(19)
(11) EP 4 015 735 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
22.06.2022  Patentblatt  2022/25

(21) Anmeldenummer: 20216048.7

(22) Anmeldetag:  21.12.2020
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
E04F 15/02(2006.01)
(52) Gemeinsame Patentklassifikation (CPC) :
E04F 15/02044; E04F 2015/02127; E04F 15/02155
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA ME
Benannte Validierungsstaaten:
KH MA MD TN

(71) Anmelder: Steuler Holding GmbH
56203 Höhr-Grenzhausen (DE)

(72) Erfinder:
  • Emming, Andreas
    56203 Höhr-Grenzhausen (DE)

(74) Vertreter: dompatent von Kreisler Selting Werner - Partnerschaft von Patent- und Rechtsanwälten mbB 
Deichmannhaus am Dom Bahnhofsvorplatz 1
50667 Köln
50667 Köln (DE)

   


(54) LAGERVORRICHTUNG FÜR PLATTENELEMENTE, PLATTENVERBUND UMFASSEND MINDESTENS EIN PLATTENELEMENT UND MINDESTENS VIER LAGERVORRICHTUNGEN FÜR PLATTENELEMENTE, KIT UMFASSEND MINDESTENS VIER LAGERVORRICHTUNGEN FÜR PLATTENELEMENTE SOWIE EIN HAFTVERMITTLER, SOWIE VERFAHREN ZUM VERLEGEN EINES PLATTENVERBUNDS


(57) Lagervorrichtung für Plattenelemente, umfassend eine untere Aufstandsfläche zum Aufstellen der Lagervorrichtung auf einer Belagsschicht und mindestens zwei obere Auflagerelemente;
wobei jedes Auflagerelement zum Lagern eines Kanten- oder Eckbereiches eines Plattenelements ausgebildet ist und eine haftvermittelnde Schicht zur Haftvermittlung des Kantenbereiches und/oder des Eckbereiches eines Plattenelements mit dem Auflagerelement umfasst.




Beschreibung


[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Lagervorrichtung für Plattenelemente sowie ein Kit umfassend mindestens vier Lagervorrichtungen für Plattenelemente und einen Haftvermittler, einen Plattenverbund, als auch ein Verfahren zum Verlegen eines Plattenverbundes.

[0002] Aus dem Stand der Technik ist es bereits bekannt geworden, Plattenelemente, wie insbesondere keramische Plattenelemente, zur Ausbildung eines festen Verbundes mit einem Untergrund bzw. einer Lastverteilungsschicht, wie beispielsweise einer Betonplatte, Verbund oder schwimmenden Estrichen (Innen und Aussen) zu verkleben bzw. in einem auf dem Untergrund aufgebrachten Mörtelbett zu verlegen.

[0003] Ebenfalls ist es bereits bekannt, die vorgenannten Plattenelemente beispielsweise im Außenbereich im sogenannten losen Verbund zu verlegen, dabei werden die Plattenelemente auf ein Bett eines Schüttungsmaterials wie Kies oder Splitt vollflächig verlegt. Weiterhin ist eine Verlegung im losen Verbund über entsprechende Lagervorrichtungen, wie insbesondere Stelzlager, bekannt.

[0004] Nachteilig bei dem losen Verbund ist es, dass die Plattenelemente sich verschieben, kippeln oder sogar abheben können.

[0005] Ausgehend von den zuvor aufgeführten Nachteilen des Standes der Technik besteht die Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin, eine verbesserte Lagervorrichtung sowie einen Plattenverbund als auch ein Verlegungsverfahren für einen Plattenverbund zu schaffen, durch welche ein verbesserter Verbund zwischen den Lagervorrichtungen und den darauf aufgebrachten Plattenelementen erzielt werden kann. Insbesondere wird erfindungsgemäß ein Kippeln bzw. Verrutschen der Platten und ein Abheben in dem verlegten Plattenverbund vermieden, womit es ermöglicht wird, höhere Kräfte zu übertragen bzw. auf den Plattenverbund aufbringen zu können.

[0006] Erfindungsgemäß gelöst wird die Aufgabe gemäß einem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung durch eine Lagervorrichtung für Plattenelemente, welche eine untere Aufstandsfläche umfasst, worüber die Lagervorrichtung auf eine Belagsschicht aufstellbar bzw. auflegbar ist, wobei die Lagervorrichtung weiterhin mindestens zwei obere Auflagerelemente umfasst. Jedes Auflagerelement ist zum Lagern eines Kanten- oder Eckbereichs eines Plattenelements ausgebildet und umfasst eine haftvermittelnde Schicht zur Haftvermittlung zwischen dem Auflagerelement und dem auf die Lagervorrichtung aufgelegten Kanten- und/oder Eckbereich eines Plattenelementes.

