[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Türantrieb, insbesondere Türschließer, mit
einer Gleitschiene und einem in der Gleitschiene geführten Gleitstein, der über einen
Gleitarm mit einer Antriebseinheit des Türantriebs gekoppelt ist.
[0002] Es ist eine Aufgabe der Erfindung, einen Flügelwinkel eines Türflügels, welcher mittels
eines Türantriebs nach vorstehend genannter Art angetrieben ist, auf einfache Weise
zuverlässig, bevorzugt über den gesamten Bewegungsspielraum des Türflügels, ermitteln
zu können.
[0003] Diese Aufgabe wird durch einen Türantrieb nach Anspruch 1 gelöst, und insbesondere
dadurch, dass an oder in der Gleitschiene ein Wegsensor zur Ermittlung einer Position
des Gleitsteins in der Gleitschiene angeordnet ist.
[0004] Durch den Wegsensor kann auf einfache Weise der vom Gleitstein zurückgelegte Weg
während einer Öffnung und/oder Schließbewegung gemessen und/oder überwacht werden.
Insbesondere kann mittels des Wegsensors eine Messung des Weges, also des Abstandes
zwischen Sensor und Gleitstein erfolgen. Die Position des Gleitsteins relativ zur
Gleitschiene ist damit ermittelbar. Hierüber kann in Abhängigkeit von den mechanischen
Zusammenhängen auf den Flügelwinkel eines mit dem Türantrieb angetriebenen Türflügels
geschlossen werden.
[0005] Durch die Erfindung kann auf einfache Weise beispielsweise eine Überwachung der kompletten
Öffnungs- und/oder Schließbewegung des Türflügels erfolgen. Alternativ ist es grundsätzlich
auch denkbar, lediglich das Erreichen von bestimmten Punkten, etwa Endlagen, und/oder
Zonen durch den Gleitstein mittels des Wegsensors zu ermitteln.
[0006] Ein Wegsensor ermöglicht grundsätzlich einen einfachen Aufbau zu Ermittlung und Überwachung
der Position des Gleitsteins bzw. des Flügelwinkels. Dies gilt insbesondere, wenn
die Gleitschiene am Blendrahmen angeordnet ist, da in diesem Fall keine bewegliche
Kabelverbindung zwischen Flügel und Blendrahmen nötig ist. Grundsätzlich kann der
Wegsensor aber beispielsweise auch kabellos ausgeführt sein, was weitere Vorteile
bietet.
[0007] Der Wegsensor kann beispielsweise als induktiver, optischer, Laser-, Radar-, Ultraschall-,
PMD-, und/oder TOF-Sensor ausgebildet sein. "PMD" steht für "Photomischdetektor".
"TOF" steht für "Time-of-Flight".
[0008] Grundsätzlich kann der Wegsensor in vorteilhafter Weise in einem Sensorgehäuse angeordnet
sein.
[0009] Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung ist vorgesehen, dass das Sensorgehäuse eine
Befestigungseinrichtung zur Befestigung der Gleitschiene am Blendrahmen oder am Türflügel
bildet. Dies bildet eine vorteilhafte Funktionsintegration und ermöglicht einen einfachen
Aufbau des Türantriebs. Die Gleitschiene kann somit auf einfache Weise über das Sensorgehäuse
am Rahmen bzw. am Türflügel befestigt werden. Beispielsweise kann das Sensorgehäuse
einen Befestigungswinkel bilden oder umfassen.
[0010] Grundsätzlich werden Türantriebe der eingangs genannten Art typischerweise entweder
derart angebracht, dass die Gleitschiene am Blendrahmen und die Antriebseinheit am
Türflügel befestigt ist, oder umgekehrt, d. h. dass die Gleitschiene am Türflügel
und die Antriebseinheit am Blendrahmen befestigt ist.
[0011] Eine Weiterbildung sieht vor, dass das Sensorgehäuse eine Befestigungsbohrung zur
Befestigung am Blendrahmen oder am Türflügel aufweist. Somit kann das Sensorgehäuse
und vorteilhafter Weise hierüber außerdem die Gleitschiene beispielsweise mittels
einer Befestigungsschraube am Blendrahmen bzw. am Türflügel befestigt werden.
