[0001] Die Erfindung betrifft eine Ablaufgarnitur, insbesondere für Dusch- oder Badewannen,
mit einem Ablaufgehäuse, das einen von einer oberen Einlassöffnung her zugänglichen
Innenraum aufweist, mit einem von dem Ablaufgehäuse abstehenden Ablaufstutzen, mit
einer eine Überlaufkante definierenden Trennwand zwischen dem Innenraum und dem Ablaufstutzen,
wobei die Trennwand als integraler Bestandteil des Ablaufgehäuses einstückig mit dem
Ablaufgehäuse verbunden ist, und mit einem in das Ablaufgehäuse eingesetzten, aus
demselben entnehmbaren, einen Teil eines Geruchverschlusses bildenden Tauchrohr.
[0002] Eine derartige Ablaufgarnitur ist aus der
EP 2 363 543 B1 bekannt. Die Ablaufgarnitur hat eine zwischen dem Innenraum und dem Ablaufstutzen
liegende, eine Überlaufkante definierende Gehäusewand (Trennwand). In der Gehäusewand
ist für Reinigungszwecke eine Öffnung ausgebildet, die durch einen herausnehmbaren
Stopfen verschlossen ist, der ein vom Innenraum her zugängliches Griffelement aufweist.
Der in die Reinigungsöffnung eingesetzte Stopfen wird durch das in das Ablaufgehäuse
eingesetzte Tauchrohr in Schließposition gehalten und fixiert. Er bleibt daher selbst
bei Verwendung einer Saugglocke zur Reinigung der Ablaufgarnitur und der daran angeschlossenen
Ablaufleitung sicher in der Reinigungsöffnung angeordnet und dichtet diese zuverlässig
ab, um einen Sperrwasserverlust im Geruchverschluss zu verhindern. Andererseits kann
der Stopfen aber auch nach Entnahme des Tauchrohres einfach aus der Öffnung entnommen
werden, um bei Bedarf den Ablaufstutzen sowie die daran angeschlossene Ablaufleitung
mittels einer biegsamen Reinigungsspirale oder eines Druckwasser-Spülschlauches zu
reinigen.
[0003] Die aus der
EP 2 363 543 B1 bekannte Ablaufgarnitur der Anmelderin hat sich in der Praxis sehr gut bewährt. Gleichwohl
scheint diese Ablaufgarnitur hinsichtlich einer mitunter erforderlichen Reinigung
noch verbesserungsfähig.
[0004] Die
DE 20 2008 010 106 U1 offenbart eine Ablaufgarnitur für Duschwannen, mit einem Gehäuse, das eine Zulauföffnung
und eine Ablauföffnung aufweist. In dem Gehäuse ist ein Geruchverschluss angeordnet,
der einen becherförmigen Behälter und ein in den Behälter hineinragendes Tauchrohr
aufweist. Das Tauchrohr ist an der Zulauföffnung des Gehäuses entfernbar gehalten.
Der mittlere horizontale Außendurchmesser des Behälters ist größer als der mittlere
Innendurchmesser der Zulauföffnung. Der Behälter ist flexibel ausgebildet, sodass
er nach Entnahme des Tauchrohres soweit zusammendrückbar ist, dass er im zusammengedrückten
Zustand durch die Zulauföffnung hindurch aus dem Gehäuse entnehmbar sowie umgekehrt
in das Gehäuse einsetzbar ist.
[0005] Die
DE 10 2013 204 292 A1 offenbart einen Siphoneinsatz für bodengleiche Duschen, mit einem Sperrwassertopf
zur Aufnahme in einem Ablauftopf eines unterhalb eines Duschbodens angeordneten Unterbodenablaufs
und einem Tauchrohr zur Aufnahme in einer Ablauföffnung eines oberhalb des Unterbodenablaufs
angeordneten Flächenablaufs und zur Einleitung von Oberflächenwasser in den Sperrwassertopf.
Der Sperrwassertopf ist flexibel verformbar ausgebildet, derart, dass er aus einer
Montagekonfiguration, in welcher er durch die Ablauföffnung in den Ablauftopf des
Unterbodenablaufs einführbar ist, in eine Betriebskonfiguration, in welcher er in
zumindest einer zur Ebene der Ablauföffnung parallelen Richtung eine größere Abmessung
aufweist als die Ablauföffnung, überführbar. Ebenso kann der flexible Sperrwassertopf,
der z. B. aus Gummi besteht, nach Entfernen des Tauchrohres innerhalb des Ablauftopfes
des Unterbodenablaufs deformiert werden, sodass er im deformierten Zustand umgekehrt
durch die Ablauföffnung hindurch aus dem Ablauftopf des Unterbodenablaufs entnommen
werden kann.
[0006] Die
EP 3 255 216 A1 offenbart eine Ablaufgarnitur mit Geruchverschluss für Duschen und Badewannen. Die
Ablaufgarnitur hat ein Gehäuse mit einem Einlassabschnitt und einem Auslassabschnitt,
wobei der Auslassabschnitt über einen Zwischenabschnitt mit dem Einlassabschnitt verbunden
ist. Der Einlassabschnitt weist ein einstückig mit dem Gehäuse ausgebildetes Tauchrohr
auf. Der Zwischenabschnitt hat einen Bodenabschnitt, an dem innenseitig ein tassenförmiger
Sperrwassertopf aus flexiblem Elastomermaterial befestigt ist. Der Einlassabschnitt
weist auf der Gehäuseinnenseite einen ringförmig ausgebildeten, in Richtung Sperrwassertopf
vorstehenden Vorsprung auf. Im sperrwasserlosen Zustand liegt die flexible Wandung
des Sperrwassertopfes mit ihrem Umfangskantenrand dichtend an dem ringförmigen Vorsprung
an. Befindet sich in dem Sperrwassertopf ein bestimmtes Sperrwasservolumen, so ragt
das Tauchrohr in das Sperrwasser und bildet mit diesem eine Geruchsperre. Aufgrund
des Gewichts des Sperrwassers weitet sich der flexible Sperrwassertopf dergestalt,
dass sich sein Umfangskantenrand von dem ringförmigen Vorsprung entfernt und eine
ringförmige Öffnung entsteht, über die vom Einlassabschnitt zufließendes Wasser in
Richtung Auslassabschnitt abfließen kann. Der den Sperrwassertopf tragende Bodenabschnitt
kann zur Reinigung der Ablaufgarnitur aus dem Zwischenabschnitt des Gehäuses entnommen
und anschließend darin wieder dichtend eingesetzt werden.
