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(11) |
EP 4 048 872 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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31.01.2024 Patentblatt 2024/05 |
| (22) |
Anmeldetag: 04.12.2020 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2020/084603 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2021/110899 (10.06.2021 Gazette 2021/23) |
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| (54) |
TURBINENSCHAUFEL FÜR EINE STATIONÄRE GASTURBINE
TURBINE BLADE FOR A STATIONARY GAS TURBINE
AUBE DE TURBINE POUR TURBINE À GAZ FIXE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
06.12.2019 EP 19214178
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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31.08.2022 Patentblatt 2022/35 |
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Patentinhaber: Siemens Energy Global GmbH & Co. KG |
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81739 München (DE) |
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Erfinder: |
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- CAVADINI, Philipp
10625 Berlin (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
WO-A1-2016/043742 US-A1- 2005 084 370 US-B1- 8 628 298
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WO-A1-2016/076834 US-A1- 2010 239 431
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Turbinenschaufel von Gasturbinen, welche im Betrieb höchsten
thermischen und mechanischen Belastungen unterliegen, weswegen diese heutzutage Mithilfe
von komplexen, hohlen Innen-Geometrien kühlbar und besonders robust ausgestaltet sind.
[0002] So ist beispielsweise eine dem Oberbegriff des Anspruch 1 entsprechende Gasturbinenschaufel
aus der
WO 1996/15358 A1 bekannt, bei der Mithilfe von tangential in einen Vorderkanten-Kühlkanal eingebrachter
Kühlluft eine Kühlung der Vorderkante ermöglicht wird, ohne dass darin weitere Filmkühllöcher,
im Englischen häufig auch als Showerhead-Holes bezeichnet, zu deren Kühlung erforderlich
sind. Ein signifikanter Anteil der im Vorderkanten-Kühlkanal strömenden Kühlluft wird
jedoch über in der Saugseite, nahe der Vorderkante angeordnete Filmkühllöcher, im
Englischen auch als Gill-Holes bezeichnet, aus der Turbinenschaufel entlassen, wohingegen
der restliche Anteil dieser Kühlluft unterhalb der Schaufelspitze zur Hinterkante
geführt wird. Der restliche Teil des Schaufelblatts hingegen wird über einen Serpentinen-Kühlkanal
mit anschließender Hinterkanten-Ausblasung gekühlt.
[0003] Des Weiteren ist aus der
WO 2017/039571 A1 eine sogenannte Mehrlagen-Turbinenschaufel bekannt, die im englischen auch als "Multiwall-Turbine
Blade" bezeichnet wird. In ihrem Inneren sind zwei Verdrängungskörper vorgesehen,
mit denen die im Inneren der Turbinenschaufel strömende Kühlluft besonders nah an
die Innenflächen der Außenwände gedrängt werden soll. Eine alternative Ausgestaltung
einer Multiwall-Turbinenschaufel zeigt zudem die
EP 1 783 327 A2. Darüber hinaus zeigt die
US 2010/0239431 A1 eine Turbinenschaufel mit - bezogen auf die Spannweite - zwei benachbarten Mäander-Kühlkanälen,
die über einen die Vorderkante kühlenden Kanal in Reihe geschaltet sind.
[0004] Im Streben nach weiter erhöhten Wirkungsgraden von Turbinen besteht ein fortwährender
Bedarf an Kühllufteinsparung, da die eingesparte Kühlluft als Primärluft zur Oxidation
von fossilen oder synthetischen Brennstoffen effizienzsteigernd verwendet werden kann.
[0005] Die Aufgabe der Erfindung ist folglich die Bereitstellung einer langlebigen Turbinenschaufel
mit einem weiter reduziertem Kühlmittelverbrauch.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine Turbinenschaufel gemäß Anspruch
1. Die vorliegende Erfindung schlägt eine Turbinenschaufel für eine insbesondere axial
durchströmte, stationäre Gasturbine, insbesondere für eine ihrer Hochdruck-Turbinenstufen,
mit einem in ihrem Inneren angeordneten Kühlsystem vor, welches einen ersten Kühlpfad
für einen ersten Kühlmittelstrom und einen vom ersten Kühlpfad im Wesentlichen, vorzugsweise
vollständig getrennten zweiten Kühlpfad für einen zweiten Kühlmittelstrom umfasst,
bei dem der erste Kühlpfad eine erste Kühlmittelpassage, die zu einer Zyklonkühlung
der Vorderkante eingerichtet ist und eine sich an die erste Kühlmittelpassage anschließende
zweite Kühlmittelpassage, die sich unterhalb der Schaufelspitze von der Vorderkante
in Richtung der Hinterkante erstreckt, wobei der zweite Kühlpfad eine Serpentinen-Kühlmittelpassage
zur Kühlung eines in Sehnenrichtung hinter dem Vorderkantenbereich angeordneten Mittelbereichs
des Schaufelblatts und eine erste Hinterkanten-Kühlmittelpassage zur zumindest teilweisen
Kühlung eines in Sehnenrichtung hinter dem Mittelbereich angeordneten, bis zur Hinterkante
reichenden Hinterkantenbereichs des Schaufelblatts umfasst, wobei die erste Hinterkanten-Kühlmittel-passage
mit einer Vielzahl von ersten, in der Hinterkante angeordneten Austrittslöchern strömungstechnisch
verbunden ist, wobei die erste Kühlmittelpassage für eine austrittslochfreie, d.h.
lokal geschlossene Kühlung eingerichtet ist und der erste Kühlpfad weiter umfasst:
eine sich an die zweite Kühlmittelpassage anschließende dritte Kühlmittelpassage,
die sich hauptsächlich radial nach innen erstreckt sowie eine, sich an die dritte
Kühlmittelpassage anschließende zweite Hinterkanten-Kühlmittelpassage, welche zur
Kühlung einer schaufelspitzenseitigen Region des Hinterkantenbereichs ausgestaltet
ist und mit einer Vielzahl von zweiten, in der Hinterkante angeordneten Austrittslöchern
strömungstechnisch verbunden ist.
[0007] Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass eine signifikante Einsparung von
Kühlmittel zur Kühlung der Turbinenschaufel nur dann erreicht werden kann, wenn die
Vorderkante und/oder die druckseitige Seitenwand und/oder die saugseitige Seitenwand
des Schaufelblatts keine Öffnungen aufweisen, durch welche Kühlmittel ausströmen und
dort in ein die Turbinenschaufel umströmendes Heißgas einströmen kann. Um eine einfache
Konstruktion der Turbinenschaufel zu ermöglichen, entweicht das Kühlmittel zumindest
an der Hinterkante und ggf. auch noch durch die nach außen weisende Schaufelspitze.
Insofern sollen lediglich diejenigen Passagen und Kanäle, mit denen die Vorderkante
und ein Großteil der Druckseiten und Saugseiten des Schaufelblatts gekühlt werden
können, zu einer lokal geschlossenen Kühlung eingerichtet sein. Mit anderen Worten:
von der ersten Kühlmittelpassage und/oder von der Serpentinen-Kühlmittelpassage zweigen
weder Showerhead-Holes, noch Gill-Holes, noch andere Filmkühllöcher ab; diese sind
austrittslochfrei. Austrittslöcher sind lediglich an der Hinterkante und ggf. in der
Schaufelspitze vorgesehen. Unter einer lokal geschlossenen Kühlung wird nicht verstanden,
dass aus dem Schaufelblatt gar kein Kühlmittel ins Heißgas austreten darf.
[0008] Um dennoch eine hinreichende Kühlung der Vorderkante zu erreichen, insbesondere von
thermisch äußerst hochbelasteten Turbinenschaufeln, besteht eigentlich in einem Fall
von einer lokal geschlossenen, d.h. austrittslochfreien Vorderkanten-kühlung ein gesteigerter
Bedarf an Kühlmittel. Mit der Erfindung wird nun jedoch erstmalig vorgeschlagen, den
für die Vorderkanten-Kühlung eingesetzte erste Kühlmittelstrom auch noch für die Kühlung
eines radial äußeren Teils des Hinterkantenbereichs des Schaufelblatts zur verwenden.
Anstatt das Kühlmittel wie im Stand der Technik über Gill-Holes und an der Hinterkante
direkt zu entlassen, wird erfindungsgemäß eine hintere Trennrippe ins System eingebracht,
die das Kühlmittel aus dem vorwärtsströmenden System kommend erneut nach innen umlenkt
und schließlich zu einem weiteren Hinterkanten-Kühlmittelpassage führt. Folglich wird
der erste Kühlmittelstrom über eine zweite Kühlmittelpassage, die sich unmittelbar
unterhalb der Schaufelspitze zum hinteren Ende des Schaufelblatts erstreckt, und über
eine sich daran anschließende dritte Kühlmittelpassage auf vorzugsweise etwa halbe
Höhe der Hinterkante geführt, um anschließend in einer radial außen angeordneten Hinterkanten-Kühlmittelpassage
dort nutzbringend verwendet zu werden. Aufgrund dieser Lösung kann der Bedarf an Kühlluft
für den zweiten Strömungspfad signifikant reduziert werden. Mithin bietet der hier
vorgeschlagene Ansatz einen maximalen Nutzen des zur Verfügung stehenden Kühlmittels
aufgrund einer neuartigen Aufteilung und unter Verwendung eines Kühlkonzepts, nämlich
der Zyklonkühlung, die für Turbinenschaufeln der ersten und/oder zweiten Turbinenstufe
von Gasturbinen mit vergleichsweise hohen Verdichterdruckverhältnissen bzw. hohen
Turbineneintrittstemperaturen bisher als vollkommen ungeeignet angesehen und deshalb
für deren Turbinenschaufeln nicht in Betracht gezogen wurde.
[0009] Unter einer Zyklonkühlung ist eine solche Kühlung zu verstehen, bei der wesentliche
Anteile des in einem Kühlkanal oder in einer Kühlmittelpassage strömenden Kühlmediums
von einem Haupteinlass für das Kühlmittel zu einem Hauptauslass verdrallt strömen.
