[0001] Die Erfindung betrifft eine Anschlussanordnung zum Anschließen eines elektrischen
Leiters. Weiter betrifft die Erfindung ein elektronisches Gerät.
[0003] Derartige Anschlussanordnungen weisen üblicherweise eine als Schenkelfeder ausgebildete
Klemmfeder auf, welche einen Halteschenkel und einen Klemmschenkel aufweist, wobei
ein in die Anschlussanordnung eingeführter Leiter mittels des Klemmschenkels der Klemmfeder
gegen den Strombalken klemmbar ist. Werden insbesondere flexible Leiter geklemmt,
so muss die Klemmfeder bereits vor einem Einführen des Leiters mittels eines Betätigungselements
in eine Freigabestellung überführt und damit betätigt werden, um die Klemmfeder bzw.
den Klemmschenkel von dem Strombalken wegzuverschwenken, damit der Leiter in den Zwischenraum
zwischen dem Strombalken und der Klemmfeder eingeführt werden kann. Lediglich bei
starren und damit stabilen Leitern kann der Leiter genügend Kraft auf die Klemmfeder
bzw. den Klemmschenkel der Klemmfeder aufbringen, um den Klemmschenkel von dem Strombalken
wegverschwenken zu können, ohne dass hierfür das Betätigungselement durch einen Benutzer
betätigt werden muss. Bei flexiblen Leitern muss der Benutzer zunächst durch Betätigen
des Betätigungselements die Klemmfeder von dem Strombalken wegverschwenken, damit
der flexible Leiter eingeführt werden kann. Zum Klemmen des eingeführten Leiters muss
das Betätigungselement ein weiteres Mal durch den Benutzer manuell betätigt werden,
um die Klemmfeder von der Freigabestellung in die Klemmstellung zu überführen. Das
manuelle Betätigen des Betätigungselementes erschwert die Montage bzw. das Anschließen
des Leiters für den Benutzer, da die Handhabung umständlich ist und damit auch der
Zeitaufwand steigt. Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zu Grunde, eine Anschlussanordnung
und ein elektronisches Gerät zur Verfügung zu stellen, bei welchen das Anschließen
von insbesondere flexiblen Leitern vereinfacht werden kann.
[0004] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den Merkmalen der unabhängigen Ansprüche gelöst.
Zweckmäßige Ausgestaltungen und vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in
den Unteransprüchen angegeben.
[0005] Die Anschlussanordnung gemäß der Erfindung weist ein Gehäuse, einen Strombalken,
eine Klemmfeder, welche einen Klemmschenkel aufweist, der in eine Klemmstellung und
in eine Freigabestellung überführbar ist, einen zwischen einem Abschnitt des Strombalkens
und des Klemmschenkels der Klemmfeder ausgebildeten Leiteranschlussraum, ein verschiebbar
angeordnetes Führungselement, welches in Wirkverbindung mit dem Klemmschenkel der
Klemmfeder ist, wobei der Klemmschenkel mittels des Führungselements in der Freigabestellung
haltbar ist, und ein Auslöseelement, welches in der Freigabestellung der Klemmfeder
in Eingriff mit dem Führungselement ist, auf. Das Auslöseelement ist beim Einführen
des anzuschließenden Leiters in den Leiteranschlussraum von diesem derart betätigbar,
dass das Auslöseelement außer Eingriff mit dem Führungselement gelangt und das Führungselement
durch eine Federkraft des Klemmschenkels derart verschiebbar ist, dass zum Klemmen
des Leiters gegen den Strombalken der Klemmschenkel in die Klemmstellung überführt
wird. Weiter weist die Anschlussanordnung ein Betätigungselement auf, mittels welchem
das Führungselement zur Überführung des Klemmschenkels der Klemmfeder von der Klemmstellung
in die Freigabestellung verschiebbar ist, wobei das Betätigungselement ein Anzeigeelement
zum Anzeigen eines Anschlusszustandes des elektrischen Leiters aufweist.
[0006] Mittels der erfindungsgemäßen Anschlussanordnung kann nunmehr auch ein flexibler
Leiter ohne eine manuelle Betätigung beispielsweise eines Betätigungselements oder
ohne Zuhilfenahme eines Werkzeugs angeschlossen und gegen den Strombalken geklemmt
werden. Die Klemmfeder ist bevorzugt als Schenkelfeder ausgebildet, welche einen Halteschenkel
und einen relativ zu dem Halteschenkel verschwenkbar ausgebildeten Klemmschenkel aufweist.
Durch eine Verschwenkbewegung des Klemmschenkels kann dieser in eine Freigabestellung,
in welcher der Klemmschenkel beabstandet zu der Strombalken angeordnet ist und ein
anzuschließender Leiter in einen dadurch ausgebildeten Leiteranschlussraum zwischen
dem Strombalken und dem Klemmschenkel einführbar oder aus diesem herausführbar ist,
und in eine Klemmstellung, in welcher der Klemmschenkel an dem Strombalken oder an
dem angeschlossenen Leiter, um den Leiter gegen den Strombalken zu klemmen, anliegen
kann, überführbar ist. Die Anschlussanordnung weist ein insbesondere horizontal verschiebbar
gelagertes Führungselement auf, welches vorzugsweise sowohl in der Freigabestellung
als auch in der Klemmstellung des Klemmschenkels der Klemmfeder in Wirkverbindung
mit der Klemmfeder ist, was bedeutet, dass der Klemmschenkel durch die Wirkverbindung
mit dem Führungselement der Verschiebebewegung und damit der Position des Führungselements
folgen kann. Das Führungselement hält den Klemmschenkel gegen seine Federkraft in
der Freigabestellung, indem das Führungselement gegen den Klemmschenkel drückt. Um
das Führungselement in dieser Position halten zu können, ist das Führungselement in
der Freigabestellung des Klemmschenkels der Klemmfeder mit dem Auslöseelement in Eingriff.
Ist das Auslöseelement in Eingriff mit dem Führungselement, ist eine Verschiebebewegung
des Führungselements nicht möglich bzw. gestoppt. Über eine Wirkverbindung bzw. Kopplung
des Auslöseelements mit dem Führungselement und des Führungselements mit dem Klemmschenkel
der Klemmfeder in der Freigabestellung des Klemmschenkels kann der Klemmschenkel ohne
eine zusätzliche manuelle Betätigung in dieser Freigabestellung gehalten werden, so
dass insbesondere ein flexibler Leiter in den dadurch freien Leiteranschlussraum zwischen
dem Strombalken und der Klemmfeder eingeführt werden kann. Das Auslöseelement kann
eine in Richtung Leiteranschlussraum zeigende Druckfläche aufweisen, welche fluchtend
mit einem Einführbereich des Leiters in die Anschlussanordnung bzw. fluchtend mit
dem Leiteranschlussraum angeordnet ist, so dass der Leiter beim Einführen in die Anschlussanordnung
gegen die Druckfläche des Auslöseelements stoßen kann, wodurch eine Druckkraft von
dem Leiter auf das Auslöseelement aufgebracht werden kann. Durch die Aufbringung einer
Druckkraft mittels des Leiters auf die Druckfläche und damit auf das Auslöseelement
kann das Auslöseelement beispielsweise in eine Verschwenkbewegung bzw. Verkippbewegung
in Richtung der Einführungsrichtung des Leiters versetzt werden, so dass das Auslöseelement
in Einführungsrichtung des Leiters von dem Führungselement wegverschwenkt bzw. wegverkippt
werden kann. Durch die Verschwenkbewegung des Auslöseelements, kann das Auslöseelement
außer Eingriff mit dem Führungselement gebracht werden, so dass das Führungselement
wieder frei verschiebbar ist und dadurch das Führungselement alleine durch die Federkraft
des Klemmschenkels ohne manuelle Hilfe derart verschoben werden kann, dass der Klemmschenkel
von der Freigabestellung in die Klemmstellung überführt werden kann. Durch diesen
speziellen Mechanismus kann ein Anschließen eines flexiblen Leiters besonders einfach
alleine durch die Einführbewegung des Leiters erfolgen, ohne dass ein Benutzer weitere
Elemente, wie beispielsweise ein Betätigungselement, betätigen muss, um die Klemmfeder
freizugeben und von der Freigabestellung in die Klemmstellung zu überführen. Dies
erleichtert die Handhabung der Anschlussanordnung und spart Zeit beim Anschließen
eines Leiters. Das Auslöseelement ist vorzugsweise ein separat zu der Klemmfeder,
dem Strombalken und dem Führungselement ausgebildetes Element bzw. Bauteil. Das Auslöseelement
erstreckt sich vorzugsweise über den Bereich zwischen dem Abschnitt des Strombalkens,
gegen welchen eine Klemmung eines Leiters erfolgen kann, und der Klemmfeder, so dass
das Auslöseelement den Leiteranschlussraum zu einer Seite hin begrenzen kann. Das
Führungselement kann als Schieberelement ausgebildet sein.
