TECHNISCHES GEBIET
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schiebewand, die zumindest folgendes aufweist:
zumindest einen Schiebeflügel, einen Blendrahmen, der wenigstens einen Aufnahme- und
Führungskanal aufweist, in welchem der zumindest eine Schiebeflügel verschieblich
geführt ist und eine Dichtungsanordnung zur zumindest abschnittsweisen Abdichtung
eines Spaltes zwischen dem Blendrahmen und dem Schiebeflügel zumindest in einer Geschlossenstellung
des Schiebeflügels.
STAND DER TECHNIK
[0002] Schiebewände mit zumindest einem Schiebeflügel sind allgemein bekannt. Sie ermöglichen
einen weiten Durchblick und können sogar auch ohne Schwellen und mit einem vergleichsweise
kleinen Rahmenanteil hergestellt werden. Die Schiebeflügel sind meist mehrfach verglast
und besitzen in der Regel ein umlaufendes Profil. Derartige Schiebewände werden auch
als Schiebetür oder Schiebefenster bezeichnet.
[0003] Bei Schiebewänden ist eine gute Dichtigkeit wesentlich und zum Erzielen einer guten
Dichtigkeit ist u.a. eine gute Abdichtung des Spaltes zwischen dem Schiebeflügel und
dem Blendrahmen zumindest in der Geschlossenstellung des Schiebeflügels wesentlich.
[0004] Aus dem Stand der Technik sind zur Lösung dieser Aufgabe verschiedenste Dichtungsanordnungen
entwickelt worden. So ist es bekannt, beidseits des Schiebeflügels an den korrespondierenden
Innenseiten des Blendrahmens eine oder mehrere Bürstendichtungen vorzusehen, welche
mit ihren freien Ende an dem Schiebeflügel anliegen. Die Dichtwirkung dieser Bürstendichtungen
ist allerdings eher begrenzt. Zudem erhöhen sie dennoch durch ihre Anlage am Schiebeflügel
die zum Verschieben des Schiebeflügels notwendige Kräfte.
[0005] Es ist auch bekannt, wenigstens eine der Dichtungen der Dichtanordnung als aufpumpbare
Dichtung auszubilden, deren Querschnitt in der Geschlossenstellung durch Aufpumpen
derart vergrößerbar ist, dass der Spalt zwischen dem Schiebeflügel und dem Blendrahmen
dicht verschlossen werden kann. Diese Lösung erfordert allerdings zwingend das Vorsehen
eines Kompressors und weiter Pneumatikomponenten, was nicht immer gewünscht ist.
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
[0006] Die Erfindung hat daher die Aufgabe, die Dichtungsanordnung des Schiebefensters so
weiterzuentwickeln, dass mit einfachen konstruktiven Mitteln der Spalt zwischen dem
Blend- und dem Flügelrahmen in der Geschlossenstellung sehr gut abgedichtet werden
kann.
[0007] Die Erfindung erreicht dieses Ziel durch den Gegenstand des Anspruchs 1.
[0008] Vorteilhafte Ausgestaltungen sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
[0009] Nach dem Kennzeichen des Anspruchs 1 ist vorgesehen, dass die Dichtungsanordnung
wenigstens eine im Aufnahme- und Führungskanal des Blendrahmens angeordnete und senkrecht
oder im Wesentlichen senkrecht zu einer Hauptebene des Schiebeflügels bewegliche Dichtleiste
aufweist, die in eine Spalt-Abdichtstellung bewegbar ist, in der sie am Schiebeflügel,
insbesondere an dessen Flügelrahmen, anliegt und in eine Spalt-Offenstellung, in der
sie am Schiebeflügel nicht oder im Wesentlichen nicht anliegt.
[0010] Derart kann der Spalt, der senkrecht zur Hauptebene des Schiebeflügels zwischen der
Blendrahmeneinfassung und dem Schiebeflügel ausgebildet ist, im Bereich der beweglichen
Dichtleiste auf einfache Weise in der Geschlossenstellung des Schiebeflügels dicht
verschlossen werden und andererseits zum Öffnen des Schiebeflügels wieder ganz oder
im Wesentlichen ganz geöffnet werden, so dass der Schiebflügels in die Offenstellung
im Bereich der Dichtleiste nicht oder nicht sehr durch Reibung erschwert wird. Derart
können auf einfache Weise eine gute Dichtigkeit gegen Wind und Wasser sowie ein guter
Schallschutz realisiert werden.
[0011] Nach einer vorteilhaften bevorzugten Ausgestaltung ist vorgesehen, dass der Dichtleiste
eine Antriebsvorrichtung zugeordnet ist, mit welcher die Dichtleiste als Ganzes senkrecht
oder im Wesentlichen senkrecht zum Schiebeflügel bewegbar ist. Die Antriebsvorrichtung
kann auf verschiedenste Weise realisiert werden. Nicht vom Begriff der Antriebsvorrichtung
umfasst ist hier eine Einrichtung zum Vergrößern des Querschnitts der Dichtleiste
mittels Pneumatik.
[0012] Nach einer besonders bevorzugten, da konstruktiv gut umsetzbaren, Ausgestaltung kann
vorgesehen sein, dass die Antriebsvorrichtung eine Antriebsmechanik aufweist, mit
welcher die Dichtleiste vorzugsweise als Ganzes senkrecht oder im Wesentlichen senkrecht
zum Schiebeflügel bewegbar ist.
[0013] Dabei kann vorgesehen sein, dass die Antriebsmechanik wiederum ein rein mechanisch
wirkendes, ein elektromotorisch wirkendes, ein magnetisch, insbesondere elektromagnetisch,
wirkendes oder ein fluidisch wirkendes Antriebsmittel aufweist, um eines oder mehrere
mechanisch wirkende Elemente oder eine mechanisch wirkende Einrichtung der Antriebsmechanik
zu bewegen.
[0014] Um eine gute Führung der Dichtleiste bei deren Verschiebebewegung zu realisieren,
kann vorgesehen sein, dass die Dichtleiste in einer Schiebenut - insbesondere in einem
Teil des Blendrahmens - verschieblich geführt ist, aus der sie zumindest in der Spalt-Abdichtstellung
nach außen vorsteht. Hier kann sie beispielsweise von einer mit dem Antriebsmittel
antreibbaren mechanischen Einrichtung wie einer Treibstange bewegt werden oder direkt
vom Antriebsmittel, so z.B. von ansteuerbaren Elektromagneten oder dgl., so dass die
Schiebeführung dann die einzige mechanisch wirkende Einrichtung der Antriebsmechanik
bildet. Das Antriebsmittel kann z.B. in einfacher Weise als ein Handgriff ausgebildet
sein oder als ein fluidisch wirkender Antriebszylinder, als ein magnetischer, insbesondere
elektromagnetischer Antrieb oder als ein Elektromotor.
[0015] Es können zwei, drei oder mehr der Dichtleisten vorgesehen sein, die gemeinsam einen
nicht umfangsgeschlossenen oder einen umfangsgeschlossenen Dichtrahmen bilden, der
von der Antriebsmechanik gegen den Schiebeflügel schiebbar ist. Nach einer besonders
vorteilhaften Variante der Erfindung kann vorgesehen sein, dass vier der beweglichen
Dichtleisten einen Dichtrahmen ausbilden, insbesondere einen sich an vier Seiten des
Blendrahmens erstreckenden Dichtrahmen, der als Ganzes gegen den Blendrahmen legbar
ist, so dass dann an vier Seiten des Blendrahmens eine rahmenartige und vorzugsweise
umfangsgeschossene Abdichtung zwischen dem Schiebeflügel und dem Blendrahmen in der
Geschlossenstellung des Schiebeflügels ausgebildet wird. Dies ist auch vorteilhaft,
um einen guten Schallschutz an dem jeweiligen Schiebeelement zu erreichen. Zudem wird
auch eine sehr gute Dichtigkeit selbst bei Schlagregen erreicht.