[0007] Die Ausgestaltung einer haftvermittelnden Schicht, wie insbesondere eine Klebstoffschicht, weist den Vorteil auf, dass zwischen den Lagervorrichtungen und den darauf aufliegenden Plattenelementen eine Anhaftung bzw. Verklebung hergestellt wird, wodurch ein Abheben der Plattenelemente von den Lagervorrichtungen erschwert bzw. vollständig unterbunden wird. Ein Kippeln bzw. Verrutschen aufgrund dem punktuellen Aufbringen von Kräften auf die auf den Lagervorrichtungen aufliegenden Plattenelementen wird durch die Vorsehung der haftvermittelnden Schicht, auch insbesondere bei der Vorsehung von Plattenelementen mit einer geringen Dicke, wie beispielsweise Keramikplatten, auch bei geringem Eigengewicht sicher verhindert. Weiterhin ermöglicht die Vorsehung der haftvermittelnden Schicht eine Erhöhung der zwischen der Lagervorrichtung und dem Plattenelement übertragbaren Querkräfte.

[0008] Bei der Belagsschicht, auf welche die Lagervorrichtung für die Plattenelemente aufgebracht wird, handelt es sich um eine Schicht eines schuttfähigen Baustoffes bzw. eines Schüttungsmaterials, insbesondere um ein Splittbett mit einer definierten Schichtdicke, wobei der Splitt auf einen Untergrund zur Ausbildung einer möglichst waagerechten bzw. in einem definierten Winkel ansteigenden bzw. abfallenden Oberfläche ausgebracht ist. Bei der Belagsschicht kann es sich erfindungsgemäß auch um gebundene Schüttungen, die im Innenbereich als Höhenausgleich bzw. Dämmung eingesetzt werden, handeln. Zur Gewährleistung einer tragfähigen Oberfläche der Belagsschicht kann die Belagsschicht insbesondere noch verdichtet werden. Bei der vorgenannten Belagsschicht kann es sich jedoch ebenfalls um beispielsweise eine gegossene Betonplatte handeln, auf deren Oberfläche das Auflagerelement aufgestellt wird.

[0009] Bei den auf die Lagervorrichtung aufgelegten Plattenelementen handelt es sich beispielsweise um Keramikplattenelemente. Die Keramikplattenelemente können eine Plattendicke im Bereich von 10 mm bis 50 mm, bevorzugt von 20 bis 40 mm, aufweisen.

[0010] Die Auflagerelemente können bevorzugt eine Dicke im Bereich von 2 bis 4 mm, besonders bevorzugt von 3 mm, aufweisen, insbesondere, wenn diese aus einem Kunststoffmaterial gefertigt sind.

[0011] Die Plattenelemente weisen bevorzugt eine quadratische bzw. rechteckige Grundform auf. Es können jedoch auch Plattenelemente mit abweichenden Grundformen, wie beispielsweise dreieckige, sechseckige oder achteckige Plattenformen oder weitere aus der Plattenindustrie bekannte Grundformen, zur Anwendung gelangen, welche sich zu einem Verbund verlegen lassen. Zur Ausbildung eines gewünschten Plattenverbundsystems werden die vorbezeichneten Plattenelemente mit deren Eckbereichen bzw. deren Randbereichen anteilig auf die Lagerelemente aufgelegt. Die Plattenelemente, bevorzugt Keramikplattenelemente, weisen dabei zwei gegenüberliegende Plattenflächen als Ober- und Unterseite auf, welche über die Seitenflächen miteinander verbunden werden, wobei die Höhe der Seitenflächen die Höhe bzw. Dicke des Verbundelementes definiert. Zwei Seitenflächen grenzen über eine Ecke des Plattenelementes aneinander an.

[0012] Erfindungsgemäß kann vorgesehen sein, dass jedes Auflagerelement eine Auflagefläche zum Auflegen des Rand- oder des Eckbereiches einer Unterseite eines Plattenelementes umfasst und die haftvermittelnde Schicht zumindest anteilig auf der Plattenauflagefläche aufgebracht ist.

[0013] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform kann es vorgesehen sein, dass jedes Auflagerelement mindestens eine Öffnung und/oder Aussparung zur Aufnahme des die haftvermittelnde Schicht bildenden Materials, insbesondere im Bereich der Plattenauflagefläche, umfasst. In die Öffnung und/oder Aussparung kann das die haftvermittelnde Schicht bildende Material bei der Aufbringung auf die Lagervorrichtung beispielsweise im flüssigen oder pastösen Zustand in die Öffnungen bzw. Aussparungen eindringen und/oder durch die mindestens eine Öffnung des jeweiligen Auflagerelementes durchdringen. Bei einer Durchdringung kann das die haftvermittelnde Schicht bildende Material das Auflagerelement ggf. teilweise bzw. dieses ganz umschließen. Dieser Effekt wird bei Aufbringung der Plattenelemente allein durch das wirkende Plattengewicht als auch durch ein Anklopfen bzw. Rütteln der Plattenelemente im Rahmen der Verlegung und Anpassung der finalen Ausrichtung des Plattenelements im Verbund erhöht. Die haftvermittelnde Schicht kann dabei beispielsweise abbinden bzw. nach einer definierten Zeitdauer aushärten. Die Vorsehung von Öffnungen bzw. Aussparungen ermöglicht dabei einen Formschluss zwischen der haftvermittelnden Schicht und der Auflagervorrichtung, wodurch die Verbindung zwischen den vorgenannten Teilen weiter erhöht wird.

[0014] Dabei kann es vorgesehen sein, dass in der mindestens einen Öffnung und/oder Aussparung gegenüber der Auflagerfläche mindestens eine Hinterschneidung zur Aufnahme des die haftvermittelnde Schicht bildenden Materials ausgebildet ist. In einer beispielhaften Ausführungsform kann es vorgesehen werden, die Aussparung zumindest im Querschnitt als Schwalbenschwanzprofil als Hinterschneidung auszubilden.