[0007] Die Anschlussanordnung weist weiter erfindungsgemäß ein Betätigungselement auf, mittels
welchem das Führungselement zur Überführung des Klemmschenkels der Klemmfeder von
der Klemmstellung in die Freigabestellung verschoben werden kann. Das Betätigungselement
kann vorzugsweise derart ausgebildet sein, dass es eine Druckkraft auf das Führungselement
aufbringt, um dieses gegen die Federkraft des Klemmschenkels der Klemmfeder derart
zu verschieben, dass bei Erreichen der Freigabestellung des Klemmschenkels das Führungselement
in Eingriff mit dem Auslöseelement gelangen kann. Durch die Verschiebebewegung kann
das Führungselement auf den Klemmschenkel der Klemmfeder eine Zugkraft aufbringen,
um den Klemmschenkel von der Klemmstellung in die Freigabestellung zu überführen.
Das Betätigungselement ist in eine Richtung bewegbar, welche quer zu der Richtung
der Verschiebebewegung des Führungselements orientiert ist. Das Betätigungselement
ist vorzugsweise rein translatorisch bewegbar. Die Richtung der Bewegung des Betätigungselements
ist vorzugsweise parallel zu der Einführungsrichtung des Leiters in den Leiteranschlussraum
orientiert. Um für einen Benutzer den Anschlusszustand des elektrischen Leiters an
der Anschlussanordnung visuell sichtbar machen zu können, weist das Betätigungselement
ein Anzeigeelement zum Anzeigen des Anschlusszustandes des elektrischen Leiters auf.
Der Benutzer kann durch da Anzeigeelement visuell erkennen, ob der in die Anschlussanordnung
eingeführte elektrische Leiter bereits mittels der Klemmfeder gegen den Strombalken
geklemmt ist, oder ob der Leiter zwar bereits in das Gehäuse der Anschlussanordnung
eingeführt ist, aber das Auslöseelement noch nicht ausgelöst worden ist und damit
die Klemmfeder auch noch keine Klemmstellung erreicht hat. Das an dem Betätigungselement
ausgebildete Anzeigeelement ermöglicht eine gleichbleibende visuelle Rückmeldung über
den Anschlusszustand des anzuschließenden Leiters unabhängig von der Größe des Durchmessers
des elektrischen Leiters.
[0008] Die Anschlussanordnung kann beispielsweise Teil einer Anschlussklemme, einer Reihenklemme
oder eines Steckverbinders sein. In dem Gehäuse einer Anschlussanordnung können auch
mehrere Anschlussstellen vorgesehen sein, wobei jede Anschlussstelle einen entsprechenden
Strombalken, eine entsprechende Klemmfeder, ein entsprechendes Betätigungselement,
ein entsprechendes Führungselement und ein entsprechendes Auslöseelement aufweist,
so dass die in einem Gehäuse angeordneten Anschlussstellen vorzugsweise alle gleich
ausgebildet sind.
[0009] Das Anzeigeelement ist bevorzugt an einem Endabschnitt des Betätigungselements ausgebildet,
welcher in einem angeschlossenen Zustand des Leiters aus einer Öffnung eines Gehäuses
herausragen kann, so dass in einem angeschlossenen Zustand des Leiters zumindest ein
Teilbereich des Anzeigeelements aus der Öffnung des Gehäuses herausragen kann. Hierdurch
ist eine eindeutige visuelle Rückmeldung für einen Benutzer ermöglicht, um dem Benutzer
anzeigen zu können, dass der Leiter zwischen der Klemmfeder und dem Strombalken geklemmt
und damit angeschlossen ist. Ist der Leiter noch nicht geklemmt und damit nicht angeschlossen,
befindet sich der Endabschnitt des Betätigungselements und damit das Anzeigeelement
bevorzugt noch innerhalb des Gehäuses und ragt nicht aus der Öffnung des Gehäuses
heraus, so dass das Anzeigeelement für einen Benutzer noch nicht sichtbar ist. Alleine
durch die Position des Anzeigeelements kann dadurch auf einfache Art und Weise der
Anschlusszustand des elektrischen Leiters einem Benutzer visuell angezeigt werden.
[0010] Das Anzeigeelement kann beispielsweise in Form einer stegförmigen Verlängerung an
dem Endabschnitt des Betätigungselements ausgebildet sein. Diese stegförmige Verlängerung
kann visuell gut sichtbar im angeschlossenen Zustand des Leiters aus der Öffnung des
Gehäuses herausragen. Die stegförmige Verlängerung weist vorzugsweise eine geringere
Breite und/oder geringere Dicke als der Rest des Betätigungselements auf.
[0011] Zum Betätigen des Betätigungselements kann das Betätigungselement einen Werkzeugaufnahmebereich
aufweisen, wobei das Anzeigeelement dann bevorzugt benachbart zu dem Werkzeugaufnahmebereich
angeordnet ist. Der Werkzeugaufnahmebereich kann beispielsweise schlitzförmig ausgebildet
sein, um ein Werkzeug, wie einen Schraubendreher, aufnehmen zu können. Durch die Anordnung
des Anzeigeelements benachbart zu dem Werkzeugaufnahmebereich kann das Anzeigeelement
gleichzeitig eine Art Führungshilfe für das Werkzeug beim Bewegen hin zu dem Werkzeugaufnahmebereich
ausbilden. Zudem kann das Anzeigeelement eine Anlagekante für das in den Werkzeugaufnahmebereich
eingeführte Werkzeug beim Betätigen des Betätigungselements mittels des Werkzeugs
ausbilden.
[0012] Das Betätigungselement ist bevorzugt derart angeordnet, dass es gerade nicht in den
Leiteranschlussraum eintaucht, so dass ein Zusammenwirken des Betätigungselements
mit dem angeschlossenen Leiter verhindert werden kann. Hingegen sind Klemmfeder, Strombalken
und Betätigungselement vorzugsweise derart angeordnet, dass die Klemmfeder zwischen
dem Abschnitt des Strombalkens, gegen welchen ein anzuschließender Leiter geklemmt
wird, und dem Betätigungselement angeordnet ist. Hierdurch kann die Handhabung der
Anschlussanordnung für einen Benutzer beim Anschließen eines elektrischen Leiters
wesentlich vereinfacht werden, da das Betätigungselement entfernt von dem Leiteranschlussraum
positioniert ist und damit das Einführen eines Leiters nicht durch die Betätigung
des Betätigungselements behindert wird.
[0013] Um eine Wirkverbindung zwischen dem Führungselement und dem Klemmschenkel der Klemmfeder
ausbilden zu können, kann es vorgesehen sein, dass das Führungselement mindestens
eine Federanlagekante aufweist, an welcher der Klemmschenkel anliegen kann. Die Federanlagekante
kann derart ausgebildet sein, dass sowohl in der Freigabestellung als auch in der
Klemmstellung der Klemmschenkel bzw. zumindest ein Teil des Klemmschenkels an der
Federanlagekante anliegen kann. Die Federanlagekante kann beispielsweise an einem
Absatz des Führungselements ausgebildet sein.
[0014] Um eine gleichmäßige Führung des Führungselements und des Klemmschenkels des Klemmfeder
erreichen zu können, können an dem Führungselement zwei solcher Federanlagekanten
ausgebildet sein, so dass der Klemmschenkel über zwei derartiger Federanlagekanten
an dem Führungselement geführt sein kann. Die beiden Federanlagekanten erstrecken
sich vorzugsweise parallel zueinander an dem Führungselement.
[0015] Bei einer derartigen Ausgestaltung ist es möglich, dass der Klemmschenkel zwei jeweils
seitlich eines eine Klemmkante aufweisenden Hauptabschnitts angeordnete Gleitabschnitte
aufweist und dass das Führungselement zwei beabstandet zueinander angeordnete Federanlagekanten
aufweist, wobei ein erster Gleitabschnitt an einer ersten Federanlagekante anliegen
kann und ein zweiter Gleitabschnitt an einer zweiten Federanlagekante anliegen kann.
Die beiden Gleitabschnitte weisen vorzugsweise jeweils eine kürzere Länge auf als
der Hauptabschnitt des Klemmschenkels. Der Hauptabschnitt und die beiden Gleitabschnitte
erstrecken sich vorzugsweise parallel zueinander. Die beiden Gleitabschnitte sind
vorzugsweise jeweils gebogen ausgebildet, so dass sie jeweils eine Gleitkufe ausbilden
können, die entlang jeweils einer Federanlagekante entlanggleiten können. Der Hauptabschnitt
ist hingegen vorzugsweise gerade ausgebildet.
[0016] Das Führungselement ist bevorzugt derart verschiebbar, dass eine Verschiebebewegung
des Führungselements quer zu einer Einführungsrichtung des anzuschließenden Leiters
in den Leiteranschlussraum erfolgen kann. Hierdurch ist eine besonders kompakte Ausbildung
möglich, wodurch die Anschlussanordnung sich durch einen reduzierten Bauraum auszeichnen
kann.
[0017] Um das Auslöseelement mittels des in den Leiteranschlussraum eingeführten Leiters
von dem Führungselement zu lösen und damit außer Eingriff mit dem Führungselement
bringen zu können, kann das Auslöseelement relativ zu dem Führungselement verkippbar
gelagert sein. Das Auslöseelement kann damit wippenartig ausgebildet sein. Wird der
anzuschließende Leiter gegen das Auslöseelement gedrückt, kann das Auslöseelement
in Einführungsrichtung des Leiters verkippen, um aus dem Eingriff mit dem Führungselement
zu gelangen und das Führungselement damit freizugeben, so dass dieses wieder frei
verschiebbar ist.