[0016] Dabei sind dann bevorzugt zumindest zwei der Dichtleisten in horizontal ausgerichteten
Aufnahme- und Führungskanälen von horizontal ausgerichteten Blendrahmenprofilen vorgesehen
und zwei der Dichtleisten in vertikal ausgerichteten Aufnahme- und Führungskanälen
von vertikal ausgerichteten Blendrahmenprofilen vorgesehen, wobei der Schiebeflügel
zumindest im geschlossenen Zustand auch in die vertikal ausgerichteten Aufnahme- und
Führungskanäle eingreift.
[0017] Nach einer weiteren Variante der Erfindung kann vorgesehen sein, dass der Schiebeflügel
mit der einen oder den mehreren beweglichen Dichtleisten, insbesondere mit dem Dichtrahmen,
in der Geschlossenstellung im Wesentlichen senkrecht zu seiner Hauptebene gegen eine,
zwei oder mehrere weitere Dichtleisten der Dichtungsanordnung bewegbar und pressbar
ist, die auf der gegenüberliegenden Seite des Schiebeflügels im Aufnahme- und Führungskanal
des Blendrahmens ausgebildet sind. Der Schiebeflügel muss dazu etwas senkrecht zu
seiner Hauptebene bewegbar, beispielsweise verschiebbar oder leicht schwenkbar sein.
Derart kann auf den beiden voneinander abgewandten Seiten des Schiebeflügels der Spalt
zwischen Schiebeflügel und Blendrahmen gut abgedichtet werden, obgleich nur auf einer
Seite des Schiebeflügels bewegliche Dichtleisten am Blendrahmen ausgebildet sind.
[0018] Nach einer vorteilhaft kompakten konstruktiven Ausgestaltung der Antriebsmechanik
kann vorgesehen sein, dass die Antriebsmechanik jeweils eine der jeweiligen beweglichen
Dichtleiste zugeordnete bewegliche Treibstange aufweist, die parallel zu der Dichtleiste
ausgerichtet und beweglich ist, wobei je Dichtleiste wenigstens eine Umlenkeinrichtung
vorgesehen ist, mit der eine lineare Bewegung der Treibstange parallel zum Schiebeflügel
in eine Bewegung der beweglichen Dichtleiste senkrecht oder im Wesentlichen senkrecht
zum Schiebeflügel umsetzbar ist.
[0019] Dabei kann dann weiter vorteilhaft vorgesehen sein, dass die jeweilige Dichtleiste
ein Dichtprofil aus Elastomer und eine Basisleiste aus Metall oder Kunststoff aufweist.
Die Basisleiste ermöglicht es, die Antriebsmechanik auf einfache Weise mit der Dichtleiste
zu koppeln. Sie ist mit dem Dichtprofil vorzugsweise gemeinsam als Einheit bewegbar.
[0020] Es kann weiter vorgesehen sein, dass die jeweilige Treibstange und die jeweilige
Dichtleiste mit der Basisleiste in Nuten einer Halteleiste bzw. halte- und Widerlagerleiste
verschieblich geführt sind, die an den Blendrahmen angesetzt ist oder direkt einstückig
mit dem Blendrahmen ausgebildet oder verbunden ist. Diese konstruktive Ausgestaltung
ist einfach und bietet eine gute Funktionssicherheit.
[0021] Wenn der Blendrahmen mehrere Seiten aufweist ist sodann vorteilhaft, dass an jeder
Seite des Blendrahmens wenigstens eine der Treibstangen und eine der beweglichen Dichtleisten
angeordnet ist.
[0022] Zur Gewährleistung einer gut funktionsfähigen Antriebsmechanik ist ferner vorteilhaft,
wenn die Treibstangen jeweils an benachbarten Seiten des Blendrahmens über Eck jeweils
über eine Eckumlenkeinrichtung miteinander gekoppelt sind.
[0023] Der Einsatz der Treibstangen und der Eckumlenkeinrichtungen bietet den Vorteil, dass
die eine oder mehreren Treibstangen von dem Antriebsmittel bewegbar sind, insbesondere
gemeinsam bewegbar sind. Dabei kann das Antriebsmittel ein manuell bewegbarer Handgriff
sein, der über eines oder mehrere Getriebeelemente mit der Treibstange gekoppelt ist.
Es ist aber auch denkbar, dass das Antriebsmittel ein Elektromotor ist, der über eines
oder mehrere Getriebeelemente mit wenigstens einer der Treibstangen gekoppelt ist.
[0024] In Hinsicht auf eine konstruktive Umsetzung der Umlenkeinrichtung kann der Fachmann
in verschiedenste Richtungen denken. So kann er den Einsatz einer Hebelmechanik erwägen
oder den Einsatz einer Kombination aus Rollen und Hebeln.
[0025] So kann vorgesehen sein, dass die jeweilige Umlenkeinrichtung in einfacher Weise
eine Rolle und eine Rampe nach Art einer schiefen Ebene aufweist, auf welcher die
Rolle abrollbar ist.
[0026] Um die Rückstellung aus der Dichtstellung zu vereinfachen, kann weiter vorgesehen
sein, dass die jeweilige Umlenkeinrichtung eine Rückstellfeder aufweist.
[0027] Nach einer anderen Ausgestaltung kann die Umlenkeinrichtung eine Rolle aufweisen,
die in einer Kulisse geführt ist, die dann an ihren beiden Innenseiten einmal eine
schiefe Ebene zum Ausfahren und einmal eine zum Rückstellen der jeweiligen Dichtleiste
ausbilden kann.
[0028] Um eine besonders gleichmäßige und gute Bewegbarkeit der jeweiligen Dichtleiste zu
gewährleisten, kann nach einer Ausführungsvariante vorgesehen sein, das einer oder
mehreren der Dichtleisten zwei oder mehr Umlenkeinrichtungen zugeordnet sind.
[0029] Es kann alternativ auch vorgesehen sein, dass die jeweilige Umlenkeinrichtung einen
oder mehrere Umlenkhebel aufweist.
[0030] Es kann vorgesehen sein, dass das eine oder die mehreren Getriebeelemente, über welche
das Antriebsmittel mit wenigstens einer der Treibstangen gekoppelt ist, einen Zahnstangenabschnitt
und eines oder mehrere Zahnräder umfasst.
[0031] Nach einer vorteilhaften weiteren Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass die Dichtleisten
und vorzugsweise auch die Antriebsmechanik und die Eckumlenkeinrichtungen zumindest
im geschlossenen Zustand des Schiebeflügels vollständig verdeckt im Falz zwischen
Blendrahmen und Schiebeflügel angeordnet ist, so dass sie den optischen Gesamteindruck
nicht beeinträchtigen.
[0032] Sodann kann nach einer Weiterbildung noch vorgesehen sein, dass wenigstens eine Verriegelungsvorrichtung
mit einem beweglichen Riegel zum Verriegeln des Schiebeflügels in der Spalt-Abdichtstellung
vorgesehen ist, da dies auf einfache Weise die Einbruchsicherheit erhöhen kann. Da
der Schiebeflügel ohne eine Lösen der Dichtleisten quasi nicht oder nur sehr schwer
aus der Geschlossenstellung gegen die Reibung der Dichtleisten aufgeschoben werden
kann ist eine relativ hohe Grundsicherheit gegen Einbruchsversuche gegeben.
[0033] Es kann vorgesehen sein, dass dieser Riegel ebenfalls über das Antriebsmittel bewegt
wird, z.B. über eine Getriebeverbindung bzw. eine Getriebe. Letzteres kann verschieden
ausgestaltet sein und beispielsweise nach einer möglichen Ausgestaltung eines oder
mehrere Zahnräder aufweisen.