[0015] Die Ausbildung von Hinterschneidungen gegenüber der Plattenauflagefläche der Auflagerelemente in den Öffnungen bzw. Aussparungen weist den Vorteil auf, dass nach Aushärtung bzw. Erstarrung der haftvermittelnden Schicht allein aufgrund des resultierenden Formschlusses des in die Öffnung und/oder Aussparung eingedrungenen Materials der haftvermittelnden Schicht ein Verbund mit der Lagervorrichtung hergestellt wird.

[0016] Es kann vorgesehen werden, jedes Auflagerelement auf der dem Plattenelement zugewandten Oberfläche mit mehreren in Richtung des Plattenelements vorstehenden Halteelementen auszugestalten, wobei die Querschnittsfläche der Halteelemente sich ausgehend von dem Auflagerelement in Richtung des Plattenelementes vergrößert.

[0017] Bevorzugt kann es vorgesehen werden, dass mindestens eines der Auflagerelemente gegenüber der Aufstandsfläche höhenverstellbar gelagert ist. Mittels der Höhenverstellung können sowohl Unebenheiten im Untergrund als auch Dickenabweichungen und/oder Abweichungen von der ideal flachen Plattenform ausgeglichen werden. Weiterhin können die Plattenelemente beispielsweise mit einer Neigung gegenüber einem gedachten Horizont gelagert werden, um beispielsweise ein Abfließen von Wasser von dem Plattenelement zu gewährleisten.

[0018] Gemäß einem bevorzugten Aspekt kann es weiterhin vorgesehen werden, die Aufstandsfläche über eine Schraubverbindung mit mindestens einem Auflagerelement zu verbinden, wobei die Schraubenlängsachse der Schraubverbindung im Wesentlichen orthogonal zu der Aufstandsfläche zur Höhenverstellung des mindestens einen Auflagerelements gegenüber der Aufstandsfläche ausgebildet ist.

[0019] Es kann dabei weiterhin vorgesehen sein, die Auflagerfläche gegenüber dem Auflagerelement mittels einer gelenkigen Verbindung zu lagern und insbesondere einen Kugelkopf zwischen den genannten Elementen vorzusehen. Durch die Vorsehung einer gelenkigen Verbindung zwischen der Auflagerfläche und dem Auflagerelement wird ermöglicht, dass sich die eigentliche Auflagerfläche der Lagervorrichtung immer parallel zu der Unterseite des aufliegenden Plattenelementes ausrichten kann und damit eine größtmögliche Auflagefläche realisiert wird.

[0020] Es kann weiterhin vorgesehen werden, dass das Auflagerelement mindestens einen Trennsteg umfasst, wobei der mindestens eine Trennsteg zwischen den mindestens zwei Auflagerelementen ausgebildet ist und in Richtung der aufzulegenden Plattenelemente zur Ausbildung mindestens eines Fugensteges vorsteht.

[0021] Bevorzugt kann es vorgesehen werden, dass die haftvermittelnde Schicht durch einen Klebstoff, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Polyadditionsklebstoffen, Polykondensationsklebstoffen und Polymerisationsklebstoffen gebildet ist, insbesondere ein Polyurethan-Klebstoff oder ein Methylmethacrylatklebstoff und/oder mineralischen Klebstoffen. Die haftvermittelnde Schicht kann aus einem mineralischen Kleber, bevorzugt aus einem abbindenden Kleber, beispielsweise aus einem zementbasierten Kleber, gebildet werden. Üblicherweise enthält der mineralische Kleber eine Kunststoffdispersion.

[0022] Typische Zusammensetzungen sind beispielsweise:
  1. a) 10 - 50 Gew.% eines hydraulischen Bindemittels,
  2. b) 20 - 55 Gew.% eines mineralischen Füllstoffs,
  3. c) 10 - 20 Gew.% Polymer.


[0023] Solche mineralischen Kleber werden beispielsweise als Fliesenkleber verwendet.

[0024] Es kann sich um einen Fertigmörtel oder einen Trockenmörtel handeln.

[0025] Alternativ kann es erfindungsgemäß vorgesehen werden, die haftvermittelnde Schicht in Form eines doppelseitigen Klebebandes bzw. in Form von Klebepads auszuführen.

[0026] Die Lagervorrichtung kann aus einem Kunststoff oder aus einem Metall ausgebildet werden.

[0027] Die Lagervorrichtung kann bevorzugt einteilig als Scheibe ausgebildet werden, wobei die Scheibenunterseite die Aufstandsfläche und die Scheibenoberseite mindestens zwei Auflagereinrichtungen ausbildet, wobei die Auflagereinrichtung in Form von Lagerflächen als Flächenanteile der Scheibenoberseite ausgebildet ist.

