[0001] Die Erfindung betrifft ein Gargerätesystem gemäß dem Patentanspruch 1 und ein Verfahren
zum Betrieb des Gargerätesystems gemäß dem Patentanspruch 14.
[0002] Zur Zubereitung von Lebensmitteln, welche auch als zu behandelndes Gut oder als Gargut
bezeichnet werden können, sind verschiedene Küchengeräte bekannt, welche auch als
Gargeräte bezeichnet werden können. Hierzu gehören die Kochfelder, auf denen das Gargut
in einem Gargeschirr wie zum Beispiel in einem Kochtopf, mit oder ohne Deckel, in
einer Pfanne und dergleichen durch Kochen, Braten und dergleichen gegart werden kann.
Das Gargeschirr wird hierzu auf eine Kochstelle des Kochfelds gestellt und der Boden
des Gargefäßes von der Kochstelle elektrisch, induktiv und dergleichen erhitzt. Das
Gargeschirr kann auch als Gargefäß, als Gargutträger oder als Gargutaufnahme bezeichnet
werden. Das Gargeschirr stellt in diesem Fall einen Garraum für das Gargut bereit,
welcher bei Pfannen und Töpfen offen oder mittels eines Deckels geschlossen sein kann.
[0003] Es sind ferner Gargeräte bekannt, welche einen unbeweglich, d.h. feststehend, mit
dem Gargerät ausgebildeten Garraum aufweisen, in welchen das Gargut in bzw. auf einem
Gargeschirr angeordnet und bei geschlossenem Garraum des Gargeräts gegart werden kann.
Ein derartiges Gargerät kann zum Beispiel ein Backofen, ein Dampfgarer, eine Mikrowelle,
ein Kombinationsgerät aus Backofen mit Dampfgarer und bzw. oder mit Mikrowelle und
dergleichen sein. Derartige Gargeräte mit feststehendem Garraum weisen üblicherweise
zumindest in Deutschland in der vertikalen Richtung eine Bauhöhe von ca. 45 cm auf,
wobei Backöfen auch mit einer Bauhöhe von ca. 60 cm üblich sind.
[0004] Derartige Gargeräte mit feststehendem Garraum haben gemeinsam, dass sie ein äußeres
Gehäuse als Außengehäuse aufweisen, welches das Gargerät nach außen im Wesentlichen
umschließt und dessen einzelnen Bauteile und Elemente schützt sowie gemeinsam handhabbar
macht. Innerhalb des Gargerätes wird ein Innenraum ausgebildet, welcher den Garraum
darstellt und im Wesentlichen von einem inneren Gehäuse als Innengehäuse, auch als
Garraummuffel oder Muffel bezeichnet, umschlossen wird. Zwischen dem Innengehäuse
und dem Außengehäuse wird ein Gehäuseraum als Zwischenraum gebildet, in welchem Funktionselemente
des Gargeräts wie zum Beispiel eine Steuerung bzw. eine Steuerungseinheit, eine elektrische
Energieversorgung und sonstige Bauelemente angeordnet sein können, welche dem bestimmungsgemäßen
Gebrauch des Gargerätes dienen. In der Tiefe von Vorne, d.h. aus Sicht eines Benutzers
betrachtet, schließt das Außengehäuse, das Innengehäuse und ein Blech bzw. ein Frontblech
zusammen den Gehäuseraum ab, so dass der Gehäuseraum für den Benutzer nicht zugänglich
ist.
[0005] Der Innenraum des Gargeräts weist in der Tiefe nach Vorne eine Durchgangsöffnung
als Zugangsöffnung auf, durch welche hindurch der Innenraum des Gargeräts für den
Benutzer zugänglich ist, um Gargeschirre in den Innenraum des Gargeräts als dessen
Garraum einzuführen und dort anzuordnen sowie um Gargeschirre nach erfolgter Behandlung
des Garguts aus dem Innenraum des Gargeräts zu entnehmen und von dort zu entfernen.
Die Zugangsöffnung kann mittels eines Verschlusselements zum Beispiel in Form einer
seitlich schwenkbaren Tür, einer nach unten schwenkbaren Klappe und dergleichen vom
Benutzer geöffnet werden, um auf den Innenraum des Gargeräts zugreifen zu können,
wie zuvor beschrieben, oder um den Innenraum des Gargeräts zu verschließen und den
Garvorgang bzw. den Garprozess auszuführen. Ein derartiges Verschlusselement kann
geschlossen ausgebildet sein oder ein Sichtfenster aufweisen, um dem Benutzer einen
Einblick in den geschlossenen Innenraum des Gargeräts zu ermöglichen.
[0006] Derartige Gargeräte mit feststehendem Garraum werden üblicherweise als Einbaugeräte
bzw. als Kücheneinbaugeräte ausgebildet, um platzsparend und auf einer für den Benutzer
gut zugänglichen Höhe in der vertikalen Richtung in Küchenmöbeln wie zum Beispiel
in Einbauschränken einer Küche feststehend mit ihrem Außengehäuse angeordnet zu werden
und mit ihrem Verschlusselement, ggfs. zusätzlich mit ihrer Blende, siehe oben, nach
Vorne zum Benutzer hin flächig bündig mit den Oberflächen der übrigen Gargeräte, Schubladen,
Türen und dergleichen des Küchenmöbels abzuschließen, was den optischen Eindruck für
den Benutzer verbessern kann.
[0007] Neben den zuvor beschriebenen Gargeräten mit feststehendem Garraum können diese auch
gemeinsam mit anderen Kücheneinbaugeräten wie zum Beispiel mit Wärmeschubladen, Vakuummierschubladen
und dergleichen kombiniert vertikal übereinander und bzw. oder horizontal nebeneinander
angeordnet werden, welche ebenfalls Funktionen in der Küche übernehmen können. Wärmeschubladen
dienen zum Beispiel dem Warmhalten des gegarten Garguts ohne weitere Garung und dem
Vorwärmen von Geschirr. In Vakuummierschubladen können Lebensmitteln im Vakuum in
einer Verpackung luftdicht verschlossen werden.
[0008] Derartige Schubladen als Küchengeräte sind grundsätzlich vergleichbar den zuvor beschriebenen
Gargeräten mit feststehendem Garraum aufgebaut, wobei Schubladen deutlich flacher,
d.h. kleiner in der vertikalen Richtung, ausgebildet sind und somit vom Benutzer nach
Vorne zu sich hin aus dem Küchenmöbel herausgezogen werden müssen, um in der vertikalen
Richtung von oben einen Zugriff auf ihren Innenraum zu ermöglichen. Zu diesem Zweck
weist der bewegliche Teil der Schublade, welcher auch als Auszug bezeichnet werden
kann, einen Auszugsboden auf, welcher der Aufnahme zum Beispiel des Gargeschirrs in
der vertikalen Richtung von oben dient und zum Beispiel über in der Querrichtung seitlich
angeordnete Schienen in der Tiefe beweglich gegenüber dem Innengehäuse der Schublade
ausgebildet sein kann. Der Auszugsboden weist üblicherweise in der Tiefe nach Vorne
hin eine vertikal ausgerichtete Blende auf, welche den Innenraum der Schublade bzw.
dessen Zugangsöffnung im geschlossen Zustand verschließt.
[0009] Derartige Schubladen, auch Einbauschubladen genannt, weisen üblicherweise zumindest
in Deutschland in der vertikalen Richtung eine Bauhöhe von ca. 14 cm auf. Schubladen
werden üblicherweise in der vertikalen Richtung unterhalb eines Gargeräts mit feststehendem
Garraum wie zum Beispiel unterhalb eines Backofens, unterhalb eines Dampfgarers und
dergleichen oder in Kombination mit einer weiteren Schublade in der vertikalen Richtung
übereinander angeordnet, können jedoch auch einzeln und eigenständig in einem Küchenmöbel
eingebaut werden. Da die Einbauräume für Kücheneinbaugeräte in Küchenmöbel, welche
auch als Nischen bezeichnet werden können, üblicherweise zumindest in Deutschland
in der vertikalen Richtung eine Höhe von ca. 60 cm aufweisen, können insbesondere
eine Schublade mit ca. 15 cm Bauhöhe und ein Gargerät mit feststehendem Garraum mit
ca. 45 cm Bauhöhe modular miteinander kombiniert als Einbaugeräte verwendet werden.
Derartige Gargeräte wie zum Beispiel Backöfen oder Dampfgarer mit Backofenfunktion
besitzen üblicherweise eine Heizvorrichtung, welche unterhalb der Oberseite des Innengehäuses
im Innenraum angeordnet und in der vertikalen Richtung nach unten in den Garraum bzw.
zum Garraum hin ausgerichtet ist. Derartige Heizvorrichtungen werden daher auch als
Oberhitze bezeichnet. Üblicherweise wird eine derartige Oberhitze zum Beispiel bei
einem Backofen durch eine an der Decke montierte unverdeckte Heizwendel realisiert,
welche intensiv nach unten strahlen und so eine intensive Bräunung des Garguts mittels
Wärmestrahlung erreichen kann.
[0010] Bei verschiedenen Gargeräten wie zum Beispiel bei dem in der Druckschrift
EP 3 904 769 A1 gezeigten Backofen ist es bekannt mittels Sensoren beispielsweise zu erfassen ob
ein Garraum leer ist.
[0012] Die Druckschrift
DE 10 2016 109 894 A1 offenbart ein komplexes Assistenzsystem zur Durchführung eines Verfahrens zur Unterstützung
der Speisenzubereitung.
[0013] Die Verwendung eines Mobilgerätes bei der Steuerung eines Haushaltgerätes ist aus
der Druckschrift
DE 10 2019 114 486 A1 bekannt.
[0014] Die Druckschrift
DE 10 2019 209 073 A1 offenbart ein Haushaltgerät mit einem Näherungssensor zu Erkennung der Annäherung
eines Benutzers an das Haushaltgerät.
[0015] Bei verschiedenen Gargeräten wie zum Beispiel Backöfen, Dampfgarern mit Backofenfunktion
sowie Pfannen ist es bekannt, diese vorzuheizen, d.h. auf eine vorbestimmte Temperatur
zu erhitzen, bevor das Gargut in den Garraum des Gargeräts gegeben und der Garprozess
gestartet wird. Dies kann zum Beispiel beim Anbraten von Fleisch in der Pfanne zu
einem besseren Garergebnis führen. Dies gilt auch für Gargeräte mit Oberhitze.
[0016] Der Erfindung stellt sich das Problem, ein Gargerätesystem bereitzustellen, so dass
das Garergebnis verbessert werden kann. Vorzugsweise soll ferner die Aufheizzeit und
bzw. oder die Garzeit reduziert werden können. Dies soll insbesondere möglichst einfach,
platzsparend, kostengünstig, langlebig, robust und bzw. oder einfach zu reinigen umgesetzt
werden können. Zumindest soll eine Alternative zu bekannten derartigen Gargerätesystemen
geschaffen werden.
[0017] Erfindungsgemäß wird dieses Problem durch ein Gargerätesystem mit den Merkmalen des
Patentanspruchs 1 und durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Patentanspruchs 14
gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich
aus den nachfolgenden abhängigen Ansprüchen.
[0018] Somit betrifft die Erfindung ein Gargerätesystem. Das Gargerätesystem umfasst zum
einen ein Gargerät mit einem Innengehäuse zur Aufnahme wenigstens eines Garraums und
mit wenigstens einer ersten Heizvorrichtung, welche ausgebildet ist, wenigstens den
Garraum zu erwärmen. Hierdurch kann eine Erwärmung des Garraums bzw. des Garguts erfolgen.
