[0001] Ein Aspekt der Erfindung betrifft einen Innenbehälter für ein Haushaltskältegerät.
Der Innenbehälter weist Wände auf, die einen Aufnahmeraum für Lebensmittel begrenzen.
Der Aufnahmeraum für Lebensmittel wird somit definiert und bestimmungsgemäß durch
den Innenbehälter gebildet und bereitgestellt. Zumindest eine der Wände, die den Aufnahmeraum
begrenzen, weist einen Rand auf. An diesen Rand schließt ein erster Wandbereich dieser
Wand direkt an. Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft ein Haushaltskältegerät
mit einem Innenbehälter. Ein nochmals weiterer Aspekt der Erfindung betrifft ein Verfahren
zum Herstellen eines Innenbehälters.
[0002] Bei Haushaltskältegeräten ist es bekannt, dass die Ausgestaltung eines Aufnahmeraums
durch einen Innenbehälter begrenzt ist. Ein derartiger Innenbehälter ist üblicherweise
aus Kunststoff ausgebildet. Der Innenbehälter kann beispielsweise durch Thermoformen
oder durch Spritzgießen hergestellt werden. Üblicherweise ist ein derartiger, einstückig
ausgebildeter Innenbehälter in einem Außengehäuse des Haushaltskältegeräts angeordnet.
Zwischen diesem Innenbehälter und dem dazu separaten Außengehäuse ist ein Zwischenraum
ausgebildet. Dieser ist üblicherweise mit thermisch isolierendem Material gefüllt.
[0003] Da im Aufnahmeraum bei modernen Haushaltskältegeräten auch anderweitige Komponenten
angeordnet und verbaut sind, müssen diese auch an den Wänden des Innenbehälters angeordnet
werden. Beispielsweise können hier Komponenten, wie eine Kamera oder eine Lagerung
für einen Fachboden oder eine Lagerung für ein Schienenauszugssystem, an dem beispielsweise
eine separate Schale ausziehbar gelagert ist, genannt werden. Da die Wände des Innenbehälters
sehr dünn gestaltet werden sollen, ist es auch vorgesehen, dass in diesem oben genannten
Zwischenraum separate Hinterlegteile angeordnet werden, die als mechanische Kopplungselemente
dienen, um daran dann die oben genannten Komponenten mechanisch befestigen zu können.
Daher ist es bekannt, dass in Wänden eines Innenbehälters auch Aussparungen, insbesondere
auch umrandete Löcher gebildet werden, durch welche sich die Komponente dann hindurch
erstreckt und mit dem dahinterliegenden Hinterlegteil verbunden wird. Diese Löcher
weisen den oben genannten Rand auf. Durch diesen Rand werden diese Löcher begrenzt.
[0004] Durch die oben erläuterten Herstellungsverfahren eines derartigen Innenbehälters,
insbesondere beim Thermoformen, werden Wände des Innenbehälters gebildet, die unterschiedliche
Wanddicken aufweisen. Durch nicht beeinflussbare Prozessparameter, wie beispielsweise
die Umgebungstemperatur, und das Schwanken der Parameter an der Thermoformanlage können
die Wanddicken bei ansonsten gleichen Behältern an der identischen Position ebenfalls
unterschiedlich ausfallen. An Schnittstellen zu anderen Bauteilen ist die Wanddicke
jedoch sehr wichtig, da durch zu hohe oder zu niedrige Wanddicken Probleme bei der
Montage oder der Schaumdichtigkeit auftreten können. Dies insbesondere dann, wenn
als thermisch isolierendes Material ein Isolationsschaum in diesen Zwischenraum eingebracht
wird und dann aufgrund von gegebenenfalls Leckagen an dem Randbereich und dem montierten
Hinterlegteil ein Schaum durch diese Schnittstelle in den Aufnahmeraum treten kann.
[0005] Beispielsweise können derartige Bereiche der Wände, die Ränder aufweisen, durch Stanzungen
gebildet werden. An diesen Rändern beziehungsweise Löchern können dann die dazu separaten
Hinterlegteile montiert werden. Bekannt ist es, dass derartige Hinterlegteile über
einen flexiblen Dichtschirm beziehungsweise einen Dichtflansch verfügen können, welcher
während der Montage so verformt wird, dass er das Hinterlegteil gegen die Außenseite
der Wand des Innenbehälters abdichtet. Ist jedoch die Wanddicke dieser Wand in so
einem Bereich zu hoch oder schwankt zu stark, lässt sich dieses Hinterlegteil nur
schwer montieren, da sehr hohe mechanische Kräfte benötigt werden, um die notwendige
Verformung des Dichtschirms zu erreichen. Ist andererseits die Wanddicke zu niedrig
oder ebenfalls schwankend, ist die Klemmwirkung zwischen dem Dichtschirm und der Wand
des Innenbehälters zu niedrig. Dadurch kann es zu den Schaumleckagen kommen, wie es
bereits oben erläutert wurde. Ein weiterer Bereich, bei dem die Wanddicke am Behälter
besonders entscheidend ist, ist derjenige Rand beziehungsweise der Randbereich, welcher
die Schnittstelle zum Außengehäuse bildet. Auch hier werden bei zu dicken Wandstärken
und/oder zu starken Schwankungen der Wanddicke die Montagekräfte sehr hoch. Andererseits
wird bei zu niedrigen Wanddicken oder zu starken Schwankungen in dieser Wanddicke
die Klemmung zwischen dem Außengehäuse und dem Innenbehälter nicht mehr sicher erreicht.
Die Komponenten können voneinander abfallen und/oder die Schaumdichtheit ist an dieser
Schnittstelle nicht mehr hinreichend gegeben.
[0006] Bei herkömmlichen Ausgestaltungen wird versucht, dieser Problematik durch spezifische
Hinterlegteile zu begegnen. Beispielsweise werden dabei spezifische Geometrien und
Ausgestaltungen dieser genannten Dichtschirme des Hinterlegteils konstruiert. Dadurch
soll eine möglichst große Bandbreite an unterschiedlichen Wandstärken der Wand des
Behälters abgedeckt werden. Darüber hinaus ist auch bekannt, dass ein derartiger Dichtschirm
beziehungsweise ein derartiger Dichtflansch aus einem sehr flexiblen Material, beispielsweise
TPE (thermoplastischer Elastomer), hergestellt wird, um dadurch eine größere Flexibilität
zum Anlegen an unterschiedliche Wanddicken abdecken zu können. Eine Abdichtung und
Fixierung erfolgt aber auch des Öfteren durch die Verwendung von Klebebändern oder
anderen Abdichtmaßnahmen, welche aber mit zusätzlichen Kosten einerseits und Montageaufwand
andererseits verbunden sind.
[0007] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Innenbehälter, ein Haushaltskältegerät
und ein Verfahren zu schaffen, bei welchem die Ausgestaltung einer Wanddicke in einem
derartigen Randbereich verbessert ist. Insbesondere soll dies im Hinblick darauf erreicht
werden, dass die direkte Anlage daran einer dazu separaten Komponente, wie beispielsweise
einem Hinterlegteil, verbessert ist.
[0008] Ein Aspekt der Erfindung betrifft einen Innenbehälter für ein Haushaltskältegerät.
Dieser Innenbehälter weist Wände auf. Diese Wände begrenzen einen Aufnahmeraum für
Lebensmittel dieses Innenbehälters. Der Aufnahmeraum wird somit durch den Innenbehälter
bereitgestellt. Zumindest eine dieser Wände weist einen Rand auf. Dieser Rand ist
diesbezüglich freiliegend. Er stellt somit einen Begrenzungsrand dar. An diesen Rand
schließt ein erster Wandbereich dieser Wand direkt an. Somit begrenzt dieser erste
Wandbereich das Loch beziehungsweise denjenigen Luftraum, der an den Rand direkt anschließt.
[0009] Der in der Wand lokale, erste Wandbereich ist in seiner Größe und Geometrie definiert
erzeugt und definiert begrenzt. Er ist ein definiert nachbehandelter Wandbereich.
Dies bedeutet, dass er gezielt und bewusst nachfolgend auf das grundsätzliche Formen
des Innenbehälters - also die Herstellung der grundsätzlichen Geometrie eines Behälters
- gebildet ist.
[0010] Diese betrachtete Wand des Innenbehälters weist zumindest auch einen zweiten Wandbereich
auf, der an den ersten Wandbereich anschließt, insbesondere direkt anschließt. Der
erste Wandbereich weist eine erste Wanddicke aufweist. Der zweite Wandbereich weist
eine zur ersten Wanddicke größere zweite Wanddicke aufweist.
[0011] Der zweite Wandbereich ist insbesondere beabstandet zum Rand ausgebildet. Dies ist
insbesondere dort der Fall, wo der erste Wandbereich ausgebildet ist. Der erste Wandbereich
ist in seiner Größe definiert erzeugt. Er ist konturenscharf gebildet. Er kann somit
von einem Betrachter eindeutig in seinen Ausmaßen erkannt werden.
