[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Lagervorrichtung für Plattenelemente sowie
ein Kit umfassend mindestens vier Lagervorrichtungen für Plattenelemente und einen
Haftvermittler, einen Plattenverbund, als auch ein Verfahren zum Verlegen eines Plattenverbundes.
[0002] Aus dem Stand der Technik ist es bereits bekannt geworden, Plattenelemente, wie insbesondere
keramische Plattenelemente, zur Ausbildung eines festen Verbundes mit einem Untergrund
bzw. einer Lastverteilungsschicht, wie beispielsweise einer Betonplatte, Verbund oder
schwimmenden Estrichen (Innen und Aussen) zu verkleben bzw. in einem auf dem Untergrund
aufgebrachten Mörtelbett zu verlegen.
[0003] Ebenfalls ist es bereits bekannt, die vorgenannten Plattenelemente beispielsweise
im Außenbereich im sogenannten losen Verbund zu verlegen, dabei werden die Plattenelemente
auf ein Bett eines Schüttungsmaterials wie Kies oder Splitt vollflächig verlegt. Weiterhin
ist eine Verlegung im losen Verbund über entsprechende Lagervorrichtungen, wie insbesondere
Stelzlager, bekannt.
[0004] Nachteilig bei dem losen Verbund ist es, dass die Plattenelemente sich verschieben,
kippeln oder sogar abheben können.
[0005] Ausgehend von den zuvor aufgeführten Nachteilen des Standes der Technik besteht die
Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin, eine verbesserte Lagervorrichtung sowie
einen Plattenverbund als auch ein Verlegungsverfahren für einen Plattenverbund zu
schaffen, durch welche ein verbesserter Verbund zwischen den Lagervorrichtungen und
den darauf aufgebrachten Plattenelementen erzielt werden kann. Insbesondere wird erfindungsgemäß
ein Kippeln bzw. Verrutschen der Platten und ein Abheben in dem verlegten Plattenverbund
vermieden, womit es ermöglicht wird, höhere Kräfte zu übertragen bzw. auf den Plattenverbund
aufbringen zu können.
[0006] Erfindungsgemäß gelöst wird die Aufgabe gemäß einem ersten Aspekt der vorliegenden
Erfindung durch eine Lagervorrichtung für Plattenelemente, welche eine untere Aufstandsfläche
umfasst, worüber die Lagervorrichtung auf eine Belagsschicht aufstellbar bzw. auflegbar
ist, wobei die Lagervorrichtung weiterhin mindestens zwei obere Auflagerelemente umfasst.
Jedes Auflagerelement ist zum Lagern eines Kanten- oder Eckbereichs eines Plattenelements
ausgebildet und umfasst eine haftvermittelnde Schicht zur Haftvermittlung zwischen
dem Auflagerelement und dem auf die Lagervorrichtung aufgelegten Kanten- und/oder
Eckbereich eines Plattenelementes.
[0007] Die Ausgestaltung einer haftvermittelnden Schicht, wie insbesondere eine Klebstoffschicht,
weist den Vorteil auf, dass zwischen den Lagervorrichtungen und den darauf aufliegenden
Plattenelementen eine Anhaftung bzw. Verklebung hergestellt wird, wodurch ein Abheben
der Plattenelemente von den Lagervorrichtungen erschwert bzw. vollständig unterbunden
wird. Ein Kippeln bzw. Verrutschen aufgrund dem punktuellen Aufbringen von Kräften
auf die auf den Lagervorrichtungen aufliegenden Plattenelementen wird durch die Vorsehung
der haftvermittelnden Schicht, auch insbesondere bei der Vorsehung von Plattenelementen
mit einer geringen Dicke, wie beispielsweise Keramikplatten, auch bei geringem Eigengewicht
sicher verhindert. Weiterhin ermöglicht die Vorsehung der haftvermittelnden Schicht
eine Erhöhung der zwischen der Lagervorrichtung und dem Plattenelement übertragbaren
Querkräfte.
[0008] Bei der Belagsschicht, auf welche die Lagervorrichtung für die Plattenelemente aufgebracht
wird, handelt es sich um eine Schicht eines schuttfähigen Baustoffes bzw. eines Schüttungsmaterials,
insbesondere um ein Splittbett mit einer definierten Schichtdicke, wobei der Splitt
auf einen Untergrund zur Ausbildung einer möglichst waagerechten bzw. in einem definierten
Winkel ansteigenden bzw. abfallenden Oberfläche ausgebracht ist. Bei der Belagsschicht
kann es sich erfindungsgemäß auch um gebundene Schüttungen, die im Innenbereich als
Höhenausgleich bzw. Dämmung eingesetzt werden, handeln. Zur Gewährleistung einer tragfähigen
Oberfläche der Belagsschicht kann die Belagsschicht insbesondere noch verdichtet werden.
Bei der vorgenannten Belagsschicht kann es sich jedoch ebenfalls um beispielsweise
eine gegossene Betonplatte handeln, auf deren Oberfläche das Auflagerelement aufgestellt
wird.