[0028] Gemäß einem zweiten Aspekt betrifft die vorliegende Erfindung ein Kit umfassend mindestens vier Lagervorrichtungen für Plattenelemente, sowie einen Haftvermittler. Jede Lagervorrichtung weist eine untere Aufstandsfläche zum Aufstellen der Lagervorrichtung auf einer Belagsschicht und mindestens zwei obere Auflagerelemente auf, wobei jedes Auflagerelement zum Lagern eines Kanten- und/oder eines Eckbereichs eines Plattenelementes ausgebildet ist und wobei die Lagervorrichtung bevorzugt zusätzlich die Merkmale der Lagervorrichtung gemäß dem ersten Aspekt der Erfindung umfasst und wobei der Haftvermittler zur Ausbildung einer haftvermittelnden Schicht zwischen einem Kanten- und/oder Eckbereich eines Plattenelements mit dem Auflagerelement ausgebildet ist.

[0029] Gemäß einem dritten Aspekt betrifft die vorliegende Erfindung einen Plattenverbund, welcher mindestens ein Plattenelement und mindestens vier Lagervorrichtungen gemäß dem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung umfasst, wobei das mindestens eine Plattenelement eine Plattenoberseite zur Ausbildung einer Bodenbelagsschicht, sowie eine der Oberseite gegenüberliegende Plattenunterseite umfasst, wobei mindestens ein Auflagerelement jeder Lagervorrichtung über eine haftvermittelnde Schicht mit einem Kanten- und/oder Eckbereich des mindestens einen Plattenelementes verbunden ist.

[0030] Gemäß einem vierten Aspekt betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zum Verlegen eines Plattenverbunds, umfassend die Verfahrensschritte:
  1. A) Bereitstellen mindestens eines Plattenelementes, eines Haftvermittlers und mindestens vier Lagervorrichtungen für Plattenelemente, umfassend eine untere Aufstandsfläche zum Auflegen der Lagervorrichtung auf einer Belagsschicht und mindestens zwei obere Auflagerelemente; wobei jedes Auflagerelement zum Lagern eines Kanten- oder Eckbereiches eines Plattenelements ausgebildet ist und weiterhin bevorzugt die Merkmale gemäß dem ersten Aspekt der Erfindung umfasst;
  2. B) Aufstellen der mindestens vier Lagervorrichtungen auf eine Belagsschicht, wobei die mindestens vier Lagervorrichtungen unter Berücksichtigung der Abmessungen des mindestens einen Plattenelementes, insbesondere der Plattenlänge und Plattenbreite, auf der Belagsschicht aufgestellt werden;
  3. C) Aufbringen einer haftvermittelnden Schicht auf mindestens einer Auflagereinrichtung der mindestens vier Lagervorrichtungen; und
  4. D) Auflegen des mindestens einen Plattenelementes auf mindestens vier Auflagereinrichtungen von mindestens vier Lagervorrichtungen.


[0031] Erfindungsgemäß kann es vorgesehen sein, die Verfahrensschritte C) und D) ebenfalls vor dem Verfahrensschritt B) zu vollziehen, so dass zunächst eine Haftvermittlung bzw. Verklebung zwischen den Auflagereinrichtungen mit der Unterseite eines Plattenelementes etabliert wird und darauf das Plattenelement mit den daran angeordneten Lagervorrichtungen auf die Belagsschicht aufgelegt wird.

[0032] Weiterhin kann es erfindungsgemäß vorgesehen werden, die Lagervorrichtung anteilig vor der Verlegung auf der Belagsschicht an ein Plattenelement anzubinden und darauf folgend auf die Belagsschicht zu bringen oder zu verlegen, wobei weitere Plattenelemente an die bereits verlegten Lagervorrichtungen über die weiteren Auflagereinrichtungen und deren haftvermittelnde Schicht angebunden werden können.

[0033] Es zeigen:
Fig. 1
eine schematische perspektivische Ansicht eines Ausschnittes einer beispielhaften Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Plattenverbundes;
Fign. 2a-2c
perspektivische Ansichten dreier unterschiedlicher Ausführungsbeispiele erfindungsgemäßer Lagervorrichtungen für Plattenelemente;
Fign. 3a-3c
die schematischen perspektivischen Ansichten dreier unterschiedlicher Ausführungsbeispiele von Auflagerelementen der erfindungsgemäßen Lagervorrichtung für Plattenelemente; sowie
Fig. 4
die schematische Ansicht eines Auflagerelements einer erfindungsgemäßen Lagervorrichtung gemäß Fig. 3a mit aufgebrachtem Haftvermittler.