[0018] Um einen Eingriff des Auslöseelements mit dem Führungselement in der Freigabestellung
des Klemmschenkels der Klemmfeder ausbilden zu können, kann das Auslöseelement mindestens
einen Hinterschnitt aufweisen, welcher in der Freigabestellung des Klemmschenkels
der Klemmfeder mit mindestens einer Rastnase des Führungselements verrastet sein kann.
Hierdurch kann eine Rastverbindung zwischen dem Führungselement und dem Auslöseelement
ausgebildet werden, wenn der Klemmschenkel der Klemmfeder in der Freigabestellung
ist. Bevorzugt weist das Auslöseelement zwei Hinterschnitte auf und das Führungselement
weist vorzugsweise zwei Rastnasen auf, so dass eine doppelt wirkende Verrastung zwischen
dem Führungselement und dem Auslöseelement ausgebildet werden kann. Sind zwei Hinterschnitte
vorgesehen, so sind diese vorzugsweise an zwei parallel zueinander verlaufenden Seitenflächen
des Auslösselements ausgebildet. Durch die zwei Hinterschnitte kann das Auslöseelement
dann eine T-Form aufweisen.
[0019] Bevorzugt kann es weiter vorgesehen sein, dass das Führungselement zwei parallel
zueinander angeordnete Längsseitenwände aufweist, welche den Leiteranschlussraum an
einer ersten Seite und einer zu der ersten Seite gegenüberliegenden zweiten Seite
begrenzen können. Das Führungselement kann damit auch eine Führung des anzuschließenden
Leiters ausbilden, wenn dieser in den Leiteranschlussraum eingeführt wird. Die beiden
Längsseitenwände können ein Fehlstecken des Leiters vermeiden. Der Leiteranschlussraum
kann damit an zwei seiner Seiten durch das Führungselement und an seinen anderen beiden
Seiten durch den Strombalken und durch den Klemmschenkel der Klemmfeder begrenzt werden.
[0020] Das Führungselement kann eine Gleitfläche aufweisen, entlang welcher das Betätigungselement
geführt werden kann. An der Gleitfläche kann das Betätigungselement flächig an dem
Führungselement anliegen. Über die Gleitfläche kann das Betätigungselement entlang
des Führungselements gleiten und dadurch eine Druckkraft auf das Führungselement übertragen.
[0021] Die Gleitfläche kann zwischen den beiden Längsseitenwänden des Führungselements oder
an einer Stirnwand des Führungselements angeordnet sein. Die Gleitfläche ist vorzugsweise
derart orientiert, dass sich die Gleitfläche quer zu den beiden Längsseitenwänden
erstreckt. Durch eine Anordnung der Gleitfläche zwischen den beiden Längsseitenwänden,
kann das Betätigungselement zum Betätigen des Führungselement in den von den beiden
Längsseitenwänden und der Gleitfläche begrenzten Freiraum eingeführt werden, wobei
die beiden Längsseitenwände eine Führungshilfe für das Betätigungselement ausbilden
können, um ein Verkippen des Betätigungselements beim Führen entlang der Gleitfläche
des Führungselements verhindern zu können.
[0022] Die Gleitfläche kann eine Schrägfläche ausbilden, welche mit einer an dem Betätigungselement
ausgebildeten Schrägfläche zusammenwirken kann. Ist die Gleitfläche als Schrägfläche
ausgebildet, so weist diese vorzugsweise eine Neigung auf. Auch die an der Gleitfläche
anliegende Fläche des Betätigungselements ist dann vorzugsweise als Schrägfläche ausgebildet,
welche gegenüber der Längserstreckung des Betätigungselements, welche sich in Bewegungsrichtung
des Betätigungselements erstreckt, geneigt ausgebildet ist. Sind sowohl die Gleitfläche
als auch die Fläche des Betätigungselements, welche entlang der Gleitfläche gleitet,
als Schrägfläche ausgebildet, so kann bei einem Entlanggleiten des Betätigungselements
an der Gleitfläche die senkrechte Bewegungsrichtung des Betätigungselements in eine
horizontale Verschiebebewegung des Führungselements umgewandelt werden.
[0023] Das Betätigungselement weist vorzugsweise einen Verriegelungsbereich auf, über welchen
das Betätigungselement in der Freigabestellung der Klemmfeder in einer festen Position
an dem Führungselement haltbar ist. Durch das Halten des Betätigungselements in der
festen und damit verriegelten Position an dem Führungselement kann ein ungewolltes
Zurückverschieben des Betätigungselements verhindert werden. Vorzugsweise erfolgt
ein Lösen des Betätigungselements aus der festen Position mit dem Führungselement,
wenn ein anzuschließender Leiter das Auslöseelement betätigt und dadurch die Klemmfeder
von der Freigabestellung in die Klemmstellung überführt wird. In der Klemmstellung
der Klemmfeder ist der Verriegelungsbereich des Betätigungselements vorzugsweise von
dem Führungselement gelöst, so dass das Betätigungselement derart von dem Führungselement
wegbewegt sein kann, dass das Anzeigeelement des Betätigungselements den geklemmten
Zustand des Leiters anzeigen kann. Der Verriegelungsbereich ist vorzugsweise an einem
Endabschnitt des Betätigungselements ausgebildet, welcher von dem Endabschnitt, an
welchem das Anzeigeelement ausgebildet ist, beabstandet ist.
[0024] Der Verriegelungsbereich kann beispielsweise derart ausgebildet sein, dass dieser
in der Freigabestellung der Klemmfeder die Gleitfläche des Führungselements zumindest
bereichsweise umgreifen kann. Der Verriegelungsbereich kann dafür zwei Führungsarme
aufweisen, welche die Gleitfläche zumindest bereichsweise hintergreifen und damit
an der Gleitfläche hinterhaken können.
[0025] Weiter kann es auch möglich sein, dass der Verriegelungsbereich ein oder zwei Haltepins
aufweist, welche jeweils in einer an dem Führungselement ausgebildeten Aussparung
einhaken können. An den beiden Längsseitenwänden des Führungselements kann dann jeweils
eine der Aussparungen ausgebildet sein.
[0026] Um die Verschiebebewegung des Führungselements unterstützen zu können, kann das Führungselement
mit einem Federelement verbunden sein. Das Federelement ist vorzugsweise als Druckfeder
ausgebildet. Das Federelement ist vorzugsweise zwischen dem Führungselement und einer
Innenseite des Gehäuses gespannt. Das Federelement kann eine horizontal wirkende Druckkraft
auf das Führungselement aufbringen, um die Verschiebebewegung des Führungselements
bei einer Bewegung der Klemmfeder von der Freigabestellung in die Klemmstellung zu
unterstützen. Das Federelement ermöglicht, dass unabhängig von dem Durchmesser des
anzuschließenden Leiters das Führungselement in der Klemmstellung der Klemmfeder immer
in seine Endlage bewegt bzw. gedrückt werden kann.
[0027] Die Lösung der erfindungsgemäßen Aufgabe kann ferner mittels eines elektronischen
Geräts erfolgen, welches mindestens eine wie vorstehend beschriebene, aus- und weitergebildete
Anschlussanordnung aufweisen kann.
[0028] Nachfolgend wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die anliegenden Zeichnungen anhand
bevorzugter Ausführungsformen näher erläutert.
[0029] Es zeigen
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung einer Anschlussanordnung gemäß der Erfindung mit dem
Klemmschenkel der Klemmfeder in einer Freigabestellung,
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung der in Fig. 1 gezeigten Anschlussanordnung mit dem Klemmschenkel
der Klemmfeder in einer Freigabestellung in einer anderen Ansicht,
- Fig. 3
- eine schematische Schnittdarstellung der in Fig. 2 gezeigten Anschlussanordnung,
- Fig. 4
- eine schematische Darstellung der in Fig. 1 und 2 gezeigten Anschlussanordnung gemäß
der Erfindung mit dem Klemmschenkel der Klemmfeder in einer Klemmstellung und mit
einem angeschlossenen Leiter,
- Fig. 5
- eine schematische Darstellung der in Fig. 4 gezeigten Anschlussanordnung in einer
anderen Ansicht mit dem Klemmschenkel der Klemmfeder in einer Klemmstellung und mit
einem angeschlossenen Leiter,
- Fig. 6
- eine schematische Schnittdarstellung der in Fig. 5 gezeigten Anschlussanordnung,
- Fig. 7
- eine schematische Darstellung des in den Fig. 1 bis 6 gezeigten Betätigungselements
angeordnet an dem in Fig. 1 bis 6 gezeigten Führungselement,
- Fig. 8
- eine weitere schematische Darstellung einer Anschlussanordnung gemäß der Erfindung
mit dem Klemmschenkel der Klemmfeder in einer Freigabestellung,
- Fig. 9
- eine schematische Darstellung der in Fig. 8 gezeigten Anschlussanordnung mit dem Klemmschenkel
der Klemmfeder in einer Klemmstellung und mit einem angeschlossenen Leiter,
- Fig. 10
- eine schematische Darstellung der Anschlussanordnung gemäß der Erfindung mit der Anordnung
der Rastnasen des Führungselements an einer ersten Position,
- Fig. 11
- eine schematische Darstellung der Anschlussanordnung gemäß der Erfindung mit der Anordnung
der Rastnasen des Führungselements an einer zweiten Position,
- Fig. 12
- eine schematische Schnittdarstellung einer Anschlussanordnung gemäß der Erfindung
in Form einer Anschlussklemme, und
- Fig. 13
- eine weitere schematische Darstellung der in Fig. 12 gezeigten Anschlussanordnung.
