[0001] Die Erfindung betrifft einen Eckverbinder nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie
einen Paletten-Aufsatzrahmen, der mit einem solchen Eckverbinder ausgestattet ist.
[0002] Aus der
DE 20 2019 103 410 U1 ist ein gattungsgemäßer Eckverbinder bekannt. Die Verbindung zweier benachbarter
Hohlkammerprofile erfolgt in Art einer Scharnierverbindung, wobei jedes der beiden
Scharnierelemente eine Deckleiste samt Einstecklaschen aufweist. Die Stirnseite eines
Hohlkammerprofils wird durch die Deckleiste abgedeckt, und die Einstecklaschen dienen
zur Befestigung der Deckleiste an dem Hohlkammerprofil. Vier Hohlkammerprofile, die
durch vier Eckverbinder zu einem geschlossenen Ring miteinander verbunden sind, bilden
einen Paletten-Aufsatzrahmen und können auf eine Palette aufgesetzt werden. Weitere
gleichartige Paletten-Aufsatzrahmen können jeweils aufeinandergesetzt werden, so dass
ein Transportbehälter mit der jeweils gewünschten Höhe geschaffen werden kann.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen gattungsgemäßen Eckverbinder dahingehend
zu verbessern, dass die Handhabung des Paletten-Aufsatzrahmens beim Aufsetzen auf
eine Palette oder auf einen anderen Paletten-Aufsatzrahmen erleichtert wird. Weiterhin
legt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Paletten-Aufsatzrahmen zu schaffen,
der diesen Vorteil einer vereinfachten Handhabung bietet.
[0004] Diese Aufgabe wird durch einen Eckverbinder mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst
sowie durch einen Paletten-Aufsatzrahmen nach Anspruch 6. Vorteilhafte Ausgestaltungen
sind in den Unteransprüchen beschrieben.
[0005] Die Erfindung schlägt mit anderen Worten vor, die Eckverbinder über die Deckleisten
hinaus nach unten zu verlängern. Dabei schließen sich sogenannte Zentrierlaschen an
die Deckleisten an und erstrecken sich über die Deckleisten hinaus nach unten. Die
Zentrierlaschen sind nicht einfach als Verlängerung der Deckleisten ausgestaltet,
sondern sie schließen seitlich und im Winkel an die Deckleisten an, erstrecken sich
also im Wesentlichen parallel zu den Einstecklaschen.
[0006] Diese Ausgestaltung der Eckverbinder führt dazu, dass die Zentrierlaschen an zwei
Seitenkanten einer Palette außen anliegen, wenn der Paletten-Aufsatzrahmen auf die
Palette aufgesetzt worden ist. Wenn der Paletten-Aufsatzrahmen gemäß der
DE 20 2019 103 410 U1 ausgestaltet ist, ist er auf der Palette mithilfe von Halteleisten, welche an allen
vier Seitenkanten der Palette außen anliegen, gegen horizontale Verschiebungen in
sämtlichen Richtungen gesichert und dementsprechend auf der Palette zentriert. Die
vorschlagsgemäßen Zentrierlaschen unterstützen diese Zentrierung, und da sie sich
weiter nach unten erstrecken als die Hohlkammerprofile, dementsprechend auch weiter
nach unten als die Halteleisten, ermöglichen sie eine vor Zentrierung und Grobausrichtung
des Paletten-Aufsatzrahmens, bevor dieser seine endgültige, korrekte Stellung auf
der Palette einnimmt.
[0007] Der Paletten-Aufsatzrahmen ist durch die Ausgestaltung mit Hohlkammerprofilen so
leicht, dass er in der Praxis von einer einzigen Person gehandhabt werden kann, im
Unterschied zu Paletten-Aufsatzrahmen, die massive Wandelemente aufweisen und ggf.
aus Werkstoffen bestehen, die zudem aufgrund von Feuchtigkeitsaufnahme ein noch höheres
Gewicht aufweisen können, und die daher in der Praxis stets von zwei Personen gehandhabt
werden.
