[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Waschmittelangebotsform, umfassend eine Umverpackung
und Waschmittelformkörper, welche in der Umverpackung sortiert angeordnet sind. Insbesondere
betrifft die Erfindung Waschmittelangebotsformen, welche sortierte Waschmittelformkörper
und Umverpackungen mit hohen Füllgraden aufweisen.
[0002] An die Konfektions- und Angebotsformen von Wasch- und Reinigungsmittel werden sich
kontinuierlich ändernde Anforderungen gestellt. Ein Hauptaugenmerk liegt dabei seit
geraumer Zeit auf der bequemen Dosierung von Wasch- und Reinigungsmitteln durch den
Verbraucher und der Vereinfachung der zur Durchführung eines Wasch- oder Reinigungsverfahren
notwendigen Arbeitsschritte. Eine technische Lösung bieten vorportionierte Wasch-
oder Reinigungsmitteldosiereinheiten, beispielsweise wasserlösliche Behälter mit einer
oder mehreren Aufnahmekammern für pulverförmige oder flüssige Wasch- oder Reinigungsmittel.
Eine weitere technische Lösung bieten die Waschmitteltabletten, welche ein- oder mehrphasig
ausgestaltet sein können.
[0003] Sowohl die wasserlöslichen Behälter als auch die Waschmitteltabletten sind aufgrund
der in ihnen enthaltenen Aktivstoffe in der Regel hygroskopisch. Zur Unterbindung
der Wasseraufnahme werden die vorportionierten Wasch- oder Reinigungsmitteldosiereinheiten
mittels wasserundurchlässiger Verpackungsmittel, beispielsweise Flow Packs auf Grundlage
wasserunlöslicher Polymerfolien einzeln verpackt. Alternativ kann eine Mehrzahl von
Wasch- oder Reinigungsmitteldosiereinheiten in einem Behälter konfektioniert werden,
welche seinerseits über eine Wasserdampfsperre verfügt und auf diese Weise den Wasserzutritt
zu den Dosiereinheiten vermindert.
[0004] Unabhängig davon, ob die zur Verminderung des Wasserzutritts eingesetzten Verpackungsmittel
einzelne Wasch- oder Reinigungsmitteldosiereinheiten oder eine Mehrzahl von Wasch-
oder Reinigungsmitteldosiereinheiten umschließen, ist ihr Einsatz aus ökologischen
Gründen nicht wünschenswert. Ein Ziel der Entwicklung neuartiger Waschmittelangebotsformen
ist es daher, Verpackungslösungen und Konfektionsformen bereitzustellen, welche auf
Grundlage recyclierter oder recycelbarer oder biologisch abbaubarer Werkstoffe, die
technischen Vorteile biologisch nicht recyclierter oder nicht recycelbarer oder biologisch
nicht abbaubarer Werkstoffe weitestmöglich zu verwirklichen. Ein Ansatzpunkt für diese
Entwicklung bietet die Optimierung und Weiterentwicklung bereits bestehender, nachhaltiger
technischer Lösungen.
[0005] Ein technisches Problem, welches in Bezug auf Wasch- oder Reinigungsmitteldosiereinheiten,
insbesondere auf Wasch- oder Reinigungsmitteltabletten besondere Aufmerksamkeit genießt,
ist die Sicherstellung der Transport- und Lagerstabilität dieser Dosiereinheiten.
Der Begriff der Transport- und Lagerstabilität schließt dabei sowohl die Sicherstellung
der physikalischen Stabilität der Wasch- oder Reinigungsmitteldosiereinheiten, beispielweise
gegen Bruch, und die Sicherstellung der chemischen Stabilität der Wasch- oder Reinigungsmitteldosiereinheiten,
beispielweise gegen frühzeitige Abreaktion und durch Abreaktion bedingten Zerfall
der Raumform, ein. Ein klassischer Ansatz zur Sicherstellung der Transport- und Lagerstabilität
von Wasch- oder Reinigungsmitteltabletten besteht in der Verpackung dieser Tabletten
mittels individueller Flow Pack Verpackungen mit dreiseitigen Schweißnähten und den
für diese Flow Packs charakteristischen Flossennähte. Diese Flow Packs werden in der
Regel aus biologisch nicht abbaubaren, wasserunlöslichen Polymerfilmen hergestellt
und schließen neben der Wasch- oder Reinigungsmitteldosiereinheit weiterhin ein beträchtliches
Luftvolumen mit ein. Dieses Luftvolumen und die oben genannten Flossennähte gewährleisten
bei mechanischer Belastung aufgrund ihrer dämpfenden Wirkung die physikalische Integrität
der Dosiereinheiten. Darüber hinaus verhindern die wasserunlöslichen Polymerfilme
einen unerwünschten Wasserzutritt aus der Umgebungsluft und stabilisieren die Wasch-
oder Reinigungsmitteldosiereinheiten damit auch chemisch.