[0009] Bei den auf die Lagervorrichtung aufgelegten Plattenelementen handelt es sich beispielsweise
um Keramikplattenelemente. Die Keramikplattenelemente können eine Plattendicke im
Bereich von 10 mm bis 50 mm, bevorzugt von 20 bis 40 mm, aufweisen.
[0010] Die Auflagerelemente können bevorzugt eine Dicke im Bereich von 2 bis 4 mm, besonders
bevorzugt von 3 mm, aufweisen, insbesondere, wenn diese aus einem Kunststoffmaterial
gefertigt sind.
[0011] Die Plattenelemente weisen bevorzugt eine quadratische bzw. rechteckige Grundform
auf. Es können jedoch auch Plattenelemente mit abweichenden Grundformen, wie beispielsweise
dreieckige, sechseckige oder achteckige Plattenformen oder weitere aus der Plattenindustrie
bekannte Grundformen, zur Anwendung gelangen, welche sich zu einem Verbund verlegen
lassen. Zur Ausbildung eines gewünschten Plattenverbundsystems werden die vorbezeichneten
Plattenelemente mit deren Eckbereichen bzw. deren Randbereichen anteilig auf die Lagerelemente
aufgelegt. Die Plattenelemente, bevorzugt Keramikplattenelemente, weisen dabei zwei
gegenüberliegende Plattenflächen als Ober- und Unterseite auf, welche über die Seitenflächen
miteinander verbunden werden, wobei die Höhe der Seitenflächen die Höhe bzw. Dicke
des Verbundelementes definiert. Zwei Seitenflächen grenzen über eine Ecke des Plattenelementes
aneinander an.
[0012] Erfindungsgemäß kann vorgesehen sein, dass jedes Auflagerelement eine Auflagefläche
zum Auflegen des Rand- oder des Eckbereiches einer Unterseite eines Plattenelementes
umfasst und die haftvermittelnde Schicht zumindest anteilig auf der Plattenauflagefläche
aufgebracht ist.
[0013] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform kann es vorgesehen sein, dass jedes Auflagerelement
mindestens eine Öffnung und/oder Aussparung zur Aufnahme des die haftvermittelnde
Schicht bildenden Materials, insbesondere im Bereich der Plattenauflagefläche, umfasst.
In die Öffnung und/oder Aussparung kann das die haftvermittelnde Schicht bildende
Material bei der Aufbringung auf die Lagervorrichtung beispielsweise im flüssigen
oder pastösen Zustand in die Öffnungen bzw. Aussparungen eindringen und/oder durch
die mindestens eine Öffnung des jeweiligen Auflagerelementes durchdringen. Bei einer
Durchdringung kann das die haftvermittelnde Schicht bildende Material das Auflagerelement
ggf. teilweise bzw. dieses ganz umschließen. Dieser Effekt wird bei Aufbringung der
Plattenelemente allein durch das wirkende Plattengewicht als auch durch ein Anklopfen
bzw. Rütteln der Plattenelemente im Rahmen der Verlegung und Anpassung der finalen
Ausrichtung des Plattenelements im Verbund erhöht. Die haftvermittelnde Schicht kann
dabei beispielsweise abbinden bzw. nach einer definierten Zeitdauer aushärten. Die
Vorsehung von Öffnungen bzw. Aussparungen ermöglicht dabei einen Formschluss zwischen
der haftvermittelnden Schicht und der Auflagervorrichtung, wodurch die Verbindung
zwischen den vorgenannten Teilen weiter erhöht wird.
[0014] Dabei kann es vorgesehen sein, dass in der mindestens einen Öffnung und/oder Aussparung
gegenüber der Auflagerfläche mindestens eine Hinterschneidung zur Aufnahme des die
haftvermittelnde Schicht bildenden Materials ausgebildet ist. In einer beispielhaften
Ausführungsform kann es vorgesehen werden, die Aussparung zumindest im Querschnitt
als Schwalbenschwanzprofil als Hinterschneidung auszubilden.
[0015] Die Ausbildung von Hinterschneidungen gegenüber der Plattenauflagefläche der Auflagerelemente
in den Öffnungen bzw. Aussparungen weist den Vorteil auf, dass nach Aushärtung bzw.
Erstarrung der haftvermittelnden Schicht allein aufgrund des resultierenden Formschlusses
des in die Öffnung und/oder Aussparung eingedrungenen Materials der haftvermittelnden
Schicht ein Verbund mit der Lagervorrichtung hergestellt wird.
[0016] Es kann vorgesehen werden, jedes Auflagerelement auf der dem Plattenelement zugewandten
Oberfläche mit mehreren in Richtung des Plattenelements vorstehenden Halteelementen
auszugestalten, wobei die Querschnittsfläche der Halteelemente sich ausgehend von
dem Auflagerelement in Richtung des Plattenelementes vergrößert.
[0017] Bevorzugt kann es vorgesehen werden, dass mindestens eines der Auflagerelemente gegenüber
der Aufstandsfläche höhenverstellbar gelagert ist. Mittels der Höhenverstellung können
sowohl Unebenheiten im Untergrund als auch Dickenabweichungen und/oder Abweichungen
von der ideal flachen Plattenform ausgeglichen werden. Weiterhin können die Plattenelemente
beispielsweise mit einer Neigung gegenüber einem gedachten Horizont gelagert werden,
um beispielsweise ein Abfließen von Wasser von dem Plattenelement zu gewährleisten.