Verdrallt bedeutet, dass der wesentliche Anteil des Kühlmediums längs des betreffenden
Kanals bzw. Passage schraubenlinienmäßig bzw. helixartig strömt. Die verdrallte Strömung
ist von einer turbulenten Strömung zu unterscheiden. Letztere wird regelmäßig von
sogenannten Turbulatoren hervorgerufen und tritt demzufolge in räumlich sehr begrenzten
Gebieten auf, da nur ein sehr geringer Anteil des Kühlmittels durch die Turbulatoren
erreicht und manipuliert wird. Nach dem Verlassen des betreffenden Gebiets ist die
Turbulenz dann auch wieder zerfallen. Somit kann eine verdrallte Hauptströmung in
lokal sehr kleinen Gebieten auch turbulente Sekundärströmungsanteile aufweisen, nicht
aber umgekehrt.
[0010] Mit der Erfindung kann der Verbrauch an Kühlmittel in einem nicht vorab zu erwartendem
Umfang reduziert werden bei gleichzeitiger hinreichender Kühlung des gesamten Schaufelblatts.
Gemäß detaillierten Simulationen gilt dies selbst für Turbinenschaufeln, die in einer
der beiden vorderen Turbinenstufen einer stationären Gasturbine, deren Turbineneintrittstemperatur
bei ISO-Nennbetrieb von 1300°C und höher liegt oder deren Verdichterdruckverhältnis
von 19:1 oder höher beträgt. Selbst bei derartigen Turbinenschaufeln konnte die Menge
an Kühlmittel um etwa 30 % gesenkt werden im Vergleich zu einer konventionellen, mit
in der Vorderkante angeordneten Kühllöchern, unter Erreichung der identischen Lebensdauer.
[0011] Gemäß einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind in
der Schaufelspitze ein oder mehrere Austrittslöcher für Kühlmittel angeordnet sind,
die mit der zweiten Kühlmittelpassage strömungstechnisch verbunden sind. Diese Maßnahme
verbessert die Dauerfestigkeit von etwaigen, an der Schaufelspitze hervorragenden
Anstreifkanten.
[0012] Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform umfasst der erste Kühlpfad eine Versorgungspassage
für die erste Kühlmittelpassage, die unmittelbar neben der ersten Kühlmittelpassage
angeordnet sich zumindest über einen Großteil der Spannweite des Schaufelblatts erstreckend
über eine Vielzahl von Durchtrittsöffnungen mit der ersten Kühlmittelpassage strömungstechnisch
verbunden ist, wobeidie Durchtrittsöffnungen Mittel aufweisen, um dem in der ersten
Kühlmittelpassage strömenden Kühlmittel einen Drall aufzuprägen bzw. diesen zu verstärken.
Als Mittel weisen die Durchtrittsöffnungen eine spezielle Ausrichtung auf. Wenn beispielsweise
die Durchtrittsöffnungen tangential, d.h. außermittig in der ersten Kühlmittelpassage
und insbesondere mit der Innenfläche der saugseitigen oder druckseitigen Seitenwand
fluchtend münden und/oder in Radialrichtung angestellt sind, lässt sich mit einfachen
Mitteln dem in der ersten Kühlmittelpassage strömenden Kühlmittel den für die Zyklonkühlung
erforderlichen Drall aufprägen bzw. verstärken. Somit lässt sich eine effiziente Zyklonkühlung
der Vorderkante vergleichsweise einfach bereitstellen.
[0013] Eine über die Höhe des Schaufelblatts angepasste bzw. homogenisierte Zyklonkühlung
der Vorderkante lässt sich gemäß einer weiteren Ausführungsform dadurch erreichen,
dass eine in Spannweitenrichtung ermittelbare Dichte an Durchtrittsöffnungen am fußseitigen
Ende am größten ist, und vorzugsweise zur Schaufelspitze hin schrittweise oder kontinuierlich
abnimmt. Hiermit kann die Strömungsgeschwindigkeit in der ersten Kühlmittelpassage
über die Spannweite des Schaufelblatts nahezu konstant gehalten werden, was ebenso
durch eine sich im Querschnitt verjüngende erste Kühlmittelpassage zur Schaufelspitze
erreichbar ist.
[0014] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist an einer oder mehreren Innenflächen
von einer oder mehreren Kühlmittelpassagen eine Vielzahl von vorzugsweise rippenförmigen,
insbesondere geneigt angeordneten Turbulatoren angeordnet, um lokal den Wärmeübergang
in das erste und oder zweite Kühlmittel weiter zu erhöhen und/oder um den Drall zu
unterstützen.
[0015] Nach einer weiteren Weiterbildung der Erfindung ist in jeder Hinterkanten-Kühlmittelpassage
eine Vielzahl von in einem Muster d.h. in mehreren Reihen angeordneten Sockeln vorgesehen.
Hiermit lässt sich ein saugseitiger und druckseitiger Hinterkantenbereich des Schaufelblatts,
welcher sich an den Mittelbereich des Schaufelblatts anschließt und sich bis zur Hinterkante
des Schaufelblatts erstreckt, in einfacher wie effizienter Weise austrittslochfrei,
d.h. lokal geschlossen kühlen. Weiter können dadurch auch die Aufteilung des Kühlmittels
für die beiden Kühlpfade und die darin auftretenden Druckverluste effizient eingestellt
werden.
[0016] Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind zwei die zweite Kühlmittelpassage
erweiternde, Kühlkanalarme vorgesehen, die mit zunehmender Erstreckung in Sehnenrichtung
sich nach radial innen aufweiten und in der dritten Kühlmittelpassage münden. Diese
Maßnahme reduziert bzw. kompensiert die Verringerung des Durchströmungsquerschnitts
der zweiten Kühlmittelpassage, die sich aufgrund der tropfenförmigen Gestalt des zur
Hinterkante spitz zulaufenden Schaufelprofils ergibt. Mithin kann für die gesamte
Länge der zweiten Kühlmittelpassage eine annähernd konstante Querschnittsfläche erzielt
werden, wodurch der erste Kühlmittelstrom mit konstanter Geschwindigkeit die zweite
Kühlmittelpassage durchströmen kann. Strömungsablösung können somit vermieden werden
unter Aufrechterhaltung einer gleichmäßigen Kühlung der Schaufelspitze sowie der lokalen
Bereiche der Seitenwände.
[0017] Des Weiteren ist gemäß einer Weiterbildung der vorgenannten Ausführungsform zwischen
der zweiten Kühlmittelpassage und der Serpentinen-Kühlmittelpassage eine Trennwand
angeordnet, die die beiden Seitenwände miteinander verbindet und sich in Sehnenrichtung
erstreckt, wobei die Trennwand mit zunehmender Annährung zur Hinterkante einen vorzugsweise
spitz zulaufenden Verdrängungskeil ausbildet, der in Verbindung mit den Innenflächen
der beiden Seitenwände die zwei Kühlkanalarme seitlich begrenzt.
[0018] Gemäß einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist zwischen
der dritten Kühlmittelpassage und der zweiten Hinterkanten-Kühlmittelpassage eine
sich in Spannweitenrichtung erstreckende hintere Trennrippe vorgesehen. Gegebenenfalls
können in der hinteren Trennrippe auch ein oder mehrere Löcher vorhanden sein, um
lokale Totwassergebiete in der zweiten Hinterkanten-Kühlmittelpassage zu verhindern.
[0019] Gemäß einem vorteilhaften Vorschlag der Erfindung weist die Hinterkante eine normierte
Höhe von 100%, beginnend an ihrem fußseitigem Ende bei 0% und endend an der Schaufelspitze
bei 100 %, auf, wobei die beiden Hinterkanten-Kühlmittelpassagen von einer sich hauptsächlich
in Sehnenrichtung erstreckenden Trennrippe zumindest im Wesentlichen voneinander getrennt
sind, die auf einer Höhe zwischen 45% und 75% der normierten Höhe angeordnet ist.
Insbesondere hierdurch lässt eine besonders effiziente Aufteilung der insgesamt zur
Verfügung stehenden Kühlmittelmenge erreichen, mit der zum einen eine homogene Kühlung
des Schaufelblatts und zum anderen ein weiter reduzierter Kühlmittelverbrauch an sich
erzielbar ist. Um die zum Gießen der Turbinenschaufel benötigten Gusskerne, welche
später die beiden hinteren Hinterkanten-Kühlmittelpassagen hinterlassen, besser befestigen
zu können und um Kernbruch zu vermeiden, ist es hilfreich sein, wenn diese Gusskerne
über einige, wenige Stützen unmittelbar miteinander verbunden sind. Zwar hinterlassen
dann die Stützen in der fertigen Turbinenschaufel Öffnungen in der Trennrippe, die
die vollständige Trennung der beiden Hinterkanten-Kühlkanäle aufhebt, jedoch sind
die beiden Hinterkanten-Kühlkanäle weiterhin im Wesentlichen voneinander getrennt.
[0020] Bevorzugtermaßen ist bei einer weiteren Weiterbildung der Erfindung vorgesehen, dass
die Serpentinen-Kühlmittelpassage zumindest zwei sich in Spannweitenrichtung erstreckende
Kanalabschnitte und zumindest zwei Umkehrabschnitte, die einander abwechseln, umfasst,
wobei der im Kühlmittelstrom weiter stromab gelegene Umkehrabschnitt mit der ersten
Hinterkanten-Kühlmittelpassage unmittelbar strömungstechnisch verbunden ist.