[0006] Verpackungssysteme mit achteckiger Grundfläche für tablettenförmige Gegenstände werden
in der internationalen Patentanmeldung
WO 2004/058580 A1 beschrieben.
[0007] Die deutsche Patentanmeldung
DE 100 18 003 A1 hat Verpackungen für zylinderförmige Waschmitteltabletten zum Gegenstand.
[0008] Quaderförmigen Wasch- oder Reinigungsmittel werden in der internationalen Anmeldung
WO 2004/046297 A1 offenbart.
[0009] Die deutsche Patentanmeldung
DE 100 62 582 A1 beschreibt Wasch- oder Reinigungsmitteltabletten mit Kavitäten und Verpackungssysteme
für diese Tabletten.
[0010] Vor dem Hintergrund des zuvor beschriebenen Standes der Technik lag der Anmeldung
die Aufgabe zugrunde, Waschmittelportionseinheiten bereitzustellen, die mittels vereinfachter
Verfahren herstellbar sind, über eine hohe Transport- und Lagerstabilität verfügen
und in einfacher Weise unter Einsatz geringster Mengen an Verpackungsmitteln konfektionierbar
sind. Schließlich sollten die Waschmittelportionseinheiten über eine hohe Produktleistung
verfügen und für den Verbraucher einfach und sicher handhabbar sein.
[0011] Zur Lösung dieser Aufgaben eignet sich eine Waschmittelangebotsform gemäß Anspruch
1.
[0012] Überraschenderweise hat sich herausgestellt, dass in Umverpackungen mit hohem Füllgrad
der für den Anspruchsgegenstand kennzeichnende COBB Wert der die Faltschachtel ausbildenden
Pappe eine Verbesserung der Lager- und Transportstabilität von Waschmittelformkörpern
bewirkt.
[0013] Die Umverpackung ist vorzugsweise als einteilige Faltschachtel ausgestaltet. Bevorzugte
Umverpackungen weisen eine flache Bodenfläche auf, deren größte Diagonale größer ist
als die Höhe der Umverpackung. Diese Ausgestaltung der Umverpackung erhöht deren Standfestigkeit
und ermöglicht eine einfache Öffnung und Entnahme. Besonders bevorzugt ist es, wenn
die Umverpackung eine flache Bodenfläche aufweist, deren größte Diagonale mehr als
das Doppelte, vorzugsweise mehr als das Vierfache der Höhe der Umverpackung beträgt.
[0014] Zur Erzielung des hohen Füllgrads hat es sich als vorteilhaft erwiesen, wenn die
Umverpackung eine rechteckige Bodenfläche aufweist. Aus dem gleichen Grund und zur
Verbesserung der Stapelbarkeit der Umverpackungen ist es bevorzugt, dass die Umverpackung
eine zur Bodenfläche planparallele Deckelfläche aufweist. Umverpackungen in Quaderform
sind besonders bevorzugt.
[0015] Für die Erhöhung der Lagerstabilität, insbesondere die chemische Stabilisierung der
Waschmittelformkörper hat es sich als vorteilhaft erwiesen, wenn die Umverpackung
wiederverschließbar ist. Als Verschlusselemente eignen sich beispielsweise Haft-,
Rast-, Schnapp- oder Steckelemente, wobei Haft- und Steckelemente besonders bevorzugt
sind. Beispielhafte Verschlusselemente sind Steckverschlüsse oder wiederlösbare Klebverschlüsse.
[0016] Aus Gründen der Nachhaltigkeit werden zur Herstellung der Umverpackung recycelte
und/oder recyclebare Materialien bevorzugt. Vorzugsweise basieren die Verpackungsmaterialien
auf nachwachsenden Rohstoffen. Besonders bevorzugt ist der Einsatz von Verpackungsmaterialien
auf Basis von Zellstoff und Altpapier.