[0007] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Ablaufgarnitur
der eingangs genannten Art hinsichtlich einer einfachen Reinigung derselben zu verbessern.
[0008] Diese Aufgabe wird durch eine Ablaufgarnitur mit den in Anspruch 1 angegebenen Merkmalen
gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Ablaufgarnitur sind in
den Unteransprüchen angegeben.
[0009] Die erfindungsgemäße Ablaufgarnitur ist dadurch gekennzeichnet, dass die eine Überlaufkante
definierende Trennwand flexibel verformbar ist, derart, dass ein Abschnitt der Überlaufkante
durch mechanische Druckeinwirkung seitlich in Richtung des Innenraums des Ablaufgehäuses
muldenförmig verformbar ist. Hierdurch wird es möglich, dass hinter der Trennwand
liegende Bereiche des Ablaufgehäuses für eine Reinigung erheblich einfacher zugänglich
werden.
[0010] Mit dem Ausdruck "muldenförmig verformbar" ist insbesondere ein reversibles Erzeugen
einer Mulde oder muldenförmigen Vertiefung in der Trennwand gemeint. Die flexible
Verformbarkeit der Trennwand der erfindungsgemäßen Ablaufgarnitur ist jedoch hierauf
nicht beschränkt. Vielmehr umfasst die flexible Verformbarkeit der Trennwand auch
ein teilweises oder vollständiges Umkrempeln der flexibel verformbaren Trennwand entlang
ihrer Überlaufkante.
[0011] Die flexibel verformbare Trennwand der erfindungsgemäßen Ablaufgarnitur ist reversibel
verformbar.
[0012] Die eine Überlaufkante definierende Trennwand ist vorzugsweise ringförmig ausgebildet,
so dass sie den von der oberen Einlassöffnung her zugänglichen Innenraum des Ablaufgehäuses
umlaufend begrenzt, wobei das Ablaufgehäuse zusammen mit der Trennwand einen ringförmigen,
den Innenraum umgebenden Ablaufkanal begrenzt.
[0013] Die flexible Verformbarkeit der Trennwand wird beispielsweise durch Materialeigenschaften
erreicht, die eine plastische oder elastische Verformung der Trennwand zumindest entlang
eines Teilabschnitts der Überlaufkante ermöglichen.
[0014] Erfindungsgemäß ist die Trennwand derart flexibel verformbar, dass ein Abschnitt
der Überlaufkante durch mechanische Druckeinwirkung seitlich in Richtung des Innenraums
des Ablaufgehäuses muldenförmig verformbar ist. Anders ausgedrückt, ist die Trennwand
bei dieser Ausgestaltung derart flexibel verformbar, dass ein Abschnitt der Überlaufkante
durch mechanische Druckeinwirkung einwärts in Richtung eines topfförmigen Abschnitts
des Ablaufgehäuses muldenförmig verformbar ist. Hierdurch wird beispielsweise ein
in den Ablaufstutzen mündender Ablaufkanal, der vom Innenraum des Ablaufgehäuses aus
gesehen hinter der Trennwand liegt und diese vorzugsweise ringförmig oder zumindest
abschnittsweise umgibt, für eine Reinigung einfacher zugänglich.
[0015] Eine vorteilhafte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Ablaufgarnitur sieht vor, dass
die Trennwand derart flexibel verformbar ist, dass ein Abschnitt der Überlaufkante
durch mechanische Druckeinwirkung seitlich in Richtung des Ablaufstutzens muldenförmig
verformbar ist. Anders ausgedrückt, ist die Trennwand bei dieser Ausgestaltung derart
flexibel verformbar, dass ein Abschnitt der Überlaufkante durch mechanische Druckeinwirkung
seitlich nach außen in Richtung einer Gehäusewand des Ablaufgehäuses bzw. des Gehäuseunterteils
muldenförmig verformbar ist. Diese Ausgestaltung ermöglicht eine einfache Reinigung
des Ablaufstutzens sowie einer daran angeschlossenen Ablaufleitung mittels einer biegsamen
Reinigungsspirale oder eines Druckwasser-Spülschlauchs, und dies im Unterschied zu
der aus der
EP 2 363 543 B1 bekannten Ablaufgarnitur ohne eine in der Trennwand ausgebildete, durch einen entnehmbaren
Stopfen verschließbare Reinigungsöffnung.
[0016] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Ablaufgarnitur
ist das Ablaufgehäuse aus einem Gehäuseunterteil und einem Gehäuseoberteil zusammengesetzt,
wobei das Gehäuseunterteil zusammen mit der Trennwand einen Aufnahmeraum zur Aufnahme
von Sperrwasser definiert, wobei das Gehäuseunterteil einen sich relativ zu dem Aufnahmeraum
nach außen erstreckenden Absatz aufweist, wobei der Absatz in eine sich nach oben
in Richtung des Gehäuseoberteils erstreckende Gehäusewand übergeht, und wobei die
Gehäusewand, der Absatz und die flexibel verformbare Trennwand einen Ablaufkanal definieren,
der in den Ablaufstutzen mündet. Durch diese Ausgestaltung lässt sich bei vergleichsweise
kompakten Abmessungen des Ablaufgehäuses eine hohe Ablaufleistung erzielen. Im Unterschied
zu der aus der
EP 2 363 543 B1 bekannten Ablaufgarnitur erfordert die erfindungsgemäße Ablaufgarnitur keine doppelwandige
Ausführung der eine Überlaufkante definierenden Trennwand; vielmehr kann die Trennwand
bei der erfindungsgemäßen Ablaufgarnitur als einwandige Trennwand ausgeführt werden,
wodurch Material für die Trennwand gespart werden kann und sich Abmessungen des Ablaufgehäuses
reduzieren lassen.
