[0001] Die Erfindung betrifft einen Sportstutzen, insbesondere einen Stegstutzen und/oder
einen Stutzenstrumpf, für ein Bein mit einem röhrenförmigen Strumpfkörper mit einer
Innenseite, einer Außenseite und einer Längsachse, wobei der röhrenförmige Strumpfkörper
in einem ersten angelegten Zustand das Bein umgibt und mit der Innenseite entlang
der Längsachse am Bein anliegt, sodass die Außenseite sichtbar ist. Weiterhin betrifft
die Erfindung ein Trikotset mit einem Sportstutzen oder mehreren Sportstutzen der
genannten Art.
[0002] Bekannte Sportstutzen sind häufig aus Strickware oder einem Stoff hergestellt und
umgeben beispielsweise während eines Fußballspiels die Beine, insbesondere die Schienbeine
und die Wadenbeine, entsprechender Spieler. Dazu dienen solche Sportstutzen sowohl
dem Warmhalten der entsprechenden Muskelgruppen als auch dem Schutz insbesondere der
Schienbeine vor mechanischen Einflüssen in der Hektik eines Spieles.
[0003] Die
US 2012/0180196 A1 betrifft Hockey-Socken mit zwei Lagen, welche aufeinander gleitend miteinander verbunden
sind. Eine innere Lage ist dabei als Schnittschutzlage ausgebildet.
[0004] Die
DE 20 2005 002 803 U1 betrifft ebenfalls einen Schienbeinstutzen aus zwei Lagen, wobei zwischen entsprechende
Lagen ein mechanischer Schienbeinschutz eingebracht und fixiert werden kann.
[0005] Die
DE 199 25 981 A1 offenbart einen Sportstrumpf mit integrierten aufblasbaren Luftkammern, wobei die
Luftkammern in aufgeblasenem Zustand dem Schutz eines Trägers gegen Pralleinwirkungen
dienen.
[0006] Die
DE 27 19 578 A1 betrifft eine sogenannte Schlauchsocke, wobei die Schlauchsocke Markierungen für
ein korrektes Anlegen aufweist.
[0007] Die
EP 1 335 053 B1 offenbart eine zweilagige Socke sowie ein entsprechendes Herstellungsverfahren.
[0008] Die
DE 103 56 818 A1 offenbart einen Strumpf mit asymmetrischen Verstärkungen.
[0009] Die
DE 100 04 625 C1 offenbart einen Strumpf mit teilweise transluzenten Bereichen.
[0010] Die
US 2012/0102613 A1 offenbart eine Socke mit Druckpolstern zur Erhöhung des Komforts für einen Träger.
[0013] Bekannten Sportstutzen oder auch Schienbeinschoner sind dabei gleichmäßig einfarbig
oder gleichmäßig gefärbt oder auch gleichförmig gemustert ausgeführt und beispielsweise
in den Farben eines entsprechenden Spielvereins ausgestaltet. Sofern solche Sportstutzen
dabei zwischen einander gegenüberstehenden Mannschaften während eines Spieles sehr
ähnlich oder in ähnlichen Farben ausgestaltet sind, so fällt es beispielsweise einem
das Spiel überwachenden Schiedsrichter schwer, die für die Bewertung einer Spielsituation
wichtigen Beine eines jeweiligen Spielers zuzuordnen, beispielsweise um eine unlautere
Spielsituation im Fußball oder im Hockey korrekt entscheiden zu können.
[0014] Die Kennzeichnung der Spieler unterschiedlicher Mannschaften mit unterschiedlichen
Trikots hilft hier nur teilweise, da die Augen des Schiedsrichters in entsprechenden
Spielsituation bei entsprechenden Sportarten wie Fußball oder auch Hockey auf den
Ball und die Beine der Spieler gerichtet sind. Somit ist keine eindeutige Zuordnung
der beispielsweise ein Foul ausführenden Beine zu einem Spieler einer jeweiligen Mannschaft
zuverlässig möglich.
[0015] Aufgabe der Erfindung ist es, den Stand der Technik zu verbessern.
