[0001] Die Erfindung betrifft ein Gargerät gemäß dem Patentanspruch 1 und ein Verfahren
zum Betreiben eines Gargeräts gemäß dem Patentanspruch 15.
[0002] Zur Zubereitung von Lebensmitteln, welche auch als zu behandelndes Gut oder als Gargut
bezeichnet werden können, sind verschiedene Küchengeräte bekannt, welche auch als
Gargeräte bezeichnet werden können. Hierzu gehören die Kochfelder, auf denen das Gargut
in einem Gargeschirr wie zum Beispiel in einem Kochtopf, mit oder ohne Deckel, in
einer Pfanne und dergleichen durch Kochen, Braten und dergleichen gegart werden kann.
Das Gargeschirr wird hierzu auf eine Kochstelle des Kochfelds gestellt und der Boden
des Gargefäßes von der Kochstelle elektrisch, induktiv und dergleichen erhitzt. Das
Gargeschirr kann auch als Gargefäß, als Gargutträger oder als Gargutaufnahme bezeichnet
werden. Das Gargeschirr stellt in diesem Fall einen Garraum für das Gargut bereit,
welcher bei Pfannen und Töpfen offen oder mittels eines Deckels geschlossen sein kann.
Stand der Technik
[0003] Es sind ferner Gargeräte bekannt, welche einen unbeweglich, d.h. feststehend, mit
dem Gargerät ausgebildeten Garraum aufweisen, in welchen das Gargut in bzw. auf einem
Gargeschirr angeordnet und bei geschlossenem Garraum des Gargeräts gegart werden kann.
Ein derartiges Gargerät kann zum Beispiel ein Backofen, ein Dampfgarer, eine Mikrowelle,
ein Kombinationsgerät aus Backofen mit Dampfgarer und bzw. oder mit Mikrowelle und
dergleichen sein. Derartige Gargeräte mit feststehendem Garraum weisen üblicherweise
zumindest in Deutschland in der vertikalen Richtung eine Bauhöhe von ca. 45 cm auf,
wobei Backöfen auch mit einer Bauhöhe von ca. 60 cm üblich sind.
[0004] Derartige Gargeräte mit feststehendem Garraum haben gemeinsam, dass sie ein äußeres
Gehäuse als Außengehäuse aufweisen, welches das Gargerät nach außen im Wesentlichen
umschließt und dessen einzelnen Bauteile und Elemente schützt sowie gemeinsam handhabbar
macht. Innerhalb des Gargerätes wird ein Innenraum ausgebildet, welcher den Garraum
darstellt und im Wesentlichen von einem inneren Gehäuse als Innengehäuse, auch als
Garraummuffel oder Muffel bezeichnet, umschlossen wird. Zwischen dem Innengehäuse
und dem Außengehäuse wird ein Gehäuseraum als Zwischenraum gebildet, in welchem Funktionselemente
des Gargeräts wie zum Beispiel eine Steuerung bzw. eine Steuerungseinheit, eine elektrische
Energieversorgung und sonstige Bauelemente angeordnet sein können, welche dem bestimmungsgemäßen
Gebrauch des Gargerätes dienen. In der Tiefe von Vorne, d.h. aus Sicht eines Benutzers
betrachtet, schließt das Außengehäuse, das Innengehäuse und ein Blech bzw. ein Frontblech
zusammen den Gehäuseraum ab, so dass der Gehäuseraum für den Benutzer nicht zugänglich
ist.
[0005] Der Innenraum des Gargeräts weist in der Tiefe nach Vorne eine Durchgangsöffnung
als Zugangsöffnung auf, durch welche hindurch der Innenraum des Gargeräts für den
Benutzer zugänglich ist, um Gargeschirre in den Innenraum des Gargeräts als dessen
Garraum einzuführen und dort anzuordnen sowie um Gargeschirre nach erfolgter Behandlung
des Garguts aus dem Innenraum des Gargeräts zu entnehmen und von dort zu entfernen.
Die Zugangsöffnung kann mittels eines Verschlusselements zum Beispiel in Form einer
seitlich schwenkbaren Tür, einer nach unten schwenkbaren Klappe und dergleichen vom
Benutzer geöffnet werden, um auf den Innenraum des Gargeräts zugreifen zu können,
wie zuvor beschrieben, oder um den Innenraum des Gargeräts zu verschließen und den
Garvorgang bzw. den Garprozess auszuführen. Ein derartiges Verschlusselement kann
geschlossen ausgebildet sein oder ein Sichtfenster aufweisen, um dem Benutzer einen
Einblick in den geschlossenen Innenraum des Gargeräts zu ermöglichen.
[0006] Derartige Gargeräte mit feststehendem Garraum werden üblicherweise als Einbaugeräte
bzw. als Kücheneinbaugeräte ausgebildet, um platzsparend und auf einer für den Benutzer
gut zugänglichen Höhe in der vertikalen Richtung in Küchenmöbeln wie zum Beispiel
in Einbauschränken einer Küche feststehend mit ihrem Außengehäuse angeordnet zu werden
und mit ihrem Verschlusselement, ggfs. zusätzlich mit ihrer Blende, siehe oben, nach
Vorne zum Benutzer hin flächig bündig mit den Oberflächen der übrigen Gargeräte, Schubladen,
Türen und dergleichen des Küchenmöbels abzuschließen, was den optischen Eindruck für
den Benutzer verbessern kann.
[0007] Neben den zuvor beschriebenen Gargeräten mit feststehendem Garraum können diese auch
gemeinsam mit anderen Kücheneinbaugeräten wie zum Beispiel mit Wärmeschubladen, Vakuummierschubladen
und dergleichen kombiniert vertikal übereinander und bzw. oder horizontal nebeneinander
angeordnet werden, welche ebenfalls Funktionen in der Küche übernehmen können. Wärmeschubladen
dienen zum Beispiel dem Warmhalten des gegarten Garguts ohne weitere Garung und dem
Vorwärmen von Geschirr. In Vakuummierschubladen können Lebensmitteln im Vakuum in
einer Verpackung luftdicht verschlossen werden.
[0008] Derartige Schubladen als Küchengeräte sind grundsätzlich vergleichbar den zuvor beschriebenen
Gargeräten mit feststehendem Garraum aufgebaut, wobei Schubladen deutlich flacher,
d.h. kleiner in der vertikalen Richtung, ausgebildet sind und somit vom Benutzer nach
Vorne zu sich hin aus dem Küchenmöbel herausgezogen werden müssen, um in der vertikalen
Richtung von oben einen Zugriff auf ihren Innenraum zu ermöglichen. Zu diesem Zweck
weist der bewegliche Teil der Schublade, welcher auch als Auszug bezeichnet werden
kann, einen Auszugsboden auf, welcher der Aufnahme zum Beispiel des Gargeschirrs in
der vertikalen Richtung von oben dient und zum Beispiel über in der Querrichtung seitlich
angeordnete Schienen in der Tiefe beweglich gegenüber dem Innengehäuse der Schublade
ausgebildet sein kann. Der Auszugsboden weist üblicherweise in der Tiefe nach Vorne
hin eine vertikal ausgerichtete Blende auf, welche den Innenraum der Schublade bzw.
dessen Zugangsöffnung im geschlossen Zustand verschließt.
[0009] Die Druckschrift
US 2010 051 600 A1 zeigt ein Gargerät, bei dem ein Heizkörper als Unterhitze mit einem Auszug aus dem
Gargerät herausbewegt werden kann.
[0010] Derartige Schubladen, auch Einbauschubladen genannt, weisen üblicherweise zumindest
in Deutschland in der vertikalen Richtung eine Bauhöhe von ca. 14 cm auf. Schubladen
werden üblicherweise in der vertikalen Richtung unterhalb eines Gargeräts mit feststehendem
Garraum wie zum Beispiel unterhalb eines Backofens, unterhalb eines Dampfgarers und
dergleichen oder in Kombination mit einer weiteren Schublade in der vertikalen Richtung
übereinander angeordnet, können jedoch auch einzeln und eigenständig in einem Küchenmöbel
eingebaut werden. Da die Einbauräume für Kücheneinbaugeräte in Küchenmöbel, welche
auch als Nischen bezeichnet werden können, üblicherweise zumindest in Deutschland
in der vertikalen Richtung eine Höhe von ca. 60 cm aufweisen, können insbesondere
eine Schublade mit ca. 15 cm Bauhöhe und ein Gargerät mit feststehendem Garraum mit
ca. 45 cm Bauhöhe modular miteinander kombiniert als Einbaugeräte verwendet werden.
[0011] Derartige Gargeräte wie zum Beispiel Backöfen oder Dampfgarer mit Backofenfunktion
besitzen üblicherweise eine Heizvorrichtung, welche unterhalb der Oberseite des Innengehäuses
im Innenraum angeordnet und in der vertikalen Richtung nach unten in den Garraum bzw.
zum Garraum hin ausgerichtet ist. Derartige Heizvorrichtungen werden daher auch als
Oberhitze bezeichnet. Üblicherweise wird eine derartige Oberhitze zum Beispiel bei
einem Backofen durch eine an der Decke montierte unverdeckte Heizwendel realisiert,
welche intensiv nach unten strahlen und so eine intensive Bräunung des Garguts mittels
Wärmestrahlung erreichen kann.
[0012] Ein Gargerät mit einer Heizvorrichtung, beispielswesie als Oberhitze, welche zwei
Heizzonen umfasst ist aus der Druckschrift
DE 10 2007 042 087 A1 bekannt. Dabei ist in jeder der zwei Zonen jeweils ein einziger Heizkreis oder Heizkörper
vorgesehen. Die Heizkörper unterscheiden sich in der Leistungsdichte und/oder der
Leistungsaufnahme.
[0013] Die Druckschrift
DE 10 2005 038 880 A1 zeigt ein Gargerät, bei dem die Heizvorrichtung welche die Unterhitze bereitstellt
vom Garraum durch eine Glaskeramik getrennt ist.
[0014] Die zu garenden Lebensmittel erfordern jedoch teilweise unterschiedlich hohe Temperaturen
sowie Strahlungsdichten und können auch unterschiedliche Flächen aufweisen, auf welche
die Erwärmung bzw. die Erhitzung zu wirken hat. So weist eine Pizza aus Frischteig
eine vergleichsweise große Fläche auf, welche auch möglichst gleichmäßig erhitzt werden
soll. Dies soll jedoch lediglich mit einer hohen Temperatur bzw. Strahlungsdichte
erfolgen. Im Gegensatz hierzu weist ein Steak eine vergleichsweise kleine Fläche auf,
welche ebenfalls möglichst gleichmäßig erhitzt werden soll. Dies soll jedoch mit einer
vergleichsweise sehr hohen Temperatur bzw. Leistungsdichte erfolgen, welche deutlich
höher als die hohe Temperatur zum Garen der oben genannten Pizza ist. Um beiden Anforderungen
gerecht zu werden, muss das entsprechende Gargerät auch zwei unterschiedlich hohe
Leistungsdichten, vorzugsweise auf unterschiedlich großen Flächen, zur Verfügung stellen
können.
[0015] Der Erfindung stellt sich das Problem, ein Gargerätesystem bereitzustellen, so dass
unterschiedlich hohe Leistungsdichten erzeugt werden können. Dies soll vorzugsweise
auf unterschiedlich großen Flächen erfolgen können. Dies soll insbesondere möglichst
einfach, platzsparend, kostengünstig, langlebig, robust und bzw. oder einfach zu reinigen
umgesetzt werden können. Zumindest soll eine Alternative zu bekannten derartigen Gargerätesystemen
geschaffen werden.
[0016] Erfindungsgemäß wird dieses Problem durch ein Gargerät mit den Merkmalen des Patentanspruchs
1 sowie durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Patentanspruchs 15 gelöst. Vorteilhafte
Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den nachfolgenden
Unteransprüchen.
[0017] Somit betrifft die Erfindung ein Gargerät. Das Gargerät umfasst zum einen ein Gargerät
mit einem Innengehäuse zur Aufnahme wenigstens eines Garraums und mit wenigstens einer
ersten Heizvorrichtung, welche ausgebildet ist, wenigstens den Garraum zu erwärmen.
Hierdurch kann eine Erwärmung des Garraums bzw. des Garguts erfolgen.
[0018] Die im Folgenden verwendeten Begriffe Gargerät und Gargerätesystem sind Synonyme.
[0019] Das Gargerätesystem umfasst zum anderen einen Garraum. Unter einem Garraum wird ein
Aufnahmeraum verstanden, in welchem ein Gargut zum Garen aufgenommen werden kann.
