[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Verbindung zwischen einem Rahmenprofil und
einem Pfosten-, Kämpfer- oder Sprossenprofil eines Fensters oder einer Tür, die ein
Rahmenprofil, dass eine Verstärkungskammer umfasst, in die ein Verstärkungselement,
insbesondere eine Stahlarmierung, aufgenommen ist; ein Pfosten-, Kämpfer- oder Sprossenprofil;
und einen Verbinder zur mechanischen Verbindung des Rahmenprofils mit dem Pfosten-,
Kämpfer- oder Sprossenprofilen umfasst, wobei der Verbinder eine Verbindungsplatte
mit mindestens einer Rahmenbohrung zur Befestigung der Verbindungsplatte an dem Rahmenprofil
und/oder dem Verstärkungselement und mindestens einem Einbringelement zum Einbringen
in eine Hohlkammer des Rahmenprofils umfasst.
[0002] Derartige Verbindungen zwischen einem Rahmenprofile und einem Pfosten-, Kämpfer-
oder Sprossenprofil sowie entsprechende Verbinder für diesen Zweck sind im Stand der
Technik im großen Umfang bekannt. Beispielsweise beschreibt die
DE 297 22 127 U1 einen derartigen Verbinder und eine diesen umfassende Verbindung. Dieser mechanische
Verbinder weist als Einbringelement einen Stützkörper auf, der in seiner Längsrichtung
in eine Kammer des Pfostenprofils einführbar, darin festlegbar und mittels eines Spannmittels
gegen das Rahmenprofil verspannbar ist. Die Rahmenbohrung ist dabei durch den Stützkörper
und die einstückig daran angeformte Verbindungsplatte geführt. Weitere Verbindungen
und darin eingesetzte Verbinder sind aus der
EP 3 460 161 A1, der
US 2006/248803 A1, der
DE 10 2015 112 563 A1 und der
DE 102 29 272 A1 bekannt. Gemäß der
DE 297 22 127 U1 liegt die Verbindungsplatte flächig auf dem Falzgrund des Rahmenprofils auf. Nachteilig
an der in der
DE 297 22 127 U1 beschriebenen Verbindung wird gesehen, dass durch das Verspannen des Verbinders gegen
das Rahmenprofil eine starke mechanische Einwirkung auf das aus Kunststoff gebildete
Rahmenprofil des Verbinders erfolgt, sodass es zu einer Deformation des Kunststoffprofils
kommen kann, was von außen wahrnehmbar ist und die ästhetische Ansicht der Verbindung
nachteilig erheblich beeinträchtigt.
[0003] Dementsprechend liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Verbindung
zwischen einem Rahmenprofil und einem Pfosten-, Kämpfer- oder Sprossenprofil eines
Fensters oder einer Tür zur Verfügung zu stellen, die Nachteile von Verbindungen des
Standes der Technik zumindest teilweise überwindet. Insbesondere soll eine ästhetisch
einwandfreie Außenansicht der erfindungsgemäßen Verbindung gewährleistet sein. Darüber
hinaus soll die erfindungsgemäße Verbindung kostengünstig hergestellt werden können.
[0004] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch eine Verbindung mit den Merkmalen des Anspruches
1 gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Verbindung sind in den
abhängigen Ansprüchen beschrieben.
[0005] Es hat sich überraschenderweise gezeigt, dass die Ästhetik der Außenansicht einer
solchen Verbindung nicht beeinträchtigt wird, wenn in einer Pfosten-, Kämpfer- oder
Sprossenverbindung eines Fensters oder einer Tür ein direkter Kontakt zwischen dem
darin eingesetzten Verbinder und einem in das Rahmenprofil aufgenommenen Verstärkungselement
besteht. Dadurch ist gewährleistet, dass die mechanische Einwirkung direkt in das
vorzugsweise als Stahlarmierung ausgebildete Verstärkungselement eingeleitet wird,
ohne dass es zu einer starken mechanischen Beeinträchtigung des Rahmenprofils kommt.
