[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen elektrischen Steckverbinder mit zwei miteinander
verbindbaren Steckverbinderteilen zum Einsatz in hygienisch anspruchsvollen Umgebungen.
[0002] Anforderungen an elektrische Steckverbinder im Bereich der Lebensmittelverarbeitung
wurden von der European Hygienic Engineering and Design Group (EHEDG) spezifiziert
(siehe z.B. EHEDG-DOC8, Auflage 3). Funktionale Hygieneanforderungen betreffen insbesondere
die reinigungsgerechte Gestaltung und Konstruktion der Steckverbinder und den dichten
Abschluss von Verbindungen zur Verhinderung des Eindringens von Mikroorganismen.
[0003] Ein Steckverbinder zum Einsatz in hygienisch anspruchsvollen Umgebungen ist z.B.
aus der
DE202010005055U1 bekannt. Dieser Steckverbinder umfasst eine erste Hülse zum Aufnehmen eines ersten
Steckverbinderteils, eine zweite Hülse zum Aufnehmen eines zweiten Steckverbinderteils,
eine Verbindungseinrichtung zum Verbinden der ersten Hülse mit der zweiten Hülse,
und eine Dichtung zum Abdichten eines Übergangs zwischen der ersten Hülse und der
zweiten Hülse. Die Form der Dichtung und die Geometrie einer Aufnahme der Dichtung
sind so aufeinander abgestimmt, dass die Dichtung im montierten Zustand zwischen der
ersten Hülse und der zweiten Hülse komprimiert positioniert ist und zwischen der ersten
Hülse und der Dichtung einerseits und der Dichtung und der zweiten Hülse andererseits
spaltfreie Übergänge gebildet sind.
[0004] Der beschriebene Steckverbinder weist verschiedene Nachteile auf. Ein zwischen zwei
Steckverbinderteilen komprimierter Dichtungsring ist regelmässig hohen Beanspruchungen
ausgesetzt und kann daher die geforderten Dichtungseigenschaften verlieren. Bei Krafteinwirkungen
auf die koaxial zueinander ausgerichteten Steckverbinderteile treten Abweichungen
von der koaxialen Ausrichtung und ungleichmässige Belastungen des Dichtungsrings auf,
wodurch temporär Spalten auftreten können, in die Mikroorganismen eintreten. Die Verbindungseinrichtung
ist in der Art eines Bajonettverschlusses ausgestaltet, der nach mehrmaligem Öffnen
und Schliessen Abnutzungserscheinungen aufweisen kann, die einen optimalen Verschluss
infrage stellen. Weiterhin ist bei dieser Art der Verbindungseinrichtung wesentlich,
dass der Dichtungsring präzise die geforderten Abmessungen aufweist, damit er genügend
komprimiert wird.
[0005] Nachteilig ist ferner, dass die Elemente der Verbindungseinrichtung nicht leicht
zugänglich sind und nicht leicht gereinigt werden können.
[0006] Falls der Steckverbinder mehrere Verbindungskontakte aufweist, gelingt es zudem oft
nicht auf Anhieb, die beiden Steckverbinderteile korrekt miteinander zu verbinden.
Dies ist insbesondere dann problematisch, wenn die Steckverbinderteile bei ungünstigen
Lichtverhältnissen oder unter anderweitig erschwerten Bedingungen miteinander zu verbinden
sind.
[0007] Auch die Handhabung des Dichtungsrings, der zwischen den Steckverbinderteilen eingefügt
wird, kann unter Umständen Schwierigkeiten bereiten. Der Dichtungsring kann bei ungeschickter
Manipulation der Steckverbinderteile herunterfallen und kontaminiert werden.
[0008] Die Ausgestaltung der Verbindungseinrichtung in der Art eines Bajonettverschlusses
hat zudem den Nachteil, dass die zueinander korrespondierenden Verbindungselemente
zuerst korrekt zueinander ausgerichtet werden müssen, bevor ein gegenseitiger Eingriff
bewirkt werden kann. Möglicherweise werden dabei die Steckverbinderteile mehrmals
gegeneinander gedreht, bis der Eingriff gefunden ist. Weiterhin resultieren bei Verbindungseinrichtungen
dieser Art punktuelle Verbindungen, die Fehlausrichtungen der Steckverbinderteile
und ungleichmässige Belastungen des Dichtungselements begünstigen.
[0009] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen verbesserten elektrischen
Steckverbinder mit zwei miteinander verbindbaren Steckverbinderteilen zum Einsatz
in hygienisch anspruchsvollen Umgebungen zu schaffen.
[0010] Der Steckverbinder soll die Anforderungen der EHEDG-Richtlinien erfüllen können und
möglichst geringe Abmessungen aufweisen.
[0011] Die Steckverbinderteile, ein Stecker und eine Buchse, sollen in einfacher Weise miteinander
verbindbar sein, sodass eine dicht abschliessende Verbindung zwischen den Steckverbinderteilen
resultiert. Nach der Verbindung der Steckverbinderteile sollen keine Spalten und Öffnungen
verbleiben, durch die Mikroorganismen in den Stecker eindringen können.
[0012] Die Handhabung des Steckverbinders soll vereinfacht sein, sodass eine Verbindung
der Steckverbinderteile auch unter ungünstigen Verhältnissen auf Anhieb gelingt. Dabei
soll eine gleichmässige und stabile Verbindung resultieren, welche die Steckverbinderteile
in koaxialer Ausrichtung hält und eine optimale Wirkung der Dichtungselemente gewährleistet.
[0013] Weiterhin soll der Steckverbinder in einfacher Weise gründlich gereinigt werden können.
