[0001] Die Erfindung betrifft eine Beleuchtungsvorrichtung für Fahrzeuge mit einem Gehäuse,
in dem eine Lichtquelle und eine Optikeinheit zur Erzeugung einer vorgegebenen Lichtverteilung
angeordnet sind, mit einer Abschlussscheibe, die eine Öffnung des Gehäuses verschließt
und durch die Licht von einem Innenraum des Gehäuses in eine Umgebung hindurchtritt,
mit Mittel zur Enttauung und/oder Enteisung der Abschlussscheibe.
[0002] Aus der
DE 10 2014 110 841 A1 ist eine Beleuchtungsvorrichtung für Fahrzeuge bekannt, die ein Gehäuse aufweist,
in dem eine Lichtquelle und eine Optikeinheit zur Erzeugung einer vorgegebenen Lichtverteilung
angeordnet sind. Eine in Lichtabstrahlung der Beleuchtungsvorrichtung vorne angeordnete
Öffnung ist durch eine transparente Abschlussscheibe verschlossen. Als Mittel zur
Enttauung und/oder Enteisung der Abschlussscheibe ist eine Infrarotstrahlungsquelle
vorgesehen, die an einer Rückseite eines Reflektors der Optikeinheit angeordnet ist.
Nachteilig an der bekannten Beleuchtungsvorrichtung ist, dass hierfür ein weiterer
Verbraucher und eine Steuerelektronik erforderlich sind. Weitere Beleuchtungsvorrichtungen
für Fahrzeuge mit Mitteln zur Enttauung und/oder Enteisung der Abschlussscheibe sind
aus
DE 39 36 374 A1 und
JP 2006 331650 A bekannt.
[0003] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Beleuchtungsvorrichtung für
Fahrzeuge derart weiterzubilden, dass bauraumsparend und kostengünstig Mittel zur
Enttauung und/oder Enteisung vorgesehen sind.
[0004] Zur Lösung dieser Aufgabe ist die Erfindung in Verbindung mit dem Oberbegriff des
Patentanspruchs 1 dadurch gekennzeichnet, dass die Abschlussscheibe ein temperaturabhängiges
Lichtabsorptionsmittel aufweist, mittels dessen Licht temperaturabhängig in Wärme
umgesetzt wird.
[0005] Nach der Erfindung ist ein temperarturabhängiges Lichtabsorptionsmittel in einer
Abschlussscheibe integriert, so dass bei niedrigen Temperaturen auf die von der Optikeinheit
in die Abschlussscheibe eingebrachte Lichtenergie umgewandelt wird in Wärmeenergie.
Diese Wärmeenergie bewirkt bei niedrigen Temperaturen das Enteisen bzw. Enttauen der
Abschlussscheibe. Vorteilhaft kann hierdurch der Bauraum wesentlich reduziert werden,
da das Lichtabsorptionsmittel unmittelbar an der Abschlussscheibe und/oder innerhalb
der Abschlussscheibe angeordnet ist. Vorteilhaft ist keine Ansteuerung des Lichtabsorptionsmittels
erforderlich. Ferner ist das Lichtabsorptionsmittel transparent, so dass das Erscheinungsbild
der Beleuchtungsvorrichtung nicht verändert wird. Grundgedanke der Erfindung ist es,
die bei Betrieb der Beleuchtungsvorrichtung auf die Abschlussscheibe treffende Lichtstrahlung
so einzuwirken, dass ein kleiner Teil der Lichtenergie in Wärmeenergie umgewandelt
wird zum Enttauen bzw. Enteisen der Abschlussscheibe und ein großer Lichtenergieanteil
durchgelassen wird zur Lichtabstrahlung. Vorteilhaft ermöglicht die Erfindung eine
selbsttätige Umwandlung von einem Teil der von der Lichtquelle bereitgestellten Lichtenergie
in Wärmeenergie zur Enttauung bzw. Enteisung der Abschlussscheibe.
