[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben einer Werkzeugmaschine, insbesondere
eines Winkelschleifers, mit einem mit einer Abtriebswelle drehbar in Wirkverbindung
bringbaren Werkzeug, beispielsweise einer Trenn-, Schleif- oder Diamantscheibe, und
eine Werkzeugmaschine zur Durchführung eines derartigen Verfahrens. Eine Werkzeugmaschine
mit einem mit einer Abtriebswelle drehbar in Wirkverbindung bringbaren Werkzeug mit
einer Antriebseinrichtung zur Betätigung der Abtriebswelle und einer Steuerungseinrichtung
zur Betätigung der Antriebseinrichtung und wenigstens eine mit der Steuerungseinrichtung
wirkverbundene Sensoreinrichtung zur Ermittlung eines Drehzahlwertes der Abtriebswelle
und zur Ermittlung eines Drehzahlwertes des Werkzeugs, ist bereits aus der
US 2016/375570 A1 bekannt.
[0002] Bei Werkzeugmaschinen, beispielsweise Winkelschleifern, Sägemaschinen oder dergleichen
besteht die Gefahr, dass sich das von der Werkzeugmaschine angetriebene Werkzeug,
beispielsweise eine Trennscheibe, Schleifscheibe oder Diamantscheibe eines Winkelschleifers
oder eines Sägeblatts einer Sägemaschine, insbesondere während der Bearbeitung eines
Werkstoffs, wie beispielsweise Holz oder Beton, von der Abtriebswelle löst. Also Folge
hiervon kann es passieren, dass das sich lösende Werkzeug zu einer Verletzung des
Anwenders oder zu einer Beschädigung der Werkzeugmaschine führt.
[0003] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zum Betreiben einer
Werkzeugmaschine zu schaffen, mit dem ein sich von der Abtriebswelle lösendes Werkzeug
einfach und sicher erkannt und die Gefahr einer Verletzung für einen Anwender der
Werkzeugmaschine sowie einer Beschädigung der Werkzeugmaschine reduziert ist. Darüber
hinaus ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Werkzeugmaschine zur Durchführung
eines derartigen Verfahrens zu schaffen.
[0004] Es wird somit ein Verfahren zum Betreiben einer Werkzeugmaschine, insbesondere eines
Winkelschleifers, mit einem mit einer Abtriebswelle drehbar in Wirkverbindung bringbaren
Werkzeug vorgeschlagen, wobei die Werkzeugmaschine eine Antriebseinrichtung zur Betätigung
der Abtriebswelle, eine Steuerungseinrichtung zur Betätigung der Antriebseinrichtung
und wenigstens eine mit der Steuerungseinrichtung wirkverbundene Sensoreinrichtung
aufweist.
[0005] Erfindungsgemäß weist das Verfahren die folgenden Verfahrensschritte auf:
- Ermittlung eines Drehzahlwertes der Abtriebswelle,
- Ermittlung eines Drehzahlwertes des Werkzeugs mittels der Sensoreinrichtung,
- Ansteuerung einer Ausgabeeinrichtung und/oder vordefinierte Ansteuerung der Antriebseinrichtung
durch die Steuerungseinrichtung, wenn eine Differenz aus dem ermittelten Drehzahlwert
der Abtriebswelle und dem ermittelten Drehzahlwert des Werkzeugs größer als ein definierter
Grenzwert ist.
[0006] Mit einer erfindungsgemäßen Ausführungsform eines Verfahrens zum Betreiben einer
Werkzeugmaschine kann insbesondere ein sich von der Abtriebswelle lösendes Werkzeug
einfach und sicher erkannt und hierauf reagiert werden. Die Gefahr einer Verletzung
für einen Anwender der Werkzeugmaschine sowie einer Beschädigung der Werkzeugmaschine
ist kann durch die Einleitung entsprechender Maßnahmen effektiv reduziert werden.
Mit einem erfindungsgemäßen Verfahren ist durch den Vergleich der Differenz der ermittelten
Drehzahlwerte der Abtriebswelle und des Werkzeugs mit dem Grenzwert auf einfache Weise
zwischen einem sicheren Betrieb und einem unsicheren Betrieb unterscheidbar.
[0007] Der Grenzwert entspricht insbesondere im Wesentlichen gleich Null, da eine von der
Drehzahl der Abtriebswelle abweichende Drehzahl des Werkzeugs auf ein sich Lösen des
Werkzeugs hindeutet.