Verunreinigungen sollen dabei von den Steckkontakten entfernt gehalten werden. Kriechstrecken
für Verunreinigungen sollen möglichst grosse Distanzen aufweisen.
[0014] Die abgedichtete Verbindung zwischen den Steckverbinderteilen soll auch bei Krafteinwirkungen
auf den Steckverbinder gewährleistet bleiben. Weiterhin sollen die eingesetzten Dichtungselemente
bei Krafteinwirkungen auf den Steckverbinder nicht beschädigt werden.
[0015] Ferner soll sichergestellt werden, dass die beiden Steckverbinderteile, die je einen
oder mehrere Steckkontakte aufweisen, in einfacher Weise miteinander verbunden werden
können.
[0016] Diese Aufgabe wird mit einem Steckverbinder gelöst, der die in Anspruch 1 angegebenen
Merkmale aufweist. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in weiteren Ansprüchen
angegeben.
[0017] Der Steckverbinder ist zum Einsatz in hygienisch anspruchsvollen Umgebungen vorgesehen
und umfasst ein erstes Steckverbinderteil mit einem ersten Aufnahmekörper, in dem
wenigstens ein erster Steckkontakt gehalten ist; ein zweites Steckverbinderteil mit
einem zweiten Aufnahmekörper, in dem wenigstens ein zweiter Steckkontakt gehalten
ist, der zum ersten Steckkontakt korrespondiert; eine Verbindungseinrichtung zum Verbinden
des ersten Aufnahmekörpers und des zweiten Aufnahmekörpers in koaxialer gegenseitiger
Ausrichtung; und wenigstens eine Dichtung zum Abdichten des Übergangs zwischen dem
ersten Aufnahmekörper und dem zweiten Aufnahmekörper.
[0018] Erfindungsgemäss umfasst die Verbindungseinrichtung ein Verbindungsrohr, in das die
einander zugewandten Frontstücke des ersten und zweiten Steckverbinderteils einführbar
sind; ein erstes Verbindungsmittel, mittels dessen das Verbindungsrohr mit dem ersten
Aufnahmekörper verbunden oder verbindbar ist; ein zweites Verbindungsmittel, mittels
dessen das Verbindungsrohr mit dem zweiten Aufnahmekörper verbunden oder verbindbar
ist; einen ersten Dichtungsring, mittels dessen der Übergang zwischen dem Verbindungsrohr
und dem ersten Aufnahmekörper abgedichtet oder abdichtbar ist; und einen zweiten Dichtungsring,
mittels dessen der Übergang zwischen dem Verbindungsrohr und dem zweiten Aufnahmekörper
abgedichtet oder abdichtbar ist.
[0019] Durch das Verbindungsrohr werden die miteinander verbunden Frontstücke der Steckverbinderteile,
eines Steckers und einer Buchse, überdeckt und von äusseren Einwirkungen freigehalten.
Verunreinigungen schlagen sich daher auf der Aussenfläche des Verbindungsrohrs nieder
und können leicht gereinigt werden. Die auftretenden Verunreinigungen werden weit
entfernt von den Steckerkontakten erhalten, sodass eine Verunreinigung in kritischen
Bereich der Steckkontakte vermieden wird.
[0020] Das Verbindungsrohr überdeckt und schützt kritische Bereiche, wie Gewinde und die
Frontstücke der Steckverbinderteile mit den eingesetzten Kontakten.
[0021] Frontseitig zwischen den Steckverbinderteilen kann auf einen Dichtungsring verzichtet
werden, der hohen Belastungen ausgesetzt ist und bereits nach mehrmaliger Betätigung
des Steckverbinders Beschädigungen oder Verschleisserscheinungen aufweisen kann. Auch
Undichtigkeiten, die bei asymmetrischer Belastung eines frontseitig eingeschlossenen
und komprimierten Dichtungsrings auftreten können, falls die koaxiale Ausrichtung
der Steckverbinderteile durch Krafteinwirkung aufgehoben wird, entfallen.
[0022] Im vorzugsweisen Ausgestaltungen ist vorgesehen, dass das erste Verbindungsmittel
ein Innengewinde an einem ersten Endstück des Verbindungsrohrs ist, das mit einem
ersten Aussengewinde, das an einem der Verbindungseinrichtung zugewandten Endstück
des ersten Aufnahmekörpers vorgesehen ist, verbindbar ist, und dass das zweite Verbindungsmittel
ein Sprengring ist, der einerseits in einer Innennut an einem zweiten Endstück des
Verbindungsrohrs und andererseits in einer Aussennut, die an einem der Verbindungseinrichtung
zugewandten Endstück des zweiten Aufnahmekörpers vorgesehen ist, gehalten ist.
[0023] Das Verbindungsrohr wird daher von einem der Steckverbinderteile drehbar gehalten
und kann durch Drehen in einfacher Weise mit dem anderen Steckverbinderteil verbunden
werden.
[0024] Am frontseitigen Rand und am rückseitigen Rand ist das Verbindungsrohr durch Dichtungsringe
mit Dichtungsflächen an den Aussenflächen des ersten und zweiten Aufnahmekörpers dicht
abschliessend verbunden oder verbindbar.
[0025] Die Dichtungsflächen verlaufen ringförmig an der Aussenseite der Aufnahmerohre und
vorzugsweise derart geneigt, dass der Aussendurchmesser der Aufnahmerohre senkrecht
zur Dichtungsfläche zum Verbindungsrohr hin abnimmt bzw. in die andere Richtung zunimmt.
Es resultiert daher ein rampenförmig verlaufender Ring, welcher den zugehörigen Dichtungsring,
der beim Festziehen des Verbindungsrohrs axial verschoben wird, radial nach aussen
verdrängt und komprimiert.