Dadurch kann es durch die Befestigung des Verbinders an dem Rahmenprofil kaum zu Deformationen
des Rahmenprofils kommen. Erfindungsgemäß wird dies dadurch realisiert, dass die Verbindungsplatte
an ihrer dem Einbringelement abgewandten Seite mindestens ein Abstützelement umfasst,
das sich unmittelbar auf dem Verstärkungselement abstützt.
[0006] Die vorliegende Erfindung bezieht sich damit auf eine Verbindung zwischen einem Rahmenprofile
und einem Pfosten-, Kämpfer- oder Sprossenprofil eines Fensters oder einer Tür, wobei
die Verbindung ein Rahmenprofil, das eine Verstärkungskammer umfasst, in die ein Verstärkungselement,
insbesondere eine Stahlarmierung, aufgenommen ist; ein Pfosten-, Kämpfer- oder Sprossenprofil;
und einen Verbinder zur mechanischen Verbindung des Rahmenprofils mit einem Pfosten-,
Kämpfer- oder Sprossenprofil umfasst, wobei der Verbinder eine Verbindungsplatte mit
mindestens einer Rahmenbohrung zur Befestigung der Verbindungsplatte an dem Rahmenprofil
und/oder dem Verstärkungselement und mindestens einem Einbringelement zum Einbringen
in eine Hohlkammer des Pfosten-, Kämpfer- oder Sprossenprofils umfasst, wobei sich
die Verbindung erfindungsgemäß zusätzlich dadurch auszeichnet, dass die Verbindungsplatte
an ihrer dem Einbringelement abgewandten Seite mindestens ein Abstützelement umfasst,
dass sich unmittelbar auf dem Verstärkungselement abstützt.
[0007] Wie hierin verwendet, bedeutet der Begriff "Abstützen" des Abstützelements des Verbinders
auf dem Verstärkungselement, dass mindestens eines der Abstützelemente des Verbinders,
wenn dieser mehr als ein Abstützelement umfasst, direkt mit dem Verstärkungselement
in Kontakt steht, dieses also berührt.
[0008] In Bezug auf den Verbinder kann das Einbringelement in bevorzugten Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung als Stützkörper ausgebildet sein.
[0009] Vorzugsweise umfasst die Verbindungsplatte mehr als ein Abstützelement, dass sich
unmittelbar auf dem Verstärkungselement abstützt, insbesondere zwei Abstützelemente,
drei Abstützelemente, vier Abstützelemente oder mehr. Durch mehrere Abstützelemente
wird ein Verkippen des Verbinders vor dem Verspannen mit dem Rahmenprofil und oder
dem Verbindungselement vermieden.
[0010] Es kann auch günstig sein, wenn mindestens eine der Rahmenbohrungen durch ein Abstützelement
geführt ist. Dies vereinfacht die Herstellung eines Verbinders. Vorzugsweise sind
mehr als ein Abstützelement eines Verbinders mit jeweils einer Rahmenbohrung versehen.
[0011] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist in der erfindungsgemäße
Verbindung der Verbinder ein Bauteil aus Aluminium, Edelstahl, einer Aluminium-Druckgusslegierung,
einer Zink-Druckgusslegierung, einer Aluminium-Zink-Druckgusslegierung, Acrylnitril-Styrol-Acrylester
(ASA), Polyamid (PA), Polyoxymethylen (POM) oder faserverstärkten Polymeren, insbesondere
glasfaserverstärkten Polymeren, sowie Gemischen der vorgenannten Materialien. Dabei
können insbesondere verschiedene Abschnitte oder Bereiche des Verbinders aus unterschiedlichen
Materialien hergestellt sein. Die genannten Materialien haben sich als besonders geeignet
erwiesen, wobei sich insbesondere um ein Bauteil aus eine Aluminium-Zink-Druckgusslegierung
als besonders widerstandsfähig erwiesen hat. Insbesondere ist die Verbindungsplatte
des Verbinders aus Metall, vorzugsweise aus Zink oder einer Zink-Druckgusslegierung
ausgebildet.
