdraht
ist.
15. System nach einem der Ansprüche 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass das System zumindest einen Förderer zum An- und Abtransport des Gutstapels (1) aufweist.
16. Verfahren zum Einbringen einer Öffnung (11) in einen Teilbereich einer Folienumhüllung
eines, vorzugsweise auf einer Palette angeordneten, Gutstapels (1), wobei die Folienumhüllung
eine über den Gutstapel (1) gezogene Folienhaube (2) und gegebenenfalls eine unterhalb
des Gutstapels (1) angeordnete Bodenblattfolie umfasst oder die Folienumhüllung eine
den Gutstapel (1) zumindest teilweise umgebende Folienbanderole und gegebenenfalls
eine unterhalb des Gutstapels (1) angeordnete Bodenblattfolie umfasst,
a) wobei die Folienumhüllung unter Bildung einer um den Gutstapel (1) horizontal umlaufenden
Schweißnaht mit einer unterhalb des Gutstapels (1) befindlichen Bodenblattfolie verschweißt
ist und
entweder die Öffnung (11) in die Schweißnaht eingebracht wird
oder aber die Öffnung (11) in den den Gutstapel umgebenden Bereich der Bodenblattfolie
eingebracht wird
oder
b) wobei die Folienumhüllung einen um den Gutstapel (1) horizontal umlaufenden, vorzugsweise
horizontal ausgerichteten, Kragenschrumpf (4) aufweist und die Öffnung (11) in den
Kragenschrumpf (4) eingebracht wird
oder
c) wobei die Folienumhüllung einen um den Gutstapel (1) horizontal umlaufenden, vorzugsweise
horizontal ausgerichteten, Kragenstretch aufweist und die Öffnung (11) in den Kragenstretch
eingebracht wird,
mittels einer Einrichtung, die ein Durchstoßelement (7) mit einem Durchstoßbereich
(10) und zumindest einen Betätigungsarm (9) umfasst, an dem das Durchstoßelement (7)
um eine Drehachse (8) drehbar gelagert ist, wobei die Folienhaube (2) von dem Gutstapel
(1) weggezogen und in der weggezogenen Position gehalten wird, wobei das Durchstoßelement
(7) durch eine Einführöffnung (11) zwischen den Gutstapel (1) und die Folienumhüllung
eingeführt wird und anschließend das Durchstoßelement (7) abwärts verlagert wird,
so dass es mit seinem Durchstoßbereich (10) eine Öffnung (11) einbringt,
dadurch gekennzeichnet, dass das Durchstoßelement (7) einen ersten Teilbereich (15) und einen zweiten Teilbereich
(16) aufweist, wobei der erste Teilbereich (15), vorzugsweise drehbar, an dem Betätigungsarm
(9) befestigt ist und wobei der zweite Teilbereich (16) den Durchstoßbereich (10)
aufweist und wobei der zweite Teilbereich (16) aus einer Ursprungsstellung gegen eine
Rückstellkraft gegenüber dem ersten Teilbereich (15) verschwenkbar ist, und der zweite
Teilbereich (16) durch das Entlangfahren an der Innenseite der Folienumhüllung bei
der Abwärtsverlagerung gegen die Rückstellkraft in Richtung des Gutstapels (1) verschwenkt
wird und infolge der Umlenkung des zweiten Teilbereichs (16) das Durchstoßelement
(7) mit seinem Durchstoßbereich (10) auf die durchzustoßende Schweißnaht oder den
den Gutstapel (1) umgebenden durchzustoßenden Bereich einer Bodenblattfolie oder den
durchzustoßenden Kragenschrumpf (4) oder den durchzustoßenden Kragenstretch trifft.
17. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Durchstoßen der Schweißnaht oder des den Gutstapel (1) umgebenden Bereichs
einer Bodenblattfolie oder des Kragenschrumpfs (4) oder des Kragenstretchs zur Vergrößerung
der eingestoßenen Öffnung (11) die Folienumhüllung im Bereich der eingestoßenen Öffnung
(11) von dem Gutstapel (1) weggezogen wird.
18. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Folienumhüllung einschließlich einer eventuell noch mit dem unteren Rand der
Folienumhüllung verbundenen Schweißnaht oder einschließlich einer eventuell noch mit
dem unteren Rand der Folienumhüllung verbundenen Folienwulst aus verschweißtem Folienmaterial
durch eine Verlagerung des Durchstoßelementes (7) von dem Gutstapel (1) im Bereich
der eingestoßenen Öffnung (11) von dem Gutstapel (1) weggezogen wird.
19. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche 16 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Durchstoßen der Schweißnaht oder des den Gutstapel (1) umgebenden Bereichs
einer Bodenblattfolie oder des Kragenschrumpfs (4) oder des Kragenstretchs die Einrichtung
bei einer weiteren Verlagerung, vorzugsweise bei einer weiteren Abwärtsverlagerung,
Reste einer eventuell verbleibenden Materialanhäufung im unteren Rand der Folienumhüllung
vertikal durchtrennt.
20. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche 16 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass in die Seite des Gutstapels (1), an der eine Öffnung (11) eingebracht werden soll,
aus der Folienumhüllung zumindest ein Folienlappen (6) unter Bildung einer Einführöffnung
herausgetrennt wird, der Folienlappen (6) an einem Wickeldorn (5) befestigt wird und
die Folienumhüllung von dem Gutstapel (1) weggezogen und in der weggezogenen Position
gehalten wird.
21. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Folienumhüllung nach dem Durchstoßen an der Seite des Gutstapels (1), in der
die Öffnung (11) eingebracht worden ist, vertikal aufgeschnitten wird, der Wickeldorn
(5) um den Gutstapel (1) herumgeführt und dabei die Folienumhüllung auf den sich um
seine Längsachse drehenden Wickeldorn (5) aufgewickelt wird.
22. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die auf den Wickeldorn (5) aufgewickelte Folienumhüllung nach vollständigem Aufwickeln
mittels zumindest einer Übernahmeeinrichtung von dem Wickeldorn (5) abgezogen und
einem Entsorgungsbereich zugeführt wird.
1. Device for introducing an opening (11) into a partial region of a film wrapping of
a stack of goods (1), preferably arranged on a pallet, wherein the film wrapping comprises
a film cover (2) pulled over the stack of goods (1) and, as appropriate, a base sheet
film arranged beneath the stack of goods (1), or the film wrapping comprises a film
strap at least partially surrounding the stack of goods (1) and, as appropriate, a
base sheet film arranged beneath the stack of goods (1),
a) wherein the film wrapping is welded to the base sheet film located beneath the
stack of goods (1), forming a weld seam running horizontally around the stack of goods
(1), and
either the opening (11) is introduced into the weld seam
or the opening (11) is introduced into the region of the base sheet film surrounding
the stack of goods,
or
b) wherein the film wrapping comprises a shrink collar (4), running horizontally around
the stack of goods (1) and preferably aligned horizontally, and the opening (11) is
introduced into the shrink collar (4),
or
c) wherein the film wrapping comprises a stretch collar, running horizontally around
the stack of goods (1) and preferably aligned horizontally, and the opening (11) is
introduced into the stretch collar,
wherein the device comprises a breakthrough element (7) with a breakthrough region
(10) and at least one actuation arm (9), to which the breakthrough element (7) is
secured such as to be capable of rotation about a rotation axis (8),
characterised in that the breakthrough element (7) comprises a first part region (15) and a second part
region (16), wherein the first part region (15) is mounted such as to rotate at the
actuation arm (9), and wherein the second part region (16) comprises the breakthrough
region (10), and wherein the second part region (16) can be pivoted out of an original
position, against a resetting force, opposite the first part region (15), into at
least one direction.
2. Device according to the preceding claim, characterised in that the first part region (15) and the second part region (16) can be connected to one
another by means of a joint.