[0021] Besonders bevorzugt und vorteilhaft ist die Weiterbildung der voran beschriebenen
Ausführungsform, bei der die beiden Kanalabschnitte mittels eines Verdrängungskörpers
und mittels der beiden Seitenwände in einer Querschnittsbetrachtung des Schaufelblatts
im Wesentlichen jeweils C-förmig mit einem saugseitigen Kanalarm, einem druckseitigen
Kanalarm und einem die beiden Kanalarme verbindenden Verbindungsarm ausgestaltet und
derart zueinander angeordnet sind, dass sie den Verdrängungskörper nahezu vollständig
umgeben. Hierdurch kann eine als Multiwall ausgestaltete Turbinenschaufel bereitgestellt
werden. Durch die Ausgestaltung als Multiwall ist es einerseits möglich, ein Schaufelblatt
zu erzeugen, das auch bei geringem mittelverbrauch eine relativ geringe Krümmung an
der Vorderkante aufweist. Diese geringe Krümmung ist der Drallerzeugung in der ersten
Kühlmittelpassage natürlich stark förderlich. Andererseits können durch aufgrund der
Multiwall-Ausgestaltung die Kühlabschnitte vergleichsweise geringe Durchströmungsquerschnitte
erhalten. Im Betrieb strömt sodann der zweite Kühlmittelstrom durch die Kanalabschnitte
bzw. durch die Serpentinen-Kühlmittelpassage mit hinreichend gro-βer Geschwindigkeit
und somit unter Ausbildung eines hinreichend hohen Wärmeübergangs. Dies insbesondere
verringert die Menge an erforderlichem Kühlmittel für eine effiziente Kühlung des
Mittelbereichs des Schaufelblatts zwischen Vorderkante und Hinterkantenbereich. Mit
Hilfe dieser Maßnahme kann der Verbrauch um etwa weitere 40% gesenkt werden, wodurch
dann die thermische Effizienz der Turbinenschaufel vergleichsweise nah an das theoretische
Maximum geführt werden kann.
[0022] Dabei erweist es sich als zweckmäßig, wenn der Verdrängungskörper in einer Querschnittsbetrachtung
einen Hohlraum umgreift und über Stege an den beiden Seitenwänden abgestützt ist.
[0023] Nach einer vorteilhaften Weiterbildung kann bei einer Turbinenlaufschaufel zur Kompensation
von im Betrieb auf das zweite Kühlmittel auftretenden Corioliskräften zumindest einer,
vorzugsweise bei beiden, die Druckseitenwand mit der Saugseitenwand verbindenden Stützrippen,
welche sich vom fußseitigen Ende zur Schaufelspitze hin erstrecken auf der Stützrippe
bzw. an den die Verbindungsarme begrenzenden Innenflächen des Verdrängungskörpers
Elemente, vorzugsweise Turbulatoren, vorgesehen sein. Dadurch kann eine Querströmung
von Kühlmittel aus dem saugseitigen Kanalarm durch den Verbindungsarm in den druckseitigen
Kanalarm reduziert werden.
[0024] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist der Hohlraum nicht von Kühlmittel
durchströmbar, da er keine Austrittsöffnung für Kühlmittel aufweist. Dies verhindert
eine ungewollte Störung der zweiten Kühlmittelströmung, ermöglicht aber die Verwendung
einer besonders einfachen Gießvorrichtung, bei der die verwendeten Gusskerne besonders
einfach und stabil an weiteren Komponenten der Gießvorrichtung befestigbar sind. Dementsprechend
ist die erfindungsgemäße Turbinenschaufel vorzugsweise gegossen, wobei eine nach dem
Gießen der Turbinenschaufel im Schaufelfuß vorhandene Öffnung, die mit dem Hohlraum
in direkter, d.h. unmittelbarer Verbindung steht, von einer separat hergestellten
Abdeckplatte verschlossen ist. Analoges gilt für eine nach dem Gießen der Turbinenschaufel
im Schaufelfuß vorhandene Öffnung, die mit der ersten Hinterkanten-Kühlmittelpassage
in direkter, d.h. unmittelbarer Verbindung steht. Bevorzugtermaßen ist auch eine solche
verschlossen, indem eine separat hergestellte Abdeckplatte die betreffende Öffnung
vollständig überdeckend am Schaufelfuß befestigt ist.
[0025] Zweckmäßigerweise sind für jeden Kühlpfad ein oder mehrere Einlässe vorgesehen, die
mit der ersten Kühlmittelpassage bzw. der Versorgungspassage oder mit der Serpentinen-Kühlmittelpassage
bzw. einem ihrer Kanalabschnitte unmittelbar strömungstechnisch verbunden sind.
[0026] Bevorzugtermaßen weist die Turbinenschaufel ein Aspektverhältnis von einer Hinterkanten-Spannweite
bezogen auf eine am fußseitigen Ende zu erfassenden Sehnenlänge auf, welches 3,0 oder
kleiner ist, da sich herausgestellt hat, dass die vorgeschlagene Aufteilung des zu
Verfügung stehenden Kühlmittels in zwei vorzugsweise voneinander getrennte Kühlmittelströme
und die gleichzeitig vorgeschlagene Aufteilung der Kühlung des Hinterkantenbereichs
insbesondere für derartige Turbinenschaufeln eine beträchtliche Einsparung der Menge
an Kühlmittel ermöglicht.
[0027] Grundsätzlich ist die Verwendung der voran beschriebenen Turbinenschaufel sowohl
als an einem Rotor angebrachter Laufschaufel oder als an einem statischen Träger angebrachter
Leitschaufel möglich.
[0028] In überraschender Weise lässt sich die voran beschriebene Turbinenschaufel auch in
einer ersten oder zweite Turbinenstufe einer stationären Gasturbine verwenden, die
bei ISO-Nennbetrieb eine Turbineneintrittstemperatur von mindestens 1300°C und/oder
ein bei ISO-Nennbetrieb auftretendes Verdichtungsverhältnis von 19:1 oder größer aufweist.
Im Sinne dieser Anmeldung fallen so genannte Aero-Derivate nicht unter die Definition
von stationären Gasturbinen. Mithin ist die Erfindung nicht nur für solche stationären
Gasturbinen geeignet, deren Heißgas-Temperaturen am Turbineneintritt nach heutigen
Maßstäben als vergleichsweise gering angesehen werden.
[0029] Die bisherige Beschreibung vorteilhafter Ausgestaltungen der Erfindung enthält zahlreiche
Merkmale, die in den einzelnen Unteransprüchen teilweise zu einer Einheit zusammengefasst
wiedergegeben sind. Diese Merkmale können jedoch zweckmäßigerweise auch einzeln betrachtet
und zu weiteren Kombinationen zusammengefasst werden. Insbesondere sind diese Merkmale
jeweils einzeln und in beliebiger geeigneter Kombination mit dem erfindungsgemäßen
Verfahren und der erfindungsgemäßen Vorrichtung kombinierbar. So sind etwa auch Verfahrensmerkmale,
gegenständlich formuliert, auch als Eigenschaft der entsprechenden Vorrichtungseinheit
zu sehen und umgekehrt.
[0030] Auch wenn in der Beschreibung bzw. in den Patentansprüchen einige Begriffe jeweils
im Singular oder in Verbindung mit einem Zahlwort verwendet werden, soll der Umfang
der Erfindung für diese Begriffe nicht auf den Singular oder das jeweilige Zahlwort
eingeschränkt sein. Ferner sind die Wörter "ein" bzw. "eine" nicht als Zahlwörter,
sondern als unbestimmte Artikel zu verstehen. Ebenso dienen die Zählwörter "erster",
"zweiter", "dritter", etc. lediglich zur Unterscheidung von Merkmalen, die grundsätzlich
ähnlicher Natur sind.
[0031] Die oben beschriebenen Eigenschaften, Merkmale und Vorteile der Erfindung sowie die
Art und Weise, wie diese erreicht werden, werden verständlich im Zusammenhang mit
der folgenden Beschreibung der Ausführungsbeispiele anhand der nachfolgenden Figuren
näher erläutert.
[0032] Es zeigen:
- Figur 1
- eine Seitenansicht auf eine Turbinenlaufschaufel gemäß eines ersten Ausführungsbeispiels,
- Figur 2
- das Kühlschemata der Turbinenlaufschaufel gemäß Figur 1,
- Figur 3
- den Längsschnitt durch die Turbinenlaufschaufel gemäß des ersten Ausführungsbeispiels,
- Figur 4
- einen Querschnitt durch die Turbinenlaufschaufel gemäß Figur 3 entlang der Schnittlinie
A-A,
- Figuren 5 - 7
- Längsschnitte durch die Turbinenlaufschaufel gemäß Figur 3 entlang der Schnittlinien
B-B, C-C bzw. D-D,
- Figur 8
- einen Querschnitt durch die Turbinenlaufschaufel gemäß Figur 1 entlang der Schnittlinie
E-E und
- Figur 9
- in schematischer Darstellung eine stationäre Gasturbine.
[0033] In den Figuren weisen alle technischen Merkmale, welche mit gleichen Bezugszeichen
versehen sind, gleiche technische Wirkung auf.
[0034] Nachfolgend wird die Erfindung anhand einer Turbinenschaufel 10 erläutert, welche
als Turbinenlaufschaufel ausgestaltet ist. Gleichwohl kann es sich bei der Erfindung
auch um eine Turbinenleitschaufel handeln.
[0035] Als ein erstes Ausführungsbeispiel der Erfindung zeigt Figur 1 eine Turbinenschaufel
10 in einer Seitenansicht. Die vorzugsweise in einem Feinguss-Verfahren hergestellte
Turbinenschaufel 10 umfasst einen nur im Ansatz dargestellten Schaufelfuß 12. Der
Schaufelfuß 12 kann in bekannter Art und Weise in einer Schwalbenschwanzform oder
einer Tannenbaumform ausgestaltet sein. Daran schließt sich eine Plattform 13 an,
von der aus sich in Spannweitenrichtung R ein Schaufelblatt 18 sich von einem fußseitigen
Ende 20 zu einer Schaufelspitze 22 erstreckt. Wenn die Turbinenlaufschaufel 10 in
einer axial durchströmten Gasturbine eingebaut ist, fallen die Spannweitenrichtung
und die Radialrichtung der Gasturbine zusammen. In einer quer zur Spannweitenrichtung
R orientierten Sehnenrichtung S erstreckt sich das Schaufelblatt 18 von einer Vorderkante
24 zu einer Hinterkante 26. In der Hinterkante 26 sind Austrittslöcher 46, 56 entlang
der Spannweitenrichtung verteilt. Ein Aspektverhältnis HSP/SL von einer Hinterkanten-Spannweite
HSP bezogen auf eine am fußseitigen Ende zu erfassenden Sehnenlänge SL beträgt gemäß
diesem Ausführungsbeispiel 1,9 und liegt bevorzugtermaßen im Bereich zwischen 1,5
und 3.