[0018] Gemäß einem bevorzugten Aspekt kann es weiterhin vorgesehen werden, die Aufstandsfläche
über eine Schraubverbindung mit mindestens einem Auflagerelement zu verbinden, wobei
die Schraubenlängsachse der Schraubverbindung im Wesentlichen orthogonal zu der Aufstandsfläche
zur Höhenverstellung des mindestens einen Auflagerelements gegenüber der Aufstandsfläche
ausgebildet ist.
[0019] Es kann dabei weiterhin vorgesehen sein, die Auflagerfläche gegenüber dem Auflagerelement
mittels einer gelenkigen Verbindung zu lagern und insbesondere einen Kugelkopf zwischen
den genannten Elementen vorzusehen. Durch die Vorsehung einer gelenkigen Verbindung
zwischen der Auflagerfläche und dem Auflagerelement wird ermöglicht, dass sich die
eigentliche Auflagerfläche der Lagervorrichtung immer parallel zu der Unterseite des
aufliegenden Plattenelementes ausrichten kann und damit eine größtmögliche Auflagefläche
realisiert wird.
[0020] Es kann weiterhin vorgesehen werden, dass das Auflagerelement mindestens einen Trennsteg
umfasst, wobei der mindestens eine Trennsteg zwischen den mindestens zwei Auflagerelementen
ausgebildet ist und in Richtung der aufzulegenden Plattenelemente zur Ausbildung mindestens
eines Fugensteges vorsteht.
[0021] Bevorzugt kann es vorgesehen werden, dass die haftvermittelnde Schicht durch einen
Klebstoff, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Polyadditionsklebstoffen, Polykondensationsklebstoffen
und Polymerisationsklebstoffen gebildet ist, insbesondere ein Polyurethan-Klebstoff
oder ein Methylmethacrylatklebstoff und/oder mineralischen Klebstoffen. Die haftvermittelnde
Schicht kann aus einem mineralischen Kleber, bevorzugt aus einem abbindenden Kleber,
beispielsweise aus einem zementbasierten Kleber, gebildet werden. Üblicherweise enthält
der mineralische Kleber eine Kunststoffdispersion.
[0022] Typische Zusammensetzungen sind beispielsweise:
- a) 10 - 50 Gew.% eines hydraulischen Bindemittels,
- b) 20 - 55 Gew.% eines mineralischen Füllstoffs,
- c) 10 - 20 Gew.% Polymer.
[0023] Solche mineralischen Kleber werden beispielsweise als Fliesenkleber verwendet.
[0024] Es kann sich um einen Fertigmörtel oder einen Trockenmörtel handeln.
[0025] Alternativ kann es erfindungsgemäß vorgesehen werden, die haftvermittelnde Schicht
in Form eines doppelseitigen Klebebandes bzw. in Form von Klebepads auszuführen.
[0026] Die Lagervorrichtung kann aus einem Kunststoff oder aus einem Metall ausgebildet
werden.
[0027] Die Lagervorrichtung kann bevorzugt einteilig als Scheibe ausgebildet werden, wobei
die Scheibenunterseite die Aufstandsfläche und die Scheibenoberseite mindestens zwei
Auflagereinrichtungen ausbildet, wobei die Auflagereinrichtung in Form von Lagerflächen
als Flächenanteile der Scheibenoberseite ausgebildet ist.
[0028] Gemäß einem zweiten Aspekt betrifft die vorliegende Erfindung ein Kit umfassend mindestens
vier Lagervorrichtungen für Plattenelemente, sowie einen Haftvermittler. Jede Lagervorrichtung
weist eine untere Aufstandsfläche zum Aufstellen der Lagervorrichtung auf einer Belagsschicht
und mindestens zwei obere Auflagerelemente auf, wobei jedes Auflagerelement zum Lagern
eines Kanten- und/oder eines Eckbereichs eines Plattenelementes ausgebildet ist und
wobei die Lagervorrichtung bevorzugt zusätzlich die Merkmale der Lagervorrichtung
gemäß dem ersten Aspekt der Erfindung umfasst und wobei der Haftvermittler zur Ausbildung
einer haftvermittelnden Schicht zwischen einem Kanten- und/oder Eckbereich eines Plattenelements
mit dem Auflagerelement ausgebildet ist.
[0029] Gemäß einem dritten Aspekt betrifft die vorliegende Erfindung einen Plattenverbund,
welcher mindestens ein Plattenelement und mindestens vier Lagervorrichtungen gemäß
dem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung umfasst, wobei das mindestens eine Plattenelement
eine Plattenoberseite zur Ausbildung einer Bodenbelagsschicht, sowie eine der Oberseite
gegenüberliegende Plattenunterseite umfasst, wobei mindestens ein Auflagerelement
jeder Lagervorrichtung über eine haftvermittelnde Schicht mit einem Kanten- und/oder
Eckbereich des mindestens einen Plattenelementes verbunden ist.
