[0001] Die Erfindung ist auf dem Gebiet der sanitären Anlagen angeordnet und betrifft die
Erfindung ein sanitäres System, ein Verfahren zur Herstellung beziehungsweise Installation
eines sanitären Systems sowie ein Verfahren zum Betrieb eines sanitären Systems, bei
denen das sanitäre System ein Sammelbecken einer ersten Einrichtung, die eine sanitäre
Einrichtung sein kann aber nicht sein muss, und einen Spülkasten einer zweiten Einrichtung,
die eine sanitäre Einrichtung ist, aufweist, wobei der Wasserverbrauch der sanitären
Einrichtung reduziert ist, indem eine Flüssigkeit, insbesondere Wasser, die im Sammelbecken
gesammelt wird dem Spülkasten zugeführt wird.
[0002] Aus dem Stand der Technik sind sanitäre Systeme bekannt, bei denen eine Flüssigkeit
in einem Sammelbecken gesammelt und einem Spülkasten einer sanitären Einrichtung,
insbesondere dem Spülkasten einer WC-Anlage, zugeführt wird. In solchen sanitären
Systemen gemäss dem Stand der Technik ist das Sammelbecken, beziehungsweise die Einrichtung,
die das Sammelbecken aufweist, und der Spülkasten, beziehungsweise die sanitäre Einrichtung,
die den Spülkasten aufweist, in einer aufeinander abgestimmten Weise hergestellt worden.
[0003] In sogenannte Eco Bath Systemen sind das Sammelbecken und der Spülkasten in der Regel
als integraler Bestandteil einer sanitären Komplettanlage realisiert. Das in
EP 2309064 A1 offenbarte System und das von Jang Wooseok designte Eco Bath grey water recycling
system sind Beispiele solcher sanitären Komplettanlagen.
[0004] CN 107882128 A und
CN 108708439 A offenbaren Beispiele von sanitären Systemen, bei welchen der Spülkasten, beziehungsweise
die sanitäre Einrichtung, die den Spülkasten aufweist, und/oder das Sammelbecken,
beziehungsweise die Einrichtung, die das Sammelbecken aufweist, spezifisch für den
Einsatz in einem sanitären System realisiert sind, bei welchem eine Flüssigkeit, in
der Regel Wasser, im Sammelbecken gesammelt und dem Spülkasten zugeführt wird. Insbesondere
der Spülkasten selbst und die sanitäre Installation, die den Spülkasten aufweist,
weisen Elemente auf, die spezifisch für die Zufuhr und Verwendung des im Sammelbecken
gesammelten Wassers sind. Zusätzlich weisen diese sanitären Systeme in der Regel eine
Vielzahl von Steuerkomponenten mit beweglichen und deshalb fehleranfälligen und wartungsintensiven
Elementen auf.
[0005] Die Publikationsschrift
KR 2000 0009508 A beschreibt eine Vorrichtung zur Versorgung des Spülkastens einer Toilette mit Brauchwasser
von einem Waschbecken. Die Vorrichtung umfasst eine Zuleitung, welche vom Abfluss
des Waschbeckens in den Spülkasten führt. Ferner umfasst die Vorrichtung eine Abflussleitung,
welche als Überlauf dient und den Spülkasten zum Abführen von Brauchwasser aus dem
Spülkasten mit einem Abfluss verbindet.
[0006] Die Publikationsschrift
KR 2000 0020368 U offenbart ein System mit einem Wassertank, der zwischen dem Waschbecken und der Toilette
installiert ist. Die Abflussleitung des Waschbeckens führt in den Wassertank. Aus
dem Wassertank führt einerseits eine Überlaufleitung zu einem Abfluss und anderseits
eine Speiseleitung in den Spülkasten der Toilette. Das Brauchwasser vom Waschbecken
wird im Wassertank gesammelt und mittels einer Pumpe über die Speiseleitung in den
Spülkasten gepumpt.
[0007] Die Publikationsschrift
KR 200 196 994 Y1 beschreibt ebenfalls ein System zum Speisen des Spülkastens einer Toilette mit Brauchwasser
von einem Waschbecken.
[0008] Im Stand der Technik findet sich nur wenig Lehre in Zusammenhang mit sanitären Systemen,
bei denen eine Flüssigkeit in einem Sammelbecken gesammelt und einem Spülkasten einer
sanitären Einrichtung, insbesondere dem Spülkasten einer WC-Anlage, zugeführt wird,
bei der das Sammelbecken, beziehungsweise die Einrichtung, die das Sammelbecken aufweist,
und der Spülkasten, beziehungsweise die sanitäre Einrichtung, die den Spülkasten aufweist,
nicht in einer aufeinander abgestimmten Weise hergestellt worden sein müssen. Diese
Systeme weisen in der Regel noch mehr Steuerkomponenten mit beweglichen und deshalb
fehleranfälligen und wartungsintensiven Elementen auf als die sanitären Systeme, die
als Komplettanlage realisiert sind, und als die sanitären Systeme mit spezifisch realisiertem
Sammelbecken, beziehungsweise spezifisch realisierter Einrichtung, die das Sammelbecken
aufweist, und spezifisch realisiertem Spülkasten, beziehungsweise spezifisch realisierter
sanitärer Einrichtung, die den Spülkasten aufweist.
[0009] Schwimmerventile, Mehrwegventile oder von einem Benutzer zu bedienende Steuerelemente
sind Beispiele solcher Steuerkomponenten.
[0010] Es ist eine Aufgabe der Erfindung, ein sanitäres System zur Verfügung zu stellen,
das ein Sammelbecken einer ersten Einrichtung und einen Spülkasten einer zweiten Einrichtung,
die eine sanitäre Einrichtung ist, aufweist, wobei insbesondere die sanitäre Einrichtung
eine beliebige, handelsübliche sanitäre Einrichtung ist und die dank dem erfindungsgemässen
Einbinden in das sanitäre System einen reduzierten Wasserverbrauch aufweist.
[0011] Es ist insbesondere eine Aufgabe der Erfindung, ein solches sanitäres System zur
Verfügung zu stellen, das keine Steuerkomponenten mit beweglichen Elementen aufweist,
die zusätzlich zu den Steuerkomponenten mit beweglichen Elementen der ersten und zweiten
Einrichtung sind.
[0012] Es ist insbesondere eine Aufgabe der Erfindung, die sanitäre Einrichtung über eine
passive Niveausteuerung an die zweite Einrichtung zu koppeln.
[0013] Ferner ist es eine Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zur Herstellung beziehungsweise
Installation eines solchen sanitären Systems sowie ein Verfahren zum Betrieb eines
solchen sanitären Systems zur Verfügung zu stellen.
[0014] Die Aufgaben werden mit einem sanitären System gemäss den unabhängigen Ansprüchen
1 und 2, einem Verfahren zur Herstellung des sanitären Systems gemäss dem unabhängigen
Anspruch 10 und einem Verfahren zum Betrieb des sanitären Systems gemäss dem unabhängigen
Anspruch 14 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den abhängigen Ansprüchen
beansprucht.
[0015] In vielen Ausführungsformen handelt es sich auch bei der ersten Einrichtung um eine
sanitäre Einrichtung. Zumindest in diesem Fall ist auch die erste Einrichtung eine
beliebige, handelsübliche sanitäre Einrichtung. Die erste Einrichtung kann aber für
sich betrachtet auch keine sanitäre Einrichtung sein, sondern beispielweise eine Einrichtung
zum Sammeln von natürlichen Flüssigkeitsressourcen, wie beispielsweise Regenwasser.
[0016] In der anschaulichsten Ausführungsform handelt es sich bei der zweiten Einrichtung
um eine WC-Anlage und bei der ersten Einrichtung um eine Waschtischanlage.
[0017] Eine Einrichtung, beziehungsweise eine sanitäre Einrichtung, ist insbesondere dann
eine beliebige, handelsübliche Einrichtung, wenn Sie bezüglich ihrer Flüssigkeitszufuhr
und Flüssigkeitsabfuhr keine Elemente aufweist, die über das für ihren Einsatz Übliche
hinausgehen. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn die Einrichtung als Stand-alone
Einrichtung ausgelegt ist.
[0018] Grundsätzlich geschieht die Flüssigkeitsabfuhr aus einer Einrichtung oder Vorrichtung,
in welcher Flüssigkeit für einen bestimmten Zweck geführt wird, über einen Anschlusspunkt
der Einrichtung oder Vorrichtung an eine Anschlussleitung. Mit dem Begriff "Anschlussleitung"
ist eine Leitung gemeint, die exklusiv für eine bestimmte Einrichtung oder Vorrichtung
ist. Die Anschlussleitung mündet in einer übergeordneten Leitung, die beispielsweise
eine Sammelleitung oder eine Fallleitung sein kann. In der Sammelleitung wird die
aus einer Mehrzahl von Anschlussleitungen zugeführte Flüssigkeit abgeführt. In einer
Fallleitung wird die aus einer oder mehreren Anschlussleitungen und/oder einer oder
mehreren Sammelleitungen zugeführte Flüssigkeit abgeführt, wobei die Fallleitung -
wie der Name sagt - in der Regel vertikal angeordnet ist.
[0019] Sammelleitungen und Fallleitungen sind in der Regel gebäudeseitig installiert. Das
heisst, sie werden als Teil des Gebäudes aufgefasst, in welchem die erste Einrichtung,
die zweite Einrichtung und das sanitäre System installiert sind.
[0020] Die sanitäre (zweite) Einrichtung ist ein Beispiel einer Einrichtung, bei der die
Flüssigkeitsabfuhr auf die eben geschilderte Weise geschieht, das heisst über einen
Anschlusspunkt an eine für die sanitäre Einrichtung exklusive Anschlussleitung.
[0021] Je nach Realisierung der erfindungsgemässen Idee im sanitären System, kann auch die
Flüssigkeitsabfuhr aus der ersten Einrichtung und/oder der nachfolgend beschriebenen
Abflussvorrichtung auf die eben geschilderte Weise erfolgen.
[0022] Eine passive Niveausteuerung ist insbesondere dann realisiert, wenn kein Steuerelement
schalten oder bedient werden muss, um den Zufluss in und allenfalls Abfluss aus dem
Spülkasten zu regeln, wobei der allenfalls vorhandene, über die passive Niveausteuerung
geregelte Abfluss nicht der Spülung dient, sondern der Regulierung des Flüssigkeitsniveaus
im Spülkasten. Eine passive Niveausteuerung ist insbesondere dann realisiert, wenn
an besagtem Zufluss und allenfalls vorhandenem Abfluss kein bewegliches Teil involviert
ist.
[0023] Ein erfindungsgemässes sanitäres System weist eine erste Einrichtung mit einem Sammelbecken,
eine zweite Einrichtung mit einem Spülkasten und einem Anschlusspunkt für eine Ablaufleitung
auf, wobei die zweite Einrichtung eine sanitäre Einrichtung ist. Das sanitäre System
weist ferner eine Zuflussleitung zur Zuleitung von im Sammelbecken gesammelter Flüssigkeit
zum Spülkasten und eine Abflussvorrichtung auf, wobei die Abflussvorrichtung kein
bewegliches Element aufweist. In anderen Worten ist die Abflussvorrichtung passiv
niveaugesteuert.
[0024] Im erfindungsgemässen sanitären System definiert die Abflussvorrichtung ein Flüssigkeitsniveau
und die Abflussvorrichtung ist eingerichtet, im sanitären System befindliche Flüssigkeit
über einen vom Anschlusspunkt der zweiten Einrichtung verschiedenen zweiten Anschlusspunkt
abzuleiten, sobald ein Flüssigkeitsstand im Spülkasten das durch die Abflussvorrichtung
definierte Flüssigkeitsniveau erreicht.