3. Device according to the preceding claim, characterised in that the first part region (15) and the second part region (16) are connected to one another
by means of a spring joint (17).
4. Device according to any one of the preceding claims, characterised in that the breakthrough element (7) is configured in the form of a sword.
5. Device according to any one of the preceding claims, characterised in that in the original position the first part region (15) and the second part region (16)
are at least flush with one another.
6. Device according to any one of the preceding claims, characterised in that the edge of the free end of the second part region (16) is configured as at least
partially chamfered or rounded in the direction in which the second part region (16)
can be pivoted against the resetting force.
7. Device according to any one of the preceding claims, characterised in that the edge of the free end of the second part region (16), and/or the surface of the
second part region (16) which is interacting with the inner side of a film cover (2),
comprise(s) a friction-minimising coating and/or friction-minimising surface.
8. Device according to any one of the preceding claims, characterised in that the free end of the second part region (16) comprises a nose (23) in the breakthrough
region (10) which protrudes opposite the edge.
9. Device according to any one of the preceding claims, characterised in that the actuation arm (9), adjacent to the axis of rotation (8) about which the breakthrough
element (7) can be rotated, comprises at least one cutting blade (24), extending parallel
to the axis of rotation (8) and aligned orthogonally to the actuation arm (9), which
is arranged at the actuation arm (9) in such a way that, after breaking through and
preferably during the downwards movement, the cutting blade (24) is arranged at the
side of the actuation arm (9) facing downwards.
10. Device according to the preceding claim, characterised in that the cutting blade (24) is formed by two cutting blade part regions (25, 26), aligned
obliquely in relation to one another and forming between them a funnel-shaped introduction
guide region.
11. System comprising a stack of goods (1), preferably arranged on a pallet, with a film
wrapping, wherein the film wrapping comprises a film cover (2) pulled over the stack
of goods (1) and, as appropriate, a base sheet film arranged beneath the stack of
goods (1), or the film wrapping comprises a film strap at least partially surrounding
the stack of goods (1) and, as appropriate, a base sheet film arranged beneath the
stack of goods (1),
a) wherein the film wrapping is welded to the base sheet film located beneath the
stack of goods (1), forming a weld seam running horizontally around the stack of goods
(1), and
either the opening (11) is introduced into the weld seam
or the opening (11) is introduced into the region of the base sheet film surrounding
the stack of goods,
or
b) wherein the film wrapping comprises a shrink collar (4), running horizontally around
the stack of goods (1) and preferably aligned horizontally, and the opening (11) is
introduced into the shrink collar (4),
or
c) wherein the film wrapping comprises a stretch collar, running horizontally around
the stack of goods (1) and preferably aligned horizontally, and the opening (11) is
introduced into the stretch collar,
and at least one device, which comprises a breakthrough element (7) with a breakthrough
region (10) and at least one actuation arm (9), to which the breakthrough element
(7) is secured such as to rotate about an axis of rotation (8),
characterised in that the device is configured in accordance with any one of the preceding claims, and
that, by means of this device, an opening (11) can be introduced into the weld seam,
or into the region of a base sheet film surrounding the stack of goods (1), or into
the shrink collar (4) or into the stretch collar.
12. System in accordance with the preceding claim, characterised in that the system comprises a frame and a carrier arm, mounted on the frame such as to rotate
about a vertical axis and driven such as to be able to rotate about the axis, for
a winding spindle (5) suspended on it, wherein a guide carriage is arranged at the
carrier arm, movable in its longitudinal direction, and the winding spindle (5) and
a guide mast extending parallel to it are suspended at the guide carriage, and that
guided at the guide mast is a vertically movable raising carriage, with a suction
device which can be connected to a low-pressure device for the raising of the film
cover (2) region by region from the stack of goods (1), and with a separating device
which separates a film flap (6) from the film cover (2), and that a further separating
device is provided for a vertical separation cut.