[0017] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Ablaufgarnitur ist
dadurch gekennzeichnet, dass die flexibel verformbare Trennwand aus einer Weichkomponente,
vorzugsweise aus einem Elastomer oder aus einem Polyolefin, gefertigt ist. Hierdurch
lässt sich eine gute Verformbarkeit der Trennwand im Falle einer erforderlichen Reinigung
eines hinter der Trennwand gelegenen Ablaufbereichs erzielen. Die flexible verformbare
Trennwand lässt sich als integraler Bestandteil des Ablaufgehäuses zuverlässig und
kostengünstig durch Zwei- oder Mehrkomponenten-Spritzgießen herstellen, wobei die
Trennwand und der mit der Trennwand unmittelbar verbundene Teil des Ablaufgehäuses
aus unterschiedlichen Kunststoffen hergestellt werden. Bei der Weichkomponente handelt
es beispielsweise um einen elastischen Kunststoff, vorzugsweise gummielastischen Kunststoff,
aus der Gruppe der vernetzten oder thermoplastischen Kunststoffe.
[0018] Das Gehäuseunterteil und/oder das Gehäuseoberteil sind beispielsweise aus einer Hartkomponente,
vorzugsweise aus thermoplastischem Kunststoff, besonders bevorzugt aus Polypropylen,
gefertigt. Das betreffende Gehäuseteil lässt sich somit in komplexer Form und mit
hoher Formstabilität kostengünstig herstellen.
[0019] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Ablaufgarnitur
weist die Trennwand einen bogenförmigen, nach innen in Richtung Tauchrohr gewölbten
Wandabschnitt auf, der dem Ablaufstutzen zugewandt ist. Diese Ausgestaltung der Trennwand
ermöglicht bei passender Ausgestaltung des Tauchrohres mit einem daran ausgebildeten
Einlaufflächenabschnitt, der den bogenförmigen, nach innen in Richtung Tauchrohr gewölbten
Wandabschnitt der Trennwand nach außen überkragt, nach Entnahme des Tauchrohres einen
verbesserten Reinigungszugang zu dem Ablaufstutzen. Mitunter muss der bogenförmige,
nach innen gewölbte Wandabschnitt der Trennwand für eine Reinigung des Ablaufstutzens
und der daran angeschlossenen Ablaufleitung kaum verformt werden, um nach Entnahme
des Tauchrohres eine biegsame Reinigungsspirale oder einen Druckwasser-Spülschlauch
von der oberen Einlassöffnung des Ablaufgehäuses her in den Ablaufstutzen einführen
zu können.
[0020] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Ablaufgarnitur sieht
vor, dass der bogenförmige, nach innen in Richtung Tauchrohr gewölbte Wandabschnitt
der Trennwand über eine im Wesentlichen U-förmige Dünnstelle flüssigkeitsdicht mit
der Trennwand verbunden ist. Diese Ausgestaltung ermöglicht ein vereinfachtes, konturgenaues
Herausreißen oder Herausschneiden des besagten Wandabschnitts der Trennwand. Die Dünnstelle
kann auch als Abreißnut bezeichnet werden. Die Ablaufgarnitur lässt sich somit, in
einem nicht unter die beanspruchte Erfindung fallenden Zustand, auch ohne eigenen
integrierten Geruchverschluss in Ablaufsystemen verwenden, die einen zentralen Bodenablauf
mit Geruchverschluss aufweisen, über den alle wasserableitenden Sanitäreinrichtungsgegenstände,
insbesondere Duschwannen, ausgenommen Toiletten, entwässert werden. Insoweit ist es
hier nicht notwendig, einen Siphon in der Ablaufgarnitur der Dusche vorzusehen. In
solchen Ablaufsystemen, wie sie zum Beispiel in Südeuropa üblich sind, kann die Ablaufgarnitur
auch in einem nicht unter die beanspruchte Erfindung fallenden Zustand ohne das Tauchrohr
und ohne den bogenförmigen, nach innen in Richtung Tauchrohr gewölbten Wandabschnitt
der Trennwand betrieben werden. Die erfindungsgemäße Ablaufgarnitur lässt sich somit
an länderspezifische Anforderungen einfach und kostengünstig anpassen. Hierdurch wird
die Herstellung unterschiedlicher Ablaufgarnituren zur Erfüllung länderspezifischer
Anforderungen vermieden bzw. vereinheitlicht, wodurch Kosten insbesondere in der Herstellung,
Lagerhaltung sowie Logistik solcher Ablaufgarnituren reduziert werden können.
[0021] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Ablaufgarnitur
hat das Tauchrohr ein nicht-kreisringförmiges Querschnittsprofil mit einem Rohrwandabschnitt,
der dem nach innen in Richtung Tauchrohr gewölbten Wandabschnitt der Trennwand zugeordnet
ist, wobei der Rohrwandabschnitt ein Außenprofil aufweist, in welches der Wandabschnitt
der Trennwand hineinragt oder formschlüssig eingreift. Diese Ausgestaltung ermöglicht
bei kompakten bzw. vorgegebenen Abmessungen des Ablaufgehäuses und bei guter Zugänglichkeit
der Ablaufbereiche, die in Fließrichtung des abzuleitenden Abwassers gesehen hinter
der Trennwand liegen, eine relativ große freie Querschnittsfläche des Tauchrohres
und damit eine hohe Ablaufleistung.
[0022] Hinsichtlich einer guten Zugänglichkeit der Ablaufbereiche, die, in Fließrichtung
des abzuleitenden Abwassers gesehen, hinter der Trennwand liegen, sowie hinsichtlich
einer hohen Ablaufleistung ist es auch vorteilhaft, wenn gemäß einer weiteren Ausgestaltung
der erfindungsgemäßen Ablaufgarnitur das Tauchrohr einen radial nach außen vorstehenden
Einlaufflächenabschnitt aufweist, der im eingesetzten Zustand des Tauchrohres den
nach innen in Richtung Tauchrohr gewölbten Wandabschnitt der Trennwand nach außen
überkragt.