[0030] Fig. 1 bis 6 zeigt eine Anschlussanordnung 100 mit einem Gehäuse 132, welches aus
einem Isolierstoffmaterial ausgebildet sein kann, wobei in dem Gehäuse 132 eine Leitereinführungsöffnung
133 zum Einführen und Anschließen eines elektrischen Leiters 200 ausgebildet ist.
[0031] Die Anschlussanordnung 100 weist einen Strombalken 110 und eine als Schenkelfeder
ausgebildete Klemmfeder 111 auf, wie insbesondere auch in der Schnittdarstellung in
Fig. 3 zu erkennen ist. Die Klemmfeder 111 weist einen Halteschenkel 112 und einen
Klemmschenkel 113 auf. Der Halteschenkel 112 ist in einer festen Position gehalten,
wohingegen der Klemmschenkel 113 relativ zu dem Halteschenkel 112 verschwenkbar ist.
Durch eine Verschwenkbewegung des Klemmschenkels 113 kann dieser in eine Klemmstellung,
wie es in Fig. 4 bis 6 gezeigt ist, und in eine Freigabestellung, wie es in Fig. 1
bis 3 gezeigt ist, überführt werden. In der Klemmstellung drückt der Klemmschenkel
113 gegen einen Abschnitt 114 des Strombalkens 110 bzw. gegen einen in die Anschlussanordnung
100 eingeführten Leiter 200, um diesen gegen den Abschnitt 114 des Strombalkens 110
zu klemmen und anzuschließen. In der Freigabestellung ist der Klemmschenkel 113 beabstandet
zu dem Abschnitt 114 des Strombalkens 110 positioniert, so dass ein Leiter 200 in
den dadurch gebildeten Freiraum bzw. Leiteranschlussraum 124 zwischen dem Abschnitt
114 des Strombalkens 110 und dem Klemmschenkel 113 eingeführt werden kann.
[0032] Weiter weist die Anschlussanordnung 100 ein Führungselement 115 auf. Das Führungselement
115 ist insbesondere gegenüber dem Strombalken 110 verschiebbar gelagert, so dass
das Führungselement 115 eine horizontale Verschiebebewegung V ausführen kann.
[0033] Mittels des Führungselements 115 kann der Klemmschenkel 113 der Klemmfeder 111 von
der Klemmstellung in die Freigabestellung überführt werden und in der Freigabestellung
gehalten werden. Das Führungselement 115 ist dafür in Wirkverbindung mit dem Klemmschenkel
113 der Klemmfeder 111.
[0034] Zur Ausbildung der Wirkverbindung weist bei der hier gezeigten Ausgestaltung das
Führungselement 115 zwei parallel zueinander angeordnete Federanlagekanten 116a, 116b
auf, an welchen der Klemmschenkel 113 anliegt.
[0035] Der Klemmschenkel 113 weist einen Hauptabschnitt 117 auf, an dessen freien Ende eine
Klemmkante 118 ausgebildet ist. Seitlich des Hauptabschnitts 117 sind zwei Gleitabschnitte
119a, 119b ausgebildet, so dass der Hauptabschnitt 117 zwischen den beiden Gleitabschnitten
119a, 119b angeordnet ist. Die beiden Gleitabschnitte 119a, 119b liegen an den beiden
Federanlagekanten 116a, 116b des Führungselements 115 an, wobei der Gleitabschnitt
119a an der Federanlagekante 116a anliegt und der Gleitabschnitt 119b an der Federanlagekante
116b anliegt. Die Gleitabschnitte 119a, 119b können sowohl in der Freigabestellung
als auch in der Klemmstellung des Klemmschenkels 113 der Klemmfeder 111 an den Federanlagekanten
116a, 116b anliegen.
[0036] Die Gleitabschnitte 119a, 119b weisen eine kürzere Länge auf als der Hauptabschnitt
117 des Klemmschenkels 113 der Klemmfeder 111. Die Gleitabschnitte 119a, 119b sind
gebogen ausgebildet, so dass sie eine Kufenform ausbilden, mittels welcher die Gleitabschnitte
119a, 119b bei der Überführung des Klemmschenkels 113 in die Freigabestellung und
in die Klemmstellung an den Federanlagekanten 116a, 116b entlanggleiten können.
[0037] Die beiden Federanlagekanten 116a, 116b sind an sich gegenüberliegenden Längsseitenwänden
120a, 120b des Führungselements 115 ausgebildet. Die beiden Längsseitenwände 120a,
120b sind parallel zueinander angeordnet. Die beiden Längsseitenwände 120a, 120b weisen
jeweils eine Oberkante 121a, 121b und eine gegenüberliegende Unterkante 122a, 122b
auf. Die Federanlagekanten 116a, 116b erstrecken sich jeweils senkrecht zu der Oberkante
121a, 121b. Ausgehend von der sich horizontal erstreckenden Oberkante 121a, 121b erstecken
sich die Federanlagekanten 116a, 116b nach unten in Richtung der sich horizontal erstreckenden
Unterkante 122a, 122b des Führungselements 115.
[0038] Der Strombalken 110 und die Klemmfeder 111 sind zwischen den beiden Längsseitenwänden
120a, 120b des Führungselements 115 angeordnet. Der Strombalken 110 und die Klemmfeder
111 sind von dem Führungselement 115 umschlossen.
[0039] Das Führungselement 115 weist ferner zwei Stirnwände 123a, 123b auf, die parallel
zueinander ausgerichtet sind. Die zwei Stirnwände 123a, 123b sind quer zu den beiden
Längsseitenwänden 120a, 120b des Führungselements 115 angeordnet.
[0040] Zwischen dem Abschnitt 114 des Strombalkens 110 und dem Klemmschenkel 113 der Klemmfeder
111 ist der Leiteranschlussraum 124 ausgebildet, in welchen ein anzuschließender Leiter
eingeführt werden kann. Seitlich wird der Leiteranschlussraum 124 von den beiden Längsseitenwänden
120a, 120b des Führungselements 115 abgedeckt bzw. begrenzt, so dass auch das Führungselement
115 eine Führung für den anzuschließenden Leiter 200 ausbildet.
[0041] Der Leiteranschlussraum 124 ist fluchtend mit der in dem Gehäuse 132 ausgebildeten
Leitereinführungsöffnung 133 ausgebildet, über welche der anzuschließende Leiter 200
in das Gehäuse 132 der Anschlussanordnung 100 eingeführt werden kann.
[0042] Die Anschlussanordnung 100 weist weiter ein Auslöseelement 125 auf. Das Auslöseelement
125 ist fluchtend mit der Leitereinführungsöffnung 133 und dem Leiteranschlussraum
124 angeordnet. Das Auslöseelement 125 begrenzt den Leiteranschlussraum 124 nach unten
hin.
[0043] In der Freigabestellung des Klemmschenkels 113 der Klemmfeder 111 ist das Auslöseelement
125 in Eingriff mit dem Führungselement 115, wie in Fig. 1 bis 3 zu erkennen ist,
wodurch das Führungselement 115 in seiner Position gehalten wird und dadurch auch
der Klemmschenkel 113 über die Federanlagekanten 116a, 116b und die Gleitabschnitte
119a, 119b in seiner Position gehalten wird, so dass ein ungewolltes Zurückschwenken
des Klemmschenkels 113 von der Freigabestellung in die Klemmstellung verhindert werden
kann.
[0044] Das Auslöseelement 125 weist zwei seitlich angeordnete Hinterschnitte 126 auf, welche
in der Freigabestellung des Klemmschenkels 113 der Klemmfeder 111 in Eingriff mit
jeweils einer Rastnase 127a, 127b des Führungselements 115 sind, um eine Verrastung
zwischen dem Führungselement 115 und dem Auslöseelement 125 auszubilden. Die Rastnase
127a ist an der Unterkante 122a der Längsseitenwand 120a ausgebildet und die Rastnase
127b ist an der Unterkante 122b der Längsseitenwand 120b ausgebildet.
[0045] In der Klemmstellung ist das Auslöseelement 125 außer Eingriff mit dem Führungselement
115, wie in Fig. 4 bis 6 zu erkennen ist, so dass das Führungselement 115 frei verschiebbar
ist.
[0046] Das Auslöseelement 125 ist relativ zu dem Führungselement 115 verkippbar gelagert.