[0036] An einer seitlichen Fläche der Plattform 13 münden ebenfalls Austrittsöffnungen 28.
Die Austrittslöcher 46, 56 sowie die Austrittsöffnungen 28 sind in Strömungsverbindung
mit einem inneren Kühlsystem der Turbinenlaufschaufel 10.
[0037] Das Kühlsystem der Turbinenlaufschaufel 10 und insbesondere des Schaufelblatts 18
ist in der Figur 2 als Kühlschemata schematisch dargestellt. Der Turbinenlaufschaufel
10 sind ein erster Kühlmittelstrom M1 und ein zweiter Kühlmittelstrom M2 getrennt
zuführbar. Der erste Kühlmittelstrom M1 durchströmt einen ersten Kühlpfad 30, welcher
sich aus mehreren Kühlmittelpassagen 31, 32, 33, 34, 36a, 36b, 38, 40, 44 zusammensetzt.
Stromab eines in der Figur 2 nicht dargestellten Einlasses für den Kühlmittelstrom
M1 folgt eine Versorgungspassage 31, die über eine Vielzahl von Durchtrittsöffnungen
33 mit einer ersten Kühlmittelpassage 32 in Strömungsverbindung steht. Die erste Kühlmittelpassage
32 dient zur Zyklonkühlung der Vorderkante 24 des Schaufelblatts 18 sowie des sich
daran unmittelbar anschließenden Vorderkantenbereichs 39. Im Bereich der Schaufelspitze
22 geht die erste Kühlmittelpassage 32 in eine zweite Kühlmittelpassage 34 über, welche
zur Kühlung der Schaufelspitze 22 sich von der Vorderkante 24 über eine vergleichsweise
große Sehnenlänge der Schaufelspitze 22 sich in Richtung Hinterkante 26 erstreckt.
In der Schaufelspitze können dritte Austrittslöcher 67 zur Kühlung von später erläuterten
Anstreifkanten angeordnet sein. Weiter umfasst die zweite Kühlmittelpassage 34 zwei
erst in der zweiten Hälfte der zweiten Kühlmittelpassage 34 beginnende Kühlkanalarme
36a, 36, die ebenso wie das stromabseitige Ende der zweiten Kühlmittelpassage 34 mit
einer dritten Kühlmittelpassage 38 verbunden sind. Letztere ist über einen Umkehrabschnitt
40 mit einer zweiten Hinterkanten-Kühlmittelpassage 44 strömungstechnisch verbunden.
Der den ersten Kühlpfad 30 durchströmende Kühlmittelstrom M1 kann dann über eine Vielzahl
von zweiten Austrittslöchern 46 die Turbinenlaufschaufel 10 an ihrer Hinterkante 26
verlassen. Parallel zum ersten Kühlpfad 30 und strömungstechnisch vorzugsweise vollständig
davon getrennt ist ein zweiter Kühlpfad 50 angeordnet, welcher stromab eines in Figur
2 nicht weiter dargestellten Einlasses eine Serpentinen-Kühlmittelpassage 52 aufweist.
Die Serpentinen-Kühlmittel-passage 52 umfasst zur Kühlung eines Mittelbereichs 48
(Figur 1) gemäß diesen Ausführungsbeispiel zwei sich in Spannweitenrichtung erstreckende
Kanalabschnitte 55a, 55b, die über einen dazwischen angeordneten Umkehrabschnitt 57a
miteinander verbunden sind. Am stromab gelegenen Ende des zweiten Kanalabschnitts
55b schließt sich ein zweiter Umkehrabschnitt 57b an, welcher den zweiten Kanalabschnitt
55b mit einer ersten Hinterkanten-Kühlmittelpassage 54 strömungstechnisch verbindet.
Der den zweiten Kühlpfad 50 durchströmende Kühlmittelstrom M2 kann dann den über eine
Vielzahl von ersten Austrittslöchern 46 die Turbinenlaufschaufel 10 an ihrer Hinterkante
26 verlassen. Beide Hinterkanten-Kühlmittelpassagen 44, 54 dienen zur Kühlung eines
Hinterkantenbereichs 59 (Figur 1).
[0038] Figur 3 zeigt als Längsschnitt eine innere Struktur der Turbinenlaufschaufel 10 gemäß
Figur 1, welche zu dem Kühlschemata nach Figur 2 korrespondierend ausgestaltet ist.
Hierzu umfasst die Turbinenlaufschaufel 10 eine Reihe von unterschiedlich angeordneten
Wänden und Rippen, die die einzelnen Kühlpfade und Kühlmittelpassagen voneinander
trennen. Im Schaufelfuß 12 sind zwei Einlässe 80 für die beiden Kühlmittelströme M1
und M2 bzw. für die beiden Kühlpfade 30, 50 vorgesehen. Zwischen den beiden Einlässen
80 ist eine die beiden Seitenwände 14, 16 miteinander verbindende vorderen Stützrippe
66v angeordnet, die für einen ersten Abschnitt den ersten Kühlpfad 30 vom zweiten
Kühlpfad 50 trennt. Eine vorderen Trennrippe 49v trennt zudem die Versorgungspassage
31 von der ersten Kühlmittelpassage 32, wobei in der vorderen Trennrippe 49v eine
Vielzahl von Durchtrittsöffnungen 33 (Detail zu Figur 4) angeordnet sind. In Figur
3 sind von diesen jedoch lediglich die Mündungen der Durchtrittsöffnungen dargestellt.
Wie aus Figur 3 hervorgeht, ist im plattformnahen Bereich eine größere Dichte von
Durchtrittsöffnungen 33 vorgesehen als im spitzennahen Bereich. Die Lage und die Orientierung
der Durchtrittsöffnungen 33 in der vorderen Trennrippe 49v ist so gewählt, dass in
der ersten Kühlmittelpassage 32 eine vergleichsweise stark verdrallte Kühlmittelströmung
entstehen kann. Unter einer verdrallten Kühlmittelströmung ist eine solche zu verstehen,
die zyklonartig bzw. analog zu einer Schraubenlinie bzw. einer Helix sich vom fußseitigen
Ende 20 zur Schaufelspitze 22 hin ausbilden kann. Mithin sind sie in der vorderen
Trennrippe 49v außermittig und insbesondere mit den Innenwänden der Saugseitenwand
16 (oder Druckseitenwand) fluchtend angeordnet, ggf. sogar unter einer Neigung zur
Schaufelspitze 22 hin um die Abschwächung des Dralls beim Durchströmen der ersten
Kühlmittelpassages 32 zumindest teilweise zu kompensieren.
[0039] Am äußeren Ende der ersten Kühlmittelpassage 32 schließt sich die zweite Kühlmittelpassage
34 zur Kühlung eines Bodens 37 der Schaufelspitze 22 an, wobei die zweite Kühlmittelpassage
34 durch eine Trennwand 60 von der Serpentinen-Kühlmittelpassage 52 getrennt ist.
Am hinterkantennahen Ende der zweiten Kühlmittelpassage 34 schließt sich die dritte
Kühlmittelpassage 38 an, welche sich von der Schaufelspitze 22 in Richtung des fußseitigen
Endes 22 erstreckt, jedoch etwa nur bis zur halben Höhe des Schaufelblatts 18, wobei
die Höhe des Schaufelblatts 18 an der Hinterkante 26 zu erfassen ist. Daran schließt
sich ein weiterer Umkehrabschnitt 40 an, mittels dem der erste Kühlmittelstrom M1
der zweiten Hinterkanten-Kühlmittelpassage 44 zugeführt werden kann. Die dritte Kühlmittelpassage
38 ist durch eine entsprechend ausgestaltete hinteren Trennrippe 49h von der zweiten
Hinterkanten-Kühlmittelpassage 54 größtenteils getrennt.
[0040] In der zweiten Hinterkanten-Kühlmittelpassage 44 sind vom Kühlmittel M1 umströmbare
Sockel 53 in mehreren Reihen hintereinander angeordnet. Im gezeigten Ausführungsbeispiel
sind die Sockel eher Rennbahn-förmig ausgestaltet mit vergleichsweise engen Durchtrittspassagen,
um einen möglichst hohen Druckverlust herbeizuführen. Der erste Kühlpfad 30 endet
in in der Hinterkante 26 vorgesehenen zweiten Austrittslöchern 46, durch welche zumindest
ein Großteil des durch den zugehörigen Einlass 80 zugeführten Kühlmittelstroms M1
aus der Turbinenlaufschaufel 10 entlassen werden kann.
[0041] Der zweite Kühlpfad 50 zur Führung des zweiten Kühlmittelstroms M2 und umfasst im
Wesentlichen die Serpentinen-Kühlmittelpassage 52 sowie die erste Hinterkanten-Kühlmittelpassage
44. Ersteres lässt sich in vier aufeinanderfolgende Abschnitte unterteilen, von denen
der erste als erster Kanalabschnitt 55a bezeichnet ist. Daran anschließend folgt aufeinander
ein erster Umkehrabschnitt 57a, ein zweiter Kanalabschnitt 55b sowie ein zweiter Umkehrabschnitt
57b. Letzter verbindet die Serpentinen-Kühlmittelpassage 52 mit der zweiten Hinterkanten-Kühlmittelpassage
54, welche analog zur ersten Hinterkanten-Kühlmittelpassage 44 mit in mehreren Reihen
angeordneten, Rennbahn-förmigen Sockeln 53 ausgestaltet ist.
[0042] Die beiden Kanalabschnitte 55a, 55b der Serpentinen-Kühlmittelpassage 52 erstrecken
sich entlang der Spannweitenrichtung R über einen Großteil des Schaufelblatts 18.