[0006] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist das Lichtabsorptionsmittel derart ausgebildet,
dass bei Überschreiten einer Grenztemperatur ein Absorptionsgrad des Lichtabsorptionsmittels
bei Null oder nahe Null liegt. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass oberhalb einer
bestimmten Temperatur der volle Lichtstrom zur Erzeugung der Lichtverteilung zur Verfügung
steht. Unterhalb der Grenztemperatur bzw. eines Grenztemperaturbereiches trifft ein
verminderter Lichtstrom aus der Abschlussscheibe in Lichtabstrahlrichtung aus, die
bzw. der allerdings so groß gewählt ist, dass die Mindesterfordernisse hinsichtlich
der Beleuchtungsstärke gewährleistet sind. Bei einer Temperatur unterhalb der Grenztemperatur
wird nicht ein maximaler Lichtstrom, sondern ein zu demselben verringerter Lichtstrom
abgestrahlt.
[0007] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist das Lichtabsorptionsmittel derart ausgebildet,
dass bei Vorliegen einer Temperatur der Abschlussscheibe unterhalb der Grenztemperatur
der Absorptionsgrad im Bereich von 20 % bis 80 %, vorzugsweise 30 % bis 70 %, des
maximalen Lichtstroms liegt. Dies bedeutet, dass 20 % bis 80 % bzw. 30 % bis 70 %,
insbesondere 50 %, des maximalen Lichtstroms in Wärmeenergie umgewandelt wird. Nach
Enteisung bzw. Enttauung der Abschlussscheibe und damit
[0008] Anstieg der Temperatur der Abschlussscheibe verringert sich der Absorptionsgrad selbsttätig
gegen Null, und zwar bei Überschreiten der Grenztemperatur, so dass der maximale Lichtstrom
abgegeben werden kann.
[0009] Nach einer Weiterbildung der Erfindung liegt die Grenztemperatur im Bereich zwischen
0° C bis 6° C. Vorzugsweise liegt die Grenztemperatur bei 4° C. Auf diese Wiese ist
ein sicheres Enteisen der Abschlussscheibe gewährleistet.
[0010] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist eine Lichtquelle mit einer solchen Lichtstärke
gewählt, dass bei einer Temperatur der Abschlussscheibe unterhalb der Grenztemperatur
bzw. in einem Betriebstemperaturbereich des Fahrzeugs ein Mindestlichtstrom durch
die Abschlussscheibe austritt. Vorteilhaft werden hierdurch die gesetzlichen Anforderungen
erfüllt.
[0011] Nach einer Weiterbildung der Erfindung weist die Abschlussscheibe zumindest teilweise
eine thermochrome Schicht und/oder eine thermochrome Beimischung auf. Beispielsweise
kann die thermochrome Schicht als eine Folie aufgebracht sein, die vorzugsweise auf
einer Innenseite der Abschlussscheibe anliegt. Die thermochrome Schicht bzw. die thermochrome
Beimischung kann Leukofarbstoffe aufweisen, wobei ein Dunklerwerden der Abschlussscheibe
bei niedrigen Temperaturen in Kauf genommen wird.
[0012] Zur Lösung der Aufgabe ist die Erfindung in Verbindung mit dem Oberbegriff des Patentanspruchs
11 dadurch gekennzeichnet, dass die Abschlussscheibe ein temperaturabhängiges Wellenlängenverschiebemittel
aufweist, mittels dessen spektrale Anteile des Lichtes temperaturabhängig teilweise
oder vollständig in einen infraroten Wellenlängenbereich verschoben wird.
[0013] Nach einer alternativen Lösung der Erfindung kann die Abschlussscheibe ein temperaturabhängiges
Wellenlängenverschiebemittel aufweisen, mittels derer spektrale Anteile des durch
die Abschlussscheibe tretenden Lichtes in einen infraroten Wellenlängenbereich verschoben
wird. Die hierdurch entstehende Wärme wird zum Enttauen bzw. Enteisen der Abschlussscheibe
genutzt.
[0014] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnungen näher
erläutert.
