Die Erfindung betrifft eine Schließvorrichtung einer Kühlraumtür
[0001]
- mit einer Falle
- mit einem Schließblech, in welches die Falle eingreift,
- einem Ausrückteil, mittels dessen die Falle aus dem Schließblech ausrückbar ist,
- mit einer Betätigungshandhabe, mittels derer das Ausrückteil ansteuerbar ist und die
gleichfalls als Türgriff dient,
- mit einem Halteblock, in welchem die Betätigungshandhabe beweglich gelagert ist und
die zur Anordnung der Betätigungshandhabe an einer Kühlraumtür dient, und
- mit einem Schließzylinder, der die Betätigungshandhabe arretiert.
[0002] Kühlräume sind mit einer Öffnung in der Kühlraumwand versehen, die durch eine Tür
verschließbar ist. Diese Türen schwenken aus Sicherheitsgründen nach außen auf. Der
Schließmechanismus solcher Türen besteht aus einer Falle, die in ein Schließblech
eingreift beziehungsweise das Schließblech hintergreift, wobei der auf der Türaußenseite
angeordnete Türgriff die im Schließblech sitzende Falle entriegelnd löst, um die Tür
zu öffnen. Mittels eines Schlosses lässt sich die Betätigungsbewegung des Türgriffs
zum Lösen der Falle aus dem Schließblech blockieren, sodass ein Öffnen der Tür verhindert
wird.
[0003] Auf der Türinnenseite fehlt es in der Regel an einem Türgriff im klassischen Sinne,
mit welchem die Tür von innen zugezogen werden kann. Stattdessen ist auf der Türinnenseite
eine Notentriegelungsvorrichtung vorhanden, mit welcher bei geschlossener Tür von
der Türinnenseite her die Falle vom Schließblech entriegelnd lösbar ist. Hierbei handelt
es sich ausnahmslos um auf Druck in Richtung Türaußenseite reagierende Entriegelungsgriffe,
bei denen die Druckbetätigung zum Lösen der Falle vom Schließblech gleichzeitig die
Türöffnungsbewegung induziert.
[0004] Aus der
EP 0 237 421 B1 ist eine Schließvorrichtung für eine Kühlraumtür bekannt, welcher auf der Innenseite
einen Druckknopf zur Entriegelung aufweist und an dessen Türaußenseite ein zum Lösen
der Falle vom Schließblech angeordneter Schwenkgriff vorgesehen ist. Falle und Schließblech
befinden sich hier außen. Aus dem druckschriftlich nicht belegbaren Stand der Technik
sind Lösungen bekannt, bei denen Falle und Schließblech türinnenseitig im Kühlraum
befindlich sind.
[0005] Es wird als wesentlicher Nachteil angesehen, dass die Schwenkbewegung des Türgriffs
zum Lösen der Verriegelung von außen der Schwenkbewegung der Kühlraumtür selbst entgegengerichtet
ist. Die um eine türbandseitige Schwenkachse schwenkbare Kühlraumtür erfordert zum
Entriegeln von Türfalle und Schließblech eine entgegengesetzte, vom Türband wegschwenkende
Öffnungsbewegung.
[0006] Diese zur Türöffnungsrichtung gegensinnige Entriegelbewegung wird als unergonomisch
empfunden. Es ist deshalb Aufgabe der Erfindung, einen ergonomisch günstigen und vereinfachten
Schließmechanismus für eine Kühlraumtür zu schaffen.
[0007] Gelöst wird die Aufgabe der Erfindung von einem Schließmechanismus mit den Merkmalen
des Anspruchs 1, insbesondere mit dessen kennzeichnenden Merkmalen, wonach die Betätigungshandhabe
in Form des außenliegenden Türgriffs ausschließlich linearbeweglich im Halteblock
gelagert ist und dass die Betätigungshandhabe den Schließzylinder trägt.