[0019] Das Gargerätesystem umfasst zum anderen einen Garraum. Unter einem Garraum wird ein
Aufnahmeraum verstanden, in welchem ein Gargut zum Garen aufgenommen werden kann.
Ein Garraum kann insbesondere von einem Gargeschirr gebildet werden und hierbei offen
oder geschlossen ausgebildet sein, wie eingangs beschrieben. Ein Gargeschirr kann
dabei aus dem Gargerät entnehmbar sein. Auch kann ein derartiger Garraum von einem
feststehenden Bestandteil des Einbaugargeräts gebildet werden.
[0020] Das erfindungsgemäße Gargerät ist dadurch gekennzeichnet, dass das Gargerät, vorzugsweise
eine Steuerungseinheit des Gargeräts, ausgebildet ist, einen Betrieb der ersten Heizvorrichtung
in Abhängigkeit eines erkannten Verhaltens eines Benutzers selbsttätig aufzunehmen.
Mit anderen Worten kann auf ein Verhalten bzw. auf Handlungen des Benutzers seitens
des Gargeräts selbsttätig durch ein Verheizen des Garraums reagiert werden, ohne dass
der Benutzer das Vorheizen selbst bzw. direkt veranlassen muss. Ein entsprechendes
aktives oder passives Verhalten des Benutzers kann seitens des Gargeräts, insbesondere
sensorisch, erkannt werden, wie weiter unten noch näher beschrieben werden wird.
[0021] Durch das selbsttätige Vorheizen kann der Garprozess beschleunigt bzw. verkürzt werden.
Auch kann eine gewünschte und insbesondere eine besonders hohe Temperatur des Garraums
schneller erreicht werden, was insbesondere für Garprozesse, welche eine besonders
hohe Temperatur erfordern bzw. bevorzugen, besonders vorteilhaft sein kann, um die
gewünschte Qualität des Garergebnisses zu erreichen.
[0022] Dabei kann der Betrieb der ersten Heizvorrichtung selbsttätig mit einer vorbestimmten
Temperatur erfolgen, welche derart vorbestimmt sein kann, dass zum Beispiel die zuletzt
verwendete Temperatur oder eine üblicherweise für sehr viele Garprozesse geeignete
Temperatur verwendet wird. Auch kann der Betrieb der ersten Heizvorrichtung selbsttätig
mit einer maximalen Temperatur aufgenommen werden, um das Vorheizen maximal zu beschleunigen.
In jedem Fall kann dem Benutzer die Möglichkeit, ggfs. zusätzlich ein Hinweis, gegeben
werden, die selbsttätig gewählte Temperatureinstellung zu verändern.
[0023] Gemäß einem Aspekt der Erfindung ist das Gargerät, vorzugsweise eine Steuerungseinheit
des Gargeräts, ausgebildet, eine Aktivierung des Gargerätes durch den Benutzer zu
erkennen und in Reaktion auf die erkannte Aktivierung den Betrieb der ersten Heizvorrichtung
selbsttätig aufzunehmen. Hierdurch kann auf besonders einfache Art und Weise auf die
Intention des Benutzers, das Gargerät für einen Garprozess verwenden zu wollen, geschlossen
und hierauf durch das Vorheizen der ersten Heizvorrichtung reagiert werden.
[0024] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung weist das Gargerät einen Innenraum des
Innengehäuses auf, welcher, vorzugsweise mittels eines Auszugs, besonders vorzugsweise
mittels einer Blende eines Auszugs, geöffnet und geschlossen werden kann, wobei das
Gargerät, vorzugsweise eine Steuerungseinheit des Gargeräts, ausgebildet ist, ein
Öffnen und bzw. oder Schließen des Innenraums durch den Benutzer, vorzugsweise mittels
wenigstens eines Schließsensors, zu erkennen und in Reaktion auf das erkannte Öffnen
und bzw. oder Schließen des Innenraums den Betrieb der ersten Heizvorrichtung selbsttätig
aufzunehmen. Ein derartiger Schließsensor beispielsweise über einen Taster, dessen
Eindrücken oder Loslassen erkannt werden kann, oder über einen elektrischen Kontakt,
welcher geöffnet oder geschlossen werden kann, erkannt werden.
[0025] Ein Aspekt der Erfindung ist es, dass der Auszug, vorzugsweise eine Blende des Auszugs,
mit dem Innengehäuse des Gargeräts einen geschlossenen Innenraum des Gargeräts bildet,
wenn der Auszug in der Einschubrichtung vollständig eingeschoben ist. Insbesondere
weist die Blende eine Vorderwand auf, welche dann, im eingeschobenen Zustand des Auszugs,
mit ihrer Innenfläche den Innenraum begrenzt und die Zugangsöffnung verschließt.
[0026] Ein Aspekt der Erfindung ist es, dass die Blende weiterhin eine Frontblende aufweist,
welche an der Vorderwand auf einer dem Innenraum abgewandten Seite angeordnet ist.
[0027] Insbesondere ist die Frontblende relativ zu der Vorderwand beweglich. Insbesondere
kann die Frontblende aus einer Ruhelage in eine Bedienlage von der Vorderwand weg
geschwenkt oder geklappt werden. Insbesondere ist die Drehachse der Frontblende im
Bereich der unteren Kante der Blende angeordnet. Insbesondere ist die Drehachse der
Frontblende parallel zu der unteren Kante der Blende orientiert.
[0028] In jedem Fall kann dadurch, dass der Benutzer den geschlossenen Garraum öffnet und
bzw, oder den geöffneten Garraum schließt, eine Intention des Benutzers erkannt werden,
einen Garprozess durchzuführen. So kann der Benutzer den Garraum öffnen, um den Garraum
als Garbehälter zu entnehmen sowie ein Lebensmittel in den Garraum zu geben und anschließend
den Garraum wieder im Gargerät anzuordnen, sodass zu diesem Zeitpunkt der Betrieb
der ersten Heizvorrichtung bereits selbsttätig in Reaktion auf das Öffnen des Garraums
aufgenommen worden sein kann. Andernfalls kann erst das Schließen des Garraums zum
selbsttätigen Betrieb der ersten Heizvorrichtung führen.
[0029] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung weist das Gargerät wenigstens eine Bilderfassungseinheit
auf, welche ausgebildet ist, einen dem Benutzer zugewandten Bereich vor dem Gargerät
zumindest abschnittsweise optisch zu erfassen, wobei das Gargerät, vorzugsweise eine
Steuerungseinheit des Gargeräts, ausgebildet ist, den Benutzer zu erkennen und in
Reaktion auf den erkannten Benutzer den Betrieb der ersten Heizvorrichtung selbsttätig
aufzunehmen. Eine derartige Bilderfassungseinheit wie beispielsweise eine Kamera kann
zum Beispiel in eine Blende des Gargeräts integriert und nach vorne hin zum Benutzer
ausgerichtet sein.
[0030] In jedem Fall können die erfassten Bilder der Bilderfassungseinheit zum Beispiel
von einer Steuerungseinheit der Bilderfassungseinheit selbst oder von einer Steuerungseinheit
des Gargeräts mittels bekannter Verfahren der Mustererkennung dahingehend ausgewertet
werden, ob ein Benutzer derart erkannt werden kann, dass auf eine Intention des Benutzers,
das Gargerät zu verwenden, geschlossen werden kann. Diese Schlussfolgerung kann beispielsweise
daraus gezogen werden, dass sich der Benutzer ausreichend nah am Gargerät befindet,
mit seinem Gesicht und bzw. oder mit wenigstens einer Hand dem Gargerät zugewandt
ist und bzw. oder vor dem Gargerät steht.
[0031] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung weist das Gargerät wenigstens einen Näherungssensor
auf, welcher ausgebildet ist, einen dem Benutzer zugewandten Bereich vor dem Gargerät
zumindest abschnittsweise zu erfassen, wobei das Gargerät, vorzugsweise eine Steuerungseinheit
des Gargeräts, ausgebildet ist, eine Annährung des Benutzers zu erkennen und in Reaktion
auf die erkannte Annährung des Benutzers den Betrieb der ersten Heizvorrichtung selbsttätig
aufzunehmen. Ein derartiger Näherungssensor kann beispielsweise mit Ultraschall oder
dergleichen umgesetzt werden.
[0032] In jedem Fall kann daraus, dass sich der Benutzer ausreichend nah am Gargerät befindet
und insbesondere vor dem Gargerät steht, d.h. sich über einen gewissen Zeitraum ausreichend
nah vor dem Gargerät aufhält, auf eine Intention des Benutzers, das Gargerät zu verwenden,
geschlossen werden.
[0033] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung weist das Gargerät wenigstens eine Bilderfassungseinheit
auf, welche ausgebildet ist, einen Innenraum des Innengehäuses des Gargeräts zumindest
abschnittsweise optisch zu erfassen, wobei das Gargerät, vorzugsweise eine Steuerungseinheit
des Gargeräts, ausgebildet ist, den Garraum im Innenraum zu erkennen und in Reaktion
auf den erkannten Garraum den Betrieb der ersten Heizvorrichtung selbsttätig aufzunehmen.
Auf diese Art und Weise können die zuvor beschriebenen Aspekte einer nach außen gerichteten
Bilderfassungseinheit auch auf eine nach innen gerichtete Bilderfassungseinheit übertragen
werden, welche eine Durchgangsöffnung und bzw. oder den Innenraum des Gargeräts zumindest
abschnittsweise optisch erfassen kann. Eine entsprechende Bilderfassungseinheit kann
beispielsweise oberhalb des Garraums angeordnet und in der vertikalen Richtung nach
unten auf den Garraum und bzw. oder auf die Durchgangsöffnung ausgerichtet sein.
[0034] In jedem Fall kann erkannt werden, wenn der Garraum vom Benutzer aus dem Gargerät
entfernt wird, was üblicherweise erfolgt, um den Garraum mit zu garenden Lebensmittel
zu füllen. Auch hierdurch kann selbsttätig auf eine Intention des Benutzers, das Gargerät
zu verwenden, geschlossen und ein Vorheizen eingeleitet werden. Auch kann erst das
Zurückstellen des Garraums in das Gargerät zu dieser Reaktion führen. Insbesondere
können auch Lebensmittel im Garraum erkannt und in Reaktion hierauf ein Vorheizen
eingeleitet werden.
[0035] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist das Gargerät, vorzugsweise eine Steuerungseinheit
des Gargeräts, ausgebildet, ein mobiles Endgerät des Benutzers zu erkennen und in
Reaktion auf das erkannte mobile Endgerät den Betrieb der ersten Heizvorrichtung selbsttätig
aufzunehmen. Ein derartiges mobiles Endgerät kann ein Smartphone, ein Tablet, eine
Smart Watch oder dergleichen sein, welches üblicherweise von einem Benutzer ohnehin
bei sich getragen wird oder zumindest zur Unterstützung eines Garprozesses in der
Küche verwendet werden kann.
[0036] In jedem Fall kann die reine Anwesenheit eines mobilen Endgerätes vom Gargerät zum
Beispiel durch eine vorhandene drahtlose Datenverbindung zum Beispiel mittels Bluetooth
erkannt werden, da dies üblicherweise lediglich in einer vergleichsweise geringen
Nähe zum Endgerät erfolgen kann. Gegebenenfalls kann aus der Signalstärke der drahtlosen
Datenverbindung auch der Abstand zwischen Endgerät bzw. Benutzer und Gargerät vom
Gargerät bestimmt werden, sodass die Anwesenheit des mobilen Endgeräts bzw. Benutzers
in einer entsprechend geringe Nähe zum Gargerät erkannt und als Auslöser für das Vorheizen
verwendet werden kann.