[0023] Um bei kompakten Abmessungen des Ablaufgehäuses eine relativ große freie Querschnittsfläche
des Tauchrohres und damit eine hohe Ablaufleistung zu erzielen, sieht eine weitere
Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Ablaufgarnitur vor, dass das Tauchrohr vertikal
verlaufende Ausnehmungen oder Nischen zur formschlüssigen Aufnahme von im Ablaufgehäuse
ausgebildeten Schraubdomen aufweist. Hierdurch lassen sich der im Ablaufgehäuse für
die Aufnahme des Tauchrohres zur Verfügung stehende Raum optimal nutzen und die freie
Querschnittsfläche des Tauchrohres maximieren.
[0024] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Ablaufgarnitur ist
dadurch gekennzeichnet, dass das Tauchrohr an seinem oberen Ende einen ringförmigen
Kragen aufweist, der eine Vielzahl von sich in vertikaler Richtung einander abwechselnden
ringförmigen Kragenabschnitten aufweist, die sich voneinander durch eine unterschiedliche
Materialhärte und/oder durch eine unterschiedliche Kragenwanddicke unterscheiden.
Durch den ringförmigen Kragen des Tauchrohres lässt sich ein Zwischenraum überdecken,
der im Bereich der Duschwannenbodenöffnung zwischen dem auf der Unterseite des Wannenbodens
angeordneten Ablaufgehäuse und einem auf der Oberseite des Wannenbodens angeordneten
Befestigungsring (Befestigungsflansch) liegt und in welchem sich ohne die Überdeckung
mittels des Kragens Schmutznester bilden können. Dadurch, dass der Kragen eine Vielzahl
von sich in vertikaler Richtung einander abwechselnden ringförmigen Kragenabschnitten
aufweist, die sich voneinander durch eine unterschiedliche Materialhärte und/oder
durch eine unterschiedliche Kragenwanddicke unterscheiden, lässt sich die Höhe des
Kragens auf einfache Weise an unterschiedliche Bodendicken von Duschwannen im Bereich
der Bodenablauföffnung bzw. an unterschiedliche Höhen des zu verdeckenden Zwischenraums
anpassen.
[0025] Nachfolgend wird die Erfindung anhand einer mehrere Ausführungsbeispiele darstellenden
Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Draufsicht auf einen Abschnitt eines Fußbodens mit integrierter Duschwanne, die
mit einer erfindungsgemäßen Ablaufgarnitur ausgerüstet ist, und mit neben der Duschwanne
angeordnetem, freiliegend gezeigtem Zentralgeruchverschluss;
- Fig. 2
- eine Vertikalschnittansicht der Duschwanne mit der Ablaufgarnitur und dem Zentralgeruchverschluss
entlang der Schnittlinie II-II in Fig. 1;
- Fig. 3
- eine vergrößerte Darstellung des Details X aus Fig. 2 mit der Ablaufgarnitur;
- Fig. 4
- eine vergrößerte Darstellung des Details X aus Fig. 2 mit der Ablaufgarnitur in einem
nicht erfindungsgemäßen Zustand ohne Geruchverschlussfunktion;
- Fig. 5
- ein Gehäuseunterteil der Ablaufgarnitur in einer perspektivischen Darstellung;
- Fig. 6
- eine vergrößerte Darstellung des Details D aus Fig. 5;
- Fig. 7
- das Ablaufgehäuse der Ablaufgarnitur mit einem Tauchrohr und einer Zwischenwand in
einer perspektivischen Explosionsdarstellung;
- Fig. 8
- eine Vertikalschnittansicht des Ablaufgehäuses und des daraus entnommenen Tauchrohres;
- Fig. 9
- eine Vertikalschnittansicht des Ablaufgehäuses, wobei ein Abschnitt einer eine Überlaufkante
definierenden Trennwand im Ablaufgehäuse muldenförmig verformt ist;
- Fig. 10
- das Gehäuseunterteil des Ablaufgehäuses, wobei ein Abschnitt der eine Überlaufkante
definierenden Trennwand im Ablaufgehäuse muldenförmig verformt ist, in einer perspektivischen
Darstellung;
- Fig. 11
- das Ablaufgehäuse im montierten Zustand an einer Bodenablauföffnung einer abschnittsweise
dargestellten Duschwanne, mit eingesetztem Tauchrohr;
- Fig. 12
- das Tauchrohr aus Fig. 11, in einer perspektivischen Darstellung;
- Fig. 13
- das Ablaufgehäuse im montierten Zustand an einer Bodenablauföffnung einer abschnittsweise
dargestellten Duschwanne, mit eingesetztem, am oberen Ende abgelängtem Tauchrohr;
und
- Fig. 14
- das Tauchrohr aus Fig. 13, in einer perspektivischen Darstellung.
[0026] Die in der Zeichnung gezeigte Ablaufgarnitur ist insbesondere zur Entwässerung einer
Bade- oder Duschwanne 1 bestimmt. Sie weist ein Ablaufgehäuse 2 auf, das aus einem
Gehäuseunterteil 2.1 und einem Gehäuseoberteil 2.2 gebildet ist. Die beiden Teile
2.1, 2.2 sind miteinander stoffschlüssig gefügt, beispielsweise verschweißt. Das Gehäuseoberteil
2.2 weist eine Aufnahme 3 für einen Dichtungsring 4 auf, der im montierten Zustand
der Ablaufgarnitur die Ablauföffnung im Wannenboden umgebend, dichtend an der Unterseite
der Duschwanne (Duschtasse) 1 anliegt.
[0027] Zur Festlegung des Ablaufgehäuses 2 an der unteren Randfläche der Ablauföffnung der
Duschwanne 1 ist ein Befestigungsflansch 5 vorgesehen, der sich mit einer umlaufenden
Schrägfläche an die obere Randfläche der Ablauföffnung der Duschwanne anlegt, während
der Dichtungsring 4 gegen die untere Randfläche der Ablauföffnung gepresst wird, und
zwar durch Anziehen von Befestigungsschrauben 6, die in Durchstecköffnungen des Befestigungsflansches
5 gesteckt und in im Gehäuseoberteil 2.2 vorgesehene Gewindebohrungen eingeschraubt
werden. Die Gewindebohrungen sind beispielsweise durch in das aus Kunststoff hergestellte
Gehäuseoberteil 2.2 eingegossene Gewindehülsen gebildet.