[0016] Gelöst wird diese Aufgabe durch einen Sportstutzen für ein Bein mit einem röhrenförmigen
Strumpfkörper mit einer Innenseite, einer Außenseite und einer Längsachse, wobei der
röhrenförmige Strumpfkörper in einem ersten angelegten Zustand das Bein umgibt und
mit der Innenseite entlang der Längsachse am Bein anliegt, sodass die Außenseite von
außerhalb des Beines sichtbar ist, wobei die Innenseite und die Außenseite voneinander
unterschiedliche Farben, voneinander unterschiedliche Muster und/oder voneinander
unterschiedliche Strukturen aufweisen, sodass ein Wenden und/oder Umstülpen des Strumpfes
entlang der Längsachse in einen zweiten angelegten Zustand derart, dass die Außenseite
vollständig oder teilweise am Bein anliegt und die Innenseite vollständig oder teilweise
von außerhalb des Beines sichtbar ist, einen Farbwechsel, einen Musterwechsel und/oder
einen Strukturwechsel des Strumpfes bewirkt, sodass für einen Betrachter, insbesondere
für einen Schiedsrichter oder Linienrichter, eine veränderte Farbe, ein verändertes
Muster oder eine veränderte Struktur gegenüber dem ersten angelegten Zustand durch
den Farbwechsel, den Musterwechsel und/oder den Strukturwechsel von außerhalb des
Beines erkennbar ist.
[0017] Durch einen Sportstutzen mit einer klar unterschiedlich gestalteten Innenseite gegenüber
einer abgegrenzt davon gestalteten Außenseite, beispielsweise durch unterschiedliche
Farben, durch unterschiedliche Muster und/oder durch unterschiedliche Strukturen kann
beispielsweise im Falle ähnlicher Stutzen zweier gegnerischer Mannschaften durch ein
Umdrehen, durch ein Umstülpen und/oder durch ein Wenden des jeweiligen Sportstutzens
eine eindeutige Kennzeichnung der jeweiligen Beine mit der dadurch veränderten Farbe,
dem dadurch veränderten Muster und/oder der dadurch veränderten Struktur bei Mitgliedern
einer Mannschaft vorgenommen werden. Ein Schiedsrichter kann dadurch die Beine der
jeweiligen Spieler eindeutig zuordnen und damit eine klare Entscheidung, beispielsweise
im Falle eines Fouls, mit einer eindeutigen Zuordnung des entsprechenden Spielers
fällen.
[0018] Dabei können beispielsweise die Innenseite und die Außenseite in stark kontrastierenden
Farben, in kalr voneinander unterscheidbaren Mustern und/oder auch mit insbesondere
stark unterschiedlichen Oberflächenstrukturen ausgestaltet sein.
[0019] Folgende Begriffe seien an dieser Stelle erläutert:
[0020] Ein "Sportstutzen", welcher auch als "Stulpe" bekannt ist, dient dem Anlegen um ein
Bein, beispielsweise eines Fußballspielers, sowohl zum Schutz insbesondere der Wadenbeine
vor mechanischen Einflüssen und auch zur Kennzeichnung des entsprechenden Spielers
zu beispielsweise einer Mannschaft zugehörig durch eine entsprechende Farbgestaltung
dieses Sportstutzens. Üblicherweise werden solche Sportstutzen dabei paarweise an
je zwei Beinen miteinander verwendet. Jeder Sportstutzen weist dabei üblicherweise
einen "röhrenförmigen Strumpfkörper" auf, welcher aus einem Strickwerk, aus einem
Gewirk oder auch aus einem Stoff gebildet ist und durch seine röhrenförmige Ausgestaltung
und eine entsprechende, insbesondere radiale, Elastizität dazu eingerichtet ist, über
ein Bein eines Spielers gezogen zu werden und dann durch eben diese Elastizität, eine
dadurch entstehende Kompressionskraft in Richtung des Beines und in der Folgedurch
Reibung am Bein zu verbleiben.
[0021] Eine "Innenseite" ist dabei in einer jeweiligen Trageposition, also einem jeweiligen
angelegten Zustand, dem Bein zugewandt, eine entsprechende "Außenseite" ist dem Bein
abgewandt. Eine "Längsachse" verläuft dabei im Wesentlichen entlang einer Längsrichtung
des Beines, also beispielsweise im Wesentlichen parallel zum Schienbeinknochen der
Person, also des Spielers. Dabei ist die entsprechende Längsachse nicht mathematisch
exakt definiert, sondern soll den Verlauf entlang des Beines charakterisieren, also
beispielsweise auch durch Wölbung eines Muskels bedingte Abweichungen von einer idealen
Achse um beispielsweise ±15° umfassen. Analog dazu ist dann beispielsweise der Bezug
zur Längsachse bei einer anderen Gliedmaße als einem Bein ein innerhalb der Gliedmaße
verlaufender Knochen, also beispielsweise die Elle im Unterarm.
[0022] Ein "angelegter Zustand" beschreibt eine Anordnung des röhrenförmigen Strumpfkörpers
um das Bein herum in einer entsprechenden Trageposition, also beispielsweise derart,
dass der röhrenförmige Strumpfkörper vom Knöchelbereich der Person bis zu einem oberen
Bereich des Wadenbeines unterhalb des Knies angelegt und mit dem Bein in Kontakt ist.
