Technisches Gebiet
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Gelenkvorrichtung für eine Klappeneinheit
eines Kraftfahrzeugs sowie eine Klappeneinheit für ein Kraftfahrzeug, wobei die Klappeneinheit
eine Gelenkvorrichtung aufweist.
Stand der Technik
[0002] Im Fahrzeugbau, insbesondere Serienfahrzeugbau, besteht heutzutage der Bedarf, einen
Innenraum, insbesondere einen Fahrgastraum, eines Kraftfahrzeugs, zum Beispiel Personenkraftwagens
und/oder Lastkraftwagens, mit einer Vielzahl von Klappenelementen auszurüsten, welche
beispielsweise dazu ausgebildet sind, als Deckel eines Staufachs zu dienen und/oder
unterschiedliche Einstellungsmöglichkeiten für einen Nutzer des Kraftfahrzeugs bereitzustellen.
Bei einem solchen Klappenelement kann es sich beispielsweise um eine verstellbare
Armauflage, insbesondere einer Mittelkonsole, im Innenraum des Kraftfahrzeugs handeln.
Des Weiteren ist es im Automobilsektor bekannt, dass eine derartige verstellbare Armauflage
in Baueinheit mit einem Deckelelement für das Staufach ausgebildet sein kann. Damit
ein Nutzer des Klappenelements bzw. der Nutzer, insbesondere Fahrer, eines mit dem
entsprechenden Klappenelement ausgerüsteten Kraftfahrzeugs das Klappenelement besonders
einfach bewegen kann - beispielsweise zwischen einer Offenstellung und einer Geschlossenstellung
-, sind Einrichtungen für das Klappenelement bekannt, mittels derer das Bewegen, insbesondere
ein Öffnen, des Klappenelements, unterstützt werden. Gleichzeitig soll jedoch verhindert
werden, dass sich das Klappenelement unerwünscht, beispielsweise unabsichtlich, bewegt,
was wiederum eine Einrichtung für das Klappenelement erfordert, mittels derer das
Bewegen des Klappenelements bremsbar ist. Folglich liegt für das herkömmliche Klappenelement
bzw. für ein Bewegen desselben ein Zielkonflikt vor.
Beschreibung der Erfindung
[0003] Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Verstellen bzw. Bewegen eines Klappenelements,
insbesondere eines Kraftfahrzeugs, besonders vorteilhaft zu gestalten.
[0004] Diese Aufgabe wird durch die unabhängigen Patentansprüche gelöst. Merkmale, Vorteile
und vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Gelenkvorrichtung sind als
Merkmale, Vorteile und vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Klappeneinheit
anzusehen und umgekehrt. Weitere mögliche Ausgestaltungen der Erfindung sind in den
Unteransprüchen, der Beschreibung und den Figuren offenbart.
[0005] Erfindungsgemäß ist eine Gelenkvorrichtung für eine Klappeneinheit eines Kraftfahrzeugs
vorgeschlagen. Bei der Klappeneinheit handelt es sich zum Beispiel um eine Deckeleinheit
eines Staufachs des Kraftfahrzeugs, wobei dieses Staufach insbesondere in einem Innenraum
bzw. in einer Fahrgastzelle oder in einem Fahrgastraum des Kraftfahrzeugs angeordnet
ist. Bei dem Kraftfahrzeug handelt es sich vorzugsweise um einen Kraftwagen, insbesondere
Personenkraftwagen und/oder Lastkraftwagen. Des Weiteren kann die Klappeneinheit als
ein Armauflageelement einer Konsole, zum Beispiel Mittelkonsole, des Kraftfahrzeugs
ausgebildet sein, vorzugsweise als eine Mittelarmlehne, über welche zwei nebeneinanderliegende
Sitzplätze einer Sitzanlage des Kraftfahrzeugs bzw. Personenkraftwagens voneinander
beabstandet sind. Beispielsweise kann eine derartige Mittelarmlehne bzw. Armauflage
zwischen einem Fahrersitz und einem Beifahrersitz einer ersten Sitzreihe des Personenkraftwagens
angeordnet sein. Das Deckelelement bzw. die Armauflage ist zumindest zwischen zwei
Stellungen verstellbar, insbesondere manuell durch den Nutzer verstellbar.
[0006] Die Gelenkvorrichtung, insbesondere der Klappeneinheit, weist hierzu eine Welle auf,
welche drehfest mit einer Wellenaufnahme des Kraftfahrzeugs verbindbar ist. Das bedeutet,
dass das Kraftfahrzeug, das mit der Gelenkvorrichtung bzw. mit der Klappeneinheit
ausgerüstet ist, die Wellenaufnahme umfasst, die mit der Welle korrespondiert. Es
ist denkbar, dass die Welle als ein länglicher, polygonaler Balken ausgebildet ist.
Besonders bevorzugt ist es jedoch, wenn die Welle länglich und gerade kreiszylindrisch
ausgebildet ist. Die Welle weist weiter eine Längsmittenachse auf, durch welche eine
Schwenkachse der Gelenkvorrichtung gebildet bzw. definiert ist. Mit anderen Worten
fallen die Längsmittenachse der Welle und die Schwenkachse der Gelenkvorrichtung zusammen.
Hierbei ist für die Funktion der Klappeneinheit (und folglich für die vorliegende
Beschreibung) zu verstehen, dass die Welle in Bezug zu allen anderen Elementen der
Klappeneinheit drehfest angeordnet ist. Wird also beispielsweise beschrieben, dass
ein Element "um die Welle rotiert", erfolgt dieses Rotieren bzw. Schwenken in Bezug
zu der Längsmittenachse der Welle, das heißt in Bezug zu der Schwenkachse der Gelenkvorrichtung.
[0007] Ferner umfasst die Gelenkvorrichtung eine fest an der Welle angeordnete Stützeinheit.
Die Stützeinheit weist ein Stützelement auf, welches insbesondere als ein Stützzapfen
ausgebildet ist, welcher sich quer von der Welle wegerstreckt. Das bedeutet, dass
eine Längsmittenachse des Stützzapfens und die Längsmittenachse der Welle bzw. die
Schwenkachse der Gelenkvorrichtung zueinander quer, insbesondere senkrecht zueinander,
angeordnet sind. Hierbei überragt der Stützzapfen in radialer Richtung eine Außenumfangsfläche
der Welle. Alternativ oder zusätzlich weist die Stützeinheit ein (weiteres) Stützelement
auf, welches insbesondere als ein die Welle quer durchdringendes Loch ausgebildet
ist, wobei es sich bei diesem Loch um ein Sackloch oder um ein Durchgangsloch handeln
kann. Eine Längsmittenachse dieses Lochs ist quer, insbesondere senkrecht, zu der
Längsmittenachse der Welle bzw. zu der Schwenkachse der Gelenkvorrichtung angeordnet.
Ferner kann für die Stützeinheit vorgesehen sein, dass diese eine Vielzahl von Stützelementen
aufweist. Hierbei ist insbesondere vorgesehen, dass das jeweilige Stützelement in
Bezug zu der Längsmittenachse der Welle bzw. in Bezug zu der Schwenkachse der Gelenkvorrichtung
drehfest und translatorisch fest in/an der Welle fixiert ist.
[0008] Die Gelenkvorrichtung weist des Weiteren eine Schwenkeinheit auf, die um die Welle
zwischen einer ersten Endposition und einer zweiten Endposition schwenkbar ist. Das
bedeutet, dass die Schwenkeinheit schwenkbar an der Welle angeordnet ist, sodass die
Schwenkeinheit unter einem Schwenken bzw. Verstellen zwischen den Endpositionen um
die Welle bzw. deren Längsmittenachse - also um die Schwenkachse der Gelenkvorrichtung
- rotiert bzw. geschwenkt wird. Insbesondere weist die Schwenkeinheit einen an der
Welle angeordneten Nabenanteil auf sowie einen direkt mit dem Nabenanteil verbundenen
Hebelanteil, wobei der Hebelanteil in Bezug zu der Welle quer, insbesondere senkrecht,
angeordnet ist. Hierbei kann vorgesehen sein, dass der Nabenanteil und der Hebelanteil
kraft-, form- und/oder stoffschlüssig miteinander verbunden sind, beispielsweise einstückig
miteinander ausgebildet sind. Wie weiter unten noch genauer dargelegt wird, ist es
für die Schwenkeinheit denkbar, dass diese in Bezug zu der Welle translatorisch fest
oder translatorisch verschiebbar an/auf der Welle sitzt.
[0009] Zudem weist die Gelenkvorrichtung eine Bremseinheit auf, welche eine an der Schwenkeinheit,
insbesondere am Nabenanteil der Schwenkeinheit, fixierte, erste Bremsstruktur umfasst.
Das bedeutet, dass, indem die Schwenkeinheit um die Welle bzw. um die Schwenkachse
der Gelenkvorrichtung schwenkbar ist, die am Nabenanteil fest fixierte, erste Bremsstruktur
mit der Schwenkeinheit bzw. mit dem Nabenanteil mitverschwenkbar ist. Die Bremsstruktur
wird also unter einem Schwenken bzw. Rotieren der Schwenkeinheit um die Welle bzw.
um die Schwenkachse entlang der Außenumfangsrichtung der Welle mitrotiert. Des Weiteren
weist die Bremseinheit eine drehfest an der Welle angeordnete, zweite Bremsstruktur
auf. Die zweite Bremsstruktur sitzt - wie weiter unten noch genauer ausgeführt wird
- translatorisch fest oder translatorisch verschiebbar an/auf der Welle. Hierbei sind
die Bremsstrukturen entlang der Welle bzw. entlang einer Längserstreckungsrichtung
der Welle unmittelbar einander zugewandt.
[0010] Die Gelenkvorrichtung weist des Weiteren eine Schraubenfedereinheit auf, welche entlang
einer der Schraubenfedereinheit innewohnenden Torsionsspannrichtung unmittelbar an
der Stützeinheit und an der Schwenkeinheit angeordnet und in der ersten Endposition
der Schwenkeinheit eingespannt ist. Hierdurch ist die Schwenkeinheit, insbesondere
deren Hebelanteil, mittels der Schraubenfedereinheit entlang der Außenumfangsrichtung
der Welle in Torsionsspannrichtung, das heißt entgegen der Torsionsentspannrichtung,
gespannt. Beispielsweise sind ein erstes Ende der Schraubenfedereinheit, etwa ein
erster Endschenkel der Schraubenfedereinheit, und die Stützeinheit derart miteinander
in Zusammenwirkung gebracht, dass die Schraubenfeder über ihr erstes Ende an/in der
Stützeinheit abgestützt ist. Beispielsweise greift der erste Endschenkel der Schraubenfedereinheit
in das als das Durchgangsloch oder Sackloch ausgebildete Stützelement der Stützeinheit
ein. Alternativ oder zusätzlich ist das erste Ende der Schraubenfedereinheit bzw.
deren erster Endschenkel an dem als der Stützzapfen ausgebildeten Stützelement der
Stützeinheit abgestützt. Auf diese Weise ist ein Rotieren des Endschenkels bzw. des
ersten Endes der Schraubenfedereinheit um die Welle bzw. um die Schwenkachse der Gelenkvorrichtung
verhindert. An einem dem ersten Ende der Schraubenfedereinheit gegenüberliegenden,
zweiten Ende der Schraubenfedereinheit, beispielsweise an einem zweiten Endschenkel
der Schraubenfedereinheit, ist diese insoweit an der Schwenkeinheit, insbesondere
an dem Hebelanteil der Schwenkeinheit angeordnet, als das das zweite Ende der Schraubenfedereinheit
bzw. deren zweiter Endschenkel mit dem Hebelanteil mitrotiert wird, wenn dieser um
die Schwenkachse der Gelenkvorrichtung bzw. um die Welle rotiert wird. In der ersten
Endposition der Schwenkeinheit ist die Schraubenfedereinheit in Torsionsspannrichtung
gespannt, da der zweite Endschenkel der Schraubenfedereinheit mittels der Schwenkeinheit
bzw. mittels des Hebelanteils entsprechend gehalten ist. Mit anderen Worten ist die
Schraubenfedereinheit zwischen der Stützeinheit und der Schwenkeinheit in Torsionsspannrichtung
gespannt, wenn die Schwenkeinheit in der ersten Endposition angeordnet ist.
