(19)
(11) EP 4 027 836 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
11.01.2023  Patentblatt  2023/02

(21) Anmeldenummer: 20764996.3

(22) Anmeldetag:  01.09.2020
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
A47B 88/437(2017.01)
A47B 88/493(2017.01)
(52) Gemeinsame Patentklassifikation (CPC) :
A47B 88/493; A47B 88/437; A47B 2210/0037; A47B 2210/0043; A47B 2210/0008; A47B 2210/001
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2020/074322
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2021/047951 (18.03.2021 Gazette  2021/11)

(54)

AUSZUGSFÜHRUNG

PULL-OUT GUIDE

GLISSIÈRE DE TIROIR


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 13.09.2019 DE 102019124732

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
20.07.2022  Patentblatt  2022/29

(73) Patentinhaber: Paul Hettich GmbH & Co. KG
32278 Kirchlengern (DE)

(72) Erfinder:
  • PETKER, Waldemar
    32257 Bünde (DE)

(74) Vertreter: Dantz, Jan Henning et al
Loesenbeck - Specht - Dantz Patent- und Rechtsanwälte Am Zwinger 2
33602 Bielefeld
33602 Bielefeld (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A1- 2 916 688
DE-A1-102017 128 748
AT-A4- 514 810
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Auszugsführung umfassend eine an einem Korpus festlegbare stationäre Führungsschiene, eine über erste Wälzkörper, die in einem ersten Wälzkörperkäfig angeordnet sind, verfahrbar an der Führungsschiene gehaltene Mittelschiene, eine über zweite Wälzkörper, die in einem zweiten Wälzkörperkäfig angeordnet sind, verfahrbar an der Mittelschiene gehaltene Laufschiene, und eine Öffnung an der Mittelschiene für ein Stützelement vorgesehen ist, das in einer Einzugsposition der Auszugsführung die Laufschiene an der Führungsschiene abstützt, wobei das Stützelement an der Mittelschiene absenkbar gelagert ist.

    [0002] Die EP 2 916 688 B1 offenbart eine Schubladenausziehführung, bei der eine Korpusschiene, eine Ladenschiene und eine Mittelschiene zwischen der Korpusschiene und der Ladenschiene vorgesehen sind. Zur Abstützung der Ladenschiene ist eine Abstützrolle vorgesehen, die zwischen einem Horizontalsteg der Korpusschiene und einer Erhöhung der Ladenschiene angeordnet ist. Durch die Abstütztrolle können somit Kräfte von der Ladenschiene auf die Korpusschiene übertragen werden. Allerdings besteht der Nachteil, dass die Abstützrolle von der Mittelschiene nach oben hervorsteht, so dass die Wälzkörper in der maximal ausgefahrenen Position der Auszugsführung nur maximal bis zu der Abstützrolle bewegt werden können, also die Länge der Laufbahn für die Wälzkörper begrenzt wird. Dadurch wird die maximale Abstützweite, also der Abstand zwischen dem vordersten Wälzkörper und dem hintersten Wälzkörper, geringer, was zu einer Verminderung der Führungsqualität führt. Zudem kann es zu Verklemmungen an der Stützrolle kommen.

    [0003] Patentdokumente US 2019 166 998 A1 und AT 514 810 A4 offenbaren ähnliche Auszugsführungen, die eine Abstütztrolle aufweisen.

    [0004] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Auszugsführung mit einer verbesserten Führung der Laufschiene bereitzustellen.

    [0005] Diese Aufgabe wird mit einer Auszugsführung mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst.

    [0006] Bei der erfindungsgemäßen Auszugsführung ist die an der Mittelschiene zwischen der Führungsschiene und der Laufschiene angeordnetes Stützelement bewegbar gelagert, wobei eine Öffnung an der Mittelschiene für das Stützelement, das in einer Einzugsposition der Auszugsführung die Laufschiene an der Führungsschiene abstützt, vorgesehen ist und das Stützelement an der Mittelschiene absenkbar gelagert ist, wobei die Öffnung für das Stützelement von wenigstens einem der zweiten

    [0007] Wälzkörper überfahrbar ist. Dadurch kann das Stützelement in der eingefahrenen Position zu einem Abstützen der Laufschiene an der Führungsschiene dienen und beim Ausfahren abgesenkt werden, um den Bauraum oberhalb des Stützelementes nutzen zu können. Ein Absenken in "vertikaler Richtung" muss dabei in der Einbauposition der Auszugsführung nicht exakt vertikal erfolgen, sondern kann auch geneigt zur Vertikalen Richtung durchgeführt werden, so dass bei einer Bewegung des Stützelementes zumindest ein vertikaler Anteil einer translatorischen Bewegung vorhanden ist.