[0034] Es kann nach einer vorteilhaften Variante beispielsweise vorgesehen sein, dass der
Riegel als ein Drehriegel ausgebildet ist, der in einer Drehstellung ein Schließblech
am Schiebeflügel so hintergreift, dass der Schiebeflügel nicht verschiebbar ist und
der in einer anderen das Schließblech nicht hintergreift, so dass ein Verschieben
des Schiebeflügels möglich ist.
[0035] Der Schiebeflügel kann von Hand auf und zu gefahren werden, beispielsweise mit Hilfe
eines Griffes. Er kann alternativ aber auch so ausgelegt sein, dass er elektromotorisch
auf- und zu gefahren werden kann.
[0036] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sind den übrigen Unteransprüchen zu entnehmen.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
[0037] Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung werden im Folgenden anhand der Zeichnungen
beschrieben, die lediglich zur Erläuterung dienen und nicht einschränkend auszulegen
sind. Es sind auch andere Ausführungsvarianten realisierbar, die nicht in den Zeichnungen
dargestellt sind. Bei diesen können jeweils auch eines oder mehrere der Merkmale der
nachfolgenden Ausführungsbeispiele oder Äquivalente dieser Merkmale umgesetzt werden.
In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- in a) eine perspektivische Ansicht einer Schiebewand, welche in eine Wandöffnung eines
Gebäudes einsetzbar ist und in b) eine Frontansicht eines Abschnitts dieser Schiebewand;
- Fig. 2
- eine perspektivische Ansicht eines bodenseitigen Randbereiches einer Schiebewand mit
einer an einen Schiebeflügel gedrückten Dichtleiste:
- Fig. 3
- in a) eine vereinfachte Querschnittsansicht eines vertikalen Randbereiches einer Schiebewand
in einer Spalt-Offenstellung mit einer von dem Schiebeflügel zurückgezogenen Dichtleiste
und in b) die Anordnung aus a) mit einer an den Schiebeflügel gedrückten Dichtleiste
in Spalt-Abdichtstellung;
- Fig. 4
- eine perspektivische Ansicht einer Dichtleiste aus Fig. 2, die in ein Widerlager-
und Halteprofil eingesetzt ist;
- Fig. 5
- in a) eine perspektivische Ansicht eines Blendrahmenprofils mit einer beweglichen
Dichtleiste, einer Antriebsmechanik und eines Flügelrahmenprofils, in b) die Dichtleiste
aus a) nebst ihrer Antriebsmechanik und in c) ein Element eine Umlenkeinrichtung einer
Antriebsmechanik;
- Fig. 6
- in a) und b) eine Seitenansicht und eine Draufsicht auf Elemente einer Antriebsmechanik
und einer Dichtleiste in einer SpaltOffenstellung und in c) und d) die Elemente aus
a) und b) in einer Spalt-Abdichtstellung;
- Fig. 7
- in a) ein eine perspektivische Ansicht eines Blendrahmenprofils mit einer beweglichen
Dichtleiste, mit einer Antriebsmechanik und mit einer Eckumlenkeinrichtung und in
b) Antriebselemente der Antriebsmechanik und der Eckumlenkung aus a) und in c) bis
d) weitere Ansichten insbesondere von Elementen der Eckumlenkeinrichtung in zum Teil
unterschiedlichen Betriebsstellungen;
- Fig. 8
- in a) eine perspektivische Sprengansicht mehrerer Elemente, so eines Handgriffs als
Antriebsmittels sowie von Getriebeelementen zum Antrieb der Treibstangen der Antriebsmechanik,
in b) die Elemente aus a) in einem zusammengebauten Zustand und in c) eine Querschnittsansicht
des Blendrahmenprofils mit einem Schiebeflügelrand, einer Dichtanordnung und dem Antriebsmittel
aus a);
- Fig. 9
- den Handgriff aus Fig. 8a) und einige Getriebeelemente, und zwar in a) und b) in einer
ersten Gebrauchs- bzw. Betriebsstellung und in c) und d) und e) in einer zweiten Gebrauchs-
bzw. Betriebsstellung;
- Fig. 10
- in a) eine perspektivische Ansicht eines Handgriffs mit einer anderen Variante von
Getriebeelementen zum Umsetzen einer Bewegung des Handgriffes in Bewegungen der Treibstangen
der Antriebsmechanik und eines zusätzlichen Verriegelungselementes und in b) und c)
weitere Ansichten dieses Bereiches des Schiebefensters;
- Fig. 11
- in a) eine perspektivische Ansicht eines als Elektromotor ausgebildeten Antriebsmittels,
der in ein Blendrahmenprofil eingesetzt ist sowie von Getriebeelementen zum Antrieb
der Treibstangen der Antriebsmechanik und in b) eine Schnittansicht eines Blendrahmenprofils
mit einem solchen Elektromotor, der vollständig in einem Führungskanal des Blendrahmenprofils
aufgenommen ist.
- Fig. 12
- eine Schnittansicht eines Blendrahmenprofils mit einem Elektromotor, der vollständig
in einem Führungskanal des Blendrahmenprofils aufgenommen ist und eine Darstellung
einer Dichtanordnung;
- Fig. 13.
- eine Schnittansicht eines vertikalen Blendrahmenprofils und Flügelrahmenprofils im
mittleren Bereich der Schiebewand mit einer Dichtanordnung; und
- Fig. 14
- in a) eine perspektivische Ansicht von Abschnitten einer Schiebewand mit Elementen
einer Verriegelungsvorrichtung, in b) und c) weitere Ansichten dieser Verriegelungsvorrichtung
und in d) eine Schnittansicht einer Schiebewand oben horizontal mit Verriegelungsvorrichtung
und Dichtungsanordnung.
BESCHREIBUNG BEVORZUGTER AUSFÜHRUNGSFORMEN
[0038] In Figur 1 ist eine Schiebewand gezeigt. Der Begriff der Schiebewand umfasst im Rahmen
dieser Schrift insbesondere Schiebetüren und Schiebefenster verschiedenster Art.
[0039] Die Schiebewand 1 weist einen Blendrahmen 2 nach Art einer Einfassung auf und wenigstens
einen in dem Blendrahmen verschieblich geführten Schiebeflügel 3. Der Blendrahmen
2 ist als ein umlaufender Blendrahmen ausgebildet. Der Schiebeflügel 3 ist in dem
Blendrahmen 2 bzw. in der Einfassung zwischen einer Geschlossenstellung (die in Fig.
1 abgebildet ist) und einer Offenstellung verschieblich bzw. verfahrbar. Der Schiebeflügel
3 kann vorzugsweise in der Geschlossenstellung verriegelt werden.
[0040] Im unteren Bereich kann der Blendrahmen 2 dazu ausgelegt sein, in eine Vertiefung
in einem Boden eingesetzt zu werden.
[0041] Die Schiebewand 1 kann neben dem verschieblich geführten Schiebeflügel 3 wenigstens
einen weiteren Schiebeflügel und/oder eine nicht verschiebliche Festverglasung aufweisen.
Der Schiebeflügel 2 wird dann beim Öffnen vor die Festverglasung geschoben (in Fig.
1a nach rechts). Der Schiebeflügel 3 weist vorzugsweise einen umlaufenden Flügelrahmen
301 und ein Flächenelement 302 auf (siehe Fig. 3a), das beispielsweise als Isolierglasscheibe
ausgelegt sein kann. Ein solches Flächenelement 302 erstreckt sich in einer Hauptflächenebene.
(in Fig. 1 die X-/Y-Ebene).