[0026] Die Dichtungsringe werden beim Festziehen des Verbindungsrohrs somit in zwei Richtungen
deformiert. Einerseits resultiert eine Druckkraft parallel zur Längsachse des Steckverbinders.
Andererseits resultiert eine Druckkraft senkrecht zur Längsachse des Steckverbinders.
Der Raum innerhalb des Verbindungsrohrs wird durch die beiden Dichtungsringe daher
dicht abgeschlossen. Der Steckverbinder mit den beiden miteinander verbundenen Steckverbinderteilen
kann daher gut gereinigt werden. Nach dem Lösen der Steckverbinderteile werden die
Dichtungsflächen freigelegt und können in einfacher Weise gründlich gereinigt werden.
[0027] Eine besonders gute Abdichtung erfolgt bei der Verwendung von Dichtungsringen, die
eine flache Innenfläche aufweisen, die breitflächig an der Dichtungsfläche an der
Aussenseite des zugehörigen Aufnahmerohrs anliegt. Dabei erfolgt nicht nur eine gute
Abdichtung, sondern aufgrund der breitflächigen Kontaktierung auch eine Reduktion
der auf die Dichtungsringe maximal einwirkenden Kräfte, weshalb Verschleisserscheinungen
bei den Dichtungsringen weitgehend vermieden werden. Die Dichtungsringe weisen vorzugsweise
Innenflächen auf, die bezüglich ihrer Rotationsachse zumindest annähernd konisch oder
zylindrisch verlaufen. Vorzugsweise weisen die Dichtungsringe einen polygonalen oder
rechteckigen Querschnitt auf.
[0028] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass das Verbindungsrohr an der Innenseite des dem ersten
Aufnahmekörper zugewandten Endstücks eine erste Dichtungsnut aufweist, in der der
erste Dichtungsring gehalten ist, und dass das Verbindungsrohr an der Innenseite des
dem zweiten Aufnahmekörper zugewandten Endstücks eine zweite Dichtungsnut aufweist,
in der der zweite Dichtungsring gehalten ist, der an der zweiten Dichtungsfläche anliegt.
Die Dichtungsringe sind in den ringförmigen Innennuten des Verbindungsrohrs daher
sicher gehalten, und bereiten bei der Handhabung des Steckverbinders keine Probleme.
Sie müssen bei der Verbindung der Steckverbinderteile nicht zusätzlich eingefügt werden
und können auch nicht herausfallen.
[0029] Die Aufnahmekörper sind vorzugsweise rohrförmig, hülsenförmig oder hohlzylindrisch
ausgebildet und zur Aufnahme wenigstens einer Kontakthalterung geeignet, von der die
Steckkontakte der betreffenden Steckverbindereinheit gehalten werden. Die Kontakthalterung
wird vorzugsweise in einen Verbindungskörper eingefügt. Die Verbindungskörper der
beiden Steckverbindereinheiten weisen Kontaktöffnungen auf und sind vorzugsweise derart
formschlüssig ineinander verschiebbar, dass ein korrektes und präzises ineinander
Verschieben der zueinander korrespondierenden Steckkontakte gewährleistet ist.
[0030] In vorzugsweisen Ausgestaltungen ist vorgesehen, dass der erste Aufnahmekörper und
der zweite Aufnahmekörper an den einander zugewandten Enden Sicherungsflanschen aufweisen,
die nach dem Verbinden der beiden Steckverbinderteile vorzugsweise formschlüssig verzahnt
ineinander eingreifen und einen vorzugsweise abgeschlossenen Rohrabschnitt bilden,
der vom Verbindungsrohr zumindest teilweise umschlossen ist. In vorzugsweisen Ausgestaltungen
sind die elektrischen Kontakte und deren Halterungen daher innerhalb des abgeschlossenen
Rohrabschnitts und innerhalb des Verbindungsrohrs doppelt eingeschlossen.
[0031] Die Sicherungsflanschen sind integraler Bestandteil des zugehörigen Aufnahmekörpers
und weisen vorzugsweise denselben Innenradius und Aussenradius auf, wie der anschliessende
Teil des Aufnahmekörpers. Vorzugsweise bilden die Sicherungsflanschen des ersten und
des zweiten Aufnahmekörpers zueinander korrespondierende Verzahnungen, durch die sichergestellt
wird, dass die beiden Steckerteile korrekt ausgerichtet ineinander verschoben und
drehfest gehalten werden. Die Sicherungsflanschen können ein regelmässiges oder unregelmässiges
Muster aufweisen. Vorzugsweise ist ein unregelmässiges Muster vorgesehen, welches
gewährleistet, dass die Steckerteile korrekt gegeneinander gedreht ineinander verschoben
werden. Eine unkorrekte Verbindung der Anschlusskontakte ist daher ausgeschlossen.
Da die beiden Steckerteile nicht mehr gegeneinander gedreht werden können, wird zudem
ausgeschlossen, dass unerwünschte Verdrehungen auftreten, welche die angeschlossenen
Kabel und die Dichtungselemente belasten könnten.
[0032] Die an den Steckverbinderteilen frontseitig vorgesehenen Sicherungsflanschen benötigen
praktisch keinen Raum, weshalb die zusätzlichen Funktionen erfüllt werden, ohne dass
die Abmessungen des Steckverbinders vergrössert werden müssen.
[0033] Der erste und der zweite Aufnahmekörper, die frontseitig vorzugsweise mit den zueinander
korrespondierenden Sicherungsflaschen versehen sind, weisen an den Frontseiten vorzugsweise
zueinander komplementäre Formen auf, die sich vorzugsweise formschlüssig überlappen.
Auf diese Weise erfolgt eine weitere Abdichtung des Innenraums der miteinander verbundene
Aufnahmekörper.