[0012] Durch eine derartige Ausgestaltung wird bewusst und bestimmungsgemäß dieser in seiner
Größe definiert erzeugte erste Wandbereich gebildet. Er reicht diesbezüglich bis zu
dem Rand. Insbesondere ist dieser erste Wandbereich als Anlage-Wandbereich für eine
zum Innenbehälter separate Komponente gebildet. Dies bedeutet, dass dieser Anlage-Wandbereich
bestimmungsgemäß dazu ausgebildet wird, dass in fertiggestelltem Zustand des Haushaltskältegeräts
eine weitere Komponente, die zum Innenbehälter separat ist, direkt an dieser Anlagefläche
des ersten Wandbereichs anliegen soll. Durch diesen wanddickenreduzierten ersten Wandbereich
ist die Möglichkeit geschaffen, diese zusätzliche Komponente verbessert direkt an
dem ersten Wandbereich anbringen zu können. Insbesondere können dadurch die eingangs
erläuterten Nachteile zumindest deutlich reduziert werden. Beispielsweise kann somit
in dem Zusammenhang ein Hinterlegteil verbessert an diesen ersten Wandbereich positioniert
werden. Insbesondere kann somit eine gleichmäßigere und sicherere dichtende Anordnung
dieses Hinterlegteils an diesen ersten Wandbereich erreicht werden. Durch diesen definiert
erzeugten ersten Wandbereich mit der im Vergleich zum zweiten Wandbereich reduzierten
Wanddicke lässt sich diese erste Wanddicke sehr genau erzeugen. Unerwünschte große
oder kleine Wanddicken oder unerwünschte starke Wanddickenschwankungen in diesem ersten
Wandbereich können somit vermieden werden.
[0013] Der erste Wandbereich und der zweite Wandbereich sind nachträglich erzeugte Wandbereiche.
Dies bedeutet, dass die Wand über ihre gesamte Größe zunächst mit einer Basiswanddicke
bereitgestellt ist. Die Wand weist dann über ihre gesamte Größe einen Basiswandbereich
auf. In diesem Basiswandbereich werden dann diese beiden lokalen Wandbereiche erzeugt.
Insbesondere ist der erste Wandbereich ein derartiger, der durch Wanddickenreduzierung
aus dem Basiswandbereich erzeugt ist. Der Basiswandbereich kann insbesondere als dritten
Wandbereich bezeichnet werden, wenn im fertiggestellten Zustand der Wand der erste
und er zweite Wandbereich vorhanden sind. erzeugt ist. Der erste Wandbereich ist somit
ein derartiger, der insbesondere nur durch einen zusätzlichen Wanddickenerzeugungsschritt
beim Herstellen generiert wird und nicht bereits automatisch bei dem gleichen Verfahrensschritt,
bei der auch der Basiswandbereich erzeugt wird, miterzeugt wird. Diesbezüglich ist
somit gegenüber dem Erzeugen des Basiswandbereichs bei dem ersten Wandbereich ein
darüber hinausgehender zusätzlicher Verfahrensschritt erforderlich. Dieser zusätzliche
Verfahrensschritt wird bei der Erzeugung des Basiswandbereichs nicht durchgeführt.
[0014] Insbesondere ist die erste Wanddicke des ersten Wandbereichs um einen Wert größer
oder gleich 0,3 mm kleiner, als die Basiswanddicke und/oder die zweite Wanddicke.
[0015] In einem Ausführungsbeispiel ist zwischen dem ersten Wandbereich und dem zweiten
Wandbereich ein diskreter Wanddickenübergang ausgebildet. Dieser bildet die definiert
erzeugte Begrenzung des ersten Wandbereichs. Damit ist auch eindeutig die Schnittstelle
zwischen den beiden Wandbereichen zu erkennen. Diese gewollt und bewusst erzeugte
Begrenzung ist eine sichtbare Kontur.
[0016] In einem Ausführungsbeispiel ist der erste Wandbereich ein gepresster Wandbereich.
Er ist durch Zusammenpressen des Materials definiert mit der ersten Wanddicke gebildet.
Der erste Wandbereich ist somit in einem Ausführungsbeispiel zunächst als dickerer
Wandbereich, insbesondere als Basiswandbereich, bereitgestellt und wird dann nachträglich
durch definiertes Einwirken zum ersten Wandbereich mit diesbezüglich reduzierter erster
Wanddicke.
[0017] In einem Ausführungsbeispiel ist der gepresste Wandbereich durch dieses Zusammenpressen
mit einer Dickenhomogenität der ersten Wanddicke erzeugt.
[0018] Insbesondere ist diese Dickenhomogenität größer, als die Dickenhomogenität in dem
zweiten Wandbereich. Diese Dickenhomogenität ist in einem Ausführungsbeispiel zusätzlich
oder anstatt dazu auch größer als die Dickenhomogenität in einem weiteren, dritten
Wandbereich, insbesondere des Basiswandbereichs, dieser zu betrachtenden Wand des
Innenbehälters. Die Dickenhomogenität bezeichnet eine Schwankung der Wanddicke in
dem jeweiligen Wandbereich.
[0019] Nicht nur diesbezüglich wird die betrachtete Wand des Innenbehälters als eine der
möglichen Wände angesehen. Eine derartige Wand kann somit beispielsweise eine linksseitige
vertikale Seitenwand oder eine rechtsseitige vertikale Seitenwand sein. Ebenso kann
eine derartige Wand auch beispielsweise eine Rückwand des Innenbehälters sein. Möglich
ist auch, dass diese Wand eine Bodenwand oder eine Deckenwand des Innenbehälters ist.
[0020] Das oben genannte Ausführungsbeispiel ist besonders vorteilhaft, denn durch diese
sehr gleichmäßige Dickenhomogenität über quasi den gesamten ersten Wandbereich können
die eingangs genannten Probleme besonders vorteilhaft zumindest reduziert werden.
Diese Dickenhomogenität wird durch diese spezifische Bearbeitung des zunächst genannten
Wandbereichs erreicht, indem dann dieser erste Wandbereich heraus vorgeht. Diese größere
Dickenhomogenität bedeutet in dem Zusammenhang auch, dass gegebenenfalls auftretende
minimale Dickenschwankungen der Wanddicke in diesem ersten Wandbereich kleiner, insbesondere
deutlich kleiner, sind, als Dickenschwankungen der zweiten Wanddicke im gesamten Bereich
des zweiten Wandbereichs. Selbiges gilt im Vergleich zu dem möglichen, zumindest dritten
Wandbereich.
[0021] Insbesondere ist die Dickenhomogenität im ersten Wandbereich so groß, dass maximal
Wanddickenschwankungen kleiner oder gleich 0,2 mm auftreten. Insbesondere sind diese
Unterschiede der Wanddicke über den gesamten ersten Wandbereich betrachtet kleiner
oder gleich 0,1 mm. Im Vergleich dazu ist bei den üblichen Herstellungsverfahren,
insbesondere beim Thermoformen, die Schwankung der Wanddicke im zweiten Wandbereich
und/oder im Basiswandbereich größer oder gleich 0,3 mm. Insbesondere ist dies auch
abhängig von der grundsätzlich erforderlichen Wanddicke einer spezifischen Wand des
Innenbehälters. Da diese bestimmungsgemäß oder im Hinblick auf ihre Anforderungen
auch grundsätzlich mit unterschiedlichen Wanddicken im Vergleich zueinander gebildet
werden sollen, gelten gegebenenfalls für einzelne Wände des Innenbehälters auch diesbezüglich
unterschiedliche Anforderungen an die Wanddickenschwankungen.
[0022] In einem Ausführungsbeispiel weist die Wand des Innenbehälters zumindest einen dritten
Wandbereich auf. Dies ist insbesondere der Basiswandbereich. Dieser ist nach einem
Formungsprozess des Innenbehälters und vor dem Erzeugen des ersten Wandbereichs gebildet.
