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EP 4 059 718 A1 |
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EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
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Veröffentlichungstag: |
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21.09.2022 Patentblatt 2022/38 |
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Anmeldetag: 18.03.2021 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Gemeinsame Patentklassifikation (CPC) : |
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B41F 23/06 |
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Benannte Erstreckungsstaaten: |
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BA ME |
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Benannte Validierungsstaaten: |
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KH MA MD TN |
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Anmelder: Heidelberger Druckmaschinen AG |
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69115 Heidelberg (DE) |
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Erfinder: |
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- Haas, Claudius
77790 Steinach (DE)
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Bemerkungen: |
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Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ. |
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ANSTEUERUNG VON PUDERZONEN IN DRUCKMASCHINEN |
(57) Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum zonalen Auftrag von Puder in einem Pudergerät
(6) im Ausleger einer Bogendruckmaschine, wobei die Vorrichtung mehrere Puderzonen
(2) aufweist, welche sich über die Breite eines Druckbogens erstrecken, und mit einem
Steuerungsrechner (7), welcher mehrere Datenzonen (1) zur Ansteuerung der Puderdosierung
aufweist, welche auf einer Anzeigevorrichtung (8) durch einen Bediener auswählbar
und ansteuerbar sind. Die Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass die Breite einer Puderzone (2, 4) dem
ganzzahligen Vielfachen der Breite einer oder mehrerer Datenzonen (1) entspricht.
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[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum zonalen Auftrag von Puder
in einem Pudergerät im Ausleger einer Bogendruckmaschine sowie einen Ausleger für
eine Bogendruckmaschine und eine Bogendruckmaschine selbst.
[0002] Aus dem Stand der Technik sind Verfahren und Vorrichtungen zum Pudern von Bogen in
einer Druckmaschine bekannt, welche mehrere Puderzonen verteilt über die Breite eines
bogenförmigen Bedruckstoffs aufweisen. Ein derartiges Verfahren und eine derartige
Vorrichtung zum Pudern von Bogen in einer Bogenrotationsdruckmaschine gehen aus der
Offenlegungsschrift
DE 10 2019 214 114 A1 hervor. Dabei ist zum Pudern von Bogen in der Druckmaschine eine Vorrichtung vorhanden,
welche über eine erste Düsenreihe verfügt, mittels welcher über die Breite eines bogenförmigen
Bedruckstoffs gleichmäßig verteilt Puder aufgebracht wird. Weiterhin weist die Vorrichtung
eine zweite Düsenreihe auf, welche gleichzeitig ebenfalls über die gesamte Breite
eines bogenförmigen Bedruckstoffs zonal variiert Puder aufbringen kann. Dabei wird
auf die Flächeneinheit bezogen mit der zweiten Düsenreihe mehr Puder als mit der ersten
Düsenreihe aufgebracht. Zum Ansteuern der zweiten Düsenreihe können dabei Druckbilddaten
aus einer Druckvorstufe verwendet werden. Die Düsen der zweiten Düsenreihe können
zum Teil deaktiviert werden. Auf diese Art und Weise können insbesondere Düsen abgeschaltet
werden, welche außerhalb des gerade gedruckten Bogenformats liegen, um so eine Formateinstellung
an das jeweilige Druckformat vornehmen zu können. Auf diese Art und Weise wird eine
Pudervergeudung und Maschinenverschmutzung vermieden.
[0003] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung zum zonalen Auftrag von
Puder in einem Pudergerät im Ausleger einer Bogendruckmaschine zu schaffen, welche
die Puderdosierung weiter verfeinert und eine weitere Reduzierung von überflüssigem
Puder erlaubt.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Patentansprüche 1, 8 und 9 gelöst. Vorteilhafte
Ausgestaltungen der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen, der
Beschreibung und der Figur.
[0005] Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann insbesondere bei allen Offset-Rotationsbogendruckmaschinen
zum Einsatz kommen, welche druckverfahrensbedingt im Ausleger über eine Pudervorrichtung
verfügen, um ein Verkleben der Druckbogen und damit eine Beschädigung der Druckbogen
im Ausleger der Bogenoffsetrotationsdruckmaschine zu vermeiden. Selbstverständlich
kann die Vorrichtung aber auch bei allen anderen Bogendruckmaschinen zum Einsatz kommen,
welche über eine Pudervorrichtung verfügen, z. B. im Ausleger bei großformatigen Inkjetdruckmaschinen.