[0008] Der wesentliche Vorteil der Erfindung liegt darin, dass die Betätigungshandhabe -
also bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der außenseitige Türgriff - nun nicht
mehr entgegen der Türöffnungsbewegung geschwenkt wird. Stattdessen wird die Falle
ausschließlich durch eine Linearbewegung der Betätigungshandhabe, insbesondere durch
eine lineare Zugbewegung vom Schließblech gelöst. Diese Zugbewegung entspricht der
Ergonomie des Türöffnens, da eine die Tür öffnende Person in aller Regel einen orthogonal
zum Türblatt gerichteten Kraftvektor zum Öffnen einer Tür erzeugt und der hierdurch
entstehende Schwung die Tür dann entlang ihrer Schwenkachse öffnen lässt. Die aus
Ergonomiesicht widersinnige Bewegung der Betätigungshandhabe entgegen der Türöffnungsrichtung
unterbleibt.
[0009] Es ist vorgesehen, dass der Halteblock einen Tubus trägt und die Betätigungshandhabe
ebenfalls mit einem Tubus versehen ist, wobei beide Tuben teleskopähnlich ineinandergreifen,
und die ineinandergreifenden Tuben ein Führungslager bilden, welches die Linearbewegung
der Betätigungshandhabe stabilisiert.
[0010] Bei dieser Ausführungsform lässt sich das Sperren der Türöffnung besonderes einfach
realisieren, indem der halteblockseitige Tubus eine Schließausnehmung für den Schließbart
des Schließzylinders aufweist, in welche der Schließbart die Linearbewegung der Betätigungshandhabe
blockierend einzugreifen in der Lage ist.
[0011] Die Betätigungshandhabe ist an der Türaußenseite anzuordnen, an der Türinnenseite
sieht auch der erfindungsgemäße Schließmechanismus eine Einrichtung zur Notentriegelung
vor. Hierzu ist vorgesehen, dass eine Druckhandhabe mit dem Ausrückelement bewegungsgekoppelt
ist, wobei die Druckhandhabe alternativ zur Betätigungshandhabe auf das Ausrückelement
wirkt, wobei die Druckhandhabe lediglich linearbeweglich ist.
Bei einer konkreten Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Betätigungshandhabe eine
Zugstange aufweist, die mit dem
[0012] Ausrückelement bewegungsgekoppelt ist und dass die Druckhandhabe in Achsverlängerung
der Zugstange angeordnet ist, wobei die Achse der Linearbewegung von Betätigungshandhabe,
Zugstange und Druckhandhabe zusammenfällt.
[0013] Diese Konstruktion vereinfacht den Schließmechanismus wesentlich. Dafür ist insbesondere
vorgesehen, dass die Bewegungskopplung zwischen Zugstange und Ausrückelement bei einer
Betätigung der Druckhandhabe aufgehoben ist, insbesondere indem das Ausrückelement
in Richtung der Betätigungshandhabe relativbeweglich auf der Zugstange gelagert ist.
[0014] Besonders bevorzugt ist es, wenn das Ausrückelement ein Bestandteil der Druckhandhabe
ist.
[0015] Die Erfindung betrifft auch eine Kühlraumtür mit einer Schließvorrichtung, wobei
die Betätigungshandhabe auf einer in Türöffnungsrichtung vorn liegenden Türaußenseite
angeordnet ist und die Druckhandhabe auf einer Türinnenseite angeordnet ist, wobei
die Zugstange das Türblatt durchsetzt.
[0016] Dabei sieht die Erfindung in der Regel vor, dass die Falle und das Schließblech türinnenseitig
angeordnet sind.
[0017] Ein besseres Verständnis der Erfindung sowie weitere Vorteile ergeben sich aus der
nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels. Es zeigen:
- Fig. 1:
- die erfindungsgemäße Schließvorrichtung in Ansicht auf die Betätigungshandhabe als
Teil einer Kühlraumtür,
- Fig. 2:
- eine Schnittdarstellung der Schließvorrichtung nach Fig. 1 entsprechend der Schnittlinie
B-B,
- Fig. 3:
- eine Schnittdarstellung der Schließvorrichtung nach Fig. 1 entsprechend der Schnittlinie
C-C,
- Fig. 4:
- eine vereinfachte Explosionsdarstellung der Schließvorrichtung nach Fig. 1.
