[0001] Die Erfindung betrifft eine Dosiervorrichtung einer landwirtschaftlichen Verteilmaschine
gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1 und eine landwirtschaftliche Verteilmaschine
gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 7.
[0002] Auf dem Gebiet der Landwirtschaft sind eine Vielzahl unterschiedlicher Varianten
von Verteilmaschinen zum Ausbringen von granularem Material, insbesondere Saatgut
und/oder Dünger, bekannt. Hierzu zählen neben pneumatischen und/oder mechanischen
Sämaschinen auch Einzelkornsämaschinen, die dazu geeignet sind das granulare Material
auf einer landwirtschaftlichen Nutzfläche abzulegen. Gattungsgemäße Verteilmaschinen
weisen darüber hinaus zumindest eine Dosiervorrichtung auf, die dazu eingerichtet
ist, von wenigstens einem Vorratsbehälter zubringbares granulares Material bedarfsgerecht
und/oder in einstellbaren Mengen zu dosieren und an nachgeordnete Ausbringorgane auszugeben.
[0003] Aufgrund der schwierigen Betriebsbedingungen während der Ausbringung, können sich
mit zunehmender Betriebsdauer anhaftende Verschmutzungen und/oder Agglomerationen
von granularem Material innerhalb derartiger Dosiervorrichtungen ansammeln. Um dennoch
eine ausreichend präzise und/oder betriebssichere Dosierung des granularen Materials
sicherzustellen, ist es erforderlich, die Dosiervorrichtung in regelmäßigen Zeitabständen
und/oder fortlaufend während des Ausbringvorgangs zu Reinigen und so zumindest teilweise
vor anhaftenden Verschmutzungen und/oder anhaftendem granularen Material zu befreien.
Bei modernen Verteilmaschine, insbesondere Sämaschinen, hat sich aus diesem Grund
der Einsatz von innerhalb der Dosiervorrichtungen angeordneter Reinigungseinrichtungen
durchgesetzt.
[0004] Eine derartige Dosiervorrichtung mit einer Reinigungseinrichtung ist beispielsweise
in den Druckschriften
DE 31 29 235 A1 und/oder
EP 2 786 649 A2 beschrieben. Die Dosiervorrichtung umfasst dabei ein um eine Drehachse rotatorisch
antreibbares, insbesondere nach Art einer Dosierwalze und/oder eines Dosierrads ausgebildetes,
Dosierelement, welches eine oder mehrere, insbesondere alternierend und/oder nebeneinander
angeordnete, Nockenreihen aufweist. Das Dosierelement ist insbesondere dazu eingerichtet,
das zubringbare granulare Material mittels einer Mehrzahl von Nockenvorsprüngen, die
an der wenigstens einen Nockenreihe ausgebildet sind, aufzunehmen und/oder zumindest
teilweise in einer Drehrichtung des Dosierelements zu fördern. Darüber hinaus umfasst
die Dosiervorrichtung zumindest eine dem Dosierelement zugeordnete Reinigungseinrichtung.
Die Reinigungseinrichtung weist dabei wenigstens ein, insbesondere elastisches und/oder
stiftartiges, Reinigungselement und wenigstens ein Halteelement auf. Das Reinigungselement
ist dabei am Halteelement und in die wenigstens eine Nockenreihe eingreifend angeordnet
und dazu eingerichtet, die wenigstens eine Nockenreihe, insbesondere mit den jeweiligen
Nockenvorsprüngen, zumindest teilweise abzustreifen und/oder zu reinigen.
[0005] Aufgrund der stetig ansteigenden Komplexität moderner Verteilmaschinen, werden frei
verfügbare Bauräume immer kleiner. Problematisch dabei ist unter anderem der verhältnismäßig
hohe Platzbedarf bisheriger Reinigungseinrichtungen. Um eine ausreichende elastizität
bzw. flexibilität der Reinigungselemente zu erreichen, sind diese bisher besonders
lang ausgebildet. Zusätzlich erfordern bisherige Reinigungseinrichtung verhältnismäßig
große bzw. lange Halteelemente, um die entsprechenden Reinigungselemente daran anzuordnen,
insbesondere mittels Befestigungsmitteln daran zu befestigen. Neben dem hohen Platzbedarf
geht damit auch eine große Ablagerungsfläche für Verschmutzungen und/oder anhaftendes
Material einher. Diese können sich so während des Betriebs besonders gut an derartigen
Reinigungseinrichtungen anhaften und/oder verklemmen und so den ordnungsgemäßen Betrieb
der Reinigungseinrichtung und/oder der Dosiervorrichtung einschränken. Aufgrund der
geringen Bauräume und einer nicht optimalen Positionierung der Reinigungseinrichtungen
ist insbesondere auch die Zugänglichkeit zu Reinigungs- und/oder Wartungszwecken besonders
schwierig und zeitaufwändig.
[0006] Darüber hinaus verursachen bisherige Reinigungseinrichtungen, die insbesondere zumindest
teilweise nach Art von Reinigungsbürsten und/oder metallischen Reinigungsfingern ausgebildet
sind, einen besonders hohen Verschleiß und/oder hohe Drehmomente an den zugeordneten
Dosierelementen, insbesondere Dosierrädern und/oder Dosierwalzen.
[0007] Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe besteht somit darin, eine Dosiervorrichtung,
insbesondere Reinigungseinrichtung, so zu gestalten, dass sie besonders betriebssicher
einsetzbar ist und dabei einen besonders geringen Platzbedarf aufweist. Insbesondere
soll dabei auch die Zugänglichkeit für einen Bediener vereinfacht werden.