[0047] Beim Einführen eines anzuschließenden Leiters 200 entlang der Einführungsrichtung
E über die Leitereinführungsöffnung 133 in den Leiteranschlussraum 124 stößt der Leiter
200 gegen das Auslöseelement 125, wodurch das Auslöseelement 125 relativ zu dem Führungselement
115 verkippt und dadurch außer Eingriff mit dem Führungselement 115 gelangt, so dass
das Führungselement 115 wieder frei verschiebbar ist und dadurch das Führungselement
115 alleine durch die Federkraft des Klemmschenkels 113 ohne manuelle Hilfe derart
verschoben werden kann, dass der Klemmschenkel 113 von der Freigabestellung in die
Klemmstellung überführt werden kann. Das Auslöseelement 125 weist eine in Richtung
Leiteranschlussraum 124 zeigende Druckfläche 128 auf, wie in Fig. 6 zu erkennen ist,
welche fluchtend mit der Leitereinführungsöffnung 133 bzw. fluchtend mit dem Leiteranschlussraum
124 angeordnet ist, so dass der Leiter 200 beim Einführen in die Anschlussanordnung
100 gegen die Druckfläche 128 des Auslöseelements 125 stößt, wodurch eine Druckkraft
von dem Leiter 200 auf das Auslöseelement 125 aufgebracht wird. Durch die Aufbringung
einer Druckkraft mittels des Leiters 200 auf die Druckfläche 128 und damit auf das
Auslöseelement 125 kann das Auslöseelement 125 in eine Verschwenkbewegung bzw. Verkippbewegung
in Richtung der Einführungsrichtung E des Leiters 200 versetzt werden, so dass das
Auslöseelement 125 in Einführungsrichtung E des Leiters 200 von dem Führungselement
115 wegverschwenkt bzw. wegverkippt werden kann.
[0048] Die Verschiebebewegung V des Führungselements 115, wenn dieses außer Eingriff mit
dem Auslöseelement 125 ist, erfolgt in eine Richtung, welche quer zu der Einführungsrichtung
E des anzuschließenden Leiters 200 in den Leiteranschlussraum 124 orientiert ist.
[0049] Um den Klemmschenkel 113 gegen seine Federkraft mittels des Führungselements 115
zurück von der Klemmstellung in die Freigabestellung zu überführen, weist die Anschlussanordnung
100 ein Betätigungselement 129 auf. Das Betätigungselement 129 ist entlang einer Betätigungsrichtung
B in dem Gehäuse 132 verschiebbar gelagert, wobei die Betätigungsrichtung B parallel
zu der Einführungsrichtung E des Leiters 200 orientiert ist. Die Betätigungsrichtung
B erstreckt sich quer zu der Verschiebebewegung V des Führungselements 115.
[0050] Mittels des Betätigungselements 129 kann das Führungselement 115 derart verschoben
werden, dass der an dem Führungselement 115 anliegende Klemmschenkel 113 der Klemmfeder
111 von der Klemmstellung in die Freigabestellung überführt werden kann. Bei einer
Betätigung des Betätigungselements 129 in Betätigungsrichtung B kann das Betätigungselement
129 derart verschoben werden, dass dieses eine Druckkraft auf das Führungselement
115 aufbringt, um das Führungselement 115 gegen die Federkraft des Klemmschenkels
113 der Klemmfeder 115 derart zu verschieben, dass bei Erreichen der Freigabestellung
des Klemmschenkels 113 das Führungselement 115 in Eingriff mit dem Auslöseelement
125 gelangen kann. Durch diese Verschiebebewegung V des Führungselements 115 erfolgt
ein Verschwenken des Klemmschenkels 113 von der Klemmstellung in die Freigabestellung.
[0051] Das Führungselement 115 weist eine in Form einer Schrägfläche ausgebildete Gleitfläche
130 auf, wie beispielsweise in Fig. 3 zu erkennen ist, entlang welcher das Betätigungselement
129 geführt werden kann. Die Gleitfläche 130 ist bei der hier gezeigten Ausgestaltung
an der Stirnwand 123b des Führungselements 115 angeformt. Die Gleitfläche 130 erstreckt
sich ausgehend von der Stirnwand 123b in Richtung des Betätigungselements 129. Die
Gleitfläche 130 ist durch die Ausbildung als Schrägfläche geneigt angeordnet, so dass
sich die Gleitfläche 130 hier in einem Winkel zwischen 130° und 160° zu der Stirnwand
123b des Führungselements 115 erstreckt.
[0052] Alternativ wäre es auch möglich, dass die Gleitfläche 130 beabstandet zu der Stirnwand
123b zwischen den beiden Längsseitenwänden 120a, 120b angeordnet ist, so dass die
Gleitfläche 130 unmittelbar an die Längsseitenwände 120a, 120b angebunden ist.
[0053] Auch das Betätigungselement 129 weist eine entsprechend der Neigung der Gleitfläche
130 ausgebildete Schrägfläche 131 auf. Die Schrägfläche 131 des Betätigungselements
129 liegt flächig an der Gleitfläche 130 auf, so dass bei einer Betätigung des Betätigungselements
129 in Betätigungsrichtung B die Schrägfläche 131 entlang der Gleitfläche 130 nach
unten gleiten kann, um das Führungselement 115 zu verschieben.
[0054] Das Betätigungselement 129 ist benachbart zu dem Halteschenkel 112 der Klemmfeder
111 angeordnet. Das Betätigungselement 129 ist damit hinter der Klemmfeder 111 angeordnet.
Die Klemmfeder 111 ist zwischen dem Abschnitt 114 des Strombalkens 110 und dem Betätigungselement
129 angeordnet.
[0055] An einem der Schrägfläche 131 gegenüberliegenden Endabschnitt des Betätigungselements
129 ist an dem Betätigungselement 129 ein Anzeigeelement 134 zum Anzeigen eines Anschlusszustandes
des anzuschließenden elektrischen Leiters 200 ausgebildet. Das Anzeigeelement 134
ist damit an einem freien Ende des Betätigungselements 129 ausgebildet. Das Anzeigeelement
134 ist derart ausgerichtet, dass es von dem Führungselement 115 wegzeigt.
[0056] Wie in Fig. 3 bis 6 zu erkennen ist, ist in der Freigabestellung der Klemmfeder 111
das Betätigungselement 129 derart weit in das Gehäuse 132 eingetaucht, dass sich das
Anzeigeelement 134 innerhalb des Gehäuses 132 befindet und damit von außen für einen
Benutzer nicht sichtbar ist.
[0057] Bei der Überführung der Klemmfeder 111 von der Freigabestellung in die Klemmstellung
wird das Betätigungselement 129 nach oben verschoben, wobei bei Erreichen der Klemmstellung
das Betätigungselement 129 derart weit nach oben verschoben ist, dass das Anzeigeelement
134 aus einer Öffnung 135 des Gehäuses 132 herausragt und damit für einen Benutzer
sichtbar ist, wie insbesondere in Fig. 1 bis 3 zu erkennen ist. Der Benutzer kann
durch das Herausragen des Anzeigeelements 134 aus der Öffnung 135 erkennen, dass der
Leiter 200 angeschlossen ist. Die Öffnung 135 ist auf der gleichen Seite des Gehäuses
132 angeordnet wie die Leitereinführungsöffnung 133.
[0058] Das Anzeigeelement 134 ist bei der hier gezeigten Ausgestaltung in Form einer stegförmigen
Verlängerung 136 an dem Endabschnitt des Betätigungselements 129 ausgebildet. In der
Klemmstellung der Klemmfeder 111 ragt das Anzeigeelement 134 mit zumindest einem Teilabschnitt
der stegförmigen Verlängerung 136 aus der Öffnung 135 des Gehäuses 132 heraus, so
dass dieser Teil der stegförmigen Verlängerung 136 bzw. des Anzeigeelements 134 das
Gehäuse 132 überragt. Die stegförmige Verlängerung 136 weist eine geringere Breite
und/oder eine geringere Tiefe bzw. Dicke als der Rest des Betätigungselements 129
auf.
[0059] Das Betätigungselement 129 weist an dem Endabschnitt, an welchem auch das Anzeigeelement
134 ausgebildet ist, einen Werkzeugaufnahmebereich 137 auf, in welchen ein Werkzeug,
wie ein Schraubendreher, eingeführt werden kann, um das Betätigungselement 129 zu
betätigen. Der Werkzeugaufnahmebereich 137 ist in Form einer Nut bzw. eines Schlitzes
ausgebildet. Das Anzeigeelement 134 ist unmittelbar benachbart zu dem Werkzeugaufnahmebereich
137 angeordnet. Das Anzeigeelement 134 kann dadurch eine Einführhilfe zum Einführen
eines Werkzeugs in den Werkzeugaufnahmebereich 137 ausbilden und auch als eine Abstützhilfe
für das eingeführte Werkzeug beim Betätigen des Betätigungselements 129 dienen.
[0060] Um das Betätigungselement 129 in der Freigabestellung der Klemmfeder 111 in einer
festen Position an dem Führungselement 115 halten zu können, so dass insbesondere
auch das Anzeigeelement 134 innerhalb des Gehäuses 132 eingetaucht bleibt und nicht
aus der Öffnung 135 herausragt, weist das Betätigungselement 129 einen Verriegelungsbereich
138 auf, wie insbesondere in Fig. 7 zu erkennen ist. Der Verriegelungsbereich 138
ermöglicht ein Verrasten bzw. ein Hinterhaken des Betätigungselements 129 an dem Führungselement
115, um das Betätigungselement 129 in einer festen Position relativ zu dem Führungselement
115 halten zu können.