    [0008] Vorzugsweise ist das Stützelement von einer angehobenen Position in der Einzugsposition der Auszugsführung in eine abgesenkte Position in einer ausgefahrenen Position der Auszugsführung bewegbar. Dabei kann das Stützelement in der angehobenen Position eine Öffnung in der Mittelschiene durchgreifen, und in der abgesenkten Position steht eine Oberseite des Stützelementes nicht über eine obere Laufbahn an der Mittelschiene hervor. Die Oberseite des Stützelementes kann somit in der abgesenkten Position wahlweise auf gleicher Höhe wie die Laufbahn angeordnet sein oder unter die Höhe der Laufbahn abgesenkt werden. Dadurch ist es möglich, die obere Laufbahn für die Wälzkörper zu verlängern, da diese nicht mehr an dem Stützelemente anschlagen, sondern das Stützelement in der abgesenkten Position ganz oder teilweise überfahren werden kann.

    [0009] Um die Bewegung des Stützelementes beim Ausfahren und Einfahren der Auszugsführung nicht abrupt zu gestalten, weist die Führungsschiene vorzugsweise eine Anlaufschräge zum Anheben oder Absenken des Stützelementes auf. Die Anlaufschräge kann dabei linear oder bogenförmig ausgebildet sein, wobei die Anlaufschräge vorzugsweise durch eine integral ausgebildete Biegung oder einen Steg an der Führungsschiene ausgebildet ist.

    [0010] In einer weiteren Ausgestaltung ist an der Mittelschiene ein Lagerbock fixiert, der das Stützelement in vertikale Richtung bewegbar lagert. Dabei kann der Lagerbock zwei Langlöcher oder schlitzförmige Aufnahmen aufweisen, in die seitlich von dem Stützelement hervorstehende Zapfen eingreifen, so dass die beiden Zapfen jeweils in einem Schlitz oder einer Aufnahme geführt sind, um das Stützelement verschiebbar oder beweglich zu lagern. Eine solche bewegliche Lagerung verhindert auch ein Verklemmen des Stützelementes. Das Stützelement kann auch ohne Zapfen im Lagerbock gelagert werden. Die obere und untere Öffnung am Lagerbock können dabei etwas kleiner sein als der Durchmesser einer Stützrolle oder der Breite eines Stößels als Stützelement, damit diese in vertikaler Richtung nicht herausfallen kann. An dem Lagerbock können auch andere Führungselemente zur Führung des Stützelementes vorgesehen sein, beispielsweise Führungsstege. Der Lagerbock kann dabei an der Mittelschiene klemmend oder rastend fixiert werden und lässt sich somit einfach montieren. Der Lagerbock könnte auch aus dem Material der Mittelschiene geformt sein.

    [0011] Das Stützelement ist bevorzugt als drehbar gelagerte Stützrolle ausgebildet ist. Dabei kann die Stützrolle optional drehbar und verschiebbar an dem Lagerbock gehalten sein, um zwischen der angehobenen und abgesenkten Position bewegt werden zu können. In einer alternativen Ausgestaltung ist das Stützelement als verschiebbarer Stößel ausgebildet, der mit Gleitflächen entlang der Führungsschiene und der Laufschiene verfahrbar ist, um angehoben und abgesenkt zu werden.

    [0012] Die Mittelschiene bildet vorzugsweise eine obere Laufbahn für die zweiten Wälzkörper aus, die vorzugsweise an einem horizontal ausgerichteten Steg ausgebildet ist, wobei die zweiten Wälzkörper zumindest teilweise über eine Öffnung bewegbar sind, die von der Stützrolle in der angehobenen Position durchgriffen ist. Wenn die Stützrolle in der ausgefahrenen Position der Auszugsführung abgesenkt ist, können die Wälzkörper zumindest teilweise, vorzugsweise auch vollständig, über die Öffnung an der Mittelschiene verfahren werden. Die zweiten Wälzkörper sind dabei vorzugsweise in eine horizontale Richtung senkrecht zur Längsrichtung der Mittelschiene länger ausgebildet als die Öffnung für die Stützrolle, so dass im Bereich der Öffnung die Wälzkörper in dem Bereich benachbart zu der Öffnung abgestützt sind. Optional kann auch ein Teil der Wälzkörper über eine Stirnseite der Mittelschiene hinaus verfahren werden, um die maximale Stützweite der Auszugsführung zu vergrößern.