[0025] Die Zuflussleitung ist in der Regel ausschliesslich aus einem oder mehreren Leitungselementen,
insbesondere Rohren, beispielsweise Rohren wie sie bei sanitären Einrichtungen standardmässig
zum Einsatz kommen, gebildet. Insbesondere weist die Zuflussleitung, abgesehen von
einem oder mehreren optional vorhandenen Siphons oder Bögen, in der Regel kein Volumen
auf, das zum Zurückhalten oder Speichern von Flüssigkeit geeignet ist. Die Zuflussleitung
ist oder umfasst insbesondere keinen Tank und kein Reservoir.
[0026] Ferner umfasst oder beherbergt die Zuflussleitung in der Regel keine weiteren Bauteile
ausser das eine oder die mehreren Leitungselemente sowie allenfalls Fixier- und Abdichtelemente.
Der Zuleitung von im Sammelbecken gesammelter Flüssigkeit über die Zuflussleitung
in den Spülkasten ist, wie erwähnt, passiv niveaugesteuert.
[0027] Die Abflussvorrichtung ist in der Regel ausschliesslich aus einem oder mehreren Leitungselementen,
insbesondere Rohren, beispielsweise Rohren wie sie bei sanitären Einrichtungen standardmässig
zum Einsatz kommen, gebildet. Insbesondere weist die Abflussvorrichtung, abgesehen
von einem oder mehreren optional vorhandenen Siphons oder Bögen, in der Regel kein
Volumen auf, das zum Zurückhalten oder Speichern von Flüssigkeit geeignet ist. Die
Abflussvorrichtung ist oder umfasst insbesondere keinen Tank und kein Reservoir.
[0028] Ferner umfasst oder beherbergt die Abflussvorrichtung in der Regel keine weiteren
Bauteile ausser das eine oder die mehreren Leitungselemente sowie allenfalls Fixier-
und Abdichtelemente. Die Ableitung von Flüssigkeit über die Abflussvorrichtung ist,
wie erwähnt, passiv niveaugesteuert.
[0029] Bei der im sanitären System befindlichen Flüssigkeit, die über die Abflussvorrichtung
abgeleitet wird, handelt es sich insbesondere um Flüssigkeit, die im Sammelbecken
gesammelt wird.
[0030] Bei der im System befindlichen Flüssigkeit handelt es sich insbesondere um Flüssigkeit,
die im Sammelbecken gesammelt wird, und optional um Flüssigkeit, die dem Spülkasten
über einen optional vorhandenen Flüssigkeitsanschluss (in der Regel Wasseranschluss)
zugeführt wird, wobei der optional vorhandene Flüssigkeitsanschluss von der Zuflussleitung
zur Zuleitung von im Sammelbecken gesammelter Flüssigkeit unabhängig ist.
[0031] Die Ablaufleitung ist eine Ablaufleitung für die zweite Einrichtung, insbesondere
die Anschlussleitung der zweiten Einrichtung. Je nach Art und Realisierung der zweiten
Einrichtung, des sanitären Systems und/oder des Gebäudes, in welchem die sanitäre
Einrichtung installiert ist, kann die Ablaufleitung alternativ eine Sammelleitung,
eine Fallleitung oder eine andere Leitung zum Abführen von Flüssigkeit sein.
[0032] Der zweite Anschlusspunkt ist insbesondere kein Anschlusspunkt der zweiten Einrichtung,
der in der ursprünglichen zweiten Einrichtung vorhanden ist.
[0033] In der Regel ist der zweite Anschlusspunkt ein Anschlusspunkt der Abflussvorrichtung
oder der ersten Einrichtung.
[0034] Der zweite Anschlusspunkt ist ebenfalls ein Anschlusspunkt für eine Ablaufleitung.
Diese Ablaufleitung kann eine Ablaufleitung der Abflussvorrichtung, eine Ablaufleitung
der ersten Einrichtung oder die Ablaufleitung, an die die zweite Einrichtung über
den Anschlusspunkt der zweiten Einrichtung angeschlossen ist, sein.
[0035] Unabhängig davon ob die Ablaufleitung an die der zweite Anschlusspunkt angeschlossen
ist, eine Ablaufleitung der Abflussvorrichtung ist, eine Ablaufleitung der ersten
Einrichtung ist oder die Ablaufleitung ist, an die die zweite Einrichtung über den
Anschlusspunkt der zweiten Einrichtung angeschlossen ist, kann die Ablaufleitung an
die der zweite Anschlusspunkt angeschlossen ist, beispielsweise eine Anschlussleitung,
eine Sammelleitung, eine Fallleitung oder eine andere Leitung zum Abführen von Flüssigkeit
sein.
[0036] Falls die Ablaufleitung, an die der zweite Anschlusspunkt angeschlossen ist, eine
Anschlussleitung ist, kann es sich insbesondere um eine Anschlussleitung der ersten
Einrichtung, eine Anschlussleitung der Abflussvorrichtung oder die Anschlussleitung,
an die die zweite Einrichtung über den Anschlusspunkt der zweiten Einrichtung angeschlossen
ist, handeln.
[0037] Falls die Ablaufleitung, an die der zweite Anschlusspunkt angeschlossen ist, eine
Sammelleitung, eine Fallleitung oder eine andere Leitung zum Abführen von Flüssigkeit
ist, kann es dieselbe Sammelleitung, Fallleitung oder andere Leitung sein, an die
auch die zweite Einrichtung über dessen Anschlusspunkt angeschlossen ist.
[0038] Wesentliche Teile der Ablaufvorrichtung, insbesondere ein Leitungselement der Ablaufvorrichtung,
über welches Flüssigkeit zum zweiten Anschlusspunkt abgeleitet wird, sobald der Flüssigkeitsstand
im Spülkasten das Flüssigkeitsniveau erreicht, sind vollständig oder mehrheitlich
ausserhalb des Spülkastens und ausserhalb der zweiten Einrichtung angeordnet.
[0039] Ferner ist auch die Zuflussleitung vollständig oder mehrheitlich ausserhalb des Spülkastens
und ausserhalb der zweiten Einrichtung angeordnet.
[0040] In einer Ausführungsform ist die zweite Einrichtung eine stand-alone sanitäre Einrichtung
in dessen Spülkasten ein Zuflussleitung-Anschluss integriert wurde.
[0041] In anderen Worten ist die zweite Einrichtung eine beliebige, handelsübliche sanitäre
Einrichtung.
[0042] In einer Ausführungsform ist die zweite Einrichtung ein WC-Anlage. Ergänzend kann
die erste Einrichtung ist eine Waschtisch-Anlage sein.
[0043] Bei der im Sammeltisch gesammelten Flüssigkeit handelt es sich insbesondere um sogenanntes
Grauwasser.
[0044] Die zweite Einrichtung ist insbesondere eine beliebige, handelsübliche WC-Anlage,
das eine stand-alone WC-Anlage ist. Ergänzend kann die erste Einrichtung eine beliebige,
handelsübliche Waschtisch-Anlage sein, die eine stand-alone Waschtisch-Anlage sein
kann.
[0045] Eine beliebige, handelsübliche WC-Anlage, die eine stand-alone WC-Anlage ist, weist
in der Regel folgende Elemente auf: Den Spülkasten; eine WC-Schüssel (Klosett); den
Anschlusspunkt über den in der WC-Schüssel Befindliches durch Entleerung des Spülkastens
in ein Abwassersystem des Gebäudes, in welchem das WC installiert ist, abgelassen
werden kann; einen Wasseranschluss über den die WC-Anlage an die zentrale Wasserversorgung
des Gebäudes angeschlossen werden kann, in welchem die WC-Anlage installiert ist.
[0046] Der Spülkasten weist in der Regel eine einzige Kammer zum Sammeln des für den Spülvorgang
benötigten Wassers auf. Eine einzige Kammer ist für das sanitäre System ausreichend
oder sogar vorteilhaft, weil dann die Position eines Zuflussleitung-Anschlusses für
die Zuflussleitung am Spülkasten frei gewählt und/oder besonders einfach realisiert
werden kann.
[0047] Unabhängig von der Art und Realisierung der zweiten Einrichtung, weist der Spülkasten
in einer Ausführungsform genau eine Kammer zum Aufbewahren von Spülflüssigkeit auf.
Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn die zweite Einrichtung eine WC-Anlage ist
und der Spülkasten der Spülkasten der WC-Anlage ist.
[0048] Unabhängig von der Art und Realisierung der zweiten Einrichtung kann der Spülkasten
ergänzend oder alternativ einen von der Abflussvorrichtung unabhängigen Überlauf aufweisen,
über den Flüssigkeit, insbesondere Spülflüssigkeit (in der Regel Spülwasser) aus dem
Spülkasten ablaufen kann, sobald der Flüssigkeitsstand im Spülkasten ein Überlauf-Niveau
erreicht hat. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn die zweite Einrichtung eine
WC-Anlage ist und der Spülkasten der Spülkasten der WC-Anlage ist.
[0049] Der Ablauf von Flüssigkeit über den Überlauf kann insbesondere über den Anschlusspunkt
der zweiten Einrichtung erfolgen.
[0050] In Ausführungsformen mit einem solchen Überlauf liegt das durch die Abflussvorrichtung
definierte Flüssigkeitsniveau in der Regel in vertikaler Richtung unterhalb des Überlauf-Niveaus.
[0051] Unabhängig von der Art und Realisierung der zweiten Einrichtung kann der Spülkasten
ein, beispielsweise genau ein, niveaugesteuertes Schwimmventil aufweisen, über das
ein Zufluss von Flüssigkeit, insbesondere Spülflüssigkeit (in der Regel Spülwasser),
über einen von der Zuflussleitung zur Zuleitung von im Sammelbecken gesammelter Flüssigkeit
unabhängigen Flüssigkeitsanschluss (in der Regel Wasseranschluss) unterbrochen wird,
sobald der Flüssigkeitsstand im Spülkasten ein Schwimmventil-Niveau erreicht hat.
Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn die zweite Einrichtung eine WC-Anlage ist
und der Spülkasten der Spülkasten der WC-Anlage ist.
[0052] In Ausführungsformen mit einem solchen niveaugesteuerten Schwimmventil liegt das
durch die Abflussvorrichtung definierte Flüssigkeitsniveau in der Regel in vertikaler
Richtung oberhalb des Schwimmventil-Niveaus.
[0053] In einer Ausführungsform weist der Spülkasten sowohl den zuvor erwähnten Überlauf
als auch das niveaugesteuerte Schwimmventil zur Regulierung des Zuflusses über einen
von der Zuflussleitung unabhängigen Flüssigkeitsanschluss aus. Bei dieser Ausführungsform
ist das durch die Abflussvorrichtung definierte Flüssigkeitsniveau in der Regel oberhalb
des Schwimmventil-Niveaus und unterhalb des Überlaufniveaus angeordnet.
[0054] Diese Ausführungsform ist insbesondere in sanitären Systemen realisiert, bei denen
die zweite Einrichtung eine WC-Anlage ist und die erste Einrichtung eine Waschtisch-Anlage
ist.
[0055] Unabhängig von der Art und Realisierung der zweiten Einrichtung weist die erste Einrichtung
in einer Vielzahl von Ausführungsformen eine Sammelbecken-Ablaufleitung auf.
[0056] Die Sammelbecken-Ablaufleitung weist in einer Vielzahl von Ausführungsformen einen
Siphon aus. Die Sammelbecken-Ablaufleitung kann insbesondere dann einen Siphon aufweisen,
wenn die Sammelbecken-Ablaufleitung derart an ein Abwassersystem des Gebäudes, in
welchem die erste Einrichtung installiert ist, angeschlossen ist, dass ohne Vorhandensein
des Siphons mit einer unangenehmen Geruchsentweichung über die Sammelbecken-Ablaufleitung
in Richtung des Sammelbeckens zu rechnen wäre und/oder wenn nicht ausgeschlossen ist,
dass über das Sammelbecken Verschmutzung in Leitungen und Elemente gelangen könnte,
die der Sammelbecken-Ablaufleitung nachgelagert sind.