[0008] Angesichts der Palettengröße von beispielsweise 1200 mal 800 mm erleichtern es die
vorschlagsgemäßen Zentrierlaschen bei einer Handhabung des Aufsatzrahmens durch nur
eine Person, die hinteren, von der Person am weitesten entfernten Enden des Aufsatzrahmens
korrekt auf der Palette zu positionieren. Die Zentrierlaschen helfen, dass der Aufsatzrahmen
und die Palettenoberfläche sich wie gewünscht "finden", so dass anschließend auch
die erwähnten Halteleisten an der Unterseite des Aufsatzrahmens die Palette wie vorgesehen
übergreifen und so den Aufsatzrahmen auf der Palette sichern können. Die vorschlagsgemäßen
Zentrierlaschen ermöglichen dementsprechend eine Vorzentrierung oder Grobzentrierung,
welche die anschließende eigentliche Zentrierung des Aufsatzrahmens auf der Palette
mittels der Halteleisten automatisch sicherstellt, so dass beispielsweise Kontrollgänge
rund um die Palette, um den Sitz des Aufsatzrahmens auf der Palette zu überprüfen
und ggf. zu korrigieren, entfallen können. Der gleiche Vorteil ergibt sich anschließend,
wenn ein Paletten-Aufsatz-rahmen auf einen bereits auf der Palette montierten Aufsatzrahmen
aufgesetzt werden soll.
[0009] In einer vorteilhaften Ausgestaltung können die beiden Deckleisten des Eckverbinders
einander benachbart angeordnet sein und durch ein Filmscharnier miteinander verbunden
sein. Durch die Ausgestaltung als Filmscharnier, also als einteiliges Scharnier, ergibt
sich einerseits bei der Herstellung eines Paletten-Aufsatzrahmens der Vorteil, dass
weniger Bauteile gehandhabt werden müssen, weil beispielsweise nicht zwei separate
Scharnierelemente miteinander verbunden werden müssen, um das Scharnier zu bilden.
Weiterhin ergibt sich später bei der Benutzung des Paletten-Aufsatzrahmens der Vorteil,
dass nicht nur die Wandflächen, die durch die Hohlkammerprofile gebildet werden, sondern
auch die die Ecken des Behälters dicht sind, da das fugenlos geschlossene Filmscharnier
einen verbesserten Schutz gegen das Eindringen von Spritzwasser, Staub oder Ungeziefer
bietet.
[0010] Beispielsweise können die beiden Deckleisten und das dazwischen befindliche Scharnier
gemeinsam als einteiliges Werkstück hergestellt werden, z. B. im Spritzguss. In einem
Zweikomponenten-Spritzguss kann das Scharnier aus einem flexibleren, leichter verformbaren
Werkstoff gefertigt werden als die beiden angrenzenden Deckleisten samt Einstecklaschen.
Besonders vorteilhaft jedoch kann ein einziger Werkstoff verwendet werden, so dass
sowohl die Deckleisten, die Einstecklaschen, als auch das Filmscharnier materialeinheitlich
aus demselben Werkstoff bestehen und die Scharnierfunktion allein aufgrund der verringerten
Materialstärke resultiert. Diese materialeinheitliche Ausgestaltung des gesamten Eckverbinders
erleichtert einerseits dessen Herstellung und andererseits später das Recycling.
[0011] Zur Befestigung des Eckverbinders an einem Hohlkammerprofil können separate Befestigungselemente
verwendet werden, beispielsweise Schrauben oder Niete, die jeweils sowohl das Hohlkammerprofil
als auch eine Einstecklasche des Eckverbinders durchsetzen. Je nach den verwendeten
Werkstoffen kann noch eine Verklebung vorgesehen sein, jedoch erlauben separate Befestigungselemente
eine spätere Revision, in dem sie beispielsweise herausgeschraubt, ausgebohrt, herausgeschlagen
oder auf andere Weise entfernt werden, so dass anschließend der Eckverbinder von einem
angrenzenden Hohlkammerprofil getrennt werden kann. Dies kann entweder zu Reparaturzwecken
erfolgen, oder um die einzelnen Elemente möglichst sortenrein recyceln zu können.