[0037] Alternativ oder zusätzlich kann eine inhaltsbezogene bzw. kontextbezogene Erkennung
einer Intention des Benutzers, das Gargerät verwenden zu wollen, erkannt werden. Wird
seitens des Gargeräts beispielsweise erkannt, dass der Benutzer auf dem mobilen Endgerät
eine Unterstützung eines Garprozesses zum Beispiel in Form einer App verwendet, so
kann hierdurch bereits das Vorheizen eingeleitet werden, da davon ausgegangen werden
kann, dass das Gargerät für diesen Garprozess verwendet werden soll. Hierzu kann auch
seitens des Gargeräts erkannt und bzw. oder seitens des mobilen Endgeräts dem Gargerät
mitgeteilt werden, dass im anstehenden Garprozess das Gargerät, insbesondere bei welcher
Temperatur, verwendet werden soll, sodass in Reaktion hierauf ein Vorheizen des Gargeräts,
insbesondere auf die passende Temperatur, eingeleitet werden kann. Gegebenenfalls
kann, falls das Gargerät erst im späteren Verlauf des Garprozesses verwendet werden
soll, das Vorheizen des Gargeräts selbsttätig derartig eingeleitet werden, dass das
Gargerät zu dem Zeitpunkt, wenn das Gargerät im Verlauf des Garprozesses verwendet
werden soll, auf die entsprechende Temperatur vorgeheizt zur Verfügung steht.
[0038] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist das Gargerät, vorzugsweise eine Steuerungseinheit
des Gargeräts, ausgebildet, eine Zeitdauer des Betriebs der ersten Heizvorrichtung
zu erfassen und bei Erreichen einer vorbestimmten, vorzugsweise von einer gewünschten
Temperatur abhängigen, Zeitdauer den Benutzer auf einen vorgeheizten Zustand der ersten
Heizvorrichtung hinzuweisen. Hierdurch kann der Benutzer zum Beispiel akustisch, optisch
und bzw. oder haptisch vom Gargerät informiert werden, dass eine vorbestimmte Temperatur
des Garraums erreicht und das Vorheizen damit abgeschlossen ist. Nun kann der Garprozess
mit dieser Temperatur direkt gestartet werden, was für einige Garprozesse wie zum
Beispiel das Braten von Fleisch vorteilhaft sein kann. Entsprechende Zeitvorgaben
können berechnet oder experimentell bestimmt werden. In jedem Fall können derartige
Zeitvorgaben in dem Gargerät, vorzugsweise in dessen Steuerungseinheit, hinterlegt
werden. Insbesondere können für unterschiedliche zu erreichende Temperaturen die entsprechenden
Zeitdauern berechnet bzw. bestimmt und hinterlegt werden.
[0039] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist das Gargerät, vorzugsweise eine Steuerungseinheit
des Gargeräts, ausgebildet, eine Temperatur des Garraums zu erfassen und bei Erreichen
einer vorbestimmten Temperatur den Benutzer auf einen vorgeheizten Zustand der ersten
Heizvorrichtung hinzuweisen. Auf diese Art und Weise können die zuvor beschriebenen
Aspekte in Abhängigkeit der Temperatur umgesetzt werden. Hierzu kann die Temperatur
des Garraums, den Innenraums und bzw. oder der ersten Heizvorrichtung sensorisch erfasst
werden.
[0040] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist das Gargerät, vorzugsweise eine Steuerungseinheit
des Gargeräts, ausgebildet, einen Zugriff des Benutzers auf einen Innenraum des Innengehäuses
zu blockieren und den Zugriff des Benutzers auf den Innenraum des Innengehäuses erst
bei Erreichen des vorgeheizten Zustands der ersten Heizvorrichtung freizugeben. Hierzu
kann der Innenraum des Innengehäuses mit einer Tür, einer Klappe, einem Auszug mit
Blende und dergleichen verschließbar und die Tür, die Klappe, der Auszug und dergleichen
können seitens des Gargeräts mechanisch blockiert bzw. verriegelt werden. Dies kann
mittels eines entsprechenden Aktors seitens des Gargeräts bzw. dessen Steuerungseinheit
veranlasst werden. Hierdurch kann sichergestellt werden, dass der Benutzer den Garprozess
erst beginnen kann, wenn das Vorheizen abgeschlossen ist.
[0041] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist die erste Heizvorrichtung in der vertikalen
Richtung oberhalb des Garraums angeordnet und ausgebildet, wenigstens den Garraum
von oben zu erwärmen. Hierdurch kann eine Erwärmung des Garraums bzw. des Garguts
von oben erfolgen.
[0042] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist die erste Heizvorrichtung eine Strahlungsvorrichtung,
vorzugsweise mit wenigstens einem Strahlungsheizkörper mit Heizband. Unter einer Strahlungsvorrichtung
ist dabei eine Vorrichtung zu verstehen, welche ihre Leistung im Wesentlichen durch
Infrarotstrahler in Form von Wärmestrahlung abgibt. Eine derartige Strahlungsvorrichtung
kann auch als Strahlungsheizung oder als Wärmewellenheizung bezeichnet werden.
[0043] Diesem Aspekt der vorliegenden Erfindung liegt dabei die Erkenntnis zugrunde, dass
Wärmestrahlung im Wesentlichen nicht die Umgebungsluft, welche sie durchdringt, erwärmt
sondern erst das Gargeschirr bzw. Gargut, auf welches die Wärmestrahlung trifft. Das
Gargeschirr bzw. Gargut kann somit direkt und möglichst vollständig von der Wärmestrahlung
erwärmt werden, indem die Wärmestrahlung das Gargeschirr bzw. Gargut erreicht und
erwärmt. Mit anderen Worten erfolgt die Erwärmung mittels Wärmestrahlung nicht durch
den Kontakt des Gargeschirrs bzw. des Garguts mit der erwärmten Umgebungsluft, wie
bei der Konvektion, sondern durch die direkte Einwirkung elektromagnetischer Wellen
bzw. Strahlung im infraroten Spektralbereich auf das Gargeschirr bzw. Gargut.
[0044] Erfindungsgemäß kann somit hierdurch das Maß der Erwärmung erhöht werden. Dies kann
jeweils den Garprozess beschleunigen, das Garen bei größerer Wärmeeinwirkung ermöglichen
und bzw. oder ein gleichmäßigeres Garergebnis erreichen.
[0045] Hierzu kann als Strahlungsvorrichtung wenigstens ein Strahlungsheizkörper mit Heizband
verwendet werden. Das Heizelement besteht in diesem Fall aus einem freistrahlenden
gewellten Heizband, welches aufrecht in der vertikalen Richtung angeordnet ist und
somit über die in der vertikalen Richtung nach unten zeigende Kante Wärmestrahlung
in Richtung des Innenraums des Gargeräts und damit zum Gargeschirr bzw. zum Gargut
hin abgeben kann. Das Heizband ist somit schmal in der Horizontalen ausgebildet und
kann daher von einer vergleichsweise dicken Wärmedämmung umgeben sein, wodurch die
Wärmeverluste geringgehalten werden können. Dies kann die Aufglühzeit des Heizbandes
vergleichsweise geringhalten.
[0046] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung weist die Strahlungsvorrichtung wenigstens
ein erstes Trennelement, vorzugweise als erste Glaskeramik, auf, welches ausgebildet
ist, die Strahlungsvorrichtung gegenüber einem Innenraum des Innengehäuses abzutrennen
und die Strahlung der Strahlungsvorrichtung zumindest im Wesentlichen hindurchzulassen.
Hierdurch kann ein mechanischer Schutz insbesondere der Bauteile der Strahlungsvorrichtung,
welche die Wärmestrahlung erzeugen können, geschaffen werden. Das erste Trennelement
kann die Strahlungsvorrichtung somit nach außen hin abschließen und randseitig mit
dem Innengehäuse des Einbaugargeräts verbunden sein, so dass wenigstens ein mechanischer
Schutz dahingehend erreicht werden kann, dass ein Benutzer mit der Hand, mit einem
Besteck, mit dem Gargeschirr oder dergleichen die Bauteile der Strahlungsvorrichtung
hinter dem ersten Trennelement nicht erreichen und hierdurch beschädigen bzw. zerstören
kann. Vorzugsweise kann zwischen dem Rand des ersten Trennelements und dem Innengehäuse
des Einbaugargeräts eine Dichtung vorgesehen sein, sodass auch Dampf, Flüssigkeiten,
Fett und dergleichen vom Inneren der Strahlungsvorrichtung abgehalten werden können.
Hierdurch können insbesondere die Bauteile der Strahlungsvorrichtung, welche die Wärmestrahlung
erzeugen können, vor Feuchtigkeit, Fett und dergleichen geschützt werden.
[0047] Dabei eine erste Glaskeramik als erstes Trennelement zu verwenden kann dahingehend
vorteilhaft sein, dass eine Glaskeramik sehr wärmebeständig bzw. hitzebeständig sein
kann. Auch kann eine Glaskeramik glatt ausgebildet und daher leicht zu reinigen sein.
Auch kann eine Glaskeramik ausreichend für die Wärmestrahlung transparent sein, sodass
die Wärmestrahlung die Glaskeramik möglichst gut durchdringen und primär bzw. im Wesentlichen
zur Erwärmung des Gargeschirrs wie zuvor beschrieben verwendet werden kann.
[0048] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung weist das Gargerätesystem ein zweites Trennelement
auf, welches ausgebildet ist, wenigstens den Garraum aufzunehmen, wobei in der vertikalen
Richtung unterhalb des zweiten Trennelements wenigstens eine zweite Heizvorrichtung
angeordnet und ausgebildet ist, wenigstens den Garraum von unten zu erwärmen. Die
Erwärmung mittels der zweiten Heizvorrichtung kann beispielsweise mittels eines elektrischen
Heizelements resistiv durch Strom-Wärmeverluste oder induktiv erfolgen.
[0049] Hierdurch kann das Lebensmittel im Garraum direkt erwärmt oder ein Dampfgarprozess
innerhalb des Garraums betrieben werden.
[0050] Hierdurch kann eine Erwärmung des Garraums in der vertikalen Richtung von zwei Seiten
erfolgen, sodass das Gargut im Garraum gleichmäßiger, stärker und bzw. oder schneller
erwärmt bzw. erhitzt werden kann. Dies kann entsprechend die Qualität des Garprozesses
erhöhen und bzw. oder die Dauer des Garprozesses verkürzen. Erfindungsgemäß kann somit
die Erwärmung des Gargeschirrs bzw. des Garguts beschleunigt werden, indem zum einen
sowohl eine Wärmeeinwirkung von unten, vorzugsweise mittels Induktion, zur Erwärmung
des Gargeschirrs bzw. dessen Bodens als auch von oben mittels Wärmestrahlung auf das
Gargeschirr oder direkt auf das Gargut im Falle eines nach oben hin offenen Gargeschirrs
stattfinden kann.
[0051] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist die zweite Heizvorrichtung eine Induktionsvorrichtung,
vorzugsweise mit wenigstens einer Induktionsspule. Hierdurch kann eine induktive Erwärmung
des Garraums bzw. dessen Gargeschirrs in der vertikalen Richtung von unten erfolgen.
Eine entsprechende Induktionsspule kann alleinig so groß wie der Boden des zu verwenden
Gargeschirrs ausgebildet sein. Gegebenenfalls können auch mehrere Induktionsspulen
gemeinsam verwendet werden, um das Gargeschirr induktiv zu erwärmen.
[0052] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist das zweite Trennelement, vorzugweise
als zweite Glaskeramik, ausgebildet, die zweite Heizvorrichtung gegenüber dem Innenraum
abzutrennen und die Strahlung der zweite Heizvorrichtung im Wesentlichen hindurchzulassen.