[0030] Gemäß einem vierten Aspekt betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zum Verlegen
eines Plattenverbunds, umfassend die Verfahrensschritte:
- A) Bereitstellen mindestens eines Plattenelementes, eines Haftvermittlers und mindestens
vier Lagervorrichtungen für Plattenelemente, umfassend eine untere Aufstandsfläche
zum Auflegen der Lagervorrichtung auf einer Belagsschicht und mindestens zwei obere
Auflagerelemente; wobei jedes Auflagerelement zum Lagern eines Kanten- oder Eckbereiches
eines Plattenelements ausgebildet ist und weiterhin bevorzugt die Merkmale gemäß dem
ersten Aspekt der Erfindung umfasst;
- B) Aufstellen der mindestens vier Lagervorrichtungen auf eine Belagsschicht, wobei
die mindestens vier Lagervorrichtungen unter Berücksichtigung der Abmessungen des
mindestens einen Plattenelementes, insbesondere der Plattenlänge und Plattenbreite,
auf der Belagsschicht aufgestellt werden;
- C) Aufbringen einer haftvermittelnden Schicht auf mindestens einer Auflagereinrichtung
der mindestens vier Lagervorrichtungen; und
- D) Auflegen des mindestens einen Plattenelementes auf mindestens vier Auflagereinrichtungen
von mindestens vier Lagervorrichtungen.
[0031] Erfindungsgemäß kann es vorgesehen sein, die Verfahrensschritte C) und D) ebenfalls
vor dem Verfahrensschritt B) zu vollziehen, so dass zunächst eine Haftvermittlung
bzw. Verklebung zwischen den Auflagereinrichtungen mit der Unterseite eines Plattenelementes
etabliert wird und darauf das Plattenelement mit den daran angeordneten Lagervorrichtungen
auf die Belagsschicht aufgelegt wird.
[0032] Weiterhin kann es erfindungsgemäß vorgesehen werden, die Lagervorrichtung anteilig
vor der Verlegung auf der Belagsschicht an ein Plattenelement anzubinden und darauf
folgend auf die Belagsschicht zu bringen oder zu verlegen, wobei weitere Plattenelemente
an die bereits verlegten Lagervorrichtungen über die weiteren Auflagereinrichtungen
und deren haftvermittelnde Schicht angebunden werden können.
[0033] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische perspektivische Ansicht eines Ausschnittes einer beispielhaften
Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Plattenverbundes;
- Fign. 2a-2c
- perspektivische Ansichten dreier unterschiedlicher Ausführungsbeispiele erfindungsgemäßer
Lagervorrichtungen für Plattenelemente;
- Fign. 3a-3c
- die schematischen perspektivischen Ansichten dreier unterschiedlicher Ausführungsbeispiele
von Auflagerelementen der erfindungsgemäßen Lagervorrichtung für Plattenelemente;
sowie
- Fig. 4
- die schematische Ansicht eines Auflagerelements einer erfindungsgemäßen Lagervorrichtung
gemäß Fig. 3a mit aufgebrachtem Haftvermittler.
[0034] Die Fig. 1 zeigt eine schematische perspektivische Ansicht eines Ausschnittes einer
beispielhaften Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Plattenverbunds, wobei in dem
dargestellten beispielhaften Ausschnitt zunächst eine Belagsschicht 5 ausgebracht
wurde, auf welcher erkennbar vier erfindungsgemäße Lagervorrichtungen 2 aufgestellt
bzw. ausgebracht wurden. Auf die Lagervorrichtungen 2 sind wiederum beispielhaft drei
Plattenelemente 3 zur Bildung eines erfindungsgemäßen Plattenverbunds aufgelegt. Die
dargestellten Plattenelemente 3 verfügen dabei über eine Unterseite 32 sowie eine
der Unterseite 32 gegenüberliegende Oberseite 34, welche die Bodenbelagsschicht des
Plattenverbunds ausbildet. Wie dies der Fig. 1 entnehmbar ist, ist die Unterseite
32 der Belagsschicht 5 zugewandt und liegt zunächst auf den Auflagerelementen 22 der
Lagervorrichtung 2 auf. Die Plattenelemente 3 weisen weiterhin Seitenflächen 36 auf,
welche die Plattenunterseite 32 mit der Oberseite 34 des Plattenelements 3 verbinden.
Die Höhe der Seitenflächen 36 bestimmt dabei ebenfalls die Dicke 3d der Plattenelemente
3. Das Plattenelement 3 weist weiterhin sogenannte Eckbereiche 33 auf, in welchen
zwei Seitenflächen 36 aneinander angrenzen. Weiterhin weist das Plattenelement 3 sogenannte
Kantenbereiche 31 auf, welche sich zwischen den Eckbereichen 33 des Plattenelements
3 erstrecken. Die in der Fig. 1 gezeigte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Lagervorrichtung
2 für Plattenelemente 3 umfasst jeweils eine untere Aufstandsfläche 21, welche in
der Fig. 1 nicht explizit abgebildet, jedoch den Fign. 2 entnehmbar ist. Die unteren
Aufstandsflächen 21 dienen dabei zum Aufstellen bzw. Aufbringen der Lagervorrichtung
2 auf eine Belagsschicht 5. Die Belagsschicht 5 ist dabei grundsätzlich als eine Schicht
eines Materials bzw. eines Schüttungsmaterials zu verstehen, welche die eigentliche
Auflagefläche für die Lagervorrichtung 2 bzw. den resultierenden Plattenverbund bildet.