[0012] Im Sinne einer möglichst einfachen und preisgünstigen Montage kann allerdings vorteilhaft
vorgesehen sein, den Eckverbinder an den beiden angrenzenden Hohlkammerprofilen in
Art einer Rastverbindung zu befestigen. Da der Eckverbinder ohnehin beispielsweise
als Spritzgussteil ausgestaltet sein kann, kann er beispielsweise mit Rastnoppen versehen
sein, die jeweils an eine Einstecklasche vorgesehen sind. Das Hohlkammerprofil, welches
beispielsweise im Strangpressverfahren als Endlosprofil hergestellt ist, kann mit
Bohrungen versehen sein, die zur Aufnahme der Rastnoppen dienen. Wenn ein Eckverbinder
in eine Stirnseite eines Hohlkammerprofils eingepresst wird und die Einstecklaschen
in das Hohlkammerprofil eindringen, können unter kurzzeitiger Verformung sowohl der
Rastnoppen als auch des Hohlkammerprofils die Einstecklaschen mitsamt den Rastnoppen
so weit in das Hohlkammerprofil geführt werden, bis die Rastnoppen in Überdeckung
mit der jeweiligen Bohrung des Hohlkammerprofils geraten und sich sowohl die Rastnoppen
als auch das Hohlkammerprofil zurückstellen können und die Rastverbindung hergestellt
ist. Die Rastnoppen erstrecken sich dabei im Wesentlichen quer zur Fläche der jeweiligen
Einstecklasche und dementsprechend im Wesentlichen parallel zur Deckleiste.
[0013] Falls eine Demontage erforderlich wird, können die Rastnoppen ausgebohrt werden,
so dass die Einstecklaschen anschließend aus dem Hohlkammerprofil problemlos herausgezogen
werden können. Die Bohrungen im Hohlkammerprofil stehen anschließend unverändert zur
Verfügung, um beispielsweise im Reparaturfall einen anderen Eckverbinder montieren
zu können.
[0014] Die Rastnoppen können vorteilhaft jeweils eine Schrägfläche aufweisen, die das Einführen
der Einstecklaschen mitsamt der Rastnoppen in das Hohlkammerprofil erleichtert. Der
Querschnitt der Rastnoppen erweitert sich dementsprechend zur Deckleiste hin, so dass
die Auszugskräfte, die den Zusammenhalt des Eckverbinders mit dem Hohlkammerprofil
sicherstellen, erheblich höher sind als die während der Montage erforderlichen Einpresskräfte.
[0015] Mithilfe der vorschlagsgemäßen Eckverbinder können Hohlkammerprofile zu einem ringförmigen
Paletten-Aufsatzrahmen verbunden werden, der die erwähnte erleichterte Handhabung
aufgrund der Vorzentrierung bzw. Grobzentrierung ermöglicht.
[0016] Um ein möglichst geringes Gewicht des Paletten-Aufsatzrahmens zu erreichen, eine
Feuchtigkeitsaufnahme möglichst zu vermeiden, sowie aus Gründen der Witterungs- und
Korrosionsbeständigkeit können sowohl die Hohlkammerprofile als auch die Eckverbinder
vorteilhaft aus Kunststoff bestehen. Dabei kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass
sowohl die Hohlkammerprofile als auch die Eckverbinder aus dem gleichen Kunststoff-Grundmaterial
bestehen. Beispielsweise können die beiden Bauteile jeweils aus einem Polyolefinkunststoff
bestehen, z.B. aus Polypropylen (PP) oder aus Polyethylen (PE), und ggf. beide aus
Polypropylen (PP) oder beide aus Polyethylen (PE). Aufgrund der unterschiedlichen
Herstellungsverfahren können die verwendeten Kunststoffe im Detail unterschiedlich
formuliert sein, beispielsweise hinsichtlich ihres MVR- oder MFI-Wertes, so dass der
Kunststoff, der im Spritzguss zur Herstellung des Eckverbinders verarbeitet werden
soll, eine höhere Fließfähigkeit aufweisen kann als der Kunststoff, der im Strangpressverfahren
zur Herstellung des Hohlkammerprofils dienen soll.