[0012] Alternativ oder zusätzlich kann eine Befestigungseinrichtung vorgesehen sein, die
zur Befestigung der Gleitschiene am Blendrahmen oder am Flügel dient, wobei die Befestigung
unabhängig vom Sensorgehäuse ausgeführt ist. Die Gleitschiene kann zu diesem Zweck
beispielsweise selbst eine Befestigungsbohrung und/oder andere Befestigungsmittel
aufweisen.
[0013] Es ist insbesondere auch möglich, dass die Gleitschiene eine eigene Befestigungseinrichtung
zur Befestigung an wenigstens einem Befestigungspunkt und das Sensorgehäuse eine Befestigungseinrichtung
zur Befestigung der Baugruppe aus Gleitschiene und Sensorgehäuse an wenigstens einem
zweiten Befestigungspunkt aufweist.
[0014] Das Sensorgehäuse kann gemäß einem besonders vorteilhaften Ausführungsbeispiel eine
Endkappe und/oder Endabdeckung für die Gleitschiene bilden. Insbesondere können Sensorgehäuse
und Gleitschiene modular aufgebaut sein, insbesondere als leicht verwendbare Einzelmodule.
Der modulare Aufbau ermöglicht es zum Beispiel, dass ein Sensorgehäuse mit einem Sensor
auch bei Bedarf nachgerüstet werden kann, ohne die komplette Gleitschiene austauschen
zu müssen.
[0015] Vorteilhafte Ausführungsbeispiele umfassen, dass das Sensorgehäuse an oder in die
Gleitschiene gesteckt, geklebt, geklipst, geklemmt und/oder geschraubt ist. Wenn das
Sensorgehäuse in die Gleitschiene gesteckt ist, ist hierbei bevorzugt die Einsteckrichtung
parallel zur Längsrichtung der Gleitschiene. Das Sensorgehäuse kann bevorzugt einen
Vorsprung aufweisen, der zum Einstecken in die Gleitschiene vorgesehen ist. Der Vorsprung
kann beispielsweise mittels eines Klemmmittels, wie etwa einer Schraube, in der Gleitschiene
geklemmt sein. Beispielsweise kann das Sensorgehäuse bzw. der Vorsprung in eine für
den Gleitstein vorgesehene Gleitführung der Gleitschiene eingesteckt sein.
[0016] Bei einem weiteren vorteilhaften Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, dass der Wegsensor
zur Ermittlung des Weges mittels einer Laufzeitmessung ausgebildet ist. Dies bildet
eine einfache und präzise Methode zur Ermittlung des Weges wischen Gleitstein und
Sensor bzw. der Position des Gleitsteins.
[0017] Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist der Wegsensor zur Ermittlung des Weges mittels
Laserentfernungsmessung, insbesondere mittels Lasertriangulation und/oder Laserinterferometrie,
ausgebildet. Diese Methoden sind besonders präzise.
[0018] Es kann beispielsweise auch vorteilhaft sein, dass am Gleitstein ein Sensorgegenelement
zum Zusammenwirken mit dem Wegsensor angeordnet ist. Ein solches Sensorgegenelement
kann beispielsweise auch als Sensorpartner beschrieben werden. Das Sensorgegenelement
dient in Abhängigkeit vom jeweils eingesetzten Sensorprinzip grundsätzlich der Ermöglichung
oder Verbesserung, insbesondere der Funktionssicherheit oder der Genauigkeit, der
Positionsermittlung durch den Sensor.
[0019] Vorteilhafte Ausführungsbeispiele umfassen, dass das Sensorgegenelement eine matte,
glänzende, raue, glatte farbige und/oder spiegelnde Oberfläche zum Zusammenwirken
mit dem Wegsensor aufweist. Wenn der Weg beispielsweise mittels Lasertriangulation
ermittelt wird, so weist das Sensorgegenelement bevorzugt eine matte Oberfläche zum
Zusammenwirken mit dem Sensor auf.