Ein Garraum kann insbesondere von einem Gargeschirr gebildet werden und hierbei offen
oder geschlossen ausgebildet sein, wie eingangs beschrieben. Ein Gargeschirr kann
dabei aus dem Gargerät entnehmbar sein. Auch kann ein derartiger Garraum von einem
feststehenden Bestandteil des Einbaugargeräts gebildet werden.
[0020] Das erfindungsgemäße Gargerät ist dadurch gekennzeichnet, dass die erste Heizvorrichtung
mehrere Heizelemente aufweist und die erste Heizvorrichtung eine erste Heizzone aufweist,
welche ausgebildet ist, den Garraum mit einer ersten Leistungsdichte zu erwärmen,
und die erste Heizvorrichtung eine zweite Heizzone aufweist, welche ausgebildet ist,
den Garraum mit der ersten Leistungsdichte oder mit einer zweiten Leistungsdichte
zu erwärmen, wobei die zweite Leistungsdichte größer als, vorzugsweise wenigstens
1,5mal so groß wie, besonders vorzugsweise wenigstens 2mal zu groß wie, die erste
Leistungsdichte ist. Unter einer Leistungsdichte wird die Leistung pro Fläche verstanden.
Die Leistungsdichte kann konstruktiv durch eine entsprechende Auslegung der jeweiligen
Heizelemente in Kombination mit ihrer elektrischen Speisung festgelegt und gegebenenfalls
durch geeignete elektronische Ansteuerung der elektrischen Speisung reduziert werden,
wie im Folgenden näher beschrieben werden wird.
[0021] Gemäß einem Aspekt ist vorgesehen, dass die erste Heizzone zumindest ein Heizelement
umfasst und die zweite Heizzone wenigstens zwei Heizelemente umfasst. Hierdurch können
getrennte Zonen für unterschiedliche Energieeinträge geschaffen werden.
[0022] Insbesondere werden zur Abgabe der ersten Leistungsdichte in der ersten Heizzone
und in der zweiten Heizzone jeweils ein Heizelement betrieben und zur Abgabe der zweiten
Leistungsdichte in der zweiten Heizzone wenigstens zwei Heizelemente betrieben. Dies
vereinfacht die Nutzung der verfügbaren elektrischen Leistung, da stets nur die benötigten
Heizkreise verwendet werden.
[0023] Die Begriffe Heizelement und Heizkreis werden bei der vorliegenden Erfindung als
Synonyme verstanden.
[0024] Mit anderen Worten kann der Garraum mit der ersten Leistungsdichte erwärmt werden,
indem sowohl die erste Heizzone als auch die zweite Heizzone der ersten Heizvorrichtung
gemeinsam betrieben werden. Ist die zweite Leistungsdichte gefordert, so kann lediglich
die zweite Heizzone der ersten Heizvorrichtung betrieben werden. Die zweite Heizzone
der ersten Heizvorrichtung kann hierzu entsprechend ausgebildet sein, sowohl mit der
ersten Leistungsdichte als auch mit der zweiten Leistungsdichte betrieben werden zu
können, wie weiter unten noch näher beschrieben werden wird.
[0025] Zusammengefasst, die erste Heizvorrichtung und/oder die zweite Heizvorrichtung weist
wenigstens drei Heizkreise auf.
[0026] Auf diese Art und Weise kann eine größere Fläche mit der ersten, geringeren Leistungsdichte
geschaffen werden, indem die erste Heizzone und die zweite Heizzone der ersten Heizvorrichtung
gemeinsam mit der ersten Leistungsdichte betrieben werden. Dies kann geeignet sein,
um zum Beispiel eine Pizza aus Frischteig zu garen. Alternativ kann eine kleinere
Fläche mit der zweiten, höheren Leistungsdichte geschaffen werden, indem lediglich
die zweite Heizzone mit der zweiten Leistungsdichte betrieben wird, um zum Beispiel
ein Steak zu garen. Hierdurch können mit demselben Gargerät jeweils unterschiedlichen
Anforderungen hinsichtlich Leistungsdichte und bzw. oder zu beheizende Fläche erfüllt
werden.
[0027] Dabei vorzugsweise die zweite Leistungsdichte anderthalb mal bzw. zweimal so hoch
auszulegen wie die erste Leistungsdichte kann einen signifikanten bzw. ausreichenden
Unterschied zwischen den beiden Leistungsdichte schaffen, um die zuvor beschriebenen
Lebensmittel unterschiedlich garen zu können.
[0028] Gemäß einem Aspekt der Erfindung ist die erste Heizzone auf die erste Leistungsdichte
ausgelegt und die zweite Heizzone ist auf die zweite Leistungsdichte ausgelegt, wobei
die zweite Heizzone ausgebildet ist, entweder mit der ersten Leistungsdichte oder
mit der zweiten Leistungsdichte betrieben zu werden. Mit anderen Worten ist die erste
Heizzone konstruktiv gestaltet, bei maximaler Leistung die erste Leistungsdichte zu
erzeugen, und die zweite Heizzone ist konstruktiv gestaltet, bei maximaler Leistung
die zweite Leistungsdichte zu erzeugen, wobei die zweite Heizzone auch mit einer geringeren
Leistung als mit der maximalen Leistung betrieben werden und dann die erste Leistungsdichte
erzeugen kann.
[0029] Dies kann eine Variante darstellen, die zuvor beschriebenen Eigenschaften und Vorteile
umzusetzen, indem die Leistungsdichte der zweiten Heizzone der ersten Heizvorrichtung
wenigstens mit der ersten Leistungsdichte und der zweiten Leistungsdichte betrieben
werden kann. Insbesondere kann die zweite Heizzone der ersten Heizvorrichtung konstruktiv
auf die höhere, zweite Leistungsdichte ausgelegt sein und durch geeignete elektronische
Ansteuerung auf die erste Leistungsdichte reduziert werden, wie im Folgenden näher
beschrieben werden wird.
[0030] Gemäß einem Aspekt der Erfindung ist die dritte Heizzone auf die dritte Leistungsdichte
ausgelegt und die vierte Heizzone ist auf die vierte Leistungsdichte ausgelegt, wobei
die vierte Heizzone ausgebildet ist, entweder mit der dritten Leistungsdichte oder
mit der vierten Leistungsdichte betrieben zu werden. Mit anderen Worten ist die dritte
Heizzone konstruktiv gestaltet, bei maximaler Leistung die dritte Leistungsdichte
zu erzeugen, und die vierte Heizzone ist konstruktiv gestaltet, bei maximaler Leistung
die vierte Leistungsdichte zu erzeugen, wobei die vierte Heizzone auch mit einer geringeren
Leistung als mit der maximalen Leistung betrieben werden und dann die dritte Leistungsdichte
erzeugen kann.
[0031] Dies kann eine Variante darstellen, die zuvor beschriebenen Eigenschaften und Vorteile
umzusetzen, indem die Leistungsdichte der vierten Heizzone der zweiten Heizvorrichtung
wenigstens mit der dritten Leistungsdichte und der vierten Leistungsdichte betrieben
werden kann. Insbesondere kann die vierte Heizzone der zweiten Heizvorrichtung konstruktiv
auf die höhere, vierte Leistungsdichte ausgelegt sein und durch geeignete elektronische
Ansteuerung auf die dritte Leistungsdichte reduziert werden, wie im Folgenden näher
beschrieben werden wird.
[0032] Gemäß einem Aspekt ist vorgesehen, dass die dritte Heizzone zumindest ein Heizelement
umfasst und die vierte Heizzone wenigstens zwei Heizelemente umfasst. Hierdurch können
getrennte Zonen für unterschiedliche Energieeinträge geschaffen werden.
[0033] Insbesondere werden zur Abgabe der dritten Leistungsdichte in der dritten Heizzone
und in der vierten Heizzone jeweils ein Heizelement betrieben und zur Abgabe der vierten
Leistungsdichte in der vierten Heizzone wenigstens zwei Heizelemente betrieben. Dies
vereinfacht die Nutzung der verfügbaren elektrischen Leistung, da stets nur die benötigten
Heizkreise verwendet werden.
[0034] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist zumindest die zweite Heizzone und/oder
die vierte Heizzone ausgebildet, mittels Phasenanschnittsteuerung, mittels Pulspaketsteuerung
oder mittels Takten entweder mit der ersten und/oder dritten Leistungsdichte oder
mit der zweiten und/oder vierten Leistungsdichte betrieben zu werden. Hierdurch können
verschiedene Möglichkeiten geschaffen werden, die Leistungsdichte der zweiten Heizzone
der ersten Heizvorrichtung und/oder der vierten Heizzone der zweiten Heizvorrichtung
zu verändern. Insbesondere kann die zweite Heizzone der ersten Heizvorrichtung und/oder
die vierte Heizzone der zweiten Heizvorrichtung konstruktiv auf die höhere, zweite
bzw. vierte Leistungsdichte ausgelegt sein und durch eine derartige elektronische
Ansteuerung auf die erste bzw. dritte Leistungsdichte reduziert werden, sodass die
maximale Leistungsdichte als höhere, zweite bzw. vierte Leistungsdichte ausgenutzt
werden kann.
[0035] Gemäß einem Aspekt sind die erste und dritte Leistungsdichte identisch und/oder die
zweite und vierte Leistungsdichte identisch. Der Begriff identisch schließ eine Abweichung
von bis zu 30 Prozent ein.
[0036] Gemäß einem Aspekt weisen alle drei Heizkreise der ersten Heizvorrichtung die gleiche
Leistungsaufnahme, insbesondere eine Leistungsaufnahme im Bereich von 800 Watt bis
1800 Watt, bevorzugt im Bereich von 1000 Watt bis 1650 Watt, auf.
[0037] Gemäß einem Aspekt weisen alle drei Heizkreise der zweiten Heizvorrichtung die gleiche
Leistungsaufnahme, insbesondere eine Leistungsaufnahme im Bereich von 800 Watt bis
1800 Watt, bevorzugt im Bereich von 1000 Watt bis 1650 Watt, auf.
[0038] Gemäß einem Aspekt weisen alle Heizkreise der ersten Heizvorrichtung und der zweiten
Heizvorrichtung die gleiche Leistungsaufnahme, insbesondere eine Leistungsaufnahme
im Bereich von 800 Watt bis 1800 Watt, bevorzugt im Bereich von 1000 Watt bis 1650
Watt, auf. Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung weist die erste Heizzone einen
ersten Heizkreis auf, welcher auf die erste Leistungsdichte ausgelegt ist, die zweite
Heizzone weist einen ersten Heizkreis auf, welcher auf die erste Leistungsdichte ausgelegt
ist, und die zweite Heizzone weist ferner einen zweiten Heizkreis auf, welcher auf
die Differenz zwischen der ersten Leistungsdichte und der zweiten Leistungsdichte
ausgelegt ist, wobei die zweite Heizzone ausgebildet ist, entweder nur mit dem ersten
Heizkreis oder mit dem ersten Heizkreis und mit dem zweiten Heizkreis gemeinsam betrieben
zu werden.
[0039] Mit anderen Worten können der erste Heizkreis und der zweite Heizkreis der zweiten
Heizzone der ersten Heizvorrichtung gemeinsam betrieben werden und hierdurch die zweite,
höhere Leistungsdichte erzeugen. Wird lediglich der erste Heizkreis der zweiten Heizzone
der ersten Heizvorrichtung betrieben, so wird in der zweiten Heizzone nur die erste
Leistungsdichte abgegeben. So kann von dem ersten Heizkreis der ersten Heizzone und
von dem ersten Heizkreis der zweiten Heizzone der ersten Heizvorrichtung gemeinsam
die erste, geringere Leistungsdichte erzeugt werden. Dies kann entsprechend großflächiger
erfolgen als der Betrieb lediglich der zweiten Heizzone der ersten Heizvorrichtung.
Hierdurch können die zuvor beschriebenen Eigenschaften und Vorteile alternativ umgesetzt
werden.
[0040] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung weist die dritte Heizzone einen ersten
Heizkreis auf, welcher auf die dritte Leistungsdichte ausgelegt ist, die vierte Heizzone
weist einen ersten Heizkreis auf, welcher auf die dritte Leistungsdichte ausgelegt
ist, und die vierte Heizzone weist ferner einen zweiten Heizkreis auf, welcher auf
die Differenz zwischen der dritten Leistungsdichte und der vierten Leistungsdichte
ausgelegt ist, wobei die vierte Heizzone ausgebildet ist, entweder nur mit dem ersten
Heizkreis oder mit dem ersten Heizkreis und mit dem zweiten Heizkreis gemeinsam betrieben
zu werden.