[0017] Aus Stabilität kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass das Hohlkammerprofil nicht
nur einen einzigen Hohlraum aufweist, sondern eine Vielzahl von Hohlräumen, die sich
als einzelne, durch Stege voneinander getrennte Kanäle durch das Hohlkammerprofil
erstrecken. Vorteilhaft kann in diesem Zusammenhang vorgesehen sein, dass die Eckverbinder
an jeder Deckleiste so viele Einstecklaschen aufweisen, dass in jeden Kanal eine eigene
Einstecklasche ragt. Auf diese Weise kann auch unter den im Betrieb auftretenden Belastungen
und den daraus resultierenden Relativbewegungen zwischen dem Hohlkammerprofil und
dem Eckverbinder eine praxisgerechte Abdichtung des Hohlkammerprofils an dessen Stirnseite
gewährleistet werden, so dass beispielsweise das Eindringen von Staub in das Hohlkammerprofil
verhindert werden kann.
[0018] Bei der weiter oben bereits angesprochenen Rastverbindung, die zur Befestigung des
Eckverbinders an den beiden angrenzenden Hohlkammerprofilen vorgesehen sein kann,
kann grundsätzlich die Anordnung der Rastnoppen wahlweise auch am Hohlkammerprofil
vorgesehen sein, so dass dementsprechend der Eckverbinder, z.B. im Bereich seiner
Einstecklaschen, die dazu korrespondierenden Rastausnehmungen aufweisen würde. Die
Rastnoppen an den Einstecklaschen vorzusehen und die Rastausnehmungen an den Hohlkammerprofilen,
stellt eine besonders praxisgerechte Ausgestaltung der Rastverbindung sicher, wenn
die Eckverbinder im Spritzguss- und die Hohlkammerprofile im Strangpress-Verfahren
hergestellt werden.
[0019] Die vorschlagsgemäß vorgesehenen Zentrierlaschen könnten als alleinige Zentrierelemente
dazu dienen, die Position des Paletten-Aufsatzrahmens auf einer Palette zu sichern.
Besonders vorteilhaft allerdings kann ihnen die Funktion zukommen, lediglich eine
Grobzentrierung oder Vorzentrierung zu bewirken, wobei die eigentliche Zentrierung
des Aufsatzrahmens auf der Palette durch die weiter oben bereits angesprochenen Halteleisten
erreicht wird, die unten an den Hohlkammerprofilen vorgesehen sind. Sie schließen
an eine Außenwand des Hohlkammerprofils an und übergreifen somit die Palette. Hierdurch
wird nicht nur eine optimal stabile Fixierung des Aufsatzrahmens auf der Palette gewährleistet,
da sich die Haltekräfte auf die gesamte Länge des Hohlkammerprofils verteilen, sondern
es wird auch ein optimaler Schutz gegen das Eindringen von Feuchtigkeit oder anderweitige
Einflüsse erreicht. Insbesondere kann ein mit derartigen Halteleisten ausgestatteter
Paletten-Aufsatzrahmen auf beliebig ausgestalteten Paletten aufweisen, welche die
entsprechenden Umfangsabmessungen aufweisen, unabhängig davon aus welchem Werkstoff
die Palette besteht oder wie die Oberseite des Palettendecks ausgestaltet ist. Insbesondere
bedarf es keiner speziellen Aufnahmegeometrie, beispielsweise einer umlaufenden Nut
oder dergleichen, die zur Aufnahme des Paletten-Aufsatzrahmens erforderlich wäre.
[0020] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der rein schematischen Darstellungen
nachfolgend näher erläutert. Dabei zeigt
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht aus einer ersten Blickrichtung auf einen Eckverbinder,
- Fig. 2
- eine perspektivische Ansicht auf den Eckverbinder von Fig. 1 aus einer anderen Blickrichtung,
- Fig. 3
- eine perspektivische Ansicht auf die Ecke eines Paletten-Aufsatzrahmens aus einer
ersten Blickrichtung, und
- Fig. 4
- eine perspektivische Ansicht auf die Ecke von Fig. 3 aus einer anderen Blickrichtung.
[0021] In Fig. 1 ist ein Eckverbinder 1 dargestellt, der zwei Deckleisten 2 und ein dazwischen
befindliches, die beiden Deckleisten 2 verbindendes Filmscharnier 3 aufweist. Jede
der beiden Deckleisten 2 trägt eine Vielzahl von Einstecklaschen 4, wobei die Einstecklaschen
4 in zwei unterschiedlichen Längen ausgestaltet sind. An der Unterkante jeder Deckleiste
2 ist eine Aussparung 5 vorgesehen. Weiterhin ist jede Deckleiste 2 in ihrem unteren
Bereich mit einer Zentrierlaschen 6 verbunden. Die beiden Zentrierlaschen 6 schließen
jeweils seitlich, und zwar an der jeweiligen Außenkante, an die zugehörige Deckleiste
2 an und erstrecken sich über die Unterkanten der Deckleisten 2 hinaus noch weiter
nach unten.