Die Vorrichtung weist dabei zum zonalen Auftrag von Puder ein Pudergerät im Ausleger
einer Bogendruckmaschine auf, welches in der Lage ist, den Puder über entsprechende
Dosiereinrichtungen zonal zu verteilen. Dazu weist die Vorrichtung mehrere Puderzonen
auf, welche bestimmte Bereiche über die Breite des Bedruckstoffs gesehen aufweisen.
Die Verteilung über die Breite eines Bedruckstoffs kommt daher, dass bogenförmige
Bedruckstoffe in Druckmaschinen üblicherweise so transportiert werden, dass die breite
Seite in Bogentransportrichtung liegt. Selbstverständlich kann die Vorrichtung aber
auch bei Druckmaschinen zum Einsatz kommen, bei denen der Druckbogen längs transportiert
wird, so dass die schmale Seite in Bogentransportrichtung transportiert wird. Üblicherweise
erstrecken sich die Puderzonen aber über die Breite eines Druckbogens, da dieser mit
der breiteren Seite voraus transportiert wird. Weiterhin ist ein Steuerungsrechner
vorhanden, welcher mehrere Datenzonen zur Ansteuerung der Puderdosierung aufweist.
Dieser Steuerungsrechner kann Teil des Druckmaschinenrechners sein, es kann sich aber
auch um einen separaten Rechner im Puderdosiergerät handeln oder in einem anderen
Peripheriegerät. Die mehreren Datenzonen zur Ansteuerung der Puderdosierung werden
auf einer Anzeigevorrichtung wie z.B. auf einem Bildschirm mit Touchscreen angezeigt,
so dass der Bediener der Druckmaschine auf dem Bildschirm die Dosierung in einzelnen
Puderzonen gezielt auswählen und ansteuern kann. Dabei sind einzelne Puderzonen ein-
und ausschaltbar, weiterhin kann in jeder Puderzone die Dosierung separat eingestellt
werden, oder es werden mehrere Puderzonen ausgewählt, wobei diesen Puderzonen jeweils
die gleiche Dosierung zugewiesen wird. Üblicherweise sind weniger Puderzonen als Datenzonen
vorhanden, da eine große Anzahl von Puderzonen zu einem hohen konstruktiven Aufwand
bei der Puderversorgung führt und somit zu einer sehr teuren Pudervorrichtung führt.
Dies führt in der Praxis dazu, dass erheblich weniger Puderzonen als Datenzonen vorhanden
sind. Die große Anzahl der Datenzonen wird aber benötigt, um eine möglichst effiziente
Puderverteilung über die gesamte Breite des Bedruckstoffs zu ermöglichen und die Puderverteilung
so jeweils an den Bildinhalt in der jeweiligen Datenzone anpassen zu können. So erfordert
eine hohe Farbintensität in einer Datenzone eine entsprechend höhere Puderdosierung,
um ein Verkleben durch den hohen Farbauftrag an dieser Stelle auf dem Bedruckstoff
zu verhindern. Erfindungsgemäß ist nun vorgesehen, dass die Breite einer Puderzone
dem ganzzahligen Vielfachen der Breite ein oder mehrerer Datenzonen entspricht. Durch
das Vorsehen von ganzzahligen Vielfachen werden Überlappungsbereiche zwischen den
Datenzonen und den Puderzonen vermieden. Es hat sich in der Praxis herausgestellt,
dass die Überlappungen unvorteilhaft für den Puderverbrauch sind, da hier eine höhere
Puderverschmutzung stattfindet. Durch das Vorsehen von ganzzahligen Vielfachen der
Breite ein oder mehrerer Datenzonen ist es möglich, diese unvorteilhaften Überlappungen
zu vermeiden und den Puderverbrauch weiter zu senken. Dabei ist es möglich, dass eine
Puderzone ein ganzzahliges Vielfaches ein oder mehrerer Datenzonen aufweist, es ist
aber auch möglich, dass die Breite einer Puderzone dem ganzzahligen Vielfachen genau
einer Datenzone entspricht. Entscheidend ist, dass in beiden Fällen durch die Ganzzahligkeit
Überlappungsbereiche vermieden werden.
