[0001] Die Erfindung betrifft ein Verbindungsbauteil zur Verbindung von unterschiedlichen
Gerüstsystemen, umfassend zumindest einen ersten Verbindungsbereich, welcher zur Verbindung
mit einem ersten Gerüstsystem vorgesehen ist und welcher einen Schaft aufweist, welcher
sich entlang einer Längsachse erstreckt, und einen Befestigungsbereich, welcher zur
Verbindung mit einem zweiten Gerüstsystem vorgesehen ist, wobei der erste Verbindungsbereich
und der Befestigungsbereich in Richtung der Längsachse angrenzend aneinander angeordnet
sind und der erste Verbindungsbereich zumindest auf seiner vom Befestigungsbereich
weg weisenden Seite in seinem Inneren im Schaft eine Aufnahme aufweist, die sich in
Richtung der Längsachse erstreckt. Der Befestigungsbereich weist angrenzend an den
ersten Verbindungsbereich einen Anschlag auf, welcher sich in einer im Wesentlichen
senkrechten Richtung zur Längsachse erstreckt und der Anschlag weist in der Richtung
im Wesentlichen senkrecht zur Längsachse die längste Abmessung des Befestigungsbereiches
auf. Der Befestigungsbereich weist weiterhin einen sich in der Richtung der Längsachse
erstreckenden Einführbereich auf, der in Richtung der Längsachse auf der dem ersten
Verbindungsbereich abgewandten Seite des Anschlags an diesen angrenzt. Die Erfindung
betrifft weiterhin einen Gerüstabschnitt zur Verbindung von unterschiedlichen Gerüstsystemen
mit einem Verbindungsbauteil.
[0002] Gerüste werden im Baubereich für verschiedene Aufgaben eingesetzt. Fassadengerüste
dienen dazu, die Außenflächen von Gebäuden zu gestalten, beispielsweise zu streichen.
Fassadengerüste werden in der Regel aus Fassaden-Gerüstrahmen als Hauptkomponenten
aufgebaut, in neuerer Zeit werden diese auch aus Modulgerüsten aufgebaut. Im Ingenieurbau
werden Traggerüste dafür eingesetzt, verschiedenste Bauwerksteile in Position zu bringen
und dort zu halten. Solche Bauwerksteile können beispielsweise Beton-Fertigteile,
Stahlträger oder Stahlstrukturen sein. Weiterhin können zur Errichtung von Bauwerken
benötigte Elemente wie Behelfskonstruktionen oder Schalungen mit Traggerüsten positioniert
werden. Schließlich kommen Gerüste auch im Service- oder Revisionsbereich zum Einsatz,
beispielsweise um Arbeitskräfte bei großen verfahrenstechnischen Anlagen, wie Raffinerien,
sicher zu den zu überholenden Anlagenteilen zu bringen. Generell bestehen für Gerüste
die Grundanforderungen, dass sie leicht zu transportieren und einfach aufzubauen sein
müssen.
[0003] Für verschiedene Anwendungen existieren unterschiedliche Gerüstsysteme. Solche Gerüstsysteme
sind wie ein Baukasten aufgebaut und ermöglichen es in einfacher Weise, individuelle
Gerüstformen aus standardisierten Bauteilen zusammenzubauen. Diese Bauteile sind jedoch
meist nur mit Bauteilen aus dem gleichen Gerüstsystem effizient kombinierbar und können
nur mit viel Aufwand mit einem anderen Gerüstsystem verbunden werden. Beispielsweise
existieren als Aufbauhilfe für Brücken Systemgerüste aus dem Ingenieurbau, welche
sehr tragfähig sind und dazu vorgesehen sind, Bauteile der Brücke während des Aufbaus
vorübergehend zu tragen. Um Arbeitskräften ein Arbeiten an einer zu erstellenden Brücke
zu ermöglichen, muss die Aufbauhilfe für die Brücke jedoch auch Trittflächen, Geländer,
Leitern und ähnliches aufweisen. Diese Elemente werden typischerweise jedoch mit einem
anderen Gerüstsystem, beispielsweise einem Fassadengerüst, erstellt. Bei dem Beispiel
der Errichtung einer Brücke muss somit die Aufbauhilfe oder Stützkonstruktion der
Brücke, welche durch ein erstes Gerüstsystem gebildet wird, mit Arbeitsflächen für
arbeitende Personen verbunden werden, welche durch ein zweites Gerüstsystem gebildet
werden. In diesem Fall müssen Schnittstellen vorgesehen werden, welche den Anschluss
eines zweiten Gerüstsystems an ein erstes Gerüstsysteme ermöglichen. Im Stand der
Technik wird dies oftmals durch individuell angepasste Verbindungsbauteile realisiert,
die vor Ort auf der Baustelle erstellt werden. Nachteilig an solchen selbst gebauten
Verbindungsteilen ist, dass deren Tragfähigkeit oftmals nicht richtig eingeschätzt
wird und zudem ein hoher Arbeitsaufwand für die Erstellung solcher Verbindungsteile
entsteht. Problematisch an solchen individuell gebauten Verbindungsteilen ist zudem,
dass oftmals ein Raster, welches ein Grundmaß eines Gerüstsystems darstellt, beim
Einbau solcher Verbindungsteile nicht eingehalten werden kann. Dadurch, dass ein Verbindungsteil
nicht zum Raster eines Gerüstsystems passt, können die anderen Teile des Baukastens
des Gerüstsystems oft nicht wie geplant damit verbunden werden und es entsteht weiterer
Anpassungsaufwand bei der Gerüstaufstellung.
[0004] Die internationale Patentanmeldung
WO2019/161825A1 offenbart einen Stiel-Anschluss-Adapter, mit dem ein Vertikalstiel eines ersten Gerüstsystems
mit einem Träger aus einem anderen Gerüstsystem verbunden werden kann. Der vorgeschlagene
Adapter kann über mehrere Verbindungselemente mit dem Träger, welcher eine Mehrzahl
an Verbindungsöffnungen aufweist, verbunden werden. Nachteilig an der vorgeschlagene
Lösung ist, dass ein solcher Adapter nur mit Trägern einer genau bestimmten Breite
verbunden werden kann. Darüber hinaus ermöglicht der Adapter nur einseitig den Anschluss
eines zweiten Gerüstsystems an einem ersten Gerüstsystem. Wird ein beidseitiger Anschluss
benötigt, werden mehrere Adapter erforderlich, wodurch ein erhöhter Arbeitsaufwand
entsteht und den meisten Fällen das Rastermaß eines Gerüstsystems durch den Adapter
nicht eingehalten werden kann.
[0005] Die Aufgabe der Erfindung besteht somit darin, Lösungen vorzuschlagen mit denen Gerüstelemente
von zumindest zwei unterschiedlichen Gerüstsystemen sicher miteinander verbunden werden
können, wobei diese Verbindung einen Weiterbau der zumindest zwei unterschiedlichen
Gerüstsysteme über die Verbindungsstelle hinweg mit verringertem Anpassungsaufwand
ermöglichen soll.
[0006] Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Verbindungsbauteil zur Verbindung von unterschiedlichen
Gerüstsystemen, umfassend zumindest einen ersten Verbindungsbereich, welcher zur Verbindung
mit einem ersten Gerüstsystem vorgesehen ist und welcher einen Schaft aufweist, welcher
sich entlang einer Längsachse erstreckt, und einen Befestigungsbereich, welcher zur
Verbindung mit einem zweiten Gerüstsystem vorgesehen ist, wobei der erste Verbindungsbereich
und der Befestigungsbereich in Richtung der Längsachse angrenzend aneinander angeordnet
sind und der erste Verbindungsbereich zumindest auf seiner vom Befestigungsbereich
weg weisenden Seite in seinem Inneren im Schaft eine Aufnahme aufweist, die sich in
Richtung der Längsachse erstreckt, und wobei der Befestigungsbereich angrenzend an
den ersten Verbindungsbereich einen Anschlag aufweist, welcher sich in einer im Wesentlichen
senkrechten Richtung zur Längsachse erstreckt und der Anschlag in der Richtung im
Wesentlichen senkrecht zur Längsachse die längste Abmessung des Befestigungsbereiches
aufweist, und der Befestigungsbereich weiterhin einen sich in der Richtung der Längsachse
erstreckenden Einführbereich aufweist, der in Richtung der Längsachse auf der dem
ersten Verbindungsbereich abgewandten Seite des Anschlags an diesen angrenzt, wobei
der Einführbereich zumindest eine erste Einführschnittstelle aufweist, welche zwei
parallel zueinander und/oder symmetrisch zur Längsachse orientierte erste Ansschlagflächen
umfasst, welche in radialer Richtung zur Längsachse auf Außenseiten des Einführbereiches
angeordnet und parallel zur Längsachse orientiert sind und die erste Einführschnittstelle
zumindest eine den gesamten Einführbereich durchdringende Sicherungsausnehmung umfasst,
welche sich im Wesentlichen rechtwinklig zu den beiden ersten Ansschlagflächen erstreckt,
wobei der Anschlag in einer ersten Richtung radial zur Längsachse, welche die längste
Abmessung des Befestigungsbereiches radial zur Längsachse aufweist, weiter über die
Längsachse vorsteht, als in einer zweiten Richtung radial zur Längsachse und im Wesentlichen
senkrecht zur ersten Richtung.
[0007] Ein erfindungsgemäßes Verbindungsbauteil dient der Verbindung zweier unterschiedlicher
Gerüstsysteme. Dazu weist das Verbindungsbauteil jeweils eine Schnittstelle zur Verbindung
mit einem ersten Gerüstsystem und eine Schnittstelle zur Verbindung mit einem zweiten
Gerüstsystem auf. Diese Schnittstellen ermöglichen einen schnellen, einfachen und
sicheren Anschluss des Verbindungsbauteils an beide Gerüstsysteme. Das Verbindungsbauteil
umfasst zumindest einen ersten Verbindungsbereich, welcher die Schnittstelle zur einem
ersten Gerüstsystem bildet. Der Verbindungsbereich weist einen Schaft auf, welcher
sich entlang einer Längsachse erstreckt. Diese Längsachse entspricht in den meisten
Fällen einer Aufbaurichtung des ersten Gerüstsystems. Die Längsachse ist zum Schaft
bevorzugt symmetrisch angeordnet. Diese Längsachse dient im Folgenden als geometrische
Basis zur Beschreibung weiterer Elemente und Zusammenhänge zwischen diesen Elementen.
Der Schaft ist dabei bevorzugt zylindrische ausgeführt. Allerdings sind auch andere
Querschnittsformen, beispielsweise ein quadratischer Querschnitt, des Schaftes denkbar.
Als Schnittstelle zu einem zweiten Gerüstsysteme umfasst das Verbindungsbauteil einen
Befestigungsbereich. Der erste Verbindungsbereich und der Befestigungsbereich sind
in Richtung der Längsachse aneinander angrenzend und benachbart angeordnet. Die Schnittstellen
des Verbindungsbauteils zum ersten Gerüst zum ersten und zum zweiten Gerüstsystem
sind somit unmittelbar benachbart zueinander angeordnet. Der erste Verbindungsbereich
hat in seinem Schaft, an dem Ende, welches vom Befestigungsbereich weg weist, eine
Aufnahme in seinem Inneren. Diese Aufnahme erstreckt sich entlang der Längsachse.
Die Aufnahme ist dazu vorgesehen, dass bei Verbindung des Verbindungsbauteils mit
einem Element eines ersten Gerüstsystems zumindest ein Teilbereich dieses Elementes
in die Aufnahme eingeführt werden kann. Dadurch wird ein Formschluss zwischen dem
Verbindungsbauteil und dem ersten Gerüstsystem erzeugt, was einen einfachen und sicheren
Zusammenbau von Verbindungsbauteil und erstem Gerüstsystem ermöglicht. Die Aufnahme
weist bevorzugt einen kreisrunden Querschnitt auf und erstreckt sich linear entlang
der Längsachse. Das Innere der Aufnahme ist somit bevorzugt zylindrisch ausgeführt.
Die Form und Größe der Aufnahme entspricht dabei der Form und Größe von Aufnahmen,
die im ersten Gerüstsystem zur Verbindung mehrerer Gerüstelemente des gleichen Baukastens
miteinander verwendet werden. Somit können verschiedene Elemente des ersten Gerüstsystems
in einfacher Weise mit der Aufnahme des ersten Verbindungsbereiches des Verbindungsbauteils
verbunden werden. Die Aufnahme kann sich dabei entlang der Längsachse durch den ganzen
Schaft oder auch nur durch einen Teil des Schaftes hindurch erstrecken. Der Befestigungsbereich
umfasst einen Anschlag, welcher direkt benachbart zum ersten Verbindungsbereich angeordnet
ist. Dieser Anschlag erstreckt sich in einer im Wesentlichen senkrechten Richtung
zur Längsachse und ist als Anschlag des Verbindungsbauteils an einem Element eines
zweiten Gerüstsystems vorgesehen. Dabei dient der Anschlag sowohl als Positionierhilfe
als auch zur Kraft- und Momentenübertragung zwischen Verbindungsbauteil und zweitem
Gerüstsystem. Unter einer Erstreckung des Anschlages senkrecht zur Längsachse ist
zu verstehen, dass die längste Dimension des Anschlages, dessen Länge, senkrecht zur
Längsachse ausgerichtet ist. Die Dicke des Anschlags ist bevorzugt parallel zur Längsachse
ausgerichtet. Eine Breite des Anschlages verläuft rechtwinklig zur Längsachse und
zur Länge des Anschlages. Günstigerweise ist der Anschlag plattenförmig ausgeführt.
Die Längste Abmessung des Befestigungsbereiches in radialer Richtung zur Längsachse
befindet sich im Anschlag. In anderen Richtungen, beispielsweise parallel zur Längsachse,
können andere Elemente des Befestigungsbereiches längere Abmessungen als die größten
Abmessungen des Anschlags aufweisen. Der Schaft des ersten Verbindungsbereiches und
der Anschlag gehen sprungartig ineinander über, das heißt die äußere Oberfläche des
Schaftes ist rechtwinklig zu der in Richtung des ersten Verbindungsbereiches orientierten
Oberfläche des Anschlages ausgerichtet. In einer Draufsicht auf den Anschlag aus Richtung
der Längsachse weist dieser bevorzugt eine rechteckige Form auf, wobei die Länge des
Anschlages größer als dessen Breite ist. Der Anschlag weist mit seiner Länge die längste
Abmessung des Befestigungsbereiches auf. Das bedeutet, dass der Anschlag über die
anderen Teilbereiche des Befestigungsbereiches vorsteht. Ein solcher anderer Teilbereich
des Befestigungsbereiches ist der Einführbereich, welcher auf der dem ersten Verbindungsbereich
abgewandten Seite des Anschlages angrenzend an diesen erstreckt. Der Einführbereich
ist dazu vorgesehen, in ein oder zwischen zwei Elemente des zweiten Gerüstsystems
eingeführt zu werden. Der Einführbereich umfasst dabei zumindest eine erste Einführschnittstelle,
welche so geformt ist, dass sie zumindest teilweise einen Formschluss mit dem zweiten
Gerüstsystem bilden kann. Die erste Einführschnittstelle umfasst dabei zwei erste
Anschlagflächen, welche parallel zueinander und oder symmetrisch zur Längsachse angeordnet
sind. Die Anschlagflächen können dabei plan oder gekrümmt ausgeführt sein. Die beiden
ersten Anschlagflächen bilden dabei Außenflächen des Einführbereiches und sind an
dessen äußerem Umfang angeordnet. Die ersten Anschlagflächen sind in radialer Richtung
zur Längsachse von der Längsachse beabstandet angeordnet. Die Anschlagflächen verlaufen
in ihrer längsten Erstreckung parallel zur Längsachse. Das bedeutet, dass die längste
Erstreckung oder Dimension der beiden Anschlagflächen parallel zur Längsachse orientiert
ist. Die beiden ersten Anschlagflächen können fest am Befestigungsbereich angeordnet
sein. Alternativ kann die Position der beiden ersten Anschlagflächen zur Längsachse
auch einstellbar ausgeführt sein. Dabei ist dann auch der Abstand zwischen den beiden
ersten Anschlagflächen einstellbar und kann somit an unterschiedliche zweite Gerüstsysteme
in einfacher Weise angepasst werden. Zur formschlüssigen Verbindung des Befestigungsbereiches
mit dem zweiten Gerüstsystem umfasst der Einführbereich weiterhin eine Sicherungsausnehmung,
welche den gesamten Einführbereich durchdringt und welche im Wesentlichen rechtwinklig
zu den beiden ersten Anschlagflächen angeordnet ist. Bei der Verbindung des Verbindungsbauteils
mit dem zweiten Gerüstsystem kann ein Steckelement oder Absteckelement in die Sicherungsausnehmung
eingebracht werden, welches zusätzlich in eine Aufnahmeausnehmung des zweiten Gerüstsystems
eingebracht wird. Auf diese Weise kann durch Abstecken eine formschlüssige Verbindung
zwischen Verbindungsbauteil und zweitem Gerüstsystem hergestellt werden. Ein derartiges
Abstecken zwischen zwei miteinander zu verbindenden Bauteilen wird auch innerhalb
vieler Gerüstsysteme zwischen Elementen des gleichen Baukastens eingesetzt. Eine solche
Verbindung ist einfach herzustellen und stabil.