[0008] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Patentanspruches 1 gelöst.
[0009] In Folge dieser Maßnahme ist ein Anhaften und/oder Ansammeln von Verschmutzungen
und/oder vom granularen Material auf der Reinigungseinrichtung zumindest nahezu ausgeschlossen.
Das Reinigungselement ist hierbei vorzugsweise bolzenartig und insbesondere auf einer
flachen Seite am Halteelement angeordnet. Die Länge des Reinigungselementes beträgt
dabei bevorzugt ein Vielfaches der Länge bzw. Dicke des Halteelements, wobei die Länge
bzw. Dicke des Halteelements ein Maß darstellt, mit der sich das Halteelement in Richtung
des Dosierelements erstreckt. Das Reinigungselement ist dabei besonders bevorzugt
zumindest nahezu senkrecht, insbesondere in einem rechten Winkel, auf dem Halteelement
angeordnet. Alternativ hierzu ist auch ein in einem Winkel von bis zu 45 Grad zur
Senkrechten geneigtes Reinigungselement denkbar. Mit einer derartigen Ausführungsform
ist eine Reinigungseinrichtung, insbesondere ein Halteelement, mit besonders geringem
Platzbedarf erreicht.
[0010] Darüber hinaus ist das Reinigungselement, insbesondere die Reinigungseinrichtung,
zumindest teilweise aus einem, insbesondere elastomeren und/oder thermoplastischen
(TPU), Kunststoffmaterial ausgebildet. Gegenüber herkömmlichen Reinigungselementen,
insbesondere Reinigungseinrichtungen, erreicht eine derartige Ausführungsform auf
der einen Seite eine hohe eigene Verschleißfestigkeit und auf der anderen Seite einen
verringerten Verschleiß des abgestreiften Dosierelements. Sowohl die Standzeit bzw.
Einsatzzeit der Reinigungseinrichtung, als auch des Dosierelements, ist so in besonders
einfacher Weise gesteigert.
[0011] Besonders bevorzugt ist das Reinigungselement nach Art eines zumindest teilweise
elastischen und/oder flexiblen Reinigungsfingers ausgebildet.
[0012] Ferner weist die Dosiervorrichtung bevorzugt zumindest ein Haltemittel auf, mit dem
die Reinigungseinrichtung form- und/oder kraftschlüssig, und vorzugsweise werkzeuglos
und/oder zerstörungsfrei, verbindbar ist. Dies vereinfacht insbesondere die Montage
und/oder Demontage für Reinigungs-, Wartungs- und/oder Instandsetzungszwecke der Reinigungseinrichtung.
[0013] In einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Dosiervorrichtung ist
die Reinigungseinrichtung einteilig ausgebildet. Das wenigstens eine Reinigungselement
ist dabei ferner bevorzugt am Haltelement angeformt und vorzugsweise aus zumindest
nahezu dem gleichen Material ausgebildet. Gegenüber einer vereinfachten Montage der
Reinigungseinrichtung ist somit außerdem die Handhabbarkeit der Reinigungseinrichtung
verbessert. Des Weiteren ist mit einer derartigen Ausführungsform der Platzbedarf,
aufgrund nicht erforderlicher Befestigungsmittel zwischen Reinigungs- und Halteelement,
noch weiter reduziert.
[0014] In einer Weiterbildung der erfindungsgemäßen Dosiervorrichtung weist das Reinigungselement
wenigstens abschnittsweise einen zumindest im Wesentlichen runden oder ovalen Querschnitt
auf. Das Reinigungselement ist hierbei bevorzugt in einer Längsrichtung des Reinigungselements
gesehen zumindest nahezu durchgehend rund und/oder ovalförmig ausgebildet. Alternativ
oder zusätzlich hierzu ist auch ein mehreckiger und/oder polygonförmiger Querschnitt
des Reinigungselements denkbar, wobei die Ecken und/oder Kanten zumindest teilweise
abgerundet und/oder angefast ausgebildet sind. Durch diese Ausführungsform ist die
Wahrscheinlichkeit von Anhaftungen an der Reinigungseinrichtung in besonders einfacher
Weise verringert.
[0015] Die erfindungsgemäße Dosiervorrichtung weist eine Mehrzahl von Nockenreihen auf.
Je nach Ausführungsform ist dabei ein, insbesondere nach Art einer Dosierwalze und/oder
-trommel ausgebildetes, Dosierelement mit einer Mehrzahl von Nockenreihen oder mehrere,
insbesondere nach Art eines Dosierrads ausgebildete, Dosierelemente mit jeweils zumindest
einer Nockenreihe verwendbar.
[0016] In einer anderen bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Dosiervorrichtung
ist das wenigstens eine Reinigungselement in axialer Richtung gesehen, vorzugsweise
mittig, zwischen zwei Dosierelementen und/oder Nockenreihen angeordnet und dazu eingerichtet,
zumindest stirnseitig abwechselnd in die Dosierelemente und/oder Nockenreihen einzugreifen.
Die Stirnseite wird dabei bevorzugt von einem in das Dosierelement und/oder die Nockenreihe
eingreifenden oder sich erstreckenden Ende des Reinigungselements gebildet. Die Dosierelemente
und/oder Nockenreihen sind hierbei, in axialer Richtung zur Drehachse des Dosierelementes
gesehen, nebeneinander angeordnet, wobei das wenigstens eine Reinigungselement zumindest
nahezu zentrisch zwischen zwei Dosierelementen und/oder Nockenreihen angeordnet ist.