Der erste Kanalabschnitt 55a als auch der zweite Kanalabschnitt 55b sind, wie in Figur
4 zusätzlich dargestellt, im Wesentlichen U-förmig mit jeweils einem saugseitig angeordneten
Kanalarm 55as, 55bs, einem druckseitigen angeordneten Kanalarm 55ad, 55bd sowie einem
die betreffenden Kanalarme verbindenden Verbindungsarm 55av, 55bv. Demzufolge ist
der erste Kanalabschnitt 55a von der druckseitigen Seitenwand 14, von der vorderen
Stützrippe 66v, von der saugseitigen Seitenwand 16 sowie einem im Inneren angeordneten
Verdrängungskörper 70 - im Querschnitt gemäß Figur 4 - umgeben. Der zweite Kanalabschnitt
55b ist von der druckseitigen Seitenwand 14, von einer hinteren Stützrippe 66h, von
der saugseitigen Seitenwand 16 sowie dem im Inneren angeordneten Verdrängungskörper
70 umgeben. Der Verdrängungskörper 70 umgreift selbst einen Hohlraum 72 und ist über
Stege 71 an der druckseitigen Seitenwand 14 bzw. der saugseitigen Seitenwand 16 abgestützt.
Die Stege 71 erstrecken sich annähernd über die gesamte Höhe des Schaufelblatts 18
und dienen einerseits zur monolithischen Befestigung des Verdrängungskörpers 70 in
der Turbinenlaufschaufel 10 und andererseits zur Trennung der beiden Kanalabschnitte
55, 57. Bezugnehmend auf Figur 2 ist erkennbar, dass der Verdrängungskörper 72 an
seinem radial äußeren Ende hinterkantenseitig gestutzt ist. Diese Maßnahme verbessert
die mechanische Integrität der Turbinenlaufschaufel 10 und insbesondere deren Schwingungsfestigkeit.
[0043] Die beiden Hinterkanten-Kühlmittelpassagen 44, 54 sind von einer sich hauptsächlich
in Sehnenrichtung S erstreckenden Trennrippe 64 sind zumindest größtenteils, wenn
nicht gar vollständig voneinander getrennt. Gemäß dem Ausführungsbeispiel endet die
Trennrippe 64 auf einer Höhe von 55% einer normierten Schaufelblatthöhe der Hinterkante
24. Vorzugsweise ist die Trennrippe 64 auf einer Höhe zwischen 45% und 75% der normierten
Höhe angeordnet.
[0044] Die Figuren 5 bis 7 zeigen Schnitte durch die Spitze der Turbinenlaufschaufel 10
gemäß der drei Schnittlinien B-B, C-C und D-D aus Figur 3. An dem äußeren Ende der
Schaufelspitze 72 sind sowohl saugseitig als auch druckseitig Anstreifkanten 78 vorgesehen.
Zudem ist es ersichtlich, dass der Verdrängungskörper 70 an seinem radial äußeren
Ende nicht verschlossen, sondern zum ersten Umkehrabschnitt 57a hin geöffnet ist.
Insofern wäre zwar ein Einströmen des zweiten Kühlmittelstroms M2 möglich. Da jedoch
eine für das Erstellen des Hohlraums 72 bzw. des Verdrängungskörpers 70 erforderliche
Öffnung 74a am Schaufelfuß 12 durch eine dort nach dem Gießen angebrachte Abdeckplatte
76a (Figur 1) verschlossen ist, mangelt es dem Hohlraum 72 an Austrittsöffnungen.
Demzufolge ist er nicht durchströmbar, sondern als Totwasser-Raum ausgestaltet. Folglich
bietet es sich an, dessen Innengestalt ggf. zu schon noch in der Entwurfsphase mittels
des Vorsehens von weiteren Strukturen wie Rippen, Streben oder dergleichen zu variieren,
wenn falls eine Modalanpassung erforderlich ist. Der besondere Vorteil würde darin
liegen, dass allein die Eigenfrequenz der Turbinenschaufel angepasst werden würde,
ohne sonstige Eigenschaften wie Aerodynamik oder Wärmeaustausch zu beeinflussen.
[0045] Weiter zeigen die Figuren 5 bis 7, wie die Trennwand 60 mit zunehmender Annäherung
zur Hinterkante 24 einen spitz zulaufenden Verdrängungskeil 62 ausbildet, der in Verbindung
mit den Innenflächen der beiden Seitenwänden 14, 16 die beiden Kühlkanalarme 36a und
36b jeweils seitlich begrenzen. Mithilfe des spitz zulaufenden Verdrängungskeil 62
lässt sich die Stutzung des Verdrängungskörpers 70 kompensieren, sodass weiterhin
eine seitenwandnahe Führung des Kühlmittelstroms M2 im gestutzten Bereich und somit
eine hinreichende Kühlung dessen effizient möglich ist. Ist die Stutzung des Verdrängungskörpers
nicht zwingend notwendig, kann die Größe des Verdrängungskeils reduziert werden. Ggf.
kann sogar ganz darauf verzichtet werden.
[0046] Figur 8 zeigt in einer zur Schaufelspitze 22 - also nach au-ßen - gerichteten Sicht
einen Querschnitt auf die stromabwärtige Hälfte der Schaufelspitze 22 gemäß Schnittlinie
E-E aus Figur 3.
[0047] Gemäß eines nicht weiter gezeigten zweiten Ausführungsbeispiels kann anstelle oder
zusätzlich zur Versorgungspassage 31 ein schaufelfußseitiger Kanalabschnitt vorgesehen
sein, welcher eine Verlängerung der ersten Kühlmittelpassage 32 bis zur Unterseite
des Schaufelfußes 12 darstellen kann. In diesem schaufelfußseitigen Kanalabschnitt
können entsprechend geeignete Drallerzeuger, beispielsweise Spiralrippen, vorgesehen
sein, die den Kühlmittelstrom M1 bei der Durchströmung des schaufelfußseitigen Kanalabschnitts
zyklonartig verdrallen. In diesem Fall wäre die erste Kühlmittelpassage 32 durch die
vordere Stützrippe 66v von dem Verbindungskanal 55av getrennt, sodass in der vorderen
Stützrippe 66v angeordnete Durchtrittsöffnung 33 eine Wiederauffrischung bzw. Verstärkung
des Drallimpulses begünstigen könnten. Insofern kann es gegebenenfalls sogar sinnvoll
sein, die beiden Kühlmittelströme M1 und M2 nicht gänzlich voneinander getrennt durch
die Turbinenschaufel 10 zu führen, sondern in einem sehr geringen Umfang einen Austausch
zuzulassen, indem an sehr wenigen Stellen einzelne Löcher mit vorzugsweise geringen
Durchmessers die beiden ansonsten strömungstechnisch getrennten Kühlpfade miteinander
verbunden sind.
[0048] Figur 9 zeigt lediglich schematisch eine Gasturbine 100 mit einem Verdichter 110,
einer Brennkammer 120 sowie einer Turbineneinheit 130. An einem Rotor 140 der Gasturbine
ist gemäß diesem Ausführungsbeispiel ein Generator 150 zur Stromerzeugung angekoppelt.
Der Verdichter 110 ist derart ausgestaltet, dass er im Betrieb bei ISO-Normbedingungen
ein Druckverhältnis von verdichteter Umgebungsluft VL zu angesaugter Umgebungsluft
L von 19:1 oder größer erzeugen kann. In der Brennkammer 120 wird dann die verdichtete
Luft VL mit einem Brennstoff F gemischt und zu einem Heißgas HG verbrannt. Brennkammer
120 und Turbineneinheit 130 sind derart ausgestaltet, dass das am Ausgang der Brennkammer
120 bzw. am Eintritt der Turbineneinheit 130 strömende Heißgas HG bei ISO-Normbedingungen
eine Temperatur von mindestens 1300°C aufweist, wobei die Lauf- und Leitschaufeln
der ersten Turbinenstufe oder der zweiten Turbinenstufe in der hier beschriebenen
Art und Weise ausgestaltet sind. Das in der Turbineneinheit 130 entspannte Heißgas
HG verlässt dieses als Rauchgas RG.
[0049] Insgesamt wird mit der Erfindung eine Turbinenschaufel 10 mit einem Schaufelfuß 12
und einem Schaufelblatt 18 vorgeschlagen, welches sich entlang einer Spannweitenrichtung
R von einem fußseitigen Ende 20 zu einer Schaufelspitze 22 und entlang einer zur Spannweitenrichtung
R quer angeordneten Sehnenrichtung S von einer Vorderkante 24 zu einer Hinterkante
26 erstreckt, wobei im Inneren des Schaufelblatts 18 ein erster Kühlpfad 30 für einen
ersten Kühlmittelstrom M1 und ein zweiter Kühlpfad 50 für einen zweiten Kühlmittelstrom
M2 ausgestaltet sind, wobei der erste Kühlpfad 30 eine erste Kühlmittelpassage 32,
die zu einer Zyklonkühlung der Vorderkante 24 eingerichtet ist und eine sich an die
erste Kühlmittelpassage 32 anschließende zweite Kühlmittelpassage 34, die sich unterhalb
der Schaufelspitze 22 von der Vorderkante 24 in Richtung der Hinterkante 26 erstreckt,
umfasst, wobei der zweite Kühlpfad 50 eine Serpentinen-Kühlmittelpassage 52 zur Kühlung
eines in Sehnenrichtung hinter dem Vorderkantenbereich 39 angeordneten Mittelbereichs
48 des Schaufelblatts 18 und eine erste Hinterkanten-Kühlmittelpassage 54 zur zumindest
teilweisen Kühlung eines in Sehnenrichtung hinter dem Mittelbereich 48 angeordneten,
bis zur Hinterkante reichenden Hinterkantenbereichs 59 des Schaufelblatts 18 umfasst,
wobei die erste Hinterkanten-Kühlmittelpassage 54 mit einer Vielzahl von ersten, in
der Hinterkante 26 angeordneten Austrittslöchern 56 strömungstechnisch verbunden ist.
