[0001] Die Erfindung richtet sich auf ein Sichtrad für einen Zentrifugalkraft-Windsichter
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 und ein Verfahren zur Trennung von in einem Sichtfluid
dispergierten Sichtgut in eine Fein- und eine Grobfraktion nach dem Oberbegriff des
Anspruchs 10.
[0002] Windsichter dienen dazu ein in einem Fluid dispergiertes Sichtgut in eine Fein- und
eine Grobfraktion zu trennen. Die Trennwirkung eines Sichtrades beruht darauf, dass
die Schleppkraft des Fluids und die Fliehkraft in den Strömungskanälen zwischen den
Sichtradschaufeln eines Sichtrades, des sogenannten Abweiserades in einander entgegengesetzten
Richtungen auf die einzelnen Partikel des Feststoffes einwirken. Bei kleinen Partikeln
überwiegt die Schleppkraft, so dass sie vom Fluid mitgenommen und als Feingut ausgetragen
werden. Bei großen Partikeln überwiegt die Fliehkraft, so dass sie entgegen der Fluidströmung
aus dem Abweiserad geschleudert werden. Die Partikelgröße, für die Fliehkraft und
Schleppkraft im Gleichgewicht sind, die also mit gleicher Wahrscheinlichkeit in das
Feingut oder das Grobgut gelangt, wird als Trennkorngröße oder Trenngrenze bezeichnet.
[0003] Die Anforderungen an die Sichtung von Schüttgütern werden immer höher. Es werden
immer größere Mengen an Schüttgut gesichtet. Auch an das Ergebnis der Sichtung werden
immer höhere Anforderungen gestellt. Die Sichtung soll nicht nur wirtschaftlich sein,
auch die Trennschärfe und das Ausbringen sollen hoch sein. Zudem werden die Anforderungen
an die Sichter hinsichtlich der erreichbaren Feinheiten immer höher.
[0004] Zentrifugalkraft-Windsichter mit Abweiserad sind eine der bevorzugten Sichter zur
Erzeugung von sehr feinen Sichtgütern unter verhältnismäßig geringem Energieaufwand.
Für eine scharfe Trennung des Sichtgutes in Feingut und Grobgut ist es erforderlich,
dass in allen Strömungskanälen des Abweiserades eine gleichmäßige Durchströmung mit
gleicher mittlerer Radialgeschwindigkeit des Fluids erfolgt.
[0005] Selbst bei optimaler Ausbildung des Fluidzulaufes ist es jedoch nicht zu vermeiden,
dass sich wegen turbulenter Strömungsverhältnisse und vor allem bei einem Abweiserad
mit relativ großer axialer Erstreckung nur eine ungleichmäßige Durchströmung der Kanäle
zwischen den Schaufeln einstellt. Die Folge ist eine unscharfe Trennung und ein geringerer
Durchsatz gegenüber dem bei gleichmäßiger Durchströmung möglichen Wert.
[0006] Es ist bekannt, wie in
DE 198 40 344 A2 (
EP 0983802 A2) offenbart, Einbauten im radial äußerer Bereich der Sichtradkanäle vorzusehen, um
unerwünschte und unkontrollierte Wirbelbildungen in den Strömungskanälen zwischen
den Sichtradschaufeln zu verhindern. Gleichzeitig sollen die Einbauten im radial äußeren
Bereich der Sichtradkanäle eine kontrollierte Wirbelbildung zur Erzeugung einer Sichtzone
im äußeren Bereich zwischen den Sichtradschaufeln schaffen. Dies ist im Patent
DE 198 40 344 A2 durch einen Strömungsbrecher in Form von Einbauten in den Strömungskanälen gelöst,
an dem sich die Sichtwirbel ablösen.
[0007] Es hat sich jedoch gezeigt, dass die im Patent
DE 198 40 344 A2 offenbarten Einbauten zu einer unerwünschten und unkontrollierten Wirbelbildung im
radial inneren Bereich der Sichtradkanäle führen, welche sich über die gesamte radiale
Ausdehnung der Sichtradschaufeln innerhalb der äußeren Einbauten in den Strömungskanälen
ausbilden. Diese unerwünschten Wirbel beeinflussen das Sichtverhalten nachteilig.