[0011] Für die Schraubenfedereinheit der Gelenkvorrichtung gilt des Weiteren, dass diese
entlang einer der Schraubenfedereinheit innewohnenden Translationsspannrichtung zwischen
der Stützeinheit und der Bremseinheit angeordnet und eingespannt ist. Hierbei werden
die Bremsstrukturen mittels der Schraubenfedereinheit entlang einer Längserstreckungsrichtung
der Welle entgegen der Translationsspannrichtung, das heißt in Translationsentspannrichtung,
zueinander hin gespannt. Hierbei ist die Schraubenfedereinheit über ihr erstes Ende
an der Stützeinheit abgestützt und über ihr zweites Ende - direkt oder indirekt -
an der ersten Bremsstruktur oder an der zweiten Bremsstruktur - nämlich an der derjenigen
der Bremsstrukturen, welche in Bezug zu der Längserstreckungsrichtung der Welle bzw.
in Bezug zu der Schwenkachse der Gelenkvorrichtung translatorisch verschiebbar angeordnet
ist - abgestützt.
[0012] Aufgrund der Anordnung der beschriebenen Elemente der Gelenkvorrichtung ist die Schraubenfedereinheit
entlang der Torsionsspannrichtung unter einem Schwenken der Schwenkeinheit zwischen
einer ersten Spannstellung und wenigstens einer zweiten Spannstellung verstellbar.
Das bedeutet, dass die Schraubenfedereinheit aus der ersten Spannstellung in Richtung
hin zu einer zweiten Spannstellung und/oder in die zweite Spannstellung verstellbar
ist, indem die Schwenkeinheit aus der ersten Endposition in Richtung hin zu der zweiten
Endposition und/oder in die zweite Endposition in die zweite Spannstellung verstellbar
ist.
[0013] Die Schraubenfedereinheit weist demnach eine Doppelfunktionalität auf, nämlich -
erstens - ist durch die Schraubenfedereinheit eine Torsionsfederwirkung bereitgestellt,
und - zweitens - ist mittels der Schraubenfedereinheit eine Druckfederwirkung bereitgestellt.
[0014] Die Druckfederwirkung der Schraubenfedereinheit wird wie folgt eingesetzt bzw. ausgenutzt:
In fertig montiertem Zustand der Gelenkvorrichtung liegen die Bremsstrukturen direkt
aneinander an. Hierdurch reiben die Bremsstrukturen aneinander, beispielsweise mittels
jeweiliger Reibflächen der Bremsstrukturen, wenn die Schwenkeinheit um die Welle bzw.
um die Schwenkachse der Gelenkvorrichtung geschwenkt wird, wobei aufgrund dieses Reibens
zwischen den Bremsstrukturen ein Bremsmoment erzeugt wird, dessen Betrag gegen das
Schwenken der Schwenkeinheit orientiert ist. Hierbei ist das Bremsmoment maßgeblich
von einer translatorischen Federkraft, das heißt von der Druckfederwirkung, und einem
jeweiligen Reibbeiwert der Bremsstrukturen bzw. Reibflächen abhängig. Dementsprechend:
Je stärker die Schraubenfedereinheit in Translationsspannrichtung gespannt ist, desto
stärker ist die durch die Schraubenfedereinheit erzeugte translatorische Federkraft
bzw. Druckwirkung und desto größer ist der Betrag des Bremsmoments. Besonders bevorzugt
ist die translatorische Federkraft der Schraubenfedereinheit derart gewählt oder ausgebildet,
dass die Bremsstrukturen bzw. Reibflächen mittels der Schraubenfedereinheit so fest
aneinander angedrückt werden, dass das Bremsmoment und ein massebedingtes Drehmoment
der Schwenkeinheit (gegebenenfalls inklusive eines Klappenelements) um die Welle einander
aufheben. Hierdurch sind/ist die Schwenkeinheit und/oder das Klappenelement zwischen
den Endpositionen halterbar, wodurch ein unbeabsichtigtes Schwenken der Schwenkeinheit
(zum Beispiel ein unabsichtliches Zufallen des an der Schwenkeinheit angeordneten
Klappenelements) verhindert ist.
[0015] Dabei wird die Torsionsfederwirkung der Schraubenfedereinheit wie folgt eingesetzt
bzw. ausgenutzt: Im fertig montierten Zustand der Gelenkvorrichtung wirkt ein Torsionsfedermoment
der Schraubenfedereinheit entgegen der Torsionsspannrichtung, das heißt in Torsionsentspannrichtung,
auf die Schwenkeinheit, insbesondere auf dessen Hebelanteil. Hierdurch ist die Schwenkeinheit
über deren Hebelanteil in der ersten Endposition in Richtung hin zu der zweiten Endposition
gespannt, wobei das massebedingte Drehmoment der Schwenkeinheit zumindest teilweise
durch das entsprechend entgegengesetzte Torsionsfedermoment aufgehoben wird. Mit anderen
Worten ist ein Verstellen der Schwenkeinheit aus der ersten Endposition in Richtung
hin zu der zweiten Endposition bzw. in die zweite Endposition mittels der Schraubenfedereinheit
unterstützt, indem mittels der Torsionsfederwirkung bzw. mittels des Torsionsfedermoments
der Schraubenfedereinheit die Schwenkeinheit um die Welle bzw. um die Schwenkachse
der Gelenkvorrichtung antreibbar ist. Hierbei ist zu beachten, dass das Torsionsfedermoment
das Bremsmoment nicht übersteigt, sodass das letztendliche Schwenken der Schwenkeinheit
mittels einer externen Betätigungskraft, beispielsweise durch einen Nutzer, erfolgt.
Mit anderen Worten ist für die Gelenkvorrichtung zum Beispiel vorgesehen, dass ein
selbsttätiges bzw. unerwünschtes oder unbeabsichtigtes Bewegen bzw. Schwenken der
Schwenkeinheit um die Schwenkachse mittels der Schraubenfedereinheit - insbesondere
mittels deren Druckfederwirkung - verhindert ist, wobei dennoch mittels der Schraubenfedereinheit
- insbesondere durch deren Torsionsfederwirkung - das Schwenken der Schwenkeinheit
auf der ersten Endposition in Richtung hin zu der zweiten Endposition unterstützt
ist. So ist eine Möglichkeit geschaffen, ein Klappenelement, welches mit der Gelenkvorrichtung
ausgerüstet ist, besonders vorteilhaft und sicher zu verstellen bzw. zu bewegen.
[0016] Insbesondere sind die Endpositionen, zwischen welchen die Schwenkeinheit verstellbar
ist, entlang der Außenumfangsrichtung der Welle um ein Winkelmaß von mehr als 90 Grad
voneinander entfernt. Insbesondere sind die beiden Endpositionen voneinander entlang
der Au-βenumfangsrichtung der Welle um 135 Grad entfernt. Hieraus ergibt sich in besonders
vorteilhafter Weise ein besonders großer Verstellbereich der Schwenkeinheit und gegebenenfalls
des daran befestigten bzw. angeordneten Klappenelements. Insbesondere in Bezug zu
einer X-Y-Ebene des mit der Gelenkvorrichtung bzw. Klappeneinheit ausgerüsteten Kraftfahrzeugs
ist die Schwenkeinheit, insbesondere deren Hebelanteil, in der ersten Endposition
parallel zu dieser X-Y-Ebene angeordnet, das heißt um 0 Grad um die Schwenkachse bzw.
um die Welle verstellt bzw. verschwenkt. Vereinfacht ausgedrückt ist in der ersten
Endposition die Schwenkeinheit bzw. deren Hebelanteil in Bezug zu dem Kraftfahrzeug
waagerecht angeordnet. Dahingegen ist die Schwenkeinheit, insbesondere deren Hebelanteil,
in der zweiten Endposition um mehr als 90 Grad, insbesondere um 135 Grad, in Bezug
zu der Schwenkachse bzw. Welle verstellt. Diese zweite Endposition ist insbesondere
dann von Vorteil, wenn die Schwenkeinheit (gegebenenfalls inklusive des Klappenelements)
zwischen zwei Einzelsitzen des Kraftfahrzeugs, beispielsweise als Teil einer Mittelkonsole
des Kraftfahrzeugs, ausgebildet ist. Denn ist es dem Nutzer der Gelenkvorrichtung
bzw. der mit der Gelenkvorrichtung ausgerüsteten Klappeneinheit ermöglicht, die Schwenkeinheit
um mehr als 90 Grad zu verschwenken, stößt der Nutzer nicht in unerwünschter Weise
mit seinem der Gelenkvorrichtung zugewandten Arm an die Schwenkeinheit, insbesondere
nicht an das daran befestigte Klappenelement. Dementsprechend ermöglicht die Gelenkvorrichtung
ein besonders ergonomisches und vorteilhaftes Bedienen der Klappeneinheit bzw. des
Klappenelements.
[0017] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Gelenkvorrichtung ist zwischen
der ersten Endposition und der zweiten Endposition eine erste Schwenkzwischenposition
angeordnet, welche entlang der Außenumfangsrichtung der Welle um ein erstes Zwischenpositionswinkelmaß
von weniger als 45 Grad von der ersten Endposition entfernt ist. Insbesondere beträgt
das Zwischenpositionswinkelmaß weniger als 30 Grad, vorzugsweise 20 Grad bis 25 Grad.
Es ist hierbei vorgesehen, dass die Schwenkeinheit mittels der Schraubenfedereinheit
in der ersten Schwenkzwischenposition entlang der Torsionsspannrichtung der Schraubenfedereinheit
gehalten ist. Da - wie bereits weiter oben dargelegt - in der ersten Endposition die
Schraubenfedereinheit entlang der Torsionsspannrichtung zwischen der Schwenkeinheit,
insbesondere deren Hebelanteil, und dem Stützelement gespannt ist, bedeutet das für
die erste Schwenkzwischenposition, dass diese erreicht ist, wenn das Torsionsfedermoment
der Schraubenfedereinheit und ein Gegendrehmoment sich gegenseitig aufheben. Das Gegendrehmoment
ist dabei eine Summe aus dem dem Torsionsfedermoment entgegenwirkenden, massebedingten
Drehmoment der Schwenkeinheit (gegebenenfalls inklusive des Klappenelements) und dem
mittels der Bremseinheit erzeugten Bremsmoment.
[0018] Es korrespondieren also die Masse und die Schwenkeinheit, insbesondere des Hebelanteils
(gegebenenfalls inklusive des daran angeordneten Klappenelements), eine Gestalt der
Bremsstrukturen sowie sowohl eine Torsionsfederkonstante als auch eine Translationsfederkonstante
der Schraubenfedereinheit derart miteinander, dass in der Schwenkzwischenposition
das Torsionsfedermoment, das Drehmoment der Schwenkeinheit und das Bremsmoment einander
aufheben. Anders ausgedrückt ist die Schwenkeinheit bei zumindest teilweise gegenüber
der ersten Endposition entspannter Schraubenfedereinheit in der Schwenkzwischenposition
gehalten, indem ein resultierendes, auf die Schwenkeinheit wirkendes Drehmoment gleich
null ist.
