[0001] Die Erfindung betrifft einen Brenner für ein Heizgerät, das mit unterschiedlichen
Brenngasen, darunter auch Wasserstoff und/oder ein wasserstoffhaltiges Brenngas, betreibbar
ist, und Anordnungen eines solchen Brenners in einem Verbrennungsraum des Heizgerätes.
[0002] Wasserstoff als Brenngas oder als Beimischung zu Brenngasen wird immer wichtiger,
und es werden große Anstrengen unternommen, neue oder auch existierende Heizgeräte
für einen Betrieb damit zu ertüchtigen. Dabei geht es nicht nur um große Anlagen,
sondern auch um Wandgeräte zur Erwärmung von Wasser und generell um Heizgeräte für
die Beheizung von Gebäuden und/oder die Bereitstellung von warmem Wasser. Gasheizgeräte
sind langlebige Konsumgüter und sollten über ihre Einsatzdauer auf unterschiedliche
Gasqualitäten und zukünftig auch von einer Methan- auf eine Wasserstoffverbrennung
eingestellt oder umgestellt werden können.
[0003] Topfförmige (meist zylindrische) Brenner sind bei Heizgeräten weithin bekannt. Ein
solcher Brenner ist an einer Brennertür montiert, die in eine Verbrennungskammer mit
umliegendem Wärmetauscher eingebaut ist. Ein vorgemischtes, brennbares Brenngas-Luft-Gemisch
strömt durch die Brennertür in den Brenner. Durch Löcher mit einem vorgebbaren Lochbild
in einem (zylindrischen) Mantel-Bereich des Brenners strömt das Brenngas weiter in
den Verbrennungsraum, wo es gezündet wird und verbrennt. Das Lochbild ist so gestaltet,
dass die Ausströmgeschwindigkeit des Brenngas-Luft-Gemisches in den Verbrennungsraum
auf die jeweilige (vom Brenngas abhängige) Flammgeschwindigkeit abgestimmt ist. Darüber
hinaus ist es wichtig, dass die Flamme mit einem gewissen Abstand zu einer Oberfläche
eines Brennerkörpers brennt, um dessen Temperatur niedrig zu halten. Dies ist über
einen gesamten Modulationsbereich (Bereich unterschiedlicher einstellbarer Leistung)
des Heizgerätes anzustreben. Die Temperatur des Brennerkörpers darf in keinem Fall
die Zündtemperatur des Brenngas-Luft-Gemisches erreichen, um ein Rückzünden innerhalb
des Brenners (Flammenrückschlag in einen Innenraum des Brennerkörpers) zu verhindern.
[0004] Wasserstoff unterscheidet sich bei seiner Verbrennung in mehreren Punkten von bisher
verwendeten Brenngasen, insbesondere ist eine Wasserstofflamme für das menschliche
Auge fast unsichtbar (strahlt aber im ultravioletten Spektralbereich), strahlt weniger
Wärme ab als mit kohlenstoffhaltigen Brennstoffen erzeugte Flammen, brennt aber heißer.
Die vorliegende Erfindung soll Heizgeräte besonders auch geeignet machen für eine
Umstellung auf einen Betrieb mit reinem Wasserstoff oder mit Brenngas, das zu mehr
als 50%, insbesondere mehr als 97% aus Wasserstoff besteht.