Diese unerwünschten Wirbel im radial inneren Bereich sind von der Drehrichtung her
entgegengesetzt zu denen, durch die Einbauten erwünschten Wirbeln orientiert. In Abhängigkeit
der gewählten Betriebsbedingungen sind die unerwünschten Wirbel unterschiedlich stark
ausgeprägt. Unter Umständen können diese Wirbel so stark sein, dass sie aus dem Inneren
des Sichtrades partikelbeladenes Fluid wieder in die Strömungskanäle zwischen den
Sichtradschaufeln hineinsaugen. Durch dieses heraussaugen des Feinguts aus dem Inneren
des Sichtrads entstehen instabile Strömungszustände bei der Sichtung, die das Erreichen
höherer Feinheiten verhindern. Dieses Ausströmen tritt je nach den gewählten Betriebsbedingungen
bei der Sichtung auf und findet mindestens in einem Strömungskanal zwischen zwei Sichtradschaufeln
statt.
[0008] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde ein Sichtrad und ein Sichtverfahren
zur Verfügung zu stellen, welches instabile Strömungszustände aufgrund der Wirbelbildung
in Strömungskanälen von Sichträdern verhindert.
[0009] Bei einem Sichtrad für einen Zentrifugalkraft-Windsichter und einem Verfahren zur
Trennung von in einem Sichtfluid dispergiertem Sichtgut in eine Fein- und eine Grobfraktion
der eingangs beschriebenen Art wird die Aufgabe erfindungsgemäß durch das Kennzeichen
des Anspruchs 1 und des Anspruchs 10 gelöst.
[0010] Das erfindungsgemäße Sichtrad für einen Zentrifugalkraft-Windsichter ist drehangetrieben
in diesem angeordnet und wird entgegen seiner Schleuderrichtung von außen nach innen
durchströmt. Es weist zwischen zwei Haltescheiben kranzförmig angeordnete Sichtradschaufeln
auf. Die Sichtradschaufeln und die Haltescheiben begrenzen die Strömungskanäle. In
diesen Strömungskanälen sind den Strömungsverlauf beeinflussende Einbauten angeordnet.
[0011] Das erfindungsgemäße Sichtrad weist in seinen Strömungskanälen, die durch die Sichtradschaufeln
begrenzt sind, zusätzlich Einbauten in der Nähe der Auslassseite der Strömungskanäle
auf, d.h. zur Drehachse des Sichtrades hin. Diese Einbauten führen dazu, dass die
einzelnen Strömungskanäle mit gleicher bzw. zumindest ähnlicher Fluidmenge durchströmt
werden.
[0012] Diese Einbauten verhindern, dass Feingut aus der Sichtradmitte zurück in den Sichtraum
außerhalb des Sichtrades fließt, wodurch eine Stabilisierung der Sichtraddurchströmung
erreicht wird. Die Einbauten sind innerhalb der inneren zwei Drittel (2/3) des Sichtradradius
in den Strömungskanälen angeordnet.
[0013] Strömungssimulationen von Abweiserädern mit Einbauten im äußeren Drittel der Strömungskanäle
zeigen, dass sich in den Strömungskanälen des Sichtrads zusätzlich zu dem Sichtwirbel
innerhalb des radial äußeren Drittels des Sichtradradius ein zweiter Wirbel ausbildet.
Dieser zweite Wirbel saugt Material - Feingut - aus der Sichtradmitte heraus. Im Zusammenwirken
mit dem Sichtwirbel kann so Feingut in den Sichtraum um das Sichtrad herum ausgetragen
werden. Dies ist ungewünscht. Die Einbauten in den radial inneren zwei Drittel der
Strömungskanäle, bezogen auf den Sichtradradius verhindern dies, indem der Wirbel
durch die Einbauten radial nach innen begrenzt wird. Dadurch ist der Wirbel nicht
nur innen begrenzt, sondern auch außen, nämlich durch die Einbauten, die den äußeren
Sichtwirbel radial nach innen begrenzen.