[0019] In diesem Zusammenhang ist es insbesondere bevorzugt, wenn aufgrund eines Entspannens
der Schraubenfedereinheit entgegen Torsionsspannrichtung, das heißt in Torsionsentspannrichtung,
die Schwenkeinheit in die erste Schwenkzwischenposition schwenkbar ist. Hierbei ist
insbesondere die Translationsfederkonstante derart ausgewählt bzw. ausgebildet, dass
das Bremsmoment unter einem Entspannen der Schraubenfedereinheit überwindbar ist,
wodurch die Schwenkeinheit ohne extern auf die Gelenkvorrichtung aufgebrachte Betätigungskraft,
etwa eines Nutzers der Gelenkvorrichtung, selbsttätig in Richtung hin zu der zweiten
Endposition - beispielsweise in Richtung hin zu der ersten Schwenkzwischenposition
und/oder in die erste Schwenkzwischenposition - schwenkbar ist.
[0020] In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung weist die Gelenkvorrichtung ein Verriegelungselement
auf, mittels dessen die Schwenkeinheit in der ersten Endposition reversibel zerstörungsfrei
lösbar gegen ein Schwenken aus der ersten Endposition sperrbar ist. Beispielsweise
ist das Verriegelungselement direkt oder indirekt an der Schwenkeinheit angeordnet.
Ferner korrespondiert das Verriegelungselement mit einem im/am Kraftfahrzeug angeordneten,
weiteren Verriegelungselement, wobei die Verriegelungselemente insbesondere zum Vermitteln
einer reversibel zerstörungsfrei lösbaren Verbindungseinrichtung ausgebildet sind.
Diese Verbindungseinrichtung ist zum Beispiel gebildet, wenn die Schwenkeinheit in
der ersten Endposition angeordnet ist, wobei die Verbindungseinrichtung beispielsweise
durch eine Betätigungshandlung des Nutzers öffenbar ist. Es ist dann insbesondere
vorgesehen, dass - aufgrund der Betätigungshandlung des Nutzers - die Schwenkeinheit
ohne weiteres Zutun des Nutzers, das heißt, automatisch, aus der ersten Endposition
aufspringt, insbesondere in die erste Schwenkzwischenposition.
[0021] Im Betrieb der Gelenkvorrichtung wird also die Schwenkeinheit unter einem Lösen bzw.
Entriegeln der Verbindungseinrichtung aus der ersten Endposition herausgeschwenkt.
Denn die Schwenkeinheit wird durch die sich entspannende Schraubenfedereinheit entlang
der Au-ßenumfangsrichtung der Welle bzw. in Torsionsentspannrichtung angetrieben,
so lang bzw. so weit, bis das Torsionsfedermoment der Schraubenfedereinheit das Gegendrehmoment
(Drehmoment der Schwenkeinheit + Bremsmoment) ausgleicht oder ausgeglichen hat.
[0022] Weiter ist für die Verbindungseinrichtung vorgesehen, dass diese über ein Betätigungselement
entriegelbar ist, indem, unter Aufbringen einer Betätigungskraft von mindestens 5
N (Newton) und maximal 25 N über einen Betätigungsweg von 5 mm (Millimeter) auf das
Betätigungselement, dieses entsprechend betätigbar ist. Hierbei ist der Betätigungsweg,
insbesondere in Bezug zu dem Koordinatensystem des Kraftfahrzeugs parallel zu einer
Längsachse (x) des Kraftfahrzeugs. Hierbei ist es denkbar, dass das Betätigungselement
an dem Klappenelement oder am/im Kraftfahrzeug angebracht ist, jedenfalls in einem
Zugriffsbereich des Nutzers der Gelenkvorrichtung bzw. des Kraftfahrzeugs.
[0023] So ist ein besonders effizientes Verstellen der Schwenkeinheit der Gelenkvorrichtung
gewährleistet, wobei der Nutzer lediglich die Verbindungseinrichtung zu öffnen hat,
sodass dann die Schwenkeinheit aus der ersten Position aufspringt. Insbesondere springt
hierbei die Schwenkeinheit - und insbesondere das daran befestigte Klappenelement
- so weit auf, dass es dem Nutzer problemlos ermöglicht ist, mit einer (insbesondere
behandschuhten) Hand das Klappenelement zu untergreifen und besonders einfach weiter
in Richtung hin zu der zweiten Endposition zu verschwenken.
[0024] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Gelenkvorrichtung ist vorgesehen, dass zwischen
der ersten Endposition und der zweiten Endposition eine zweite Schwenkzwischenposition
angeordnet ist, welche entlang der Außenumfangsrichtung der Welle um ein zweites Zwischenpositionswinkelmaß
von mehr als 45 Grad von der ersten Endposition entfernt ist. In Bezug auf die Außenumfangsrichtung
der Welle bzw. in Bezug auf die erste Endposition ist die zweite Schwenkzwischenposition
zwischen der ersten Schwenkzwischenposition und der zweiten Endposition angeordnet.
Besonders bevorzugt ist es, wenn das zweite Zwischenpositionswinkelmaß 90 Grad beträgt.
[0025] Die Welle und die Schraubenfedereinheit sind insbesondere koaxial zueinander angeordnet.
Das bedeutet, dass die Längsmittenachse der Welle und eine Längsmittenachse der Schraubenfedereinheit
miteinander zusammenfallen. Hierbei ist die Welle durch die Schraubenfedereinheit,
insbesondere durch einen Helixanteil der Schraubenfedereinheit, entlang der Au-βenumfangsrichtung
der Welle umgriffen. Denn die Welle erstreckt sich im montierten Zustand der Gelenkvorrichtung
durch einen Federinnenraum der Schraubenfedereinheit hindurch. Hierbei ist der Federinnenraum
ein von Windungen des Helixanteils der Schraubenfedereinheit radial nach außen abgegrenzter
Raum. Der Federinnenraum ist - wenn die Schraubenfedereinheit bzw. deren Helixanteil
allein betrachtet wird - frei von einem Material. Auf diese Weise ergibt sich ein
Bauraumvorteil, da die Schraubenfedereinheit und die Welle besonders platzsparend
bzw. bauraumeffizient aneinander angeordnet sind.
[0026] Einer weiteren Ausgestaltung der Gelenkvorrichtung zufolge ist die Bremseinheit entlang
der Welle bzw. entlang der Längserstreckungsrichtung der Welle unmittelbar zwischen
der Schraubenfedereinheit und der Schwenkeinheit angeordnet. In diesem Fall weist
dann die Gelenkvorrichtung, insbesondere die Bremseinheit, die zweite Bremsstruktur
auf, welche entlang der Welle bzw. entlang der Schwenkachse unter einem translatorischen
Spannen bzw. Entspannen der Schraubenfedereinheit bewegbar angeordnet ist. Dahingegen
ist die erste Bremsstruktur, welche der zweiten Bremsstruktur entlang der Schwenkachse
bzw. entlang der Welle der ersten Bremsstruktur entgegengesetzt ist, in Bezug zu der
Welle translatorisch fest angeordnet. Das bedeutet, dass die Schraubenfedereinheit
entgegen Translationsspannrichtung bzw. in Translationsentspannrichtung direkt an
der ersten Bremsstruktur anliegt, wodurch diese entlang der Schwenkachse in Richtung
hin zu der verschiebefest angeordneten ersten Bremsstruktur gespannt ist. Hierbei
ist es insbesondere ermöglicht, dass die Schwenkeinheit und das Klappenelement aneinander
befestigt, insbesondere einstückig miteinander ausgebildet sind. Ferner kann vorgesehen
sein, dass die Schwenkeinheit zumindest teilweise durch das Klappenelement gebildet
ist. Hieraus ergibt sich in vorteilhafter Weise ein besonders einfacher bzw. wenig
komplizierter Aufbau der Gelenkvorrichtung, insbesondere der Klappeneinheit.
[0027] In alternativer Ausgestaltung der Gelenkvorrichtung ist die Schwenkeinheit entlang
der Welle bzw. entlang deren Längsmittenachse unmittelbar zwischen der Schraubenfedereinheit
und der Bremseinheit angeordnet. Hierbei ist vorgesehen, dass die erste Bremsstruktur
entlang der Längsmittenachse der Welle und unter einem translatorischen Spannen bzw.
Entspannen der Schraubenfedereinheit translatorisch verschiebbar ist. Dahingegen ist
die zweite Bremsstruktur in dieser zweiten Alternative der Gelenkvorrichtung in Bezug
zu der Schwenkachse bzw. in Bezug zu der Längsmittenachse der Welle translatorisch
fest angeordnet. Beispielsweise sind die zweite Bremsstruktur und die Welle einstückig
miteinander ausgebildet.
[0028] Es hat sich für die Gelenkvorrichtung weiter als vorteilhaft herausgestellt, wenn
eine der Bremsstrukturen einen Bremsstrukturkörper umfasst, wobei die andere der Bremsstrukturen
eine korrespondierende Bremsstrukturkörperaufnahme umfasst. Das bedeutet, dass der
Bremsstrukturkörper und die Bremsstrukturkörperaufnahme derart miteinander korrespondieren,
dass der Bremsstrukturkörper, zumindest teilweise, in der Bremsstrukturkörperaufnahme
anordenbar ist. Dementsprechend greift bei fertig montierter Gelenkvorrichtung der
Bremsstrukturkörper entlang der Welle in die Bremsstrukturkörperaufnahme ein, sodass
der Bremsstrukturkörper entlang der Außenumfangsrichtung der Welle von der Bremsstrukturkörperaufnahme
umgriffen ist. Hierbei ist insbesondere vorgesehen, dass der Bremsstrukturkörper und
die Bremsstrukturaufnahme innenseitig der Bremsstrukturkörperaufnahme direkt aneinander
angrenzen. Dabei weist der Bremsstrukturkörper eine Außenumfangsfläche auf, wobei
die Bremsstrukturkörperaufnahme eine Innenumfangsfläche aufweist, welche in montiertem
Zustand der Gelenkvorrichtung flächenparallel zueinander ausgebildet sind. Denn es
ist insbesondere vorgesehen, dass der Bremsstrukturkörper und die Bremsstrukturkörperaufnahme
unter einem Schwenken bzw. Verstellen der Schwenkeinheit innenseitig aneinander abgleiten.
Das bedeutet, dass die Außenumfangsfläche des Bremsstrukturkörpers und die Innenumfangsfläche
der Bremsstrukturkörperaufnahme die Reibflächen der jeweiligen Bremsstruktur aufweisen
können oder aus dieser gebildet sein können.
[0029] Beispielsweise weisen der Bremsstrukturkörper und die Bremsstrukturkörperaufnahme
jeweils eine Gestalt eines geraden Kreiszylinders auf. Ferner ist es denkbar, dass
der Bremsstrukturkörper und die Bremsstrukturkörperaufnahme jeweils eine Gestalt eines
geraden Kreiskegelstumpfs aufweisen. Je nach Geometrie bzw. Gestalt der Bremsstrukturkörperaufnahme
und des Bremsstrukturkörpers ist ein zwischen den Bremsstrukturen wirkendes und einem
Schwenken der Schwenkeinheit entgegengesetztes Bremsmoment erzeugbar, welches dann
von einer Translationsfederkraft bzw. Druckwirkung der Schraubenfedereinheit, einem
jeweiligen Reibbeiwert der Bremsstrukturen bzw. Reibflächen sowie von einem Stoßwinkel
der Bremseinheit abhängt. Unter einem Stoßwinkel ist in diesem Zusammenhang ein Winkel
in Bezug zu der Translationsspannrichtung der Schraubenfedereinheit zu verstehen,
unter welchem die Bremsstruktur und die Bremsstrukturkörperaufnahme aneinander angrenzen
oder anliegen. Auf diese Weise lässt sich die Gelenkvorrichtung, insbesondere die
Bremseinheit der Gelenkvorrichtung, besonders einfach und aufwandsarm, beispielsweise
mittels einer entsprechenden Auswahl der Gestalt der Bremsstrukturkörperaufnahme und
des Bremsstrukturkörpers an einen vorgegebenen bzw. vorgebbaren Einsatzzweck der Gelenkvorrichtung
anpassen.