[0006] In einer ersten Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung ist vorgesehen, dass die
Datenzonen in Bezug auf Anzahl und Breite den Farbzonen im Farbwerk eines Druckwerks
einer Bogenoffsetrotationsdruckmaschine entsprechen. Eine Bogenoffsetrotationsdruckmaschine
im Format 102 weist üblicherweise 32 Farbzonen auf, diese werden benötigt, um die
Farbdosierung in Abhängigkeit des Druckbildes über die gesamte Breite des Bedruckstoffs
ausreichend fein und angepasst einstellen zu können. Da das Druckbild in diese Farbzonen
eingeteilt wird, möchte der Bediener der Druckmaschine die Puderwerte ebenfalls in
dieser Anzahl und Breite der Datenzonen vornehmen. Von daher ist es von großem Vorteil,
wenn die Datenzonen in Bezug auf Anzahl und Breite mit den Farbzonen im Farbwerk des
Druckwerks übereinstimmen, im vorliegenden Beispiel also 32 Datenzonen. Eine sinnvolle
Anzahl von Puderzonen wäre in diesem Fall das Vorsehen von 8 oder 16 Puderzonen, immer
vorausgesetzt, die Datenzonen und Puderzonen sollen gleich breit sein. Moderne Pudergeräte
weisen bis zu 36 Puderdüsen auf, hier macht es Sinn, dann auch 36 Datenzonen vorzusehen.
Es müssen aber keine 36 Puderzonen vorgesehen sein, es reicht auch aus z.B. 18 Puderzonen
vorzusehen, in dem Fall sind immer 2 Puderdüsen pro Puderzone vorhanden, so dass immer
2 Puderdüsen über einen gemeinsamen Kanal versorgt werden können.
[0007] In einer weiteren Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung ist vorgesehen, dass für
jede Datenzone mittels der Anzeigeeinrichtung separate Puderwerte eingebbar sind und
dass der Steuerungsrechner aus den eingegebenen Puderwerten einen Einstellwert für
die zugehörige Puderzone berechnet und zur Ansteuerung für die zugehörige Puderzone
verwendet. Der Bediener der Druckmaschine möchte die Puderwerte gerne für jede Datenzone
separat einstellen können. Da aber weniger Puderzonen als Datenzonen vorhanden sind,
muss der Steuerungsrechner der Pudervorrichtung aus den Einstellwerten der Datenzonen,
welche einer Puderzone zugeordnet sind, einen Einstellwert für diese zugehörige Puderzone
berechnen, da pro Puderzone nur ein Einstellwert möglich ist. Dazu kann der Steuerungsrechner
z. B. den Mittelwert der separaten Puderwerte der Datenzonen verwenden, es ist aber
auch möglich eine Gewichtung der Datenzonen vorzunehmen und so einen abweichenden
Puderwert für eine Puderzone zu berechnen.
[0008] Vorteilhafter Weise ist außerdem vorgesehen, dass die Breite der Puderzonen, welche
sich über die Breite eines bogenförmigen Bedruckstoffs erstrecken, unterschiedlich
ist. So ist es möglich, in bestimmten Bereichen des Bedruckstoffs breitere oder schmälere
Puderzonen vorzusehen, um diese kritischen Bereiche feiner dosieren zu können. Insbesondere
ist es möglich, die Breite der Puderzonen in den seitlichen Randbereichen des Bedruckstoffs
geringer ausfallen zu lassen als in den zentralen Bereichen des Bedruckstoffs. Beispielhaft
ist es möglich, in den Randbereichen drei Datenzonen zu einer Puderzone zusammenzufassen,
während in den zentralen Bereichen vier oder fünf Datenzonen zu einer Puderzone zusammengefasst
werden. Da die Randbereiche beim Pudern kritischer sind, kann hier so spezifischer
oder individueller auf Puderprobleme in den seitlichen Randbereichen reagiert werden.
[0009] Vorteilhafter Weise ist außerdem vorgesehen, dass die Datenzonen in Bezug auf Anzahl
und Breite einzelnen Puderdüsen entsprechen. In diesem Fall sind die Datenzonen optimal
an die Breite und Anzahl der Puderdüsen angepasst.
[0010] Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend anhand einer Figur näher beschrieben und
erläutert. Die Figur zeigt:
Die Anordnung von Puderzonen und Datenzonen über die Breite eines Bedruckstoffs in
einer Bogendruckmaschine.