[0053] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung weist das Gargerät einen Auszug auf, welcher
ausgebildet ist, in der Längsrichtung in einer Auszugsrichtung gegenüber dem Innengehäuse
des Gargeräts zu einem Benutzer hin und in der Längsrichtung in einer entgegengesetzten
Einschubrichtung gegenüber dem Innengehäuse des Gargeräts von einem Benutzer weg bewegt
zu werden, wobei der Garraum, vorzugsweise und das zweite Trennelement, mit dem Auszug,
vorzugsweise auf einem Auszugsboden des Auszugs, mitbeweglich sind. Mit anderen Worten
kann das Einbaugargerät in Form einer Schublade ausgebildet werden, was die Zugänglichkeit
zum Garraum für den Benutzer vereinfachen kann, da diese hierzu aus dem Innengehäuse
zum Benutzer hin teilweise bis vollständig herausgezogen werden und in der vertikalen
Richtung von oben erreichbar bzw. entnehmbar sein kann.
[0054] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung weist der Auszug, vorzugsweise ein Auszugsboden
des Auszugs, die zweite Heizvorrichtung auf. Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung
weist das Innengehäuse die zweite Heizvorrichtung auf.
[0055] Wird die erste Heizvorrichtung mit dem Auszug mitbeweglich angeordnet, so kann eine
Nutzung der zweiten Heizvorrichtung und damit eine Erwärmung des Gargeschirrs unabhängig
von der Positionierung des Auszugs erfolgen. Entsprechend muss der Garprozess nicht
unterbrochen werden, wenn ein Benutzer den Auszug in der Auszugsrichtung aus dem Innengehäuse
des Gargeräts zu sich hin heraus zieht, um zum Beispiel das Gargut im Garraum zu begutachten.
Dies kann auch in dieser Situation eine ungestörte Fortführung des Garprozesses ermöglichen.
Hierzu kann die zweite Heizvorrichtung insbesondere über ausreichend lange und flexible
elektrische Verbindungen mit feststehend angeordneten elektronischen Komponenten des
Gargeräts verbunden bleiben.
[0056] Wird andererseits die zweite Heizvorrichtung stationär feststehend und damit unabhängig
vom Auszug am Innengehäuse des Gargeräts angeordnet, so kann eine entsprechend vereinfachte
elektrische Verbindung vorgesehen werden, was Kosten und Bauraum sparen kann. In diesem
Fall führt jedoch das Ausziehen des Auszugs durch den Benutzer zu einer Unterbrechung
der Erwärmung seitens der zweiten Heizvorrichtung. Mit anderen Worten kann die zweite
Heizvorrichtung feststehend am Innengehäuse des Gargeräts angeordnet und kann nicht
mit dem Auszug mitbewegt werden. Hierdurch kann eine Erwärmung des Gargeschirrs nicht
erfolgen, wenn der Auszug aus dem Innengehäuse des Gargeräts ausreichend weit herausgezogen
ist. Jedoch kann dies die feste elektrische Verbindung zwischen der zweiten Heizvorrichtung
und den entsprechenden elektronischen Komponenten des Gargeräts verkürzen und vereinfachen,
was den Herstellungs- und Montageaufwand reduzieren und damit die Kosten geringhalten
kann.
[0057] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung bildet der Auszug, vorzugsweise eine Blende
des Auszugs, mit dem Innengehäuse des Gargeräts einen geschlossenen Innenraum des
Gargeräts, wenn der Auszug in der Einschubrichtung vollständig eingeschoben ist. Hierdurch
kann der Garraum optisch für den Benutzer verdeckt werden, wenn das Gargerät zum Garen
betrieben wird. Dies kann auch Gerüche und bzw. oder Dämpfe im geschlossenen Innenraum
des Gargeräts halten, was entsprechende Belästigungen vom Benutzer fernhalten kann.
Bei Nichtbenutzung des Gargeräts kann hierdurch der Platzbedarf verringert sowie ebenfalls
eine optische Störung für die Benutzer vermieden werden.
[0058] Gemäß einem Aspekt der Erfindung ist die Blende an dem Auszug angeordnet und besteht
im Wesentlichen aus zwei Elementen, einer Frontblende und einer Vorderwand. Die Vorderwand
begrenzt bei einem vollständig eingeschobenen Auszug den Innenraum und schließt die
Zugangsöffnung.
[0059] Insbesondere ist Frontblende ist relativ zu der Vorderwand beweglich. Insbesondere
kann die Frontblende von der Vorderwand und zum Benutzer hin abgeklappt bzw. nach
unten verschwenkt werden und so aus einer Ruhelage in eine Bedienlage gebracht werden.
In der Bedienlage sind die Bedienelemente des Gargerätes für den Benutzer zugänglich.
[0060] Erfindungsgemäß ist das Gargerät, vorzugsweise eine Steuerungseinheit des Gargeräts,
ausgebildet, ein Öffnen und/oder Schließen des Innenraums und/oder eine Bewegung der
Blende durch den Benutzer, vorzugsweise mittels wenigstens eines Schließsensors, zu
erkennen und in Reaktion auf das erkannte Öffnen und/oder Schließen des Innenraums
und/oder in Reaktion eine Bewegung der Blende durch den Benutzer den Betrieb der ersten
Heizvorrichtung selbsttätig aufzunehmen.
[0061] Alternativ oder ergänzend ist erfindungsgemäß das Gargerät, vorzugsweise eine Steuerungseinheit
des Gargeräts, ausgebildet mittels einer Bilderfassungseinheit und/oder wenigstens
einen Näherungssensor einen dem Benutzer zugewandten Bereich vor dem Gargerät zumindest
abschnittsweise, insbesondere optisch, zu erfassen, den Benutzer und/oder eine Annäherung
des Benutzers zu erkennen und in Reaktion auf den erkannten Benutzer und/oder in Reaktion
auf die erkannte Annäherung den Betrieb der ersten Heizvorrichtung selbsttätig aufzunehmen.
[0062] Als eine Bewegung der Blende wird jegliche Bewegung der Blende oder ihrer Teile relativ
zu dem Außengehäuse der Gargerätes verstanden. Exemplarisch ist eine Bewegung der
Blende mit einer Bewegung des Auszugs gegeben. Exemplarisch ist eine Bewegung der
Blende mit dem Bewegen der Frontblende relativ zu der Vorderwand gegeben. Eine Bewegen
der Frontblende relativ zu der Vorderwand kann sowohl bei vollständig eingeschobenem
Auszug als auch bei teilweise oder vollständig ausgezogenem Auszug erfolgen.
[0063] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung wird der Garraum von einem Gargeschirr
gebildet, welches aus dem Gargerät entnehmbar ausgebildet ist. Dies kann die Flexibilität
der Nutzung für den Benutzer erhöhen und es ihm insbesondere ermöglichen, das gegarte
Gargut in dem Gargeschirr direkt zu servieren.
[0064] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist das Gargerät als Einbaugargerät ausgebildet.
Auf diese Art und Weise können die Eigenschaften und Vorteile des erfindungsgemäßen
Gargeräts bei Einbaugargeräten umgesetzt und genutzt werden.
[0065] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist das Gargerät als Einbaugargerät ausgebildet
und hat in der vertikalen Richtung ein Höhenrastermaß mit einer Höhe einer Einbauschublade.
Insbesondere entspricht die Höhe einem Bruchteil, insbesondere maximal zwei Drittel,
vorzugsweise weniger als die Hälfte, einer Breite eines Breitenrastermaßes. Hierdurch
kann eine besonders kompakte Ausbildung des erfindungsgemäßen Einbaugargeräts erfolgen.
Insbesondere kann hierdurch eine einfache Möglichkeit geschaffen werden, das erfindungsgemäße
Einbaugargerät mit weiteren standardisierten Einbaugargeräten in der vertikalen Richtung
übereinander zu kombinieren.
[0066] Vergleichbar dem weiter unten beschriebenen Breitenrastermaß, unter einem Höhenrastermaß
zu verstehen, dass zur Anordnung von Einbauküchengeräten in der Höhe, d.h. in der
vertikalen Richtung, die Einbauküchengeräte in Form eines Rasters dimensioniert werden,
damit verschiedene Einbauküchengeräte desselben Herstellers ebenso wie verschiedener
Hersteller nahtlos miteinander kombiniert verwendet werden können. Als Standardmaße
in der Höhe haben sich dabei Maße bzw. Raster etabliert, welche zwar üblicherweise
herstellerabhängig sind, jedoch im Bereich 6 cm bis 10 cm liegen und einem Bruchteil,
d.h. durch eine natürliche Zahl geteilt, des Breitenrastermaßes entsprechen.
[0067] Entsprechend ist es für Einbauküchengeräte in der Europäischen Union üblich, dass
die entsprechenden Einbauräume des Küchenmöbels, auch Nische genannt, ein Höhenrastermaß
von 15 cm, 45 cm oder 60 cm aufweisen, was unter Berücksichtigung eines Bodens mit
einer Dicke bzw. mit einer Höhe von 10 mm oder 20 mm, je nach zu tragendem Gewicht
des Einbauküchengeräts, zu einem Höhenrastermaß von 14 cm, 43 cm oder 58 cm des Einbauküchengeräts
selbst führt. In den USA beträgt die Nischenhöhe für Einbauküchengeräte als Rasterhöhenmaß
üblicherweise 24 Zoll oder 30 Zoll sowie 6 Zoll für Schubladen. Auch hier sind die
Höhenrastermaße der Einbauküchengeräte selbst mit zum Beispiel 5 3/8 Zoll bei den
Schubladen etwas geringer als das Höhenrastermaß der Nische, damit die Einbauküchengeräte
in die Nischen passen.
[0068] Das Höhenrastermaß sowie das Breitenrastermaß eines Einbauküchengeräts ist dabei
stets auf dessen Gehäuse bezogen, da üblicherweise eine Tür, eine Klappe, eine Blende
und dergleichen des Einbauküchengeräts, welche im eingebauten Zustand dem Benutzer
zugewandt ist, in der Breite und bzw. in der Höhe über die Stollen bzw. über den Boden
des Küchenmöbels hinausragt und diese hierdurch optisch gegenüber dem Benutzer verbirgt.
[0069] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung weist das Einbaugargerät in der Querrichtung
ein Breitenrastermaß mit einer Breite auf. Auf diese Art und Weise kann eine vergleichsweise
kompakte Anordnung des erfindungsgemäßen Einbaugargeräts in einem Küchenmöbel ermöglicht
werden.
[0070] Unter einem Breitenrastermaß ist zu verstehen, dass zur Anordnung von Einbauküchengeräten
in der Breite, d.h. in der Querrichtung, die Einbauküchengeräte in Form eines Rasters
dimensioniert werden, damit verschiedene Einbauküchengeräte desselben Herstellers
ebenso wie verschiedener Hersteller nahtlos miteinander kombiniert verwendet werden
können. Mit anderen Worten sind gewissen Maße in der Breite von Einbauküchengeräten
als Standardmaße etabliert, d.h. üblich und gebräuchlich, bzw. genormt, um bei der
Kombination verschiedener Einbauküchengeräte desselben Herstellers ebenso wie verschiedener
Hersteller den Bauraum im Küchenmöbel möglichst vollständig ausnutzen zu können. Diese
Maße in der Breite von Einbauküchengeräten können als Raster angesehen werden.
[0071] Beispielsweise ist für Einbauküchengeräte in der Europäischen Union als Breitenrastermaß
ein Standardmaß von 54 cm üblich, damit das Einbauküchengerät zwischen zwei 20 mm
breiten Seitenwände des Küchenmöbels, auch Stollen genannt, angeordnet werden kann,
welches selbst ein Breitenrastermaß von 60 cm aufweist. In der Schweiz beträgt das
Breitenrastermaß von Einbauküchengeräten 55 cm. In den USA ist als Breitenraster ein
Maß von 18 Zoll, 24 Zoll oder 36 Zoll bei Schränken ohne Einbauküchengeräte üblich.