Dieser dritte Wandbereich ist auf der dem ersten Wandbereich gegenüberliegenden Seite
an den zweiten Wandbereich angrenzend. Der dritte Wandbereich weist eine dritte Wanddicke,
insbesondere eine Basiswanddicke, auf. Diese dritte Wanddicke ist in dem Ausführungsbeispiel
kleiner als die zweite Wanddicke. Insbesondere ist die dritte Wanddicke größer als
die erste Wanddicke. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist der dritte Wandbereich derjenige,
der im grundsätzlichen Herstellungsvorgang des Innenbehälters aus Kunststoff gebildet
ist. Insbesondere ist diese dritte Wanddicke des dritten Wandbereichs diejenige, die
unmittelbar nach dem Schritt des Thermoformens auftritt. Sind derartige genannte zumindest
drei Wandbereiche ausgebildet, entsteht der zweite Wandbereich mit seiner zweiten
Wanddicke automatisch erst auch durch das Erzeugen des ersten Wandbereichs. Denn in
dem Zusammenhang wird bei diesem Ausführungsbeispiel dann durch die Reduzierung der
Wanddicke auf die erste Wanddicke das noch vorhandene Material quasi zur Seite geschoben
beziehungsweise zur Seite gepresst und legt sich somit diesbezüglich an den dann erst
definiert erzeugten zweiten Wandbereich an. Damit wächst dort die Basiswanddicke auf
die zweite Wanddicke an. Insbesondere wird der zunächst nur fiktiv vorhandene zweite
Wandbereich, der sich erst in seiner Größe durch die Erzeugung des ersten Wandbereichs
automatisch bildet, auch mit der in diesem Ausführungsbeispiel dann dritten Wanddicke
oder im Wesentlichen mit der dritten Wanddicke bereitgestellt. Wie geschildert, ergibt
sich durch die Materialverdrängung im zu erzeugenden ersten Wandbereich, der dann
hier auch vor diesem Bearbeiten die Basiswanddicke oder im Wesentlichen die Basiswanddicke
aufweist, einerseits diese dann reduzierte erste Wanddicke (im Vergleich zur dritten
Wanddicke gesehen) und zusätzlich gleichzeitig automatisch auch diese zweite Wanddicke
des dann automatisch miterzeugten zweiten Wandbereichs.
[0023] In einem Ausführungsbeispiel ist zwischen dem zweiten Wandbereich und dem dritten
Wandbereich ein diskreter Wanddickenübergang ausgebildet. Auch hier ist somit die
Schnittstelle zwischen dem zweiten Wandbereich und dem dritten Wandbereich dann eindeutig
zu erkennen.
[0024] In einem Ausführungsbeispiel sind die Übergänge zwischen den zumindest drei Wandbereichen
an einer Außenseite der Wand des Innenbehälters ausgebildet. Diese Außenseite ist
somit dem Aufnahmeraum abgewandt. Insbesondere ist der zweite Wandbereich an dieser
Außenseite als nach außen stehender erhabener Wallstreifen oder Wulst ausgebildet.
Dieser ist nach außen erhaben gegenüber dem angrenzenden ersten Wandbereich ausgebildet.
Der erhabene Wallstreifen ist nach außen erhaben auch gegenüber dem angrenzenden dritten
Wandbereich ausgebildet. Ein derartiges Ausführungsbeispiel ist besonders vorteilhaft.
Denn somit sind die erzeugten Unebenheiten zwischen den Wandbereichen an der nicht
einsehbaren Außenseite des Innenbehälters ausgebildet. Diese Außenseite ist in fertiggestelltem
Zustand des Haushaltskältegeräts dem oben genannten Zwischenraum zwischen dem Innenbehälter
und dem Außengehäuse zugewandt. Dadurch ist eine Innenseite der Wand, die dem Aufnahmeraum
zugewandt ist, nicht mit derartig definierten und relativ starken und konturierten
Wanddickenübergängen versehen. Damit ist die Montagemöglichkeit für Komponenten an
der Innenseite der Wand deutlich verbessert. Auch das optische Erscheinungsbild der
Innenseite dieser Wand ist dadurch nicht unerwünscht beeinträchtigt.
[0025] Zu erwähnen ist in dem Zusammenhang auch, dass der zweite Wandbereich quasi als nicht
benötigter und somit insbesondere auch funktionell nicht vorgesehener zweiter Wandbereich
quasi als Abfallprodukt bei der Erzeugung des ersten Wandbereichs entsteht. Gerade
auch vor diesem Hintergrund ist ein derartiger, verdickter zweiter Wandbereich an
der Innenseite der Wand unerwünscht. An der Außenseite ist er diesbezüglich nicht
störend. Die bei der Materialverdrängung zur Erzeugung des ersten Wandbereichs erzeugte
zweite Wanddicke des zweiten Wandbereichs ist diesbezüglich auch unerheblich. Ob diese
zweite Wanddicke gegebenenfalls relativ stark schwankt und wie weit sich der zweite
Wandbereich auf der dem ersten Wandbereich abgewandten Seite ausbildet und erstreckt,
ist für die Erfindung nachrangig. Dies bedeutet auch, inwieweit die Materialverdrängung
bei der Erzeugung des ersten Wandbereichs zur Seite hin erfolgt und wie weit diese
Materialverdrängung reicht, spielt für die Erfindung eine nachrangige Bedeutung. Wesentlich
ist, dass der erste Wandbereich durch einen gezielten Wandbereichsherstellungsschritt
in seiner Größe und in seiner ersten Wanddicke gezielt ausgebildet ist beziehungsweise
wird.
[0026] In einem Ausführungsbeispiel ist eine dem Aufnahmeraum zugewandte Innenseite des
zweiten Wandbereichs stufenlos in eine dem Aufnahmeraum zugewandte Innenseite des
dritten Wandbereichs übergehend. Damit wird eine derartige Schnittstelle über eine
eindeutig erkennbare Grenze zwischen dem zweiten Wandbereich und dem dritten Wandbereich
an der Innenseite nicht gebildet. Insbesondere ist es somit an dieser Innenseite nicht
erkennbar, wo der zweite Wandbereich in den dritten Wandbereich übergeht. Dadurch
kann eine diesbezüglich sehr glatte Innenseite gebildet werden, die die bereits oben
genannten Vorteile aufweist.
[0027] In einem Ausführungsbeispiel kann vorgesehen sein, dass die Wand den ersten Wandbereich
und als weiteren Wandbereich nur den Basiswandbereich aufweist. Dieser ist dann in
diesem Ausführungsbeispiel der zweite Wandbereich. Möglich ist ein solches Ausführungsbeispiel
dann, wenn die beim Erzeugen des ersten Wandbereichs gebildete Wulst, die als Überstand
zu der Basiswanddicke gebildet wird, abgetragen wird, beispielsweise abgeschliffen
wird, so dass die dann zwischenzeitlich aufgetretene Wulst am fertiggestellten Innenbehälter
nicht mehr vorhanden ist. Die zweite Wanddicke ist bei diesem Ausführungsbeispiel
dann die Basiswanddicke.
[0028] In einem Ausführungsbeispiel ist der diskrete Wanddickenübergang zwischen dem ersten
Wandbereich und dem zweiten Wandbereich an einer Außenseite des Innenbehälters ausgebildet.
Hier gelten entsprechend die Vorteile, wie sie bereits oben für das Ausführungsbeispiel
betreffend den zweiten Wandbereich und den dritten Wandbereich erläutert wurden.
[0029] In einem Ausführungsbeispiel geht eine dem Aufnahmeraum zugewandte Innenseite des
ersten Wandbereichs stufenlos in eine dem Aufnahmeraum zugewandte Innenseite des zweiten
Wandbereichs über. Auch hier gelten entsprechend die Vorteile, wie sie beim oben genannten
Ausführungsbeispiel betreffend diesen stufenlosen Übergang zwischen dem zweiten Wandbereich
und dem dritten Wandbereich an der Innenseite genannt wurden.
[0030] In einem Ausführungsbeispiel ist der oben genannte Rand der Wand, an den der erste
Wandbereich direkt anschließt beziehungsweise welcher diesen ersten Wandbereich dann
auch direkt begrenzt, umlaufend geschlossen ausgebildet. Dies bedeutet, dass durch
den Rand ein Loch in der zu betrachtenden Wand des Innenbehälters begrenzt ist.
[0031] In einem Ausführungsbeispiel kann vorgesehen sein, dass der erste Wandbereich über
die gesamte Länge des Rands ausgebildet ist. Somit wäre ein Ausführungsbeispiel realisiert,
bei welchem die gesamte Länge des Rands den ersten Wandbereich begrenzt.