Dabei ist in einem "ersten angelegten Zustand" die Innenseite dem Bein zugewandt und
die Außenseite in der Folge von außerhalb des Beines sichtbar, in einem "zweiten angelegten
Zustand" ist umgekehrt die Außenseite dem Bein zugewandt, die Innenseite also in der
Folge sichtbar.
[0023] "Voneinander unterschiedliche Farben, Muster und/oder Strukturen" beschreiben die
Eigenschaft der Innenseite und der Außenseite, die gemäß dem Kerngedanken der Erfindung
eine klare Zuordnung einer entsprechenden Farbe, eines entsprechenden Musters oder
einer entsprechenden Struktur derart ermöglicht, dass eine optische Unterscheidung
zwischen der Innenseite und der Außenseite eindeutig möglich ist. So kann beispielsweise
die Innenseite rot und die Außenseite blau sein, um entsprechende Farben zu nutzen,
ebenso kann die Innenseite kariert und die Außenseite gestreift und/oder die Innenseite
glatt und die Außenseite stark strukturiert sein, um entsprechende Eigenschaften erfindungsgemäß
nutzen zu können. Solche Eigenschaften können auch kombiniert verwendet werden, sodass
beispielsweise sowohl die Farbe, als auch das Muster und/oder die Struktur an der
Innenseite und an der Außenseite voneinander unterschiedlich gestaltet sind.
[0024] Ein "Wenden" beschreibt das Abnehmen des Sportstutzens vom Bein sowie das entsprechende
Drehen und Austauschen der Innenseite gegen die Außenseite, sodass im Ergebnis der
Sportstutzen mit zueinander ausgetauschter Innenseite und Außenseite wieder am Bein
angelegt wird. Gleichsam wird ein "Umstülpen" genutzt, wobei hierbei der Sportstutzen
derart am Bein entlanggerollt wird, dass die Außenseite und die Innenseite ihre jeweilige
Position miteinander wechseln.
[0025] In einem jeweils durch Wenden und/oder Umstülpen erreichten erreichten angelegten
Zustand ist sodann beispielsweise im Falle des zweiten angelegten Zustandes die Außenseite
vollständig oder teilweise am Bein anliegend und die Innenseite vollständig oder teilweise
sichtbar positioniert, sodass die entsprechenden Unterschiede in Farben, Muster und/oder
Strukturen der Innenseite zur Außenseite gegenüber dem ersten angelegten Zustand derart
genutzt werden, dass mit dem Überführen des Sportstutzens in den zweiten angelegten
Zustand ein entsprechender Kennzeichnungswechsel für die betreffenden Spieler erfolgt
ist. Ein solcher Kennzeichenwechsel kann dabei als "Farbwechsel", also als Übergang
zwischen zwei oder mehreren klar voneinander unterscheidbaren Farben, als "Musterwechsel",
also als Wechsel von klar unterscheidbaren Mustern, und/oder als "Strukturwechsel",
also als Wechsel von klar unterscheidbaren Strukturen, durchgeführt werden.
[0026] Um einen entsprechenden Kennzeichnungswechsel einfacher durchführen zu können, weist
der Strumpfkörper einen ersten Strumpfteil und einen zweiten Strumpfteil auf, wobei
der erste Strumpfteil die Innenseite und der zweite Strumpfteil die Außenseite bilden
und der erste Strumpfteil und der zweite Strumpfteil an einem jeweiligen Endbereich
miteinander verbunden sind, sodass insbesondere ein teilweises oder ein vollständiges
Wenden und/oder ein teilweises oder ein vollständiges Umstülpen des Strumpfkörpers
entlang der Längsachse in Abhängigkeit von einer Weite des Wendens und/oder einer
Weite des Umstülpens einen teilweisen oder einen vollständigen Farbwechsel, Musterwechsel
und/oder Strukturwechsel bewirkt.
[0027] Dabei kann ein entsprechender Sportstutzen auch im Sinne eines kontinuierlichen Abrollens
über das Bein ganz oder teilweise umgestülpt werden und damit beispielsweise auch
eine sichtbare Darstellung der an der Innenseite und an der Außenseite jeweils befindlichen
Farben, Muster und/oder Strukturen zu entsprechenden Teilen gemeinsam erfolgen. Damit
ist eine deutlich einfachere Kennzeichnung entsprechender Spieler ermöglicht, die
auch eine Zwischenkennzeichnung zwischen zwei klaren Zuständen ermöglicht.