Für Einbauküchengeräte haben sich die Rastermaße inkl. Stollen der umgebenden Küchenmöbel
von 24 Zoll und 30 Zoll durchgesetzt, wobei aber auch 36 Zoll breite Öfen bekannt
sind, welche jedoch üblicherweise nicht als Einbauküchengeräte ausgeführt werden.
[0072] Mit anderen Worten kann bei bestimmten Lebensmitteln ein besseres Garergebnis erreicht
werden, falls der Garvorgang möglichst schnell vollzogen wird. Daher kann es teilweise
für das Garergebnis vorteilhaft sein, einen Oberhitzeheizkörper in einem Gargerät
vorzuheizen und den Energieübertrag auf das Lebensmittel vom Beginn des Garvorganges
an möglichst hoch zu halten. Ein Vorheizen ist auch in anderen Gargeräten wie Backöfen,
Pizzaöfen und Pfannen üblich.
[0073] Der Oberhitzeheizkörper eines erfindungsgemäßen Gargeräts als Hochtemperaturschublade
weist vorzugsweise einen Strahlungsheizkörper mit Heizband. Aus Sicherheitsgründen
zum Schutz vor der Berührbarkeit von spannnungsführenden Teilen und aus Gründen einer
leichten Reinigbarkeit, zum Beispiels als glatte, harte und kratzfeste Oberfläche,
kann dieser Heizkörper mit einer Glaskeramik abgedeckt sein. Die Transmission der
Glaskeramik für die abgestrahlte Strahlung kann begrenzt sein. Somit können Verluste
bei der Durchdringung der Glaskeramik auftreten. Die Transmission kann bei einer ca.
4 mm starken Glaskeramik etwa 50 % betragen.
[0074] Die übrigen 50% der Leistung können primär die Glaskeramik erhitzen. Die Glaskeramik
kann anschließend die Wärme ebenfalls hauptsächlich als Strahlung abgeben. Dies kann
eine zeitliche Verzögerung der Strahlungsleistung auf das Lebensmittel bewirken. Einerseits
steigt die Strahlungsleistung nur langsam an und andererseits strahlt der Strahler
samt Glaskeramik nach dem Ausschalten deutlich länger nach.
[0075] Nach dem Einschalten des Oberhitzeheizkörpers erwärmt sich das Heizkörpersystem,
vorzugsweise bestehend aus Heizkörper und Glaskeramik, also mit einer bestimmten Zeitkonstante
und strahlt mit stärkerer Erwärmung auch eine immer höhere Strahlungsleistung ab.
Die Glaskeramik kann dieses Verhalten zusätzlich verstärken. Dies verzögert die Erwärmung
des Oberhitzeheizkörpers und damit auch des Garraums bzw. des Garguts.
[0076] Diese Verzögerung kann erfindungsgemäß reduziert werden, indem ein automatisches
Vorheizen in einem erfindungsgemäßen Gargerät realisiert wird.
[0077] Gemäß einer ersten Variante kann ein automatisches Vorheizen beim Einschalten des
Gargerätes erfolgen. Das Gargerät kann einen Heizimpuls direkt nach dem Einschalten
des Gerätes durchführen und den Oberhitzeheizkörper, vorzugsweise und die Glaskeramik,
auf eine bestimmte Temperatur erhitzen. Dies kann den Vorteil haben, dass die Vorheizzeit
von Programmwahl bis Einlegen des Lebensmittels verkürzt werden kann, da das Gargerät
schon vor der Programmwahl des Gargutes aufgeheizt wird. Wenn Lebensmittel in den
kalten Garraum gelegt werden sollen, kann die Aufheizzeit vom Einlegen des Gargutes
bis zum Erreichen der Zieltemperatur verkürzt werden, da das Gargerät schon vor dem
Einlegen des Gargutes aufgeheizt wird.
[0078] Gemäß einer zweiten Variante kann ein automatisches Vorheizen beim Öffnen der Gerätetür
erfolgen. Das Gargerät kann einen Heizimpuls direkt nach dem Öffnen der Gerätetür
durchführen und den Oberhitzeheizkörper, vorzugsweise und die Glaskeramik, auf eine
bestimmte Temperatur erhitzen. Dies kann den Vorteil haben, dass die Vorheizzeit von
Programmwahl bis Einlegen des Lebensmittels verkürzt werden kann.
[0079] Gemäß einer dritten Variante kann ein automatisches Vorheizen bei Aktivität vor dem
Gerät erfolgen. Die Aktivität vor dem Gargerät kann zum Beispiel mittels Näherungssensor,
Kamera oder Handydaten etc. erkannt werden. Hier kann erkannt werden, welche Aktivität
ein Vorheizen auslöst. Es sollte verhindert werden, dass jegliche Aktivitäten ein
Vorheizen auslösen. Hier könnte beispielsweise bei einer Erkennung des Lebensmittels
und bzw. oder des Gargutträgers durch eine in den Garraum oder nach Außen gerichtete
Kamera ein Vorheizen ausgelöst werden.
[0080] Gemäß einer vierten Variante kann ein automatisches Vorheizen aus kontextbezogenen
Informationen erfolgen. Wenn beispielsweise bei dem Zubereiten eines Gerichtes ein
geführtes Rezept verwendet wird, zum Beispiel beim Kochen eines Rezeptes mit der App
eines mobilen Endgerätes, kann aus den Informationen in dem geführten Rezept gut vorhergesagt
werden, wann das Gargerät vorgeheizt werden muss und welche Parameter für den entsprechenden
Garvorgang benötigt werden.
[0081] Das Einbaugargerät hat eine Bauhöhe in einem standardisierten Einbaumaß. Insbesondere
ist vorgesehen, dass die Bauhöhe in einem Bereich liegt, welcher sich von 12 Zentimeter
bis 60 Zentimeter, vorzugsweise in einem Bereich von 14 Zentimeter bis 35 Zentimeter,
erstreckt.
[0082] Die vorliegende Erfindung betrifft auch ein Verfahren zum Betrieb eines Gargerätesystems.
Erfindungsgemäß ist bei dem Verfahren vorgesehen, dass die Steuerungseinheit den Betrieb
der ersten Heizvorrichtung und/oder der zweiten Heizeinrichtung aufnimmt, ansprechend
auf eine Bewegung der Blende durch den Benutzer und/oder ansprechend auf ein Erkennen
des Benutzers und/oder Ansprechend auf das Erkennen einer Annäherung des Benutzers.
Hierdurch kann sehr frühzeitig ein Vorheizprozess gestartet werden. Wodurch das vorgeheizte
Gargerät dem Benutzer zeitnah zum Garen von Speisen zur Verfügung steht.
[0083] Ein Aspekt des Verfahrens ist es, dass der Betrieb der ersten Heizvorrichtung und/oder
der zweiten Heizeinrichtung aufrechterhalten wird, wenn innerhalb einer vorgegebenen
Betriebsdauer der ersten Heizvorrichtung und/oder der zweiten Heizeinrichtung eine
Betätigung eines Bedienelements durch den Benutzer, insbesondere eine Betätigung des
Bedienelements zum Einschalten des Gerätes durch den Benutzer, erfolgt. Die Vorgabe
eines Grenzwertes der Betriebsdauer ermöglicht es einen ungewollten Vorheizvorgang
zeitnah abzubrechen. Insbesondere ist vorgesehen, dass die vorgegebene Betriebsdauer
weniger als eine Minute, vorzugsweise in einem Bereich von 10 bis 40 Sekunden liegt.
Insbesondere ist vorgesehen, dass bei Erreichen der vorgegebenen Betriebsdauer ohne
eine Betätigung eines Bedienelements durch den Benutzer das Vorheizen beendet wird,
also die erste Heizvorrichtung und/oder die zweite Heizeinrichtung abgeschaltet wird.
[0084] Ein Aspekt des Verfahrens ist es, dass die erste Heizvorrichtung mit ihrem Einschalten
mit einer hohen Leistung betrieben wird. Hierdurch wird ein schnelles Vorheizen des
Innenraumes ermöglicht.
[0085] Ein weiterer Aspekt des Verfahrens ist es, dass die zweite Heizvorrichtung mit ihrem
Einschalten mit einer mittleren Leistung oder geringen Leistung betrieben wird. Insbesondere
wird die zweite Heizvorrichtung zeitgleich mit der ersten Heizvorrichtung eingeschaltet.
Hierdurch wird erreicht, dass beim Aufstellen des kühlen Garraumes auf das zweite
Trennelement die Spannungen im Trennelement und/oder im Garraum nicht zu groß werden.
[0086] Insbesondere ist eine hohe Leistung größer als 80 Prozent der maximalen Leistung
einer Heizvorrichtung. Insbesondere schließt die hohe Leistung die maximale Leistung
mit ein. Insbesondere ist eine mittlere Leistung kleiner 60 Prozent der maximalen
Leistung einer Heizvorrichtung. Insbesondere ist eine geringe Leistung kleiner als
40 Prozent der maximalen Leistung einer Heizvorrichtung.
[0087] Ein Aspekt ist es, dass die erste Heizvorrichtung die gleiche maximale Leistung hat
wie die zweite Heizvorrichtung. Hierdurch ist es möglich die gleichen Heizelemente
zu verwenden, was Logistik, Montage und Instandsetzung vereinfacht.
[0088] Ein Aspekt des Verfahrens ist es, dass die Leistung der ersten Heizvorrichtung und/oder
der zweiten Heizvorrichtung mit zunehmender Betriebsdauer schrittweise oder kontinuierlich
verringert wird. Hierdurch ist es möglich ein frühes Vorheizen zu ermöglichen, zugleich
aber den Energiebedarf, insbesondere bei ungewolltem Betrieb möglichst gering zu halten.
Insbesondere wird mit der Reduzierung der Leistung mit einem zeitlichen Abstand nach
ihrem Einschalten begonnen, insbesondere wobei der zeitliche Abstand in einem Bereich
von 5 Sekunden bis 15 Sekunden liegt.
[0089] Ein weiterer Aspekt des Verfahrens ist es, dass die Leistung der ersten Heizvorrichtung
und/oder der zweiten Heizvorrichtung mit dem Erreichen der vorgegebenen Betriebsdauer,
innerhalb der eine Betätigung des Bedienelements erwartet wird, auf Null reduziert
ist.
[0090] Wenn von dem Benutzer innerhalb der vorgegebene Betriebsdauer ein Bedienelement betätigt
wird, dann wird die erste Heizvorrichtung und/oder die zweite Heizvorrichtung sofort
wieder mit der anfänglichen Leistung betrieben.
[0091] Ein Aspekt des Verfahrens ist es, dass mit dem Erkennen des Einstellens des Garraumes
und/oder mit der Auswahl eines Garpozesses durch den Benutzer, insbesondere mittels
Betätigung eines Bedienelements, das Vorheizen beendet wird und ein für den folgenden
Garprozess vorgesehener Leistungsbetrieb der ersten Heizvorrichtung und/oder der zweiten
Heizvorrichtung beginnt.