[0041] Mit anderen Worten können der erste Heizkreis und der zweite Heizkreis der vierten
Heizzone der zweiten Heizvorrichtung gemeinsam betrieben werden und hierdurch die
vierte, höhere Leistungsdichte erzeugen. Wird lediglich der erste Heizkreis der vierten
Heizzone der zweiten Heizvorrichtung betrieben, so wird in der vierten Heizzone nur
die dritte Leistungsdichte abgegeben. So kann von dem ersten Heizkreis der dritten
Heizzone und von dem ersten Heizkreis der vierten Heizzone der zweiten Heizvorrichtung
gemeinsam die dritte, geringere Leistungsdichte erzeugt werden. Dies kann entsprechend
großflächiger erfolgen als der Betrieb lediglich der vierten Heizzone der zweiten
Heizvorrichtung. Hierdurch können die zuvor beschriebenen Eigenschaften und Vorteile
alternativ umgesetzt werden.
[0042] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung weist die erste Heizzone einen ersten Heizkreis
auf, welcher auf die erste Leistungsdichte ausgelegt ist, die zweite Heizzone weist
einen ersten Heizkreis auf, welcher auf die erste Leistungsdichte ausgelegt ist, und
die zweite Heizzone weist ferner einen zweiten Heizkreis auf, welcher auf die zweite
Leistungsdichte ausgelegt ist, wobei die zweite Heizzone ausgebildet ist, entweder
nur mit dem ersten Heizkreis oder nur mit dem zweiten Heizkreis betrieben zu werden.
Dies stellt eine alternative Möglichkeit zur Umsetzung einer derartigen Beheizung
dar und erhöht den Gestaltungsspielraum.
[0043] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung weist die dritte Heizzone einen ersten
Heizkreis auf, welcher auf die dritte Leistungsdichte ausgelegt ist, die vierte Heizzone
weist einen ersten Heizkreis auf, welcher auf die dritte Leistungsdichte ausgelegt
ist, und die vierte Heizzone weist ferner einen zweiten Heizkreis auf, welcher auf
die vierte Leistungsdichte ausgelegt ist, wobei die vierte Heizzone ausgebildet ist,
entweder nur mit dem ersten Heizkreis oder nur mit dem zweiten Heizkreis betrieben
zu werden. Dies stellt eine alternative Möglichkeit zur Umsetzung einer derartigen
Beheizung dar und erhöht den Gestaltungsspielraum.
[0044] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung sind die erste Heizzone und die zweite
Heizzone unmittelbar nebeneinander angeordnet, vorzugsweise wird die zweite Heizzone
von der ersten Heizzone umschlossen. Durch eine benachbarte Anordnung der ersten Heizzone
und der zweiten Heizzone der ersten Heizvorrichtung kann eine entsprechend großflächige
gemeinsame Heizzone geschaffen werden, welche mit der ersten, geringeren Leistungsdichte
betrieben werden kann. Dies kann insbesondere dadurch kompakt erfolgen, indem die
zweite Heizzone von der ersten Heizzone umschlossen wird.
[0045] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung sind die dritte Heizzone und die vierte
Heizzone unmittelbar nebeneinander angeordnet, vorzugsweise wird die vierte Heizzone
von der dritten Heizzone umschlossen. Durch eine benachbarte Anordnung der dritten
Heizzone und der vierten Heizzone der zweiten Heizvorrichtung kann eine entsprechend
großflächige gemeinsame Heizzone geschaffen werden, welche mit der dritten, geringeren
Leistungsdichte betrieben werden kann. Dies kann insbesondere dadurch kompakt erfolgen,
indem die vierte Heizzone von der dritten Heizzone umschlossen wird.
[0046] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist die erste Heizvorrichtung in der vertikalen
Richtung oberhalb des Garraums angeordnet und ausgebildet, wenigstens den Garraum
von oben zu erwärmen. Hierdurch kann eine Erwärmung des Garraums bzw. des Garguts
von oben erfolgen.
[0047] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist die zweite Heizvorrichtung in der vertikalen
Richtung unterhalb des Garraums angeordnet und ausgebildet, wenigstens den Garraum
von unten zu erwärmen. Hierdurch kann eine Erwärmung des Garraums bzw. des Garguts
von unten erfolgen.
[0048] Gemäß einem Aspekt sind die erste Heizzone und die dritte Heizzone übereinander angeordnet,
insbesondere dem selben ersten Bereich des Innenraumes zugeordnet und/oder die dritte
Heizzone und die vierte Heizzone übereinander angeordnet, insbesondere dem selben
zweiten Bereich des Innenraumes zugeordnet, insbesondere wobei die beiden Bereiche
des Innenraumes horizontal nebeneinander angeordnet.
[0049] Angaben zur Raumlage wie oberhalb, unterhalb, über, unter, horizontal, vertikal beziehen
sich stets auf die betriebsbereite Einbaulage des Gargerätes im Schwerkraftfeld eines
Planeten.
[0050] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist die erste Heizvorrichtung und/oder
die zweite Heizvorrichtung eine Strahlungsvorrichtung, vorzugsweise mit wenigstens
einem Strahlungsheizkörper mit Heizband. Unter einer Strahlungsvorrichtung ist dabei
eine Vorrichtung zu verstehen, welche ihre Leistung im Wesentlichen durch Infrarotstrahler
in Form von Wärmestrahlung abgibt. Eine derartige Strahlungsvorrichtung kann auch
als Strahlungsheizung oder als Wärmewellenheizung bezeichnet werden.
[0051] Diesem Aspekt der vorliegenden Erfindung liegt dabei die Erkenntnis zugrunde, dass
Wärmestrahlung im Wesentlichen nicht die Umgebungsluft, welche sie durchdringt, erwärmt
sondern erst das Gargeschirr bzw. Gargut, auf welches die Wärmestrahlung trifft. Das
Gargeschirr bzw. Gargut kann somit direkt und möglichst vollständig von der Wärmestrahlung
erwärmt werden, indem die Wärmestrahlung das Gargeschirr bzw. Gargut erreicht und
erwärmt. Mit anderen Worten erfolgt die Erwärmung mittels Wärmestrahlung nicht durch
den Kontakt des Gargeschirrs bzw. des Garguts mit der erwärmten Umgebungsluft, wie
bei der Konvektion, sondern durch die direkte Einwirkung elektromagnetischer Wellen
bzw. Strahlung im infraroten Spektralbereich auf das Gargeschirr bzw. Gargut.
[0052] Erfindungsgemäß kann somit hierdurch das Maß der Erwärmung erhöht werden. Dies kann
jeweils den Garprozess beschleunigen, das Garen bei größerer Wärmeeinwirkung ermöglichen
und bzw. oder ein gleichmäßigeres Garergebnis erreichen.
[0053] Hierzu kann als Strahlungsvorrichtung wenigstens ein Strahlungsheizkörper mit Heizband
verwendet werden. Das Heizelement besteht in diesem Fall aus einem freistrahlenden
gewellten Heizband, welches aufrecht in der vertikalen Richtung angeordnet ist und
somit über die in der vertikalen Richtung nach unten zeigende Kante Wärmestrahlung
in Richtung des Innenraums des Gargeräts und damit zum Gargeschirr bzw. zum Gargut
hin abgeben kann. Das Heizband ist somit schmal in der Horizontalen ausgebildet und
kann daher von einer vergleichsweise dicken Wärmedämmung umgeben sein, wodurch die
Wärmeverluste geringgehalten werden können. Dies kann die Aufglühzeit des Heizbandes
vergleichsweise geringhalten.
[0054] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung weist die Strahlungsvorrichtung wenigstens
ein erstes Trennelement, vorzugweise als erste Glaskeramik, auf, welches ausgebildet
ist, die Strahlungsvorrichtung gegenüber einem Innenraum des Innengehäuses abzutrennen
und die Strahlung der Strahlungsvorrichtung zumindest im Wesentlichen hindurchzulassen.
Hierdurch kann ein mechanischer Schutz insbesondere der Bauteile der Strahlungsvorrichtung,
welche die Wärmestrahlung erzeugen können, geschaffen werden. Das erste Trennelement
kann die Strahlungsvorrichtung somit nach außen hin abschließen und randseitig mit
dem Innengehäuse des Einbaugargeräts verbunden sein, so dass wenigstens ein mechanischer
Schutz dahingehend erreicht werden kann, dass ein Benutzer mit der Hand, mit einem
Besteck, mit dem Gargeschirr oder dergleichen die Bauteile der Strahlungsvorrichtung
hinter dem ersten Trennelement nicht erreichen und hierdurch beschädigen bzw. zerstören
kann. Vorzugsweise kann zwischen dem Rand des ersten Trennelements und dem Innengehäuse
des Einbaugargeräts eine Dichtung vorgesehen sein, sodass auch Dampf, Flüssigkeiten,
Fett und dergleichen vom Inneren der Strahlungsvorrichtung abgehalten werden können.
Hierdurch können insbesondere die Bauteile der Strahlungsvorrichtung, welche die Wärmestrahlung
erzeugen können, vor Feuchtigkeit, Fett und dergleichen geschützt werden.
[0055] Dabei eine erste Glaskeramik als erstes Trennelement zu verwenden kann dahingehend
vorteilhaft sein, dass eine Glaskeramik sehr wärmebeständig bzw. hitzebeständig sein
kann. Auch kann eine Glaskeramik glatt ausgebildet und daher leicht zu reinigen sein.
Auch kann eine Glaskeramik ausreichend für die Wärmestrahlung transparent sein, sodass
die Wärmestrahlung die Glaskeramik möglichst gut durchdringen und primär bzw. im Wesentlichen
zur Erwärmung des Gargeschirrs wie zuvor beschrieben verwendet werden kann.
[0056] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung weist das Gargerätesystem ein zweites Trennelement
auf, welches ausgebildet ist, wenigstens den Garraum aufzunehmen, wobei in der vertikalen
Richtung unterhalb des zweiten Trennelements wenigstens eine zweite Heizvorrichtung
angeordnet und ausgebildet ist, wenigstens den Garraum von unten zu erwärmen. Die
Erwärmung mittels der zweiten Heizvorrichtung kann beispielsweise mittels eines elektrischen
Heizelements durch Strom-Wärmeverluste oder induktiv erfolgen. Hierdurch kann das
Lebensmittel im Garraum direkt erwärmt oder ein Dampfgarprozess innerhalb des Garraums
betrieben werden.
[0057] Hierdurch kann eine Erwärmung des Garraums in der vertikalen Richtung von zwei Seiten
erfolgen, sodass das Gargut im Garraum gleichmäßiger, stärker und bzw. oder schneller
erwärmt bzw. erhitzt werden kann. Dies kann entsprechend die Qualität des Garprozesses
erhöhen und bzw. oder die Dauer des Garprozesses verkürzen. Erfindungsgemäß kann somit
die Erwärmung des Gargeschirrs bzw. des Garguts beschleunigt werden, indem zum einen
sowohl eine Wärmeeinwirkung von unten, vorzugsweise mittels Induktion, zur Erwärmung
des Gargeschirrs bzw. dessen Bodens als auch von oben mittels Wärmestrahlung auf das
Gargeschirr oder direkt auf das Gargut im Falle eines nach oben hin offenen Gargeschirrs
stattfinden kann.
[0058] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist die zweite Heizvorrichtung eine Induktionsvorrichtung,
vorzugsweise mit wenigstens einer Induktionsspule. Hierdurch kann eine induktive Erwärmung
des Garraums bzw. dessen Gargeschirrs in der vertikalen Richtung von unten erfolgen.
Eine entsprechende Induktionsspule kann alleinig so groß wie der Boden des zu verwenden
Gargeschirrs ausgebildet sein. Gegebenenfalls können auch mehrere Induktionsspulen
gemeinsam verwendet werden, um das Gargeschirr induktiv zu erwärmen.
[0059] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist die zweite Heizvorrichtung als eine
Strahlungsvorrichtung zur Abgabe von Wärmestrahlung, vorzugsweise vorzugsweise mit
wenigstens einem Strahlungsheizkörper mit Heizband oder Heizrohr, ausgeführt. Hierdurch
kann eine Erwärmung des Garraums bzw. dessen Gargeschirrs in der vertikalen Richtung
von unten mit der gleichen Technik, vorzugsweise mit den gleichen Bauteilen wie bei
der ersten Heizvorrichtung, erfolgen.