[0018] In den Figuren ist eine erfindungsgemäße Schließvorrichtung insgesamt mit der Bezugsziffer
10 versehen.
[0019] Die Schließvorrichtung 10 ist in Fig. 4 zunächst in Form einer schematisch gehaltenen
Explosionsdarstellung als Teil eines Türblattes 11 gezeigt, von welchem lediglich
ein Ausschnitt dargestellt ist. Fig. 4 zeigt darüber hinaus einen Teilabschnitt eines
Türrahmens.
[0020] Auf der Türaußenseite ist zunächst die Betätigungshandhabe 13 der Schließvorrichtung
10 in Form eines Türgriffs gezeigt, an deren dem Türblatt 11 zugewandten Seite ein
Außentubus 14 angeordnet ist. Eine Deckrosette 15 überfängt den auf der Außenseite
A des Türblatts 11 befindlichen Befestigungskragen 16 eines Halteblocks 17, der jedoch
in Fig. 4 nicht sichtbar ist.
[0021] Auf der Türinnenseite I ist die Druckhandhabe 18 angeordnet, die das innenseitige
Notentriegelungssystem bildet. Sie umfasst zunächst einen auf der Türinnenseite I
befestigten Haltetopf 19, in welchem der Drucktaster 20 linear verschieblich gelagert
ist. Der Haltetopf 19 nimmt darüber hinaus die Falle 21 auf, welche mit einem Schließblech
22 kooperiert, das am Türrahmen 12 befestigt ist. Eine Zugstange 23 koppelt den Türgriff
13 mit der im Haltegriff 19 angeordneten Riegelmechanik. Fig. 2 zeigt nunmehr die
Schließvorrichtung 10 gemäß Schnittlinie B-B in Fig.1.
[0022] Auf der Türaußenseite A ist zunächst der Halteblock 17 mittels in seinen Befestigungskragen
16 eingreifenden Schrauben 24 festgelegt, wobei die Deckrosette 15 eine optisch ansprechende
Abdeckung des Befestigungskragens 16 bildet.
[0023] Der Halteblock 17 verfügt über einen Innentubus 25, in welchem zunächst das außenliegende
Ende der Zugstange 23 gelagert ist.
[0024] Die Zugstange 23 trägt an ihrem außenliegenden Ende einen Koppelsteg 26, welcher
am Türgriff 13 schraubbefestigt ist. Hierzu dienen die in Fig. 3 dargestellten Schraubbolzen
27, die im vorliegenden Ausführungsbeispiel in die Deckkappe 28 eingreifen. Eine hiervon
abweichende bewegungsgekoppelte Verbindung zwischen dem Koppelsteg 26 bzw. der Zugstange
23 und dem Türgriff 13 ist jedoch alternativ möglich.
[0025] Der vom Halteblock 17 getragene, in Richtung Türgriff 13 weisende Innentubus 25 wird
vom Außentubus 14 des Türgriffs 13 aufgenommen. Die Tuben 14, 25 sind teleskopartig
zusammengesetzt, sodass der Innentubus 25 als Gleitlager für eine Linearbewegung des
Außentubus 14 und somit des Türgriffs 13 dient.
[0026] Die Deckkappe 28 des Türgriffs 13 trägt einen Schließzylinder 29, der mit seinem,
den Schließbart 30 tragenden Ende in den Innentubus 25 hineinragt. Der Schließbart
30 ist zu Schließausnehmungen 31 des Innentubus 25 ausgerichtet, sodass der Schließbart
30 bei verriegeltem Schließzylinder 29 in die Schließausnehmungen 31 eingreift und
so die Relativbeweglichkeit von Türgriff 13 zum Halteblock 17 aufhebt, also die lineare
Zugbewegung des Türgriffs 13 relativ zum Halteblock 17 blockiert. Fig. 2 zeigt auf
der Türinnenseite I die insgesamt mit der Bezugsziffer 18 versehene Druckhandhabe,
welche die kühlrauminnenseitige Notentriegelung 18 darstellt.