[0020] Das Sensorgegenelement kann beispielsweise magnetisch oder nicht magnetisch und/oder
metallisch oder nichtmetallisch ausgebildet sein.
[0021] Mit weiterem Vorteil kann der Türantrieb eine Steuereinrichtung aufweisen, die mit
dem Wegsensor zur Verarbeitung und/oder Weiterleitung der Sensordaten verbunden ist.
Die Steuereinrichtung kann beispielsweise auf einer Steuerplatine angeordnet sein
oder von einer solchen gebildet sein.
[0022] Die Steuereinrichtung kann bevorzugt zur Ermittlung der Position des Gleitsteins
und/oder des Flügelwinkels aus den Sensordaten eingerichtet sein. Bei den Sensordaten
kann es sich beispielsweise um Rohdaten handeln, die ebenfalls von der Steuereinrichtung
verarbeitet werden können. Alternativ kann der Sensor beispielsweise einen gemessenen
Weg bzw. Abstand ausgeben, welcher zum Beispiel durch die Steuereinrichtung zur Bestimmung
der Position des Gleitsteins und/oder des Flügelwinkels herangezogen werden kann.
[0023] Gemäß einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Steuereinrichtung in einem Sensorgehäuse
angeordnet ist. Bei dem Sensorgehäuse kann es sich bevorzugt um ein solches nach vorstehend
beschriebener Art handeln.
[0024] Eine Weiterbildung sieht vor, dass die Steuereinrichtung mittels einer Kommunikationsschnittstelle
mit einem Gebäudenetz, einem Telekommunikationsnetz und/oder mit anderen an der betreffenden
Tür vorgesehen Einrichtungen verbindbar ist. Solche an der Tür vorgesehenen Einrichtungen
können etwa weitere Antriebe oder Türschließer umfassen, insbesondere wenn die Tür
mehrere Flügel umfasst. Die Position des Gleitsteins und/oder der Flügelwinkel können
somit auf einfache Weise über die Kommunikationsschnittstelle übermittelt werden.
So kann beispielsweise in einem Gebäudenetz eine Überwachung des Flügelwinkels einer
oder mehrerer Türen und/oder Türflügel zentral erfolgen.
[0025] Die Kommunikationsschnittstelle kann beispielsweise kabelgebunden und/oder kabellos
ausgeführt sein. Eine kabellose Kommunikationsschnittstelle kann beispielsweise als
Funk-, Mobilfunk-, WLAN- und/oder Bluetooth-Schnittstelle ausgeführt sein. Im Fall
einer Mobilfunk-Schnittstelle kann die Steuereinrichtung beispielsweise eine eigene
SIM-Karte umfassen. Eine Mobilfunkschnittstelle kann beispielsweise als 2G-, 3G-,
4G- und/oder 5G-Schnittstelle ausgeführt sein.
[0026] Gemäß einer Weiterbildung ist vorgesehen, dass die Steuereinrichtung dazu eingerichtet
ist, die Sensordaten, die Position des Gleitsteins und/oder den Flügelwinkel, in Echtzeit
über die Kommunikationsschnittstelle zur Verfügung zu stellen. Dies erlaubt eine besonders
präzise und zuverlässige Überwachung.
[0027] Grundsätzlich kann der Türantrieb für den Sensor eine kabelgebundene Energieversorgung,
beispielsweise über einen Netzanschluss, aufweisen. Alternativ oder zusätzlich kann
der Türantrieb für den Sensor eine kabellose Energieversorgung aufweisen, beispielsweise
durch eine Batterie.
[0028] Die Aufgabe der Erfindung wird auch gelöst durch ein Verfahren nach dem hierauf gerichteten,
unabhängigen Anspruch. Dieser lehrt ein Verfahren zur Bestimmung eines Flügelwinkels
eines Türflügels, welcher durch einen Türantrieb nach vorstehend beschriebener Art
angetrieben ist, wobei der Flügelwinkel anhand des Weges zwischen dem Wegsensor und
dem Gleitstein ermittelt wird, insbesondere wobei anhand der Position des Gleitsteins
relativ zur Gleitschiene und anhand der mechanischen Dimensionen des Türantriebs und
des Flügels auf den Flügelwinkel geschlossen wird.