13. System in accordance with the preceding claim, characterised in that the further separating device is a blade which can be moved by means of a drive along
the length of the guide mast.
14. System in accordance claim 12, characterised in that the further separating device is a heated wire extending parallel to the winding
spindle.
15. System in accordance with any one of claims 11 to 14, characterised in that the system comprises at least one conveyor for the delivery and removal transport
of the stack of goods (1).
16. Method for introducing an opening (11) into a part region of a film wrapping of a
stack of goods (1), preferably arranged on a pallet, wherein the film wrapping comprises
a film cover (2) pulled over the stack of goods (1) and, as appropriate, a base sheet
film is arranged beneath the stack of goods (1), or the film wrapping comprises a
film strap at least partially surrounding the stack of goods (1) and, as appropriate,
a base sheet film arranged beneath the stack of goods (1),
a) wherein the film wrapping is welded to the base sheet film located beneath the
stack of goods (1), forming a weld seam running horizontally around the stack of goods
(1), and
either the opening (11) is introduced into the weld seam
or the opening (11) is introduced into the region of the base sheet film surrounding
the stack of goods,
or
b) wherein the film wrapping comprises a shrink collar (4), running horizontally around
the stack of goods (1) and preferably aligned horizontally, and the opening (11) is
introduced into the shrink collar (4),
or
c) wherein the film wrapping comprises a stretch collar, running horizontally around
the stack of goods (1) and preferably aligned horizontally, and the opening (11) is
introduced into the stretch collar,
by means of a device which comprises a breakthrough element (7) with a breakthrough
region (10) and at least one actuation arm (9), at which the breakthrough element
(7) is mounted such as to rotate about an axis of rotation (8), wherein the film wrapping
(2) is drawn away from the stack of goods (1) and is held in the drawn away position,
wherein the breakthrough element (7) is guided between the introduction opening (11)
between the stack of goods (1)
and the film wrapping, and the breakthrough element (7) is then moved downwards, such
that an opening (11) is introduced with its breakthrough region (10), characterised in that the breakthrough element (7) comprises a first part region (15) and a second part
region (16), wherein the first part region (15) is secured to the actuation arm (9),
preferably in a rotatable manner, and wherein the second part region (16) comprises
the breakthrough region (10), and wherein the second part region (16) can be pivoted
out of an original position, against a resetting force, opposite the first part region
(15), and the second part region (16) can be pivoted by the lengthways travel on the
inside of the film wrapping, during the downwards movement against the resetting force,
in the direction of the stack of goods (1), and, as a consequence of the deflection
of the second part region (16), the breakthrough element (7) with its breakthrough
region (10) impinges onto the weld seam which is to be broken through or onto the
region of a base sheet film surrounding the stack of goods (1), or onto the shrink
collar (4) which is to be broken through or onto the stretch collar which is to be
broken through.
17. Method according to the preceding claim, characterised in that, after the breaking through of the weld seam or of the region of a base sheet film
surrounding the stack of goods (1), or of the shrink collar (4), or of the stretch
collar, for the enlarging of the opening (11) which has been broken through, the film
wrapping in the region of the opening (11) which has been broken through is then drawn
away from the stack of goods (1).
18. Method according to the preceding claim, characterised in that the film wrapping, including a weld seam which may possibly still be connected to
the lower edge of the film wrapping, or including a film beading of welded material,
which may possibly still be connected to the lower edge of the film wrapping, is,
by a movement away from the stack of goods (1) of the breakthrough element (7), drawn
away from the stack of goods (1) in the region of the opening (11) which has been
broken through.
19. Method according to any one of the preceding claims 16 to 18, characterised in that, after the breakthrough of the region of a base sheet film surrounding the stack of
goods (1), or of the shrink collar (4), or of the stretch collar, the device, upon
a further movement, preferably a further downwards movement, cuts through the remnant
of a possibly still remaining accumulation of material in the lower edge of the film
wrapping.