[0027] Der Haltetopf 19 der Druckhandhabe 18 ist ebenfalls mit Schrauben 24 am Türblatt
11 festgelegt und bildet einen Korb 32 aus, welcher eine zentrale Führungshülse 33
ausbildet, in der die Zugstange 23 linear beweglich gleitgelagert ist. Der Korb 32
nimmt darüber hinaus einen Gleitbecher 34 auf. Eine Schraubenfeder 35 ist zwischen
dem Korbboden 36 des Korbes 32 und dem Becherboden 37 des Gleitbechers 34 angeordnet
und von der Zugstange 23 durchsetzt. Der Gleitbecher 34 wird von Halteschrauben 38
am Herausrutschen aus dem Korb 32 gehindert, ist im Übrigen jedoch in Richtung Türaußenseite
A unter Aufbau einer Federspannung der Schraubenfeder 35 innerhalb des Korbes 32 verlagerbar.
[0028] Der Drucktaster 20 sitzt im Haltetopf 19 linear beweglich ein und trägt an seinem
innenliegenden Ende ein Ausrückteil 39, welches auf die Falle 21 wirkt. Das Ausrückteil
39 sitzt mit seinem türinnenseitigen Ende auf der Außenseite des Becherbodens 37 auf
und nimmt das türinnenseitige Ende der Zugstange 23 auf. Eine Koppelschraube 40 befestigt
den Drucktaster 20 an der Zugstange 23. Schließlich bildet der Drucktaster 20 einen
Bewegungsraum 42 für die Zugstange 23 und die mit ihr bewegungsverbundene Koppelschraube
40 aus, welcher von einer Verschlusskappe 41 optisch ansprechend abgedeckt ist.
[0029] Fig. 3, auf die oben schon kurz verwiesen wurde, zeigt nunmehr eine Schnittdarstellung
gemäß Schnittlinie C-C in Fig. 1. Die veränderte Schnittebene lässt die folgenden
Details deutlich werden, die aus Fig. 2 nicht hervorgehen. So ist zunächst auf die
Betätigungshandhabe/den Türgriff 13 zu verweisen, dessen Außentubus 14 einen Aufnahmeschlitz
43 ausbildet, in welchem der Innentubus 25 des Halteblocks 17 einsitzt, was die teleskopartige
Führung des Türgriffs 13 auf dem Halteblock 17 wesentlich verbessert.
[0030] Zu sehen ist darüber hinaus, wie die Falle 21 das am Türrahmen 12 befestigte Schließblech
22 hintergreift und so eine Öffnung der Tür nach außen A verhindert. Das Ausrückteil
39, welches in der bevorzugten Ausführungsform einstückig stoffschlüssiger Bestandteil
des Drucktasters 20 ist, bildet eine Schrägfläche 44 aus, die einer Gegenschräge 45
der Falle 21 gegenüberliegt und mit dieser eine Schrägflächenpaarung bildet. Die Falle
21 ist im Haltetopf 19 parallel zur Türinnenseite relativbeweglich gelagert und von
einem Fallenfederelement 46, hier in Form einer Schraubenfeder, in Schließstellung
druckbelastet. Das Fallenfederelement 46 ist im Haltetopf 19 angeordnet.
[0031] Anhand der Figuren 2 und 3 kann nunmehr die Funktion der Schließvorrichtung 10 erläutert
werden.
[0032] Bei einem Öffnen der Kühlraumtür 11 von der Türaußenseite A aus wird am Türgriff
13 gezogen, was zu einer Verlagerung des Türgriffes 13 weiter nach außen führt. Die
hierdurch hervorgerufene, rein lineare und durch die Tuben 14, 25 geführte Bewegung
führt zu einer gleichartigen Verlagerung der mit dem Türgriff 13 bewegungsgekoppelten
Zugstange 23, ebenfalls nach außen.