[0017] In einer ersten bevorzugten Ausführungsform ist die Umverpackung aus Karton gefertigt.
Die Vorteile des Kartons liegen neben seiner Verfügbarkeit und Recyclierbarkeit in
der großen Variabilität der zur Verfügung stehenden Sorten und Grammaturen. Bevorzugte
Kartons weisen eine Grammatur von 150 bis 400 g/m
2 auf.
[0018] Die Wellpappe, welche sich dem Karton in manchen Belangen als technische überlegen
erweisen hat, wird in einer besonders bevorzugten Ausführungsform zur Fertigung der
Umverpackung eingesetzt. Wellpappe zeichnet sich bei geringem Eigengewicht durch eine
hohe Festigkeit aus und ist ein geeignetes Mittel für Lagerung und Transport auch
in Großgebinden.
[0019] Ein im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung weiterer wesentlicher technischer
Vorteil der Wellpappe ist deren Hohlvolumen. Die Ausgestaltung der Seitenwände der
Umverpackung unter Einbeziehung von Hohlräumen hat sich in überraschendem Maße als
vorteilhaft für die physikalische Stabilität der Waschmittelformkörper erwiesen. Vorzugsweise
weist wenigstens eine der Seitenwände ein Hohlvolumen auf, welche mindestens 10 Vol.-%
des Volumens der Seitenwand beträgt. Eine weiter verbesserte Stabilisierung der Waschmittelformkörper
kann erreicht werden, wenn wenigstens zwei der Seitenwände Hohlvolumen aufweisen,
welche mindestens 10 Vol.-% des Volumens der jeweiligen Seitenwand betragen, wobei
es besonders vorteilhaft ist, wenn zwei, einander gegenüberliegende Seitenwände der
Umverpackung Hohlvolumen aufweisen, welche mindestens 10 Vol.-% des Volumens der jeweiligen
Seitenwand betragen. Ganz besonders bevorzugt werden Waschmittelangebotsformen, bei
denen alle Seitenwände der Umverpackung Hohlvolumen aufweisen, welche mindestens 10
Vol.-% des Volumens der jeweiligen Seitenwand betragen.
[0020] Neben der physikalischen Stabilität wird überraschenderweise auch die chemische Stabilität
der Waschmittelformkörper durch die Integration von Hohlvolumen in die Seitenwände
der Umverpackung begünstigt. Eine denkbare Erklärung ist es, dass der Wasserzutritt
von außen in das innere der Umverpackung durch die, das Material der Seitenwänden
unterbrechende Hohlvolumen erschwert wird und/oder das Hohlvolumen in den Seitenwänden
den Feuchtigkeitszutritt abpuffert.
[0021] Aus den vorgenannten Gründen weisen besonders bevorzugte Umverpackungen eine oder
mehrere Seitenwänden auf, bei denen das Hohlvolumen mindestens 20 Vol.-%, vorzugsweise
mindestens 40 Vol.-% des Volumens der jeweiligen Seitenwand beträgt.
[0022] Das Hohlvolumen in den Seitenwänden der Umverpackung ist beispielsweise durch den
Einsatz von Wellpappe realisierbar. Eine bevorzugte Alternative oder Ergänzung zur
Wellpappe bieten Krempelschachteln oder Hohlrandschachteln, welche aufgrund ihres
Aufbaus geeignet sind, Hohlvolumen im Bereich von 10 Vol.-% und höher zu realisieren.
[0023] Ein kennzeichnendes Merkmal der erfindungsgemäßen Umverpackung ist der COBB Wert
der zu ihrer Herstellung eingesetzten Pappe. Der Cobb-Wert ist eine Größe, die den
Widerstand von Papier und Pappe gegen das Einziehen von Feuchtigkeit in das Material
beschreibt. Ein hoher COBB Wert bedeutet, dass Wasser leichter eindringt. Ein niedriger
COBB Wert bedeutet, dass Wasser nur schwer in das Material eindringt. Die Bestimmung
des COBB Werts erfolgt gemäß DIN EN ISO 535 unter 20 g/m2 bei 20 °C und Standarddruck.