20. Method according to any one of the preceding claims 16 to 19, characterised in that at least one film flap (6) is separated out from the film wrapping, into the side
of the stack of goods (1) at which it intended for an opening (11) to be introduced,
with the formation of an introduction guide opening, the film flap (6) is secured
to a winding spindle (5), and the film wrapping is drawn away from the stack of goods
(1) and held in the drawn away position.
21. Method according to the preceding claim, characterised in that, after the breakthrough at the side of the stack of goods (1) in which the opening
(11) has been introduced, the film wrapping is cut vertically upwards, the winding
spindle (5) is guided around the stack of goods (1), and in this situation the film
wrapping is wound onto the winding spindle (5) rotating about its longitudinal axis.
22. Method according to the preceding claim, characterised in that the film wrapping wound onto the winding spindle (5), after complete winding, is
drawn off from the winding spindle (5) by means of at least one takeover device, and
is guided to a disposal region.
1. Dispositif conçu pour pratiquer une ouverture (11) dans une région partielle d'une
structure d'enveloppement en film d'une pile de marchandises (1) préférentiellement
située sur une palette, sachant que la structure d'enveloppement en film comprend
une coiffe en film (2) étirée sur la pile de marchandises (1) et, le cas échéant,
un feuil inférieur mis en place au-dessous de ladite pile de marchandises (1), ou
sachant que ladite structure d'enveloppement en film comprend un bandeau de film entourant
au moins partiellement la pile de marchandises (1) et, le cas échéant, un feuil inférieur
mis en place au-dessous de ladite pile de marchandises (1),
a) sachant que la structure d'enveloppement en film est soudée à un feuil inférieur
mis en place au-dessous de la pile de marchandises (1), avec formation d'un cordon
de soudure ceinturant horizontalement ladite pile de marchandises (1), et que l'ouverture
(11) est pratiquée dans ledit cordon de soudure,
ou bien que ladite ouverture (11) est pratiquée dans la région dudit feuil inférieur
qui entoure la pile de marchandises,
ou
b) sachant que la structure d'enveloppement en film comporte un pan marginal rétracté
(4) orienté, de préférence, dans le sens horizontal et ceinturant horizontalement
la pile de marchandises (1), et que l'ouverture (11) est pratiquée dans ledit pan
marginal rétracté (4),
ou
c) sachant que ladite structure d'enveloppement en film comporte une partie marginale
déployée orientée, de préférence, dans le sens horizontal et ceinturant horizontalement
ladite pile de marchandises (1), et que l'ouverture (11) est pratiquée dans ladite
partie marginale déployée,
ledit dispositif incluant un élément perforant (7), pourvu d'une zone de perforation
(10), et au moins un bras d'actionnement (9) auquel ledit élément perforant (7) est
fixé avec aptitude rotatoire autour d'un axe de rotation (8),
caractérisé par le fait que l'élément perforant (7) présente une première région partielle (15) et une seconde
région partielle (16), ladite première région partielle (15) étant montée à rotation
sur le bras d'actionnement (9) et ladite seconde région partielle (16) étant munie
de la zone de perforation (10), laquelle seconde région partielle (16) est apte à
pivoter par rapport à la première région partielle (15) à partir d'une position originelle,
au moins dans une direction, en opposition à une force de rappel.
2. Dispositif selon la revendication précédente, caractérisé par le fait que la première région partielle (15) et la seconde région partielle (16) sont reliées
l'une à l'autre par l'intermédiaire d'une articulation.
3. Dispositif selon la revendication précédente, caractérisé par le fait que la première région partielle (15) et la seconde région partielle (16) sont reliées
l'une à l'autre par l'intermédiaire d'une articulation (17) douée d'élasticité.
4. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que l'élément perforant (7) est réalisé à la manière d'un glaive.
5. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que la première région partielle (15) et la seconde région partielle (16) sont alignées
mutuellement dans la position originelle.
6. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que l'arête de l'extrémité libre de la seconde région partielle (16) est de réalisation
biseautée ou arrondie, au moins partiellement, dans la direction dans laquelle ladite
seconde région partielle (16) peut pivoter en opposition à la force de rappel.
7. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que l'arête de l'extrémité libre de la seconde région partielle (16), et/ou la surface
de ladite seconde région partielle (16) qui coopère avec la face intérieure d'une
coiffe en film (2), comporte(nt) un revêtement minimisant le frottement et/ou une
surface minimisant le frottement.
8. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que l'extrémité libre de la seconde région partielle (16) est dotée, dans la zone de
perforation (10), d'un mentonnet (23) en saillie par rapport à l'arête.
9. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que le bras d'actionnement (9) est nanti, au voisinage de l'axe de rotation (8) autour
duquel l'élément perforant (7) est monté avec aptitude rotatoire, d'au moins une lame
de sectionnement (24) qui s'étend parallèlement audit axe de rotation (8), est orientée
orthogonalement vis-à-vis dudit bras d'actionnement (9) et occupe, sur ledit bras
d'actionnement (9), un emplacement tel que ladite lame de sectionnement (24) se trouve
à l'issue de la perforation, de préférence au cours du déplacement vers le bas, au
niveau du côté dudit bras d'actionnement (9) qui pointe vers le bas.
10. Dispositif selon la revendication précédente, caractérisé par le fait que la lame de sectionnement (24) est constituée de deux régions partielles (25, 26)
orientées à l'oblique l'une par rapport à l'autre et formant, entre elles, une zone
infundibuliforme d'insertion.
11. Système comprenant une pile de marchandises (1) préférentiellement située sur une
palette et présentant une structure d'enveloppement en film, sachant que la structure
d'enveloppement en film comprend une coiffe en film (2) étirée sur la pile de marchandises
(1) et, le cas échéant, un feuil inférieur mis en place au-dessous de ladite pile
de marchandises (1), ou sachant que ladite structure d'enveloppement en film comprend
un bandeau de film entourant au moins partiellement la pile de marchandises (1) et,
le cas échéant, un feuil inférieur mis en place au-dessous de ladite pile de marchandises
(1),
a) sachant que la structure d'enveloppement en film est soudée à un feuil inférieur
mis en place au-dessous de la pile de marchandises (1), avec formation d'un cordon
de soudure ceinturant horizontalement ladite pile de marchandises (1), et que l'ouverture
(11) est pratiquée dans ledit cordon de soudure,
ou bien que ladite ouverture (11) est pratiquée dans la région dudit feuil inférieur
qui entoure la pile de marchandises,
ou
b) sachant que la structure d'enveloppement en film comporte un pan marginal rétracté
(4) orienté, de préférence, dans le sens horizontal et ceinturant horizontalement
la pile de marchandises (1), et que l'ouverture (11) est pratiquée dans ledit pan
marginal rétracté (4),
ou
c) sachant que ladite structure d'enveloppement en film comporte une partie marginale
déployée orientée, de préférence, dans le sens horizontal et ceinturant horizontalement
ladite pile de marchandises (1), et que l'ouverture (11) est pratiquée dans ladite
partie marginale déployée,
ainsi qu'au moins un dispositif incluant un élément perforant (7), pourvu d'une zone
de perforation (10), et au moins un bras d'actionnement (9) auquel ledit élément perforant
(7) est fixé avec aptitude rotatoire autour d'un axe de rotation (8),
caractérisé par le fait que le dispositif est réalisé en conformité avec l'une des revendications précédentes
; et
par le fait qu'au moyen de ce dispositif, une ouverture (11) peut être pratiquée dans le cordon de
soudure ou dans la région d'un feuil inférieur qui entoure la pile de marchandises
(1), ou dans le pan marginal rétracté (4), ou dans la partie marginale déployée.