    [0013] Die Laufschiene weist bevorzugt eine nach unten hervorstehende Prägung auf, die in der eingefahrenen Position auf der Stützrolle aufliegt. Die Prägung kann dabei streifenförmig in Längsrichtung der Laufschiene ausgebildet sein und umfasst eine Anlaufschräge, um ein sanftes Anfahren der Laufschiene auf die Stützrolle zu gewährleisten.

    [0014] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
    Figur 1
    eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Auszugsführung;
    Figur 2
    eine perspektivische Explosionsdarstellung der Auszugsführung der Figur 1;
    Figur 3
    eine perspektivische Ansicht der Auszugsführung der Figur 1 ohne Laufschiene;
    Figuren 4 und 5
    zwei Detailansichten der Auszugsführung der Figur 1 und 2 im Bereich der Stützrolle;
    Figur 6
    eine Detailansicht der Auszugsführung ohne Laufschiene mit abgesenkter Stützrolle;
    Figuren 7A und 7B
    zwei Schnittansichten der Auszugsführung im Bereich der Stützrolle in unterschiedlichen Positionen;
    Figuren 8A und 8B
    eine Explosionszeichnung und eine Ansicht der Mittelschiene und eines Wälzkörperkäfigs in einer ausgefahrenen Position der Auszugsführung, und
    Figuren 9 bis 11
    mehrere Ansichten der Mittelschiene der Auszugsführung der Figur 1 beim Verfahren des vorderen Wälzkörperkäfigs über die Öffnung mit der Stützrolle.


    [0015] Eine Auszugsführung 1 umfasst eine stationäre Führungsschiene 4, die an einem Korpus eines Möbels oder eines Haushaltsgerätes festlegbar ist, und an der eine Mittelschiene 3 verfahrbar ist. An der Mittelschiene 3 ist eine Laufschiene 2 verfahrbar gehalten.

    [0016] Wie der Figur 2 zu entnehmen ist, besitzt die Führungsschiene 4 an einem horizontalen Steg eine obere Laufbahn 40 für erste Wälzkörper 7, die in einem Wälzkörperkäfig 8 gehalten sind. Die Wälzkörper 7 sind in dem dargestellten Ausführungsbeispiel als Zylinder ausgebildet, können jedoch auch eine andere Form, wie Kugeln oder Tonnen oder ballige Rollen, aufweisen. Dabei sind zwei voneinander beabstandete Wälzkörperkäfige 8 vorgesehen, an denen jeweils Wälzkörper 7 gehalten sind. Die Wälzkörper 7 rollen dabei nicht nur auf der oberen Laufbahn 40 ab, sondern auch an einem vertikalen Steg 42 und an einer Unterseite des horizontalen Steges mit der Laufbahn 40.

    [0017] An der Mittelschiene 3 sind zweite Wälzkörper 5 verfahrbar, die jeweils an einem Wälzkörperkäfig 6 gehalten sind. Dabei sind ebenfalls zwei voneinander beabstandete Wälzkörperkäfige 6 vorgesehen, wobei der vorderste Wälzkörper 5 des vorderen Wälzköperkäfigs 6 und der hinterste Wälzkörper 5 des hinteren Wälzköperkäfigs 6 die maximale Stützweite definieren. Die Wälzkörper 5 laufen zumindest teilweise an einer oberen Laufbahn 30 ab, die an einer Oberseite eines horizontalen Steges der Mittelschiene 3 ausgebildet ist. Die Mittelschiene 3 umfasst ferner zwei seitliche Stege 31, an denen weitere Wälzkörper 5 abrollen, um eine seitliche Führung zu gewährleisten. Die Laufschiene 2 ist auf den Wälzkörpern 5 abgestützt, die auf der oberen Laufbahn 30 abrollen.