Besonders bevorzugte Waschmittelangebotsformen sind dadurch gekennzeichnet, dass die
zur Herstellung der Faltschachtel eingesetzte Pappe einen COBB Wert unterhalb von
25 g/m
2, vorzugsweise unterhalb von 20 g/m
2 aufweist.
[0024] Entsprechende COBB Werte lassen sich in unterschiedlicher Weise realisieren. In einer
alternativen Ausführungsform weist die Umverpackung beispielsweise eine wasserunlösliche
Deckfolie, vorzugsweise eine Polyethylen-Deckfolie umfasst. Wasserunlösliche Deckfolien
sind in der Regel geeignet, den Zutritt von Wasser oder Wasserdampf durch die Umverpackung
in das Innere der Umverpackung zu unterbinden oder zumindest zu reduzieren.
[0025] Zur Vermeidung überflüssiger Verpackungsbestandteile werden wasserunlösliche Deckfolien
vorzugsweise nur auf der Außen- oder der Innenseite der Umverpackung aufgebracht.
Zur effektiven Begrenzung des Feuchtigkeitszutritts ist eine vollflächige Bedeckung
bevorzugt.
[0026] Die Vorteile der vollflächigen Bedeckung der Außenseite der Umverpackung bestehen
neben einer verbesserten Bedruckbarkeit der Umverpackungsoberfläche in der Vermeidung
des Wasserzutritts in das Cellulose basierte Verpackungsmaterial, wodurch beispielsweise
die Bildung oberflächlicher Wasserflecken oder das Aufquellen der Umverpackung vermieden
werden.
[0027] Die vollflächige Bedeckung der Innenseite der Umverpackung hat sich überraschender
Weise als vorteilhaft für die Haftung unverpackter Waschmittelformkörper, insbesondere
unverpackter Waschmitteltabletten erwiesen. Bei einer Kombination aus unverpacktem
Formkörper und innenseitiger Bedeckung der die Umverpackung bildenden Pappe mit einer
wasserunlöslichen Deckfolie erhöht sich die Tablettenhaftung auf Oberfläche der Pappe,
wodurch insbesondere während des Transports das Rutschen und damit verbundene mechanische
Stöße und Beschädigungen der Formkörper, insbesondere der Tabletten in der Umverpackung
verringert werden.
[0028] Trotz der zuvor aufgeführten technischen Vorteile kann es aus Gründen der nachhaltigen
Produktion und Verpackung der Waschmittelformkörper bevorzugt sein, wenn die Umverpackung
keine wasserunlösliche Deckfolie umfasst.
[0029] Als Alternativen zu wasserunlöslichen Deckfolien haben sich biologisch abbaubare
hydrophobierende Beschichtungen oder Imprägnierungen erwiesen. Besonders bevorzugt
ist der Einsatz biologisch abbaubarer hydrophobierender Beschichtungen oder Imprägnierungen,
welche eine Substanz aus der Gruppe der pflanzlichen Öle, pflanzlichen oder tierischen
Wachse, Lignin und Ligninderivate, Cellulosen und Cellulosederivate, Polymilchsäure
und Polymilchsäurederivate umfassen.
[0030] Ein wesentliches Merkmal der erfindungsgemäßen Waschmittelangebotsform ist deren
hoher Füllgrad von 85 bis 99 Vol.-% der Umverpackung. Dieser hohe Füllgrad verringert
nicht nur die je Waschmittelformkörper einsetzbare Menge an Verpackungsmaterial, sondern
erhöht zudem überraschenderweise auch die physikalische Stabilität der Waschmittelformkörper,
sowohl im Hinblick auf den Formköperbruch als auch in Bezug auf den Formkörperabrieb.
Der Füllgrad bevorzugter Umverpackungen beträgt 88 Vol.-% bis 99 Vol.-%, vorzugsweise
92 Vol.-% bis 99 Vol.-%. Als "Füllgrad" wird jener Anteil des Innenvolumens der Umverpackung
bezeichnet, der durch die in der Umverpackung befindlichen Waschmittelformkörper eingenommen
wird.