[0012] Es kann sich des Weiteren als vorteilhaft erweisen, wenn die Verbindungsplatte an
ihrer dem Einbringelement abgewandten Seite weiter mindestens eine von der Verbindungsplatte
wegragende Erhebung aufweist. Dadurch kann erreicht werden, dass bei Erzeugung der
Verbindung zwischen Verbinder und Rahmenprofil die Erhebungen in das Rahmenprofil
gedrückt werden und dadurch zusätzlich zur Flächenverbindung zwischen Verbinder und
Rahmenprofil eine formschlüssige Verbindung erzielt wird. Dabei kann es von besonderem
Vorteil sein, wenn die Erhebung kegelförmig aus dem Stützkörper herausragt. Durch
die Kegelform der Erhebung wird das Eindringen der Erhebung in das Rahmenprofil gefördert.
Diesbezüglich kann es sich als besonders günstig erweisen, wenn der Werkstoff der
Verbindungsplatte an der dem Rahmenprofil zugewandten Seite, aus einem härteren Werkstoff
besteht als der Werkstoff des Rahmenprofils. Dadurch wird das Eindringen der Erhebungen
in das Rahmenprofil und damit der Formschluss zwischen Verbinder und Rahmenprofil
weiter gefördert.
[0013] In bevorzugten Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Verbindung sind das Rahmenprofil
und/oder das Pfosten-, Kämpfer oder Sprossenprofil als Kunststoff-Hohlprofilkammerprofil
ausgebildet. Bei derartigen Kunststoff-Hohlprofilkammerprofil macht sich die Deformation
durch die mechanische Einwirkung auf das Rahmenprofil besonders stark bemerkbar, sodass
die vorliegende Erfindung für derartige Kunststoff-Hohlprofilkammerprofile von besonderer
Bedeutung ist.
[0014] Darüber hinaus kann es hilfreich sein, wenn mindestens eine der Rahmenbohrungen zur
Befestigung der Verbindungsplatte durch das Einbringelement geführt ist. Dadurch lässt
sich die erfindungsgemäße Verbindung besonders einfach erzeugen. Dazu kann es besonders
vorteilhaft sein, wenn das Einbringelement als Stützkörper ausgebildet ist und durch
das als stützkörperausgebildete Einbringelement genau eine Rahmenbohrung geführt ist.
[0015] Es kann auch von Nutzen sein, wenn der Verbinder mindestens ein Anlageelement zur
Anlage an einer Wand des Pfosten-, Kämpfer- oder Sprossenprofils umfasst. Ein derartiges
Anlageelement an dem in den Rahmen einzusetzenden Profil erhöht die Stabilität erfindungsgemäßen
Verbindung. Insbesondere kann es dazu dienen, mittels Spannelementen, insbesondere
Spannschrauben, den Verbinder in der erfindungsgemäßen Verbindung mit dem Pfosten-,
Kämpfer- oder Sprossenprofil zu verspannen. Vorzugsweise umfasst der Verbinder zwei
derartige Anlageelemente, die vorzugsweise an einander abgewandten Seiten des Pfosten-,
Kämpfer- oder Sprossenprofils anliegen. Dabei kann es von Vorteil sein, wenn das mindestens
eine Anlageelement des Verbinders mindestens eine Erhöhung, umfasst, die jeweils in
eine entsprechende Ausnehmung, insbesondere eine Bohrung, des Pfosten-, Kämpfer- oder
Sprossenprofil eingreift. Auf diese Weise wird das Pfosten-, Kämpfer- oder Sprossenprofil
bei der Erzeugung der erfindungsgemäßen Verbindung leicht in seine richtige Position
am Rahmenprofil geführt.
[0016] Es kann hilfreich sein, wenn die Verbindungsplatte des Verbinders an ihrer dem Einbringeelement
abgewandten Seite ein Dichtungselement umfasst. Dieses Dichtungselement kann vorzugsweise
als aufgeklebtes Dichtkissen, insbesondere aus EPDM-Zellkautschuk oder PE, ausgebildet
sein. Alternativ kann auch ein umspritztes TPE zur Abdichtung eingesetzt werden.
[0017] Es kann auch günstig sein, wenn die Verbindung weiter Spannelemente, insbesondere
Schrauben, zur Verbindung des Rahmenprofils sowie des Pfosten-, Kämpfer- oder Sprossenprofils
mit dem Verbinder umfasst. Derartige Spannelemente dienen zur endgültigen Fixierung
der erfindungsgemäßen Verbindung.