    [0018] Die Wälzkörper 5 und 7 können optional alle baugleich ausgebildet sein. Es ist aber auch möglich, einzelne Wälzkörper 5 und 7 unterschiedlich im Hinblick auf das eingesetzte Material oder die Geometrie auszubilden.

    [0019] In der Einbauposition wirken Gewichtskräfte von einem oberen Steg der Laufschiene 2 auf die Wälzkörper 5, die auf der oberen Laufbahn 30 abrollen und somit in vertikale Richtung die Kräfte übernehmen. Der Begriff "vertikal" bezieht sich dabei auf die übliche Einbausituation der Auszugsführung 1, bei der die Gewichtskräfte über die Wälzkörper 5 an der Laufbahn 30 und über die Wälzkörper 7 an der Laufbahn 40 abgetragen werden, wobei die Auszugsführung 1 auch in anderen Positionen montiert werden kann.

    [0020] An der Mittelschiene 3 befindet sich am vorderen Ende ein Stützelement in Form einer Stützrolle 10, die in der eingefahrenen Position der Auszugsführung 1 eine Abstützung der Laufschiene 2 an der Führungsschiene 4 bewirkt. Ferner ist an der Mittelschiene 3 wenigstens eine fest positionierte Laufrolle 9 drehbar gelagert, die zur Abstützung der Laufschiene 2 dient. Die wenigstens eine Laufrolle befindet sich zwischen dem vorderen und hinteren Wälzkörperkäfig 6. Die Wälzkörperkäfige 6 und 8 können über Synchronisierungsmittel optional miteinander verbunden sein. Die Synchronisierungsmittel können als Seilsteuerung oder als Getriebesteuerung mit Zahnstange und Zahnrad ausgeführt sein.

    [0021] In Figur 3 ist die eingefahrene Position der Auszugsführung 1 ohne die Laufschiene 2 dargestellt. Es ist erkennbar, dass die Stützrolle 10 den horizontalen Steg mit der Laufbahn 30 an der Mittelschiene 3 durchgreift und geringfügig hervorsteht, so dass die Laufschiene 2 im Bereich einer Prägung 21 an der Stützrolle 10 abgestützt ist. Die Stützrolle 10 ist in der eingefahrenen Position an dem horizontalen Steg mit der Laufbahn 40 abgestützt, so dass im vorderen Bereich über die Stützrolle 10 Gewichtskräfte abgetragen werden können. Zudem können Gewichtskräfte von der Laufschiene 2 über die Wälzkörper 5 an den beiden Wälzkörperkäfigen 6 abgetragen werden, die beabstandet von der Stützrolle 10 angeordnet sind.

    [0022] In Figur 4 ist der vordere Abschnitt der Auszugsführung 1 in einer eingefahrenen Position gezeigt. Es ist erkennbar, dass eine streifenförmige, nach unten ausgebildete Prägung 21 oberhalb eines Endes der Mittelschiene 3 angeordnet ist und auf der nicht dargestellten Stützrolle 10 abgestützt ist, die wiederum an ihrer Unterseite auf der Laufbahn 40 der Führungsschiene 4 abgestützt ist. Die Prägung 21 ist integral mit der Laufschiene 2 ausgebildet und steht von einer Laufbahn 20 an einem horizontalen oberen Steg der Laufschiene 2 nach unten hervor. An einem Ende der Prägung 21 ist eine Anlaufschräge 22 ausgebildet, die schräg zur Horizontalen verläuft und ein Auflaufen auf die Stützrolle 10 ermöglicht.

    [0023] In Figur 5 ist der Endbereich der Auszugsführung in der eingefahrenen Position ohne die Laufschiene 2 gezeigt. Es ist erkennbar, dass die Stützrolle 10 eine schlitzförmige Öffnung 11 an der Mittelschiene 3 durchgreift, wobei die Öffnung 11 in Verlängerung der Laufbahn 30 ausgebildet ist. Ferner ist ein Endabschnitt der Laufbahn 40 an der Führungsschiene 4 gezeigt, der einen abgewinkelten Steg aufweist, der eine Anlaufschräge 41 für die Stützrolle 10 ausbildet.

    [0024] In Figur 6 ist die Stützrolle 10 in einer gegenüber Figur 5 abgesenkten Position gezeigt, in der ein oberer Umfang der Stützrolle 10 nicht über die Mittelschiene 3 hervorsteht.