[0033] Da die Zugstange 23 mit ihrem innenseitigen Ende mit dem Drucktaster 20 zugbewegungsgekoppelt
verbunden ist, wird auch dieser in Richtung Türaußenseite A verlagert. Auch dieser
vollzieht eine rein lineare Bewegung. Hierbei drängt die Schrägfläche 44 die Gegenschräge
45 der Falle 21 aus der Bewegungsbahn des Ausrückteils 39, was eine rückziehende,
also öffnende bzw. lösenden Bewegung der Falle 21 zur Folge hat und deren Eingriff
in das Schließblech 22 löst. Nachdem die Falle 21 ausgerückt, also vom Schließblech
22 gelöst ist, führt ein weiterer Zug am Türgriff 13 zur Öffnung der Tür 11.
[0034] Es besteht also bei der Nutzung des Türgriffs 13 eine Bewegungskopplung zwischen
dem innenliegenden und das Ausrückteil 39 tragenden Drucktaster 20 und dem außenliegenden
Türgriff 13, hervorgerufen durch deren Verbindung mittels der Zugstange 23.
[0035] Es ist nunmehr leicht verständlich, dass ein Verschließen der Kühlraumtür 11 durch
Drehen des Schließzylinders 29 in seine Schließstellung und somit eine starre Kopplung
der Tuben 14 und 25 durch den in die Schließausnehmungen 31 eingreifenden Schließbart
30 eine Betätigung des Ausrückteils 39 verhindert und somit die Öffnung der Kühlraumtür
11 unterbindet.
[0036] Die Kühlraumtür 11 lässt sich durch die Druckhandhabe 18 bzw. die sogenannte Notentriegelung
18 jedoch jederzeit von innen öffnen. Eine Verlagerung des Drucktasters 20 durch verschieben
desselben in Richtung Türaußenseite A führt offensichtlich zu einem Ausrücken der
Gegenschrägfläche 45 aus der Bewegungsbahn des Drucktasters 20 durch die Schrägfläche
44 des Ausrückteils 39. Hierdurch wird die Falle 21 zurückgezogen und vom Schließblech
22 gelöst, was ein Öffnen der Tür ermöglicht. Die Bewegungskopplung zwischen dem Drucktaster
20 und der Zugstange 23 ist in diesem Anwendungsfall jedoch aufgehoben. Das innenliegende
Ende des Ausrückteils 39 wirkt lediglich auf den Becherboden 37 des Gleitbechers 34,
welcher in den Korb 32 hineingeschoben wird, wobei sich eine dieser Bewegung nach
außen A entgegen gerichtete Federspannung in der Schraubenfeder 35 aufbaut.
[0037] Die Zugstange 23, welche gleitbeweglich in dem Ausrückteil 39 gelagert ist, erfährt
jedoch keinen Bewegungsimpuls zur Türaußenseite A hin, da sie gemeinsam mit der Koppelschraube
40 in den Bewegungsraum 42 des Drucktasters 20 hinein verlagert wird.
[0038] Folglich kann die Tür 11 von der Innenseite her auch dann geöffnet werden, wenn aufgrund
des in Schließstellung befindlichen Schließzylinders 29 eine Verlagerung des Türgriffs
13 und der mit diesem starr gekoppelten Zugstange 23 unterbunden ist.
[0039] Die zwischen dem Korbboden 36 und dem Becherboden 37 angeordnete Schraubenfeder 35
wir bei einer Nutzung des Türgriffs 13 oder des Drucktasters 20 unter Aufbau von Rückstellkräften
gestaucht und bewegt sowohl den Türgriff 13 als auch den Drucktaster 20 nach der jeweiligen
Betätigung zurück in die Ausgangsstellung.
[0040] Die Figuren 2 und 3 zeigen, dass der Türgriff 13, die Zugstange 23 sowie auch der
Drucktaster 20 eine gemeinsame nicht näher bezeichnete Bewegungsachse aufweisen und
ausschließlich linear zwischen der Türinnenseite I und der Türaußenseite A bewegt
werden. Nachteilige Schwenkbewegungen, wie sie aus dem Stand der Technik bekannt und
ergonomisch ungünstig entgegen der Türöffnungsbewegung auszuführen sind, unterbleiben.