[0011] Bei Bogendruckmaschinen wird üblicherweise in Bogentransportrichtung gesehen bei
der rechten Seite von der Antriebsseite AS und von der linken Seite von der Bedienerseite
BS gesprochen. Die Bedienerseite BS ist für den Bediener der Druckmaschine zugänglich,
während sich auf der Antriebsseite AS die Peripheriegeräte und die Antriebsmotoren
der Druckwerke befinden. In der Figur ist in der ersten Zeile eine Anzahl von Datenzonen
1 abgebildet, welche sich über die gesamte Breite des Bedruckstoffs bzw. der Druckmaschine
erstrecken. Entsprechend weist das Pudergerät im Ausleger dieser Druckmaschine einen
Steuerungsrechner 7 auf, in den der Bediener der Druckmaschine für jede Datenzone
1 einen Einstellwert zur Dosierung des Puders eingeben kann, die Anzahl der Datenzonen
1 entspricht dabei der Anzahl der Farbzonen im Farbwerk eines Druckwerks, im Format
102 sind so 32 Farbzonen und damit 32 Datenzonen 1 vorgesehen.
[0012] Der Steuerungsrechner 7 kann Teil des Steuerungsrechners der Druckmaschine sein,
es kann sich aber auch um einen separaten Steuerungsrechner des Pudergerätes 6 handeln.
Auf jeden Fall ist der Steuerungsrechner 7 mit einer Anzeigevorrichtung 8 verbunden,
welche als Touchscreen ausgeführt ist, so dass sowohl Puderdosierwerte angezeigt als
auch eingegeben werden können. Über den Bildschirm 8 kann der Bediener so für jede
Datenzone 1 einen separaten Puderwert eingeben, weiterhin ist es möglich, dass der
Steuerungsrechner 7 in Abhängigkeit des Druckbildes und der dazugehörigen Daten aus
einer Druckvorstufe die passenden Puderwerte für jede Datenzone 1 automatisch berechnet,
so dass der Bediener nur noch die Übernahme der berechneten Daten quittieren muss.
[0013] Die zweite Zeile in der Figur zeigt die Anordnung von Puderzonen 2, wie sie beim
Stand der Technik üblich sind. Dabei ist zu erkennen, dass die Breite einer Puderzone
2 nicht dem ganzzahligen Vielfachen einer Datenzone 1 entspricht. Dadurch ergeben
sich sogenannte Überlappungsbereiche 5, wo die Puderdosierung durch die Puderzone
2 nicht gut an die überlappende Datenzone 1 angepasst werden kann. Dies führt zu unnötigem
hohem Puderverbrauch.
In der dritten Zeile sind die Puderzonen 3 eines technisch idealen Pudergeräts 6 abgebildet,
welche in Anzahl und Breite exakt den Datenzonen 1 entsprechen. Dies führt jedoch
zu einer sehr großen Anzahl von Puderzonen, welche das Pudergerät 6 stark verteuern.
Eine derartig große Anzahl von Puderzonen 3 ist somit wirtschaftlich nicht vertretbar.
[0014] Die erfindungsgemäße Lösung ist in der vierten Zeile abgebildet, dort sind die Puderzonen
4 immer ein ganzzahliges Vielfaches der Datenzonen 1. So können einer Puderzone 4
drei oder vier Datenzonen 1 zugeordnet werden. Die Breite der Puderzonen 4 muss dabei
nicht über die gesamte Breite des Bedruckstoffs bzw. der Druckmaschine gleich sein,
es ist möglich, dass den Randbereichen einer Puderzone 4 weniger Datenzonen 1 zugeordnet
sind als den zentralen Bereichen. Entscheidend ist nur, dass keine Überlappungen 5
vorkommen, so dass einer Puderzone 4 immer ein ganzzahliges Vielfaches einer Datenzone
1 zugeordnet ist, wobei das ganzzahlige Vielfache mindestens 1 sein muss. Bruchteile
von Datenzonen 1, welche Puderzonen 4 zugeordnet werden, können so vermieden werden,
so dass die nachteiligen Überlappungsbereiche 5 wegfallen. Somit ist eine gute Ansteuerung
der Puderzonen 4 auf Basis der Datenzonen 1 möglich, ohne eine unwirtschaftliche große
Anzahl von Puderzonen 3 vorsehen zu müssen.