Um eine Turbinenschaufel mit einem weiter reduzierten Kühlmittelverbrauch bereitzustellen
wird vorgeschlagen, dass die erste Kühlmittelpassage 32 und/oder die Serpentinen-Kühlmittelpassage
52 für eine lokal geschlossene Kühlung eingerichtet ist und der erste Kühlpfad 30
eine sich an die zweite Kühlmittelpassage 34 anschließende dritte Kühlmittelpassage
38, die sich hauptsächlich radial nach innen erstreckt sowie eine, sich an die dritte
Kühlmittelpassage 38 anschließende zweite Hinterkanten-Kühlmittelpassage 44 umfasst,
welche zur Kühlung einer schaufelspitzenseitigen Region des Hinterkantenbereichs 59
ausgestaltet ist und mit einer Vielzahl von zweiten, in der Hinterkante 26 angeordneten
Austrittslöchern 46 strömungstechnisch verbunden ist.
1. Turbinenschaufel (10) für eine insbesondere axial durchströmte Gasturbine, insbesondere
für eine ihrer Hochdruck-Turbinenstufen,
mit einem Schaufelfuß (12) und einem eine druckseitige Seitenwand (14) und eine saugseitige
Seitenwand (16) umfassenden Schaufelblatt (18), welche Seitenwände (14, 16) sich entlang
einer Spannweitenrichtung (R) von einem fußseitigen Ende (20) zu einer Schaufelspitze
(22) und entlang einer zur Spannweitenrichtung (R) quer angeordneten Sehnenrichtung
(S) von einer Vorderkante (24) zu einer Hinterkante (26) erstrecken,
wobei im Inneren des Schaufelblatts (18) ein erster Kühlpfad (30) für einen ersten
Kühlmittelstrom (M1) und ein vom ersten Kühlpfad (30) im Wesentlichen getrennter zweiter Kühlpfad (50)
für einen zweiten Kühlmittelstrom (M2) ausgestaltet sind,
wobei der erste Kühlpfad (30)
- eine erste Kühlmittelpassage (32), die zu einer Zyklonkühlung der Vorderkante (24)
eingerichtet ist und
- eine sich an die erste Kühlmittelpassage (32) anschließende zweite Kühlmittelpassage
(34), die sich unterhalb der Schaufelspitze (22) von der Vorderkante (24) in Richtung
der Hinterkante (26) erstreckt,
umfasst, wobei der zweite Kühlpfad (50)
- eine Serpentinen-Kühlmittelpassage (52) zur Kühlung eines in Sehnenrichtung hinter
dem Vorderkantenbereich (39) angeordneten Mittelbereichs (48) des Schaufelblatts (18)
und
- eine erste Hinterkanten-Kühlmittelpassage (54) zur zumindest teilweisen Kühlung
eines in Sehnenrichtung hinter dem Mittelbereich (48) angeordneten, bis zur Hinterkante
reichenden Hinterkantenbereichs (59) des Schaufelblatts (18)
umfasst, wobei die erste Hinterkanten-Kühlmittelpassage (54) mit einer Vielzahl von
ersten, in der Hinterkante (26) angeordneten Austrittslöchern (56) strömungstechnisch
verbunden ist,
wobei
die erste Kühlmittelpassage (32) und/oder die Serpentinen-Kühlmittelpassage (52) austrittslochfrei
ist
und der erste Kühlpfad (30)
- eine sich an die zweite Kühlmittelpassage (34) anschließende dritte Kühlmittelpassage
(38), die sich hauptsächlich radial nach innen erstreckt sowie
- eine, sich an die dritte Kühlmittelpassage (38) anschließende zweite Hinterkanten-Kühlmittelpassage
(44), welche zur Kühlung einer schaufelspitzenseitigen Region des Hinterkantenbereichs
(59) ausgestaltet ist und mit einer Vielzahl von zweiten, in der Hinterkante (26)
angeordneten Austrittslöchern (46) strömungstechnisch verbunden ist,
umfasst.
2. Turbinenschaufel (10) nach Anspruch 1,
bei der in der Schaufelspitze (22) ein oder mehrere Austrittslöcher (67) für Kühlmittel
angeordnet sind, die mit der zweiten Kühlmittelpassage (34) strömungstechnisch verbunden
sind.
3. Turbinenschaufel (10) nach Anspruch 1 oder 2,
bei der der erste Kühlpfad (30) eine Versorgungspassage (31) für die erste Kühlmittelpassage
(32) umfasst, die
- unmittelbar neben der ersten Kühlmittelpassage (32) angeordnet
- sich zumindest über einen Großteil der Spannweite des Schaufelblatts (18) erstreckend
- über eine Vielzahl von Durchtrittsöffnungen (33) mit der ersten Kühlmittelpassage
(32) strömungstechnisch verbunden ist, wobei die Durchtrittsöffnungen (33) Mittel
aufweisen, um dem in der ersten Kühlmittelpassage (32) strömenden Kühlmittel (M1)
einen Drall aufzuprägen.
4. Turbinenschaufel (10) nach Anspruch 3,
bei der eine in Spannweitenrichtung (R) ermittelbare Dichte an Durchtrittsöffnungen
(33) am fußseitigen Ende (20) am größten ist, und vorzugsweise zur Schaufelspitze
(22) hin schrittweise oder kontinuierlich abnimmt.
5. Turbinenschaufel (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
bei der in jeder Hinterkanten-Kühlmittelpassage (44, 54) eine Vielzahl von in einem
Muster angeordneten Sockeln (53) vorgesehen ist.
6. Turbinenschaufel (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
bei der zwei die zweite Kühlmittelpassage (34) erweiternde, Kühlkanalarme (36a, 36b)
vorgesehen sind, die mit zunehmender Erstreckung in Sehnenrichtung sich nach radial
innen aufweiten und in der dritten Kühlmittelpassage (38) münden.
7. Turbinenschaufel (10) nach Anspruch 6,
bei der zwischen der zweiten Kühlmittelpassage (34) und der Serpentinen-Kühlmittelpassage
(52) eine Trennwand (60) angeordnet ist, die die beiden Seitenwände (14, 16) miteinander
verbindet und sich in Sehnenrichtung (S) erstreckt, wobei die Trennwand (60) mit zunehmender
Annährung zur Hinterkante (26) einen vorzugsweise spitz zulaufenden Verdrängungskeil
(62) ausbildet, der in Verbindung mit den Innenflächen der beiden Seitenwände (14,
16) die zwei Kühlkanalarme (36a, 36b) seitlich begrenzt.
8. Turbinenschaufel (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
bei der zwischen der dritten Kühlmittelpassage (38) und der zweiten Hinterkanten-Kühlmittelpassage
(44) eine sich in Spannweitenrichtung (R) erstreckende hintere Trennrippe (49h) vorgesehen
ist.
9. Turbinenschaufel nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei der die Hinterkante (26)
eine normierte Höhe von 100%, beginnend an ihrem fußseitigen Ende (20) bei 0% und
endend an der Schaufelspitze (22) bei 100 %, aufweist, und
bei der die beiden Hinterkanten-Kühlmittelpassagen (44, 54) von einer sich hauptsächlich
in Sehnenrichtung (S) erstreckenden Trennrippe (64) voneinander getrennt sind, die
auf einer Höhe zwischen 45% und 75% der normierten Höhe angeordnet ist.
10. Turbinenschaufel (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
bei der die Serpentinen-Kühlmittelpassage (52) zumindest zwei sich in Spannweitenrichtung
erstreckende Kanalabschnitte (55a, 55b) und zumindest zwei Umkehrabschnitte (57a,
57b) umfasst, wobei der im Kühlmittelstrom weiter stromab gelegene Umkehrabschnitt
(57b) mit der ersten Hinterkanten-Kühlmittelpassage (54) unmittelbar strömungstechnisch
verbunden ist.
11. Turbinenschaufel (10) nach Anspruch 10,
bei der die beiden Kanalabschnitte (55a, 55b) mittels eines Verdrängungskörpers (70)
und mittels der beiden Seitenwände (14, 16) in einer Querschnittsbetrachtung des Schaufelblatts
(18) im Wesentlichen jeweils C-förmig mit einem saugseitigen Kanalarm (55as, 55bs),
einem druckseitigen Kanalarm (55ad, 55bd) und einem die beiden Kanalarme verbindenden
Verbindungsarm (55av, 55bv) ausgestaltet und derart zueinander angeordnet sind, dass
sie den Verdrängungskörper (70) nahezu vollständig umgeben.
12. Turbinenschaufel nach Anspruch 11,
bei der der Verdrängungskörper (70) in einer Querschnittsbetrachtung einen Hohlraum
(72) umgreift und über Stege (71) an den beiden Seitenwänden (14, 16) abgestützt ist.
13. Turbinenschaufel (10) nach einem der Ansprüche 11 oder 12,
bei der die Serpentinen-Kühlmittelpassage (52) von zumindest einer, vorzugsweise von
zwei die druckseitige Seitenwand (14) mit der saugseitigen Seitenwand (16) verbindenden
Stützrippen (66h, 66v) begrenzt ist, welche sich vom fußseitigen Ende zur Schaufelspitze
hin erstrecken und bei der vorzugsweise auf der Stützrippe (66v, 66h) bzw. an den
die Verbindungsarme (55av, 55bv) begrenzenden Innenflächen des Verdrängungskörpers
(70) Elemente, vorzugsweise Turbulatoren, vorgesehen sind, die eine Querströmung von
Kühlmittel aus dem saugseitigen Kanalarm (55as, 55bs) durch den Verbindungsarm (55av,
55bv) in den druckseitigen Kanalarm (55ad, 55bd) reduzieren.
14. Turbinenschaufel (10) nach Anspruch 12 oder 13,
bei der der Hohlraum (72) nicht von Kühlmittel (M) durchströmbar ist und insbesondere
keine Austrittsöffnung für Kühlmittel (M) aufweist (Totwasser-Hohlraum).