[0005] Bei der Konstruktion von Brennerkörpern und deren Anordnung in einem Verbrennungsraum
wurde bisher hauptsächlich auf eine einfache und kostengünstige Herstellung und Montage
geachtet, wobei im Wesentlichen das Lochbild und die Dimensionen des Brennerkörpers
sowie Betriebsparameter des Heizgerätes im Zentrum der Überlegungen standen. Die Anforderungen
bei Verwendung unterschiedlicher Brenngase sind damit aber schwer zu erfüllen. Die
Kühlung des Brennerkörpers erfolgt dabei zum einen über Wärmeleitung an angrenzende
Komponenten eines Geräteumfeldes, führt damit aber zu Energieverlust. Zum anderen
nimmt das ausströmende Brenngas-Luft-Gemisch Wärme auf und führt sie in den Verbrennungsraum
ab. Die Konzentration einer aktiv zur Verbrennung dienenden Fläche auf einer zylindrischen
Brenneroberfläche führt dabei eher zu höheren Temperaturen. Diese sind bei einer weiten
Verteilung auf einer großen Fläche (eines größer dimensionierten Brennerkörpers) zwar
niedriger, aber mit dem Nachteil, dass das Volumen des Brenngas-Luft- Gemisches im
Innenraum des Brennerkörpers deutlich größer wird, was zu einem größeren Detonationspotential
bei einem Flammenrückschlag und einem trägeren Verhalten beim Druckaufbau beim Brennerstart
führt.
[0006] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die mit Bezug auf den Stand der Technik
geschilderten Probleme wenigstens teilweise zu lösen und insbesondere einen Brenner
zu schaffen und so in einem Verbrennungsraum anzuordnen, dass zusätzliche Möglichkeiten
der Kühlung des Brennerkörpers und seines Umfeldes genutzt werden können.
[0007] Zur Lösung dieser Aufgabe dient ein Brenner gemäß dem unabhängigen Anspruch. Vorteilhafte
Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung und eine entsprechende Anordnung
solcher Brenner sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben. Die Beschreibung, insbesondere
im Zusammenhang mit der Zeichnung, veranschaulicht die Erfindung und gibt weitere
Ausführungsbeispiele an.
[0008] Hierzu trägt ein Brenner für ein Heizgerät bei mit einem Brennerkörper, der eine
Innenoberfläche hin zu einem Innenraum und eine Außenoberfläche hin zu einem Verbrennungsraum
aufweist, mit einer Vielzahl von Löchern, durch die ein Brenngas-Luft-Gemisch aus
dem Innenraum des Brennerkörpers in den Verbrennungsraum strömen kann, wobei der Brennerkörper
an der Innenoberfläche und/oder der Außenoberfläche Strukturen zum Transport von Wärme
und/oder zur Abschirmung von Wärme aufweist. Ein Brennerkörper wird von außen hauptsächlich
durch Strahlung (und manchmal Konvektion) aufgeheizt, während in seinem Innenraum
relativ kaltes Brenngas-Luft-Gemisch strömt. Ein wichtiger Aspekt des vorliegenden
Konzeptes ist es, das Brenngas-Luft-Gemisch stärker zur Kühlung des Brennerkörpers
zu nutzen als bei Brennern nach dem Stand der Technik. Dazu ist der Brennerkörper
mit Strukturen versehen, die Wärme ableiten können. Das Konzept ist auch nützlich
bei nach außen gerichteten, hervorstehenden Strukturen, mit denen eine gewünschte
Ableitung von Wärme und/oder eine Abschirmung von Bauteilen erreicht werden können.
Statt sehr einfach geformter Brennerkörper werden hier etwas komplexer aufgebaute
Körper verwendet, wodurch aber einige der oben beschriebenen Probleme gelöst werden
können. Bevorzugt ist eine Vielzahl derartiger lokaler Strukturen auf der Fläche des
Brennerkörpers vorgesehen, wobei diese ggf. ein übergeordnetes Muster und/oder eine
regelmäßige Verteilung aufweist.
[0009] Bevorzugt ragen die Strukturen in den Innenraum des Brennerkörpers und sind ausgelegt,
Wärme von dem Brennerkörper zu dem in dem Innenraum strömenden Brenngas-Luft-Gemisch
zu transportieren. Die auf das Gemisch übertragene Wärme ist nicht verloren, sondern
gelangt in den Verbrennungsraum und kann dort zusammen mit bei der Verbrennung entstehender
Wärme genutzt werden. Trotzdem bleibt die Brennertemperatur niedriger als nach dem
Stand der Technik.