[0032] Möglich ist es jedoch auch, dass in einem Ausführungsbeispiel der erste Wandbereich
nur über einen Teilbereich des Rands und somit nicht über dessen gesamte Länge ausgebildet
ist und direkt an den Rand anschließt. Dies bedeutet auch, dass der Rand einen ersten
Randabschnitt aufweist, an den der erste Wandbereich mit seiner ersten Wanddicke direkt
anschließt. Dieser erste Randbereich weist dann diese erste Wanddicke auf. Ein zumindest
zweiter Teilbereich dieses Rands kann in dem Zusammenhang eine dazu unterschiedliche
Wanddicke aufweisen. Beispielsweise kann in dem Zusammenhang dort die zweite Wanddicke
oder die dritte Wanddicke ausgebildet sein. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist dann
ein erster Wandbereich nur zonal entlang dieses gesamten Rands ausgebildet. Dies kann
beispielsweise dann der Fall sein, wenn bei einem Hinterlegteil nur spezifische Kontaktstellen
mit der Außenseite der Wand im Bereich des Rands vorgesehen sind. Insbesondere kann
dies dann vorgesehen sein, wenn das Hinterlegteil mit spezifischen Kontaktelementen
beziehungsweise Anlageelementen nur lokal an dieser Außenseite der Wand im Bereich
des Rands anliegen soll und nicht unterbrechungsfrei über die gesamte Länge des Rands
im Bereich des Rands an der Außenseite der Wand anliegen soll. Auch dadurch ist es
dann erreicht, dass an den tatsächlichen direkt aneinanderliegenden Kontaktbereichen
zwischen der Außenseite der Wand des Innenbehälters und den Kontaktelementen des Hinterlegteils
jeweils eine gleiche erste Wanddicke gebildet ist und somit eine lagegenaue Anbringung
des Hinterlegteils auch dann ermöglicht ist. Auch hier ist dann die Montage des Hinterlegteils
mit verbesserter Dichtwirkung einerseits und/oder reduzierten Montagekräften beziehungsweise
Anlagekräften andererseits ermöglicht.
[0033] In einem anderen Ausführungsbeispiel kann der Rand auch nicht umlaufend geschlossen
ausgebildet sein. Beispielsweise kann dies an einer Schnittstelle der Fall sein, an
der der Innenbehälter direkt mit dem Außengehäuse des Haushaltskältegeräts verbunden
ist. Diesbezüglich ist dann kein umlaufend geschlossenes Loch in der Wand ausgebildet.
Vielmehr ist dieser Rand dann quasi ein frontseitiger Endrand dieser Wand des Innenbehälters.
Ebenso kann ein derartiger Rand beispielsweise jedoch auch dann gebildet sein, wenn
das Haushaltskältegerät zwei separate Aufnahmeräume aufweist. Diese können in Höhenrichtung
des Haushaltskältegeräts übereinander angeordnet sein. Insbesondere dann, wenn frontseitig
ein separater Querbalken beziehungsweise eine sogenannte Quertraverse an einem Rand
eines Innenbehälters, der zumindest einen Aufnahmeraum begrenzt, angeordnet werden
soll, ist das vorgeschlagene Konzept ebenfalls vorteilhaft. Diese horizontal orientierte
Quertraverse, die bei frontseitiger Betrachtung quasi den oberen Aufnahmeraum von
dem unteren Aufnahmeraum separiert, kann dann ebenfalls entsprechend vereinfacht,
genauer auch bezüglich der oben genannten Vorteile verbessert angeordnet werden.
[0034] In einem Ausführungsbeispiel ist die Außenseite des ersten Wandbereichs bestimmungsgemäß
als Anlagefläche zum direkten Anlegen für ein Hinterlegteil eines Haushaltskältegeräts
gebildet. Insbesondere ist es nicht nur in diesem Ausführungsbeispiel dann besonders
vorteilhaft, wenn diese Außenseite im Flächenbereich des ersten Wandbereichs besonders
eben und glatt ausgebildet ist. Es ist also der erste Wandbereich bestimmungsgemäß
als Anlage-Wandbereich zur direkten Anlage eines Hinterlegteils des Haushaltskältegeräts
gebildet oder er ist als Koppelbereich zum direkten Koppeln mit einem Außengehäuse
oder einer Quertraverse des Haushaltskältegeräts gebildet.
[0035] Insbesondere wird dies nicht nur bezüglich dieses Ausführungsbeispiels, sondern auch
bezüglich der besonders exakten und gleichmäßigen Erzeugung der ersten Wanddicke mit
einem Stempel einer Fertigungsanlage erreicht. Dieser wirkt beim Herstellen des Innenbehälters
nach dem grundsätzlichen Herstellen der Form des Innenbehälters von außen auf die
Wand ein und somit direkt auf die Außenseite der Wand ein. Insbesondere wird dann
ein entsprechendes Zusammenpressen der Wand an dieser definierten lokalen Stelle durchgeführt.
[0036] Ein weiter Aspekt der Erfindung betrifft ein Haushaltskältegerät mit einem Innenbehälter
gemäß dem oben genannten Aspekt oder einem vorteilhaften Ausführungsbeispiel davon.
[0037] Das Haushaltskältegerät kann beispielsweise ein Kühlgerät oder ein Gefriergerät oder
ein Kühl-Gefrier-Kombigerät sein. Es ist bestimmungsgemäß zum Lagern und Konservieren
von Lebensmitteln ausgebildet. Der Innenbehälter ist insbesondere vollständig aus
Kunststoff ausgebildet. Er ist insbesondere einstückig ausgebildet.
[0038] Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen eines Innenbehälters
für ein Haushaltskältegerät. Der Innenbehälter begrenzt mit seinen Wänden einen Aufnahmeraum
für Lebensmittel. Bei dem Verfahren werden folgende Schritte durchgeführt:
- Bereitstellen eines Kunststoffmaterials, aus welchem der Innenbehälter gebildet wird;
- Erwärmen des Kunststoffmaterials und Formen des erwärmten Kunststoffmaterials zum
Innenbehälter;
- Reduzieren der Basiswanddicke der beim Formen erzeugten Wand des Innenbehälters durch
ein lokales, definiertes Zusammenpressen des Materials, so dass ein lokaler, größenmäßig
und geometrisch definierter und definiert begrenzter erster Wandbereich mit einer
ersten Wanddicke in der Wand erzeugt wird, so dass die erste Wanddicke durch das Zusammenpressen
im Vergleich zur Basiswanddicke und/oder im Vergleich zu einer zweiten Wanddicke eines,
insbesondere beim Erzeugen des ersten Wandbereichs erst, erzeugten zweiten Wandbereichs
der Wand, der an den ersten Wandbereich direkt anschließt, reduziert ist;
- durch das Zusammenpressen Erzeugen eines Außenseitenbereichs des ersten Wandbereichs,
der dem Aufnahmeraum abgewandt ist, als Anlagefläche für ein Anbauteil, welches bestimmungsgemäß
zum Verbau an dem ersten Wandbereich vorgesehen ist;
- Erzeugen eines Rands, insbesondere zumindest abschnittweise mit der ersten Wanddicke,
in der Wand, durch den der erste Wandbereich begrenzt wird, insbesondere welcher bestimmungsgemäß
zum Verbau des Anbauteils daran vorgesehen ist.
[0039] Insbesondere wird beim Erwärmen des Kunststoffmaterials und Formen des erwärmten
Kunststoffmaterials zum Innenbehälter, dabei zumindest eine Wand des Innenbehälters,
insbesondere durch ein Thermoformen, mit einer Basiswanddicke erzeugt und/oder es
wird dadurch der Innenbehälter mit einem Hohlraum gebildet, durch den ein Aufnahmeraum
für Lebensmittel gebildet wird.
[0040] Insbesondere wird das Reduzieren der Wanddicke nachträgliche und auf das Formen folgend
durchgeführt.
[0041] Durch ein derartiges Verfahren ist in besonders vorteilhafter Weise an einer definierten
lokalen Stelle, an der auch ein Rand des Innenbehälters gebildet ist oder nachträglich
gebildet werden soll, eine wanddickenreduzierte diskret begrenzte Zone gebildet. Diese
wird insbesondere bestimmungsgemäß als Anlageflächen-Wandbereich gebildet, der bestimmungsgemäß
dazu vorgesehen ist, dass nachträglich dann auch direkt eine zusätzliche Komponente
des Haushaltskältegeräts daran verbaut wird, insbesondere an der Außenseite dieses
erzeugten Anlageflächen-Wandbereichs anliegt.
[0042] Insbesondere wird bei dem Verfahren das Material des geformten Innenbehälters, zumindest
im Bereich des zu erzeugenden ersten Wandbereichs, auf eine Temperatur zwischen 75
°C und 110 °C, insbesondere zwischen 80 °C und 100 °C, erwärmt. Dabei ist es möglich,
dass das Material nach dem grundsätzlichen Herstellen der Grundform des Innenbehälters
und somit nach dem diesbezüglichen Thermoverformungsschritt auf diese Temperatur gebracht
wird oder auf dieser Temperatur gehalten wird. Insbesondere lokal in dem Bereich,
in dem dieser zonal begrenzte erste Wandbereich erzeugt werden soll. Möglich ist es
jedoch auch, dass dann, wenn das Kunststoffmaterial des geformten Innenbehälters bereits
so abgekühlt ist, dass bei dem Zusammenpressen eine entsprechende gewünschte gleichmäßige
Wanddickenreduzierung nicht mehr oder nicht mehr uneingeschränkt möglich ist, nochmals
ein entsprechendes Aufwärmen des Materials, insbesondere zonal, erfolgt. Dies kann
auch dahingehend erfolgen, dass der vorzugsweise genutzte Stempel erwärmt wird. Dadurch
kann auch eine entsprechende Wärmeübertragung von diesem erhitzten Stempel auf das
Material der Wand des Innenbehälters erfolgen und somit das Material wiederum entsprechend
erwärmt werden.