[0031] Ein wesentlicher Bestandteil der erfindungsgemäßen Waschmittelangebotsform sind die
Waschmittelformkörper. Ein "Formkörper" ist ein einzelner Körper, der sich in seiner
aufgeprägten Form selbst stabilisiert. Dieser formstabile Körper wird aus einer Formmasse
(z.B. eine Zusammensetzung) dadurch gebildet, dass diese Formmasse gezielt in eine
vorgegebene Form gebracht wird, z.B. durch Gießen einer flüssigen Zusammensetzung
in eine Gussform und anschließendem Aushärten der flüssigen Zusammensetzung oder durch
Verpressen eines teilchenförmigen Vorgemisches, beispielsweise im Rahmen eines Tablettierverfahrens.
[0032] Als Waschmittelformkörper werden sowohl Angebotsformen für die textile Wäsche als
auch Angebotsformen für die Reinigung harter Oberflächen wie Keramik, Glas, Metall
oder Fliesen bezeichnet. Besonders bevorzugt werden Waschmittelformkörper, insbesondere
Waschmittelformkörper für die Textilwäsche, da sich diese wegen der Notwendigkeit
einer zügigen Desintegration in der Waschflotte in der Regel durch eine vergleichsweise
geringe Härte auszeichnen. Die Waschmittelformkörper weisen vorzugsweise ein Gewicht
von 14 g bis 42 g, vorzugsweise von 20 g bis 38 g, insbesondere von 24 g bis 34 g
auf.
[0033] Aufgrund ihrer Herstellbarkeit und ihrer Entnahmeeigenschaften aus der Umverpackung
sind Waschmittelformkörper, welche eine flache Unterseite aufweisen, deren größte
Diagonale mehr als das Doppelte, vorzugsweise mehr als das Vierfache der Höhe der
Waschmittelformkörper beträgt, bevorzugt.
[0034] Besonders bevorzugt ist es, wenn die Waschmittelformkörper als Tabletten vorliegen
oder Tabletten umfassen.
[0035] Die quaderförmigen Waschmittelformkörper umfassen eine Unterseite, eine Oberseite
und eine die Unterseite und die Oberseite verbindenden Mantelfläche. Für die Stabilität
der Formkörper hat es sich weiterhin als vorteilhaft erwiesen, wenn die Unterseite
und die Oberseite begrenzenden Kanten gefast sind. Zur Erhöhung der Stabilität der
Formkörper kann es weiterhin angezeigt sein, die die Unterseiten und die Oberseiten
verbindenden Kanten der Mantelflächen abzurunden.
[0036] Die Dichte bevorzugter Waschmittelformkörper beträgt 1,1 g/cm
3 bis 1,5 g/cm
3, vorzugsweise 1,15 g/cm
3 bis 1,3 g/cm
3. Als Konsequenz der hohen Formkörperdichte und des hohen Füllgrades weisen die erfindungsgemäßen
Waschmittelangebotsformen vergleichsweise hohe Dichten, beispielsweise Dichten im
Bereich von 0,9 g/cm
3 bis 1,4 g/cm
3, vorzugsweise im Bereich von 1,05 g/cm
3 bis 1,3 g/cm
3 auf.
[0037] Bevorzugte Waschmittelformkörper weisen eine raue Oberseite oder eine raue Unterseite
auf, deren mittlere Rauheit von 25 µm bis 1000 µm, vorzugsweise von 50 µm bis 800
µm beträgt. Die Rauheit beschreibt die Abweichung einer realen Oberfläche von einer
ideal glatten Oberfläche und wird beispielsweise mittels konfokaler Laserscanning
Mikroskopie bestimmt.
[0038] Die erfindungsgemäß bevorzugten Rauheitswerte vermindern den Abrieb der Formkörper
bei Herstellung und Transport und stellen gleichzeitig eine ausreichende Haftung der
Formkörper mit dem Material der Umverpackung und den übrigen in der Umverpackung befindlichen
Formkörper sicher, wodurch diese innerhalb der Umverpackung stabilisiert werden.
[0039] Zur Verbesserung der Formkörperintegrität können die Waschmittelformkörper eine Folienverpackung
aufweisen, wobei es besonders bevorzugt ist, wenn jede der Waschmittelformkörper eine
separate Folienverpackung aufweist.