[0034] Die Fig. 1 zeigt eine schematische perspektivische Ansicht eines Ausschnittes einer beispielhaften Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Plattenverbunds, wobei in dem dargestellten beispielhaften Ausschnitt zunächst eine Belagsschicht 5 ausgebracht wurde, auf welcher erkennbar vier erfindungsgemäße Lagervorrichtungen 2 aufgestellt bzw. ausgebracht wurden. Auf die Lagervorrichtungen 2 sind wiederum beispielhaft drei Plattenelemente 3 zur Bildung eines erfindungsgemäßen Plattenverbunds aufgelegt. Die dargestellten Plattenelemente 3 verfügen dabei über eine Unterseite 32 sowie eine der Unterseite 32 gegenüberliegende Oberseite 34, welche die Bodenbelagsschicht des Plattenverbunds ausbildet. Wie dies der Fig. 1 entnehmbar ist, ist die Unterseite 32 der Belagsschicht 5 zugewandt und liegt zunächst auf den Auflagerelementen 22 der Lagervorrichtung 2 auf. Die Plattenelemente 3 weisen weiterhin Seitenflächen 36 auf, welche die Plattenunterseite 32 mit der Oberseite 34 des Plattenelements 3 verbinden. Die Höhe der Seitenflächen 36 bestimmt dabei ebenfalls die Dicke 3d der Plattenelemente 3. Das Plattenelement 3 weist weiterhin sogenannte Eckbereiche 33 auf, in welchen zwei Seitenflächen 36 aneinander angrenzen. Weiterhin weist das Plattenelement 3 sogenannte Kantenbereiche 31 auf, welche sich zwischen den Eckbereichen 33 des Plattenelements 3 erstrecken. Die in der Fig. 1 gezeigte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Lagervorrichtung 2 für Plattenelemente 3 umfasst jeweils eine untere Aufstandsfläche 21, welche in der Fig. 1 nicht explizit abgebildet, jedoch den Fign. 2 entnehmbar ist. Die unteren Aufstandsflächen 21 dienen dabei zum Aufstellen bzw. Aufbringen der Lagervorrichtung 2 auf eine Belagsschicht 5. Die Belagsschicht 5 ist dabei grundsätzlich als eine Schicht eines Materials bzw. eines Schüttungsmaterials zu verstehen, welche die eigentliche Auflagefläche für die Lagervorrichtung 2 bzw. den resultierenden Plattenverbund bildet. Beispielsweise handelt es sich hierbei um ein Kiesbett, welches insbesondere zur Stabilisierung verdichtet wird, es können jedoch auch alternativ Schüttungsmaterialien wie beispielsweise Sand, Kies, Schotter oder Splitt vorgesehen werden. In einer alternativen Ausführungsform kann es jedoch auch vorgesehen werden, die Lagervorrichtungen 2 auf eine durchgehende Betonschicht 5 aufzulegen. Wie dies insbesondere den beispielhaften Ausführungsformen erfindungsgemäßer Lagervorrichtungen 2 aus den Fign. 2a-2c entnehmbar ist, weist die Lagervorrichtung 2 mindestens zwei obere Auflagerelemente 22 auf. In der gezeigten Ausführungsform 2a sind vier Auflagerelemente 22 ausgebildet, welche sich aus Segment- bzw. Winkelabschnitten einer kreistellerförmigen Scheibe bilden. In der Fig. 2b ist eine alternative Ausführungsform einer Lagervorrichtung 2 dargestellt, wobei die Lagervorrichtung 2 ebenfalls über vier Lagerelemente 22 verfügt, welche in der beispielhaften Ausführungsform gemäß Fig. 2b jedoch als einzeln höhenverstellbare tellerförmige Elemente ausgebildet sind. In der beispielhaften Ausführungsform gemäß Fig. 2c ist eine Ausführungsform einer Lagervorrichtung 2 mit drei Auflagerelementen 22 dargestellt, wobei zwei Auflagerelemente 22 im linken Bereich der Abbildung als Viertelkreisabschnitte ausgebildet sind und ein weiteres Auflagerelement 22 als Halbkreis im rechten Bereich der Lagervorrichtung gemäß Fig. 2c ausgebildet ist. Die Auflagerelemente 22 dienen dabei der Lagerung eines Kantenbereichs 31 bzw. eines Eckbereiches 33. Wie dies insbesondere der Fig. 1 entnehmbar ist, kann in Abhängigkeit der gewählten Größe der Plattenelemente 3 es zur Ausbildung eines Plattenverbundes ausreichend sein, die vorgenannten Plattenelemente 3 lediglich in dem Bereich der Kanten 31 zu lagern. Die erfindungsgemäßen Lagervorrichtungen weisen im Bereich der Auflagerelemente 22 eine haftvermittelnde Schicht 40, wie beispielsweise eine Klebstoffschicht, zur Haftvermittlung des Kantenbereichs 31 und/oder des Eckbereichs 33 des Plattenelements mit dem Auflagerelement 22 auf.

[0035] Wie dies explizit der Fig. 1 entnehmbar ist, können dann die haftvermittelnde Schicht 40 jeweils beispielsweise als Klebepunkt eines haftvermittelnden Materials 4 bzw. eines Klebstoffes 4 auf die Auflagerelemente 22 bzw., wie genauer in Fig. 1 dargestellt, auf die Auflagerfläche 221 zumindest partiell, beispielsweise als Klebstoff als Klecks bzw. Punkt, aufgebracht werden.

[0036] Wie dies sowohl der Fig. 1 als auch den Fign. 2a-2c entnehmbar ist, weist jedes Auflagerelement 22 zumindest eine Auflagerfläche 221 zum Auflegen eines Kantenbereichs 31 und/oder eines Eckbereichs 33 einer Unterseite 32 eines Plattenelements 3 auf und die haftvermittelnde Schicht 40 ist zumindest anteilig auf der Plattenauflagerfläche aufgebracht. Wie dies den Fign. 2a-2c entnehmbar ist, kann die haftvermittelnde Schicht 40 dabei beispielsweise als doppelseitiges Klebeband in beliebigen Formen, beispielsweise als Dreiecke, Kreise oder als Kreisabschnitte, ausgebildet werden. Besonders bevorzugt ist es jedoch vorgesehen, die die haftvermittelnde Schicht 40 bildenden Haftvermittler 4 beispielsweise im flüssigen bzw. halbflüssigen Zustand auf die Auflagerflächen 221 beispielsweise mittels einer Kartusche oder alternativ mittels einem Mörtelwerkzeug, beispielsweise einer Mörtelkelle, aufzubringen, wobei sich die eigentliche Form der haftvermittelnden Schicht 40 erst durch das Auflegen des Plattenelements 3 auf das Material des Haftvermittlers 4 ergibt, welcher dadurch die schlussendliche Form der haftvermittelnden Schicht 40 erhält.