[0043] Insbesondere erfolgt dann das Zusammenpressen erst dann, wenn dieses Material zumindest
zonal an der Wand diese genannte Temperatur aufweist. Da dadurch das Material entsprechend
flexibel ist, kann auch in besonders vorteilhafter Weise ein sehr gleichmäßiges Erzeugen
dieser ersten Wanddicke erfolgen. Das bei dem Pressen erfolgende zur Seite Schieben
des Materials erfolgt dann besonders einfach und leichtgängig.
[0044] In einem Ausführungsbeispiel wird der Rand, an den der erste Wandbereich direkt angrenzt
beziehungsweise durch den der erste Wandbereich dann begrenzt wird, erst nach dem
Erzeugen dieser Wanddickenreduzierung und somit nach dem Erzeugen des ersten Wandbereichs
gebildet. Beispielsweise wird dann in diesem erzeugten und dann noch unterbrechungsfreien
ersten Wandbereich eine Stanzung vorgenommen, sodass ein Teilbereich des ersten Wandbereichs
ausgestanzt wird. Dies kann auch ein entsprechendes Loch sein, welches umlaufend durch
den Rand begrenzt ist.
[0045] Bei dem Verfahren ist es daher ermöglicht, dass ein diesbezüglich spezifizierter
Innenbehälter erzeugt wird und bereitgestellt wird.
[0046] Nachträglich kann dann beim Herstellen des Haushaltskältegeräts beispielsweise das
Hinterlegteil an derjenigen Außenseite des ersten Wandbereichs direkt anliegend angeordnet
werden. Im Nachgang kann dann beim Herstellen des Haushaltskältegeräts thermisch isolierendes
Material, beispielsweise Isolationsschaum, in den Zwischenraum zwischen dem Innenbehälter
und dem Außengehäuse des Haushaltskältegeräts eingebracht werden.
[0047] Bei einem Ausführungsbeispiel, bei welchem kein Hinterlegteil montiert wird, kann
andererseits vorgesehen sein, dass der Innenbehälter an der entsprechenden Schnittstelle
direkt mit dem Außengehäuse verbunden wird. Das Außengehäuse liegt dann mit einem
Koppelbereich in einem Ausführungsbeispiel direkt an der Außenseite des ersten Wandbereichs
und/oder des zweiten Wandbereichs des Innenbehälters an. Auch dann kann im Nachgang
der gebildete Zwischenraum zwischen dem Innenbehälter und dem Außengehäuse mit dem
thermisch isolierenden Material gefüllt werden.
[0048] Entsprechendes kann auch bei einem Ausführungsbeispiel vorgesehen sein, bei welchem,
wie bereits oben geschildert, eine Quertraverse, die separat zu einem Innenbehälter
ist, als horizontaler Balken an einem entsprechenden Rand des Innenbehälters angeordnet
werden.
[0049] Insbesondere wird also auch vorgesehen, dass an einem Thermoformwerkzeug, wenn der
Innenbehälter durch Thermoformen hergestellt wird, im Bereich von vorgesehenen Stanzungen
ein Stempel angebracht wird, welcher während des Thermoformvorgangs auf den dann bereits
geformten Innenbehälter drückt und dadurch das erwärmte Material auf eine bestimmte
Dicke, nämlich die erste Wanddicke, presst. Diese gepresste Fläche und somit der erste
Wandbereich kann der Größe des gesamten Hinterlegteils entsprechen, wenn ein derartiges
an der Wand des Innenbehälters montiert werden soll. Es kann jedoch aber auch nur
im Bereich des jeweiligen Abdicht- und Fixierungsbereichs, an dem ein direkter Kontakt
zwischen dem Hinterlegteil und der Außenseite der Wand hergestellt werden soll, erstellt
werden. Das bei dem Pressen zur Seite geschobene überschüssige Material bildet einen
Wall beziehungsweise einen Wulst. Dieser stellt dann den zweiten Wandbereich dar.
Es kann auch der diesbezüglich dritte Wandbereich sein. Insbesondere kann durch diese
Wanddickenerhöhung benachbart zu dem ersten Wandbereich auch eine Versteifungszone
der Wand gebildet sein. Damit ist ein Vorteil verbunden, denn dann kann das Hinterlegteil
auch ohne einen zusätzlichen Gegenhalt an diesen ersten Wandbereich montiert werden.
Insbesondere bildet somit in einem Ausführungsbeispiel dieser verdickte Wandbereich
eine Versteifungszone für diese Wand. Es kann dann auf diesen ersten Wandbereich,
insbesondere auf die Außenseite, eine Klemmgeometrie des Hinterlegteils und/oder ein
Dichtschirm beziehungsweise ein Dichtflansch dieses Hinterlegteils ausgelegt werden.
[0050] Wird dieses Zusammenpressen im Bereich des Rands durchgeführt, um die Wand des Innenbehälters
auf das gewünschte Dickenmaß zu reduzieren, kann hier eine auch gewünschte Geometrie
dieser Wulst erzeugt werden. Somit ist es auch ermöglicht, dass in einem Ausführungsbeispiel
die Wanddickenerhöhung benachbart zum ersten Wandbereich definiert eingestellt wird.
Dadurch kann dann die direkte Befestigung beispielsweise eines Federelements des Außengehäuses
direkt an dieser Wulst anliegen.
[0051] Durch den Innenbehälter und auch das vorgeschlagene Verfahren kann auch eine einfache
Auslegung eines Hinterlegteils ermöglicht werden. Es ist eine leichte Montage möglich,
da eine verbesserte Abstimmung zwischen der Wand und dem daran zu befestigenden Hinterlegteil
ermöglicht wird. Durch die bei der Wanddickenreduzierung erzeugte Materialwulst ist
auch in einem Ausführungsbeispiel eine definierte und gewünschte umlaufende Stabilisierung
dieses ersten Wandbereichs ermöglicht. Ebenso ist es möglich, dass auf der Außenseite
Strukturen erzeugt werden, welche beispielsweise für die Stabilität eines Wandbereichs
des Behälters vorteilhaft sind oder auch für den Halt des daran zu befestigenden Komponententeils
verbessert sind. Beispielsweise können hier auch aufgeraute Oberflächen, insbesondere
an einer Außenseite der Wand, gebildet werden.
[0052] Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft einen Innenbehälter erhältlich durch ein
Verfahren gemäß dem oben genannten Aspekt oder einen vorteilhaften Ausführungsbeispiel
davon.
[0053] Mit den Angaben "oben", "unten", "vorne", "hinten, "horizontal", "vertikal", "Tiefenrichtung",
"Breitenrichtung", "Höhenrichtung" sind die bei bestimmungsgemäßen Gebrauch und bestimmungsgemäßen
Positionieren des Innenbehälters gegebenen Positionen und Orientierungen angegeben.
[0054] Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen, den Figuren und der
Figurenbeschreibung. Die vorstehend in der Beschreibung genannten Merkmale und Merkmalskombinationen,
sowie die nachfolgend in der Figurenbeschreibung genannten und/oder in den Figuren
alleine gezeigten Merkmale und Merkmalskombinationen sind nicht nur in der jeweils
angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung
verwendbar, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen. Es sind somit auch Ausführungen
von der Erfindung als umfasst und offenbart anzusehen, die in den Figuren nicht explizit
gezeigt und erläutert sind, jedoch durch separierte Merkmalskombinationen aus den
erläuterten Ausführungen hervorgehen und erzeugbar sind. Es sind auch Ausführungen
und Merkmalskombinationen als offenbart anzusehen, die somit nicht alle Merkmale eines
ursprünglich formulierten unabhängigen Anspruchs aufweisen.
[0055] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand schematischer Zeichnungen
näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Haushaltskältegeräts;
- Fig. 2
- eine perspektivische Darstellung eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen
Innenbehälters;
- Fig. 3
- eine schematische Darstellung eines ersten Fertigungszustands des Innenbehälters gemäß
Fig. 2;
- Fig. 4
- eine schematische Schnittdarstellung des Teilbereichs gemäß Fig. 3 in einem zu Fig.
3 nachfolgenden Fertigungszustand einer Wand des Innenbehälters;
- Fig. 5
- eine Darstellung des Teilbereichs gemäß Fig. 3 und Fig. 4 in einem zu Fig. 4 nachfolgenden
Fertigungszustand der Wand des Innenbehälters;
- Fig. 6
- eine perspektivische Darstellung eines Teilbereichs der Wand des Innenbehälters;
- Fig. 7
- eine perspektivische Schnittdarstellung durch die Darstellung in Fig. 6;
- Fig. 8
- die Darstellung gemäß Fig. 6 und Fig. 7 mit dann nachfolgend an dem ersten Wandbereich
montierten Hinterlegteil;
- Fig. 9
- die Darstellung des beispielhaften Hinterlegteils, welches in Fig. 8 an der Wand montiert
ist; und
- Fig. 10
- eine Schnittdarstellung im Bereich einer mechanischen Verbindung zwischen einem Innenbehälter
und einem dazu separaten Außengehäuse des Haushaltskältegeräts gemäß Fig. 1.