    [0025] In Figur 7A ist die Auszugsführung 1 im Bereich der Stützrolle 10 im Schnitt gezeigt. Die Stützrolle 10 rollt auf der Lauffläche 40 der Führungsschiene 4 ab und ist in der angehobenen Position angeordnet. Die Stützrolle 10 weist an gegenüberliegenden Seiten hervorstehende Zapfen 12 auf, die absenkbar in einem nach oben offenen Schlitz 14 oder in einer Aufnahme angeordnet sind, wobei die Schlitze 14 an einem Lagerbock 13 ausgebildet sind, der an der Mittelschiene 3 fixiert ist. Dadurch kann sich die Stützrolle 10 absenkbar bewegen und ist mit Spiel in dem Schlitz 14 geführt.

    [0026] Wie der Vergleich der Figuren 7A und 7B zeigt, wird bei der Ausfahrbewegung der Auszugsführung die Stützrolle 10 entlang der Laufbahn 40 bewegt, bis die Stützrolle 10 den abgebogenen Steg mit der Anlaufschräge 41 erreicht. Dann wird die Stützrolle 10 aufgrund der Schwerkraft von der angehobenen Position in die abgesenkte Position bewegt, so dass die Zapfen 12 innerhalb des Schlitzes 14 nach unten bewegt werden. In der abgesenkten Position befindet sich ein oberer Umfang der Stützrolle 10 unterhalb der Laufbahn 30 an der Mittelschiene 3.

    [0027] In Figur 8A ist die Mittelschiene an dem vorderen Endabschnitt mit der Stützrolle 10 und einem Wälzkörperkäfig 6 gezeigt. Die im Wesentlichen U-förmig aus einem Stahlblech gebogene Mittelschiene 3 umfasst eine rechteckförmige Öffnung 11, in der die Stützrolle 10 angeordnet ist. An der Öffnung 11 ist ein Lagerbock 13 fixiert, der über Stege 15 klemmend oder rastend an der Öffnung 11 montiert ist, um die Stützrolle 10 in vertikale Richtung beweglich zu lagern. Die Stege 15 können bei einer klemmenden Fixierung als Einschubbegrenzung dienen, damit der Lagerbock nicht in die obere Laufbahn eingreift. Die seitlich hervorstehenden Zapfen 12 sind in die beiden Schlitze 14 oder Aufnahmen an dem Lagerbock 13 einfügbar.

    [0028] Wie in Figur 8B gezeigt ist, können die zylinderförmigen Wälzkörper 5 auf der oberen Laufbahn 30 der Mittelschiene 3 bis zu der Stützrolle 10 verfahren werden. Die Wälzkörper 5 sind dabei in eine horizontale Richtung senkrecht zur Längsrichtung der Mittelschiene 3 länger ausgebildet als die Öffnung 11. Die Wälzkörper können beispielsweise mindestens doppelt so lang sein. Die Öffnung 11 ist rechteckförmig ausgebildet, und ihre Längsrichtung ist in etwa parallel zur Längsrichtung der Mittelschiene 3 ausgerichtet.

    [0029] Die Öffnung 11 in der Mittelschiene 3 mit dem Lagerbocks 13 und der drehbar und absenkbar gelagerten Stützrolle 10 ergeben zusammen eine Lagerstelle für die Stützanordnung.

    [0030] In Figur 9 ist die Mittelschiene 3 zusammen mit den vorderen Wälzkörperkäfig 6 gezeigt, wobei die Wälzkörper 5 entlang der oberen Laufbahn 30 der Mittelschiene 3 verfahren werden. Die Stützrolle 10 befindet sich bereits in der abgesenkten Position und steht nicht über die Laufbahn 30 hervor. Dadurch können die Wälzkörper 5 in dem Bereich der Öffnung 11 verfahren werden, wie dies in Figur 10 gezeigt ist. In Figur 10 ist der vorderste Wälzkörper 5 an einem stirnseitigen Ende der Laufbahn 30 angelangt. Die Gewichtskräfte können somit von dem vordersten Wälzkörper 5 auf die Laufbahn 30 übertragen werden. Die Öffnung 11 ist vollständig durch die Wälzkörper 5 und den Wälzkörperkäfig 6 überdeckt.