15. Turbinenschaufel (10) nach einem der Ansprüche 12 bis 14,
die gegossen ist und bei der eine nach dem Gießen der Turbinenschaufel im Schaufelfuß
(12) vorhandene Öffnung (74a), die mit dem Hohlraum (72) in direkter Verbindung steht,
von einer separat hergestellten Abdeckplatte (76a) verschlossen ist.
16. Turbinenschaufel nach einem der Ansprüche 1 bis 14, die gegossen ist.
17. Turbinenschaufel (10) nach Anspruch 15 oder 16,
bei der eine nach dem Gießen der Turbinenschaufel im Schaufelfuß (12) vorhandene Öffnung
(74b), die mit der ersten Hinterkanten-Kühlmittelpassage (54) in direkter Verbindung
steht, von einer separat hergestellten Abdeckplatte (76b) verschlossen ist.
18. Turbinenschaufel (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
bei der für jeden Kühlpfad (30, 50) ein oder mehrere Einlässe (80) vorgesehen sind,
die mit der ersten Kühlmittelpassage (32) bzw. der Versorgungspassage (31) oder mit
der Serpentinen-Kühlmittelpassage (52) bzw. einem ihrer Kanalabschnitte (55a) unmittelbar
strömungstechnisch verbunden sind.
19. Turbinenschaufel (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
mit einem Schaufelblatt-Aspektverhältnis HSP/SL von einer Hinterkanten-Spannweite
(HSP) bezogen auf eine am fußseitigen Ende zu erfassenden Sehnenlänge (SL), welches
3,0 oder kleiner ist.
20. Verwendung einer Turbinenschaufel (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche in einer
ersten oder zweite Turbinenstufe einer stationären Gasturbine mit einer bei ISO-Nennbetrieb
auftretenden Turbineneintrittstemperatur von mindestens 1300°C und/oder mit einem
bei ISO-Nennbetrieb auftretenden Verdichterdruckverhältnis von 19:1 oder größer.
1. Turbine blade (10) for a gas turbine which is flowed through in particular axially,
in particular for one of the highpressure turbine stages thereof,
having a blade root (12) and a blade airfoil (18) comprising a pressure-side side
wall (14) and a suction-side side wall (16), which side walls (14, 16) extend along
a spanwise direction (R) from a root-side end (20) to a blade tip (22) and along a
chordwise direction (S), which is oriented transversely to the spanwise direction
(R), from a leading edge (24) to a trailing edge (26),
wherein, in the interior of the blade airfoil (18), a first cooling path (30) for
a first coolant stream (M1) and a second cooling path (50), substantially separated from the first cooling path
(30), for a second coolant stream (M2) are formed,
wherein the first cooling path (30) comprises
- a first coolant passage (32), which is configured for cyclone cooling of the leading
edge (24), and
- a second coolant passage (34), which adjoins the first coolant passage (32) and
extends below the blade tip (22) from the leading edge (24) in the direction of the
trailing edge (26),
wherein the second cooling path (50) comprises
- a serpentine coolant passage (52) for cooling of a middle region (48) of the blade
airfoil (18), which middle region is arranged behind the leading-edge region (39)
in the chordwise direction, and
- a first trailing-edge coolant passage (54) for at least partial cooling of a trailing-edge
region (59) of the blade airfoil (18), which trailing-edge region is arranged behind
the middle region (48) in the chordwise direction and extends as far as the trailing
edge,
wherein the first trailing-edge coolant passage (54) is connected in terms of flow
to a multiplicity of first exit holes (56) arranged in the trailing edge (26),
wherein
the first coolant passage (32) and/or
the serpentine coolant passage (52) are/is free of exit holes
and the first cooling path (30) comprises
- a third coolant passage (38), which adjoins the second coolant passage (34) and
extends mainly radially inwardly, and
- a second trailing-edge coolant passage (44), which adjoins the third coolant passage
(38) and is configured for cooling of a blade-tip-side region of the trailing-edge
region (59) and is connected in terms of flow to a multiplicity of second exit holes
(46) arranged in the trailing edge (26).
2. Turbine blade (10) according to Claim 1,
in which one or more exit holes (67) for coolant are arranged in the blade tip (22)
and are connected in terms of flow to the second coolant passage (34).
3. Turbine blade (10) according to Claim 1 or 2,
in which the first cooling path (30) comprises a supply passage (31) for the first
coolant passage (32), which,
- in a manner arranged directly adjacent to the first coolant passage (32) and
- extending at least over a major part of the span width of the blade airfoil (18),
- is connected in terms of flow to the first coolant passage (32) via a multiplicity
of passage openings (33), wherein the passage openings (33) have means for imparting
swirl to the coolant (M1) flowing in the first coolant passage (32).
4. Turbine blade (10) according to Claim 3,
in which a density, ascertainable in the spanwise direction (R), of passage openings
(33) is greatest at the root-side end (20), and preferably decreases in a stepped
manner or continuously toward the blade tip (22).
5. Turbine blade (10) according to one of the preceding claims,
in which a multiplicity of pedestals (53) arranged in a pattern is provided in each
trailing-edge coolant passage (44, 54).
6. Turbine blade (10) according to one of the preceding claims,
in which provision is made of two cooling-channel arms (36a, 36b), which widen the
second coolant passage (34) and, with increasing extent in the chordwise direction,
expand radially inward and open out in the third coolant passage (38).
7. Turbine blade (10) according to Claim 6,
in which a separating wall (60) is arranged between the second coolant passage (34)
and the serpentine coolant passage (52) and connects the two side walls (14, 16) to
one another and extends in the chordwise direction (S), wherein, with progressively
closer proximity to the trailing edge (26), the separating wall (60) forms a displacement
wedge (62) which narrows preferably to a point and which, in conjunction with the
inner surfaces of the two side walls (14, 16), laterally delimits the two cooling-channel
arms (36a, 36b).
8. Turbine blade (10) according to one of the preceding claims,
in which a rear separating rib (49h) is provided between the third coolant passage
(38) and the second trailing-edge coolant passage (44) and extends in the spanwise
direction (R) .
9. Turbine blade according to one of the preceding claims,
in which the trailing edge (26) has a normalized height of 100%, beginning at its
root-side end (20) at 0% and ending at the blade tip (22) at 100%, and
in which the two trailing-edge coolant passages (44, 54) are separated from one another
by a separating rib (64) which extends mainly in the chordwise direction (S) and which
is arranged at a height of between 45% and 75% of the normalized height.
10. Turbine blade (10) according to one of the preceding claims,
in which the serpentine coolant passage (52) comprises at least two channel sections
(55a, 55b), extending in the spanwise direction, and at least two reversal sections
(57a, 57b), wherein the reversal section (57b) situated further downstream in the
coolant stream is connected in terms of flow directly to the first trailing-edge coolant
passage (54).
11. Turbine blade (10) according to Claim 10,
in which the two channel sections (55a, 55b), by means of a displacement body (70)
and by means of the two side walls (14, 16), are, in a cross-sectional view of the
blade airfoil (18), each of substantially C-shaped form with a suction-side channel
arm (55as, 55bs), a pressure-side channel arm (55ad, 55bd) and a connecting arm (55av,
55bv) connecting the two channel arms and are arranged in relation to one another
in such a way that they almost completely surround the displacement body (70).
12. Turbine blade according to Claim 11,
in which the displacement body (70), in a cross-sectional view, reaches around a cavity
(72) and is supported via webs (71) against the two side walls (14, 16).
13. Turbine blade (10) according to either of Claims 11 and 12, in which the serpentine
coolant passage (52) is delimited by at least one, preferably by two, support ribs
(66h, 66v), which connect the pressure-side side wall (14) to the suction-side side
wall (16) and extend from the root-side end toward the blade tip and at which provision
is made, preferably on the support rib (66v, 66h) or on the inner surfaces, delimiting
the connecting arms (55av, 55bv), of the displacement body (70), of elements, preferably
turbulators, which reduce a transverse flow of coolant from the suction-side channel
arm (55as, 55bs) into the pressure-side channel arm (55ad, 55bd) through the connecting
arm (55av, 55bv).
14. Turbine blade (10) according to Claim 12 or 13,
in which the cavity (72) cannot be flowed through by coolant (M) and in particular
has no exit opening for coolant (M) (dead-water cavity).
15. Turbine blade (10) according to one of Claims 12 to 14, which turbine blade is cast,
and in which an opening (74a) which is present in the blade root (12) after the casting
of the turbine blade and which is connected directly to the cavity (72) is closed
off by a separately produced cover plate (76a).
16. Turbine blade according to one of Claims 1 to 14,
which turbine blade is cast.
17. Turbine blade (10) according to Claim 15 or 16,
in which an opening (74b) which is present in the blade root (12) after the casting
of the turbine blade and which is connected directly to the first trailing-edge coolant
passage (54) is closed off by a separately produced cover plate (76b).
18. Turbine blade (10) according to one of the preceding claims,
in which, for each cooling path (30, 50), provision is made of one or more inlets
(80) which are connected in terms of flow directly to the first coolant passage (32)
or the supply passage (31) or to the serpentine coolant passage (52) or one of the
channel sections (55a) thereof.
19. Turbine blade (10) according to one of the preceding claims,
having a blade-airfoil aspect ratio HSP/SL of a trailing-edge span width (HSP) to
a chord length (SL) to be measured at the root-side end that is 3.0 or less.
20. Use of a turbine blade (10) according to one of the preceding claims in a first or
second turbine stage of a stationary gas turbine, having a turbine-entry temperature,
occurring during nominal operation under ISO conditions, of at least 1300°C and/or
having a compressor pressure ratio, occurring during nominal operation under ISO conditions,
of 19:1 or greater.