[0040] Werden Folienverpackungen eingesetzt, so sind Folienverpackungen aus einem wasserlöslichen
Folienmaterial bevorzugt. Das wasserlösliche Folienmaterial kann ein oder mehrere
strukturell verschiedene wasserlösliche(s) Polymer(e) umfassen. Als wasserlösliche(s)
Polymer(e) eignen sich insbesondere Polymere aus der Gruppe (gegebenenfalls acetalisierter)
Polyvinylalkohole (PVAL) sowie deren Copolymere.
[0041] Wasserlösliche Folienmaterialien basieren bevorzugt auf einem Polyvinylalkohol oder
einem Polyvinylalkoholcopolymer, dessen Molekulargewicht im Bereich von 10.000 bis
1.000.000 gmol
-1, vorzugsweise von 20.000 bis 500.000 gmol
-1, besonders bevorzugt von 30.000 bis 100.000 gmol
-1 und insbesondere von 40.000 bis 80.000 gmol
-1 liegt.
[0042] Die Herstellung der Polyvinylalkohol und Polyvinylalkoholcopolymere schließt in der
Regel die Hydrolyse intermediären Polyvinylacetats ein. Bevorzugte Polyvinylalkohole
und Polyvinylalkoholcopolymere weisen einen Hydrolysegrad 70 bis 100 Mol-%, vorzugsweise
80 bis 90 Mol-%, besonders bevorzugt 81 bis 89 Mol-% und insbesondere 82 bis 88 Mol-%
auf.
[0043] Bevorzugte Polyvinylalkoholcopolymere umfassen neben Vinylalkohol eine ethylenisch
ungesättigte Carbonsäure, deren Salz oder deren Ester. Besonders bevorzugt enthalten
solche Polyvinylalkoholcopolymere neben Vinylalkohol Sulfonsäuren wie die 2-Acrylamido-2-methyl-1-propansulfonsäure
(AMPS), Acrylsäure, Methacrylsäure, Acrylsäureester, Methacrylsäureester oder Mischungen
daraus; unter den Estern sind C
1-4-Alkylester oder - Hydroxyalkylester bevorzugt. Als weitere Monomere kommen ethylenisch
ungesättigte Dicarbonsäuren, beispielsweise Itaconsäure, Maleinsäure, Fumarsäure und
Mischungen daraus in Betracht.
[0044] Aufgrund ihrer Verfügbarkeit, einfachen Verarbeitbarkeit und biologischen Abbaubarkeit
sind Folienverpackungen bevorzugt, welche zu mindestens 40 Gew.-%, vorzugsweise zu
mindestens 60 Gew.-% und insbesondere zu mindestens 80 Gew.-% aus Polyvinylalkohol
bestehen.
[0045] Zur Erhöhung der Formkörperstabilität und zur Sicherstellung eines ausreichenden
Füllgrads in der Umverpackung ist es bevorzugt, die Folienverpackung auf die Waschmittelformkörper
aufzuschrumpfen.
[0046] Aus Gründen der nachhaltigen Ausgestaltung der Waschmittelangebotsform kann es angezeigt
sein, auf eine Folienverpackung für die Waschmittelformkörper zu verzichten.
[0047] Tatsächlich haben sich die Waschmittelformkörper in den erfindungsgemäßen Waschmittelangebotsformen
als unerwartet stabil erwiesen. Dies gilt insbesondere auch für Waschmitteltabletten,
welche aufgrund ihrer Hygroskopizität, beispielsweise aufgrund der Integration von
Tablettensprengmitteln tendenziell zu einer verminderten Transport- und Lagerstabilität
neigen.
[0048] Waschmittelformkörper, welche sich mit besonderem Vorzug zur Konfektionierung in
den erfindungsgemäßen Waschmittelangebotsformen eignen sind insbesondere Waschmittelformkörper,
welche eine Wasseraufnahme (2 Wochen, 35°C, 80% relative Luftfeuchte) oberhalb 20
mg/g, vorzugsweise oberhalb 30 mg/g aufweisen.
[0049] Zur Konfektionierung in den Waschmittelangebotsformen geeignet sind weiterhin Waschmittelformkörper,
die eine Volumenausdehnung (2 Wochen, 35°C, 80% relative Luftfeuchte) oberhalb 5 Vol.-%,
vorzugsweise oberhalb 7 Vol.-% und insbesondere von 8 Vol.-% bis 18 Vol.-% aufweisen.