[0030] Ferner ist es bei der Gelenkvorrichtung von Vorteil, wenn die Bremseinheit ein Formschlusselementpaar
umfasst, das ein erstes Formschlusselement und ein zweites Formschlusselement aufweist.
Hierbei ist das erste Formschlusselement an der ersten Bremsstruktur ausgebildet und
demnach um die Welle bzw. um die Schwenkachse rotierbar, indem die Schwenkeinheit
um die Schwenkachse rotierbar ist. Das zweite Formschlusselement ist an der zweiten
Bremsstruktur ausgebildet und demnach drehfest mit der Welle verbunden. Die beiden
Formschlusselemente korrespondieren zum Schließen eines reversibel zerstörungsfrei
lösbaren Formschlusses zwischen der Schwenkeinheit und der Welle miteinander. Des
Weiteren sind die Formschlusselemente - aufgrund eines Schwenkens der Schwenkeinheit
in eine Formstellung - unter gleichzeitigem Entspannen der Schraubenfedereinheit entgegen
Translationsspannrichtung (das heißt in eine dritte Spannstellung) miteinander in
Eingriff bringbar. Darüber sind die Formschlusselemente - aufgrund eines Schwenkens
der Schwenkeinheit aus der Formschlussstellung heraus - unter gleichzeitigem Spannen
der Schraubenfedereinheit in Translationsspannrichtung (das heißt in eine vierte Spannstellung)
voneinander lösbar. Daraus folgt, dass die Schraubenfedereinheit unter einem Schwenken
der Schwenkeinheit zwischen der ersten Spannstellung und der zweiten Spannstellung
verstellbar ist und gleichzeitig zwischen der dritten Spannstellung und der vierten
Spannstellung. Die Formschlusselemente greifen also ineinander ein bzw. bilden miteinander
den reversibel zerstörungsfrei lösbaren Formschluss, wenn die Schwenkeinheit in die
Formschlussstellung geschwenkt ist. Auf diese Weise ist eine Möglichkeit geschaffen,
die Schwenkeinheit, insbesondere zwischen der ersten Endposition und der zweiten Endposition
formschlüssig zu arretieren, sodass die Schwenkeinheit in der Formschlussstellung
noch sicherer gegen ein unbeabsichtigtes oder unerwünschtes Bewegen, insbesondere
ein Zufallen, sicherbar ist.
[0031] Insbesondere sind die Formschlusselemente entlang der Schwenkachse bzw. entlang der
Translationsspannrichtung einander gegenüber angeordnet, sodass die Formschlusselemente
mittels der Schraubenfedereinheit in der Formschlussstellung direkt aneinander gespannt
sind. Das bedeutet, dass die Formschlusselemente in der Formschlussstellung der Schwenkeinheit
mittels der Schraubenfedereinheit formschlüssig aneinander gesichert sind, indem die
Schraubenfedereinheit die Formschlusselemente entlang der Translationsentspannrichtung
aneinander oder ineinander drückt. Auf diese Weise ist der mittels der Formschlusselemente
gebildete bzw. bildbare Formschluss zuverlässig gegen ein unbeabsichtigtes Lösen gesichert,
wodurch die Schwenkeinheit noch zuverlässiger in der Formschlussstellung reversibel
lösbar und arretierbar ist.
[0032] Des Weiteren - gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Gelenkvorrichtung
- sind die Bremsstrukturen entlang der Welle über eines oder mehr der Formschlusselemente
voneinander beabstandet, wenn die Schwenkeinheit außerhalb der Formschlussstellung
angeordnet ist. Hierbei ist die Schraubenfedereinheit entlang der Translationsspannrichtung
stärker gespannt als in der Formschlussstellung. Ist also die Schwenkeinheit außerhalb
der Formschlussstellung angeordnet und/oder wird die Schwenkeinheit außerhalb der
Formschlussstellung um die Schwenkachse geschwenkt bzw. rotiert, gleiten die Bremsstrukturen,
insbesondere die Reibflächen, nicht mehr direkt aneinander ab, sondern - indirekt
- über eines oder mehr der Formschlusselemente. Mit anderen Worten gleitet ein an
der ersten Bremsstruktur ausgebildetes Formschlusselement über eine an der zweiten
Bremsstruktur ausgebildete Reibfläche der Bremseinheit. Alternativ oder zusätzlich
gleitet ein an der zweiten Bremsstruktur ausgebildetes Formschlusselement über eine
an der ersten Bremsstruktur ausgebildete Reibfläche. In diesem Fall sind also die
Reibflächen der Bremsstrukturen über das Entsprechende der Formschlusselemente voneinander
beabstandet, wobei die Schraubenfedereinheit in Translationsspannrichtung gespannt
ist. Hierdurch ergibt sich ein besonders geringes Bremsmoment zwischen den Bremsstrukturen,
wenn die Schwenkeinheit au-ßerhalb der Formschlussstellung angeordnet ist oder geschwenkt
wird. Infolgedessen ist die Schwenkeinheit besonders einfach, beispielsweise mittels
des Nutzers, um die Schwenkachse schwenkbar, wobei insbesondere verhindert ist, dass
die Schwenkeinheit unerwünscht bzw. unbeabsichtigt weiter als bis zur Formschlussstellung
geschwenkt wird.
[0033] In besonders vorteilhafter Ausgestaltung der Gelenkvorrichtung ist das Formschlusselementpaar
derart ausgebildet, dass die Schwenkeinheit mittels des Formschlusselementpaars reversibel
zerstörungsfrei lösbar in der ersten Schwenkzwischenposition arretierbar ist. Alternativ
oder zusätzlich ist für das Formschlusselementpaar vorgesehen, dass dieses derart
ausgebildet ist, dass die Schwenkeinheit mittels des Formschlusselementpaars reversibel
zerstörungsfrei lösbar in der zweiten Schwenkzwischenposition arretierbar ist. Demnach
kann die Gelenkvorrichtung mehr als ein Formschlusselementpaar, etwa ein der ersten
Schwenkzwischenposition zugeordnetes, erstes Formschlusselementpaar und ein der zweiten
Schwenkzwischenposition zugeordnetes, zweites Formschlusselementpaar, aufweisen. Dem
Nutzer der Gelenkvorrichtung bzw. dem Nutzer der mit der Gelenkvorrichtung ausgerüsteten
Klappeneinheit ist so besonders effizient eine haptische Rückmeldung bereitstellbar,
an welcher Position die Schwenkeinheit aktuell einrastet bzw. eingerastet ist.
[0034] Des Weiteren hat es sich für die Gelenkvorrichtung als vorteilhaft gezeigt, wenn
ein weiteres, zum Beispiel drittes Formschlusselementpaar derart ausgebildet ist,
dass die Schwenkeinheit mittels des (dritten) Formschlusselementpaars reversibel zerstörungsfrei
lösbar in der zweiten Endposition, das heißt, bei 135 Grad, arretierbar ist. Da die
zweite Endposition entlang der Außenumfangsrichtung der Welle von der ersten Endposition
um mehr als 90 Grad, insbesondere 135 Grad, entfernt ist, ist die Schwenkeinheit so
gegen ein weiteres Verschwenken, das heißt, über die zweite Endposition hinaus, wirksam
sicherbar, indem das Formschlusselementpaar miteinander einen Formschluss bildet,
wenn die Schwenkeinheit in die zweite Endposition, das heißt, um mehr als 90 Grad
bzw. um 135 Grad, aus der ersten Endposition verschwenkt ist. Alternativ oder zusätzlich
kann ein weiteres (viertes) Formschlusselementpaar vorgesehen sein, mittels dessen
die Schwenkeinheit reversibel zerstörungsfrei lösbar in der ersten Endposition arretierbar
ist. Insbesondere ist es denkbar, dass die Verriegelungseinrichtung durch das (vierte)
Formschlusselementpaar gebildet ist, wobei dann die Verriegelungseinrichtung vollständig
ein Teil der Gelenkvorrichtung ist.
[0035] Insgesamt kann für die Gelenkvorrichtung vorgesehen sein, dass diese ein an der Schwenkeinheit
angeordnetes bzw. befestigtes Klappenelement aufweist. Bei dem Klappenelement handelt
es sich beispielsweise um ein Klappenelement eines Interieurelements des Kraftfahrzeugs,
zum Beispiel um eine Armauflage. Diese ist verstellbar/verschwenkbar ausgebildet,
indem die Schwenkeinheit zwischen den Endpositionen verstellbar ist. Es ist des Weiteren
denkbar, dass die Klappeneinheit alternativ oder zusätzlich als ein Deckelelement
ausgebildet ist, etwa für ein Staufach des Kraftfahrzeugs. Dabei handelt es sich dann
bei der ersten Endposition der Schwenkeinheit um eine Geschlossen-Stellung des Deckelelements,
in welcher eine Eingriffsöffnung des Staufachs mittels des Deckelelements gegen ein
Hindurchgreifen gesperrt ist. Ist die Schwenkeinheit bzw. das Deckelelement aus der
ersten Endposition ausgerückt, beispielsweise in die erste Schwenkzwischenposition,
in die zweite Schwenkzwischenposition oder in die zweite Endposition geschwenkt, ist
das Deckelelement in eine Offenstellung verstellt, in welcher die Eingriffsöffnung
für das Hindurchgreifen zumindest teilweise freigegeben ist.
[0036] Die Erfindung betrifft des Weiteren eine Klappeneinheit für ein Kraftfahrzeug, wobei
die Klappeneinheit eine gemäß der vorstehenden Beschreibung ausgebildete Gelenkvorrichtung
umfasst.
[0037] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung können sich aus der nachfolgenden
Beschreibung möglicher Ausführungsbeispiele sowie anhand der Zeichnung ergeben. Die
vorstehend in der Beschreibung genannten Merkmale und Merkmalskombinationen sowie
die nachfolgend in der Figurenbeschreibung und/oder in den Figuren alleine gezeigten
Merkmale und Merkmalskombinationen sind nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination,
sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar, ohne den
Rahmen der Erfindung zu verlassen.
Kurze Figurenbeschreibung
[0038] Die Zeichnung zeigt in
- Fig. 1
- eine Prinzipskizze einer ersten Ausführungsform einer eine Gelenkvorrichtung aufweisenden
Klappeneinheit;
- Fig. 2
- eine Prinzipskizze einer weiteren Ausführungsform der die Gelenkvorrichtung aufweisenden
Klappeneinheit;
- Fig. 3
- eine perspektivische Ansicht der Klappeneinheit mit der Gelenkvorrichtung;
- Fig. 4
- eine Seitenansicht der Klappeneinheit, wobei eine Schwenkeinheit in einer ersten Endposition,
in einer ersten Schwenkzwischenposition, in einer zweiten Schwenkzwischenposition
und in einer zweiten Endposition dargestellt ist;
- Fig. 5
- eine Seitenansicht der Klappeneinheit mit der Gelenkvorrichtung;
- Fig. 6
- eine Draufsicht der Klappeneinheit mit der Gelenkvorrichtung;
- Fig. 7
- eine geschnittene Seitenansicht (Heckansicht) der die Gelenkvorrichtung aufweisenden
Klappeneinheit;
- Fig. 8
- eine perspektivische Ansicht der Klappeneinheit, wobei die Gelenkvorrichtung ein Formschlusselementpaar
umfasst; und
- Fig. 9
- eine Detailansicht des Formschlusselementpaars der Gelenkvorrichtung.