[0014] Es ist deshalb vorteilhaft, wenn in den radial inneren zwei Drittel der Sichtradschaufeln,
bezogen auf den Sichtradradius, ebenfalls Einbauten in den Sichtradkanälen vorgesehen
sind, die diese Wirbelbildung kontrollieren und räumlich begrenzen. Durch die Einbauten
im radial inneren Bereich der Strömungskanäle kommt es zu einer gezielten und kontrollieren
Wirbelablösung an diesen innenliegenden Einbauten. Dadurch wird verhindert, dass sich
dieser Wirbel über den gesamten radialen Bereich der Strömungskanäle zwischen dem
inneren Ende der Sichtradschaufeln und den Einbauten im äußeren Drittel der Strömungskanäle,
bezogen auf den Sichtradradius, erstreckt. Dadurch können diese Einbauten das beobachtete
Ausströmen bzw. Aussaugen von Sichtfluid und Partikeln aus der Sichtradmitte durch
die Strömungskanäle nach außen aus dem Sichtrad heraus reduzieren.
[0015] Die Einbauten befinden sich vorzugsweise auf einer gemeinsamen radialen Kreisbahn,
die etwa in einem Bereich, der innerhalb der inneren zwei Drittel des Sichtradradius
liegt.
[0016] Als Strömungsbrecher im radial innenliegenden Bereich der Sichtradschaufeln dienen
Einbauten, deren Querschnitte vorzugsweise eine mehreckige (z.B. quadratische, rechteckige,
viereckige, dreieckige) oder runde Form besitzen oder eine Kombination davon und sich
axial vorzugsweise über die gesamte axiale Höhe der Sichtradschaufeln bzw. der Strömungskanäle
erstrecken. Es können jedoch, je nach Anwendungsfall, auch jegliche andere Querschnittsformen
Anwendung finden.
[0017] In alternativen Ausführungsformen erstrecken sich diese Einbauten nicht über die
gesamte axiale Höhe der Sichtradschaufeln. In einer weiteren Ausführungsform befinden
sich die Einbauten nicht auf einer gemeinsamen Kreisbahn um die Drehachse des Sichtrads.
[0018] In einer weiteren Ausführungsform ist der radiale Abstand dieser Einbauten zur Sichtradachse
entlang der Höhe der Sichtradachse nicht konstant.
[0019] In einer besonders bevorzugten Ausführungsvariante sind die Einbauten so gestaltet,
dass sie den Strömungskanal von einer radial weiter außen liegenden Position zu einer
radial weiter innenliegenden Position stetig verengen. Dies soll bedeuten, dass die
Verengung ohne eine oder mehrere kantige Abstufungen erfolgt.
[0020] Diese Einbauten können sich entweder auf beiden Seiten der Sichtradschaufeln befinden
oder nur auf der in Sichtraddrehrichtung gesehenen Vorderseite oder Rückseite der
Sichtradschaufeln.
[0021] Eine bevorzugte Variante der Einbauten schließt auf der Innenseite der Sichtradschaufeln
mit diesen in etwa bündig oder bündig ab.
[0022] Die Größe und Ausformung der Einbauten kann je nach Anwendungsfall variieren. Es
ist auch eine Kombination von zwei oder mehr verschieden ausgeformten Einbauten möglich.
[0023] Die Sichtradschaufeln und die Einbauten können aus einem Teil oder aus mehreren Teilen
gefertigt sein.
[0024] In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung weist das Sichtrad in
den Strömungskanälen zusätzlich Einbauten innerhalb des radial äußeren Drittels, bezogen
auf den Sichtradradius, auf. Dadurch kann sowohl der radial außenliegende Sichtwirbel
vorteilhaft für eine feine Sichtung beeinflusst werden als auch die Strömung in den
Strömungskanälen stabilisiert werden. So sind beide Wirbel, beidseitig von Einbauten
begrenzt.
[0025] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung sind die Einbauten als Bleche mit Bohrungen
oder Durchbrechungen ausgeführt und ragen über die gesamte Höhe und Breite der Strömungskanäle.
Sie sind in den Strömungskanälen angeordnet. Die Bleche folgen in ihrer Kontur bevorzugt
der Kreisbahn um die Drehachse des Sichtrades, auf der sie angeordnet sind. Die Bleche
haben einen konstanten Abstand zu Sichtradachse. Der Abstand ist kleiner als zwei
Drittel des Sichtradradius Auch diese Art der Einbauten begrenzen dem Wirbel nach
innen.
[0026] Die Haltescheiben, zwischen denen die Sichtradschaufeln angeordnet sind, können als
Nabenscheibe oder Deckscheibe ausgebildet sein. Die Deckscheibe ist bei einem einflutigen
Sichtrad mit einem Feingutaustritt versehen. Sie ist bevorzugt ringförmig ausgestaltet.