Diese Art der Volumenzunahme kann beispielsweise bei Waschmittelformkörper beobachtet
werden, die ein Desintegrationshilfsmittel, insbesondere ein polymeres Desintegrationshilfsmittel,
beispielsweise eine Desintegrationshilfsmittel auf Basis von Polyvinylpyrroldion oder
Cellulose enthalten.
[0050] Zur Verminderung des Verpackungsanteils je Waschmittelformkörper ist es bevorzugt,
wenn die Waschmittelangebotsform wenigstens zehn, vorzugsweise wenigstens zwanzig,
besonders bevorzugt wenigstens dreißig Waschmittelformkörper umfasst, welche in der
Umverpackung sortiert angeordnet sind.
[0051] Bei der Integration einer größeren Zahl von Waschmittelformkörpern in die Waschmittelangebotsform
kann durch eine gezielte Anordnung der Formkörper, deren Stabilität weiter verbessert
werden. Als vorteilhaft haben sich Waschmittelangebotsformen erwiesen, welche wenigstens
zehn, vorzugsweise wenigstens zwanzig, besonders bevorzugt wenigstens dreißig Waschmittelformkörper
umfassen, welche in der Umverpackung derart sortiert angeordnet sind, dass jede der
Waschmittelformkörper zu wenigstens drei weiteren Waschmittelformkörper in direktem
Kontakt steht.
1. Waschmittelangebotsform, umfassend
a) eine Umverpackung in Form einer Faltschachtel aus Pappe, mit einer rechteckigen
Bodenfläche, einer Deckelfläche und die Bodenfläche und die Deckelfläche verbindenden
Seitenwänden, gekennzeichnet durch
b) quaderförmige Waschmittelformkörper, wobei
i) die Umverpackung einen Füllgrad von 85 Vol.-% bis 99 Vol.-% aufweist und
ii) die zur Herstellung der Faltschachtel eingesetzte Pappe einen COBB Wert unterhalb
von 30 g/m2 aufweist.
2. Waschmittelangebotsform nach Anspruch 1, wobei die Waschmittelformkörper eine raue
Oberseite oder eine raue Unterseite aufweisen, deren mittlere Rauheit von 25 µm bis
1000 µm, vorzugsweise von 50 µm bis 800 µm beträgt.
3. Waschmittelangebotsform nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei die Umverpackung
einen Füllgrad von 88 Vol.-% bis 99 Vol.-%, vorzugsweise von 92 Vol.-% bis 99 Vol.-%
aufweist.
4. Waschmittelangebotsform nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei die zur Herstellung
der Faltschachtel eingesetzte Pappe einen COBB Wert unterhalb von 25 g/m2, vorzugsweise unterhalb von 20 g/m2 aufweist.
5. Waschmittelangebotsform nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei die Umverpackung
eine biologisch abbaubare hydrophobierende Beschichtung oder Imprägnierung aufweist.
6. Waschmittelangebotsform nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei die Umverpackung
eine biologisch abbaubare hydrophobierende Beschichtung oder Imprägnierung aufweist,
welche eine Substanz aus der Gruppe der pflanzlichen Öle, pflanzlichen oder tierischen
Wachse, Lignin und Ligninderivate, Cellulosen und Cellulosederivate, Polymilchsäure
und Polymilchsäurederivate umfasst.
7. Waschmittelangebotsform nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei die Waschmittelformkörper
eine Folienverpackung aufweisen.
8. Waschmittelangebotsform nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei jeder der Waschmittelformkörper
eine separate Folienverpackung aufweist.
9. Waschmittelangebotsform nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei die Waschmittelformkörper
eine Folienverpackung aus einem wasserlöslichen Folienmaterial aufweisen.
10. Waschmittelangebotsform nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei die Waschmittelformkörper
eine Folienverpackung aufweisen, welche zu mindestens 40 Gew.-%, vorzugsweise zu mindestens
60 Gew.-% und insbesondere zu mindestens 80 Gew.-% aus Polyvinylalkohol besteht.
1. Detergent supply form comprising
a) an outer packaging in the form of a folding box made of cardboard, with a rectangular
base surface, a lid surface and side walls connecting the base surface and the lid
surface, characterized by
b) cuboid detergent molds, wherein
i) the outer packaging has a filling degree of 85% by volume to 99% by volume and
ii) the cardboard used to manufacture the folding box has a COBB value of less than
30 g/m2.