[0028] Ein "Strumpfteil" beschreibt einen Teil des Sportstutzens, welcher analog zum röhrenförmigen
Strumpfkörper ausgebildet ist und gemeinsam mit einem weiteren Strumpfteil dann den
röhrenförmigen Strumpfkörper derart bildet, dass insbesondere der erste Strumpfteil
und der zweite Strumpfteil so miteinander verbunden sind, dass beide aufeinander abgleiten
können und damit insbesondere ein kontinuierliches Umstülpen des Sportstutzens entlang
der Längsachse ermöglicht ist. Dazu kann oder können beispielsweise auch eine Zwischenschicht
oder mehrere Zwischenschichten in Form eines weiteren Strumpfteils oder mehrerer weiterer
Strumpfteile zwischen dem ersten Strumpfteil und dem zweiten Strumpfteil angeordnet
sein. Ein entsprechendes weiteres Strumpfteil kann beispielsweise als Zwischenschicht
mit guten Gleiteigenschaften für ein einfacheres Abgleiten des ersten Strumpfteils
auf dem zweiten Strumpfteil, als Zwischenschicht mit hoher Reibung zum Fixieren des
ersten Strumpfteils gegenüber dem zweiten Strumpfteil im jeweiligen angelegten Zustand
und/oder auch als Schnittschutzschicht, beispielsweise aus einem Aramid oder einem
Polyamid ausgeführt sein.
[0029] Ein "Endbereich" beschreibt hierbei den Bereich des jeweiligen Strumpfteils, der
an einem Strumpfteil für sich genommen einen Abschluss oder ein Ende darstellt, an
dem beispielsweise ein röhrenförmiges Strumpfteil eine jeweilige Öffnung aufweist.
Die jeweiligen Strumpfteile sind dabei ein einem jeweiligen Endbereich, insbesondere
an einem jeweiligen Umfang des jeweiligen Endbereiches, miteinander verbunden, beispielsweise
durch eine durch Nähen hergestellte Naht, durch einen Reißverschluss und/oder durch
eine Klebenaht.
[0030] In einer Ausführungsform weist oder weisen der erste Strumpfteil und/oder der zweite
Strumpfteil Streifen, insbesondere Streifen mit unterschiedlichen Farben auf der Innenseite
und auf der Außenseite, auf.
[0031] Mittels solcher Streifen kann beispielsweise ein auf dem jeweiligen Strumpfteil angebrachtes,
charakteristisches Muster erzeugt werden, welches eine eindeutige Unterscheidung zwischen
der Innenseite und der Außenseite ermöglicht. Dabei sind insbesondere Streifen mit
unterschiedlichen Farben auf der Innenseite und auf der Außenseite angebracht.
[0032] Um ein Erkennen des Sportstutzens weiter zu verbessern, kann der Strumpfkörper, der
erste Strumpfteil und/oder der zweite Strumpfteil auch einen Reflektor oder reflektierende
Teile aufweisen, sodass durch einfallendes Licht eine Signalwirkung mittels einer
Reflektion des einfallenden Lichts erzeugt wird. Ebenso kann der Sportstutzen auch
in einer Leuchtfarbe ausgeführt sein. Dabei sind die Innenseite und die Außenseite
jeweils unterschiedlich gestaltet.
[0033] In einer Ausgestaltung weist oder weisen der Strumpfkörper, der erste Strumpfteil
und/oder der zweite Strumpfteil ein Schutzelement auf. Das "Schutzelement" ist dabei
beispielsweise als ringförmige Schutzeinheit oder mehrere ringförmige Schutzeinheiten
aus einem Kunststoff oder aus einem Metall mit einer insbesondere flachen Querschnittsgeometrie
ausgeführt, sodass die ringförmigen Schutzeinheiten das jeweilige Bein umgeben, sich
insbesondere gut an das Bein anschmiegen und damit das Bein schützen. Durch diese
ringförmigen Schutzeinheiten, welche konzentrisch oder im Wesentlichen konzentrisch
um die Längsachse herum angeordnet sind, kann damit der Sportstutzen weiterhin kontinuierlich
umgestülpt und/oder kontinuierlich gewendet werden, ohne dass die ringförmigen Schutzeinheiten
verbogen oder verformt werden. Dazu sind entsprechende ringförmige Schutzelemente
beispielsweise frei beweglich zwischen dem ersten Strumpfteil und dem zweiten Strumpfteil
angeordnet, sodass das jeweilige ringförmige Schutzelement frei zwischen den Strumpfteilen
gleiten kann oder das jeweilige ringförmige Schutzelement ist lediglich am ersten
Strumpfteil oder am zweiten Strumpfteil befestigt, sodass das jeweilige ringförmige
Schutzelement bei einem Wenden und/oder beim Umstülpen mit dem entsprechenden Strumpfteil
mitgeführt wird. Dazu kann ein jeweiliges Strumpfteil beispielsweise Laschen, Taschen
oder Schlaufen aufweisen, welche umlaufend um die Längsachse angeordnet sind und das
jeweilige ringförmige Schutzelement aufnehmen.