[0042] Der Schiebeflügel 3 greift mit einem oder mehreren seiner Ränder - hier mit dem Flügelrahmen
301 - in einen unteren, hier horizontal verlaufenden ersten Aufnahme- und Aufnahme-
und Führungskanal 4 der Einfassung bzw. des Blendrahmens 2 ein. Er kann dort - siehe
Fig. 2 - mit einer unteren schienenartigen Auflage 201 auf Laufrollen 202 oder dgl.
schiebbar gelagert sein.
[0043] Der Schiebeflügel 3 kann alternativ auch selbst z.B. an seiner Unterseite Laufrollen
aufweisen und in dem Blendrahmen 2 zum Öffnen und Schliessen rollbar gelagert sein
(nicht dargestellt). Rein beispielhaft sei insoweit auf den eingangs genannten Stand
der Technik verwiesen.
[0044] Der Schiebeflügel 3 kann ferner an seinen weiteren Seiten in wenigstens einen oder
mehrere weitere Aufnahme- und Schiebekanäle 4 eingreifen. Diese weiteren Aufnahme-
und Schiebekanäle können einen zweiten, hier horizontal verlaufenden oberen Aufnahme-
und Aufnahme- und Führungskanal 4 umfassen (Fig. 11b) und vorzugweise wenigstens einen
dritten Aufnahme- und Führungskanal 4 (Fig. 3). In diesen vertikalen Aufnahme- und
Führungskanal 4 (linker Rand der Schiebewand in Fig. 1a) greift der Schiebeflügel
nur in der Geschlossenstellung und während des anfänglichen Bewegens beim Öffnen oder
am Ende beim Schliessen ein, in die horizontal verlaufenden Aufnahme- und Führungskanäle
4 hingegen in der Geschlossenstellung, sodann während des gesamten Öffnungsvorganges
und auch in der maximal erreichbaren Offenstellung. Der Aufbau einer solchen Schiebewand
ist dem Fachmann allgemein bekannt und wird hier daher nicht in jedem Detail abgebildet.
Es kann auch im Bereich der Festverglasung ein weiterer Aufnahme- und Führungskanal
4 ausgebildet sein, der sich vertikal zwischen einem Blendrahmenprofil der Festverglasung
und ggf. eine äußeren Abdeckung erstreckt, durch welche der Schiebeflügel also beim
Öffnen und Schliessen hindurch geschoben wird.
[0045] Zumindest in der Geschlossenstellung ist zwischen dem wenigstens einen oder den mehreren,
insbesondere sämtlichen Aufnahme und Führungskanälen 4 und dem Umfangsrand des Schiebeflügels
3 jeweils ein Spalt S zwischen dem Flügelrahmen 301 und dem Blendrahmen 2 ausgebildet.
Es gilt, diesen Spalt S zumindest in der Geschlossenstellung ganz oder jedenfalls
abschnittsweise abzudichten (Fig. 3a, 3b).
[0046] Dabei soll diese Abdichtung an der jeweiligen Randseite vorzugsweise mit zwei Dichtleisten
5, 6 erreicht werden, die an den Innenrändern des Schiebekanals 4 des Blendrahmens
2 angeordnet sind, die in entgegengesetzter Richtung von dem Blendrahmen 2 nach innen
in Richtung des Schiebeflügels 3 vorstehen und die zwischen sich den Umfangsrand des
Schiebeflügels 3, insbesondere einen Flügelrahmenabschnitt eines Flügelrahmens 301
des Schiebeflügels 3, aufnehmen (Fig. 2, 3a, 3b). Dabei können die Dichtleisten 5,
6 im Wesentlichen senkrecht zur Hauptebene des Schiebeflügels 3 ausgerichtet sein,
was bedeutet, dass sie vorzugsweise an der vom Schiebeflügel 3 abgewandten Seite mit
einem Fuß am Blendrahmen 2 festgelegt sind und mit einer Dichtseite in Richtung des
Flügels vorstehen.
[0047] Aus dem Stand der Technik ist es bekannt, beide Dichtleisten 5, 6 zu diesem Zweck
als Bürstendichtungen auszubilden, was eine relativ gute Beweglichkeit des Schiebeflügels
sichert aber eine weniger optimale Dichtwirkung in der Geschlossenstellung.
[0048] Erfindungsgemäß wird somit keine oder nur eine der beiden - hier die Dichtleiste
6 - als Bürstendichtung oder als Kombination aus Bürstendichtung und Elastomerdichtung
ausgelegt. Die Dichtleiste 6 könnte alternativ auch anders aufgebaut sein, sie soll
aber beim Öffnen ein Schieben des Schiebeflügels relativ zur Dichtleiste 6 erlauben.
Vorzugsweise liegt die Dichtleiste 6 im Geschlossenzustand an dem Schiebeflügel 3
an, vorzugsweise an dem Flügelrahmen 301 des Schiebeflügels 3.
[0049] Es ist auch bekannt, eine oder beide der Dichtleisten 5, 6 als hydraulisch oder pneumatisch
aufpumpbare Dichtleisten auszubilden, so dass zum Abdichten ihr Querschnitt vergrößerbar
und wieder verringerbar ist, was durchaus eine gute Abdichtung sichern kann, was aber
das Bereitstellen einer entsprechenden Hydraulik- oder Pneumatikversorgung erfordert.
[0050] Die Erfindung geht daher einen anderen Weg.
[0051] Nach der Erfindung ist vorgesehen, der wenigstens einen oder wenigstens der Dichtleisten
5, 6 eine Antriebsvorrichtung insbesondere mit einer Antriebsmechanik und einem Antriebsmittel
zuzuordnen. Mit der Antriebsmechanik ist die jeweilige Dichtleiste 5 vorzugsweise
als Ganzes relativ zum Schiebeflügel beweglich ist, wobei die Bewegung der beweglichen
Dichtleiste 5 senkrecht oder im Wesentlichen senkrecht zur Hauptebene (X-/Y-Ebene)
des Schiebeflügels 3 erfolgt.
[0052] «Im Wesentlichen Senkrecht» zur Hauptebene des Schiebeflügels 3 bedeutet, dass die
Bewegungsrichtung der Dichtleiste 5 zumindest eine Bewegungskomponente senkrecht zur
Hauptebene des Schiebeflügels 3 aufweist, mit welcher die Breite des Spaltes S in
ihrem Bereich veränderlich und der Spalt S schließbar ist. «Senkrecht» bedeutet, dass
die gesamte Dichtleiste 5 oder zumindest Teile davon senkrecht zur Hauptebene des
Schiebeflügels bewegbar ist, also senkrecht zur Schieberichtung des Schiebeflügel
bewegbar ist.
[0053] In Fig. 2 erstreckt sich die Hauptebene des Schiebeflügels 3 in X-Richtung zur Zeichnungsebene.
In Fig. 1a ist die Hauptebene ebenfalls die X-/Y-Ebene. Die Bewegung der Dichtleiste
5 erfolgt dann in einem kartesischen Koordinatensystem X, Y und Z in und gegen die
Z-Richtung.
[0054] Die Dichtleiste 5 ist somit zwischen einer Spalt-Öffnungsstellung I (Fig. 3a) zum
Verschieben des Flügels in eine Öffnungsstellung und daraus zurück in die Geschlossenstellung
und einer Spalt-Abdichtstellung II zum Abdichten des Schiebeflügels 3 in der Geschlossenstellung
beweglich (Fig. 3b).
[0055] In der Spalt-Öffnungsstellung I ist zwischen der Dichtleiste 5 und dem Schiebeflügel
3 ein offener Spalt S ausgebildet. Ein entsprechender Spalt bildet sich vorzugsweise
auch zwischen der Dichtleiste 6 und dem Schiebeflügel 3 aus. So kann der Schiebeflügel
3 gut in seine Öffnungsstellung und zurück in die Geschlossenstellung verschoben werden.