[0008] Der Anschlag des erfindungsgemäßen Verbindungsbauteils kann in einer ersten Richtung
radial zur Längsachse weiter über den benachbart angeordneten Einführbereich vorstehen
als in einer zweiten Richtung, welche ebenfalls radial zur Längsachse und gleichzeitig
im wesentlichen senkrecht zur ersten Richtung verläuft. Das bedeutet, dass der Anschlag
in einem Teilbereich in Umfangsrichtung weiter über den die Längsachse vorstehen kann,
als in einem anderen Teilbereich. Das Vorstehen des Anschlages über die Längsachse
kann somit in Umfangsrichtung um die Längsachse ungleich groß sein. Bevorzugt steht
der Anschlag am weitesten über die Längsachse vor in einer ersten radialen Richtung
zur Längsachse, welche der radialen Richtung zur Längsachse entspricht, welche senkrecht
zu den beiden ersten Anschlagflächen ausgerichtet ist. Dadurch kann erreicht werden,
dass der Anschlag sicher auf einem Gerüstelementes zweiten Gerüstsystems aufliegt,
wenn die erste Einführschnittstelle mit den beiden ersten Anschlagflächen innerhalb
dieses Gerüstelementes des zweiten Gerüstsystems angeordnet sind. Zusätzlich kann
durch dieses ungleichmäßige Vorstehen des Anschlages über die Längsachse erreicht
werden, dass in Teilbereichen, außerhalb der ersten Anschlagsflächen der Anschlag
weniger weit über die Einführschnittstelle vorstehet, wo ein Auflegen des Anschlages
auf einem Gerüstelement des zweiten Gerüstsystems meist nicht erforderlich ist. Durch
diese Gestaltung des Anschlages wird erreicht, dass das Verbindungsbauteil ein optimal
geringes Gewicht aufweist.
[0009] Darüber hinaus steht der Anschlag in einer ersten Richtung radial zur Längsachse,
welche die längste Abmessung des Befestigungsbereiches radial zur Längsachse aufweist,
weiter über die Längsachse vor, als in einer zweiten Richtung radial zur Längsachse
und im Wesentlichen senkrecht zur ersten Richtung. Der Anschlag steht somit in einer
Draufsicht aus Richtung der Längsachse in Umfangsrichtung nicht überall gleich weit
vor. Durch diese Gestaltung wird erreicht, dass das Verbindungsbauteil eine Form aufweist,
welche sich optimal in das zweite Gerüstsystem integriert und nicht über dessen Gerüstelemente
in einer Richtung radial zur Längsachse vorsteht.
[0010] Das erfindungsgemäße Verbindungsbauteil hat den Vorteil, dass es sehr einfach und
ohne individuellen Anpassungsaufwand mit zwei unterschiedlichen Gerüstsystemen verbunden
werden kann. Ein erstes Gerüstsystem kann einfach über eine Steckverbindung mit der
Aufnahme im ersten Verbindungsbereich verbunden werden. Diese Verbindung über die
Aufnahme entspricht im Wesentlichen anderen Verbindungen, welche zwischen verschiedenen
Gerüstelementen des ersten Gerüstsystems verwendet werden. Somit ist der erste Verbindungsbereich
in das erste Gerüstsysteme integriert und voll kompatibel zu anderen Gerüstelementen
aus dem Baukasten des ersten Gerüstsystems. Das gleiche gilt für die Einführschnittstelle
und das zweite Gerüstsystem: die Einführschnittstelle entspricht in ihrer Form und
ihren Abmessungen einer Schnittstelle, welche im Wesentlichen auch zwischen Gerüstelementen
des zweiten Gerüstsystems zum Einsatz kommt. Auf diese Weise kann die Einführschnittstelle
bzw. der Befestigungsbereich direkt und ohne Anpassungsaufwand in ein zweites Gerüstsystem
integriert werden. Die erfindungsgemäße Anordnung von erstem Verbindungsbereich und
Befestigungsbereich deckt dabei sehr viele Fälle ab, bei denen die beiden Gerüstsysteme
miteinander verbunden werden müssen. Das erfindungsgemäße Verbindungsbauteil kann
somit als Standardverbindung zwischen den beiden Gerüstsystemen eingesetzt werden.
Die Verbindung mit dem zweiten Gerüstsystem ist zusätzlich durch das Vorsehen der
Sicherungsausnehmung in einfacher Weise über eine Steckverbindung vorzunehmen und
zu sichern. Dies ermöglicht einen schnellen und sicheren Aufbau eines Gerüstabschnittes,
welcher Gerüstelemente des ersten Gerüstsystems und des zweiten Gerüstsystems aufweist.
Durch die Verwendung des erfindungsgemäßen Verbindungsbauteils bei der Verbindung
von zwei Gerüstsystemen kann somit Montagezeit des betreffenden Gerüstabschnittes
eingespart werden. Weiterhin vorteilhaft ein einem erfindungsgemäßen Verbindungsbauteil
ist, dass der erste Verbindungsbereich und der Befestigungsbereich so dimensioniert
werden können, dass sie dem Raster des ersten Gerüstsystems und des zweiten Gerüstsystems
entsprechen. Dadurch kann sowohl das erste Gerüstsystem als auch das zweite Gerüstsystem
in dem jeweiligen von diesem Gerüstsystem verwendeten Raster weitergebaut werden.
Somit kann die Leistungsfähigkeit beider Gerüstsysteme auch über die Verbindungsstelle
hinweg voll aufrechterhalten werden. Aufgrund des einfachen Aufbaus ist das erfindungsgemäße
Verbindungsbauteil robust und weist gleichzeitig ein geringes Eigengewicht auf. Dadurch
kann es in einfacher Weise transportiert und an einen Gerüstabschnitt angebracht werden.
[0011] In einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass das Verbindungsbauteil weiterhin einen
zweiten Verbindungsbereich aufweist, welcher zur Verbindung mit einem ersten Gerüstsystem
vorgesehen ist und der zweite Verbindungsbereich in Richtung der Längsachse auf der
dem ersten Verbindungsbereich gegenüberliegenden Seite des Anschlags angeordnet ist,
wobei der zweite Verbindungsbereich eine Aufnahme aufweist, welche sich entlang der
Längsachse erstreckt, wobei der senkrecht zur Längsachse orientierte Innenquerschnitt
der Aufnahme eine Form aufweist, welcher im Wesentlichen identisch zu der Form des
Innenquerschnittes der Aufnahme des ersten Verbindungsbereiches in einer Ebene senkrecht
zur Längsachse ist. In dieser Ausführungsform umfasst das Verbindungsbauteil zwei
Verbindungsbereiche, welche als Schnittstellen zur Verbindung mit dem ersten Gerüstsystem
vorgesehen sind. Der zweite Verbindungsbereich ist dabei in Richtung der Längsachse
gegenüberliegend zum ersten Verbindungsbereich angeordnet. Der zweite Verbindungsbereich
befindet sich dabei auf der dem ersten Verbindungsbereich gegenüberliegenden Seite
des Anschlages. Dabei kann sich der zweite Verbindungsbereich teilweise im Befestigungsbereich
erstrecken oder angrenzend an den Befestigungsbereich, auf der dem ersten Verbindungsbereich
gegenüberliegenden Seite, angeordnet sein. Der zweite Verbindungsbereich umfasst dabei
ebenfalls eine Aufnahme, in welche Gerüstelemente des ersten Gerüstsystems eingesteckt
werden können. Die Aufnahme des zweiten Verbindungsbereiches ist dabei bevorzugt identisch
zu der Aufnahme im ersten Verbindungsbereich gestaltet. Insbesondere die Querschnittsfläche
der Aufnahme in einer Richtung senkrecht zur Längsachse ist identisch ausgeführt.
In dieser Ausführungsform kann der Abstand zwischen den Enden des ersten Verbindungsbereiches
und des zweiten Verbindungsbereiches so gewählt werden, dass dieser Abstand einem
Rastermaß des ersten Gerüstsystems entspricht. Auf diese Weise bleibt das Raster des
ersten Gerüstsystems erhalten, wenn das Verbindungsbauteil zwischen Gerüstelementes
ersten Gerüstsystems eingebaut wird. In dieser Ausführungsform können auf beiden Seiten
des Befestigungsbereiches Gerüstelemente des ersten Gerüstsystems angeschlossen werden.
Somit lässt sich in dieser Ausführungsform in einfacher Weise eine Kreuzung zwischen
dem ersten Gerüstsystem und dem zweiten Gerüstsystem, welches mit dem Befestigungsbereich
verbunden ist, herstellen. Der zweite Verbindungsbereich kann dabei einen zweiten
Schaft umfassen, welcher die Aufnahme enthält und welcher gleich oder ähnlich wie
der Schaft des ersten Verbindungsbereich es ausgeführt ist. Ein solcher Schaft kann
beispielsweise durch einen Rohrabschnitt eines zylindrischen Rohres gebildet werden.
[0012] In einer weiteren Ausführungsform ist vorgesehen, dass der Einführbereich des Befestigungsbereiches
weiterhin eine zweite Einführschnittstelle aufweist, welche zwei parallel zueinander
und/oder symmetrisch zur Längsachse orientierte orientierte zweite Ansschlagflächen
umfasst, welche in radialer Richtung zur Längsachse auf Außenseiten des Einführbereiches
angeordnet und parallel zur Längsachse orientiert sind und die zweite Einführschnittstelle
zumindest eine den gesamten Einführbereich durchdringende Sicherungsausnehmung umfasst,
welche sich im Wesentlichen rechtwinklig zu den beiden zweiten Ansschlagflächen erstreckt
und die beiden zweiten Ansschlagflächen in einem Winkel, insbesondere in einem rechten
Winkel, zu den beiden ersten Ansschlagflächen orientiert sind. In dieser Ausführungsform
umfasst der Einführbereich des Befestigungsbereiches zwei unterschiedlich dimensionierte
Einführschnittstellen. Diese beiden unterschiedlichen Einführschnittstellen ermöglichen
es, das Verbindungsbauteil mit unterschiedlich dimensionierten Gerüstelementen des
zweiten Gerüstsystems zu verbinden. Dabei ist die erste Einführschnittstelle zur Verbindung
mit einem ersten Typ Gerüstelement des zweiten Gerüstsystems und die zweite Einführschnittstelle
zur Verbindung mit einem zweiten Typ Gerüstelement des zweiten Gerüstsystems vorgesehen.
Die beiden Einführschnittstellen sind vom Prinzip her identisch ausgeführt, unterscheiden
sich jedoch in Details bezüglich Form und Abmessungen voneinander. Diese Details werden
in weiteren Ausführungsformen beschrieben. Die beiden zweiten Anschlagflächen sind
in Umfangsrichtung um die Längsachse zu den beiden ersten Anschlagflächen versetzt.
Die zweiten Anschlagflächen sind somit zu den ersten Anschlagflächen in einem Winkel
angeordnet. Die Normalen auf die zweiten Anschlagflächen sind somit auch in einem
Winkel zu den Normalen auf die ersten Anschlagflächen angeordnet. Bevorzugt beträgt
dieser Winkel zwischen den ersten Anschlagflächen und den zweiten Anschlagflächen
90°. In dieser Ausführungsform ist die erste Einführschnittstelle im rechten Winkel
in Umfangsrichtung um die Längsachse zu der zweiten Einführschnittstelle versetzt.
Zur Verbindung des Verbindungsbereiches mit einem Gerüstelement des ersten Typs des
zweiten Gerüstsystems wird die erste Einführschnittstelle verwendet. Soll das Verbindungsbauteil
mit einem Gerüstelement des zweiten Typs des zweiten Gerüstsystems verbunden werden,
wird das Verbindungsbauteil einfach um 90° um die Längsachse verdreht und die zweite
Einführschnittstelle zur Verbindung mit dem zweiten Gerüstsystem eingesetzt. In dieser
Ausführungsform ist es somit durch eine einfache Drehung des Verbindungsbauteils möglich,
eine Verbindung mit einem ersten Typ oder mit einem zweiten Typ des zweiten Gerüstsystems
herzustellen. Anpassungsarbeiten sind beim Wechsel der Verbindung vom ersten Typ zum
zweiten Typ nicht erforderlich. Somit kann diese Ausführungsform des Verbindungsbauteils
direkt und ohne Mehrarbeit mit zwei unterschiedlichen Typen von Gerüstelementen über
den Befestigungsbereich verbunden werden. Durch das Vorsehen der zweiten Einführschnittstelle
wird das Einsatzspektrum des Verbindungsbauteils somit weiter erhöht. Zusätzlich bewirkt
die zweite Einführschnittstelle auch eine Erhöhung der Stabilität des Befestigungsbereiches,
so dass das Verbindungsbauteil eine höhere Traglast aufnehmen und ertragen kann. Bevorzugt
sind die beiden Einführschnittstellen symmetrisch zur Längsachse geformt, so dass
das Verbindungsbauteil bei Verwendung beider Einführschnittstellen in das Raster des
zweiten Gerüstsystems sowie das Raster des ersten Gerüstsystems voll integriert bleibt.
Durch die vom Prinzip her identische Ausführung der beiden Einführschnittstellen sind
die Arbeitsschritte bei der Verbindung des Verbindungsbauteils mit dem zweiten Gerüstsystem
für beide Einführschnittstellen nahezu identisch, so dass das Verbindungsbauteil einfach
und sicher vom arbeitenden Personal montiert und demontiert werden kann.
[0013] In einer vorteilhaften Ausgestaltung ist vorgesehen, dass die Aufnahme des zweiten
Verbindungbereiches koaxial zur Längsachse positioniert ist und somit zur Aufnahme
des Schaftes des ersten Verbindungsbereiches fluchtet, wobei die Aufnahme eine Stirnöffnung
und die Aufnahme eine Stirnöffnung aufweist und die Stirnöffnung und die Stirnöffnung
auf gegenüberliegenden Seiten des Verbindungsbauteils angeordnet sind. In dieser Ausführungsform
sind die beiden Verbindungsbereiche koaxial zueinander angeordnet. Die beiden Verbindungsbereiche
liegen somit in einer gemeinsamen Wirklinie für zu übertragende Kräfte. Die beiden
Verbindungsbereiche sind in dieser Ausführungsform so angeordnet, wie auch Verbindungsbereiche
in einem Vertikalstiel eines ersten Gerüstsystems zueinander angeordnet sind. Auf
diese Weise verhält sich das Verbindungsbauteil wie ein Vertikalstiel des ersten Gerüstsystems
und kann dadurch besonders einfach in das erste Gerüstsystem integriert werden. Durch
die Stirnöffnungen, welche an den gegenüberliegenden Seiten der beiden Aufnahmen angeordnet
sind können Elemente des ersten Gerüstsystems in das Verbindungsbauteil eingeführt
werden.