[0027] Des Weiteren kann das erfindungsgemäße Sichtrad sowohl einflutig als auch 2-flutig
ausgeführt sein.
[0028] Ein zweiflutiges Sichtrad lässt sich aus zwei einflutigen Sichträdern zusammensetzen.
Dabei werden die Sichträder an ihren Deckscheiben zusammengebaut, sodass sie eine
gemeinsame Drehachse aufweisen. Das zweiflutige Sichtrad weist nun zwei Nabenscheiben
auf und ist beidseitig im Gehäuse des Zentrifugalkraft-Windsichters gelagert. Die
beiden Nabenscheiben weisen Durchbrechungen auf, die die Feingutaustritte darstellen.
In einer weiteren Ausführungsform eines zweiflutigen Sichtrads entfallen die Deckscheiben
in der Mitte des Sichtrades, sodass es einen durchgehenden Innenbereich aufweist.
[0029] Die Einbauten a im radial äußersten Bereichs der Sichtradschaufeln führen dazu, dass
der Impuls des einströmenden Fluids effizienter in eine Geschwindigkeitsüberhöhung
im Sichtwirbel umgesetzt wird, als bei dem in der Patentschrift
EP 0 983 802 A2 offenbarte Sichtrad.
[0030] Die Varianten, die durch Knicke und Kanten unstetige Verläufe der besonders ausgeformten
Sichtradschaufeln aufweisen, sind aufgrund von Verlusten beim Impulsaustausch nicht
so effizient wie Varianten mit stetigen Konturen. Da die Varianten mit geknickten
Sichtschaufelenden den Impuls des anströmenden Fluids nicht so effizient umsetzen,
sind dort die Geschwindigkeitsüberhöhungen im Vergleich zu stetigen Konturen niedriger.
[0031] Durch ein Sichtrad mit den erfindungsgemäßen Einbauten in den Strömungskanälen zur
Auslassseite hin, konnte die Strömung im Sichtrad stabilisiert werden und der Feinheitsbereich
von Sichtern zu kleineren Feinheiten hin verbessert werden.
[0032] Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile des Gegenstandes der Erfindung ergeben
sich aus den Unteransprüchen sowie aus der nachfolgenden Beschreibung der zugehörigen
Zeichnungen, in der -beispielhaft- ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung
dargestellt ist. In der Zeichnung zeigt:
Figur 1: Ansicht im Meridianschnitt des erfindungsgemäßen Sichtrades
Figur 2: Ausschnitt im Achsnormalschnitt des erfindungsgemäßen Sichtrades mit Strömungskanälen
mit inneren Einbauten
Figur 3: Ausschnitt im Achsnormalschnitt des erfindungsgemäßen Sichtrades mit Strömungskanälen
mit inneren Einbauten die mit den Sichtradschaufelenden abschließen.
Figur 4: Ausschnitt im Achsnormalschnitt des erfindungsgemäßen Sichtrades mit Strömungskanälen
mit inneren Einbauten die zusammen mit den Sichtradschaufeln eine Spitze bilden.
[0033] Die Figur 1 zeigt ein Sichtrad (10) für einen Zentrifugalkraft-Windsichter. Es umfasst
eine die Sichtradnabe (1) tragende Nabenscheibe (2) und eine ringförmige Deckscheibe
(4). Zwischen diesen Scheiben sind die kranzförmig angeordneten Sichtradschaufeln
(3) angeordnet. Sie sind gleichmäßig über den Umfang des Sichtrades (10) verteilt.
Die Sichtradschaufeln (3) sind im Wesentlichen radial ausgerichtet und begrenzen die
Strömungskanäle. Das Sichtrad (10) wird von außen nach innen von dem mit Partikeln
beladenen Sichtfluid, z.B. Sichtluft durchströmt. Das erfindungsgemäße Sichtrad (10)
weist Strömungskanäle auf, die im äußeren Drittel, bezogen auf den Sichtradradius,
Einbauten (5) aufweisen und zusätzlich zu diesen Einbauten weitere Einbauten (7) in
den inneren zwei Dritteln der Strömungskanäle, bezogen auf den Sichtradradius. Diese
verengen den Strömungskanal (6) auslassseitig und stabilisieren dadurch die Strömung
im Sichtrad (10).