[0056] In der Spalt-Abdichtstellung II ist die Dichtleiste 5 hingegen seitlich senkrecht
zur Hauptebene des Flügels gegen den Schiebeflügel 3 bewegt und gedrückt worden (Fig.
3b). In dieser Stellung ist der Spalt S geschlossen und die Dichtleiste 5 kann sogar
ggf. einen leichten Druck auf den Schiebeflügel 3 aufweisen, mit dem er gut und satt
gegen die Dichtleiste 6 auf der gegenüberliegenden Seite des Schiebeflügels 3 gedrückt
wird. Die weitere Dichtleiste 6 kann beispielsweise als nicht bewegliche Bürstendichtung
und/oder Elastomerdichtung ausgebildet werden, die innen an der Einfassung festgelegt
ist und in Richtung des Schiebeflügels 3 von der Einfassung vorsteht. Die Dichtleiste
5 kann hingegen als Elastomerdichtung oder dgl. ausgebildet werden, die den Spalt
dicht verschließt.
[0057] Die Reibung zwischen der Dichtleiste 5 und dem Flügelrahmen 3 ist in diesem Zustand
zwar sehr groß. Vor dem Öffnen des Schiebeflügels 3 wird aber die Dichtleiste 5 in
die Spalt-Öffnungsstellung I zurückbewegt. Erst dann wird der Schiebeflügel 3 geöffnet.
[0058] Vorzugsweise ist die Dichtleiste 5 somit als Ganzes senkrecht zur Flügel-Hauptebene
und senkrecht zur Schieberichtung des Schiebeflügels 3 mit der Antriebsmechanik 7
beweglich. Diese Antriebsmechanik ist hier nicht als Pneumatik zum Aufpumpen des Dichtleiste
5 ausgebildet.
[0059] Die Antriebsmechanik 7 kann auf verschiedene Weise realisiert werden.
[0060] So kann vorgesehen sein, dass die jeweilige bewegliche Dichtleiste 5 ein Dichtprofil
51 aufweist, dass aus wenigstens einem Dichtmaterial wie einem Elastomer oder dgl.
gefertigt ist (Fig. 3b). Dieses Dichtmaterial kann an einer vorzugsweise aus Kunststoff
und/oder Metall bestehenden Stützleiste 52 festgelegt sein. Dann bilden das Dichtprofil
51 und die Aufnahmeleiste 52 gemeinsam die bewegliche Dichtleiste 5 aus.
[0061] Das Dichtprofil 51 kann einen Fuß 511, wenigstens einen Dichtwulst 512 und wenigstens
eine Hohlkammer 513 aufweisen. Es kann aus einem oder mehreren Materialien bestehen.
[0062] Nach einer Variante kann das Dichtprofil mit einem Rastfuß 511 in einer Aufnahmenut
521 der Stützleiste 52 festgelegt sein.
[0063] Die Stützleiste 52 ist wiederum in einer Schiebenut 91 des Blendrahmens 2 (z.B. an
einer separaten Halteleiste 9 des Blendrahmens 2) verschieblich geführt. Diese Schiebenut
91 steht senkrecht zum Schiebeflügel 3 in Richtung des Schiebeflügels 3 offen. Das
Dichtprofil 51 steht zumindest in der Spalt-Geschlossenstellung II aus der Schiebenut
91 in Richtung des Schiebeflügels 3 vor und berührt diesen. In der Spalt-Öffnungsstellung
I wurde sie vorzugsweise weiter in die Schiebenut 91 zurückgezogen.
[0064] Die Schiebenut 91 kann direkt in einem Blendrahmenprofil 200 des Blendrahmens 2 ausgebildet
sein oder in einem an ein Blendrahmenprofil 200 ansetzbaren Widerlager- und Halteprofil
9 (siehe Fig. 2 sowie 3a und 3b aber auch Fig. 4).
[0065] Um die Dichtleiste 5 zu bewegen, kann die Antriebsmechanik 7 eine parallel zur Dichtleiste
5 angeordnete und parallel relativ zu dieser verschiebliche Treibstange 71 aufweisen
(Fig. 4). Zwischen der Dichtleiste 5 und der Treibstange 71 sind ferner Umlenkmittel
72 der Antriebsmechanik vorgesehen, um eine Bewegung der Treibstange 71 parallel zur
Dichtleiste 5 in eine Bewegung der Dichtleiste 5 senkrecht zur Bewegungsrichtung der
Treibstange 71 umzusetzen.
[0066] Die Umlenkmittel 72 können auf verschiedene Weise ausgebildet werden.
[0067] So können - siehe Fig. 4 - an der von dem Dichtprofil 51 abgewandten Seite der Stützleiste
52 als Umlenkmittel 72 schräge Rampen 721 angeordnet sein und es können ferner korrespondierende
Rollen 722 an der Aufnahmeleiste 52 angeordnet sein. Diese Rollen 722 können an den
Rampen 721 abrollen.
[0068] Die Anordnung kann aber auch umgekehrt sein. Dann sind Rollen 722 an der Stützleiste
52 angeordnet und an der Treibstange 71 sind Rampen 721 ausgebildet.
[0069] Als Widerlager der Antriebsmechanik 7 kann ein Widerlager- und Halteprofil 9 vorgesehen
sein. Dieses kann einen Teil des Blendrahmens 2 bilden. Es kann mit diesem einstückig
ausgebildet sein oder an diesem festgelegt sein (Fig. 3a, b, 4). Das Widerlager- und
Halteprofil 9 ist schienenartig ausgebildet und weist verschiedene Funktionsbereiche
auf. Das Widerlager- und Halteprofil kann beispielsweise aus Kunststoff oder einem
Metall, insbesondere aus Leichtmetall, bestehen.
[0070] Das Widerlager- und Halteprofil 9 ist hier als separates Element zum Blendrahmen
2 vorzugweise an diesem festlegbar, z.B. an einer Befestigungsnut 92. Es kann aber
auch alternativ direkt integral mit der Einfassung 2 einstückig ausgelegt sein (nicht
dargestellt). Das Widerlager- und Halteprofil 9 kann selbst einstückig ausgebildet
sein oder auch wiederum aus Einzelprofilen oder dgl. zusammengesetzt sein.
[0071] Die Befestigungsnut 92 kann dazu ausgelegt sein, auf einen Steg 204 der Einfassung
aufgesetzt zu werden (Fig. 3a), um dort klemmend und/oder rastend festgelegt zu werden.
Diese Befestigungsart ist einfach, aber nur als rein beispielhaft zu verstehen. Die
Befestigung der Widerlagerschiene 9 an dem Blendrahmen 2 könnte auch auf andere Weise
erfolgen, so beispielsweise umgekehrt (Nut an der Einfassung und Steg an dem Widerlager-
und Halteprofil 9).
[0072] Die Funktionskonturen des Widerlager- und Halteprofils 9 erstrecken sich vorzugsweise
über die gesamte Länge der jeweiligen Seite der Einfassung 2. Die Fig. 3a und 3b zeigen
bzw. veranschaulichen jeweils einen Schnitt dieses Elementes.
[0073] Das Widerlager- und Halteprofil 9 weist als weitere Funktionskontur die Schiebenut
91 (eine Art Führungsnut) zum jedenfalls teilweisen Aufnehmen und Führen der Dichtleiste
5 während ihrer Bewegungen auf. Die Dichtleiste 5, insbesondere deren Stützleiste
52, ist in der Schiebenut 91 verschieblich geführt.
[0074] Die Schiebenut 91 ist vorzugsweise in Richtung des Randes des Schiebeflügels offen
ausgebildet. Sie ist derart ausgerichtet, dass in ihr die Stützleiste 52 senkrecht
zur Hauptebene des Schiebeflügels 3 bewegt werden kann.