Das wenigstens eine Reinigungselement ist hierbei dazu eingerichtet, abwechselnd in
die beiden Dosierelemente und/oder Nockenreihen einzugreifen, wobei eine zumindest
im Wesentlichen axial zur Drehachse gerichtete Bewegung des Reinigungselements zumindest
teilweise mit einer Drehung der Dosierelemente und/oder Nockenreihen korrespondiert.
Ein am Halteelement angeordnetes und/oder angeformtes Ende des Reinigungselementes
ist hierbei bevorzugt, in axialer Richtung gesehen, ortsfest gegenüber den Dosierelementen
und/oder Nockenreihen angeordnet. Die Anzahl und somit der Platzbedarf derartig ausgeführter
Reinigungseinrichtungen, insbesondere Reinigungselemente, ist so gegenüber herkömmlichen
Ausführungsformen noch weiter verringert.
[0017] Eine jeweilige erfindungsgemäße Nockenreihe weist insbesondere eine Mehrzahl von
am Umfang des Dosierelements verteilter Nockenvorsprünge und/oder Nockentäler auf.
Die Nockenvorsprünge und/oder Nockentäler einer ersten Nockenreihe sind dabei zu den
Nockenvorsprüngen und/oder Nockentälern einer benachbarten Nockenreihe versetzt angeordnet.
Somit ist beispielsweise neben einem Nockenvorsprung einer ersten Nockenreihe ein
Nockental einer benachbarten Nockenreihe angeordnet. Das den zwei Nockenreihen zugeordnete
Reinigungselement ist vorzugsweise dazu eingerichtet, sich, zumindest stirnseitig,
von einem Nockental der ersten Nockenreihe zum Nockental einer benachbarten Nockenreihe
zu bewegen. Besonders bevorzugt sind die Nockenvorsprünge auf zumindest einer, insbesondere
mit dem Reinigungselement in Kontakt bringbaren, Seite abgeschrägt ausgebildet, wodurch
die, insbesondere seitliche, Bewegung des Reinigungselementes besonders gleichmäßig
ausgeführt wird.
[0018] Erfindungsgemäß weist die Dosiervorrichtung, insbesondere in einer axialen Richtung
des Dosierelements gesehen, eine Mehrzahl von nebeneinander angeordneten Nockenreihen
auf, während die Reinigungseinrichtung mehrere nebeneinander angeordnete, und vorzugsweise
zueinander beabstandete, Reinigungselemente umfasst.
[0019] Erfindungsgemäß sind die Reinigungselemente an einem, insbesondere gemeinsamen, Halteelement
angeordnet und jeweils zumindest einer Nockenreihe zugeordnet. Das Halteelement bildet
somit bevorzugt die Basis für eine Mehrzahl an Reinigungselementen, die jeweils zumindest
einer Nockenreihe oder alternativ zwei zueinander benachbarten Nockenreihen zugeordnet
sind. Besonders bevorzugt ist eine Reinigungseinrichtung mit zumidnest zwei gemeinsam
an einem Halteelement angeordneten Reinigungselementen. Diese Ausführungsform schafft
einen noch weiter reduzierten Platzbedarf und/oder eine verbesserte Handhabung der
Reinigungseinrichtung.
[0020] Bei der erfindungsgemäßen Dosiervorrichtung sind zueinander benachbarte Reinigungselemente,
in einer Umfangsrichtung bzw. Drehrichtung des Dosierelementes gesehen, versetzt zueinander
angeordnet. Die Reinigungselemente sind hierbei bevorzugt zumindest teilweise unterschiedlich
zur Drehachse des Dosierelements beabstandet. Besonders bevorzugt ist zumindest ein
erstes Reinigungselement auf einer ersten Höhenlage und zumindest ein zweites oder
weiteres Reinigungselement auf einer zweiten Höhenlage zur Drehachse angeordnet. Alternativ
oder zusätzlich kann auch zumindest ein erstes Reinigungselement in einem ersten Winkel
in das wenigstens eine Dosierelement eingreifen und zumindest ein zweites Reinigungselement
in einem anderen Winkel, um die Drehachse des zumindest einen Dosierelements, eingreifen.
Mittels einer derartigen Ausführungsform wird ein Verstopfen und/oder Verkeilen von
Verschmutzungen und/oder granularem Material, zwischen benachbarten Reinigungselementen,
zumindest nahezu ausgeschlossen.
[0021] Darüber hinaus ist eine Dosiervorrichtung bevorzugt, die zumindest ein erstes Dosierelement
mit höherer Teilung der wenigstens einen Nockenreihe und zumindest ein zweites Dosierelement
mit geringerer Teilung der wenigstens einen Nockenreihe aufweist. Eine derartige Dosiervorrichtung
ist insbesondere dazu geeignet, granulares Material unterschiedlicher Größen und/oder
Arten zu dosieren. Vorzugsweise ist dabei das erste Dosierelement nach Art eines Feindosierrads,
insbesondere für besonders kleines granulares Material bzw. Mikrogranulat, und das
zweite Dosierelement nach Art eines Grobdosierrads, insbesondere für verhältnismäßig
großes granulares Material, ausgebildet. Ferner ist dabei dem ersten Dosierelement
wenigstens ein Reinigungselement auf einer ersten Höhenlage zugeordnet, während dem
zweiten Dosierelement wenigstens ein Reinigungselement auf einer zweiten Höhenlage
zugeordnet ist.