[0034] In den Figur 2 und 3 sind Ausschnitte von Querschnitten von Sichträdern (10) gezeigt
die zusätzlich zu den äußeren bekannten Einbauten (5) im äußeren Bereich der Strömungskanäle
(6) auch Einbauten (7) in den inneren zwei Drittel, bezogen auf den Sichtradradius,
der Strömungskanäle (6) aufweisen.
[0035] Die Sichtradschaufeln (3) verlaufen im radial äußeren Drittel, des Sichtradradius,
nicht exakt in radialer Richtung, sondern sind in einem Winkel zur radialen Richtung
entgegen der Rotationsrichtung geneigt angeordnet. In den inneren zwei Dritteln sind
sie radial ausgerichtet.
[0036] Durch diese Kombination von innenliegenden Einbauten (7) und außenliegenden Einbauten
(5), bilden sich zwei Wirbel entgegengesetzter Drehrichtung aus.
[0037] Der innere Wirbel wird beidseitig durch die Einbauten (5, 7) begrenzt. Es kommt nicht
mehr zu einem Ausströmen des Fluids mit Partikeln aus der Sichtradmitte nach Außen
in den Sichtraum um das Sichtrad, wodurch eine Stabilisierung der Sichtraddurchströmung
erreicht wird. Der Verlauf des ungestörten Feingutstroms von außen nach innen ist
durch den dicken Pfeil in den Figuren 2 und 3 dargestellt.
[0038] Die Einbauten (7) befinden sich vorzugsweise auf einer gemeinsamen radialen Kreisbahn,
die in einem Bereich, der innerhalb der inneren zwei Drittel des Sichtradradius liegt.
[0039] In Figur 2 sind die Einbauten (7) rechteckig ausgeführt. Sie sind innerhalb der Strömungskanäle
(6) an beiden den Kanal begrenzenden Sichtradschaufeln (3) angebracht.
[0040] Sie erstrecken sich über die gesamte axiale Höhe des Sichtrads (10).
[0041] Figur 3 zeigt eine weitere Ausführungsform der Einbauten (7). Sie sind so gestaltet,
dass sie den Strömungskanal (6) von einer radial weiter außen liegenden Position zu
einer weiter radial innenliegenden Position stetig verengen. Dies soll bedeuten, dass
die Verengung ohne eine oder mehrere kantige Abstufungen erfolgt. Diese Einbauten
(7) befinden sich nur auf einer Seite des Strömungskanals (6). Die Einbauten (7) schließen
auf der Innenseite der Sichtradschaufeln (3) mit diesen fast bündig ab. Sie können
auch bündig abschließen.
[0042] In Figur 4 sind die die inneren Einbauten (7) so ausgeführt, dass die Einbauten (7)
zusammen mit den Sichtradschaufeln (3) nach radial innen in einer Spitze zusammenlaufen,
dies verhindert Materialablagerungen an den inneren Sichtradschaufelkanten.
Bezugszeichen
[0043]
Sichtradnabe (1)
Nabenscheibe (2)
Sichtradschaufeln (3)
Deckscheibe (4)
Einbauten (5, 7)
Strömungskanäle (6)
Sichtrad (10)
1. Sichtrad (10) für einen Zentrifugalkraft-Windsichter,
- welches drehantriebbar ist,
- welches vom Sichtfluid entgegen seiner Schleuderrichtung von außen nach innen durchströmbar
ist,
- welches kranzförmig angeordnete Sichtradschaufeln (3) aufweist, die zwischen Haltescheiben
angeordnet sind,
- wobei Strömungskanäle (6) zwischen den Sichtradschaufeln (3) durch die in einem
Abstand zueinander und in Richtung der Drehachse verlaufenden Flächen der Sichtradschaufeln
(3) gebildet werden und
- den Strömungsverlauf beeinflussende Einbauten innerhalb des äußeren Drittels bezogen
auf den Sichtradradius in den Strömungskanälen angeordnet sind
dadurch gekennzeichnet, dass
die Strömungskanäle (6) in Richtung der Drehachse des Sichtrades zusätzlich Einbauten
(7) aufweisen, welche in den radial inneren zwei Dritteln des Strömungskanals (6),
bezogen auf den Sichtradradius, angeordnet sind.