[0014] Geschickter Weise ist vorgesehen, dass der zweite Verbindungsbereich innerhalb des
Befestigungsbereiches angeordnet ist. Diese Ausführungsform ist der zweite Verbindungsbereich
im Inneren des Befestigungsbereiches angeordnet oder wird von diesem umgeben. Auf
diese Weise entsteht eine kompakte Anordnung der Schnittstellen zu zwei Gerüstsystemen
mit einer geringen Gesamtlänge des Verbindungsbauteils.
[0015] Alternativ ist vorgesehen, dass der zweite Verbindungsbereich auf der dem ersten
Verbindungsbereich gegenüberliegenden Seite des Befestigungsbereiches über den Befestigungsbereich
in Richtung der Längsachse vorsteht. Diese Ausführungsform steht der zweite Verbindungsbereich
auf der dem ersten Verbindungsbereich gegenüberliegenden Seite des Verbindungsbauteils
über den Befestigungsbereich vor. Dabei kann ein Teil des zweiten Verbindungsbereiches
auch innerhalb des Befestigungsbereiches angeordnet sein. Durch dieses Vorstehen des
zweiten Verbindungsbereiches kann die Gesamtlänge des Verbindungsbauteils erhöht werden,
beispielsweise um das Verbindungsbauteil an ein längeres Rastermaß eines ersten Gerüstsystems
anzupassen. Darüber hinaus ist der zweite Verbindungsbereich leichter zugänglich,
wenn er über den Befestigungsbereich vorsteht.
[0016] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass der zweite Verbindungsbereich
einen Schaft aufweist, welcher zumindest bereichsweise gegenüberliegend dem ersten
Verbindungsbereich über den Befestigungsbereich vorsteht, wobei die Aufnahme zumindest
bereichsweise in dem Schaft angeordnet ist. In dieser Ausführungsform weist auch der
zweite Verbindungsbereich einen Schaft auf, der ähnlich oder gleich zu dem Schaft
des ersten Verbindungsbereiches ausgeführt ist. Die Aufnahme des zweiten Verbindungsbereiches
kann komplett oder nur zum Teil in dem Schaft angeordnet sein.
[0017] Des Weiteren ist vorgesehen, dass der erste Verbindungsbereich und/oder der zweite
Verbindungsbereich zumindest eine Abstecköffnung aufweist, welche sich radial zur
Längsachse erstreckt und welche den gesamten ersten Verbindungsbereich und/oder den
gesamten zweiten Verbindungsbereich durchdringt. In dieser Ausführungsform ist in
einem oder in zwei Verbindungsbereichen eine Abstecköffnung vorgesehen, welche bevorzugt
im Schaft angeordnet ist. In diese Abstecköffnung kann ein Steckelement oder Absteckelement
eingebracht werden, um das Verbindungsbauteil und ein angrenzendes Gerüstelementes
ersten Gerüstsystems miteinander formschlüssig zu verbinden. Ein derartiges Abstecken
wird in vielen Gerüstsystemen auch zur Verbindung gleicher oder unterschiedlicher
Gerüstelemente innerhalb des Gerüstsystems eingesetzt. Die Abstecköffnung im Verbindungsbereich
bildet somit eine weitere Verbindungsschnittstelle zwischen dem Verbindungsbauteil
und dem ersten Gerüstsystem und erhöht die Sicherheit der Verbindung zwischen den
Elementen.
[0018] Des Weiteren ist günstiger Weise vorgesehen, dass die Aufnahme des ersten Verbindungsbereiches
und/oder die Aufnahme des zweiten Verbindungsbereiches senkrecht zur Längsachse einen
kreisrunden Innenquerschnitt aufweisen. In dieser Ausführungsform ist die Aufnahme
im ersten und/oder im zweiten Verbindungsbereich zylindrisch ausgeführt. Diese Ausführungsform
passt zu ersten Gerüstsystemen, welche zylindrisch dimensionierte Schnittstellen aufweisen.
Selbstverständlich kann der Querschnitt der Aufnahme auch eine andere Form aufweisen,
welche zu den Schnittstellen des ersten Gerüstsystems passt.
[0019] Geschickter Weise ist vorgesehen, dass der erste Verbindungsbereich und/oder der
zweite Verbindungsbereich zumindest bereichsweise von einem Rohr gebildet ist. In
dieser Ausführungsform ist der Verbindungsbereich durch einen Rohrabschnitt gebildet.
Der Verbindungsbereich kann dabei neben dem Rohrabschnitt noch weitere Komponenten
aufweisen. Diese Ausführungsform ist besonders einfach herzustellen.
[0020] Des Weiteren ist vorgesehen, dass der Anschlag die Aufnahme im ersten Verbindungsbereich
in axialer Richtung entlang der Längsachse verschließt oder zumindest deren Innendurchmesser
reduziert. Diese Ausführungsform ist der Anschlag so ausgeführt, dass er den Innendurchmesser
zumindest teilweise verengt. Dabei ragt der Anschlag in das Innere der Aufnahme hinein.
Somit kann ein Gerüstelement des ersten Gerüstsystems, welches in die Aufnahme eingeschoben
wird, in axialer Richtung parallel zur Längsachse auf dem Anschlag aufliegen. Dadurch
können Kräfte von dem eingeführten Gerüstelement auf das Verbindungsbauteil übertragen
werden. Alternativ ist es auch möglich, dass die Aufnahme im ersten Verbindungsbereich
und eine eventuell vorhandene Aufnahme eines zweiten Verbindungsbereiches ohne Verengung
in ihrem Inneren ineinander übergehen. In diesem alternativen Fall steht der Anschlag
nicht im Inneren der Aufnahme vor. Dadurch ist es möglich, Elemente komplett durch
die Aufnahme und durch das gesamte Verbindungsteil entlang der Längsachse durchzuführen.
Eine Abstützung und Übertragung von Kräften kann in diesem Fall über das vom Anschlag
abgewandte Ende des Verbindungsbereiches erfolgen. Wie zuvor beschrieben, ist es auch
möglich, einen ersten Verbindungsbereich und einen zweiten Verbindungsbereich vorzusehen,
welche beide zusammen von einem gemeinsamen, durchgehenden Rohrabschnitt gebildet
werden, welcher nicht vom Anschlag in seinem Inneren verengt wird. In diesem Fall
ist der Anschlag so ausgeführt, dass er sich komplett außerhalb des Rohrabschnittes
befindet und an dessen Außenfläche mit diesem fest verbunden ist.
[0021] Vorteilhafter Weise ist vorgesehen, dass der erste Verbindungsbereich eine Verbindungsscheibe
aufweist, welche an einer Außenfläche des Schaftes befestigt ist, wobei sich die Verbindungsscheibe
bezogen auf die Längsachse in radialer Richtung erstreckt und die Verbindungsscheibe
zumindest eine plane Verbindungsfläche aufweist, welche im Wesentlichen rechtwinklig
zur Längsachse orientiert ist und wobei in der Verbindungsfläche zumindest eine Verbindungsausnehmung
eingebracht ist, welche die Verbindungsscheibe parallel zur Längsachse komplett durchdringt.
In dieser Ausführungsform ist außen am Schaft eine Verbindungsscheibe angeordnet,
welche der Verbindung des ersten und/oder zweiten Verbindungsbereiches mit Gerüstelementen
des ersten Gerüstsystems dient. Die Verbindungsscheibe erstreckt sich dabei radial
weg von der Längsachse. In einer Draufsicht auf Richtung der Längsachse kann die Verbindungsscheibe
dabei eine Außenform haben, die rund, quadratisch, rosettenförmig oder sonstig geformt
ist. Die Verbindungsscheibe weist eine plane Verbindungsfläche auf, welche rechtwinklig
zur Längsachse orientiert ist. Bevorzugt sind in der Verbindungsfläche mehrere Verbindungsausnehmungen
angeordnet, durch welche Schnittstellen von Gerüstelementen des ersten Gerüstsystems
geführt werden können. Derartige Verbindungsscheiben kommen auch an anderen Gerüstelementen
des ersten Gerüstsystems zum Einsatz, beispielsweise an Vertikalstielen. Die Verbindungsausnehmung
oder die Verbindungsausnehmungen können ihrer Form an Schnittstellen des jeweiligen
ersten Gerüstsystems angepasst werden.
[0022] Geschickter Weise ist vorgesehen, dass der Anschlag des Befestigungsbereichs in radialer
Richtung zur Längsachse über den ersten Verbindungsbereich vorsteht. In dieser Ausführungsform
steht der Anschlag über den Verbindungsbereich vor, zumindest an der Stelle, an der
der Anschlag mit dem ersten Befestigungsbereich verbunden ist. Dadurch ergibt sich
ein sprungartiger Übergang zwischen dem Verbindungsbereich und dem Befestigungsbereich,
zu dem der Anschlag gehört. Dieser Übergang kann jedoch auch eine Fase oder einen
Radius aufweisen, welche den Übergang zwischen Verbindungsbereich und Befestigungsbereich
weniger sprungartig gestalten und so das Auftreten von Kerbwirkung reduzieren. Falls
der Verbindungsbereich eine Verbindungsscheibe aufweist, kann diese in radialer Richtung
zur Längsachse auch über den Anschlag hinaus stehen.
[0023] In einer vorteilhaften Ausgestaltung ist vorgesehen, dass der Außendurchmesser des
Einführbereiches in radialer Richtung zur Längsachse größer ist, als der Innendurchmesser
der Aufnahme des ersten Verbindungsbereiches und/oder größer ist als der Innendurchmesser
der Aufnahme des zweiten Verbindungsbereiches. In dieser Ausführungsform steht die
äußere Umfangsfläche des Einführbereiches radial weiter über die Längsachse vor als
der Innendurchmesser der Aufnahme. Der Einführbereich ist dazu vorgesehen, in ein
oder zwischen zwei Gerüstelemente des zweiten Gerüstsystems eingeführt zu werden.
Dadurch, dass der Innendurchmesser der Aufnahme, welche zur Aufnahme eines Gerüstelementes
des ersten Gerüstsystems vorgesehen ist, kleiner als der Außendurchmesser des Einführbereich
es ist, können Gerüstelementes des ersten Gerüstsystems durch das Verbindungsbauteil
und damit durch kreuzende Gerüstelemente des zweiten Gerüstsystems geführt werden.
Diese Ausführungsform ist besonders vorteilhaft, da die beiden Gerüstsysteme mit Hilfe
des Verbindungsbauteils beide durchgehend in ihrem Raster miteinander verbunden werden
können. Auf diese Weise ist eine Kreuzung der beiden Gerüstsysteme im Wesentlichen
genauso vorzunehmen und genauso tragfähig wie wenn die beiden Gerüstsysteme jeweils
einzeln für sich in ihrem Raster weitergebaut werden würden.
[0024] Des Weiteren ist günstiger Weise vorgesehen, dass der Anschlag aus mehreren Bauteilen
zusammengesetzt ist und bereichsweise aus einer im Wesentlichen rechtwinklig zur Längsachse
orientierten Deckplatte und bereichsweise durch einen Teilbereich zumindest einer
parallel zur Längsachse orientierten Einführplatte besteht, wobei die Einführplatte
weiterhin zumindest einen Teil der ersten Ansschlagflächen bereitstellt. In dieser
Ausführungsform umfasst der Anschlag mehrere Teilbereiche, welche durch unterschiedliche,
jedoch miteinander verbundene Bauteile des Befestigungsbereiches gebildet werden.
Der Anschlag umfasst dabei eine Deckplatte, welche in radialer Richtung zur Längsachse
über den damit verbundenen ersten Verbindungsbereich vorsteht. Unmittelbar benachbart
und verbunden mit der Deckplatte ist zumindest eine Einführplatte angeordnet, von
der ein Teilbereich zum Anschlag gehört. Ein anderer Teilbereich der Einführplatte
gehört zum Einführbereich und stellt zumindest eine der ersten Anschlagflächen bereit.
Der zum Einführbereich gehörende Teilbereich der Einführplatte wird bei der Verbindung
mit dem zweiten Gerüstsystem in ein Gerüstelement oder zwischen zwei Gerüstelemente
dieses zweiten Gerüstsystems eingeführt. Der Bereich der Einführplatte, der zum Anschlag
gehört, wird nicht in das zweite Gerüstsystem eingeführt, sondern kann als Auflagefläche
bei der Positionierung des Verbindungsbauteils zum zweiten Gerüstsystem dienen.
[0025] Vorteilhafter Weise ist vorgesehen, dass der Anschlag eine im Wesentlichen rechtwinklig
zur Längsachse orientierte, plane erste Auflagefläche aufweist, welche in radialer
Richtung zur Längsachse über die beiden ersten Ansschlagflächen vorsteht. In dieser
Ausführungsform umfasst der Anschlag eine erste Auflagefläche, welche auf dessen vom
ersten Verbindungsbereich abgewandten Seite angeordnet ist. Die Auflagefläche ist
dabei rechtwinklig zur Längsachse orientiert und steht in radialer Richtung über die
beiden ersten Anschlagflächen vor. Die erste Auflagefläche ist dazu vorgesehen, auf
einem Gerüstelement des zweiten Gerüstsystems aufzuliegen in einem Fall, in dem die
beiden ersten Anschlagflächen in ein oder zwischen zwei Gerüstelemente des zweiten
Gerüstsystems eingeführt werden. In diesem Fall liegen die beiden ersten Anschlagflächen
im Inneren des zweiten Gerüstsystems an und die erste Auflagefläche definiert die
Montageposition oder Verbindungsposition zwischen dem zweiten Gerüstsystem und dem
Verbindungsbauteil.
[0026] In einer vorteilhaften Ausgestaltung ist vorgesehen, dass die erste Auflagefläche
an der Deckplatte oder zumindest einer Einführplatte angeordnet ist. Die erste Auflagefläche
kann entweder auf der dem ersten Verbindungsbereich abgewandten Seite der Deckplatte
oder auf einer dem ersten Verbindungsbereich abgewandten Fläche einer Einführplatte
angeordnet sein. In einem Fall, in dem mehrere, insbesondere parallel zueinander angeordnete
Einführplatten vorgesehen sind, kann die erste Auflagefläche auch aus Flächen mehrerer
Einführplatten zusammengesetzt sein.
[0027] Des Weiteren ist vorgesehen, dass die erste Auflagefläche und die beiden ersten Ansschlagflächen
benachbart zueinander angeordnet sind und/oder direkt aneinander angrenzen. In dieser
Ausführungsform sind die erste Auflagefläche und die beiden ersten Anschlagflächen
direkt benachbart zueinander angeordnet. Insbesondere sind diese beiden Flächen in
einem rechten Winkel zueinander angeordnet. Durch diese, direkt aneinander angrenzende
Anordnung wird eine besonders stabile Verbindung mit einem Gerüstelement des zweiten
Gerüstsystems ermöglicht. Üblicherweise weist dieses Gerüstelementes zweiten Gerüstsystems
zwei ebenfalls zueinander benachbarte und im rechten Winkel zueinander positionierte
Flächenbereiche auf. Durch die beschriebene Gestaltung von erster Auflagefläche und
ersten Anschlagflächen wird somit ein optimaler Formschluss zwischen dem Befestigungsbereich
und dem Gerüstelement des zweiten Gerüstsystems ermöglicht.