[0034] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass der erste Aufnahmekörper ein zweites Aussengewinde
aufweist, auf das eine erste Überwurfmutter aufgesetzt ist und/oder dass der zweite
Aufnahmekörper ein zweites Aussengewinde aufweist, auf das eine zweite Überwurfmutter
aufgesetzt ist.
[0035] Innerhalb jeder Überwurfmutter ist vorzugsweise je ein Lamellenkorb gehalten, in
dem ein elastischer Kompressionsring angeordnet ist, der beim Festziehen der zugeordneten
Überwurfmutter komprimiert und gegen ein angeschlossenes Kabel gedrückt wird. Nach
der Installation des Steckverbinders ist dessen Innenraum daher nach aussen dicht
abgeschlossen.
[0036] Für die Aufnahmekörper, die das Gehäuse des Steckverbinders bilden, das Verbindungsrohr
und die Überwurfmutter werden vorzugsweise hochwertige Materialien verwendet, wie
sie beispielsweise in den EHEDG- Richtlinien vorgeschrieben sind. Die Oberflächen
der genannten Teile weisen vorzugsweise eine hohe Oberflächenqualität mit geringer
Rauigkeit auf.
[0037] Nachfolgend wird die Erfindung anhand von Zeichnungen näher erläutert. Dabei zeigt:
- Fig. 1a
- einen erfindungsgemässen Steckverbinder 9 mit einem ersten Steckverbinderteil 1, einem
mit einer ersten Überwurfmutter 19 und einem ersten Aufnahmekörper 10 versehenen Stecker,
und einem zweiten Steckverbinderteil 2, einer mit einer zweiten Überwurfmutter 29
und einem zweiten Aufnahmekörper 20 versehenen Steckerbuchse, die durch eine Verbindungseinrichtung
3 mit einem Verbindungsrohr 30, das in Schnittdarstellung gezeigt ist, dicht abschliessend
miteinander verbunden sind;
- Fig. 1b
- den gesamten Steckverbinder 9 von Fig. 1a in Schnittdarstellung mit Blick auf Lamellenkörbe
17, 27 und Kontakthalterungen 15, 25 für Steckkontakte 14, 24;
- Fig. 2
- den Steckverbinder 9 von Fig. 1a in einem Längsschnitt mit den Kontakthalterungen
15, 25, die je in einen schraffiert gezeigten Verbindungskörper 16, 26 eingesetzt
sind;
- Fig. 3a
- den Steckverbinder 9 von Fig. 1b nach Entnahme der Lamellenkörbe 17, 27, Kontakthalterungen
15, 25 und Verbindungskörper 16, 26;
- Fig. 3b
- das Verbindungsrohr 30 der Verbindungseinrichtung 3 und den ersten und zweiten Aufnahmekörper
10, 20 von Fig. 3b in Explosionsdarstellung;
- Fig. 4a
- das erste und das zweite Steckverbinderteil 1, 2 von Fig. 1a voneinander getrennt
und das mit dem zweiten Steckverbinderteil 2 verbundene Verbindungsrohr 30 der Verbindungseinrichtung
3 in Schnittdarstellung;
- Fig. 4b
- das erste und das zweite Steckverbinderteil 1, 2 sowie das Verbindungsrohr 30 der
Verbindungseinrichtung 3 in Schnittdarstellung;
- Fig. 5a
- das in Längsrichtung geschnittene erste Steckverbinderteil 1 von Fig. 1a in Explosionsdarstellung;
- Fig. 5b
- das in Längsrichtung geschnittene zweite Steckverbinderteil 2 von Fig. 1a in Explosionsdarstellung;
- Fig. 6a
- die in der ersten Kontakthalterung 15 gehaltenen ersten Steckkontakte 14 und den ersten
Verbindungskörper 16 des ersten Steckverbinderteils 1 von Fig. 2 und die in der zweiten
Kontakthalterung 25 gehaltenen zweiten Steckkontakte 24 und den zweiten Verbindungskörper
26 des zweiten Steckverbinderteils 2 von Fig. 2;
- Fig. 6b
- die ineinander eingeschobenen ersten und zweiten Verbindungskörper 16, 26 von Fig.
6a;
- Fig. 7a
- den erfindungsgemässen Steckverbinder 9 in einer weiteren vorzugsweisen Ausgestaltung;
und
- Fig. 7b
- den Steckverbinder 9 ohne Gehäuseteile.
[0038] Fig. 1a zeigt exemplarisch einen erfindungsgemässen Steckverbinder 9 mit einem ersten
Steckverbinderteil 1, das als Stecker ausgebildet ist, und einem zweiten Steckverbinderteil
2, das als Steckerbuchse ausgebildet ist. Die Funktionen der beiden Steckverbinderteile
1, 2 sind auch austauschbar.
[0039] Das erste und das zweite Steckverbinderteil 1, 2 weisen je einen rohrförmigen Aufnahmekörper
10, 20 auf, die an den einander zugewandten Seiten durch eine Verbindungseinrichtung
3 mit einem Verbindungsrohr 30, das in Schnittdarstellung gezeigt ist, dicht abschliessend
miteinander verbunden sind und die an den voneinander entfernten Enden je ein Aussengewinde
102, 202 aufweisen (siehe Fig. 3b), auf das eine Überwurfmutter 19 bzw. 29 aufgesetzt
ist. Der Übergang vom Verbindungsrohr 30 zum ersten Aufnahmerohre 10 und zum zweiten
Aufnahmerohre 20 ist durch erste Dichtungsringe 11, 21 abgedichtet. Der Übergang zwischen
dem frontseitigen Rand der Überwurfmuttern 19, 29 und dem zugehörigen Aufnahmekörper
10, 20 ist je durch einen Dichtungsring 12, 22 abgedichtet.