[0008] Für den Fall, dass eine Übersetzung zwischen einem Bereich der Abtriebswelle, an
dem deren Drehzahl ermittelt wird, und einem Bereich der Abtriebswelle, an den das
Werkzeug angebunden ist, vorliegt, ist die Übersetzung bei dem Vergleich der Drehzahlwerte
mit einzubeziehen.
[0009] Das erfindungsgemäße Verfahren ist grundsätzlich bei sämtlichen Werkzeugmaschinen
einsetzbar, die ein mit einer Abtriebswelle drehbar verbundenes Werkzeug aufweisen,
so dass es beispielsweise auch bei Kreissägen, Bohrern oder dergleichen Anwendung
finden kann.
[0010] Bei einer vorteilhaften Ausführungsform eines Verfahrens nach der Erfindung kann
der Drehzahlwert der Abtriebswelle durch eine Auswertung eines Motorstroms und/oder
durch einen mit der Abtriebswelle zusammenwirkenden Winkelsensor, beispielsweise über
einen mit einer Magnetscheibe zusammenwirkenden Hallsensor, auf konstruktiv einfache
und kostengünstige Weise ermittelt werden.
[0011] Die Sensoreinrichtung kann die Drehzahl des Werkzeugs vorzugsweise anhand eines optischen,
magnetischen und/oder elektrostatischen Wirkprinzips oder dergleichen ermitteln, wobei
das jeweils verwendete Werkzeug entsprechend ausgeführt ist, dass die Sensoreinrichtung
die Drehzahl des Werkzeugs ermitteln kann. Beispielsweise weist das Werkzeug hierzu
eine vorgegebenen, der Sensoreinrichtung zugewandte Oberfläche beispielsweise mit
einer in Umfangsrichtung variierenden Gestaltung auf.
[0012] Es kann vorgesehen sein, dass die Ausgabeeinrichtung zur Ausgabe eines akustischen
und/oder optischen und/oder haptischen Warnsignals ausgeführt ist, um den Anwender
schnell darauf hinzuweisen, dass ein Gefahrenfall dahingehend vorliegt, dass eine
Differenz aus der ermittelten Drehzahl der Abtriebswelle und der ermittelten Drehzahl
des Werkzeugs größer als der definierte Grenzwert ist und insbesondere ein sich lösendes
Werkzeug vorliegt.
[0013] Um eine Verletzung eines Anwenders und eine Beschädigung der Werkzeugmaschine besonders
sicher verhindern zu können, schaltet die Steuerungseinrichtung die Antriebseinrichtung
bei einem Überschreiten des definierten Grenzwerts ab. Vorzugsweise bremst die Steuerungseinrichtung
die Antriebseinrichtung aktiv ab, so dass die Abtriebswelle besonders schnell zu einem
Stillstand kommt und die Gefahr einer Verletzung eines Anwenders und einer Beschädigung
der Werkzeugmaschine weiter reduziert ist.
[0014] Des Weiteren wird die Aufgabe gelöst durch eine Werkzeugmaschine, insbesondere einen
Winkelschleifer, mit einem mit einer Abtriebswelle drehbar in Wirkverbindung bringbaren
Werkzeug, wobei die Werkzeugmaschine eine Antriebseinrichtung zur Betätigung der Abtriebswelle,
eine Steuerungseinrichtung zur Betätigung der Antriebseinrichtung und wenigstens eine
mit der Steuerungseinrichtung zusammenwirkende Sensoreinrichtung aufweist, wobei die
Werkzeugmaschine zur Durchführung eines oben näher beschriebenen Verfahrens ausgeführt
ist.
[0015] Die zum erfindungsgemäßen Verfahren angeführten Vorteile gelten entsprechend auch
für eine erfindungsgemäß ausgeführte Werkzeugmaschine. Mit einer erfindungsgemäß ausgeführten
Werkzeugmaschine ist somit auf einfache und sichere Weise eine Verletzung eines Anwenders
und eine Beschädigung der Werkzeugmaschine insbesondere in dem Fall verhinderbar,
dass sich das Werkzeug von der Abtriebswelle löst.
[0016] Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Figurenbeschreibung. In den Figuren
ist ein Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung dargestellt. Die Figuren, die
Beschreibung und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der Fachmann
wird die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren
Kombinationen zusammenfassen.