Bezugszeichenliste
[0015]
- 1
- Datenzonen
- 2
- Puderzonen
- 3
- große Anzahl Puderzonen
- 4
- erfindungsgemäße Aufteilung der Puderzonen
- 5
- Überschneidungsbereich
- 6
- Pudergerät
- 7
- Steuerungsrechner
- 8
- Bildschirm
- AS
- Antriebsseite
- BS
- Betriebsseite
1. Vorrichtung zum zonalen Auftrag von Puder in einem Pudergerät (6) im Ausleger einer
Bogendruckmaschine, wobei die Vorrichtung mehrere Puderzonen (2) aufweist, welche
sich über die Breite eines Druckbogens erstrecken, und mit einem Steuerungsrechner
(7), welcher mehrere Datenzonen (1) zur Ansteuerung der Puderdosierung aufweist, welche
auf einer Anzeigevorrichtung (8) durch einen Bediener auswählbar und ansteuerbar sind,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Breite einer Puderzone (2, 4) dem ganzzahligen Vielfachen der Breite ein oder
mehrerer Datenzonen (1) entspricht.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Breite einer Puderzone (2, 4) dem ganzzahligen Vielfachen genau einer Datenzone
(1) entspricht.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Datenzonen (1) in Bezug auf Anzahl und Breite den Farbzonen im Farbwerk eines
Druckwerks einer Bogenoffset-Rotationsdruckmaschine entsprechen.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass für jede Datenzone (1) mittels der Anzeigeeinrichtung (8) separate Puderwerte eingebbar
sind und dass der Steuerungsrechner (7) aus den eingegebenen Puderwerten einen Einstellwert
für die zugehörige Puderzone (2, 4) berechnet und zur Ansteuerung für die zugehörige
Puderzone (2, 4) verwendet.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Breite der Puderzonen (2, 4), welche sich über die Breite eines bogenförmigen
Bedruckstoffs erstrecken, unterschiedlich ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Breite der Puderzonen (2, 4) in den seitlichen Randbereichen des Bedruckstoffs
geringer ist als in den zentralen Bereichen des Bedruckstoffs.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass 32 oder 36 Datenzonen (1) vorhanden sind.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Datenzonen (1) in Bezug auf Anzahl und Breite einzelnen Puderdüsen entsprechen.
9. Ausleger für eine Bogendruckmaschine mit einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche
1 bis 8.
10. Bogenrotationsdruckmaschine mit einer Vorrichtung nach einem der Patentansprüche 1
bis 8.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Bogendruckmaschine mit einem Ausleger und einer Vorrichtung, die zum zonalen Auftrag
von Puder ein Pudergerät (6) im Ausleger aufweist, wobei die Vorrichtung mehrere Puderzonen
(2) aufweist, welche sich über die Breite eines Druckbogens erstrecken, und mit einem
Steuerungsrechner (7), welcher als Teil eines Druckmaschinenrechners oder als separater
Steuerungsrechner des Pudergeräts (6) oder als Teil eines anderen Peripheriegeräts
ausgebildet ist und welcher mehrere Datenzonen (1) zur Ansteuerung der Puderdosierung
aufweist, welche auf einer Anzeigevorrichtung (8) durch einen Bediener auswählbar
und ansteuerbar sind, dadurch gekennzeichnet,
dass die Breite einer Puderzone (2, 4) dem ganzzahligen Vielfachen der Breite einer oder
mehrerer Datenzonen (1) entspricht.
2. Bogendruckmaschine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Breite einer Puderzone (2, 4) dem ganzzahligen Vielfachen genau einer Datenzone
(1) entspricht.
3. Bogendruckmaschine nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Datenzonen (1) in Bezug auf Anzahl und Breite den Farbzonen im Farbwerk eines
Druckwerks einer Bogenoffset-Rotationsdruckmaschine entsprechen.
4. Bogendruckmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass für jede Datenzone (1) mittels der Anzeigeeinrichtung (8) separate Puderwerte eingebbar
sind und dass der Steuerungsrechner (7) aus den eingegebenen Puderwerten einen Einstellwert
für die zugehörige Puderzone (2, 4) berechnet und zur Ansteuerung für die zugehörige
Puderzone (2, 4) verwendet.
5. Bogendruckmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Breite der Puderzonen (2, 4), welche sich über die Breite eines bogenförmigen
Bedruckstoffs erstrecken, unterschiedlich ist.
6. Bogendruckmaschine nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Breite der Puderzonen (2, 4) in den seitlichen Randbereichen des Bedruckstoffs
geringer ist als in den zentralen Bereichen des Bedruckstoffs.
7. Bogendruckmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass 32 oder 36 Datenzonen (1) vorhanden sind.
8. Bogendruckmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Pudergerät (6) Puderdüsen aufweist und die Datenzonen (1) in Bezug auf Anzahl
und Breite einzelnen Puderdüsen entsprechen.

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