[0018] Die in Bezug auf die erfindungsgemäße Verbindung erläuterten Merkmale und Vorteile
gelten auch für den Verbinder entsprechend.
[0019] Bevorzugt handelt es sich bei dem Rahmenprofil um ein mehrere Hohlkammern umfassendes
Hohlkammerprofil, insbesondere um ein mehrere Hohlkammern umfassendes Kunststoff-Hohlprofilkammerprofil
und damit bei einem Fenster um ein Kunststofffenster und bei eine Tür um eine Kunststofftür.
[0020] Die erfindungsgemäße Verbindung, der Verbinder sowie einzelne Teile davon können
auch zeilenweise oder schichtweise unter Verwendung eines zeilenaufbauenden oder schichtaufbauenden
Fertigungsverfahrens (z. B. 3D-Druck) hergestellt werden, bevorzugt ist jedoch die
Herstellung des Verbinders mittels Spritzguss und der an der erfindungsgemäßen Verbindung
weiter beteiligten Profile mittels Extrusion.
[0021] Im Folgenden soll die vorliegende Erfindung unter Bezugnahme auf die in den Figuren
dargestellten Ausführungsformen im Detail erläutert werden. Anhand der Figuren wird
die vorliegende Erfindung in Bezug auf eine erfindungsgemäße Pfostenverbindung eines
Fensters detailliert erläutert. Es versteht sich jedoch, dass die diesbezüglichen
Ausführungen auch in Bezug auf eine erfindungsgemäße Kämpfer- oder Sprossenverbindung
oder auf eine Tür entsprechend Anwendung finden. Dabei zeigen
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eine Ausführungsform eines Verbinders zur Verwendung
in der vorliegenden Erfindung;
Fig. 2 eine perspektivische Ansicht des mit einem Rahmenprofil verbundenen Verbinders
gemäß der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform;
Fig. 3 eine Querschnittsansicht einer erfindungsgemäßen Verbindung, die den in Fig.
1 und Fig.2 dargestellten Verbinder umfasst;
Fig. 4 eine perspektivische Ansicht eine weitere Ausführungsform des Verbinders zur
Verwendung in der vorliegenden Erfindung; und
Fig. 5 eine Querschnittsansicht einer erfindungsgemäßen Verbindung, die den in Fig.
4 dargestellten Verbinder umfasst.
[0022] In Fig. 1 ist eine Ausführungsform eines Verbinders 1 zur Verwendung in der vorliegenden
Erfindung in einer perspektivischen Ansicht in einer Blickrichtung von schräg unten
dargestellt. Darin umfasst der Verbinder 1 eine Verbindungsplatte 10, in die Rahmenbohrungen
12, 12', 12", 12‴ zur Befestigung der Verbindungsplatte 10 an einem Rahmenprofil 20
(Fig. 2) eingebracht sind. Mit dieser Verbindungsplatte 10 einstückig verbunden ist
ein Einbringelement 14. Das Einbringelement 14 ist in der in Fig. 1 dargestellten
Ausführungsform des Verbinders 1 als Stützkörper ausgebildet. Das Einbringelement
14 wird in eine Hohlkammer, vorzugsweise in die Verstärkungskammer, eines Pfosten-,
Kämpfer- oder Sprossenprofils 30 (Fig. 3) eingeführt und trägt so zur Stabilität einer
erfindungsgemäßen Verbindung 40 bei. Darüber hinaus weist der Verbinder 2 im Bereich
seines Einbringelements 14 eine Ausnehmung 16 auf, durch die die Geometrie des Verbinders
1 an den Querschnitt des Rahmenprofils 20, insbesondere an dessen Außenüberschlag
22, angepasst wird (Fig. 2). An ihrer dem Einbringelement 14 abgewandten Seite umfasst
die Verbindungsplatte 10 zwei Abstützelemente 18, 18', mit denen sich der Verbinder
1 in einer erfindungsgemäßen Verbindung 40 unmittelbaren auf einem Verstärkungselement
24 abstützt, das in eine Verstärkungskammer 22 des Rahmenprofils 20 aufgenommen ist
(Fig. 2 und Fig. 3). In der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform ist der Verbinder
1 als Gussbauteil aus einer Aluminium-Zink-Druckgusslegierung ausgebildet.