2. Sichtrad (10) nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass die Einbauten (7) einen mehreckigen oder runden Querschnitt aufweisen oder eine Kombination
davon.
3. Sichtrad (10) nach Anspruch 1 bis 2 dadurch gekennzeichnet, dass die Einbauten (7) an einer oder beiden Seiten der begrenzenden Sichtradschaufeln
(3) des Strömungskanals (6) angeordnet sind.
4. Sichtrad (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass die Einbauten (7) auf einer oder mehreren Kreisbahnen um die Drehachse des Sichtrades
(10) angeordnet sind.
5. Sichtrad (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche dadurch
gekennzeichnet, dass der radiale Abstand der Einbauten (7) zur Rotationsachse des Sichtrades über die
Höhe des Sichtrads nicht konstant ist.
6. Sichtrad (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche dadurch
gekennzeichnet, dass sich die Einbauten (7) über die gesamte axiale Höhe des Sichtrades (10) erstrecken.
7. Sichtrad (10) nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass die Einbauten (7) als Bleche mit Durchbrechungen in den Strömungskanälen (6) angeordnet
sind, wobei sie den Querschnitt des Strömungskanals (6) abdecken und in ihrer Kontur
der Kreisbahn um die Drehachse des Sichtrades (10) folgen, auf der sie angeordnet
sind.
8. Sichtrad (10) nach einem der vorangegangenen Ansprüche
dadurch
gekennzeichnet, dass
- die Strömungskanäle (6) zwischen den Sichtradschaufeln (3) mindestens eine von zwei
Engstellen begrenzte Erweiterung aufweisen,
- sodass die Engstellen den sich aus dem einströmenden Sichtfluid bildenden Sichtwirbel
beidseitig begrenzen und
- dass die inneren Einbauten und die innere Engstelle der beiden Engstellen den sich
dazwischen bildenden Wirbel beidseitig begrenzen.
9. Sichtrad (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch
gekennzeichnet, dass die Haltescheiben als mindestens eine die Sichtradnabe (1) tragende Nabenscheibe
(2), eine Deckscheibe (4) mit Feingutaustritt und / oder als gegenüberliegende Nabenscheiben
mit Feingutaustritten ausgebildet sind.
10. Verfahren zur Trennung von in einem Sichtfluid dispergiertem Sichtgut in eine Fein-
und eine Grobfraktion mit einem drehangetriebenen Sichtrad (10) für einen Zentrifugalkraft-Windsichter,
- welches von einem Sichtfluid entgegen seiner Schleuderrichtung von außen nach innen
durchströmt wird,
- welches kranzförmig angeordnete Sichtradschaufeln (3) aufweist,
- die zwischen Haltescheiben angeordnet sind,
- wobei Strömungskanäle (6) zwischen den Sichtradschaufeln (3) durch die in einem
Abstand zueinander und in Richtung der Drehachse verlaufenden Flächen der Sichtradschaufeln
(3) gebildet werden,
- wobei den Strömungsverlauf beeinflussende Einbauten innerhalb des äußeren Drittels
der Strömungskanäle (6), bezogen auf den Sichtradradius, angeordnet sind
dadurch gekennzeichnet, dass
durch Einbauten (5, 7) an den Sichtradschaufeln (3) im Bereich innerhalb des äußeren
Drittels und innerhalb der radial inneren zwei Drittel des Strömungskanals (6), bezogen
auf den Sichtradradius, dafür gesorgt wird, dass die Wirbel, die sich in dem in die
Strömungskanäle (3) einströmenden Sichtfluid radial vor den radial äußeren Einbauten
(5) und zwischen dieser und den weiter innenliegenden Einbauten (7) bildet, unterschiedliche
Drehrichtungen aufweisen.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Wirbel, der sich zwischen den radial inneren und den radial äußeren Einbauten
(5, 7) bildet, von den Einbauten (5, 7) begrenzt wird.