[0029] Die Erfindung wird nachfolgend lediglich beispielhaft anhand der schematischen Zeichnungen
erläutert.
- Fig. 1
- zeigt einen Türflügel, welcher mit einem erfindungsgemäßen Türantrieb ausgestattet
ist.
- Fig. 2
- zeigt in perspektivischer Darstellung einen Endabschnitt einer Gleitschiene eines
Türantriebs.
- Fig. 3
- zeigt den in Fig. 2 gezeigten Endabschnitt der Gleitschiene in geschnittener Darstellung.
[0030] In Fig. 1 ist eine Türanordnung 10 gezeigt, welche einen Türflügel 12 und einen Türantrieb
14 zum Antrieb des Türflügels 12 umfasst. Der Türflügel 12 ist als Drehflügel ausgeführt.
Der Türantrieb 14 bildet einen Türschließer für den Türflügel 12.
[0031] Der Türantrieb 14 umfasst eine Gleitschiene 16, in der ein Gleitstein 18 geführt
ist. Der Gleitstein 18 ist über einen Gleitarm 20 mit einer Antriebseinheit 22 des
Türantriebs 14 gekoppelt.
[0032] Der Türantrieb 14 umfasst zur Ermittlung der Position des Gleitsteins 18 in der Gleitschiene
16 einen Wegsensor, welcher in einem Sensorgehäuse 24 angeordnet ist. Mittels des
Wegsensors ist der Abstand des Gleitsteins 18 zum Sensor bzw. zum Sensorgehäuse und
hierüber die Position des Gleitsteins 18 in der Gleitschiene 16 ermittelbar. Anhand
der Position des Gleitsteins 18 in der Gleitschiene 16 kann in Kenntnis der mechanischen
Zusammenhänge, etwa der Dimensionen des Gleitarms 20 und der Anbringungsposition des
Türantriebs 14, der Flügelwinkel des Türflügels 12 ermittelt werden.
[0033] In den Fig. 2 und 3 ist jeweils ein Endabschnitt einer Gleitschiene 16 eines erfindungsgemäßen
Türantriebs, beispielsweise desjenigen der Fig. 1, dargestellt. In der Gleitschiene
16 ist ein Gleitstein 18 angeordnet und in Längsrichtung der Gleitschiene 16 geführt
beweglich. Die Längsrichtung ist durch den Doppelpfeil angedeutet.
[0034] An der Gleitschiene 16 ist ein Wegsensor 26 angeordnet, mittels dessen ein Weg des
Gleitsteins 18 relativ zum Wegsensor 26 und hierüber die Position des Gleitsteins
18 in der Gleitschiene 16 ermittelbar sind. Mittels des Wegsensors 26 kann eine Überwachung
der kompletten Öffnungs- und Schließbewegung der Türe erfolgen.
[0035] In den Fig. 2 und 3 ist ein Sensorsignal 28 als Linie zwischen dem Wegsensor 26 und
dem Gleitstein 18 angedeutet. Das Sensorsignal 28 ist parallel zur Längsrichtung der
Gleitschiene 16 ausgerichtet. Der Wegsensor 26 schaut gewissermaßen in den Führungsbereich
der Gleitschiene 16 hinein.
[0036] Am Gleitstein 18 ist ein Sensorgegenelement 30 vorgesehen, welches mit dem Wegsensor
26 bzw. dem Sensorsignal 28 zusammenwirkt und die Messung ermöglicht oder verbessert.
Das Sensorgegenelement 30 kann je nach Sensorprinzip unterschiedlich ausgestaltet
sein.