[0092] Mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen rein schematisch
dargestellt und werden nachfolgend näher beschrieben. Die einzelnen Ausführungsbeispiele
können alternative Ausführungsformen darstellen. Es ist aber ebenso möglich, dass
die Merkmale der einzelnen Ausführungsbeispiele miteinander kombiniert werden. Es
zeigt
- Figur 1
- eine seitliche Schnittdarstellung eines erfindungsgemäßen Gargerätesystems gemäß eines
ersten Ausführungsbeispiels mit teilweise ausgezogenem Auszug eines Gargeräts;
- Figur 2
- eine seitliche Schnittdarstellung eines erfindungsgemäßen Gargerätesystems gemäß eines
zweiten Ausführungsbeispiels mit teilweise ausgezogenem Auszug eines Gargeräts;
- Figur 3
- eine seitliche Schnittdarstellung eines erfindungsgemäßen Gargerätesystems gemäß eines
dritten Ausführungsbeispiels mit teilweise ausgezogenem Auszug eines Gargeräts;
- Figur 4
- eine seitliche Schnittdarstellung eines erfindungsgemäßen Gargerätesystems gemäß eines
vierten Ausführungsbeispiels mit teilweise ausgezogenem Auszug eines Gargeräts; und
- Figur 5
- eine seitliche Schnittdarstellung eines erfindungsgemäßen Gargerätesystems gemäß eines
vierten Ausführungsbeispiels mit teilweise ausgezogenem Auszug eines Gargeräts.
[0093] Die o.g. Figuren werden in kartesischen Koordinaten betrachtet. Es erstreckt sich
eine Längsrichtung X, welche auch als Tiefe X oder als Länge X bezeichnet werden kann.
Senkrecht zur Längsrichtung X erstreckt sich eine Querrichtung (nicht dargestellt),
welche auch als Breite bezeichnet werden kann. Senkrecht sowohl zur Längsrichtung
X als auch zur Querrichtung erstreckt sich eine vertikale Richtung Z, welche auch
als Höhe Z bezeichnet werden kann und der Richtung der Schwerkraft entspricht. Die
Längsrichtung X und die Querrichtung Y bilden gemeinsam die Horizontale X, Y, welche
auch als horizontale Ebene X, Y bezeichnet werden kann.
[0094] Figur 1 zeigt eine seitliche Schnittdarstellung eines erfindungsgemäßen Gargerätesystems
gemäß eines ersten Ausführungsbeispiels mit teilweise ausgezogenem Auszug 2 des Gargeräts
1. Das Gargerät 1 wird am Beispiel eines Einbaugargeräts 1 betrachtet.
[0095] Das Einbaugargerät 1 weist ein Außengehäuse 10 auf, welches auch als äußeres Gehäuse
10 bezeichnet werden kann und das Einbaugargerät 1 im Wesentlichen nach außen abschließt
bzw. umschließt. Innerhalb des Außengehäuses 10 ist ein Innengehäuse 12 angeordnet,
welches auch als inneres Gehäuse 12 bezeichnet werden kann. Das Innengehäuse 12 schließt
in der Längsrichtung X nach Vorne hin, d.h. aus Sicht eines Benutzers, nach oben und
nach unten in der vertikalen Richtung Z mit dem Außengehäuse 10 ab, sodass zwischen
dem Außengehäuse 10 und im Innengehäuse 12 ein Zwischenraum 13 gebildet wird, welcher
auch als Gehäuseraum 13 bezeichnet werden kann. Dieser Zwischenraum 13 stellt das
Innere des Einbaugargeräts 1 dar. Von dem Innengehäuse 12 wird ferner im Wesentlichen
ein Innenraum 11 umschlossen, in welchem ein Garprozess durchgeführt werden kann.
Der Innenraum 11 ist in der Längsrichtung X für einen Benutzer von der Vorderseite
des Einbaugargeräts 1 durch eine Durchgangsöffnung 14 als Zugangsöffnung 14 hindurch
zugänglich.
[0096] In dem Innenraum 11 ist ferner ein Auszugsboden 20 des Auszugs 2 angeordnet und gegenüber
der Innenseite des Innengehäuses 12 zum Beispiel mittels Auszugsmechanismen (nicht
dargestellt) zum Beispiel in Form von Schienenelementen oder dergleichen in der Längsrichtung
X beweglich. An dem Auszugsboden 20, welcher sich in der Horizontalen X, Y erstreckt,
ist eine sich senkrecht hierzu in der vertikalen Richtung Z sowie in der Querrichtung
erstreckende Blende 21 feststehend angeordnet, welche das Einbaugargerät 1 in der
Längsrichtung X nach vorne zu dem Benutzer hin vollständig abdeckt. Die Blende 21
kann Bedienelemente und bzw. oder Anzeigeelemente aufweisen, um dem Benutzer Bedienmöglichkeiten
zu geben und bzw. oder Informationen anzuzeigen. Die Blende 21 kann zusätzlich oder
alternativ dort ein Sichtfenster aufweisen, wodurch dem Benutzer der Blick durch das
Sichtfenster hindurch in den Innenraum 11 des Einbaugargeräts 1 ermöglicht werden
kann.
[0097] In jedem Fall kann die Blende 21 des Auszugs 2 die Durchgangsöffnung 14 des Innengehäuses
12 für den Benutzer vollständig oder teilweise freigegeben. Hierzu kann der Auszug
2 in der Längsrichtung X in einer Auszugsrichtung A zum Benutzer hin bewegt und insbesondere
vom Benutzer gezogen werden. In der entgegengesetzten Richtung als Einschubrichtung
B kann die Blende 21 des Auszugs 2 vom Benutzer von sich weg geschoben bzw. gedrückt
werden und hierdurch die Durchgangsöffnung 14 des Innengehäuses 12 teilweise bis vollständig
verschließen. In diesem Zustand entspricht der Innenraum 11 des Innengehäuses 12 einem
Auszugsraum des Auszugs 2.
[0098] In der vertikalen Richtung Z von oben kann vom Benutzer in einer entsprechenden ausgezogenen
Stellung des Auszugs 2 wenigstens ein Gargeschirr 3 auf dem Auszugsboden 20 des Auszugs
2 entnehmbar angeordnet werden. Hierzu können entsprechende Markierungen und bzw.
oder Vertiefungen oder sonstige Halterungen (nicht dargestellt) dort als Positionierhinweise
und bzw. oder als Positioniervorrichtungen vorgesehen sein. Das Gargeschirr 3 kann
auch als Gargefäß 3, als Gargutträger 3 oder als Gargutaufnahme 3 bezeichnet werden.
Das Gargeschirr 3 besteht aus einem Gargeschirrgehäuse 30, welche auch als Gargeschirrkörper
30 bezeichnet werden kann, und einem Gargeschirrverschluss 32, welcher auch als Gargeschirrdeckel
32 bezeichnet werden kann. Das Gargeschirr 3 weist im Inneren seines Gargeschirrgehäuses
30 einen Garraum 31 auf, welcher vom Benutzer durch das Aufsetzen des Gargeschirrverschlusses
32 geschlossen und durch das Abheben des Gargeschirrverschlusses 32 geöffnet bzw.
zugänglich gemacht werden kann.
[0099] Zur Erwärmung des Gargeschirrs 3 bzw. des Garguts in der vertikalen Richtung Z von
oben weist das Einbaugargerät 1 in der vertikalen Richtung Z unmittelbar unterhalb
des Innengehäuses 12 und am Innengehäuse 12 feststehend angeordnet eine erste Heizvorrichtung
15 in Form einer Strahlungsvorrichtung auf. Die erste Heizvorrichtung wird von einem
ersten Trennelement 17 in Form einer ersten Glaskeramik 17 derart umschlossen bzw.
abgedeckt, dass die erste Glaskeramik 17, insbesondere gasdicht bzw. dampfdicht, mit
dem Innengehäuse 12 abschließt, wodurch alle Bauteile und insbesondere alle elektronischen
Bauteile der zweite Heizvorrichtung 15 hinter der ersten Glaskeramik 17 und somit
vor mechanischen Einwirkung sowie vor Feuchtigkeit geschützt angeordnet werden können.
Hinter der ersten Glaskeramik 17 ist ein Strahlungsheizkörper 16 sich in der Horizontalen
X, Y erstreckend angeordnet und ausgerichtet, im Betrieb Wärmestrahlung im infraroten
Spektralbereich im Wesentlichen in der vertikalen Richtung Z nach unten in den Innenraum
11 des Einbaugargeräts 1 abzugeben. Hierdurch kann in der vertikalen Richtung Z von
oben mittels Wärmestrahlung auf das Gargeschirr 3 bzw. auf das Gargut eingewirkt und
dieses vergleichsweise direkt, schnell und bzw. oder verlustarm erwärmt werden.
[0100] Zur Erwärmung des Gargeschirrs 3 bzw. des Garguts von unten weist das Einbaugargerät
1 in der vertikalen Richtung Z unterhalb des Auszugsbodens 20 und mit dem Auszug 2
mitbeweglich eine zweite Heizvorrichtung 22, insbesondere in Form einer Induktionsvorrichtung
oder einer Strahlungsheizvorrichtung auf. Zumindest im Bereich der zweiten Heizvorrichtung
22 ist der Auszugsbodens 20 als zweites Trennelement 23 in Form einer zweite Glaskeramik
23 ausgebildet, auf welcher das Gargeschirr 3 in der vertikalen Richtung Z von oben
aufgesetzt werden kann. Eine als Induktionsvorrichtung ausgeführte zweite Heizvorrichtung
22 weist dabei in der Horizontalen X, Y eine Induktionsspule 24 auf, welche seitens
eines Induktionsgenerators 25 betrieben werden kann. Eine als Strahlungsheizvorrichtung
ausgeführte zweite Heizvorrichtung 22 weist dabei in der Horizontalen X, Y einen Strahlungsheizkörper
16 auf. Der Strahlungsheizkörper 16 und/oder die Induktionsspule 24 ist mit dem feststehend
im Zwischenraum 13 angeordneten Induktionsgenerators 25 bzw. der in Figur 5 gezeigten
Steuerungseinheit 38 ausreichend flexibel mittels Kabeln verbunden, sodass die Induktionsspule
24 oder der Strahlungsheizkörper 16 der zweiten Heizvorrichtung 22 mit dem Auszug
2 in der Längsrichtung X mitbewegt werden kann.
[0101] Erfindungsgemäß kann somit das Gargeschirr 3, welches den Innenraum 11 des Einbaugargeräts
1 zumindest in der Horizontalen X, Y möglichst vollständig ausfüllen kann, bzw. das
Gargut im Gargeschirr 3 sowohl von unten induktiv oder mittels Wärmestrahlung als
auch von oben mittels Wärmestrahlung erwärmt werden. Hierdurch kann, insbesondere
durch die Wärmestrahlung von oben, eine besonders starke Erhitzung des Garraums 31
bzw. des dort aufgenommenen Garguts erfolgen, wodurch Garprozesse beschleunigt bzw.
Garprozesse, welche besonders hohe Temperaturen erfordern, ermöglicht werden können.
[0102] Dabei kann erfindungsgemäß ferner ein selbsttätiges Vorheizen des Garraums 31 des
Einbaugargeräts 1 erfolgen, indem vom Einbaugargerät 1 die Intention des Benutzers,
einen Garprozess mit dem Einbaugargerät 1 durchzuführen, erkannt und in Reaktion hierauf
wenigstens der Betrieb der ersten Heizvorrichtung 15 und bzw. oder der zweiten Heizvorrichtung
22 aufgenommen wird. Dabei auf jeden Fall die erste Heizvorrichtung 15 in Betrieb
zu nehmen kann dahingehend vorteilhaft sein, dass das der Strahlungsheizkörper 16
vergleichsweise lange benötigen kann, um die gewünschte Temperatur, insbesondere eine
hohe Temperatur, zu erreichen, was durch ein Vorheizen entsprechend reduziert werden
kann.