[0037] Wie dies den Ausführungsformen der Fign. 2a-2c entnehmbar ist, kann es dabei vorgesehen sein, dass jedes Auflagerelement 22 gegenüber der Aufstandsfläche 21 höhenverstellbar gelagert ist. Dabei kann es beispielsweise, wie in den Fign. 2a und 2c dargestellt, vorgesehen sein, die Auflagerelemente 22 als einteilige Kreisscheibe auszuführen, wobei die Aufstandsfläche 21 über eine zentrale Schraubverbindung 23 mit den Auflagerelementen 22 verbunden ist, wobei die Schraubenlängsachse der Schraubverbindung 23 im Wesentlichen orthogonal zu der Aufstandsfläche 21 zur Höhenverstellung des mindestens einen Auflagerelementes 22 gegenüber der Aufstandsfläche 21 ausgebildet ist. Wie dies in Fign. 2a und 2c vorgesehen ist, können die vier bzw. drei Auflagerelemente 22 in den Ausführungsformen lediglich gemeinsam gegenüber der unteren Aufstandsfläche 21 in der Höhe verstellt werden.

[0038] Die Fig. 2b zeigt eine alternative Ausführungsform, in welcher jedes Auflagerelement 22 als einzelne kreisförmige Scheibe über eine Schraubverbindung 23 mit der Aufstandsfläche 21 verbunden ist und jedes der vier dargestellten Auflagerelemente 22 einzeln gegenüber der Aufstandsfläche 21 höhenverstellbar ausgebildet ist.

[0039] Weiterhin kann es vorgesehen sein, dass das Auflagerelement 22 mindestens einen Trennsteg 25 umfasst, wobei der mindestens eine Trennsteg 25 zwischen den mindestens zwei Auflagerflächen 221 ausgebildet ist und in Richtung der aufzulegenden Plattenelemente 3 zur Ausbildung mindestens eines Fugensteges vorsteht. Wie dies in den Fign. 2a und 2b gezeigt ist, können die Lagervorrichtungen 2 vier Auflagerelemente 22, jeweils umfassend eine Auflagerfläche 221 umfassen, wobei in den Ausführungsformen gemäß Fig. 2a und 2b vier Auflagerflächen 221 ausgebildet sind, welche jeweils ineinander durch Trennstege 25 abgegrenzt sind. Die Auflagerflächen 221 dienen gemäß Fign. 2a und 2b zur Auflage eines Eckbereiches 33 eines Plattenelements 3, derart, dass vier Eckbereiche 33 von vier unterschiedlichen, im Plattenverbund aneinander angrenzenden, Plattenelemente 3 auf die Lagervorrichtung 5 auflegbar und über die haftvermittelnde Schicht 40 mit der Lagervorrichtung 2 verbindbar sind. Die Trennstege 25 können dabei als durchgehende Wände bzw. Wandelemente, wie in Fig. 2a oder 2c gezeigt, ausgebildet werden, alternativ kann es jedoch auch vorgesehen werden, wie in Fig. 2c die Trennstege 25 in Richtung der aufzulegenden Plattenelemente 3 gerichtete Zylinder auszubilden.

[0040] Die Fig. 2c zeigt eine alternative Ausführungsform, in welcher die Vorrichtung 2 über drei Auflagerelemente 22 verfügt, wobei auf der linken Seite der Lagervorrichtung 2 in der Fig. 2c zwei Eckbereiche 22 von zwei aneinander angrenzenden Plattenelementen 3 auflegbar und auf die Auflagerfläche auf der rechten Seite ein Kantenbereich 31 eines Plattenelementes auflegbar ist. Mit der dargestellten Ausführungsform gemäß Fig. 2c wird es ermöglicht, den erfindungsgemäßen Plattenverbund beispielsweise in einem Läuferverband zu verlegen.

[0041] Die Fign. 3a-3c zeigen drei unterschiedliche Ausführungsformen erfindungsgemäßer Auflagerelemente 22 von Lagervorrichtung 2. Zur einfacheren Erläuterung der erfindungsgemäß vorgesehenen Merkmale der Lagervorrichtung ist lediglich das Auflagerelement 22 dargestellt. Die Auflagerelemente 22 gemäß Fign. 3a und 3b weisen eine Aussparung 224 gemäß Fig. 3a bzw. eine Vielzahl von Aussparungen 224 gemäß Fig. 3b im Bereich der Auflagerfläche 221 auf. Die Aussparung 224 ist zur Aufnahme des die haftvermittelnde Schicht 40 bildenden Materials 4 ausgestaltet, die Aussparung 224 gemäß Fign. 3a und 3b weisen dabei Hinterschneidungen 226 zur Aufnahme des die haftvermittelnde Schicht 40 bildenden Materials 4 auf, insbesondere kann es vorgesehen sein, die Aussparungen 224 als schwalbenschwanzförmige Aussparungen gegenüber der Auflagerfläche 221 auszubilden.