[0017] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine stark vereinfachte Seitenansicht einer als Winkelschleifer ausgeführten Handwerkzeugmaschine,
wobei an einer Abtriebswelle des Winkelschleifers ein als Trennscheibe ausgeführtes
Werkzeug angeordnet ist; und
- Fig. 2
- ein Ablaufdiagramm einer Ausführungsform eines Verfahrens nach der Erfindung.
[0018] Fig. 1 zeigt eine Werkzeugmaschine bzw. Handwerkzeugmaschine 1 nach der Erfindung,
die in der gezeigten Darstellung als Winkelschleifer ausgeführt ist. Entsprechend
einer alternativen Ausgestaltungsform kann die Werkzeugmaschine 1 auch als Bohrmaschine,
als Sägemaschine, wie beispielsweise einer Kreissäge, oder dergleichen ausgebildet
sein.
[0019] Die in den Figuren als Winkelschleifer ausgeführte Werkzeugmaschine 1 weist ein Gehäuse
2 und ein beispielsweise als Trennscheibe ausgeführtes Werkzeug 3 auf. Das Gehäuse
2 weist vorzugsweise wenigstens einen Haltebereich auf, an dem ein Anwender die Werkzeugmaschine
1 mit einer oder beiden Händen halten und führen kann. Das Werkzeug 3 ist von einem
insbesondere als Elektromotor ausgeführten Antrieb bzw. einer Antriebseinrichtung
4 betätigbar, der insbesondere über einen mit der Handwerkzeugmaschine 1 verbindbaren
Akkumulator 5 mit Strom versorgbar ist. Gemäß einer alternativen und nicht in den
Figuren gezeigte Ausgestaltungsform kann die Handwerkzeugmaschine 1 auch über ein
Stromkabel mit elektrischem Strom aus einem Netzwerk versorgt werden.
[0020] Der Antrieb 4 zur Betätigung des Werkzeugs 3 in einer drehenden Bewegung ist ebenso
wie ein Getriebe 6 und eine Abtriebswelle 7 im Inneren des Gehäuses 2 angeordnet.
Der beispielsweise als Elektromotor ausgeführte Antrieb 4, das Getriebe 6 und die
Abtriebswelle 7 sind dabei so in dem Gehäuse 2 zueinander angeordnet und miteinander
verbunden, dass ein von dem Elektromotor 4 erzeugtes Drehmoment auf das Getriebe 6
und schließlich auf die Abtriebswelle 7 übertragen werden kann. Ein sich frei drehendes
und nach unten an dem Gehäuse 2 herausragendes Ende der Abtriebswelle 7 ist mit dem
hier als Trennscheibe 3 ausgeführten Werkzeug beispielsweise über eine nicht näher
ersichtliche Spanneinrichtung verbunden. Das Drehmoment der Abtriebswelle 7 kann somit
auf die Trennscheibe 3 übertragen werden.
[0021] Die Handwerkzeugmaschine 1 weist weiterhin eine Steuerungseinrichtung 8 sowie vorliegend
zwei Sensoreinrichtungen 9 und 10 auf. Die Sensoreinrichtungen 9 und 10 sind mit der
Steuerungseinrichtung 8 elektrischen und elektronisch verbunden. Signale können zwischen
den Sensoreinrichtungen 9 und 10 und der Steuerungseinrichtung 8 gesendet werden.
Die Steuerungseinrichtung 8 ist wiederum mit dem Elektromotor 4 und dem Akkumulator
5 elektrisch und elektronisch verbunden. Signale können zwischen den Sensoreinrichtungen
9 und 10 und dem Elektromotor 4 sowie dem Akkumulator 5 gesendet werden. Die Steuerungseinrichtung
8 dient unter anderem zum Steuern und Regeln des Antriebs 4 sowie der Stromversorgung
der Handwerkzeugmaschine 1.
[0022] Die erste Sensoreinrichtung 9 ist vorliegend zur Ermittlung einer Drehzahl der Abtriebswelle
7 ausgeführt und beispielsweise als Winkelsensor ausgeführt. Die von der ersten Sensoreinrichtung
9 ermittelten Drehzahlwerte der Abtriebswelle 7 werden von der ersten Sensoreinrichtung
9 an die Steuerungseinrichtung 8 übermittelt. Alternativ hierzu kann es auch sein,
dass Drehzahlwerte der Abtriebswelle 7 über eine Auswertung eines Motorstroms des
Elektromotors 4 ermittelt werden.