[0028] In einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass zwei Einführplatten vorgesehen sind,
welche parallel zueinander ausgerichtet und symmetrisch zur Längsachse angeordnet
sind. Diese Ausführungsform umfasst der Befestigungsbereich zwei Einführplatten. Diese
beiden Einführplatten sind dabei symmetrisch zur Längsachse angeordnet. Falls im Inneren
des Befestigungsbereiches ein Teilbereich eines zweiten Verbindungsbereiches verläuft,
können die beiden Einführplatten mit diesem verbunden oder an diesem befestigt sein.
Bevorzugt sind die beiden Einführplatten in ihrer Form und in ihren Abmessungen identisch
zueinander.
[0029] In einer weiteren Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Einführplatte eine Anbringungsfläche
aufweist, welche im Wesentlichen rechtwinklig zu einer Normalen auf die Längsachse
orientiert ist und einen rechtwinklig zur Anbringungsfläche orientierten, die Einführplatte
umlaufenden Kantenbereich aufweist und Teilbereiche der beiden ersten Ansschlagflächen
an einander gegenüberliegenden Teilbereichen des Kantenbereichs angeordnet sind. In
dieser Ausführungsform umfasst die Einführplatte eine Anbringungsfläche, welche plan
oder gekrümmt ausgeführt ist. Diese Anbringungsfläche ist rechtwinklig zur Normalenrichtung
auf die Längsachse orientiert. Die Anbringungsfläche ist auf der in Richtung der Längsachse
nach innen orientierten Seite der Einführplatte angeordnet. Bevorzugt ist die Anbringungsfläche
plan ausgeführt. Angrenzend an die Anbringungsfläche umläuft ein Kantenbereich die
Einführplatte. Bevorzugt ist dieser Kantenbereich durch Flächen gebildet, welche rechtwinklig
zur Anbringungsfläche orientiert sind. Teile dieses Kantenbereich es bilden Teile
der ersten Anschlagflächen. Dabei wird ein Teil einer ersten Anschlagflächen durch
einen ersten Teilbereich des Kantenbereiches gebildet. Ein Teil einer zweiten ersten
Anschlagfläche wird von zweiten Teilbereich des Kantenbereiches gebildet, welche dem
ersten Teilbereich des Kantenbereiches gegenüberliegt.
[0030] Geschickter Weise ist vorgesehen, dass die erste Auflagefläche am Kantenbereich angrenzend
an einen Teilbereich der beiden ersten Ansschlagflächen angeordnet ist. In dieser
Ausführungsform ist sowohl die erste Auflagefläche als auch ein Teilbereich der beiden
ersten Anschlagflächen am Kantenbereich der Einführplatte angeordnet. Die erste Anschlagflächen
und die erste Auflagefläche sind dabei benachbart und bevorzugt im rechten Winkel
zueinander angeordnet.
[0031] In einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass zwei Einführplatten vorgesehen sind
und Teile der Kantenbereiche beider Einführplatten gemeinsam die erste Auflagefläche
und die beiden ersten Ansschlagflächen bilden. Dieser Ausführungsform sind zwei symmetrisch
zur Längsachse angeordnete Einführplatten vorgesehen, welche gemeinsam sowohl die
erste Auflagefläche als auch die beiden ersten Anschlagflächen bilden. Diese Ausführungsform
ist besonders stabil aufgebaut. Dabei sind Teilbereiche der beiden ersten Anschlagflächen
beabstandet zueinander angeordnet, was günstig für eine Kraft- und Momentenübertragung
zwischen dem Verbindungsbauteil und dem zweiten Gerüstsystem ist. Darüber hinaus wird
durch das Vorsehen zweier Einführplatten eine Anordnung einer zweiten Einführschnittstelle
mit zweiten Anschlagflächen vereinfacht. Dazu wird weiter unten eine weitere Ausführungsform
beschrieben.
[0032] Des Weiteren ist günstiger Weise vorgesehen, dass die Sicherungsausnehmung in einem
zu der Einführplatte unterschiedlichen Teilbereich des Befestigungsbereiches angeordnet
ist. In dieser Ausführungsform verläuft die Sicherungsausnehmung nicht durch eine
Einführplatte. Die Sicherungsausnehmung kann beispielsweise in einem Teilbereich des
dritten Verbindungsbereiches, welcher innerhalb des Befestigungsbereiches angeordnet
ist, verlaufen. Die Sicherungsausnehmung kann auch in einem weiteren Bauteil des Befestigungsbereiches
angeordnet sein. In einem Fall, in dem zwei Einführplatte vorgesehen sind, ist die
Sicherungsausnehmung bevorzugt zwischen den beiden Einführplatten vorgesehen und kreuzt
die Längsachse.
[0033] Geschickter Weise ist vorgesehen, dass in Richtung der Längsachse voneinander beanstandet
mehrere Sicherungsausnehmungen vorgesehen sind. In dieser Ausführungsform sind in
Richtung der Längsachse mehrere Sicherungsausnehmungen vorgesehen, welche gleichzeitig
oder wahlweise zum Abstecken des Verbindungsbauteils mit einem oder mehreren Gerüstelementen
des zweiten Gerüstsystems verwendet werden können. Durch das Vorsehen mehrerer Sicherungsausnehmungen
kann das Verbindungsbauteil mit unterschiedlich dimensionierten Gerüstelementen des
zweiten Gerüstsystems verbunden werden, ohne dass Anpassungsarbeiten erforderlich
werden. Bei gleichzeitiger Verwendung mehrerer Sicherungsausnehmungen zum Abstecken
kann die Traglast der Verbindung erhöht werden.
[0034] Des Weiteren ist günstiger Weise vorgesehen, dass der Einführbereich des Befestigungsbereiches
eine zweite Einführschnittstelle aufweist, deren zweite Ansschlagflächen jeweils an
einer Einführplatte angeordnet sind, wobei die Ansschlagflächen durch Außenflächen
gebildet sind, welche parallel zu jeweils einer Anbringungsfläche orientiert sind.
In dieser Ausführungsform umfasst der Befestigungsbereich zwei Einführschnittstellen,
welche wahlweise mit einem Gerüstelement eines zweiten Gerüstsystems verbunden werden
können. Jede dieser beiden Einführschnittstellen weist jeweils zwei Anschlagflächen
auf. Die beiden zweiten Anschlagflächen der zweiten Einführschnittstelle sind jeweils
an einer von zwei Einführplatten angeordnet. Die Anschlagflächen werden dabei jeweils
durch Flächen gebildet, die Außenflächen der jeweiligen Einführplatte darstellen.
Diese Außenflächen sind dabei parallel zu der jeweiligen Anbringungsfläche jeder Einführplatte
angeordnet. In dieser Ausführungsform bilden die Kantenbereiche der beiden Einführplatten
gemeinsam die beiden ersten Anschlagflächen und jeweils eine Außenfläche jeder Einführplatte
bildet alleine eine der beiden zweiten Anschlagflächen. In dieser Ausführungsform
sind geschickt an den beiden Einführplatten alle Anschlagflächen der beiden Einführschnittstellen
angeordnet. Ein derart ausgeführtes Verbindungsbauteil wird somit durch nur wenige
Bauteile gebildet, ist daher einfach aufgebaut, kompakt und weist ein geringes Gewicht
auf. Trotzdem weist diese Ausführungsform zwei unterschiedliche Einführschnittstellen
auf, welche mit unterschiedlich dimensionierten Gerüstelementen eines zweiten Gerüstsystems
flexibel verbunden werden können.
[0035] Geschickter Weise ist vorgesehen, dass der Anschlag eine im Wesentlichen rechtwinklig
zur Längsachse orientierte, plane zweite Auflagefläche aufweist, welche in radialer
Richtung zur Längsachse über die beiden zweiten Ansschlagflächen vorsteht. In dieser
Ausführungsform ist der zweiten Einführschnittstelle eine eigene, zweite Auflagefläche
am Anschlag zugeordnet. Um als Anschlag bei der Verbindung zwischen Verbindungsbauteil
und einem oder mehreren Gerüstelementen eines zweiten Gerüstsystems zu wirken, steht
die zweite Auflagefläche über die zweiten Anschlagflächen in radialer Richtung zur
Längsachse vor. Dabei kann die zweite Auflagefläche auch durch zwei Teilflächen gebildet
werden, welche getrennt voneinander jeweils angrenzend an eine der beiden Anschlagflächen
angeordnet sind. Die zweite Auflagefläche und die beiden zweiten Anschlagflächen sind
bevorzugt rechtwinklig zueinander ausgerichtet. Die erste Auflagefläche und die zweite
Auflagefläche können in der gleichen Ebene oder in unterschiedlichen, zueinander parallel
angeordneten Ebenen angeordnet sein.
[0036] In einer vorteilhaften Ausgestaltung ist vorgesehen, dass die zweite Auflagefläche
durch eine Oberfläche der Deckplatte gebildet wird und die zweite Auflagefläche an
die beiden zweiten Ansschlagflächen angrenzt. In dieser Ausführungsform ist die zweite
Auflagefläche eine Teilfläche der Deckplatte, welche auf der dem Verbindungsbereich
abgewandten Seite der Deckplatte angeordnet ist. Die zweite Auflagefläche kann dabei
zweigeteilt sein und durch zwei voneinander getrennte Teilflächen der Deckplatte gebildet
werden. Die zweite Auflagefläche grenzt dabei an die beiden zweiten Anschlagflächen
direkt an. Bevorzugt ist die zweite Auflagefläche rechtwinklig zu den zweiten Anschlagflächen
orientiert. Die zweite Auflagefläche kann gleich weit über die beiden zweiten Anschlagflächen
vorstehen wie die erste Auflagefläche über die beiden ersten Anschlagflächen vorsteht.
Alternativ kann das Vorstehen der zweiten Auflagefläche über die zweiten Anschlagflächen
auch unterschiedlich zum Vorstehen der ersten Auflagefläche über die ersten Anschlagflächen
ausgeführt sein.
[0037] Geschickter Weise ist vorgesehen, dass die Sicherungsausnehmung zumindest eine Einführplatte
durchdringt. Auch die zweite Einführschnittstelle weist eine Sicherungsausnehmung
auf, welche den gesamten Einführbereich durchdringt. In diese Sicherungsausnehmung
kann Ein Steckelement zur Sicherung und Befestigung des Verbindungsbauteils an einem
Gerüstelementes zweiten Gerüstsystems eingebracht werden. Die Sicherungsausnehmung
der zweiten Einführschnittstelle Ist analog zu der Sicherungsausnehmung der ersten
Einführschnittstelle ausgeführt. Die Sicherungsausnehmung erstreckt sich ausgehend
von zumindest einer zweiten Anschlagflächen in radialer Richtung durch den Einführbereich.
Dabei durchdringt die Sicherungsausnehmung zumindest eine Einführplatte. In einer
Ausführungsform, in der zwei Einführplatte vorgesehen sind durchdringt die Sicherungsausnehmung
bevorzugt beide Einführplatten.
[0038] Vorteilhafter Weise ist vorgesehen, dass in Richtung der Längsachse voneinander beanstandet
mehrere Sicherungsausnehmungen vorgesehen sind. In dieser Ausführungsform sind auch
an oder in der zweiten Einführschnittstelle mehrere Sicherungsausnehmungen vorgesehen.
Dadurch kann das Verbindungsbauteil auch unter Verwendung der zweiten Einführschnittstelle
mit unterschiedlich ausgeführten Gerüstelementen des zweiten Gerüstsystems verbunden
werden, ohne dass Anpassungsarbeiten anfallen.
[0039] Des Weiteren ist vorgesehen, dass der Abstand zwischen den beiden ersten Ansschlagflächen
sich vom Abstand zwischen den beiden zweiten Ansschlagflächen unterscheidet. Bevorzugt
unterscheidet sich der Abstand zwischen den beiden Ersten Anschlagflächen von dem
Abstand zwischen den beiden zweiten Anschlagflächen. Somit unterscheiden sich die
Abmessungen der beiden Einführschnittstellen voneinander, wodurch das Verbindungsbauteil
über die beiden Einführschnittstelle mit unterschiedlich dimensionierten Gerüstelementen
des zweiten Gerüstsystems verbunden werden kann. Je nachdem, mit welchem Gerüstelement
des zweiten Gerüstsystems das Verbindungsbauteil verbunden werden soll, wird entweder
die erste Einführschnittstelle oder die zweite Einführschnittstelle für diese Verbindung
verwendet.
[0040] Die Aufgabe der Erfindung wird weiterhin gelöst durch einen Gerüstabschnitt zur Verbindung
von unterschiedlichen Gerüstsystemen, umfassend zumindest ein Verbindungsbauteil nach
einer der zuvor beschriebenen Ausführungsformen, zumindest ein Gerüstelement eines
ersten Gerüstsystems welches formschlüssig mit dem ersten Verbindungsbereich und/oder
dem zweiten Verbindungsbereich des Verbindungsbauteils verbunden ist, und zumindest
ein Gerüstelement eines zweiten Gerüstsystems, welches formschlüssig mit dem Befestigungsbereich
des Verbindungsbauteils verbunden ist, wobei sich das erste Gerüstsystem und das zweite
Gerüstsystem voneinander unterscheiden. Ein erfindungsgemäßer Gerüstabschnitt umfasst
zumindest ein Verbindungsbauteil. Dieses Verbindungsbauteil ist in dem Gerüstabschnitt
mit einem ersten Gerüstsystem und einem zweiten Gerüstsystem verbunden. Das erste
Gerüstsystem ist dabei formschlüssig, beispielsweise durch Einstecken, mit dem ersten
Verbindungsbereich des Verbindungsbauteils verbunden. Sofern das Verbindungsbauteil
einen zweiten Verbindungsbereich aufweist, kann ein weiteres Gerüstelement des ersten
Gerüstsystems zusätzlich mit dem zweiten Verbindungsbereich verbunden sein. Die formschlüssige
Verbindung zwischen dem ersten Gerüstsystem und dem Verbindungsbereich kann dabei
zusätzlich durch Abstecken mit einem Steckelement verstärkt und gesichert werden.
Das Steckelement wird dann dazu eingesetzt, einen weiteren Formschluss zwischen Verbindungsbauteil
und erstem Gerüstsystem herzustellen. Der erfindungsgemäße Gerüstabschnitt umfasst
weiterhin zumindest ein Gerüstelement eines zweiten Gerüstsystems, welches mit dem
Befestigungsbereich des Verbindungsbauteils formschlüssig verbunden ist. Auch diese
Verbindung kann durch Abstecken, unter Verwendung der Sicherungsausnehmung, verstärkt
und gesichert werden. Das erste und das zweite Gerüstsystem unterscheiden sich voneinander
und weisen unterschiedliche Verbindungsschnittstellen auf. In dem erfindungsgemäßen
Gerüstabschnitt fungiert das Verbindungsbauteil als Adapter zwischen den beiden unterschiedlichen
Gerüstsystemen. Dadurch, dass das Verbindungsbauteil sowohl eine Schnittstelle zur
Verbindung mit dem ersten Gerüstsystem, als auch eine Schnittstelle zur Verbindung
mit dem zweiten Gerüstsystem aufweist, ist eine Verbindung zwischen den beiden Gerüstsystemen
in einfacher Weise und ohne Anpassungsaufwand möglich. Ein erfindungsgemäßer Gerüstabschnitt
kann somit einfach und zügig aufgebaut und wieder abgebaut werden. Das Verbindungsbauteil
ist so dimensioniert, dass bei einer Verbindung zweier unterschiedlicher Gerüstsysteme
die Raster der beiden Gerüstsysteme über die Verbindungsstelle hinweg erhalten bleiben.
Dadurch ist der Gerüstabschnitt in beide Gerüstsysteme integriert und die Vorteile
beider Gerüstsysteme bleiben trotz der Verbindungsstelle erhalten.