[0060] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist das zweite Trennelement, vorzugweise
als zweite Glaskeramik, ausgebildet. Das zweite Trennelement trennt die zweite Heizvorrichtung
gegenüber dem Innenraum ab.
[0061] Ein Aspekt ist es, dass bei der Verwendung einer Induktionsvorrichtung das zweite
Trennelement ausgeführt ist, die Strahlung der Induktionsvorrichtung im Wesentlichen
hindurchzulassen. Hierdurch können die Aspekte des entsprechenden zweiten Trennelements
der Strahlungsvorrichtung, welche weiter unten näher beschrieben werden wird, auf
die Induktionsvorrichtung übertragen werden.
[0062] Gemäß einem Aspekt sind das erste Trennelement an der ersten Heizvorrichtung und
das zweite Trennelement an der zweiten Heizvorrichtung aus dem gleichen Material hergestellt.
Wobei das erste Trennelement und das zweite Trennelement ausgeführt sind, die erste
Heizvorrichtung und die zweite Heizvorrichtung gegenüber dem Innenraum abzutrennen
und die Wärmestrahlung der ersten und der zweiten Heizvorrichtung im Wesentlichen
hindurchzulassen.
[0063] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung weist das Gargerät einen Auszug auf, welcher
ausgebildet ist, in der Längsrichtung in einer Auszugsrichtung gegenüber dem Innengehäuse
des Gargeräts zu einem Benutzer hin und in der Längsrichtung in einer entgegengesetzten
Einschubrichtung gegenüber dem Innengehäuse des Gargeräts von einem Benutzer weg bewegt
zu werden, wobei der Garraum, vorzugsweise und das zweite Trennelement, mit dem Auszug,
vorzugsweise auf einem Auszugsboden des Auszugs, mitbeweglich sind. Mit anderen Worten
kann das Einbaugargerät in Form einer Schublade ausgebildet werden, was die Zugänglichkeit
zum Garraum für den Benutzer vereinfachen kann, da diese hierzu aus dem Innengehäuse
zum Benutzer hin teilweise bis vollständig herausgezogen werden und in der vertikalen
Richtung von oben erreichbar bzw. entnehmbar sein kann.
[0064] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung weist der Auszug, vorzugsweise ein Auszugsboden
des Auszugs, die zweite Heizvorrichtung auf. Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung
weist das Innengehäuse die zweite Heizvorrichtung auf.
[0065] Wird die erste Heizvorrichtung mit dem Auszug mitbeweglich angeordnet, so kann eine
Nutzung der zweiten Heizvorrichtung und damit eine Erwärmung des Gargeschirrs unabhängig
von der Positionierung des Auszugs erfolgen. Entsprechend muss der Garprozess nicht
unterbrochen werden, wenn ein Benutzer den Auszug in der Auszugsrichtung aus dem Innengehäuse
des Gargeräts zu sich hin heraus zieht, um zum Beispiel das Gargut im Garraum zu begutachten.
Dies kann auch in dieser Situation eine ungestörte Fortführung des Garprozesses ermöglichen.
Hierzu kann die zweite Heizvorrichtung insbesondere über ausreichend lange und flexible
elektrische Verbindungen mit feststehend angeordneten elektronischen Komponenten des
Gargeräts verbunden bleiben.
[0066] Wird andererseits die zweite Heizvorrichtung stationär feststehend und damit unabhängig
vom Auszug am Innengehäuse des Gargeräts angeordnet, so kann eine entsprechend vereinfachte
elektrische Verbindung vorgesehen werden, was Kosten und Bauraum sparen kann. In diesem
Fall führt jedoch das Ausziehen des Auszugs durch den Benutzer zu einer Unterbrechung
der Erwärmung seitens der zweiten Heizvorrichtung. Mit anderen Worten kann die zweite
Heizvorrichtung feststehend am Innengehäuse des Gargeräts angeordnet und kann nicht
mit dem Auszug mitbewegt werden. Hierdurch kann eine Erwärmung des Gargeschirrs nicht
erfolgen, wenn der Auszug aus dem Innengehäuse des Gargeräts ausreichend weit herausgezogen
ist. Jedoch kann dies die feste elektrische Verbindung zwischen der zweiten Heizvorrichtung
und den entsprechenden elektronischen Komponenten des Gargeräts verkürzen und vereinfachen,
was den Herstellungs- und Montageaufwand reduzieren und damit die Kosten geringhalten
kann.
[0067] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung bildet der Auszug, vorzugsweise eine Blende
des Auszugs, mit dem Innengehäuse des Gargeräts einen geschlossenen Innenraum des
Gargeräts, wenn der Auszug in der Einschubrichtung vollständig eingeschoben ist. Hierdurch
kann der Garraum optisch für den Benutzer verdeckt werden, wenn das Gargerät zum Garen
betrieben wird. Dies kann auch Gerüche und bzw. oder Dämpfe im geschlossenen Innenraum
des Gargeräts halten, was entsprechende Belästigungen vom Benutzer fernhalten kann.
Bei Nichtbenutzung des Gargeräts kann hierdurch der Platzbedarf verringert sowie ebenfalls
eine optische Störung für die Benutzer vermieden werden.
[0068] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung wird der Garraum von einem Gargeschirr
gebildet, welches aus dem Gargerät entnehmbar ausgebildet ist. Dies kann die Flexibilität
der Nutzung für den Benutzer erhöhen und es ihm insbesondere ermöglichen, das gegarte
Gargut in dem Gargeschirr direkt zu servieren.
[0069] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist das Gargerät als Einbaugargerät ausgebildet.
Auf diese Art und Weise können die Eigenschaften und Vorteile des erfindungsgemäßen
Gargeräts bei Einbaugargeräten umgesetzt und genutzt werden.
[0070] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung weist das Einbaugargerät in der vertikalen
Richtung ein Höhenrastermaß mit einer Höhe einer Einbauschublade auf, welches einem
Bruchteil einer Breite eines Breitenrastermaßes entspricht. Hierdurch kann eine besonders
kompakte Ausbildung des erfindungsgemäßen Einbaugargeräts erfolgen. Insbesondere kann
hierdurch eine einfache Möglichkeit geschaffen werden, das erfindungsgemäße Einbaugargerät
mit weiteren standardisierten Einbaugargeräten in der vertikalen Richtung übereinander
zu kombinieren.
[0071] Vergleichbar dem weiter unten beschriebenen Breitenrastermaß, unter einem Höhenrastermaß
zu verstehen, dass zur Anordnung von Einbauküchengeräten in der Höhe, d.h. in der
vertikalen Richtung, die Einbauküchengeräte in Form eines Rasters dimensioniert werden,
damit verschiedene Einbauküchengeräte desselben Herstellers ebenso wie verschiedener
Hersteller nahtlos miteinander kombiniert verwendet werden können. Als Standardmaße
in der Höhe haben sich dabei Maße bzw. Raster etabliert, welche zwar üblicherweise
herstellerabhängig sind, jedoch im Bereich 6 cm bis 10 cm liegen und einem Bruchteil,
d.h. durch eine natürliche Zahl geteilt, des Breitenrastermaßes entsprechen.
[0072] Entsprechend ist es für Einbauküchengeräte in der Europäischen Union üblich, dass
die entsprechenden Einbauräume des Küchenmöbels, auch Nische genannt, ein Höhenrastermaß
von 15 cm, 45 cm oder 60 cm aufweisen, was unter Berücksichtigung eines Bodens mit
einer Dicke bzw. mit einer Höhe von 10 mm oder 20 mm, je nach zu tragendem Gewicht
des Einbauküchengeräts, zu einem Höhenrastermaß von 14 cm, 43 cm oder 58 cm des Einbauküchengeräts
selbst führt. In den USA beträgt die Nischenhöhe für Einbauküchengeräte als Rasterhöhenmaß
üblicherweise 24 Zoll oder 30 Zoll sowie 6 Zoll für Schubladen. Auch hier sind die
Höhenrastermaße der Einbauküchengeräte selbst mit zum Beispiel 5 3/8 Zoll bei den
Schubladen etwas geringer als das Höhenrastermaß der Nische, damit die Einbauküchengeräte
in die Nischen passen.
[0073] Das Höhenrastermaß sowie das Breitenrastermaß eines Einbauküchengeräts ist dabei
stets auf dessen Gehäuse bezogen, da üblicherweise eine Tür, eine Klappe, eine Blende
und dergleichen des Einbauküchengeräts, welche im eingebauten Zustand dem Benutzer
zugewandt ist, in der Breite und bzw. in der Höhe über die Stollen bzw. über den Boden
des Küchenmöbels hinausragt und diese hierdurch optisch gegenüber dem Benutzer verbirgt.
[0074] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung weist das Einbaugargerät in der Querrichtung
ein Breitenrastermaß mit einer Breite auf. Auf diese Art und Weise kann eine vergleichsweise
kompakte Anordnung des erfindungsgemäßen Einbaugargeräts in einem Küchenmöbel ermöglicht
werden.
[0075] Unter einem Breitenrastermaß ist zu verstehen, dass zur Anordnung von Einbauküchengeräten
in der Breite, d.h. in der Querrichtung, die Einbauküchengeräte in Form eines Rasters
dimensioniert werden, damit verschiedene Einbauküchengeräte desselben Herstellers
ebenso wie verschiedener Hersteller nahtlos miteinander kombiniert verwendet werden
können. Mit anderen Worten sind gewissen Maße in der Breite von Einbauküchengeräten
als Standardmaße etabliert, d.h. üblich und gebräuchlich, bzw. genormt, um bei der
Kombination verschiedener Einbauküchengeräte desselben Herstellers ebenso wie verschiedener
Hersteller den Bauraum im Küchenmöbel möglichst vollständig ausnutzen zu können. Diese
Maße in der Breite von Einbauküchengeräten können als Raster angesehen werden.
[0076] Beispielsweise ist für Einbauküchengeräte in der Europäischen Union als Breitenrastermaß
ein Standardmaß von 54 cm üblich, damit das Einbauküchengerät zwischen zwei 20 mm
breiten Seitenwände des Küchenmöbels, auch Stollen genannt, angeordnet werden kann,
welches selbst ein Breitenrastermaß von 60 cm aufweist. In der Schweiz beträgt das
Breitenrastermaß von Einbauküchengeräten 55 cm. In den USA ist als Breitenraster ein
Maß von 18 Zoll, 24 Zoll oder 36 Zoll bei Schränken ohne Einbauküchengeräte üblich.
Für Einbauküchengeräte haben sich die Rastermaße inkl. Stollen der umgebenden Küchenmöbel
von 24 Zoll und 30 Zoll durchgesetzt, wobei aber auch 36 Zoll breite Öfen bekannt
sind, welche jedoch üblicherweise nicht als Einbauküchengeräte ausgeführt werden.
[0077] Die vorliegende Erfindung betrifft auch ein Gargerät, vorzugsweise ein Einbaugargerät,
für ein Gargerätesystem wie zuvor beschrieben. Hierdurch kann ein Einbaugargerät zur
Verfügung gestellt werden, um das zuvor beschriebene Gargerätesystem umzusetzen und
dessen Eigenschaften und Vorteile zu nutzen.
[0078] Die vorliegende Erfindung betrifft auch einen Garraum für ein Gargerätesystem wie
zuvor beschrieben. Hierdurch kann ein Garraum zur Verfügung gestellt werden, um das
zuvor beschriebene Gargerätesystem umzusetzen und dessen Eigenschaften und Vorteile
zu nutzen.
[0079] Mit anderen Worten sollen mittels eines erfindungsgemäßen Gargeräts, insbesondere
als Hochtemperaturschublade, möglichst viele unterschiedliche Lebensmittel gegart
werden können. Eine Frischteigpizza soll ebenso zubereitet werden können wie ein Steak.
Diese unterschiedlichen Lebensmittel stellen jedoch sehr unterschiedliche Anforderungen
an den Garprozess. Die Frischteigpizza benötigt beispielsweise eine relativ gleichmäßige
Beheizung von oben über die gesamte Fläche des Garraumes. Um ein Steak mit dem gewünschten
Garergebnis zu garen, ist eine weitaus höhere Leistungsdichte notwendig als für die
Pizza.
[0080] Diese benötigte Leistungsdichte kann jedoch bei einem einphasigen Anschluss nicht
bereitgestellt werden, wenn die gesamte Fläche des Garraumes beheizt wird. Die Leistung
kann bei einem einphasigen Anschluss auf 3,68 kW begrenzt sein. Die geforderte Leistungsdichte
kann bei limitierter Leistung somit nur auf einer begrenzten Fläche des Garraumes
bereitgestellt werden.