[0041] Die koaxiale Lage des Türgriffs 13 und der Druckhandhabe 18 mit ihrem Drucktaster
20 erlaubt eine schließblechnahe Anordnung der Notentriegelung 18 und vermindert so
die für eine Türöffnung erforderlichen Kräfte. Dies ist insbesondere bei einer von
innen erforderlichen Notöffnung der Tür 11 von erheblichem Vorteil.
[0042] Die Integration des Ausrückteils 39 in die Notentriegelung 18, insbesondere dessen
Integration in den Drucktaster 20, führt zu einer Bauteilreduzierung und damit zu
einer einfach aufgebauten, wenig fehleranfälligen Schließvorrichtung 10.
[0043] Offenbart ist auch eine Kühlraumtür (11) mit einer Schließvorrichtung (10), mit einer
Falle (21), die parallel zur Türinnenseite (I) relativbeweglich gelagert und von einem
Fallenfederelement (46) in Schließrichtung druckbelastet ist, mit einem Schließblech
(22), in welches die Falle (21) eingreift, wobei die Falle (21) und das Schließblech
(22) türinnenseitig angeordnet sind, mit einem Ausrückteil (39), mittels dessen die
Falle (21) aus dem Schließblech (22) ausrückbar ist, mit einer Betätigungshandhabe
(13), die auf einer in Türöffnungsrichtung vom liegenden Türaußenseite (A) angeordnet
ist, mittels derer das Ausrückteil (39) ansteuerbar ist und die gleichfalls als Türgriff
(13) dient, mit einem Halteblock (17), in welchem die Betätigungshandhabe (13) beweglich
gelagert ist und der zur Anordnung der Betätigungshandhabe (13) an der Kühlraumtür
(11) dient, mit einem Schließzylinder (29), der die Betätigungshandhabe (13) arretiert,
mit einer Druckhandhabe (18), die auf der Türinnenseite (I) angeordnet ist, mit einer
Zugstange (23), die das Türblatt durchsetzt, wobei die Betätigungshandhabe (13) ausschließlich
linearbeweglich im Halteblock (17) gelagert ist und wobei die Betätigungshandhabe
(13) den Schließzylinder (29) trägt, wobei die Druckhandhabe (18) einen auf der Türinnenseite
(I) angeordneten Haltetopf (19) aufweist, in welchem ein Drucktaster (20) linear verschieblich
gelagert ist, wobei der Drucktaster (20) an seinem innenliegenden Ende das Ausrückteil
(39) trägt, welches auf die Falle (21) wirkt, wobei das Ausrückteil (39) einstückigstoffschlüssiger
Bestandteil des Drucktasters (20) ist und eine Schrägfläche (44) ausbildet, wobei
die Falle (21) im Haltetopf (19) parallel zur Türinnenseite (I) relativ beweglich
gelagert ist, wobei das Fallenfederelement (46) innerhalb des Haltetopfes (19) angeordnet
ist, wobei die Schrägfläche (44) des Ausrückteils (39) mit der Gegenschrägfläche (45)
der Falle (21) eine Schrägflächenpaarung ausbildet.