[0061] Bei der in Fig. 7 gezeigten Ausgestaltung ist der Verriegelungsbereich 138 derart
ausgebildet, dass dieser in der Freigabestellung der Klemmfeder 111 die Gleitfläche
130 des Führungselements 115 zumindest bereichsweise umgreift. Der Verriegelungsbereich
138 weist dafür zwei Führungsarme 140a, 140b auf, welche zwei sich gegenüberliegende
Kantenflächen 139a, 139b der Gleitfläche 130 zumindest bereichsweise in der Freigabestellung
der Klemmfeder 111 umgreifen. Die Führungsarme 140a, 140b sind gegenüberliegend zu
der Schrägfläche 131 des Betätigungselements 129 angeordnet, so dass zwischen der
Schrägfläche 131 und den Führungsarmen 140a, 140b ein Freiraum ausgebildet ist, in
welchen in der Freigabestellung der Klemmfeder 111 die Gleitfläche 130 des Führungselements
115 eingetaucht ist.
[0062] Wird das Auslöseelement 125 durch Einführen eines Leiters 200 von diesem betätigt
und die Verrastung zwischen dem Auslöseelement 125 und dem Führungselement 115 gelöst,
wird auch die Verrastung zwischen dem Verriegelungsbereich 138 und dem Führungselement
115 gelöst, indem das Führungselement 115 entlang der Richtung der Verschiebebewegung
V von dem Betätigungselement 129 wegbewegt wird. In der Klemmstellung der Klemmfeder
111 ist der Verriegelungsbereich 138 außer Eingriff mit dem Führungselement 115.
[0063] Fig. 8 und 9 zeigen eine Ausgestaltung, bei welcher der Verriegelungsbereich 138
in Form von zwei sich gegenüberliegenden Haltepins 141 ausgebildet ist, die jeweils
an dem Führungselement 115 verrasten können. Die Haltespins 141 sind jeweils an einer
Kantenfläche 142 der Schrägfläche 131 angeordnet, so dass die Haltepins 141 jeweils
seitlich von der Schrägfläche 131 bzw. von einer der beiden Kantenflächen 142 der
Schrägfläche 131 hervorstehen.
[0064] An den beiden Längsseitenwänden 120a, 120b des Führungselements 115 ist jeweils eine
Aussparung 143 ausgebildet, in welche jeweils einer der beiden Haltepins 141 in der
Freigabestellung eintauchen bzw. einhaken oder einrasten kann, um das Betätigungselement
129 mit dem Führungselement 115 zu verrasten und das Betätigungselement 129 damit
in einer festen Position relativ zu dem Führungselement 115 halten zu können. Einer
der beiden Haltepins 141 ist dann in die Aussparung 143 der Längsseitenwand 120a eingetaucht
und der andere der beiden Haltepins ist zeitgleich in die Aussparung 143 der Längsseitenwand
120b eingetaucht, wie in Fig. 8 gezeigt ist. Fig. 9 zeigt die Klemmstellung der Klemmfeder
111, bei welcher die Haltepins 141 aus der Aussparung 143 herausgeführt sind und damit
keine Verrastung mehr zwischen dem Führungselement 115 und dem Betätigungselement
129 ausgebildet ist.
[0065] Bei beiden in den Fig. 1 bis 9 gezeigten Ausgestaltungen ist zur Unterstützung der
Verschiebebewegung V des Führungselements 115 ein Federelement 144 vorgesehen. Das
Federelement 144 ist zwischen dem Führungselement 115 und dem Gehäuse 132 gespannt
gehalten.
[0066] Das Federelement 144 ist als Druckfeder ausgebildet. Das Federelement 144 weist die
Form einer Spiralfeder auf. In der Freigabestellung der Klemmfeder 111 ist das Federelement
144 gespannt. Wird das Führungselement 115 aus der Verrastung mit dem Auslöseelement
125 gelöst, drückt das Federelement 144 gegen das Führungselement 115, wobei die Kraft
des Federelements 144 in Richtung der Verschiebebewegung V des Federelements 144 wirkt,
so dass durch die Druckkraft des Federelements 144 das Führungselement 115 in der
Klemmstellung der Klemmfeder 111 bis in seine Endlage und damit bei den in Fig. 1
bis 9 gezeigten Ausgestaltungen soweit nach links wie möglich gedrückt bzw. geschoben
wird. Das Federelement 144 liegt an der Stirnwand 123b des Führungselements 115 an.
Beispielsweise kann das Federelement 144 über eine Nietverbindung mit dem Führungselement
115 verbunden sein.
[0067] In Fig. 10 und 11 ist verdeutlicht, dass durch eine Veränderung der Position der
Rastnasen 127a, 127b an dem Führungselement 115 ein Positionsverhältnis der Klemmfeder
111 zu dem Führungselement 115 eingestellt werden kann. Für eine positionsgenaue Zuführung
des Leiters 200 in Richtung des Auslöseelements 125 kann ein optimiertes Verhältnis
a/b eingestellt werden, wobei das Maß a den Abstand zwischen der Klemmkante 118 des
Klemmschenkels 113 zu dem Abschnitt 114 des Strombalkens 110 definiert und das Maß
b den Abstand zwischen der Federanlagekante 116a, 116b des Führungselements 115 zu
der Rastnase 127a, 127b des Führungselements 115 definiert. In Fig. 11 ist ein Maximalverhältnis
a/b = 1,5 mm / 1,9 mm gezeigt. In Fig. 10 ist ein Minimalverhältnis a/b = 3,0 mm /
3,0 mm gezeigt.
[0068] Durch dieses gezielt einstellbare Positionsverhältnis über das Verhältnis a/b können
die von dem Leiter 200 benötigten Auslösekräfte zum Betätigen des Auslöseelements
125 reduziert werden, da in Abhängigkeit der Dicke des Leiters 200 die Klemmkante
118 der Klemmfeder 111 in der Freigabestellung derart positioniert sein kann, dass
die Klemmkante 118 den Leiter 200 gezielt in Richtung des Auslöseelements 125 führen
kann. Dies ist insbesondere bei flexiblen Leitern 200 vorteilhaft.
[0069] Die Rastnasen 127a, 127b können über das gezielt gewählte Verhältnis a/b so positioniert
sein, dass sie den Klemmschenkel 113 der Klemmfeder 111 in eine bestimmte, angewinkelte
Position voreilen lassen, um insbesondere flexible Leiter 200 auf das freie Ende 145
des Auslöseelements 125 zu lenken, wodurch entstehende Hebelkräfte möglichst weit
entfernt von der Drehachse des Auslöseelements 125 auf das Auslöseelement 125 gelenkt
werden können. Einzelne Litzen von flexiblen Leitern 200 mit einem größeren Durchmesser
können durch den derart angewinkelten Klemmschenkel 113 komprimiert und in Richtung
des Abschnitts 114 des Strombalkens 110 geführt werden.
[0070] Beim Einsatz starrer Leiter 200 kann der angewinkelte Klemmschenkel 113 entsprechend
eines Direktsteckens entgegen der Federkraft des Klemmschenkels 113 in Richtung des
Halteschenkels 112 gedrückt werden.
[0071] Fig. 12 und 13 zeigen eine Ausgestaltung, bei welcher die Anschlussanordnung 100
in Form einer Anschlussklemme, insbesondere einer Reihenklemme, ausgebildet ist, wobei
die Anschlussanordnung 100 derart ausgebildet ist, dass in einem Gehäuse 132 mehrere
Leiter 200 gleichzeitig angeschlossen werden können, indem in dem Gehäuse 132 mehrere
Anschlussstelle vorgesehen sind, die entsprechend der in Fig. 1 bis 9 gezeigten Ausgestaltungen
jeweils ausgebildet sein können.
[0072] Fig. 12 zeigt, wie gerade ein Leiter 200 in das Gehäuse 132 eingeführt wird, der
Leiter 200 das Auslöseelement 125 aber noch nicht betätigt hat und damit die Klemmfeder
sich noch in einer Freigabestellung befindet, so dass das Anzeigeelement 134 des Betätigungselements
129 noch innerhalb des Gehäuses 132 angeordnet ist und für einen Benutzer von außen
noch nicht sichtbar ist.
[0073] Fig. 13 zeigt eine Anordnung, bei welcher die Anzeigeelemente 134 der einzelnen Betätigungselemente
129 aus den Öffnungen 135 des Gehäuses 132 herausragen, so dass dem Benutzer angezeigt
wird, dass die Klemmfedern 111 sich in einer Klemmstellung befinden.