[0075] Derart kann die Dichtleiste 5 an den Schiebeflügel 3 angelegt und wieder von diesem
weg bewegt werden um den Spalt S zu öffnen und zu schleissen.
[0076] Dabei stehen die Rampen 721 an der von dem Dichtprofil 51 abgewandten Seite er Stützleiste
52 vorzugsweise ganz oder abschnittsweise durch Öffnungen 93 in der Widerlagerschiene
9 aus dieser nach außen vor. Sie können dann an den Rollen 722 der Treibstange 7 anliegen.
Diese Rampen können als separates Bauteil ausgebildet sein, das an die jeweilige Treibstange
71 angesetzt ist.
[0077] Es kann dann weiter vorteilhaft vorgesehen sein, dass die Treibstange 71 verschieblich
an dem Widerlager- und Halteprofil 9 gehalten ist. So kann die Treibstange 71 in einer
hinterschnittenen Schiebenut 94 des Widerlager- und Halteprofils 9 aufgenommen sein.
Die Treibstange 71 ist derart an dem Widerlageprofil 9 gehalten, dass an/in der Treibstange
71 drehbar gelagerte Rollen 722 an den Rampen 721 abrollen können.
[0078] Laufen die Rollen 722 auf den Rampen 721beim linearen Bewegen der jeweiligen Treibstange
71 ab, werden die Rampen 721 und damit die gesamte Stützleiste 52 mit dem Dichtprofil
51 in der Schiebenut 91 für das Dichtprofil 5 in Richtung des Schiebeflügels 3 bewegt,
bis sich der Spalt S schließt und die Spalt-Geschlossenstellung II der Fig. 3b erreicht
ist.
[0079] Es kann so oder über eine andere Antriebsmechanik über die Dichtleiste 5 auch ein
gewisser Druck auf das Dichtprofil 51 bzw. auf den Rand des Schiebeflügels 3 aufgebracht
bzw. ausgeübt werden, wodurch sich eine besonders hohe Dichtigkeit ergibt.
[0080] Es kann vorgesehen sein, eine Rückstellfeder vorzusehen, die eine Rückstellbewegung
der Dichtleiste 5 sichert, wenn die Rollen 722 an den Rampen 721 zurückgerollt werden.
Derart werden die Rampen 721 «frei». Die Rückstellfeder sorgt dann für eine Rückstellung
der Dichtleiste 5, um den Spalt S wieder zu öffnen
[0081] Nach einer besonders einfachen Variante ist die Rückstellfeder eine Blattfeder. Es
kann ferner in besonders einfacher Weise vorgesehen sein, dass die jeweilige Rampe
721 selbst als eine Blattfeder ausgebildet ist, die z.B. an einem ihrer Enden an der
Stützleiste 52 festgelegt ist und an einem anderen Ende an der Widerlagerschiene/-leiste
9. Dann können die Rampen 721 selbst auch die jeweilige Rückstellfeder ausbilden.
[0082] Durch die Widerlagerschiene 9 werden die bei dem Bewegen der Treibstange 7 und der
Dichtleiste 5 entstehenden Kräfte gut aufgenommen und abgestützt. Die Dichtleiste
5 kann derart sicher und gut in ihrer Schiebenut 91 senkrecht zur Hauptebene des Schiebeflügels
3 bewegt werden.
[0083] Das Ausfahren der Dichtleiste 5 erfolgt bei diesem Ausführungsbeispiel gegen die
Federkraft der Rückstellfeder. Das Rückstellen der Dichtleiste 5 erfolgt dann allerdings
vorteilhaft durch Federkraft.
[0084] Die Rampen 721 können bei einer Variante auch einen Teil einer Kulissenbahn 723 bilden,
in welcher die Rolle 722 abrollen kann (siehe Fig. 5a-c).
[0085] Die Kulissenbahn 723 weist dann vorzugsweise beidseits gegenläufig orientierte Rampen
721 auf. Derart kann durch Bewegen der Treibstange 71 die Dichtleiste 5 in ihren beiden
möglichen Bewegungsrichtungen ohne Rückstellfeder bewegt werden. Die Kraft beim Zustellen
der Dichtleiste 5 bzw. beim Ausfahren der Dichtleiste 5 wird derart verringert. Dafür
muss beim Zurückziehen bzw. Einfahren der Dichtleiste 5 ebenfalls eine zusätzliche
Rückziehkraft aufgebracht werden (siehe dazu Fig. 5a und Fig. 6a - d).
[0086] Die Kulissenbahn 723 kann in einer Platte 724 (Fig. 5c) ausgebildet sein, die an
der von dem Dichtprofil 51 abgewandten Rückseite der Stützleiste 52 angebracht ist
(Fig. 5b), beispielsweise durch ein Verschrauben.
[0087] Es ist vorteilhaft, nicht nur an einer Seite des Blendrahmens 2, sondern an zwei,
drei oder mehr Seiten (z.B. horizontal oben und unten und vertikal) des Blendrahmens
jeweils zumindest eine der beweglichen Dichtleisten 5 anzuordnen.
[0088] Derart kann sogar eine Art «Dichtrahmen» aus Dichtleisten 5 aufgebaut werden. Dieser
Dichtrahmen kann ganz oder im Wesentlichen ganz umlaufend am Schiebeflügel 3 ausgebildet
sein.
[0089] Dann wird vorzugsweise der gesamte Dichtrahmen synchron bewegt, das heisst, der gesamte
Rahmen kann bevorzugt synchron aus den Schiebenuten 91 ausgefahren werden, insbesondere
wenn der Schiebeflügel 3 in die Geschlossenstellung bewegt worden ist. Dabei wird
der Dichtrahmen gegen den Schiebeflügel 3 gepresst und drückt diesen etwas an die
gegenüberliegende Dichtleiste 6. Dazu ist der Schiebeflügel 3 vorzugsweise derart
mit Spiel relativ zum Blendrahmen bzw. der Einfassung 2 verschieblich gelagert, dass
ein geringes Bewegen senkrecht zur Einfassung 2 in dem Aufnahme- und Führungskanal
4 des Blendrahmens 2 erfolgen kann, um den Spalt S besonders sicher abzudichten. Derart
kann in der Geschlossenstellung des Schiebeflügels 3 insbesondere auch eine besonders
gute Abdichtung gegen einen Durchtritt von Schall durch den Spalt S erreicht werden.
Es wird zudem eine sehr gute Schlagregendichtigkeit erreicht.
[0090] In dem Bereich der Festverglasung kann deren vertikaler Blendrahmenholm bzw. deren
vertikales Blendrahmenprofil 200 zum Abstützen des Dichtrahmens genutzt werden (Fig.
13). Es kann ferner an der Außenseite der Einfassung ein weiterer vertikaler Blendrahmenholm
200 (hier nicht dargestellt) vorgesehen sein, welcher eine Dichtleiste 6 aufweist,
so dass auch im Bereich dieses vertikalen Blendrahmenprofils im Bereich der Festverglasung
eine Abstützung vorgesehen ist. Der Schiebeflügel 3 greift dann zumindest in der Geschlossenstellung
auch in eine Art von Aufnahme- und Führungskanal 4 ein.
[0091] Die Dichtleisten 5 des Dichtrahmens können an einer oder beiden vertikalen Seiten
und an beiden horizontalen Seiten ganz oder vollständig nach Art der Fig. 2, 3a, 3b
oder 11 aufgebaut sein.
[0092] Dann ist es vorteilhaft, die Treibstangen 71 an den verschiedenen Seiten jeweils
zu koppeln, z.B. über Eckumlenkeinrichtungen 77, wie sie aus dem Fensterbau zum Koppeln
von Treibstangen über Eck grundsätzlich bekannt sind. Gut geeignet sind beispielsweise
über Eck bzw. eine Eckrolle oder dgl. biegbare und über Eck verschiebliche bewegliche
dünne Blechstreifen 771, welche zwei über Eck benachbarte Treibstangen 71 koppeln.