[0023] Die zweite Sensoreinrichtung 10 ist vorliegend als optische Sensoreinrichtung ausgeführt
und ermittelt über ein Zusammenwirken mit einem in Umfangsrichtung des Werkzeugs 3
variierenden Oberfläche des Werkzeugs 3 direkt eine Drehzahl des Werkzeugs 3. Zur
Ermittlung der Drehzahl des Werkzeugs 3 werden beispielsweise optische Markierungen
des Werkzeugs 3 verwendet. Die von der zweiten Sensoreinrichtung 10 ermittelten Drehzahlwerte
des Werkzeugs 3 werden von der zweiten Sensoreinrichtung 10 an die Steuerungseinrichtung
8 übermittelt.
[0024] Alternativ zu der Ausführung als optische Sensoreinrichtung kann die zweite Sensoreinrichtung
eine Drehzahl des Werkzeugs 3 unter Zusammenwirken mit dem Werkzeug 3 auch anhand
eines magnetischen, eines elektrostatischen oder anderem physikalischen Wirkprinzip
ermitteln. Es kann auch vorgesehen sein, dass die Drehzahl des Werkzeugs 3 anhand
eines magnetischen Widerstands (Reluktanz) oder eines elektrischen Widerstands ermittelt.
[0025] Fig. 2 zeigt vereinfacht den Ablauf einer Ausführungsform eines Verfahrens nach der
Erfindung, mittels dem auf einfache und sichere Weise eine Verletzung eines Anwenders
und eine Beschädigung der Werkzeugmaschine 1 beispielsweise aufgrund einem sich von
der Abtriebswelle 7 lösenden Werkzeug 3 verhindert werden kann.
[0026] Das Verfahren beginnt mit dem Start S insbesondere bei einer Betätigung des Elektromotors
4. In einem ersten Schritt S1 werden mittels der ersten Sensoreinrichtung 9 Drehzahlwerte
der Abtriebswelle 7 ermittelt und diese an die Steuerungseinrichtung 8 übermittelt.
In einem zweiten Schritt S2, der insbesondere zeitglich mit dem ersten Schritt S1
durchgeführt wird, werden mittels der zweiten Sensoreinrichtung 10 Drehzahlwerte des
Werkzeugs 3 ermittelt und diese an die Steuerungseinrichtung 8 übermittelt.
[0027] Die Steuerungseinrichtung 8 vergleicht die insbesondere zeitgleich von den Sensoreinrichtungen
9, 10 ermittelten Drehzahlwerte im Schritt S3 indem sie insbesondere den jeweiligen
zu einem bestimmten Zeitpunkt von der zweiten Sensoreinrichtung 10 ermittelten Drehzahlwerte
des Werkzeugs 3 von dem zu dem zum im Wesentlichen identischen Zeitpunkt von der ersten
Sensoreinrichtung 9 ermittelten Drehzahlwert der Abtriebswelle 7 subtrahiert.
[0028] Im Schritt S4 vergleicht die Steuerungseinrichtung 8 den ermittelten Differenzbetrag
mit einem vordefinierten Grenzwert, der insbesondere gleich Null ist oder vorzugsweise
einen kleinen Wert aufweist, und prüft, ob der Differenzbetrag größer als der vordefinierte
Grenzwert ist.
[0029] Bei negativem Abfrageergebnis wird das Verfahren mit Schritt S1 fortgesetzt.
[0030] Bei positivem Abfrageergebnis aus Schritt S4, das beispielsweise auf ein Ablösen
des Werkzeugs 3 von der Abtriebswelle 7 zurückzuführen sein kann, d. h., wenn der
Differenzbetrag größer als der vordefinierte Grenzwert ist, steuert die Steuereinrichtung
8 in Schritt S5 den Elektromotor 4 derart an, dass der Elektromotor 4 aktiv abgebremst
wird und die Abtriebswelle 7 schnell zum Stillstand kommt. Hierdurch kann auf einfache
und sichere Weise einer Verletzung eines Anwenders und eine Beschädigung der Werkzeugmaschine
1 durch ein sich ablösendes Werkzeug 3 verhindert werden. Neben dem aktiven Abbremsen
des Elektromotors 4 kann es alternativ oder zusätzlich hierzu auch vorgesehen sein,
dass dem Anwender über eine Ausgabeeinrichtung eine akustische, optische oder haptische
Rückmeldung für den Fall des Überschreitens des vordefinierten Grenzwerts gegeben
wird.