[0028] Auf den Befestigungsflansch 5 bzw. die Befestigungsschrauben 6 ist eine Abdeckhaube
7 aufgesteckt, die an ihrer Unterseite stegförmige Abstandshalter 7.1 sowie hohlzylindrische
Abstandshalter 7.2 zur formschlüssigen Aufnahme der Köpfe der Befestigungsschrauben
6 aufweist. Die Abdeckhaube 7 lässt sich zur Reinigung des Ablaufgehäuses 2 von den
Befestigungsschrauben 6 manuell abnehmen.
[0029] Das Gehäuseoberteil 2.2 und das Gehäuseunterteil 2.1 begrenzen einen Innenraum 8,
der von der in dem Gehäuseoberteil ausgebildeten Einlassöffnung (Zulauföffnung) 9
her zugänglich ist. An dem Gehäuseunterteil 2.1 ist ein Ablaufstutzen 10 angeformt,
an dem eine Ablaufrohrleitung 11 angeschlossen werden kann. Der Ablaufstutzen 10 weist
hierzu ein Außengewinde 12 auf, so dass die in den Ablaufstutzen 10 eingesteckte Ablaufrohrleitung
11 mit einer Überwurfmutter 13 dichtend und kraftschlüssig mit dem Ablaufstutzen 10
verbunden werden kann.
[0030] Das Ablaufgehäuse 2, und zwar das Gehäuseunterteil 2.1 umfasst des Weiteren zwischen
dem Innenraum 8 und dem Ablaufstutzen 10 eine Trennwand 14, die eine Überlaufkante
15 definiert. Die Trennwand 14 ist integraler Bestandteil des Ablaufgehäuses 2 und
einstückig mit dem Gehäuseunterteil 2.1 verbunden. Das Gehäuseunterteil 2.1 definiert
zusammen mit der Trennwand 14 einen Aufnahmeraum 16 zur Aufnahme von Sperrwasser.
Das Gehäuseunterteil 2.1 weist dabei einen sich relativ zu dem Aufnahmeraum 16 nach
außen erstreckenden Absatz (Boden) 2.11 auf, der in eine sich nach oben in Richtung
des Gehäuseoberteils 2.2 erstreckende Gehäusewand 2.12 übergeht. Die Gehäusewand 2.12,
der Absatz (Boden) 2.11 und die Trennwand 14 definieren einen ringförmigen Ablaufkanal
17, der in den Ablaufstutzen 10 mündet. Der Boden 2.11 des ringförmigen Ablaufkanals
17 ist zu dem Ablaufstutzen 10 hin geneigt.
[0031] Des Weiteren umfasst die Ablaufgarnitur ein in das Gehäuse 2 eingesetztes und aus
demselben entnehmbares Tauchrohr 19, das zusammen mit dem topfförmigen Abschnitt 20
des Gehäuseunterteils 2.1 und der Trennwand 14 einen Geruchverschluss bildet. Das
Tauchrohr 19 weist an seinem oberen Ende einen Kragen 19.1 auf, mit dem es in die
Einlassöffnung 9 des Ablaufgehäuses 2 formschlüssig eingesetzt werden kann. Im oberen
Ende des Tauchrohres 19 ist vorzugsweise ein Griff (nicht gezeigt) vorgesehen, so
dass das Tauchrohr 19 leicht ergriffen und aus dem Ablaufgehäuse 2 herausgezogen werden
kann. Die freie Querschnittsfläche des Tauchrohres 19 ist deutlich größer als die
freie Querschnittsfläche des Ablaufstutzens 10 (vgl. Fig. 7). In den dargestellten
Ausführungsbeispielen beträgt die freie Querschnittsfläche des Tauchrohres 19 beispielsweise
mehr als 1,5-fache der freien Querschnittsfläche des Ablaufstutzens 10. Es ist zu
erkennen, dass der Innenraum 8 des Ablaufgehäuses 2 nach Entnahme des Tauchrohres
19 für Reinigungszwecke gut zugänglich ist.
[0032] Die eine Überlaufkante 15 definierende Trennwand 14 ist flexibel verformbar ausgeführt,
so dass ein Abschnitt der Überlaufkante 15 durch mechanische Druckeinwirkung muldenförmig
verformt werden kann (vgl. Fig. 8 und 9). Somit ist auch ein in Fließrichtung des
Abwassers gesehen hinter der Trennwand 14 gelegener Abschnitt des Gehäuses 2 für Reinigungszwecke
gut zugänglich. Um die Trennwand 14 an der Überlaufkante 15 flexibel muldenförmig
verformen oder umkrempeln zu können, ist die Trennwand 14 beispielsweise aus einer
Weichkomponente gefertigt. Bei der Weichkomponente handelt es sich beispielsweise
um einen elastischen Kunststoff, vorzugsweise gummielastischen Kunststoff, aus der
Gruppe der vernetzten oder thermoplastischen Kunststoffe, wie z. B. Elastomere oder
Polyolefine. Dagegen sind das Gehäuseunterteil 2.1 sowie das Gehäuseoberteil 2.2 vorzugsweise
aus einer Hartkomponente gefertigt, beispielsweise aus thermoplastischem Kunststoff,
besonders bevorzugt aus Polypropylen. Die einstückige Verbindung von Trennwand 14
und Gehäuseunterteil 2.1, die aus unterschiedlichen Komponenten hergestellt werden,
lässt sich durch Zwei- oder Mehrkomponenten-Spritzgießen verwirklichen.
[0033] Die Trennwand 14 ist derart flexibel verformbar, dass ein Abschnitt der Überlaufkante
15 durch Druckeinwirkung seitlich in Richtung des Innenraums 8 des Gehäuses 2 muldenförmig
verformt werden kann (vgl. Fig. 9 und 10).
[0034] In den Figuren 5 und 10 ist zu sehen, dass die Trennwand 14 einen im Querschnitt
bogenförmigen, nach innen in Richtung Innenraum 8 bzw. Tauchrohr 19 gewölbten Wandabschnitt
14.1 aufweist, dessen konkave Seite dem Ablaufstutzen 10 zugewandt ist. Im Bereich
des bogenförmigen Abschnitts 14.1 ist die Trennwand derart flexibel verformbar, dass
ein Abschnitt der Überlaufkante 15 durch mechanische Druckeinwirkung seitlich in Richtung
des Ablaufstutzens 10 muldenförmig verformt werden kann.