[0010] Insbesondere vergrößern die Strukturen eine Innenoberfläche des Brennerkörpers, die
mit dem Brenngas-Luft-Gemisch in wärmeübertragendem Kontakt ist.
[0011] Gemäß besonderen Ausführungsformen sind die Strukturen, dom-, rippen-, lamellen-,
tannenbaum- und/oder antennenförmig. Jede Form, die zu einer größeren Wärmeübertragung
auf das Brennstoff-Luft-Gemisch führt, ist vorteilhaft, so dass eine fertigungstechnisch
geeignete und kostengünstige Lösung je nach Anforderungen gewählt werden kann. Die
Anordnung der Löcher (Lochbild) im Brennerkörper sollte dann so sein, dass die Strukturen
das Ausströmen des Gemisches nicht behindern, die Umgebung der Löcher aber gut gekühlt
wird. Dies kann durch geprägte oder angeformte Strukturen oder durch anderweitig angebrachte
Strukturen erreicht werden.
[0012] Insbesondere wenn durch die bisher beschriebenen Maßnahmen eine gute Kühlung sichergestellt
ist, aber auch unabhängig davon, ist es nützlich, durch Strukturen die Außenoberfläche
den Brennerkörpers zu vergrößern, und zwar in stirnseitigen Bereichen des Brennerkörpers.
Ein Brenner ist typischerweise an einer Brennertür eines Verbrennungsraumes befestigt,
die durch Flammen und deren Wärmestrahlung und Konvektion beim Betrieb des Heizgerätes
aufgeheizt wird, so dass dort Wärme abgeführt werden muss, die im Wesentlichen verloren
geht. Vom Brennerkörper ausgehende Strukturen können einen Teil dieser Wärme abfangen
und ableiten, was diese Verluste verringert. Das gleiche gilt auch für die gegenüberliegende
Stirnseite des Brennerkörpers, wo Verluste an ein Gehäuse auftreten können.
[0013] Besonders günstig ist es daher, wenn die Strukturen scheibenförmig sind und etwa
senkrecht zu einer Längsachse des Brennerkörpers verlaufen. Solche Scheiben schirmen
nicht von Wärmetauscherflächen geschützte Bereiche des Gehäuses ab und verringern
damit die Verluste des Heizgerätes. Besonders günstig kann dies im Zusammenwirken
mit weiteren Strukturen erreicht werden, wie im Folgenden noch beschrieben wird.
[0014] Zur Lösung der Aufgabe dient auch eine Anordnung eines Brenners wie bisher beschrieben,
wobei der Brenner in seiner Dimensionierung und/oder Positionierung in einem Verbrennungsraum
mit Wärmetauscher angeordnet ist, und zwar mit einem vorgegebenen Abstand zum Wärmetauscher
und einer vorgegebenen Ausbrandhöhe von bei einer Verbrennung des Brenngas-Luft-Gemisches
entstehenden Flammen.
[0015] Hierbei wird insbesondere eine Anordnung gewählt, bei der der Abstand und/oder die
Ausbrandhöhe anwendungsorientiert und/oder für einen effizienten Einsatz möglichst
günstig ist.
[0016] Dies bedeutet unter anderem, dass ein Brenner in dem vorliegenden Konzept nicht mehr
danach dimensioniert werden muss, wie seine zulässige Maximaltemperatur eingehalten
werden kann (dadurch wird er eventuell zu groß), sondern so klein gebaut werden kann,
dass in einem kompakten Heizgerät ein optimaler Abstand zu einem umgebenden Wärmetauscher
eingehalten werden kann, wodurch genug Platz für bei der Verbrennung entstehende Flammen
ist (genügende Ausbrandhöhe), damit diese nicht den Wärmetauscher erreichen, sondern
nur die entstehenden Verbrennungsgase dort ihre Wärme abgeben.