1. Classifying wheel (10) for a centrifugal-force air classifier,
- which can be driven by means of a rotary drive,
- through which the flow pattern of the classifying fluid can be contrary to its centrifugal
direction from the outside in,
- the classifying wheel vanes (3) of which are arranged in a ring fitted in between
retaining discs,
- whereby flow channels (6) develop between the classifying wheel vanes (3) as a result
of the surfaces of the classifying wheel vanes (3) being arranged at a distance to
each other and running in the direction of the rotational axis and
- that baffles installed in the flow channels influence the flow pattern in the outermost
third of the flow channels with regard to the classifying wheel radius
characterised in that
the flow channels (6) have additional baffles (7) fitted in the direction of the rotational
axis of the classifying wheel which are arranged in the radial inner two-thirds of
the flow channel (6) related to the classifying wheel radius.
2. Classifying wheel (10) in accordance with Claim 1, characterised in that the baffles (7) have a polygonal or round cross-section or a combination of both.
3. Classifying wheel (10) in accordance with Claims 1 and 2, characterised in that the baffles (7) are located on one or both sides of the delimiting classifying wheel
vanes (3) of the flow channel (6).
4. Classifying wheel (10) in accordance with one of the foregoing claims,
characterised in that the baffles (7) are located on one or more circular paths around the rotational axis
of the classifying wheel (10).
5. Classifying wheel (10) in accordance with one of the foregoing claims,
characterised in that the radial clearance between the baffles (7) and the rotational axis of the classifying
wheel is not constant across the height of the classifying wheel.
6. Classifying wheel (10) in accordance with one of the foregoing claims,
characterised in that the baffles (7) extend over the full axial height of the classifying wheel (10).
7. Classifying wheel (10) in accordance with Claim 1, characterised in that the baffles (7) are made of sheet metal with perforations and are arranged in the
flow channels (6), whereby they cover the cross-section of the flow channel (6) and
in their contours follow the circular path around the rotational axis of the classifying
wheel (10) upon which they are located.
8. Classifying wheel (10) in accordance with one of the foregoing claims,
characterised in that
- the flow channels (6) between the classifying wheel vanes (3) have an extension
which is delimited by at least one of two narrow points,
- so that the narrow points delimit the classifying eddy which develops from the inflowing
classifying fluid on both sides and
- that the internal baffles and the inside narrow point of both narrow points delimit
the eddy forming in between on both sides.
9. Classifying wheel (10) in accordance with one of the foregoing claims,
characterised in that the retaining discs are in the form of at least one hub disc (2) which supports the
classifying wheel hub (1), one cover disc (4) with fines discharge and/or opposing
hub discs with fines discharges.
10. Process to separate the classifying material dispersed in a classifying fluid into
a fine fraction and a coarse fraction with a classifying wheel (10) driven by a rotary
drive for a centrifugal-force air classifier,
- through which the flow pattern of the classifying fluid is contrary to its centrifugal
direction from the outside in,
- the classifying wheel vanes (3) of which are arranged in a ring,
- which are located in between retaining discs,
- whereby flow channels (6) develop between the classifying wheel vanes (3) as a result
of the surfaces of the classifying wheel vanes (3) being arranged at a distance to
each other and running in the direction of the rotational axis,
- whereby baffles influencing the flow pattern are installed in the outermost third
of the flow channels (6) with regard to the classifying wheel radius
characterised in that
as a result of baffles (5, 7) fitted to the classifying wheel vanes (3) in the area
within the outside third and within the radial inside two-thirds of the flow channel
(6) related to the classifying wheel radius, it is ensured that the eddies which develop
in the classifying fluid flowing into the flow channels (3) upstream of the radial
outside baffles (5) and between these and the other inside baffles (7) exhibit different
rotational directions.
11. Process in accordance with Claim 10, characterised in that the eddy which develops between the radial inside and the radial outside baffles
(5, 7) is delimited by the baffles (5, 7).
1. Roue de séparation (10) pour un séparateur à air à force centrifuge,
- pouvant être entraînée en rotation,
- pouvant être parcourue par le fluide de séparation en sens inverse du sens centrifuge
de l'extérieur vers l'intérieur,
- présentant des aubes (3) qui sont disposées en couronne et placées entre des rondelles
de retenue,
- présentant des canaux d'écoulement (6) entre les aubes de séparation (3) qui sont
formés par les surfaces des aubes de séparation (3) disposées à une certaine distance
les unes par rapport aux autres et s'étendant en direction de l'axe de rotation et
- où sont intégrés des éléments incorporés qui influencent sur l'écoulement à l'intérieur
du tiers externe du rayon de séparation dans les canaux d'écoulement,
caractérisée par le fait que
les canaux d'écoulement (6) sont équipés d'éléments incorporés (7) additionnels en
direction de l'axe de rotation de la roue de séparation, qui sont disposés dans les
deux tiers radiaux internes du canal d'écoulement (6) référé au rayon de séparation.