Beispielsweise handelt es sich hierbei um ein Kiesbett, welches insbesondere zur Stabilisierung
verdichtet wird, es können jedoch auch alternativ Schüttungsmaterialien wie beispielsweise
Sand, Kies, Schotter oder Splitt vorgesehen werden. In einer alternativen Ausführungsform
kann es jedoch auch vorgesehen werden, die Lagervorrichtungen 2 auf eine durchgehende
Betonschicht 5 aufzulegen. Wie dies insbesondere den beispielhaften Ausführungsformen
erfindungsgemäßer Lagervorrichtungen 2 aus den Fign. 2a-2c entnehmbar ist, weist die
Lagervorrichtung 2 mindestens zwei obere Auflagerelemente 22 auf. In der gezeigten
Ausführungsform 2a sind vier Auflagerelemente 22 ausgebildet, welche sich aus Segment-
bzw. Winkelabschnitten einer kreistellerförmigen Scheibe bilden. In der Fig. 2b ist
eine alternative Ausführungsform einer Lagervorrichtung 2 dargestellt, wobei die Lagervorrichtung
2 ebenfalls über vier Lagerelemente 22 verfügt, welche in der beispielhaften Ausführungsform
gemäß Fig. 2b jedoch als einzeln höhenverstellbare tellerförmige Elemente ausgebildet
sind. In der beispielhaften Ausführungsform gemäß Fig. 2c ist eine Ausführungsform
einer Lagervorrichtung 2 mit drei Auflagerelementen 22 dargestellt, wobei zwei Auflagerelemente
22 im linken Bereich der Abbildung als Viertelkreisabschnitte ausgebildet sind und
ein weiteres Auflagerelement 22 als Halbkreis im rechten Bereich der Lagervorrichtung
gemäß Fig. 2c ausgebildet ist. Die Auflagerelemente 22 dienen dabei der Lagerung eines
Kantenbereichs 31 bzw. eines Eckbereiches 33. Wie dies insbesondere der Fig. 1 entnehmbar
ist, kann in Abhängigkeit der gewählten Größe der Plattenelemente 3 es zur Ausbildung
eines Plattenverbundes ausreichend sein, die vorgenannten Plattenelemente 3 lediglich
in dem Bereich der Kanten 31 zu lagern. Die erfindungsgemäßen Lagervorrichtungen weisen
im Bereich der Auflagerelemente 22 eine haftvermittelnde Schicht 40, wie beispielsweise
eine Klebstoffschicht, zur Haftvermittlung des Kantenbereichs 31 und/oder des Eckbereichs
33 des Plattenelements mit dem Auflagerelement 22 auf.
[0035] Wie dies explizit der Fig. 1 entnehmbar ist, können dann die haftvermittelnde Schicht
40 jeweils beispielsweise als Klebepunkt eines haftvermittelnden Materials 4 bzw.
eines Klebstoffes 4 auf die Auflagerelemente 22 bzw., wie genauer in Fig. 1 dargestellt,
auf die Auflagerfläche 221 zumindest partiell, beispielsweise als Klebstoff als Klecks
bzw. Punkt, aufgebracht werden.
[0036] Wie dies sowohl der Fig. 1 als auch den Fign. 2a-2c entnehmbar ist, weist jedes Auflagerelement
22 zumindest eine Auflagerfläche 221 zum Auflegen eines Kantenbereichs 31 und/oder
eines Eckbereichs 33 einer Unterseite 32 eines Plattenelements 3 auf und die haftvermittelnde
Schicht 40 ist zumindest anteilig auf der Plattenauflagerfläche aufgebracht. Wie dies
den Fign. 2a-2c entnehmbar ist, kann die haftvermittelnde Schicht 40 dabei beispielsweise
als doppelseitiges Klebeband in beliebigen Formen, beispielsweise als Dreiecke, Kreise
oder als Kreisabschnitte, ausgebildet werden. Besonders bevorzugt ist es jedoch vorgesehen,
die die haftvermittelnde Schicht 40 bildenden Haftvermittler 4 beispielsweise im flüssigen
bzw. halbflüssigen Zustand auf die Auflagerflächen 221 beispielsweise mittels einer
Kartusche oder alternativ mittels einem Mörtelwerkzeug, beispielsweise einer Mörtelkelle,
aufzubringen, wobei sich die eigentliche Form der haftvermittelnden Schicht 40 erst
durch das Auflegen des Plattenelements 3 auf das Material des Haftvermittlers 4 ergibt,
welcher dadurch die schlussendliche Form der haftvermittelnden Schicht 40 erhält.