[0037] Der Wegsensor 26 ist in einem Sensorgehäuse 24 angeordnet, welches in dieser Ausführungsform
eine Endkappe für die Gleitschiene 16 bildet. Das Sensorgehäuse 24 umfasst dabei einen
Vorsprung 32, welcher in die Gleitschiene 16 eingesteckt ist. Zur Befestigung des
Sensorgehäuses 24 an der Gleitschiene 16 bzw. des Vorsprungs 32 in der Gleitschiene
16 ist der Vorsprung 32 mittels einer Schraube 34 in der Gleitschiene 16 gehalten.
Konkret lässt sich der Vorsprung 32 mittels der Schraube 34 in der Gleitschiene 16
festklemmen. Die Schraube 34 ist durch die typischerweise im Betrieb nach unten gerichtete
Längsöffnung 36 der Gleitschiene 16 gut zugänglich. Die Schraube 34 ist hier beispielhaft
als Madenschraube ausgeführt, was den Vorteil hat, dass der Weg des Gleitsteins 18
nicht beeinträchtigt ist.
[0038] Durch die vorteilhafte modulare Bauweise, insbesondere die Ausführung des Sensorgehäuses
24 als Endkappe und/oder als Steckmodul, kann das Sensorgehäuse 24 auch bei Bedarf
nachgerüstet werden ohne die komplette Gleitschiene 16 austauschen zu müssen.
[0039] Das Sensorgehäuse 24 umfasst eine Befestigungsbohrung 38, durch die das Sensorgehäuse
24 und hierüber die Gleitschiene 16 an einer hierfür vorgesehenen Fläche, nämlich
am Blendrahmen oder am Türflügel mittels einer nicht dargestellten Befestigungsschraube
befestigt werden kann. Das Sensorgehäuse 24 bildet somit eine Befestigungseinrichtung
für die Gleitschiene 16.
[0040] Im Sensorgehäuse 24 ist außerdem eine Steuerplatine 40 angeordnet, welche mit dem
Wegsensor 26 über Leitungen 42 verbunden ist und zur Auswertung der Sensordaten eingerichtet
ist. Die Steuerplatine 40 umfasst typischerweise eine Kommunikationsschnittstelle
zur Kommunikation der Sensordaten, der Position des Gleitsteins und/oder des Flügelwinkels.
Diese kann bevorzugt kabellos ausgeführt sein. Dies ermöglicht - wie es sich etwa
aus Fig. 2 anschaulich ergibt - einen kompakten Aufbau des Sensorgehäuses 24, da keine
Anschlussbuchsen oder Kabelabgänge vorgesehen werden müssen.
Bezugszeichenliste
[0041]
- 10
- Türanordnung
- 12
- Türflügel
- 14
- Türantrieb
- 16
- Gleitschiene
- 18
- Gleitstein
- 20
- Gleitarm
- 22
- Antriebseinheit
- 24
- Sensorgehäuse
- 26
- Wegsensor
- 28
- Sensorsignal
- 30
- Sensorgegenelement
- 32
- Vorsprung
- 34
- Schraube
- 36
- Längsöffnung
- 38
- Befestigungsbohrung
- 40
- Steuerplatine
- 42
- Leitungen
1. Türantrieb (14), insbesondere Türschließer, mit
einer Gleitschiene (16) und einem in der Gleitschiene (16) geführten Gleitstein (18),
der über einen Gleitarm (20) mit einer Antriebseinheit (22) des Türantriebs (14) gekoppelt
ist,
dadurch gekennzeichnet, dass an oder in der Gleitschiene (16) ein Wegsensor (26) zur Ermittlung einer Position
des Gleitsteins (18) in der Gleitschiene (16) angeordnet ist.
2. Türantrieb (14) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass der Wegsensor (26) als induktiver, optischer, Laser-, Radar-, Ultraschall-, PMD-,
und/oder TOF-Sensor ausgebildet ist.
3. Türantrieb (14) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass der Wegsensor (26) in einem Sensorgehäuse (24) angeordnet ist.
4. Türantrieb (14) nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass das Sensorgehäuse (24) eine Befestigungseinrichtung zur Befestigung der Gleitschiene
(16) am Blendrahmen oder am Türflügel (12) bildet.