[0034] Zusätzlich oder alternativ kann dabei auch das Schutzelement ein stabförmiges Schutzmittel
oder mehrere stabförmige Schutzmittel aufweisen, welche insbesondere aus einer jeweiligen
in dem ersten Strumpfteil und/oder dem zweiten Strumpfteil angeordneten Aufnahme entnehmbar
sind.
[0035] Ein solches "stabförmiges Schutzmittel" ist analog zu einer ringförmigen Schutzeinheit
aus einem Kunststoff oder einem Metall geformt und weist eine längliche Geometrie
auf. Eine "Aufnahme" ist beispielsweise an einem jeweiligen Strumpfteil angeordnet,
mechanisch mit dem Strumpfteil verbunden und in einem Querschnitt an einen Querschnitt
des stabförmigen Schutzmittels derart angepasst, dass die Aufnahme analog einer Tasche
zum Einschieben und Aufnehmen des stabförmigen Schutzmittels dient, wobei das stabförmige
Schutzmittel in einem eingeschobenen Zustand dann mechanisch im Sportstutzen fixiert
ist.
[0036] In einer Ausführungsform ist das jeweilige stabförmige Schutzmittel parallel oder
im Wesentlichen parallel zur Längsachse angeordnet und kann insbesondere gelenkig
und/oder elastisch ausgebildet sein, sodass das jeweilige stabförmige Schutzmittel
in einer gelenkigen und/oder elastischen Ausgestaltung beim Wenden und/oder Umstülpen
keinen erheblichen Widerstand darstellt und trotzdem seine Schutzwirkung am Bein gegen
im Wesentlichen orthogonal zur Längsachse angreifende mechanische Einflüsse wie Tritte
oder Stöße entfaltet. Alternativ dazu kann das stabförmige Schutzmittel auch biegesteif
ausgebildet sein, sodass mit dem Einschieben des stabförmigen Schutzmittels in die
entsprechende Aufnahme des Sportstutzens ein Wenden und/oder ein Umstülpen verhindert
wird. Somit wird der eingestellte Zustand des Sportstutzens gemäß Farbe, Muster und/oder
Struktur durch das stabförmige Schutzmittel oder durch das jeweilige stabförmige Schutzmittel
fixiert.
[0037] So kann beispielsweise das erste Strumpfteil und/oder das zweite Strumpfteil mit
einer insbesondere parallel zur Längsachse ausgebildeten Tasche für das jeweilige
stabförmige Schutzmittel ausgebildet sein, wodurch es ermöglicht wird, dass das stabförmige
Schutzmittel damit beispielsweise einen Zustand, in den der Sportstutzen gebracht
wurde, fixiert. Sodann können die stabförmigen Schutzmittel oder das stabförmige Schutzmittel
aus der Tasche oder den Taschen entnommen werden, sodass ein Wenden und/oder Umstülpen
ermöglicht wird. In einer gewendeten und/oder umgestülpten Position kann dann wiederum
die Tasche so zugänglich sein, dass der neue Zustand, der beispielsweise dem zweiten
angelegten Zustand entspricht, wiederum mit einem Einschieben des stabförmigen Schutzmittels
oder einem Einschieben der stabförmigen Schutzmittel in die jeweilige Tasche fixiert
wird. Dazu ist insbesondere eine Öffnung einer jeweiligen Tasche im Endbereich oder
an einem Endbereich angeordnet, wobei in diesem Endbereich der ersten Strumpfteil
mit dem zweiten Strumpfteil miteinander verbunden sind.
[0038] In einem weiteren Aspekt wird die Aufgabe gelöst durch ein Trikotset mit einem Sportstutzen
oder mehreren Sportstutzen gemäß einer der vorherig beschriebenen Ausführungsformen.
[0039] Ein solches Trikotset mit einem Sportstutzen oder mehreren Sportstutzen kann aufeinander
abgestimmt derart ausgestaltet sein, dass das Trikot und/oder die entsprechende Hose
eine jeweilige Mannschaft klar kennzeichnen und ein Stutzen oder mehrere Stutzen dazu
derart ausgestaltet sind, dass sowohl in einem Grundzustand als auch in einem gewendeten
Zustand ein Design passend zum Trikot und/oder der Hose gewählt ist und dennoch zwischen
den beiden Zuständen des jeweiligen Stutzens eine klare Unterscheidung der jeweiligen
Beine des Spielers gegenüber beispielsweise Beinen eines Spielers einer gegnerischen
Mannschaft ermöglicht ist.