[0017] Bei einer besonderen Ausführungsform verlaufen die scheibenförmigen Strukturen parallel
zu weiteren scheibenförmigen Strukturen, die an einem im Verbrennungsraum angeordneten
Wärmetauscher wärmeleitend befestigt sind, wobei insbesondere die scheibenförmigen
Strukturen und die weiteren scheibenförmigen Strukturen sich zumindest in einem Überlappungsbereich
überlappen und mit einer Spaltbreite von 0,1 bis 10 mm [Millimeter] voneinander entfernt
verlaufen. So entsteht einerseits eine praktisch geschlossene Abschirmung für hinter
den Scheiben liegende Teile des Gehäuses, andererseits erlaubt der Überlappungsbereich
eine zusätzliche Wärmeübertragung zwischen den Scheiben (eine Art Labyrinth-Effekt).
Von der wärmeren Scheibe, welches im Allgemeinen die an dem Brennerkörper befestigt
sein wird, wird so Wärme auf die kältere Scheibe (die meist die an dem Wärmetauscher
befestigte sein wird) übertragen. So kann sogar auch Wärme vom Brennerkörper an den
Wärmeübertrager abgeleitet werden.
[0018] Bevorzugt sind die scheibenförmigen Strukturen ausgebildet, Wärme der Flammen um
den Brennerkörper von nicht vom Wärmetauscher geschützten Bereichen eines den Verbrennungsraum
umgebenden Gehäuses abzuschirmen. Dadurch verringern sich die Wärmeverluste nach außen
und es kann zusätzlich Wärme vom Brennerkörper an den Wärmetauscher abgeführt werden.
[0019] Schematische Ausführungsbeispiele der Erfindung, auf die diese jedoch nicht beschränkt
ist, werden nun anhand der Zeichnung näher erläutert. Es stellen dar:
- Fig. 1:
- einen Brennerkörper im Längsschnitt mit domförmigen Strukturen, die in seinen Innenraum
ragen,
- Fig. 2:
- einen Brennerkörper mit außen angeordneten scheibenartigen Strukturen im Längsschnitt,
eingebaut in einen Verbrennungsraum mit Wärmetauscher,
- Fig. 3:
- einen Ausschnitt aus Fig. 2 mit einem Überlappungsbereich von scheibenartigen Strukturen
und
- Fig. 4:
- einen Teil eines Brennerkörpers im Schnitt mit schematisch dargestellten unterschiedlichen
Kühlstrukturen in seinem Innenraum.
[0020] Fig. 1 zeigt schematisch im Längsschnitt einen Brennerkörper 7 eines Brenners 5 für
ein nicht näher dargestelltes Heizgerät 1, welches mit herkömmlichen Brennstoffen,
aber insbesondere auch mit Wasserstoff oder einem wasserstoffhaltigen Brenngas betreibbar
ist. Der Brennerkörper 7 ist an einer sogenannten Brennertür (oder Brennerklappe)
6 befestigt und ragt in einen Verbrennungsraum 2 hinein. Der Brennerkörper 7 hat eine
Länge L und (sofern er zylindrisch ist wie im vorliegenden Ausführungsbeispiel) einen
Durchmesser D und eine Längsachse 9. Eine eingangsseitige Stirnseite 10 und eine ausgangsseitige
Stirnseite 11 tragen einen zylindrischen Mantel mit Löchern 12. Aus diesen Löchern
12 tritt beim Betrieb des Brenners 5 ein Brenngas-Luft-Gemisch G von einem Innenraum
8 des Brennerkörpers 7 in den Verbrennungsraum 2 und wird dort unter Bildung von Flammen
13 verbrannt. Es sei erwähnt, dass bei kleiner Auströmgeschwindigkeit (kleiner Leistung
des Brenners 5) des Gemisches G die Flammen 13 kleiner, aber näher am Brennerkörper
7 sind als bei größerer Ausströmgeschwindigkeit (größerer Leistung), so dass eine
Überhitzung des Brennerkörpers 7 eher bei kleiner Leistung als bei großer Leistung
zu befürchten ist. Eine Außenoberfläche 15 des Brennerkörpers wird nämlich hauptsächlich
durch Strahlung der Flammen 13 aufgeheizt. Um einer Überhitzung entgegenzuwirken,
sind Strukturen 16, 17, 18, 19, 20 (dargestellt in Fig. 1 nur domförmige Strukturen
16) vorhanden, die von einer Innenoberfläche 14 des Brennerkörpers in den Innenraum
8 ragen und dort Wärme an das relativ kalte, dort strömende Brenngas-Luft-Gemisch
G abführen können. Jede Vergrößerung der Innenoberfläche 14, die nicht die außen auftreffende
Strahlungswärme vergrößert, ist dabei nützlich. Es sind unterschiedlichste Kühlstrukturen
geeignet, insbesondere alle von Kühlkörpern im Stand der Technik bekannten Formen.