[0056] In den Figuren werden gleiche oder funktionsgleiche Elemente mit den gleichen Bezugszeichen
versehen.
[0057] In Fig. 1 ist in einer schematischen Darstellung ein Ausführungsbeispiel eines Haushaltskältegeräts
1 gezeigt. Das Haushaltskältegerät 1 ist zum Lagern und Konservieren von Lebensmitteln
ausgebildet. Es ist bestimmungsgemäß dazu vorgesehen.
[0058] Das Haushaltskältegerät 1 kann ein Kühlgerät oder ein Gefriergerät oder ein Kühl-Gefrier-Kombigerät
sein. Das Haushaltskältegerät 1 weist ein Gehäuse 2 auf. Das Gehäuse 2 weist ein Außengehäuse
3 auf. Das Haushaltskältegerät 1 weist darüber hinaus zumindest einen Innenbehälter
4 auf. Der Innenbehälter 4 ist eine zu dem Außengehäuse 3 separate Komponente. Der
Innenbehälter 4 ist insbesondere vollständig aus Kunststoff. Das Außengehäuse 3 kann
beispielsweise aus Blech sein.
[0059] Der Innenbehälter 4 begrenzt mit Wänden einen Aufnahmeraum 5 des Haushaltskältegeräts
1. Der Aufnahmeraum 5 ist zur Aufnahme von Lebensmitteln bestimmungsgemäß vorgesehen.
Es kann auch vorgesehen sein, dass das Haushaltskältegerät 1 zwei separate Aufnahmeräume
5 und 6 aufweist. Diese sind separiert voneinander. Zumindest einer der Aufnahmeräume
5, 6 kann ein Kühlfach sein. Zumindest einer der Aufnahmeräume 5, 6 kann ein Gefrierfach
sein.
[0060] Möglich ist es, dass die beiden Aufnahmeräume 5, 6 durch Wände eines einzelnen Innenbehälters
4 begrenzt sind. Möglich ist es auch, dass zwei separate Innenbehälter vorgesehen
sind, von denen jeder jeweils einen der beiden Aufnahmeräume 5, 6 aufweist beziehungsweise
mit seinen Wänden begrenzt.
[0061] Der zumindest eine Innenbehälter 4 ist in dem Außengehäuse 3 aufgenommen. Zwischen
dem Innenbehälter 4 und dem Außengehäuse 3 ist ein Zwischenraum 7 ausgebildet. In
diesen Zwischenraum 7 ist thermisch isolierendes Material 8 eingebracht. Dieses kann
beispielsweise ein Isolationsschaum sein.
[0062] Darüber hinaus weist das Haushaltskältegerät 1 eine Tür 9 auf. Diese ist bewegbar
an dem Gehäuse 2 angeordnet. Sie ist zum frontseitigen Verschließen des Aufnahmeraums
5, 6 angeordnet.
[0063] In Fig. 2 ist in einer schematischen Darstellung ein Ausführungsbeispiel eines Innenbehälters
4 gezeigt. Der Innenbehälter 4 weist, bei frontseitiger Betrachtung, als Wände eine
linksseitige vertikale Seitenwand 10, eine rechtsseitige vertikale Seitenwand 11,
eine Rückwand 12, eine Bodenwand 13 und eine Deckenwand 14 auf.
[0064] Der Innenbehälter 4 ist, wie bereits erwähnt, einstückig aus Kunststoff ausgebildet.
Er kann in einem vorteilhaften Ausführungsbeispiel durch Thermoformen gebildet sein.
[0065] Dazu wird zunächst Kunststoffmaterial bereitgestellt, aus welchem der Innenbehälter
4 gebildet wird. Dieses Kunststoffmaterial wird in eine Fertigungsanlage, insbesondere
eine Thermoform-Fertigungsanlage eingebracht. Es wird dann das Erwärmen des Kunststoffmaterials
und das Formen dieses erwärmten Kunststoffmaterials zum Innenbehälter 4 durchgeführt.
Dabei werden auch die Wände 10 bis 14 erzeugt. Beispielhaft ist in Fig. 3 ein Teilausschnitt
der Wand 10 dargestellt. Nach diesem Formen des erwärmten Kunststoffmaterials, sodass
die Form des Innenbehälters 4 gemäß Fig. 2 gebildet ist, erfolgt eine individuelle
weitere Behandlung beispielsweise der Wand 10.
[0066] Im Ausführungsbeispiel ist erreicht, dass nach diesem Thermoformen die Wand 10 mit
einer Wanddicke beziehungsweise einer Basiswanddicke d0 vorliegt. Diese Basiswanddicke
d0 kann über die Größe der Wand 10 betrachtet jedoch unerwünscht variieren. Dies ist
bedingt durch den Formprozess. Um nun in einem lokalen Bereich der Wand 10 eine sehr
einheitliche Wanddicke zu erzielen, wird nachfolgend auf dieses Thermoformen mit dem
erreichten Fertigungszwischenzustand gemäß Fig. 3 eine spezifische Wanddickenerzeugung
durchgeführt. Dazu wird die Basiswanddicke d0 lokal in einem spezifisch vorgesehen
Bereich reduziert. In dem Zusammenhang wird mit einem Stempel der Thermoform-Fertigungsanlage
auf eine Außenseite 10a der Wand 10 eingewirkt. Lokal wird dadurch ein definiertes
Zusammenpressen dieses Materials der Wand 10 mit diesem Stempel durchgeführt. Dadurch
wird ein erster Wandbereich 15 gemäß der Darstellung in Fig. 4 erzeugt, der eine reduzierte
erste Wanddicke d1 aufweist. Insbesondere wird die Größe und Geometrie des ersten
Wandbereichs 15 definiert erzeugt und dieser konturiert begrenzt. Insbesondere dahingehend,
dass ein direkt daran montierbares Hinterlegteil verbessert daran angeordnet werden
kann. Diese Wanddickenreduzierung erfolgt insbesondere so, dass bei dem Zusammenpressen
eine Dickenhomogenität der ersten Wanddicke d1 über den gesamten ersten Wandbereich
15 erzeugt wird, die größer ist, als die Dickenhomogenität in dem weiteren Wandbereich
der Wand 10. Insbesondere ist die Dickenhomogenität in diesem ersten Wandbereich 15
größer als die Dickenhomogenität in einem weiteren Wandbereich der Wand 10. Insbesondere
ist diese Dickenhomogenität des ersten Wandbereichs 15 größer als in einem direkt
daran anschließenden weiteren, insbesondere zweiten, Wandbereich 16 der Wand 10. Dieser
zweite Wandbereich 16 weist eine zweite Wanddicke d2 auf. Insbesondere wird dieser
zweite Wandbereich 16 mit seiner zweiten Wanddicke d2 ausgehend von der Basiswanddicke
d0 gebildet. Insbesondere erfolgt diese Erzeugung des zweiten Wandbereichs 16 mit
der Erzeugung des ersten Wandbereichs 15. Denn bei dem Einwirken auf die Zone des
Wandbereichs 10, in welcher der erste Wandbereich 15 erzeugt werden soll, wird das
erwärmte Kunststoffmaterial zur Seite geschoben. Dadurch türmt sich ein Wall beziehungsweise
ein Wulst 17 auf. Diesbezüglich ist dann der zweite Wandbereich 16 automatisch mit
der zweiten Wanddicke d2 beim Erzeugen des ersten Wandbereichs 15 erzeugt.
[0067] Wie zu erkennen ist, ist diese zweite Wanddicke d2 größer als die erste Wanddicke
d1. Insbesondere ist die zweite Wanddicke d2 auch größer als die Basiswanddicke d0.
Insbesondere ist die Wand 10 auch mit einem weiteren Wandbereich 18 ausgebildet. Dieser
ist ein Basiswandbereich. Er ist bereits nach dem oben erläuterten Formschritt gebildet.
Dieser Basiswandbereich schließt an den zweiten Wandbereich 16 an. Durch diese Wanddickenerhöhung
des zweiten Wandbereichs 16 ausgehend von der Basiswanddicke d0 wird auch insbesondere
eine Versteifung der Wand 10 um den ersten Wandbereich 15 herum erreicht.
[0068] Wie in Fig. 4 auch zu erkennen ist, ist in diesem Fertigungszwischenzustand zwischen
dem ersten Wandbereich 15 und dem zweiten Wandbereich 16 ein relativ diskreter Wanddickenübergang
19 gebildet.