[0081] Ein erfindungsgemäßes Gargerät kann hierzu insbesondere als Hochtemperaturschublade
mit einem Oberhitzeheizkörper, vorzugsweise als Strahlungsheizkörper mit Heizband,
realisiert werden. Der Heizkörper soll zwei Betriebszustände ermöglichen, nämlich
zum einen eine gleichmäßige geringere Leistungsdichte über die gesamte Garraumfläche
und zum anderen eine sehr hohe Leistungsdichte in einem beschränkten Bereich der Garraumfläche.
[0082] Gemäß einer ersten Variante wird ein Heizkörper mit zwei unterschiedlichen Heizzonen
so ausgebildet, dass eine Heizzone 1 eine geringere Leistungsdichte als eine Heizzone
2 aufweist. Die Heizzone 2 hat eine sehr hohe Leistungsdichte, beispielsweise 8 W/cm
2. Für einen Betriebszustand B wird dann die Heizzone 2 dauerhaft eingeschaltet und
gibt damit eine sehr hohe Leistungsdichte ab. Für Betriebszustand A wird dann Heizzone
1 dauerhaft eingeschaltet und Heizzone 2 wird so angesteuert, dass die Leistung der
Heizzone 2 so reduziert wird, dass die Leistungsdichte von Heizzone 2 der Leistungsdichte
der Heizzone 1 entspricht.
[0083] Für die Ansteuerung kommen unterschiedliche Verfahren in Frage.
[0084] Erstes kann eine Phasenanschnittsteuerung verwendet werden, indem der Effektivwert
der Wechselspannung durch einen Phasenanschnitt und damit einhergehend die Leistung
der Heizzone 2 reduziert wird.
[0085] Zweites kann eine Pulspaketsteuerung verwendet werden, indem die Heizzone 2 für einen
bestimmten Zeitraum eingeschaltet und für einen bestimmten Zeitraum ausgeschaltet
wird. Über das Verhältnis zwischen Einschaltdauer und Ausschaltdauer kann die mittlere
Leistung der Heizzone 2 bestimmt werden. Das Schalten kann mit einem Halbleiter im
Nulldurchgang des Stromes oder der Spannung umgesetzt werden. So werden ausschließlich
volle Perioden des Wechselstromes geschaltet.
[0086] Drittens kann ein Takten erfolgen. Dies ist äquivalent zu der Pulspaketsteuerung.
Lediglich die Zeitabstände zwischen Einschalten und Ausschalten sind hier deutlich
größer. Außerdem kann hier für das Schalten ein Schalter, ein Relais oder ein Thermoschalter
eingesetzt und unabhängig von der Netzfrequenz geschaltet werden.
[0087] Gemäß einer zweiten Variante wird ein Heizkörper mit zwei unterschiedlichen Heizzonen
so ausgeprägt, dass Heizzone 1 aus einem Heizkreis und Heizzone 2 aus zwei Heizkreisen
besteht. Für den Betriebszustand B werden beide Heizkreise von Heizzone 2 betrieben.
Somit herrscht eine sehr hohe Leistungsdichte in Heizzone 2. Für den Betriebszustand
A wird Heizzone 1 betrieben und lediglich Heizkreis 1 von Heizzone 2. Heizkreis 1
von Heizzone 2 ist so dimensioniert, das er der Leistungsdichte von Heizzone 1 entspricht.
[0088] Heizkreis 1 von Heizzone 2 kann so ausgeprägt sein, dass die entsprechende Leistungsdichte
möglichst über die gesamte Fläche von Heizzone 2 abgestrahlt wird. Dies kann durch
die Verlegung eines Heizbandes des Heizkörpers begrenzt werden. Heizkreis 2 von Heizzone
2 kann vorzugsweise ebenfalls seine Leistung möglichst gleichmäßig über Heizzone 2
verteilt abgeben, was die Homogenität der abgestrahlten Leistung begünstigen kann.
Dies kann ebenfalls durch die Verlegung des Heizbandes limitiert werden. Damit entspricht
die Leistungsdichte von Heizzone 1 der Leistungsdichte von Heizzone 2 mit eingeschaltetem
Heizkreis 1 und ausgeschalteten Heizkreis 2.
[0089] Die zweite Variante kann den Vorteil aufweisen, dass im Gegensatz zur ersten Variante
keine komplizierte Ansteuerung zur Reduktion der Leistung erforderlich sein muss.
Hier können die Heizkreise mit einfachen Schaltern oder Relais dauerhaft geschaltet
werden.
[0090] Da üblicherweise normativ nicht unbegrenzt hohe elektrische Leistungen geschaltet
werden dürfen, kann es in jedem Fall sinnvoll sein, die Heizzonen in mehrere Heizkreise
zu unterteilen und so die jeweils geschaltete Leistung zu reduzieren. Dies kann unabhängig
von bzw. noch zusätzlich zu der hinsichtlich der zweiten Variante beschriebenen Aufteilung
in Heizkreise zur Anpassung der flächenbezogenen Leistungsdichte erfolgen.
[0091] Prinzipiell ist auch eine Mischung der beiden Varianten denkbar. Hieran kann vorteilhaft
sein, dass ein günstigeres Schalten bzw. Takten der einzelnen Heizkreise möglich sein
kann. Für normative Anforderungen bezüglich EMV (elektromagnetische Verträglichkeit)
kann es erforderlich sein, dass manche elektrische Lasten nur begrenzt häufig pro
Zeiteinheit geschaltet werden dürfen, zum Beispiel nur alle 10 s. Die Anpassung der
Heizkreise kann somit noch einen weiteren Freiheitsgrad für die Erfüllung der Norm
ermöglichen.
[0092] Auf die beschriebene Art und Weise können sich erfindungsgemäß mit einem Heizkörper
möglichst viele Gargüter garen und möglichst viele Garprozessanforderungen und bzw.
oder normative Anforderungen erfüllen lassen.
[0093] Das Einbaugargerät hat eine Bauhöhe in einem standardisierten Einbaumaß. Insbesondere
ist vorgesehen, dass die Bauhöhe in einem Bereich liegt, welcher sich von 12 Zentimeter
bis 60 Zentimeter, vorzugsweise in einem Bereich von 14 Zentimeter bis 35 Zentimeter,
erstreckt.
[0094] Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zum Betrieb eines solchen Gargerätes. Dabei
ist das Gargerät eingerichtet in einem Betriebszustand eine Betriebsart aus der Gruppe
der folgenden Betriebsarten auszuführen. Das Verfahren zum Betrieb des Gargerätes
sieht vor, dass in einem Betriebszustand eine Betriebsart aus der Gruppe der folgenden
Betriebsarten auszuführt wird.
[0095] Bei einer ersten Betriebsart, wird der erste Heizkreis der ersten Heizzone und der
erste Heizkreis der zweite Heizzone mit voller Leistung betrieben, wobei der zweite
Heizkreis der zweiten Heizzone ausgeschaltet ist. Durch den so erreichten homogenen
Betrieb der ersten Heizvorrichtung, der Oberhitze, kann beispielsweise ein gleichmäßiger
Energieeintrag ins Gargut erreicht werden. Diese Betriebsart eignet sich insbesondere
zum Gratinieren.
[0096] Bei einer zweiten Betriebsart, wird der erste Heizkreis der dritten Heizzone und
der erste Heizkreis der vierten Heizzone mit voller Leistung betrieben, wobei der
zweite Heizkreis der vierten Heizzone ausgeschaltet ist. Durch den so erreichten homogenen
Betrieb der zweiten Heizvorrichtung, der Unterhitze, kann beispielsweise ein gleichmäßiger
Energieeintrag ins Gargut erreicht werden. Diese Betriebsart eignet sich insbesondere
zum Blindbacken von Teigböden.
[0097] Bei einer dritten Betriebsart, wird die erste Betriebsart mit der zweiten Betriebsart
kombiniert. Das bedeutet, dass die erste Heizvorrichtung und die zweite Heizvorrichtung
gleichzeitig betrieben werden. Durch den so erreichten homogenen Betrieb der beiden
Heizvorrichtungen kann beispielsweise ein gleichmäßiger Energieeintrag ins Gargut
erreicht werden. Diese Betriebsart eignet sich insbesondere für Pizza.
[0098] Bei einer vierten Betriebsart, wird der erste Heizkreis der zweiten Heizzone und
der zweite Heizkreis der zweite Heizzone mit voller Leistung betrieben werden. Hierbei
wird insbesondere der erste Heizkreis der ersten Heizzone nicht betrieben. Durch den
so erreichten intensiven Betrieb der ersten Heizvorrichtung, der Oberhitze, kann beispielsweise
ein hoher Energieeintrag ins Gargut erreicht werden. Diese Betriebsart eignet sich
insbesondere zum Garen von Fleischstücken, dem so genannten Beefen.
[0099] Bei einer fünften Betriebsart, wird der erste Heizkreis der vierten Heizzone und
der zweite Heizkreis der vierten Heizzone mit voller Leistung betrieben. Hierbei wird
insbesondere der erste Heizkreis der dritten Heizzone nicht betrieben. Durch den so
erreichten intensiven Betrieb der zweiten Heizvorrichtung, der Unterhitze, kann beispielsweise
ein hoher Energieeintrag ins Gargut erreicht werden. Diese Betriebsart eignet sich
insbesondere zum Rösten.
[0100] Bei einer sechsten Betriebsart, wird die vierte Betriebsart mit der fünften Betriebsart
kombiniert. Das bedeutet, dass die zweite Heizzone der ersten Heizvorrichtung und
die vierte Heizzone der zweite Heizvorrichtung gleichzeitig betrieben werden. Durch
den so erreichten intensiven Betrieb der beiden Heizvorrichtungen kann beispielsweise
ein hoher Energieeintrag ins Gargut erreicht werden.
[0101] Bei einer siebten Betriebsart, werden die Heizkreise getaktet alternierend betrieben.
Hierdurch kann die verfügbare elektrische Leistung auf die Heizkreise aufgeteilt werden.
Dabei wird entweder der erste Heizkreis der ersten Heizzone und der erste Heizkreis
der zweite Heizzone mit voller Leistung für eine erste Zeitdauer betrieben oder der
erste Heizkreis der dritten Heizzone und der erste Heizkreis der vierten Heizzone
(22b) mit voller Leistung für eine zweite Zeitdauer betrieben. Durch den so erreichten
homogenen Betrieb der beiden Heizvorrichtungen kann beispielsweise ein gleichmäßiger
Energieeintrag ins Gargut erreicht werden. Diese Betriebsart eignet sich insbesondere
für Pizza.
[0102] Gemäß einem Aspekt der siebten Betriebsart ist das Verhältnis von erster Zeitdauer
und zweiter Zeitdauer ausgeglichen. Das bedeutet, dass die Taktzeiten der Oberhitze
und Unterhitze gleich sind oder weniger als 5 Prozent voneinander abweichen.
[0103] Gemäß einem Aspekt der siebten Betriebsart ist das Verhältnis von erster Zeitdauer
und zweiter Zeitdauer einstellbar, insbesondere durch den Nutzer einstellbar. Hierdurch
kann eine Anpassung des Energieeintrags erfolgen. Wodurch auch Rücksicht auf den individuellen
Geschmack und/oder unterschiedliche Gargüter genommen werden kann. Vorzugsweise ist
als Voreinstellung ein ausgeglichenes Taktverhältnis vorgegeben. Die Veränderungen
können beispielsweise in Schritten von 10 Prozentpunkten oder 20 Prozentpunkten bezogen
auf die Gesamtleistung erfolgen. Exemplarische Einstellwerte sind 50:50, 55:45, 60:40,
65:35, 70:30 oder 75:25.
[0104] Bei einer achten Betriebsart, wird die vierte Betriebsart mit der fünften Betriebsart
kombiniert, wobei die zweite Heizzone der ersten Heizvorrichtung und die vierte Heizzone
der zweite Heizvorrichtung ähnlich wie bei der siebten Betriebsart getaktet betrieben
werden.
[0105] Ein weiterer Aspekt ist es, dass zwei unterschiedliche Lebensmittel in den Innenraum,
rechts und links nebeneinander gleichzeitig gegart werden können. Hierzu werden die
zugehörigen Heizkreise der Oberhitze, also erste Heizvorrichtung, und Unterhitze,
also zweite
[0106] Heizvorrichtung, derart, insbesondere alternierend, angesteuert, dass sich in dem
Innenraum zwei Heizbereiche bilden. Beispielsweise in Anlehnung an die Darstellung
der Figur 6 auf der rechten Seite mit stärkerer (Strahlungs-)Leistungsdichte und/oder
höherer Temperatur und auf der linken Seite mit geringerer (Strahlungs-)Leistungsdichte
und/oder niedrigerer Temperatur.