[0022] Darüber hinaus umfasst die Dosiervorrichtung vorzugsweise zumindest eine Umhausung
bzw. ein Gehäuse, innerhalb der das wenigstens eine Dosierelement und/oder die wenigstens
eine Reinigungseinrichtung angeordnet ist. Alternativ oder zusätzlich kann der Dosiervorrichtung,
insbesondere dem Dosierelement, wenigstens eine Abdeckung zugeordnet sein, mittels
der die Dosiervorrichtung, insbesondere das Dosierelement, während der Ausbringung
zumindest teilweise abdeckbar ist.
[0023] In einer weiteren Weiterbildung der erfindungsgemäßen Dosiervorrichtung ist die zumindest
eine Reinigungseinrichtung an der Abdeckung angeordnet und/oder anbringbar. Vorzugsweise
weist die Abdeckung hierbei zumindest ein der Reinigungseinrichtung zugeordnetes Haltemittel
auf, mittels dem die Reinigungseinrichtung mit der Abdeckung verbindbar ist. Bei einer
alternativen oder zusätzlichen Ausführungsform ist das wenigstens eine Haltemittel
an der Umhausung bzw. dem Gehäuse der Dosiervorrichtung angeordnet. Diese Ausführungsform
erlaubt eine besonders einfache Zugänglichkeit der Reinigungseinrichtung.
[0024] Darüber hinaus ist eine erfindungsgemäße Dosiervorrichtung bevorzugt, bei der die
zumindest eine Abdeckung, insbesondere schwenkbar, zwischen einer geschlossenen und
einer geöffneten Stellung verbringbar ist, wobei die wenigstens eine Reinigungseinrichtung
in einer geöffneten Stellung der Abdeckung, vorzugsweise werkzeuglos, mittels Form-
und/oder Kraftschluss, insbesondere Reibschluss, mit der Abdeckung verbindbar ist.
Während einer verschwenkten bzw. geöffneten Betriebsposition der Abdeckung, ist die
Reinigungseinrichtung vorzugsweise in das wenigstens eine dazu korrespondierende Haltemittel
der Abdeckung einschiebbar. Bei einer derartigen Ausführungsform ist die Zugänglichkeit
und/oder die Montage der Reinigungseinrichtung noch weiter verbessert.
[0025] Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird ebenso mit einer landwirtschaftlichen
Verteilmaschine, insbesondere Sämaschine, zum Ausbringen von granularem Material,
insbesondere Saatgut und/oder Dünger, mit zumindest einer Dosiervorrichtung gelöst,
wobei die Dosiervorrichtung nach zumindest einer der vorgenannten erfindungsgemäßen
Ausführungsformen ausgebildet ist. Hinsichtlich der Vorteile und Modifikationen der
erfindungsgemäßen Verteilmaschine wird zunächst auf die Vorteile und Modifikationen
der erfindungsgemäßen Dosiervorrichtung verwiesen.
[0026] Weitere Einzelheiten der Erfindung sind der Beispielsbeschreibung und den Zeichnungen
zu entnehmen. Die Zeichnungen zeigen
- Fig.1
- eine beispielhafte als Sämaschine ausgebildete landwirtschaftliche Verteilmaschine
in perspektivischer Ansicht von hinten;
- Fig.2
- mehrere erfindungsgemäße Dosiervorrichtungen innerhalb der Verteilmaschine in perspektivischer
Ansicht;
- Fig.3
- eine erfindungsgemäße Dosiervorrichtung in einer Seitenansicht und in Schnittdarstellung;
- Fig.4
- die Dosiervorrichtung aus Fig.3 in einer perspektivischen Ansicht von hinten;
- Fig.5
- eine erfindungsgemäße Reinigungseinrichtung in vergrößerter Perspektivansicht;
- Fig.6A
- die Reinigungseinrichtung aus Fig.5 im verbauten Zustand und linksseitiger Auslenkung
eines Reinigungselements;
- Fig.6B
- die Reinigungseinrichtung aus Fig.6A ohne seitlicher Auslenkung des Reinigungselements;
- Fig.6C
- die Reinigungseinrichtung aus Fig.6A mit rechtsseitiger Auslenkung des Reinigungselements;
- Fig.7A
- die Dosiervorrichtung mit einer verschwenkten bzw. geöffneten Abdeckung in Seitenansicht;
und
- Fig.7B
- die Dosiervorrichtung aus der Fig.7A mit geschlossener Abdeckung.
[0027] Eine landwirtschaftliche Verteilmaschine 10 zum Ausbringen von granularem Material
M, insbesondere Saatgut und/oder Dünger, auf einer landwirtschaftlichen Nutzfläche
ist in der Fig.1 gezeigt. Die Verteilmaschine 10 ist beispielhaft nach Art einer getragenen
und mechanischen Sämaschine ausgebildet. Alternativ hierzu kann die gezeigte Verteilmaschine
10 auch nach Art einer gezogenen, pneumatischen und/oder einer Einzelkorn-Sämaschine
ausgebildet sein. Die Verteilmaschine 10 umfasst hierbei einen Vorratsbehälter 11
zur Bevorratung des zu verteilenden und/oder granularen Materials M. Unterhalb des
Vorratsbehälters 11 sind zum Ablegen des granularen Materials M eine Walzeneinheit
12 und eine Mehrzahl von Ausbringorganen 13, insbesondere Scheibenscharen und/oder
Andruckrollen, angeordnet, denen das granulare Material M bedarfsgerecht zubringbar
ist.