[0035] Ferner ist der Trennwandabschnitt 14.1 über eine im Wesentlichen U-förmige Dünnstelle
14.2 flüssigkeitsdicht mit der Trennwand 14 verbunden. Die Dünnstelle 14.2 kann auch
als Abreißnut oder Abreißkante bezeichnet werden. Sie erleichtert ein Herausschneiden
bzw. Herausreißen des Wandabschnitts 14.1 in nicht erfindungsgemäßen Anwendungsfällen,
die eine Geruchverschlussfunktion der Ablaufgarnitur nicht erfordern. Solche Anwendungsfälle
existieren beispielsweise in Südeuropa, wo Ablaufsysteme verlangt werden, die einen
zentralen Bodenablauf 21 mit Geruchverschluss aufweisen, über den alle wasserabführenden
Sanitärgegenstände, insbesondere Duschwannen, ausgenommenen Toiletten, entwässert
werden (vgl. Fig. 1). In solchen Ablaufsystemen mit Zentralgeruchverschluss kann die
erfindungsgemäße Ablaufgarnitur in einem nicht erfindungsgemäßen Zustand auch ohne
das Tauchrohr 19 und ohne den heraustrennbaren Wandabschnitt 14.1 der Trennwand 14
betrieben werden.
[0036] Das Tauchrohr 19 hat ausgehend von seinem unteren Ende bis zu seinem oberen Kragen
19.1 ein nicht-kreisringförmiges Querschnittsprofil mit einem Rohrwandabschnitt 19.2,
der dem Wandabschnitt 14.1 der Trennwand 14 zugeordnet ist (vgl. Fig. 11 bis 14).
Der Rohrwandabschnitt 19.2 weist ein Außenprofil auf, in welches der nach innen gewölbte
Trennwandabschnitt 14.1 hineinragt. Des Weiteren weist das Tauchrohr 19 einen radial
nach außen vorstehenden Einlaufflächen-abschnitt 19.3 auf, der im eingesetzten Zustand
des Tauchrohres 19 den nach innen gewölbten Trennwandabschnitt 14.1 nach außen überkragt
(vgl. Fig. 3). Der Einlaufflächenabschnitt 19.3 ist ausgehend vom Kragen 19.1 des
Tauchrohres zu dessen rohrförmigen Abschnitt 19.5 hin geneigt. Im Bereich seines Kragens
19.1 sowie im Bereich seines rohrförmigen Abschnitts 19.5 weist das Tauchrohr 19 vertikal
verlaufende Ausnehmungen oder Nischen 19.6 auf, die der formschlüssigen Aufnahme von
im Gehäuseunterteil 2.1 und im Gehäuseoberteil 2.2 ausgebildeten Schraubdomen 2.13,
2.21 dienen.
[0037] Mittels des ringförmigen Tauchrohrkragens 19.1 lässt sich ein Zwischenraum (Hohlraum)
22 überdecken und abdichten, der an der Duschwannenbodenöffnung zwischen dem Ablaufgehäuse
2 und dem Befestigungsflansch 5 liegt und in welchem sich ohne die Überdeckung mittels
des Kragens 19.1 Schmutznester bilden können. Um je nach Ausgestaltung der Wannenbodenöffnung
unterschiedlich hohe Zwischenräume 22 überdecken zu können und damit das Auftreten
von Schmutznester zu vermeiden, weist der Kragen 19.1 im Auslieferzustand eine gewisse
Höhe auf, die durch vertikale Kürzung an die Höhe des zu überdeckenden Zwischenraums
22 angepasst werden kann. Um ein möglichst ebenes, rechtwinkliges Ablängen des Kragens
19.1 relativ zu der Längsmittelachse des Tauchrohres 19 zu erleichtern, weist der
Kragen 19.1 eine Vielzahl von sich in vertikaler Richtung einander abwechselnden ringförmigen
Kragenabschnitten 19.11, 19.12 auf, die sich voneinander durch eine unterschiedliche
Materialhärte und/oder durch eine unterschiedliche Kragenwanddicke unterscheiden.
Die unterschiedlichen Kragenabschnitte 19.11, 19.12 des Tauchrohres 19 lassen sich
durch Zwei- oder Mehrkomponenten-Spritzgießen verwirklichen. Der jeweilige härtere
Kragenabschnitt oder Kragenabschnitt mit geringerer Wanddicke erleichtert die Führung
eines Schneidwerkzeuges beim passenden Kürzen des Kragens 19.1.
[0038] Die Ausführung der Erfindung ist nicht auf die in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele
beschränkt. Vielmehr sind zahlreiche Varianten denkbar, die auch bei von den gezeigten
Ausführungsbeispielen abweichender Gestaltung von der in den Ansprüchen offenbarten
Erfindung Gebrauch machen. Zum Beispiel ist es auch möglich, dass die Trennwand 14
derart flexibel verformbar bzw. ausgeführt ist, dass sie entlang ihrer Überlaufkante
15 teilweise oder vollständig umgekrempelt werden kann.
1. Ablaufgarnitur, insbesondere für Dusch- oder Badewannen, mit einem Ablaufgehäuse (2),
das einen von einer oberen Einlassöffnung (9) her zugänglichen Innenraum (8) aufweist,
mit einem von dem Ablaufgehäuse abstehenden Ablaufstutzen (10), mit einer eine Überlaufkante
(15) definierenden Trennwand (14) zwischen dem Innenraum (8) und dem Ablaufstutzen
(10), wobei die Trennwand (14) als integraler Bestandteil des Ablaufgehäuses (2) einstückig
mit dem Ablaufgehäuse verbunden ist, und mit einem in das Ablaufgehäuse (2) eingesetzten,
aus demselben entnehmbaren, einen Teil eines Geruchverschlusses bildenden Tauchrohr
(19), dadurch gekennzeichnet, dass die Trennwand (14) flexibel verformbar ist, derart, dass ein Abschnitt der Überlaufkante
(15) durch mechanische Druckeinwirkung seitlich in Richtung des Innenraums (8) des
Ablaufgehäuses (2) muldenförmig verformbar ist.