[0037] Wie dies den Ausführungsformen der Fign. 2a-2c entnehmbar ist, kann es dabei vorgesehen
sein, dass jedes Auflagerelement 22 gegenüber der Aufstandsfläche 21 höhenverstellbar
gelagert ist. Dabei kann es beispielsweise, wie in den Fign. 2a und 2c dargestellt,
vorgesehen sein, die Auflagerelemente 22 als einteilige Kreisscheibe auszuführen,
wobei die Aufstandsfläche 21 über eine zentrale Schraubverbindung 23 mit den Auflagerelementen
22 verbunden ist, wobei die Schraubenlängsachse der Schraubverbindung 23 im Wesentlichen
orthogonal zu der Aufstandsfläche 21 zur Höhenverstellung des mindestens einen Auflagerelementes
22 gegenüber der Aufstandsfläche 21 ausgebildet ist. Wie dies in Fign. 2a und 2c vorgesehen
ist, können die vier bzw. drei Auflagerelemente 22 in den Ausführungsformen lediglich
gemeinsam gegenüber der unteren Aufstandsfläche 21 in der Höhe verstellt werden.
[0038] Die Fig. 2b zeigt eine alternative Ausführungsform, in welcher jedes Auflagerelement
22 als einzelne kreisförmige Scheibe über eine Schraubverbindung 23 mit der Aufstandsfläche
21 verbunden ist und jedes der vier dargestellten Auflagerelemente 22 einzeln gegenüber
der Aufstandsfläche 21 höhenverstellbar ausgebildet ist.
[0039] Weiterhin kann es vorgesehen sein, dass das Auflagerelement 22 mindestens einen Trennsteg
25 umfasst, wobei der mindestens eine Trennsteg 25 zwischen den mindestens zwei Auflagerflächen
221 ausgebildet ist und in Richtung der aufzulegenden Plattenelemente 3 zur Ausbildung
mindestens eines Fugensteges vorsteht. Wie dies in den Fign. 2a und 2b gezeigt ist,
können die Lagervorrichtungen 2 vier Auflagerelemente 22, jeweils umfassend eine Auflagerfläche
221 umfassen, wobei in den Ausführungsformen gemäß Fig. 2a und 2b vier Auflagerflächen
221 ausgebildet sind, welche jeweils ineinander durch Trennstege 25 abgegrenzt sind.
Die Auflagerflächen 221 dienen gemäß Fign. 2a und 2b zur Auflage eines Eckbereiches
33 eines Plattenelements 3, derart, dass vier Eckbereiche 33 von vier unterschiedlichen,
im Plattenverbund aneinander angrenzenden, Plattenelemente 3 auf die Lagervorrichtung
5 auflegbar und über die haftvermittelnde Schicht 40 mit der Lagervorrichtung 2 verbindbar
sind. Die Trennstege 25 können dabei als durchgehende Wände bzw. Wandelemente, wie
in Fig. 2a oder 2c gezeigt, ausgebildet werden, alternativ kann es jedoch auch vorgesehen
werden, wie in Fig. 2c die Trennstege 25 in Richtung der aufzulegenden Plattenelemente
3 gerichtete Zylinder auszubilden.
[0040] Die Fig. 2c zeigt eine alternative Ausführungsform, in welcher die Vorrichtung 2
über drei Auflagerelemente 22 verfügt, wobei auf der linken Seite der Lagervorrichtung
2 in der Fig. 2c zwei Eckbereiche 22 von zwei aneinander angrenzenden Plattenelementen
3 auflegbar und auf die Auflagerfläche auf der rechten Seite ein Kantenbereich 31
eines Plattenelementes auflegbar ist. Mit der dargestellten Ausführungsform gemäß
Fig. 2c wird es ermöglicht, den erfindungsgemäßen Plattenverbund beispielsweise in
einem Läuferverband zu verlegen.
[0041] Die Fign. 3a-3c zeigen drei unterschiedliche Ausführungsformen erfindungsgemäßer
Auflagerelemente 22 von Lagervorrichtung 2. Zur einfacheren Erläuterung der erfindungsgemäß
vorgesehenen Merkmale der Lagervorrichtung ist lediglich das Auflagerelement 22 dargestellt.
Die Auflagerelemente 22 gemäß Fign. 3a und 3b weisen eine Aussparung 224 gemäß Fig.
3a bzw. eine Vielzahl von Aussparungen 224 gemäß Fig. 3b im Bereich der Auflagerfläche
221 auf. Die Aussparung 224 ist zur Aufnahme des die haftvermittelnde Schicht 40 bildenden
Materials 4 ausgestaltet, die Aussparung 224 gemäß Fign. 3a und 3b weisen dabei Hinterschneidungen
226 zur Aufnahme des die haftvermittelnde Schicht 40 bildenden Materials 4 auf, insbesondere
kann es vorgesehen sein, die Aussparungen 224 als schwalbenschwanzförmige Aussparungen
gegenüber der Auflagerfläche 221 auszubilden.