[0028] Um das granulare Material M den jeweiligen Ausbringorganen 13 bedarfsgerecht aus
dem Vorratsbehälter 11 zuzubringen, umfasst die Verteilmaschine 10 über eine Mehrzahl
von Dosiervorrichtungen 20, die in diesem Ausführungsbeispiel hinter einer gemeinsamen
und/oder abnehmbaren Klappe 14 der Verteilmaschine 10 angeordnet sind.
[0029] Die Dosiervorrichtungen 20 sind bei geöffneter Klappe 14 in einer vergrößerten Ansicht
in der Fig.2 gezeigt. Es ist zu sehen, dass die Dosiervorrichtungen 20 am Vorratsbehälter
11, insbesondere an einem trichterförmigen Auslaufbereich des Vorratsbehälters 11,
angeordnet sind und der Bauraum in diesem Bereich unter anderem durch eine Mehrzahl
von Zahnrädern 150 und eine zugeordnete Vorgelegewelle 15 besonders eingeschränkt
ist. Die Dosiervorrichtungen 20 umfassen hierbei hinter einer Umhausung 21, insbesondere
einer verschwenkbaren Abdeckung 210, jeweils zumindest ein um eine Drehachse D rotatorisch
antreibbares Dosierelement 22.
[0030] Eine erfindungsgemäße Dosiervorrichtung 20 ist in einer seitlichen Schnittansicht
in der Fig.3 zu sehen. Das granulare Material M wird dabei auf einer dem Vorratsbehälter
11 zugewandten Seite der Dosiervorrichtung 20, über eine einstellbare Auslauföffnung
110, dem zumindest einen Dosierelement 22 bereitgestellt. Das zumindest eine Dosierelement
22 ist hierbei nach Art eines Dosierrads mit zumindest einer Nockenreihe 220 ausgebildet.
Alternativ zur gezeigten Ausführungsform kann das zumindest eine Dosierelement 22
auch nach Art einer Dosierwalze und/oder-trommel mit zumindest einer, vorzugsweise
mehreren nebeneinander und/oder alternierenden, Nockenreihen 220 ausgebildet sein.
Das Dosierelement 22 ist mittels der zumindest einen Nockenreihe 220 dazu eingerichtet,
das aus dem Vorratsbehälter 11 zubringbare Material M zumindest teilweise in einer
Drehrichtung R zu fördern und in einstellbaren Mengen und in Richtung der Ausbringorgane
13, insbesondere über eine nachgeordnete Förderleitung 16, auszugeben.
[0031] Für eine besonders hohe Betriebssicherheit der Dosiervorrichtung 20 ist dem zumindest
einen Dosierelement 22 wenigstens eine Reinigungseinrichtung 30 zugeordnet, welche
dazu eingerichtet ist, am Dosierelement 22, insbesondere der Nockenreihe 220, anhaftende
Verschmutzungen und/oder Agglomerationen vom granularen Material M zumindest teilweise
zu lösen und so das Dosierelement 22, insbesondere die Nockenreihe 220, zumindest
teilweise zu reinigen.
[0032] Die Fig.4 zeigt eine erfindungsgemäße Reinigungseinrichtung 30 in perspektivischer
Ansicht von hinten. Die Reinigungseinrichtung 30 ist hierbei einem ersten Dosierelement
22A, insbesondere mit kleiner Teilung der zumindest einen Nockenreihe 220, und einem
zweiten Dosierelement 22B, insbesondere mit großer Teilung der zumindest einen Nockenreihe
220, zugeordnet. Das erste und zweite Dosierelement 22A, 22B weisen hierbei jeweils
eine Mehrzahl von versetzt nebeneinander angeordneten Nockenreihen 220 auf, wobei
das erste Dosierelement 22A nach Art eines Feindosierrads, insbesondere für Mikrogranulat,
und das zweite Dosierelement 22B nach Art eines Grobdosierrads, insbesondere für größeres
Material M, ausgeführt ist. Daneben umfasst die Reinigungseinrichtung 30 wenigstens
ein, insbesondere elastisches und/oder stiftartiges, Reinigungselement 31, das in
zumindest eine jeweilige zugeordnete Nockenreihe 220 eingreift und somit dazu eingerichtet
ist, das Dosierelement 22, insbesondere die Nockenreihe 220, zumindest teilweise abzustreifen
und/oder zu reinigen. Das wenigstens eine Reinigungselement 31 ist hierbei an wenigstens
einem Halteelement 32 angeordnet.
[0033] Die erfindungsgemäße Reinigungseinrichtung 30 ist in einer weiteren Ansicht, insbesondere
in Einzelansicht, in der Fig.5 besonders gut zu sehen. Die Reinigungseinrichtung 30
umfasst hierbei mehrere zueinander beabstandete Reinigungselemente 31, die gemeinsam
an dem Halteelement 32 angeordnet, insbesondere jeweils bolzenartig angeformt, sind.