2. Detergent supply form according to claim 1, wherein the detergent molds have a rough
upper surface or a rough lower surface, the average roughness of which is from 25
µm to 1000 µm, preferably from 50 µm to 800 µm.
3. Detergent supply form according to one of the previous claims, wherein the outer packaging
has a filling degree of 88% by volume to 99% by volume, preferably from 92% by volume
to 99% by volume.
4. Detergent supply form according to one of the previous claims, wherein the cardboard
used to manufacture the folding box has a COBB value of less than 25 g/m2, preferably less than 20 g/m2.
5. Detergent supply form according to one of the previous claims, wherein the outer packaging
has a biodegradable hydrophobic coating or impregnation.
6. Detergent supply form according to one of the previous claims, wherein the outer packaging
has a biodegradable hydrophobic coating or impregnation which comprises a substance
from the group of vegetable oils, vegetable or animal waxes, lignin and lignin derivatives,
celluloses and cellulose derivatives, polylactic acid, and polylactic acid derivatives.
7. Detergent supply form according to one of the previous claims, wherein the detergent
molds have a film packaging.
8. Detergent supply form according to one of the previous claims, wherein each of the
detergent moldshas a separate film packaging.
9. Detergent supply form according to one of the previous claims, wherein the detergent
moldshave a film packaging made of a water-soluble film material.
10. Detergent supply form according to one of the previous claims, wherein the detergent
molds have a film packaging which consists of at least 40 wt.%, preferably at least
60 wt.%, and in particular at least 80 wt.% polyvinyl alcohol.
1. Forme de l'offre de lessive, comprenant
a) un suremballage sous forme d'une boîte pliante en carton, avec une surface de fond
rectangulaire, une surface de couvercle et des parois latérales reliant la surface
de fond et la surface de couvercle, caractérisée par
b) des corps de forme parallélépipédique contenant le produit détergent, dans laquelle
i) le suremballageprésente un degré de remplissage compris entre 85 % et 99 % en volume
et
ii) le carton utilisé pour la fabrication de la boîte pliante présente une valeur
COBB inférieure à 30 g/m2.
2. Forme de l'offre de lessiveselon la revendication 1, les corps moulés de détergent
présentant une face supérieure rugueuse ou une face inférieure rugueuse dont la rugosité
moyenne est comprise entre 25 µm et 1000 µm, de préférence entre 50 µm et 800 µm.
3. Forme de l'offre de lessiveselon l'une des revendications précédentes, le suremballageprésentant
un taux de remplissage compris entre 88 % et 99 % en volume, de préférence entre 92
% et 99 % en volume .
4. Forme de l'offre de lessiveselon l'une des revendications précédentes, le carton utilisé
pour la fabrication de la boîte pliante présentant une valeur COBB inférieure à 25
g/m2, de préférence inférieure à 20 g/m2.
5. Forme de l'offre de lessiveselon l'une des revendications précédentes, dans laquelle
l'emballage extérieur présente un revêtement ou une imprégnation hydrophobe biodégradable.
6. Forme de l'offre de lessiveselon l'une des revendications précédentes, dans laquelle
l'emballage extérieur présente un revêtement ou une imprégnation hydrophobe biodégradable
qui comprend une substance choisie dans le groupe des huiles végétales, des cires
végétales ou animales, de la lignine et des dérivés de lignine, de la cellulose et
des dérivés de cellulose, acide polylactique et dérivés de l'acide polylactique.
7. Forme de l'offre de lessiveselon l'une des revendications précédentes, dans laquelle
les corps moulés de détergent comportent un emballage en film.
8. Forme de l'offre de lessiveselon l'une des revendications précédentes, dans laquelle
chacun des corps moulés de détergent comporte un emballage en film séparé.
9. Forme de l'offre de lessiveselon l'une des revendications précédentes, dans laquelle
les corps moulés de détergent comportent un emballage en film constitué d'un matériau
en film soluble dans l'eau.
10. Forme de l'offre de lessiveselon l'une des revendications précédentes, dans laquelle
les pastilles de détergent sont conditionnées dans un emballage en film composé d'au
moins 40 % en poids, de préférence d'au moins 60 % en poids et en particulier d'au
moins 80 % en poids d'alcool polyvinylique.