[0039] In den Figuren sind gleiche/funktionsgleiche Elemente mit gleichen Bezugszeichen
versehen.
[0040] In der vorstehenden Beschreibung werden eine Gelenkvorrichtung 1 und eine Klappeneinheit
2 gemeinsam miteinander beschrieben, wobei insbesondere vorgesehen ist, dass die Klappeneinheit
2 die Gelenkvorrichtung 1 aufweist. Die Klappeneinheit 2 ist insbesondere für ein
Kraftfahrzeug (nicht dargestellt) vorgesehen, welches zum Beispiel als ein Kraftwagen,
etwa ein Personenkraftwagen und/oder Lastkraftwagen, ausgebildet ist. Hierbei ist
die Klappeneinheit 2, und infolgedessen die Gelenkvorrichtung 1, in einem Innenraum
eines Kraftfahrzeugs anordenbar bzw. angeordnet, wobei dieser Innenraum zum Beispiel
als ein Fahrgastraum bzw. als eine Fahrgastzelle ausgebildet ist.
[0041] Die Klappeneinheit 2 ist mitsamt der Gelenkvorrichtung 1 in Fig. 1 dargestellt, welche
eine schematische Prinzipskizze einer ersten Ausführungsform der die Gelenkvorrichtung
1 aufweisenden Klappeneinheit 2 zeigt. Die Gelenkvorrichtung 1 weist eine Welleneinheit
3 auf, welche eine Welle 4 umfasst, die drehfest mit einer Wellenaufnahme 5 (siehe
Fig. 3) verbindbar ist. Im vorliegenden Beispiel ist die Welle 4 länglich und gerade
kreiszylindrisch ausgebildet. Durch eine Längsmittenachse 6 der Welle 4 ist eine Schwenkachse
7 der Gelenkvorrichtung 1 gebildet. Das bedeutet, dass die Gelenkvorrichtung 1 die
Schwenkachse 7 aufweist, wobei die Schwenkachse 7 und die Längsmittenachse 6 der Welle
4 miteinander zusammenfallen.
[0042] Des Weiteren weist die Gelenkvorrichtung 1 eine fest an der Welle angeordnete Stützeinheit
8 auf, welche ein Stützelement 9 oder eine Vielzahl von Stützelementen 9 umfasst.
Im vorliegenden Beispiel ist das Stützelement 9 als ein Stützzapfen ausgebildet, wobei
sich der Stützzapfen quer von der Welle 4 wegerstreckt. Das bedeutet, dass ein distales
Ende des Stützzapfens bzw. des Stützelements 9 eine Außenumfangsfläche 10 der Welle
4 in radialer Richtung überragt.
[0043] Die Gelenkvorrichtung 1 weist weiter eine schwenkbar an der Welle 4 angeordnete Schwenkeinheit
11 auf, welche einen an der Welle angeordneten Nabenanteil 12 und einen direkt mit
dem Nabenanteil 12 verbundenen Hebelanteil 13 umfasst. Hierbei ist der Hebelanteil
13 quer zur Welle 4 bzw. quer zur Längsmittenachse 6 - also quer zur Schwenkachse
7 - angeordnet. Die Schwenkeinheit 11 ist um die Welle 4, insbesondere um deren Längsmittenachse
6, zwischen einer ersten Endposition P1 (siehe Fig. 4) und einer zweiten Endposition
P2 (siehe Fig. 4) schwenkbar bzw. rotierbar.
[0044] Es ist des Weiteren in Fig. 1 dargestellt, dass an der Schwenkeinheit 11, insbesondere
an deren Hebelanteil 13, ein Klappenelement 14 angeordnet ist. Das Klappenelement
14 ist in Fig. 1 (und in Fig. 2) transparent dargestellt und lediglich angedeutet.
Ferner ist das Klappenelement 14 in Bezug zu der Welle 4 bzw. in Bezug zu der Längsmittenachse
6, das heißt in Bezug zu der Schwenkachse 7, schwenkbar angeordnet, wobei insbesondere
vorgesehen sein kann, dass das Klappenelement 14 entlang der Welle 4 bzw. entlang
der Längsmittenachse 6 verschiebefest angeordnet ist. Vorliegend handelt es sich bei
dem Klappenelement 14 um ein Deckelelement 15 eines Staufachs 16 bzw. für das Staufach
16 (siehe Fig. 3). Bei dem Klappenelement 14 handelt es sich insbesondere um ein Klappenelement
der Klappeneinheit 2, wobei es sich bei der Klappeneinheit 2 zum Beispiel um ein Interieur-Element
des Kraftfahrzeugs handeln kann. Beispielsweise ist die Klappeneinheit 2 in/an einer
Mittelkonsole im Innenraum des Personenkraftwagens angeordnet und/oder die Mittelkonsole
ist zumindest teilweise durch die Klappeneinheit 2 gebildet. Insbesondere kann vorgesehen
sein, dass die Klappeneinheit 2, insbesondere das Klappenelement 14, eine Stützfläche
17 aufweist, die insbesondere als eine Armauflagefläche ausgebildet ist. Demnach ist
es einem Nutzer der Klappeneinheit 2, beispielsweise einem Fahrer des Personenkraftwagens,
ermöglicht, seinen Arm über die Stützfläche 17 auf der Klappeneinheit 2 aufzustützen.
Besonders bevorzugt ist es, wenn das Klappenelement 14 sowohl das Deckelelement 15
als auch die Stützfläche 17 bildet, sodass die Klappeneinheit besonders flexibel bzw.
vielseitig im Innenraum des Personenkraftwagens einsetzbar ist.
[0045] Die Gelenkvorrichtung 1 weist des Weiteren eine Bremseinheit 18 auf, welche eine
erste Bremsstruktur 19 und eine zweite Bremsstruktur 20 umfasst. Die erste Bremsstruktur
19 ist insbesondere am Nabenanteil 12 der Schwenkeinheit 11 angebracht bzw. daran
fixiert. Dementsprechend ist die erste Bremsstruktur 19 in Bezug zu der Schwenkachse
7 der Gelenkvorrichtung 1 schwenkbar bzw. drehbar an der Welle 4 gelagert. Beispielsweise
ist die erste Bremsstruktur 19 mit der Schwenkeinheit 11 bzw. mit deren Nabenanteil
12 mit verschwenkbar, indem die Schwenkeinheit 11 um die Welle 4 bzw. um die Schwenkachse
7 schwenkbar ist. Die zweite Bremsstruktur 20 ist in Bezug zu der Schwenkachse 7 drehfest
mit der Welle 4 verbunden. Hierbei sind die beiden Bremsstrukturen 19, 20, wie aus
Fig. 1 hervorgeht, einander gegenüberliegend bzw. einander entgegengesetzt entlang
der Welle 4 angeordnet.
[0046] Überdies weist die Gelenkvorrichtung 1 eine Schraubenfedereinheit 21 auf, welche
ein erstes Ende 22 und ein dem ersten Ende 22 entgegengesetztes bzw. gegenüberliegendes,
zweites Ende 23 umfasst. An dem ersten Ende 22 weist die Schraubenfedereinheit 21
einen ersten Endschenkel 24 auf, und an dem zweiten Ende 23 weist die Schraubenfedereinheit
21 einen zweiten Endschenkel 25 auf. Zwischen den Enden 22, 23 bzw. zwischen den Endschenkeln
24, 25 weist die Schraubenfedereinheit 21 einen Helixanteil 26 auf, wobei sich der
Helixanteil 26 zwischen den Enden 22, 23 erstreckt. Mit anderen Worten ist der Helixanteil
26 entlang einer Translationsspannrichtung 27 der Schraubenfedereinheit 21 beidseitig
durch die Enden 22, 23 begrenzt. Die Schraubenfedereinheit 21 ist weiter entlang einer
Torsionsspannrichtung 28 der Schraubenfedereinheit 21 unmittelbar an der Stützeinheit
8 und an der Schwenkeinheit 11 angeordnet und in der ersten Endposition P1 gespannt.
Hierbei ist die Schwenkeinheit 11, insbesondere deren Hebelanteil 13, mittels der
Schraubenfedereinheit 21 entlang einer Außenumfangsrichtung der Welle 4 in Torsionsspannrichtung
28 gespannt. Das bedeutet, dass bei fertig montierter Gelenkvorrichtung 1 ein Entspannen
der Schraubenfedereinheit 21 entgegen Torsionsspannrichtung 28 blockiert bzw. verhindert
ist, wenn die Schwenkeinheit 11 in der ersten Endposition P1 angeordnet ist. Des Weiteren
ist die Schraubenfedereinheit 21, insbesondere deren Helixanteil 26, zwischen der
Stützeinheit 8 und der Bremseinheit 18 angeordnet, wobei die Schraubenfedereinheit
21 entlang der Translationsspannrichtung 27 zwischen der Stützeinheit 8 und der Bremseinheit
18 eingespannt ist. Hierbei bzw. hierdurch sind die Bremsstrukturen 19, 20 mittels
der Schraubenfedereinheit 21 entlang der Welle 4, das heißt entlang einer Längserstreckungsrichtung
der Welle 4, entgegen der Translationsspannrichtung 27 zueinander hin gespannt.
[0047] Indem die Schraubenfedereinheit 21, insbesondere über deren zweiten Endschenkel 25,
an der Schwenkeinheit 11 bzw. an deren Hebelanteil 13 angeordnet ist, wobei die Schraubenfedereinheit
21 in Torsionsspannrichtung 28 gegen ein Entspannen gespannt ist, ist die Schraubenfedereinheit
21 entgegen der Torsionsspannrichtung 28 entspannbar, indem die Schwenkeinheit 11
entgegen Torsionsspannrichtung 28 um die Schwenkachse 7 geschwenkt wird. Das bedeutet,
dass die Schraubenfedereinheit 21 entgegen Torsionsspannrichtung 28 entspannt wird,
wenn die Schwenkeinheit 11 aus der ersten Endposition P1 ausgerückt wird, indem die
Schwenkeinheit 11 aus der ersten Endposition P1 in Richtung hin zu der zweiten Endposition
P2 um die Welle 4 geschwenkt wird.
[0048] Des Weiteren sind mittels der Schraubenfedereinheit 21 die Bremsstrukturen 19, 20
entlang der Welle 4 zueinander hin gespannt, da die Translationsspannrichtung 27 und
die Welle 4 bzw. deren Längsmittenachse 6 parallel zueinander angeordnet sind. Denn
die Schraubenfedereinheit 21 stützt sich an deren erstem Ende 22 entlang der Welle
4 an der Stützeinheit 8 ab, und über ihr zweites Ende 23 an der Bremseinheit 18, insbesondere
an einem entlang der Welle 4 translatorisch verschiebbaren Anteil der Bremseinheit
18. In diesem Zustand ist die Schraubenfedereinheit 21 zwischen der Bremseinheit 18
und der Stützeinheit 8 in Translationsspannrichtung 27 gespannt, sodass eine entlang
der Längsmittenachse 6 wirkende Translationsfederkraft die Bremsstrukturen 19, 20
aneinander spannt oder zueinander hin spannt. Denn eine der Bremsstrukturen 19, 20
ist in Bezug zu der Schwenkachse 7 der Gelenkvorrichtung 1 drehfest an der Welle 4
angebracht.