2. Ablaufgarnitur nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Trennwand (14) derart flexibel verformbar ist, dass ein Abschnitt der Überlaufkante
(15) durch mechanische Druckeinwirkung seitlich in Richtung des Ablaufstutzens (10)
muldenförmig verformbar ist.
3. Ablaufgarnitur nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Ablaufgehäuse (2) aus einem Gehäuseunterteil (2.1) und einem Gehäuseoberteil
(2.2) zusammengesetzt ist, wobei das Gehäuseunterteil (2.1) zusammen mit der Trennwand
(14) einen Aufnahmeraum (16) zur Aufnahme von Sperrwasser definiert, wobei das Gehäuseunterteil
(2.1) einen sich relativ zu dem Aufnahmeraum (16) nach außen erstreckenden Absatz
(2.11) aufweist, wobei der Absatz (2.11) in eine sich nach oben in Richtung des Gehäuseoberteils
(2.2) erstreckende Gehäusewand (2.12) übergeht, und wobei die Gehäusewand (2.12),
der Absatz (2.11) und die Trennwand (14) einen Ablaufkanal (17) definieren, der in
den Ablaufstutzen (10) mündet.
4. Ablaufgarnitur nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die flexibel verformbare Trennwand (14) aus einer Weichkomponente, vorzugsweise aus
einem Elastomer oder aus einem Polyolefin, gefertigt ist.
5. Ablaufgarnitur nach Anspruch 3 oder 4 in Kombination mit Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuseunterteil (2.1) und/oder das Gehäuseoberteil (2.2) aus einer Hartkomponente,
vorzugsweise aus thermoplastischem Kunststoff, besonders bevorzugt aus Polypropylen,
gefertigt sind.
6. Ablaufgarnitur nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Trennwand (14) einen bogenförmigen, nach innen in Richtung Tauchrohr (19) gewölbten
Wandabschnitt (14.1) aufweist, der dem Ablaufstutzen (10) zugewandt ist.
7. Ablaufgarnitur nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der bogenförmige, nach innen in Richtung Tauchrohr gewölbte Wandabschnitt (14.1)
der Trennwand (14) über eine im Wesentlichen U-förmige Dünnstelle (14.2) flüssigkeitsdicht
mit der Trennwand (14) verbunden ist.
8. Ablaufgarnitur nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Tauchrohr (19) ein nicht-kreisringförmiges Querschnittsprofil mit einem Rohrwandabschnitt
(19.2) aufweist, der dem nach innen gewölbten Wandabschnitt (14.1) der Trennwand (14)
zugeordnet ist, wobei der Rohrwandabschnitt (19.2) ein Außenprofil aufweist, in welches
der Wandabschnitt (14.1) der Trennwand (14) hineinragt oder formschlüssig eingreift.
9. Ablaufgarnitur nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Tauchrohr (19) einen radial nach außen vorstehenden Einlaufflächenabschnitt (19.3)
aufweist, der im eingesetzten Zustand des Tauchrohres (19) den nach innen gewölbten
Wandabschnitt (14.1) der Trennwand (14) nach außen überkragt.
10. Ablaufgarnitur nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Tauchrohr (19) vertikal verlaufende Nischen (19.6) zur formschlüssigen Aufnahme
von im Ablaufgehäuse (2) ausgebildeten Schraubdomen (2.13, 2.21) aufweist.
11. Ablaufgarnitur nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Tauchrohr (19) an seinem oberen Ende einen Kragen (19.1) aufweist, der eine Vielzahl
von sich in vertikaler Richtung einander abwechselnden ringförmigen Kragenabschnitten
(19.11, 19.12) aufweist, die sich voneinander durch eine unterschiedliche Materialhärte
und/oder durch eine unterschiedliche Kragenwanddicke unterscheiden.
1. Drain set, in particular for shower or bath tubs, with a drain housing (2) which has
an interior (8) accessible from an upper inlet opening (9), with a drain connection
piece (10) projecting from the drain housing, with a partition wall (14) defining
an overflow edge (15) between the interior (8) and the drain connection piece (10),
the partition wall (14) being connected integrally to the drain housing (2) as an
integral component of the drain housing (2), and with a dip tube (19) inserted into
the drain housing (2) and removable therefrom and forming part of an odour trap, characterised in that the partition wall (14) is flexibly deformable in such a way that a section of the
overflow edge (15) can be deformed laterally in the direction of the interior (8)
of the drain housing (2) in the shape of a trough by the action of mechanical pressure.
2. Drain set according to claim 1, characterised in that the partition wall (14) is flexibly deformable in such a way that a section of the
overflow edge (15) can be deformed laterally in the direction of the drain connection
piece (10) in the shape of a trough by the action of mechanical pressure.
3. Drain set according to claim 1 or 2, characterised in that the outlet housing (2) is composed of a lower housing part (2.1) and an upper housing
part (2.2), wherein the lower housing part (2.1) together with the partition wall
(14) defines a receiving space (16) for receiving sealing water, wherein the lower
housing part (2.1) has a shoulder (2.11) extending outwards relative to the receiving
space (16), wherein the shoulder (2.11) merges into a housing wall (2.12) extending
upwards in the direction of the upper housing part (2.2), and wherein the housing
wall (2.12), the shoulder (2.11) and the partition wall (14) define a drain channel
(17) which opens into the drain connection piece (10).
4. Drain set according to one of claims 1 to 3, characterised in that the flexibly deformable partition wall (14) is made of a soft component, preferably
an elastomer or a polyolefin.
5. Drain set according to claim 3 or 4 in combination with claim 3, characterised in that the lower housing part (2.1) and/or the upper housing part (2.2) are made of a hard
component, preferably of thermoplastic material, particularly preferably of polypropylene.
6. Drain set according to one of claims 1 to 5, characterised in that the partition wall (14) has a curved wall section (14.1) which is curved inwards
in the direction of the dip tube (19) and which faces the drain connection piece (10).