Nur an einer der Treibstangen 771 ist dann ein Antrieb erforderlich (Fig. 7a, b).
Die andere Treibstange wird mitgenommen.
[0093] Zum Bewegen der Treibstange 71 kann diese oder eine der Treibstangen des Dichtrahmens
eine Antriebskontur aufweisen. Diese Antriebskontur kann beispielsweise als ein Zahnstangenabschnitt
73 ausgebildet sein. Es ist dann vorteilhaft, wenn dieser Zahnstangenabschnitt 73
mit wenigstens einem Zahnrad 74 kämmt, dass am Blendrahmen 2 gelagert ist. Das Zahnrad
74 kann direkt (Fig. 8a, 8b, 9a- 9c, b) oder über weitere zwischengeschaltete Zahnräder
mittels eines Handgriffes 75 bewegbar sein. Der Handgriff 75 kann ein Schwenkgriff
sein, der am Blendrahmen 2 z.B. um 180° schwenkbar angeordnet sein kann (siehe auch
Fig. 1a) und der dazu ausgelegt ist, das Zahnrad 74 zu drehen. Sind mehrere Zahnräder
zwischen den Handgriff 75 und das eine oder die mehreren Zahnstangenabschnitte 73
geschaltet, kann ggf. eine höhere Übersetzung realisiert werden, um die Handkraft
zum Anpressen und/oder Lösen des Dichtrahmens zu senken bzw. geeignet einzustellen.
An dem Zahnrad 74 können an gegenüberliegenden Seiten auch jeweils eine bzw. dann
zwei Zahnstangenabschnitte 73 angreifen, die dann in entgegengesetzter Richtung jeweils
mit Treibstangen 71 verbunden sind, so dass ein Antrieb von zwei Treibstangen 71 in
zwei Richtungen realisiert werden kann.
[0094] Alternativ kann das Zahnrad 74 direkt oder über weitere zwischengeschaltete Zahnräder
mittels eines ansteuerbaren Motors im/oder am Griff bewegbar sein hier nicht dargestellt).
[0095] Ein Elektromotor 76 kann sodann alternativ direkt wie eine Art «Elektrozylinder»
über einen Spindeltrieb, dessen eines Element über einen Hebel oder dgl. mit der Treibstange
71 gekoppelt ist, auf die Treibstange 71 wirken, um diese linear zu beim Ein- und
Ausfahren der Spindel hin- und her zu bewegen.
[0096] Der Elektromotor 76 kann optional komplett verdeckt in einem der Aufnahme- und Führungskanäle
4 aufgenommen sein, so dass er im Geschlossenzustand des Schiebeflügels 3 vorzugsweise
von außen nicht sichtbar ist. Dazu ist sein Querschnitt vorzugsweise so klein, dass
er vollständig von dem Führungskanal aufgenommen werden kann. Denkbar ist auch der
Einsatz eines Pneumatikzylinders anstelle eines Elektrozylinders.
[0097] Die erstgenannte Variante mit einem Handantrieb über einen Schwenkhebel ist besonders
einfach und benötigt nur mechanische, nicht aber pneumatische oder elektrische Komponenten.
Die zweitgenannte Variante mit einem Elektromotor erlaubt einen motorisierten Betrieb,
vorzugweise über eine Steuereinheit, mit welcher der Elektromotor wirkverbunden ist.
[0098] Fig. 14a und b veranschaulichen, wie mit einem Riegel 80 zumindest ein Punkt am Flügel
in der Spalt-Abdichtstellung gegen ein Verschieben blockiert werden kann, so dass
eine zusätzliche Sicherung gegen unbeabsichtigtes Aufschieben des Schiebeflügels 3
gegeben ist. Der Riegel 80 kann über eine separate Umlenkmechanik ausgefahren werden
und greift vorzugsweise in oder hinter ein Widerlager 81 an dem Flügel 3, das beispielsweise
an dem Flügelrahmen 301 z.B. an dessen Oberseite ausgebildet werden kann. Die Umlenkmechanik
kann vorzugsweise an einer anderen Seite dieser Treibstange 7 angeordnet sein als
die Umlenkmechanik zum Bewegen der Dichtleiste 5.
[0099] Die Fig. 10a) bis c) offenbaren eine Variante dieser Ausgestaltung. Hier ist das
Antriebsmittel - hier der Handgriff 75 - über ein Getriebe - hier beispielhaft bestehend
aus weiteren Zahnrädern 741, 742, 782, von denen das Zahnrad 741 mit dem Zahnrad 74
auf einer Welle bzw. einem Stift angeordnet sein kann - mit einem drehbaren Riegel
79gekoppelt.
[0100] Dieser drehbare Riegel 79 kann an seinem Ende eine nicht kreisrunde Formgebung aufweisen
bzw. einen nicht kreisrunden Kopf 82. Dabei kann der Kopf 82 im geschlossenen Zustand
des Schiebeflügels 3 in eine Öffnung 84 eines Schließbleches 83 am Schiebeflügel 3,
hier am vertikalen Flügelrahmenholm (in Fig. 1a ganz links) eingreifen. In dieser
Stellung ist er mit Hilfe des Antriebsmittels verdrehbar, insbesondere um 90° verdrehbar.
[0101] Die Öffnung 84 und der Kopf 82 sind derart abgestimmt, dass der Riegel ihn einer
ersten Drehstellung die Bewegung des Schiebeflügels nicht hemmt, da er so ausgerichtet
ist, dass er das Schließblech nicht hintergreift, so dass dieses mit dem Schiebeflügel
über den Kopf 82 hinwegbewegt werden kann. In der anderen Drehstellung hintergreift
er hingegen das Schließblech, so dass die Bewegung des Schiebeflügels 3 - insbesondere
zur Einbruchhemmung - blockiert ist.
Bezugszeichen
[0102]
- Schiebewand
- 1
- Einfassung
- 2
- Blendrahmenprofil
- 200
- schienenartige Auflage
- 201
- Laufrollen
- 202
- Profil
- 203
- Steg
- 204
- Flügelrahmen
- 301
- Flächenelement
- 302
- Aufnahme- und Schiebekanal
- 4
- Dichtleiste
- 5
- Dichtprofil
- 51
- Fuß
- 511
- Dichtwulst
- 512
- Hohlkammer
- 513
- Aufnahmenut
- 521
- Stützleiste
- 52
- Dichtleiste
- 6
- Antriebsmechanik
- 7
- Treibstange
- 71
- Umlenkeinrichtung
- 72
- Rampen
- 721
- Rollen
- 722
- Kulissenbahn
- 723
- Platte
- 724
- Zahnstangenabschnitt
- 73
- Zahnrad
- 74
- Zahnräder
- 741, 742, 782
- Handgriff
- 75
- Elektromotor
- 76
- Eckumlenkeinrichtungen
- 77
- Blechstreifen
- 771
- Antriebskontur
- 78
- Verriegelungsstift
- 79
- Riegel
- 80
- Widerlager
- 81
- Kopf
- 82
- Schließblech
- 83
- Öffnung
- 84
- Widerlagerschiene
- 9
- Schiebenut
- 91
- Befestigungsnut
- 92
- Öffnungen
- 93
- Schiebenut
- 94
- Spalt
- S
- Spalt-Öffnungsstellung
- I
- Spalt-Abdichtstellung
- II
1. Schiebewand, die zumindest folgendes aufweist:
zumindest einen Schiebeflügel (3),
einen Blendrahmen (2), der wenigstens einen Aufnahme- und Führungskanal (4) aufweist,
in welchem der zumindest eine Schiebeflügel (3) verschieblich geführt ist,
eine Dichtungsanordnung zur zumindest abschnittsweisen Abdichtung eines Spaltes (S)
zwischen dem Blendrahmen (2) und dem Schiebeflügel (3) zumindest in einer Geschlossenstellung
des Schiebeflügels (3),
dadurch gekennzeichnet, dass
die Dichtungsanordnung wenigstens eine im Aufnahme- und Führungskanal (4) des Blendrahmens
(2) angeordnete und senkrecht oder im Wesentlichen senkrecht zu einer Hauptebene des
Schiebeflügels (3) bewegliche Dichtleiste (5) aufweist, die in eine Spalt-Abdichtstellung
(I) bewegbar ist, in er sie am Schiebeflügel (3) anliegt und eine Spalt-Offenstellung
(II), in der sie am Schiebeflügel nicht oder im Wesentlichen nicht anliegt.