[0049] Gemäß einer ersten Alternative der Gelenkvorrichtung 1 bzw. der Klappeneinheit 2
ist die zweite Bremsstruktur 20 in Bezug zu der Welle 4 bzw. in Bezug zu deren Längsmittenachse
6 translatorisch verschiebbar an der Welle 4 angeordnet. Demgegenüber ist die erste
Bremsstruktur 19 in diesem Fall translatorisch fest bzw. verschiebefest, das heißt
translatorisch unbewegbar, entlang der Längsmittenachse 6 an der Welle 4 angebracht,
indem in diesem Fall die Schwenkeinheit 11 verschiebefest in Bezug zu der Längsmittenachse
6 an der Welle 4 angeordnet ist. Alternativ oder zusätzlich ist das Klappenelement
14 zwar um die Längsmittenachse 6 drehbar, aber translatorisch fest in Bezug zu der
Längsmittenachse 6 an der Welle 4 befestigt. Vereinfacht ausgedrückt ist die zweite
Bremsstruktur 20 mittels der Schraubenfedereinheit 21 entgegen Translationsspannrichtung
27 und entlang der Welle 4 in Richtung hin zu der ersten Bremsstruktur 19 bzw. an
diese gespannt.
[0050] Fig. 2 zeigt eine schematische Prinzipskizze einer weiteren Ausführungsform bzw.
einer zweiten Alternative der die Gelenkvorrichtung 1 aufweisenden Klappeneinheit
2. Im Unterschied zu der gemäß Fig. 1 ausgebildeten Ausgestaltung der Gelenkvorrichtung
1 ist gemäß dieser Alternative (siehe Fig. 2) vorgesehen, dass die erste Bremsstruktur
19 in Bezug zu der Längsmittenachse 6 translatorisch verschiebbar an der Welle 4 angebracht
ist. Dahingegen ist gemäß der zweiten Alternative der Gelenkvorrichtung 1 vorgesehen,
dass die zweite Bremsstruktur 20 drehfest und translatorisch fest an der Welle 4 angebracht
ist. In diesem Fall sind die Bremsstrukturen 19, 20 mittels der Schraubenfedereinheit
21 zueinander hin bzw. aneinander gespannt, indem die Translationsfederkraft die Schwenkeinheit
11 entlang der Längsmittenachse 6 in Richtung hin zu der zweiten Bremsstruktur 20
drückt. Denn gemäß der zweiten Alternative der Gelenkvorrichtung 1 ist die Schraubenfedereinheit
21 dann direkt zwischen der Stützeinheit 8 und der Schwenkeinheit 11 angeordnet, an
welcher - wie bereits weiter oben dargelegt - die erste Bremsstruktur 19 angebracht
bzw. fixiert ist.
[0051] Bei einer Zusammenschau der Fig. 1 mit der Fig. 2 wird deutlich, dass zumindest zwei
unterschiedliche Anordnungen der Elemente der Gelenkvorrichtung 1 denkbar sind. Jeweils
entlang der Längsmittenachse 6 bzw. Schwenkachse 7 und von der Stützeinheit 8 ausgehend,
ist es so zum einen denkbar, dass nach der Stützeinheit 8 die Schraubenfedereinheit
21, nach der Schraubenfedereinheit 21 die Schwenkeinheit 11 und nach der Schwenkeinheit
11 die Bremseinheit 18 angeordnet sind. Mit anderen Worten ist vorgesehen, dass die
Schwenkeinheit 11 entlang der Welle 4 unmittelbar zwischen der Schraubenfedereinheit
21 und der Bremseinheit 18 angeordnet ist. Zum anderen ist es denkbar, dass nach der
Stützeinheit 8 die Schraubenfedereinheit 21, nach der Schraubenfedereinheit 21 die
Bremseinheit 18 und nach der Bremseinheit 18 die Schwenkeinheit 11 angeordnet sind.
Das bedeutet, dass die Bremseinheit 18 entlang der Welle 4 unmittelbar zwischen der
Schraubenfedereinheit 21 und der Schwenkeinheit 11 angeordnet ist. Die beiden Alternativen
der Gelenkvorrichtung 1 sind funktionell gleich, sodass das Folgende für beide Alternativen
in gegebenenfalls analoger Weise gilt.
[0052] Fig. 3 zeigt eine perspektivische Ansicht der Klappeneinheit 2 mit der Gelenkvorrichtung
1, wobei die Klappeneinheit 2, insbesondere das Klappenelement 14, teilweise ausgebrochen
dargestellt ist. In Fig. 3 ist die Schwenkeinheit 11 und dementsprechend das daran
angeordnete Klappenelement 14 in der ersten Endposition P1 angeordnet, sodass eine
Eingriffsöffnung 29 des Staufachs 16 durch das Klappenelement 14 bzw. durch das Deckelelement
15 gegen ein Hindurchgreifen gesperrt ist. Das bedeutet, dass es sich bei der ersten
Endposition P1 um eine Geschlossenstellung des Klappenelements 14 bzw. des Deckelelements
15 handeln kann. Mit anderen Worten ist die Eingriffsöffnung 29 des Staufachs 16 vollständig
mittels des Deckelelements 15 oder des Klappenelements 14 verschlossen, wenn die Schwenkeinheit
11 in der ersten Endposition P1 angeordnet ist. Insbesondere ist bei der Gelenkvorrichtung
1 bzw. bei der Klappeneinheit 2 vorgesehen, dass die Schwenkeinheit 11 in der ersten
Endposition P1 verriegelbar ist bzw. arretierbar ist, etwa mittels einer Verriegelungseinrichtung
(nicht dargestellt), sodass die Schwenkeinheit 11 in der ersten Endposition P1 reversibel
zerstörungsfrei lösbar arretierbar ist.
[0053] Des Weiteren ist in Fig. 3 zu erkennen, dass die Bremsstrukturen 19, 20 mittels der
Schraubenfedereinheit 21 entlang der Welle 4, das heißt, entlang der Schwenkachse
7, zueinander hin gespannt sind. Denn in der ersten Endposition P1 erzeugt die Schraubenfedereinheit
21 eine translatorische Federkraft, die entgegen der Translationsspannrichtung 27
wirkt. Es ist also zu erkennen, dass die Schraubenfedereinheit 21 entlang der Welle
4 zwischen der Stützeinheit 8 und der Bremseinheit 18 eingespannt ist und dadurch
die Schwenkeinheit 11 und infolgedessen die daran fixierte, erste Bremsstruktur 19
entlang der Längsmittenachse 6 hin zu der zweiten Bremsstruktur 20 treibt. Im fertig
montierten Zustand der Gelenkvorrichtung 1 bzw. der Klappeneinheit 2 liegen also die
Bremsstrukturen 19, 20 direkt aneinander an und - wenn die Schwenkeinheit 11 um die
Schwenkachse 7 geschwenkt wird - reiben aneinander. Hierbei wird aufgrund des Reibens
ein Bremsmoment 30 (siehe Fig. 5) erzeugt, das gegen das Schwenken der Schwenkeinheit
11 orientiert ist. Mit anderen Worten wirkt das Bremsmoment 30 dem Schwenken der Schwenkeinheit
11 entgegen, beispielsweise wenn die Schwenkeinheit 11 aus der ersten Endposition
P1 in Richtung hin zu der zweiten Endposition P2 geschwenkt wird. Da die Schraubenfedereinheit
21 des Weiteren in Torsionsspannrichtung 28 zwischen der Schwenkeinheit 11 und der
drehfesten Stützeinheit 8 an der Welle 4 eingespannt ist, übt die Schraubenfedereinheit
21 ein Torsionsfedermoment 31 (siehe Fig. 5) auf die Schwenkeinheit 11 aus, wodurch
die Schwenkeinheit 11 mittels des Torsionsfedermoments 31 aus der ersten Endposition
P1 getrieben wird, insbesondere wenn die Schwenkeinheit 11 nicht länger in der ersten
Endposition P1 verriegelt ist.
[0054] Die Schraubenfedereinheit 21 weist also eine Doppelfunktionalität auf. Zum einen
wird mittels der Schraubenfedereinheit 21 das Torsionsfedermoment 31 erzeugt und zum
anderen wird mittels der Schraubenfedereinheit 21 die translatorische Federkraft erzeugt.
Das bedeutet, dass die Schraubenfedereinheit 21 zum einen eine Translationsfederkonstante
und zum anderen eine Torsionsfederkonstante aufweist. Hierbei sind die Translationsfederkonstante
und die Torsionsfederkonstante derart ausgebildet bzw. ausgewählt, dass das Bremsmoment
30 zumindest für einen Anteil des Schwenkwegs der Schwenkeinheit 11 zwischen den Endpositionen
P1, P2 durch das Torsionsfedermoment 31 überwunden wird. So ergibt sich, dass - insbesondere
nach einem Entriegeln der Schwenkeinheit 11 - die Schwenkeinheit 11 um die Welle 4
bzw. um die Schwenkachse 7 zumindest so weit bzw. zumindest so lange in Richtung hin
zu der zweiten Endposition P2 geschwenkt wird, bis das Torsionsfedermoment 31 und
ein Gegendrehmoment sich gegenseitig aufheben. Das Gegendrehmoment ist dabei eine
Summe aus dem dem Torsionsfedermoment 31 entgegenwirkenden Bremsmoment 30 und einem
massebedingten Drehmoment der Schwenkeinheit 11 (gegebenenfalls inklusive des Klappenelements
14).
[0055] Fig. 4 zeigt eine Seitenansicht der Klappeneinheit 2, wobei die Schwenkeinheit 11
in der ersten Endposition P1, in der zweiten Endposition P2, in einer ersten Schwenkzwischenposition
P3 und in einer zweiten Schwenkzwischenposition P4 dargestellt ist. Bei der Gelenkvorrichtung
1 bzw. bei der Klappeneinheit 2 ist vorgesehen, dass die erste Endposition P1 (siehe
Fig. 3) einer Winkelstellung der Schwenkeinheit 11 von 0 Grad entspricht. Des Weiteren
gilt für die Gelenkvorrichtung 1, dass die zweite Endposition P2 erreicht ist, wenn
die Schwenkeinheit 11 - ausgehend von der ersten Endposition P1 - um mehr als 90 Grad,
insbesondere 135 Grad, um die Welle 4 bzw. um die Schwenkachse 7 verschwenkt ist.
Zwischen der ersten Endposition P1 und der zweiten Endposition P2 ist die erste Schwenkzwischenposition
P3 vorgesehen, welche im vorliegenden Beispiel erreicht ist, wenn die Schwenkeinheit
11 bzw. das Klappenelement 14 - ausgehend von der ersten Endposition P1 - um weniger
als 45 Grad verschwenkt ist. Im vorliegenden Beispiel ist die erste Schwenkzwischenposition
P3 der Gelenkvorrichtung 1 erreicht, wenn die Schwenkeinheit 11 bzw. das Klappenelement
14 um weniger als 30 Grad, vorzugsweise um 20 Grad bis 25 Grad, noch bevorzugter um
genau 25 Grad, aus der ersten Endposition P1 ausgeschwenkt ist. Die Gelenkvorrichtung
1 weist weiter die zweite Schwenkzwischenposition P4 auf, welche zwischen der ersten
Endposition P1 und der zweiten Endposition P2, insbesondere zwischen der ersten Schwenkzwischenposition
P3 und der zweiten Endposition P2 angeordnet ist. Vorliegend ist die Schwenkeinheit
11 bzw. das Klappenelement 14 in der zweiten Schwenkzwischenposition P4 angeordnet,
wenn die Schwenkeinheit 11 bzw. das Klappenelement 14 ausgehend von der ersten Endposition
P1 um 90 Grad um die Schwenkachse 7 geschwenkt ist.