[0103] Insgesamt kann in jedem Fall die gewünschte Temperatur der zweiten Heizvorrichtung
15 und bzw. oder der zweiten Heizvorrichtung 22 schneller erreicht und hierdurch der
Garprozess verkürzt bzw. beschleunigt werden. Ferner kann die Qualität des Garprozesses
erhöht bzw. sichergestellt werden, indem insbesondere die erste Heizvorrichtung 15
möglichst schnell auf eine besonders hohe Temperatur gebracht werden kann.
[0104] Dies jeweils selbsttätig seitens der in Figur 5 dargestellten Steuerungseinheit 38
des Einbaugargeräts 1 vorzunehmen kann dem Benutzer von dieser Tätigkeit des Vorheizen
entlasten sowie sicherstellen, dass der Benutzer dies nicht vergisst.
[0105] Gemäß des ersten Ausführungsbeispiels der Figur 1 kann hierzu ein Schließsensor 18
in Form eines Tasters 18 zwischen dem Innengehäuse 12 des Einbaugargeräts 1 und der
Blende 21 des Auszugs 2 des Einbaugargeräts 1 in der Längsrichtung X derart vorgesehen
sein, dass der Taster 18 zwischen einem vollständig geschlossenen Innenraum 11 und
einem nicht vollständig geschlossenen Innenraum 11 des Einbaugargeräts 1 unterscheiden
kann. Wird nun vom Benutzer der Auszug 2 in der Längsrichtung X in der Auszugsrichtung
A zu sich hin und damit aus dem Innenraum 11 heraus gezogen, so kann dies durch den
Taster 18 detektiert und von der in Figur 5 gezeigten Steuerungseinheit 38 des Einbaugargeräts
1 erkannt werden. Hieraus kann auf die Intention des Benutzers, das Einbaugargerät
1 verwenden zu wollen, geschlossen werden. In Reaktion hierauf kann selbsttätig seitens
des Einbaugargeräts 1 wenigstens die erste Heizvorrichtung 15 mit einer vorbestimmten
und insbesondere einer maximalen Temperatur in Betrieb genommen werden, um den Strahlungsheizkörper
16vorzuheizen.
[0106] Entnimmt der Benutzer nun den Garraum 31, füllt diesen mit zu garenden Lebensmitteln,
setzt den Garraum 31 wieder auf den Auszugsboden 20 des Auszugs 2 und schiebt den
Auszug 2 in der Einschubrichtung B wieder in die geschlossene Stellung, so hat die
erste Heizvorrichtung 15 bzw. dessen Strahlungsheizkörper 16 bereits eine gewisse
Temperatur erreicht, sodass das Lebensmitteln im Garraum 31 schneller sowie mit höherer
Temperatur gegart werden kann.
[0107] Das Einbaugargerät 1 dabei erfindungsgemäß als Schublade auszubilden, und gegebenenfalls
in einem Küchenmöbel anzuordnen, kann eine besonders kompakte und platzsparende Umsetzung
der zuvor beschriebenen Eigenschaften und Vorteile ermöglichen.
[0108] Insbesondere kann auf diese Art und Weise erfindungsgemäß das Volumen des Innenraums
11 des Einbaugargeräts 1 verringert werden. Auch können die beiden Heizvorrichtungen
15, 22 der vertikalen Richtung Z hierdurch möglichst nahe an den Garraum 31 herangebracht
werden. Durch die Ausbildung der zweiten Heizvorrichtung 22 als Induktionsvorrichtung
22 kann eine direkte Erwärmung des Garraums 31 bzw. dessen Gargeschirrgehäuses 30
in der vertikalen Richtung Z von unten erfolgen. Insbesondere ist es alternativ möglich
die zweite Heizvorrichtung 22 als Strahlungsvorrichtung auszuführen. Durch die Ausbildung
der ersten Heizvorrichtung 15 als Strahlungsvorrichtung kann eine direkte Erwärmung
des Garraums 31 mittels Wärmestrahlung in der vertikalen Richtung Z von oben erfolgen.
Hierdurch können die Temperatur und bzw. oder die Leistungsdichte eines Garprozesses
erhöht und bzw. oder die Aufheizzeit, die Reaktionszeit, die Garzeit und bzw. oder
der Energiebedarf des Garprozesses reduziert werden.
[0109] Dies kann insbesondere mittels eines erfindungsgemäßen Einbaugargeräts 1 erfolgen,
welches eine genormte bzw. standardisierte Höhe in der vertikalen Richtung Z von 14
cm sowie eine genormte bzw. standardisierte Breite in der Querrichtung von 54 cm aufweist.
Vergleichbar einer bisher bekannten Wärmeschublade oder dergleichen kann das erfindungsgemäße
Einbaugargerät 1 somit in der vertikalen Richtung Z unterhalb zum Beispiels eines
Backofens angeordnet werden, um die jeweiligen Garmöglichkeiten zeitgleich und unabhängig
voneinander nutzen zu können. Wird der Backofen dabei mit einer vergleichsweise kleinen
Höhe in der vertikalen Richtung Z von 43 cm ausgebildet, so können das erfindungsgemäße
Einbaugargerät 1 und der bekannte Backofen gemeinsam in einer genormten bzw. standardisierten
Möbelnische mit einer Gesamthöhe in der vertikalen Richtung Z von58 cm sowie einer
Breite in der Querrichtung von54 cm, insbesondere mit einer Tiefe in der Längsrichtung
X von60 cm, verwendet werden. Dies kann auf vergleichsweise kleinem sowie genormtem
bzw. standardisiertem Bauraum die Bereitstellung bzw. die Verwendung von erweiterten
Garmöglichkeiten als bisher bekannt für Benutzer ermöglichen bzw. können bekannte
Garmöglichkeiten auf vergleichsweise kleinem Raum zur Verfügung gestellt werden.
[0110] Figur 2 zeigt eine seitliche Schnittdarstellung eines erfindungsgemäßen Gargerätesystems
gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel mit teilweise ausgezogenem Auszug 2 eines
Gargeräts 1. In diesem Fall ist eine Bilderfassungseinheit 26 in Form einer Kamera
26 im oberen Bereich der Blende 21 des Auszugs 2 nach außen zum Benutzer hin gerichtet
angeordnet, sodass die Anwesenheit des Benutzers unmittelbar vor dem Einbaugargerät
1 erkannt und in Reaktion hierauf das Vorheizen wenigstens der ersten Heizvorrichtung
15 wie zuvor beschrieben von der in Figur 5 dargestellten Steuerungseinheit 38 des
Einbaugargeräts 1 selbsttätig eingeleitet werden kann. Hierzu kann insbesondere aus
den optisch erfassten Bilddaten mittels Mustererkennung erkannt werden, dass der Benutzer
vor dem Einbaugargerät 1 steht und diesem zugewandt ist.
[0111] Figur 3 zeigt eine seitliche Schnittdarstellung eines erfindungsgemäßen Gargerätesystems
gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel mit teilweise ausgezogenem Auszug 2 eines
Gargeräts 1. In diesem Fall ist ein Näherungssensor 27 im oberen Bereich der Blende
21 des Auszugs 2 angeordnet und in der Längsrichtung X vom Einbaugargerät 1 weg ausgerichtet,
sodass der Bereich unmittelbar vor dem Einbaugargerät 1 auf die Anwesenheit bzw. auf
die Abwesenheit des Benutzers überwacht werden kann. Wird nun die Anwesenheit des
Benutzers in einer unmittelbaren Nähe vor dem Einbaugargerät 1 und dies insbesondere
über einen gewissen Zeitraum von zum Beispiel mehreren Sekunden, woraus auf einen
vor dem Einbaugargerät 1 stehenden Benutzer geschlossen werden kann, erkannt, so kann
auch dies ein selbsttätiges Vorheizen wie zuvor beschrieben auslösen.
[0112] Figur 4 zeigt eine seitliche Schnittdarstellung eines erfindungsgemäßen Gargerätesystems
gemäß einem vierten Ausführungsbeispiel mit teilweise ausgezogenem Auszug 2 eines
Gargeräts 1. In diesem Fall ist eine Bilderfassungseinheit 19 in Form einer Kamera
19 innerhalb des Innenraums 11 des Einbaugargeräts 1 derart an der Decke (nicht bezeichnet)
des Innengehäuses 12 und in der vertikalen Richtung Z nach unten hin ausgerichtet,
sodass sowohl die Durchgangsöffnung 14 des Einbaugargeräts 1 als auch der Bereich
des Auszugsbodens 20 des Auszugs 2, welcher der Aufnahme des Garraums 31 dient, von
der Kamera 19 optisch erfasst werden können.
[0113] Hierdurch kann eine Anwesenheit oder Abwesenheit des Garraums 31 erkannt und beispielsweise
ein Entfernen des Garraums 31 als Anlass verwendet werden, ein Vorheizen wie zuvor
beschrieben selbsttätig zu veranlassen. Auch kann ein Lebensmittel, welches in den
Garraum 31 gegeben wurde, auf diese Art und Weise erkannt und in Reaktion hierauf
ein Vorheizen begonnen werden. Ebenso kann der Vorgang des Entnehmens des Garraums
31 durch die Durchgangsöffnung 14 des Einbaugargerätes 1 hindurch ein Vorheizen auslösen.
[0114] Figur 5 zeigt eine seitliche Schnittdarstellung eines erfindungsgemäßen Gargerätesystems
gemäß einem fünften Ausführungsbeispiel mit teilweise ausgezogenem Auszug 2 eines
Gargeräts 1. An dem Auszugsboden 20, welcher sich in der Horizontalen X, Y erstreckt,
ist eine sich senkrecht hierzu in der vertikalen Richtung Z sowie in der Querrichtung
erstreckende Blende 21 feststehend angeordnet, welche das Einbaugargerät 1 in der
Längsrichtung X nach vorne zu dem Benutzer hin vollständig abdeckt. Die Blende 21
besteht im Wesentlichen aus zwei Elementen, einer Frontblende 28 und einer Vorderwand
29. Die Vorderwand 29 begrenzt bei einem vollständig eingeschobenen Auszug 2 den Innenraum
11 und schließt die Zugangsöffnung 14.
[0115] Die Frontblende 28 ist relativ zu der Vorderwand 29 beweglich. Insbesondere kann
die Frontblende 28 von der Vorderwand 29 und zum Benutzer hin abgeklappt und in eine
Bedienlage gebracht werden. Hierdurch ist es möglich Bedienelemente 39 erreichbar
zu machen, welche in einer Ruhelage der Frontblende 28, in welcher die Frontblende
28 an der Vorderwand 29 anliegt und/oder parallel zu der Vorderwand 29 orientiert
ist, verdeckt sind.
[0116] Bedienelemente können beispielsweise an einer Stirnseite der Frontblende 28 und/oder
an einer der Vorderwand 29 zugewandten Innenfläche der Frontblende 28 und/oder an
einer der Frontblende 28 zugewandten Außenfläche der Vorderwand 29 angeordnet sein.
Insbesondere können Anzeigeelemente an denselben Stellen vorgesehen sein.