[0040] Im Weiteren wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Es zeigen
- Figur 1a
- eine schematische Darstellung eines Sportstutzens mit voneinander unterschiedlicher
Innenseite und Außenseite,
- Figur 1b
- eine schematische Darstellung eines Sportstutzens mit einem Außenteil und einem Innenteil
in einer schematischen Schnittdarstellung,
- Figur 2
- eine schematische Darstellung eines Beins mit dem Sportstutzen der Figur 1b in einer
schematischen Seitenansicht, sowie
- Figur 3
- ein Trikotset mit einem Trikot, einer Hose sowie zwei Sportstutzen.
[0041] Ein Sportstutzen 101 weist eine Innenseite 103 sowie eine Außenseite 105 auf. An
der Außenseite 105 ist der Sportstutzen 101 in einer Grundfarbe 107 ausgeführt, auf
welcher Ringstreifen 109 sowie ein Reflexstreifen 111 aufgebracht sind. Die Ringstreifen
109 unterscheiden sich dabei in Struktur du Farbe von der Grundfarbe 107. Die Grundfarbe
107 ist dabei im gezeigten Beispiel rot, die Ringstreifen sind blau und strukturiert
ausgeführt. Der Reflexstreifen 111 ist silbern und reflektiert Licht.
[0042] An der Innenseite 103 sind an dem Sportstutzen 101 Spiralstreifen 113 auf einer Grundfarbe
112 angeordnet. Die Grundfarbe ist in diesem Beispiel gelb, die Spiralstreifen 13
sind grün und mit einer Struktur versehen und verlaufen spiralförmig auf der Innenseite
103.
[0043] Der Sportstutzen 111 ist aus einer einzigen Lage Stoff gebildet, die entsprechenden
Farben, Strukturen sowie Muster sind drauf aufgedruckt, sowohl auf der Außenseite
105 sowie auch auf der Innenseite 103 wie vorig beschrieben.
[0044] Ein Sportstutzen 251 weist einen Außenteil 253 sowie einen Innenteil 255 auf. Der
Außenteil 253 sowie der Innenteil 255 sind jeweils röhrenförmig ausgebildet, ineinander
angeordnet und mittels Nähten 257 ringförmig verbunden. Damit kann der Sportstutzen
251 entlang einer Stülprichtung 271 entlang einer Längsachse 261 "endlos" kontinuierlich
ineinander umgestülpt werden.
[0045] Weiterhin weist der Sportstutzen 251 Ringverstärkungen 281 auf, welche zwischen dem
Außenteil 253 und dem Innenteil 255 angeordnet sind. Die Ringverstärkungen 281 sind
konzentrisch zur Längsachse 261 angeordnet und schützen ein Bein 201, an welchem der
Sportstutzen 251 oberhalb eines Fußes 203 zum Schutz von Schienbein und Wadenbein
angeordnet ist.
[0046] Der Sportstutzen 251 weist dabei analog zum Sportstutzen 101 eine unterschiedliche
Farbe, eine unterschiedliche Struktur sowie ein unterschiedliches Muster an seiner
dem Außenteil 253 zugeordneten Außenseite sowie seiner dem Innenteil 255 zugeordneten
Innenseite auf (nicht dargestellt).
[0047] Zusätzlich sind in Sportstutzen 251 Schutzleisten 291 eingebracht. Die Schutzleisten
291 werden in Aufnahmetaschen (nicht dargestellt) parallel zur Längsachse 261 so eingeschoben,
dass mittels der eingeschobenen jeweiligen Schutzleiste 291 ein Umstülpen des Sportstutzen
251 entlang der Stülprichtung 271 wirksam verhindert wird. Öffnungen 293 der Aufnahmetaschen
sind im Bereich der Naht 257 angeordnet und lediglich an einer Seite des röhrenförmigen
Sportstutzens entlang der Längsachse 261 vorgesehen (in Figur 2 beispielhaft "oben",
also in Richtung zum Knie angeordnet dargestellt). Somit kann der Sportstutzen 251
gemäß der gewünschten und zur Kennzeichnung eines Spielers notwendigen Struktur, Farbe
oder einem entsprechenden Muster gewendet oder gestülpt werden. Danach erfolgt ein
Einschieben der jeweiligen Schutzleisten 291 in die jeweilige Aufnahmetasche durch
die jeweilige Öffnung 293, sodass der Stülp- und/oder Wendezustand des Sportstutzens
251 fixiert ist. Somit kann der Sportstutzen 251 nicht mehr am Bein 201 verrutschen
oder seine Wende- oder Stülpposition verändern.