[0107] Mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen rein schematisch
dargestellt und werden nachfolgend näher beschrieben. Es zeigt
- Figur 1
- eine seitliche Schnittdarstellung eines erfindungsgemäßen Gargeräts mit teilweise
ausgezogenem Auszug eines Gargeräts;
- Figur 2
- eine Draufsicht auf eine erste Heizvorrichtung eines erfindungsgemäßen Gargeräts gemäß
eines ersten Ausführungsbeispiels von unten;
- Figur 3
- eine Draufsicht auf eine erste Heizvorrichtung eines erfindungsgemäßen Gargeräts gemäß
eines zweiten Ausführungsbeispiels von unten;
- Figur 4
- eine Draufsicht auf eine zweite Heizvorrichtung eines erfindungsgemäßen Gargeräts
gemäß eines dritten Ausführungsbeispiels von oben;
- Figur 5
- eine Draufsicht auf eine zweite Heizvorrichtung eines erfindungsgemäßen Gargerätesystems
gemäß eines vierten Ausführungsbeispiels von oben; und
- Figur 6
- eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Gargeräts mit einer ersten Heizvorrichtung
und einer zweiten Heizvorrichtung.
[0108] Die o.g. Figuren werden in kartesischen Koordinaten betrachtet. Es erstreckt sich
eine Längsrichtung X, welche auch als Tiefe X oder als Länge X bezeichnet werden kann.
Senkrecht zur Längsrichtung X erstreckt sich eine Querrichtung Y, welche auch als
Breite Y bezeichnet werden kann. Senkrecht sowohl zur Längsrichtung X als auch zur
Querrichtung Y erstreckt sich eine vertikale Richtung Z, welche auch als Höhe Z bezeichnet
werden kann und der Richtung der Schwerkraft entspricht. Die Längsrichtung X und die
Querrichtung Y bilden gemeinsam die Horizontale X, Y, welche auch als horizontale
Ebene X, Y bezeichnet werden kann.
[0109] Figur 1 zeigt eine seitliche Schnittdarstellung eines erfindungsgemäßen Gargeräts
mit teilweise ausgezogenem Auszug 2 des Gargeräts 1. Das Gargerät 1 wird am Beispiel
eines Einbaugargeräts 1 betrachtet.
[0110] Das Einbaugargerät 1 weist ein Außengehäuse 10 auf, welches auch als äußeres Gehäuse
10 bezeichnet werden kann und das Einbaugargerät 1 im Wesentlichen nach außen abschließt
bzw. umschließt. Innerhalb des Außengehäuses 10 ist ein Innengehäuse 12 angeordnet,
welches auch als inneres Gehäuse 12 bezeichnet werden kann. Das Innengehäuse 12 schließt
in der Längsrichtung X nach Vorne hin, d.h. aus Sicht eines Benutzers, nach oben und
nach unten in der vertikalen Richtung Z mit dem Außengehäuse 10 ab, sodass zwischen
dem Außengehäuse 10 und im Innengehäuse 12 ein Zwischenraum 13 gebildet wird, welcher
auch als Gehäuseraum 13 bezeichnet werden kann. Dieser Zwischenraum 13 stellt das
Innere des Einbaugargeräts 1 dar. Von dem Innengehäuse 12 wird ferner im Wesentlichen
ein Innenraum 11 umschlossen, in welchem ein Garprozess durchgeführt werden kann.
Der Innenraum 11 ist in der Längsrichtung X für einen Benutzer von der Vorderseite
des Einbaugargeräts 1 durch eine Durchgangsöffnung 14 als Zugangsöffnung 14 hindurch
zugänglich.
[0111] In dem Innenraum 11 ist ferner ein Auszugsboden 20 des Auszugs 2 angeordnet und gegenüber
der Innenseite des Innengehäuses 12 zum Beispiel mittels Auszugsmechanismen (nicht
dargestellt) zum Beispiel in Form von Schienenelementen oder dergleichen in der Längsrichtung
X beweglich. An dem Auszugsboden 20, welcher sich in der Horizontalen X, Y erstreckt,
ist eine sich senkrecht hierzu in der vertikalen Richtung Z sowie in der Querrichtung
erstreckende Blende 21 feststehend angeordnet, welche das Einbaugargerät 1 in der
Längsrichtung X nach vorne zu dem Benutzer hin vollständig abdeckt. Die Blende 21
kann Bedienelemente und bzw. oder Anzeigeelemente aufweisen, um dem Benutzer Bedienmöglichkeiten
zu geben und bzw. oder Informationen anzuzeigen. Die Blende 21 kann zusätzlich oder
alternativ dort ein Sichtfenster aufweisen, wodurch dem Benutzer der Blick durch das
Sichtfenster hindurch in den Innenraum 11 des Einbaugargeräts 1 ermöglicht werden
kann.
[0112] In jedem Fall kann die Blende 21 des Auszugs 2 die Durchgangsöffnung 14 des Innengehäuses
12 für den Benutzer vollständig oder teilweise freigegeben. Hierzu kann der Auszug
2 in der Längsrichtung X in einer Auszugsrichtung A zum Benutzer hin bewegt und insbesondere
vom Benutzer gezogen werden. In der entgegengesetzten Richtung als Einschubrichtung
B kann die Blende 21 des Auszugs 2 vom Benutzer von sich weg geschoben bzw. gedrückt
werden und hierdurch die Durchgangsöffnung 14 des Innengehäuses 12 teilweise bis vollständig
verschließen. In diesem Zustand entspricht der Innenraum 11 des Innengehäuses 12 einem
Auszugsraum des Auszugs 2.
[0113] In der vertikalen Richtung Z von oben kann vom Benutzer in einer entsprechenden ausgezogenen
Stellung des Auszugs 2 wenigstens ein Gargeschirr 3 auf dem Auszugsboden 20 des Auszugs
2 entnehmbar angeordnet werden. Hierzu können entsprechende Markierungen und bzw.
oder Vertiefungen oder sonstige Halterungen (nicht dargestellt) dort als Positionierhinweise
und bzw. oder als Positioniervorrichtungen vorgesehen sein. Das Gargeschirr 3 kann
auch als Gargefäß 3, als Gargutträger 3 oder als Gargutaufnahme 3 bezeichnet werden.
Das Gargeschirr 3 besteht aus einem Gargeschirrgehäuse 30, welche auch als Gargeschirrkörper
30 bezeichnet werden kann, und einem Gargeschirrverschluss 32, welcher auch als Gargeschirrdeckel
32 bezeichnet werden kann. Das Gargeschirr 3 weist im Inneren seines Gargeschirrgehäuses
30 einen Garraum 31 auf, welcher vom Benutzer durch das Aufsetzen des Gargeschirrverschlusses
32 geschlossen und durch das Abheben des Gargeschirrverschlusses 32 geöffnet bzw.
zugänglich gemacht werden kann.
[0114] Zur Erwärmung des Gargeschirrs 3 bzw. des Garguts in der vertikalen Richtung Z von
oben weist das Einbaugargerät 1 in der vertikalen Richtung Z unmittelbar unterhalb
des Innengehäuses 12 und am Innengehäuse 12 feststehend angeordnet eine erste Heizvorrichtung
15 in Form einer Strahlungsvorrichtung 15 auf. Die Strahlungsvorrichtung 15 wird von
einem ersten Trennelement 17 in Form einer ersten Glaskeramik 17 derart umschlossen,
dass die erste Glaskeramik 17 gasdicht bzw. dampfdicht mit dem Innengehäuse 12 abschließt,
wodurch alle Bauteile und insbesondere alle elektronischen Bauteile der Strahlungsvorrichtung
15 innerhalb der ersten Glaskeramik 17 und somit vor mechanischen Einwirkung sowie
vor Feuchtigkeit geschützt angeordnet werden können. Innerhalb der ersten Glaskeramik
17 ist ein Strahlungsheizkörper mit Halsband 16 sich in der Horizontalen X, Y erstreckend
angeordnet und ausgerichtet, im Betrieb Wärmestrahlung im infraroten Spektralbereich
im Wesentlichen in der vertikalen Richtung Z nach unten in den Innenraum 11 des Einbaugargeräts
1 abzugeben. Hierdurch kann in der vertikalen Richtung Z von oben mittels Wärmestrahlung
auf das Gargeschirr 3 bzw. auf das Gargut eingewirkt und dieses vergleichsweise direkt,
schnell und bzw. oder verlustarm erwärmt werden.
[0115] Zur Erwärmung des Gargeschirrs 3 bzw. des Garguts von unten weist das Einbaugargerät
1 in der vertikalen Richtung Z unterhalb des Auszugsbodens 20 und mit dem Auszug 2
mitbeweglich eine zweite Heizvorrichtung 22 in Form einer Induktionsvorrichtung 22
auf. Im Bereich der Induktionsvorrichtung 22 ist der Auszugsbodens 20 als zweites
Trennelement 23 in Form einer zweite Glaskeramik 23 ausgebildet, auf welcher das Gargeschirr
3 in der vertikalen Richtung Z von oben aufgesetzt werden kann. Die Induktionsvorrichtung
22 weist dabei in der Horizontalen X, Y eine Induktionsspule 24 auf, welche seitens
eines Induktionsgenerators 25 betrieben werden kann, welcher feststehend im Zwischenraum
13 angeordnet und ausreichend flexibel mittels Kabeln mit der Induktionsspule 24 verbunden
ist, sodass die Induktionsspule 24 mit dem Auszug 2 in der Längsrichtung X mitbewegt
werden kann.
[0116] Erfindungsgemäß kann somit das Gargeschirr 3, welches den Innenraum 11 des Einbaugargeräts
1 zumindest in der Horizontalen X, Y möglichst vollständig ausfüllen kann, bzw. das
Gargut im Gargeschirr 3 sowohl induktiv von unten als auch mittels Wärmestrahlung
von oben erwärmt werden. Hierdurch kann, insbesondere durch die Wärmestrahlung von
oben, eine besonders starke Erhitzung des Garraums 31 bzw. des dort aufgenommenen
Garguts erfolgen, wodurch Garprozesse beschleunigt bzw. Garprozesse, welche besonders
hohe Temperaturen erfordern, ermöglicht werden können.
[0117] Das Einbaugargerät 1 dabei erfindungsgemäß als Schublade auszubilden, und gegebenenfalls
in einem Küchenmöbel anzuordnen, kann eine besonders kompakte und platzsparende Umsetzung
der zuvor beschriebenen Eigenschaften und Vorteile ermöglichen.
[0118] Insbesondere kann auf diese Art und Weise erfindungsgemäß das Volumen des Innenraums
11 des Einbaugargeräts 1 verringert werden. Auch können die beiden Heizvorrichtungen
15, 22 der vertikalen Richtung Z hierdurch möglichst nahe an den Garraum 31 herangebracht
werden. Durch die Ausbildung der zweiten Heizvorrichtung 22 als Induktionsvorrichtung
22 kann eine direkte Erwärmung des Garraums 31 bzw. dessen Gargeschirrgehäuses 30
in der vertikalen Richtung Z von unten erfolgen. Durch die Ausbildung der ersten Heizvorrichtung
15 als Strahlungsvorrichtung 15 kann eine direkte Erwärmung des Garraums 31 mittels
Wärmestrahlung in der vertikalen Richtung Z von oben erfolgen. Hierdurch können die
Temperatur und bzw. oder die Leistungsdichte eines Garprozesses erhöht und bzw. oder
die Aufheizzeit, die Reaktionszeit, die Garzeit und bzw. oder der Energiebedarf des
Garprozesses reduziert werden.
[0119] Dies kann insbesondere mittels eines erfindungsgemäßen Einbaugargeräts 1 erfolgen,
welches eine genormte bzw. standardisierte Höhe in der vertikalen Richtung Z von 14
cm sowie eine genormte bzw. standardisierte Breite in der Querrichtung von 54 cm aufweist.