[0041] In einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass das Gerüstelement des ersten Gerüstsystems
durch einen Vertikalstiel eines Rahmen- oder Systemgerüstes gebildet ist und das Gerüstelement
des zweiten Gerüstsystems durch einen Horizontalträger gebildet ist, wobei der Horizontalträger
zwei voneinander beabstandete, parallel zueinander ausgerichtete Trägerschienen umfasst.
In dieser Ausführungsform des Gerüstabschnittes ist das Gerüstelement des ersten Gerüstsystems,
welches mit dem Verbindungsbereich verbunden ist, ein Vertikalstiel. Solche Vertikalstiele
kommen in Gerüstsystemen von Rahmengerüsten oder Systemgerüsten zum Einsatz. Üblicherweise
ist in einem Gerüstabschnitt ein solcher Vertikalstiel vertikal ausgerichtet. Das
Gerüstelement des zweiten Gerüstsystems wird in dieser Ausführungsform durch einen
üblicherweise horizontal ausgerichteten Horizontalträger gebildet. Dieser Horizontalträger
ist zur Aufnahme großer Lasten vorgesehen und gehört zu einem Gerüstsystem, welches
bevorzugt im Ingenieurbau eingesetzt wird. Ein solcher Horizontalträger kann beispielsweise
dazu vorgesehen sein, vorgefertigte Bauwerksteile zu tragen und zu positionieren.
Der Horizontalträger umfasst dabei zwei voneinander beanstandete, parallel zueinander
verlaufende Trägerschienen. Die beiden Trägerschienen sind an mehreren Stellen miteinander
verbunden und bilden so den Horizontalträger. Die beiden Trägerschienen weisen üblicherweise
einen I-, C- oder T-fömigen Querschnitt auf, welcher besonders günstig zur Erreichung
einer hohen Biegefestigkeit ist.
[0042] Geschickter Weise ist vorgesehen, dass der Vertikalstiel in die Aufnahme des ersten
Verbindungsbereiches oder die Aufnahme des zweiten Verbindungsbereiches eingesteckt
ist. Der Vertikalstiel des ersten Gerüstsystems ist im Gerüstabschnitt in die Aufnahme
eines Verbindungsbereiches eingesteckt. Die Aufnahme kann dabei zumindest bereichsweise
der Negativform eines Endes eines Vertikalstiels entsprechen. Alternativ kann der
Vertikalstiel unter Zwischenschaltung eines Adapterstückes in die Aufnahme eingesteckt
sein.
[0043] In einer weiteren Ausführungsform ist vorgesehen, dass zwischen dem Vertikalstiel
und der Aufnahme des ersten Verbindungsbereiches oder der Aufnahme des zweiten Verbindungsbereiches
ein Adapterstück angeordnet ist, welches den Vertikalstiel und das Verbindungsbauteil
miteinander verbindet. Dieser Ausführungsform ist zwischen dem Vertikalstiel und der
Aufnahme ein Adapterstück angeordnet. Dieses Adapterstück wird zum einen in die Aufnahme
des Verbindungsbauteils eingesteckt und zum anderen in ein Stirnende eines Vertikalstiels
eingesteckt. Ein solches Adapterstück ermöglicht es, ein Verbindungsbauteil und einen
Vertikalstiel, welche beide eine hohle Ausnehmung als Schnittstelle aufweisen, miteinander
zu verbinden. Eine Übertragung von Kräften zwischen dem Vertikalstiel und dem Verbindungsbauteil
kann dabei durch das Adapterstück erfolgen. Alternativ kann eine Kraftübertragung
auch direkt zwischen dem Verbindungsbereich des Verbindungsbauteils und dem Stirnende
des Vertikalstiels erfolgen. Das Adapterstück weist dabei bereichsweise eine Negativform
der Ausnehmung des Verbindungsbereiches und bereichsweise eine Negativform des Inneren
des Stirnendes des Vertikalstiels auf. Das Adapterstück kann in verschiedenen Längen
vorgesehen werden, wodurch eine zusätzliche Möglichkeit gegeben ist, das Rastermaß
des Verbindungsbauteils in einfacher Weise an das erste Gerüstsystem anzupassen.
[0044] Des Weiteren ist günstiger Weise vorgesehen, dass der Einführbereich des Verbindungsbauteils
zwischen den Trägerschienen des Horizontalträgers angeordnet ist und die beiden ersten
Ansschlagflächen oder die beiden zweiten Ansschlagflächen des Einführbereiches an
Innenflächen der Trägerschienen anliegen. In dieser Ausführungsform des Gerüstabschnittes
ist der Einführbereich zumindest teilweise zwischen die Trägerschienen des Horizontalträger
eingebracht. Dabei liegt der Anschlag auf den Trägerschienen auf. Der Abstand der
Anschlagflächen entspricht im Wesentlichen dem Abstand zwischen den beiden Trägerschienen
des Horizontalträgers. Auf diese Weise ist ein Formschluss zwischen dem Einführbereich
und dem Horizontalträger hergestellt. Die beiden Anschlagflächen der ersten Einführschnittstelle
oder der zweiten Einführschnittstelle liegen an einander zugewandten Innenflächen
der Trägerschienen an. Selbstverständlich kann zwischen den Anschlagflächen und den
Innenflächen der Trägerschienen ein geringer Abstand als Spiel vorgesehen sein, durch
welchen der Einführbereich zwischen die beiden Trägerschienen einbringbar ist. Durch
eine Anordnung des Befestigungsbereiches des Verbindungsbauteil zwischen den beiden
Trägerschienen wird eine besonders stabile und sichere Verbindung zwischen dem Verbindungsbauteil
und dem zweiten Gerüstsystem ermöglicht. Die Verbindung befindet sich dabei innerhalb
des Horizontalträgers und behindert somit nicht das Anbringen weiterer Elemente oder
Bauteile außen am Horizontalträger. Des weiteren reduziert diese Verbindung im Inneren
des Horizontalträgers die Verletzungsgefahr für auf dem Gerüstabschnitt arbeitende
Personen durch vorstehende Gerüstbauteile.
[0045] Des Weiteren ist vorgesehen, dass die Trägerschiene eine Aufnahmeausnehmung aufweist,
welche die Trägerschiene in einer Richtung senkrecht zu deren Längsrichtung durchdringt,
wobei das Verbindungsbauteil so zum Horizontalträger orientiert ist, dass die Sicherungsausnehmung
zu den Aufnahmeausnehmungen in den Trägerschienen fluchtet. In dieser Ausführungsform
ist in jeder der beiden Trägerschienen des Horizontalträgers zumindest eine Aufnahmeausnehmung
eingebracht. Diese Aufnahmeausnehmung durchdringt die Trägerschiene komplett und weist
eine Form und Größe auf, welche im Wesentlichen der Form und Größe des Sicherungsausnehmung
des Verbindungsbauteils entspricht. Bei der Verbindung des Verbindungsbauteils mit
dem Horizontalträger wird der Befestigungsbereich zwischen die beiden Trägerschienen
eingeführt, so dass die Sicherungsausnehmung und die Aufnahmeausnehmung fluchten.
Bevorzugt sind in jeder Trägerschiene mehrere Aufnahmeausnehmung angeordnet. Zum Beispiel
können mehrere Aufnahmeausnehmung in Längsrichtung voneinander beanstandet angeordnet
sein. Dies ermöglicht es, das Verbindungsbauteil an verschiedenen Stellen mit dem
Horizontalträger zu verbinden.
[0046] Des Weiteren ist günstiger Weise vorgesehen, dass ein Absteckelement vorgesehen ist,
welches in die Sicherungsausnehmung und die Aufnahmeausnehmungen lösbar formschlüssig
eingebracht ist und welches den Horizontalträger und das Verbindungsbauteil formschlüssig
verbindet. In dieser Ausführungsform eines Gerüstabschnittes ist zur Fixierung von
Verbindungsbauteil und Horizontalträger zueinander ein Absteckelement vorgesehen.
Dieses Absteckelement kann zumindest bereichsweise zylindrisch ausgeführt sein und
ist stets so dimensioniert, dass es in die Sicherungsausnehmung und die Aufnahmeausnehmungen
einsteckbar ist. Zur Fixierung des Verbindungsbauteils wird dieses zwischen die Trägerschienen
eingebracht, so dass die Sicherungsausnehmung und die Aufnahmeausnehmungen zueinander
fluchten. Anschließend wird das Absteckelement in die zueinander fluchtenden Ausnehmungen
eingesteckt. Dieses Abstecken erfolg von außerhalb des Horizontalträgers und ist daher
bequem durchführbar. Darüber hinaus kann von außerhalb des Horizontalträgers eindeutig
erkannt werden, ob ein Absteckelement eingebracht ist oder nicht. Dies ist vorteilhaft
zur Überprüfung des korrekten Aufbaus des Gerüstabschnittes bevor Personen das Gerüst
betreten.
[0047] Geschickter Weise ist vorgesehen, dass das Absteckelement eine Spannvorrichtung aufweist
und die Spannvorrichtung eine Kraft zur zusätzlichen, kraftschlüssigen Verbindung
zwischen Horizontalträger und Verbindungsbauteil erzeugt. In dieser Ausführungsform
ist am Absteckelement eine Spannvorrichtung vorgesehen, durch welche eine Außenabmessung
des Absteckelementes in dessen radialer Richtung verändert werden kann. Diese Spannvorrichtung
dient der Sicherung des Absteckelementes im eingesteckten Zustand. Das Absteckelement
wird in die Verbindung aus Horizontalträger und Verbindungsbauteil eingesteckt und
anschließend die Spannvorrichtung betätigt. Dadurch wird bereichsweise der Außendurchmesser
des Absteckelementes vergrößert, so dass dieser an die innere Wandung der Ausnehmungen
gedrückt wird. Dadurch entsteht eine kraftschlüssige Verbindung zwischen den Bauteilen
und ein Herausfallen des Absteckelementes wird verhindert. Alternativ kann das Absteckelement
auch eine in dessen axialer Richtung wirkende Spannvorrichtung aufweisen, beispielsweise
gebildet durch ein einfaches Außengewinde auf das im eingesteckten Zustand eine Mutter
aufgeschraubt wird. Weiterhin ist es möglich, anstelle einer Spannvorrichtung einen
Sicherungsstift vorzusehen, welcher das Absteckelement im eingebrachten Zustand durchdringt
und dann über das Absteckelement vorsteht. Auch auf diese Weise kann das Absteckelement
nicht ungewollt aus den Ausnehmungen herausfallen.
[0048] Des Weiteren ist günstiger Weise vorgesehen, dass zwischen den Trägerschienen zumindest
zwei Abstandshalter eingebracht sind, welche die beiden Trägerschienen zueinander
positionieren. In dieser Ausführungsform sind die beiden Trägerschienen des Horizontalträgers
zumindest durch zwei Abstandshalter verbunden. Der Abstand zwischen den ersten Anschlagflächen
oder den zweiten Anschlagflächen des Verbindungsbauteils ist geringfügig kleiner gewählt
als der durch die Abstandshalter eingestellte Innenabstand zwischen den beiden Trägerschienen.
[0049] Des Weiteren ist günstiger Weise vorgesehen, dass die Gesamtlänge des Verbindungsbauteils
einem Rastermaß des ersten Gerüstsystems entspricht und/oder der Abstand zwischen
den beiden parallelen ersten Ansschlagflächen und/oder den beiden parallelen zweiten
Ansschlagflächen einem Rastermaß des zweiten Gerüstsystems entspricht. Die Gesamtlänge
des Verbindungsbauteils entlang der Längsachse ist so eingestellt, dass diese Länge
einem Rastermaß des ersten Gerüstsystems entspricht. Zusätzlich ist der Abstand zwischen
den Anschlagflächen auf den Abstand zwischen den zwei Trägerschienen abgestimmt, so
dass der Abstand zwischen den Anschlagflächen einem Rastermaß des zweiten Gerüstsystems
entspricht.
[0050] Merkmale, Wirkungen und Vorteile, welche in Zusammenhang mit dem Verbindungsbauteil
offenbart sind, gelten auch in Zusammenhang mit dem Gerüstabschnitt als offenbart.
Gleiches gilt in umgekehrter Richtung, Merkmale, Wirkungen und Vorteile welche in
Zusammenhang mit dem Gerüstabschnitt offenbart sind, gelten auch im Zusammenhang mit
dem Verbindungsbauteil als offenbart.
[0051] In den Figuren sind Ausführungsformen der Erfindung schematisch dargestellt. Dabei
zeigen
- Fig. 1
- eine schematische, perspektivische Ansicht eines Gerüstabschnittes mit zwei unterschiedlichen
Gerüstsystemen,
- Fig. 2
- eine perspektivische Ansicht einer ersten Ausführungsform eines Verbindungsbauteils
gemäß der Erfindung,
- Fig. 3
- eine Darstellung einer zweiten Ausführungsform eines Verbindungsbauteils gemäß der
Erfindung in a) einer Seitenansicht, b) einer Draufsicht und c) einer perspektivischen
Ansicht,
- Fig. 4
- eine perspektivische Darstellung einer ersten Ausführungsform eines Gerüstabschnittes
gemäß der Erfindung,
- Fig. 5
- eine perspektivische Darstellung einer zweiten Ausführungsform eines Gerüstabschnittes
gemäß der Erfindung,
- Fig. 6
- eine Seitenansicht einer dritten Ausführungsform eines Gerüstabschnittes gemäß der
Erfindung,
- Fig. 7
- eine perspektivische Ansicht des Gerüstabschnittes aus Fig. 6,
- Fig. 8
- eine Seitenansicht einer vierten Ausführungsform eines Gerüstabschnittes gemäß der
Erfindung,
- Fig. 9
- eine perspektivische Ansicht des Gerüstabschnittes aus Fig. 9.
[0052] In den Figuren sind gleiche Elemente mit gleichen Bezugszeichen versehen. Im Allgemeinen
gelten die beschriebenen Eigenschaften eines Elementes, welche zu einer Figur beschrieben
sind auch für die anderen Figuren. Richtungsangaben wie oben oder unten beziehen sich
auf die beschriebene Figur und sind sinngemäß auf andere Figuren zu übertragen.
[0053] Fig. 1 zeigt eine schematische, perspektivische Ansicht eines Gerüstabschnittes 100
mit zwei unterschiedlichen Gerüstsystemen 2 und 3. Der dargestellte Gerüstabschnitt
100 umfasst hier ein sich in vertikale Richtung erstreckendes erstes Gerüstsystem
1 und ein durch zwei horizontal verlaufenden Horizontalträger 31 repräsentiertes zweites
Gerüstsystem 3. Das erste Gerüstsystem 2 ist hier ein Rahmen- oder Systemgerüst. Es
ist gut zu erkennen, dass das erste Gerüstsystem 2 regelmäßig angeordnete, sich wiederholende
Gerüstelemente aufweist. Das erste Gerüstsystem 2 ist wie ein Baukasten aufgebaut,
aus dem verschiedene Bauteile oder Gerüstelemente zu unterschiedlich geformten Gerüstabschnitten
kombiniert werden können. Das erste Gerüstsystem 2 weist dabei mehrere Rastermaße
auf, die sich in dem Gerüstabschnitt wiederholen. Man sagt auch, das Gerüst ist in
einem Raster aufgebaut. Ein solches Rastermaß erstreckt sich beispielsweise zwischen
den in der Darstellung horizontal verlaufenden Querriegeln, von welchen auf der nach
vorne links weisenden Seite des Gerüstabschnitt des 100 sechs Stück angeordnet sind.