Bezugszeichenliste (Bestandteil der Beschreibung)
[0117]
- A
- Auszugsrichtung
- B
- Einschubrichtung
- h
- Höhe des Höhenrastermaßes
- X
- Längsrichtung; Tiefe; Länge
- Z
- vertikale Richtung; Höhe
- X, Y
- Horizontale; horizontale Ebene
- 1
- (Einbau-)Gargerät
- 10
- Außengehäuse; äußeres Gehäuse
- 11
- Innenraum
- 12
- Innengehäuse; inneres Gehäuse
- 13
- Zwischenraum; Gehäuseraum
- 14
- Durchgangsöffnung; Zugangsöffnung
- 15
- erste Heizvorrichtung
- 16
- Strahlungsheizkörper
- 17
- erstes Trennelement; erste Glaskeramik
- 18
- Schließsensor; Taster
- 19
- Bilderfassungseinheit; Kamera
- 2
- Auszug
- 20
- Auszugsboden
- 21
- Blende
- 22
- zweite Heizvorrichtung
- 23
- zweites Trennelement; zweite Glaskeramik
- 24
- Induktionsspule
- 25
- Induktionsgenerator
- 26
- Bilderfassungseinheit; Kamera
- 27
- Näherungssensor
- 28
- Frontblende
- 29
- Vorderwand
- 3
- Gargeschirr; Gargefäß; Gargutträger; Gargutaufnahme
- 30
- Gargeschirrgehäuse; Gargeschirrkörper
- 31
- Garraum
- 32
- Gargeschirrverschluss; Gargeschirrdeckel
- 38
- Steuerungseinheit
- 39
- Bedienelement
1. Gargerätesystem
mit einem Gargerät (1) mit einem Innengehäuse (12) zur Aufnahme wenigstens eines Garraums
(31) und mit wenigstens einer ersten Heizvorrichtung (15), welche ausgebildet ist,
wenigstens den Garraum (31) zu erwärmen, und
mit wenigstens einem Garraum (31), welcher insbesondere von einem Gargeschirr (3)
gebildet wird, und aus dem Gargerät (1) entnehmbar ausgebildet ist,
wobei das Gargerät (1) einen Auszug (2) aufweist, welcher ausgebildet ist, in der
Längsrichtung (X) in einer Auszugsrichtung (A) gegenüber dem Innengehäuse (12) des
Gargeräts (1) zu einem Benutzer hin und in der Längsrichtung (X) in einer entgegengesetzten
Einschubrichtung (B) gegenüber dem Innengehäuse (12) des Gargeräts (1) von einem Benutzer
weg bewegt zu werden,
wobei das Gargerät (1) einen Innenraum (11) des Innengehäuses (12) aufweist, welcher,
vorzugsweise mittels des Auszugs (2), besonders vorzugsweise mittels einer Blende
(21) des Auszugs (2), geöffnet und geschlossen werden kann,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Gargerät (1), vorzugsweise eine Steuerungseinheit (38) des Gargeräts (1), ausgebildet
ist, ein Öffnen und/oder Schließen des Innenraums (11) und/oder eine Bewegung der
Blende (21) durch den Benutzer, vorzugsweise mittels wenigstens eines Schließsensors
(18), zu erkennen und in Reaktion auf das erkannte Öffnen und/oder Schließen des Innenraums
(11) und/oder in Reaktion auf eine Bewegung der Blende (21) durch den Benutzer den
Betrieb der ersten Heizvorrichtung (15) selbsttätig aufzunehmen
und/oder
das Gargerät (1) wenigstens eine Bilderfassungseinheit (26) und/oder wenigstens einen
Näherungssensor (27) aufweist, welche ausgebildet ist, einen dem Benutzer zugewandten
Bereich vor dem Gargerät (1) zumindest abschnittsweise, insbesondere optisch, zu erfassen,
wobei das Gargerät (1), vorzugsweise eine Steuerungseinheit (38) des Gargeräts (1),
ausgebildet ist, den Benutzer und/oder eine Annäherung des Benutzers zu erkennen und
in Reaktion auf den erkannten Benutzer und/oder in Reaktion auf die erkannte Annäherung
den Betrieb der ersten Heizvorrichtung (15) selbsttätig aufzunehmen.
2. Gargerätesystem nach dem vorangehenden Anspruch,
wobei
das Gargerät (1) ein Bedienelement aufweist und
das Gargerät (1), vorzugsweise eine Steuerungseinheit (38) des Gargeräts (1), ausgebildet
ist, den Betrieb der ersten Heizvorrichtung (15) selbsttätig aufzunehmen, ohne das
durch den Benutzer eine Betätigung eines Bedienelements erfolgt ist.
3. Gargerätesystem nach einem der vorangehenden Ansprüche,
wobei
das Gargerät (1) an seiner Blende (21) das Bedienelement aufweist,
wobei die Blende (1) aus einer Vorderwand (29) und einer Frontblende (28) besteht,
welche relativ zu einander beweglich ausgeführt, insbesondere um eine Achse relativ
zueinander drehbar gelagert sind,
wobei die Vorderwand (29) im geschlossenen Zustand des Auszuges den Innenraum (11)
des Innengehäuses (12) begrenzt und/oder verschließt,
wobei die Frontblende (28) in einer Ruhelage an der Vorderwand (29) anliegt und/oder
parallel zu der Vorderwand (29) orientiert ist und die die Frontblende (28) in einer
Bedienlage von der Vorderwand (29) weg, insbesondere auf den Benutzer zu, geschwenkt
ist.
4. Gargerätesystem nach dem vorangehenden Anspruch, wobei
das Bedienelement des Gargerätes (1) in der Bedienlage der Frontblende (28) für den
Benutzer zugänglich ist und in der Ruhelage der Frontblende (28) für den Benutzer
unzugänglich ist.
5. Gargerätesystem nach einem der vorangehenden Ansprüche,
wobei
das Gargerät (1), vorzugsweise eine Steuerungseinheit (38) des Gargeräts (1), ausgebildet
ist, eine Zeitdauer des Betriebs der ersten Heizvorrichtung (15) zu erfassen,
wobei das Gargerät (1) wenigstens eine Bilderfassungseinheit (26) und/oder wenigstens
einen Näherungssensor (27) aufweist, welche ausgebildet ist, einen dem Benutzer zugewandten
Bereich vor dem Gargerät (1) zumindest abschnittsweise optisch zu erfassen, wobei
das Gargerät (1), vorzugsweise eine Steuerungseinheit (38) des Gargeräts (1), ausgebildet
ist, den Benutzer und/oder eine Annäherung des Benutzers zu erkennen und in Reaktion
auf den erkannten Benutzer und/oder in Reaktion auf die erkannte Annäherung innerhalb
einer Zeitspanne nach der selbsttätigen Aufnahme des Betriebes der ersten Heizvorrichtung
(15) den Betrieb der ersten Heizvorrichtung (15) selbsttätig fortzusetzen
und/oder
das Gargerät (1), vorzugsweise eine Steuerungseinheit (38) des Gargeräts (1), ausgebildet
ist, ein Öffnen und/oder Schließen des Innenraums (11) und/oder eine Bewegung der
Blende (21) durch den Benutzer, vorzugsweise mittels wenigstens eines Schließsensors
(18), zu erkennen und in Reaktion auf das erkannte Öffnen und/oder Schließen des Innenraums
(11) innerhalb einer Zeitspanne nach der selbsttätigen Aufnahme des Betriebes der
ersten Heizvorrichtung (15) den Betrieb der ersten Heizvorrichtung (15) selbsttätig
fortzusetzen.
6. Gargerätesystem nach einem der vorangehenden Ansprüche,
wobei
das Gargerät (1), vorzugsweise eine Steuerungseinheit (38) des Gargeräts (1), ausgebildet
ist, eine Zeitdauer des Betriebs der ersten Heizvorrichtung (15) zu erfassen und bei
Erreichen einer vorbestimmten, vorzugsweise von einer gewünschten Temperatur abhängigen,
Zeitdauer den Benutzer auf einen vorgeheizten Zustand der ersten Heizvorrichtung (15)
hinzuweisen
und/oder
das Gargerät (1), vorzugsweise eine Steuerungseinheit (38) des Gargeräts (1), ausgebildet
ist, eine Temperatur des Garraums (31) zu erfassen und bei Erreichen einer vorbestimmten
Temperatur den Benutzer auf einen vorgeheizten Zustand der ersten Heizvorrichtung
(15) hinzuweisen.
7. Gargerätesystem einem der vorangehenden Ansprüche, wobei
das Gargerät (1), vorzugsweise eine Steuerungseinheit (38) des Gargeräts (1), ausgebildet
ist, einen Zugriff des Benutzers auf einen Innenraum (11) des Innengehäuses (12) zu
blockieren und den Zugriff des Benutzers auf den Innenraum (11) des Innengehäuses
(12) erst bei Erreichen des vorgeheizten Zustands der ersten Heizvorrichtung (15)
freizugeben.
8. Gargerätesystem nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die erste Heizvorrichtung (15) in der vertikalen Richtung (Z) oberhalb des Innenraumes
(11) angeordnet und ausgebildet ist, wenigstens den Garraum (31) von oben zu erwärmen
und/oder
die erste Heizvorrichtung (15) eine Strahlungsvorrichtung, vorzugsweise mit wenigstens
einem Strahlungsheizkörper mit Heizband (16), ist.
9. Gargerätesystem nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei
das Gargerät (1) wenigstens ein erstes Trennelement (17), vorzugweise als erste Glaskeramik,
aufweist, welches zwischen der ersten Heizvorrichtung (15) und dem Innenraum (11)
des Innengehäuses (12) angeordnet ist, wobei das erste Trennelement (17) ausgebildet
ist, die Heizvorrichtung (15) gegenüber dem Innenraum (11) des Innengehäuses (12)
abzutrennen.
10. Gargerätesystem nach einem der vorangehenden Ansprüche,
wobei
das Gargerät (1) wengstens ein zweites Trennelement (23), vorzugweise als zweite Glaskeramik
ausgeführt, welches ausgebildet ist, wenigstens den Garraum (31) aufzunehmen,
wobei in der vertikalen Richtung (Z) unterhalb des zweiten Trennelements (23) wenigstens
eine zweite Heizvorrichtung (22) angeordnet und ausgebildet ist, wenigstens den Garraum
(31) von unten zu erwärmen.
11. Gargerätesystem nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei
der Garraum (31), vorzugsweise und das zweite Trennelement (23), mit dem Auszug (2),
vorzugsweise auf einem Auszugsboden (20) des Auszugs (2), mitbeweglich sind.
12. Gargerätesystem nach einem der vorangehenden Ansprüche,
wobei
der Auszug (2), vorzugsweise ein Auszugsboden (20) des Auszugs (2), die zweite Heizvorrichtung
(22) aufweist
und/oder
das Innengehäuse (12) die zweite Heizvorrichtung (22) aufweist.
13. Gargerätesystem nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei
das Gargerät (1) als Einbaugargerät (1) ausgebildet ist, welches in der vertikalen
Richtung (Z) ein Höhenrastermaß mit einer Höhe (h) einer Einbauschublade aufweist,
welches maximal zwei Drittel, vorzugsweise weniger als die Hälfte einer Breite eines
Breitenrastermaßes entspricht.
14. Verfahren zum Betrieb eines Gargerätesystems, wobei das Gargerätesystem nach einem
der vorangehenden Ansprüche ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass
Ansprechend auf eine Bewegung der Blende (21) durch den Benutzer, welche vor einer
Betätigung eines Bedienelements (39) durch den Benutzer erfolgt, insbesondere vor
einer Betätigung des Bedienelements (39) zum Einschalten des Gerätes (1) durch den
Benutzer, die Steuerungseinheit (38) den Betrieb der ersten Heizvorrichtung (15) und/oder
der zweiten Heizeinrichtung (22) aufnimmt.
15. Verfahren zum Betrieb eines Gargerätesystems nach dem vorangehenden Anspruch, wobei
der Betrieb der ersten Heizvorrichtung (15) und/oder der zweiten Heizeinrichtung (22)
aufrechterhalten wird, wenn innerhalb einer vorgegebenen Betriebsdauer der ersten
Heizvorrichtung (15) und/oder der zweiten Heizeinrichtung (22) eine Betätigung eines
Bedienelements (39) durch den Benutzer, insbesondere eine Betätigung des Bedienelements
(39) zum Einschalten des Gerätes (1) durch den Benutzer, erfolgt.