2. Schiebewand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der beweglichen Dichtleiste (5) eine Antriebsvorrichtung zugeordnet ist, mit welcher
die Dichtleiste (5) vorzugsweise als Ganzes senkrecht oder im Wesentlichen senkrecht
zum Schiebeflügel (3) bewegbar ist, vorzugsweise derart, dass die Antriebsvorrichtung
eine Antriebsmechanik (7) aufweist, mit welcher die Dichtleiste (5) vorzugsweise als
Ganzes senkrecht oder im Wesentlichen senkrecht zum Schiebeflügel (3) bewegbar ist.
3. Schiebewand nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsmechanik (7) ein rein mechanisch wirkendes, ein elektromotorisch wirkendes,
ein magnetisch, insbesondere elektromagnetisch, wirkendes oder ein fluidisch wirkendes
Antriebsmittel aufweist, um eines oder mehrere mechanisch wirkende Elemente oder eine
mechanische Einrichtung der Antriebsmechanik zu bewegen.
4. Schiebewand nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtleiste (5) in einer Schiebenut (91) verschieblich geführt ist, aus der sie
in der Spalt-Abdichtstellung nach außen vorsteht.
5. Schiebewand nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere der beweglichen Dichtleisten (5) vorgesehen sind, die an verschiedenen Seiten
des Blendrahmens vorgesehen sind und die einen umfangsgeschlossenen oder nicht umfangsgeschlossenen
Dichtrahmen ausbilden, insbesondere einen sich an vier Seiten des Blendrahmens (2)
erstreckenden Dichtrahmen, der als Ganzes gegen den Schiebeflügel (3), insbesondere
gegen einen Flügelrahmen (301) des Schiebeflügels (3), bewegbar ist.
6. Schiebewand nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schiebeflügel (3) mit der einen oder den mehreren beweglichen Dichtleisten (5),
insbesondere mit dem Dichtrahmen, in der Geschlossenstellung im Wesentlichen senkrecht
zu seiner Hauptebene gegen eine, zwei oder mehrere weitere Dichtleisten (6) der Dichtungsanordnung
bewegbar und pressbar ist, die auf der jeweils gegenüberliegenden Seite des Schiebeflügels
(3) im jeweiligen Aufnahmeund Führungskanal (4) des Blendrahmens (2) ausgebildet ist/sind.
7. Schiebewand nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwei der Dichtleisten (5) in horizontal ausgerichteten Aufnahme und Führungskanälen
(4) von horizontal ausgerichteten Blendrahmenprofilen vorgesehen sind, und dass zwei
der Dichtleisten (5) in vertikal ausgerichteten Aufnahme und Führungskanälen (4) von
vertikal ausgerichteten Blendrahmenprofilen vorgesehen sind, wobei der Schiebeflügel
(3) während des Schiebens und zumindest im geschlossenen Zustand in die horizontal
ausgerichteten Aufnahme- und Schiebekanäle (4) der vertikal ausgerichteten Blendrahmenprofile
eingreift und wobei der Schiebeflügel (3) zumindest im geschlossenen Zustand auch
in die vertikal ausgerichteten Aufnahme- und Führungskanäle (4) vertikal ausgerichteter
Blendrahmenprofile eingreift.
8. Schiebewand nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsmechanik jeweils eine der jeweiligen beweglichen Dichtleiste (5) zugeordnete
bewegliche Treibstange (71) aufweist, die parallel zu der Dichtleiste (5) beweglich
ist, wobei je Dichtleiste wenigstens eine Umlenkeinrichtung (72) vorgesehen ist, mit
der eine lineare Bewegung der Treibstange (71) parallel zum Schiebeflügel (3) in eine
Bewegung der beweglichen Dichtleiste (5) senkrecht oder im Wesentlichen senkrecht
zum Schiebeflügel (3) umsetzbar ist, wobei weiter vorzugsweise einer oder mehreren
der Dichtleisten (5) jeweils über ihre Länge verteilt zwei oder mehr der Umlenkeinrichtungen
(72) zugeordnet sind.
9. Schiebewand nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweilige Dichtleiste (5) ein Dichtprofil (51) aus Elastomer und eine Basisleiste
(52) aus Metall oder Kunststoff aufweist.
10. Schiebewand nach einem der vorstehenden Ansprüche, dass dass die Treibstange (71)
und die Dichtleiste (5) in jeweiligen Schiebenuten einer Halteleiste (9) verschieblich
geführt sind, die zur Abstützung an den Blendrahmen angesetzt ist oder direkt einstückig
mit dem Blendrahmen verbunden ist.
11. Schiebewand nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die jeweilige Umlenkeinrichtung (72) aufweist:
- wenigstens eine Rolle (722) und wenigstens eine Rampe (721) nach Art einer schiefen
Ebene an der Dichtleiste (5) aufweist, auf welcher die Rolle (722) abrollbar ist,
um die Dichtleiste zu bewegen, und/oder
- eine Rückstellfeder, und/oder
- eine Rolle (722), die in einer Kulissenbahn (723) geführt ist, und/oder
- einen oder mehrere Umlenkhebel.
12. Schiebewand nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Blendrahmen (2) mehrere Seiten aufweist und dass an jeder Seite des Blendrahmens
wenigstens eine der Treibstangen (71) und je eine der beweglichen Dichtleisten (5)
und jeweils wenigstens eine der Umlenkeinrichtungen (72) vorgesehen ist.
13. Schiebewand nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Treibstangen (71) an benachbarten Seiten des Blendrahmens über Eck jeweils über eine
Eckumlenkeinrichtung (77) miteinander gekoppelt sind und/oder dass die eine oder mehreren
Treibstangen (71) von dem Antriebsmittel gemeinsam bewegbar sind.
14. Schiebewand nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das gemeinsame Antriebsmittel ein manuell bewegbarer Handgriff (75) ist, der über
eines oder mehrere Getriebeelemente mit einer oder zwei der Treibstangen (71) gekoppelt
ist, wobei vorzugsweise der manuell bewegbare Handgriff (71) an einem der vertikal
ausgerichteten Blendrahmenprofile angeordnet ist.
15. Schiebewand nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Antriebsmittel ein Elektromotor (76) ist, der über eines oder mehrere Getriebeelemente
mit wenigstens einer der Treibstangen (71) gekoppelt ist, wobei vorzugsweise der Elektromotor
(76) zumindest im geschlossenen Zustand des Schiebeflügels (3) vollständig verdeckt
im Falz zwischen Blendrahmen und Schiebeflügel angeordnet ist, und/oder dass die Dichtleisten
(5) und die Antriebsmechanik und die Eckumlenkeinrichtungen (77) zumindest im geschlossenen
Zustand des Schiebeflügels (3) vollständig verdeckt im Falz zwischen Blendrahmen (2)
und Schiebeflügel (3) angeordnet ist.