12. Système selon la revendication précédente, caractérisé par le fait que ledit système comprend un bâti et un bras de support dédié à un mandrin enrouleur
(5) qui y est suspendu, lequel bras est monté sur ledit bâti avec aptitude rotatoire
autour d'un axe vertical et peut être entraîné autour dudit axe, sachant qu'un chariot
de guidage, implanté sur ledit bras de support, peut être déplacé dans la direction
longitudinale de celui-ci et sachant que ledit mandrin enrouleur (5), et un mât de
guidage s'étendant parallèlement à ce dernier, sont suspendus audit chariot de guidage
; par le fait qu'un chariot de levage déplaçable verticalement, englobant un dispositif d'aspiration
pouvant être raccordé à un dispositif de dépression en vue de soulever, par zones,
la coiffe en film (2) à l'écart de la pile de marchandises (1), et un dispositif séparateur
séparant un segment de film (6) d'avec ladite coiffe en film (2), est guidé sur ledit
mât de guidage ; et par le fait qu'un dispositif séparateur additionnel est prévu pour un sectionnement vertical de séparation.
13. Système selon la revendication précédente, caractérisé par le fait que le dispositif séparateur additionnel est un tranchoir pouvant être mû le long du
mât de guidage, à l'aide d'un entraînement.
14. Système selon la revendication 12, caractérisé par le fait que le dispositif séparateur additionnel est un fil chauffant s'étendant parallèlement
au mandrin enrouleur.
15. Système selon l'une des revendications 11 à 14, caractérisé par le fait que ledit système est équipé d'au moins un convoyeur dévolu au transport d'amenée et
d'évacuation de la pile de marchandises (1).
16. Procédé conçu pour pratiquer une ouverture (11) dans une région partielle d'une structure
d'enveloppement en film d'une pile de marchandises (1) préférentiellement située sur
une palette, sachant que la structure d'enveloppement en film comprend une coiffe
en film (2) étirée sur la pile de marchandises (1) et, le cas échéant, un feuil inférieur
mis en place au-dessous de ladite pile de marchandises (1), ou sachant que ladite
structure d'enveloppement en film comprend un bandeau de film entourant au moins partiellement
la pile de marchandises (1) et, le cas échéant, un feuil inférieur mis en place au-dessous
de ladite pile de marchandises (1),
a) sachant que la structure d'enveloppement en film est soudée à un feuil inférieur
mis en place au-dessous de la pile de marchandises (1), avec formation d'un cordon
de soudure ceinturant horizontalement ladite pile de marchandises (1), et que l'ouverture
(11) est pratiquée dans ledit cordon de soudure,
ou bien que ladite ouverture (11) est pratiquée dans la région dudit feuil inférieur
qui entoure la pile de marchandises,
ou
b) sachant que la structure d'enveloppement en film comporte un pan marginal rétracté
(4) orienté, de préférence, dans le sens horizontal et ceinturant horizontalement
la pile de marchandises (1), et que l'ouverture (11) est pratiquée dans ledit pan
marginal rétracté (4),
ou
c) sachant que ladite structure d'enveloppement en film comporte une partie marginale
déployée orientée, de préférence, dans le sens horizontal et ceinturant horizontalement
ladite pile de marchandises (1), et que l'ouverture (11) est pratiquée dans ladite
partie marginale déployée,
au moyen d'un dispositif incluant un élément perforant (7), pourvu d'une zone de perforation
(10), et au moins un bras d'actionnement (9) auquel ledit élément perforant (7) est
fixé avec aptitude rotatoire autour d'un axe de rotation (8), la coiffe en film (2)
étant dissociée d'avec la pile de marchandises (1) et étant maintenue dans la position
dissociée, sachant que l'élément perforant (7) est inséré à travers un orifice d'introduction
(11), entre ladite pile de marchandises (1) et la structure d'enveloppement en film,
et que ledit élément perforant (7) est ensuite déplacé vers le bas de façon telle
qu'il pratique une ouverture (11) par sa zone de perforation (10),
caractérisé par le fait que l'élément perforant (7) présente une première région partielle (15) et une seconde
région partielle (16), ladite première région partielle (15) étant fixée au bras d'actionnement
(9), de préférence avec faculté de rotation, et ladite seconde région partielle (16)
étant munie de la zone de perforation (10), sachant que ladite seconde région partielle
(16) est apte à pivoter par rapport à la première région partielle (15) à partir d'une
position originelle, en opposition à une force de rappel, et que ladite seconde région
partielle (16) est animée d'un pivotement en direction de la pile de marchandises
(1) en opposition à ladite force de rappel, au cours du déplacement vers le bas, sous
l'effet de la course opérée le long de la face intérieure de la structure d'enveloppement
en film, et sachant que, suite à la déviation de ladite seconde région partielle (16),
ledit élément perforant (7) vient rencontrer, par sa zone de perforation (10), le
cordon de soudure à perforer ou la région d'un feuil inférieur qui entoure ladite
pile de marchandises (1) et doit être perforée, ou le pan marginal rétracté (4) devant
être perforé, ou la partie marginale déployée devant être perforée.