Die Reinigungselemente 31 sind des Weiteren zumindest im Wesentlichen senkrecht zum
Halteelement 32 ausgerichtet, wobei alternativ auch eine leichte Neigung von bis zu
45 Grad gegenüber einer senkrechten Ausrichtung denkbar ist. Darüber hinaus ist zu
sehen, dass die, insbesondere zueinander benachbarten, Reinigungselemente 31 zumindest
teilweise zueinander versetzt sind. Der Querschnitt der Reinigungselemente 31 ist
wenigstens abschnittsweise rund und/oder oval ausgebildet. Die Reinigungseinrichtung
30 ist ferner einteilig ausgebildet, wobei die Reinigungselemente 31 und das Halteelement
32 zumindest nahezu aus dem gleichen, insbesondere elastomeren und/oder thermoplastischen
(TPU), Kunststoffmaterial ausgebildet sind. Das Halteelement 32 weist eine zumindest
im Wesentlichen flache und/oder scheibenförmige Form auf und erstreckt sich mit einer
verhältnismäßig geringen Dicke bzw. Länge in Richtung des Dosierelements 22.
[0034] Eine erfindungsgemäße Anordnung und Funktionsweise der Reinigungseinrichtung 30,
insbesondere der Reinigungselemente 31, ist in den Fig.6A bis 6C zu sehen. Hierbei
ist das erste Reinigungselement 31A, insbesondere auf der Position links außen, zu
betrachten. Das Reinigungselement 31A ist dabei, insbesondere mittig, zwischen zwei
benachbarten Nockenreihen 220 des ersten Dosierelements 22A angeordnet. Das Reinigungselement
31A ist, insbesondere infolge einer Drehbewegung des Dosierelements 22A, dazu eingerichtet,
eine zumindest stirnseitig abwechselnde Bewegung zwischen den beiden Nockenreihen
220 des ersten Dosierelements 22A auszuführen. Das Reinigungselement 31A bewegt sich
hierzu, insbesondere in axialer Richtung des Dosierelements 22 gesehen, vor und zurück
entlang mehrerer an den jeweiligen Nockenreihen 220 angeordneter Nockenvorsprünge
221. in der Fig.6A greift das Reinigungselement 31 zumindest stirnseitig in eine linke
Nockenreihe 220 des ersten Dosierelementes 22A ein. Infolge einer Drehung in Drehrichtung
R des Dosierelements 22, wird das Reinigungselement 31A von dem dazu zugeordneten
Nockenvorsprung 221 zur Mitte hin und/oder in Richtung der benachbarten Nockenreihe
220 verschoben, wie in Fig.6B zu sehen ist. Nach weiterer Drehung des Dosierelements
22 wird das Reinigungselement 31 zumindest nahezu vollständig in die benachbarte bzw.
rechte Nockenreihe 220 verschoben, wie in Fig.6C zu sehen ist. Bei weiterer Drehung
des Dosierelements 22A wird das Reinigungselement 31 in umgekehrter Richtung wieder
zurück verschoben. Dieser Vorgang bzw. diese Funktionsweise wird fortlaufend während
der Drehung des Dosierelements 22 ausgeführt. Mögliche Anhaftungen in Form von Verschmutzungen
und/oder granularem Material M innerhalb der Nockenreihen 220, werden so mittels des
ersten Reinigungselements 31A zumindest im Wesentlichen seitlich herausgedrückt.
[0035] Eine alternativ bzw. anderen Funktionsweise ist bei den benachbarten, insbesondere
zweiten, Reinigungselementen 31B zu sehen. Die beiden Reinigungselemente 31B sind
in Drehrichtung R bzw. Umfangsrichtung des Dosierelements 22 in einem Winkel und/oder
in der Höhe versetzt zum Reinigungselement 31A des ersten Dosierelements 22A angeordnet.
Darüber hinaus sind die beiden Reinigungselemente 31B jeweils mittig zur jeweiligen
zugeordneten Nockenreihe 220 des zweiten Dosierelements 22B angeordnet. Die beiden,
insbesondere zweiten, Reinigungselemente 31B werden während der Drehung des zumindest
einen Dosierelements 22 zumindest nahezu ausschließlich in einer vertikalen Richtung
zur Drehachse D bewegt und/oder verformt.
[0036] Die Reinigungseinrichtung 31 ist, wie in der Fig.7A und 7B näher gezeigt, an der
Abdeckung 210 der Dosiervorrichtung 20 angeordnet und/oder anbringbar. Zur verbesserten
Zugänglichkeit der Reinigungseinrichtung 30, ist die Abdeckung 210 schwenkbar ausgebildet.
Die Fig.7A zeigt die Abdeckung 210 in geöffneter Stellung und die Reinigungseinrichtung
30 in einer außer Betriebsposition. Die Fig.7B zeigt die Abdeckung 210 in geschlossener
Stellung und die Reinigungseinrichtung 30 somit in einer eingreifenden Betriebsposition.
Die Reinigungseinrichtung 30 ist während der geöffneten Stellung mit zumindest einem
an der Abdeckung 210 angeordneten, in den Figuren jedoch nicht gezeigten, Haltemittel
verbindbar und/oder von diesem lösbar. Hierzu wird die Reinigungseinrichtung 30, insbesondere
das Halteelement 32, zur Montage in das zumindest eine Haltemittel geschoben. Nach
dem Einschieben wird die Reinigungseinrichtung 30, insbesondere das Halteelement 32,
im Wesentlichen mittels Kraft- und/oder Reibschluss an der Abdeckung 210 gehalten
und/oder verbracht. In geschlossener Stellung ist die Reinigungseinrichtung 30, insbesondere
das Halteelement 32 seitlich, zumindest nahezu vollständig umschlossen, wodurch die
Reinigungseinrichtung 30, insbesondere das Halteelement 32, form- und/oder kraftschlüssig
mit der Abdeckung, insbesondere der Dosiervorrichtung 20 und/oder der Umhausung 21,
verbunden ist.