[0040] Das Verbindungsrohr 30, die Aufnahmekörper 10, 20 und die Überwurfmuttern 19, 29
weisen Einformungen auf, die es erlauben, das betreffende Teil mit einem Werkzeug
zu halten.
[0041] Die Steckverbinderteile 1, 2 können mit beliebigen Kontaktierungsvorrichtungen mit
zueinander korrespondierenden Steckkontakten und Dichtungsvorrichtungen ausgerüstet
werden. Nachstehend sind lediglich bevorzugte Ausgestaltungen beschrieben.
[0042] Das Verbindungsrohr 30 der Verbindungseinrichtung 3, in das einerseits das frontseitige
Endstück des ersten Aufnahmekörpers 10 des ersten Steckverbinderteils 1 und andererseits
das frontseitige Endstück des zweiten Aufnahmekörpers 20 des zweiten Steckverbinderteils
2 hineinragen, weist ein Endstück mit einem Innengewinde 301 und ein Endstück mit
einer Innennut 300 auf, in der ein Sprengring 302 gehalten ist. Das Innengewinde 301
des Verbindungsrohrs 30 ist mit einem Aussengewinde 101 an der Frontseite des ersten
Aufnahmekörpers 10 verbunden. Der Sprengring 302 ist in einer Aussennut 201 (siehe
Fig. 3b) an der Frontseite des zweiten Aufnahmekörpers 20 gehalten. Der Sprengring
302 kann z.B. so weit in die Aussennut 201 des zweiten Aufnahme 20 eingesenkt werden,
dass er in das Verbindungsrohr 30 eingeführt und anschliessend in die Innennut 300
im Verbindungsrohr 30 expandieren kann. Durch den Sprengring 302 erfolgt somit eine
formschlüssige Verbindung zwischen dem zweiten Aufnahmekörper 20 und dem Verbindungsrohr.
Das Verbindungsrohr 30 wird vom Sprengring 302 bezüglich des zweiten Aufnahmekörpers
20 axial nicht verschiebbar, aber drehbar gehalten. Beim Zusammenstecken der beiden
Steckverbinderteile 1, 2 gerät das Innengewinde 301 des Verbindungsrohrs 30 in Eingriff
mit dem frontseitigen Aussengewinde des zweiten Aufnahmekörpers 20, wonach durch Drehen
des Verbindungsrohrs 30 die Steckverbinderteile 1, 2 zusammengezogen und in der Endposition
fixiert werden. Das montierte und festgezogene Verbindungsrohr 30 gewährleistet eine
stabile Verbindung der Steckverbinderteile 1, 2 in koaxialer Ausrichtung.
[0043] An beiden Enden des Verbindungsrohrs 30 sind Dichtungsringe 11, 21 vorgesehen, durch
die der Übergang zwischen dem Verbindungsrohr 30 und dem zugeordneten Aufnahmekörper
10, 20 abdichtbar ist.
[0044] Fig. 1a zeigt weiter, dass der Innenraum des Verbindungsrohrs 30 zusätzlich durch
wenigstens einen Sicherungsflansch 107, der anschliessend an das Aussengewinde 101
frontseitig am ersten Aufnahmekörper 10 vorgesehen ist, und durch wenigstens einen
Sicherungsflansch 207, der an der Frontseite des zweiten Aufnahmekörpers 20 vorgesehen
ist, abgeschlossen ist. Die Sicherungsflanschen 107, 207 sind vorzugsweise spielfrei
ineinander verzahnt, sodass ein dicht abgeschlossener Rohrabschnitt resultiert, der
die innenliegenden Kontakte zusätzlich schützt.
[0045] Durch die Sicherungsflaschen 107, 207 wird sichergestellt, dass die Steckverbinderteile
1, 2 nur bei korrekter gegenseitiger Ausrichtung und gegenseitiger Drehlage ineinander
verschoben werden können. Die Steckverbinderteile 1, 2 können daher auf Anhieb korrekt
miteinander verbunden werden.
[0046] Nach dem Zusammenschieben der Steckverbinderteile 1, 2 verhindern die Sicherungsflanschen
107, 207, dass die Steckverbinderteile 1, 2 gegeneinander verdreht werden können.
Verdrehungen, welche Steckkontakte und Dichtungselemente belasten oder beschädigen
könnten, werden daher ausgeschlossen.
[0047] Fig. 1b zeigt in Schnittdarstellung den gesamten Steckverbinder 9 von Fig. 1a mit
Blick auf Lamellenkörbe 17, 27 Kontakthalterungen 15, 25 für Steckkontakte 14, 24
und Verbindungskörper 16, 26 (schraffiert in Fig. 2 gezeigt). Die Steckkontakte 14
des ersten Steckverbinderteils 1 sind in hülsenförmige Steckkontakte 24 des zweiten
Steckverbinderteils 2 eingeführt, sodass der elektrische Kontakt zwischen den Steckerkontakten
14, 24 erstellt ist.
[0048] In den Überwurfmuttern 19, 29 sind Lamellenkörbe 17, 27 gehalten, die Lamellen 171,
271 aufweisen, die an der Innenseite der zugehörigen Überwurfmutter 19, 29 anliegen
und die beim Drehen der zugehörigen Überwurfmutter 19, 29 nach innen gegen einen Kompressionsring
18, 28 (siehe auch Fig. 2) gedrückt werden, der innerhalb des Lamellenkorbs 17, 27
angeordnet ist. Beim Festziehen der zugeordneten Überwurfmutter 19; 29 wird der zugeordnete
Kompressionsring 18, 28 komprimiert, sodass ein angeschlossenes Kabel, welches durch
die Überwurfmutter 19, 29, den Lamellenkorb 17, 27 und den Kompressionsring 18, 28
hindurchgeführt ist, durch den angepressten Kompressionsring 18, 28 dicht abschliessend
gehalten wird. Einerseits erfolgt somit eine Abdichtung, andererseits wird eine Zugsentlastung
realisiert.