[0069] Die Dickenhomogenität der ersten Wanddicke d1 ist größer, als die Dickenhomogenität
in den weiteren Wandbereichen 16 und 18.
[0070] Wie in Fig. 4 auch zu erkennen ist, ist diese Wanddickenveränderung ausschließlich
durch ein entsprechendes Stufenprofil an der Außenseite 10a der Wand 10 realisiert.
Wie zu erkennen ist, ist die Innenseite 10b der Wand 10 stufenlos ausgebildet. Sie
ist somit über die jeweiligen Wandbereiche 15, 16 und 18 hinweg glatt ausgebildet.
Insbesondere ist sie diesbezüglich auch vorzugsweise eben ausgebildet. Die Außenseite
10a ist dem Zwischenraum 7 zugewandt. Sie ist somit auch dem Außengehäuse 3 zugewandt.
[0071] Insbesondere ist ein Außenseitenbereich 15a, der die Fläche des ersten Wandbereichs
15 an der Außenseite 10a darstellt, eben ausgebildet. Insbesondere sind auch Außenseitenbereiche
16a und 18a der Wandbereiche 16 und 18 gezeigt. Innenseitenbereiche 15b, 16b und 18b
sind stufenlos ineinanderübergehend.
[0072] Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist auch zwischen dem hier zweiten Wandbereich 16
und dem dann folgenden weiteren Wandbereich 18, der ein dritter Wandbereich sein kann,
ein im Wesentlichen diskreter Wanddickenübergang 20 ausgebildet.
[0073] In einem weiteren Fertigungsprozess wird dann nachfolgend auf den in Fig. 4 erreichten
Fertigungszwischenzustand ein Stanzen im ersten Wandbereich 15 durchgeführt. Dabei
wird im gezeigten Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 5 ein Loch 21 in dem Wandbereich
15 erzeugt, insbesondere durch ein Stanzen. Dadurch wird ein Rand 22 erzeugt. Dieser
Rand 22 kann ein umlaufend geschlossener Rand sein, wie dies in Fig. 5 gezeigt ist.
Dadurch ist das Loch 21 umlaufend begrenzt. Der Rand 22 ist vollständig innerhalb
des ersten Wandbereichs 15 ausgebildet. Er begrenzt diesen Wandbereich 15 somit diesbezüglich
auch. Der Rand 22 weist somit auch eine Wanddicke d1 auf. Insbesondere ist dies beim
gezeigten Ausführungsbeispiel über die gesamte Länge des Rands 22 vorgesehen.
[0074] Insbesondere ist der erste Wandbereich 15 als Anlageflächen-Wandbereich bestimmungsgemäß
ausgebildet. Dies bedeutet, dass er lokal bestimmungsgemäß so vorgesehen und ausgebildet
ist, dass auch eine weitere Komponente, insbesondere ein Hinterlegteil, des Haushaltskältegeräts
1 daran angeordnet werden soll.
[0075] In Fig. 6 ist in einer perspektivischen Darstellung ein Teilbereich der Wand 10 gezeigt,
die in dem Fertigungszustand gemäß Fig. 5 gebildet ist.
[0076] In Fig. 7 ist in einer perspektivischen Schnittdarstellung die Darstellung in Fig.
6 entlang der Schnittlinie VII-VII gezeigt.
[0077] Darüber hinaus ist in Fig. 8 der Teilausschnitt gemäß Fig. 6 und Fig. 7 gezeigt.
Im Unterschied dazu ist in Fig. 8 jedoch bereits ein Hinterlegteil 23 an der Wand
10 im Bereich dieses Lochs 21 montiert. Das Hinterlegteil 23 ist dabei an der Außenseite
15a direkt anliegend. Das Hinterlegteil 23 bedeckt dieses Loch 21 vollständig. Das
Hinterlegteil 23 weist im gezeigten Ausführungsbeispiel einen Dichtschirm 23a auf.
Dies ist ein umlaufender Dichtflansch, der an der Außenseite 15a anliegt. Wie zu erkennen
ist, ist die Größe des ersten Wandbereichs 15 zumindest so groß, dass das Hinterlegteil
23 vollständig daran angeordnet werden kann. Es ist somit im gezeigten Ausführungsbeispiel
der zweite Wandbereich 16 beabstandet zu dem Hinterlegteil 23 angeordnet. Der zweite
Wandbereich 16 ist im gezeigten Ausführungsbeispiel quasi als umlaufender Wall beziehungsweise
als umlaufende Wulst ausgebildet.
[0078] Es kann in einem Ausführungsbeispiel vorgesehen sein, dass die erste Wanddicke d1
über die gesamte Länge des Rands 22 ausgebildet ist. Somit ist quasi ein Teilbereich
der Wand 10, der diesen Rand 22 aufweist und quasi auch durch diesen Rand 22 begrenzt
wird, mit dieser ersten Wanddicke d1 ausgebildet.
[0079] Möglich ist es jedoch auch, dass diese erste Wanddicke d1 über nur einen Teilbereich
des Rands 22 ausgebildet ist. Dies ist dann der Fall, wenn ein spezifisches Hinterlegteil,
wie es in Fig. 9 gezeigt ist, vorgesehen ist. Insbesondere dort, wo gegebenenfalls
Koppelbereiche 24 des Hinterlegteils 23 vorgesehen sind, die beispielsweise zum Verhaken
oder Verschnappen mit der Wand 10 vorgesehen sind und direkt an der Wand 10, insbesondere
der Innenseite 10b, anliegen, kann eine derartige einheitliche erste Wanddicke d1
gebildet sein. Gegebenenfalls ist es dann nicht erforderlich, dass an den restlichen
Wandabschnitten ebenfalls eine derartige erste Wanddicke d1 erzeugt ist beziehungsweise
an den dann nach hinten angrenzenden Flächenzonen ausgebildet ist. Somit wird bei
einem derartigen Ausführungsbeispiel zwar auch ein Loch 21 erzeugt, es werden jedoch
dann gegebenenfalls mehrere separate und lokale erste Wandbereiche mit der ersten
Wanddicke d1 gebildet, die direkt von dem ersten Rand 22 abschnittsweise begrenzt
werden. Die restlichen Teilbereiche beziehungsweise Abschnitte des Rands 22 können
dann beispielsweise eine andere, insbesondere die größere Wanddicke, aufweisen. Insbesondere
dort, wo das Hinterlegteil 23 nicht direkt an der Außenseite 10a beziehungsweise dem
Außenseitenbereich 15a anliegt.
[0080] In Fig. 9 ist eine perspektivische Darstellung eines Ausführungsbeispiels eines Hinterlegteils
23 gezeigt, wobei hier die Sicht auf diejenige Seite des Hinterlegteils 23 gezeigt
ist, die dann dem Loch 21 zugewandt ist. Insbesondere greifen die Koppelbereiche 24
durch das Loch 21 hindurch und liegen dann an der Innenseite 10b der Wand 10 an. Die
Koppelbereiche 24 können Schnappstege sein.
[0081] In Fig. 10 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Innenbehälters 4 gezeigt. Hier
ist eine Zone gezeigt, bei welcher eine mechanische Verbindung zu dem Außengehäuse
3 realisiert ist. Es ist hier die Schnittstelle zwischen dem direkten mechanischen
aneinander Anliegen zwischen dem Innenbehälter 4 und dem Außengehäuse 3 gezeigt. Auch
hier kann eine spezifische Erzeugung eines ersten Wandbereichs 15 vorgesehen sein.
Des Weiteren ist dadurch auch ein zweiter Wandbereich 16 realisiert. Es ist hier zu
erkennen, dass die Wand 10 mit ihrem frontseitigen Rand in eine Tasche 25 eingeführt
ist. Die Tasche 25 ist an einer Rückseite beziehungsweise einer Innenseite des Außengehäuses
3 gebildet. Die Tasche 25 ist auch durch ein Federelement 26 begrenzt. Beim Eintauchen
der Wand 10 in die Tasche 25 wird dieses Federelement 26 weg gedrückt und somit eine
klemmende Verbindung zwischen dem Außengehäuse 3 und dem Innenbehälter 4 erzeugt.
Wie zu erkennen ist, liegt das Federelement 26 vorgespannt an diesem zweiten Wandbereich
16 an. Durch die entsprechende Wanddickenvergrößerung wird somit die entsprechende
mechanische Vorspannung des Federelements 26 erhöht und somit ein besserer mechanischer
Sitz zwischen dem Innenbehälter 4 und dem Außengehäuse 3 erreicht.
[0082] Bei einem Ausführungsbeispiel kann auch eine Quertraverse 27 (Fig. 1) vorgesehen
sein. Diese kann entsprechend montiert sein, wie das Außengehäuse an dem Innenbehälter
4 gemäß Fig. 10. Auch diese Quertraverse 27 kann dann ein Federelement 26 aufweisen
und entsprechend an dem Innenbehälter 4 montiert sein.