Bezugszeichenliste
[0074]
- 100
- Anschlussanordnung
- 110
- Strombalken
- 111
- Klemmfeder
- 112
- Halteschenkel
- 113
- Klemmschenkel
- 114
- Abschnitt des Strombalkens
- 115
- Führungselement
- 116a, 116b
- Federanlagekante
- 117
- Hauptabschnitt
- 118
- Klemmkante
- 119a, 119b
- Gleitabschnitt
- 120a, 120b
- Längsseitenwand
- 121a, 121b
- Oberkante
- 122a, 122b
- Unterkante
- 123a, 123b
- Stirnwand
- 124
- Leiteranschlussraum
- 125
- Auslöseelement
- 126
- Hinterschnitt
- 127a, 127b
- Rastnase
- 128
- Druckfläche
- 129
- Betätigungselement
- 130
- Gleitfläche
- 131
- Schrägfläche
- 132
- Gehäuse
- 133
- Leitereinführöffnung
- 134
- Anzeigeelement
- 135
- Öffnung
- 136
- Stegförmige Verlängerung
- 137
- Werkzeugaufnahmebereich
- 138
- Verriegelungsbereich
- 139a, 139b
- Kantenfläche
- 140a, 140b
- Führungsarm
- 141
- Haltepin
- 142
- Kantenfläche
- 143
- Aussparung
- 144
- Federelement
- 145
- Freies Ende
- 200
- Leiter
- V
- Verschiebebewegung
- E
- Einführungsrichtung
- B
- Betätigungsrichtung
1. Anschlussanordnung (100) zum Anschließen eines elektrischen Leiters (200), mit
- einem Gehäuse (132),
- einem Strombalken (110),
- einer Klemmfeder (111), welche einen Klemmschenkel (113) aufweist, der in eine Klemmstellung
und in eine Freigabestellung überführbar ist,
- einem zwischen einem Abschnitt (114) des Strombalkens (110) und des Klemmschenkels
(113) der Klemmfeder (111) ausgebildeten Leiteranschlussraum (124),
- einem verschiebbar angeordneten Führungselement (115), welches in Wirkverbindung
mit dem Klemmschenkel (113) der Klemmfeder (111) ist, wobei der Klemmschenkel (113)
mittels des Führungselements (115) in der Freigabestellung haltbar ist,
- einem Auslöseelement (125), welches in der Freigabestellung des Klemmschenkels (113)
der Klemmfeder (111) in Eingriff mit dem Führungselement (115) ist, wobei das Auslöseelement
(125) beim Einführen des anzuschließenden Leiters in den Leiteranschlussraum (124)
von diesem derart betätigbar ist, dass das Auslöseelement (125) außer Eingriff mit
dem Führungselement (115) gelangt und das Führungselement (115) durch eine Federkraft
des Klemmschenkels (113) derart verschiebbar ist, dass zum Klemmen des Leiters (200)
gegen den Strombalken (110) der Klemmschenkel (113) in die Klemmstellung überführt
wird, und
- einem Betätigungselement (129), mittels welchem das Führungselement (115) zur Überführung
des Klemmschenkels (113) der Klemmfeder (111) von der Klemmstellung in die Freigabestellung
verschiebbar ist, wobei das Betätigungselement (129) in eine Richtung (B) bewegbar
ist, welche quer zu der Richtung der Verschiebebewegung (V) des Führungselements (115)
orientiert ist, und wobei das Betätigungselement (129) ein Anzeigeelement (134) zum
Anzeigen eines Anschlusszustandes des elektrischen Leiters (200) aufweist.
2. Anschlussanordnung (100) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Anzeigeelement (134) an einem Endabschnitt des Betätigungselements (129) ausgebildet
ist, welcher in einem angeschlossenen Zustand des Leiters (200) aus einer Öffnung
(135) des Gehäuses (132) herausragt.
3. Anschlussanordnung (100) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Anzeigeelement (134) in Form einer stegförmigen Verlängerung (136) an dem Endabschnitt
des Betätigungselements (129) ausgebildet ist.
4. Anschlussanordnung (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungselement (129) einen Werkzeugaufnahmebereich (137) aufweist, wobei
das Anzeigeelement (134) benachbart zu dem Werkzeugaufnahmebereich (137) angeordnet
ist.
5. Anschlussanordnung (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmfeder (111) zwischen dem Abschnitt (114) des Strombalkens (110) und dem
Betätigungselement (129) angeordnet ist.
6. Anschlussanordnung (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Führungselement (115) mindestens eine Federanlagekante (116a, 116b) aufweist,
an welcher der Klemmschenkel (113) anliegt.
7. Anschlussanordnung (100) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Klemmschenkel (113) zwei jeweils seitlich eines eine Klemmkante (118) aufweisenden
Hauptabschnitts (117) angeordnete Gleitabschnitte (119a, 119b) aufweist und dass das
Führungselement (115) zwei beabstandet zueinander angeordnete Federanlagekanten (116a,
116b) aufweist, wobei ein erster Gleitabschnitt (119a, 119b) an einer ersten Federanlagekante
(116a, 116b) anliegt und ein zweiter Gleitabschnitt (119a, 119b) an einer zweiten
Federanlagekante (116a, 116b) anliegt.
8. Anschlussanordnung (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Führungselement (115) derart verschiebbar ist, dass eine Verschiebebewegung (B)
des Führungselements (115) quer zu einer Einführungsrichtung (E) des anzuschließenden
Leiters (200) in den Leiteranschlussraum (124) erfolgt.
9. Anschlussanordnung (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Auslöseelement (125) relativ zu dem Führungselement (115) verkippbar gelagert
ist.
10. Anschlussanordnung (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Auslöseelement (125) mindestens einen Hinterschnitt (126) aufweist, welcher in
der Freigabestellung des Klemmschenkels (113) der Klemmfeder (111) mit mindestens
einer Rastnase (127a, 127b) des Führungselements (115) verrastet ist.
11. Anschlussanordnung (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Führungselement (115) zwei parallel zueinander angeordnete Längsseitenwände (120a,
120b) aufweist, welche den Leiteranschlussraum (124) an einer ersten Seite und einer
zu der ersten Seite gegenüberliegenden zweiten Seite begrenzen.
12. Anschlussanordnung (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Führungselement (115) eine Gleitfläche (130) aufweist, entlang welcher das Betätigungselement
(129) führbar ist.
13. Anschlussanordnung (100) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitfläche (130) zwischen den beiden Längsseitenwänden (120a, 120b) des Führungselements
(115) oder an einer Stirnwand (123a, 123b) des Führungselements (115) angeordnet ist.
14. Anschlussanordnung (100) nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitfläche (130) eine Schrägfläche ausbildet, welche mit einer an dem Betätigungselement
(129) ausgebildeten Schrägfläche (131) zusammenwirkt.
15. Anschlussanordnung (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungselement (129) einen Verriegelungsbereich (138) aufweist, über welchen
das Betätigungselement (129) in der Freigabestellung der Klemmfeder (111) in einer
festen Position an dem Führungselement (115) haltbar ist.
16. Anschlussanordnung (100) nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass der Verriegelungsbereich (138) derart ausgebildet ist, dass dieser in der Freigabestellung
der Klemmfeder (111) die Gleitfläche (130) des Führungselements (115) zumindest bereichsweise
umgreift.
17. Anschlussanordnung (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass zur Unterstützung einer Verschiebebewegung des Führungselements (115) das Führungselement
(115) mit einem Federelement (144) verbunden ist.
18. Elektronisches Gerät, mit mindestens einer nach einem der Ansprüche 1 bis 17 ausgebildeten
Anschlussanordnung (100).
1. Connection arrangement (100) for connecting an electrical conductor (200), having
- a housing (132);
- a current bar (110);
- a clamping spring (111) which has a clamping leg (113) that is able to be transferred
to a clamping position and to a releasing position;
- a conductor connection space (124) which is formed between a portion (114) of the
current bar (110) and of the clamping leg (113) of the clamping spring (111);
- a guide element (115) which is disposed in a displaceable manner and is operatively
connected to the clamping leg (113) of the clamping spring (111), wherein the clamping
leg (113) is able to be held in the releasing position by means of the guide element
(115);
- a tripping element (125) which in the releasing position of the clamping leg (113)
of the clamping spring (111) engages with the guide element (115), wherein the tripping
element (125) during insertion of the conductor to be connected into the conductor
connection space (124) is activatable by said conductor in such a manner that the
tripping element (125) disengages from the guide element (115) and the guide element
(115) by way of a spring force of the clamping leg (113) is displaceable in such a
manner that, for clamping the conductor (200) in relation to the current bar (110),
the clamping leg (113) is transferred to the clamping position; and
- an activation element (129) by means of which the guide element (115) for transferring
the clamping leg (113) of the clamping spring (111) is displaceable from the clamping
position to the releasing position, wherein the activation element (129) is movable
in a direction (B) which is oriented transversely to the direction of the displacement
movement (V) of the guide element (115), and wherein the activation element (129)
has an indicator element (134) for indicating a connection state of the electrical
conductor (200) .
2. Connection arrangement (100) according to Claim 1, characterized in that the indicator element (134) is formed on an end portion of the activation element
(129) that in a connected state of the conductor (200) protrudes from an opening (135)
of the housing (132).
3. Connection arrangement (100) according to Claim 1 or 2, characterized in that the indicator element (134) is designed in the form of a web-shaped extension (136)
on the end portion of the activation element (129).
4. Connection arrangement (100) according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the activation element (129) has a tool receptacle region (137), wherein the indicator
element (134) is disposed so as to be adjacent to the tool receptacle region (137)
.
5. Connection arrangement (100) according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the clamping spring (111) is disposed between the portion (114) of the current bar
(110) and the activation element (129) .