Vergleichbar einer bisher bekannten Wärmeschublade oder dergleichen kann das erfindungsgemäße
Einbaugargerät 1 somit in der vertikalen Richtung Z unterhalb zum Beispiels eines
Backofens angeordnet werden, um die jeweiligen Garmöglichkeiten zeitgleich und unabhängig
voneinander nutzen zu können. Wird der Backofen dabei mit einer vergleichsweise kleinen
Höhe in der vertikalen Richtung Z von43 cm ausgebildet, so können das erfindungsgemäße
Einbaugargerät 1 und der bekannte Backofen gemeinsam in einer genormten bzw. standardisierten
Möbelnische mit einer Gesamthöhe in der vertikalen Richtung Z von58 cm sowie einer
Breite in der Querrichtung von 54 cm, insbesondere mit einer Tiefe in der Längsrichtung
X von60 cm, verwendet werden. Dies kann auf vergleichsweise kleinem sowie genormtem
bzw. standardisiertem Bauraum die Bereitstellung bzw. die Verwendung von erweiterten
Garmöglichkeiten als bisher bekannt für Benutzer ermöglichen bzw. können bekannte
Garmöglichkeiten auf vergleichsweise kleinem Raum zur Verfügung gestellt werden.
[0120] Figur 2 zeigt eine Draufsicht auf eine erste Heizvorrichtung 15 eines erfindungsgemäßen
Gargeräts gemäß eines ersten Ausführungsbeispiels von unten. Die erste Heizvorrichtung
15 ist rechteckig ausgebildet und deckt die Decke (nicht bezeichnet) des Innengehäuses
12 in der Horizontalen X, Y teilweise ab, vergleiche Figur 1. Die Fläche der ersten
Heizvorrichtung 15 wird im Wesentlichen durch eine erste, rechteckige Heizzone 15a
gebildet, welche eine zweite, kreisrunde Heizzone 15b umschließt.
[0121] Gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel der Figur 2 ist die erste Heizzone 15a ausgebildet,
den Garraum 31 mit einer ersten Leistungsdichte zu erwärmen. Die zweite Heizzone 15b
ist ausgebildet, den Garraum 31 mit der ersten Leistungsdichte oder mit einer zweiten
Leistungsdichte zu erwärmen, wobei die zweite Leistungsdichte signifikant größer als
die erste Leistungsdichte ist.
[0122] Werden somit die erste Heizzone 15a und die zweite Heizzone 15b gemeinsam mit der
ersten, geringeren Leistungsdichte betrieben, so kann eine Erwärmung des Garraums
31 mit einer vergleichsweise hohen Leistungsdichte und einer vergleichsweise großen
und im Wesentlichen rechteckigen Fläche erfolgen. Eine derartige Art des Erhitzens
kann beispielsweise zum Garen einer Pizza geeignet sein.
[0123] Wird stattdessen lediglich die zweite Heizzone 15b mit der zweiten, höheren Leistungsdichte
betrieben, so kann eine Erwärmung des Garraums 31 mit einer deutlich höheren Leistungsdichte
aber einer vergleichsweise kleinen, kreisrunden Fläche erfolgen. Dies kann beispielsweise
zum Garen eines Steaks geeignet sein. Dabei kann die zweite Heizzone 15b konstruktiv
auf die zweite, höhere Leistungsdichte ausgelegt sein und zum gemeinsamen Betrieb
mit der ersten Heizzone 15a, welche auf die erste, geringeren Leistungsdichte ausgelegt
sein kann, in ihrer Leistungsdichte elektronisch reduziert werden.
[0124] Figur 3 zeigt eine Draufsicht auf eine erste Heizvorrichtung 15 eines erfindungsgemäßen
Gargeräts gemäß eines zweiten Ausführungsbeispiels von unten. In diesem Fall wird
die zuvor beschriebene Unterscheidung zwischen den beiden Leistungsdichten dadurch
umgesetzt, dass die erste Heizzone 15a lediglich einen ersten Heizkreis 15aa aufweist,
welcher auf die erste, geringere Leistungsdichte ausgelegt ist, wie zuvor beschrieben.
Im Bereich der zweiten Heizzone 15b sind ein erster Heizkreis 15ba und ein zweiter
Heizkreis 15bb einander derartig überlagernd angeordnet, dass durch den gemeinsamen
Betrieb des ersten Heizkreises 15ba und des zweiten Heizkreises 15bb der zweiten Heizzone
15b die zweite, höhere Leistungsdichte in der zweiten Heizzone 15b erzeugt werden
kann. Wird lediglich der erste Heizkreis 15ba der zweiten Heizzone 15b betrieben,
so wird die erste, geringere Leistungsdichte erzeugt. Dies kann die Umsetzung der
zuvor beschriebenen Eigenschaften und Vorteile hinsichtlich der elektronischen Ansteuerung
vereinfachen.
[0125] Figur 4 zeigt eine Draufsicht von oben auf eine zweite Heizvorrichtung 22 eines erfindungsgemäßen
Gargeräts gemäß eines dritten Ausführungsbeispiels. Die zweite Heizvorrichtung 22
ist rechteckig ausgebildet und deckt den Boden (nicht bezeichnet) des Innengehäuses
12 in der Horizontalen X, Y teilweise ab, vergleiche Figur 1. Die Fläche der zweiten
Heizvorrichtung 22 wird im Wesentlichen durch eine dritte, rechteckige Heizzone 22a
gebildet, welche eine vierte, kreisrunde Heizzone 22b umschließt.
[0126] Gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel der Figur 2 ist die dritte Heizzone 22a ausgebildet,
den Garraum 31 mit einer dritten Leistungsdichte zu erwärmen. Die vierte Heizzone
22b ist ausgebildet, den Garraum 31 mit der dritten Leistungsdichte oder mit einer
vierten Leistungsdichte zu erwärmen, wobei die vierte Leistungsdichte signifikant
größer als die dritte Leistungsdichte ist.
[0127] Werden somit die dritte Heizzone 22a und die vierte Heizzone 22b gemeinsam mit der
dritten, geringeren Leistungsdichte betrieben, so kann eine Erwärmung des Garraums
31 mit einer vergleichsweise hohen Leistungsdichte und einer vergleichsweise großen
und im Wesentlichen rechteckigen Fläche erfolgen. Eine derartige Art des Erhitzens
kann beispielsweise zum Garen einer Pizza geeignet sein.
[0128] Wird stattdessen lediglich die vierte Heizzone 22b mit der vierten, höheren Leistungsdichte
betrieben, so kann eine Erwärmung des Garraums 31 mit einer deutlich höheren Leistungsdichte
aber einer vergleichsweise kleinen, kreisrunden Fläche erfolgen. Dies kann beispielsweise
zum Garen eines Steaks geeignet sein. Dabei kann die vierte Heizzone 22b konstruktiv
auf die vierte, höhere Leistungsdichte ausgelegt sein und zum gemeinsamen Betrieb
mit der dritten Heizzone 22a, welche auf die dritte, geringeren Leistungsdichte ausgelegt
sein kann, in ihrer Leistungsdichte elektronisch reduziert werden.
[0129] Figur 5 zeigt eine Draufsicht von oben auf eine zweite Heizvorrichtung 22 eines erfindungsgemäßen
Gargeräts gemäß eines vierten Ausführungsbeispiels. In diesem Fall wird die zuvor
beschriebene Unterscheidung zwischen den beiden Leistungsdichten dadurch umgesetzt,
dass die dritte Heizzone 22a lediglich einen ersten Heizkreis 22aa aufweist, welcher
auf die dritte, geringere Leistungsdichte ausgelegt ist, wie zuvor beschrieben. Im
Bereich der vierten Heizzone 22b sind ein erster Heizkreis 22ba und ein zweiter Heizkreis
22bb einander derartig überlagernd angeordnet, dass durch den gemeinsamen Betrieb
des ersten Heizkreises 22ba und des zweiten Heizkreises 22bb der vierten Heizzone
22b die vierte, höhere Leistungsdichte in der vierten Heizzone 22b erzeugt werden
kann. Wird lediglich der erste Heizkreis 22ba der vierten Heizzone 22b betrieben,
so wird die dritte, geringere Leistungsdichte erzeugt. Dies kann die Umsetzung der
zuvor beschriebenen Eigenschaften und Vorteile hinsichtlich der elektronischen Ansteuerung
vereinfachen.
[0130] Figur 6 zeigt eine schematische Darstellung einer weiteren ausführungsform des Gargerätes
1 mit einer ersten Heizvorrichtung 15, einer zweiten Heizvorrichtung 22 und einem,
vertikal zwischen den beiden Heizvorrichtungen 15, 22 angeordnetem Innenraum 11. Dieser
Innenraum nimmt selbst die Funktion der Garraumes 31 wahr oder dient der Aufnahme
eines, aus dem Innenraum 11 entnehmbaren Garraumes 31.
[0131] Die erste Heizvorrichtung 15 hat in Bezug zum Garraum die Funktion einer Oberhitze
und umfasst eine erste Heizzone 15a mit lediglich einem ersten Heizkreis 15aa und
eine zweite Heizzone 15b mit zwei weiteren Heizkreisen 15ba, 15bb. Der erste Heizkreis
15aa ist ausgelegt die erste, geringere Leistungsdichte bereitzustellen, wie zuvor
beschrieben. Im Bereich der zweiten Heizzone 15b sind der erste Heizkreis 15ba und
der zweite Heizkreis 15bb einander derartig überlagernd angeordnet, dass durch den
gemeinsamen Betrieb des ersten Heizkreises 15ba und des zweiten Heizkreises 15bb der
zweiten Heizzone 15b die zweite, höhere Leistungsdichte in der zweiten Heizzone 15b
erzeugt werden kann. Wird lediglich der erste Heizkreis 15ba der zweiten Heizzone
15b, beispielsweise gemeinsam mit dem ersten Heizkreis 15aa der ersten Heizzone 15a,
betrieben, so wird die erste, geringere Leistungsdichte erzeugt. Dies kann die Umsetzung
der zuvor beschriebenen Eigenschaften und Vorteile hinsichtlich der elektronischen
Ansteuerung vereinfachen.
[0132] Die zweite Heizvorrichtung 22 hat in Bezug zum Garraum die Funktion einer Unterhitze
und umfasst eine dritte Heizzone 22a mit lediglich einem ersten Heizkreis 22aa und
eine vierte Heizzone 22b mit zwei Heizkreisen 22ba, 22bb. Der erste Heizkreis 22aa
ist ausgelegt die dritte, geringere Leistungsdichte bereitzustellen, wie zuvor beschrieben.
Im Bereich der vierten Heizzone 22b sind ein erster Heizkreis 22ba und ein zweiter
Heizkreis 22bb einander derartig überlagernd angeordnet, dass durch den gemeinsamen
Betrieb des ersten Heizkreises 22ba und des zweiten Heizkreises 22bb der vierten Heizzone
22b die vierte, höhere Leistungsdichte in der vierten Heizzone 22b erzeugt werden
kann. Wird lediglich der erste Heizkreis 22ba der vierten Heizzone 22b, beispielsweise
gemeinsam mit dem ersten Heizkreis 22aa der dritten Heizzone 22a, betrieben, so wird
die dritte, geringere Leistungsdichte erzeugt. Dies kann die Umsetzung der zuvor beschriebenen
Eigenschaften und Vorteile hinsichtlich der elektronischen Ansteuerung vereinfachen.
[0133] Die erste Heizzone 15a ist räumlich oberhalb der dritten Heizzone 22a angeordnet
und benachbart dazu ist über der vierten Heizzone 22b die zweite Heizzone 15b angeordnet.