    [0031] Optional ist es möglich, den Wälzkörperkäfig 6 in der maximal ausgefahrenen Position der Laufschiene 2 noch weiter in Auszugsrichtung zu bewegen, die dies in Figur 11 gezeigt ist. Dann liegt der vorderste Wälzkörper 5 nicht mehr auf der Laufbahn 30 auf, sondern steht frei hervor. Die Gewichtskräfte der Laufschiene 2 werden dann über einen anderen Wälzkörper 5 auf die Laufbahn 30 übertragen. Durch diese Maßnahme lässt sich die maximale Stützweite zwischen dem vordersten Wälzkörper an dem vorderen Wälzkörperkäfig und dem hintersten Wälzkörper 5 an dem hinteren Wälzkörper 5 noch etwas vergrößern.

    [0032] In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Mittelschiene 3 im Wesentlichen U-förmig gebogen. Es ist natürlich auch möglich, die Auszugsführung 1 aus Schienen herzustellen, die eine andere Querschnittsgeometrie aufweisen.

    [0033] Die Anlaufschräge 22 an der Prägung 21 und die Anlaufschräge 41 an der Führungsschiene 4 sind in der eingebauten Position geneigt zur Horizontalen ausgerichtet und können im Hinblick auf die Länge und den Steigungswinkel modifiziert werden.

    [0034] Statt der Stützrolle 10 kann in einer alternativen Ausgestaltung das Stützelement auch als verschiebbarer Stößel ausgebildet sein, der mit Gleitflächen entlang der Führungsschiene und der Laufschiene verfahrbar ist, um angehoben und abgesenkt zu werden.

    Bezugszeichenliste



    [0035] 
    1
    Auszugsführung
    2
    Laufschiene
    3
    Mittelschiene
    4
    Führungsschiene
    5
    Wälzkörper
    6
    Wälzkörperkäfig
    7
    Wälzkörper
    8
    Wälzkörperkäfig
    9
    Laufrolle
    10
    Stützrolle
    11
    Öffnung
    12
    Zapfen
    13
    Lagerbock
    14
    Langloch
    15
    Steg
    20
    Laufbahn
    21
    Prägung
    22
    Anlaufschräge
    30
    Laufbahn
    31
    Steg
    40
    Laufbahn
    41
    Anlaufschräge
    42
    vertikaler Steg



    Ansprüche

    1. Auszugsführung (1), umfassend:

    a) eine an einem Korpus festlegbare stationäre Führungsschiene (4);

    b) eine über erste Wälzkörper (7), die in einem ersten Wälzkörperkäfig (8) angeordnet sind, verfahrbar an der Führungsschiene (4) gehaltene Mittelschiene (3);

    c) eine über zweite Wälzkörper (5), die in einem zweiten Wälzkörperkäfig (6) angeordnet sind, verfahrbar an der Mittelschiene (3) gehaltene Laufschiene (2), wobei

    d) eine Öffnung an der Mittelschiene (3) für ein Stützelement (10) vorgesehen ist, das in einer Einzugsposition der Auszugsführung (1) die Laufschiene (2) an der Führungsschiene (4) abstützt, und

    e) das Stützelement (10) an der Mittelschiene (3) absenkbar gelagert ist,

    dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung für das Stützelement (10) von wenigstens einem der zweiten Wälzkörper (5) überfahrbar ist.
     
    2. Auszugsführung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Stützelement (10) von einer angehobenen Position in der Einzugsposition der Auszugsführung (1) in eine abgesenkte Position in einer ausgefahrenen Position der Auszugsführung (1) bewegbar ist.
     
    3. Auszugsführung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Stützelement (10) in der angehobenen Position eine Öffnung (11) in der Mittelschiene (3) durchgreift und in der abgesenkten Position eine Oberseite des Stützelementes (10) nicht über eine obere Laufbahn (30) der Mittelschiene (3) hervorsteht.
     
    4. Auszugsführung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsschiene (4) eine Anlaufschräge (41) zum Anheben oder Absenken des Stützelementes (10) aufweist.
     
    5. Auszugsführung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der Mittelschiene (3) ein Lagerbock (13) fixiert ist, der das Stützelement (10) absenkbar und bewegbar lagert.
     