[0048] In einer Alternativen sind Schutzleisten im Austausch zur jeweiligen Schutzleiste
291 derart flexibel ausgestaltet, dass ein Umstülpen des Sportstutzen 251 entlang
der Stülprichtung 271 weiterhin ermöglicht ist. Aus den Ringverstärkungen 281 und
den Schutzleisten 291 entsteht in jedem Fall ein entsprechendes Netzwerk aus Schutzeinrichtungen
für das Bein 201, welches in Wenderichtung flexibel jedoch orthogonal zur Längsachse
261 widerstandsfähig und robust ist, sodass das Bein 201 auch bei rauem Spielbetrieb
unverletzt bleibt.
[0049] Ein Trikotset 301 weist einen Sportstutzen 303 sowie einen Sportstutzen 305 auf.
Die Sportstutzen 303 sowie 305 sind dabei passend zu einem Trikot 307 des Trikotsets
301 sowie einer Hose 309 des Trikotsets 301 ausgestaltet. Eine entsprechende Grundfläche
304 der Sportstutzen 303 sowie 305 ist farblich analog einer Grundfläche 308 des Trikots
307 sowie einer Grundfläche 312 der Hose 309 ausgestaltet. Entsprechende Streifen
306 auf den Sportstutzen 303 und 305 sind analog zu Streifen 310 sowie Streifen 314
auf dem Trikot 307 sowie der Hose 309 ausgestaltet. In einem gewendeten Zustand der
Sportstutzen 303 sowie 305 (nicht dargestellt) kann dann eine andere Farbkennzeichnung,
eine andere Musterkennzeichnung und/oder eine andere Strukturkennzeichnung mittels
der Sportstutzen 303 und 305erfolgen, dies ist dann analog zum Sportstutzen 101 und/oder
dem Sportstutzen 251 ausgestaltet und soll hier nicht noch einmal detailliert beschrieben
sein.
Bezugszeichenliste
[0050]
- 101
- Sportstutzen
- 103
- Innenseite
- 105
- Außenseite
- 107
- Grundfarbe
- 109
- Ringstreifen
- 111
- Reflexstreifen
- 112
- Grundfarbe
- 113
- Spiralstreifen
- 201
- Bein
- 203
- Fuß
- 251
- Sportstutzen
- 253
- Außenteil
- 255
- Innenteil
- 257
- Naht
- 261
- Längsachse
- 271
- Stülprichtung
- 281
- Ringverstärkung
- 291
- Schutzleiste
- 293
- Öffnung
- 301
- Trikotset
- 303
- Sportstutzen
- 304
- Grundfläche
- 305
- Sportstutzen
- 306
- Streifen
- 307
- Trikot
- 308
- Grundfläche
- 309
- Hose
- 310
- Streifen
- 312
- Grundfläche
- 314
- Streifen
1. Sportstutzen (101, 251, 303, 305) für ein Bein (201) mit einem röhrenförmigen Strumpfkörper
(101, 251) mit einer Innenseite (103, 255), einer Außenseite (105, 253) und einer
Längsachse (261), wobei der röhrenförmige Strumpfkörper in einem ersten angelegten
Zustand das Bein (201) umgibt und mit der Innenseite (103, 255) entlang der Längsachse
(261) am Bein (201) anliegt, sodass die Außenseite (105, 253) von außerhalb des Beines
sichtbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenseite (103, 255) und die Außenseite (105, 253) voneinander unterschiedliche
Farben, voneinander unterschiedliche Muster und/oder voneinander unterschiedliche
Strukturen aufweisen, sodass ein Wenden und/oder Umstülpen des Strumpfkörpers entlang
der Längsachse (261) in einen zweiten angelegten Zustand derart, dass die Außenseite
(105, 253) vollständig oder teilweise am Bein (201) anliegt und die Innenseite (103,
255) vollständig oder teilweise von außerhalb des Beines sichtbar ist, einen Farbwechsel,
einen Musterwechsel und/oder einen Strukturwechsel des Strumpfes bewirkt, sodass für
einen Betrachter, insbesondere für ein Schiedsrichter oder Linienrichter, eine veränderte
Farbe, ein verändertes Muster und/oder eine veränderte Struktur gegenüber dem ersten
angelegten Zustand durch den Farbwechsel, den Musterwechsel und/oder den Strukturwechsel
von außerhalb des Beines erkennbar ist.