[0015] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung einer Beleuchtungsvorrichtung bei einer Temperatur einer
Abschlussscheibe oberhalb einer Grenztemperatur,
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung der Beleuchtungsvorrichtung bei einer Temperatur der
Abschlussscheibe unterhalb der Grenztemperatur und
- Fig. 3
- ein Verlauf eines Absorptionsgrades eines Lichtabsorptionsmittels über die Temperatur.
[0016] Eine Beleuchtungsvorrichtung für Fahrzeuge ist vorzugsweise als Scheinwerfer ausgebildet,
der in einem Bugbereich des Fahrzeugs angeordnet ist.
[0017] Die Beleuchtungsvorrichtung weist ein Gehäuse 1 auf, innerhalb dessen eine Lichtquelle
2 und eine Optikeinheit 3 angeordnet sind. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel besteht
die Lichtquelle 2 aus einer Mehrzahl von LED-Lichtquellen 4, die auf einer Leiterplatte
5 angeordnet sind. Die Optikeinheit 3 weist eine Primäroptik 6 und eine in Hauptabstrahlrichtung
H vor der Primäroptik 6 angeordnete Sekundäroptik 7 auf, mittels derer der von der
Lichtquelle 2 erfasste Lichtstrom 8 in Richtung einer eine vordere Öffnung des Gehäuses
1 abdeckenden Abschlussscheibe 9 weitergeleitet wird. Die Sekundäroptik 7 ist als
eine Linse ausgebildet, die das auf der der Lichtquelle 2 zugewandten Seite eintretende
Licht entsprechend einer vorgegebenen Lichtverteilung, beispielsweise Abblendlichtverteilung,
abbildet.
[0018] Die Abschlussscheibe 9 ist mit einem temperaturabhängigen Lichtabsorptionsmittel
10 versehen, so dass temperaturabhängig der auf die Abschlussscheibe 9 treffende Lichtstrom
8 teilweise umgewandelt wird in Wärmeenergie. Die Wärmeenergie heizt die Abschlussscheibe
9 auf, so dass die Abschlussscheibe 9 enttaut bzw. enteist werden kann. Das Lichtabsorptionsmittel
10 dient somit als Mittel zur Enttauung und/oder Enteisung der Abschlussscheibe 9.
[0019] Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist das Lichtabsorptionsmittel als eine thermochrome
Schicht 10 ausgebildet, die auf einer Innenseite (Flachseite) der Abschlussscheibe
9 aufgebracht ist. Die Innenseite der Abschlussscheibe 9 ist auf einer der Optikeinheit
3 zugewandten Flachseite der Abschlussscheibe 9 angeordnet.
[0020] Vorzugsweise ist die thermochrome Schicht als eine Folie ausgebildet, die auf einem
Basismaterial 11 der Abschlussscheibe 9 aufgebracht ist. Das Basismaterial 11 kann
aus einem transparenten Kunststoffmaterial bestehen, der herkömmlicherweise für Abschlussscheiben
9 genutzt wird.
[0021] Im vorliegenden Ausführungsbeispiel weist die thermochrome Schicht 10 Leukofarbstoffe
auf, die zu einer Verdunkelung der Abschlussscheibe 9 unterhalb einer Grenztemperatur
T
G führen. Die Verdunkelung der Abschlussscheibe 9 bewirkt eine teilweise Umwandlung
der von der Lichtquelle 2 bereitgestellten Lichtenergie in Wärmeenergie, so dass die
Abschlussscheibe 9 aufgewärmt wird.
[0022] Nach einer alternativen Ausführungsform der Erfindung kann das Basismaterial 11 der
Abschlussscheibe 9 auch nur teilweise an der der Optikeinheit 3 zugewandten Innenseite
mit dem Lichtabsorptionsmittel 10 versehen sein. Beispielsweise kann das Lichtabsorptionsmittel
10 segmentiert auf der Innenseite der Abschlussscheibe 9 aufgebracht sein, wobei die
Lichtabsorptionssegmente vorzugsweise gleich verteilt über die Fläche des Basismaterials
11 angeordnet sind. Hierdurch ist gewährleistet, dass eine über die Fläche der Abschlussscheibe
9 gleichmäßige Aufwärmung derselben erfolgt.