Das erste Gerüstsystem 2 weist weitere Rastermaße auf, beispielsweise die Länge und
die Breite des dargestellten Gerüstabschnittes 100. In vertikaler Richtung sind im
dargestellten Gerüstabschnitt 100 mehrere Vertikalstiele 21 angeordnet. Die beiden
Horizontalträger 31 gehören zu einem zweiten Gerüstsystem 3. Diese Horizontalträger
des zweiten Gerüstsystems 3 sind deutlich tragfähiger als die Elemente des ersten
Gerüstsystems 2. Üblicherweise wird das zweite Gerüstsystem 3 zur Aufnahme höherer
Lasten oder zum Überspannen größerer Distanzen eingesetzt. In dem dargestellten Gerüstabschnitt
100 sind das erste Gerüstsysteme 2 und das zweite Gerüstsysteme 3 durch insgesamt
vier Verbindungsbauteile 1 miteinander verbunden. Die Verbindungsbauteile 1 bilden
Kreuzungspunkte zwischen den beiden Gerüstsysteme 2 und 3. Wie in der Darstellung
in Fig. 1 gut zu erkennen ist, sind die Verbindungsbauteile 1 in das Raster beider
Gerüstsysteme 2 und 3 integriert. Das bedeutet, dass beide Gerüstsysteme 2 und 3 über
die durch das Verbindungsbauteil 1 gebildete Verbindungsstelle in ihrem eigenen Raster
weitergebaut werden können. Dadurch bleibt das Baukastenprinzip beider Gerüstsysteme
2 und 3 erhalten, was sehr vorteilhaft für einen zügigen Auf- und Abbau sowie eine
gesicherte Tragfähigkeit des Gerüstabschnittes 100 ist. Details zu dem Verbindungsbauteil
1 sowie zu dessen Verbindung mit den beiden Gerüstsysteme 2 und 3 sind in den folgenden
Abbildungen zu sehen und dazu beschrieben.
[0054] Fig. 2 zeigt eine perspektivische Ansicht einer ersten Ausführungsform eines Verbindungsbauteils
1 gemäß der Erfindung. Das dargestellte Verbindungsbauteil 1 weist in einer Richtung
in der Darstellung von oben nach unten angeordnet folgende drei Hauptbereiche auf:
Ganz oben ist der erste Verbindungsbereich 11 angeordnet. Angrenzend unterhalb des
ersten Verbindungsbereiches 11 ist der Befestigungsbereich 12. Wiederum unterhalb
des Befestigungsbereiches 12 ist ein zweiter Verbindungsbereich 13. Der erste Verbindungsbereich
11 stellt eine oder mehrere Schnittstellen zur Verbindung mit einem ersten Gerüstsystem
2 zur Verfügung. Der erste Verbindungsbereich 11 erstreckt sich entlang einer Längsachse
LA. Der erste Verbindungsbereich 11 umfasst einen Schaft 111, welcher hier durch einen
zylindrischen Rohrabschnitt gebildet wird. An der äußeren Umfangsfläche des Schaftes
111 ist eine Verbindungsscheibe 15 angeordnet. Die Verbindungsscheibe 15 weist eine
in der Darstellung nach oben orientierte, plane Verbindungsfläche 151 auf. In der
Verbindungsfläche 151 sind hier mehrere Verbindungsausnehmungen 152 angeordnet, welche
die Verbindungsscheibe 15 durchdringen. Die Verbindungsscheibe 15 ist zur Verbindung
mit Gerüstelementen des ersten Gerüstsystems 2 vorgesehen. Die Verbindungsscheibe
15 ist einer Verbindungsscheibe, welche im ersten Gerüstsystems 2 als Schnittstelle
der Gerüstelemente untereinander verwendet wird, nachempfunden. Im Inneren des Schaftes
111 befindet sich die Aufnahme 1111. Die Aufnahme 1111 wird hier durch das hohle Innere
des Schaftes 111 gebildet und erstreckt sich durch den gesamten Schaft entlang der
Längsachse LA. Die Aufnahme 1111 weist hier einen kreisförmigen Querschnitt auf. In
die Aufnahme 1111 können Gerüstelemente des ersten Gerüstsystems 2 eingesteckt werden
um eine formschlüssige Verbindung mit dem Verbindungsbauteil 1 herzustellen. Zwischen
der Verbindungsscheibe 15 und dem Befestigungsbereich 12 ist im Schaft 111 eine Abstecköffnung
14 angeordnet. Durch diese Abstecköffnung 14 kann ein Steckelement eingeführt werden,
welches dann die Wand des Schaftes und eine Ausnehmung in einem in die Aufnahme 1111
eingebrachten Gerüstelement des ersten Gerüstsystems 2 durchdringt. Durch ein derartiges
Abstecken kann ein Gerüstelement des ersten Gerüstsystems 2 in einer Richtung parallel
zur Längsachse LA zum Verbindungsbauteil 1 fixiert werden. An der in der Darstellung
unten befindlichen Seite des Verbindungsbauteils 1 ist der zweite Verbindungsbereich
13 angeordnet. Auch der zweite Verbindungsbereich 13 dient der Verbindung des Verbindungsbauteils
1 mit dem ersten Gerüstsystem 2. Auch der zweite Verbindungsbereich 13 wird zu einem
großen Teil durch einen zylindrischen Rohrabschnitt gebildet. In seinem Inneren weist
der zweite Verbindungsbereich auch eine Aufnahme 131 auf, welche von unten zugänglich
ist und welche in dem Schaft 132 angeordnet ist. Die Aufnahme 131 weist einen identischen
Durchmesser zur Aufnahme 1111 auf, erstreckt sich ebenfalls entlang der Längsachse
LA und ist koaxial zur Aufnahme 1111 positioniert. In der dargestellten Ausführungsform
ist es möglich, einen Teil des ersten Verbindungsbereiches 11 und des zweiten Verbindungsbereiches
13 aus einem gemeinsamen, durchgehenden Rohrabschnitt herzustellen. Auch in der Wand
des zweiten Verbindungsbereiches 13 ist eine Abstecköffnung 14, welche wie die Abstecköffnung
14 im ersten Verbindungsbereich 11, der Verbindung oder Sicherung mit einem Gerüstelement
des ersten Gerüstsystems 2 dient. In der dargestellten Ausführungsform ist ein Teil
des zweiten Verbindungsbereiches 13 im Inneren des Befestigungsbereiches 12 angeordnet.
Dadurch ergibt sich insgesamt eine kompakte und stabile Bauweise des Verbindungsbauteils
1. Im mittleren Bereich des Verbindungsbauteils 1 ist der Befestigungsbereich 12 angeordnet,
welcher als Schnittstelle zur Verbindung mit einem zweiten Gerüstsystem 3 dient. Auf
seinen nach oben gewandten Seite weist der Befestigungsbereich 12 einen Anschlag 121
auf. Dieser Anschlag 121 wird in der dargestellten Ausführungsform durch eine plane,
rechteckige Deckplatte 1211 und einen Teilbereich der beiden Einführplatten 123 gebildet.
Die Deckplatte 1211 grenzt unmittelbar an den Schaft 111 des ersten Verbindungsbereiches
11 an. Die Deckplatte 1211 ist mit ihrer größten Fläche senkrecht zur Längsachse LA
orientiert. In einer Draufsicht aus Richtung der Längsachse LA ist die Deckplatte
1211 rechteckig ausgeführt, wobei sich die längere Seite des Rechtecks in die gleiche
Richtung erstreckt, in der die beiden Einführplatten 123 radial zur Längsachse LA
angeordnet sind. Zum Anschlag gehören weiterhin die oberen Teilbereiche der beiden
Einführplatten 123. Jede Einführplatte 123 ist in einer Draufsicht T-förmig ausgeführt.
Der obere Balken des T gehört dabei zum Anschlag 121. Auf der in der Darstellung nach
unten weisenden Seite dieses Balkens der T-förmigen Einführplatten 123 sind plane
Flächen angeordnet, welche hier zusammen die erste Auflagefläche 121a des Anschlags
121 bilden. Bei einer Verbindung des Verbindungsbauteils 1 mit dem zweiten Gerüstsystem
3 liegt die erste Auflagefläche 121a auf einem Gerüstelement auf und bildet einen
Anschlag zur Positionierung des Verbindungsbauteils 1 relativ zum zweiten Gerüstsystem
3. Auf der in der Darstellung nach unten weisenden Seite der Deckplatte 1211 ist in
dem Bereich, welcher über die beiden Einführplatten 123 vorsteht die zweite Auflagefläche
121b des Anschlags 121 angeordnet. Bei einer Verbindung mit dem zweiten Gerüstsystem
3 kann bei der dargestellten Ausführungsform wahlweise die erste Auflagefläche 121a
oder die zweite Auflagefläche 121b auf einem Gerüstelement des zweiten Gerüstsystems
3 aufgelegt werden. Welche der beiden Auflageflächen 121a oder 121b tatsächlich verwendet
wird, hängt davon ab, welche der beiden im Folgenden beschriebenen Einführschnittstellen
1221 oder 1222 für die Verbindung verwendet wird.
[0055] In der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform umfasst der Befestigungsbereiches
12 zwei Einführschnittstellen 1221 und 1222. Teile dieser Einführschnittstellen 1221
und 1222 liegen bei einer Verbindung des Verbindungsbauteils 1 mit dem zweiten Gerüstabschnitt
3 an einem oder mehreren Gerüstelementen dieses zweiten Gerüstabschnittes 3 an. Die
erste Einführschnittstelle 1221 weist jeweils einen Teilbereich auf zwei einander
gegenüberliegenden Seiten der Längsachse LA auf. Die erste Einführschnittstelle 1221
umfasst hier zwei parallel zueinander orientierte erste Anschlagflächen 1221a und
1221b welche in der Darstellung nach vorne rechts und hinten links weisen. Die beiden
ersten Anschlagflächen 1221a und 1221b werden hier gemeinsam durch die beiden Einführplatten
123 gebildet. Wie bereits zuvor beschrieben, sind in der dargestellten Ausführungsform
die beiden Einführplatte 123 T-förmig gestaltet. Jede Einführplatte 123 weist radial
nach innen in Richtung der Längsachse LA weisend jeweils eine Anbringungsfläche 123a
auf. Jede Einführplatte 123 ist über die Anbringungsfläche 123a an dem inneren Bereich
des Befestigungsbereiches 12 angebracht. In der dargestellten Ausführungsform wird
dieser innere Bereich durch einen Rohrabschnitt gebildet. Die beiden Einführplatten
123 sind hier mit einer Schweißverbindung an dem im Inneren angeordneten Rohrabschnitt
befestigt. Angrenzend an die Anbringungsfläche 123a umläuft eine schmale Kante die
gesamte Einführplatte 123. Diese Kante bildet den Kantenbereich 123b. An Teilbereichen
dieses Kantenbereiches 123b sind jeweils Teilbereiche der ersten beiden Anschlagflächen
1221a und 1221b angeordnet. In anderen Worten wird die erste der ersten Anschlagflächen
1221a gemeinsam durch nach vorne rechts weisende Teilbereiche des Kantenbereich es
123b der beiden Einführplatten 123 gebildet. Die zweite der ersten Anschlagflächen
1221b wird gemeinsam durch nach hinten links weisende Teilbereiche des Kantenbereiches
123b der beiden Einführplatteen 123 gebildet. Teilbereiche der beiden Anschlagflächen
1221a und 1221b sind somit auf beiden Seiten der Längsachse LA, beanstandet voneinander
auf beiden Seiten des im Inneren angeordneten Rohrabschnittes, positioniert. Dadurch
stellen die beiden ersten Anschlagflächen 1221a und 1221b zusammen eine räumlich verteilte
Anschlagfläche zur Verfügung, welche bei einer Verbindung mit dem zweiten Gerüstsystem
3 eine gute Kraft- und Momentenübertragung zwischen Verbindungsbauteil 1 und zweitem
Gerüstsystem 3 ermöglicht. Bei Verwendung der ersten Einführschnittstelle 1221 und
der beiden ersten Anschlagflächen 1221a und 1221b wird zur Auflage des Verbindungsbauteils
1 die erste Auflagefläche 121a verwendet, welche direkt angrenzend und benachbart
zu den ersten Anschlagflächen 1221a und 1221b an den Einführplatten 123 angeordnet
ist. Zwischen den beiden Einführplatten 123 in dem dazwischen angeordneten Rohrabschnitt
befinden sich übereinander angeordnet zwei Sicherungsausnehmungen 12211 welche zur
ersten Einführschnittstelle 1221 gehören. Die beiden Sicherungsausnehmungen 12211
durchdringen den gesamten Einführbereich 122 und können zur formschlüssigen Verbindung
oder Sicherung des Verbindungsbauteils 1 mit dem zweiten Gerüstsysteme 3 verwendet
werden. Der Befestigungsbereich 12 umfasst eine zweite Einführschnittstelle 1222.
Diese zweite Einführschnittstelle 1222 weist zwei zweite Anschlagflächen 1222a und
1222b auf. Diese beiden zweiten Anschlagflächen 1222a und 1222b Weisen in der Darstellung
nach vorne links und nach hinten rechts und sind jeweils auf einer der Anbringungsfläche
123a gegenüberliegenden Seite einer Einführplatte 123 angeordnet. Der Abstand zwischen
den beiden ersten Anschlagflächen 1221a und 1221b und den beiden zweiten Anschlagflächen
1222a und 1222b Unterscheidet sich hier voneinander. Durch diese unterschiedlichen
Abstände sind die beiden Einführschnittstelle in 1221 und 1222 unterschiedlich dimensioniert
und können somit als Verbindungsschnittstellen zur Verbindung mit unterschiedlich
dimensionierten Gerüstelementen des zweiten Gerüstsystems 3 verwendet werden. Vorteilhaft
ist dabei, dass die beiden Einführschnittstelle 1221 und 1222 bereits einsatzfähig
und um 90° versetzt fest am Verbindungsbauteil 1 angeordnet sind. Beim Aufbau eines
Gerüstabschnittes 100 kann das Verbindungsbauteil 1 einfach um die Längsachse LA gedreht
werden um die passende Einführschnittstelle 1221 oder 1222 zur Verbindung auszuwählen.
Das Verbindungsbauteil 1 in der dargestellten Ausführungsform lässt sich somit sehr
einfach an unterschiedliche Gerüstelemente des zweiten Gerüstsystems 3 anpassen. Gleichzeitig
ist die dargestellte Anordnung von Bauteilen mit den zwei mit einem Rohrabschnitt
verbundenen, T-förmigen Einführplatten 123 sehr kompakt und stabil, wodurch hohe Tragfähigkeiten
des Verbindungsbauteils 1 erreicht werden. Bei Verwendung der zweiten Einführschnittstelle
1222 und der beiden zweiten Anschlagflächen 1222a und 1222b wird die an diese beiden
zweiten Anschlagflächen 1222a und 1222b Angrenzende zweite Auflagefläche 121b zur
Auflage auf dem zweiten Gerüstsystem 3 verwendet. In dem Bereich der zweiten Auflagefläche
121b steht der Anschlag 121 weiter in radialer Richtung über die Längsachse LA vor
als in einer dazu um 90° versetzten Richtung. Die Deckplatte 1211 weist ihre in einer
Draufsicht aus Richtung der Längsachse LA längere Seite zwischen den Teilbereichen
der zweiten Auflagefläche 121b auf. Dadurch wird erreicht, dass im Bereich der zweiten
Einführschnittstelle 1222 ein ausreichend weiter Überstand der zweiten Auflagefläche
121b über die beiden zweiten Anschlagflächen 1222a und 1222b vorhanden ist. Gleichzeitig
wird unnötiges Überstehen oder Vorstehen des Anschlags 121 im Bereich der ersten Einführschnittstelle
1221 und den beiden ersten Anschlagflächen 1221a und 1221b vermieden. Dadurch wird
eine leichte und schlanke Bauform des Verbindungsbauteils 1 erzielt. Aufgrund des
geringeren Vorstehens des Anschlags 121 radial zur Längsachse LA im Bereich der ersten
Einführschnittstelle 1221 ist der Befestigungsbereich 12 in dieser Richtung schmal
genug ausgeführt, um in ein enges Rastermaß des zweiten Gerüstsystems 3 eingefügt
zu werden, ohne Kollisionen mit Elementen dieses zweiten Gerüstsystems 3 zu verursachen.