[0042] Bei Aufbringung des Haftvermittlers 4, welcher die haftvermittelnde Schicht 40 ausbildet, kann der Haftvermittler beispielsweise im flüssigen bzw. im halbflüssigen/pastösen Zustand auf die Lagervorrichtung 2 und insbesondere in den Bereich der Aussparung 224 aufgebracht werden und in die Aussparung 224 eindringen, das auf die haftvermittelnde Schicht 40 aufgelegte Plattenelement 3 verbessert dabei weiterhin noch das Eindringen des Haftvermittlers 4 in die Aussparung 224 bzw. genauer in die Hinterschneidung 226 der Aussparung 224, wie dies beispielhaft in der Fig. 4 dargestellt ist. Wenn nunmehr der Haftvermittler 4 bzw. genauer der Klebstoff nach einer Zeit aushärtet, bildet die haftvermittelnde Schicht im Bereich der Hinterschneidung 226 der Aussparung 224 einen formschlüssigen Verbund mit dem Auflagerelement 22 aus.

[0043] Wie dies dem Vergleich der Fign. 3a und 3b entnommen werden kann, kann es erfindungsgemäß dabei vorgesehen sein, lediglich eine durchgehende Aussparung 224 oder alternativ eine Vielzahl von einzelnen Aussparungen 224 vorzusehen, welche sich gegeneinander schneiden und insbesondere, wie dies Fig. 3b entnehmbar ist, mehrere vorstehende Halteelemente 228 ausbildet, wobei die Querschnittsfläche der Halteelemente 228 sich ausgehend von dem Auflageelement 22 in Richtung des Plattenelementes vergrößert.

[0044] Die Fig. 3c zeigt eine weitere Ausführungsform eines Auflagerelementes 22 mit einer Vielzahl an Öffnungen 222 zur Aufnahme des die haftvermittelnde Schicht 40 bildenden Materials 4. Die Öffnungen 222 sind dabei durchgehend durch die Schicht des Lagerelementes 22 ausgeführt, wobei die Öffnung 222 gegenüber der Auflagerfläche 221 mindestens eine Hinterschneidung 226 zur Aufnahme des haftvermittelnden Materials 4 umfasst. Die dargestellten Öffnungen 222 erweitern sich zunehmend ausgehend von der Auflagerfläche 221.


Ansprüche

1. Lagervorrichtung (2) für Plattenelemente (3), umfassend eine untere Aufstandsfläche (21) zum Aufstellen der Lagervorrichtung (2) auf einer Belagsschicht (5) und mindestens zwei obere Auflagerelemente (22);
wobei jedes Auflagerelement (22) zum Lagern eines Kanten- oder Eckbereiches (31, 33) eines Plattenelements (3) ausgebildet ist und eine haftvermittelnde Schicht (40) zur Haftvermittlung des Kantenbereiches (31) und/oder des Eckbereiches (33) eines Plattenelements (3) mit dem Auflagerelement (22) umfasst.
 
2. Lagervorrichtung (2) nach Anspruch 1, wobei jedes Auflagerelement (22) eine Auflagerfläche (221) zum Auflegen des Kantenbereiches (31) und/oder des Eckbereiches (33) einer Unterseite (32) eines Plattenelementes (3) umfasst und die haftvermittelnde Schicht (40) zumindest anteilig auf der Plattenauflagerfläche (221) aufgebracht ist.
 
3. Lagervorrichtung (2) nach Anspruch 1 oder 2, wobei jedes Auflagerelement (22) mindestens eine Öffnung (222) und/oder Aussparung (224) zur Aufnahme des die haftvermittelnde Schicht (40) bildenden Materials (4) umfasst.
 
4. Lagervorrichtung (2) nach Anspruch 3, wobei in der mindestens einen Öffnung (222) und/oder Aussparung (224) gegenüber der Auflagerfläche (221) mindestens eine Hinterschneidung (226) zur Aufnahme des die haftvermittelnde Schicht (40) bildenden Materials (4) umfasst.
 
5. Lagervorrichtung (2) nach einem der vorausgehenden Ansprüche, wobei jedes Auflagerelement (22) auf der dem Plattenelement (3) zugewandten Auflagerfläche (221) mehrere in Richtung des Plattenelements (3) vorstehende Haltelemente (228) umfasst, wobei die Querschnittsfläche der Haltelemente (228) sich ausgehend von dem Auflagerelement (22) in Richtung des Plattenelements (3) vergrößert.
 
6. Lagervorrichtung (2) nach einem der vorausgehenden Ansprüche, wobei mindestens ein Auflagerelement (22) gegenüber der Aufstandsfläche (21) höhenverstellbar gelagert ist.
 
7. Lagervorrichtung (2) nach Anspruch 6, wobei die Aufstandsfläche (21) über eine Schraubverbindung (23) mit mindestens einem Auflagerelement (22) verbunden ist, wobei die Schraubenlängsachse der Schraubverbindung (23) im Wesentlichen orthogonal zu der Aufstandsfläche (21) zur Höhenverstellung des mindestens einen Auflagerelements (22) gegenüber der Aufstandsfläche (21) ausgebildet ist.
 