[0022] Aus Fig. 2 ist ersichtlich, dass die längeren Einstecklaschen 4 mit Rastnoppen 7
versehen sind, die sich von den Einstecklaschen 4 aus zur Seite erstrecken und damit
annähernd parallel zu der jeweiligen Deckleiste 2 verlaufen, an welcher sich die Einstecklasche
4 befindet.
[0023] Fig. 3 zeigt eine perspektivische Ansicht auf eine Ecke eines Paletten-Aufsatzrahmens
8. Der an dieser Ecke befindliche Eckverbinder 1 verschließt mit seinen beiden Deckleisten
2 die Stirnseiten von zwei Hohlkammerprofilen 9, welche die Wände des Paletten-Aufsatzrahmens
8 bilden. Auf ihrer Oberseite sind die Hohlkammerprofile 9 mit nach oben ragenden
Rippen 10 versehen, und an ihrer Unterseite weisen sie Nuten auf, die an die Aussparungen
5 der Deckleisten 2 anschließen. Auf diese Weise bilden aufeinandergesetzte gleichartige
Paletten-Aufsatzrahmen 8 einen Verbund. Weiterhin weisen die Hohlkammerprofile 9 jeweils
eine Innenwand und eine Außenwand 11 auf wobei zur Oberseite hin die Außenwand 11
mit einer Ausnehmung 12 versehen ist, die sich bis zur Oberkante des Hohlkammerprofils
9 hin erstreckt. Komplementär zu dieser Ausnehmung 12 weist das Hohlkammerprofil 9
an seiner Unterkante, in Verlängerung der Außenwand 11, eine Halteleiste 14 auf, die
eine Palette außen übergreift, wenn der Paletten aufs 8 auf eine Palette aufgesetzt
ist, oder die in eine Ausnehmung 12 eines gleichartigen Paletten-Aufsatzrahmens 8
eingreift, wenn 2 gleichartige Paletten-Aufsatzrahmen 8 aufeinandergesetzt werden.
[0024] Aus Fig. 3 ist weiterhin ersichtlich, dass die Einstecklaschen 4 sämtlich in das
Hohlkammerprofil 9 eingeschoben sind. Dort, wo sich die Rastnoppen 7 befinden, sind
zur Veranschaulichung auf der Außenwand 11 des Hohlkammerprofils 9 Befestigungsstellen
15 markiert. Das Hohlkammerprofil 9 weist an diesen Befestigungsstellen 15 Bohrungen
auf, in welche sich die Rastnoppen 7 erstrecken. Abweichend von dem dargestellten
Ausführungsbeispiel können separate Befestigungselemente vorgesehen sein, beispielsweise
in Form von Schrauben, Nieten oder dergleichen, welche sowohl das Hohlkammerprofil
9 als auch die entsprechenden Einstecklaschen 4 durchsetzen.
[0025] Die Perspektive von Fig. 4 macht deutlich, wie die Zentrierlaschen 6 seitlich und
außen an die Deckleisten 2 anschließen, und es ist erkennbar, dass sich die Zentrierlaschen
6 noch über die Halteleisten 14 hinaus nach unten erstrecken.