1. Aube (10) de turbine pour une turbine à gaz parcouru en particulier axialement, en
particulier pour l'un de ses étages de turbine de haute pression,
comprenant une emplanture (12) d'aube et un corps (18) d'aube comprenant une paroi
(14) latérale d'intrados et une paroi (16) latérale d'extrados, lesquelles parois
(14, 16) latérales s'étendent suivant une envergure (R) d'une extrémité (20) du côté
de l'emplanture à une pointe (22) d'aube et suivant une direction (S) de corde disposée
transversalement à la direction (R) d'envergure d'un bord (24) avant à un bord (26)
arrière,
dans laquelle à l'intérieur du corps (18) de l'aube sont conformés un premier chemin
(30) de refroidissement d'un premier courant (M1) de réfrigérant et un deuxième chemin (50) de refroidissement, sensiblement distinct
du premier chemin (30) de refroidissement, d'un deuxième courant (M2) de réfrigérant,
dans lequel le premier chemin (30) de refroidissement comprend,
- un premier passage (32) de réfrigérant qui est agencé pour un refroidissement à
cyclone du bord (24) avant et,
- un deuxième passage (34) de réfrigérant qui se raccorde au premier passage (32)
de réfrigérant et qui s'étend en-dessous de la pointe (22) de l'aube du bord (24)
avant en direction du bord (26) arrière,
dans lequel le deuxième chemin (50) de refroidissement comprend,
- un passage (52) de réfrigérant en serpentin pour le refroidissement d'une partie
(48) médiane, disposée dans la direction de corde derrière la partie (39) de bord
avant, du corps (18) de l'aube et
- un premier passage (54) de réfrigérant de bord arrière pour le refroidissement au
moins en partie d'une partie (59) de bord arrière du corps (18) de l'aube, disposée
dans la direction de corde derrière la partie (48) médiane et allant jusqu'au bord
arrière,
dans laquelle le premier passage (54) de réfrigérant de bord arrière communique en
technique d'écoulement avec une pluralité de premiers trous (56) de sortie disposés
dans le bord (26) arrière,
dans lequel
le premier passage (32) de réfrigérant et/ou le passage (52) de réfrigérant en serpentin
est sans trou de sortie et le premier chemin (30) de refroidissement comprend
- un troisième passage (38) de réfrigérant, qui se raccorde au deuxième passage (34)
de réfrigérant et qui s'étend principalement radialement vers l'intérieur, ainsi que
- un deuxième passage (44) de réfrigérant de bord arrière, qui se raccorde au troisième
passage (38) de réfrigérant et qui est conformé pour le refroidissement d'une région,
du côté de la pointe de l'aube, de la partie (59) de bord arrière et qui communique
en technique d'écoulement avec une pluralité de deuxièmes trous (46) de sortie disposés
dans le bord (26) arrière.
2. Aube (10) de turbine suivant la revendication 1, dans laquelle dans la pointe (22)
de l'aube sont disposés un ou plusieurs trous (67) de sortie de réfrigérant, qui communique
en technique d'écoulement avec le deuxième passage (34) de réfrigérant.
3. Aube (10) de turbine suivant la revendication 1 ou 2,
dans laquelle le premier chemin (30) de refroidissement comprend un passage (31) d'alimentation
du premier passage (32) de réfrigérant, qui
- est disposé directement à côté du premier passage (32) de réfrigérant
- s'étend au moins sur une grande partie de l'envergure du corps (18) de l'aube
- communique en technique d'écoulement par une pluralité d'ouvertures (33) de passage
avec le premier passage (32) de réfrigérant, les ouvertures (33) de passage ayant
des moyens pour imprimer un tourbillonnement au réfrigérant (M1) s'écoulant dans le
premier passage (32) de réfrigérant.
4. Aube (10) de turbine suivant la revendication 3,
dans laquelle une étanchéité pouvant être déterminée dans la direction (R) d'envergure
est la plus grande aux ouvertures (33) de passage à l'extrémité (20) du côté de l'emplanture
et de préférence diminue par palier ou d'une manière continue vers la pointe (22)
de l'aube.
5. Aube (10) de turbine suivant l'une des revendications précédentes,
dans laquelle il est prévu dans chaque passage (44, 54) de réfrigérant de bord arrière
une pluralité de dés (53) disposés suivant un motif.
6. Aube (10) de turbine suivant l'une des revendications précédentes,
dans laquelle il est prévu deux bras (36a, 36b) de canal de refroidissement, qui élargissent
le deuxième passage (34) de réfrigérant, qui s'élargissent vers l'intérieur radialement
au fur et à mesure qu'ils s'étendent dans la direction de corde et qui débouchent
dans le troisième passage (38) de réfrigérant.
7. Aube (10) de turbine suivant la revendication 6,
dans laquelle entre le deuxième passage (34) de réfrigérant et le passage (52) en
serpentin est disposée une cloison (60), qui relie entre elles les deux parois (14,
16) latérales et qui s'étend dans la direction (S) de corde, dans laquelle la cloison
(60) forme au fur et à mesure du rapprochement du bord (26) intérieur un coin (62)
de déplacement, de préférence en pointe, qui, en liaison avec les surfaces intérieures
des deux parois (14, 16) latérales, délimite latéralement les deux bras (36a, 36b)
de canal de refroidissement.
8. Aube (10) de turbine suivant l'une des revendications précédentes,
dans laquelle il est prévu une nervure (49h) de séparation arrière s'étendant dans
la direction (R) d'envergure entre le troisième passage (38) de réfrigérant et le
deuxième passage (44) de réfrigérant de bord arrière.
9. Aube de turbine suivant l'une des revendications précédentes,
dans laquelle le bord (26) arrière a une hauteur normée de 100%, commençant à son
extrémité (20) du côté de l'emplanture à 0% et se terminant à la pointe (22) de l'aube
à 100% et,
dans laquelle les deux passages (44, 54) de réfrigérant de bord arrière sont séparés
l'un de l'autre par une nervure (64) de séparation, qui s'étend principalement dans
la direction (S) de corde et qui est disposée à une hauteur comprise entre 45% et
75% de la hauteur normée.
10. Aube (10) de turbine sur l'une des revendications précédentes,
dans laquelle le passage (52) de réfrigérant en serpentin comprend au moins deux tronçons
(55a, 55b) de canal s'étendant dans la direction d'envergure et au moins deux tronçons
(57a, 57b) de retour, dans laquelle le tronçon (57b) de retour plus loin en aval dans
le courant de réfrigérant communique en technique d'écoulement directement avec le
premier passage (54) de réfrigérant de bord arrière.
11. Aube (10) de turbine suivant la revendication 10,
dans laquelle les deux tronçons (55a, 55b) de canal sont conformés au moyen d'un corps
(70) de déplacement et au moyen des deux parois (14, 16) latérales, considéré en section
transversale du corps (18) de l'aube, sensiblement chacun en forme de C en ayant un
bras (55as, 55bs) de canal du côté d'extrados et un bras (55ad, 55bd) de liaison reliant
les deux bras de canal (55av, 55bv) et sont disposés l'un par rapport à l'autre de
manière à entourer à peu près complètement le corps (70) de déplacement.
12. Aube de turbine suivant la revendication 11,
dans laquelle le corps (70) de déplacement enveloppe, considéré en section transversale,
une cavité (72) et, est appuyé par des entretoises (71) sur les deux parois (14, 16)
latérales.
13. Aube (10) de turbine suivant l'une des recommandations 11 ou 12,
dans laquelle, le passage (52) de réfrigérant en serpentin est délimité par au moins
une, de préférence par deux, nervures (66h, 66v) d'appui reliant la paroi (14) latérale
d'intrados à la paroi (16) latérale d'extrados, nervures qui s'étendent de l'extrémité
du côté de l'emplanture à la pointe de l'aube et dans laquelle de préférence il est
prévu sur les nervures (66v, 66h) d'appui ou sur les surfaces intérieures, délimitant
les bras (55av, 55bv) de liaison, du corps (70) de déplacement, des éléments, de préférence
des dispositifs de turbulence, qui réduisent un écoulement transversal de réfrigérant
du bras (55as, 55bs) de canal extrados au bras (55ad, 55bd) de canal d'intrados par
le bras (55av, 55bv) de liaison.
14. Aube (10) de turbine suivant la revendication 12 ou 13, dans laquelle il ne peut pas
passer du réfrigérant (M) dans la cavité (72) et en particulier elle n'a pas d'ouverture
de sortie pour du réfrigérant (M) (cavité d'eau morte).
15. Aube (10) de turbine suivant l'une des revendications 12 à 14,
qui est coulée et dans laquelle une ouverture (74a), qui est présente dans l'emplanture
(12) de l'aube après la coulée de l'aube de turbine et qui est en communication directe
avec la cavité (72), est fermée par une plaque (76a) de recouvrement fabriquée séparément.
16. Aube de turbine suivant l'une des revendications 1 à 14, qui est coulée.
17. Aube (10) de turbine suivant les revendications 15 ou 16, dans laquelle une ouverture
(74b), qui est présente dans l'emplanture (12) de l'aube après la coulée de l'aube
de turbine et qui est en communication directe avec le premier passage (54) de réfrigérant
de bord arrière, est fermé par une plaque (76b) de recouvrement fabriquée séparément.
18. Aube (10) de turbine suivant l'une des revendications précédentes, dans laquelle pour
chaque chemin (30, 50) de refroidissement sont prévus une ou plusieurs entrées (80),
qui communiquent directement en technique d'écoulement avec le premier passage (32)
de réfrigérant et respectivement le passage (31) d'alimentation ou avec le passage
(52) de réfrigérant en serpentin et respectivement l'un de ses tronçons (55a) de canal.
19. Aube (10) de turbine suivant l'une des revendications précédentes,
ayant un rapport HSP/SL d'aspect de corps d'aube d'une envergure (HSP) de bord arrière,
rapportée à une longueur (SL) de corde à prendre à l'extrémité du côté de l'emplanture,
qui est inférieur ou égal à 3,0.
20. Utilisation d'une aube (10) de turbine suivant l'une des revendications précédentes,
dans un premier ou un deuxième étage de turbine d'une turbine à gaz fixe, ayant une
température d'entrée de turbine se produisant lors d'un fonctionnement nominal ISO
d'au moins 1300°C et/ou ayant un rapport de pression de compresseur se produisant
à un fonctionnement nominal ISO supérieur ou égal à 19:1.
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