5. Türantrieb (14) nach Anspruch 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet, dass das Sensorgehäuse (24) eine Befestigungsbohrung (38) zur Befestigung am Blendrahmen
oder am Türflügel (12) aufweist.
6. Türantrieb (14) nach wenigstens einem der Ansprüche 3 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass eine Befestigungseinrichtung vorgesehen ist, die zur Befestigung der Gleitschiene
(16) am Blendrahmen oder am Türflügel (12) dient, wobei die Befestigung unabhängig
vom Sensorgehäuse (24) ausgeführt ist.
7. Türantrieb (14) nach wenigstens einem der Ansprüche 3 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass das Sensorgehäuse (24) eine Endkappe und/oder Endabdeckung für die Gleitschiene (16)
bildet.
8. Türantrieb (14) nach wenigstens einem der Ansprüche 3 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass das Sensorgehäuse (24) an oder in die Gleitschiene (16) gesteckt, geklebt, geklipst,
geklemmt und/oder geschraubt ist.
9. Türantrieb (14) nach wenigstens einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Wegsensor (26) zur Ermittlung des Weges mittels einer Laufzeitmessung ausgebildet
ist.
10. Türantrieb (14) nach wenigstens einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Wegsensor (26) zur Ermittlung des Weges mittels Laserentfernungsmessung, insbesondere
mittels Lasertriangulation und/oder Laserinterferometrie, ausgebildet ist.
11. Türantrieb (14) nach wenigstens einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass am Gleitstein (18) ein Sensorgegenelement (30) zum Zusammenwirken mit dem Wegsensor
(26) angeordnet ist.
12. Türantrieb (14) nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, dass das Sensorgegenelement (30) eine matte, glänzende, raue, glatte, farbige und/oder
spiegelnde Oberfläche aufweist.
13. Türantrieb (14) nach Anspruch 11 oder 12,
dadurch gekennzeichnet, dass das Sensorgegenelement (30) magnetisch oder nicht magnetisch und/oder metallisch
oder nichtmetallisch ausgebildet ist.
14. Türantrieb (14) nach wenigstens einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Türantrieb (12) eine Steuereinrichtung (40), insbesondere eine Steuerplatine,
aufweist, die mit dem Wegsensor (26) zur Verarbeitung und/oder Weiterleitung der Sensordaten
verbunden ist.
15. Türantrieb (14) nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (40) zur Ermittlung der Position des Gleitsteins (18) und/oder
des Flügelwinkels aus den Sensordaten eingerichtet ist.
16. Türantrieb (14) nach Anspruch 14 oder 15,
dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (40) in einem Sensorgehäuse (24) angeordnet ist.
17. Türantrieb (14) nach wenigstens einem der Ansprüche 14 bis 16,
dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (40) mittels einer Kommunikationsschnittstelle mit einem Gebäudenetz,
einem Telekommunikationsnetz und/oder mit anderen an der betreffenden Tür vorgesehen
Einrichtungen verbindbar ist.
18. Türantrieb (14) nach Anspruch 17,
dadurch gekennzeichnet, dass die Kommunikationsschnittstelle kabelgebunden und/oder kabellos ausgeführt ist.
19. Türantrieb (14) nach wenigstens einem der Ansprüche 14 bis 118,
dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (40) dazu eingerichtet ist, die Sensordaten, die Position des
Gleitsteins (18) und/oder den Flügelwinkel, in Echtzeit über die Kommunikationsschnittstelle
zur Verfügung zu stellen.
20. Verfahren zur Bestimmung eines Flügelwinkels eines Türflügels (12), welcher durch
einen Türantrieb (14) nach einem der vorstehenden Ansprüche angetrieben ist,
wobei der Flügelwinkel anhand des Weges zwischen dem Wegsensor (26) und dem Gleitstein
(18) ermittelt wird,
insbesondere wobei anhand der Position des Gleitsteins (18) relativ zur Gleitschiene
(16) und anhand der mechanischen Dimensionen des Türantriebs (14) und des Flügels
(12) auf den Flügelwinkel geschlossen wird.