    6. Auszugsführung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Lagerbock (13) zwei Schlitze (14) oder längliche Aufnahmen aufweist, in die seitlich von der Stützelement (10) hervorstehende Zapfen (12) eingreifen.
     
    7. Auszugsführung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Lagerbock (13) an der Mittelschiene (3) klemmend oder rastend fixiert oder integral aus der Mittelschiene gebildet ist.
     
    8. Auszugsführung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Lagerbock (13) in einer Raumrichtung beabstandet von der oberen Laufbahn (30) der Mittelschiene (3) angeordnet ist.
     
    9. Auszugsführung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittelschiene (3) eine obere Laufbahn (30) für die zweiten Wälzkörper (5) ausbildet und die zweiten Wälzkörper (5) zumindest teilweise über eine Öffnung (11) bewegbar sind, die von der Stützrolle (10) in der angehobenen Position durchgriffen ist.
     
    10. Auszugsführung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zweiten Wälzkörper (5) in eine horizontale Richtung senkrecht zur Längsrichtung der Mittelschiene (3) länger ausgebildet sind als die Öffnung (11) für das Stützelement (10).
     
    11. Auszugsführung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Laufschiene (2) eine nach unten hervorstehende Prägung (21) aufweist, die in der eingefahrenen Position auf dem Stützelement (10) aufliegt.
     
    12. Auszugsführung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Prägung (21) streifenförmig in Längsrichtung der Laufschiene (2) ausgebildet ist und eine Anlaufschräge (22) aufweist.
     
    13. Auszugsführung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Stützelement (10) als drehbar gelagerte Stützrolle ausgebildet ist.
     


    Claims

    1. Pullout guide (1), comprising:

    a) a stationary guide rail (4) that can be fixed to a body;

    b) a middle rail (3) that is movably held on the guide rail (4) by means of first rolling elements (7), arranged in a first rolling element cage (8);

    c) a running rail (2) that is movably held on the middle rail (3) via second rolling elements (5), arranged in a second rolling element cage (6), wherein

    d) an opening is provided on the middle rail (3) for a support element (10), which supports the running rail (2) on the guide rail (4) in a retracted position of the pullout guide (1), and

    e) the support element (10) is mounted on the middle rail (3) so that it can be lowered,

    characterized in that at least one of the second rolling elements (5) can pass over the opening for the support element (10).
     
    2. Pullout guide according to claim 1, characterized in that the support element (10) is movable from a raised position in the retracted position of the pullout guide (1) to a lowered position in an extended position of the pullout guide (1).
     
    3. Pullout guide according to claim 2, characterized in that in the raised position the support element (10) extends through an opening (11) in the middle rail (3) and in the lowered position an upper surface of the support element (10) does not protrude beyond an upper track (30) of the middle rail (3).
     
    4. Pullout guide according to one of the preceding claims, characterized in that the guide rail (4) has an approach slope (41) for raising or lowering the support element (10).
     
    5. Pullout guide according to one of the preceding claims, characterized in that a bearing block (13) is fixed to the middle rail (3) that supports the support element (10) in a lowerable and movable manner.
     
    6. Pullout guide according to claim 5, characterized in that the bearing block (13) has two slots (14) or elongated receptacles in which pins (12) projecting laterally from the support element (10) engage.
     
    7. Pullout guide according to claim 5 or 6, characterized in that the bearing block (13) is fixed to the middle rail (3) in a clamping or latching manner or is integrally formed from the middle rail.
     
    8. Pullout guide according to claim 5, characterized in that the bearing block (13) is arranged at a distance from the upper track (30) of the middle rail (3) in a spatial direction.
     
    9. Pullout guide according to any one of the preceding claims, characterized in that the middle rail (3) forms an upper track (30) for the second rolling elements (5) and the second rolling elements (5) can at least partially move over an opening (11) through which the support roller (10) passes in the raised position.
     
    10. Pullout guide according to any one of the preceding claims, characterized in that the second rolling elements (5) are formed longer in a horizontal direction perpendicular to the longitudinal direction of the middle rail (3) than the opening (11) for the support element (10).
     
    11. Pullout guide according to one of the preceding claims, characterized in that the running rail (2) has a downwardly projecting embossing (21) which, in the retracted position, rests on the support element (10).
     
    12. Pullout guide according to claim 10, characterized in that the embossing (21) is formed in the shape of a strip in the longitudinal direction of the running rail (2) and has an approach slope (22).
     