Bezugszeichenliste (Bestandteil der Beschreibung)
[0134]
- A
- Auszugsrichtung
- B
- Einschubrichtung
- h
- Höhe des Höhenrastermaßes
- X
- Längsrichtung; Tiefe; Länge
- Y
- Querrichtung; Breite
- Z
- vertikale Richtung; Höhe
- X, Y
- Horizontale; horizontale Ebene
- 1
- (Einbau-)Gargerät
- 10
- Außengehäuse; äußeres Gehäuse
- 11
- Innenraum
- 12
- Innengehäuse; inneres Gehäuse
- 13
- Zwischenraum; Gehäuseraum
- 14
- Durchgangsöffnung; Zugangsöffnung
- 15
- erste Heizvorrichtung; Strahlungsvorrichtung
- 15a
- erste Heizzone der ersten Heizvorrichtung 15
- 15aa
- erster Heizkreis der ersten Heizzone 15a
- 15b
- zweite Heizzone der ersten Heizvorrichtung 15
- 15ba
- erster Heizkreis der zweiten Heizzone 15b
- 15bb
- zweiter Heizkreis der zweiten Heizzone 15b
- 16
- Strahlungsheizkörper mit Heizband
- 17
- erstes Trennelement; erste Glaskeramik
- 2
- Auszug
- 20
- Auszugsboden
- 21
- Blende
- 22
- zweite Heizvorrichtung; Induktionsvorrichtung
- 22a
- erste Heizzone der ersten Heizvorrichtung 15
- 22aa
- erster Heizkreis der ersten Heizzone 15a
- 22b
- zweite Heizzone der ersten Heizvorrichtung 15
- 22ba
- erster Heizkreis der zweiten Heizzone 15b
- 22bb
- zweiter Heizkreis der zweiten Heizzone 15b
- 23
- zweites Trennelement; zweite Glaskeramik
- 24
- Induktionsspulen
- 25
- Induktionsgenerator
- 3
- Gargeschirr; Gargefäß; Gargutträger; Gargutaufnahme
- 30
- Gargeschirrgehäuse; Gargeschirrkörper
- 31
- Garraum
- 32
- Gargeschirrverschluss; Gargeschirrdeckel
1. Gargerät (1)
mit wenigstens einem Garraum (31),
mit einem Innengehäuse (12) zur Aufnahme des wenigstens einen Garraums (31) und mit
wenigstens einer ersten Heizvorrichtung (15), welche ausgebildet ist, den Garraum
(31) zu erwärmen,
wobei die erste Heizvorrichtung (15) eine erste Heizzone (15a) aufweist, welche ausgebildet
ist, den Garraum (31) mit einer ersten Leistungsdichte zu erwärmen, und
wobei die erste Heizvorrichtung (15) eine zweite Heizzone (15b) aufweist, welche ausgebildet
ist, den Garraum (31) mit der ersten Leistungsdichte oder mit einer zweiten Leistungsdichte
zu erwärmen,
wobei die zweite Leistungsdichte größer als, vorzugsweise wenigstens 1,5mal so groß
wie, besonders vorzugsweise wenigstens 2mal so groß wie, die erste Leistungsdichte
ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
die erste Heizvorrichtung (15) wenigstens drei Heizkreise (15aa, 15ba, 15bb) aufweist.
2. Gargerät (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die erste Heizvorrichtung (15) in der vertikalen Richtung (Z) oberhalb des Garraums
(31) angeordnet und ausgebildet ist, wenigstens den Garraum (31) von oben zu erwärmen,
und/oder
die erste Heizvorrichtung (15) eine Strahlungsvorrichtung (16), vorzugsweise mit wenigstens
einem Strahlungsheizkörper mit Heizband oder Heizrohr, ist.
3. Gargerät (1) nach dem vorangehenden Anspruch,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Gargerät (1) wenigstens ein erstes Trennelement (17), vorzugweise als erste Glaskeramik
(17), aufweist,
welches zwischen der ersten Heizvorrichtung (15) und einem Innenraum (11) des Innengehäuses
(12) angeordnet ist, wodurch das erste Heizelement (15) gegenüber dem Innenraum (11)
des Innengehäuses (12) abgetrennt ist und
welches die Wärmestrahlung der ersten Heizvorrichtung (15) zumindest im Wesentlichen
durchlässt.
4. Gargerät (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
Das Gargerät (1) ein zweites Trennelement (23) aufweist, welches ausgebildet ist,
wenigstens den Garraum (31) aufzunehmen,
wobei in der vertikalen Richtung (Z) unterhalb des zweiten Trennelements (23) wenigstens
eine zweite Heizvorrichtung (22) angeordnet und ausgebildet ist, wenigstens den Garraum
(31) von unten zu erwärmen.
5. Gargerät (1) nach dem vorangehenden Anspruch,
dadurch gekennzeichnet, dass
die zweite Heizvorrichtung (22) als eine Induktionsvorrichtung (22), vorzugsweise
mit wenigstens einer Induktionsspule (24), ausgebildet ist
und/oder
die zweite Heizvorrichtung (22) als eine Strahlungsvorrichtung (22) zur Abgabe von
Wärmestrahlung, vorzugsweise mit wenigstens einem Strahlungsheizkörper (16) mit Heizband
oder Heizrohr, ausgebildet ist
und/oder
die zweite Heizvorrichtung (22) wenigstens drei Heizkreise (22aa, 22ba, 22bb) aufweist..
6. Gargerät (1) nach einem der beiden vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
das zweite Trennelement (23), vorzugweise als zweite Glaskeramik (23), ausgebildet
ist, die zweite Heizvorrichtung (22) gegenüber dem Innenraum (11) abzutrennen und
die Wärmestrahlung der zweiten Heizvorrichtung (22) im Wesentlichen hindurchzulassen.
7. Gargerät (1) nach einem der drei vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die zweite Heizvorrichtung (22) eine dritte Heizzone (22a) aufweist, welche ausgebildet
ist, den Garraum (31) mit einer dritten Leistungsdichte zu erwärmen, und
wobei die zweite Heizvorrichtung (22) eine vierte Heizzone (22b) aufweist, welche
ausgebildet ist, den Garraum (31) mit der dritten Leistungsdichte oder mit einer vierten
Leistungsdichte zu erwärmen,
insbesondere wobei die zweite Leistungsdichte größer als, vorzugsweise wenigstens
1,5mal so groß wie, besonders vorzugsweise wenigstens 2mal so groß wie, die erste
Leistungsdichte ist.
8. Gargerät (1) nach einem der vier vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die erste Leistungsdichte und die dritte Leistungsdichte mit einer Abweichung von
maximal 30 Prozent zueinander identisch sind
und/oder
die zweite Leistungsdichte und die vierte Leistungsdichte mit einer Abweichung von
maximal 30 Prozent zueinander identisch sind.
9. Gargerät (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die erste Heizzone (15a) einen ersten Heizkreis (15aa) aufweist und die zweite Heizzone
(15b) einen ersten Heizkreis (15ba) sowie einen zweiten Heizkreis (15bb) aufweist
und/oder
die dritte Heizzone (22a) einen ersten Heizkreis (22aa) aufweist und die vierte Heizzone
(22b) einen ersten Heizkreis (22ba) sowie einen zweiten Heizkreis (22bb) aufweist.
10. Gargerät (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der erste Heizkreis (15aa) der ersten Heizzone (15a) und der erste Heizkreis (15ba)
der zweiten Heizzone (15b) nebeneinander angeordnet sind
und/oder
der erste Heizkreis (22aa) der dritten Heizzone (22a) und der erste Heizkreis (22ba)
der vierten Heizzone (22b) nebeneinander angeordnet sind
und/oder
der erste Heizkreis (15ba) der zweiten Heizzone (15b) und der zweite Heizkreis (15bb)
der zweiten Heizzone (15b) ineinander angeordnet sind, insbesondere wobei der erste
Heizkreis (15ba) der zweiten Heizzone (15b) von dem zweiten Heizkreis (15bb) der zweiten
Heizzone (15b) umschlossen ist oder der zweite Heizkreis (15bb) der zweiten Heizzone
(15b) von dem ersten Heizkreis (15ba) der zweiten Heizzone (15b) umschlossen ist
und/oder
der erste Heizkreis (22ba) der vierten Heizzone (22b) und der zweite Heizkreis (22bb)
der vierten Heizzone (22b) ineinander angeordnet sind, insbesondere wobei der erste
Heizkreis (22ba) der vierten Heizzone (22b) von dem zweiten Heizkreis (22bb) der vierten
Heizzone (15b) umschlossen ist oder der zweite Heizkreis (22bb) der vierten Heizzone
(22b) von dem ersten Heizkreis (22ba) der vierten Heizzone (22b) umschlossen ist.
11. Gargerät (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die erste Heizzone (15a) einen ersten Heizkreis (15aa) aufweist, welcher auf die erste
Leistungsdichte ausgelegt ist, und
die zweite Heizzone (15b) einen ersten Heizkreis (15ba) aufweist, welcher auf die
erste Leistungsdichte ausgelegt ist, und
die zweite Heizzone (15b) ferner einen zweiten Heizkreis (15bb) aufweist, welcher
auf die Differenz zwischen der ersten Leistungsdichte und der zweiten Leistungsdichte
ausgelegt ist, und
wobei die zweite Heizzone (15b) ausgebildet ist, entweder nur mit dem ersten Heizkreis
(15ba) oder mit dem ersten Heizkreis (15ba) und mit dem zweiten Heizkreis (15bb) gemeinsam
betrieben zu werden
und/oder
die dritte Heizzone (22a) einen ersten Heizkreis (22aa) aufweist, welcher auf die
erste Leistungsdichte ausgelegt ist,
die vierte Heizzone (22b) einen ersten Heizkreis (22ba) aufweist, welcher auf die
erste Leistungsdichte ausgelegt ist, und
die vierte Heizzone (22b) ferner einen zweiten Heizkreis (22bb) aufweist, welcher
auf die Differenz zwischen der ersten Leistungsdichte und der zweiten Leistungsdichte
ausgelegt ist,
wobei die vierte Heizzone (22b) ausgebildet ist, entweder nur mit dem ersten Heizkreis
(22ba) oder mit dem ersten Heizkreis (22ba) und mit dem zweiten Heizkreis (22bb) gemeinsam
betrieben zu werden.
12. Gargerät (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Gargerät (1) einen Auszug (2) aufweist, welcher ausgebildet ist,
in der Längsrichtung (X) in einer Auszugsrichtung (A) gegenüber dem Innengehäuse (12)
des Gargeräts (1) zu einem Benutzer hin und
in der Längsrichtung (X) in einer entgegengesetzten Einschubrichtung (B) gegenüber
dem Innengehäuse (12) des Gargeräts (1) von einem Benutzer weg
bewegt zu werden,
wobei der Garraum (31), vorzugsweise und das zweite Trennelement (23), mit dem Auszug
(2), vorzugsweise auf einem Auszugsboden (20) des Auszugs (2), mitbeweglich sind.
13. Gargerät (1) nach dem vorangehenden Anspruch,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Auszug (2), vorzugsweise ein Auszugsboden (20) des Auszugs (2), die zweite Heizvorrichtung
(22) aufweist
und/oder
das Innengehäuse (12) die zweite Heizvorrichtung (22) aufweist.
14. Gargerät (1) nach einem der beiden vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
der Auszug (2), vorzugsweise eine Blende des Auszugs (2), mit dem Innengehäuse (12)
des Gargeräts (1) einen geschlossenen Innenraum (11) des Gargeräts (1) bildet, wenn
der Auszug (2) in der Einschubrichtung (B) vollständig eingeschoben ist.
15. Verfahren zum Betrieb eines Gargerätes (1), welches gemäß einem der vorangehenden
Ansprüche ausgeführt ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Gargerät (1) in wenigstens einer Betriebsart aus der Gruppe der folgenden Betriebsarten
betrieben wird:
a) Eine erste Betriebsart, bei welcher der erste Heizkreis (15aa) der ersten Heizzone
(15a) und der erste Heizkreis (15ba) der zweite Heizzone (15b) mit voller Leistung
betrieben werden, wobei der zweite Heizkreis (15bb) der zweiten Heizzone (15b) ausgeschaltet
ist;
oder
b) Eine zweite Betriebsart, bei welcher der erste Heizkreis (22aa) der dritten Heizzone
(22a) und der erste Heizkreis (22ba) der vierten Heizzone (22b) mit voller Leistung
betrieben werden, wobei der zweite Heizkreis (22bb) der vierten Heizzone (22b) ausgeschaltet
ist;
oder
c) Eine dritte Betriebsart, bei welcher die erste Betriebsart mit der zweiten Betriebsart
kombiniert wird;
oder
d) Eine vierte Betriebsart, bei welcher der erste Heizkreis (15aa) der zweiten Heizzone
(15a) und der zweite Heizkreis (15ba) der zweite Heizzone (15b) mit voller Leistung
betrieben werden;
oder
e) Eine fünfte Betriebsart, bei welcher der erste Heizkreis (2aa) der vierten Heizzone
(22a) und der zweite Heizkreis (22ba) der vierten Heizzone (22b) mit voller Leistung
betrieben werden;
oder
f) Eine sechste Betriebsart, bei welcher die vierte Betriebsart mit der fünften Betriebsart
kombiniert wird;
oder
g) Eine siebte Betriebsart, bei welcher getaktet alternierend entweder der erste Heizkreis
(15aa) der ersten Heizzone (15a) und der erste Heizkreis (15ba) der zweite Heizzone
(15b) mit voller Leistung für eine erste Zeitdauer betrieben werden oder der erste
Heizkreis (22aa) der dritten Heizzone (22a) und der erste Heizkreis (22ba) der vierten
Heizzone (22b) mit voller Leistung für eine zweite Zeitdauer betrieben werden, insbesondere
wobei das Verhältnis von erster Zeitdauer und zweiter Zeitdauer ausgeglichen oder
einstellbar ist.