[0031] Im Schritt E wird das Verfahren insbesondere dann beendet, wenn der Elektromotor
3 anwenderseitig nicht mehr betätigt wird.
1. Verfahren zum Betreiben einer Werkzeugmaschine (1), insbesondere eines Winkelschleifers,
mit einem mit einer Abtriebswelle (7) drehbar in Wirkverbindung bringbaren Werkzeug
(3), wobei die Werkzeugmaschine (1) eine Antriebseinrichtung (4) zur Betätigung der
Abtriebswelle (7), eine Steuerungseinrichtung (8) zur Betätigung der Antriebseinrichtung
(4) und wenigstens eine mit der Steuerungseinrichtung (8) wirkverbundene Sensoreinrichtung
(9, 10) aufweist, umfassend die Schritte:
- Ermittlung eines Drehzahlwertes der Abtriebswelle (7),
- Ermittlung eines Drehzahlwertes des Werkzeugs (3) mittels der Sensoreinrichtung
(10), die mit dem Werkzeug (3) zusammenwirkt,
- Ansteuerung einer Ausgabeeinrichtung und/oder vordefinierte Ansteuerung der Antriebseinrichtung
(4) durch die Steuerungseinrichtung (8), wenn eine Differenz aus dem ermittelten Drehzahlwert
der Abtriebswelle (7) und dem ermittelten Drehzahlwert des Werkzeugs größer als ein
definierter Grenzwert ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Drehzahlwert der Abtriebswelle (7) durch eine Auswertung eines Motorstroms und/oder
durch einen mit der Abtriebswelle (7) zusammenwirkenden Winkelsensor (9) ermittelt
wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoreinrichtung (10) die Drehzahl des Werkzeugs (3) anhand eines optischen,
magnetischen und/oder elektrostatischen Wirkprinzips ermittelt.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausgabeeinrichtung zur Ausgabe eines akustischen und/oder optischen und/oder
haptischen Signals ausgeführt ist.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerungseinrichtung (8) die Antriebseinrichtung (4) bei Überschreiten des definierten
Grenzwerts abschaltet.
6. Werkzeugmaschine (1), insbesondere Winkelschleifer, zur Durchführung eines Verfahrens
nach einem der Ansprüche 1 bis 5 mit einem mit einer Abtriebswelle (7) drehbar in
Wirkverbindung bringbaren Werkzeug (3), wobei die Werkzeugmaschine (1) eine Antriebseinrichtung
(4) zur Betätigung der Abtriebswelle (7), eine Steuerungseinrichtung (8) zur Betätigung
der Antriebseinrichtung (4) und wenigstens eine mit der Steuerungseinrichtung (8)
zusammenwirkende Sensoreinrichtung (9, 10) aufweist, wobei die Sensoreinreichtung
(9, 10) dazu eingerichtet ist einen Drehzahlwert der Abtriebswelle (7) sowie einen
Drehzahlwert des Werkzeugs (7) zu ermitteln und die Steuerungseinrichtung dazu eingerichtet
ist eine Ausgabeeinrichtung und/oder die Antriebseinrichtung (4) anzusteuern wenn
eine Differenz aus dem ermittelten Drehzahlwert der Abtriebswelle (7) und dem ermittelten
Drehzahlwert des Werkzeugs (3) größer ist als ein definierter Grenzwert.
1. Method for operating a machine tool (1), in particular an angle grinder, comprising
a tool (3) that can be rotatably brought into operative connection with a driven shaft
(7), the machine tool (1) having a drive device (4) for actuating the driven shaft
(7), a control device (8) for actuating the drive device (4), and at least one sensor
device (9, 10) operatively connected to the control device (8), the method comprising
the steps of:
- determining a speed value of the driven shaft (7),
- determining a speed value of the tool (3) using the sensor device (10), which interacts
with the tool (3),
- controlling an output device and/or controlling, in a predefined manner, the drive
device (4) by means of the control device (8) when a difference between the determined
speed value of the driven shaft (7) and the determined speed value of the tool is
greater than a defined limit value.