Bezugszeichen:
[0026]
- 1
- Eckverbinder
- 2
- Deckleiste
- 3
- Filmscharnier
- 4
- Einstecklasche
- 5
- Aussparung
- 6
- Zentrierlasche
- 7
- Rastnoppe
- 8
- Paletten-Aufsatzrahmen
- 9
- Hohlkammerprofil
- 10
- Rippe
- 11
- Außenwand
- 12
- Ausnehmung
- 14
- Halteleiste
- 15
- Befestigungsstelle
1. Eckverbinder (1), der dazu bestimmt ist, zwei Wandelemente eines Paletten-Aufsatzrahmens
(8) gelenkig miteinander zu verbinden,
wobei jedes Wandelement als extrudiertes Hohlkammerprofil (9) aus Kunststoff ausgestaltet
ist und mehrere Hohlkammerprofile (9) mittels mehrerer Eckverbinder (1) zu einem geschlossenen
Ring verbindbar sind,
und wobei der Eckverbinder (1)
• zwei Deckleisten (2) aufweist, die jeweils dazu bestimmt sind, ein Stirnende des
angrenzenden Hohlkammerprofils (9) zu verschließen, und jeweils
• mehrere Einstecklaschen (4) aufweisen, die sich von der Deckleiste (2) weg erstrecken
und jeweils dazu bestimmt sind, in einen Hohlraum des Hohlkammerprofils (2) zu ragen,
dadurch gekennzeichnet,
dass an die beiden Deckleisten (2) jeweils eine die Vorzentrierung des Paletten-Aufsatzrahmens
(8) ermöglichende Zentrierlasche (6) anschließt, die über die jeweilige Deckleiste
(2) hinaus nach unten ragt,
wobei die Zentrierlaschen (6) jeweils seitlich an die zugeordnete Deckleiste (2) anschließen,
derart, dass sie sich parallel zu den Einstecklaschen (4) erstrecken.
2. Eckverbinder nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwei Deckleisten (2), jeweils mit den Einstecklaschen (4) versehen, einander benachbart
angeordnet und durch ein Filmscharnier (3) miteinander verbunden sind.
3. Eckverbinder nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Deckleisten (2), die Einstecklaschen (4) und das Filmscharnier (3) materialeinheitlich
aus demselben Werkstoff gebildet sind.
4. Eckverbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass an einer Einstecklasche (4) eine Rastnoppe (7) angeordnet ist, die sich im Wesentlichen
quer zur Fläche der Einstecklasche (4) und im Wesentlichen parallel zur Deckleiste
(2) erstreckt.
5. Eckverbinder nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Rastnoppe (7) eine Schrägfläche aufweist, derart, dass sich der Querschnitt der
Rastnoppe (7) zur Deckleiste (2) hin erweitert.
6. Paletten-Aufsatzrahmen (8),
der mehrere Wandelemente aufweist, die jeweils als extrudiertes Hohlkammerprofil (9)
aus Kunststoff ausgestaltet sind,
wobei jeweils zwei benachbarte Hohlkammerprofil (9) mittels eines Eckverbinders (1),
der nach einem der vorhergehenden Ansprüche ausgestaltet ist, miteinander verbunden
sind.
7. Paletten-Aufsatzrahmen nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Hohlkammerprofile (9) und die Eckverbinder (1) aus dem gleichen Kunststoff-Grundmaterial
bestehen.
8. Paletten-Aufsatzrahmen nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Hohlkammerprofile (9) und die Eckverbinder (1) jeweils aus einem Polyolefinkunststoff
bestehen.
9. Paletten-Aufsatzrahmen nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Hohlkammerprofile (9) und die Eckverbinder (1) jeweils aus einem Polypropylen-
oder einem Polyethylenkunststoff bestehen.
10. Paletten-Aufsatzrahmen nach einem der Ansprüche 6 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Hohlkammerprofil (9) eine Vielzahl von Hohlkammern aufweist,
und die Eckverbinder (1) an jeder Deckleiste (2) jeweils so viele Einstecklaschen
(4) aufweisen, dass sich in jede an eine Deckleiste (2) anschließende Hohlkammer eine
Einstecklasche (4) erstreckt.
11. Paletten-Aufsatzrahmen nach einem der Ansprüche 6 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Eckverbinder (1) in den Hohlkammerprofilen (9) durch eine Rastverbindung gehalten
sind,
wobei sich ein Rastvorsprung des einen Bauteils in eine Rastausnehmung des anderen
Bauteils erstreckt.
12. Paletten-Aufsatzrahmen nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Hohlkammerprofile (9) die Rastausnehmungen aufweisen und die Eckverbinder (1)
die Rastvorsprünge aufweisen.
13. Paletten-Aufsatzrahmen nach einem der Ansprüche 6 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Hohlkammerprofile (9) jeweils an ihrer Unterkante eine Halteleiste (14) aufweisen,
welche an eine Außenwand (11) des Hohlkammerprofils (9) anschließt,
wobei sich die Zentrierlaschen (6) weiter nach unten erstrecken als die Halteleisten
(14).