[0057] In einer ersten Gruppe von Ausführungsformen des sanitären Systems, bei denen die
erste Einrichtung das Sammelbecken und die Sammelbecken-Ablaufleitung einen Siphon
aufweist und die zweite Einrichtung in irgendeiner der zuvor oder nachfolgend beschriebenen
Ausführungsform realisiert ist, ist die Zuflussleitung zur Zuleitung von im Sammelbecken
gesammelter Flüssigkeit dem Siphon in Flussrichtung der Flüssigkeit nachgelagert angeordnet.
[0058] In dieser ersten Gruppe von Ausführungsformen kann die passive Niveausteuerung der
Abflussvorrichtung und damit die Definition des Flüssigkeitsniveaus durch die Abflussvorrichtung
wie folgt realisiert sein:
Die Abflussvorrichtung umfasst ein Leitungselement, das derart an der Zuflussleitung
oder am Spülkasten angeordnet ist, dass Flüssigkeit über dieses Leitungselement und
den zweiten Anschlusspunkt abfliesst, sobald im Spülkasten das Flüssigkeitsniveau
erreicht ist.
[0059] In einer Ausführungsform bestimmt die Anordnung des Leitungselements an der Zuflussleitung
oder am Spülkasten, insbesondere die vertikale Lage eines Abgangs in das Leitungselement,
wann Flüssigkeit, die sich in der Zuflussleitung oder im Spülkasten befindet, über
das Leitungselement abfliesst.
[0060] Alternativ oder ergänzend kann das Leitungselement eine Form aufweisen, die bestimmt,
wann Flüssigkeit, die sich in der Zuflussleitung oder im Spülkasten befindet, über
das Leitungselement abfliesst. Diese Form kann beispielsweise einen Kulminationspunkt
und/oder eine Stufe aufweisen.
[0061] Unabhängig von der konkreten Realisierung des Leitungselements, weist weder das Leitungselement
selbst noch der Abgang in dieses irgendein bewegliches Teil oder ein schaltendes Steuerelement
auf.
[0062] Insbesondere kann alleine (ausschliesslich) die Anordnung des Leitungselements an
der Zuflussleitung oder am Spülkasten, insbesondere die vertikale Lage eines Abgangs
in das Leitungselement, bestimmen, wann Flüssigkeit, die sich in der Zuflussleitung
oder im Spülkasten befindet, über das Leitungselement und den zweiten Anschlusspunkt
abfliesst.
[0063] Unabhängig von der konkreten Realisierung des Leitungselements und dessen Abgangs,
kann alleine über die vertikale Anordnung des Abgangs oder optional über die Form
des Leitungselements, das durch die Abflussvorrichtung definierte Flüssigkeitsniveau
festgelegt sein.
[0064] Insbesondere bei Ausführungsformen des Spülkastens, die den zuvor beschriebenen,
von der Abflussvorrichtung unabhängigen Überlauf und/oder das zuvor beschriebene niveaugesteuerte
Schwimmventil zur Regulierung des Zuflusses von Spülwasser über die zweite Zuflussleitung
aufweisen, muss das von der Abflussvorrichtung definierte Flüssigkeitsniveau genau
auf das Überlauf-Niveau und/oder das Schwimmventil-Niveau abgestimmt sein. Vor allem
bei diesen Ausführungsformen kann es deshalb von Vorteil sein, wenn der Abgang in
das Leitungselement nahe am Spülkasten liegt, in eine Wandung des Spülkastens integriert
ist, oder im Spülkasten angeordnet ist. In anderen Worten kann der Abgang spülkastenseitig
und nicht Sammelbecken-Ablaufleitungsseitig angeordnet sein.
[0065] Unabhängig von der konkreten Realisierung der ersten Einrichtung, der zweiten Einrichtung
und der Abflussvorrichtung, kann die Abflussvorrichtung derart eingerichtet sein,
dass sowohl der Spülkasten als auch das Sammelbecken, beziehungsweise die Sammelbecken-Ablaufleitung,
gegenüber dem zweiten Anschlusspunkt siphoniert ist, d.h. einen Siphon aufweist.
[0066] Bei der ersten Gruppe von Ausführungsformen, das heisst bei Ausführungsformen, bei
denen die Zuflussleitung zur Zuleitung von im Sammelbecken gesammelter Flüssigkeit
zum Spülkasten dem Siphon nachgelagert angeordnet ist, ist die erste Einrichtung nicht
in einer Art und Weise modifiziert, dass sammelbeckenseitig an der Siphonierung etwas
geändert werden muss. Hingegen kann das sanitäre System - je nach Auslegung des Leitungselements
- spülkastenseitig eine Siphonierung aufweisen, die die zweite Einrichtung ursprünglich
nicht aufweist.
[0067] In Ausführungsformen der ersten Gruppe von Ausführungsformen ist das Leitungselement,
über das Flüssigkeit über den zweiten Anschlusspunkt abfliesst, sobald im Spülkasten
das Flüssigkeitsniveau erreicht ist, gegenüber dem Spülkasten siphoniert.
[0068] Der dazu verwendete Siphon sollte vorteilhaft für Wartungs- und Reinigungsarbeiten
von aussen zugänglich sein. Beispielsweise kann die Zugänglichkeit über den Spülkasten
gewährleistet werden.
[0069] Entsprechend kann das sanitäre System in der Region des Anschlusspunkts am Spülkasten,
über den das Leitungselement direkt oder indirekt in fluider Wechselwirkung mit dem
Spülkasten steht, einen spülkastenseitigen Siphon aufweisen.
[0070] In Ausführungsformen, in denen das Leitungselement von der Zuflussleitung abgeht,
kann die Zuflussleitung den spülkastenseitigen Siphon bilden.
[0071] Nicht nur, aber insbesondere bei Ausführungsformen mit einer Zuflussleitung, die
einen spülkastenseitigen Siphon bildet, kann die Zuflussleitung im Boden des Spülkastens
oder in einem Bereich einer Seitenwand des Spülkastens, der unmittelbar an den Boden
angrenzt, in den Spülkasten münden.
[0072] In anderen Worten mündet die Zuflussleitung in Ausführungsformen im Bodenbereich
des Spülkastens im Spülkasten. Dabei kann die erste Einrichtung, die zweite Einrichtung,
die Abflussvorrichtung und die Zuflussleitung in irgendeiner der zuvor oder nachfolgend
beschriebenen Art und Weise realisiert sein.
[0073] Zusätzlich oder alternativ, und wiederum unabhängig davon, wie die erste Einrichtung,
die zweite Einrichtung, die Abflussvorrichtung und die Zuflussleitung konkret realisiert
sind, kann der Spülkasten genau einen Anschlusspunkt aufweisen, über welchen der Spülkasten
sowohl mit der Zuflussleitung als auch mit der Abflussvorrichtung verbunden ist. In
anderen Worten kann die zweite Einrichtung im Vergleich zu ihrem stand-alone Zustand
genau einen zusätzlichen Anschlusspunkt aufweisen.
[0074] Bei Ausführungsformen, bei welchen der Spülkasten genau einen Anschlusspunkt aufweist,
über welchen der Spülkasten sowohl mit der Zuflussleitung als auch mit der Abflussvorrichtung
verbunden ist, kann ein Leitungselement der Abflussvorrichtung über einen Abgang an
der Zuflussleitung angeordnet sein, beispielsweise wie zuvor und nachfolgend beschrieben.
[0075] In Ausführungsformen, in denen das Leitungselement direkt vom Spülkasten abgeht,
kann das Leitungselement den spülkastenseitigen Siphon ausbilden.
[0076] Um die zuvor erwähnte Zugänglichkeit des spülkastenseitigen Siphons über den Spülkasten
zu gewährleisten, kann der spülkastenseitige Siphon einen Bogen aufweisen, der durch
ein im Spülkasten angeordnetes Leitungselement realisiert ist, das über einen Innenbereich
des Spülkastens von der Zuflussleitung, beziehungsweise dem Leitungselement trennbar
ist.
[0077] Der an der Zuflussleitung, beziehungsweise dem Leitungselement montierte Bogen ist
im Spülkasten von der Zuflussleitung, beziehungsweise dem Leitungselement weg nach
oben ragend, so dass er - alleine oder in Kombination mit einem weiteren Bogen der
Zuflussleitung, beziehungsweise des Leitungselements - die Siphonierung des Leitungselements
gegenüber dem Spülkasten gewährleisten kann.
[0078] In einer Ausführungsform ist der spülkastenseitige Siphon vollständig im Spülkasten
angeordnet.
[0079] Falls das Leitungselement von der Zuflussleitung abgeht, kann ergänzend der zuvor
beschriebene Abgang von der Zuflussleitung in das Leitungselements im Spülkasten angeordnet
sein.
[0080] In einer zweiten Gruppe von Ausführungsformen des sanitären Systems, bei denen die
erste Einrichtung das Sammelbecken und die Sammelbecken-Ablaufleitung einen Siphon
aufweist und die zweite Einrichtung in irgendeiner der zuvor oder nachfolgend beschriebenen
Ausführungsform realisiert ist, ist die Zuflussleitung zur Zuleitung von im Sammelbecken
gesammelter Flüssigkeit, genauer gesagt dessen Zuflussleitung-Abfluss an der Sammelbecken-Ablaufleitung,
dem Siphon der Sammelbecken-Ablaufleitung in Flussrichtung der Flüssigkeit vorgelagert
angeordnet.
[0081] In Ausführungsformen gemäss der zweiten Gruppe kann die Sammelbecken-Ablaufleitung
in Flussrichtung der im Sammelbecken gesammelten Flüssigkeit also einen Zuflussleitung-Abfluss
aufweisen. Die Sammelbecken-Ablaufleitung kann in vertikaler Richtung unterhalb des
Zuflussleitung-Abflusses verschlossen sein, damit im Sammelbecken gesammelte Flüssigkeit,
die über die Sammelbecken-Ablaufleitung abfliesst, in die Zuflussleitung und damit
in Richtung Spülkasten fliesst.
[0082] Auch bei den Ausführungsformen gemäss der zweiten Gruppe, kann die passive Niveausteuerung
der Abflussvorrichtung und damit die Definition des Flüssigkeitsniveaus durch die
Abflussvorrichtung durch die Anordnung eines Leitungselements der Abflussvorrichtung
definiert sein. Dieses kann beispielsweise:
- An der Zuflussleitung oder am Spülkasten angeordnet sein, wie in Zusammenhang mit
Ausführungsformen gemäss der ersten Gruppe offenbart.
Dabei gilt es aber sicherzustellen, dass auch das Sammelbecken, beziehungsweise der
unmittelbar an dieses angrenzende Bereich der Sammelbecken-Ablaufleitung, gegenüber
dem zweiten Anschlusspunkt siphoniert ist. Dies kann beispielsweise dadurch realisiert
sein, indem das Leitungselement der Abflussvorrichtung einen Siphon aufweist oder
indem das Leitungselement der Abflussvorrichtung über den Siphon der Sammelbecken-Ablaufleitung
im zweiten Anschlusspunkt mündet.
Falls das Leitungselement der Abflussvorrichtung über den Siphon der Sammelbecken-Ablaufleitung
im zweiten Anschlusspunkt mündet, kann die Sammelbecken-Ablaufleitung einen Leitungselement-Einfluss
aufweisen, der in Flussrichtung der über das Leitungselement abfliessenden Flüssigkeit
dem Siphon der Sammelbecken-Ablaufleitung vorgelagert ist.
Insbesondere kann der Leitungselement-Einfluss dem Zuflussleitung-Abfluss, beziehungsweise
dem Verschluss der Sammelbecken-Ablaufleitung in vertikaler Richtung entlang der ursprünglichen
Sammelbecken-Ablaufleitung nachgelagert sein. Die ursprüngliche Sammelbecken-Ablaufleitung
ist diejenige Sammelbecken-Ablaufleitung, die die erste Einrichtung aufweisen würde,
wenn sie als stand-alone Einrichtung installiert wäre.
- Das Leitungselement der Abflussvorrichtung, das das Flüssigkeitsniveau im Spülkasten
definiert, erstreckt sich nur von einem Leitungselement-Abfluss an der Sammelbecken-Ablaufleitung
zum zweiten Anschlusspunkt, wobei der Leitungselement-Abfluss an der Sammelbecken-Ablaufleitung
in vertikaler Richtung derart angeordnet ist, dass durch ihn das Flüssigkeitsniveau
definiert wird und/oder wobei das Leitungselement eine Form aufweisen, die bestimmt,
wann Flüssigkeit über das Leitungselement abfliesst. Diese Form kann beispielsweise
einen Kulminationspunkt und/oder eine Stufe aufweisen.
Bei solchen Ausführungsformen staut sich die im Sammelbecken gesammelte Flüssigkeit
und/oder Flüssigkeit, die über den von der Zuflussleitung zur Zuleitung von im Sammelbecken
gesammelter Flüssigkeit unabhängigen Flüssigkeitsanschluss zugeführt wird, falls ein
solcher Flüssigkeitsanschluss vorhanden ist, in der Zuflussleitung zurück bis in die
Sammelbecken-Ablaufleitung, weil weder die Zuflussleitung noch der Spülkasten ein
Leitungselement aufweist, über welches Flüssigkeit in Richtung des zweiten Anschlusspunktes
abfliessen kann. Entsprechend definiert der Ablauf über den Leitungselement-Abfluss
und/oder das Leitungselement das Flüssigkeitsniveau, bei dessen Erreichen im Spülkasten
im sanitären System befindliche Flüssigkeit über den zweiten Anschlusspunkt abgeleitet
wird.
Bei solchen Ausführungsformen kann das Leitungselement einen Siphon aufweisen, womit
durch einen einzigen Siphon sowohl das Sammelbecken, beziehungsweise die Sammelbecken-Ablaufleitung,
als auch der Spülkasten gegenüber dem zweiten Anschlusspunkt siphoniert ist.
[0083] In einer dritten Gruppe von Ausführungsformen des sanitären Systems, bei denen die
erste Einrichtung das Sammelbecken und die Sammelbecken-Ablaufleitung einen Siphon
aufweist und die zweite Einrichtung in irgendeiner der zuvor oder nachfolgend beschriebenen
Ausführungsform realisiert ist, ist die Zuflussleitung zur Zuleitung von im Sammelbecken
gesammelter Flüssigkeit, genauer gesagt dessen Zuflussleitung-Abfluss an der Sammelbecken-Ablaufleitung
dem Siphon der Sammelbecken-Ablaufleitung in Flussrichtung der Flüssigkeit vor- oder
nachgelagert angeordnet, wobei der Zuflussleitung-Abfluss in vertikaler Richtung unterhalb
eines Niveaus angeordnet ist, ab welchem Flüssigkeit aus der Sammelbecken-Ablaufleitung
in Richtung des zweiten Anschlusspunktes abfliesst. In anderen Worten definiert besagtes
Niveau das Flüssigkeitsniveau im Spülkasten, ab dessen Erreichen im Spülkasten im
sanitären System befindliche Flüssigkeit über den zweiten Anschlusspunkt abgeleitet
wird. Entsprechend kann die Installation der ersten Einrichtung derart sein oder derart
angepasst werden, dass das gewünschte Flüssigkeitsniveau über das Niveau, ab welchem
Flüssigkeit aus der Sammelbecken-Ablaufleitung in Richtung zweitem Anschlusspunkt
abfliesst, eingestellt ist.
[0084] Auch bei der dritten Gruppe von Ausführungsformen staut sich die im Sammelbecken
gesammelte Flüssigkeit und/oder Flüssigkeit, die über den von der Zuflussleitung zur
Zuleitung von im Sammelbecken gesammelter Flüssigkeit unabhängigen Flüssigkeitsanschluss
zugeführt wird, falls ein solcher Flüssigkeitsanschluss vorhanden ist, in der Zuflussleitung
zurück bis in die Sammelbecken-Ablaufleitung, weil weder die Zuflussleitung noch der
Spülkasten ein Leitungselement aufweist, über welches Flüssigkeit in Richtung des
zweiten Anschlusspunktes abfliessen kann.
[0085] In einer Ausführungsform des sanitären Systems ist das Sammelbecken gegenüber dem
Spülkasten siphoniert,
Beispielsweise kann die Sammelbecken-Ablaufleitung einen Siphon aufweist und die Zuflussleitung
zur Zuleitung von im Sammelbecken gesammelter Flüssigkeit diesem Siphon in Flussrichtung
der Flüssigkeit nachgelagert angeordnet ist.
[0086] Alternativ oder ergänzend kann die Zuflussleitung einen Siphon, insbesondere einen
spülkastenseitigen Siphon, aufweisen.
[0087] Bei allen vorgängig und nachfolgend beschriebenen Ausführungsformen des sanitären
Systems kann die Zuflussleitung und/oder die Abflussvorrichtung, vollständig oder
im Wesentlichen als Unterputz- und/oder Hohlraum-Installation realisiert sein.
[0088] "Im Wesentlichen als Unterputz- und/oder Hohlraum-Installation realisiert" heisst
insbesondere, dass die Zuflussleitung und/oder die Abflussvorrichtung bis auf eine
oder mehrere Anschlüsse am Spülkasten und/oder bis auf einen oder mehrere Anschlüsse
an der ersten Einrichtung, insbesondere an der Sammelbecken-Ablaufleitung, als Unterputz-
und/oder Hohlraum-Installation realisiert sind. Es versteht sich von selbst, dass
zusätzlich zu einem freiliegenden Anschluss in der Regel auch ein Leitungsbereich
freiliegt, der sich vom Anschluss zu einer Position erstreckt, ab welcher die Unterputz-
und/oder Hohlraum-Installation beginnt.
[0089] Eine Realisierung der Zuflussleitung und der Abflussvorrichtung als vollständige
oder im Wesentlichen Unterputz- und/oder Hohlraum-Installation führt zu einem optisch
hochwertigen Eindruck, bei dem für einen Benutzer keine Veränderung an der ersten
und zweiten Einrichtung im Vergleich zu deren stand-alone Zustand erkennbar ist. Ferner
sind die Leitungsverläufe in Ausführungsformen bei denen die Zuflussleitung und die
Abflussvorrichtung vollständig oder im Wesentlichen als Unterputz- und/oder Hohlraum-Installation
realisiert sind derart, dass eine sehr hohe Ausfallsicherheit garantiert ist. Auch
können keine beabsichtigten oder unbeabsichtigten Manipulationen durch einen mit sanitären
Systemen nicht vertrauten Benutzer stattfinden.
[0090] Alternativ können alle bei allen vorgängig und nachfolgend beschriebenen Ausführungsformen
des sanitären Systems die Zuflussleitung und/oder die Abflussvorrichtung, vollständig
oder im Wesentlichen als Aufputz-Installation, das heisst freiliegend, realisiert
sein.
[0091] "Im Wesentlichen als Aufputz-Installation realisiert" heisst insbesondere, dass die
Zuflussleitung und/oder die Abflussvorrichtung bis auf eine oder mehrere Anschlüsse,
insbesondere der zweite Anschlusspunkt, als Aufputz-Installation realisiert sind.
Es versteht sich von selbst, dass zusätzlich zu einem nicht freiliegenden Anschluss
in der Regel auch ein Leitungsbereich nicht freiliegt, der sich vom Anschluss zu einer
Position erstreckt, ab welcher die Aufputz-Installation beginnt.
[0092] Insbesondere bei Ausführungsformen gemäss der ersten Gruppe sind die Zuflussleitung
und die Abflussvorrichtung vorzugsweise vollständig oder im Wesentlichen als Unterputz-
und/oder Hohlraum-Installation realisiert. Das heisst auch, dass ein sanitäres System
gemäss der ersten Gruppe von Ausführungsformen vorzugsweise bei der Installation der
ersten und zweiten Einrichtung realisiert wird. Eine Realisierung zu einem späteren
Zeitpunkt, das heisst, nachdem die erste und zweite Einrichtung als stand-alone Einrichtungen
installiert wurden, und/oder eine Realisierung bei welcher die Zuflussleitung und
die Abflussvorrichtung vollständig oder im Wesentlichen als Aufputz-Installation realisiert
sind, ist auch möglich.
[0093] Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zur Herstellung eines erfindungsgemässen
sanitären Systems in irgendeiner der genannten Ausführungsformen. Da ein erfindungsgemässes
System in der Regel aus einer ersten Einrichtung, die als stand-alone Einrichtung
konzipiert ist, und einer zweiten Einrichtung, die eine sanitäre Einrichtung ist und
als stand-alone Einrichtung konzipiert ist, hervorgeht, kann das Verfahren zur Herstellung
eines erfindungsgemässen sanitären Systems in irgendeiner der genannten Ausführungsformen
in vielen Ausführungsformen einem Verfahren zur Installation eines erfindungsgemässen
sanitären Systems in irgendeiner der genannten Ausführungsformen oder einem Verfahren
zur Umrüstung einer installierten ersten Einrichtung und einer installierten zweiten
Einrichtung auf ein erfindungsgemässes sanitäres System in irgendeiner der genannten
Ausführungsformen entsprechen.
[0094] Ein Verfahren zur Herstellung eines sanitären Systems, das eine erste Einrichtung
mit einem Sammelbecken, insbesondere eine erste Einrichtung in einer der zuvor beschriebenen
Ausführungsformen, und eine zweite Einrichtung mit einem Spülkasten und einem Anschlusspunkt
für eine Ablaufleitung, insbesondere eine zweite Einrichtung in einer der zuvor beschriebenen
Ausführungsformen, wobei die zweite Einrichtung eine sanitäre Einrichtung ist, aufweist,
weist folgende Schritte auf:
- Installation einer Zuflussleitung zur Zuleitung von im Sammelbecken gesammelter Flüssigkeit
zum Spülkasten.
- Zur Verfügung stellen einer Abflussvorrichtung, die kein bewegliches Element aufweist
und über die ein Flüssigkeitsniveau definiert ist. Die zur Verfügung gestellte Abflussvorrichtung
ist ferner eingerichtet, im sanitären System befindliche Flüssigkeit über einen vom
Anschlusspunkt der zweiten Einrichtung verschiedenen zweiten Anschlusspunkt abzuleiten,
sobald ein Flüssigkeitsstand im Spülkasten das Flüssigkeitsniveau erreicht.
[0095] Die zur Verfügung gestellte Abflussvorrichtung ist insbesondere derart ausgebildet
und in das sanitäre System integriert, dass im sanitären System befindliche Flüssigkeit
über den vom Anschlusspunkt der zweiten Einrichtung verschiedenen zweiten Anschlusspunkt
abgeleitet wird, sobald ein Flüssigkeitsstand im Spülkasten das Flüssigkeitsniveau
erreicht.
[0096] In einer Ausführungsform des Herstellungsverfahrens wird dieses während der Installation
der ersten und zweiten Einrichtung in das Gebäude, in welchem das sanitäre System
vorhanden sein soll, durchgeführt. Vor allem in diesem Fall kann das Herstellungsverfahren
als das zuvor erwähnte Verfahren zur Installation des sanitären Systems betrachtet
werden.
[0097] Alternativ wird das Herstellungsverfahren nach der Installation der ersten und zweiten
Einrichtung in das Gebäude durchgeführt. Vor allem in diesem Fall kann das Herstellungsverfahren
als das zuvor erwähnte Verfahren zur Umrüstung der ersten und zweiten Einrichtung
auf das sanitäre System betrachtet werden.
[0098] Unabhängig vom Zeitpunkt der Anwendung des Herstellungsverfahrens kann die zweite
Einrichtung eine stand-alone sanitäre Einrichtung sein, in dessen Spülkasten während
des Verfahrens ein Zuflussleitung-Anschluss integriert wird.
[0099] Der zweite Anschlusspunkt ist insbesondere kein Anschlusspunkt der ursprünglichen
zweiten Einrichtung.
[0100] Unabhängig vom Zeitpunkt der Anwendung des Herstellungsverfahrens und von der Frage,
ob die zweite Einrichtung eine stand-alone sanitäre Einrichtung ist, wird der Spülkasten
in der Regel über die Abflussvorrichtung mit dem zweiten Anschlusspunkt verbunden.
[0101] Ergänzend wird der Zuflussleitung-Anschluss in den Spülkasten integriert, wobei der
Spülkasten über den Zuflussleitung-Anschluss und die Abflussvorrichtung mit dem zweiten
Anschlusspunkt verbunden werden kann.
[0102] In der Regel wird auch die erste Einrichtung, insbesondere dessen Sammelbecken, beziehungsweise
dessen Sammelbecken-Ablaufleitung, mit dem zweiten Anschlusspunkt verbunden oder sie
bleibt mit diesem verbunden. Letzteres ist insbesondere dann der Fall, wenn der zweite
Anschlusspunkt ein Anschlusspunkt der ersten Einrichtung für eine Ablaufleitung war
und bleibt. Allerdings kann die Art und Weise, wie im Sammelbecken gesammelte Flüssigkeit
in Richtung des zweiten Anschlusspunktes abfliesst, während des Verfahrens geändert
werden.
[0103] In einer Ausführungsform wird ein Leitungselement, das das Sammelbecken mit dem zweiten
Anschlusspunkt verbindet derart abgeändert wird, dass ein erster Bereich des Leitungselements
in die Zuflussleitung übergeht und dass ein Leitungselement der Abflussvorrichtung,
über welches Flüssigkeit über den zweiten Anschlusspunkt abfliesst, sobald das Flüssigkeitsniveau
im Spülkasten erreicht ist, in einen zweiten Bereich des Leitungselements übergeht.
[0104] Der erste Bereich des Leitungselements ist dem zweiten Bereich des Leitungselements
in Flussrichtung vorgelagert.
[0105] Die besagten Übergänge können durch zwei Anschlusspunkte am Leitungselement, das
das Sammelbecken mit dem zweiten Anschlusspunkt verbindet, realisiert sein. Ergänzend
kann ein Bereich des Leitungselements zwischen den Anschlusspunkten entfernt oder
abgeschottet werden.
[0106] Falls das Herstellungsverfahren während der Installation der ersten und zweiten Einrichtung
in das Gebäude durchgeführt wird, kann direkt ein Leitungselement installiert werden,
das das Sammelbecken mit dem zweiten Anschlusspunkt verbindet und das wie eben beschrieben
abgeändert ist.
[0107] Das Herstellungsverfahren kann einen Schritt aufweisen, in welchem eine Revisionsöffnung
zur Verfügung gestellt wird, wobei über die Revisionsöffnung ein Anschlusspunkt, insbesondere
einer oder beide der eben genannten Anschlusspunkte, zugänglich ist.
[0108] Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zum Betrieb eines sanitären Systems gemäss
dem unabhängigen Anspruch 14.
[0109] Das Betriebsverfahren weist folgende Schritte auf:
- Zuleiten von im Sammelbecken gesammelter Flüssigkeit zum Spülkasten.
- Ableiten von im sanitären System befindlicher Flüssigkeit über einen zweiten Anschlusspunkt,
der vom Anschlusspunkt der zweiten Einrichtung verschiedenen ist, sobald ein Flüssigkeitsstand
im Spülkasten ein Flüssigkeitsniveau erreicht. Dabei geschieht das Ableiten von im
sanitären System befindlicher Flüssigkeit über eine Abflussvorrichtung, die kein bewegliches
Element aufweist und die das Flüssigkeitsniveau definiert.
[0110] In einer Ausführungsform ist der zweite Anschlusspunkt kein Anschlusspunkt der ursprünglichen
zweiten Einrichtung In dieser Ausführungsform des Betriebsverfahrens ist der Spülkasten
über die Abflussvorrichtung mit dem zweiten Anschlusspunkt verbunden.
[0111] Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand von Figuren beschrieben.
Es zeigen:
- Figur 1
- Eine schematische Darstellung einer beispielhaften, erfindungsgemässen sanitären Einrichtung,
die installiert ist;
- Figuren 2a-2b
- Eine schematische Detailansicht der sanitären Einrichtung gemäss Fig. 1 vor (Fig.
2a) und nach (Fig. 2b) Realisierung der erfinderischen Idee; und
- Figuren 3-8
- Schematische Darstellungen von weiteren, beispielhaften erfindungsgemässen sanitären
Einrichtungen.
[0112] Figur 1 zeigt eine schematische Darstellung einer beispielhaften, erfindungsgemässen sanitären
Einrichtung, die unter die zuvor beschriebene erste Gruppe von Ausführungsformen fällt.
[0113] Gezeigt ist die erste Einrichtung 60, die in der gezeigten Ausführungsform eine Waschtisch-Anlage
aufweisend ein Sammelbecken 3 und eine Sammelbecken-Ablaufleitung 25 ist.
[0114] In der gezeigten Ausführungsform weist die Sammelbecken-Ablaufleitung 25 auch nach
der Realisierung der erfinderischen Idee einen Siphon 26 auf.
[0115] Ferner ist die zweite sanitäre Einrichtung 50 gezeigt, die in der gezeigten Ausführungsform
eine WC-Anlage aufweisend ein Spülkasten 1 und eine WC-Schüssel 2. Der Spülkasten
1 weist in der gezeigten Ausführungsform die optionalen Merkmale eines vorinstallierten
Überlaufs 16 und einer vorinstallierten Wasserzulaufleitung 40 (in Figur 1 nicht sichtbar)
auf. Der Wasserzufluss über die vorinstallierte Wasserzulaufleitung 40 wird über ein
niveaugesteuertes Schwimmventil 11 mit einem Schwimmer 11.1 und einem Ventil 11.2
reguliert.
[0116] Das sanitäre System weist ferner eine Zuflussleitung 21 und eine Abflussvorrichtung
6 auf. In der gezeigten Ausführungsform ist die Zuflussleitung 21 und die Abflussvorrichtung
6 vollständig "unterputz" angeordnet. Das heisst, die Zuflussleitung 21 und die Abflussvorrichtung
6 sind von einer Benutzungsseite des sanitären Systems her hinter einem Wandelement
7 angeordnet. Zur Visualisierung der Zuflussleitung 21 und der Abflussvorrichtung
6 ist das Wandelement 7 in Figur 1 teilweise weggelassen worden.
[0117] Die Zuflussleitung 21 ist auf der einen Seite über die Sammelbecken-Ablaufleitung
25 mit dem Sammelbecken 3 und auf der anderen Seite über einen Zuflussleitung-Anschluss
15 am Spülkasten 1 mit der Kammer des Spülkastens 1 verbunden. Dadurch ist die Zuflussleitung
21 eingerichtet, im Sammelbecken 3 gesammeltes Wasser, insbesondere Wasser, das beim
Händewaschen im Sammelbecken 3 gesammelt wird, dem Spülkasten 1 zuzuführen.
[0118] In der gezeigten Ausführungsform weist die Abflussvorrichtung 6 ein Leitungselement
24 auf. Dieses ist auf der einen Seite über einen Abgang 22 von der Zuflussleitung
21 mit einem Teilbereich 20 der Zuflussleitung 21 und somit mit dem Spülkasten 1 verbunden.
Auf der anderen Seite ist das Leitungselement 24 mit einem Anschlusspunkt 5 an einer
Sammelleitung 14 verbunden. In anderen Worten fliesst Flüssigkeit über die Abflussvorrichtung
6 nur in Richtung dieses, sogenannten zweiten Anschlusspunkts 5 ab, aber nicht über
einen Anschlusspunkt 4 der WC-Anlage.
Figur 2b zeigt im Detail, wie das Leitungselement 24 angeordnet ist.
[0119] In der in Figur 2b gezeigten Ausführungsform ist der Anschlusspunkt 5 der Anschlusspunkt
8 der ursprünglichen Waschtisch-Anlage. In alternativen Ausführungsformen wird der
Anschlusspunkt 5, zu welchem das Leitungselement 24 hinführt, ein vom realisierten
oder angedachten Anschlusspunkt 8 der ursprünglichen Waschtisch-Anlage verschiedener
Anschlusspunkt sein, wobei der Anschlusspunkt 8 der ursprünglichen Waschtisch-Anlage
verschlossen wird oder nicht realisiert wird.
[0120] In der Ausführungsform gemäss Figur 1 (und Figur 2b) ist die erfinderische Idee dadurch
realisiert, dass sowohl die Zuflussleitung 21 als auch das Leitungselement 24 als
auch der Abgang 22 als auch der Zuflussleitung-Anschluss 15 keinerlei bewegliches
oder regelndes Element aufweist. Vielmehr sind die besagten Bauteile relativ zueinander
derart angeordnet, dass das Flüssigkeitsniveau im Spülkasten 1 und in der Zuflussleitung
21 gleich hoch ist. Sobald das Flüssigkeitsniveau im Spülkasten 1 und in der Zuflussleitung
21 die Höhe des Abgangs 22 erreicht hat, fliesst Flüssigkeit automatisch und ohne
irgendeine Bewegung oder irgendeinen Schaltvorgang aus dem sanitären System über das
Leitungselement 24 ab. Dadurch steigt auch das Flüssigkeitsniveau im Spülkasten nicht
mehr und es kann zu keinem Rückstau von Flüssigkeit in die Sammelbecken-Ablaufleitung
25 oder gar in das Sammelbecken 3 kommen.
[0121] Mit anderen Worten definiert der Abgang 22 ein Flüssigkeitsniveau 240 im Spülkasten
1 und die Abflussvorrichtung 6 ist eingerichtet, im sanitären System befindliche Flüssigkeit
über das Leitungselement 24 und Richtung des zweiten Anschlusspunktes 5 abzuleiten,
sobald der Flüssigkeitsstand im Spülkasten 1 das Flüssigkeitsniveau 240 erreicht.
[0122] In der in Figur 1 (und Figur 2b) gezeigten Ausführungsform weist die Abflussvorrichtung
6 also neben dem Leitungselement 24 den Abgang 22 und den zwischen dem Abgang 22 und
dem Spülkasten 1 angeordneten Teilbereich 20, inklusive des in die Kammer des Spülkastens
1 hineinragenden Bereichs, der Zuflussleitung 21 auf.
[0123] Nicht nur in der in Figur 1 gezeigten Ausführungsform, sondern im Allgemeinen ist
ferner die Zuflussleitung 21 derart angeordnet, dass auch die Zuleitung von im Sammelbecken
3 gesammelter Flüssigkeit zum Spülkasten 1 hin automatisch und ohne Manipulation eines
beweglichen Elements, sei es durch einen Benutzer oder durch einen dem sanitären System
inneliegenden Mechanismus, erfolgt. Dazu müssen die erste Einrichtung, u.z. das Sammelbecken
3, und die zweite Einrichtung, insbesondere der Spülkasten 1, entsprechend relativ
zueinander angeordnet sein, das heisst, das Sammelbecken 3 muss in vertikaler Richtung
oberhalb des gewünschten Flüssigkeitsniveaus 240 angeordnet sein.
[0124] In einem sanitären System kommen eine erste Einrichtung 60, die eine Waschtisch-Anlage
sein kann, und eine zweite Einrichtung 50, die eine WC-Anlage sein kann, zum Einsatz,
wobei die erste und zweite Einrichtung handelsübliche, als stand-alone Einrichtungen
konzipierte und allenfalls bereits in einem Raum eines Gebäudes installierte Einrichtungen
sein können.
[0125] Figur 2a zeigt beispielhaft am Beispiel einer Waschtisch-Anlage 60 und einer WC-Anlage 50,
wie solche handelsübliche, als stand-alone Einrichtungen konzipierte erste (Waschtisch-Anlage
60) und zweite (WC-Anlage 50) Einrichtungen vor Realisierung der erfinderischen Idee
installiert sein können oder zur Installation vorgesehen sein können.
[0126] Die Waschtisch-Anlage 60 weist das Sammelbecken 3, die Sammelbecken-Ablaufleitung
25 mit dem Siphon 26 und einem Waschtisch-Anschlusspunkt 8 auf.
[0127] Die WC-Anlage 50 weist den Spülkasten 1, die Wasserzufuhrleitung 40, die WC-Schüssel
2 (nicht gezeigt) sowie einen WC-Anschlusspunkt 4 auf.
[0128] In der gezeigten Ausführungsform ist der Waschtisch-Anschlusspunkt 8 ein Anschlusspunkt
an eine Sammelleitung und der WC-Anschlusspunkt 4 ein vom Waschtisch-Anschlusspunkt
8 verschiedener Anschlusspunkt an dieselbe Sammelleitung. Alternativ kann der Waschtisch-Anschlusspunkt
8 beispielsweise ein Anschlusspunkt für eine Waschtisch-Anschlussleitung sein und/oder
der WC-Anschlusspunkt 4 kann beispielsweise ein Anschlusspunkt für eine WC-Anschlussleitung
sein.
[0129] Der Waschtisch-Anlage 60 und das WC-Anlage 50 stehen in keiner Wechselwirkung zueinander.
Insbesondere kann Flüssigkeit, die sich irgendwo in der Waschtisch-Anlage 60 befindet
nicht zur WC-Anlage 50, insbesondere zu dessen Spülkasten 1, gelangen und Flüssigkeit,
die sich irgendwo in der WC-Anlage 50, insbesondere im Spülkasten 1, befindet, kann
nicht zur Waschtisch-Anlage 60, insbesondere zu dessen Anschlusspunkt 8, gelangen.
[0130] Bei den Figuren 2b-7 gilt es zu beachten, dass zur besseren Visualisierung das sanitäre
System in einer Ebene dargestellt wird, obwohl Teile davon, insbesondere das Sammelbecken
3 und die Sammelbecken-Ablaufleitung 25 (Figur 2b), das Leitungselement 24 der Abflussvorrichtung
6 und das Wandelement 7 (Figuren 3-5), beziehungsweise der ablaufseitige Teil des
Siphons 26 der Sammelbecken-Ablaufleitung 25 und das Wandelement 7 (Figuren 6 und
7) in Betrachtungsrichtung aus der Blattebene nach vorne (Figur 2b) beziehungsweise
nach hinten (Figuren 3-7) herausragen würden.
[0131] Figur 2b zeigt die in Figur 2a gezeigte Waschtisch-Anlage 60 und die in Figur 2a gezeigte
WC-Anlage 50 in ihrer als sanitäres System gemäss einer beispielhaften Ausführungsform
der erfinderischen Idee realisierten Form.
[0132] Die in Figur 2b gezeigte Ausführungsform des sanitären Systems entspricht der in
Figur 1 gezeigten Ausführungsform. In Vergleich zu Figur 1 ist in Figur 2b zusätzlich
die Verbindung des Leitungselements 24 zum zweiten Anschlusspunkt 5, der in der gezeigten
Ausführungsform dem ursprünglichen Waschtisch-Anschlusspunkt 8 entspricht, sichtbar.
Ferner sind die Regionen 13 schematisch angegeben, in denen ein Leitungselement der
Waschtisch-Anlage 60 entfernt und an denen die Zuflussleitung 21 und das Leitungselement
24 der Abflussvorrichtung 6 angeschlossen wurden.
[0133] Aufgrund der Art und Weise, wie der zweite Anschlusspunkt 5 mit dem Spülkasten 1
verbunden ist, weist die Zuflussleitung 21, und damit die Abflussvorrichtung 6, einen
Siphon 23 auf, über den diese mit der Kammer des Spülkastens 1 verbunden ist.
[0134] In der gezeigten Ausführungsform weist der Siphon 23 einen ersten, von der Zuflussleitung
21 entfernbaren Bogen 23.1 auf. Dieser kann über die Kammer des Spülkastens 1 entfern
werden, womit der Siphon 23 über die Kammer des Spülkastens 1 gewartet werden kann.
[0135] In der gezeigten Ausführungsform weist der Siphon 23 ferner einen Bogen 23.2 auf,
der nicht für eine Entfernung über die Kammer des Spülkastens 1 eingerichtet ist.
[0136] Die
Figuren 3-7 zeigen alternative beispielhafte Realisierungen der sanitären Einrichtung:
- Figur 3 zeigt eine Ausführungsform, bei welcher sich das Leitungselement 24 der Abflussvorrichtung
6, dessen Anordnung im sanitären System letztlich das Flüssigkeitsniveau 240 definiert,
nur von einem Leitungselement-Abfluss 30 an der Sammelbecken-Ablaufleitung 25 zum
zweiten Anschlusspunkt 5 (nicht gezeigt), erstreckt. Das Flüssigkeitsniveau 240 wird
über die vertikale Anordnung des Leitungselement-Abfluss 30 definiert.
- Figur 4 zeigte eine Ausführungsform gemäss Figur 3, wobei aber das Flüssigkeitsniveau 240
nicht über die vertikale Anordnung des Leitungselement-Abfluss 30 definiert ist, sondern
durch die Form des Leitungselements 24. Dieses weist in der gezeigten Ausführungsform
einen vertikal nach oben gerichteten Bogen auf, der einen Kulminationspunkt 32 bildet,
der das Flüssigkeitsniveau 240 definiert.
In Figur 4 ist ferner der ursprüngliche Verlauf der Sammelbecken-Ablaufleitung 24
mit gestrichelten Linien angedeutet.
Ferner ist in Figur 4 eine zu den Figuren 1-3 alternative Realisierung des Zuflussleitung-Anschluss
15 am Spülkasten 1 und eine damit verbundene alternative Ausgestaltung der Zuflussleitung
21 mit gestrichelten Linien dargestellt.
- Figur 5 zeigt eine Ausführungsform gemäss der zuvor beschriebenen dritten Gruppe von Ausführungsformen,
bei denen letztlich das Flüssigkeitsniveau 240 durch die vertikale Lage des zweiten
Anschlusspunktes 5 an einer Ablaufleitung definiert ist. In der gezeigten Ausführungsform
handelt es sich bei der Ablaufleitung 14 um eine Fallleitung.
In der gezeigten Ausführungsform ist der Leitungselement-Abfluss 30 dem Siphon 26
der Sammelbecken-Ablaufleitung 25 nachgelagert und der Spülkasten 1 ist gegenüber
der Zuflussleitung 21 siphoniert.
Alternativ kann der Leitungselement-Abfluss 30 dem Siphon 26 der Sammelbecken-Ablaufleitung
25 vorgelagert sein. In diesem Fall ist es nicht nötig, den Spülkasten 1 gegenüber
der Zuflussleitung 21 zu siphonieren.
- Figur 6 zeigt eine Ausführungsform, bei welcher die Zuflussleitung 21 an einem Zuflussleitung-Abfluss
31 von der Sammelbecken-Ablaufleitung 25 abgeht, wobei der Zuflussleitung-Abfluss
31 dem Siphon 26 der Sammelbecken-Ablaufleitung 25 in Flussrichtung der im Sammelbecken
3 gesammelten Flüssigkeit vorgelagert ist. Bei Figur 6 handelt es sich also um eine
Ausführungsform gemäss der zuvor beschriebenen zweiten Gruppe von Ausführungsformen.
In der Ausführungsform gemäss Figur 6 ist ferner die Sammelbecken-Ablaufleitung 25
unterhalb des Zuflussleitung-Abflusses 31 verschlossen und das Leitungselement 24
der Abflussvorrichtung 6 mündet ebenfalls vor dem Siphon 26 in der Sammelbecken-Ablaufleitung
25.
Analog zu den in den Figuren 1 und 2a gezeigten Ausführungsformen wird auch in der
in Figur 6 gezeigten Ausführungsform das Flüssigkeitsniveau 240 über einen Abgang
22 des Leitungselements 24 von der Zuflussleitung 21 definiert.
In Figur 6 ist ferner mit gestrichelten Linien eine alternative Ausführungsform gezeigt,
bei der das Flüssigkeitsniveau 240 über die Form des Leitungselements 24 definiert
ist. Das Leitungselement 24 weist einen Kulminationspunkt 32 auf, der das Flüssigkeitsniveau
240 festlegt.
- Figur 7 zeigt eine Ausführungsform, die sich darin von der Ausführungsform gemäss Figur 6
unterscheidet, dass das Leitungselement 24 einen eigenen Anschluss (Leitungselement-Anschluss
28) am Spülkasten 1 aufweist. Das Flüssigkeitsniveau 240 wird folglich durch die vertikale
Lage des Leitungselement-Anschluss 28 definiert.
In der Ausführungsform gemäss Figur 7 kann insbesondere deshalb auf einen siphonierten
Anschluss des Leitungselements 24 und der Zuflussleitung 21 am Spülkasten 1 verzichtet
werden, weil die Zuflussleitung 21 und das Leitungselement 24, beziehungsweise die
Abflussvorrichtung 6, durch den Siphon 26 gegenüber dem zweiten Anschlusspunkt 5 (nicht
gezeigt) abgeschirmt sind. Dasselbe trifft auch für die in den Figuren 3, 4, 5 (falls
der Leitungselement-Abfluss 30 vor dem Siphon 26 angeordnet ist) und 6 zu. Auch bei
diesen Ausführungsformen kann deshalb spülkastenseitig auf eine siphonierte Zuflussleitung
21 und ein siphoniertes Leitungselement 24 verzichtet werden.
- Figur 8 zeigt eine Ausführungsform, bei welcher ein spülkastenseitiger Siphon 23 vollständig
innerhalb des Spülkastens 1 angeordnet ist. Dies verbessert beispielsweise die Zugänglichkeit
des Siphons 23 für Reinigungs- und Wartungszwecke und kann die Realisierung des sanitären
Systems vereinfachen.
Der Zuflussleitung-Anschluss 15 am Spülkasten 1 und der in Abhängigkeit der Anordnung
des Leitungselements 24 der Abflussvorrichtung 6 optional vorhandene Leitungselement-Anschluss
28 am Spülkasten 1 sind der Anordnung des spülkastenseitigen Siphons 23 entsprechend
gewählt. In der in Figur 8 gezeigten Ausführungsform, bei der die Abflussvorrichtung
6 abgesehen von ihrer Anordnung mit dem im Spülkasten 1 befindlichen spülkastenseitigen
Siphon 23 der in Figur 2b gezeigten Ausführungsform entspricht, weist der Spülkasten
1 sowohl den Zuflussleitung-Anschluss 15 als auch den Leitungselement-Anschluss 28
auf.
Bezugszeichenliste
[0137]
- 1.
- Spülkasten
- 2.
- WC-Schüssel
- 3.
- Sammelbecken
- 4.
- Anschlusspunkt der zweiten (sanitären) Einrichtung
- 5.
- Zweiter Anschlusspunkt
- 6.
- Abflussvorrichtung
- 7.
- Wandelement
- 8.
- Anschlusspunkt der ersten Einrichtung
- 11.
- Niveaugesteuertes Schwimmventil
11.1 Schwimmer
11.2 Ventil
- 13.
- Anschlusspunkt
- 14.
- Ablaufleitung
- 15.
- Zuflussleitung-Anschluss am Spülkasten
- 16.
- Überlauf
- 20.
- Zu Abflussvorrichtung gehörender Teilbereich der Zuflussleitung
- 21.
- Zuflussleitung
- 22.
- Abgang
- 23.
- Spülkastenseitiger Siphon
23.1 Entfernbarer Bogen
23.2 zum entfernbaren Bogen zusätzlicher Bogen
- 24.
- Leitungselement der Abflussvorrichtung
- 25.
- Sammelbecken-Ablaufleitung
- 26.
- Siphon der Sammelbecken-Ablaufleitung
- 28.
- Leitungselement-Anschluss am Spülkasten
- 30.
- Leitungselement-Abfluss
- 31.
- Zuflussleitung-Abfluss
- 32.
- Kulminationspunkt
- 40.
- Wasserzulaufleitung
- 50.
- Zweite Einrichtung
- 60.
- Erste Einrichtung
- 240.
- Flüssigkeitsniveau, bei welchem Ableitung über zweiten Anschlusspunkt einsetzt
1. Sanitäres System, umfassend:
- eine erste Einrichtung (60) mit einem Sammelbecken (3),
- eine zweite, sanitäre Einrichtung (50) mit einem Spülkasten (1) und einem Anschlusspunkt
(4) für eine Ablaufleitung (14),
- eine Zuflussleitung (21) zur Zuleitung von im Sammelbecken (3) gesammelter Flüssigkeit
zum Spülkasten (1) und
- eine Abflussvorrichtung (6), wobei die Abflussvorrichtung kein bewegliches Element
aufweist, wobei über die Abflussvorrichtung (6) ein Flüssigkeitsniveau (240) definiert
ist, und wobei die Abflussvorrichtung eingerichtet ist, im sanitären System befindliche
Flüssigkeit über einen vom Anschlusspunkt (4) verschiedenen zweiten Anschlusspunkt
(5) abzuleiten, sobald ein Flüssigkeitsstand im Spülkasten (1) das Flüssigkeitsniveau
(240) erreicht,
wobei das sanitäre System einen Abgang (22) an der Zuflussleitung (21) aufweist, und
die Abflussvorrichtung (6) ein Leitungselement (24) umfasst, welches den Abgang (22)
mit dem zweiten Anschlusspunkt (5) verbindet, wobei das Leitungselement (24) über
den Abgang (22) derart an der Zuflussleitung (21) angeordnet ist, dass Flüssigkeit
über dieses Leitungselement (24) und den zweiten Anschlusspunkt (5) abfliesst, sobald
im Spülkasten (1) das Flüssigkeitsniveau (240) erreicht ist.
2. Sanitäres System, umfassend:
- eine erste Einrichtung (60) mit einem Sammelbecken (3),
- eine zweite, sanitäre Einrichtung (50) mit einem Spülkasten (1) und einem Anschlusspunkt
(4) für eine Ablaufleitung (14),
- eine Zuflussleitung (21) zur Zuleitung von im Sammelbecken (3) gesammelter Flüssigkeit
zum Spülkasten (1) und
- eine Abflussvorrichtung (6), wobei die Abflussvorrichtung kein bewegliches Element
aufweist, wobei über die Abflussvorrichtung (6) ein Flüssigkeitsniveau (240) definiert
ist, und wobei die Abflussvorrichtung eingerichtet ist, im sanitären System befindliche
Flüssigkeit über einen vom Anschlusspunkt (4) verschiedenen zweiten Anschlusspunkt
(5) abzuleiten, sobald ein Flüssigkeitsstand im Spülkasten (1) das Flüssigkeitsniveau
(240) erreicht,
wobei das sanitäre System ein erstes Leitungselement und die Abflussvorrichtung (6)
ein zweites Leitungselement (24) enthält, und das erste Leitungselement das Sammelbecken
(3) über das zweite Leitungselement (24) mit dem zweiten Anschlusspunkt (5, 8) verbindet,
wobei ein erster Bereich des ersten Leitungselements in die Zuflussleitung (21) übergeht,
und das zweite Leitungselement (24) der Abflussvorrichtung (6) in einen zweiten Bereich
des ersten Leitungselements übergeht, derart dass Flüssigkeit über den zweiten Anschlusspunkt
(5) abfliesst, sobald das Flüssigkeitsniveau (240) im Spülkasten erreicht ist.
3. Sanitäres System nach Anspruch 1 oder 2, wobei die zweite Einrichtung (50) eine stand-alone
sanitäre Einrichtung ist und wobei in den Spülkasten (1) ein Zuflussleitung-Anschluss
(15) integriert ist.
4. Sanitäres System nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei der Spülkasten (1) einen
Boden und eine umlaufende Seitenwand umfasst und wobei die Zuflussleitung (21) im
Boden des Spülkastens oder in einem Bereich der Seitenwand des Spülkastens mündet,
der unmittelbar an den Boden angrenzt.
5. Sanitäres System nach einem der Ansprüche 1-4, wobei die zweite Einrichtung (50) eine
WC-Anlage und die erste Einrichtung (60) eine Waschtisch-Anlage ist.
6. Sanitäres System nach einem der Ansprüche 1-5, wobei der Spülkasten (1) einen von
der Abflussvorrichtung (6) unabhängigen Überlauf (16) aufweist, über den Flüssigkeit
aus dem Spülkasten (1) ablaufen kann, sobald der Flüssigkeitsstand im Spülkasten (1)
ein Überlauf-Niveau erreicht hat, wobei das Flüssigkeitsniveau (240) unterhalb des
Überlauf-Niveaus liegt.
7. Sanitäres System nach einem der Ansprüche 1-6, wobei das sanitäre System eine von
der Zuflussleitung (21) unabhängige zweite Zuflussleitung (40) enthält, und der Spülkasten
(1) ein niveaugesteuertes Schwimmventil (11) aufweist, über das ein Zufluss von Flüssigkeit
über die zweite Zuflussleitung (40) unterbrochen wird, sobald der Flüssigkeitsstand
im Spülkasten (1) ein Schwimmventil-Niveau erreicht hat, wobei das Flüssigkeitsniveau
(240) oberhalb des Schwimmventil-Niveaus liegt.
8. Sanitäres System nach einem der Ansprüche 1-7, wobei die erste Einrichtung (60) eine
Sammelbecken-Ablaufleitung (25) umfasst, wobei die Sammelbecken-Ablaufleitung (25)
einen Siphon (26) aufweist und wobei die Zuflussleitung (21) in Flussrichtung der
im Sammelbecken (3) gesammelten Flüssigkeit dem Siphon (26) nachgelagert angeordnet
ist.
9. Sanitäres System nach Anspruch 1, wobei das Leitungselement (24) der Abflussvorrichtung
(6) einen Siphon aufweist.
10. Verfahren zur Herstellung eines sanitären Systems gemäss einem der Ansprüche 1 bis
9, umfassend die erste Einrichtung (60) mit dem Sammelbecken (3), die zweite, sanitäre
Einrichtung (50) mit dem Spülkasten (1) und dem Anschlusspunkt (4) für eine Ablaufleitung
(14), aufweisend die folgenden Schritte:
• Installation der Zuflussleitung (21) zur Zuleitung von im Sammelbecken (3) gesammelter
Flüssigkeit zum Spülkasten (1);
• Zur Verfügung Stellen der Abflussvorrichtung (6), wobei die Abflussvorrichtung (6)
kein bewegliches Element aufweist, wobei über die Abflussvorrichtung (6) ein Flüssigkeitsniveau
(240) definiert wird, und wobei die Abflussvorrichtung eingerichtet ist, im sanitären
System befindliche Flüssigkeit über den vom Anschlusspunkt (4) verschiedenen zweiten
Anschlusspunkt (5) abzuleiten, sobald ein Flüssigkeitsstand im Spülkasten (1) das
Flüssigkeitsniveau (240) erreicht.
11. Verfahren nach Anspruch 10, wobei die zweite Einrichtung (50) eine stand-alone sanitäre
Einrichtung ist und wobei ein Zuflussleitung-Anschluss (15) in den Spülkasten (1)
integriert wird.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 10-11, wobei der zweite Anschlusspunkt (5) kein
Anschlusspunkt der ursprünglichen zweiten Einrichtung (50) ist und wobei der Spülkasten
über die Abflussvorrichtung (6) mit dem zweiten Anschlusspunkt (5) verbunden wird.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 10-12 mit Rückbezug auf Anspruch 2, wobei das erste
Leitungselement, das das Sammelbecken (3) mit dem zweiten Anschlusspunkt (5, 8) verbindet,
derart ist, dass ein erster Bereich des Leitungselements in die Zuflussleitung (21)
übergeht und dass ein Leitungselement (24) der Abflussvorrichtung (6), über welches
Flüssigkeit über den zweiten Anschlusspunkt (5) abfliesst, sobald das Flüssigkeitsniveau
(240) im Spülkasten erreicht ist, in den zweiten Bereich des ersten Leitungselements
übergeht, oder wobei ein derart abgeändertes erstes Leitungselement, das das Sammelbecken
(3) mit dem zweiten Anschlusspunkt (5, 8) verbindet, installiert wird.
14. Verfahren zum Betrieb eines sanitären Systems gemäss einem der Ansprüche 1 bis 9,
umfassend die erste Einrichtung (60) mit dem Sammelbecken (3), die zweite, sanitäre
Einrichtung (50) mit dem Spülkasten (1) und dem Anschlusspunkt (4) für eine Ablaufleitung
(14), aufweisend die folgenden Schritte:
• Zuleiten von im Sammelbecken (3) gesammelter Flüssigkeit zum Spülkasten (1);
• Ableiten von im sanitären System befindlicher Flüssigkeit über den vom Anschlusspunkt
(4) verschiedenen zweiten Anschlusspunkt (5), sobald ein Flüssigkeitsstand im Spülkasten
(1) ein Flüssigkeitsniveau (240) erreicht,
wobei das Ableiten über die Abflussvorrichtung (6) geschieht, die kein bewegliches
Element aufweist und die das Flüssigkeitsniveau (240) definiert.
1. Sanitary system, comprising:
- a first device (60) with a collection basin (3),
- a second, sanitary device (50) with a flush cistern (1) and a connection point (4)
for a discharge line (14),
- an inflow line (21) for supplying liquid collected in the collection basin (3) to
the flush cistern (1), and
- a discharge device (6), wherein the discharge device has no movable element, wherein
a liquid level (240) is defined by means of the discharge device (6), and wherein
the discharge device is set up to discharging liquid present in the sanitary system
via a second connection point (5) different from the connection point (4) as soon
as a liquid height in the flush cistern (1) reaches the liquid level (240),
wherein the sanitary system has an outlet (22) on the inflow line (21), and the discharge
device (6) comprises a line element (24) which connects the outlet (22) to the second
connection point (5), the line element (24) being arranged on the inflow line (21)
via the outlet (22) in such a way that liquid flows out via this line element (24)
and the second connection point (5) as soon as the liquid level (240) is reached in
the flush cistern (1).
2. Sanitary system, comprising:
- a first device (60) with a collecting basin (3),
- a second, sanitary device (50) with a flush cistern (1) and a connection point (4)
for a discharge line (14),
- an inflow line (21) for supplying liquid collected in the collection basin (3) to
the flush cistern (1), and
- a discharge device (6), wherein the discharge device has no movable element, wherein
a liquid level (240) is defined by means of the discharge device (6), and wherein
the discharge device is set up to discharge liquid present in the sanitary system
via a second connection point (5) different from the connection point (4) as soon
as a liquid height in the flush cistern (1) reaches the liquid level (240),
wherein the sanitary system includes a first line element and the discharge device
(6) includes a second line element (24), and the first line element connects the collecting
basin (3) to the second connection point (5, 8) via the second line element (24),
wherein a first section of the first line element merges into the inflow line (21),
and the second line element (24) of the discharge device (6) merges into a second
section of the first line element, such that liquid flows out via the second connection
point (5) as soon as the liquid level (240) is reached in the flush cistern.