6. Connection arrangement (100) according to one of Claims 1 to 5, characterized in that the guide element (115) has at least one spring bearing edge (116a, 116b) on which
the clamping leg (113) bears.
7. Connection arrangement (100) according to Claim 6, characterized in that the clamping leg (113) has two sliding portions (119a, 119b) which are in each case
disposed laterally to a main portion (117) that has a clamping edge (118), and in that the guide element (115) has two spring bearing edges (116a, 116b) which are disposed
so as to be mutually spaced apart, wherein a first sliding portion (119a, 119b) bears
on a first spring bearing edge (116a, 116b), and a second sliding portion (119a, 119b)
bears on a second spring bearing edge (116a, 116b).
8. Connection arrangement (100) according to one of Claims 1 to 7, characterized in that the guide element (115) is displaceable in such a manner that a displacement movement
(B) of the guide element (115) takes place transversely to an insertion direction
(E) of the conductor (200) to be connected into the conductor connection space (124).
9. Connection arrangement (100) according to one of Claims 1 to 8, characterized in that the tripping element (125) is mounted so as to be tiltable relative to the guide
element (115).
10. Connection arrangement (100) according to one of Claims 1 to 9, characterized in that the tripping element (125) has at least one undercut (126) which in the releasing
position of the clamping leg (113) of the clamping spring (111) latches on at least
one latching cam (127a, 127b) of the guide elements (115) .
11. Connection arrangement (100) according to one of Claims 1 to 10, characterized in that the guide element (115) has two longitudinal lateral walls (120a, 120b) which are
disposed so as to be mutually parallel and delimit the conductor connection space
(124) on a first side and on a second side opposite the first side.
12. Connection arrangement (100) according to one of Claims 1 to 11, characterized in that the guide element (115) has a sliding face (130) along which the activation element
(129) is able to be guided.
13. Connection arrangement (100) according to Claim 12, characterized in that the sliding face (130) is disposed between the two longitudinal lateral faces (120a,
120b) of the guide element (115), or on an end wall (123a, 123b) of the guide element
(115).
14. Connection arrangement (100) according to Claim 12 or 13, characterized in that the sliding face (130) forms an oblique face which interacts with an oblique face
(131) formed on the activation element (129) .
15. Connection arrangement (100) according to one of Claims 1 to 14, characterized in that the activation element (129) has a locking region (138) by way of which the activation
element (129) in the releasing position of the clamping spring (111) is able to be
held in a fixed position on the guide element (115).
16. Connection arrangement (100) according to Claim 16, characterized in that the locking region (138) is designed in such a manner that the latter in the releasing
position of the clamping spring (111) encompasses at least regions of the sliding
face (130) of the guide element (115).
17. Connection arrangement (100) according to one of Claims 1 to 16, characterized in that for facilitating a displacement movement of the guide element (115), the guide element
(115) is connected to a spring element (144).
18. Electronic device having at least one connection arrangement (100) designed according
to one of Claims 1 to 17.
1. Agencement de connexion (100) servant à la connexion d'un conducteur électrique (200),
comportant
- un boîtier (132),
- une barre de courant (110),
- un ressort de serrage (111), lequel présente une branche de serrage (113) qui peut
être transférée dans une position de serrage et dans une position de libération,
- un espace de connexion de conducteur (124) réalisé entre une partie (114) de la
barre de courant (110) et la branche de serrage (113) du ressort de serrage (111),
- un élément de guidage (115) disposé de manière à pouvoir être déplacé, lequel est
en liaison fonctionnelle avec la branche de serrage (113) du ressort de serrage (111),
la branche de serrage (113) pouvant être retenue dans la position de libération à
l'aide de l'élément de guidage (115),
- un élément de déclenchement (125), lequel est en prise avec l'élément de guidage
(115) dans la position de libération de la branche de serrage (113) du ressort de
serrage (111), l'élément de déclenchement (125), lors de l'insertion du conducteur
à connecter dans l'espace de connexion de conducteur (124), pouvant être actionné
par celui-ci, de telle sorte que l'élément de déclenchement (125) parvienne hors de
prise avec l'élément de guidage (115) et l'élément de guidage (115) pouvant être déplacé
par une force élastique de la branche de serrage (113) de telle sorte que la branche
de serrage (113) soit transférée dans la position de serrage pour le serrage du conducteur
(200) contre la barre de courant (110), et
- un élément d'actionnement (129), à l'aide duquel l'élément de guidage (115) peut
être déplacé pour le transfert de la branche de serrage (113) du ressort de serrage
(111) de la position de serrage à la position de libération, l'élément d'actionnement
(129) étant mobile dans une direction (B), laquelle est orientée transversalement
à la direction du mouvement de déplacement (V) de l'élément de guidage (115), et l'élément
d'actionnement (129) présentant un élément d'affichage (134) servant à indiquer un
état de connexion du conducteur électrique (200).
2. Agencement de connexion (100) selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'élément d'affichage (134) est réalisé sur une partie d'extrémité de l'élément d'actionnement
(129), laquelle fait saillie à partir d'une ouverture (135) du boîtier (132) dans
un état connecté du conducteur (200).
3. Agencement de connexion (100) selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'élément d'affichage (134) est réalisé sous la forme d'un prolongement (136) en
forme de nervure sur la partie d'extrémité de l'élément d'actionnement (129).
4. Agencement de connexion (100) selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'élément d'actionnement (129) présente une région de logement d'outil (137), l'élément
d'affichage (134) étant disposé de manière adjacente à la région de logement d'outil
(137) .
5. Agencement de connexion (100) selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le ressort de serrage (111) est disposé entre la partie (114) de la barre de courant
(110) et l'élément d'actionnement (129).
6. Agencement de connexion (100) selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que l'élément de guidage (115) présente au moins un bord d'appui de ressort (116a, 116b)
contre lequel la branche de serrage (113) s'appuie.
7. Agencement de connexion (100) selon la revendication 6, caractérisé en ce que la branche de serrage (113) présente deux parties de glissement (119a, 119b) disposées
respectivement latéralement par rapport à une partie principale (117) présentant un
bord de serrage (118) et en ce que l'élément de guidage (115) présente deux bords d'appui de ressort (116a, 116b) disposés
de manière espacée l'un de l'autre, une première partie de glissement (119a, 119b)
s'appuyant contre un premier bord d'appui de ressort (116a, 116b) et une deuxième
partie de glissement (119a, 119b) s'appuyant contre un deuxième bord d'appui de ressort
(116a, 116b).
8. Agencement de connexion (100) selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que l'élément de guidage (115) peut être déplacé de telle sorte qu'un mouvement de déplacement
(B) de l'élément de guidage (115) ait lieu transversalement à une direction d'insertion
(E) du conducteur (200) à connecter dans l'espace de connexion de conducteur (124).
9. Agencement de connexion (100) selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que l'élément de déclenchement (125) est monté de manière à pouvoir basculer par rapport
à l'élément de guidage (115).
10. Agencement de connexion (100) selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que l'élément de déclenchement (125) présente au moins une contre-dépouille (126), laquelle
s'encliquète avec au moins un ergot d'encliquetage (127a, 127b) de l'élément de guidage
(115) dans la position de libération de la branche de serrage (113) du ressort de
serrage (111).
11. Agencement de connexion (100) selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que l'élément de guidage (115) présente deux parois latérales longitudinales (120a, 120b)
disposées parallèlement l'une à l'autre, lesquelles délimitent l'espace de connexion
de conducteur (124) sur un premier côté et un deuxième côté opposé au premier côté.
12. Agencement de connexion (100) selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que l'élément de guidage (115) présente une surface de glissement (130) le long de laquelle
l'élément d'actionnement (129) peut être guidé.
13. Agencement de connexion (100) selon la revendication 12, caractérisé en ce que la surface de glissement (130) est disposée entre les deux parois latérales longitudinales
(120a, 120b) de l'élément de guidage (115) ou sur une paroi frontale (123a, 123b)
de l'élément de guidage (115).
14. Agencement de connexion (100) selon la revendication 12 ou 13, caractérisé en ce que la surface de glissement (130) forme une surface inclinée, laquelle coopère avec
une surface inclinée (131) réalisée sur l'élément d'actionnement (129).
15. Agencement de connexion (100) selon l'une des revendications 1 à 14, caractérisé en ce que l'élément d'actionnement (129) présente une région de verrouillage (138) par le biais
de laquelle l'élément d'actionnement (129) peut être retenu dans une position fixe
sur l'élément de guidage (115) dans la position de libération du ressort de serrage
(111).
16. Agencement de connexion (100) selon la revendication 16, caractérisé en ce que la région de verrouillage (138) est réalisée de telle sorte que celle-ci entoure
au moins dans certaines régions la surface de glissement (130) de l'élément de guidage
(115) dans la position de libération du ressort de serrage (111).
17. Agencement de connexion (100) selon l'une des revendications 1 à 16, caractérisé en ce que l'élément de guidage (115) est relié à un élément ressort (144) pour assister un
mouvement de déplacement de l'élément de guidage (115).
18. Dispositif électronique, comportant au moins un agencement de connexion (100) réalisé
selon l'une des revendications 1 à 17.