Bezugszeichenliste
[0083]
- 1
- Haushaltsgerät
- 2
- Gehäuse
- 3
- Außengehäuse
- 4
- Innenbehälter
- 5
- Aufnahmeraum
- 6
- Aufnahmeraum
- 7
- Zwischenraum
- 8
- thermisch isolierendes Material
- 9
- Tür
- 10
- linksseitige vertikale Seitenwand
- 10a
- Außenseite
- 10b
- Außenwand
- 11
- rechtsseitige vertikale Seitenwand
- 12
- Rückwand
- 13
- Bodenwand
- 14
- Deckenwand
- 15
- erster Wandbereich
- 15a
- Außenseitenbereich
- 15b
- Innenseitenbereich
- 16
- zweiter Wandbereich
- 16a
- Außenseitenbereich
- 16b
- Innenseitenbereich
- 17
- Wulst
- 18
- Wandbereich
- 18a
- Außenseitenbereich
- 18b
- Innenseitenbereich
- 19
- Wanddickenübergang
- 20
- Wanddickenübergang
- 21
- Loch
- 22
- Rand
- 23
- Hinterlegteil
- 23a
- Dichtschirm
- 24
- Koppelbereich
- 25
- Tasche
- 26
- Federelement
- 27
- Quertraverse
- d0
- Basiswanddicke
- d1
- Wanddicke
- d2
- Wanddicke
1. Innenbehälter (4) für ein Haushaltskältegerät (1), der Wände (10, 11, 12, 13) aufweist,
die einen Aufnahmeraum (5, 6) für Lebensmittel begrenzen, wobei zumindest eine der
Wände (10, 11, 12, 13, 14) einen Rand (22) aufweist, an den ein erster Wandbereich
(15) der Wand (10) direkt anschließt, dadurch gekennzeichnet, dass der in der Wand (10, 11, 12, 13, 14) lokale, erste Wandbereich (15) in seiner Größe
und Geometrie definiert erzeugt und definiert begrenzt ist und diese Wand (10) einen
zweiten Wandbereich (16) aufweist, der an diesen ersten Wandbereich (15) anschließt,
wobei der erste Wandbereich (15) eine erste Wanddicke (d1) aufweist und der zweite
Wandbereich (16) eine zur ersten Wanddicke (d1) größere zweite Wanddicke (d2) aufweist.
2. Innenbehälter (4) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem ersten Wandbereich (15) und dem zweiten Wandbereich (16) ein diskreter
Wanddickenübergang (19) ausgebildet ist, der die definierte erzeugte Begrenzung des
ersten Wandbereichs (15) bildet.
3. Innenbehälter (4) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Wandbereich (15) ein gepresster Wandbereich (15) ist, der durch Zusammenpressen
des Materials definiert mit der ersten Wanddicke (d1) gebildet ist.
4. Innenbehälter (4) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der gepresste Wandbereich (15) durch das Zusammenpressen mit einer Dickenhomogenität
der ersten Wanddicke (d1) erzeugt ist, die größer ist, als die Dickenhomogenität in
dem zweiten Wandbereich (16) und/oder größer ist, als die Dickenhomogenität ein einem
weiteren dritten Wandbereich (18) der Wand (10, 11, 12, 13, 14).
5. Innenbehälter (4) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wand (10, 11, 12, 13, 14) einen dritten Wandbereich (18) aufweist, der auf der
dem ersten Wandbereich (15) gegenüberliegenden Seite an den zweiten Wandbereich (18)
angrenzt, wobei der dritte Wandbereich (18) der Wand (10, 11, 12, 13, 14) ein Basiswandbereich
mit einer Basiswanddicke (d0) als eine dritte Wanddicke ist, die kleiner ist, als
die zweite Wanddicke (d2) ist, insbesondere die dritte Wanddicke größer als die erste
Wanddicke (d1) ist, insbesondere zwischen dem zweiten Wandbereich (16) und dem dritten
Wandbereich (18) ein diskreter Wanddickenübergang (20) ausgebildet ist.
6. Innenbehälter (4) nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Wanddickenübergänge (19, 20) zwischen den drei Wandbereichen (15, 16, 18) an
einer Außenseite (10a) der Wand (10, 11, 12, 13, 14) ausgebildet sind, die dem Aufnahmeraum
(5, 6) abgewandt ist, insbesondere der zweite Wandbereich (16) an dieser Außenseite
(10a) als erhabener Wall ausgebildet ist, der nach außen erhaben gegenüber dem angrenzenden
ersten Wandbereich (15) und nach außen erhaben gegenüber dem angrenzenden dritten
Wandbereich (18) ausgebildet ist.
7. Innenbehälter (4) nach vorhergehenden Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine dem Aufnahmeraum (5, 6) zugewandter Innenseitenbereich (16b) des zweiten Wandbereichs
(16) stufenlos in einen dem Aufnahmeraum (5, 6) zugewandte Innenseitenbereich (18b)
des dritten Wandbereichs (18) übergeht.
8. Innenbehälter (4) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der diskrete Wanddickenübergang (19) zwischen dem ersten Wandbereich (15) und dem
zweiten Wandbereich (16) an einer Außenseite (10a) der Wand (10, 11, 12, 13, 14) des
Innenbehälters (4) ausgebildet ist.
9. Innenbehälter (4) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine dem Aufnahmeraum (5, 6) zugewandter Innenseitenbereich (15b) des ersten Wandbereichs
(15) stufenlos in einen den Aufnahmeraum (5, 6) zugewandten Innenseitenbereich (16b)
des zweiten Wandbereichs (16) übergeht.
10. Innenbehälter (4) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Rand (22) umlaufend geschlossen ist, so dass durch den Rand (22) ein Loch (21)
in der Wand (10, 11, 12, 13, 14) begrenzt ist.
11. Innenbehälter (4) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenseite (15a) des ersten Wandbereichs (15) bestimmungsgemäß als Anlagefläche
für ein Hinterlegteil (23) eines Haushaltskältegeräts (1) gebildet ist.
12. Haushaltskältegerät (1) mit einem Innenbehälter (4) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche.
13. Verfahren zum Herstellen eines Innenbehälters (4) für ein Haushaltskältegerät (1),
der mit seinen Wänden (10, 11, 12, 13, 14) einen Aufnahmeraum (5, 6) für Lebensmittel
begrenzt, aufweisend folgende Schritte:
- Bereitstellen eines Kunststoffmaterials, aus welchem der Innenbehälter (4) gebildet
wird;
- Erwärmen des Kunststoffmaterials und Formen des erwärmten Kunststoffmaterials zum
Innenbehälter (4), wobei dabei zumindest eine Wand (10, 11, 12, 13, 14) des Innenbehälters
(4) mit einer Basiswanddicke (d0) erzeugt wird;
- Reduzieren der Basiswanddicke (d0) der beim Formen erzeugten Wand (10, 11, 12, 13,
14) des Innenbehälters (4) durch ein lokales, definiertes Zusammenpressen des Materials,
so dass ein lokaler, größenmäßig und geometrisch definierter und definiert begrenzter
erster Wandbereich (15) mit einer ersten Wanddicke (d1) in der Wand (10, 11, 12, 13,
14) erzeugt wird, so dass die erste Wanddicke (d1) durch das Zusammenpressen im Vergleich
zur Basiswanddicke (d0) und/oder im Vergleich zu einer zweiten Wanddicke (d2) eines,
insbesondere beim Erzeugen des ersten Wandbereichs (15) erst, erzeugten zweiten Wandbereichs
(16) der Wand (10), der an den ersten Wandbereich (15) direkt anschließt, reduziert
ist;
- durch das Zusammenpressen Erzeugen eines Außenseitenbereichs (15a) des ersten Wandbereichs
(15), der dem Aufnahmeraum (5, 6) abgewandt ist, als Anlagefläche für ein Anbauteil
(23, 27, 3), welches bestimmungsgemäß zum Verbau an dem ersten Wandbereich (15) vorgesehen
ist;
- Erzeugen eines Rands (22) in der Wand (10), durch den der erste Wandbereich (15)
begrenzt wird, welcher bestimmungsgemäß zum Verbau des Anbauteils (23, 27, 3) daran
vorgesehen ist.
14. Verfahren nach Anspruch 13, wobei das Material des geformten Innenbehälters (4), zumindest
im Bereich des zu erzeugenden ersten Wandbereichs (15) auf eine Temperatur zwischen
75°C und 110°C, insbesondere zwischen 80°C und 100°C, erwärmt wird und dann das Zusammenpressen
durchgeführt wird und/oder der Rand (22), insbesondere durch Stanzen, nach dem Erzeugen
des gepressten ersten Wandbereichs (15) im ersten Wandbereich (15) erzeugt wird.
15. Innenbehälter (4) erhältlich durch ein Verfahren, bei welchem die Schritte nach Anspruch
13 oder 14 ausgeführt werden.