7. Drain set according to claim 6, characterised in that the curved wall section (14.1) of the partition wall (14), which is curved inwards
in the direction of the dip tube, is connected to the partition wall (14) in a liquid-tight
manner via a substantially U-shaped thin section (14.2).
8. Drain set according to claim 6 or 7, characterised in that the dip tube (19) has a non-circular cross-sectional profile with a pipe wall section
(19.2) which is associated with the inwardly curved wall section (14.1) of the partition
wall (14), wherein the pipe wall section (19.2) has an outer profile into which the
wall section (14.1) of the partition wall (14) projects or engages in a form-fitting
manner.
9. Drain set according to one of claims 6 to 8, characterised in that the dip tube (19) has a radially outwardly projecting inlet surface section (19.3)
which, in the inserted state of the dip tube (19), projects outwards over the inwardly
curved wall section (14.1) of the partition wall (14).
10. Drain set according to one of claims 1 to 9, characterised in that the dip pipe (19) has vertically extending recesses (19.6) for the positive reception
of screw domes (2.13, 2.21) formed in the drain housing (2).
11. Drain set according to one of claims 1 to 10, characterised in that the dip tube (19) has a collar (19.1) at its upper end, which has a plurality of
annular collar sections (19.11, 19.12) alternating with one another in the vertical
direction, which collar sections differ from one another by a different material hardness
and/or by a different collar wall thickness.
1. Garniture d'écoulement, en particulier pour des bacs de douche ou des baignoires,
avec un boîtier d'écoulement (2) qui présente un espace intérieur (8) accessible depuis
une ouverture d'entrée supérieure (9), avec une tubulure d'écoulement (10) dépassant
du boîtier d'écoulement, avec une cloison (14) définissant un bord de débordement
(15) entre l'espace intérieur (8) et la tubulure d'écoulement (10), la cloison (14)
étant reliée d'un seul tenant au boîtier d'écoulement (2) en tant que partie intégrante
de celui-ci, et avec un tube plongeur (19) inséré dans le boîtier d'écoulement (2),
pouvant être retiré de celui-ci et formant une partie d'un siphon, caractérisée en ce que la cloison (14) est déformable de manière flexible, de telle sorte qu'une section
du bord de débordement (15) peut être déformée latéralement en forme de creux en direction
de l'espace intérieur (8) du boîtier d'écoulement (2) sous l'effet d'une pression
mécanique.
2. Garniture d'écoulement selon la revendication 1, caractérisée en ce que la cloison (14) est déformable de manière flexible de telle sorte qu'une section
du bord de débordement (15) peut être déformée latéralement en forme de creux en direction
de la tubulure d'écoulement (10) sous l'effet d'une pression mécanique.
3. Garniture d'écoulement selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que le boîtier d'écoulement (2) est composé d'une partie inférieure de boîtier (2.1)
et d'une partie supérieure de boîtier (2.2), la partie inférieure de boîtier (2.1)
définissant avec la cloison (14) un espace de réception (16) pour la réception de
l'eau de barrage, la partie inférieure de boîtier (2.1) présente un épaulement (2.11)
s'étendant vers l'extérieur par rapport à l'espace de réception (16), l'épaulement
(2.11) se transformant en une paroi de boîtier (2.12) s'étendant vers le haut en direction
de la partie supérieure de boîtier (2.2), et la paroi de boîtier (2.12), l'épaulement
(2.11) et la cloison (14) définissant un canal d'écoulement (17) qui débouche dans
la tubulure d'écoulement (10).
4. Garniture d'écoulement selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que la cloison (14) déformable de manière flexible est fabriquée à partir d'un composant
souple, de préférence à partir d'un élastomère ou d'une polyoléfine.
5. Garniture d'écoulement selon la revendication 3 ou 4 en combinaison avec la revendication
3, caractérisée en ce que la partie inférieure de boîtier (2.1) et/ou la partie supérieure de boîtier (2.2)
sont fabriquées à partir d'un composant dur, de préférence à partir d'une matière
thermoplastique, de manière particulièrement préférée à partir de polypropylène.
6. Garniture d'écoulement selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisée en ce que la cloison (14) présente une section de paroi (14.1) en forme d'arc, bombée vers
l'intérieur en direction du tube plongeur (19), qui est tournée vers la tubulure d'écoulement
(10).
7. Garniture d'écoulement selon la revendication 6, caractérisée en ce que la section de paroi (14.1) de la cloison (14), en forme d'arc et bombée vers l'intérieur
en direction du tube plongeur, est reliée de manière étanche aux liquides à la cloison
(14) par l'intermédiaire d'une zone à paroi mince (14.2) sensiblement en forme de
U.
8. Garniture d'écoulement selon la revendication 6 ou 7, caractérisée en ce que le tube plongeur (19) présente un profil de section transversale non annulaire avec
une section de paroi tubulaire (19.2) qui est associée à la section de paroi (14.1)
bombée vers l'intérieur de la cloison (14), la section de paroi tubulaire (19.2) présentant
un profil extérieur dans lequel la section de paroi (14.1) de la cloison (14) s'enfonce
ou s'engage par complémentarité de formes.
9. Garniture d'écoulement selon l'une des revendications 6 à 8, caractérisée en ce que le tube plongeur (19) présente une section de surface d'entrée (19.3) qui fait saillie
radialement vers l'extérieur et qui, lorsque le tube plongeur (19) est en place, dépasse
vers l'extérieur la section de paroi (14.1) bombée vers l'intérieur de la cloison
(14).
10. Garniture d'écoulement selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisée en ce que le tube plongeur (19) présente des niches (19.6) s'étendant verticalement pour recevoir
par complémentarité de forme des bossages pour vis (2.13, 2.21) formés dans le boîtier
d'écoulement (2).
11. Garniture d'écoulement selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisée en ce que le tube plongeur (19) présente à son extrémité supérieure un col (19.1) qui comporte
une pluralité de sections de col annulaires (19.11, 19.12) alternant les unes avec
les autres dans la direction verticale, qui se distinguent les unes des autres par
une dureté de matériau différente et/ou par une épaisseur de paroi de col différente.