[0037] Es versteht sich, dass in den zuvor beschriebenen Ausführungsbeispielen genannte
Merkmale nicht auf diese speziellen Kombinationen beschränkt und auch in beliebigen
anderen Kombinationen möglich sind. Weiterhin versteht es sich, dass in den Figuren
gezeigte Geometrien nur beispielhaft sind und auch in beliebigen anderen Ausgestaltungen
möglich sind.
Bezugszeichenliste
[0038]
- 10
- Verteilmaschine
- 11
- Vorratsbehälter
- 110
- Auslauföffnung
- 12
- Walzeneinheit
- 13
- Ausbringorgane
- 14
- Klappe
- 15
- Vorgelegewelle
- 150
- Zahnrad
- 16
- Förderleitung
- 20
- Dosiervorrichtung
- 21
- Umhausung, Gehäuse
- 210
- Abdeckung
- 22
- Dosierelement, Dosierrad
- 22A
- erstes Dosierelement, Feindosierrad
- 22B
- zweites Dosierelement, Grobdosierrad
- 220
- Nockenreihe
- 221
- Nockenvorsprung
- 30
- Reinigungseinrichtung
- 31
- Reinigungselement
- 31A
- erstes Reinigungselement
- 31B
- zweites Reinigungselement
- 32
- Halteelement
- D
- Drehachse
- M
- granulares Material
- R
- Drehrichtung
1. Dosiervorrichtung (20) einer landwirtschaftlichen Verteilmaschine (10), insbesondere
Sämaschine, zum Ausbringen von granularem Material (M), insbesondere Saatgut und/oder
Dünger, umfassend,
- zumindest ein um eine Drehachse (D) rotatorisch antreibbares, insbesondere nach
Art einer Dosierwalze und/oder eines Dosierrads ausgebildetes, Dosierelement (22),
welches mehrere, insbesondere alternierend, nebeneinander angeordnete, Nockenreihen
(220) aufweist, und
- zumindest eine dem Dosierelement (22) zugeordnete Reinigungseinrichtung (30) mit
mehreren, nebeneinander angeordneten , insbesondere elastischen und/oder stiftartigen,
Reinigungselementen (31) und wenigstens einem Halteelement (32), wobei die Reinigungselemente
(31) am, insbesondere gemeinsamen, Halteelement (32) und in die Nockenreihen (220)
eingreifend angeordnet sind, und wobei die Reinigungselemente (31) jeweils zumindest
einer Nockenreihe (220) zugeordnet und dazu eingerichtet sind, wenigstens eine Nockenreihe
(220) zumindest teilweise abzustreifen und/oder zu reinigen, wobei die Reinigungselemente
(31) zumindest im Wesentlichen senkrecht am Halteelement (32) angeordnet sind,
dadurch gekennzeichnet, dass
zueinander benachbarte Reinigungselemente (31), in einer Umfangsrichtung des Dosierelements
(22) gesehen, versetzt zueinander angeordnet sind, und dass das Halteelement (32)
eine zumindest im Wesentlichen flache und/oder scheibenförmige Form aufweist.
2. Dosiervorrichtung (20) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigungseinrichtung (30) einteilig ausgebildet ist; und dass die Reinigungselemente
(31) am Haltelement angeformt sind.
3. Dosiervorrichtung (20) nach zumindest einem der vorgenannten Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigungselemente (31) wenigstens abschnittsweise einen zumindest im Wesentlichen
runden oder ovalen Querschnitt aufweisen.
4. Dosiervorrichtung (20) nach zumindest einem der vorgenannten Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigungselemente (31) in axialer Richtung gesehen, vorzugsweise mittig, zwischen
zwei Nockenreihen (220) angeordnet sind und dazu eingerichtet sind, zumindest stirnseitig
abwechselnd in die Nockenreihen (220) einzugreifen.
5. Dosiervorrichtung (20) nach zumindest einem der vorgenannten Ansprüche 1 bis 4, mit
zumindest einer der Dosiervorrichtung (20), insbesondere dem wenigstens einen Dosierelement
(22), zugeordneten Abdeckung (210), dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Reinigungseinrichtung (30) an der Abdeckung (210) angeordnet und/oder
anbringbar ist.
6. Dosiervorrichtung (20) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Abdeckung (210), insbesondere schwenkbar, zwischen einer geschlossenen
und einer geöffneten Stellung verbringbar ist, wobei die wenigstens eine Reinigungseinrichtung
(30) in einer geöffneten Stellung der Abdeckung (210) mittels Form- und/oder Kraftschluss,
insbesondere Reibschluss, mit der Abdeckung (210) verbindbar ist.
7. Landwirtschaftliche Verteilmaschine (10), insbesondere Sämaschine, zum Ausbringen
von granularem Material (M), insbesondere Saatgut und/oder Dünger, mit zumindest einer
Dosiervorrichtung (20), dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Dosiervorrichtung (20) nach zumindest einem der vorgenannten Ansprüche
1 bis 6 ausgebildet ist.