[0023] Die Lichtabsorptionssegmente können streifenförmig oder rechteckförmig oder ovalförmig
ausgebildet sein.
[0024] Nach einer weiteren nicht dargestellten alternativen Ausführungsform der Erfindung
kann das Lichtabsorptionsmittel 10 auch als thermochrome Beimischung innerhalb des
Basismaterials 11 ausgebildet sein. Bei dieser Ausführungsform erfolgt keine nachträgliche
Aufbringung des Lichtabsorptionsmittels. Stattdessen wird das Lichtabsorptionsmittel
während der Herstellung der Abschlussscheibe 9 in das Material der Abschlussscheibe
9 eingebracht, beispielsweise als Farbpigmente.
[0025] Aus Figur 3 ist die Temperaturabhängigkeit des Lichtabsorptionsmittels 10 ersichtlich.
Oberhalb einer Grenztemperatur T
G ist ein Absorptionsgrad A des Lichtabsorptionsmittels 10 Null oder in der Nähe von
Null. Es wird somit oberhalb dieser Grenztemperatur T
G kein in die Abschlussscheibe 9 eintretender Lichtstrom 8 absorbiert. Der Transmissionsgrad
des Lichtes beträgt quasi 100 %, so dass im Wesentlichen der eintretende Lichtstrom
8 einem aus der Abschlussscheibe 9 austretenden Lichtstrom 8 entspricht. Der Lichtstrom
8 wird somit durch die Abschlussscheibe 9 nicht beeinflusst, s. Figur 1.
[0026] Befindet sich eine Temperatur T der Abschlussscheibe 9 unterhalb der Grenztemperatur
T
G, wird nach Einschalten der Lichtquelle 2 das Lichtabsorptionsmittel 10 aktiviert,
wobei entsprechend einer Absorptionskennlinie K in Figur 3 ein Teil des in die Abschlussscheibe
9 eintretenden Lichtstroms 8 absorbiert und in Wärmeenergie umgewandelt wird. Bei
einer angenommenen Temperatur T von 1 ° C ist der Absorptionsgrad 50 %, so dass lediglich
ein Lichtstrom 8' von der Abschlussscheibe 9 hindurchgelassen wird, der 50 % des Lichtstroms
8 des eintretenden Lichtstroms 8 entspricht.
[0027] Wie aus Figur 3 zu entnehmen ist, steigt der Absorptionsgrad A mit einer Verringerung
der Temperatur T ausgehend von der Grenztemperatur T
G linear an. Die Steilheit der Absorptionskennlinie K ist abhängig von der "Dotierung"
des Lichtabsorptionsmittels 10 an der Abschlussscheibe 9. Je größer die Konzentration
des Lichtabsorptionsmittels 10 an oder in der Abschlussscheibe 9 ist, desto steiler
steigt die Absorptionskennlinie K an.
[0028] Im vorliegenden Ausführungsbeispiel beträgt die Grenztemperatur T
G 4° C. Nach einer alternativen Ausführungsform kann die Grenztemperatur T
G auch variiert werden. Vorzugsweise liegt die Grenztemperatur T
G in einem Bereich zwischen 0° C und 6° C. Ein Aktivierungsbereich 12, in dem das Lichtabsorptionsmittel
10 seine Wirkung entfaltet, liegt somit in einem Bereich unterhalb der Grenztemperatur
T
G, vorzugsweise in einem Temperaturbereich zwischen -2° C und 6° C. Bei weiterer Reduzierung
der Temperatur T läuft das Lichtabsorptionsmittel 10 in eine Sättigung.
[0029] Es versteht sich, dass die Lichtstärke der Lichtquelle 2 derart gewählt ist, dass
auch bei niedriger Temperatur T unterhalb der Grenztemperatur T
G, also im Aktivierungstemperaturbereich 12 des Lichtabsorptionsmittels 10, der durch
die Abschlussscheibe 9 transmittierende Lichtstrom 8' so groß ist, dass die gesetzlichen
Mindestanforderungen hinsichtlich eines Mindestlichtstroms erfüllt sind.