[0023] In alternativen Ausführungsformen kann die Verbindungsplatte 10 des Verbinders 1
an ihrer dem Einbringelement 14 abgewandten Seite weiter mindestens eine von der Verbindungsplatte
10 wegragende Erhebung aufweisen. Dadurch kann erreicht werden, dass bei Erzeugung
der Verbindung 40 zwischen Verbinder 1 und Rahmenprofil 20 die Erhebungen in das Rahmenprofil
20 gedrückt werden und dadurch zusätzlich zur Flächenverbindung zwischen Verbinder
1 und Rahmenprofil 20 eine formschlüssige Verbindung erzielt wird. Die Erhebungen
sind dabei weniger hoch ausgebildet als die Abstützelemente 18, 18'. Zusätzlich oder
alternativ dazu kann der Verbinder 1 kann dieser mindestens ein Anlageelement zur
Anlage an einer Außenwand des Pfosten-, Kämpfer- oder Sprossenprofils 30 umfassen.
Vorzugsweise umfasst der Verbinder 1 zwei derartige Anlageelemente, die vorzugsweise
an einander gegenüberliegenden Seiten des Pfosten-, Kämpfer- oder Sprossenprofils
30 anliegen. Ebenso kann zwischen der Verbindungsplatte 10 und dem Rahmenprofil 20
ein Dichtungselement, beispielsweise aus EPDM-Zellkautschuk oder PE, angeordnet sein.
[0024] Zur Herstellung einer erfindungsgemäßen Verbindung 40 wird der Verbinder 1 an der
geeigneten Position auf das Rahmenprofil 20 aufgesetzt. Gemäß der in Fig. 2 dargestellten
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, gemäß der der in Fig. 1 dargestellte Verbinder
1 mit dem Rahmenprofil 20 verbunden ist, ist das Rahmenprofils 20 als Kunststoff-Hohlkammerprofil
eines Blendrahmens für ein Fenster ausgebildet. Das Rahmenprofil 20 ist als aus einer
Vielzahl von Hohlkammern aufgebaut, die von Stegen des Rahmenprofils 20 umgeben sind.
Zentral weist das Rahmenprofils 20 eine Verstärkungskammer 22 auf, in die ein als
Stahlarmierung ausgebildetes Verstärkungselement 24 aufgenommen ist. Zur endgültigen
Befestigung des Verbinders 1 an dem Rahmenprofil sind als Befestigungsschrauben ausgebildete
Spannelemente 25, 25', 25" durch die Rahmenbohrungen 12, 12', 12", 12‴ geführt. Die
Spannelemente 25, 25', 25" durchdringen dabei eine Profilwand 26 des Rahmenprofils
20 und das Verstärkungselement 24. Die Abstützelemente 18, 18' sind durch entsprechende
Bohrungen in der Profilwand 26 des Rahmenprofils 20 geführt und stehen direkt auf
dem Verstärkungselement 24 auf. Damit stützen die Abstützelemente 18, 18' den Verbinder
1 unmittelbar auf dem Verstärkungselement 24 ab, sodass der Hauptteil der durch das
Festziehen der Spannelemente 25, 25', 25" auf das Rahmenprofils 20 ausgeübten Kraft
direkt auf das Verstärkungselement 24 und nur ein sehr geringer Teil auf das Rahmenprofils
20 übertragen wird. Dadurch tritt keine von außen wahrnehmbare Verformung des Rahmenprofils
2 auf, sodass es zu keinerlei ästhetischer Beeinträchtigung der Außenansicht der erfindungsgemäßen
Verbindung 40 kommt. Ein Außenüberschlag 28 des Rahmenprofils 20 ist in der Ausnehmung
16 des Verbinders 1 aufgenommen.