Die zweite Einführschnittstelle 1222 umfasst hier eine Sicherungsausnehmung 12211,
welche hier beide Einführplatten 123 durchdringt und sich rechtwinklig zu den beiden
zweiten Anschlagflächen 1222a und 1222b erstreckt. In der dargestellten Ausführungsform
ist die Deckplatte 1211 des Anschlags 121 jeweils über Schweißverbindungen mit dem
ersten Verbindungsbereich 11 und den beiden Einführplatte in 123 verbunden. Der Schaft
111 des ersten Verbindungsbereiches 11, der zwischen den Einführplatten 123 angeordnete
innere Bereich des Befestigungsbereiches 12 und der Schaft 132 des zweiten Verbindungsbereiches
13 sind in der dargestellten Ausführungsform durch einen gemeinsamen, durchgehenden
Rohrabschnitt gebildet. Dieser gemeinsame Rohrabschnitt weist in seinem Inneren einen
konstanten Innenquerschnitt auf.
[0056] Fig. 3 zeigt eine Darstellung einer zweiten Ausführungsform eines Verbindungsbauteils
1 gemäß der Erfindung in a) einer Seitenansicht, b) einer Draufsicht und c) einer
perspektivischen Ansicht. Die in Fig. 3 dargestellte zweite Ausführungsform eines
Verbindungsbauteils 1 unterscheidet sich von der in Fig. 2 dargestellten ersten Ausführungsform
in der Gestaltung des Befestigungsbereiches 12. Sofern nicht anders beschrieben sei
für Details der zweiten Ausführungsform auf Fig. 2 und die dazugehörige Beschreibung
verwiesen. Der erste Verbindungsbereich 11 ist identisch zur ersten Ausführungsform
in Fig. 2 ausgeführt. Die zweite Ausführungsform in Fig. 3 weist ebenfalls einen zweiten
Verbindungsbereich 13 auf, welcher ebenfalls nahezu identisch zur ersten Ausführungsform
in Fig. 2 ausgeführt ist. Zusätzlich weist der zweite Verbindungsbereich 13 in Fig.
3 mehrere Abstecköffnungen 14 auf. Der Einführbereich 122 des Befestigungsbereiches
12 umfasst hier auch zwei Einführschnittstellen 1221 und 1222, welche zur wahlweisen
Verbindung des Verbindungsbauteils 1 mit einem Gerüstelement des zweiten Gerüstsystems
3 vorgesehen sind. Die beiden Einführplatten 123 der dargestellten Ausführungsform
unterscheiden sich in ihrer Form von den Einführplatten 123 der ersten Ausführungsform.
Die beiden zweiten Anschlagflächen 1222a und 1222b sind hier gekrümmt ausgeführt und
symmetrisch zur Längsachse LA angeordnet. Die Anbringungsflächen 123a sind in der
dargestellten Ausführungsform ebenfalls gekrümmt ausgeführt, wodurch sie großflächig
an dem das Innere des Befestigungsbereiches 12 bildenden zylindrischen Rohrabschnitt
anlegen. Die beiden Einführplatten 123 sind über Schweißverbindungen mit diesem zylindrischen
Rohrabschnitt verbunden. Die erste Einführschnittstelle 1221 ist in einer Draufsicht
auf die Längsachse LA auch hier um 90° zur zweiten Einführschnittstelle 1222 versetzt.
Die beiden ersten Anschlagflächen 1221a und 1221b werden auch hier durch die Kantenbereiche
123b der beiden Einführplatten 123 gebildet. Auch die Kantenbereiche 123b sind hier
bereichsweise gekrümmt ausgeführt. Sowohl die erste Einführschnittstelle 1221 als
auch die zweite Einführschnittstelle 1222 weisen hier zumindest eine den Befestigungsbereich
12 komplett durchdringende Sicherungsausnehmung 12211 auf. In jeder der beiden Einführplatten
123 ist in dieser Ausführungsform ein Einfädelbereich 123c eingebracht. Dieser Einfädelbereich
123c ist dazu vorgesehen, das Einführen eines Absteckelements 33 in die Sicherungsausnehmung
12211 der zweiten Einführschnittstelle 1222 zu erleichtern. In der in der Mitte dargestellten
Draufsicht b) ist der Einfädelbereich 123c halbkreisförmig aus der Einführplatte 123
ausgenommen. In der Seitenansicht a) und der perspektivischen Ansicht c) ist zu erkennen,
dass diese Formgebung wie eine Fase oder Einführschräge um die Sicherungsausnehmung
12211 herum wirkt. In einer Draufsicht aus Richtung der Sicherungsausnehmung 12211
ist der Einfädelbereich 123c koaxial zur Mittelachse der Sicherungsausnehmung 12211
angeordnet. Darüber hinaus kann der Einfädelbereich 123c, der eine Hinterschneidung
in der Einführplatte 123 darstellt, zusätzlich zur formschlüssigen Verbindung mit
einem Gerüstelement des zweiten Gerüstsystems 3 verwendet werden. In der in Fig. 3
dargestellten zweiten Ausführungsform sind die erste Auflagefläche 121a und die zweite
Auflagefläche 121b beide an der Deckplatte 1211 des Anschlags 121 angeordnet. Beide
Auflageflächen 121a und 121b befinden sich somit hier in der gleichen Ebene. Auch
in der zweiten Ausführungsform unterscheiden sich die Abstände zwischen den beiden
ersten Anschlagflächen 1221a und 1221b und den beiden zweiten Anschlagflächen 1222a
und 1222b.
[0057] In den folgenden Zeichnungen sind jeweils Gerüstabschnitte 100 zu sehen. In den Gerüstabschnitt
en 100 in Fig. 4 und 5 ist jeweils die erste Ausführungsform eines Verbindungsbauteils
1 aus Fig. 2 verbaut, in den Fig. 6 bis 9 ist jeweils die zweite Ausführungsform eines
Verbindungsbauteils 2 aus Fig. 3 verbaut.
[0058] Fig. 4 zeigt eine perspektivische Darstellung einer ersten Ausführungsform eines
Gerüstabschnittes 100 gemäß der Erfindung. Fig. 4 entspricht einem Teilbereich des
Gerüstabschnittes 100 aus Fig. 1. In der Darstellungen etwa in der Mitte ist ein Verbindungsbauteil
1 nach der ersten Ausführungsform zu sehen. Der erste Verbindungsbereich 11 ist mit
einem Gerüstelement des ersten Gerüstsystems 2 verbunden. Der zweite Verbindungsbereich
13 ist ebenfalls mit einem Gerüstelement des ersten Gerüstsystems 2 verbunden. Der
Befestigungsbereich 12 ist dagegen mit einem Gerüstelement des zweiten Gerüstsystems
3 verbunden. Zu Details, welche in Fig. 4 und 5 von Gerüstelementen des zweiten Gerüstsystems
3 verdeckt sind, sei auf Fig. 2 und die dazugehörige Beschreibung verwiesen.
[0059] Der nach oben weisende erste Verbindungsbereich 11 ist über ein Adapterstück 211
mit einem Vertikalstiel 21 des ersten Gerüstsystems 2 verbunden. Das Adapterstück
211 umfasst dabei einen vorstehenden Bereich, welcher in die Aufnahme 1111 des ersten
Verbindungsbereiches 11 eingeführt ist. Eine Schulter des Adapterstücks 211 liegt
auf der oberen Stirnfläche des ersten Verbindungsbereiches 11 auf. Das Adapterstück
211 weist zusätzlich einen weiteren, nach oben weisenden, vorstehenden Bereich auf,
welcher in das untere Ende des Vertikalstiels 21 eingeführt ist. Auch auf der zum
Vertikalstiel 21 weisenden Seite ist am Adapterstück 211 eine Schulter angeordnet,
auf welcher die Stirnseite des Vertikalstiel 21 aufliegt. Eine Kraftübertragung in
vertikale Richtung erfolgt in der dargestellten Ausführungsform somit dadurch, dass
vom Vertikalstiel 21 Kräfte über die zwei Schultern des Adapterstückes 211 auf den
Verbindungsbereich 11 übertragen werden. Alternativ ist es möglich, am Vertikalstiel
21 direkt einen vorstehenden Bereich anzuordnen, welcher dann in die Aufnahme 1111
eingeführt wird. Durch die sichtbare Höhe des Adapterstückes 211 kann zusätzlich eine
Einstellung der wirksamen Gesamtlänge des Verbindungsbauteils 1 vorgenommen werden,
wodurch in einfacher Weise das Verbindungsbauteil 1 an das Rastermaß unterschiedlicher
erster Gerüstsysteme 2 angepasst werden kann. Am zweiten unten angeordneten Verbindungsbereich
13 ist ebenfalls ein Vertikalstiel 21 angeschlossen. Auch hier wird zur Verbindung
ein Adapterstück 211 verwendet. Das beim zweiten Verbindungsbereich 13 eingesetzte
Adapterstück weist jedoch keine Schultern wie das beim ersten Verbindungsbereich 11
eingesetzte Adapterstück 211 auf. Das unten eingesetzte Adapterstück 211 wird sowohl
in die Aufnahme 131 im zweiten Verbindungsbereich als auch in das Innere des Vertikalstiels
21 eingeführt. Das untere Adapterstück 211 richtet die beiden Bauteile lediglich zueinander
aus, so dass deren Stirnflächen direkt aufeinander aufliegen. Kräfte in vertikaler
Richtung werden somit unten direkt zwischen den Stirnflächen der Bauteile übertragen.
In der Abbildung ist ein kleiner Spalt eingezeichnet, um das Adapterstück sichtbar
zu machen. Im Einsatzfall ist diese Spalt nicht zu sehen. Das zweite Gerüstsystem
3 wird hier durch einen Horizontalträger 31 repräsentiert. Üblicherweise umfasst das
zweite Gerüstsysteme weitere Gerüstelemente, die hier nicht dargestellt sind. Der
Horizontalträger 31 umfasst zwei voneinander beabstandete, parallel zueinander ausgerichtete
Trägerschienen 31a und 31b. Die beiden Trägerschienen 31a und 31b weisen hier einen
C-förmigen Querschnitt auf und sind so zueinander orientiert, dass die langen Seiten
des C einander gegenüber liegen. Die beiden Trägerschienen 31a und 31b sind durch
zumindest zwei nicht dargestellte Abstandshalter 34 zueinander positioniert, welche
zwischen den beiden Trägerschienen 31a und 31b angeordnet sind. Die beiden Trägerschienen
31a und 31b weisen mehrere Ausnehmungen auf, an denen andere Elemente mit dem Horizontalträger
31 verbunden werden können. Sichtbar ist eine nach vorne weisende Aufnahmeausnehmung
32 welche beide Trägerschienen 31a und 31b durchdringt und hier einen kreisrunden
Querschnitt hat. In der dargestellten Ausführungsform in Fig. 4 ist das Verbindungsbauteil
1 über dessen erste Einführschnittstelle 1221 mit dem Horizontalträger 31 verbunden.
Zur Herstellung der Verbindung wird der Einführbereich 122 zwischen die beiden Trägerschienen
31a und 31b eingeführt, solange bis die erste Auflagefläche 121a oben auf beiden Trägerschienen
31a und 31b anschlägt und aufliegt. Dieses Anschlagen kennzeichnet die korrekte Position
von Verbindungsbauteil 1 zum Horizontalträger 31. Im eingebrachten Zustand liegen
die beiden ersten Anschlagflächen 1221a und 1221b jeweils an einer nach innen gerichteten
Wand einer der Trägerschienen 31a und 31b an. Somit besteht insgesamt eine große Auflagefläche
zwischen Verbindungsbauteil 1 und Horizontalträger 31, wodurch eine gute Kraft- und
Momentenübertragung zwischen beiden Bauteilen ermöglicht wird. In der dargestellten
Position fluchtet eine Sicherungsausnehmung 12211 des Verbindungsbauteils 1 mit einer
Aufnahmeausnehmung 32 des Horizontalträgers 31, so dass die beiden Bauteile über ein
Absteckelement 33 miteinander formschlüssig verbunden werden können. Ein solches Absteckelement
33 ist in Fig. 4 vereinfacht als zylindrischer Bolzen dargestellt. Wie in Fig. 4 zu
sehen ist, ragt der Anschlag 121 und der Einführbereich 122 nirgendwo in Querrichtung
über den Horizontalträger 31 vor. Dadurch wird das Anbringen weiterer Gerüstelemente
an dem Horizontalträger 31 nicht behindert und die Verletzungsgefahr für Personen
reduziert.
[0060] Fig. 5 zeigt eine perspektivische Darstellung einer zweiten Ausführungsform eines
Gerüstabschnittes 100 gemäß der Erfindung. Soweit nicht anders beschrieben, entspricht
die zweite Ausführungsform der in Fig. 4 gezeigten und dazu beschriebenen Ausführungsform.
Die zweite Ausführungsform in Fig. 5 umfasst einen größer dimensionierten Horizontalträger
31 eines zweiten Gerüstsystems 3, welcher mit dem Verbindungsbauteil 1 verbunden ist.
Auch dieser Horizontalträger 31 umfasst zwei Trägerschienen 31a und 31b, die jedoch
größer als in Fig. 4 ausgeführt sind und auch in einem größeren Abstand zueinander
angeordnet sind. Aus diesem Grund ist das Verbindungsbauteil 1, welches das gleiche
Verbindungsbauteil 1 wie in Fig. 4 ist, in Fig. 5 über die zweite Einführschnittstelle
1222 mit dem Horizontalträger 31 verbunden. Daher liegen die beiden zweiten Anschlagflächen
1222a und 1222b innen an den nach innen gewandten Oberflächen der beiden Trägerschienen
31a und 31b an. Die zweite Auflagefläche 121b, welche unten an der Deckplatte 1211
angeordnet ist, liegt hier auf den nach oben gewandten Oberflächen der beiden Trägerschienen
31a und 31b auf. In Fig. 5 sind die zweiten Einführschnittstellen 1222 und die beiden
Trägerschienen 31a und 31b so zueinander positioniert, dass die Sicherungsausnehmung
12211 im Einführbereich 122 zu einer Aufnahmeausnehmung 32 im Horizontalträger 31
fluchtet. Somit ist auch in diesem Fall ein Abstecken der verbundenen Bauteile durch
ein Absteckelement 33 möglich. Im direkten Vergleich zwischen Fig. 4 und Fig. 5 ist
gut zu erkennen, dass das Verbindungsbauteil 1 durch eine einfache Drehung um seine
Längsachse um 90° mit zwei unterschiedlich dimensionierten Horizontalträgern 31 verbunden
werden kann. Das Verbindungsbauteil 1 ist somit flexibel handzuhaben und gewährleist
trotzdem eine stabile, sichere und ergonomische Verbindung mit unterschiedlichen Horizontalträgern
31 eines zweiten Gerüstsystems 3.
[0061] In den Fig. 6, 7, 8 und 9 sind jeweils Gerüstabschnitte 100 dargestellt, welche jeweils
ein Verbindungsbauteil 1 nach einer der in Fig. 3 einzeln dargestellten, zweiten Ausführungsform
umfassen. Der Einfachheit halber sind in diesen Gerüstabschnitten 100 die angeschlossenen
Gerüstelemente des ersten Gerüstsystems 2, welche mit dem ersten Verbindungsbereich
11 und/oder einem zweiten Verbindungsbereich 13 verbunden sind, nicht dargestellt.
In den Fig. 6, 7, 8 und 9 ist die Verbindung des Befestigungsbereiches 12 mit einem
Horizontalträger 31 dargestellt. Für in diesen Ansichten verdeckte und daher nicht
dargestellte Elemente sei auf Fig. 3 und die dazugehörige Beschreibung verwiesen.