Bezugszeichenliste
[0044]
- 10
- Schließvorrichtung
- 11
- Türblatt
- 12
- Türrahmen
- 13
- Betätigungshandhabe / Türgriff
- 14
- Außentubus
- 15
- Deckrosette
- 16
- Befestigungskragen
- 17
- Halteblock
- 18
- Druckhandhabe / Notentriegelung
- 19
- Haltetopf
- 20
- Drucktaster
- 21
- Falle
- 22
- Schließblech
- 23
- Zugstange
- 24
- Schraube
- 25
- Innentubus
- 26
- Koppelsteg
- 27
- Schraubbolzen
- 28
- Deckkappe
- 29
- Schließzylinder
- 30
- Schließbart
- 31
- Schließausnehmung
- 32
- Korb
- 33
- Führungshülse
- 34
- Gleitbecher
- 35
- Schraubenfeder
- 36
- Korbboden
- 37
- Becherboden
- 38
- Halteschrauben
- 39
- Ausrückteil
- 40
- Koppelschraube
- 41
- Verschlusskappe
- 42
- Bewegungsraum
- 43
- Aufnahmeschlitz
- 44
- Schrägfläche
- 45
- Gegenschräge
- 46
- Fallenfederelement
- A
- Türaußenseite
- B
- Türinnenseite
1. Schließvorrichtung (10) einer Kühlraumtür (11)
- mit einer Falle (21)
- mit einem Schließblech (22), in welches die Falle (21) eingreift,
- einem Ausrückteil (39), mittels dessen die Falle (21) aus dem Schließblech (22)
ausrückbar ist,
- mit einer Betätigungshandhabe (13), mittels derer das Ausrückteil (39) ansteuerbar
ist und die gleichfalls als Türgriff (13) dient,
- mit einem Halteblock (17), in welchem die Betätigungshandhabe (13) beweglich gelagert
ist und die zur Anordnung der Betätigungshandhabe (13) an einer Kühlraumtür (11) dient,
- mit einem Schließzylinder (29), der die Betätigungshandhabe (13) arretiert
dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungshandhabe (13) ausschließlich linearbeweglich im Halteblock (17) gelagert
ist und dass die Betätigungshandhabe (13) den Schließzylinder (29) trägt.
2. Schließvorrichtung (10) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
- der Halteblock (17) einen Tubus trägt und die Betätigungshandhabe (13) ebenfalls
mit einem Tubus versehen ist, wobei beide Tuben (14, 25) teleskopähnlich ineinandergreifen,
- die ineinandergreifenden Tuben (14, 25) ein Führungslager bilden, welches die Linearbewegung
der Betätigungshandhabe (13) stabilisiert.
3. Schließvorrichtung (10) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der halteblockseitige Tubus (25) eine Schließausnehmung (31) für den Schließbart
(30) des Schließzylinders (29) aufweist, in welche der Schließbart (30) die Linearbewegung
der Betätigungshandhabe (13) blockierend einzugreifen in der Lage ist.
4. Schließvorrichtung (10) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Druckhandhabe (18) mit dem Ausrückelement (39) bewegungsgekoppelt ist, wobei
die Druckhandhabe (18) alternativ zur Betätigungshandhabe (13) auf das Ausrückelement
(39) wirkt, wobei die Druckhandhabe (18) lediglich linearbeweglich ist.
5. Schließvorrichtung (10) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungshandhabe (13) eine Zugstange (23) aufweist, die mit dem Ausrückelement
(39) bewegungsgekoppelt ist und dass die Druckhandhabe (18) in Achsverlängerung der
Zugstange (23) angeordnet ist, wobei die Achse der Linearbewegung von Betätigungshandhabe
(13), Zugstange (23) und Druckhandhabe (18) zusammenfällt.
6. Schließvorrichtung (10) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegungskopplung zwischen Zugstange (23) und Ausrückelement (39) bei einer Betätigung
der Druckhandhabe (18) aufgehoben ist, insbesondere indem das Ausrückelement (39)
in Richtung der Betätigungshandhabe (13) relativbeweglich auf der Zugstange (23) gelagert
ist.
7. Schließvorrichtung (10) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Ausrückelement (39) ein Bestandteil der Druckhandhabe (18) ist.
8. Kühlraumtür mit einer Schließvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungshandhabe (13) auf einer in Türöffnungsrichtung vom liegenden Türaußenseite
A angeordnet ist und die Druckhandhabe (18) auf einer Türinnenseite I angeordnet ist,
wobei die Zugstange (23) das Türblatt (11) durchsetzt.
9. Kühlraumtür nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Falle (21) und das Schließblech (22) türinnenseitig angeordnet sind.