[0025] In Fig. 3 ist die vollständige erfindungsgemäße Verbindung 40 dargestellt. In der
erfindungsgemäßen Verbindung 40 ist das Eindringelement 14 des Verbinders in eine
Hohlkammer eines Pfosten-, Kämpfer oder Sprossenprofils 30 aufgenommen. In der in
Fig. 3 dargestellten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Verbindung 40 ist eine
Pfostenverbindung gezeigt. Das Pfostenprofil 30 ist in der erfindungsgemäßen Verbindung
40 der Kontur des Rahmenprofils 20 angepasst. Das Pfostenprofil 30 wird über ein weiteres
als Befestigungsschraube aus gebildetes Befestigungsmittel 27 mit dem Eindringelement
14 des Verbinders 1 endgültig verbunden.
[0026] Im Folgenden wird die vorliegende Erfindung unter Bezugnahme auf eine weitere Ausführungsform
erläutert, die in Fig. 4 und Fig. 5 dargestellt ist. Um Wiederholungen zu vermeiden,
wird hierin lediglich auf die Unterschiede zwischen den verschiedenen Ausführungsformen
eingegangen. Ansonsten gelten die Ausführungen in Bezug auf die Ausführungsform gemäß
Fig. 1 bis Fig. 3 entsprechend. Identische Bezugszeichen stehen für gleiche Elemente.
[0027] In Fig. 4 ist eine weitere Ausführungsform des Verbinders 1 zur Verwendung in der
vorliegenden Erfindung in einer perspektivischen Ansicht dargestellt. Auch gemäß dieser
Ausführungsform umfasst der Verbinder 1 die Verbindungsplatte 10, in die Rahmenbohrungen
12, 12', 12', 12‴ zur Befestigung der Verbindungsplatte 10 an einem Rahmenprofil 20
(Fig. 5) eingebracht sind. Mit dieser Verbindungsplatte 10 ist wiederum ein als Stützkörper
ausgebildetes Einbringelement 14 einstückig verbunden. Das Einbringelement 14 kann
ebenfalls in eine Hohlkammer, vorzugsweise in die Armierungskammer, eines Pfosten-,
Kämpfer- oder Sprossenprofils 30 eingeführt werden und so zur Stabilität einer erfindungsgemäßen
Verbindung 40 beitragen. Das Einbringelement 14 entspricht dem Einbringelement 14
des in Fig. 1 dargestellten Verbinders 1.
[0028] Im Gegensatz zu dem in Fig. 1 dargestellten Verbinder 1 umfasst die Verbindungsplatte
10 vier Abstützelemente 18, 18', 18", 18‴, nämlich zwei lange Abstützelemente 18',
18" und zwei kurze Abstützelemente 18, 18‴, die an die Verbindungsplatte 10 angeformt
sind. Die Rahmenbohrungen 12, 12', 12', 12‴ verlaufen dabei durch die Abstützelemente
18, 18', 18", 18‴.
[0029] Die Herstellung einer erfindungsgemäßen Verbindung 40 erfolgt entsprechend der in
Bezug auf die Ausführungsform gemäß den Fig. 1 bis Fig. 3 beschriebenen Vorgehensweise.
Die Abstützelemente 18, 18', 18", 18‴ stehen in der erfindungsgemäßen Verbindung 40
wiederum direkt auf dem Verstärkungselement 24 auf, das in die Verstärkungskammer
22 des Rahmenprofils 20 aufgenommen ist. Wie aus Fig. 5, die eine Querschnittsansicht
einer erfindungsgemäßen Verbindung 40 mit dem Verbinder 1 gemäß Fig. 4 zeigt, zu erkennen
ist, ist das Verstärkungselement 24 stufenförmig ausgebildet. Dabei stehen die langen
Abstützelemente 18', 18" direkt auf der in der Einbausituation gemäß Fig. 4 unteren
Stufe des Verstärkungselements 24 auf, während die beiden kurzen Abstützelemente 18,
18‴ unmittelbar auf der in der Einbausituation gemäß Fig. 4 oberen Stufe des Verstärkungselements
24 aufstehen. Die wiederum als Befestigungsschrauben ausgebildeten Spannelemente 25,
25' verlaufen dabei durch die Abstützelemente 18, 18', 18", 18‴ und dringen in das
Verstärkungselement 24 ein, wobei die Abstützelemente 18, 18', 18", 18‴ wiederum durch
entsprechende Ausnehmungen in der Profilwand 26 des Rahmenprofils 20 geführt sind.