    13. Pullout guide according to one of the preceding claims, characterized in that the support element (10) is designed as a rotatably mounted support roller.
     


    Revendications

    1. Guide de tiroir (1) comprenant :

    a) un rail de guidage (4), fixe, fixé à un corps de meuble,

    b) un rail intermédiaire (3) maintenu mobile sur le rail de guidage (4) par des premiers organes de roulement (7) logés dans une première cage d'organes de roulements (8),

    c) un rail de circulation (2) maintenu mobile sur le rail intermédiaire (3) par des seconds organes de roulement (5) logés dans une seconde cage d'organes de roulements (6),
    dans lequel

    d) le rail intermédiaire (3) a un orifice pour élément d'appui (10) qui soutient le rail de circulation (2) par rapport au rail de guidage (4) en position rentrée du guide de tiroir (1), et

    e) l'élément d'appui (10) est monté de manière à pouvoir être abaissé sur le rail médian (3),

    guide caractérisé en ce que
    l'orifice de l'élément d'appui (10) peut être traversé par au moins un des seconds organes de roulement (5).
     
    2. Guide de tiroir selon la revendication 1,
    caractérisé en ce que
    l'élément d'appui (10) est mobile entre une position soulevée en position rentrée du guide de tiroir (1) vers une position abaissée en position sortie du guide de tiroir (1).
     
    3. Guide de tiroir selon la revendication 2,
    caractérisé en ce que
    dans la position soulevée, l'élément d'appui (10) traverse un orifice (11) du rail intermédiaire (3) et en position abaissée, le côté supérieur de l'élément d'appui (10) ne dépasse pas le chemin de circulation supérieur (30) du rail intermédiaire (3).
     
    4. Guide de tiroir selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que
    le rail de guidage (4) comporte une rampe d'attaque (41) pour soulever ou abaisser l'élément d'appui (10).
     
    5. Guide de tiroir selon l'une des revendications précédentes,
    caractérisé en ce que
    un support de palier (13) est fixé au rail intermédiaire (3) et il reçoit l'élément d'appui (10) de façon à pouvoir s'abaisser et se soulever.
     
    6. Guide de tiroir selon la revendication 5,
    caractérisé en ce que
    le support de palier (13) comporte deux fentes (14) ou logements allongés recevant des goujons (12) dépassant latéralement de l'élément d'appui (10).
     
    7. Guide de tiroir selon l'une des revendications 5 ou 6,
    caractérisé en ce que
    le support de palier (13) est fixé par serrage ou par blocage au rail intermédiaire (3) ou encore il est réalisé en une seule pièce avec le rail intermédiaire.
     
    8. Guide de tiroir selon la revendication 5,
    caractérisé en ce que
    le support de palier (13) est écarté dans l'espace par rapport au chemin de circulation supérieur (30) du rail intermédiaire (3).
     
    9. Guide de tiroir selon l'une des revendications précédentes,
    caractérisé en ce que
    le rail intermédiaire (3) réalise un chemin de circulation supérieur (30) pour les seconds organes de roulement (5) et ces seconds organes de roulement (5) sont mobiles au moins partiellement pour passer sur une ouverture (11) traversée par le galet d'appui (10) en position soulevée.
     
    10. Guide de tiroir selon l'une des revendications précédentes,
    caractérisé en ce que
    les seconds organes de roulement (5) sont plus longs dans une direction horizontale perpendiculaire à la direction longitudinale du rail intermédiaire (3) que l'ouverture (11) pour l'élément d'appui (10).
     
    11. Guide de tiroir selon l'une des revendications précédentes,
    caractérisé en ce que
    le rail de circulation (2) comporte un enfoncement (21) en saillie vers le bas, et qui s'appuie sur l'élément d'appui (10) en position rentrée.
     
    12. Guide de tiroir selon la revendication 10,
    caractérisé en ce que
    l'enfoncement (21) est réalisé en forme de bande dans la direction longitudinale du rail de circulation (2) et comporte une rampe d'attaque (22).
     
    13. Guide de tiroir selon l'une des revendications précédentes,
    caractérisé en ce que
    l'élément d'appui (10) est sous la forme d'un galet d'appui monté à rotation.
     




    Zeichnung












































    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente