[0001] Die Erfindung betrifft einen Träger für eine Laufkatze gemäß dem Oberbegriff von
Anspruch 1 sowie eine flurfreie Transporteinrichtung mit einem solchen Träger gemäß
Anspruch 9.
[0002] Von der VETTER Krantechnik GmbH ist ein als Kastenträger ausgebildeter Kranträger
bekannt, an dessen längsseitigen Kastenträgerwänden zwischen dem Obergurt und dem
Untergurt flächenförmige Streben ausgebildet sind. Die Streben ergeben sich dadurch,
dass in die jeweilige Kastenträgerwand dreieckförmige Öffnungen eingebracht sind,
die in Längsrichtung des Trägers voneinander beabstandet sind. Dadurch verbleibt jeweils
zwischen zwei benachbarten dreieckförmigen Öffnungen ein diagonal verlaufender Abschnitt
der Kastenträgerwand, der jeweils eine der Streben bildet. Dies entspricht den Merkmalen
des Oberbegriffs von Anspruch 1. Unterhalb des Untergurts ist eine Profilschiene als
Träger für eine Laufkatze angeordnet.
[0003] Aus der
WO 2015/177292 A1 ist außerdem ein Kranträger bekannt, der als Fachwerkträger mit einem Obergurt, einem
Untergurt und diese miteinander verbindenden Streben ausgebildet ist. Die Streben
sind flächenförmig ausgebildet und weisen jeweils eine sich quer zu einer Längsachse
des Kranträgers erstreckende Hauptfläche auf. Außerdem sind die Streben in Richtung
der Längsachse gesehen hintereinander angeordnet und an dem Obergurt und dem Untergurt
lösbar befestigt. Ein weiterer Kranträger mit vergleichbar angeordneten flächenförmigen
Streben ist aus der
DE 10 2015 101 755 A1 bekannt.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen verbesserten gattungsgemäßen Träger
und eine flurfreie Transporteinrichtung hiermit bereit zu stellen, die jeweils besonders
wirtschaftlich herzustellen sind.
[0006] Diese Aufgabe wird durch einen Träger mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und eine
Transporteinrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 9 gelöst. In den abhängigen Ansprüchen
und der nachfolgenden Beschreibung sind vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung
angegeben.
[0007] Erfindungsgemäß lässt sich ein gattungsgemäßer Träger für eine Laufkatze, mit einer
am Träger ausgebildeten Lauffläche für die Laufkatze beziehungsweise deren von einem
Katzfahrwerk getragene Räder, einem Obergurt, einem Untergurt und diese miteinander
verbindende Streben, wobei die Streben flächenförmig ausgebildet sind und jeweils
eine Hauptfläche aufweisen, die zwischen dem Obergurt und dem Untergurt längsseitig
vom Träger weg zeigt, wobei jeweils zwei der Streben ein Strebenpaar bilden und in
Richtung einer Längsachse des Trägers gesehen nebeneinander, vorzugsweise außen an
gegenüberliegenden Längsseiten des Trägers, angeordnet sind, dadurch besonders wirtschaftlich
herstellen, dass die flächenförmigen Streben am Obergurt und/oder am Untergurt lösbar
befestigt sind.
[0008] Mit anderen Worten werden die flächenförmigen Streben mit dem Obergurt und/oder Untergurt
lösbar verbunden, wobei sich der Obergurt und/oder Untergurt vorzugsweise parallel
zueinander und insbesondere horizontal erstrecken. Jede Strebe hat hierfür mindestens
zwei Befestigungsenden, von denen jeweils eines am Obergurt und eines am Untergurt
befestigt wird. Zur lösbaren Befestigung ist vorzugsweise eine Schraubverbindung zwischen
der jeweiligen Strebe und dem Obergurt beziehungsweise Untergurt vorgesehen, wobei
jede Schraubverbindung auch mehr als eine Schraube aufweisen kann. Je nach Ausgestaltung
der Strebe sind also auch zwei oder mehr Schrauben am jeweiligen Befestigungsende
denkbar. Beispielsweise können bei Streben mit nur zwei Befestigungsenden sowie bei
den unten näher beschriebenen vierschenkligen Streben mit vier Befestigungsenden jeweils
zwei Schrauben und bei den unten näher beschriebenen zweischenkligen Streben mit drei
Befestigungsenden jeweils vier Schrauben vorgesehen sein.
[0009] Durch die lösbare Befestigung der flächenförmigen Strebe(n) wird in vorteilhafter
Weise eine modulare Bauweise des Trägers erreicht, da sich die Gurte und Streben sowie
die Verbindungselemente zur Herstellung der lösbaren Befestigung als einzelne Komponenten
des Trägers vorfertigen und vor der Montage platzsparend und somit auf einfache sowie
kostengünstige Weise zum Einsatzort transportieren lassen, beispielsweise in einem
standardisierten oder genormten Frachtcontainer. Die gesamte Montage des Trägers kann
somit an den Einsatzort verlagert werden. Gegenüber Trägern mit herkömmlichen, nicht-lösbaren
Verbindungen zwischen den Streben und dem jeweiligen Gurt wird somit eine besonders
einfache Montage des Trägers am Einsatzort möglich und eine vergleichsweise teure
Fabrikfertigung und ein aufwendiger Transport können vermieden werden. In diesem Zusammenhang
können sowohl aufwendig herzustellende Schweißverbindungen als auch das Freischneiden
von Streben aus einer zunächst geschlossenen Kastenträgerwand vermieden werden. Auch
die folgenden Aspekte erhöhen die Wirtschaftlichkeit bei der Herstellung des gattungsgemäßen
Trägers in besonders vorteilhafter Weise.
[0010] Durch Verwendung einer unterschiedlichen Anzahl von entsprechenden Streben kann der
Träger in seiner Länge besonders flexibel an den jeweiligen Anwendungsfall und die
hierfür erforderliche Spannweite angepasst werden, indem lediglich die Gurte entsprechend
abgelängt und die Streben an der gewünschten Längsposition lösbar befestigt werden.
Dies gilt sowohl für die Erstmontage als auch für eine nachträgliche Anpassung bei
geänderten Anforderungen. Dabei kann der Obergurt beziehungsweise Untergurt des Trägers
auch mehrteilig sein, so dass die gewünschte Gesamtlänge durch Verbindung mehrerer
Gurtsegmente hergestellt ist, wobei die einzelnen Gurtsegmente standardisierte Längen
aufweisen können. Sowohl gleiche als auch verschiedene Abstände der Streben entlang
der Längsachse des Trägers sind möglich.
[0011] Vorzugsweise wird ein solcher Träger in Kombination mit einer Laufkatze eingesetzt,
um dadurch eine unten näher beschriebene flurfreie Transporteinrichtung herzustellen.
Eine solche Transporteinrichtung ermöglicht insbesondere einen Transport von an der
Laufkatze aufgehängten Lasten in einer Katzfahrrichtung, die von der sich in Längsrichtung
des Trägers erstreckenden Lauffläche definiert wird.
[0012] Als Streben werden vorliegend insbesondere diejenigen Elemente des als Fachwerkträger
ausgebildeten Trägers angesehen, die einen gegenüber der Längsachse des Trägers schrägen
beziehungsweise diagonalen Verlauf zwischen dem Obergurt und dem Untergurt aufweisen.
Bei den unten näher beschriebenen mehrschenkligen Streben werden Streben als diejenigen
Elemente des Trägers angesehen, deren Schenkel einen gegenüber der Längsachse des
Trägers schrägen beziehungsweise diagonalen Verlauf zwischen dem Obergurt und dem
Untergurt aufweisen. Dadurch unterscheiden sich die Streben von Elementen, die ausschließlich
vertikal verlaufen und im Zusammenhang von Fachwerkkonstruktionen als Pfosten bezeichnet
werden.
[0013] Durch eine entsprechende flächenförmige Ausgestaltung nehmen die Streben beziehungsweise
Flächenstreben bevorzugt Kräfte in Richtung ihrer Längsachse und somit in der Erstreckungsebene
ihrer vorzugsweise ebenen Hauptfläche auf. Derartige Flächenelemente beziehungsweise
Flächentragwerke werden in der technischen Mechanik als Scheiben bezeichnet, wohingegen
senkrecht zu ihrer Erstreckungsebene beziehungsweise Hauptfläche belastete Flächenelemente
als Platten bezeichnet werden. Scheiben und somit auch die erfindungsgemäßen Flächenstreben
unterscheiden sich beispielsweise von Stäben beziehungsweise stabförmigen Pfosten
und Streben dadurch, dass ihre Dickenabmessungen wesentlich kleiner sind als die die
flächige Ausdehnung der Scheibe bestimmenden Längen- und Breitenabmessungen. Insbesondere
die Hauptfläche der flächenförmigen Strebe hat deutlich größere Abmessungen als ihre
Materialstärke. Demnach können flächenförmige Streben auch als Flächenstreben oder
Scheibenstreben bezeichnet werden.
[0014] Mit anderen Worten ist mit Hauptfläche vorliegend der Flächenanteil beziehungsweise
Oberflächenanteil der jeweiligen Strebe gemeint, dessen Normalenvektoren längsseitig
vom Träger weg zeigen. Hierbei ist die Ausdehnung der längsseitig vom Träger weg zeigenden
Hauptfläche insbesondere hinsichtlich ihrer Länge und Breite sehr viel größer als
in der quer zur Längsachse des Trägers gemessenen Tiefe und den quer zur Längsachse
des Trägers gemessenen Abmessungen möglicher, unten näher beschriebener, Nebenflächen
an den Längsseiten der Strebe.
[0015] Die Hauptfläche der jeweiligen Strebe erstreckt sich, vorzugsweise vollständig, außerhalb
der Längsachse des Trägers und dabei zumindest teilweise oder vollständig parallel
zu der Längsachse des Trägers. Die Hauptfläche hat also jeweils eine außenwandartige
Orientierung. Die Hauptfläche kann dabei längsseitig rechtwinklig und vollständig
horizontal von der Längsachse weg zeigen, wie dies bei der unten näher beschriebenen
zumindest teilweise abkantungsfreien Variante sowie bei der Variante mit mindestens
einer an die Hauptfläche angrenzenden Nebenfläche der Fall ist. Bei der ebenfalls
unten näher beschriebenen Variante mit einer Sicke kann die Hauptfläche hiervon abweichend
im Bereich der die Sicke bildenden Vertiefung der Hauptfläche längsseitig auch abschnittsweise
schräg, insbesondere mit unterschiedlich schrägen Abschnitten, von der Längsachse
weg zeigen.
[0016] Bei einem in einer flurfreien Transporteinrichtung, insbesondere einer Hängebahn
oder einem Hängekran, verbauten Träger sind die längsseitig vom Träger weg zeigenden
Hauptflächen jeweils so orientiert, dass sie längsseitig quer zur Längsachse der am
Träger ausgebildeten Lauffläche für die Laufkatze weg zeigen. Die Hauptfläche kann
dabei einer von beiden Längsseiten zwischen dem Obergurt und Untergurt zugeordnet
sein und sich rechtwinklig in Bezug auf die am Träger ausgebildete Lauffläche und/oder
etwaige Kranbahn beziehungsweise die hiervon definierte Fahrebene der Laufkatze und/oder
etwaiger Kranfahrwerke erstrecken. Bei einem im obigen Sinne verbauten Träger entspricht
dies einer vertikalen Erstreckung der Hauptfläche. Von der rechtwinkligen beziehungsweise
vertikalen Erstreckung können Bereiche der optionalen Sicken abweichen.
[0017] Vorzugsweise sind mehrere Streben identisch ausgebildet und lösbar am Obergurt und/oder
Untergurt befestigt. Es ist auch möglich, dass alle Streben identisch sind oder alle
nachfolgend beschriebenen Ausführungsformen oder auch nur eine Auswahl hiervon an
demselben Träger verbaut werden. Eine Kombination verschiedener Ausführungsformen
kann beispielsweise erforderlich sein, um in einer flurfreien Transporteinrichtung
die Abtragung der im Betrieb auftretenden Kräfte in allen Bereichen des Trägers, unabhängig
von ihrer Entfernung von einem Kranfahrwerk, sicherzustellen.
[0018] Vorzugsweise ist der Obergurt - abgesehen von seiner Länge - für alle Varianten der
Streben und damit des Trägers identisch, insbesondere hinsichtlich seines Querschnitts.
Dies gilt auch für den Untergurt. Es ist allerdings auch denkbar, verschiedene Obergurte
beziehungsweise Untergurte zu verwenden, insbesondere mit unterschiedlichen Querschnitten.
Auch die Längen von Obergurt und Untergurt können voneinander abweichen. Dabei kann
der Untergurt länger als der Obergurt und insbesondere auch länger als die Längserstreckung
der durch die Streben ausgebildeten Verstrebung sein, so dass der Untergurt in Richtung
seiner Längsenden beidseitig über die Verstrebung und den Obergurt hinausragen kann.
An den somit obergurtfreien und verstrebungsfreien Längsenden können die unten näher
beschriebenen optionalen Kranfahrwerke angeordnet und befestigt werden. Der Träger
kann somit durch die Verwendung unterschiedlicher Streben bei gleichem Obergurt- und/oder
Untergurtquerschnitt auf einfache Weise an unterschiedliche Einsatzzwecke, insbesondere
erforderliche Spannweiten und gewünschte Traglastbereiche, angepasst werden.
[0019] Die vorbeschriebene modulare Bauweise ermöglicht in vorteilhafter Weise Skaleneffekte
bei der Herstellung des Trägers. Die Streben können dabei aus einem Aluminium- oder
Stahlwerkstoff hergestellt sein oder aus einem Composite-Werkstoff. Außerdem können
die Streben mittels Stanzen, Laserschneiden, Umformen oder als Gussteile hergestellt
werden. Auch der Obergurt und/oder Untergurt können aus einem Aluminiumwerkstoff hergestellt
werden. Durch Verwendung von Aluminiumwerkstoff und/oder Composite-Werkstoff kann
der Träger als Leichtbau-Träger hergestellt werden, was die bereits durch seine Fachwerkbauweise
erreichte Gewichtsersparnis damit noch weiter steigert.
[0020] In konstruktiv einfacher Weise kann vorgesehen sein, dass am Obergurt und/oder Untergurt,
vorzugsweise außen an einer Längsseite des jeweiligen Gurts, eine Aufnahmenut mit
einem c-förmigen Querschnitt vorgesehen ist, um darin ein Element zur Herstellung
der lösbaren Befestigung der Streben aufnehmen zu können, vorzugsweise je Befestigungsende
mindestens ein solches Element. Je nach Ausgestaltung der Streben können auch zwei
oder mehrere solcher Elemente zur Herstellung der lösbaren Befestigung am jeweiligen
Befestigungsende vorgesehen sein. Beispielsweise sind bei Streben mit nur zwei Befestigungsenden
sowie bei den unten näher beschriebenen vierschenkligen Streben mit vier Befestigungsenden
jeweils zwei Elemente und bei den unten näher beschriebenen zweischenkligen Streben
mit drei Befestigungsenden jeweils vier Elemente denkbar.
[0021] Im Fall einer Schraubenverbindung kann das von der Aufnahmenut nach Art eines Nutsteins
aufgenommene Element beispielsweise eine Mutter oder ein Schraubenkopf sein. Zwei
die Öffnung der Aufnahmenut begrenzende Schenkel bilden dabei eine Hinterschneidung,
durch die sich das von einem Längsende des jeweiligen Gurts eingeführte Element zur
Herstellung der lösbaren Befestigung der Strebe innerhalb der Aufnahmenut an dem jeweiligen
Gurt beziehungsweise den zugehörigen Schenkeln abstützen kann. Durch die c-förmige
Aufnahmenut sind für die lösbare Befestigung der Strebe am jeweiligen Gurt keine Bohrungen
im Gurt erforderlich. Insbesondere eine Festlegung der Befestigungsposition, insbesondere
Schraubposition, ist dadurch frei wählbar. Der Aufwand für ein Festlegen der Befestigungsposition
im Vorhinein, beispielsweise durch Erzeugen eines Bohrbilds im jeweiligen Gurt, kann
entfallen. Stattdessen kann die Befestigungsposition für die Streben an der gewünschten
Längsposition durch die insbesondere als Längsnut ausgebildete Aufnahmenut frei gewählt
werden. Vorzugsweise ist an zwei gegenüberliegenden Längsseiten des Obergurts und/oder
Untergurts eine solche Aufnahmenut beziehungsweise Längsnut mit c-förmigem Querschnitt
vorgesehen. Bei einem Träger mit einem solchen Obergurt und Untergurt ergibt sich
also, dass die Aufnahmenuten an der Längsseite des Trägers in Erstreckungsrichtung
der Streben jeweils übereinander angeordnet sind und die Längsnuten des Obergurts
beziehungsweise des Untergurts jeweils in horizontaler Richtung offen und hierbei
vorzugsweise spiegelsymmetrisch und insbesondere auf gleicher Höhe sind.
[0022] Der Obergurt kann als an sich herkömmliches Konstruktionsprofil, insbesondere in
Form eines Doppelnutprofils mit zwei im obigen Sinne c-förmigen und längsseitig gegenüberliegenden
Aufnahmenuten, ausgebildet sein und als solches beispielsweise mittels eines Strangpressverfahrens
aus einem Aluminiumwerkstoff hergestellt werden. Auch eine Herstellung aus einem Stahlwerkstoff
ist möglich.
[0023] Des Weiteren ist vorgesehen, dass jeweils zwei der Streben ein Strebenpaar bilden
und in Richtung der Längsachse des Trägers gesehen nebeneinander, vorzugsweise außen
an gegenüberliegenden Längsseiten des Trägers, angeordnet sind. Vorzugsweise sind
entlang der Längsachse mehrere Strebenpaare angeordnet. Die Hauptflächen der beiden
Streben des jeweiligen Strebenpaars zeigen hierbei längsseitig, also von der jeweiligen
der gegenüber liegenden Längsseiten, insbesondere in entgegengesetzten Richtungen,
vom Träger weg. Dabei kann vorgesehen sein, dass die Streben außen an der jeweiligen
Längsseite am Obergurt und/oder Untergurt anliegen. Vorzugsweise sind die somit paarweise
angeordneten Streben in Bezug auf die Längsachse des Trägers symmetrisch an den gegenüberliegenden
Längsseiten angeordnet, wobei sich die Streben der einen Längsseite, insbesondere
mit ihren Hauptflächen, parallel zu den Streben der anderen Längsseite, insbesondere
deren Hauptflächen, erstrecken können. Die Orientierung der Hauptflächen ist somit
vorzugsweise auf jeder Längsseite gleich.
[0024] Die Streben des jeweiligen Strebenpaars werden vorzugsweise mit gleicher Orientierung
montiert, haben dann also die gleiche Neigung gegenüber der Längsachse des Trägers.
Die Neigung kann, in Richtung der Längsachse gesehen, somit entweder vom Untergurt
in Richtung des Obergurts steigen oder vom Obergurt in Richtung des Untergurts fallen.
Vorzugsweise wechseln sich in Längsrichtung des Trägers Streben mit steigender Neigung
und Streben mit fallender Neigung ab, wobei die an den Längsenden der Verstrebung
gelegenen und somit zu den Längsenden des Trägers zeigenden Streben vorzugsweise in
Richtung des jeweiligen Längsendes vom Obergurt zum Untergurt abfallend geneigt sind.
Dadurch ergibt sich an jeder Längsseite eine Verstrebung in Form von aneinander gereihten
umgedrehten "V"s. Entlang der Längsachse des Trägers können die Verstrebungen in Form
eines einzelnen, umgedrehten "V"s an der jeweiligen Längsseite mit ihren Befestigungsenden
am Untergurt unmittelbar aneinanderstoßen oder, vorzugsweise gleichmäßig, voneinander
beabstandet sein, was sich aus dem jeweiligen Anforderungsfall ergibt. Dies gilt auch
für Abstände benachbarter Streben beziehungsweise deren Befestigungsenden am Obergurt.
[0025] In einer möglichen Ausgestaltung der Streben des Trägers kann vorgesehen sein, dass
mindestens eine der Streben zumindest an ihren Längsseiten abkantungsfrei ausgebildet
ist. Abkantungsfrei bedeutet in diesem Zusammenhang, dass sich die Ränder der jeweiligen
Strebe zumindest an den Längsseiten, insbesondere in deren freiem, sich außerhalb
des Obergurts und Untergurts erstreckenden, Bereich ausschließlich in einer von der
jeweiligen Hauptfläche aufgespannten Ebene erstrecken. Es ist auch möglich, dass die
gesamte Strebe in diesem Sinne vollständig abkantungsfrei ist, sich also ausschließlich
in der von der Hauptfläche aufgespannten Ebene erstreckt, ohne dass deren Rand gegenüber
der Hauptfläche beziehungsweise der hiervon aufgespannten Ebene abgekantet wird. Mit
anderen Worten wird die gesamte Strebe hierbei von der ebenen Hauptfläche gebildet.
Eine solche abkantungsfreie Ausgestaltung ermöglicht in vorteilhafter Weise eine fertigungstechnisch
besonders einfache Herstellung der Strebe als Flachteil mit der gewünschten Strebenkontur,
beispielsweise durch Ausstanzen oder Laserschneiden. Die Ränder an den Längsseiten
derartiger abkantungsfreier Streben können zwischen ihren Befestigungsenden auch einen
beidseitig eingeschnürten, vorzugsweise bikonkaven, Verlauf aufweisen und die Strebe
sich somit entlang ihrer Längserstreckung bezogen auf ihre Hauptfläche zunächst verjüngen
und anschließend wieder verbreitern. Dies gilt auch für die Schenkel der unten näher
beschriebenen zweischenkligen Streben. Eine in diesem Sinne abkantungsfreie Ausgestaltung
der Streben schließt nicht aus, dass in der Hauptfläche eine unten näher beschriebene
Sicke vorgesehen ist.
[0026] Alternativ oder zusätzlich kann optional vorgesehen sein, dass mindestens eine der
Streben an mindestens einer ihrer Längsseiten, insbesondere in ihrem freien Bereich
der Strebe zwischen dem Obergurt und dem Untergurt, eine sich an die Hauptfläche anschließende
und quer hierzu erstreckende Nebenfläche aufweist. Die jeweilige Nebenfläche bewirkt
eine Erhöhung der Steifigkeit, insbesondere Beulsteifigkeit, der Strebe. Zur Ausbildung
der Nebenfläche(n) wird vorzugsweise die jeweilige Längsseite beziehungsweise der
dortige Rand der Strebe gegenüber der Hauptfläche umgebogen, vorzugsweise abgekantet.
Die Nebenfläche(n) sind also jeweils zwischen der Hauptfläche und dem die jeweilige
Längsseite begrenzenden Rand angeordnet. Je nachdem, ob nur an einer Längsseite oder
an beiden Längsseiten und hierbei gleichgerichtet oder entgegengesetzt Nebenflächen
ausgebildet sind, weist die jeweilige Strebe zumindest im freien Bereich zwischen
und außerhalb von dem Obergurt und Untergurt einen L-, U- oder Z-förmigen Querschnitt
auf. Bei U- oder L-förmigem Querschnitt erstreckt sich die jeweilige Nebenfläche vorzugsweise
in Richtung der Längsachse, also nach innen. Bei Z-förmigem Querschnitt erstreckt
sich eine Nebenfläche nach innen und eine Nebenfläche nach außen. Wenn die Strebe
eine oder zwei Nebenfläche(n) aufweist, ist die hierdurch jeweils längsseitig begrenzte
Hauptfläche der Strebe geradlinig begrenzt, beispielsweise durch eine entsprechend
geradlinige Biegelinie beziehungsweise Abkantung zwischen der Nebenfläche und dem
zugehörigen längsseitigen Rand. Wenn nur eine Nebenfläche vorgesehen ist, verläuft
die zugehörige Begrenzung der Hauptfläche vorzugsweise parallel zu dem abkantungsfreien
anderen längseitigen Rand.
[0027] Ebenso alternativ oder zusätzlich kann optional vorgesehen sein, dass die Hauptfläche
von mindestens einer der Streben eine Sicke aufweist. Die jeweilige Sicke bewirkt
eine Erhöhung der Steifigkeit, insbesondere Beulsteifigkeit, der Strebe. Die als Vertiefung
in der Hauptfläche ausgebildete Sicke ist dabei vorzugsweise jeweils so zwischen den
Längsseiten der Strebe angeordnet, dass sich zwischen beiden die Längsseiten begrenzenden
Rändern und der Sicke ein vorzugsweise ebener und parallel zur Längsachse des Trägers
erstreckender Abschnitt der Hauptfläche befindet. Wenn die Strebe eine Sicke aufweist,
sind die Ränder der Strebe an ihren Längsseiten vorzugsweise abkantungsfrei und verlaufen
zwischen ihren Befestigungsenden vorzugsweise parallel zueinander und hierbei vorzugsweise
geradlinig. Die Sicke verläuft mit ihrer Längserstreckung vorzugsweise hierzu parallel
und insbesondere zentriert in Bezug auf die Mittellängsachse der Hauptfläche der jeweiligen
Strebe. Vorzugsweise ist die zur Ausbildung der Sicke vorgesehene Vertiefung der Hauptfläche
nach außen, also von der Längsachse des Trägers weg, gerichtet.
[0028] Gemäß einer weiteren möglichen Ausführungsform der Streben des Trägers kann alternativ
oder zusätzlich außerdem vorgesehen sein, dass mindestens eine der Streben mehrschenklig,
vorzugsweise zweischenklig oder vierschenklig, ausgebildet ist. Dabei sind vorzugsweise
die Hauptfläche und deren Ränder an jedem Schenkel der entsprechenden Strebe gleichartig
ausgebildet und orientiert.
[0029] Die mehrschenkligen Streben bilden mit jedem ihrer Schenkel ein Befestigungsende
der Strebe aus, mit dem die Strebe am jeweiligen Gurt befestigt wird. Mehrschenklige
Streben haben somit mindestens drei Befestigungsenden, wohingegen die hierzu alternativen
einschenkligen Streben nur zwei Befestigungsenden in Form ihrer Längsenden haben.
[0030] Die mehrschenklige Strebe beziehungsweise die Anordnung der zugehörigen Schenkel
ist vorzugsweise spiegelsymmetrisch. Vorzugsweise ist die Strebe außerdem einteilig
und insbesondere ohne Schweißverbindung zwischen den Schenkeln ausgebildet und kann
daher auf einfache Weise wie oben beschrieben hergestellt werden.
[0031] Im Fall der zweischenkligen Strebe laufen die beiden Schenkel in einem Verbindungsbereich
der Strebe am Obergurt zusammen, wobei der Verbindungsbereich zugleich als eines von
insgesamt drei Befestigungsenden der zweischenkligen Strebe dient. Dementsprechend
sind die Schenkel beziehungsweise deren am Untergurt angeordnete Befestigungsenden
in Längsrichtung des Trägers voneinander beabstandet. Dadurch ergibt sich an der jeweiligen
Längsseite des Trägers eine Verstrebung in Form eines umgedrehten "V"s ähnlich wie
bei der oben beschriebenen Anordnung von Streben mit nur zwei Befestigungsenden. Während
für eine solche Anordnung für jedes umgedrehte "V" im obigen Beispiel zwei separate
Streben benötigt werden, kann für eine Verstrebung mit vergleichbarer Form eine einzige
zweischenklige Strebe verwendet werden.
[0032] Im Fall der vierschenkligen Strebe ist eine x-förmige oder H-förmige Ausgestaltung
der Strebe bevorzugt, die somit eine x-förmige oder H-förmige Verstrebung an der jeweiligen
Längsseite des Trägers ergibt. Dabei laufen die vier Schenkel der Strebe ebenfalls
in einem Verbindungsbereich zusammen, der jedoch nicht am Obergurt, sondern außerhalb
hiervon in einem freien Bereich der Strebe zwischen dem Obergurt und dem Untergurt
angeordnet ist. Aufgrund der x- beziehungsweise H-förmigen Gestalt weisen die vierschenkligen
Streben jeweils vier Befestigungsenden auf, von denen jeweils zwei in Längsrichtung
des Trägers voneinander beabstandet am Obergurt und zwei in Längsrichtung des Trägers
voneinander beabstandet am Untergurt befestigt sind.
[0033] Die obigen Ausführungen zu den von jeweils zwei Streben mit jeweils nur zwei Befestigungsenden
gebildeten Strebenpaaren und zu den Neigungen dieser Streben gegenüber der Längsachse
gelten in gleicher Weise für die Schenkel der mehrschenkligen Streben sowie die hiervon
gebildeten Befestigungsenden. Vorzugsweise folgt bei einer zweischenkligen Strebe
somit in Längsrichtung des Trägers gesehen auf einen Schenkel mit steigener Neigung
ein Schenkel mit fallender Neigung. Die mehrschenkligen Streben können entlang der
Längsrichtung des Trägers unmittelbar aneinander stoßen oder voneinander beabstandet
sein, was sich aus dem jeweiligen Anforderungsfall ergibt. Auch kann vorgesehen sein,
dass an den gegenüberliegenden Längsenden der Verstrebung des Trägers jeweils mindestens
ein Strebenpaar mehrschenkliger Streben und dazwischen Streben mit nur zwei Befestigungsenden,
jeweils einem für den Obergurt und einem für den Untergurt, angeordnet sind. Dies
gilt unabhängig davon, ob die Streben abkantungsfrei sind oder zur Erhöhung der Beulsteifigkeit
Nebenflächen oder Sicken aufweisen. Optional kann auch eine vierschenklige Strebe
oder ein Strebenpaar hiervon vorgesehen sein, beispielsweise auf halber Länge des
Trägers zur Kennzeichnung der Trägerlängsmitte. Auch mehrere oder ausschließlich mehrschenklige,
insbesondere zweischenklige oder vierschenklige, Streben können an einem Träger verbaut
sein, insbesondere als Strebenpaare im obigen Sinne.
[0034] An einem erfindungsgemäßen Träger können als Streben mit längsseitig vom Träger wegzeigender
Hauptfläche somit abkantungsfreie Streben und Streben mit Nebenflächen kombiniert
werden und diese können jeweils mit oder ohne Sicke ausgebildet sein. Diese Varianten
können auch mit nur zwei Befestigungsenden oder als mehrschenklige Strebe ausgebildet
sein.
[0035] Als weitere Option kann an dem erfindungsgemäßen Träger zwischen mindestens einer
der Streben und dem Obergurt und/oder zwischen mindestens einer der Streben und dem
Untergurt zumindest eine reibwerterhöhende Kontaktfläche vorgesehen sein.
[0036] Die reibwerterhöhende Kontaktfläche bewirkt zwischen den zu verbindenden Komponenten,
also der jeweiligen Strebe und dem jeweiligen Gurt, durch ihre dort eingebrachte Oberflächenstruktur
einen reibwerterhöhenden Mikroformschluss. Hierfür unterscheidet sich die Oberflächenstruktur
der reibwerterhöhenden Kontaktfläche von der Oberflächenstruktur der jeweiligen Komponente
außerhalb der Kontaktfläche. Die reibwerterhöhende Kontaktfläche hat die Funktion,
den innerhalb der zur lösbaren Befestigung hergestellten Verbindung wirkenden Reibwert
zwischen den verbundenen Komponenten zu erhöhen, um dadurch bei ansonsten gleichbleibenden
Verbindungselementen, also beispielsweise der Schraubverbindung, eine höhere Kraftübertragung
zu ermöglichen.
[0037] Zu diesem Zweck kann zur Reibwerterhöhung ein separates Element eingebracht werden,
bei dem an gegenüberliegenden Seiten jeweils eine reibwerterhöhende Kontaktfläche
ausgebildet ist, von denen dann innerhalb der Verbindung jeweils eine an einer der
beiden zu verbindenden Komponenten anliegt und dort durch ihre reibwerterhöhende Oberflächenstruktur
einen reibwerterhöhenden Mikroformschluss bewirkt. Hierfür unterscheidet sich die
Oberflächenstruktur der reibwerterhöhenden Kontaktflächen von der Oberflächenstruktur
der jeweils kontaktierten Komponente.
[0038] Das Element zur Reibwerterhöhung kann insbesondere Teil der lösbaren Befestigung
zwischen der Strebe und dem jeweiligen Gurt sein und im Fall einer Schraubverbindung
Teil hiervon sein, beispielsweise innerhalb der oben beschriebenen Aufnahmenut oder
außerhalb davon an den die Aufnahmenut begrenzenden Schenkeln des jeweiligen Gurts.
Dadurch lässt sich die Reibwerterhöhung auf einfache Weise flexibel an der gewünschten
Position erreichen, ohne die Strebe oder den Gurt selbst in seiner Oberflächenstruktur
verändern zu müssen.
[0039] Das reibwerterhöhende Element kann beispielsweise als Platte, Scheibe oder Vlies
mit gegenüber der Strebe beziehungsweise dem Gurt andersartiger und somit reibwerterhöhender,
beispielsweise geriffelter, Oberfläche ausgebildet sein. Auch kann das Element im
Zusammenhang der Stoßverbindung von aufeinanderfolgenden Gurtsegmenten, insbesondere
hierfür verwendeten Profilschienen, eingesetzt werden. Wenn die lösbare Befestigung
zwischen Strebe und Obergurt und/oder Untergurt eine Schraubverbindung umfasst, kann
das Element in diese Schraubverbindung integriert sein und gemeinsam mit den vorgenannten
Komponenten verschraubt werden, wozu es dann mindestens ein Loch zur Durchführung
der Schraube(n) der jeweiligen Schraubverbindung aufweist.
[0040] In einer bevorzugten Ausführungsform des Trägers kann vorgesehen sein, dass die Lauffläche
in einem von dem Untergurt umschlossenen Innenraum angeordnet ist, um ein innenlaufendes
Katzfahrwerk sowie die zugehörigen Räder der Laufkatze aufnehmen zu können, wofür
vorzugsweise der Untergurt einen c-förmigen Querschnitt aufweist und auf dessen eine
Öffnung des Innenraums begrenzenden Schenkeln die Lauffläche angeordnet ist.
[0041] Die Lauffläche kann von den die Öffnung des Innenraums begrenzenden Schenkeln selbst
gebildet sein. In der Einbaulage des Trägers in einer flurfreien Transportrichtung
gemäß dieser Anmeldung zeigt die Öffnung nach unten. Die Schenkel und damit einhergehend
auch die Lauffläche sowie die hiervon definierte Fahrebene der Laufkatze erstrecken
sich in der Einbaulage vorzugsweise horizontal.
[0042] Die Laufkatze ragt, ausgehend von ihrem innenlaufenden Katzfahrwerk, durch die Öffnung
aus dem Untergurt beziehungsweise dem hiervon umschlossenen Innenraum heraus. Dadurch
kann die Laufkatze mit der außerhalb des Untergurts angeordneten zu transportierenden
Last, mit oder ohne Zwischenschaltung eines Hebezeugs, verbunden werden. Da sich die
Öffnung aufgrund des c-förmigen Querschnitts spaltförmig parallel zur Längsachse des
Trägers erstreckt, kann die Laufkatze über ihr innenlaufendes Katzfahrwerk und dessen
im Innenraum angeordneten Räder auf der Lauffläche entlang der Öffnung und somit in
Katzfahrrichtung verfahren werden.
[0043] Der Untergurt des erfindungsgemäßen Trägers ist vorzugsweise als Profilschiene mit
entsprechendem c-förmigem Querschnitt und hiervon begrenztem Innenraum zur Aufnahme
des innenlaufenden Katzfahrwerks ausgebildet. Sofern bisher lediglich eine solche
Profilschiene mit c-förmigem Querschnitt als Träger für eine Laufkatze eingesetzt
wurde, wird eine solche Profilschiene nun in vorteilhafter Weise zum Teil eines insgesamt
als Fachwerkträgers ausgebildeten Trägers für eine Laufkatze. Mit anderen Worten bilden
bei einem solchen Fachwerkträger der Obergurt und die von den Streben gebildete Verstrebung
eine fachwerkartige Verstärkungsstruktur für die nun als Untergurt dienende und an
sich herkömmliche Profilschiene mit c-förmigem Querschnitt, die auch für sich genommen
als Träger für eine Laufkatze eingesetzt werden kann. Dass für den erfindungsgemäßen
Träger eine bereits existierende herkömmliche Profilschiene, insbesondere Profilschiene
für eine Laufkatze, verwendet werden kann, ist vorteilhaft, da diese Profilschiene
nun durch die erfindungsgemäß erzeugte fachwerkartige Verstärkungsstruktur für größere
Spannweiten und größere Traglastbereiche eingesetzt werden kann. Dies gilt insbesondere
für Profilschienen, die aus einem Aluminiumwerkstoff hergestellt sind.
[0044] Die Vorteile des erfindungsgemäßen Trägers wirken sich besonders aus, wenn eine flurfreie
Transporteinrichtung für Lasten mit einem solchen Träger und einer auf der Lauffläche
entlang des Trägers verfahrbaren Laufkatze versehen wird. Die Transporteinrichtung
ist dabei vorzugsweise als Hängebahn oder als Kran, vorzugsweise Hängekran, ausgebildet.
[0045] Bei solchen flurfreien Transporteinrichtungen wird der Träger zusammen mit der daran
angeordneten Laufkatze an einem Stahlbau oder einer Oberkonstruktion, wie beispielsweise
Dachbindern oder Gebäudedecken, aufgehängt. Damit unterscheiden sich derartige flurfreie
Transporteinrichtungen beispielsweise von flur- und schienengebunden verfahrbaren
Portalkranen oder Brückenkranen, bei denen der Kranträger und die Kranbahn gegenüber
dem Boden aufgeständert sind.
[0046] Im Fall einer Hängebahn dient die flurfreie Transporteinrichtung zum linienförmigen
Transport von an der Laufkatze aufgehängten Lasten in der Katzfahrrichtung. An der
Laufkatze der Hängebahn kann auch ein mit der Laufkatze gleichförmig mitbewegtes Hebezeug
befestigt sein, beispielsweise ein Kettenzug oder Seilzug, über das die Lasten angehoben
und abgesenkt werden können.
[0047] Um nicht nur linienförmige flurfreie Transporte durch Verfahren der Laufkatze in
Katzfahrrichtung, sondern auch flächendeckende Last-Transporte zu ermöglichen, kann
die Transporteinrichtung auch als Kran ausgebildet sein. Hierfür ist dann auch der
Träger selbst zusammen mit der das Hebezeug tragenden Laufkatze entlang einer Kranbahn
in einer Kranfahrrichtung quer zu seiner Längsachse verfahrbar und im Falle eines
Hängekrans an dieser aufgehängt. Als Teil eines Krans kann der Träger quer, insbesondere
rechtwinklig, zu seiner die Katzfahrrichtung definierenden Längsachse entlang einer
die Kranfahrrichtung definierenden Kranbahn verfahren werden, die bei einem Hängekran
ebenfalls aufgehängt ist.
[0048] Um den Träger in der Kranfahrrichtung verfahren zu können, ist im Bereich seiner
gegenüber liegenden Längsenden jeweils ein Kranfahrwerk mit zugehörigen Rädern angeordnet.
Die Aufhängung des Trägers an der Kranbahn erfolgt mittels der Kranfahrwerke. Vorzugsweise
sind die beiden Kranfahrwerke wie auch das Fahrwerk der Laufkatze jeweils als innenlaufendes
Fahrwerk ausgebildet. Zur Ausbildung der für die jeweiligen Kranfahrwerke beziehungsweise
deren Räder vorzusehenden Laufflächen der Kranbahn können zwei voneinander beabstandete
Profilschienen mit c-förmigem Querschnitt verwendet werden, deren Schenkel auf ihrer
Innenseite jeweils als Lauffläche für die Kranfahrwerke dienen und eine Öffnung des
Innenraums der Profilschiene begrenzen. Die in dem Innenraum mitsamt ihren Rädern
aufgenommenen Kranfahrwerke sind hierbei durch die Öffnung hindurch mit dem Träger
verbunden, um den Träger somit an der Kranbahn aufzuhängen. Aufgrund des c-förmigen
Querschnitts erstreckt sich auch die Öffnung der jeweiligen Kranbahn-Profilschiene
spaltförmig und parallel zur Profilschienenlängsachse beziehungsweise Kranfahrrichtung.
[0049] Der Hängekran kann also zur Ausbildung der Kranbahn und des Untergurts seines Trägers
insgesamt drei identische Profilschienen aufweisen, wobei die Profilschienen zumindest
dahingehend identisch sind, dass sie alle einen c-förmigen Querschnitt zur Aufnahme
der innenlaufenden Katz- beziehungsweise Kranfahrwerke sowie zur Ausbildung der Laufflächen
hierfür aufweisen. Hinsichtlich der Abmessungen des Querschnitts und ihrer Länge können
die Profilschienen ebenfalls identisch sein. Die zur Ausbildung der Kranbahn vorgesehenen
Profilschienen können auch jeweils in Form eines erfindungsgemäßen Trägers bereitgestellt
werden, bei denen die Profilschiene dann jeweils den Untergurt des als Fachwerkträger
ausgebildeten Trägers ausbildet und durch die fachwerkartige Verstärkungsstruktur
verstärkt wird.
[0050] Alternativ zu einer Einträger-Variante ist ebenfalls eine Zweiträger-Variante möglich,
bei der für die Laufkatze zwei erfindungsgemäße Träger vorgesehen sind. Die Laufkatze
weist dann zwei oder mehr, vorzugsweise vier Katzfahrwerke auf, von denen jeweils
mindestens eines, vorzugsweise gleich viele, einem der beiden Träger zugeordnet ist.
Die beiden Träger erstrecken sich dabei parallel zueinander und voneinander beabstandet.
Dies gilt auch für die Laufflächen der Kranbahn. Insgesamt können hierbei dann vier
im obigen Sinne identische Profilschienen und insbesondere vier identische erfindungsgemäße
Träger mit jeweils einer solchen Profilschiene als Untergurt verwendet werden. Auch
Krane mit noch mehr identisch aufgebauten Profilschienen beziehungsweise erfindungsgemäßen
Trägern hiermit sind denkbar, beispielsweise wenn bei großen Spannweiten und entsprechenden
Trägerlängen die Kranbahn von mehr als nur zwei Profilschienen beziehungsweise Trägern
gebildet werden muss.
[0051] Das Verfahren der Laufkatze dieser Transporteinrichtungen in Katzfahrrichtung und/oder
Kranfahrrichtung kann manuell beziehungsweise von Hand erfolgen. An einer vom Hebezeug
herabhängenden Steuerleitung ist in der Regel ein kabelgebundener Steuerschalter zur
Ansteuerung des Hubmotors des Hebezeugs an der Laufkatze aufgehängt und hierfür über
die Steuerleitung mit dessen Steuerung signalübertragend verbunden. Die Energieversorgung
zumindest des Hebezeugs kann über eine im Innenraum des Untergurts angeordnete elektrische
Schleifleitung, wofür die Laufkatze entsprechende Stromabnehmer aufweist, oder eine
Schleppleitung erfolgen. Es sind jedoch auch motorisierte Katz- und Kranfahrwerke
denkbar, die dann von einer Bedienperson beispielsweise über den an der Steuerleitung
hängenden Steuerschalter angesteuert werden können. Auch hierfür kann die Energieversorgung
beispielsweise mittels einer Schleifleitung oder einer Schleppleitung erfolgen. Außerdem
ist anstelle eines kabelgebundenen Steuerschalters auch der Einsatz eines kabellosen
Steuerschalters möglich, bei dem dann dementsprechend eine kabellose signalübertragende
Verbindung mit der Steuerung für das Hebezeug beziehungsweise das jeweilige Fahrwerk
hergestellt werden kann, beispielsweise per Funk. Falls beim Einsatz eines kabellosen
Steuerschalters keine ebenfalls über den Steuerschalter ansteuerbaren motorisierten
Fahrwerke verwendet werden, kann zum manuellen Verfahren in Katzfahrrichtung und/oder
Kranfahrrichtung ein entsprechendes Kraftübertragungselement vorgesehen sein, über
das entsprechende Antriebskräfte von der Bedienperson aufgebracht werden können, beispielsweise
in Form eines mit der Laufkatze kraftübertragend verbundenen Seils, Stabs oder einer
Kette.
[0052] Einige Ausführungsbeispiele der Erfindung werden anhand der nachfolgenden Beschreibung
und zugehörigen schematischen Figuren näher erläutert. Es zeigen:
Figur 1 eine perspektivische Ansicht eines Krans mit einem erfindungsgemäßen Träger
in einer ersten Ausführungsform,
Figuren 2a, 2b eine erste perspektivische und eine erste seitliche Detailansicht des
Trägers aus Figur 1,
Figuren 3a, 3b eine zweite perspektivische und eine zweite seitliche Ansicht des Trägers
aus Figur 1,
Figuren 4a, 4b eine perspektivische und eine seitliche Detailansicht einer zweiten
Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Trägers für den Kran gemäß Figur 1,
Figuren 5a, 5b eine perspektivische und eine seitliche Detailansicht einer dritten
Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Trägers für den Kran gemäß Figur 1, und
Figuren 6a, 6b eine perspektivische und eine seitliche Ansicht einer vierten Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen Trägers für den Kran gemäß Figur 1.
[0053] Die Figur 1 zeigt eine perspektivische Ansicht eines als Einträger-Hängekran ausgebildeten
Krans 1 mit einem erfindungsgemäßen Träger 2 in einer ersten beispielhaften Ausführungsform.
Der als Fachwerkträger ausgebildete Träger 2 umfasst als wesentliche Komponenten einen
Obergurt 3, einen Untergurt 4 sowie diese miteinander verbindende Streben 5. Der Untergurt
4 ist hierbei länger als der Obergurt 3 und insbesondere auch länger als die Längserstreckung
der durch die Streben 5 ausgebildeten Verstrebung. Dadurch ragt der die Gesamtlänge
des Trägers 2 bestimmende Untergurt 4 in Richtung seiner Längsenden beidseitig über
die Verstrebung hinaus.
[0054] Zur Ausbildung des Krans 1 als Hängekran ist an dem Träger 2 eine Laufkatze 6 angeordnet,
die ein beispielhaft als Kettenzug ausgebildetes Hebezeug 6c trägt und über Räder
6b ihres Katzfahrwerks 6a auf einer Lauffläche des Trägers 2 in einer horizontalen
Katzfahrrichtung X verfahrbar ist. Die Katzfahrrichtung X wird von der Lauffläche
für die Laufkatze 6 definiert, die sich am Träger 2 in dessen Längsrichtung, das heißt
parallel zu dessen Längsachse, erstreckt.
[0055] Die Lauffläche für die Laufkatze 6 ist in einem von dem Untergurt 4 umschlossenen
Innenraum angeordnet, in dem das innenlaufende Katzfahrwerk 6a und die Räder 6b der
Laufkatze 6 aufgenommen sind. Hierfür hat der Untergurt 4 im vorliegenden Beispiel
einen c-förmigen Querschnitt, auf dessen Schenkeln, die eine Öffnung des Innenraums
begrenzen, die Lauffläche angeordnet ist.
[0056] Zur Ausbildung des Krans 1 als Hängekran ist der Träger 2 außerdem im Bereich seiner
Längsenden an zwei beabstandeten und eine Kranbahn des Krans 1 definierenden Profilschienen
10 mit jeweils c-förmigem Querschnitt aufgehängt. Die Aufhängung des Trägers 2 erfolgt
über im Bereich der Längsenden des Trägers 2 angebrachte Kranfahrwerke 7, 8, die jeweils
teilweise, insbesondere mit ihren nicht dargestellten Rädern, in einem von der zugeordneten
Profilschiene 10 umschlossenen Innenraum aufgenommen sind und durch eine von den Schenkeln
der jeweiligen Profilschiene 10 begrenzte Öffnung hindurch mit dem Träger 2 verbunden
sind. Die Profilschienen 10 sind über nicht dargestellte Schienenaufhängungen ebenfalls
an einer Oberkonstruktion aufgehängt und beispielhaft parallel zueinander angeordnet.
[0057] Durch die Längserstreckung der Profilschienen 10, die die Kranbahn und zugehörige
Laufflächen für die Kranfahrwerke 7, 8 beziehungsweise deren Räder bilden, wird eine
Kranfahrrichtung Y des Krans 1 definiert, die horizontal und hierbei rechtwinklig
zur Katzfahrrichtung X verläuft.
[0058] Der Untergurt 4 des Trägers 2 ist von einer Profilschiene 10 mit den vorgenannten
Merkmalen der Kranbahn-Profilschienen 10 gebildet, so dass der Kran 1 insgesamt drei
identische Profilschienen 10 aufweist. Beispielhaft ist in Figur 1 auch dargestellt,
dass der Untergurt 4 von zwei Gurtsegmenten 4b beziehungsweise entsprechend langen
Profilschienensegmenten gebildet ist, die im Bereich ihrer Stoßverbindung 11 aufeinander
treffen und in Längsrichtung des Trägers 2 fluchtend aneinander befestigt sind. Auch
der Obergurt 3 kann auf diese Weise mehrteilig ausgebildet und von mehreren Gurtsegmenten
gebildet sein. Im vorliegenden Beispiel ist der Untergurt 4 länger als der Obergurt
3 und die Längserstreckung der durch die Streben 5 ausgebildeten Verstrebung. Dabei
ragt der Untergurt 4 in Richtung seiner Längsenden beidseitig über die Verstrebung
und den Obergurt 4 hinaus. An den somit obergurtfreien und verstrebungsfreien Längsenden
sind die Kranfahrwerke 7, 8 angeordnet und befestigt.
[0059] Außerdem ist in Figur 1 ein Steuerschalter 9 dargestellt, der über eine Steuerleitung
9a mit der Laufkatze 6 und insbesondere dem Hebezeug 6c zwecks Ansteuerung zumindest
des Hubmotors des Hebezeugs 6c signalübertragend verbunden ist.
[0060] Die Figur 1 zeigt des Weiteren eine paarweise Anordnung von Streben 5 entlang der
Längsachse des Trägers 2, wobei die Streben 5 der Strebenpaare so angeordnet sind,
dass sich entlang jeder Längsseite abwechselnd eine steigende und fallende Neigung
der Streben 5 beziehungsweise der zugehörigen Schenkel 5d (siehe auch Figuren 3a und
3b) ergibt. Dadurch ergibt sich an jeder Längsseite des Trägers 2 eine Verstrebung
in Form von aneinander gereihten umgedrehten "V"s. Die Streben 5 sind jeweils mit
mindestens einem ihrer Befestigungsenden 5f (siehe beispielsweise Figuren 2a und 2b
sowie 3a und 3b) am Obergurt 3 und mit einem weiteren ihrer Befestigungsenden 5f am
Untergurt 4 lösbar befestigt. Die lösbare Befestigung erfolgt beispielhaft über eine
Schraubverbindung an jedem Befestigungsende 5f. Zu diesem Zweck ist vorgesehen, dass
am Obergurt 3 und am Untergurt 4 außen an der jeweiligen Längsseite eine Aufnahmenut
3a, 4a (siehe beispielsweise Figuren 2a bis 3b) mit c-förmigem Querschnitt vorgesehen
ist, um darin je Befestigungsende 5f zumindest ein Element zur Herstellung der lösbaren
Befestigung der Streben 5 aufnehmen zu können, beispielsweise die Mutter(n) der jeweiligen
Schraubverbindung.
[0061] Bei dem in Figur 1 dargestellten Ausführungsbeispiel sind alle Streben 5 des Trägers
2 vollständig abkantungsfrei im obigen Sinne ausgebildet. Die Hauptflächen 5a der
Streben 5 zeigen daher zwischen dem Obergurt und dem Untergurt längsseitig und horizontal
vom Träger weg und erstrecken sich insbesondere vertikal zur Lauffläche sowie Kranbahn.
Zwischen den Befestigungsenden 5f haben die längsseitigen Ränder der Streben 5 einen
bikonkaven und somit die Hauptfläche 5a einen beidseitig eingeschnürten Verlauf, wodurch
sich die Streben 5 beziehungsweise Schenkel 5d ausgehend von dem jeweiligen Befestigungsende
5f entlang ihrer Längserstreckung zunächst verjüngen und anschließend in Richtung
des gegenüberliegenden Befestigungsendes 5f wieder verbreitern.
[0062] Hinsichtlich der Anzahl ihrer Befestigungsenden 5f unterscheiden sich die Streben
5 des Trägers 2 aus Figur 1 jedoch, so dass insgesamt zwei Varianten der Streben 5
am Träger 2 verbaut sind. Die Ausgestaltung der ersten Variante der Streben 5 aus
Figur 1 ist auch in den Detailansichten der Figuren 2a und 2b gezeigt. Die Ausgestaltung
der zweiten Variante der Streben 5 aus Figur 1 ist auch in den Detailansichten der
Figuren 3a und 3b gezeigt.
[0063] Während die Streben 5 gemäß der ersten Variante jeweils nur zwei Befestigungsenden
5f in Form ihrer gegenüberliegenden Längsenden aufweist, von denen jeweils eines am
Obergurt 3 und eines am Untergurt 4 befestigt ist, sind die Streben 5 gemäß der zweiten
Variante zweischenklig und somit mehrschenklig ausgebildet. Die dadurch je Strebe
5 gebildeten beiden Schenkel 5d laufen in einem Verbindungsbereich 5e der Strebe 5
am Obergurt 3 zusammen, wobei der Verbindungsbereich 5e zugleich eines der insgesamt
drei Befestigungsenden 5f dieser Variante bildet. Dementsprechend sind die Schenkel
5d beziehungsweise deren am Untergurt 4 angeordnete Befestigungsenden 5f in Längsrichtung
des Trägers 2 voneinander beabstandet. Dadurch ergibt sich an der jeweiligen Längsseite
des Trägers 2 eine Verstrebung in Form eines umgedrehten "V" ähnlich wie bei der Anordnung
von zwei Streben 5 mit jeweils nur zwei Befestigungsenden 5f. Die zweischenkligen
Streben 5 weisen an ihren Schenkeln 5d zudem symmetriebedingt insbesondere gleichartig
ausgebildete Hauptflächen 5a auf.
[0064] Ein weiterer Unterschied der beiden Varianten liegt darin, dass bei der ersten Variante
jedes Befestigungsende 5f mit einer zwei Schrauben 12 umfassenden Schraubverbindung
am Obergurt 3 beziehungsweise Untergurt 4 befestigt ist. Bei der zweiten Variante
ist stattdessen jedes der drei Befestigungsenden 5f mit einer vier Schrauben 12 umfassenden
Schraubverbindung am Obergurt 3 beziehungsweise Untergurt 4 befestigt.
[0065] Wie in den Figuren 1 erkennbar ist, sind an jedem der gegenüberliegenden Längsenden
der Verstrebung des Trägers 2 zwei Strebenpaare zweischenkliger Streben 5 und dazwischen
Strebenpaare, deren Streben 5 nur zwei Befestigungsenden 5f aufweisen, angeordnet.
Die Detailansichten der Figuren 3a und 3b zeigen die zweischenkligen Streben 5 eines
der beiden Längsenden. Auch andere Kombinationen und Anordnungen der beschriebenen
Strebenvarianten sind denkbar.
[0066] Die Figuren 4a und 4b zeigen Detailansichten einer zweiten Ausführungsform eines
alternativen erfindungsgemäßen Trägers 2 für den Kran 1 gemäß Figur 1. Bei dieser
zweiten Ausführungsform haben die Streben 5, so wie auch die in den Figuren 2a und
2b gezeigte Variante, jeweils nur zwei Befestigungsenden 5f. Eine wesentliche Besonderheit
der Streben 5 gemäß der zweiten Ausführungsform besteht darin, dass diese an jeder
ihrer Längsseiten eine sich an die Hauptfläche 5a anschließende Nebenfläche 5b zur
Erhöhung der Beulsteifigkeit aufweisen. Die Nebenflächen 5b erstrecken sich jeweils
quer zur Hauptfläche 5a nach innen in Richtung der Längsachse des Trägers 2. Dadurch
haben die Streben einen U-förmigen Querschnitt. In Bezug auf die Befestigung der Streben
5 am Obergurt 3 und Untergurt 4, die Orientierung der Hauptflächen 5a sowie die sich
insgesamt ergebende Verstrebung in Form von aneinander gereihten umgedrehten "V"s
gelten die obigen Beschreibungen auch für diese Ausführungsform.
[0067] Die Figuren 5a und 5b zeigen Detailansichten einer dritten Ausführungsform eines
alternativen erfindungsgemäßen Trägers 2 für den Kran 1 gemäß Figur 1. Die Streben
5 dieser Ausführungsform unterscheiden sich von den Streben 5 der zweiten Ausführungsform
gemäß den Figuren 4a und 4b im Wesentlichen dadurch, dass alle Streben 5 des Trägers
2 vollständig abkantungsfrei im obigen Sinne ausgebildet sind, also insbesondere an
ihren Längsseiten keine Nebenflächen 5b vorgesehen sind. Zur Erhöhung der Beulsteifigkeit
weist stattdessen die Hauptfläche 5a jeder Strebe 5 eine Sicke 5c auf. Die als Vertiefung
in der jeweiligen Hauptfläche 5a ausgebildete Sicke 5c ist dabei so zwischen den Längsseiten
der Strebe 5 angeordnet, dass sich zwischen beiden die Längsseiten begrenzenden Rändern
und der Sicke 5c ein ebener und parallel zur Längsachse des Trägers 2 erstreckender
Abschnitt der Hauptfläche 5a befindet. Die Sicke 5c verläuft mit ihrer Längserstreckung
außerdem parallel und zentriert in Bezug auf die Mittellängsachse der Hauptfläche
5a der jeweiligen Strebe 5. Die zur Ausbildung der Sicke 5c vorgesehene Vertiefung
der Hauptfläche 5a ist beispielhaft nach außen gerichtet.
[0068] Die Figuren 6a und 6b zeigen Detailansichten einer vierten Ausführungsform eines
alternativen erfindungsgemäßen Trägers 2 für den Kran 1 gemäß Figur 1. Die Streben
5 dieser Ausführungsform unterscheiden sich von den Streben 5 der zweiten und dritten
Ausführungsform gemäß den Figuren 4a bis 5b im Wesentlichen dadurch, dass alle Streben
5 des Trägers 2 vollständig abkantungsfrei im obigen Sinne ausgebildet sind, also
keine Nebenflächen 5b vorgesehen, und außerdem auch keine Sicken 5c vorgesehen sind.
Ein weiterer Unterschied besteht darin, dass die Streben 5 gemäß der vierten Ausführungsform
mehrschenklig ausgebildet sind. Im Gegensatz zu den zweischenkligen Streben 5 aus
den Figuren 1, 3a und 3b, sind die Streben 5 der vierten Ausführungsform jedoch vierschenklig
ausgebildet. Die vier Schenkel 5d jeder Strebe 5 laufen in einem Verbindungsbereich
5e zusammen, der jedoch anders als bei der zweischenkligen Variante nicht am Obergurt
3, sondern im freien Bereich der Strebe 5 zwischen dem Obergurt 3 und dem Untergurt
4 angeordnet ist. Dadurch ergibt sich eine x-förmige oder H-förmige Ausgestaltung
dieser Streben 5. Die vierschenkligen Streben 5 weisen an ihren Schenkeln 5d zudem
symmetriebedingt insbesondere gleichartig ausgebildete Hauptflächen 5a auf. Aufgrund
der x-beziehungsweise H-förmigen Gestalt haben die vierschenkligen Streben jeweils
vier Befestigungsenden 5f, von denen jeweils zwei in Längsrichtung des Trägers 2 voneinander
beabstandet am Obergurt 3 und zwei in Längsrichtung des Trägers 2 voneinander beabstandet
am Untergurt 4 befestigt sind.
[0069] Im Vergleich zu den dreischenkligen Streben 5 sind bei der vierten Ausführungsform
je Befestigungsende 5f und zugehöriger Schraubverbindung am Obergurt 3 beziehungsweise
Untergurt 4 jeweils weniger Schrauben 12, vorliegend beispielhaft jeweils zwei Schrauben
12, vorgesehen.
Bezugszeichenliste
[0070]
- 1
- Kran
- 2
- Träger
- 3
- Obergurt
- 3a
- Aufnahmenut
- 4
- Untergurt
- 4a
- Aufnahmenut
- 4b
- Gurtsegment
- 5
- Strebe
- 5a
- Hauptfläche
- 5b
- Nebenfläche
- 5c
- Sicke
- 5d
- Schenkel
- 5e
- Verbindungsbereich
- 5f
- Befestigungsende
- 6
- Laufkatze
- 6a
- Katzfahrwerk
- 6b
- Rad
- 6c
- Hebezeug
- 7
- erstes Kranfahrwerk
- 8
- zweites Kranfahrwerk
- 9
- Steuerschalter
- 9a
- Steuerleitung
- 10
- Profilschiene
- 11
- Stoßverbindung
- 12
- Schraube
- X
- Katzfahrrichtung
- Y
- Kranfahrrichtung
1. Träger (2) für eine Laufkatze (6), mit einer am Träger (2) ausgebildeten Lauffläche
für die Laufkatze (6), einem Obergurt (3), einem Untergurt (4) und diese miteinander
verbindende Streben (5), wobei die Streben (5) flächenförmig ausgebildet sind und
jeweils eine Hauptfläche (5a) aufweisen, die zwischen dem Obergurt (3) und dem Untergurt
(4) längsseitig vom Träger (2) weg zeigt, wobei jeweils zwei der Streben (5) ein Strebenpaar
bilden und in Richtung einer Längsachse des Trägers (2) gesehen nebeneinander, vorzugsweise
außen an gegenüberliegenden Längsseiten des Trägers (2), angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die flächenförmigen Streben (5) am Obergurt (3) und/oder am Untergurt (4) lösbar
befestigt sind.
2. Träger (2) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass am Obergurt (3) und/oder am Untergurt (4), vorzugsweise außen an einer Längsseite
des jeweiligen Gurts, eine Aufnahmenut (3a, 4a) mit c-förmigem Querschnitt vorgesehen
ist, um darin ein Element zur Herstellung der lösbaren Befestigung der Streben (5)
aufnehmen zu können.
3. Träger (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine der Streben (5) zumindest an ihren Längsseiten (5e) abkantungsfrei
ausgebildet ist.
4. Träger (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine der Streben (5) an mindestens einer ihrer Längsseiten eine sich an
die Hauptfläche (5a) anschließende und quer hierzu erstreckende Nebenfläche (5b) aufweist.
5. Träger (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Hauptfläche (5a) von mindestens einer der Streben (5) eine Sicke (5c) aufweist.
6. Träger (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine der Streben (5a) mehrschenklig, vorzugsweise zweischenklig oder vierschenklig,
ausgebildet ist, wobei vorzugsweise die Hauptfläche (5a) der Strebe (5a) an jedem
Schenkel gleichartig ausgebildet ist.
7. Träger (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen mindestens einer der Streben (5) und dem Obergurt (3) und/oder zwischen
mindestens einer der Streben (5) und dem Untergurt (4) zumindest eine reibwerterhöhende
Kontaktfläche vorgesehen ist.
8. Träger (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lauffläche in einem von dem Untergurt (4) umschlossenen Innenraum angeordnet
ist, um ein innenlaufendes Katzfahrwerk (6a) der Laufkatze (6) aufnehmen zu können,
wofür vorzugsweise der Untergurt (4) einen c-förmigen Querschnitt aufweist und auf
dessen eine Öffnung des Innenraums begrenzenden Schenkeln die Lauffläche angeordnet
ist.
9. Flurfreie Transporteinrichtung mit einem Träger (2) nach einem der vorherigen Ansprüche
und einer auf der Lauffläche entlang des Trägers (2) verfahrbaren Laufkatze (6), wobei
die Transporteinrichtung vorzugsweise als Hängebahn oder als Kran, vorzugsweise Hängekran,
ausgebildet ist.
1. Girder (2) for a trolley (6), having a running surface that is formed on the girder
(2) for the trolley (6), an upper chord (3), a lower chord (4) and braces (5) that
connect said chords together, wherein the braces (5) are designed to be flat, and
each brace has a main surface (5a) that faces away from the girder (2) longitudinally
between the upper chord (3) and the lower chord (4), wherein two of the braces (5)
in each case form a brace pair and are arranged next to one another as viewed in the
direction of the longitudinal axis of the girder (2), preferably on the outside of
opposite longitudinal sides of the girder (2), characterized in that the flat braces (5) are releasably secured to the upper chord (3) and/or to the lower
chord (4).
2. Girder (2) according to claim 1, characterized in that a receiving groove (3a, 4a) having a c-shaped cross-section is provided on the upper
chord (3) and/or lower chord (4), preferably on the outside of a longitudinal side
of the respective chord, in order to be able to receive therein an element for producing
the releasable securing of the braces (5).
3. Girder (2) according to one of the preceding claims, characterized in that at least one of the braces (5) is formed without bent edges at least on its longitudinal
sides (5e).
4. Girder (2) according to one of the preceding claims, characterized in that at least one of the braces (5) has, on at least one of its longitudinal sides, a
secondary surface (5b) adjoining the main surface (5a) and extending transversely
thereto.
5. Girder (2) according to one of the preceding claims, characterized in that the main surface (5a) of at least one of the braces (5) has a bead (5c).
6. Girder (2) according to one of the preceding claims, characterized in that at least one of the braces (5a) is designed to be multi-arm, preferably two- arm
or four-arm, wherein the main surface (5a) of the brace (5a) is preferably designed
similarly on each arm.
7. Girder (2) according to one of the preceding claims, characterized in that at least one friction-increasing contact surface is provided between at least one
of the braces (5) and the upper chord (3) and/or between at least one of the braces
(5) and the lower chord (4).
8. Girder (2) according to one of the preceding claims, characterized in that the running surface is arranged in an interior space enclosed by the lower chord
(4), in order to be able to receive an internally running trolley running gear (6a)
of the trolley (6), for which purpose the lower chord (4) preferably has a c-shaped
cross-section and the running surface is arranged on the arms thereof delimiting an
opening of the interior space.
9. Overhead transport device having a girder (2) according to one of the preceding claims
and a trolley (6) that can be moved along the girder (2) on the running surface, wherein
the transport device is preferably designed as a suspension track or as a crane, preferably
a suspension crane.
1. Support (2) destiné à un chariot (6), ledit support comprenant une surface de roulement
formée sur le support (2) et destinée au chariot (6), une membrure supérieure (3),
une membrure inférieure (4) et des entretoises (5) reliant celles-ci les unes aux
autres, les entretoises (5) étant de forme plate et comportant chacune une surface
principale (5a) qui est orientée longitudinalement à l'opposé du support (2) entre
la membrure supérieure (3) et la membrure inférieure (4), deux des entretoises (5)
formant une paire d'entretoises et étant disposées l'une à côté de l'autre, de préférence
à l'extérieur sur des côtés longitudinaux opposés du support (2), par référence à
la direction d'un axe longitudinal du support (2), caractérisé en ce que les entretoises (5) de forme plate sont fixées de manière amovible à la membrure
supérieure (3) et/ou à la membrure inférieure (4).
2. Support (2) selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'une rainure de réception (3a, 4a) en forme de C en coupe transversale est prévue sur
la membrure supérieure (3) et/ou sur la membrure inférieure (4), de préférence à l'extérieur,
sur un côté longitudinal de la membrure respective, afin de pouvoir recevoir un élément
destiné à réaliser la fixation amovible des entretoises (5).
3. Support (2) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins une des entretoises (5) est conçue sans chanfrein au moins sur ses côtés
longitudinaux (5e).
4. Support (2) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins une des entretoises (5) comporte sur au moins un de ses côtés longitudinaux
une surface secondaire (5b) qui se raccorde à la surface principale (5a) et qui s'étend
transversalement à celle-ci.
5. Support (2) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la surface principale (5a) d'au moins une des entretoises (5) comporte une moulure
(5c).
6. Support (2) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins une des entretoises (5a) est conçue avec plusieurs branches, de préférence
deux branches ou quatre branches, la surface principale (5a) de l'entretoise (5a)
étant de préférence conçue de la même manière sur chaque branche.
7. Support (2) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins une surface de contact augmentant la valeur de friction est prévue entre
au moins une des entretoises (5) et la membrure supérieure (3) et/ou entre au moins
une des entretoises (5) et la membrure inférieure (4).
8. Support (2) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la surface de roulement est disposée dans un espace intérieur délimité par la membrure
inférieure (4) afin de pouvoir recevoir un mécanisme de roulement intérieur (6a) du
chariot (6), ce pour quoi la membrure inférieur (4) a une forme de C en coupe transversale
et la surface de roulement est disposée sur ladite membrure inférieure sur des branches
délimitant une ouverture de l'espace intérieur.
9. Dispositif de transport sans appui au sol comprenant un support (2) selon l'une des
revendications précédentes et un chariot (6) déplaçable sur la surface de roulement
le long du support (2), le dispositif de transport étant de préférence réalisé sous
la forme d'un rail suspendu ou d'une grue, de préférence d'une grue suspendue.