Auch in der erfindungsgemäßen Verbindung 40 gemäß Fig. 5 stützen die Abstützelemente
18, 18', 18", 18‴ den Verbinder 1 unmittelbar auf dem Verstärkungselement 24 ab, sodass
der Hauptteil der durch das Festziehen der Spannelemente 25, 25" ausgeübten Kraft
auf das Verstärkungselement 24 und nur ein sehr geringer Teil auf das Rahmenprofils
20 übertragen wird. Dadurch tritt keine von außen wahrnehmbare Verformung des Rahmenprofils
2 auf, sodass es zu keinerlei ästhetischer Beeinträchtigung der Außenansicht der erfindungsgemäßen
Verbindung 40 kommt.
[0030] Die vorliegende Erfindung wurde exemplarisch unter Bezugnahme auf die in den Figuren
dargestellten Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung im Detail beschrieben.
Es versteht sich, dass die vorliegende Erfindung nicht auf die in den Figuren dargestellte
Ausführungsformen beschränkt ist, sondern sich der Umfang der vorliegenden Erfindung
aus den beigefügten Ansprüchen ergibt.
1. Verbindung (40) zwischen einem Rahmenprofil (20) und einem Pfosten-, Kämpfer- oder
Sprossenprofil (30) eines Fensters oder einer Tür, umfassend:
- ein Rahmenprofil (20), das eine Verstärkungskammer (22) umfasst, in die ein Verstärkungselement
(24), insbesondere eine Stahlarmierung, aufgenommen ist;
- ein Pfosten-, Kämpfer oder Sprossenprofil (30); und
- einen Verbinder (1) zur mechanischen Verbindung des Rahmenprofils (20) mit dem Pfosten-,
Kämpfer- oder Sprossenprofil (30), wobei der Verbinder (1) eine Verbindungsplatte
(10) mit mindestens einer Rahmenbohrung (12, 12') zur Befestigung der Verbindungsplatte
(10) an dem Rahmenprofil (20) und/oder dem Verstärkungselement (24) und mindestens
einem Einbringelement (14) zum Einbringen in eine Hohlkammer des Pfosten-, Kämpfer
oder Sprossenprofils (30)umfasst,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Verbindungsplatte (10) an ihrer dem Einbringelement (14) abgewandten Seite mindestens
ein Abstützelement (18, 18', 18", 18‴) umfasst, das sich unmittelbar auf dem Verstärkungselement
(24) abstützt.
2. Verbindung (40) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Rahmenbohrung (12, 12', 12", 12‴) durch ein Abstützelement (24) geführt
ist.
3. Verbindung (40) gemäß Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbinder ein Bauteil aus Aluminium, Edelstahl, einer Aluminium-Druckgusslegierung,
einer Zink-Druckgusslegierung, einer Aluminium-Zink-Druckgusslegierung, Acrylnitril-Styrol-Acrylester
(ASA), Polyamid (PA), Polyoxymethylen (POM) oder faserverstärkten Polymeren, insbesondere
glasfaserverstärkten Polymeren, sowie Gemischen der vorgenannten Materialien hergestellt
ist.
4. Verbindung (40) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsplatte (10) an ihrer dem Einbringelement (14) abgewandten Seite weiter
mindestens eine von der Verbindungsplatte (10) wegragende Erhebung aufweist.
5. Verbindung (40) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Rahmenprofils (20) und/oder das Pfosten-, Kämpfer oder Sprossenprofil (30) als
Kunststoff-Hohlprofilkammerprofil ausgebildet sind/ist.
6. Verbindung (40) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine der Rahmenbohrungen (12, 12') zur Befestigung der Verbindungsplatte
durch das Einbringelement (14) geführt ist.