[0056] Im Zusammenhang mit der ersten Schwenkzwischenposition P3 ist für die Gelenkvorrichtung
1 vorgesehen, dass mittels der Schraubenfedereinheit 21 die Schwenkeinheit 11 und/oder
das daran angebrachte Klappenelement 14 in der ersten Schwenkzwischenposition P3 gehalten
sind/ist. Mit anderen Worten ist vorgesehen, dass in der ersten Schwenkzwischenposition
P3 das Torsionsfedermoment 31, das Bremsmoment 30 und das massebedingte Drehmoment
der Schwenkeinheit 11 einander aufheben, wodurch in der ersten Schwenkzwischenposition
P3 auf die Schwenkeinheit 11 bzw. auf das Klappenelement 14 in Bezug zur Schwenkachse
7 ein resultierendes Drehmoment von null wirkt. Das bedeutet, dass die Schwenkeinheit
11 bzw. das daran angeordnete Klappenelement 14 ohne Aufbringen einer externen Kraft
bzw. ohne Aufbringen eines externen Drehmoments selbsttätig in der ersten Schwenkzwischenposition
P3 gehalten ist.
[0057] Des Weiteren ist vorgesehen, dass die Schwenkeinheit 11 und insbesondere das daran
angeordnete Klappenelement 14 aufgrund eines Entspannens der Schraubenfedereinheit
21 entgegen Torsionsspannrichtung aus der ersten Endposition P1 ausschwenkbar ist.
Das bedeutet, dass - insbesondere nach einem Entriegeln des Klappenelements 14 bzw.
der Schwenkeinheit 11 - die Schraubenfedereinheit 21 entgegen Torsionsspannrichtung
28 entspannt wird, wodurch das entsprechende Torsionsfedermoment 31 das Bremsmoment
30 überwindet, und zwar insbesondere so weit bzw. so lang, bis die Schwenkeinheit
11 bzw. das Klappenelement 14 in der ersten Schwenkzwischenposition P3 angeordnet
ist. Das bedeutet, dass die Schwenkeinheit 11 automatisch bzw. selbsttätig aus der
ersten Endposition P1 in die erste Schwenkzwischenposition P3 schwenkbar ist. Hierzu
ist lediglich - falls vorhanden - die Verriegelungseinrichtung, beispielsweise mittels
eines Nutzers, zu lösen.
[0058] Fig. 5 zeigt eine Seitenansicht der Klappeneinheit 2 mit der Gelenkvorrichtung 1,
wobei die Klappeneinheit 2 teilweise ausgebrochen dargestellt ist. In Fig. 5 ist besonders
gut zu erkennen, dass die Welle 4 sich durch die Schraubenfedereinheit 21, insbesondere
durch deren Helixanteil 26, hindurch erstreckt. Denn die Welle 4 ist mittels des Helixanteils
26 in Au-ßenumfangsrichtung der Welle 4 umgriffen, wobei die Welle 4 durch einen Federfreiraum
32 der Schraubenfedereinheit 21 hindurchläuft. Insbesondere sind die Welle 4 und der
Helixanteil 26 der Schraubenfedereinheit 21 koaxial zueinander angeordnet. Das bedeutet,
dass eine Längsmittenachse der Schraubenfedereinheit 21 und die Längsmittenachse 6
der Welle 4 zusammenfallen. Die Translationsspannrichtung 27, die Torsionsspannrichtung
28, das Bremsmoment 30 sowie das Torsionsfedermoment 31 sind als entsprechender Pfeil
in Fig. 5 eingezeichnet.
[0059] In Fig. 6 ist die Klappeneinheit 2 mit der Gelenkvorrichtung 1 in einer Draufsicht
gezeigt, wobei die Klappeneinheit 2 teilweise ausgebrochen dargestellt ist. Die Bremsstrukturen
19, 20 weisen eine jeweilige Reibfläche 33, 34 auf, welche - beispielsweise als die
jeweiligen Bremsstrukturen 19, 20 - einander zugewandt bzw. entgegengesetzt sind.
Das bedeutet, dass die Reibflächen 33, 34, zum Beispiel in der ersten Endposition
P1, mittels der Schraubenfedereinheit 21 zueinander hin gespannt sind, und zwar entlang
der Schwenkachse 7 bzw. entlang der Längsmittenachse 6.
[0060] Fig. 7 zeigt eine geschnittene Seitenansicht (Heckansicht) der die Gelenkvorrichtung
1 aufweisenden Klappeneinheit 2. Die entsprechende Schnittebene VII-VII ist in Fig.
6 dargestellt. In Fig. 7 ist dargestellt, dass die Bremseinheit 18 einen Bremsstrukturkörper
35 sowie eine Bremsstrukturkörperaufnahme 36 aufweist. Der Bremsstrukturkörper 35
und die Bremsstrukturkörperaufnahme 36 korrespondieren miteinander, sodass im montierten
Zustand der Gelenkvorrichtung 1 der Bremsstrukturkörper 35 innerhalb der Bremsstrukturkörperaufnahme
36 angeordnet ist. Mit anderen Worten ist der Bremsstrukturkörper 35 in der Bremsstrukturkörperaufnahme
36 aufgenommen. Vorliegend weisen der Bremsstrukturkörper 35 und die Bremsstrukturkörperaufnahme
36 jeweils eine Gestalt eines geraden Kreiszylinders auf. Alternativ ist es denkbar,
dass der Bremsstrukturkörper 35 und die Bremsstrukturkörperaufnahme 36 jeweils eine
Gestalt eines geraden Kreiskegelstumpfs aufweisen. Jedenfalls greift der Bremsstrukturkörper
35 entlang der Welle 4 bzw. entlang der Längsmittenachse 6 und/oder entlang der Schwenkachse
7 in die Bremsstrukturkörperaufnahme 36 ein, sodass der Bremsstrukturkörper 35 entlang
der Außenumfangsrichtung der Welle 4 von der Bremsstrukturkörperaufnahme 36 umgriffen
ist. Insbesondere ist der Bremsstrukturkörper 35 entlang der Außenumfangsrichtung
der Welle 4 vollständig von der Bremsstrukturkörperaufnahme 36 umgriffen. Unter einem
Schwenken der Schwenkeinheit 11 bzw. unter einem Schwenken des Klappenelements 14
um die Schwenkachse 7 der Gelenkvorrichtung 1 gleiten eine Außenumfangsfläche des
Bremsstrukturkörpers 35 und eine Innenumfangsfläche der Bremsstrukturkörperaufnahme
36 aneinander ab, wobei zwischen der Innenumfangsfläche der Bremsstrukturkörperaufnahme
36 und der Außenumfangsfläche des Bremsstrukturkörpers 35 eine Reibung stattfindet.
Durch diese Reibung, das heißt, beim Schwenken der Schwenkeinheit 11 um die Schwenkachse
7, entsteht das Bremsmoment 30 zumindest teilweise. Durch eine entsprechende Auswahl
einer jeweiligen Geometrie der Bremsstrukturkörperaufnahme 36 und/oder des Bremsstrukturkörpers
35 lässt sich somit, insbesondere beim Herstellen der Gelenkvorrichtung 1, Einfluss
auf das Bremsmoment 30 nehmen. Mit anderen
[0061] Worten hängt das Bremsmoment 30 zumindest teilweise von einer gewählten bzw. ausgebildeten
Geometrie der Bremsstrukturkörperaufnahme 36 und/oder des Bremsstrukturkörpers 35
ab.
[0062] Fig. 8 zeigt in perspektivischer Ansicht die Klappeneinheit 2, wobei die Gelenkvorrichtung
1 ein Formschlusselementpaar 37 umfasst. Das Formschlusselementpaar 37 weist ein erstes
Formschlusselement 38 sowie ein zweites Formschlusselement 39 auf. Das erste Formschlusselement
38 ist an der ersten Bremsstruktur 19 ausgebildet, wobei das zweite Formschlusselement
39 an der zweiten Bremsstruktur 20 ausgebildet ist. Hierbei ist das Formschlusselementpaar
37 zum Bilden eines reversibel zerstörungsfrei lösbaren Formschlusses konfiguriert.
Das bedeutet, dass die Formschlusselemente 38, 39 zum Schließen bzw. Bilden des reversibel
zerstörungsfrei lösbaren Formschlusses zwischen der Schwenkeinheit 11 und der Welle
4 miteinander korrespondieren. Im vorliegenden Beispiel überragt das an der ersten
Bremsstruktur 19 ausgebildete, erste Formschlusselement 38 die erste Reibfläche 33
in Richtung hin zu der zweiten Bremsstruktur 20. Dahingegen ist das zweite Formschlusselement
39 als eine Vertiefung in der zweiten Reibfläche 33 der zweiten Bremsstruktur 20 ausgebildet.
Eine Gestalt eines der Formschlusselemente 38, 39 ist als Negativ der Gestalt des
entsprechend anderen der Formschlusselemente 38, 39 ausgebildet, sodass ermöglicht
ist, dass das eine der Formschlusselemente 38, 39 in das andere der Formschlusselemente
38, 39 eingreift. In Fig. 8 sind die Formschlusselemente 38, 39 entfernt voneinander
angeordnet, da die Schwenkeinheit 11 in Bezug zu der Welle 4 um 0 Grad verschwenkt
ist, das heißt in der ersten Endposition P1 angeordnet ist. Aufgrund eines Schwenkens
der Schwenkeinheit 11 und insbesondere unter gleichzeitigem Entspannen der Schraubenfedereinheit
21 entgegen der Translationsspannrichtung 27 sind die beiden Formschlusselemente 38,
39 miteinander in Eingriff bringbar, wodurch dann der Formschluss zwischen der Schwenkeinheit
11 und der Welle 4 geschlossen wird. In diesem Zustand ist die Schwenkeinheit 11 in
einer Formschlussstellung angeordnet. Hierbei ist die Formschlussstellung insbesondere
zwischen der ersten Endposition P1 und der zweiten Endposition P2 angeordnet. Da der
durch die Formschlusselemente 38, 39 vermittelte Formschluss reversibel zerstörungsfrei
lösbar ausgebildet ist, sind die Formschlusselemente 38, 39 aufgrund eines Schwenkens
der Schwenkeinheit 11 aus der Formschlussstellung heraus voneinander lösbar, wobei
gleichzeitig ein Spannen der Schraubenfedereinheit 21 in Translationsspannrichtung
27 erfolgt. Denn aufgrund der vorliegend dreieckigen Querschnittsfigur des jeweiligen
Formschlusselements 38, 39 gleiten die Formschlusselemente 38, 39 unter einem Entspannen
der Schraubenfedereinheit 21 aneinander ab, wodurch dann die Formschlusselemente 38,
39 ineinander eingreifen. Im vorliegenden Beispiel wird also unter einem Schwenken
der Schwenkeinheit 11 um die Schwenkachse 7 das erste Formschlusselement 38 zunächst
in Richtung hin zu dem zweiten Formschlusselement 39 gedreht, bis das erste Formschlusselement
38 in das zweite Formschlusselement 39 eingreift und dabei die Formschlusselemente
38, 39 an ihren Flanken aneinander abgleiten. Indem die Formschlusselemente 38, 39
aneinander abgleiten, entspannt sich die Schraubenfedereinheit 21 entgegen Translationsspannrichtung
27, wobei die beiden Formschlusselemente 38, 39 näher zueinander hinbewegt werden.