17. Procédé selon la revendication précédente, caractérisé par le fait qu'à l'issue de la perforation du cordon de soudure ou de la région d'un feuil inférieur
entourant la pile de marchandises (1), ou du pan marginal rétracté (4), ou de la partie
marginale déployée, la structure d'enveloppement en film est dissociée d'avec ladite
pile de marchandises (1) dans la région de l'ouverture (11) perforée, en vue d'agrandir
ladite ouverture (11) perforée.
18. Procédé selon la revendication précédente, caractérisé par le fait que la structure d'enveloppement en film, incluant un cordon de soudure demeurant éventuellement
relié au bord inférieur de ladite structure d'enveloppement en film, ou bien incluant
un bourrelet de matériau de film soudé, demeurant éventuellement relié au bord inférieur
de ladite structure d'enveloppement en film, est dissociée d'avec la pile de marchandises
(1) dans la région de l'ouverture (11) perforée, suite à un déplacement de l'élément
perforant (7) à l'écart de ladite pile de marchandises (1).
19. Procédé selon l'une des revendications 16 à 18 précédentes, caractérisé par le fait que, lors de la poursuite d'un déplacement, préférentiellement de la poursuite d'un déplacement
vers le bas à l'issue de la perforation du cordon de soudure ou de la région d'un
feuil inférieur entourant la pile de marchandises (1), ou du pan marginal rétracté
(4), ou de la partie marginale déployée, le dispositif sépare verticalement des restes
d'une accumulation de matériau subsistant, éventuellement, dans le bord inférieur
de la structure d'enveloppement en film.
20. Procédé selon l'une des revendications 16 à 19 précédentes, caractérisé par le fait qu'au moins un segment de film (6) est séparé d'avec la structure d'enveloppement en
film, avec formation d'un orifice d'introduction, dans le côté de la pile de marchandises
(1) au niveau duquel une ouverture (11) doit être pratiquée, ledit segment de film
(6) est fixé à un mandrin enrouleur (5), puis ladite structure d'enveloppement en
film est dissociée d'avec ladite pile de marchandises (1) et est maintenue dans la
position dissociée.
21. Procédé selon la revendication précédente, caractérisé par le fait qu'à l'issue de la perforation, du côté de la pile de marchandises (1) dans lequel l'ouverture
(11) a été pratiquée, la structure d'enveloppement en film est ouverte par sectionnement
vertical, le mandrin enrouleur (5) est guidé tout autour de ladite pile de marchandises
(1), et ladite structure d'enveloppement en film est alors enroulée sur ledit mandrin
enrouleur (5) tournant autour de son axe longitudinal.
22. Procédé selon la revendication précédente, caractérisé par le fait qu'à l'issue de l'enroulement intégral, la structure d'enveloppement en film enroulée
sur le mandrin enrouleur (5) est enlevée dudit mandrin enrouleur (5), à l'aide d'au
moins un dispositif de prise en charge, puis dirigée vers une zone d'élimination.