[0042] Bei Aufbringung des Haftvermittlers 4, welcher die haftvermittelnde Schicht 40 ausbildet,
kann der Haftvermittler beispielsweise im flüssigen bzw. im halbflüssigen/pastösen
Zustand auf die Lagervorrichtung 2 und insbesondere in den Bereich der Aussparung
224 aufgebracht werden und in die Aussparung 224 eindringen, das auf die haftvermittelnde
Schicht 40 aufgelegte Plattenelement 3 verbessert dabei weiterhin noch das Eindringen
des Haftvermittlers 4 in die Aussparung 224 bzw. genauer in die Hinterschneidung 226
der Aussparung 224, wie dies beispielhaft in der Fig. 4 dargestellt ist. Wenn nunmehr
der Haftvermittler 4 bzw. genauer der Klebstoff nach einer Zeit aushärtet, bildet
die haftvermittelnde Schicht im Bereich der Hinterschneidung 226 der Aussparung 224
einen formschlüssigen Verbund mit dem Auflagerelement 22 aus.
[0043] Wie dies dem Vergleich der Fign. 3a und 3b entnommen werden kann, kann es erfindungsgemäß
dabei vorgesehen sein, lediglich eine durchgehende Aussparung 224 oder alternativ
eine Vielzahl von einzelnen Aussparungen 224 vorzusehen, welche sich gegeneinander
schneiden und insbesondere, wie dies Fig. 3b entnehmbar ist, mehrere vorstehende Halteelemente
228 ausbildet, wobei die Querschnittsfläche der Halteelemente 228 sich ausgehend von
dem Auflageelement 22 in Richtung des Plattenelementes vergrößert.
[0044] Die Fig. 3c zeigt eine weitere Ausführungsform eines Auflagerelementes 22 mit einer
Vielzahl an Öffnungen 222 zur Aufnahme des die haftvermittelnde Schicht 40 bildenden
Materials 4. Die Öffnungen 222 sind dabei durchgehend durch die Schicht des Lagerelementes
22 ausgeführt, wobei die Öffnung 222 gegenüber der Auflagerfläche 221 mindestens eine
Hinterschneidung 226 zur Aufnahme des haftvermittelnden Materials 4 umfasst. Die dargestellten
Öffnungen 222 erweitern sich zunehmend ausgehend von der Auflagerfläche 221.
1. Lagervorrichtung (2) für Plattenelemente (3), umfassend eine untere Aufstandsfläche
(21) zum Aufstellen der Lagervorrichtung (2) auf einer Belagsschicht (5) und mindestens
zwei obere Auflagerelemente (22);
wobei jedes Auflagerelement (22) zum Lagern eines Kanten- oder Eckbereiches (31, 33)
eines Plattenelements (3) ausgebildet ist und eine haftvermittelnde Schicht (40) zur
Haftvermittlung des Kantenbereiches (31) und/oder des Eckbereiches (33) eines Plattenelements
(3) mit dem Auflagerelement (22) umfasst.
2. Lagervorrichtung (2) nach Anspruch 1, wobei jedes Auflagerelement (22) eine Auflagerfläche
(221) zum Auflegen des Kantenbereiches (31) und/oder des Eckbereiches (33) einer Unterseite
(32) eines Plattenelementes (3) umfasst und die haftvermittelnde Schicht (40) zumindest
anteilig auf der Plattenauflagerfläche (221) aufgebracht ist.
3. Lagervorrichtung (2) nach Anspruch 1 oder 2, wobei jedes Auflagerelement (22) mindestens
eine Öffnung (222) und/oder Aussparung (224) zur Aufnahme des die haftvermittelnde
Schicht (40) bildenden Materials (4) umfasst.
4. Lagervorrichtung (2) nach Anspruch 3, wobei in der mindestens einen Öffnung (222)
und/oder Aussparung (224) gegenüber der Auflagerfläche (221) mindestens eine Hinterschneidung
(226) zur Aufnahme des die haftvermittelnde Schicht (40) bildenden Materials (4) umfasst.
5. Lagervorrichtung (2) nach einem der vorausgehenden Ansprüche, wobei jedes Auflagerelement
(22) auf der dem Plattenelement (3) zugewandten Auflagerfläche (221) mehrere in Richtung
des Plattenelements (3) vorstehende Haltelemente (228) umfasst, wobei die Querschnittsfläche
der Haltelemente (228) sich ausgehend von dem Auflagerelement (22) in Richtung des
Plattenelements (3) vergrößert.
6. Lagervorrichtung (2) nach einem der vorausgehenden Ansprüche, wobei mindestens ein
Auflagerelement (22) gegenüber der Aufstandsfläche (21) höhenverstellbar gelagert
ist.
7. Lagervorrichtung (2) nach Anspruch 6, wobei die Aufstandsfläche (21) über eine Schraubverbindung
(23) mit mindestens einem Auflagerelement (22) verbunden ist, wobei die Schraubenlängsachse
der Schraubverbindung (23) im Wesentlichen orthogonal zu der Aufstandsfläche (21)
zur Höhenverstellung des mindestens einen Auflagerelements (22) gegenüber der Aufstandsfläche
(21) ausgebildet ist.