[0021] Fig. 2 zeigt ebenfalls schematisch und im Längsschnitt einen Brenner 5, eingebaut
in einen Verbrennungsraum 2 mit umgebendem Wärmetauscher 4, beides umgeben von einem
Gehäuse 3. In den Innenraum 8 des Brenners 5 strömt (durch einen großen Pfeil angedeutet)
Brenngas-Luft-Gemisch G und gelangt durch die Löcher 12 in den Verbrennungsraum 2,
wo es unter Bildung von Flammen 13 verbrennt. Die entstehenden heißen Verbrennungsgase
(durch viele kleine Pfeile angedeutet) durchströmen den Wärmetauscher 4, geben dort
einen großen Teil der bei der Verbrennung entstandenen Wärme ab und gelangen dann
als Abgas E zu einem Auslass 26. Für die Effizienz des Heizgerätes 1 ist es wichtig,
einen Abstand A zwischen Brennerkörper 7 und Wärmetauscher 4 geeignet wählen zu können,
insbesondere größer als eine Ausbrandhöhe H, die die Flammen 13 bis zur vollständigen
Verbrennung des Brenngas-Luft-Gemisches G benötigen. Um trotzdem kompakte Heizgeräte
1 bauen zu können, ist es hilfreich, andere (hier nicht dargestellte) Maßnahmen, nämlich
Kühlstrukturen 16, 17, 18, 19, 20, zur Begrenzung der Temperatur des Brennerkörpers
7 einsetzen zu können als nur die Vergrößerung der Länge L und/oder des Durchmessers
D. Bei einem kompakten Aufbau ergibt sich aber noch ein anderes Problem, nämlich die
Aufheizung von nicht durch den Wärmetauscher 4 geschützten Bereichen 25 des Gehäuses
3. Insbesondere handelt es sich dabei um die Brennertür 6 und eine dieser gegenüberliegende
Seite des Gehäuses 3 (beide schraffiert dargestellt). Insbesondere wenn der Brennerkörper
7 durch zusätzliche Maßnahmen gekühlt wird, aber auch unabhängig davon, können scheibenartige
Strukturen 21 außen am Brennerkörper 7 hier Abhilfe schaffen, insbesondere in Verbindung
mit weiteren scheibenartigen Strukturen 22, die am Wärmetauscher 4 befestigt sind.