[0030] Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung kann die Abschlussscheibe 9 mit
einem temperaturabhängigen Wellenlängenverschiebemittel versehen sein, wobei spektrale
Anteile des Lichtes temperaturabhängig teilweise und/oder vollständig in einen infraroten
Wellenlängenbereich verschoben werden. Statt einer Lichtabsorption erfolgt hierbei
eine Verschiebung der spektralen Farbanteile des Lichtes in Richtung des infraroten
Wellenlängenbereiches, so dass ein Teil des Lichtstromes für die Erwärmung der Abschlussscheibe
9 genutzt werden kann. Hier gilt hinsichtlich der gesetzlichen Anforderungen eine
an einen Mindestlichtstrom dasselbe wie bei dem vorhergenannten Ausführungsbeispiel.
[0031] Alternativ oder zusätzlich kann das Lichtabsorptionsmittel 10 auch auf einer Außenseite
13 (Flachseite) des Basismaterials 11 bzw. der Abschlussscheibe 9 angeordnet sein.
Bezugszeichenliste
[0032]
- 1
- Gehäuse
- 2
- Lichtquelle
- 3
- Optikeinheit
- 4
- LED-Lichtquelle
- 5
- Leiterplatte
- 6
- Primäroptik
- 7
- Sekundäroptik
- 8,8'
- Lichtstrom
- 9
- Abschlussscheibe
- 10
- Lichtabsorptionsmittel
- 11
- Basismaterial
- 12
- Aktivierungsbereich
- 13
- Außenseite
- H
- Hauptabstrahlrichtung
- TG
- Grenztemperatur
- TB
- Grenztemperaturbereich
- T,T1
- Temperatur
- A
- Absorptionsgrad
- K
- Absorptionskennlinie
1. Beleuchtungsvorrichtung für Fahrzeuge
- mit einem Gehäuse (1), in dem eine Lichtquelle (2) und eine Optikeinheit (3) zur
Erzeugung einer vorgegebenen Lichtverteilung angeordnet sind,
- mit einer Abschlussscheibe (9), die eine Öffnung des Gehäuses (1) verschließt und
durch die Licht (8, 8') von einem Innenraum des Gehäuses (1) in eine Umgebung hindurchtritt,
- mit Mittel (10) zur Enttauung und/oder Enteisung der Abschlussscheibe (9),
dadurch gekennzeichnet, dass die Abschlussscheibe (9) ein temperaturabhängiges Lichtabsorptionsmittel (10) aufweist,
mittels dessen Licht (8, 8') temperaturabhängig in Wärme umgesetzt wird, und als Mittel
zur Enttauung und/oder Enteisung der Abschlussscheibe (9) dient.
2. Beleuchtungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Lichtabsorptionsmittel (10) derart ausgebildet ist, dass bei Überschreiten einer
Grenztemperatur (TG) ein Lichtabsorptionsgrad (A) bei Null oder nahe Null liegt.
3. Beleuchtungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Lichtabsorptionsmittel (10) derart ausgebildet ist, dass bei Vorliegen einer
Temperatur (T) der Abschlussscheibe (9) unterhalb der Grenztemperatur (TG) der Lichtabsorptionsgrad (A) sich mit verringerter Temperatur (T) betragsmäßig vergrößert.
4. Beleuchtungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Lichtabsorptionsmittel (10) derart ausgebildet ist, dass ein Verlauf (K) des
Absorptionsgrades (A) von einer Temperatur (T) unterhalb von 0° C in Richtung der
Grenztemperatur (TG) eine negative Steigung aufweist.
5. Beleuchtungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Verlauf (K) des Absorptionsgrades (A) mit ansteigender Temperatur (T) in Richtung
der Grenztemperatur (TG) linear abnimmt.
6. Beleuchtungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Grenztemperatur (TG) in einem Bereich zwischen -2° C und 6° C liegt.
7. Beleuchtungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Grenztemperatur (TG) 4° C beträgt.
8. Beleuchtungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass eine Lichtstärke der Lichtquelle (2) derart gewählt ist, dass bei einer Temperatur
(T) der Abschlussscheibe (9) unterhalb der Grenztemperatur (TG) ein Mindestlichtstrom durch die Abschlussscheibe (9) in die Umgebung austritt.
9. Beleuchtungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Lichtabsorptionsmittel (10) als eine thermochrome Schicht (10) ausgebildet ist,
die auf einer Flachseite der Abschlussscheibe (9) aufgebracht ist, und/oder dass die
das Lichtabsorptionsmittel (10) als eine thermochrome Beimischung ausgebildet ist,
die dem Material der Abschlussscheibe (9) zugefügt ist.
10. Beleuchtungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die thermochrome Schicht (10) innenseitig der Abschlussscheibe (9) angeordnet ist.
11. Beleuchtungsvorrichtung für Fahrzeuge
- mit einem Gehäuse (1), in dem eine Lichtquelle (2) und eine Optikeinheit (3) zur
Erzeugung einer vorgegebenen Lichtverteilung angeordnet sind,
- mit einer Abschlussscheibe (9), die eine Öffnung des Gehäuses (1) verschließt und
durch die Licht von einem Innenraum des Gehäuses (1) in eine Umgebung hindurchtritt,
- mit Mittel (10) zur Enttauung und/oder Enteisung der Abschlussscheibe (9),
dadurch gekennzeichnet, dass die Abschlussscheibe (9) ein temperaturabhängiges Wellenlängenverschiebemittel aufweist,
mittels dessen spektrale Anteile des Lichtes temperaturabhängig teilweise oder vollständig
in einen infraroten Wellenlängenbereich verschoben wird, und als Mittel zur Enttauung
und/oder Enteisung der Abschlussscheibe (9) dient.
1. Illumination device for vehicles
- with a housing (1) in which a light source (2) and a lens unit (3) are arranged
to create a specified light distribution,
- with a cover lens (9) that closes an aperture in the housing (1) and through which
light (8, 8') passes from an interior space of the housing (1) into surroundings,
- with a means (10) of defogging and/or de-icing the cover lens (9),
characterized in that the cover lens (9) features a temperature-dependent means of light absorption (10),
by means of which, depending on temperature, light (8, 8') is transformed into heat
and acts as a means of defogging and/or de-icing the cover lens (9).
2. Illumination device in accordance with Claim 1, characterized in that the means of light absorption (10) is designed in such a way that, when a limit temperature
(TG) is exceeded, a degree of light absorption (A) is zero or close to zero.
3. Illumination device in accordance with Claim 1 or 2, characterized in that the means of light absorption (10) is designed in such a way that when the cover
lens (9) reaches a temperature (T) below the limit temperature (TG), the degree of light absorption (A) increases at lower temperatures (T) in absolute
terms.
4. Illumination device in accordance with one of Claims 1 through 3, characterized in that the means of light absorption (10) is designed in such a way that a course (K) of
the degree of light absorption (A) from a temperature (T) below 0 °C in the direction
of the limit temperature (TG) features a negative gradient.
5. Illumination device in accordance with one of Claims 1 through 4, characterized in that the course (K) of the degree of absorption (A) decreases with increasing temperature
(T) linearly in the direction of the limit temperature (TG).
6. Illumination device in accordance with one of Claims 1 through 5, characterized in that the limit temperature (TG) is in a range of between -2 °C and 6 °C.
7. Illumination device in accordance with one of Claims 1 through 6, characterized in that the limit temperature (TG) is 4 °C.
8. Illumination device in accordance with one of Claims 1 through 7, characterized in that the luminous intensity of the light source (2) is chosen such that at a temperature
(T) of the cover lens (9) below the limit temperature (T) a minimum luminous flux
is emitted through the cover lens (9) into the surroundings.
9. Illumination device in accordance with one of Claims 1 through 8, characterized in that the means of light absorption (10) takes the form of a thermochromic layer (10) that
is applied to a flat side of the cover lens (9) and/or in that the means of light absorption (10) takes the form of a thermochromic additive that
is added to the material of the cover lens (9).
10. Illumination device in accordance with one of Claims 1 through 9, characterized in that the thermochromic layer (10) is arranged on the inside of the cover lens (9).