2. Roue de séparation (10) suivant la revendication 1, caractérisée par le fait que les éléments incorporés (7) ont une section polygonale ou ronde ou une combinaison
de ces sections.
3. Roue de séparation (10) suivant les revendications 1 à 2, caractérisée par le fait que les éléments incorporés (7) sont disposés sur un ou les deux côtés des aubes limitantes
(3) du canal d'écoulement (6).
4. Roue de séparation (10) suivant une des revendications précédentes,
caractérisée par le fait que les éléments incorporés (7) sont disposés sur une ou plusieurs trajectoires circulaires
autour de l'axe de rotation de la roue de séparation (10).
5. Roue de séparation (10) suivant une des revendications précédentes,
caractérisée par le fait que la distance radiale des éléments incorporés (7) par rapport à l'axe de rotation de
la roue de séparation n'est pas constante sur toute la hauteur de la roue de séparation
(10).
6. Roue de séparation (10) suivant une des revendications précédentes,
caractérisée par le fait que les éléments incorporés (7) s'étendent sur toute la hauteur axiale de la roue de
séparation (10).
7. Roue de séparation (10) suivant la revendication 1, caractérisée par le fait que les éléments incorporés (7) étant disposés sous forme de tôles pourvues de passages
aux canaux d'écoulement (6), couvrent la section du canal d'écoulement (6) et leur
contour suit la trajectoire circulaire autour de l'axe de rotation de la roue de séparation
(10) sur lequel ils sont disposés.
8. Roue de séparation (10) suivant une des revendications précédentes,
caractérisée par le fait que
- les canaux d'écoulement (6) entre les aubes (3) de la roue de séparation présentent
au moins un élargissement limité par deux rétrécissements,
- de forme que les rétrécissements limitant des deux côtés le tourbillon se forment
du fluide de séparation entrant et
- les éléments intégrés internes et le rétrécissement interne des deux rétrécissements
limitent des deux côtés le tourbillon se formant entre les rétrécissements.
9. Roue de séparation (10) suivant une des revendications précédentes,
caractérisée par le fait que les rondelles de retenue sont formées au moins sous forme d'un disque de moyeu (2)
portant le moyeu de la roue de séparation (1), d'une plaque de recouvrement (4) avec
sortie pour les fines et/ou de disques de moyeu opposés avec des sorties pour les
fines.
10. Procédé pour la séparation d'un produit à séparer étant dispersé dans un fluide de
séparation en une fraction fine et une fraction grossière par une roue de séparation
(10) entraînée en rotation pour un séparateur à air à force centrifuge,
- étant parcourue par un fluide de séparation en sens inverse du sens centrifuge de
l'extérieur vers l'intérieur,
- présentant des aubes (3) qui sont disposées en couronne,
- et placées entre des rondelles de retenue,
- présentant des canaux d'écoulement (6) entre les aubes de séparation (3) qui sont
formés par les surfaces des aubes de séparation (3) disposées à une certaine distance
les unes par rapport aux autres et s'étendant en direction de l'axe de rotation et
- où sont intégrés des éléments incorporés qui influencent sur l'écoulement à l'intérieur
du tiers externe des canaux d'écoulement (6) référé au rayon de séparation,
caractérisé par le fait qu'il
est assuré par les éléments incorporés (5, 7) montés aux aubes de séparation (3) dans
la zone du tiers externe et à l'intérieur des deux tiers radiaux internes du canal
d'écoulement (6), par rapport au rayon de séparation, que les tourbillons se formant
dans le fluide de séparation entrant radialement aux canaux d'écoulement (3) en amont
des éléments incorporés radiaux externes (5) et entre ceux-ci et les éléments incorporés
situés plus à l'intérieur (7) présentent des sens de rotation différents.
11. Procédé suivant la revendication 10, caractérisé par le fait que le tourbillon se formant entre les éléments incorporés radiaux internes et les éléments
incorporés radiaux externes (5, 7) est limité par les éléments incorporés (5, 7).