[0062] Fig. 6 zeigt eine Seitenansicht einer dritten Ausführungsform eines Gerüstabschnittes
100 gemäß der Erfindung. In Fig. 6 ist eine Seitenansicht zu sehen, in der ein Verbindungsbauteil
1 über dessen zweite Einführschnittstelle 1222 mit einem Horizontalträger 31 verbunden
ist. Der Horizontalträger 31 weist auch hier zwei beabstandet zueinander angeordnete
Trägerschienen 31a und 31b auf. In Fig. 6 sind zwei übereinander angeordnete Abstandshalter
34 zu sehen, welche die beiden Trägerschienen 31a und 31b miteinander verbinden und
deren Abstand zueinander einstellen. Im dargestellten Zustand liegen die beiden zweiten
Anschlagflächen 1222a und 1222b innen an den Wänden der beiden Trägerschienen 31a
und 31b an. Zudem liegt die erste Auflagefläche 121a des Anschlags 121 oben auf dem
Horizontalträger 31 auf.
[0063] Fig. 7 zeigt eine perspektivische Ansicht des Gerüstabschnittes 100 aus Fig. 6. In
dieser perspektivischen Ansicht ist zu erkennen, dass die beiden Abstandshalter 34
in Längsrichtung versetzt zum Verbindungsbauteil 1 angeordnet sind. In der perspektivische
Ansicht sind mehrere Aufnahmeausnehmung 32 zu erkennen, welche in Längsrichtung des
Horizontalträgers 31 beabstandet zueinander angeordnet sind. Eine Verbindung des Verbindungsbauteils
1 und dem Horizontalträger 31 durch Abstecken mit einem Absteckelement 33 kann an
jeder der Positionen erfolgen, an der eine Aufnahmeausnehmung 32 vorgesehen ist.
[0064] Fig. 8 zeigt eine Seitenansicht einer vierten Ausführungsform eines Gerüstabschnittes
100 gemäß der Erfindung. Fig. 8 entspricht, soweit nicht anders beschrieben, der Ausführungsform
in Fig. 6. Im unterschied zu der Ausführungsform in Fig. 6 ist in Fig. 8 der Horizontalträger
31 kleiner dimensioniert und der Abstand zwischen den beiden Trägerschienen 31a und
31b ist kleiner als in Fig. 6. Daher ist das Verbindungsbauteil 1 in Fig. 8 über die
erste Einführschnittstelle 1221 mit dem Horizontalträger 31 verbunden. Dazu liegen
die beiden ersten Anschlagflächen 1221a und 1221b innen an den einander gegenüberliegenden
Wänden der Trägerschienen 31a und 31b an. Die erste Auflagefläche 121a des Anschlags
121 liegt oben auf den beiden Trägerschienen 31a und 31b auf.
[0065] Fig. 9 zeigt eine perspektivische Ansicht des Gerüstabschnittes 100 aus Fig. 9. Im
direkten Vergleich zu Fig. 7 ist hier zu erkennen, dass das Verbindungsbauteil 1 zur
Anpassung an den unterschiedlichen Abstand zwischen den Trägerschienen 31a und 31b
hier einfach um 90° um seine Längsachse LA gedreht wurde. Auch bei den Gerüstabschnitten
100, in denen ein Verbindungsbauteil 1 nach der zweiten Ausführungsform eingesetzt
wird, steht kein Teil des Befestigungsbereiches 12 in Querrichtung über den Horizontalträger
31 vor. Das Verbindungsbauteil 1 und der Horizontalträger 31 können auch in der in
Fig. 8 und 9 dargestellten Ausführungsform mithilfe eines Absteckelementes 33 miteinander
zusätzlich formschlüssig verbunden werden, in dem das Absteckelement 33 in die Sicherungsausnehmung
12211 und eine dazu fluchtend angeordnete Aufnahmeausnehmung 32 eingeschoben wird.
Bezugszeichenliste:
[0066]
- 1
- Verbindungsbauteil
- 11
- Verbindungsbereich
- 111
- Schaft
- 1111
- Aufnahme
- 1111a
- Stirnöffnung
- 12
- Befestigungsbereich
- 121
- Anschlag
- 121a
- erste Auflagefläche
- 121b
- zweite Auflagefläche
- 1211
- Deckplatte
- 122
- Einführbereich
- 1221
- erste Einführschittstelle
- 1221a
- Ansschlagfläche
- 1221b
- Ansschlagfläche
- 12211
- Sicherungsausnehmung
- 1222
- zweite Einführschittstelle
- 1222a
- Ansschlagfläche
- 1222b
- Ansschlagfläche
- 123
- Einführplatte
- 123a
- Anbringungsfläche
- 123b
- Kantenbereich
- 123c
- Einfädelbereich
- 13
- zweiter Verbindungsbereich
- 131
- Aufnahme
- 131a
- Stirnöffnung
- 132
- Schaft
- 14
- Abstecköffnung
- 15
- Verbindungsscheibe
- 151
- Verbindungsfläche
- 152
- Verbindungsausnehmung
- 2
- erstes Gerüstsystem
- 21
- Vertikalstiel
- 211
- Adapterstück
- 3
- zweites Gerüstsystem
- 31
- Horizontalträger
- 31a
- Trägerschiene
- 31b
- Trägerschiene
- 32
- Aufnahmeausnehmung
- 33
- Absteckelement
- LA
- Längsachse
1. Verbindungsbauteil (1) zur Verbindung von unterschiedlichen Gerüstsystemen (2, 3),
umfassend
zumindest einen ersten Verbindungsbereich (11), welcher zur Verbindung mit einem ersten
Gerüstsystem (2) vorgesehen ist und welcher einen Schaft (111) aufweist, welcher sich
entlang einer Längsachse (LA) erstreckt, und
einen Befestigungsbereich (12), welcher zur Verbindung mit einem zweiten Gerüstsystem
(3) vorgesehen ist,
wobei der erste Verbindungsbereich (11) und der Befestigungsbereich (12) in Richtung
der Längsachse (LA) angrenzend aneinander angeordnet sind und der erste Verbindungsbereich
(11) zumindest auf seiner vom Befestigungsbereich (12) weg weisenden Seite in seinem
Inneren im Schaft (111) eine Aufnahme (1111) aufweist, die sich in Richtung der Längsachse
(LA) erstreckt,
und wobei der Befestigungsbereich (12) angrenzend an den ersten Verbindungsbereich
(11) einen Anschlag (121) aufweist, welcher sich in einer im Wesentlichen senkrechten
Richtung zur Längsachse (LA) erstreckt und der Anschlag (121) in der Richtung im Wesentlichen
senkrecht zur Längsachse (LA) die längste Abmessung des Befestigungsbereiches (12)
aufweist,
und der Befestigungsbereich (12) weiterhin einen sich in der Richtung der Längsachse
(LA) erstreckenden Einführbereich (122) aufweist, der in Richtung der Längsachse (LA)
auf der dem ersten Verbindungsbereich (11) abgewandten Seite des Anschlags (121) an
diesen angrenzt,
wobei der Einführbereich (122) zumindest eine erste Einführschnittstelle (1221) aufweist,
welche zwei parallel zueinander und/oder symmetrisch zur Längsachse (LA) orientierte
erste Ansschlagflächen (1221a, 1221b) umfasst, welche in radialer Richtung zur Längsachse
(LA) auf Außenseiten des Einführbereiches (122) angeordnet und parallel zur Längsachse
(LA) orientiert sind und die erste Einführschnittstelle (1221) zumindest eine den
gesamten Einführbereich (122) durchdringende Sicherungsausnehmung (12211) umfasst,
welche sich im Wesentlichen rechtwinklig zu den beiden ersten Ansschlagflächen (1221a,
1221b) erstreckt,
wobei der Anschlag (121) in einer ersten Richtung radial zur Längsachse (LA), welche
die längste Abmessung des Befestigungsbereiches (12) radial zur Längsachse (LA) aufweist,
weiter über die Längsachse (LA) vorsteht, als in einer zweiten Richtung radial zur
Längsachse und im Wesentlichen senkrecht zur ersten Richtung.
2. Verbindungsbauteil (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungsbauteil (1) weiterhin einen zweiten Verbindungsbereich (13) aufweist,
welcher zur Verbindung mit einem ersten Gerüstsystem (2) vorgesehen ist und der zweite
Verbindungsbereich (13) in Richtung der Längsachse (LA) auf der dem ersten Verbindungsbereich
(11) gegenüberliegenden Seite des Anschlags (121) angeordnet ist, wobei der zweite
Verbindungsbereich (13) eine Aufnahme (131) aufweist, welche sich entlang der Längsachse
(LA) erstreckt, wobei der senkrecht zur Längsachse (LA) orientierte Innenquerschnitt
der Aufnahme (131) eine Form aufweist, welcher im Wesentlichen identisch zu der Form
des Innenquerschnittes der Aufnahme (1111) des ersten Verbindungsbereiches (11) in
einer Ebene senkrecht zur Längsachse (LA) ist.
3. Verbindungsbauteil (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Einführbereich (122) des Befestigungsbereiches (12) weiterhin eine zweite Einführschnittstelle
(1222) aufweist, welche zwei parallel zueinander und/oder symmetrisch zur Längsachse
(LA) orientierte orientierte zweite Ansschlagflächen (1222a, 1222b) umfasst, welche
in radialer Richtung zur Längsachse (LA) auf Außenseiten des Einführbereiches (122)
angeordnet und parallel zur Längsachse (LA) orientiert sind und die zweite Einführschnittstelle
(1222) zumindest eine den gesamten Einführbereich (122) durchdringende Sicherungsausnehmung
(12221) umfasst, welche sich im Wesentlichen rechtwinklig zu den beiden zweiten Ansschlagflächen
(1222a, 1222b) erstreckt und die beiden zweiten Ansschlagflächen (1222a, 1222b) in
einem Winkel, insbesondere in einem rechten Winkel, zu den beiden ersten Ansschlagflächen
(1221a, 1221b) orientiert sind.
4. Verbindungsbauteil (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Verbindungsbereich (11) und/oder der zweite Verbindungsbereich (13) zumindest
eine Abstecköffnung (14) aufweist, welche sich radial zur Längsachse (LA) erstreckt
und welche den gesamten ersten Verbindungsbereich (11) und/oder den gesamten zweiten
Verbindungsbereich (13) durchdringt.
5. Verbindungsbauteil (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlag (121) des Befestigungsbereichs (12) in radialer Richtung zur Längsachse
(LA) über den ersten Verbindungsbereich (11) vorsteht.
6. Verbindungsbauteil (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlag (121) aus mehreren Bauteilen zusammengesetzt ist und bereichsweise aus
einer im Wesentlichen rechtwinklig zur Längsachse (LA) orientierten Deckplatte (1211)
und bereichsweise durch einen Teilbereich zumindest einer parallel zur Längsachse
(LA) orientierten Einführplatte (123) besteht, wobei die Einführplatte (123) weiterhin
zumindest eine der ersten Ansschlagflächen (1221a, 1221b) bereitstellt.
7. Verbindungsbauteil (1) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlag (121) eine im Wesentlichen rechtwinklig zur Längsachse (LA) orientierte,
plane erste Auflagefläche (121a) aufweist, welche in radialer Richtung zur Längsachse
(LA) über die beiden ersten Ansschlagflächen (1221a, 1221b) vorsteht und die Einführplatte
(123) eine Anbringungsfläche (123a) aufweist, welche im Wesentlichen rechtwinklig
zu einer Normalen auf die Längsachse (LA) orientiert ist und einen rechtwinklig zur
Anbringungsfläche (123a) orientierten, die Einführplatte (123) umlaufenden Kantenbereich
(123b) aufweist und Teilbereiche der beiden ersten Ansschlagflächen (1221a, 1221b)
an einander gegenüberliegenden Teilbereichen des Kantenbereichs (123b) angeordnet
sind.
8. Verbindungsbauteil (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Einführplatten (123) vorgesehen sind und Teile der Kantenbereiche (123b) beider
Einführplatten (123) gemeinsam die erste Auflagefläche (121a) und die beiden ersten
Ansschlagflächen (1221a, 1221b) bilden.
9. Verbindungsbauteil (1) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Auflagefläche (121a) und die beiden ersten Ansschlagflächen (1221a, 1221b)
benachbart zueinander angeordnet sind und/oder direkt aneinander angrenzen.
10. Verbindungsbauteil (1) nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Einführbereich (122) des Befestigungsbereiches (12) eine zweite Einführschnittstelle
(1222) aufweist, deren zweite Ansschlagflächen (1222a, 1222b) jeweils an einer Einführplatte
(123) angeordnet sind, wobei die Ansschlagflächen (1222a, 1222b) durch Außenflächen
gebildet sind, welche parallel zu jeweils einer Anbringungsfläche (123a) orientiert
sind.
11. Verbindungsbauteil (1) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlag (121) eine im Wesentlichen rechtwinklig zur Längsachse (LA) orientierte,
plane zweite Auflagefläche (121b) aufweist, welche in radialer Richtung zur Längsachse
(LA) über die beiden zweiten Ansschlagflächen (1222a, 1222b) vorsteht, wobei die zweite
Auflagefläche (121b) durch eine Oberfläche der Deckplatte (1211) gebildet wird und
die zweite Auflagefläche (121b) an die beiden zweiten Ansschlagflächen (1222a, 1222b)
angrenzt.
12. Verbindungsbauteil (1) nach einem der Ansprüche 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand zwischen den beiden ersten Ansschlagflächen (1221a, 1221b) sich vom Abstand
zwischen den beiden zweiten Ansschlagflächen (1222a, 1222b) unterscheidet.
13. Gerüstabschnitt (100) zur Verbindung von unterschiedlichen Gerüstsystemen (2, 3),
umfassend
- zumindest ein Verbindungsbauteil (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
- zumindest ein Gerüstelement eines ersten Gerüstsystems (2) welches formschlüssig
mit dem ersten Verbindungsbereich (11) und/oder dem zweiten Verbindungsbereich (13)
des Verbindungsbauteils (1) verbunden ist,
- und zumindest ein Gerüstelement eines zweiten Gerüstsystems (3), welches formschlüssig
mit dem Befestigungsbereich (12) des Verbindungsbauteils (1) verbunden ist, wobei
sich das erste Gerüstsystem (2) und das zweite Gerüstsystem (3) voneinander unterscheiden.
14. Gerüstabschnitt (100) nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Gerüstelement des ersten Gerüstsystems (2) durch einen Vertikalstiel (21) eines
Rahmen- oder Systemgerüstes gebildet ist und das Gerüstelement des zweiten Gerüstsystems
(3) durch einen Horizontalträger (31) gebildet ist, wobei der Horizontalträger (31)
zwei voneinander beabstandete, parallel zueinander ausgerichtete Trägerschienen (31a,
31b) umfasst wobei der Vertikalstiel (21) in die Aufnahme (1111) des ersten Verbindungsbereiches
(11) oder die Aufnahme (131) des zweiten Verbindungsbereiches (13) eingesteckt ist
und der Einführbereich (122) des Verbindungsbauteils (1) zwischen den Trägerschienen
(31a, 31b) des Horizontalträgers (31) angeordnet ist und die beiden ersten Ansschlagflächen
(1221a, 1221b) oder die beiden zweiten Ansschlagflächen (1222a, 1222b) des Einführbereiches
(122) an Innenflächen der Trägerschienen (31a, 31b) anliegen.
15. Gerüstabschnitt (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Gesamtlänge des Verbindungsbauteils (1) einem Rastermaß des ersten Gerüstsystems
(2) entspricht und/oder der Abstand zwischen den beiden parallelen ersten Ansschlagflächen
(1221a, 1221b) und/oder den beiden parallelen zweiten Ansschlagflächen (1222a, 1222b)
einem Rastermaß des zweiten Gerüstsystems (3) entspricht.