11. Illumination device for vehicles
- with a housing (1) in which a light source (2) and a lens unit (3) are arranged
to create a specified light distribution,
- with a cover lens (9) that closes an aperture in the housing (1) and through which
light passes from an interior space of the housing (1) into surroundings,
- with a means (10) of defogging and/or de-icing the cover lens (9),
characterized in that the cover lens (9) features a temperature-dependent means of shifting wavelengths,
by means of which spectral portions of the light are shifted, depending on temperature,
partially or completely into an infrared wavelength range, and act as means of defogging
and/or de-icing the cover lens (9).
1. Dispositif d'éclairage pour véhicules
- avec un boîtier (1) dans lequel sont disposées une source de lumière (2) et une
unité optique (3) pour générer une répartition de lumière prédéfinie,
- avec une glace (9) qui ferme une ouverture du boîtier (1) et à travers laquelle
la lumière (8, 8') passe d'un espace intérieur du boîtier (1) dans un environnement,
- avec des moyens (10) pour désembuer et/ou dégivrer la glace (9),
caractérisé en ce que la glace (9) comprend un moyen d'absorption de lumière (10) en fonction de la température,
au moyen duquel la lumière (8, 8') est convertie en chaleur en fonction de la température
et qui sert de moyen pour désembuer et/ou dégivrer la glace (9).
2. Dispositif d'éclairage selon la revendication 1, caractérisé en ce que le moyen d'absorption de lumière (10) est configuré de telle sorte qu'en cas de dépassement
d'une température limite (TG), un taux d'absorption de lumière (A) est nul ou proche de zéro.
3. Dispositif d'éclairage selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le moyen d'absorption de lumière (10) est configuré de telle sorte que, en présence
d'une température (T) de la glace (9) inférieure à la température limite (TG), le taux d'absorption de lumière (A) augmente avec la diminution de la température
(T).
4. Dispositif d'éclairage selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le moyen d'absorption de lumière (10) est configuré de telle sorte qu'une courbe
(K) du taux d'absorption (A) depuis une température (T) inférieure à 0° C en direction
de la température limite (TG) présente une pente négative.
5. Dispositif d'éclairage selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la courbe (K) du taux d'absorption (A) décroît linéairement avec l'augmentation de
la température (T) en direction de la température limite (TG).
6. Dispositif d'éclairage selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que la température limite (TG) est comprise dans une plage allant de -2° C à 6° C.
7. Dispositif d'éclairage selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que la température limite (TG) est de 4° C.
8. Dispositif d'éclairage selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce qu'une intensité lumineuse de la source de lumière (2) est choisie de manière à ce que,
lorsque la température (T) de la glace (9) est inférieure à la température limite
(TG), un flux lumineux minimal s'échappe dans l'environnement à travers la glace (9).
9. Dispositif d'éclairage selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que le moyen d'absorption de lumière (10) se présente sous la forme d'une couche thermochrome
(10) appliquée sur une face plane de la glace (9) et/ou en ce que le moyen d'absorption de lumière (10) se présente sous la forme d'un mélange thermochrome
ajouté au matériau de la glace (9).
10. Dispositif d'éclairage selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que la couche thermochrome (10) est posée sur la face intérieure de la glace (9).
11. Dispositif d'éclairage pour véhicules
- avec un boîtier (1) dans lequel sont disposées une source de lumière (2) et une
unité optique (3) pour générer une répartition de lumière prédéfinie,
- avec une glace (9) qui ferme une ouverture du boîtier (1) et à travers laquelle
la lumière passe d'un espace intérieur du boîtier (1) dans un environnement,
- avec des moyens (10) pour désembuer et/ou dégivrer la glace (9),
caractérisé en ce que la glace (9) comprend un moyen de décalage de longueur d'onde en fonction de la température,
au moyen duquel des parties spectrales de la lumière sont partiellement ou totalement
décalées dans une plage de longueurs d'onde infrarouge en fonction de la température
et qui sert de moyen pour désembuer et/ou dégivrer la glace (9).