2. Method according to claim 1, characterized in that the speed value of the driven shaft (7) is determined by evaluating a motor current
and/or by means of an angle sensor (9) that interacts with the driven shaft (7).
3. Method according to either claim 1 or claim 2, characterized in that the sensor device (10) determines the speed of the tool (3) on the basis of an optical,
magnetic and/or electrostatic operating principle.
4. Method according to any of claims 1 to 3, characterized in that the output device is designed to output an acoustic and/or optical and/or haptic
signal.
5. Method according to any of claims 1 to 4, characterized in that the control device (8) switches off the drive device (4) when the defined limit value
is exceeded.
6. Machine tool (1), in particular angle grinder, for carrying out a method according
to any of claims 1 to 5, comprising a tool (3) that can be rotatably brought into
operative connection with a driven shaft (7), the machine tool (1) having a drive
device (4) for actuating the driven shaft (7), a control device (8) for actuating
the drive device (4), and at least one sensor device (9, 10) interacting with the
control device (8), the sensor device (9, 10) being configured to determine a speed
value of the driven shaft (7) and a speed value of the tool (7), and the control device
being configured to control an output device and/or the drive device (4) when a difference
between the determined speed value of the driven shaft (7) and the determined speed
value of the tool (3) is greater than a defined limit value.
1. Procédé permettant de faire fonctionner une machine-outil (1), en particulier une
meuleuse d'angle, comportant un outil (3) pouvant être amené en liaison fonctionnelle
de manière à pouvoir tourner avec un arbre entraîné (7), dans lequel la machine-outil
(1) présente un dispositif d'entraînement (4) permettant d'actionner l'arbre entraîné
(7), un dispositif de commande (8) permettant d'actionner le dispositif d'entraînement
(4) et au moins un dispositif capteur (9, 10) en liaison fonctionnelle avec le dispositif
de commande (8), comprenant les étapes suivantes :
- détermination d'une valeur de vitesse de rotation de l'arbre entraîné (7),
- détermination d'une valeur de vitesse de rotation de l'outil (3) à l'aide du dispositif
capteur (10) qui coopère avec l'outil (3),
- commande d'un dispositif de sortie et/ou commande prédéfinie du dispositif d'entraînement
(4) par le dispositif de commande (8) lorsqu'une différence entre la valeur de vitesse
de rotation déterminée de l'arbre entraîné (7) et la valeur de vitesse de rotation
déterminée de l'outil est supérieure à une valeur limite définie.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la valeur de vitesse de rotation de l'arbre entraîné (7) est déterminée par une évaluation
d'un courant moteur et/ou par un capteur d'angle (9) coopérant avec l'arbre entraîné
(7).
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le dispositif capteur (10) détermine la vitesse de rotation de l'outil (3) au moyen
d'un principe de fonctionnement optique, magnétique et/ou électrostatique.
4. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le dispositif de sortie est configuré pour émettre en sortie un signal acoustique
et/ou optique et/ou haptique.
5. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le dispositif de commande (8) désactive le dispositif d'entraînement (4) en cas de
dépassement de la valeur limite définie.
6. Machine-outil (1), en particulier meuleuse d'angle, permettant de mettre en oeuvre
un procédé selon l'une des revendications 1 à 5, comportant un outil (3) pouvant être
amené en liaison fonctionnelle de manière à pouvoir tourner avec un arbre entraîné
(7), dans lequel la machine-outil (1) présente un dispositif d'entraînement (4) permettant
d'actionner l'arbre entraîné (7), un dispositif de commande (8) permettant d'actionner
le dispositif d'entraînement (4) et au moins un dispositif capteur (9, 10) coopérant
avec le dispositif de commande (8), dans lequel le dispositif capteur (9, 10) est
configuré pour déterminer une valeur de vitesse de rotation de l'arbre entraîné (7)
ainsi qu'une valeur de vitesse de rotation de l'outil (7), et le dispositif de commande
est configuré pour commander un dispositif de sortie et/ou le dispositif d'entraînement
(4) lorsqu'une différence entre la valeur de vitesse de rotation déterminée de l'arbre
entraîné (7) et la valeur de vitesse de rotation déterminée de l'outil (3) est supérieure
à une valeur limite définie.