[0049] Fig. 2 zeigt den Steckverbinder 9 von Fig. 1a in einem Längsschnitt. Die Lamellenkörbe
17, 27, in denen die Kompressionsringe 18, 28 gehalten sind, sind auf die Kontakthalterungen
15, 25 abgestützt, die je in einen schraffiert gezeigten Verbindungskörper 16, 26
eingeschoben wurden. Die Steckkontakte 14, 24, die in den Kontakthalterungen 15, 25
gehalten sind, durchstossen die Verbindungskörper 16, 26 und sind ineinander verschoben.
Der erste Aufnahmekörper 10 und der zweite Aufnahmekörper 20 sind durch das Verbindungsrohr
30, das durch den Sprengring 302 mit dem zweiten Aufnahmekörper 20 verbunden ist,
miteinander verbunden.
[0050] Fig. 3a zeigt den Steckverbinder 9 von Fig. 1b nach Entnahme der Kontakthalterungen
15, 25, der Lamellenkörbe 17, 27 und der Kompressionsringe 18, 28. Die Dichtungsringe
11, 21 des ersten Steckverbinderteils 1 und die Dichtungsringe 21, 22 des zweiten
Steckverbinderteils 2 sowie der Sprengring 302, der den zweiten Aufnahmekörper 20
mit dem Verbindungsrohr 30 verbindet, sind nicht geschnitten gezeigt, um die Verbindungsstellen
und Dichtungsstellen zu illustrieren. Weiter sind die ineinander verschobenen Sicherungsflanschen
107, 207 gezeigt, welche ein Zwischenrohr bilden, das die rohrförmigen ersten Aufnahmekörper
10, 20 derart miteinander verbindet, dass ein durchgehendes Rohr resultiert, welches
das Gehäuse des Steckverbinders bildet. Sofern sich die Sicherungsflanschen 107, 207
teilweise überlappen resultiert bereits ohne Verbindungseinrichtung 3 eine weitgehend
abgedichtete Verbindung zwischen den Aufnahmekörpern 10, 20.
[0051] Fig. 3a zeigt daher im Wesentlichen das Gehäuse des Steckverbinders 9 mit den Aufnahmekörpern
10, 20, die durch das Verbindungsrohr 30 miteinander verbunden sind, und auf die die
zugehörigen Überwurfmutter 19, 29 aufgesetzt sind. Für alle Ausgestaltungen des Steckverbinders
9 sind diese Teile vorzugsweise aus Metall oder aus Kunststoff gefertigt. Ferner können
nur einzelne dieser Teile aus Metall oder Kunststoff gefertigt sein. Bei der Fertigung
aus Metall, vorzugsweise Leichtmetall oder beschichtetem Metall, resultiert eine besonders
ernste Ausgestaltung mit guter elektromagnetischer Abschirmung.
[0052] Fig. 3b zeigt das Verbindungsrohr 30 der Verbindungseinrichtung 3 mit dem Sprengring
302, der in eine Innennut 300 im Verbindungsrohr 30 eingesetzt ist, und den ersten
und zweiten Aufnahmekörper 10, 20 von Fig. 3a in Explosionsdarstellung. Es ist sichtbar,
dass an das Gewinde 101 des ersten Aufnahmekörpers 10 die ersten Sicherungsflanschen
107 und dass an die Aussennut 201 des zweiten Aufnahmekörpers 20 die zweiten Sicherungsflanschen
207 anschliessen, die komplementär zueinander ausgebildet sind.
[0053] Fig. 4a zeigt das erste und das zweite Steckverbinderteil 1, 2 von Fig. 1a voneinander
getrennt und das durch den Sprengring 302 mit dem zweiten Steckverbinderteil 2 verbundene
Verbindungsrohr 30 der Verbindungseinrichtung 3 in Schnittdarstellung.
[0054] Fig. 4b zeigt das erste und das zweite Steckverbinderteil 1, 2 und das Verbindungsrohr
30 von Fig. 4a in Schnittdarstellung. Die Kontakthalterungen 15, 25 wurden in Verbindungskörper
16, 26 eingefügt, die frontseitig komplementär zueinander ausgebildet sind. Die Steckkontakte
oder Steckerstifte 14 des ersten Steckverbinderteils 1 sind im ersten Verbindungskörper
16 gehalten und frontseitig von einem rohrförmigen Teil des ersten Verbindungskörpers
16 umschlossen. Die Steckkontakte bzw. Buchsenkontakte 24 des zweiten Steckverbinderteils
2 sind im zweiten Verbindungskörper 26 gehalten, dessen Frontseite in das rohrförmige
Teil des ersten Verbindungskörper 16 einführbar ist.
[0055] Fig. 5a zeigt das in Längsrichtung geschnittene erste Steckverbinderteil 1 in Explosionsdarstellung.
Fig. 5b zeigt das in Längsrichtung geschnittene zweite Steckverbinderteil 2 in Explosionsdarstellung.
Die Steckkontakte 14, 24 wurden aus den Kontakthalterungen 15, 25 entnommen, die aus
den Verbindungskörpern 16, 26 herausgezogen wurden. In Fig. 5a wurde der separat dargestellte
Kompressionsring 18 aus dem Lamellenkorb 17 entnommen. In Fig. 5b ist der Kompressionsring
28 in den Lamellenkorb 27 eingesetzt.