1. A connection (40) between a frame profile (20) and a mullion, transom or muntin profile
(30) of a window or door, comprising:
- a frame profile (20), which comprises a reinforcing chamber (22) in which a reinforcing
element (24), particularly a steel reinforcement, is received;
- a mullion, transom or muntin profile (30); and
- a connector (1) for mechanically connecting the frame profile (20) to the mullion,
transom or muntin profile (30), wherein the connector (1) comprises a connecting plate
(10) having at least one frame bore (12, 12') for fastening the connecting plate (10)
to the frame profile (20) and/or to the reinforcing element (24) and at least one
insertion element (14) for inserting into a hollow chamber of the mullion, transom
or muntin profile (30),
characterised in that
the connecting plate (10) comprises, on the side thereof facing away from the insertion
element (14), at least one support element (18, 18', 18", 18‴), which is supported
directly on the reinforcing element (24).
2. The connection (40) according to claim 1, characterised in that at least one frame bore (12, 12', 12", 12‴) is routed through a support element (24).
3. The connection (40) according to claim 1 or claim 2, characterised in that the connector is a component manufactured from aluminium, stainless steel, an aluminium
die-casting alloy, a zinc die-casting alloy, an aluminium-zinc die-casting alloy,
acrylonitrile-styrene-acrylate (ASA), polyamide (PA), polyoxymethylene (POM) or fibre-reinforced
polymers, particularly glass-fibre-reinforced polymers, and mixtures of the abovementioned
materials.
4. The connection (40) according to one of claims 1 to 3, characterised in that the connecting plate (10), on the side thereof facing away from the insertion element
(14), additionally has at least one elevation projecting away from the connecting
plate (10).
5. The connection (40) according to one of claims 1 to 4, characterised in that the frame profile (20) and/or the mullion, transom or muntin profile (30) are/is
formed as a plastic hollow profile chamber profile.
6. The connection (40) according to one of claims 1 to 5, characterised in that at least one of the frame bores (12, 12') for fastening the connecting plate is routed
through the insertion element (14).
1. Connexion (40) entre un profilé de cadre (20) et un profilé de montant, de traverse
ou de meneau (30) d'une fenêtre ou d'une porte, comprenant :
- un profilé de cadre (20) comprenant une chambre de renforcement (22) dans laquelle
est reçu un élément de renforcement (24), notamment une armature en acier ;
- un profilé de montant, de traverse ou de meneau (30) ; et
- un connecteur (1) pour connecter mécaniquement le profilé de cadre (20) au profilé
de montant, de traverse ou de meneau (30), le connecteur (1) comprenant une plaque
de connexion (10) avec au moins un trou de cadre (12, 12') pour fixer la plaque de
connexion (10) au profilé de cadre (20) et/ou à l'élément de renforcement (24) et
au moins un élément d'insertion (14) pour l'insertion dans une cavité du profilé de
montant, de traverse ou de meneau (30),
caractérisée en ce que
la plaque de connexion (10) comprend, sur son côté détourné de l'élément d'insertion
(14), au moins un élément d'appui (18, 18', 18", 18‴) qui s'appuie directement sur
l'élément de renforcement (24).
2. Connexion (40) selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'au moins un trou de cadre (12, 12', 12", 12‴) est guidé par un élément d'appui (24).
3. Connexion (40) selon la revendication 1 ou la revendication 2, caractérisée en ce que le connecteur est un composant fabriqué en aluminium, en acier inoxydable, en alliage
d'aluminium coulé sous pression, en alliage de zinc coulé sous pression, en alliage
d'aluminium et de zinc coulé sous pression, en acrylonitrile-styrène-ester acrylique
(ASA), en polyamide (PA), en polyoxyméthylène (POM) ou en polymères renforcés par
des fibres, notamment en polymères renforcés par des fibres de verre, ainsi qu'en
mélanges des matériaux précités.
4. Connexion (40) selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que la plaque de connexion (10) présente en outre, sur son côté détourné de l'élément
d'insertion (14), au moins une élévation s'écartant de la plaque de connexion (10).
5. Connexion (40) selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que le profilé de cadre (20) et/ou le profilé de montant, de traverse ou de meneau (30)
est/sont réalisés sous forme de profilé creux en matière plastique.
6. Connexion (40) selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisée en ce qu'au moins l'un des trous de cadre (12, 12') pour la fixation de la plaque de connexion
est guidé par l'élément d'insertion (14).