Solche scheibenartigen Strukturen 21, 22 bewirken einzeln und besonders im Zusammenwirken
eine Abschirmung der nicht geschützten Bereiche 25. Dazu sind die scheibenartigen
Strukturen 21 in stirnseitigen Bereichen 24 des Brennerkörpers 7 im Wesentlichen senkrecht
zur Brennerachse 9 außen am Brennerkörper 7 angebracht. Parallel dazu verlaufen am
Wärmetauscher 4 angebrachte weitere scheibenartige Strukturen 22, und zwar mit einem
kleinen Spalt von beispielsweise 0,1 bis 10 mm Spaltbreite S in einem Überlappungsbereich
23 (auch eine Berührung der Scheiben schadet nicht, solange sie sich bei Wärmedehnungen
frei gegeneinander verschieben können). Wenn die Spaltbreite S so klein ist, strömt
dort kaum Gas, so dass Wärme von der heißeren Scheibe auf die kältere übertragen wird
durch Strahlung und Wärmeleitung. Welche der beiden Scheiben jeweils weiter außen
liegen sollte, hängt von der jeweiligen Konstruktion ab. Jedenfalls schirmen die scheibenartige
Struktur 21 und die weitere scheibenartige Struktur 22 nicht nur die vom Wärmetauscher
4 nicht geschützten Bereiche 25 ab, sondern übertragen je nach den Verhältnissen auch
noch Wärme vom Brennerkörper 7 zum Wärmetauscher 4. Die Verluste nach außen werden
jedenfalls kleiner. Die genaue Konstellation im Überlappungsbereich 23 ist in Fig.
3 im Detail dargestellt.
[0022] Fig. 3 zeigt einen Ausschnitt aus Fig. 2, nämlich die Umgebung des Überlappungsbereiches
23 der scheibenartigen Struktur 21 und der weiteren scheibenartigen Struktur 22. Diese
Strukturen 21, 22 dürfen, da sie auch Wärme leiten sollen ein Dicke von z. B. 1 bis
3 mm haben. Tatsächlich wirkt der Überlappungsbereich 23 bei einer geringen Spaltbreite
S ähnlich wie ein direkter Kontakt (je kleiner die Spaltbreite S, desto ähnlicher).
Es gelangt keine Strahlung hindurch und kaum Gas, aber es wird Wärme von der wärmeren
auf die kältere Struktur 21, 22 übertragen.
[0023] In Fig. 4 sind schematisch verschiedene Möglichkeiten für Kühlstrukturen 16, 17,
18, 19, 20 im Innenraum 8 des Brennerkörpers 7 dargestellt, und zwar in einem Schnitt
durch einen Teil des Brennerkörpers 7 mit Löchern 12. Am einfachsten zu verwirklichen
ist eine domförmige Struktur 16, die z. B. (zwischen den Löchern 12) geprägt sein
kann und daher einfach herzustellen ist. Solche Dome oder kuppelartigen Stellen bewirken
eine größere Oberfläche und damit Wärmeabfuhr. Auch jede Art und Größe von rippenförmigen
Strukturen 17 hat diesen Effekt, der sich bei tannenbaumförmigen Strukturen 19 oder
antennenförmigen Strukturen 20 noch verstärkt. Auch lamellenförmige Strukturen 18
können zur Kühlung beitragen.
[0024] Die vorliegende Erfindung ermöglicht es, an verschiedene Brenngase, insbesondere
auch an Wasserstoff, anpassbare Brenner für kompakte Heizgeräte zu bauen und eine
Überhitzung und Flammenrückschläge weitgehend zu vermeiden sowie Wärmeverluste nach
außen zu vermindern.