[0056] Fig. 6a zeigt die in der ersten Kontakthalterung 15 gehaltenen ersten Steckkontakte
14 und den ersten Verbindungskörper 16 des ersten Steckverbinderteils 1 von Fig. 2
und die in der zweiten Kontakthalterung 25 gehaltenen zweiten Steckkontakte 24 und
den zweiten Verbindungskörper 26 des zweiten Steckverbinderteils 2 von Fig. 2. die
Verbindungskörper 16, 26 weisen frontseitig zueinander korrespondierende Formelemente
161, 261 auf, die eine präzise gegenseitige Ausrichtung gewährleisten. Weiterhin sind
vereinzelte Steckkontakte 14, 24 gezeigt.
[0057] Fig. 6b zeigt die frontseitig ineinander eingeschobenen ersten und zweiten Verbindungskörper
16, 26 von Fig. 2 und Fig. 6a.
[0058] Fig. 7a zeigt den erfindungsgemässen Steckverbinder 9 in einer weiteren vorzugsweisen
Ausgestaltung. Bei dieser Ausgestaltung ist gezeigt, dass sich die Aufnahmekörper
10, 20 frontseitig mit Endstücken 109, 209, die vorzugsweise an den gegeneinander
verschobenen Sicherungsflanschen vorgesehen sind, überlappen. Durch die frontseitige
Überlappung der Aufnahmekörper 10, 20 resultiert eine besonders gute Abdichtung zwischen
den Steckverbinderteilen 1, 2 gegen äussere Einwirkungen. Bei der Ausgestaltung des
Gehäuses des Steckverbinders 9 aus Metall resultiert eine besonders gute Abschirmung
gegen elektromagnetische Interferenzen.
[0059] Fig. 7b zeigt den Steckverbinder 9 ohne Gehäuseteile. Der Steckverbinder 9 weist
zusätzlich metallene Kontaktierungsvorrichtungen 170, 270 zur Kontaktierung der Kabelabschirmung
auf, die innerhalb des Steckverbinders 9 angeordnet und ausserhalb separat gezeigt
sind. Die Kontaktierungsvorrichtungen 170, 270 sind zylindrisch ausgebildet und weisen
frontseitig einen Ringflansch auf.
Bezugszeichenliste
[0060]
- 1
- erstes Steckverbinderteil / Stecker
- 10
- erster Aufnahmekörper
- 101
- erstes Schraubengewinde am ersten Aufnahmekörper
- 107
- erste Sicherungsflanschen
- 11
- erster Dichtungsring des ersten Steckverbinderteils
- 111
- Dichtungsfläche am ersten Steckverbinderteil
- 12
- zweiter Dichtungsring des ersten Steckverbinderteils
- 14
- erste Steckkontakte, Steckerelemente
- 15
- erste Kontakthalterung
- 16
- erster Verbindungskörper
- 161
- Formelement
- 17
- erster Lamellenkorb
- 170
- erste Kontaktierungsvorrichtung
- 171
- erste Lamellen
- 18
- erster Kompressionsring
- 19
- erste Überwurfmutter
- 2
- zweites Steckverbinderteil / Buchse
- 20
- zweiter Aufnahmekörper
- 201
- Aussennut am zweiten Aufnahmekörper
- 207
- zweite Sicherungsflanschen
- 21
- erster Dichtungsring des zweiten Steckverbinderteils
- 22
- zweiter Dichtungsring des zweiten Steckverbinderteils
- 221
- Dichtungsfläche am zweiten Steckverbinderteil
- 24
- zweite Steckkontakte, Buchsenkontakte
- 25
- zweite Kontakthalterung
- 26
- zweiter Verbindungskörper
- 261
- Formelement
- 27
- zweiter Lamellenkorb
- 270
- zweite Kontaktierungsvorrichtung
- 271
- zweite Lamellen
- 28
- zweiter Kompressionsring
- 29
- zweite Überwurfmutter
- 3
- Verbindungseinrichtung
- 30
- Verbindungsrohr
- 300
- Innennut im Verbindungsrohr
- 301
- Verbindungsmittel, Innengewinde des Verbindungsrohrs
- 302
- Verbindungsmittel, Halteelement, Sprengring
- 311
- erste Dichtungsnut
- 321
- zweite Dichtungsnut
- 9
- Steckverbinder
1. Steckverbinder (9) zum Einsatz in hygienisch anspruchsvollen Umgebungen umfassend
ein erstes Steckverbinderteil (1) mit einem ersten Aufnahmekörper (10), in dem wenigstens
ein erster Steckkontakt (14) gehalten ist;
ein zweites Steckverbinderteil (2) mit einem zweiten Aufnahmekörper (20), in dem wenigstens
ein zweiter Steckkontakt (24) gehalten ist, der zum ersten Steckkontakt (14) korrespondiert;
eine Verbindungseinrichtung (3) zum Verbinden des ersten Aufnahmekörpers (10) und
des zweiten Aufnahmekörpers (20) in koaxialer gegenseitiger Ausrichtung; und
wenigstens eine Dichtung (11, 21) zum Abdichten des Übergangs zwischen dem ersten
Aufnahmekörper (10) und dem zweiten Aufnahmekörper (20),
dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungseinrichtung (3) ein Verbindungsrohr (30), in das die einander zugewandten
Frontstücke des ersten und zweiten Steckverbinderteils (1, 2) einführbar sind;
ein erstes Verbindungsmittel (301), mittels dessen das Verbindungsrohr (30) mit dem
ersten Aufnahmekörper (10) verbunden oder verbindbar ist;
ein zweites Verbindungsmittel (301, 302), mittels dessen das Verbindungsrohr (30)
mit dem zweiten Aufnahmekörper (20) verbunden oder verbindbar ist;
einen ersten Dichtungsring (11), mittels dessen der Übergang zwischen dem Verbindungsrohr
(30) und dem ersten Aufnahmekörper (10) abgedichtet oder abdichtbar ist; und
einen zweiten Dichtungsring (12), mittels dessen der Übergang zwischen dem Verbindungsrohr
(30) und dem zweiten Aufnahmekörper (20) abgedichtet oder abdichtbar ist, umfasst.