Da das erste Formschlusselement 38 und die Schwenkeinheit 11, insbesondere deren Nabenanteil
12, miteinander verbunden sind, beispielsweise einstückig miteinander ausgebildet
sind, wird unter einem Entspannen der Schraubenfedereinheit 21 die Schwenkeinheit
11 translatorisch entlang der Schwenkachse 7 in Richtung hin zu der zweiten Bremsstruktur
20 verschoben. Das bedeutet, dass, solang die Schwenkeinheit 11 nicht in der Formschlussstellung
angeordnet ist, die Bremsstrukturen 19, 20, insbesondere deren Reibflächen 33, 34,
entlang der Welle 4 bzw. entlang deren Längsmittenachse 6 über eines der Formschlusselemente
38, 39 voneinander beabstandet sind. In diesem Zustand ist die Schraubenfedereinheit
21 entlang der Translationsspannrichtung 27 stärker gespannt als in der Formschlussstellung.
Das bedeutet, dass mittels der Schraubenfedereinheit 21 die Formschlusselemente 38,
39 in der Formschlussstellung durch die translatorische Federkraft der Schraubenfedereinheit
21 in der Formschlussstellung gesichert sind. Dennoch lässt sich der Formschluss besonders
einfach lösen, nämlich indem die Schwenkeinheit 11 aus der Formschlussstellung herausbewegt
wird, wobei die Schraubenfedereinheit 21 entlang der Translationsspannrichtung 27
gespannt wird. Dieses Bilden bzw. Lösen des Formschlusses zwischen der Welle 4 und
der Schwenkeinheit 11 ist in Fig. 9 dargestellt, welche eine Detailansicht des Formschlusselementpaars
37 der Gelenkvorrichtung 1 zeigt.
[0063] Insbesondere sind die Formschlusselemente 38, 39 derart angeordnet, dass die Schwenkeinheit
11 mittels des Formschlusselementpaars 37 reversibel zerstörungsfrei lösbar in der
ersten Schwenkzwischenposition P3 arretierbar ist. Darüber hinaus kann ein (weiteres)
Formschlusselementpaar vorgesehen sein, mittels dessen die Schwenkeinheit 11 reversibel
zerstörungsfrei lösbar in der zweiten Schwenkzwischenposition P4 arretierbar ist.
Ferner ist ein (weiteres) Formschlusselementpaar denkbar, mittels dessen die Schwenkeinheit
11 reversibel zerstörungsfrei lösbar in der zweiten Endposition P2 arretierbar ist.
Das bedeutet, dass die Gelenkvorrichtung 1 mehr als das Formschlusselementpaar 37
aufweisen kann. Beispielsweise kann die Gelenkvorrichtung 1 eine Vielzahl von Formschlusselementpaaren
umfassen, sodass die Schwenkeinheit 11 in einer Vielzahl von Formschlussstellungen
jeweils entsprechend reversibel zerstörungsfrei lösbar und formschlüssig halterbar
ist. Von besonderem Vorteil ist es, wenn die Gelenkvorrichtung 1 bzw. die Bremseinheit
18 an der drehfest mit der Welle 4 verbundenen, zweiten Bremsstruktur 20 eine Vielzahl
von Formschlusselementen aufweist, wobei an der an der Schwenkeinheit 11 fixierten,
ersten Bremsstruktur 19 nur ein einziges Formschlusselement ausgebildet ist, welches
mit den Formschlusselementen an der zweiten Bremsstruktur 20 korrespondiert.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0064]
- 1
- Gelenkvorrichtung
- 2
- Klappeneinheit
- 3
- Welleneinheit
- 4
- Welle
- 5
- Wellenaufnahme
- 6
- Längsmittenachse
- 7
- Schwenkachse
- 8
- Stützeinheit
- 9
- Stützelement
- 10
- Außenumfangsfläche
- 11
- Schwenkeinheit
- 12
- Nabenanteil
- 13
- Hebelanteil
- 14
- Klappenelement
- 15
- Deckelelement
- 16
- Staufach
- 17
- Stützfläche
- 18
- Bremseinheit
- 19
- Bremsstruktur
- 20
- Bremsstruktur
- 21
- Schraubenfedereinheit
- 22
- Ende
- 23
- Ende
- 24
- Endschenkel
- 25
- Endschenkel
- 26
- Helixanteil
- 27
- Translationsspannrichtung
- 28
- Torsionsspannrichtung
- 29
- Eingriffsöffnung
- 30
- Bremsmoment
- 31
- Torsionsfedermoment
- 32
- Federfreiraum
- 33
- Reibfläche
- 34
- Reibflächen
- 35
- Bremsstrukturkörper
- 36
- Bremsstrukturkörperaufnahme
- 37
- Formschlusselementpaar
- 38
- Formschlusselement
- 39
- Formschlusselement
- P1
- Endposition
- P2
- Endposition
- P3
- Schwenkzwischenposition
- P4
- Schwenkzwischenposition
1. Gelenkvorrichtung (1) für eine Klappeneinheit (2) eines Kraftfahrzeugs, mit
- einer Welle (4), welche drehfest mit einer Wellenaufnahme (5) des Kraftfahrzeugs
verbindbar ist;
- einer fest an der Welle (4) angeordneten Stützeinheit (8);
- einer schwenkbar an der Welle (4) angeordneten Schwenkeinheit (11), die um die Welle
(4) zwischen einer ersten Endposition (P1) und einer zweiten Endposition (P2) schwenkbar
ist;
- einer Bremseinheit (18), welche eine an der Schwenkeinheit (11) fixierte, erste
Bremsstruktur (19) und eine drehfest an der Welle (4) angeordnete, zweite Bremsstruktur
(20) umfasst, wobei die Bremsstrukturen (19, 20) entlang der Welle (4) unmittelbar
einander zugewandt sind;
- einer Schraubenfedereinheit (21),
- welche entlang einer Torsionsspannrichtung (28) unmittelbar an der Stützeinheit
(8) und an der Schwenkeinheit (11) angeordnet und in der ersten Endposition (P1) der
Schwenkeinheit (11) eingespannt ist, wobei die Schwenkeinheit (11) mittels der Schraubenfedereinheit
(21) entlang einer Außenumfangsrichtung der Welle (4) in Torsionsspannrichtung (28)
gespannt ist; und
- welche entlang einer Translationsspannrichtung (27) zwischen der Stützeinheit (8)
und der Bremseinheit (18) angeordnet und eingespannt ist, wobei die Bremsstrukturen
(19, 20) mittels der Schraubenfedereinheit (21) entlang der Welle (4) entgegen der
Translationsspannrichtung (27) zueinander hin gespannt sind.
2. Gelenkvorrichtung (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
zwischen der ersten Endposition (P1) und der zweiten Endposition (P2) eine erste Schwenkzwischenposition
(P3) angeordnet ist, welche entlang der Außenumfangsrichtung der Welle (4) um ein
erstes Zwischenpositionswinkelmaß von weniger als 45 Grad von der ersten Endposition
(P1) entfernt ist, wobei in der ersten Schwenkzwischenposition (P3) mittels der Schraubenfedereinheit
(21) die Schwenkeinheit (11) entlang Torsionsspannrichtung (28) der Schraubenfedereinheit
(21) in der ersten Schwenkzwischenposition (P3) gehalten ist.
3. Gelenkvorrichtung (1) nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass,
aufgrund eines Entspannens der Schraubenfedereinheit (21) entgegen Torsionsspannrichtung
(28), die Schwenkeinheit (11) aus der ersten Endposition (P1) ausschwenkbar ist.
4. Gelenkvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch
ein Verriegelungselement, mittels dessen die Schwenkeinheit (11) in der ersten Endposition
(P1) reversibel zerstörungsfrei lösbar gegen ein Schwenken aus der ersten Endposition
(P1) sperrbar ist.
5. Gelenkvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
zwischen der ersten Endposition (P1) und der zweiten Endposition (P2) eine zweite
Schwenkzwischenposition (P4) angeordnet ist, welche entlang der Außenumfangsrichtung
der Welle (4) um ein zweites Zwischenpositionswinkelmaß von mehr als 45 Grad von der
ersten Endposition (P1) entfernt ist.
6. Gelenkvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Bremseinheit (18) entlang der Welle (4) unmittelbar zwischen der Schraubenfedereinheit
(21) und der Schwenkeinheit (11) angeordnet ist.
7. Gelenkvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Schwenkeinheit (11) entlang der Welle (4) unmittelbar zwischen der Schraubenfedereinheit
(21) und der Bremseinheit (18) angeordnet ist.
8. Gelenkvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
eine der Bremsstrukturen (19, 20) einen Bremsstrukturkörper (35) umfasst, und die
andere der Bremsstrukturen (19, 20) eine korrespondierende Bremsstrukturkörperaufnahme
(36) umfasst, in welche der Bremsstrukturkörper (35) entlang der Welle (4) eingreift,
wobei der Bremsstrukturkörper (35) entlang der Außenumfangsrichtung der Welle (4)
von der Bremsstrukturkörperaufnahme (36) umgriffen ist.
9. Gelenkvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Bremseinheit (18) ein Formschlusselementpaar (37) umfasst, das ein an der ersten
Bremsstruktur (19) ausgebildetes, erstes Formschlusselement (38) und ein an der zweiten
Bremsstruktur (20) ausgebildetes, zweites Formschlusselement (39) aufweist, wobei
die Formschlusselemente (38, 39) zum Schließen eines reversibel zerstörungsfrei lösbaren
Formschlusses zwischen der Schwenkeinheit (11) und der Welle (4) miteinander korrespondieren,
und die Formschlusselemente (38, 39),
- aufgrund eines Schwenkens der Schwenkeinheit (11) in eine Formschlussstellung, unter
gleichzeitigem Entspannen der Schraubenfedereinheit (21) entgegen Translationsspannrichtung
(27) miteinander in Eingriff bringbar sind; sowie,
- aufgrund eines Schwenkens der Schwenkeinheit (11) aus der Formschlussstellung heraus,
unter gleichzeitigem Spannen der Schraubenfedereinheit (21) in Translationsspannrichtung
(27) voneinander lösbar sind.
10. Gelenkvorrichtung (1) nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Formschlusselemente (38, 39) mittels der Schraubenfedereinheit (21)in der Formschlussstellung
direkt aneinander gespannt sind.
11. Gelenkvorrichtung (1) nach Anspruch 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Bremsstrukturen (19, 20) entlang der Welle (4) über eines der Formschlusselemente
(38, 39) voneinander beabstandet sind, wenn die Schwenkeinheit (11) außerhalb der
Formschlussstellung angeordnet ist, wobei die Schraubenfedereinheit (21) entlang der
Translationsspannrichtung (27) stärker gespannt ist als in der Formschlussstellung.
12. Gelenkvorrichtung (1) nach Anspruch 2 und Anspruch 9, 10 oder 11,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Formschlusselementpaar (37) derart ausgebildet ist, dass die Schwenkeinheit (11)
mittels des Formschlusselementpaars (37) reversibel zerstörungsfrei lösbar in der
ersten Schwenkzwischenposition (P3) arretierbar ist.
13. Gelenkvorrichtung (1) nach Anspruch 5 und einem der Ansprüche 9 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein weiteres Formschlusselementpaar (37) derart ausgebildet ist, dass die Schwenkeinheit
(11) mittels des Formschlusselementpaars (37) reversibel zerstörungsfrei lösbar in
der zweiten Schwenkzwischenposition (P4) arretierbar ist.
14. Gelenkvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 9 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein weiteres Formschlusselementpaar (37) derart ausgebildet ist, dass die Schwenkeinheit
(11) mittels des Formschlusselementpaars (37) reversibel zerstörungsfrei lösbar in
der zweiten Endposition (P2) arretierbar ist.
15. Klappeneinheit (2) für ein Kraftfahrzeug, mit einer nach einem der vorhergehenden
Ansprüche ausgebildeten Gelenkvorrichtung (1).