1. Dosing device (20) of an agricultural distribution machine (10),
in particular a seed drill, for spreading granular material (M), in particular seed
and/or fertilizer, comprising,
- at least one dosing element (22) which can be driven in rotation about an axis of
rotation (D) and is designed in particular in the manner of a dosing roller and/or
a dosing wheel, which element has a plurality of cam rows (220) arranged next to one
another, in particular in an alternating manner, and
- at least one cleaning apparatus (30) associated with the dosing element (22) and
comprising a plurality of in particular resilient
and/or pin-like cleaning elements (31) arranged next to one another, and at least
one holding element (32), the cleaning elements (31) being arranged on the in particular
common holding element (32) so as to engage in the cam rows (220), and the cleaning
elements (31) each being associated with at least one cam row (220) and being designed
to at least partially strip and/or clean at least one cam row (220), the cleaning
elements (31) being arranged at least substantially perpendicularly on the holding
element (32),
characterized in that
mutually adjacent cleaning elements (31), viewed in a circumferential direction of
the dosing element (22), are arranged so as to be offset from one another, and in that the holding element (32) has an at least substantially flat and/or disc-shaped form.
2. Dosing device (20) according to claim 1, characterized in that the cleaning apparatus (30) is formed in one piece; and in that the cleaning elements (31) are molded onto the holding element.
3. Dosing device (20) according to at least one of the preceding claims 1 and 2, characterized in that the cleaning elements (31) have, at least in portions, an at least substantially
round or oval cross-section.
4. Dosing device (20) according to at least one of the preceding claims 1 to 3, characterized in that the cleaning elements (31), viewed in the axial direction, are preferably arranged
centrally between two cam rows (220) and are designed
to engage alternately in the cam rows (220) at least on the end face.
5. Dosing device (20) according to at least one of the preceding claims 1 to 4, comprising
at least one cover (210) associated with the dosing device (20), in particular the
at least one dosing element (22), characterized in that the at least one cleaning apparatus (30) is arranged on and/or is attachable to the
cover (210).
6. Dosing device (20) according to claim 5, characterized in that the at least one cover (210) can be moved, in particular pivotably, between a closed
and an open position, it being possible to connect the at least one cleaning apparatus
(30) to the cover (210) in an open position of the cover (210) by means of positive
and/or non-positive locking, in particular frictional locking.
7. Agricultural distribution machine (10), in particular a seed drill, for spreading
granular material (M), in particular seed and/or fertilizer, comprising at least one
dosing device (20), characterized in that the at least one dosing device (20) is designed according to at least one of the
preceding claims 1 to 6.
1. Dispositif de dosage (20) d'une épandeuse agricole (10),
en particulier un semoir, destiné à épandre de la matière granulaire (M), en particulier
des semences et/ou des engrais, comprenant
- au moins un élément de dosage (22) pouvant être entraîné en rotation autour d'un
axe de rotation (D), réalisé en particulier à la manière d'un cylindre de dosage et/ou
d'une roue de dosage, qui présente plusieurs rangées de cames (220), en particulier
agencées en alternance les unes à côté des autres, et
- au moins un système de nettoyage (30) associé à l'élément de dosage (22), comportant
plusieurs éléments de nettoyage (31) agencés les uns à côté des autres, en particulier
élastiques et/ou en forme de broche, et au moins un élément de maintien (32), les
éléments de nettoyage (31) étant agencés sur l'élément de maintien (32), en particulier
commun, et de manière à venir en prise dans les rangées de cames (220) et les éléments
de nettoyage (31) étant associés respectivement à au moins une rangée de cames (220)
et étant conçus pour racler et/ou nettoyer au moins partiellement au moins une rangée
de cames (220), les éléments de nettoyage (31) étant agencés au moins sensiblement
verticalement sur l'élément de maintien (32),
caractérisé en ce que
des éléments de nettoyage (31) voisins les uns des autres, vus dans une direction
périphérique de l'élément de dosage (22), sont agencés de manière décalée les uns
par rapport aux autres et en ce que l'élément de maintien (32) présente une forme au moins sensiblement plate et/ou en
forme de disque.
2. Dispositif de dosage (20) selon la revendication 1,
caractérisé en ce que le système de nettoyage (30) est réalisé d'une seule pièce ; et en ce que les éléments de nettoyage (31) sont formés sur l'élément de maintien.
3. Dispositif de dosage (20) selon au moins l'une des revendications 1 et 2 susmentionnées,
caractérisé en ce que les éléments de nettoyage (31) présentent au moins par sections une section transversale
au moins sensiblement ronde ou ovale.
4. Dispositif de dosage (20) selon au moins l'une des revendications 1 à 3 susmentionnées,
caractérisé en ce que les éléments de nettoyage (31) sont agencés, vus dans la direction axiale, de préférence
au milieu entre deux rangées de cames (220) et sont conçus pour venir en prise au
moins frontalement en alternance dans les rangées de cames (220).
5. Dispositif de dosage (20) selon au moins l'une des revendications 1 à 4 susmentionnées,
comportant au moins un recouvrement (210) associé au dispositif de dosage (20), en
particulier à l'au moins un élément de dosage (22), caractérisé en ce que l'au moins un système de nettoyage (30) est agencé et/ou peut être monté sur le recouvrement
(210).
6. Dispositif de dosage (20) selon la revendication 5, caractérisé en ce que l'au moins un recouvrement (210) peut être déplacé, en particulier de manière pivotante,
entre une position fermée et une position ouverte, l'au moins un système de nettoyage
(30) pouvant être relié au recouvrement (210) dans une position ouverte du recouvrement
(210) au moyen d'une liaison par complémentarité de forme et/ou à force, en particulier
d'une liaison par friction.
7. Épandeuse agricole (10), en particulier semoir, destinée à épandre de la matière granulaire
(M), en particulier des semences et/ou des engrais, comportant au moins un dispositif
de dosage (20), caractérisée en ce que l'au moins un dispositif de dosage (20) est réalisé selon au moins l'une des revendications
1 à 6 susmentionnées.