2. Steckverbinder (9) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Verbindungsmittel (301) ein Innengewinde an einem ersten Endstück des Verbindungsrohrs
(30) ist, das mit einem ersten Aussengewinde (101), das an einem der Verbindungseinrichtung
(3) zugewandten Endstück des ersten Aufnahmekörpers (10) vorgesehen ist, verbindbar
ist, und dass das zweite Verbindungsmittel (302) ein Sprengring ist, der einerseits
in einer Innennut (300) an einem zweiten Endstück des Verbindungsrohrs (30) und andererseits
in einer Aussennut (201), die an einem der Verbindungseinrichtung (3) zugewandten
Endstück des zweiten Aufnahmekörpers (20) vorgesehen ist, gehalten ist.
3. Steckverbinder (9) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
dass der erste Dichtungsring (11), mittels dessen der Übergang zwischen dem Verbindungsrohr
(30) und dem ersten Aufnahmekörper (10) abgedichtet ist, an einer ringförmigen Dichtungsfläche
(111) an der Aussenseite des ersten Aufnahmekörpers (10) anliegt; und/oder
dass der zweite Dichtungsring (12), mittels dessen der Übergang zwischen dem Verbindungsrohr
(30) und dem zweiten Aufnahmekörper (20) abgedichtet ist, an einer ringförmigen Dichtungsfläche
(221) an der Aussenseite des zweiten Aufnahmekörpers (10) anliegt.
4. Steckverbinder (9) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
dass das Verbindungsrohr (30) an der Innenseite des dem ersten Aufnahmekörper (10) zugewandten
Endstücks eine erste Dichtungsnut (311) aufweist, in der der erste Dichtungsring (11)
gehalten ist; und
dass das Verbindungsrohr (30) an der Innenseite des dem zweiten Aufnahmekörper (20) zugewandten
Endstücks eine zweite Dichtungsnut (321) aufweist, in der der zweite Dichtungsring
(21) gehalten ist.
5. Steckverbinder (9) nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet,
dass die erste Dichtungsfläche (111) geneigt verläuft, sodass der Aussendurchmesser des
ersten Aufnahmekörpers (10) senkrecht zur Dichtungsfläche zum Verbindungsrohr (30)
hin abnimmt und/oder
dass die zweite Dichtungsfläche (221) geneigt verläuft, sodass der Aussendurchmesser des
zweiten Aufnahmekörpers (20) senkrecht zur Dichtungsfläche (221) zum Verbindungsrohr
(30) hin abnimmt.
6. Steckverbinder (9) nach einem der Ansprüche 1 - 5, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Dichtungsring (11) und/oder der zweite Dichtungsring (12) eine flache Innenfläche,
die bezüglich der Rotationsachse der Dichtungsringe (11, 12) zumindest annähernd konisch
oder zylindrisch verläuft, und dass der erste Dichtungsring (11) und/oder der zweite
Dichtungsring (12) vorzugsweise einen polygonalen oder rechteckigen Querschnitt aufweisen.
7. Steckverbinder (9) nach einem der Ansprüche 1 - 6, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Aufnahmekörper (10) und der zweite Aufnahmekörper (20) rohrförmig ausgebildet
sind.
8. Steckverbinder (9) nach einem der Ansprüche 1 - 7, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Aufnahmekörper (10) und der zweite Aufnahmekörper (20) an den einander
zugewandten Enden Sicherungsflanschen (107, 207) aufweisen, die nach dem Verbinden
der beiden Steckverbinderteile (1, 2) formschlüssig verzahnt ineinander eingreifen
und einen Rohrabschnitt bilden.
9. Steckverbinder (9) nach einem der Ansprüche 1 - 8, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Steckkontakte (14) von einer ersten Kontakthalterung (15) gehalten sind,
die in einen ersten Verbindungskörper (16) eingesetzt ist, und dass die zweiten Steckkontakte
(24) von einer zweiten Kontakthalterung (25) gehalten sind, die in einen zweiten Verbindungskörper
(26) eingesetzt ist, und dass der erste Verbindungskörper (16) und der zweite Verbindungskörper
(26) auf den einander zugewandten Seiten Kontaktöffnungen aufweisen.
10. Steckverbinder (9) nach einem der Ansprüche 1 - 9, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Aufnahmekörper (10) ein zweites Aussengewinde (102) aufweist, auf das eine
erste Überwurfmutter (19) aufgesetzt ist und/oder dass der zweite Aufnahmekörper (20)
ein zweites Aussengewinde (202) aufweist, auf das eine zweite Überwurfmutter (29)
aufgesetzt ist.
11. Steckverbinder (9) nach einem der Ansprüche 1 - 10, dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb jeder Überwurfmutter (19; 29) je ein Lamellenkorb (17; 27) gehalten ist,
in dem ein elastischer Kompressionsring (18; 28) gehalten ist, der beim Festziehen
der zugeordneten Überwurfmutter (19; 29) komprimiert wird.
12. Steckverbinder (9) nach einem der Ansprüche 1 - 11, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Aufnahmekörper (10) und der zweite Aufnahmekörper (20) an den einander
zugewandten Frontseiten zueinander komplementäre Formen aufweisen, die sich vorzugsweise
formschlüssig überlappen.