Bezugszeichenliste
[0025]
- 1
- Heizgerät
- 2
- Verbrennungsraum
- 3
- Gehäuse
- 4
- Wärmetauscher
- 5
- Brenner
- 6
- Brennertür
- 7
- Brennerkörper
- 8
- Innenraum
- 9
- Längsachse des Brennerkörpers
- 10
- Eingangsseitige Stirnseite
- 11
- Ausgangsseitige Stirnseite
- 12
- Löcher
- 13
- Flammen
- 14
- Innenoberfläche
- 15
- Außenoberfläche
- 16
- Domförmige Strukturen
- 17
- Rippenförmige Strukturen
- 18
- Lamellenförmige Strukturen
- 19
- Tannenbaumförmige Strukturen
- 20
- Antennenförmige Strukturen
- 21
- Scheibenartige Strukturen
- 22
- Weitere scheibenartige Strukturen
- 23
- Überlappungsbereich
- 24
- Stirnseitiger Bereich
- 25
- Nicht vom Wärmetauscher geschützter Bereich
- 26
- Auslass
- A
- Abstand (Brennerkörper zu Wärmetauscher)
- E
- Abgas
- G
- Gemisch (Brenngas-Luft)
- H
- Ausbrandhöhe
- L
- axiale Länge (des Brennerkörpers)
- D
- Durchmesser (des Brennerkörpers)
- S
- Spaltbreite
1. Brenner (5) für ein Heizgerät (1) mit einem Brennerkörper (7), der eine Innenoberfläche
(14) hin zu einem Innenraum (8) und eine Außenoberfläche (15) hin zu einem Verbrennungsraum
(2) aufweist, mit einer Vielzahl von Löchern (12), durch die ein Brenngas-Luft-Gemisch
(G) aus dem Innenraum (8) des Brennerkörpers (7) in den Verbrennungsraum (2) strömen
kann, wobei der Brennerkörper (7) zumindest an der Innenoberfläche (14) oder der Außenoberfläche
(15) Strukturen (16 bis 21) zumindest zum Transport oder zur Abschirmung von Wärme
aufweist.
2. Brenner (5) nach Anspruch 1, wobei die Strukturen (16 bis 20) in den Innenraum (8)
des Brennerkörpers (7) ragen und ausgelegt sind, Wärme von dem Brennerkörper (7) zu
dem in dem Innenraum (8) strömenden Brenngas-Luft-Gemisch zu transportieren.
3. Brenner (5) nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Strukturen (16 bis 20) die Innenoberfläche
(14) des Brennerkörpers (7), die mit dem Brenngas-Luft-Gemisch (G) in wärmeübertragendem
Kontakt ist, vergrößern.
4. Brenner (5) nach Anspruch 3, wobei die Strukturen domförmig (16), rippenförmig (17),
lamellenförmig (18), tannenbaumförmig (19) und/oder antennenförmig (20) sind.
5. Brenner (5) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Strukturen (21) die
Außenoberfläche (15) des Brennerkörpers (7) vergrößern, und zwar in stirnseitigen
Bereichen (24) des Brennerkörpers (7).
6. Brenner (5) nach Anspruch 5, wobei die Strukturen (21) scheibenförmig sind und etwa
senkrecht zu einer Längsachse (9) des Brennerkörpers (7) verlaufen.
7. Anordnung eines Brenners (5) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Brenner
(5) in seiner Dimensionierung (L, D) und/oder Positionierung in einem Verbrennungsraum
(2) mit Wärmetauscher (4) angeordnet ist, und zwar mit einem vorgegebenen Abstand
(A) zum Wärmetauscher (4) und einer vorgegebenen Ausbrandhöhe (H) von bei einer Verbrennung
des Brenngas-Luft-Gemisches (G) entstehenden Flammen (13).
8. Anordnung eines Brenners nach Anspruch 6, wobei die scheibenförmigen Strukturen (21)
parallel zu weiteren scheibenförmigen Strukturen (22) verlaufen, die an einem im Verbrennungsraum
(2) angeordneten Wärmetauscher (4) wärmeleitend befestigt sind.
9. Anordnung nach Anspruch 8, wobei die scheibenförmigen Strukturen (21) und die weiteren
scheibenförmigen Strukturen (22) sich zumindest in einem Überlappungsbereich (23)
überlappen und zwischen ihnen eine Spaltbreite (S) von 0,1 bis 10 mm vorhanden ist.
10. Anordnung nach Anspruch 8 oder 9, wobei die scheibenförmigen Strukturen (21) und weiteren
scheibenförmigen Strukturen (22) ausgebildet sind, Wärme von Flammen (13) um den Brennerkörper
(7) von nicht vom Wärmetauscher (4) geschützten Bereichen (25) eines den Verbrennungsraum
(2) umgebenden Gehäuses (3) abzuschirmen.