2. Sportstutzen gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Strumpfkörper (101, 251) einen ersten Strumpfteil (255) und einen zweiten Strumpfteil
(253) aufweist, wobei der erste Strumpfteil (255) die Innenseite (103) und der zweite
Strumpfteil (253) die Außenseite (105) bilden und der erste Strumpfteil (255) und
der zweite Strumpfteil (253) an einem jeweiligen Endbereich (257) miteinander verbunden
sind, sodass insbesondere ein teilweises oder ein vollständiges Wenden und/oder ein
teilweises oder ein vollständiges Umstülpen des Strumpfkörpers entlang der Längsachse
(261) in Abhängigkeit von einer Weite des Wendens und/oder Umstülpens einen teilweisen
oder einen vollständigen Farbwechsel, Musterwechsel und/oder Strukturwechsel bewirkt.
3. Sportstutzen gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Strumpfkörper (101, 251), der erste Strumpfteil (255) und/oder der zweite Strumpfteil
(253) Streifen (109, 306), insbesondere Streifen (109, 306) mit unterschiedlichen
Farben auf der Innenseite (103) und der Außenseite (105), aufweist oder aufweisen.
4. Sportstutzen gemäß einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Strumpfkörper (101, 251), der erste Strumpfteil (255) und/oder der zweite Strumpfteil
(253) einen Reflektor (111) aufweist oder aufweisen, sodass einfallendes Licht, insbesondere
mit einer Signalwirkung, mittels des Reflektors reflektiert wird und/oder eine Leuchtfarbe
aufweist oder aufweisen.
5. Sportstutzen gemäß einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Strumpfkörper (101, 251), der erste Strumpfteil (255) und/oder der zweite Strumpfteil
(253) ein Schutzelement (281, 291) aufweist oder aufweisen.
6. Sportstutzen gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Schutzelement (281, 291) eine ringförmige Schutzeinheit (281) oder mehrere ringförmige
Schutzeinheiten (281) aufweist, wobei die jeweilige ringförmige Schutzeinheit (281)
konzentrisch oder im Wesentlichen konzentrisch um die Längsachse (261) herum angeordnet
ist, sodass das Bein (201) mittels der ringförmigen Schutzeinheit (281) oder der ringförmigen
Schutzeinheiten (281) vor einer mechanischen Einwirkung geschützt und das kontinuierliche
Umstülpen weiterhin ermöglicht ist.
7. Sportstutzen gemäß Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Schutzelement (281, 291) ein stabförmiges Schutzmittel (291) oder mehrere stabförmige
Schutzmittel (291) aufweist oder aufweisen, wobei das jeweilige stabförmige Schutzmittel
(291) insbesondere aus einer jeweiligen in dem röhrenförmigen Strumpfkörper (101,
251), dem ersten Strumpfteil (255) und/oder dem zweiten Strumpfteil (253) angeordneten
Aufnahme (293) entnehmbar ist.
8. Sportstutzen gemäß Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das jeweilige stabförmige Schutzmittel (291) parallel oder im Wesentlichen parallel
zur Längsachse (261) angeordnet und insbesondere derart gelenkig und/oder elastisch
ausgebildet ist, dass das Wenden und/oder Umstülpen mittels eines gelenkigen und/oder
elastischen Verformens des jeweiligen stabförmigen Schutzmittels (291) weiterhin ermöglicht
ist oder das stabförmige Schutzmittel (291) biegesteif ausgebildet ist, sodass insbesondere
in einem eingeschobenen Zustand des jeweiligen stabförmigen Schutzmittels (291) in
der jeweiligen Aufnahme (293) ein Wenden und/oder Umstülpen verhindert und in einem
entnommenen Zustand des jeweiligen stabförmigen Schutzmittels (291) aus der jeweiligen
Aufnahme (293) ein Wenden und/oder Umstülpen ermöglicht ist
9. Trikotset (301) mit einem Sportstutzen (303, 305) oder mehreren Sportstutzen (303,
305) gemäß einem der vorherigen Ansprüche 1 bis 8 und einem Trikotsatz (307, 309)
zum Überziehen und/oder Anlegen am Körper, wobei der Trikotsatz ein Trikot (307) für
den Oberkörper und/oder eine Hose (309) aufweist.
10. Trikotset gemäß Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Trikotsatz (303, 305) mit einer Farbe, mit einem Muster und/oder mit einer Struktur
zur Innenseite (103), zur Außenseite (105), zum ersten Strumpfteil (255) und/oder
zum zweiten Strumpfteil (253) korrespondiert.