3. Sanitary system according to claim 1 or 2, wherein the second device (50) is a stand-alone
sanitary device and wherein an inflow line connection (15) is integrated into the
flush cistern (1).
4. Sanitary system according to one of the claims 1 to 3, wherein the cistern (1) comprises
a bottom and a circumferential side wall and wherein the inflow line (21) opens into
the bottom of the flush cistern or into an area of the side wall of the flush cistern
that directly adjoins the bottom.
5. Sanitary system according to one of claims 1-4, wherein the second device (50) is
a toilet system and the first device (60) is a washbasin system.
6. Sanitary system according to one of claims 1-5, wherein the flush cistern (1) has
an overflow (16) that is independent of the discharge device (6), via which liquid
can run off from the flush cistern (1) as soon as the liquid level in the flush cistern
(1) has reached an overflow level, the liquid level (240) being below the overflow
level.
7. Sanitary system according to one of claims 1-6, wherein the sanitary system includes
a second inflow line (40) independent of the inflow line (21), and the flush cistern
(1) has a level-controlled float valve (11) via which an inflow of liquid via the
second inflow line (40) is interrupted as soon as the liquid level in the cistern
(1) has reached a float valve level, wherein the liquid level (240) is above the float
valve level.
8. Sanitary system according to one of claims 1-7, wherein the first device (60) comprises
a collection basin outlet line (25), wherein the collection basin outlet line (25)
has a siphon (26) and wherein the inflow line (21) is arranged downstream of the siphon
(26) in the direction of flow of the liquid collected in the collection basin (3).
9. Sanitary system according to claim 1, wherein the line element (24) of the discharge
device (6) comprises a trap.
10. A method for producing a sanitary system according to one of claims 1 to 9, comprising
the first device (60) with the collecting basin (3), the second, sanitary device (50)
with the flush cistern (1) and the connection point (4) for a discharge line (14),
comprising the following steps:
- installing the inflow line (21) for supplying liquid collected in the collection
basin (3) to the flush cistern (1);
- providing the discharge device (6), wherein the discharge device (6) has no movable
element, wherein a liquid level (240) is defined by the discharge device (6), and
wherein the discharge device is configured to discharge liquid present in the sanitary
system via the second connection point (5), which is different from the connection
point (4), as soon as a liquid height in the flush cistern (1) reaches the liquid
level (240).
11. A method according to claim 10, wherein the second device (50) is a stand-alone sanitary
device and wherein an inflow line connection (15) is integrated into the flush cistern
(1).
12. A method according to one of the claims 10-11, wherein the second connection point
(5) is not a connection point of the original second device (50) and wherein the flush
cistern is connected to the second connection point (5) via the discharge device (6).
13. A method according to one of claims 10-12 with reference back to claim 2, wherein
the first line element connecting the collecting basin (3) to the second connection
point (5, 8) is such that a first section of the line element merges into the inflow
line (21) and that a line element (24) of the discharge device (6), via which liquid
flows off via the second connection point (5) as soon as the liquid level (240) is
reached in the flush cistern, merges into the second section of the first line element,
or wherein a first line element that has been modified in this way and connects the
collecting basin (3) to the second connection point (5, 8) is installed.
14. A method of operating a sanitary system according to one of claims 1 to 9, comprising
the first device (60) with the collecting basin (3), the second, sanitary device (50)
with the flush cistern (1) and the connection point (4) for a drain line (14), comprising
the following steps:
- supplying liquid collected in the collection basin (3) to the flush cistern (1);
- draining liquid present in the sanitary system via the second connection point (5),
which is different from the connection point (4), as soon as a liquid height in the
flush cistern (1) reaches a liquid level (240),
whereby the draining occurs via the outlet device (6), which has no moving element
and which defines the liquid level (240).
1. Système sanitaire comprenant:
- une première dispositif (60) avec un bassin de collecte (3),
- une deuxième dispositif sanitaire (50) avec un réservoir de chasse d'eau (1) et
un point de raccordement (4) pour une conduite d'évacuation (14),
- une conduite d'arrivée (21) pour l'acheminement vers la réservoir de chasse (1)
du liquide collecté dans le bassin de collecte (3) et
- un dispositif d'évacuation (6), le dispositif d'évacuation ne comportant aucun élément
mobile, un niveau de liquide (240) étant défini par le dispositif d'évacuation (6),
et le dispositif d'évacuation étant conçu pour d'évacuer le liquide se trouvant dans
le système sanitaire par un deuxième point de raccordement (5) différent du point
de raccordement (4) dès que le haut du liquide dans le réservoir de chasse (1) atteint
le niveau de liquide (240),
le système sanitaire comportant une sortie (22) sur la conduite d'arrivée (21) et
le dispositif d'évacuation (6) comprenant un élément de conduite (24) qui relie la
sortie (22) au deuxième point de raccordement (5), l'élément de conduite (24) étant
disposé sur la conduite d'arrivée (21) par l'intermédiaire de la sortie (22) de telle
sorte que le liquide s'écoule par cet élément de conduite (24) et le deuxième point
de raccordement (5) dès que le niveau de liquide (240) est atteint dans le réservoir
de chasse (1).
2. Système sanitaire comprenant:
- un premier dispositif (60) avec un bassin de collecte (3),
- une deuxième dispositif sanitaire (50) avec un réservoir de chasse d'eau (1) et
un point de raccordement (4) pour une conduite d'évacuation (14),
- une conduite d'arrivée (21) pour l'alimentation de la réservoir de chasse (1) en
liquide collecté dans le bassin de collecte (3) et
- un dispositif d'évacuation (6), le dispositif d'évacuation ne comportant aucun élément
mobile, un niveau de liquide (240) étant défini par le dispositif d'évacuation (6),
et le dispositif d'évacuation étant conçu pour évacuer le liquide se trouvant dans
le système sanitaire par un deuxième point de raccordement (5) différent du point
de raccordement (4), dès qu'un niveau de liquide dans le réservoir de chasse (1) atteint
le niveau de liquide (240),
le système sanitaire comprenant un premier élément de conduite et le dispositif d'évacuation
(6) comprenant un deuxième élément de conduite (24), et le premier élément de conduite
reliant le bassin de collecte (3) au deuxième point de raccordement (5, 8) par le
biais du deuxième élément de conduite (24), une première partie du premier élément
de conduite se prolongeant dans la conduite d'arrivée (21) et le deuxième élément
de conduite (24) du dispositif d'évacuation (6) se prolongeant dans une deuxième partie
du premier élément de conduite, de telle sorte que le liquide s'écoule par le deuxième
point de raccordement (5) dès que le niveau de liquide (240) est atteint dans le réservoir
de chasse.
3. Système sanitaire selon la revendication 1 ou 2, le deuxième dispositif (50) étant
un dispositif sanitaire autonome et un raccord de conduite d'alimentation (15) étant
intégré dans le réservoir de chasse d'eau (1).
4. Système sanitaire selon l'une des revendications 1 à 3, dans lequel le réservoir de
chasse d'eau (1) comprend un fond et une paroi latérale périphérique et dans lequel
la conduite d'alimentation (21) débouche dans le fond du réservoir de chasse d'eau
ou dans une zone de la paroi latérale du réservoir de chasse d'eau qui est directement
adjacente au fond.
5. Système sanitaire selon l'une des revendications 1 à 4, dans lequel le deuxième dispositif
(50) est un WC et le premier dispositif (60) est un lavabo.
6. Système sanitaire selon l'une des revendications 1 à 5, dans lequel le réservoir de
chasse (1) présente un trop-plein (16) indépendant du dispositif d'évacuation (6),
par lequel le liquide peut s'écouler de la chasse d'eau (1) dès que le niveau de liquide
dans la chasse d'eau (1) a atteint un niveau de trop-plein, le niveau de liquide (240)
étant inférieur au niveau de trop-plein.
7. Système sanitaire selon l'une des revendications 1 à 6, le système sanitaire comprenant
une deuxième conduite d'arrivée (40) indépendante de la conduite d'arrivée (21), et
le réservoir de chasse (1) comportant une vanne flottante (11) commandée par niveau,
par laquelle l'arrivée de liquide par la deuxième conduite d'arrivée (40) est interrompue
dès que le niveau de liquide dans le réservoir de chasse (1) a atteint le niveau de
la vanne flottante, le niveau de liquide (240) étant situé au-dessus du niveau de
la vanne flottante.
8. Système sanitaire selon l'une des revendications 1 à 7, dans lequel le premier dispositif
(60) comprend une conduite d'évacuation de bassin de collecte (25), la conduite d'évacuation
du bassin de collecte (25) comportant un siphon (26) et la conduite d'arrivée (21)
étant disposée en aval du siphon (26) dans le sens d'écoulement du liquide collecté
dans le bassin de collecte (3).
9. Système sanitaire selon la revendication 1, dans lequel l'élément de conduite (24)
du dispositif d'évacuation (6) comporte un siphon.
10. Procédé de fabrication d'un système sanitaire selon l'une des revendications 1 à 9,
comprenant le premier dispositif (60) avec le bassin de collecte (3), le deuxième
dispositif sanitaire (50) avec le réservoir de chasse (1) et le point de raccordement
(4) pour une conduite d'évacuation (14), présentant les étapes suivantes:
- Installation de la conduite d'arrivée (21) pour l'alimentation en liquide collecté
dans le bassin de collecte (3) vers le réservoir de chasse (1);
- Mise à disposition du dispositif d'évacuation (6), le dispositif d'évacuation (6)
ne comportant aucun élément mobile, un niveau de liquide (240) étant défini par le
dispositif d'évacuation (6), et le dispositif d'évacuation étant conçu pour évacuer
le liquide se trouvant dans le système sanitaire par le deuxième point de raccordement
(5) différent du point de raccordement (4), dès qu'un niveau de liquide dans le réservoir
de chasse (1) atteint le niveau de liquide (240).
11. Procédé selon la revendication 10, dans lequel le deuxième dispositif (50) est un
dispositif sanitaire autonome et dans lequel un raccord de conduite d'alimentation
(15) est intégré dans le réservoir de chasse (1).
12. Procédé selon l'une des revendications 10 à 11, dans lequel le deuxième point de raccordement
(5) n'est pas un point de raccordement du deuxième dispositif d'origine (50) et dans
lequel le réservoir de chasse d'eau est relié au deuxième point de raccordement (5)
par le dispositif d'évacuation (6).
13. Procédé selon l'une des revendications 10 à 12 avec référence à la revendication 2,
dans lequel le premier élément de conduite qui relie le bassin de collecte (3) au
deuxième point de raccordement (5, 8) est tel qu'une première zone de l'élément de
conduite se prolonge dans la conduite d'arrivée (21) et qu'un élément de conduite
(24) du dispositif d'évacuation (6), par lequel le liquide s'écoule par le deuxième
point de raccordement (5) dès que le niveau de liquide (240) dans le réservoir de
chasse est atteint, se prolonge dans la deuxième zone du premier élément de conduite,
ou dans lequel un premier élément de conduite modifié de cette manière, qui relie
le bassin de collecte (3) au deuxième point de raccordement (5, 8), est installé.
14. Procédé pour faire fonctionner un système sanitaire selon l'une des revendications
1 à 9, comprenant le premier dispositif (60) avec le bassin de collecte (3), le deuxième
dispositif sanitaire (50) avec le réservoir de chasse d'eau (1) et le point de raccordement
(4) pour une conduite d'évacuation (14), présentant les étapes suivantes:
- Acheminer le liquide collecté dans le bassin de collecte (3) vers la chasse d'eau
(1);
- Évacuer le liquide se trouvant dans le système sanitaire via le deuxième point de
raccordement (5) différent du point de raccordement (4) dès qu'un niveau de liquide
dans la chasse d'eau (1) atteint un niveau de liquide (240),
l'évacuation se faisant par le dispositif d'écoulement (6) qui ne comporte aucun élément
mobile et qui définit le niveau de liquide (240).