8. Lagervorrichtung (2) nach einem der vorausgehenden Ansprüche, wobei das Auflagerelement (22) mindestens einen Trennsteg (25) umfasst, wobei der mindestens eine Trennsteg (25) zwischen den mindestens zwei Auflagerflächen (221) ausgebildet ist und in Richtung der aufzulegenden Plattenelemente (3) zur Ausbildung mindestens eines Fugensteges vorsteht.
 
9. Lagervorrichtung (2) nach einem der vorausgehenden Ansprüche, wobei die haftvermittelnde Schicht (40) ein Klebstoff, bevorzugt ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Polyadditionsklebstoffen, Polykondensationsklebstoffen und Polymerisationsklebstoffen ist, insbesondere ein Polyurethan-Klebstoff, ein Methyl(meth-)acrylat-Klebstoff oder ein mineralischer Klebstoff ist.
 
10. Lagervorrichtung (2) nach einem der vorausgehenden Ansprüche, wobei die haftvermittelnde Schicht (40) aus einem mineralischen Kleber, bevorzugt aus einem abbindenden Kleber, beispielsweise aus einem zementbasierten Kleber gebildet ist.
 
11. Lagervorrichtung (2) nach einem der vorausgehenden Ansprüche, wobei die Lagervorrichtung (2) einteilig als Scheibe ausgebildet ist, wobei die Scheibenunterseite die Aufstandsfläche (21) und die Scheibenoberseite mindestens zwei Auflagereinrichtungen (22) bildet, wobei die Auflagereinrichtungen (22) in Form von Lagerflächen (221) als Flächenanteile der Scheibenoberseite gebildet sind.
 
12. Kit umfassend:

- mindestens vier Lagervorrichtungen (2) für Plattenelemente (3),

- einen Haftvermittler (4),
wobei jede Lagervorrichtung (2) eine untere Aufstandsfläche (21) zum Aufstellen der Lagervorrichtung (2) auf einer Belagsschicht (5) und mindestens zwei obere Auflagerelemente (22) umfasst; wobei jedes Auflagerelement (22) zum Lagern eines Kantenbereiches (31) und/oder eines Eckbereiches (33) eines Plattenelements (3) ausgebildet ist, wobei die Lagervorrichtung (2) bevorzugt weiterhin die Merkmale gemäß einem der Ansprüche 2 bis 11 umfasst;
wobei der Haftvermittler (4) zur Ausbildung einer haftvermittelnden Schicht (40) zwischen einem Kanten- und/oder Eckbereich (31, 33) eines Plattenelements (3) mit dem Auflagerelement (2) ausgebildet ist.


 
13. Plattenverbund umfassend:

- mindestens ein Plattenelement (3); und

- mindestens vier Lagervorrichtungen (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 11; wobei das mindestens eine Plattenelement (3) eine Plattenoberseite (34) zur Ausbildung einer Bodenbelagsschicht sowie eine der Oberseite (34) gegenüberliegende Plattenunterseite (32) umfasst, wobei mindestens ein Auflagerelement (22) jeder Lagervorrichtung (2) über eine haftvermittelnde Schicht (40) mit einem Kanten- und/oder Eckbereich (31, 33) des mindestens einen Plattenelements (3) verbunden ist.


 
14. Plattenverbund nach Anspruch 13, wobei das mindestens eine Plattenelement (3) durch eine Keramikplatte gebildet ist, wobei die Keramikplatte bevorzugt eine Plattendicke (3d) im Bereich von 10 mm bis 40 mm, besonders bevorzugt eine Dicke (3d) von 20 mm, aufweist.
 
15. Verfahren zum Verlegen eines Plattenverbunds, umfassend die Verfahrensschritte:

A) Bereitstellen mindestens eines Plattenelementes (3), eines Haftvermittlers (4) und mindestens vier Lagervorrichtungen (2) für Plattenelemente (3), umfassend eine untere Aufstandsfläche (21) zum Auflegen der Lagervorrichtung (2) auf einer Belagsschicht (5) und mindestens zwei obere Auflagerelemente (22); wobei jedes Auflagerelement (22) zum Lagern eines Kanten- oder Eckbereiches (31, 33) eines Plattenelements (3) ausgebildet ist und weiterhin bevorzugt die Merkmale gemäß einem der Ansprüche 2 bis 11 umfasst;

B) Aufstellen der mindestens vier Lagervorrichtungen (2) auf eine Belagsschicht (5), wobei die mindestens vier Lagervorrichtungen (2) unter Berücksichtigung der Abmessungen des mindestens einen Plattenelementes (3), insbesondere der Plattenlänge und Plattenbreite, auf der Belagsschicht (5) aufgestellt werden;

C) Aufbringen einer haftvermittelnden Schicht (4) auf mindestens eine Auflagereinrichtung (22) der mindestens vier Lagervorrichtungen (2); und

D) Auflegen des mindestens einen Plattenelementes (3) auf mindestens vier Auflagereinrichtungen (22) von mindestens vier Lagervorrichtungen (2).


 




Zeichnung



















Recherchenbericht









Recherchenbericht