8. Lagervorrichtung (2) nach einem der vorausgehenden Ansprüche, wobei das Auflagerelement
(22) mindestens einen Trennsteg (25) umfasst, wobei der mindestens eine Trennsteg
(25) zwischen den mindestens zwei Auflagerflächen (221) ausgebildet ist und in Richtung
der aufzulegenden Plattenelemente (3) zur Ausbildung mindestens eines Fugensteges
vorsteht.
9. Lagervorrichtung (2) nach einem der vorausgehenden Ansprüche, wobei die haftvermittelnde
Schicht (40) ein Klebstoff, bevorzugt ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Polyadditionsklebstoffen,
Polykondensationsklebstoffen und Polymerisationsklebstoffen ist, insbesondere ein
Polyurethan-Klebstoff, ein Methyl(meth-)acrylat-Klebstoff oder ein mineralischer Klebstoff
ist.
10. Lagervorrichtung (2) nach einem der vorausgehenden Ansprüche, wobei die haftvermittelnde
Schicht (40) aus einem mineralischen Kleber, bevorzugt aus einem abbindenden Kleber,
beispielsweise aus einem zementbasierten Kleber gebildet ist.
11. Lagervorrichtung (2) nach einem der vorausgehenden Ansprüche, wobei die Lagervorrichtung
(2) einteilig als Scheibe ausgebildet ist, wobei die Scheibenunterseite die Aufstandsfläche
(21) und die Scheibenoberseite mindestens zwei Auflagereinrichtungen (22) bildet,
wobei die Auflagereinrichtungen (22) in Form von Lagerflächen (221) als Flächenanteile
der Scheibenoberseite gebildet sind.
12. Kit umfassend:
- mindestens vier Lagervorrichtungen (2) für Plattenelemente (3),
- einen Haftvermittler (4),
wobei jede Lagervorrichtung (2) eine untere Aufstandsfläche (21) zum Aufstellen der
Lagervorrichtung (2) auf einer Belagsschicht (5) und mindestens zwei obere Auflagerelemente
(22) umfasst; wobei jedes Auflagerelement (22) zum Lagern eines Kantenbereiches (31)
und/oder eines Eckbereiches (33) eines Plattenelements (3) ausgebildet ist, wobei
die Lagervorrichtung (2) bevorzugt weiterhin die Merkmale gemäß einem der Ansprüche
2 bis 11 umfasst;
wobei der Haftvermittler (4) zur Ausbildung einer haftvermittelnden Schicht (40) zwischen
einem Kanten- und/oder Eckbereich (31, 33) eines Plattenelements (3) mit dem Auflagerelement
(2) ausgebildet ist.
13. Plattenverbund umfassend:
- mindestens ein Plattenelement (3); und
- mindestens vier Lagervorrichtungen (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 11; wobei
das mindestens eine Plattenelement (3) eine Plattenoberseite (34) zur Ausbildung einer
Bodenbelagsschicht sowie eine der Oberseite (34) gegenüberliegende Plattenunterseite
(32) umfasst, wobei mindestens ein Auflagerelement (22) jeder Lagervorrichtung (2)
über eine haftvermittelnde Schicht (40) mit einem Kanten- und/oder Eckbereich (31,
33) des mindestens einen Plattenelements (3) verbunden ist.
14. Plattenverbund nach Anspruch 13, wobei das mindestens eine Plattenelement (3) durch
eine Keramikplatte gebildet ist, wobei die Keramikplatte bevorzugt eine Plattendicke
(3d) im Bereich von 10 mm bis 40 mm, besonders bevorzugt eine Dicke (3d) von 20 mm,
aufweist.
15. Verfahren zum Verlegen eines Plattenverbunds, umfassend die Verfahrensschritte:
A) Bereitstellen mindestens eines Plattenelementes (3), eines Haftvermittlers (4)
und mindestens vier Lagervorrichtungen (2) für Plattenelemente (3), umfassend eine
untere Aufstandsfläche (21) zum Auflegen der Lagervorrichtung (2) auf einer Belagsschicht
(5) und mindestens zwei obere Auflagerelemente (22); wobei jedes Auflagerelement (22)
zum Lagern eines Kanten- oder Eckbereiches (31, 33) eines Plattenelements (3) ausgebildet
ist und weiterhin bevorzugt die Merkmale gemäß einem der Ansprüche 2 bis 11 umfasst;
B) Aufstellen der mindestens vier Lagervorrichtungen (2) auf eine Belagsschicht (5),
wobei die mindestens vier Lagervorrichtungen (2) unter Berücksichtigung der Abmessungen
des mindestens einen Plattenelementes (3), insbesondere der Plattenlänge und Plattenbreite,
auf der Belagsschicht (5) aufgestellt werden;
C) Aufbringen einer haftvermittelnden Schicht (4) auf mindestens eine Auflagereinrichtung
(22) der mindestens vier Lagervorrichtungen (2); und
D) Auflegen des mindestens einen Plattenelementes (3) auf mindestens vier Auflagereinrichtungen
(22) von mindestens vier Lagervorrichtungen (2).